{"id":4416,"date":"2009-12-18T09:20:53","date_gmt":"2009-12-18T08:20:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4416"},"modified":"2009-12-18T09:29:19","modified_gmt":"2009-12-18T08:29:19","slug":"hinweise-des-tages-1045","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4416","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Bundesregierung hat die Bildungskarte verspielt; Bankenregulierung auf der langen Bank; Rettungsschirm f&uuml;r Kleinfirmen; Zerschlagung der Energiemonopole; F&ouml;deraler Staat in der Blockade; Michael Sommer im Gespr&auml;ch; Boni und Banker; Nachhaltige Industriepolitik; Prekariat; Klimagipfel; Neues aus der Anstalt. (MB\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Bund und L&auml;nder: Ein Trumpf wird verspielt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Bankregulierung wird noch ein Jahr aufgeschoben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">FDP plant Rettungsschirm f&uuml;r Kleinfirmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Br&uuml;derle macht mit Zerschlagungsgesetz Ernst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Der f&ouml;derale Staat steckt in der Blockade<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">So unterschiedlich lernt man in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Michael Sommer im Gespr&auml;ch: &ldquo;Gefangene ihrer eigenen, falschen Ideologie&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Wirtschaftsweiser Wiegard &uuml;ber die geplante Haushaltskonsolidierung ab 2011: &bdquo;Dazu gibt es keine Alternative&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Millionenabfindung f&uuml;r Ex-Chef Kemmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Welche Schuld die Boni an der Finanzkrise tragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Oppenheim-Eigner in der Klemme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Gerhard Bosch: Perspektiven einer nachhaltigen Industriepolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Klaus D&ouml;rre: Prekarit&auml;t im Finanzmarktkapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Arm und abgeschrieben &ndash; wer hilft aus der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Die ganze B&auml;ckerei!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">&raquo;Wo landen Staatszusch&uuml;sse f&uuml;r die Riester-Rente?&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Nochmals: Gl&uuml;cks-Bip<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Verschwendungsaff&auml;re &ndash; Posten des DIW-Chefs wackelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Bibel statt Darwin? Offener Brief der Giordano-Bruno-Stiftung an Bundespr&auml;sident K&ouml;hler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Boom der Internate: Reich an Bildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Klimagipfel: Journalisten behindert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">US-Diplomat k&uuml;ndigt: Ich habe kein Verst&auml;ndnis mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Das irische Wachstum zeigt nicht die ganze Wahrheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Zu guter Letzt: Neues aus der Anstalt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4416&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bund und L&auml;nder: Ein Trumpf wird verspielt<\/strong><br>\nWenn der schleswig-holsteinische Ministerpr&auml;sident heute im Bundesrat dem schwarz-gelben Wachstumspaket zustimmt, wird er daf&uuml;r mit einem Millionenloch in seiner Landeskasse zahlen. Erkl&auml;ren wird er das Gegenteil, dass n&auml;mlich die Bildungszusagen des Bundes sein Land enorm entlasten. Womit sich zeigt, dass hier nach dem Motto gehandelt wird, wonach L&uuml;gen am ehesten geglaubt werden, wenn man sie in Form ganzer Geb&auml;ude und sehr laut vortr&auml;gt. Der Kern der L&uuml;ge ist die Kombination eines Wachstumspakets, dass die &ouml;ffentlichen Haushalte mehr als acht Milliarden Euro kosten wird, mit dem vagen Versprechen auf mehr Bundesfinanzen f&uuml;r die Bildung. Und der Wink mit einer anderen Verteilung der Mehrwertsteuer zwischen Bund und L&auml;ndern k&ouml;nnte zum Schlussstein des tr&uuml;gerischen Geb&auml;udes werden.