{"id":4414,"date":"2009-12-17T10:30:12","date_gmt":"2009-12-17T09:30:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4414"},"modified":"2019-02-15T12:37:45","modified_gmt":"2019-02-15T11:37:45","slug":"rechtspopulismus-kulturrassismus-und-muslimfeindlichkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4414","title":{"rendered":"Rechtspopulismus, Kulturrassismus und Muslimfeindlichkeit"},"content":{"rendered":"<p>Durch die Stimmungsmache gegen&uuml;ber Muslimen, die vom Stammtisch bis zum Feuilleton als Gr&uuml;nder von &bdquo;Parallelgesellschaften&ldquo;, bildungsunwillige &bdquo;Leistungsverweigerer&ldquo;, potenzielle Gewaltt&auml;ter und &bdquo;Sozialschmarotzer&ldquo; verunglimpft werden sowie durch die von der Schweizerischen Volkspartei (SVP) zu einem &uuml;berraschenden Erfolg gef&uuml;hrten Volksinitiative f&uuml;r ein Minarettbauverbot hat der Begriff &bdquo;Rechtspopulismus&ldquo; auch hierzulande neue Aktualit&auml;t gewonnen. Man muss kein Prophet sein, um voraussagen zu k&ouml;nnen, dass der Kampf gegen Moscheebauten, &bdquo;Ehrenmorde&ldquo; und die &bdquo;Islamisierung&ldquo; Deutschlands bzw. Europas k&uuml;nftig ein Hauptagitationsfeld f&uuml;r rechtsextreme bzw. -populistische Gruppierungen bilden wird. Von Christoph Butterwegge<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Was ist Rechtspopulismus?<\/strong><\/p><p>Der inflation&auml;r verwendete Populismusbegriff ist aus zwei Gr&uuml;nden schillernd und unscharf. Einerseits fallen darunter h&auml;ufig link(sradikal)e genauso wie recht(sextrem)e und basis- bzw. radikaldemokratische genauso wie antidemokratische Str&ouml;mungen, was seine Offenheit f&uuml;r unterschiedliche Strategien und Taktiken signalisiert, aber auch inhaltliche Mehrdeutigkeit, Verschwommenheit und Konturlosigkeit bedingt. Andererseits wird h&auml;ufig so getan, als sei &bdquo;Rechtspopulismus&ldquo; das demokratisch gel&auml;uterte, zumindest sehr viel moderatere Pendant zum Rechtsextremismus, nicht etwa nur eine Spezialform desselben. Dies bringt jedoch weitere Abgrenzungsprobleme mit sich, ohne gleichzeitig mehr terminologische Klarheit zu schaffen. Missverst&auml;ndlich ist der Populismusbegriff insofern, als daf&uuml;r zwei unterschiedliche Deutungsmuster existieren.<\/p><p>Das in der Forschungslandschaft wie in der Fachliteratur klar dominante Deutungsmuster begreift Populismus als Politik(vermittlungs)form und Regierungsstil, welcher von Personen, Parteien oder Koalitionen ganz unterschiedlicher Couleur praktiziert werden kann, was man ggf. mittels der Differenzierung zwischen Links- und Rechtspopulismus zum Ausdruck bringt. Nach herrschender Lehre charakterisiert der Populismus gar nicht die Politik einer Partei, sondern nur die Art, wie sie gemacht und\/oder &bdquo;an den Mann gebracht&ldquo; wird.<\/p><p>Ein gewisses rhetorisches Talent und die argumentative Demagogie seiner f&uuml;hrenden Repr&auml;sentanten sind auff&auml;llige Merkmale des Populismus, aber nicht f&uuml;r ihn konstitutiv. Nach gr&ouml;&szlig;erer Popularit&auml;t zu streben, &bdquo;dem Volk aufs Maul zu schauen&ldquo; und komplexe Zusammenh&auml;nge leicht verst&auml;ndlich darzustellen, ist h&ouml;chstens dann populistisch, wenn damit die Manipulation von Menschen zugunsten einer privilegierten Minderheit verbunden ist. Unbefriedigend bleibt eine blo&szlig;e Formaldefinition f&uuml;r Populismus, wenn sie keinerlei inhaltliche Festlegung enth&auml;lt. Die Bezeichnung eines Parteiprogramms als &bdquo;populistisch&ldquo; ist sowenig aussagekr&auml;ftig wie der Begriff &bdquo;Protestpartei&ldquo;, weil in beiden F&auml;llen keine Aussage &uuml;ber die dahinter steckende Ideologie getroffen wird.