{"id":44159,"date":"2018-05-29T08:33:18","date_gmt":"2018-05-29T06:33:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44159"},"modified":"2018-05-29T08:33:18","modified_gmt":"2018-05-29T06:33:18","slug":"hinweise-des-tages-3128","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44159","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44159#h01\">Italien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44159#h02\">Proteste gegen Macron: &ldquo;Wir weichen nicht!&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44159#h03\">Edward Bernays und die Wissenschaft der Meinungsmache<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44159#h04\">Mit &ouml;konomischem Populismus wird sich der Euro nicht reformieren lassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44159#h05\">Wirtschaftswunderland. Eine Abrechnung mit der Wirtschaftspolitik von Gerhard Schr&ouml;der bis heute<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44159#h06\">Verwaltungskosten bei Hartz IV steigen und steigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44159#h07\">Einkommensarme Familien werden durch Kita-Beitr&auml;ge besonders stark belastet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44159#h08\">Panzerwerkst&auml;tten: Verkauf w&auml;re teuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44159#h09\">Angela Merkel: Die Dieselkanzlerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44159#h10\">DAX-Konzerne verst&auml;rken ihre Lobbyarbeit in den USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44159#h11\">EU-Au&szlig;enminister fordern Neuwahlen in Venezuela<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44159#h12\">B&uuml;rger unter Generalverdacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44159#h13\">Betreiber des weltgr&ouml;&szlig;ten Internetknotens wirft BND Rechtsbruch vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44159#h14\">Hat da niemand &ldquo;Besatzung&rdquo; gesagt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44159#h15\">Israel boykottieren oder nicht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44159#h16\">Was Zuckerberg &uuml;ber Leute ohne Facebook-Profil wei&szlig;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44159#h17\">Ein Brief aus Ramallah<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44159#h18\">das Allerletzte: Wer solche Jugendorganisationen hat, braucht keine Feind mehr &hellip;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Italien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die j&uuml;ngste Krise ist ein EU-Putsch 2.0<\/strong><br>\nDie italienische Politik im Zeitalter des Euro ist ein einfaches Spiel: 50 Millionen Italiener gehen w&auml;hlen &ndash; und am Ende entscheiden die Europ&auml;ische Zentralbank, die Rating-Agenturen und die NATO, wer das Land regieren darf.<br>\n&ldquo;Fu&szlig;ball ist ein einfaches Spiel: 22 M&auml;nner jagen 90 Minuten lang einem Ball nach, und am Ende gewinnen immer die Deutschen&rdquo;, sagte Gary Lineker einst &uuml;ber Fu&szlig;ball. Mit Wahlen in Italien verh&auml;lt es sich ganz &auml;hnlich, allerdings mit einem Unterschied. In der heutigen italienischen Politik ist der Schiedsrichter entscheidend: der Staatspr&auml;sident Sergio Mattarella.<br>\nMan stelle sich vor, ein Bundespr&auml;sident in Deutschland w&uuml;rde die Bildung einer zweiten Gro&szlig;en Koalition oder irgendeiner neuen Regierungskoalition aus rein politischen Gr&uuml;nden verhindern &hellip; Aber genau das ist am Sonntagabend in Rom geschehen, als Pr&auml;sident Mattarella die Bildung einer euroskeptischen Koalitionsregierung von Lega Nord und der F&uuml;nf-Sterne-Bewegung ablehnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/70559-italiens-juengste-krise-ist-eu-putsch\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu bitte auch auf den NachDenkSeiten: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44150\">Ein marktkonformer Putsch von oben<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es ist schon bemerkenswert, dass RT Deutsch eine klare, kritische Linie findet, w&auml;hrend die allermeisten &bdquo;Qualit&auml;tszeitungen&ldquo; immer noch irrlichtern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutsche Abgeordnete misstrauen der k&uuml;nftigen Regierung in Rom<\/strong><br>\nSchon bevor die neue italienische Regierung steht, l&ouml;st sie Nervosit&auml;t aus. Nicht nur die angek&uuml;ndigte Sparpolitik, auch die N&auml;he zu Russland bereitet Sorge. Deutsche Abgeordnete sehen das Vertrauensverh&auml;ltnis besch&auml;digt.<br>\nDie Regierungsbildung in Rom l&ouml;st in der deutschen Hauptstadt Besorgnis aus. F&uuml;hrende Geheimdienstfachleute des Deutschen Bundestages sehen die nachrichtendienstliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Italien in Gefahr. Mehrere Abgeordnete des Parlamentarischen Kontrollgremiums, das die Dienste beaufsichtigt, sagten der &bdquo;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&ldquo;, der Informationsaustausch m&uuml;sse m&ouml;glicherweise gedrosselt werden, wenn die moskaufreundlichen Parteien Lega und Bewegung F&uuml;nf Sterne eine Regierung bilden sollten.<br>\nDie Parteien k&uuml;ndigten bereits an, unter anderem die Sparpolitik im hoch verschuldeten Italien zu beenden, und gehen damit massiv auf Konfrontationskurs zur EU, die auf fortgesetzte Konsolidierung dr&auml;ngt. Sie planen unter anderem Steuersenkungen und zus&auml;tzliche Sozialausgaben. Vertreter der EU forderten die neue Regierung bereits mehrfach auf, sich an die Ausgaben- und Schuldenstandsregeln der Gemeinschaft zu halten.<br>\nIn den Fokus der Kritik ger&auml;t nun auch die N&auml;he der Regierungspartner zu Russland. Der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums, Armin Schuster (CDU), warb zwar f&uuml;r eine weitere Zusammenarbeit mit Italien, deutete jedoch m&ouml;gliche zuk&uuml;nftige Einschr&auml;nkungen an. Geheimdienste m&uuml;ssten auch mit &bdquo;problematischen&ldquo; Partnern umgehen k&ouml;nnen, um zum Beispiel Terroranschl&auml;ge zu verhindern, sagte er der Zeitung. Eine m&ouml;gliche Regierung aus Lega und F&uuml;nf Sternen sei deshalb kein Grund, die Zusammenarbeit mit Italien v&ouml;llig &bdquo;abzubrechen&ldquo;. &bdquo;Wenn aber die italienische Regierung bewiesen hat, dass sie Russland nahe steht, und wenn es zum Beispiel den Verdacht eines russischen Hackerangriffs gibt, dann w&uuml;rden die Gespr&auml;che sicher anders laufen als bisher.