{"id":44143,"date":"2018-05-28T08:07:24","date_gmt":"2018-05-28T06:07:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44143"},"modified":"2018-05-28T12:13:20","modified_gmt":"2018-05-28T10:13:20","slug":"hinweise-des-tages-3127","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44143","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44143#h01\">Italien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44143#h02\">Damaskus ist frei &ndash; Aber der Preis f&uuml;r die Freiheit ist hoch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44143#h03\">Die Logik imperialer Kriege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44143#h04\">Schattenfinanzindex 2018 &ndash; Deutschland ist Gangster&rsquo;s Paradise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44143#h05\">Im Schatten der Sanktionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44143#h06\">Regeln f&uuml;r den Kapitalverkehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44143#h07\">McDonald&rsquo;s bringt EU-L&auml;nder um 1,5 Milliarden Steuer-Einnahmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44143#h08\">Finanzministerium h&auml;lt Trump f&uuml;r Konjunkturrisiko<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44143#h09\">Deutschland lehnt Messungen zu Energiearmut ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44143#h10\">Merkel h&auml;lt 1,5 Millionen Wohnungen f&uuml;r &ldquo;dringend notwendig&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44143#h11\">Spender &uuml;berweisen Parteien 60 Millionen Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44143#h12\">Cheflobbyist Steg kommt offenbar zu VW zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44143#h13\">B&uuml;rger unter Generalverdacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44143#h14\">Ankerzentren stoppen: Gemeinsame Stellungnahme von 24 Verb&auml;nden und Organisationen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44143#h15\">AfD-Gro&szlig;demonstration &ndash; Fahnen, Stinkefinger, Hakenkreuze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44143#h16\">Die Chancen der Linken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44143#h17\">Es wirkte wie blinde Raserei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44143#h18\">Publikumszeitschriften verlieren weitere Werbeums&auml;tze, Spiegel und Focus nur noch auf den Pl&auml;tzen 6 und 7<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Italien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die italienische Regierung ist Folge deutscher Politik <\/strong><br>\n&Uuml;ber die neue Regierung in Italien wird viel diskutiert: Sie sei populistisch, gar rechts, und gef&auml;hrdet mit ihrem Programm &ndash; mehr Sozialstaat und noch mehr Schulden &ndash; den Euro und die EU. Heiner Flassbeck, ehemaliger Staatssekret&auml;r im Finanzministerium und Herausgeber der Website &bdquo;Makroskop&ldquo;, sieht das etwas anders: Ohne Schulden kein Aufschwung.<br>\nHerr Flassbeck, die neue italienische Regierung will ordentlich Geld ausgeben: h&ouml;here Ausgaben f&uuml;r Soziales, Steuersenkungen und eine R&uuml;cknahme der Rentenreform. Klingt erstmal gut f&uuml;rs Volk. Aber wer soll das alles bezahlen?<br>\nWenn man eine Wirtschaft, wie die italienische, anregen will, und die muss man anregen, da sie sechs Jahre Rezession hinter sich haben, dann muss man daf&uuml;r Geld ausgeben. Und daf&uuml;r muss man Schulden machen. Das will man in Deutschland und im Norden Europas nicht begreifen. Auch die deutsche Wirtschaft lebt davon, dass irgendwo Schulden gemacht werden. Nur wir vertrauen darauf, dass immer das Ausland Schulden macht. Dieser Weg ist Italien verschlossen, da Deutschland dies blockiert. Also m&uuml;ssen sie selbst Schulden machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20180524320855157-italien-eu-macron-schulden\/\">Sputnik<\/a><\/li>\n<li><strong>Die EZB erpresst die neue italienische Regierung<\/strong><br>\nDie Renditen italienischer Staatsanleihen steigen und die EZB fordert die Fortsetzung der Sparpolitik. Ein Lehrst&uuml;ck, wie man in Eurozone die Demokratie an die Kandare nimmt.<br>\nIn meinem letzten Beitrag habe ich meiner Hoffnung Ausdruck gegeben, dass die EZB sich nicht mehr von &bdquo;Deutschland und anderen Defizitfalken politisch instrumentalisieren&ldquo; l&auml;sst. Aussagen aus dem Umfeld der EZB und der Anstieg der Renditen f&uuml;r 10-j&auml;hrige italienische Staatsanleihen geben nun Anlass zu der Bef&uuml;rchtung, dass die EZB ebenso wie in Griechenland einer demokratisch gew&auml;hlten Regierung ihre Haushaltspolitik diktieren will.<br>\nBereits in Ihrem j&uuml;ngsten &bdquo;Financial Stabilty Review (FSR) von gestern findet sich die Aussage, dass die &bdquo;fiskalpolitsche Haltung&ldquo; in L&auml;ndern mit einer hohen Staatsschuldenquote Auswirkungen auf die Renditen mancher Staatsanleihen im Euroraum haben k&ouml;nnte. Nun ist bekannt, dass die Staatschuldenquote Italiens mit 132 % des BIP innerhalb der Eurozone nur noch von Griechenland &uuml;bertroffen wird. Es handelt sich daher um eine unverhohlene Drohung der EZB gegen&uuml;ber Italiens neuer Regierung: Wenn die Sparpolitik nicht fortgesetzt wird, dann werden wir daf&uuml;r Sorge tragen, dass die Renditen auf italienische Staatsanleihen steigen werden. (&hellip;)<br>\nDie EZB versucht damit s&auml;mtliche ihrer geplanten Steuerentlastungen sowie ihre angek&uuml;ndigten sozialpolitischen Ma&szlig;nahmen, die insbesondere eine Grundsicherung f&uuml;r Arbeitslose umfassen, mit dem Argument, dass mit den Vorhaben gegen die Defizitvorgaben der EWU versto&szlig;en w&uuml;rde, zu torpedieren. Nicht erstaunlich ist in diesem Zusammenhang, dass man im Falle Spaniens zwischen 2009 &ndash; 2016 Haushaltsdefizite zwischen 11 % und 5 % durchgewunken hat. Belegt ist damit einmal mehr, dass nicht nur die Defizitvorgaben f&uuml;r EWU-L&auml;nder willk&uuml;rlich sind, sondern es sich bei der EWU um ein Willk&uuml;rsystem in toto handelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/05\/die-ezb-erpresst-die-neue-italienische-regierung\/\">Makroskop<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Schnorrer von Rom<\/strong><br>\nItalien ist kein armes Land. Der Norden des Landes geh&ouml;rt zu den wohlhabendsten Regionen der Welt. Ein Blick auf die Verm&ouml;gensverteilung zeigt, dass Italiener sogar deutlich reicher sind als Deutsche. 