<\/p><p>Das andere Deutungsmuster versteht unter Populismus eine st&auml;rker inhaltlich bestimmte Konzeption, die aufgrund ihrer Konstruktion eines (ethnisch) homogenen Volkes, das sie den &bdquo;korrupten Eliten&ldquo; gegen&uuml;berstellt, mit einer linken Weltanschauung bzw. deren Hauptstr&ouml;mungen &ndash; Sozialismus, Reformismus und Kommunismus &ndash;, die Klassen und Schichten zu Basiskategorien ihrer Topografie der Gesellschaft machen, unvereinbar ist, aber mit den b&uuml;rgerlichen Grundrichtungen &ndash; Liberalismus und Konservatismus &ndash;, die zwischen den genannten Gro&szlig;gruppen keine Interessengegens&auml;tze zu erkennen verm&ouml;gen, durchaus harmoniert. Rechtspopulismus w&auml;re f&uuml;r diese Orientierung zwar der treffendere Begriff, was allerdings nicht ausschlie&szlig;t, dass sich auch Str&ouml;mungen der &bdquo;Mitte&ldquo; oder der Linken zumindest vor&uuml;bergehend solcher Argumentationsmuster und entsprechender Agitationstechniken bedienen.<\/p><p>Populismus ist mehr als eine Stilfrage und eine Agitationstechnik, worauf schon die Etymologie des Terminus verweist, denn die urspr&uuml;ngliche Wortbedeutung l&auml;sst den Anspruch damit Bezeichneter erkennen, Politik im Namen des Volkes und\/oder f&uuml;r das Volk zu machen. Je nachdem, ob man diese Zielgruppe im Sinne von &bdquo;ethnos&ldquo; oder &bdquo;demos&ldquo; versteht, bildet das &bdquo;eigene&ldquo; oder das &bdquo;gemeine Volk&ldquo; den Fixpunkt. Zwar haben Rechtspopulisten nur wenig Hemmungen, ihrerseits &ndash; etwa als Parlamentsabgeordnete oder Minister &ndash; die Privilegien der M&auml;chtigen und Regierenden in Anspruch zu nehmen, verlangen von diesen jedoch, sich nicht pers&ouml;nlich zu bereichern, sondern selbstlos &bdquo;der Sache des Volkes&ldquo; zu dienen. Rechtspopulisten stellen zwar die soziale Frage, ohne sie jedoch &uuml;berzeugend zu beantworten. Meistens verkn&uuml;pfen solche Gruppierungen die soziale mit der nationalen Frage, obwohl eine Verbindung von sozialer und demokratischer Frage n&ouml;tig w&auml;re, um sie zu l&ouml;sen.<\/p><p>Der moderne Rechtsextremismus hat sich sp&uuml;rbar modernisiert, programmatisch erneuert und vom Nationalsozialismus mehr oder weniger &uuml;berzeugend distanziert sowie aufgrund der Vielfalt von ihm mittlerweile besetzter Handlungsfelder, Aktionsformen und Organisationszusammenh&auml;nge erheblich ausdifferenziert. Als rechtspopulistisch sollten nur jene (Partei-)Organisationen, Str&ouml;mungen und Bestrebungen bezeichnet werden, die den Dualismus von &bdquo;Volk&ldquo;, &bdquo;Bev&ouml;lkerung&ldquo; bzw. &bdquo;m&uuml;ndigen B&uuml;rgern&ldquo; und &bdquo;Elite&ldquo;, &bdquo;Staatsb&uuml;rokratie&ldquo; bzw. &bdquo;politischer Klasse&ldquo; zum Dreh- und Angelpunkt ihrer Agitation und Propaganda machen, ohne militante Z&uuml;ge aufzuweisen und Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele anzuwenden oder anzudrohen. Innerhalb des Rechtspopulismus kann man idealtypisch vier Grundvarianten unterscheiden:<\/p><p>Wenn die Kritik an einem vermeintlich &uuml;berbordenden, die Volkswirtschaft l&auml;hmenden und den eigenen Wirtschaftsstandort gef&auml;hrdenden Wohlfahrtsstaat im Mittelpunkt der Propaganda einer Rechtspartei steht, w&auml;re von &bdquo;Sozialpopulismus&ldquo; zu sprechen. Man nutzt den unterschwellig vorhandenen, oft in der politischen und medialen &Ouml;ffentlichkeit gesch&uuml;rten Sozialneid gegen&uuml;ber noch &Auml;rmeren &ndash; in diesem Fall: den angeblich &bdquo;faulen&ldquo; bzw. &bdquo;arbeitsscheuen&ldquo; Erwerbslosen und Sozialhilfeempf&auml;nger(inne)n &ndash;, um von den eigentlichen Verursachern der sich vertiefenden Kluft im Land abzulenken.