&ldquo; Auch in einem Fall wie dem Giftanschlag auf den fr&uuml;heren russischen Agenten Sergej Skripal &bdquo;w&uuml;rde mit den Italienern sensibler geredet werden m&uuml;ssen&ldquo; als bisher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article176708959\/Italien-Deutsche-Abgeordnete-sehen-Geheimdienst-Austausch-gefaehrdet.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Na, da herrscht doch wieder ganz gro&szlig;er Konsens &uuml;ber die radikale Mitte aus &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; und sogenannten Volksvertretern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Herr Schere&rdquo; hat ein rares Ziel<\/strong><br>\nItaliens designierter Regierungschef Cottarelli soll das Land auf Kurs halten. Er gilt als n&uuml;chterner Sparkommissar &ndash; auch deshalb haben ihn schon jetzt die Populisten im Visier.<br>\nCarlo Cottarelli ist ein ziemlich n&uuml;chterner Zeitgenosse. Ein Mann der Zahlen. Und er wei&szlig; genau, dass er keinen R&uuml;ckhalt im Parlament hat, wo die F&uuml;nf-Sterne-Bewegung und die Lega die Mehrheit haben. Aber er wei&szlig; auch, was jetzt, inmitten der politischen Krise, in der Italien steckt, von ihm verlangt wird: Vertrauen schaffen.<br>\nNoch bevor er offiziell vereidigt wurde, setzte er schon den Ton, der pr&auml;gend sein wird f&uuml;r seine &Uuml;bergangsregierung:<br>\n&ldquo;In den vergangenen Tagen sind die Spannungen an den Finanzm&auml;rkten gewachsen. Ihr wisst, dass die Zinsen f&uuml;r Staatsanleihen teurer geworden sind. Aber trotzdem: Die italienische Wirtschaft w&auml;chst noch, die Staatsverschuldung ist unter Kontrolle. Ich kann Euch absolut versichern, dass eine von mir geleitete Regierung mit den &ouml;ffentlichen Finanzen sehr vorsichtig umgehen wird.&rdquo;<br>\nIn Italien nennen sie ihn &ldquo;Mr. Forbici&rdquo;, also &ldquo;Herrn Schere&rdquo;. Vor etwa f&uuml;nf Jahren wurde er bekannt als Sparkommissar, als einer, der der Politik sagt, wo der Staat sparen kann. Eine Zeit, die er selber nicht in allerbester Erinnerung hat. Denn Cottarelli hat eine unbequeme Botschaft &ndash; und er hat es sich nicht nur mit den Siegern der Parlamentswahl verscherzt, die soziale Wohltaten verteilen wollten und nichts vom Sparen halten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/carlo-cottarelli-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &bdquo;Er gilt als n&uuml;chterner Sparkommissar&ldquo;, sprich als getreuer Exekutor des deutschen Austerit&auml;tsdiktates &uuml;ber Europa.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Unbeugsame<\/strong><br>\nStatt EU-feindliche Populisten an die Macht zu lassen, hat Italiens Staatspr&auml;sident den Weg f&uuml;r Neuwahlen geebnet. Wer ist dieser Sergio Mattarella?<br>\nUnaufgeregt wie immer, mit klaren Worten, ohne Pathos, erkl&auml;rte Sergio Mattarella den Versuch der Regierungsbildung f&uuml;r einstweilen gescheitert. Die italienische und die europ&auml;ische Fahne hinter ihm und das Wappen der Repubblica Italiana vor ihm untermalten seinen Bezug auf die Staatsr&auml;son. Die habe es ihm unm&ouml;glich gemacht, den von der Allianz aus Lega und 5-Sterne-Bewegung vorgeschlagenen Wirtschafts- und Finanzminister Paolo Savona zu akzeptieren. Dessen antieurop&auml;ische Reden h&auml;tten schon in den vergangenen Tagen &uuml;ber h&ouml;here Zinsen und fallende B&ouml;rsenkurse viel Schaden &uuml;bers Land gebracht und w&uuml;rden noch viel mehr Schaden bringen. Seine Pflicht aber sei es, die Unternehmen und die B&uuml;rger Italiens vor Schaden zu bewahren. Punkt.<br>\nNun will er erst einmal, kraft seiner verfassungsm&auml;&szlig;igen Rechte, eine &Uuml;bergangsregierung installieren. Der Wirtschaftsexperte Carlo Cottarelli soll Italien f&uuml;hren &ndash; bis zu Neuwahlen im Herbst oder im kommenden Jahr.<br>\nEin mutiger Schritt. Denn das damit einstweilen gescheiterte Regierungsb&uuml;ndnis der Populisten hat eine klare Mehrheit im Parlament, ist demokratisch gew&auml;hlt. Entsprechend fielen dessen Reaktionen aus. Das sei &ldquo;ein Angriff auf die Demokratie&rdquo;, tobte Lega-Chef Matteo Salvini. Und 5-Sterne-F&uuml;hrer Di Maio assistierte, Mattarellas Entscheidung sei &ldquo;unfassbar&rdquo;. Wenn nicht die Italiener sondern die Rating-Agenturen &uuml;ber Italiens Regierung entschieden, brauche man gar keine Wahlen mehr. &hellip;<br>\nDoch vor allem die EU-feindlichen Erkl&auml;rungen, die Drohungen, aus dem Euro auszusteigen, wenn man die Br&uuml;sseler Finanzregeln nicht &ldquo;umverhandeln&rdquo; k&ouml;nne, lie&szlig;en Mattarella, in seinen Augen, keine Wahl. Denn die Vereinbarungen Italiens mit der EU, mit den &uuml;brigen EU- und Euro-Mitgliedern haben ja Gesetzeskraft. Die kann man nicht einfach wegwischen mit Salvinis und Di Maios Parolen wie &ldquo;Wir werden die Interessen der Italiener verteidigen&rdquo; oder &ldquo;Indikatoren wie Spread und BIP z&auml;hlen f&uuml;r uns nicht&rdquo;, wenn es hart auf hart k&auml;me, zahle man die Schulden eben nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.spiegel.de\/politik\/ausland\/italien-und-die-regierungsbildung-was-treibt-sergio-mattarella-an-a-1209927.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> F&uuml;r Mattarella stehen die Interessen der Finanzindustrie h&ouml;her als die des demokratischen Souver&auml;ns, von dem aber auch er seine Legitimation bezieht. Jens Berger hat diesen unglaublichen Vorgang bereits <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44150\">entsprechend gew&uuml;rdigt<\/a>. Genau dieses anti-demokratisch Verhalten wird von den deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsjournalisten&rdquo; in h&ouml;chsten T&ouml;nen gelobt und l&auml;sst bez&uuml;glich des Demokratieverst&auml;ndnisses, das in den deutschen Redaktionsb&uuml;ros herrscht wieder einmal tief blicken. Zudem sollte nun auch dem Einf&auml;ltigsten langsam d&auml;mmern was &ldquo;pro-europ&auml;isch&rdquo; hei&szlig;t. Es ist das Eintreten f&uuml;r die Vollendung der EU als neoliberale Freihandelszone in der die Interessen und Rechte der B&uuml;rger an letzter Stelle rangieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Sven Giegold bezeichnet Sabotage der Regierungsbildung in Italien als &bdquo;Gelegenheitsfenster&ldquo;<\/strong><br>\nZur gescheiterten Regierungsbildung in Italien sagt der wirtschafts- und finanzpolitische Sprecher der Gr&uuml;nen\/EFA-Fraktion im Europ&auml;ischen Parlament, Sven Giegold: &ldquo;Es gibt jetzt ein Gelegenheitsfenster, um Italiens Abkapselung von