275.205 Euro besitzt laut der London School of Economics ein italienischer Durchschnittshaushalt &ndash; das sind 80.035 Euro mehr als sein deutsches Pendant. Tats&auml;chlich k&ouml;nnte Italien seine Schulden aus eigener Kraft begleichen, wenn sich die Regierung entschlie&szlig;en w&uuml;rde, die B&uuml;rger an der Sanierung des Staatshaushalts ernsthaft zu beteiligen. Es w&auml;re schon ein gro&szlig;er Schritt getan, k&ouml;nnten sich die Italiener dazu durchringen, ihre laxe Steuermoral aufzugeben. (&hellip;)<br>\nWie soll man das Verhalten einer Nation nennen, die erst die Hand aufh&auml;lt, um sich ihr sprichw&ouml;rtliches dolce far niente von anderen finanzieren zu lassen &ndash; und dann damit droht, den Geldgebern den Kn&uuml;ppel &uuml;ber den Kopf zu ziehen, wenn diese auf einer Begleichung der Schuld bestehen? Bettelei w&auml;re der falsche Begriff. Der Bettler sagt wenigstens Danke, wenn man ihm den Beutel f&uuml;llt. Aggressives Schnorren trifft die Sache schon eher.<br>\nTats&auml;chlich l&auml;uft die Sache auf eine Erpressung hinaus. Entweder ihr erf&uuml;llt unsere Forderungen oder wir lassen den ganzen Laden auffliegen: Das ist die unausgesprochene Drohung hinter dem Entschluss, f&uuml;r Italien ein Ende aller Schuldenregeln einzul&auml;uten. Gegen Italien war Griechenland ein Klacks. Italien ist die drittgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft des Euroraums, fast ein Viertel der Gesamtverschuldung der Eurol&auml;nder geht auf das Konto Italiens. Wenn die Italiener beschlie&szlig;en, dass sie ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen, ist der Euro am Ende, und die Deutschen sind alles Geld los, das sie zu seiner Rettung eingesetzt haben.<br>\nDer Mann, der der Querfront in Rom die Waffe in die Hand gedr&uuml;ckt hat, mit der sie nun auf die Nachbarn zielt, sitzt in Frankfurt. Wenn die Deutschen merken, dass sie sich f&uuml;r ihre Schuldentitel nichts kaufen k&ouml;nnen, sollten sie sich an Mario Draghi erinnern, der sie als Angsthasen verspottet hat, als er ihre Lebensversicherungen und Sparguthaben entwertete.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/italien-die-schnorrer-von-rom-kolumne-a-1209266.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK.:<\/strong> Fleischhauer darf wieder fr&ouml;hlich hetzen. Aber ist die kollektive Zuschreibung negativer und abwertender Eigenschaften nicht das, was man gemeinhin als Rassismus bezeichnet? Die AfD k&ouml;nnte es nicht besser formulieren.<\/em><\/p>\n<p><em>Man versucht das gleiche Spiel wie mit Griechenland. Nur ist Italien ein anderes Kaliber. Sollte Berlin wirklich versuchen Italien ein Austerit&auml;tsdiktat zu oktroyieren wird das den Euro in den Abgrund reisen, vermutlich mit einer katastrophalen Wirtschaftskrise in der EU als Folge. So manifestiert sich in Fleischhauers Beitrag wieder einmal die abgrundtiefe Dummheit der Neoliberalen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Damaskus ist frei &ndash; Aber der Preis f&uuml;r die Freiheit ist hoch<\/strong><br>\nDie syrische Armee konnte k&uuml;rzlich die letzten K&auml;mpfer des &ldquo;Islamischen Staates&rdquo; aus den Vororten von Damaskus vertreiben. Doch der Sieg &uuml;ber die Terrormiliz hat neben den Menschenleben, die er gekostet hat, einen weiteren hohen Preis: Ganze Viertel liegen in Tr&uuml;mmern.<br>\n&bdquo;Schauen Sie hier, das war mein Haus. Nichts ist mehr da, nichts, gar nichts!&ldquo; Abu Uday, der Vater von Uday ist au&szlig;er sich. Seine Brille hat er auf die Stirn geschoben, nerv&ouml;s streicht er &uuml;ber die Bildschirmfl&auml;che seines Handys. Ein Freund hat ihm die ersten Fotos aus Jarmuk geschickt, aus &bdquo;Muchayem Jarmuk&ldquo;, dem einstigen Pal&auml;stinenserlager im S&uuml;den von Damaskus.<br>\nSeit dem 21. Mai gelten Damaskus und die gesamte Umgebung von Damaskus (Rif) als befreit. Bis zuletzt hatten sich im S&uuml;den der syrischen Hauptstadt noch rund 1.200 K&auml;mpfer des selbst ernannten &bdquo;Islamischen Staates&ldquo; (IS) in Jarmuk und Hadschar al Aswad verschanzt. Nach unz&auml;hligen Verhandlungen, Vereinbarungen, dem Scheitern der Vereinbarungen und neuen Verhandlungen, hatte die syrische Armee Anfang Mai eine massive Angriffswelle am Boden und aus der Luft gegen die Stellungen der K&auml;mpfer begonnen.<br>\nErst als rund 70 Prozent von ihnen get&ouml;tet waren, gaben die letzten &bdquo;Gotteskrieger von Hadschar al Aswad&ldquo; auf. Mit Bussen wurden sie in die &ouml;stlichen Badia abgefahren, ein W&uuml;stengebiet, das sich bis zur Grenze des Irak erstreckt. Ihre Angeh&ouml;rigen waren mit Bussen nach Idlib gebracht worden, wo eine unsichere Zukunft auf sie wartet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/der-nahe-osten\/70474-syrien-krieg-damaskus-ist-frei-aber-hoher-preis\/\">Karin Leukefeld in RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Logik imperialer Kriege<\/strong><br>\nWie lassen sich die amerikanischen Kriege der letzten Jahrzehnte rational erkl&auml;ren? Die folgende Analyse zeigt anhand des Modells der Professoren David Sylvan und Stephen Majeski, dass diese Kriege auf einer eigenen, genuin imperialen Handlungslogik basieren. Eine besondere Rolle kommt dabei dem traditionellen Mediensystem zu.<br>\nAufgrund ihrer &ouml;konomischen und milit&auml;rischen Vormachtstellung nehmen die USA seit dem Zweiten Weltkrieg und insbesondere seit 1990 die Rolle eines modernen Imperiums ein. Hieraus ergibt sich f&uuml;r ihre Au&szlig;enpolitik eine eigene, genuin imperiale Handlungslogik (siehe obige Abbildung).<br>\nDie zentrale Unterscheidung (Nr. 1) aus Sicht eines Imperiums ist dabei jene in Klientel- und Nicht-Klientelstaaten. Der Begriff des Klientelstaates stammt aus der Zeit des R&ouml;mischen Reiches und bezeichnet Staaten, die sich grunds&auml;tzlich selbst verwalten, ihre Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik aber am Imperium ausrichten und ihre Regierungsnachfolge mit diesem abstimmen.