<br>\nDas Wachstumsbescheunigungsgesetz wird kritisiert von allen Seiten. Vor allem die Mehrwertsteuersenkung f&uuml;r die Hotels hat dem Glauben an die Logik von Steuerentlastungen und Wachstum einen schweren Schlag versetzt. Selbst die Kindergelderh&ouml;hung kann den Verdacht nicht widerlegen, dass hier unsinnige Geschenke verteilt werden, aus durchsichtigen Klientelmotiven, von einem hochverschuldeten Staat. In dieser Situation hat die Bundesregierung den h&ouml;chsten Trumpf gespielt, die Bildungskarte. Wer so agiert, setzt sein Vertrauen in die Dummheit der B&uuml;rger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/Schwarz-Gelb-Bildungsgipfel;art141,2978378?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bankregulierung wird noch ein Jahr aufgeschoben<\/strong><br>\nDeutschlands Unterh&auml;ndler haben sich durchgesetzt. Die Bankenregulierung wird um ein Jahr verschoben. Vorher soll es eine Studie geben und dann noch &Uuml;bergangsregelungen. Erst 2012 soll die neue Regulierung des Bankensektors greifen &ndash; und bis dahin wird es weiter hei&szlig;e Debatten geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article5563447\/Bankregulierung-wird-noch-ein-Jahr-aufgeschoben.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man kann auch sagen, die Bankenregulierung wird auf die lange Bank geschoben bis dank der Hilfe der Steuerzahler alles wieder so l&auml;uft wie vorher. Wozu hat es eigentlich die Finanzgipfel gegeben, was wurde nicht alles angek&uuml;ndigt? Und die deutschen haben sich einmal mehr als erfolgreiche Bremser erwiesen. <\/em><\/p>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Robert von Heusinger: Internationale Bankenregulierung: Des Regulierers Samthandschuhe<\/strong><br>\nVor diesem Papier haben sie in den Chefetagen der Banken gezittert, ganz gleich ob in Frankfurt, London, New York oder Tokio. Denn in diesem Papier manifestiert sich der Auftrag der Regierungschefs der G20, der neuen Machtzentrale der Weltwirtschaft. Die Banken m&ouml;gen bitte strenger reguliert werden, damit nie wieder eine Krise solchen Ausma&szlig;es m&ouml;glich wird, damit die Regierungen nie wieder von den Banken erpresst werden, sie mit Steuerzahlergeld retten m&uuml;ssen. Noch nie haben sich Staats- und Regierungschefs so stark in die Details der Bankenregulierung eingemischt wie auf dem Gipfel in Pittsburgh. Doch bereits einen Tag bevor der Baseler Ausschuss, in dem die globalen Bankenaufseher vereint sind, das Papier der Welt&ouml;ffentlichkeit vorgelegt hat, haussierten die Bankaktien rund um den Globus. Der Grund: Nach und nach sickerten Informationen durch, was in dem Papier stehen w&uuml;rde und das klang alles halb so wild.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2150680&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>FDP plant Rettungsschirm f&uuml;r Kleinfirmen<\/strong><br>\nDie FDP will in der Wirtschaftskrise kleinen Unternehmen sofort mehr Liquidit&auml;t verschaffen. Laut einem dem Handelsblatt vorliegenden Positionspapier sollen Firmen mit bis zu 15 Mitarbeitern, die sich in Finanzschwierigkeiten befinden, die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung f&uuml;r bis zu drei Monate gestundet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/_b=2501481,_p=6,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.R.:<\/strong> So ein Schwachsinn &ndash; hat die FDP jegliche Bodenhaftung verloren? Es ist schon richtig, dass 2006 die Zahlung der Sozialversicherungsbeitr&auml;ge vorgezogen worden ist. Das war und ist in der Durchf&uuml;hrung auch absoluter Humbug &ndash; die Liquidit&auml;t wurde aber nur zu diesem einen Zeitpunkt belastet und dann war der monatliche Abschlag wieder da. Besser w&auml;re es diese Reform r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen, damit die Meldungen nicht am 5.