Europa zu stoppen. Wir sollten mit Italien nach gemeinsamen L&ouml;sungen f&uuml;r die Probleme des Landes suchen. Die Bundesregierung sollte sich f&uuml;r Investitionen in Italien stark machen, um die Wirtschaft wiederzubeleben. Italien braucht Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Investitionen und gleichzeitig die Bereitschaft zu weiteren Reformen. Die anderen EU-L&auml;nder m&uuml;ssen Italien bei der Migration entlasten. Nur wenn Italien nicht l&auml;nger beim Thema Migration allein gelassen wird, kann im Land auch Akzeptanz f&uuml;r Europas Forderungen nach wirtschaftlichen und staatlichen Reformen gewonnen werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2018\/regierungsbildung-in-italien\/\">Sven Giegold<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung von Tobias Riegel:<\/strong> Sven Giegold bietet hier &ndash; in erfrischender Offenheit &ndash; ein sch&ouml;nes Bespiel gr&uuml;n-neoliberalen Neusprechs: Die Sabotage der gew&auml;hlten Regierung ist ein &bdquo;Gelegenheitsfenster&ldquo;, Italiens Pl&auml;ne einer eigenst&auml;ndigen Politik sind eine &bdquo;Abkapselung&ldquo;, die &bdquo;gestoppt&ldquo; werden soll, und das Heil des Landes liegt in &bdquo;wirtschaftlichen Reformen&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Proteste gegen Macron: &ldquo;Wir weichen nicht!&rdquo;<\/strong><br>\nIn Frankreich sind erneut Zehntausende auf die Stra&szlig;e gegangen, um gegen den Reformkurs von Pr&auml;sident Macron zu protestieren. Aufgerufen hatten linke Parteien und Gewerkschaften. Sie werfen Macron vor, Reiche zu beg&uuml;nstigen.<br>\nZum Jahrestag seiner Wahl am 5. Mai hatten seine Kritiker dem Pr&auml;sidenten ein Fest, ein Protestfest ausgerichtet. Zehntausende versammelten sich auf den Stra&szlig;en, demonstrierten. Auch heute wieder. Geplant war, eine &ldquo;Flut&rdquo; zu erzeugen, f&uuml;r Gleichheit, soziale Gerechtigkeit und Solidarit&auml;t<br>\nEine Welle, eine Flut hatte sich die Anti-Macron-Bewegung erhofft. Eine Welle durch ganz Frankreich, die endlich den Pr&auml;sidenten zu einer Umkehr oder Einkehr bewegen sollte: &ldquo;Er weicht nicht, aber wir weichen auch nicht&rdquo;, bekr&auml;ftigt deine Demonstrantin in Paris. &ldquo;Wir sind entschlossen, bis zum Letzten zu k&auml;mpfen&rdquo;. Eine andere Frau erg&auml;nzt: &ldquo;Seit M&auml;rz, April gibt es in Frankreich enorme soziale Konflikte. Bei der Staatsbahn SNCF, bei Air France, im &ouml;ffentlichen Dienst, alle richten sich gegen unterschiedliche Dinge, aber im Kern geht es bei allen gegen die Politik von Macron.&rdquo;<br>\nZu Zehntausenden waren sie in vielen St&auml;dten Frankreichs auf die Stra&szlig;e gegangen, gegen die Sozialpolitik des Pr&auml;sidenten, alle gemeinsam. Zum ersten Mal war auch die Gewerkschaft CGT, die besonders Anti-Macron eingestellt ist, offiziell mit an Bord: &ldquo;Seit l&auml;ngerem gibt es diese Einheitsfront nicht mehr, was ein gro&szlig;es Problem ist&rdquo;, r&auml;umt CGT-Chef Philippe Martinez ein. Und f&uuml;gt hinzu: &ldquo;Wir arbeiten daran, das zu &auml;ndern.&rdquo;<br>\nAllerdings marschierte die Linke auch heute getrennt: Martinez in Paris und Jean-Luc Melenchon von den Ultralinken der France Insoumise in Marseille: &ldquo;Macron, Sie haben &uuml;berall Milliarden gefunden f&uuml;r die Reichen. Wir glauben Ihnen nicht, dieses Land ist reich, es muss teilen und es d&uuml;rfen nicht immer dieselben sein, die alles bekommen&rdquo;, sagt der. Darauf, dass endlich alle Linken sich zusammentun, um Emmanuel Macron zu bek&auml;mpfen, setzen auch die Kommunisten. Deren Chef Pierre Laurent setzt gro&szlig;e Hoffnungen in den heutigen Tag: &ldquo;Dieser Tag heute ist eine wichtige, eine entscheidende Etappe. Wir respektieren uns gegenseitig und arbeiten zusammen, das hat dieses Gemeinsame geschaffen. Viele Menschen, die heute marschieren, geh&ouml;ren keiner Partei an, keiner Gruppierung und das ist das Motto dieses Tages.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/proteste-frankreich-115.html\">Tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK.:<\/strong> Erstaunlich, dass &uuml;berhaupt einmal &uuml;ber den breiten Widerstand gegen Macrons neoliberale Agenda in Frankreich berichtet wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Edward Bernays und die Wissenschaft der Meinungsmache<\/strong><br>\nWie kann man die Massen in demokratischen Systemen steuern? Mit zunehmenden Arbeiterrevolten entstanden am Ende des 19. Jahrhunderts Methoden zur Beeinflussung der &ouml;ffentlichen Meinung &ndash; ein Propagandainstrument, dessen sich erstmals die USA vor ihrem Eintritt in den Ersten Weltkrieg bedienten. In weniger als 50 Jahren entwickelte sich daraus eines der bl&uuml;hendsten Gesch&auml;ftsfelder unserer Zeit: Public Relations. Einer der f&uuml;hrenden Theoretiker und Architekten der Meinungsmache war Edward Bernays, Neffe von Siegmund Freud.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.arte.tv\/de\/videos\/071470-000-A\/edward-bernays-und-die-wissenschaft-der-meinungsmache\/\">Arte<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung von Tobias Riegel:<\/strong> Das Thema ist wichtig und spannend, der Teaser-Text zu dieser Arte-Dokumentation (29.5., 23.05 Uhr\/danach Mediathek) klingt jedoch sehr brav. Wer mehr &uuml;ber das destruktive Wirken von Edward Bernays und seinen gro&szlig;en Einfluss auf die heutige Propaganda erfahren m&ouml;chte, dem sei die ausf&uuml;hrliche BBC-Doku <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=eJ3RzGoQC4s\">&bdquo;Century Of The Self&ldquo; (auf englisch)<\/a> w&auml;rmstens empfohlen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Mit &ouml;konomischem Populismus wird sich der Euro nicht reformieren lassen<\/strong><br>\nEine Gruppe von &Ouml;konomen um Hans-Werner Sinn warnt davor, die Eurozone zu einer &bdquo;Haftungsunion&ldquo; umzubauen. Eine Realisierung ihrer Forderungen w&uuml;rde die W&auml;hrungsunion in eine schwere Krise st&uuml;rzen. (&hellip;)<br>\nFrankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron fordert unverdrossen &bdquo;mehr Europa&ldquo;, die EU-Kommission hat ihrerseits Pl&auml;ne f&uuml;r eine Reform der Eurozone vorgelegt &ndash; nur von der deutschen Bundesregierung hat man noch nichts &uuml;ber ihre europapolitischen Vorstellungen geh&ouml;rt. Dies d&uuml;rfte sich (hoffentlich) Ende Juni &auml;ndern. Dann steht ein europ&auml;ischer Gipfel an, der &uuml;ber die Pl&auml;ne der Kommission und Frankreichs beschlie&szlig;en soll.