<br>\nBei bestehenden Klientelstaaten (linke Seite des Diagramms) geht es aus imperialer Sicht entweder um die Routine-Verwaltung (B &ndash; bspw. Schweiz und &Ouml;sterreich), eine milit&auml;rische oder nicht-milit&auml;rische (z.B. &ouml;konomische) Unterst&uuml;tzung (D bis I &ndash; bspw. Kolumbien und Pakistan), oder aber um den Versuch, inakzeptable Klientelregierungen demokratisch oder milit&auml;risch zu ersetzen (A &ndash; bspw. Griechenland 1967, Chile 1973, ev. auch Deutschland 2005 und T&uuml;rkei 2016). In gewissen F&auml;llen kann sich eine Klientelregierung trotz imperialer Unterst&uuml;tzung nicht mehr an der Macht halten und muss fallengelassen bzw. der Klientelstaat aufgegeben werden (C, F, G &ndash; bspw. S&uuml;dvietnam 1975 oder Iran 1979).<br>\nBei Nicht-Klientelstaaten (rechte Seite des Diagramms) ergibt sich eine andere Ausgangslage. Ger&auml;t eine Region neu in den Einflussbereich des Imperiums, so wird es zun&auml;chst versuchen, die entsprechenden Staaten auf friedliche Weise als Klientelstaaten zu erwerben (J). Dies war beispielsweise der Fall in Osteuropa und dem Baltikum nach 1990.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/swprs.org\/logik-imperialer-kriege\/\">Swiss Propaganda Research<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Schattenfinanzindex 2018 &ndash; Deutschland ist Gangster&rsquo;s Paradise<\/strong><br>\n&bdquo;Deutschland ist weiter unter den Top Ten der Schattenfinanzpl&auml;tze &ndash; vor L&auml;ndern wie Panama, den Niederlanden oder Malta. Die viertgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der Erde richtet als Gangster&rsquo;s Paradise mehr Schaden an als viele notorische Steueroasen. &Uuml;ber drei Billionen Euro an unversteuerten Auslandsgeldern werden im deutschen Finanzsektor verwaltet&ldquo;, kommentiert Fabio De Masi, Finanzexperte der Fraktion DIE LINKE, die Ver&ouml;ffentlichung des Schattenfinanzindex (Financial Secrecy Index, FSI) 2018 durch das internationale Tax Justice Network. De Masi weiter:<br>\n&bdquo;Unser Ranking bei Finanztransparenz hat sich gegen&uuml;ber 2015 trotz Panama Papers und Co. noch verschlechtert. Die Gro&szlig;e Koalition ist daher zunehmend ein Sicherheitsrisiko und ermutigt die Mafia bzw. die organisierte Kriminalit&auml;t, schmutziges Geld in Deutschland zu waschen &ndash; bis hin zur Terrorfinanzierung.<br>\nAuch laut Bundeskriminalamt ist Deutschland ein Paradies f&uuml;r Geldw&auml;sche. Dies gilt wegen schlechter Gesetze und mangelhafter Aufsicht insbesondere im Immobiliensektor. Die Ansiedlung der Financial Intelligence Unit beim Zoll m&uuml;ndete im Fiasko mit tausenden unbearbeiteten Geldw&auml;scheverdachtsmeldungen und zu wenig qualifiziertem Personal. Die Bundesregierung blockiert zugleich mit Luxemburg und den &uuml;blichen Verd&auml;chtigen auf EU-Ebene Vorschl&auml;ge zur umfassenden Transparenz von Konzerngewinnen und den wahren Eigent&uuml;mern von Briefkastenfirmen.<br>\nWir brauchen endlich ernsthafte Reformen bei der Offenlegung von Konzerngewinnen und den &ouml;ffentlichen Registern aller wahren Eigner von Briefkastenfirmen und Stiftungen sowie das Ende nicht registrierter Inhaberaktien. Immobilienregister m&uuml;ssen zentralisiert und &ndash; mit gewissen Ausnahmen &ndash; ver&ouml;ffentlicht werden. Finanzbeh&ouml;rden und Geldw&auml;scheaufsicht brauchen hinreichend Personal, Kompetenzen und politische Unterst&uuml;tzung, um den Gesetzesvollzug zu gew&auml;hrleisten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/1839.schattenfinanzindex-2018-deutschland-ist-gangster-s-paradise.html\">Fabio De Masi<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Im Schatten der Sanktionen<\/strong><br>\nIn St. Petersburg ist am Donnerstag das dreit&auml;gige Internationale Wirtschaftsforum er&ouml;ffnet worden. Rangh&ouml;chster ausl&auml;ndischer Gast ist in diesem Jahr der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Emmanuel Macron, der mit Gastgeber Wladimir Putin auch &uuml;ber die aktuellen politischen Krisenherde Syrien und Iran sprechen will. Auch seine Landsfrau, IWF-Chefin Christine Lagarde, ist an die Newa gekommen und hat Putin bereits am Mittwoch getroffen.<br>\nOffiziell steht das Forum unter dem Motto, Russland als attraktiven Investitionsstandort zu pr&auml;sentieren. Praktisch aber machen sich die von den USA initiierten Wirtschaftssanktionen schon negativ bemerkbar. Alexej Kudrin, langj&auml;hriger russischer Finanzminister und soeben zum Pr&auml;sidenten des Rechnungshofes ernannt, r&auml;umte am Donnerstag ein, die Sanktionen k&ouml;nnten Russland einen halben Prozentpunkt an Wachstum kosten. Das h&ouml;rt sich an wie eine zu vernachl&auml;ssigende Kleinigkeit. Wenn aber die Wachstumsrate 2017 1,5 Prozent betrug, wird die Gr&ouml;&szlig;enordnung deutlich: Es ist ein Drittel des ansonsten erwartbaren Zuwachses, das hier wegf&auml;llt. So warnte auch Putin in einem Gru&szlig;wort an die Teilnehmer vor &raquo;k&uuml;nstlichen Einschr&auml;nkungen&laquo; des internationalen Gesch&auml;ftslebens und rief dazu auf, zu mehr &raquo;gegenseitigem Vertrauen&laquo; zur&uuml;ckzukehren. (&hellip;)<br>\nWenige Tage vor dem Unternehmertreffen in St. Petersburg hatte das Parlament in dritter Lesung das Gesetz &uuml;ber Gegensanktionen verabschiedet. Die Endfassung ist in ihren Formulierungen deutlich verwaschener als der erste Entwurf. Dieser hatte noch insgesamt 16 Branchen namentlich genannt, in denen aus den USA oder anderen &raquo;unfreundlich eingestellten Staaten&laquo; nichts mehr importiert werden d&uuml;rfe. Davon sind noch sechs &uuml;briggeblieben, und die anvisierten Gegensanktionen sind in jedem Einzelfall von der Regierung zu beschlie&szlig;en. Das Gesetz ist also eher eines zur Erm&auml;chtigung der Regierung, Gegenma&szlig;nahmen zu ergreifen, als eines, das solche Retorsionen direkt einf&uuml;hrt. Sie werden au&szlig;erdem in allen Branchen ausdr&uuml;cklich ausgeschlossen, in denen Russland vom Import bestimmter Produkte abh&auml;ngig ist &ndash; etwa bei Medikamenten oder Software.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/333074.im-schatten-der-sanktionen.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Eine Politik und die Sanktionen gegen Russland m&ouml;gen aus USA-Perspektive sinnvoll erscheinen. Aus Sicht der EU &ndash; und insbesondere Deutschlands &ndash; d&uuml;rften sie eher negative Auswirkungen mit sich bringen. Nicht ohne Grund beschweren sich Arbeitgeber\/Unternehmen dar&uuml;ber, dass Deutschland die von den USA initiierten Sanktionen nicht lediglich hinnimmt, sondern auch noch &uuml;bernimmt.