-letzten Bankarbeitstag abgegeben sein m&uuml;ssen. Aber dieser Vorschlag hat gar keinen Bezug zur Wirtschaftsrealit&auml;t der kleinen Betriebe. Die FDP ist nur bei den Aktion&auml;ren, Banken und Konzernen zu Hause.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Br&uuml;derle macht mit Zerschlagungsgesetz Ernst<\/strong><br>\nDas Bundeskartellamt soll k&uuml;nftig die M&ouml;glichkeit erhalten, Unternehmen mit marktbeherrschender Stellung zu zerschlagen. Das geht aus einem &bdquo;Eckpunktepapier f&uuml;r ein Gesetz zur Einf&uuml;hrung von Entflechtungsinstrumenten in das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschr&auml;nkungen&ldquo; hervor. &bdquo;Das Bundeskartellamt soll nach einer intensiven Marktanalyse als ultima ratio die M&ouml;glichkeit haben, marktbeherrschende Unternehmen zum Verkauf oder zur Verselbstst&auml;ndigung von Verm&ouml;gensteilen zu zwingen&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Papier&hellip;Schwerpunkt des Papiers ist die Rechtfertigung der Zerschlagungsm&ouml;glichkeit f&uuml;r die F&auml;lle, in denen kein Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung nachgewiesen werden muss. F&uuml;r diese &bdquo;besondere Entflechtunsgbefugnis&ldquo; m&uuml;ssen gleichzeitig strenge Kriterien erf&uuml;llt sein. Es geht um &bdquo;hoch konzentrierte, gesamtwirtschaftliche bedeutsame M&auml;rkte, auf denen zwar noch kein konkreter Missbrauch festgestellt wurde, auf denen aber kein oder kaum Wettbewerb herrscht, obwohl Wettbewerb technisch m&ouml;glich und &ouml;konomisch sinnvoll ist&ldquo;, hei&szlig;t es. &bdquo;In diesen besonderen F&auml;llen muss kein Missbrauch der Marktbeherrschung nachgewiesen werden, wenn die Ursache f&uuml;r unzureichenden Wettbewerb die verfestigte Marktmacht eines oder mehrerer Unternehmen ist und zu erwarten ist, dass sich dieser wettbewerbsgef&auml;hrdende Zustand mit seinen negativen Folgewirkungen auf absehbare Zeit nicht &auml;ndern wird&ldquo;, so das Papier. Konkrete Eingriffsma&szlig;nahmen gibt Br&uuml;derle den Wettbewerbsh&uuml;tern nicht vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/_b=2501589,_p=6,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ich muss gestehen, dass ich dem Vorhaben von Rainer Br&uuml;derle nie so recht getraut habe und es eher in die Schublade Wahlkampf ablegte. Nat&uuml;rlich ist das Vorhaben noch nicht umgesetzt, und ich habe so meine Zweifel, denn bisher hatte man eher den Eindruck, dass Regierungen jeder Couleur sich, um es milde zu formulieren, der Lobbyarbeit m&auml;chtiger Wirtschaftsinteressen nicht entziehen konnten. Minister Br&uuml;derle mag nicht der gro&szlig;e Rhetoriker und Analytiker sein, sollte er allerdings mit diesem Plan Erfolg haben, h&auml;tte er sich um die Bundesrepublik verdient gemacht. &ndash; Die Reaktion der SPD in Person von Hubertus Heil ist kaum zu ertragen &ndash; sowohl taktisch wie auch inhaltlich blamabel. Sollte es der SPD entgangen sein, dass die Bev&ouml;lkerung gerade die mit der Privatisierung einhergehende Oligopolisierung z.B. der Energiewirtschaft mehrheitlich ablehnt. Aber die SPD hat nichts anderes zu tun, als Opposition um der Opposition willen zu betreiben. Wie ist es man leid, wie in der heutigen Politszene jede &Auml;u&szlig;erung der politischen Gegners &sbquo;stante pede&lsquo; in die Tonne getreten wird. Warum kann die SPD ein solches Zerschlagungsgesetz nicht unterst&uuml;tzen? Es h&auml;tte sogar den Vorteil, beim kommenden Wahlkampf in NRW in Konkurrenz zum Verstaatlichungsvorschlag der Linkspartei