<br>\nJe n&auml;her der richtungsweisende Gipfel r&uuml;ckt, desto st&auml;rker scheinen sich verschiedene Gruppen und Einzelpersonen aus der Zunft der deutschen &Ouml;konomen, sowie Politiker der Union, der FDP und sowieso der AfD gegen diese Reformen zu stemmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makronom.de\/mit-oekonomischem-populismus-wird-sich-der-euro-nicht-reformieren-lassen-26652\">Makronom<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wirtschaftswunderland. Eine Abrechnung mit der Wirtschaftspolitik von Gerhard Schr&ouml;der bis heute<\/strong><br>\nDie gegenw&auml;rtig in Gebrauch befindliche &ouml;ffentliche Infrastruktur stammt noch aus Zeiten mit h&ouml;herem Wachstum und ohne schwarze Null, vor der strategischen Senkung der L&ouml;hne und so genannten Lohnnebenkosten sowie dem Herabfahren der staatlichen Investitionen und sozialen Transferleistungen, insgesamt also vor der Umleitung von Ressourcen von unten nach oben zu dem Zweck, die Bessergestellten zu bereichern und Exportoffensiven zu forcieren.<br>\nEinige Zeit konnte so von der Substanz gezehrt werden. Diese Phase scheint gegenw&auml;rtig zu Ende zu gehen. In den Eliten hat sich inzwischen herumgesprochen, dass zumindest ein weiterer Verschlei&szlig; der Bildungsinfrastrukur sogar die Voraussetzungen der deutschen Export-&Uuml;berlegenheit gef&auml;hrden k&ouml;nnte. Das ist gemeint, wenn von den Herausforderungen der Globalisierung und Digitalisierung die Rede ist.<br>\nSiegreiche Armeen k&ouml;nnen in die Gefahr geraten, den n&auml;chsten Krieg zu verlieren, wenn sie n&auml;mlich einfach so weitermachen wie bisher.<br>\nEs stehen also Reformen an. Aber welche?<br>\nEine Antwort war Gerhard Schr&ouml;ders Agenda 2010, ein altes marktliberales Rezept: bekommen die G&auml;ule viel Hafer, gibt es gro&szlig;e Pferde&auml;pfel, und dann haben auch die Spatzen etwas davon. Diese Forcierung von Ungleichheit und die Entscheidung f&uuml;r die Verschonung der hohen Verm&ouml;gen und Einkommen vor angemessener Heranziehung zu Steuern und Abgaben wird noch immer als die Ursache des zweiten deutschen Wirtschaftswunders (nach der Weltwirtschaftskrise von 2008) angepriesen. Inzwischen w&auml;chst allerdings der Verdacht, dass das angebliche Medikament auch ein Gift gewesen sei. Die Mittel, die den durchschnittlichen deutschen Wohlstand zu Lasten anderer Staaten und der Unterklassen im eigenen Land f&ouml;rderten, k&ouml;nnten ihn zugleich untergraben.<br>\nDiesem Zusammenhang (wollen wir ihn dialektisch nennen?) geht Kai Eicker-Wolf &ndash; diplomierter &Ouml;konom und promovierter Politikwissenschaftler, Leiter der Abteilung Wirtschafts- und Strukturpolitik des DGB Hessen-Th&uuml;ringen &ndash; in einem Buch nach, dessen Titel (&raquo;Wirtschaftswunderland&laquo;) und Untertitel (&raquo;Eine Abrechnung mit der Wirtschaftspolitik von Gerhard Schr&ouml;der bis heute&laquo;) es insofern in sich hat, als sie beide Seiten derselben Medaille benennen.<br>\nAuf breiter statistischer Grundlage stellt der Autor zun&auml;chst (im zweiten Kapitel, das erste ist die Einleitung) die &ouml;konomische Entwicklung und Struktur Deutschlands seit 2000 dar. Sie war nicht unerfreulich, trotz der internationalen Krise von 2008, aus der die Bundesrepublik besser herausgekommen ist als viele andere L&auml;nder. Das ist tats&auml;chlich auf eine erfolgreiche Wirtschaftsstrategie zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Kai Eicker-Wolf nennt diese &raquo;neo-merkantilistisch&laquo;. Es ist die Wiederaufnahme einer Politik, die man aus dem Absolutismus kennt: Ausfuhren f&ouml;rdern, Einfuhren minimieren, &Uuml;bersch&uuml;sse anh&auml;ufen. In Deutschland ist das nicht neu, vielmehr handelt es sich um &raquo;eine Konstante in der wirtschaftlichen Geschichte der Bundesrepublik seit deren Gr&uuml;ndung&laquo; (S. 39). Nunmehr wurde dieser Kurs aber verst&auml;rkt. Auf den ersten Blick widerspricht er dem Dogma vom unbedingt vorzuziehenden Freihandel. In Wirklichkeit h&auml;ngt auch hier &ndash; Dialektik! &ndash; das Eine mit dem Anderen zusammen. Wo es keine Handelshemmnisse mehr gibt, setzen sich die St&auml;rkeren gegen die Schw&auml;cheren durch. Macht nichts, k&ouml;nnte man sagen: Wenn die Unterlegenen sich etwas einfallen lassen und L&ouml;hne sowie Preise senken, k&ouml;nnen sie auch wieder hochkommen.<br>\nEicker-Wolf, Kai: Wirtschaftswunderland. Eine Abrechnung mit der Wirtschaftspolitik von Gerhard Schr&ouml;der bis heute. Darmstadt: B&uuml;chner-Verlag 2017. 152 Seiten. 16 Euro. ISBN 978-3-941310-82-7.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/rezension-wirtschaftswunderland-eine-abrechnung-mit-der-wirtschaftspolitik-von-gerhard-schroeder-bis-heute--2214.html\">Georg F&uuml;lberth auf Blickpunkt Wiso<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Verwaltungskosten bei Hartz IV steigen und steigen<\/strong><br>\nUm das System Hartz-IV aufrecht zu erhalten, flie&szlig;en immer h&ouml;here Summen in die Verwaltung. Die Gelder fehlen dann, wenn es darum geht, Langzeitarbeitslose in einen Job zu bringen. Die FDP fordert Entb&uuml;rokratisierung.<br>\nDie Verwaltungskosten f&uuml;r das Hartz-IV-System verschlingen immer h&ouml;here Millionensummen. Der sozialpolitische Sprecher der FDP, Pascal Kober, sagte der Deutschen Presse-Agentur, Hartz IV m&uuml;sse wegen seines b&uuml;rokratischen Aufwandes umfassend &uuml;berpr&uuml;ft werden.<br>\nKober st&uuml;tzte sich dabei auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine FDP-Anfrage. Demnach wurden im vergangenen Jahr 911 Millionen Euro mehr f&uuml;r die Verwaltung ausgegeben, als im Budget daf&uuml;r vorgesehen war. Das waren 147 Millionen Euro mehr als 2016. Da diese Mehrausgaben aus anderen T&ouml;pfen stammen, standen f&uuml;r die F&ouml;rderung und Qualifizierung der Langzeitarbeitslosen 911 Millionen Euro weniger bereit.