<\/em><\/p>\n<p><em>K&ouml;nnten (oder sollten?) gerade wir in Deutschland nicht froh sein, dass Russland mit Herrn Putin einen Pr&auml;sidenten hat, der unser Land sowie unsere Mentalit&auml;t kennt und sogar unserer Sprache m&auml;chtig ist? Wie lange d&uuml;rfte es wohl nach der Putin-&Auml;ra dauern, bis Russland erneut einen Pr&auml;sidenten mit so fundierten Deutschland-Kenntnissen bekommt? Und hatte nicht eben dieser Pr&auml;sident Putin Deutschland und der EU\/Europa die Zusammenarbeit in Sicherheits- und Wirtschaftsfragen (Strichwort: von Lissabon bis Wladiwostok) <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/von-lissabon-bis-wladiwostok-putin-traeumt-vom-gemeinsamen-markt-mit-der-eu-a-731063.html\">angeboten<\/a>? Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31326\">Russlands Pr&auml;sident hat schon 2001 im Deutschen Bundestag angeboten, die Potenziale Russlands mit denen der anderen Teile Europas zu vereinigen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Regeln f&uuml;r den Kapitalverkehr<\/strong><br>\nKommentar von Sahra Wagenknecht f&uuml;r die Frankfurter Rundschau, erschienen am 26.05.2018<br>\nDie Globalisierung der Wirtschaft dient vielen Regierungen als Vorwand, um eine Politik zugunsten gro&szlig;er Konzerne und Banken durchzusetzen. Ihr Argument: Investoren k&ouml;nnten ihr Kapital abziehen und Unternehmen k&ouml;nnten Standorte verlagern, wenn man es wagte, dem Profitstreben Grenzen zu setzen.<br>\n&bdquo;Glaubt ihr etwa, Politik gegen die Finanzm&auml;rkte machen zu k&ouml;nnen?&ldquo; Diese rhetorische Frage stellte der ehemalige Au&szlig;enminister Joschka Fischer einst auf einem Gewerkschaftskongress. Angesichts der bitteren Erfahrung mit unregulierten globalen Finanzm&auml;rkten, Bankencrashs und steuerfinanzierten Rettungsaktionen kann die Antwort nur lauten: Ja, was denn sonst? In einer Demokratie geht die Macht vom Volk aus, nicht von Blackrock, Goldman Sachs oder der Allianz AG.<br>\nDie Abschaffung sinnvoller Regeln f&uuml;r den Kapitalverkehr, die Produktion sowie den Austausch von Waren und Dienstleistungen war kein Naturereignis, sondern Ziel und Inhalt neoliberaler Politik. Ihr Ergebnis: wachsende Ungleichheit, Unsicherheit, Ohnmachtsgef&uuml;hle und eine Aush&ouml;hlung der Demokratie, die rechten Kr&auml;ften Aufwind verschafft.<br>\nDabei sind die Spielr&auml;ume f&uuml;r eine fortschrittliche Politik weit gr&ouml;&szlig;er als uns eingeredet wird. Wir d&uuml;rfen nicht l&auml;nger dulden, dass transnationale Megakonzerne sich weltweit die billigsten Arbeitskr&auml;fte, die niedrigsten Steuern und die schlechtesten Standards aussuchen. Und wir brauchen keine Handelsabkommen, die Schutzrechte f&uuml;r Besch&auml;ftigte und Verbraucher schleifen und die Souver&auml;nit&auml;t armer Staaten weiter untergraben.<br>\n&bdquo;Ideen, Kunst, Wissen, Gastfreundschaft und Reisen sollten international sein. Dagegen sollten Waren lokal erzeugt werden, wo immer dies vern&uuml;nftig m&ouml;glich ist; vor allem aber die Finanzen sollten weitgehend im nationalen Kontext verbleiben,&ldquo; diese Auffassung von John Maynard Keynes hat nichts mit Nationalismus gemein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sahra-wagenknecht.de\/de\/article\/2761.regeln-f%C3%BCr-den-kapitalverkehr.html\">Sahra Wagenknecht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>McDonald&rsquo;s bringt EU-L&auml;nder um 1,5 Milliarden Steuer-Einnahmen<\/strong><br>\nTrotz wettbewerbsrechtlicher Ermittlungen setzt McDonald&rsquo;s weiterhin auf Steuervermeidung. Der Konzern hat seine Firmenstruktur verkompliziert und nutzt Steuers&uuml;mpfe. Beides macht Geldfl&uuml;sse intransparenter. Die EU-L&auml;nder fallen um Milliarden-Einnahmen aus Abgaben um, die McDonald&rsquo;s nicht leistet.<br>\nGewerkschaften aus 40 L&auml;ndern der USA und der EU haben 2018 eine Studie &uuml;ber McDonald&rsquo;s ver&ouml;ffentlicht. Diese zeigt: Zwischen 2009 und 2015 sind den EU-Mitgliedsl&auml;ndern 1,5 Milliarden Euro an Steuereinnahmen entgangen. McDonald&rsquo;s n&uuml;tzt Steuers&uuml;mpfe und hat seine Firmenstruktur in den letzten Jahren noch komplexer und uneinsichtiger gestaltet. Alles, um sich aus der Steuerpflicht zu schummeln. (&hellip;)<br>\nDie internationale Zentrale des Konzerns war bis 2015 in Luxemburg. Aufgrund von &Uuml;bereink&uuml;nften mit den Luxemburger Finanzbeh&ouml;rden hat McDonald&rsquo;s, so der Vorwurf, seit 2009 in Luxemburg keine Unternehmenssteuern auf Lizenzgeb&uuml;hren gezahlt, die der Konzern von Franchise-Filialen in Europa und Russland erhalten hat.<br>\nZwischen 2009 und 2013 hat der Fast Food-Konzern in der EU mehr als eine Milliarde Euro an Steuern &bdquo;gespart&ldquo;. Rechnet man die entgangenen Einnahmen aus 2014 (etwa 260 Millionen) und 2015 (etwa 270 Millionen) hinzu, summiert sich das zu einem Einnahmen-Verlust von 1,5 Milliarden Euro f&uuml;r die EU-L&auml;nder.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/mcdonalds-bringt-eu-laender-um-15-milliarden-steuer-einnahmen\/\">Kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Finanzministerium h&auml;lt Trump f&uuml;r Konjunkturrisiko<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft ist im Daueraufschwung &ndash; und der k&ouml;nnte nach Einsch&auml;tzung des Finanzministeriums noch lange weitergehen. Die Experten sehen jedoch auch eine Gefahr.<br>\nBundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) rechnet nach SPIEGEL-Informationen auch f&uuml;r die kommenden Jahre mit einer robusten Konjunkturentwicklung. F&uuml;r den Zeitraum 2019 bis 2022 &ldquo;wird eine durchschnittliche Wachstumsrate von 1,5 Prozent angenommen&rdquo;, hei&szlig;t es in einer internen Unterlage des Bundesfinanzministeriums. Allerdings warnen Scholz&rsquo; Konjunkturexperten auch vor Gefahren. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Die j&uuml;ngsten Entwicklungen in der Zollpolitik der USA und m&ouml;gliche Gegenma&szlig;nahmen haben die au&szlig;enwirtschaftlichen Risiken f&uuml;r die deutsche Wirtschaft zuletzt erh&ouml;ht&rdquo;, schreiben sie in ihrem Papier.