<br>\nKonzentriert sich eine rechte Gruppierung auf die Stigmatisierung und Diskriminierung von Straff&auml;lligen, pl&auml;diert sie energisch f&uuml;r &bdquo;mehr H&auml;rte&ldquo; der Gesellschaft im Umgang mit ihnen und nimmt sie besonders Drogenabh&auml;ngige, Bettler\/innen und Sexualstraft&auml;ter ins Visier, um die W&auml;hler\/innen mit einem Szenario der permanenten Bedrohung zu erschrecken, handelt es sich um Kriminalpopulismus, der die &bdquo;anst&auml;ndigen B&uuml;rger&ldquo; gegen den &bdquo;gesellschaftlichen Abschaum&ldquo; mobilisiert und seine Kampagnen auf dem R&uuml;cken von sozial benachteiligten Minderheiten inszeniert. H&auml;ufig genug spielt die Boulevardpresse dabei eine unr&uuml;hmliche Rolle als Sprachrohr einer intoleranten und illiberalen Mehrheitsgesellschaft.<br>\nSofern eine Rechtspartei die &bdquo;Systemfrage&ldquo; in den Mittelpunkt r&uuml;ckt und sich vor allem die verbreitete Entt&auml;uschung &uuml;ber ihre etablierten Konkurrentinnen auf dem &bdquo;W&auml;hlermarkt&ldquo; und die Entfremdung vieler B&uuml;rger\/innen gegen&uuml;ber dem bestehenden Regierungs- bzw. Parteiensystem (&bdquo;Politikverdrossenheit&ldquo;) zunutze macht, das sie mit Korruption gleichsetzt und aus prinzipiellen Erw&auml;gungen ablehnt, erreicht die populistische Zuspitzung eine andere Qualit&auml;t, was die Bezeichnung &bdquo;Radikalpopulismus&ldquo; rechtfertigt. Bei dieser Variante legt eine populistische Bewegung den Ma&szlig;stab f&uuml;r ihr eigenes Verhalten sehr hoch. Umso leichter kann sie daran gemessen und &ndash; wie schon oft geschehen &ndash; selbst der politischen Unf&auml;higkeit, Inkompetenz und Korruptionsanf&auml;lligkeit &uuml;berf&uuml;hrt werden.<br>\nSteht der staatliche Innen-au&szlig;en-Gegensatz bzw. die angebliche Privilegierung von Zuwanderern gegen&uuml;ber den Einheimischen oder die &bdquo;kulturelle &Uuml;berfremdung&ldquo; im Vordergrund, handelt es sich um Nationalpopulismus. Charakteristisch ist f&uuml;r ihn, dass die zunehmende Pauperisierung breiter Bev&ouml;lkerungsschichten, &uuml;brigens vor allem ethnischer Minderheiten, nicht etwa als Konsequenz ihrer Diskriminierung (z.B. im Bildungsbereich sowie auf dem Arbeitsmarkt) und einer ungerechten Verteilung der gesellschaftlichen Ressourcen, vielmehr als Resultat der zu gro&szlig;en Durchl&auml;ssigkeit bzw. Aufhebung der Grenzen f&uuml;r Migrant(inn)en thematisiert und die Angst vor einer &bdquo;&Uuml;berflutung&ldquo; bzw. &bdquo;-fremdung&ldquo; vornehmlich durch Muslime kultiviert wird. &bdquo;Antiislamismus&ldquo; ist ein irref&uuml;hrender Begriff, weil er suggeriert, seine Tr&auml;ger wendeten sich nur gegen den Fundamentalismus und den daraus resultierenden Terrorismus mancher Muslime. Auch der Terminus &bdquo;Islamophobie&ldquo; trifft die Sache nicht, weil er so tut, als h&auml;tten die damit Bezeichneten wirklich Furcht vor den Muslimen. Denn analog gilt das Diktum von Jean-Paul Sartre, der festgestellt hat, dass Antisemiten vor allem M&ouml;glichen Angst haben, aber nicht vor Juden.