<br>\nKober sagte, er bef&uuml;rchte, dass die von Arbeitsminister Hubertus Heil zus&auml;tzlich versprochenen Gelder f&uuml;r Langzeitarbeitslose zu einem gro&szlig;en Teil in einem ineffizienten System versickern k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/politik\/inland\/hartz-vier-verwaltungskosten-steigen-100.html\">MDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> An den Aussagen des FDP-Mannes Kober ist nat&uuml;rlich alles falsch was nur falsch sein kann. Hartz IV geh&ouml;rt nicht &ldquo;umfassend &uuml;berpr&uuml;ft&rdquo; es geh&ouml;rt abgeschafft. Das in die Verwaltung gesteckte Geld ist nicht ineffizient versickert. Diese Aussage versucht das M&auml;rchen f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit weiter zu kolportieren, dass das Hartz IV System dazu da sei Menschen zu qualifizieren und zu f&ouml;rdern um sie wieder in Arbeit zu bringen. Das war nie die Intention. Es ging und geht darum ein System der Repression, der Angst und Kontrolle aufrecht zu erhalten um explizit die Menschen in den unteren Lohnsegmenten zu disziplinieren und in der sogenannten Mittelschicht die Furcht vor einem sozialen Abstieg aufrechtzuerhalten und dieses Kontrollsystem ist nun einmal mit entsprechendem b&uuml;rokratischen Aufwand verbunden.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: So hoch m&uuml;sste der Mindestlohn sein, um nicht Hartz IV zu bekommen<\/strong><br>\nDas Leben in deutschen St&auml;dtchen ist teuer. Da reicht der Mindestlohn oft nicht aus und die Geringverdiener m&uuml;ssen mit Hartz IV aufstocke. Die Hans-B&ouml;ckler-Stiftung hat nun untersucht, wie hoch der Mindestlohn sein m&uuml;sste, um dies zu verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/so-hoch-muesste-der-mindestlohn-sein--um-nicht-hartz-iv-zu-bekommen-7996634.html\">Stern<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Einkommensarme Familien werden durch Kita-Beitr&auml;ge besonders stark belastet<\/strong><br>\nEinkommensarme Familien sind einer Studie zufolge bei Kita-Beitr&auml;gen &uuml;berproportional stark belastet. Zwar sind die Geb&uuml;hren vielerorts nach Einkommen gestaffelt &ndash; Haushalte unterhalb der Armutsrisikogrenze m&uuml;ssen aber dennoch durchschnittlich einen nahezu doppelt so hohen Anteil ihres Einkommens f&uuml;r die Kita aufwenden wie finanziell besser gestellte. Das geht aus der am Montag von der Bertelsmann-Stiftung in G&uuml;tersloh ver&ouml;ffentlichten Erhebung &bdquo;ElternZoom 2018&ldquo; hervor.<br>\nAu&szlig;erdem fallen die Geb&uuml;hren f&uuml;r die Kindertageseinrichtungen je nach Bundesland stark unterschiedlich aus. Die finanzielle Belastung der Familien variiere je nach Wohnort, kritisierte Stiftungsvorstand J&ouml;rg Dr&auml;ger.<br>\nArmutsgef&auml;hrdete Eltern, die &uuml;ber weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens verf&uuml;gen, geben monatlich fast 10 Prozent ihres gesamten Haushaltsnettoeinkommens &ndash; im Mittelwert 118 Euro &ndash; f&uuml;r die Kita aus. Bei Familien oberhalb der Armutsgrenze sind es &bdquo;nur&ldquo; 5 Prozent &ndash; 178 Euro. Hinzu kommen laut Studie Zusatzgeb&uuml;hren etwa f&uuml;r Mittagessen, Hygieneartikel oder Ausfl&uuml;ge &ndash; rund 45 Euro im Schnitt.<br>\nDie Ergebnisse beruhen laut Bertelsmann auf zwei bundesweit teilweise in Kooperation mit Infratest-dimap erhobenen separaten Befragungen von insgesamt rund 10.490 Eltern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/bertelsmann-studie-einkommensarme-familien-werden-durch-kita-beitraege-besonders-stark-belastet\/22610370.html?ticket=ST-2854353-bI1Xwn4QAlvFommCeJLZ-ap2\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> War es denn nicht insbesondere die Bertelsmann Stiftung, die mit dazu beigetragen hat, dass die Arbeitnehmerschaft &ndash; also auch viele Familien &ndash; mindestens seit 2005 geringere Einkommen erzielen kann (Stichwort: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/die-anstalt\/die-anstalt-hartz-iv-undemokratisch-100.html\">&ldquo;Hartz IV&rdquo;<\/a>)?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Panzerwerkst&auml;tten: Verkauf w&auml;re teuer<\/strong><br>\nDer geplante Verkauf der drei bundeswehreigenen Panzerwerkst&auml;tten an die private Industrie k&auml;me den Steuerzahler teuer zu stehen. Das geht aus geheimen Unterlagen des Verteidigungsministeriums hervor, die dem SR vorliegen.<br>\nNach internen Berechnungen des Ministeriums w&auml;re der Verkauf der sogenannten Heeresinstandsetzungslogistik, kurz HIL, die auch ein Werk in St. Wendel betreibt, die teuerste aller Varianten. Ein Verkauf der drei Panzerreparaturwerke w&uuml;rde bis 2025 Mehrkosten von bis zu 142 Millionen Euro verursachen.<br>\nDas geht aus einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung des Verteidigungsministeriums hervor. Demnach w&auml;re die g&uuml;nstigste Variante, die Werke wie gehabt unter dem Dach der Bundeswehr zu belassen, sie dabei aber personell aufzustocken, um sie effizienter als bislang nutzen zu k&ouml;nnen.<br>\nKritik an geplantem Verkauf<br>\nVor dem Hintergrund dieser Zahlen w&auml;re ein Verkauf aberwitzig, so der SPD-Bundestagsabgeordnete Christian Petry. Die SPD &uuml;berlege bereits, ob sie im Bundestag &uuml;berhaupt noch zustimmen k&ouml;nne.<br>\nDer Verkauf ist dabei ganz offenkundig politisch gewollt. Dem SR liegt ein Schreiben der damaligen Verteidigungsstaatssekret&auml;rin Katrin Suder vor, in dem sie im Mai 2016 den zust&auml;ndigen Beamten anweist, die drei Werke kurzfristig an private Betreiber abzugeben und daf&uuml;r alles Erforderliche zu veranlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sr.de\/sr\/home\/nachrichten\/politik_wirtschaft\/hil_verkauf_teuer100.html\">Saarl&auml;ndischer Rundfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man kann es an dieser Stelle nur wiederholen, bei der Privatisierung &ouml;ffentlicher Einrichtungen ging es noch nie darum, dass etwas besser und kosteng&uuml;nstiger wird. Es geht darum privaten Investoren die Taschen zu f&uuml;llen also die herrschende Oligarchie noch reicher zu machen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Angela Merkel: Die Dieselkanzlerin<\/strong><br>\nIn Hamburg treten diese Woche die ersten Fahrverbote f&uuml;r Diesel-Fahrzeuge in Kraft. Das k&ouml;nnte nur der Anfang sein. Die Kanzlerin steht trotzdem weiter sch&uuml;tzend vor der Autoindustrie.<br>\nEs ist soweit. Vom 31. Mai an werden in Hamburg wegen zu schlechter Luft zwei Stra&szlig;enabschnitte im Stadtteil Altona-Nord f&uuml;r &auml;ltere Dieselautos und Lastwagen, die nicht die Abgasnorm Euro 6 erf&uuml;llen, gesperrt. Weitere St&auml;dte k&ouml;nnten dem Beispiel folgen. Gedeckt durch ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, das Diesel-Fahrverbote f&uuml;r rechtm&auml;&szlig;ig erkl&auml;rt und damit entschieden hat, dass die gesetzlichen Vorgaben zur Luftqualit&auml;t Vorrang vor freier Fahrt haben.