<br>\nAuch wenn die von US-Pr&auml;sident Donald Trump angedrohten Strafz&ouml;lle auf Stahl und Aluminium sowie m&ouml;gliche Vergeltungsma&szlig;nahmen der EU auf Motorr&auml;der und Whiskey nur einen kleinen Ausschnitt der Wirtschaft treffen, f&uuml;rchten Handelsexperten dennoch, dass die dadurch ausgel&ouml;ste Verunsicherung auf andere Branchen &uuml;berspringt und deshalb Investitionen zur&uuml;ckgestellt werden. Das mindert Nachfrage und Wirtschaftswachstum. Noch viel gr&ouml;&szlig;eren Schaden w&uuml;rde es anrichten, wenn Trump, wie angedroht, auch Autoimporte mit hohen Strafz&ouml;llen belegen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/donald-trump-finanzministerium-haelt-us-praesidenten-fuer-konjunkturrisiko-a-1209485.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Und ich halte einen v&ouml;llig inkompetenten Finanzminister, der eine l&auml;cherlich niedrige &ldquo;durchschnittliche Wachstumsrate von 1,5 Prozent&rdquo; ernsthaft als &ldquo;robuste[&hellip;] Konjunkturentwicklung&rdquo; bezeichnet, nicht mit Geld umgehen kann (HSH Nordbank, Olympiabewerbung und G20-Gipfel in Hamburg&hellip;), von volkswirtschaftlich vern&uuml;nftiger Politik keine Ahnung hat, nicht investieren will, sondern an der Schwarzen Null festh&auml;lt und die &Ouml;ffentlichkeit bel&uuml;gt, f&uuml;r ein noch viel gr&ouml;&szlig;eres Konjunkturrisiko als Trump.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Deutschland lehnt Messungen zu Energiearmut ab<\/strong><br>\nHunderttausenden deutschen Haushalten werden regelm&auml;&szlig;ig Strom oder Gas abgestellt. Br&uuml;ssel will Mitgliedstaaten verpflichten, mehr Daten &uuml;ber Energiearmut zu sammeln. Doch die Bundesregierung sperrt sich.<br>\nSie waschen sich mit kaltem Wasser, haben kein Licht, keinen Zugang zu Telefon oder Internet, k&ouml;nnen ihr Essen nicht k&uuml;hlen und den Herd nicht benutzen: Wenn der Versorger armen Menschen wegen unbezahlter Rechnungen den Strom- oder Gaszugang abklemmt, hat das weitreichende Folgen f&uuml;r ihr Leben. Es besteht unter anderem die Gefahr, dass sich der soziale Abstieg der Betroffenen beschleunigt.<br>\n&ldquo;Energiearmut&rdquo; nennt die EU-Kommission dieses Ph&auml;nomen. Und ein Hauptproblem davon ist, dass sie nur schwer greifbar ist. Es bestehe &ldquo;Unklarheit &uuml;ber die Art und Weise, wie sich sozial schwache Verbraucher am besten sch&uuml;tzen und Energiearmut bek&auml;mpfen lassen&rdquo;, stellte die Kommission Ende 2016 fest.<br>\nDie Kommission will die EU-Mitgliedstaaten daher verpflichten, das Ph&auml;nomen genauer zu erforschen. Die Staaten m&uuml;ssten Energiearmut k&uuml;nftig messen und regelm&auml;&szlig;ig beobachten, fordert Br&uuml;ssel im Rahmen der Gespr&auml;che zur sogenannten EU-Energieunion, einem Gesetzespaket, das den europ&auml;ischen Strommarkt besser verzahnen und koordinieren soll.<br>\nEnergiearmut ist auch in Deutschland ein Problem. Jahr f&uuml;r Jahr wird mehr als 300.000 Haushalten zeitweise der Strom und rund 60.000 Haushalten das Gas abgestellt. Millionen weiteren Menschen werden diese Ma&szlig;nahmen angedroht. Dennoch gibt es weder eine genaue Definition, ab wann in einem Haushalt Energiearmut herrscht, noch gibt es eine klare Strategie, wie die Zahl der Betroffenen verringert werden kann.<br>\nDie Bundesregierung sperrt sich dennoch gegen den Vorsto&szlig; aus Br&uuml;ssel. Deutschland sei &ldquo;gegen jedes Wording, das als Verpflichtung verstanden werden kann&rdquo; die Zahl der Haushalte in Energiearmut zu messen, hei&szlig;t es in einer vertraulichen diplomatischen Korrespondenz, die dem SPIEGEL vorliegt. Einen entsprechenden Vorschlag, den das Pr&auml;sidium des EU-Rats den EU-Mitgliedstaaten vorgelegt hat, lehnt die Bundesregierung strikt ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/strom-deutschland-blockiert-messung-von-energiearmut-in-eu-energieunion-a-1209705.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Nat&uuml;rlich. Weil dann das krasse Ausma&szlig; der Armut in Deutschland *noch* sichtbarer werden w&uuml;rde, also auch f&uuml;r die Menschen, die nicht geschockt die vielen Flaschensammler, die &ldquo;Tafel&rdquo;-Kunden und die wachsende Zahl der Obdachlosen beobachten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a>Merkel h&auml;lt 1,5 Millionen Wohnungen f&uuml;r &ldquo;dringend notwendig&rdquo;<br>\nAngela Merkel pocht auf den von der gro&szlig;en Koalition vereinbarten Bau von 1,5 Millionen Wohnungen. Die Frage von bezahlbarem Wohnraum sei eines der &ldquo;brennenden Themen unserer Zeit&rdquo;.<br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat f&uuml;r die Wohnraumoffensive der gro&szlig;en Koalition geworben. Die geplanten 1,5 Millionen neuen Wohnungen und Eigenheime in den kommenden vier Jahren seien &ldquo;dringend notwendig&rdquo;, sagte Merkel in ihrem Podcast. Daf&uuml;r w&uuml;rden Mittel in H&ouml;he von mehr als sechs Milliarden Euro eingesetzt.<br>\nZwei Milliarden Euro zus&auml;tzlich f&uuml;r den sozialen Wohnungsbau<br>\n&ldquo;Im sozialen Wohnungsbau werden wir die L&auml;nder, zus&auml;tzlich zu dem, was die schon tun, noch einmal massiv unterst&uuml;tzen &ndash; und zwei Milliarden Euro daf&uuml;r zur Verf&uuml;gung stellen&rdquo;, sagte sie. &ldquo;Allerdings m&uuml;ssen wir als Bund auch aufpassen, dass die Mittel zweckgerichtet eingesetzt werden.&rdquo; Hintergrund ist das Misstrauen, dass einige Landesregierungen Zusch&uuml;sse f&uuml;r andere Zwecke nutzen k&ouml;nnten.<br>\nAuch normaler bezahlbarer Wohnraum solle gef&ouml;rdert werden. Familien sollten sich nicht zwischen Wohneigentum oder Kindern entscheiden m&uuml;ssen, f&uuml;gte sie unter Verweis auf das Baukindergeld hinzu.<br>\nDie Bundeskanzlerin verwies in diesem Zusammenhang auch auf Pl&auml;ne f&uuml;r verbilligtes Bauland f&uuml;r Kommunen sowie ein schlankeres Baurecht.