<\/p><p><strong>Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des Kulturrassismus<\/strong><\/p><p>Die angeblich kulturell bedingte Fremdheit zwischen Ethnien ersetzt heute die H&ouml;her- bzw. Minderwertigkeit der offenbar selbst von manchen Rechtsextremisten nicht mehr f&uuml;r zeitgem&auml;&szlig; gehaltenen Rassen. Dass sich die Erscheinungsformen des Rassismus in j&uuml;ngster Zeit ver&auml;ndert haben, beruht auf einem Wandel seiner Hauptfunktion: Legitimiert wird heutzutage nicht mehr eine kolonialistische Politik der Expansion von Gro&szlig;m&auml;chten nach &Uuml;bersee, sondern die Abwehr ihrer durch Arbeitsmigrant(inn)en, Armuts- bzw. &Ouml;kofl&uuml;chtlinge aus der sog. Dritten Welt personifizierten Folgen mit Hilfe versch&auml;rfter Asylgesetze, technisch perfektionierter Grenzkontrollen und Abschottung der &bdquo;Wohlstandsfestung&ldquo; (West-)Europa. Der differenzialistische, Neo- bzw. Kulturrassismus erleichtert es, zwischen Migrant(inn)en nach dem Grad ihrer volkswirtschaftlichen N&uuml;tzlichkeit zu differenzieren. Einer der Hauptvorw&uuml;rfe gegen&uuml;ber den zuwandernden Muslimen besteht denn auch in ihrer mangelhaften (Aus-)Bildung bzw. ihrer r&uuml;ckst&auml;ndigen Kultur, die sie als der abendl&auml;ndischen Hochindustrie nicht gewachsen erscheinen l&auml;sst.<\/p><p>Migration und Integration leiden gegenw&auml;rtig vor allem unter der massiven Entwertung bzw. einer tiefen Sinnkrise des Sozialen, die innerhalb der Aufnahmegesellschaft zum neoliberalen Um- bzw. Abbau des Wohlfahrtsstaates beitr&auml;gt, die Existenzbedingungen f&uuml;r Zuwanderer damit verschlechtert und aus folgenden Teilprozessen besteht:<\/p><ul>\n<li>f&auml;llt die Tendenz zur &Ouml;konomisierung des Sozialen ins Auge. Fast alle Lebensbereiche, etwa Kultur, (Hoch-)Schule, Freizeit und auch die soziale Infrastruktur, werden nach dem Muster des Marktes restrukturiert. Sozial zu sein bedeutet fortan nicht mehr, sich gem&auml;&szlig; humanistischer Grund&uuml;berzeugungen oder christlicher N&auml;chstenliebe um arme, benachteiligte oder Menschen mit Behinderungen und ihre Probleme zu k&uuml;mmern bzw. moralischen Verpflichtungen und ethischen Normen nachzukommen. Vielmehr wird auch das Soziale zunehmend vom neoliberalen Zeitgeist durchdrungen und von der Konkurrenz, dem Gewinnstreben und betriebswirtschaftlicher Effizienz bestimmt.<\/li>\n<li>findet eine Kulturalisierung des Sozialen statt. Seit geraumer Zeit stehen nicht mehr materielle Interessen bzw. Interessengegens&auml;tze im Blickfeld, wenn man &uuml;ber die Entwicklung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft spricht, sondern die kulturelle Identit&auml;t. Die Kulturalisierung des Sozialen bedeutet, dass die Zugeh&ouml;rigkeit zur Gesellschaft nicht mehr &uuml;ber die Zugeh&ouml;rigkeit ihrer Mitglieder zu einer bestimmten Klasse, Schicht oder Gruppe definiert wird, die gemeinsame Interessen haben (und daher ein hohes Ma&szlig; an Solidarit&auml;t realisieren k&ouml;nnen, falls sie sich dessen bewusst werden), sondern dass st&auml;rker nach kulturellen &Uuml;bereinstimmungen, also gemeinsamer Sprache, Religion und Tradition, gefragt wird. Das ist der Grund, weshalb sich Widerstand gegen diese Entwicklung nur schwer artikulieren und organisieren kann.<\/li>\n<li>ist eine Ethnisierung des Sozialen festzustellen. Je mehr die &ouml;konomische Konkurrenz im Rahmen der &bdquo;Standortsicherung&ldquo; versch&auml;rft wird, umso leichter l&auml;sst sich die kulturelle Differenz zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft aufladen und als Ab- bzw. Ausgrenzungskriterium gegen&uuml;ber Mitbewerber(inne)n um soziale Transferleistungen instrumentalisieren. Ein &bdquo;nationaler Wettbewerbsstaat&ldquo; (Joachim Hirsch), der kein herk&ouml;mmlicher Wohlfahrtsstaat mehr sein m&ouml;chte, bereitet Ethnisierungsprozessen den Boden. Diese haben zwei Seiten: Neben einer Stigmatisierung &bdquo;der Anderen&ldquo; bewirken sie eine st&auml;rkere Konturierung &bdquo;des Eigenen&ldquo; bzw. die Konstituierung einer nationalen bzw. &bdquo;Volksgemeinschaft&ldquo;, mit der viel weiter reichende Ziele verfolgt werden. &bdquo;Deutsche(s) zuerst!