<br>\nDieser Meinung ist auch die EU-Kommission. Sie hat sechs Mitgliedsl&auml;nder, darunter auch Deutschland, wegen zu schmutziger Luft in vielen St&auml;dten vor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof verklagt. Die Kommission beruft sich auf die EU-Grenzwerte f&uuml;r Stickoxide, die seit 2010 f&uuml;r alle EU-Staaten verbindlich gelten. Acht Jahre sp&auml;ter ist Deutschland immer noch weit davon entfernt, diese Werte einzuhalten. In rund 70 deutschen St&auml;dten sind die Stickoxidwerte zu hoch. Auch, weil die Bundesregierung kaum etwas daf&uuml;r getan hat, die EU-Vorgaben rechtzeitig umzusetzen.<br>\nDen wachsenden Verkehr einzud&auml;mmen, das traute sich im Autoland Deutschland aber auch niemand. Warum auch? Hatte die Autoindustrie nicht zugesagt, dass Klimaschutz, Luftqualit&auml;t und freie Fahrt f&uuml;r freie B&uuml;rger auch so unter einen Hut zu bringen seien?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/angela-merkel-die-dieselkanzlerin\/a-43927101\">Deutsche Welle<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>DAX-Konzerne verst&auml;rken ihre Lobbyarbeit in den USA<\/strong><br>\nOb Bayer, Siemens oder Telekom: Gro&szlig;e DAX-Unternehmen haben im ersten Amtsjahr von US-Pr&auml;sident Trump ihre US-Lobbyarbeit massiv ausgebaut. Die Deutsche Telekom wird nun sogar von Trumps Ex-Wahlkampfchef betreut.<br>\nBlendende Zeiten f&uuml;r Wirtschaftsunternehmen in den USA. Die Deregulierungspolitik der Trump-Regierung und des republikanisch gef&uuml;hrten Kongresses bietet Konzernen nun die M&ouml;glichkeit, sich fr&uuml;heren staatlichen Reglementierungen zu entziehen. Die staatliche Aufsicht und Regulierung vergangener Jahre hat deutlich abgenommen.<br>\nDas beste Beispiel daf&uuml;r, wie die Industrie Einfluss auf die Trump-Regierung nimmt, ist wohl das der eigentlich unabh&auml;ngigen Umweltschutzbeh&ouml;rde (Environmental, Protection Agency, EPA). Diese wird inzwischen von Scott Pruitt geleitet. Pruitt ist ein Leugner des Klimawandels und war jahrelang Anwalt und Lobbyist gro&szlig;er US-&Ouml;lmultis. Pruitt wird immer wieder Korruption vorgeworfen. So hat er unter anderem sehr g&uuml;nstig in Washington eine Wohnung von einem Mann gemietet, dem er 2017 eine Genehmigung f&uuml;r eine umstrittene &Ouml;lpipeline erteilt hatte. Derzeit laufen 14 weitere offizielle Untersuchungen gegen den EPA-Boss.<br>\nAngesichts einer solch unternehmerfreundlichen Stimmung in den USA ist es nicht verwunderlich, dass Industrielobbyisten und Unternehmen ihre Anstrengungen verst&auml;rken, um ihre Interessen in den jeweiligen staatlichen Stellen und im Kongress voranzubringen &ndash; so lange diese M&ouml;glichkeit noch besteht.<br>\n&bdquo;Wenn Sie ein Unternehmer sind und mit Vorschriften zu tun haben, die f&uuml;r sie nicht vorteilhaft sind, dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt, auf eine &Auml;nderung der Regularien zu dr&auml;ngen&rdquo;, sagt Daniel Schuman, politischer Direktor von Demand Progress, einer Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Washington.<br>\nAber nicht nur die amerikanischen Unternehmen haben die Botschaft verstanden, die die Trump-Regierung mit ihrem laxen Umgang mit Regulierungen aussendet: Auch einige von Deutschlands gr&ouml;&szlig;ten b&ouml;rsennotierten Unternehmen haben das erste Trump-Jahr genutzt und ihre Lobbyarbeit bei der US-Regierung intensiviert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/dax-konzerne-verst%C3%A4rken-ihre-lobbyarbeit-in-den-usa\/a-43956065\">Deutsche Welle<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>EU-Au&szlig;enminister fordern Neuwahlen in Venezuela<\/strong><br>\nDie Abstimmung vom 20. Mai sei weder frei noch fair gewesen, erkl&auml;rte der Ministerrat in Br&uuml;ssel. Von Demokratie k&ouml;nne keine Rede sein.<br>\nDie Beh&ouml;rden h&auml;tten den Urnengang durchgezogen trotz zahlreicher nationaler und internationaler Aufrufe f&uuml;r glaubw&uuml;rdige Wahlen nach einem zwischen Regierung und Opposition vereinbarten Kalender. Dabei seien demokratische Minimalstandards nicht eingehalten und die Teilnahme von Oppositionsparteien erschwert worden. Die j&uuml;ngsten Entwicklungen h&auml;tten eine demokratische Verhandlungsl&ouml;sung der Krise weiter erschwert, kritisierten die EU-Au&szlig;enminister in Br&uuml;ssel.<br>\nBei der von Jahresende vorgezogenen Wahl wurde Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro laut offiziellen Angaben im Amt best&auml;tigt. Teile der Opposition hatten zu einem Boykott der Abstimmung aufgerufen. Ein jahrelanger Machtkampf zwischen Regierung und Opposition hat Venezuela in eine tiefe politische und wirtschaftliche Krise gest&uuml;rzt. Die Bev&ouml;lkerung leidet unter einer akuten Unterversorgung mit Grundnahrungsmitteln und Medikamenten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/eu-au%C3%9Fenminister-fordern-neuwahlen-in-venezuela\/a-43959648\">Deutsche Welle<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &bdquo;Von Demokratie k&ouml;nne keine Rede sein&ldquo;. Betrachtet man die Geschehnisse rund um die gescheiterte Regierungsbildung in Italien, f&auml;llt einem nur ein, wer im Glashaus sitzt &hellip;.. Wir merken uns, Wahlen sind aus der Perspektive der EU nur dann demokratisch, wenn das Ergebnis im Sinne der transnationalen Finanzoligarchie und ihrer jeweiligen nationalen Repr&auml;sentanten ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>B&uuml;rger unter Generalverdacht<\/strong><br>\nDer Abbau verbliebener Grund- und Freiheitsrechte in der Bundesrepublik schreitet in rasantem Tempo voran. Mit Ausnahme von Th&uuml;ringen arbeiten alle Landesregierungen an Versch&auml;rfungen der jeweils geltenden Polizeigesetze und -verordnungen. W&auml;hrend die CSU allen Protesten zum Trotz ihr heftig kritisiertes Polizeiaufgabengesetz (PAG) j&uuml;ngst erfolgreich durch den Landtag peitschte, soll in Nordrhein-Westfalen noch im Juli das dortige Polizeigesetz novelliert werden. Kern des PAG ist die Einf&uuml;hrung des Rechtsbegriffes der &raquo;drohenden Gefahr&laquo;. Dadurch wird es der Polizei erm&ouml;glicht, aufgrund einer blo&szlig;en Vermutung Verd&auml;chtigte &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum zu inhaftieren.