<br>\nMerkel k&uuml;ndigte an, auch die Situation der Mieter solle verbessert werden. So sollten sie das Recht zu einer Auskunft &uuml;ber die Vormiete erhalten. &ldquo;Damit kann man besser nachpr&uuml;fen, ob die Mietpreisbremse auch wirklich wirkt&rdquo;, sagte die Kanzlerin. Zudem solle der Mietspiegel standardisiert und transparenter gemacht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/innenpolitik\/id_83834938\/angela-merkel-haelt-1-5-millionen-wohnungen-fuer-dringend-notwendig-.html\">T-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der Frau, die seit &uuml;ber 12 Jahren als Bundeskanzlerin ma&szlig;geblich mitverantwortlich ist f&uuml;r der R&uuml;ckgang der Zahl der Sozialwohnungen und mindestens seit 5 Jahren &uuml;ber zunehmende Wohnungsnot pr&auml;sidiert, die die Wohnungsnot durch Niedrigl&ouml;hne und Hartz IV anfeuert, f&auml;llt ganz pl&ouml;tzlich auf, da&szlig; bezahlbarer Wohnraum f&uuml;r Menschen wichtig ist? Und sie will innerhalb der vierj&auml;hrigen Legislaturperiode &ldquo;1,5 Millionen neue[&hellip;] Wohnungen und Eigenheime&rdquo; haben, was a) bei 300.000 neuen Wohneinheiten pro Jahr sowieso fast von alleine passieren wird und b) lange nicht gen&uuml;gt, um die Wohnraumprobleme zu bek&auml;mpfen, vor allem, weil privat fast nur f&uuml;r die Mittelklasse aufw&auml;rts gebaut wird und fast gar nicht f&uuml;r die Armen. Wer kann einen so unfa&szlig;baren Offenbarungseid akzeptieren und w&auml;hlt diese Frau, die entweder unglaublich schnarchnasig und inkompetent ist (die freundliche Interpretation) oder, und das glaube ich, &uuml;ber die von ihr forcierte radikale Umverteilung von unten nach oben f&uuml;r die Daseinsvorsorge und das Soziale gerade soviel tut, da&szlig; es nicht zu Aufst&auml;nden kommt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Spender &uuml;berweisen Parteien 60 Millionen Euro<\/strong><br>\nDie im Bundestag vertretenen Parteien haben im Jahr 2016 mehr als 60 Millionen Euro an Spenden eingenommen. Das geht aus den Rechenschaftsberichten der Parteien hervor, die Parlamentspr&auml;sident Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) jetzt ver&ouml;ffentlicht hat. Demnach erzielte die CDU &ndash; wie &uuml;blich &ndash; die h&ouml;chsten Spendeneinnahmen, n&auml;mlich 22,2 Millionen Euro.<br>\nDie SPD bekam Spenden in H&ouml;he von 11,1 Millionen Euro, die FDP erhielt 7,5 Millionen, die CSU 6,5 Millionen Euro. An die AfD gingen sechs Millionen, die Gr&uuml;nen bekamen 5,1 Millionen Euro. Die Linke erzielte unter den Bundestagsparteien wie &uuml;blich die niedrigsten Spendeneinnahmen &ndash; 2016 waren es 2,2 Millionen Euro.<br>\nEin Viertel der Spenden stammt von Unternehmen und Verb&auml;nden. Der gr&ouml;&szlig;ere Teil kam hingegen von Privatpersonen &ndash; vom wohlhabenden Wirtschaftsboss bis hin zum Kleinspender, der den ans&auml;ssigen Ortsverband mit ein paar Hundert Euro unterst&uuml;tzt. Die &uuml;ppigsten Spenden akquirieren Parteien vor und in Wahlk&auml;mpfen, wenn sie Geld f&uuml;r ihre Kampagnen brauchen. Deshalb f&auml;llt der Einnahmeposten in Jahren mit einer Bundestagswahl besonders hoch aus.<br>\nDaher war das Jahr 2016, in dem im Bund nicht gew&auml;hlt wurde, ein recht durchschnittliches Spendenjahr: Die Unionsparteien, SPD, FDP, Gr&uuml;ne und Linke kamen zusammen auf knapp 55 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/parteispenden-2016-parteien-bekommen-60-millionen-euro-a-1199848.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Parteien k&ouml;nnten in Deutschland auch ohne Spenden aus dem Unternehmerlager leben und wirken: Die Linke macht das vor. Insbesondere die SPD k&ouml;nnte sich hieran ein Beispiel nehmen. Aber dann m&uuml;sste wohl der Inhalte\/die Programmatik ge&auml;ndert werden. Und genau das kann (oder muss?) bei dem derzeitigen Spitzenpersonal der SPD bezweifelt werden, oder?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Cheflobbyist Steg kommt offenbar zu VW zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDer Volkswagen-Konzern will Cheflobbyist Thomas Steg in seine alte Funktion zur&uuml;ckholen. Das berichtet die &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise. Bei VW hie&szlig; es am Freitagabend auf Anfrage, es gebe noch keine Entscheidung.<br>\nSteg war Ende Januar im Zuge der Diesel-Labortests mit Affen bei Volkswagen als Generalbevollm&auml;chtigter beurlaubt worden. Der Vorstand hatte seinerzeit das entsprechende Angebot des Leiters der Konzern-Au&szlig;enbeziehungen und Nachhaltigkeit angenommen. Steg war bis zur vollst&auml;ndigen Aufkl&auml;rung der Vorg&auml;nge von seinen Aufgaben entbunden worden.<br>\nNach Informationen der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung kam eine interne Kommission zu dem Ergebnis, dass kein konkretes Fehlverhalten festgestellt werden konnte. Steg sei unverzichtbar f&uuml;r das Unternehmen und k&ouml;nne in seinen alten Job als VW-Generalbevollm&auml;chtigter zur&uuml;ckkehren, zitiert das Blatt aus Konzernkreisen.<br>\nDie Autoindustrie hatte Wissenschaftler eingespannt, um mit der von BMW, Daimler, VW und Bosch gegr&uuml;ndeten Lobbyorganisation EUGT &ndash; der Europ&auml;ischen Forschungsvereinigung f&uuml;r Umwelt und Gesundheit im Transportsektor &ndash; Gesundheitsgefahren von Dieselabgasen zu verharmlosen. Dabei waren auch Affen mehreren Tests ausgesetzt worden. Die EUGT wurde 2017 aufgel&ouml;st.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/volkswagen-cheflobbyist-steg-kommt-offenbar-zu-vw-zurueck\/22606288.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Nach einem kurzen Intermezzo scheint nun beim VW-Konzern alles seinen gewohnten Gang wieder gefunden zu haben. Wer &uuml;bernimmt Verantwortung? Im Grunde sind keine negativen Konsequenzen aus dem Diesel-Skandal eingetreten, oder?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>B&uuml;rger unter Generalverdacht<\/strong><br>\nMehrheit der Bundesl&auml;nder will Polizeigesetze versch&auml;rfen, jetzt auch Niedersachsen. Linke-Politiker warnen vor Grundrechtsverletzungen<br>\nDer Abbau verbliebener Grund- und Freiheitsrechte in der Bundesrepublik schreitet in rasantem Tempo voran. Mit Ausnahme von Th&uuml;ringen arbeiten alle Landesregierungen an Versch&auml;rfungen der jeweils geltenden Polizeigesetze und -verordnungen. W&auml;hrend die CSU allen Protesten zum Trotz ihr heftig kritisiertes Polizeiaufgabengesetz (PAG) j&uuml;ngst erfolgreich durch den Landtag peitschte, soll in Nordrhein-Westfalen noch im Juli das dortige Polizeigesetz novelliert werden. Kern des PAG ist die Einf&uuml;hrung des Rechtsbegriffes der &raquo;drohenden Gefahr&laquo;. Dadurch wird es der Polizei erm&ouml;glicht, aufgrund einer blo&szlig;en Vermutung Verd&auml;chtigte &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum zu inhaftieren.