&ldquo; lautet ein Slogan, der solche Vorstellungen genauso wie &bdquo;Ausl&auml;nder raus!&ldquo;-Parolen im Massenbewusstsein verankert.<\/li>\n<li>zeichnet sich eine Biologisierung des Sozialen ab. Gesellschaftlich bedingte Verhaltensweisen werden heute immer h&auml;ufiger an den Genen festgemacht. Dabei spielt der Demografie-Diskurs, d.h. die Art und Weise, wie &uuml;ber die (Alters-)Struktur der Gesellschaft gesprochen und geschrieben wird, eine Schl&uuml;sselrolle. Mit dem demografischen Wandel r&uuml;ckt die Humanbiologie ins Zentrum der Gesellschaftspolitik und entscheidet quasi naturw&uuml;chsig, wie ein naturgesetzlicher Sachzwang, &uuml;ber Rentenh&ouml;hen und dar&uuml;ber, wie Sozialleistungen zu bemessen sind. Wer die meist Katastrophenszenarien gleichenden Bev&ouml;lkerungsprognosen betrachtet, deren H&auml;ufung in den Medien auff&auml;llt, stellt fest, dass die Urangst von Neonazis und Rechtsextremisten, &bdquo;das deutsche Volk&ldquo; k&ouml;nne &bdquo;aussterben&ldquo; (und zuwandernden Muslimen somit widerstandslos &bdquo;das Feld r&auml;umen&ldquo;), in die Mitte der Gesellschaft wandert.\n<\/li>\n<\/ul><p><strong>Terrorismushysterie und Stimmungsmache gegen Muslime<\/strong><\/p><p>Nach dem 11. September 2001 machten viele Medien kampagnenartig Stimmung gegen Muslime. Im Gefolge der Terroranschl&auml;ge auf das Word Trade Center und das Pentagon wurde die Deutung der Weltpolitik als &bdquo;Kampf der Kulturen&ldquo; (Samuel P. Huntington) bzw. &bdquo;Krieg der Zivilisationen&ldquo; (Bassam Tibi) beinahe zum journalistischen Gemeingut. Osama bin Laden und Al Qaida avancierten zu Chiffren, welche die Feindschaft gegen&uuml;ber der westlichen Zivilisation symbolisieren. Terrorismus, Fundamentalismus und Islamismus erschienen als omnipr&auml;sente wie -potente Gefahr, der man im &bdquo;Kampf gegen den Terror&ldquo; entgegentrat, wobei sich der Einwanderungs-, der Kriminalit&auml;ts- und der Gewalt- bzw. Kriegsdiskurs verschr&auml;nkten. Teilweise gab es einen R&uuml;ckfall in Zerrbilder, die w&auml;hrend der Asyldiskussion in den fr&uuml;hen 90er-Jahren dominiert hatten. Hier seien nur das stern-Titelbild vom 27. September 2001, wo ein dunkelh&auml;utiger Mann mit Vollbart und Sonnenbrille zu sehen ist, in deren Gl&auml;sern sich unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Terror-Gefahr in Deutschland. Geheimdienste warnen vor Anschl&auml;gen radikaler Muslime&ldquo; die brennenden T&uuml;rme des World Trade Center spiegeln, sowie das Titelbild eines Spiegel special (2\/2003) zum Thema &bdquo;Allahs blutiges Land. Der Islam und der Nahe Osten&ldquo; genannt, wo von verschleierten Musliminnen &uuml;ber einen b&auml;rtigen Fanatiker mit bluttriefendem Krummdolch bis zum flammenden Inferno &uuml;ber Juden alle Stereotype bedient werden.<\/p><p>Noch lange nach den Attentaten dominierten in deutschen Massenmedien die Bilder der brennenden Zwillingst&uuml;rme, milit&auml;rische Metaphern und eine martialische Sprache. Man konzentrierte sich zun&auml;chst auf den Schleier, die Scharia und das Kopftuch als Symbole f&uuml;r den Islamismus und seine Unterdr&uuml;ckung der Frau; sp&auml;ter traten repr&auml;sentative Moscheebauten, Minarette und Muezzinrufe als Symbole hinzu, die Fremdheit markieren sollten.