treten zu k&ouml;nnen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung WL:<\/strong> Die Antwort k&ouml;nnte sich Orlando Pascheit leicht selbst geben: Die gr&ouml;&szlig;ten Energieoligopolisten haben ihren Sitz in NRW und die NRW-Politiker aus der SPD waren schon immer in den F&auml;ngen von RWE und Konsorten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der f&ouml;derale Staat steckt in der Blockade<\/strong><br>\nDer deutsche Bundesstaat steht einmal mehr vor der Selbstblockade. Das ist erschreckend, weil die zwei F&ouml;deralismusreformen seit 2005 genau dies verhindern sollten.<br>\nVersch&auml;rft wird die schlechte Wirkung der ersten Staatsreform noch dadurch, dass den Reformern ausgerechnet dort, wo sie die Verantwortung klar einer Staatsebene zugewiesen haben, ihr gr&ouml;&szlig;ter Fehler unterlaufen ist: bei der Bildung. Die L&auml;nder sind von ihrer neu geschaffenen Alleinzust&auml;ndigkeit f&uuml;r das wichtigste Politikfeld der Gegenwart komplett &uuml;berfordert. Wenn der Bund nicht am Grundgesetz vorbei Milliarden mobilisiert, wird das Schulsystem in Deutschland so frustrierend schlecht bleiben, wie es ist. Nicht einmal auf dem Grundsatz &bdquo;Wer zahlt, schafft an&ldquo; kann die Bundesregierung noch beharren: Bildung ist L&auml;ndersache, Mitsprache f&uuml;r Merkel nicht vorgesehen.<br>\nBei den Zukunftsthemen Bildung, Forschung, Innovation darf Merkel dagegen nicht lockerlassen: Sie muss die L&auml;nder zu einem nationalen Bildungs- und Innovationspakt motivieren. Dazu wird sie &ouml;ffentlichen Druck &uuml;ber Qualit&auml;tsanalysen aufbauen m&uuml;ssen, regelm&auml;&szlig;ige Dialoge weit &uuml;ber die Kultusministerkonferenz hinaus initiieren und: am Ende auch zahlen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/kommentar-politik\/steuerstreit-der-foederale-staat-steckt-in-der-blockade;2501681\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es kam mit der F&ouml;deralismusreform alles so, wie es vorauszusehen war, wenn man nicht von der Wettbewerbsideologie verblendet war. Siehe <a href=\"?p=267\">F&ouml;deralismusreform: Vom kooperativen F&ouml;deralismus zum Wettbewerbsf&ouml;deralismus<\/a> <\/em><\/p>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>So unterschiedlich lernt man in Deutschland<\/strong><br>\nDeutschlands Schullandschaft gleicht einem Flickenteppich: 16 L&auml;nder, 16 Schulsysteme. Die Durchl&auml;ssigkeit innerhalb des jeweiligen Landessystems geh&ouml;rt zu dessen wichtigsten Erfolgsfaktoren, das haben alle internationalen und nationalen Vergleichsstudien belegt. Doch die Durchl&auml;ssigkeit wird etwa durch das zw&ouml;lfj&auml;hrige Gymnasium nicht erleichtert, weil es parallel l&auml;nger dauernde andere Bildungsg&auml;nge gibt.<br>\nSo haben die meisten L&auml;nder neben dem Gymnasium integrative Schulformen aufrechterhalten, die in 13 Jahren zum Abitur f&uuml;hren k&ouml;nnen, aber auch andere Schulabschl&uuml;sse anbieten. Wenn schon der Schulformwechsel innerhalb eines Landes schwierig ist, kann es nicht &uuml;berraschen, dass der Umzug von einem Bundesland in ein anderes mit au&szlig;erordentlich gro&szlig;en Problemen verbunden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub92160DB6543F4FC49FEE241024D541A0\/Doc~EA1096489371C47F5A8801BDA3C75C6A2~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_beruf_und_chance\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir sind wieder in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts angelangt, wo ein Umzug in ein anderes Bundesland die Schulkinder ein Schuljahr kostete.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Michael Sommer im Gespr&auml;ch: &ldquo;Gefangene ihrer eigenen, falschen Ideologie&rdquo;<\/strong><br>\nDGB-Chef Michael Sommer &uuml;ber den S&uuml;ndenfall der neuen Bundesregierung, Josef Ackermann und Regierungsvorlagen f&uuml;r Kabarettisten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/517\/497818\/text\/print.html\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Bei ALG-II-Empf&auml;ngern und dem Schonverm&ouml;gen scheint der DGB-Vorsitzende ein wenig naiv zu sein &ndash; oder es ist Taktik.