<br>\nNach bayerischem Vorbild arbeitet auch die NRW-Landesregierung von CDU und FDP mit dem schwammigen Begriff des &raquo;Gef&auml;hrders&laquo;. Konkret drohen im bev&ouml;lkerungsreichsten Bundesland Freiheitsentzug von bis zu einem Monat f&uuml;r vermeintliche &raquo;Gef&auml;hrder&laquo;, die Video&uuml;berwachung von &ouml;ffentlichen Orten ohne zeitliche Begrenzung, die Telekommunikations&uuml;berwachung ohne konkreten Tatverdacht, der Einsatz der elektronischen Fu&szlig;fessel, die Einf&uuml;hrung von Elek&shy;troschockpistolen, sogenannten Tasern, anlasslose Ausweiskontrollen inklusive Identit&auml;tsfeststellung, die Inaugenscheinnahme von Sachen und Fahrzeugen sowie die Verh&auml;ngung eines Aufenthalts- und Kontaktverbots f&uuml;r &raquo;Gef&auml;hrder&laquo;, ohne konkreten Tatverdacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/333148.b%C3%BCrger-unter-generalverdacht.html\">Junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ankerzentren stoppen: Gemeinsame Stellungnahme von 24 Verb&auml;nden und Organisationen<\/strong><br>\n24 Verb&auml;nde und zivilgesellschaftliche Organisationen, darunter auch der Parit&auml;tische Gesamtverband, fordern in einem gemeinsamen offenen Brief an die St&auml;dte und Gemeinden sowie das Innen- und das Familienministerium, die Rechte und das Wohl von Kindern in der Debatte um die geplanten Ankerzentren zu achten.<br>\n&ldquo;Auf Grundlage der bisher bekannten Pl&auml;ne steht f&uuml;r uns fest: Ankerzentren werden keine geeigneten Orte f&uuml;r Kinder und Jugendliche sein&rdquo;, sagte terre des hommes-Kinderrechtsexperte Thomas Berthold. 45 Prozent der 2017 nach Deutschland gekommenen Fl&uuml;chtlinge waren Kinder und Jugendliche. Ihre Rechte m&uuml;ssen in allen Verfahren ber&uuml;cksichtigt werden. Dazu geh&ouml;ren zum Beispiel der Besuch von Schulen und Kinderg&auml;rten und eine Umgebung, in der Kinder sicher und gesund aufwachsen k&ouml;nnen. &ldquo;Es ist p&auml;dagogisch und rechtlich au&szlig;er Frage, dass Kinder nicht nur besonderen Schutz ben&ouml;tigen, sondern ihnen elementare Rechte nicht vorenthalten werden d&uuml;rfen. Das Kindeswohl muss Vorrang vor fl&uuml;chtlingspolitischen Erw&auml;gungen haben&rdquo;, so Nerea Gonz&aacute;lez M&eacute;ndez de Vigo, juristische Referentin beim Bundesfachverband unbegleitete minderj&auml;hrige Fl&uuml;chtlinge. &ldquo;Die geplante Unterbringung von unbegleitete minderj&auml;hrige Fl&uuml;chtlingen in Ankerzentren gemeinsam mit Erwachsenen widerspricht dem Vorrang der Kinder- und Jugendhilfe&rdquo;.<br>\nDer Parit&auml;tische Gesamtverband kritisiert die Pl&auml;ne zu den Ankerzentren scharf und fordert eine grunds&auml;tzliche Kurskorrektur. &ldquo;Die aktuellen Planungen um die AnKER-Zentren verfolgen eine Politik der Abschreckung, Abschottung und Ausgrenzung. Diese zunehmende Abkehr von der Willkommenskultur hat verheerende Folgen nicht nur f&uuml;r die Schutzsuchenden, sondern auch f&uuml;r den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt. Wir brauchen eine menschenrechtsorientierte und humane Aufnahmepolitik&rdquo;, so Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbands.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/fachinfos\/ankerzentren-stoppen-gemeinsame-stellungnahme-von-24-verbaenden-und-organisationen\/\">Der Parit&auml;tische<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die vollst&auml;ndige, 4-seitige Stellungnahme k&ouml;nnen Sie <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/fileadmin\/user_upload\/Seiten\/Presse\/docs\/AnschreibenAnKERKommunen_24052018.pdf\">hier nachlesen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>AfD-Gro&szlig;demonstration &ndash; Fahnen, Stinkefinger, Hakenkreuze<\/strong><br>\n[&hellip;] Am Rande werden Flugbl&auml;tter f&uuml;r die n&auml;chsten Demonstrationen verteilt. &bdquo;Wir sind gekommen, um zu bleiben&ldquo;, ruft Parteichef Alexander Gauland aus. &bdquo;Wir werden immer mehr und wir werden die anderen Mores lehren&ldquo;. Dann gelingt es einem Gegendemonstranten, f&uuml;r einige Minuten die Lautsprecher zu kappen, und von hinten h&ouml;rt man es im Sprechchor rufen: &bdquo;Ganz Berlin hasst AfD&ldquo;. Stinkefinger gehen auf beiden Seiten in die H&ouml;he. Eine Gewitterwolke zieht auf, direkt &uuml;ber dem Geschehen am Brandenburger Tor. Aber sie entl&auml;dt sich nicht. Dabei w&auml;re das jetzt doch mal ein sch&ouml;nes Zeichen des Himmels gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/politik\/themen\/fahnen-stinkefinger-hakenkreuze_aid-22898019\">Saarbr&uuml;cker Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> So, so, Gauland will uns also Mores lehren? Dabei ist die AfD doch eigentlich nicht unbedingt verd&auml;chtig, etwas von Anstand und Sitte zu verstehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Chancen der Linken<\/strong><br>\nBraucht es denn wirklich Sahra Wagenknechts und Oskar Lafontaines neue Sammlungsbewegung? Ja. Unbedingt<br>\nNeulich wurde der Preis &bdquo;Deutschlands B&uuml;rger des Jahres&ldquo; verliehen. Der Pr&auml;sident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger, Mathias D&ouml;pfner, w&uuml;rdigte das Werk der Preistr&auml;ger &ndash; ein Ehepaar aus Westdeutschland &ndash; als &bdquo;echte Sammlungsbewegung freiheitlicher demokratischer Kr&auml;fte&ldquo;. Nordrhein-Westfalens Ministerpr&auml;sident Armin Laschet (CDU) sagte in seiner Laudatio, freiheitliche Gesellschaften brauchten &bdquo;mehr als Konsumenten und Untertanen&ldquo; &ndash; n&auml;mlich B&uuml;rger, die bereit seien, sich zu engagieren. Einer der Preistr&auml;ger sagte: &bdquo;Alle vier Jahre w&auml;hlen zu gehen, reicht nicht mehr.&ldquo;<br>\nDie Preistr&auml;ger waren nicht Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine &ndash; obwohl die auch der Ansicht sind, dass B&uuml;rger mehr sein sollten als Konsumenten und Untertanen und gerade an einer neuen Sammlungsbewegung arbeiten. Aber Lafontaine und Wagenknecht reden von &bdquo;Abr&uuml;stung&ldquo; und &bdquo;Entspannung&ldquo;, von einer &bdquo;Umverteilung von Arbeit&ldquo;, von einem &bdquo;erneuerten starken Sozialstaat, der Armut verhindert&ldquo;, von &bdquo;gerechten Steuern&ldquo; und von einem Stopp von Privatisierungen. Daf&uuml;r bekommt man in Deutschland keinen Preis. Man wird schief angeguckt. Und zwar von allen.