<\/p><p>Als der islamistische Bombenterror mit den Anschl&auml;gen auf Vorortz&uuml;ge in Madrid am 11. M&auml;rz 2004 sowie auf die U-Bahn und einen Bus in London am 7. Juli 2005 auch Europa traf, wurde das politische und mediale Klima hierzulande rauer. Nach dem Mord an dem niederl&auml;ndischen Filmemacher Theo van Gogh am 2. November 2004 avancierte &bdquo;Parallelgesellschaft&ldquo; zu einem Modebegriff, der eine umfassende Drohkulisse aufbaut und d&uuml;stere Entwicklungsperspektiven ahnen l&auml;sst. F&uuml;r die Mainstream-Medien war das Konzept der multikulturellen Gesellschaft gescheitert, wie der &bdquo;Die Schlacht um Europa&ldquo; &uuml;berschriebene Artikel von Gilles Kepel in der Welt am Sonntag vom 21. November 2004 und das Titelblatt der am Tag darauf erschienenen Ausgabe des M&uuml;nchener Nachrichtenmagazins Focus &bdquo;Unheimliche G&auml;ste. Die Gegenwelt der Muslime in Deutschland&ldquo; dokumentierten.<\/p><p>In der umfangreichen Berichterstattung &uuml;ber &bdquo;Zwangsverheiratungen&ldquo; von M&auml;dchen und Frauen sowie &bdquo;Ehrenmorde&ldquo; blieben (kultur)rassistische Untert&ouml;ne gleichfalls nicht aus. Nachdem drei ihrer f&uuml;nf Br&uuml;der die Kurdin Hatun S&uuml;r&uuml;c&uuml; am 7. Februar 2005 in Berlin erschossen hatten, besch&auml;ftigte das Thema nicht nur die lokalen Medien wochenlang. So berichtete die S&uuml;ddeutsche Zeitung am 26. Februar 2005 unter dem Titel &bdquo;In den F&auml;ngen einer t&uuml;rkischen Familie. Muslimische Dorfmoral in der Berliner Moderne: Schon wieder haben t&uuml;rkische M&auml;nner eine Frau mit dem Tod bestraft. Die Geschichte eines brutalen Zusammenpralls der Kulturen&ldquo; dar&uuml;ber.<\/p><p>&bdquo;Jetzt droht Kampf der Kulturen&ldquo; (Rheinische Post v. 4.2.2006), &bdquo;Sich r&uuml;sten f&uuml;r den Kampf der Kulturen&ldquo; (Welt am Sonntag v. 19.2.2006) oder &bdquo;Kampf der Kulturen&ldquo; (FAZ v. 13.4.2006) lauteten typische Schlagzeilen zum sog. Karikaturenstreit und zu der Auseinandersetzung um den t&uuml;rkischen Film &bdquo;Tal der W&ouml;lfe&ldquo;, wie man sie seinerzeit in fast allen Zeitungen der Bundesrepublik finden konnte. Eine von wenigen Fundamentalisten, rechten Scharfmachern und religi&ouml;sen Fanatikern inszenierte Konfrontation, die letztlich nur der Provokation von Andersdenkenden bzw. -gl&auml;ubigen dient und zur (milit&auml;rischen) Eskalation dr&auml;ngt, wird als unausweichliche, der ganzen islamischen Religion\/Kultur zugeschriebene Auseinandersetzung von wahrhaft historischer Tragweite interpretiert. Ein solches Paradigma reduziert, wenn es sich in den K&ouml;pfen festsetzt, die M&ouml;glichkeiten f&uuml;r das friedliche Zusammenleben und Integrationsbem&uuml;hungen auf ein Minimum. Nunmehr werden Migrant(inn)en noch st&auml;rker mit (Gewalt-)Kriminalit&auml;t, Emotionalit&auml;t und Irrationalit&auml;t, wenn nicht gar religi&ouml;sem Fundamentalismus und politisch-ideologischem Fanatismus in Verbindung gebracht.<\/p><p><strong>Ausblick und Alternativen<\/strong><\/p><p>Machen wir uns nichts vor: Muslime, die zugewandert sind, Migrationshintergrund haben oder konvertiert sind, werden in den meisten europ&auml;ischen L&auml;ndern eher diskriminiert als toleriert. Sie verk&ouml;rpern kulturelle R&uuml;ckst&auml;ndigkeit und den Widerstand gegen die westliche Moderne, was sie als gemeinsames Feindbild f&uuml;r christliche Eiferer, Marktradikale und neoliberale Modernisierer geradezu pr&auml;destiniert. Dass der Rechtspopulismus gute Chancen hat, daraus Kapital zu schlagen und die westlichen Demokratien mittels muslimfeindlicher Propaganda herauszufordern, hat das Referendum &uuml;ber die Aufnahme eines Minarettbauverbots in die Schweizerische Bundesverfassung am 29. November 2009 gezeigt.