<br>\nErg&auml;nzende Anmerkung WL: Nicht mehr als Taktik sondern ziemliche Verkennung der Lage, sehe ich, wenn er darauf setzt, dass die Union der FDP an entscheidenden Stellen in den Arm fallen k&ouml;nne. Hat ihm das Wachstumsbeschleunigungsgesetz als Beweis noch nicht ausgereicht, dass ein von der &bdquo;Union gef&uuml;hrtes Zeitalter&ldquo; nichts anderes bedeutet als Steuergeschenke f&uuml;r Hoteliers, reiche Erben und Unternehmer? Warum stellt er nicht klare Brandmauern gegen die zu erwartende Sparpolitik bei der gro&szlig;en Masse der Menschen?<br>\nDer DGB Vorsitzende redet wie ein Diplomat, der bei der Kanzlerin mit am Tisch sitzen darf und nicht merkt, dass er &uuml;ber den Tisch gezogen wir, statt dass er auf den Tisch haut und klar sagt, wogegen die Arbeitnehmer Widerstand leisten werden und wogegen die Gewerkschaften mobilisieren werden. <\/em><\/p>\n<p><em>Dazu passend:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wirtschaftsweiser Wiegard &uuml;ber die geplante Haushaltskonsolidierung ab 2011: &bdquo;Dazu gibt es keine Alternative&ldquo;<\/strong><br>\nDer Wirtschaftswissenschaftler Wolfgang Wiegard erwartet gr&ouml;&szlig;ere Sparanstrengungen der Bundesregierung ab dem &uuml;bern&auml;chsten Jahr. &ldquo;Dann m&uuml;ssen alle lieb gewonnenen Gewohnheiten auf den Pr&uuml;fstand&rdquo;, sagte Wiegard.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/interview\/1089424\/\">Deutschlandradio Kultur (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2009\/12\/17\/drk_20091217_0650_0efeb0e7.mp3\">Deutschlandradio Kultur (Audio-Podcast)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> &bdquo;Dazu gibt es keine Alternative&ldquo;; &bdquo;alle lieb gewonnenen Gewohnheiten auf den Pr&uuml;fstand&rdquo;. Dem Moderator sei ein Seminar mit dem Thema &bdquo;Richtig auf wirtschaftswissenschaftliche Textbausteine reagieren&ldquo; empfohlen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Millionenabfindung f&uuml;r Ex-Chef Kemmer<\/strong><br>\nNach seinem Sturz &uuml;ber das Debakel in &Ouml;sterreich soll der fr&uuml;here BayernLB-Chef Michael Kemmer Presseberichten zufolge eine Abfindung in Millionenh&ouml;he erhalten. Kemmer musste zur&uuml;cktreten, nachdem die marode Banktochter Hypo Group Alpe Adria per Zwangsverstaatlichung gerettet werden musste.<br>\nAus seinem eigentlich bis 2013 laufenden Vertrag st&uuml;nden Kemmer rund 1,5 Millionen Euro zu, berichtete die &ldquo;Abendzeitung&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/artikel\/0,2828,667471,00.html\">manager-magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die bayerischen Steuerzahler hat das von Kemmer angerichtete Desaster mindestens 3,7 Milliarden Euro gekostet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Welche Schuld die Boni an der Finanzkrise tragen<\/strong><br>\nLiberale wollen gern glauben, dass Boni keine Schuld an der Wirtschafts- und Finanzkrise tragen. &Ouml;konomen neigen in solchen F&auml;llen eher zum Nachrechnen. Mit &uuml;berraschenden Ergebnissen, wie eine jetzt ver&ouml;ffentlichte Studie zweier &Ouml;konomie-Professoren zum Scheitern von Bear Stearns und Lehman Brothers zeigt. Daf&uuml;r schauten sie sich die Geh&auml;lter, Aktienanteile, Optionen und Boni der f&uuml;nf obersten Bosse der beiden Geldh&auml;user in den Jahren 2000 bis 2008 genau an. Es gen&uuml;ge nicht, nur auf die Anreize im Jahr 2008 zu blicken, schreiben die Forscher in ihrer Studie. Die notwendigen Daten sammelten sie bei der Thomson-Financial-Insider-Datenbank, bei der US-B&ouml;rsenaufsicht SEC und in den