<br>\nBraucht Deutschland eine linke Sammlungsbewegung? Ja. Unbedingt. Wenn es daran Zweifel gab, haben sie die Reaktionen ausger&auml;umt, die die Ver&ouml;ffentlichung der ersten Bruchst&uuml;cke aus dem Programm dieser #fairLand getauften Bewegung hervorrief: Sie waren erb&auml;rmlich, die Reaktionen. Zweifel, H&auml;me, Ablehnung. Sammlung tut immer dann not, wo Zerstreuung herrscht. Die deutsche Linke ist so was von zerstreut. Sie hat glatt vergessen, wo der Gegner steht. Sie ist schwach und k&uuml;mmert sich in ihrer Schw&auml;che vor allem um sich selbst. Der Zerfall der Linken in immer kleinere Spaltprodukte mit immer k&uuml;rzeren Halbwertszeiten ist ein altes Ph&auml;nomen der politischen Physik. Aber was wie ein Naturgesetz daherkommt, ist nur menschliches Versagen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/jaugstein\/die-chancen-der-linken\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.P.:<\/strong> Ein sch&ouml;nes Pl&auml;doyer f&uuml;r eine Koalition aus SPD und Linkspartei, bei der man sich auf soziale Fragen konzentriert. In Portugal funktioniert schlie&szlig;lich genau so etwas.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Es wirkte wie blinde Raserei<\/strong><br>\nDie L&uuml;neburger Polizei meldet vor dem Pfingstwochenende einen &ldquo;Angriff&rdquo; auf einen Polizisten und seine Familie und fordert, dieser Heimsuchung &ldquo;gesamtgesellschaftlich entgegenzutreten&rdquo;. Die Geschichte ist in weiten Teilen erfunden<br>\nRund 60 Teilnehmer einer unangemeldeten Kundgebung wurden am 18. Mai in Hitzacker von vermummter Polizei ohne Vorwarnung geschlagen, schikaniert und &uuml;ber f&uuml;nf Stunden in einem Polizeikessel festgehalten. Zur Begr&uuml;ndung schrieb die Polizeiinspektion L&uuml;neburg, die Aktivisten h&auml;tten das Wohnhaus eines Polizeibeamten &ldquo;heimgesucht&rdquo;.<br>\nTats&auml;chlich handelte es sich um ein musikalisches Stelldichein vor dem Haus des Polizisten Olaf H, dem obersten Staatsschutzbeamten der Region L&uuml;chow-Dannenberg. Seit vielen Jahren ist H. f&uuml;r Repressalien gegen &ouml;rtliche Aktivisten bekannt, sein Vorgehen wirkt manchmal wie eine pers&ouml;nliche Abrechung. In vielen Medien wurde der Protest vor seinem Haus unter Berufung auf die Polizei als &ldquo;neue Qualit&auml;t der Gewalt&rdquo; berichtet, die Tageszeitung &ldquo;Welt&rdquo; bebilderte ihren Artikel mit einem alten Symbolbild steinewerfender Vermummter. Gegen die Betroffenen wird jetzt wegen Landfriedensbruch, Versto&szlig; gegen das Versammlungsgesetz, Hausfriedensbruch, Bedrohung, Beleidigung, Diebstahl und Widerstand ermittelt. Wir haben dazu mit einem Teilnehmer der Aktion gesprochen. Seine Identit&auml;t ist uns bekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Es-wirkte-wie-blinde-Raserei-4059242.html%20\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Dazu: &bdquo;Es geht hier um Stimmungsmache&ldquo;<\/strong><br>\nSechzig Autonome haben das Grundst&uuml;ck eines Polizisten gest&uuml;rmt? Ganz und gar nicht, sagt der 74-j&auml;hrige Hans-Erich Sauerteig, der auch dabei war.<br>\ntaz: Herr Sauerteig, seit dem Wochenende gibt es bundesweit Emp&ouml;rung &uuml;ber Berichte, wonach 60 Autonome am vergangenen Freitag das Privatgrundst&uuml;ck eines Polizisten im wendl&auml;ndischen Hitzacker gest&uuml;rmt h&auml;tten. Sie waren bei der Aktion dabei &ndash; k&ouml;nnen Sie die Berichte best&auml;tigen?<br>\nHans-Erich Sauerteig: Gest&uuml;rmt haben? (Lacht.) Absolut nicht. Es war folgenderma&szlig;en: In dieser Siedlung dort gibt es einen Wendeplatz mit einer Linde, dort haben sich etwa 60 Menschen hingestellt und musiziert. Vielleicht ein Viertel davon hatte sich vermummt. Von dort aus sind dann drei oder vier Personen zu dem Carport auf dem Grundst&uuml;ck des Beamten gegangen und haben dort an der Holzwand zwei Wimpel angetackert, einer in schwarz-rot, einer mit dem Symbol der kurdischen YPG. Au&szlig;erdem wurde in dem Baum vor dem Haus eine Holzstange mit einem weiteren YPG-Wimpel angebracht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/Wendland-Aktivist-zur-Aktion-in-Hitzacker\/!5507937\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.F.:<\/strong> Die Hamburger Demo wurde brutal von der Polizei behindert und buchst&auml;blich zerschlagen, wegen einiger weniger Vermummter, unter denen, &Uuml;berraschung, eingeschleuste Polizisten waren und nun wird schon wieder gelogen, dass sich die Balken biegen, um missliebiger Kritiker zu kriminalisieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Publikumszeitschriften verlieren weitere Werbeums&auml;tze, Spiegel und Focus nur noch auf den Pl&auml;tzen 6 und 7<\/strong><br>\nDie Nummer 1 der deutschen Publikumszeitschriftenbranche hei&szlig;t laut Nielsen nach Brutto-Werbeumsatz rtv. Das TV-Supplement kam in den Monaten Januar bis April auf 40,06 Mio. Euro. Da rtv nun nicht mehr als rtv West und rtv Ost, sondern als rtv Plus gewertet wird, ist ein Vorjahresvergleich nicht direkt m&ouml;glich. Hinter dem kostenlosen Programmheftchen folgen die ersten Kauf-Magazine: Der stern b&uuml;&szlig;te 2,1% ein, bleibt mit 31,98 Mio. Euro aber vor den Verfolgern. Spannend: Platz 3 geht nun an die Brigitte, die sich im Vergleich zum Gesamtjahr 2017 an Spiegel, Focus und Bild am Sonntag vorbei schob.<br>\nVor dem Spiegel und dem Focus, die nur noch die R&auml;nge 6 und 7 inne haben, liegen in der Nielsen-Tabelle auch noch die Bild am Sonntag und Die Zeit, mit einem Plus von 11,9% der gr&ouml;&szlig;te prozentuale Gewinner innerhalb der Top Ten. Zur Erinnerung: PZ Online f&uuml;hrt in seiner Nielsen-Anzeigenstatistik auch die Wochenzeitung Die Zeit, obwohl sie streng genommen keine Zeitschrift ist. Da unsere Analyse auf den PZ-Online-Daten basiert, findet sich Die Zeit auch in unseren Tabellen.<br>\nZu den Gewinnern des ersten Drittels des Jahres 2018 geh&ouml;ren auf den ersten 25 Pl&auml;tzen auch noch die Bunte, sowie vor allem tv14, das sich um heftige 31,2% steigerte. Deutliche Umsatz-Verluste verzeichnen Der Spiegel, die freundin, de Gala, Vogue, sowie prisma West und die H&ouml;rzu mit 14,7% und 13,9%.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2018\/05\/24\/publikumszeitschriften-verlieren-weitere-werbeumsaetze-spiegel-und-focus-nur-noch-auf-den-plaetzen-6-und-7\/\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte vergleichen Sie doch mal die in dieser Tabelle genannten Zeitschriften mit dem <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/die-anstalt\/die-anstalt-der-bunte-kiosk-der-presselandschaft-100.html\">&bdquo;Anstalt&ldquo;-Beitrag der Mai-Ausgabe &uuml;ber die Pressevielfalt und die Pressefreiheit in Deutschland<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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