<br>\nNach bayerischem Vorbild arbeitet auch die NRW-Landesregierung von CDU und FDP mit dem schwammigen Begriff des &raquo;Gef&auml;hrders&laquo;. Konkret drohen im bev&ouml;lkerungsreichsten Bundesland Freiheitsentzug von bis zu einem Monat f&uuml;r vermeintliche &raquo;Gef&auml;hrder&laquo;, die Video&uuml;berwachung von &ouml;ffentlichen Orten ohne zeitliche Begrenzung, die Telekommunikations&uuml;berwachung ohne konkreten Tatverdacht, der Einsatz der elektronischen Fu&szlig;fessel, die Einf&uuml;hrung von Elek&shy;troschockpistolen, sogenannten Tasern, anlasslose Ausweiskontrollen inklusive Identit&auml;tsfeststellung, die Inaugenscheinnahme von Sachen und Fahrzeugen sowie die Verh&auml;ngung eines Aufenthalts- und Kontaktverbots f&uuml;r &raquo;Gef&auml;hrder&laquo;, ohne konkreten Tatverdacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/333148.b%C3%BCrger-unter-generalverdacht.html\">junge welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Betreiber des weltgr&ouml;&szlig;ten Internetknotens wirft BND Rechtsbruch vor<\/strong><br>\nDer &ldquo;Komplize&rdquo; will nicht mehr: Seit Jahren zapft der Geheimdienst Daten vom De-Cix in Frankfurt ab. Nun will der Betreiber die Verbindung kappen &ndash; und zieht vor Gericht.<br>\nEinen Abend im April haben viele deutsche Internetnutzer noch in guter, schlechter Erinnerung. Twitter, Facebook und Whatsapp liefen nur langsam, Serien auf Netflix ruckelten. Der Grund war ein Stromausfall in einem kleinen Teil des gr&ouml;&szlig;ten Internetknotens der Welt.<br>\nDe-Cix ist ein Gigant: Er ist der gr&ouml;&szlig;te Stromverbraucher Frankfurts, gr&ouml;&szlig;er als der Flughafen &ndash; aber versteckt in zwanzig unscheinbaren Rechenzentren im ganzen Stadtgebiet. Es dauerte, bis Techniker das Problem fanden.<br>\nGeht es nach der Betreiber-GmbH, wird ein anderer Kunde hier demn&auml;chst ganz abgeschaltet: der Bundesnachrichtendienst (BND). Seit Jahren ist der deutsche Auslandsgeheimdienst hier aktiv, leitet Daten ab. Die Methode ist meist dieselbe, in die Glasfaserleitungen wird ein sogenanntes Y-St&uuml;ck des BND eingebaut, also eine Abzweigung. Darin befindet sich ein Prisma, das durchgeleitete Licht wird gebrochen und in ein BND-Glasfaserkabel gelenkt. Das Licht transportiert die Daten. Der Geheimdienst erh&auml;lt auf diese Weise eine ungefilterte und vollst&auml;ndige Kopie.<br>\nAber De-Cix will nicht mehr, das Unternehmen hat Klage eingereicht, formal gegen das Bundesinnenministerium, von dem die Anordnungen kommen. An diesem Mittwoch wird vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhandelt &ndash; und wom&ouml;glich auch schon entschieden.<br>\nGestritten wird erbittert, die Betreiberfirma De-Cix wirft der Bundesregierung Rechtsbruch und technisches Unverst&auml;ndnis vor. Anw&auml;lte des Bundes halten &auml;hnlich hart dagegen: De-Cix verstehe offenbar die komplizierte Materie nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/ueberwachung-am-de-cix-betreiber-des-weltgroessten-internetknotens-wirft-bnd-rechtsbruch-vor-1.3994191\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Hat da niemand &ldquo;Besatzung&rdquo; gesagt?<\/strong><br>\nIrgendwann im Sommer 2007 muss es gewesen sein. Die Hamas hatte gerade die Parlamentswahlen gewonnen. Israel versch&auml;rfte seine Blockade des Gazastreifens. Und auf den Stra&szlig;en stritten sich Pal&auml;stinenser um das bisschen Restmacht, das die israelische Besatzung ihnen gelassen hatte. Auf dem Praktikantenschreibtisch des Ablegers einer deutschen Parteistiftung in Ramallah landete zu jener Zeit ein Schreiben des israelischen Au&szlig;enministeriums.<br>\nEin Beamter hatte dort Formulierungshilfen zum Nahostkonflikt zusammengestellt: Gaza werde nicht &ldquo;belagert&rdquo;, es handle sich vielmehr um &ldquo;Einfuhrkontrollen&rdquo;. Statt &ldquo;besetzt&rdquo; w&auml;re doch &ldquo;umstritten&rdquo; ein passenderes Attribut f&uuml;r die Pal&auml;stinensergebiete. Au&szlig;erdem: &ldquo;maximale Zur&uuml;ckhaltung&rdquo;, &ldquo;Recht auf Selbstverteidigung&rdquo;, solche Sachen&hellip;<br>\nAls junger Praktikant, dessen Unwissen sich nahtlos in den Rest der rein deutschen Belegschaft einreihte (die pal&auml;stinensische Putzfrau und Fahrer ausgenommen), wunderte ich mich damals: Die Blockade Gazas war doch keine Frage sprachlichen Ermessens, sondern v&ouml;lkerrechtlicher und humanit&auml;rer Fakt. Wie stellen die sich das &uuml;berhaupt vor: &Uuml;ber die Folgen der israelischen Besatzung berichten, ohne die israelische Besatzung zu erw&auml;hnen?<br>\nElf Jahre sp&auml;ter wundere ich mich nicht mehr. Im Fr&uuml;hjahr 2018 muss man nur die Berichterstattung zum aktuellen Massaker israelischer Soldaten an pal&auml;stinensischen Demonstranten verfolgen, um zu erfahren, wie es geht. Hier das nachrichtliche Minimum: An der Grenze zum Gazastreifen erschossen am 14. Mai 2018 israelische Soldaten 62 pal&auml;stinensische Demonstranten und verletzten &uuml;ber 2500.<br>\nAllein schon diese einfache Information zu bekommen, ist alles andere als einfach: &ldquo;Dozens die as US embassy opening looms&rdquo;, lautete beispielsweise die erste kryptische Schlagzeile der BBC. Wie Menschen an einer Botschaftser&ouml;ffnung sterben k&ouml;nnen, erfuhr man erst einige Abs&auml;tze sp&auml;ter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Hat-da-niemand-Besatzung-gesagt-4059111.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Israel boykottieren oder nicht?<\/strong><br>\nAls vor einer Woche der UN-Menschenrechtsrat dar&uuml;ber abstimmte, eine Untersuchung zu den vielen Toten an der Grenze zwischen Gaza und Israel einzusetzen, enthielt sich der deutsche Vertreter. &ldquo;Ich habe ihn danach gefragt: ,Warum?&rsquo;&rdquo;, berichtet Rania Madi. Er habe ihr nicht in die Augen sehen wollen. Anweisung aus Berlin eben.<br>\nDie pal&auml;stinensische Menschenrechtlerin ist zu Gast beim &ldquo;B&uuml;ndnis zur Beendigung der israelischen Besatzung&rdquo; (BIB). Die Organisation setzt sich seit zwei Jahren daf&uuml;r ein, zu einer Friedensl&ouml;sung im Nahen Osten zu kommen. Auf einer dreit&auml;gigen Konferenz diskutierte sie am Wochenende in Heidelberg, was Deutschland zur Situation beitr&auml;gt. Konkret: &ldquo;Verl&auml;ngert Deutschland die Besatzung?&rdquo;, so der Titel der Abschlussrunde im Kirchheimer B&uuml;rgerzentrum.<br>\nMit besetzten Gebieten, betont Madi, sei nicht nur das Westjordanland gemeint. Auch der Gaza-Streifen, 2005 von Israel ger&auml;umt und seither scharf abgeriegelt, z&auml;hle f&uuml;r sie weiter dazu. &ldquo;Wenn alle Grenzen dicht sind, ist das Land besetzt&rdquo;, sagt sie unter dem Applaus der rund 200 Zuh&ouml;rer. Just am Sonntag k&uuml;ndigt das israelischer Verteidigungsministerium den Bau einer neuen Seebarriere vor der K&uuml;ste Gazas an.