Gesch&auml;ftsberichten. Nur wenn man die verschiedenen Gehaltsbestandteile &uuml;ber eine l&auml;ngere Zeit beobachte, k&ouml;nne man das Verhalten der Vorst&auml;nde analysieren, stellen die &Ouml;konomen fest. So bekamen die jeweiligen Top F&uuml;nf der beiden Banken in diesen acht Jahren insgesamt Grundgeh&auml;lter in H&ouml;he von neun bzw. 17,5 Millionen Euro. Die individuellen bar ausgezahlten Boni summierten sich dagegen bei Lehman auf 173 Millionen Dollar, bei Bear Stearns gar auf 330 Millionen. Neben diesen Boni hatten die Vorst&auml;nde zus&auml;tzlich noch Aktien und Optionen erhalten. Die Berechnungen der Forscher zeigen: Die jeweiligen Top-Banker beider Geldh&auml;user haben in den Jahren 2000 bis 2008 von ihren Anteilen weitaus mehr verkauft als behalten.<br>\nDie Verg&uuml;tungsstruktur gab mehr Anreize, kurzfristige Ziele zu erreichen. Und: Die Top-Banker sahen ihre Aufgabe nicht darin, ihre Banken vor gro&szlig;en Risiken zu bewahren. Dennoch, so mahnen die Forscher, sei damit noch nicht erwiesen, dass diese Anreize auch ihre Entscheidungen beeinflussten. &bdquo;Man muss das ernsthaft erw&auml;gen, kann dies aber nicht beweisen.&ldquo; Die Frage ist eher, ob das Top-Management Anreize hatte, die Banken so zu f&uuml;hren, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu gro&szlig;en Verlusten kommen w&uuml;rde. Diese Frage beantworten die Forscher ganz klar mit Ja.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/oekonomie\/_b=2501391,_p=30,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die NDS haben seinerzeit darauf hingewiesen, dass die Begrenzung der Boni bei Bankern, die staatliche Hilfe erhalten, Augenwischerei sei, denn diese haben in den Jahren zuvor schon l&auml;ngst ihr Sch&auml;fchen ins Trockene gebracht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Oppenheim-Eigner in der Klemme<\/strong><br>\nWie das manager magazin in seiner am Freitag (18. Dezember) erscheinenden Ausgabe berichtet, schuldeten Bankchef Matthias Graf von Krockow und seine Ehefrau Ilona, Aufsichtsratsvorsitzender Georg Baron von Ullmann und Gattin Corinna, der Nachlass der 2009 verstorbenen Karin Baronin von Ullmann sowie der pers&ouml;nlich haftende Gesellschafter Christopher von Oppenheim dem Institut nach dem Stand von Mitte Oktober 680 Millionen Euro.<br>\nBeinahe die H&auml;lfte davon, fast 330 Millionen Euro, waren ohne Sicherheiten ausgezahlt worden.<br>\nEin gro&szlig;er Teil wird lediglich mit 1,5 Prozent pro Jahr verzinst.<br>\nDie Bankeigner d&uuml;rften sich schwer tun, ihre privaten Kredite zur&uuml;ckzuzahlen. Denn der Kaufpreis in H&ouml;he von einer Milliarde Euro, den die Deutsche Bank f&uuml;r Sal. Oppenheim einschlie&szlig;lich der Tochter BHF-Bank zahlt, wird vertragsgem&auml;&szlig; f&uuml;r die Tilgung von Schulden in gleicher H&ouml;he verwendet, die der Oppenheim-Aktion&auml;rspool eingegangen ist, um die eigene Bank zu st&uuml;tzen.<br>\nUnter dem Strich bleibt h&ouml;chstens der Erl&ouml;s von 300 Millionen Euro &uuml;brig, den die Deutsche Bank den Oppenheim-Gesellschaftern f&uuml;r das Wertpapierverwahrgesch&auml;ft der BHF-Bank (BHF Asset Servicing GmbH) &uuml;berweist. Doch diese Summe teilt sich auf die etwa 40 Oppenheim-Gesellschafter auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/artikel\/0,2828,667569,00.html\">manager-magazin<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gerhard Bosch: Perspektiven einer nachhaltigen Industriepolitik<\/strong><br>\nEin Teil der Wirtschaftswissenschaft verh&auml;lt sich zur Industriepolitik wie die katholische Kirche zur Verh&uuml;tung.<br>\nWas kann denn soziale Nachhaltigkeit f&uuml;r Industriepolitik bedeuten? Hier ist ein Zusammenhang zwischen guter Arbeit und wirtschaftlicher Effizienz herzustellen.