<\/p><p>In den Diskussionen &uuml;ber vor Ort geplante Moscheebauten spielen immer wieder fehlende Parkpl&auml;tze, die H&ouml;he der Minarette und die Gr&ouml;&szlig;e der Kuppel eine Schl&uuml;sselrolle. Nicht immer handelt es sich dabei um vorgeschobene bzw. Scheinargumente eingefleischter Feinde des Islams und der Muslime. &Auml;ngste vor dem Islamismus und religi&ouml;sem Fanatismus sind genauso ernst zu nehmen wie Vorbehalte gegen&uuml;ber Muslimen im Hinblick auf die Unterdr&uuml;ckung der Frau oder eine tiefe Religi&ouml;sit&auml;t, die den meisten Christen hierzulande mittlerweile fremd ist. Sie d&uuml;rfen aber nicht missbraucht werden, um Menschen f&uuml;r rechtspopulistische Aktionen zu gewinnen. Die multikulturelle Einwanderungsgesellschaft kann leicht als Projektionsfl&auml;che f&uuml;r reale Sorgen und &Auml;ngste eines Gro&szlig;teils der Bev&ouml;lkerung im Hinblick auf ihre soziale Lage, Ausgrenzungs- und Fremdheitserfahrungen, kulturell-religi&ouml;se &bdquo;&Uuml;berfremdungstendenzen&ldquo; oder den Einflussverlust des Christentums benutzt und (partei)politisch entsprechend instrumentalisiert werden.<\/p><p>Das Thema &bdquo;Moscheebau, Minarette als Machtsymbole und Islamierung&ldquo; besetzen Rechtsau&szlig;engruppierungen gleicherma&szlig;en: von &bdquo;Pro K&ouml;ln&ldquo;, &bdquo;Pro NRW&ldquo; und &bdquo;Pro Deutschland&ldquo; &uuml;ber die REPublikaner, die DVU und die NPD bis zu den Neonazi-Kameradschaften. Nur rechtspopulistische Kr&auml;fte sind jedoch in der Lage, b&uuml;rgerlich-seri&ouml;s aufzutreten und Verb&uuml;ndete in etablierten Kreisen zu finden. Im Unterschied zur Schweiz, zu Belgien, zu Frankreich, zu den Niederlanden und zu &Ouml;sterreich gibt es in Deutschland allerdings (noch) keine Partei, die rechtspopulistische und antimuslimische Inhalte mit Erfolg bei &uuml;berregionalen Wahlen vertritt. Aber es gibt Personen wie Henryk M. Broder, Heinz Buschkowsky und Thilo Sarrazin, die damit gro&szlig;e &ouml;ffentliche Resonanz haben. Anders als die Genannten, denen es um die Verbreitung primitiver Ressentiments und wahrscheinlich mehr noch um ihre eigene Medienpr&auml;senz geht, haben viele Einheimische verst&auml;ndliche Vorbehalte gegen&uuml;ber Muslimen, beispielsweise im Hinblick auf die Unterdr&uuml;ckung der Frau oder eine tiefe Religi&ouml;sit&auml;t, die den meisten Christen hierzulande mittlerweile fremd ist.<\/p><p>Zuletzt hat sich eine &bdquo;unheilige Allianz&ldquo; zwischen Neonazis, Rechtspopulisten, Kulturrassisten, christlichen Fundamentalisten, Feministinnen, religionskritischen Intellektuellen, Tierfreunden, bildungsbenachteiligten Unterschichtangeh&ouml;rigen und Teilen des vom sozialen Abstieg bedrohten Kleinb&uuml;rgertums formiert, die &ndash; wenn sie provozierende Symbole und Gebr&auml;uche der Muslime wie die Burka oder das Sch&auml;chten f&uuml;r den politischen Kitt sorgt &ndash; durchaus mehrheitsf&auml;hig ist.<\/p><p>Dass die muslimfeindliche Kampagne in der Schweiz eine klare Mehrheit der Abstimmenden erreichte, &auml;ndert jedoch nichts an der Tatsache, dass sie die politische Kultur unseres Nachbarlandes besch&auml;digt und dem friedlichen Zusammenleben seiner Bewohner\/innen einen B&auml;rendienst erwiesen hat. Direkte Demokratie bedeutet nicht, dass Referenden &uuml;ber alle m&ouml;glichen politischen Streitpunkte stattfinden d&uuml;rfen: H&auml;tte man den Bau von Synagogen in Deutschland einem Mehrheitsentscheid unterworfen, w&auml;re nie ein j&uuml;disches Gotteshaus errichtet worden. Grundrechte von Minderheiten stehen auch f&uuml;r Abstimmungsmehrheiten in einer Demokratie nie zur Disposition.