<br>\nF&uuml;r Annette Groth, ehemalige Abgeordnete der Linkspartei, ist klar, wie Berlin die Besatzung verk&uuml;rzen k&ouml;nnte: Es m&uuml;sse Waffenlieferungen an Israel stoppen und das EU-Assoziierungsabkommen suspendieren. &ldquo;Ich glaube, dass nur wirtschaftlicher Druck etwas bewirken kann&rdquo;, sagt sie. Die Welt dulde das Verhalten Israels, weil sie auf israelische Sicherheitstechnik und Expertise im Anti-Terror-Kampf angewiesen sei, zitiert sie aus der Zeitung &ldquo;Haaretz&rdquo;.<br>\nEine L&ouml;sung im Nahost-Konflikt, das ist die Kernthese von BIB, sei auch im Interesse Israels. Selbst wenn man dazu zu drastischen Mitteln greifen m&uuml;sse. So spricht sich Groth offen f&uuml;r die Kampagne BDS aus. &ldquo;Boycott, Divestment, Sanctions&rdquo;: Investitionen aus Israel abziehen, Produkte von dort boykottieren.<br>\nDie Kritik daran kennt Groth &ndash; und entgegnet: &ldquo;Das erinnert gar nicht an ,Kauft nicht bei Juden&rsquo;&rdquo;, die Parole aus der NS-Zeit, sagt sie. &ldquo;Das erinnert an den Boykott S&uuml;dafrikas zu Zeiten der Apartheid.&rdquo; Madi assistiert: &ldquo;Wenn die anderen Juden verstehen, warum sie keine Produkte exportieren k&ouml;nnen, werden sie Druck auf ihre Regierung aus&uuml;ben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnz.de\/politik\/hintergrund_artikel,-heidelberger-palaestina-konferenz-israel-boykottieren-oder-nicht-_arid,361703.html\">Rhein-Neckar Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Was Zuckerberg &uuml;ber Leute ohne Facebook-Profil wei&szlig;<\/strong><br>\nWie Facebook mit den Daten von Internet-Nutzern umgehe, sei &bdquo;rechtlich &auml;u&szlig;erst problematisch&ldquo;, teilte der Hamburgische Beauftragte f&uuml;r Datenschutz- und Informationsfreiheit, Johannes Caspar, auf Anfrage des SWR mit. Er ist f&uuml;r Facebook zust&auml;ndig, da sich in Hamburg die Deutschland-Zentrale des Unternehmens befindet. (&hellip;)<br>\nNach SWR Recherchen sammelt Facebook auch nach seiner neuen Datenrichtlinie auf Internet-Seiten von Kooperationspartnern Nutzer-Daten. Das passiert vor allem &uuml;ber Cookies beispielsweise die sogenannten Facebook-Like-Buttons.<br>\nDie Facebook-Like-Buttons befinden sich unter anderem auf den Internet-Seiten aller gro&szlig;en politischen Parteien, aber auch auf offiziellen Seiten von Ministerien. Auf Nachfrage des SWR best&auml;tigte Facebook, dass dort Informationen &uuml;ber Nutzer erhoben werden &ndash; ohne dass der Nutzer den Button anklicken muss. (&hellip;)<br>\nAuch auf vielen kommerziellen Internetseiten hat Facebook Cookies oder andere Datenkraken platziert. Sie verraten dem Unternehmen nicht nur, welche Internetseiten jemand besucht hat, sondern auch, welche Produkte er gekauft hat &ndash; und zwar unabh&auml;ngig davon, ob er ein Facebook-Konto hat oder nicht.<br>\nDiese Praxis hat Facebook in seiner neuen Datenrichtlinie nicht ver&auml;ndert, obwohl zahlreiche europ&auml;ische Datenschutzbeh&ouml;rden das bereits bem&auml;ngelt haben. (&hellip;)<br>\nKlicks auf Internetseiten von Parteien k&ouml;nnen Hinweise &uuml;ber die politische Gesinnung eines Internet-Nutzers geben. Welche Produkte jemand gekauft hat, l&auml;sst R&uuml;ckschl&uuml;sse auf seine Interessen zu.<br>\nDamit k&ouml;nnten sogenannte Schatten-Profile von Nutzern angelegt werden, warnt der Hamburger Datenschutzbeauftragte. Er sagt, dass schon jetzt mit solchen Profilen gehandelt w&uuml;rde &ndash; zum Beispiel durch Online-Broker.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/Was-Facebook-ueber-Menschen-ohne-Profil-weiss,kein-facebook-profil-aber-trotzdem-im-speicher-100.html\">SWR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> &bdquo;Ich mache ja nichts schlimmes&ldquo; oder &bdquo;Das kann jeder ruhig wissen&ldquo; &ndash; so oder &auml;hnlich denken immer noch zu viele Mitmenschen. Ist tats&auml;chlich alles harmlos? Die Zweifel d&uuml;rften nun gr&ouml;&szlig;er werden, oder?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Ein Brief aus Ramallah<\/strong><br>\nDie dramatischen Ereignisse der letzten Wochen in Pal&auml;stina sind aus deutscher Sicht nicht leicht angemessen zu w&uuml;rdigen. Insbesondere ist die Frage, wie wichtig Jerusalem f&uuml;r die Pal&auml;stinenser ist, von Europa aus kaum nachzuvollziehen. Ein Brief, den wir aus Ramallah bekommen haben, zeigt das sehr klar.<br>\nMein fr&uuml;herer Kollege und Freund Raja Khalidi schrieb mir vor wenigen Tagen die folgenden Zeilen, nachdem ich mich nach der Lage in Pal&auml;stina erkundigt hatte:<br>\n&bdquo;Du brauchst dir keine Sorgen um jene von uns zu machen, die sich in der Sicherheit der neoliberalen Hauptstadt Pal&auml;stinas sonnen. Es ist die arme, hoffnungs- und machtlose Masse in Gaza, die den Preis daf&uuml;r zahlt, dass die Pal&auml;stinenser sich weigern, sich zu ergeben.<br>\nDie Entscheidung Donald Trumps, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, hat das Gleichgewicht v&ouml;llig durcheinander gebracht. Es war ein Schlag ins Gesicht aller Pal&auml;stinenser. Die Einstellung der USA ist jetzt noch feindseliger gegen&uuml;ber jeglichen pal&auml;stinensischen Rechten. Sie stehen in einem gef&auml;hrlichen B&uuml;ndnis mit Israel und Saudi-Arabien, das zu einem weiteren regionalen Krieg mit Iran, Syrien und der Hisbollah f&uuml;hren k&ouml;nnte.<br>\nIn vielerlei Hinsicht wurde das Feld noch nie so sehr zugunsten Israels bestellt, das sich im Segen der USA, seiner Eurovisionspopularit&auml;t und seiner Rolle als Abschreckung gegen den Iran sonnt. Die Pal&auml;stinenser erscheinen und f&uuml;hlen sich daher marginaler denn je.<br>\nDoch jede Wolke hat ihren Silberstreifen, zumindest aber ist immer das Gesetz der unbeabsichtigten Folgen im Spiel: Wie ein ehemaliger US-Diplomat sagte, statt &bdquo;Jerusalem vom Tisch zu nehmen&ldquo;, wie Trump seine Entscheidung beschrieb, ist jetzt &bdquo;Jerusalem der Tisch&ldquo;. Und wenn eines die Pal&auml;stinenser und sogar die arabischen V&ouml;lker vereint, dann ist es Jerusalem.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/05\/ein-brief-aus-ramallah\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>das Allerletzte: Wer solche Jugendorganisationen hat, braucht keine Feinde mehr &hellip;<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180529_h01-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/linksjugendleipzig\/photos\/a.398529009619.179994.182110424619\/10155832641849620\/?type=3&amp;theater\">linksjugend Leipzig via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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