<\/p><p>Kulturelle und religi&ouml;se Gegens&auml;tze basieren meist auf tiefer liegenden Konflikten, f&uuml;r die man die Mehrheitsgesellschaft sensibilisieren muss. Die globale Finanzmarkt- und Weltwirtschaftskrise d&uuml;rfte in n&auml;chster Zeit zu gr&ouml;&szlig;eren sozialen Verwerfungen f&uuml;hren. F&uuml;r eine Jagd nach S&uuml;ndenb&ouml;cken bieten sich die Muslime zusammen mit anderen Minderheiten aufgrund ihres schlechten Images geradezu an. Deshalb muss vermittelt werden, dass Zuwanderung wie auch &ndash; daraus resultierend &ndash; die Koexistenz von Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft, religi&ouml;ser Bekenntnisse und kultureller Pr&auml;gungen im Zeichen der Globalisierung zur Normalit&auml;t westlicher Industriegesellschaften geh&ouml;ren. Schuld an der zunehmenden Spaltung in Arm und Reich sind aber nicht im Niedriglohnbereich konzentrierte Zuwanderer, sondern Eliten, die ihrerseits eine Parallelgesellschaft herausbilden, wenn sie in Luxusquartieren wohnen, die private Sicherheitsdienste bewachen, und sich gegen&uuml;ber den Mittel- und Unterschichten auch r&auml;umlich immer deutlicher abschotten.<\/p><p><em>Prof. Dr. Christoph Butterwegge lehrt Politikwissenschaft an der Universit&auml;t zu K&ouml;ln. Seine letzten Buchver&ouml;ffentlichungen zum Thema: &bdquo;Massenmedien, Migration und Integration. Herausforderungen f&uuml;r den Journalismus und die politische Bildung&ldquo; sowie &bdquo;Rechtspopulismus, Arbeitswelt und Armut. Befunde aus Deutschland, &Ouml;sterreich und der Schweiz&ldquo;<\/em><\/p><p><em>Der Autor hat uns eine ausf&uuml;hrlichere Fassung eines kurzen Beitrags in <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/wochenthema\/0950-rechtspopulisten-strategie-buergerliche-verbuendete-islamkritik%20vom%2010.12.2009\">&bdquo;der Freitag&ldquo;<\/a> zur Verf&uuml;gung gestellt.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch die Stimmungsmache gegen&uuml;ber Muslimen, die vom Stammtisch bis zum Feuilleton als Gr&uuml;nder von &bdquo;Parallelgesellschaften&ldquo;, bildungsunwillige &bdquo;Leistungsverweigerer&ldquo;, potenzielle Gewaltt&auml;ter und &bdquo;Sozialschmarotzer&ldquo; verunglimpft werden sowie durch die von der Schweizerischen Volkspartei (SVP) zu einem &uuml;berraschenden Erfolg gef&uuml;hrten Volksinitiative f&uuml;r ein Minarettbauverbot hat der Begriff &bdquo;Rechtspopulismus&ldquo; auch hierzulande neue Aktualit&auml;t gewonnen. Man muss kein Prophet sein, um<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4414\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[207,20,125],"tags":[341,339,338,340],"class_list":["post-4414","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-anti-islamismus","category-landerberichte","category-rechte-gefahr","tag-broder-henryk-m","tag-chauvinismus","tag-schweiz","tag-zuwanderung"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4414","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4414"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4414\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":49364,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4414\/revisions\/49364"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4414"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4414"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4414"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}