&nbsp;Am einfachsten ist dies in der Frage der allgemeinen und beruflichen Bildung zu beschreiben. Das Geheimnis der Wettbewerbsst&auml;rke der deutschen Industrie liegt in der Zusammenarbeit von Ingenieuren mit&nbsp;gut ausgebildeten Facharbeitern. Die deutschen Bildungsausgaben liegen im OECD-Vergleich nur im Mittelfeld und der Abstand zu den Spitzenreitern w&auml;chst. Im Bericht zur technologischen Leistungsf&auml;higkeit Deutschlands des BMBF wurden 2006 deshalb &bdquo;Risse im Fundament&ldquo; der Wettbewerbf&auml;higkeit festgestellt. &Auml;hnlich ung&uuml;nstig sieht es beim lebenslangen Lernen aus, dessen Ausbau Voraussetzung f&uuml;r eine Besch&auml;ftigung bis zum erh&ouml;hten Rentenalter ist. Der Zielkonflikt zwischen h&ouml;heren Bildungsausgaben und Entlastungen der Wirtschaft durch Steuersenkungen wurde in den letzten Jahren immer zugunsten kurzfristiger Steuersenkungen entschieden.<br>\nDer Staat hat eigentlich keine Wahl, ob er Industriepolitik betreiben will oder nicht. Auch durch Nichtstun oder Abwarten beeinflusst er industrielle Strukturen. Durch sein Ordnungsrecht, seine Einkaufsmacht und seine Umwelt-, Bildungs-, Forschungs-, Infrastruktur- und Konjunkturpolitik gestaltet er aktiv. Da man dabei vor Fehlern nicht gewappnet ist, muss die Politik auf den Pr&uuml;fstand gestellt und weiterentwickelt werden. Zu dieser Weiterentwicklung geh&ouml;rt auch die st&auml;rkere Ber&uuml;cksichtigung der sozialen Nachhaltigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/01-2009\/++co++f184db06-de84-11de-5a9e-00093d10fae2\/@@index.html\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Klaus D&ouml;rre: Prekarit&auml;t im Finanzmarktkapitalismus<\/strong><br>\nDie schon zu Zeiten der rot-gr&uuml;nen Koalition gesetzlich gef&ouml;rderte Ausweitung der finanzkapitalistischen Risikozone geht so auf ihrer Kehrseite mit einer weit reichenden Prekarisierung der Arbeit einher. Hier erf&uuml;llt das neue Arbeitsmarktregime, das mit den &bdquo;Hartz-Reformen&ldquo; entstanden ist, eine &auml;hnliche Funktion wie das postfeudale Bettelverbot (Marx) oder die workhouses (Foucault) in der &Auml;ra des Fr&uuml;hkapitalismus. Indem sie prek&auml;re Arbeit aufwerten und den Arbeitszwang erh&ouml;hen, erzeugen sie einen disziplinierenden Druck, der nicht nur prekarisierte Gruppen, sondern auch Stammbesch&auml;ftigte f&uuml;r die Erwerbsarbeit in einer flexiblen und zugleich stark polarisierten Arbeitswelt aktivieren soll. Die Resultate dieser Politik schlagen sich inzwischen auch in der offiziellen Statistik nieder. Einen groben Anhaltspunkt liefert die Zunahme atypischer Besch&auml;ftigung. 2008 gab es bereits 7,7 Mio. atypisch Besch&auml;ftigte (Zeitarbeit, Teilzeit, Befristete, geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigte) sowie 2,1 Mio. Solo-Selbstst&auml;ndige. Binnen zehn Jahren ist die Zahl der atypischen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse um 46,2 % (bei den geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigten eine Steigerung um 71,5 %) und die der Solo-Selbstst&auml;ndigen um 27,8 % gestiegen. Demgegen&uuml;ber haben die Normalarbeitsverh&auml;ltnisse um 3 % abgenommen. Wenig &uuml;berraschend stellen Frauen in Dienstleistungsberufen die gr&ouml;&szlig;te Gruppe der atypisch Besch&auml;ftigten. Diese Entwicklung ist bedeutsam, weil die Ausweitung nicht-standardisierter Besch&auml;ftigung mit der Ausweitung von Niedrigl&ouml;hnen und einem &uuml;berdurchschnittlich steigenden Armutsrisiko verbunden ist. W&auml;hrend das Armutsrisiko bei Normalbesch&auml;ftigten und Soloselbstst&auml;ndigen nur moderat stieg, ist der Anteil von Personen, die unterhalb der Armutsschwelle leben, zwischen 1998 und 2008 von 9,8 % auf 14,3 % gestiegen.<br>\nDarin deutet sich bereits eine Spaltung des Arbeitsmarktes an, die in solchen Daten allerdings nur unzureichend erfasst wird. Denn erstens nimmt die Unsicherheit auch innerhalb so genannter Normalarbeitsverh&auml;ltnisse zu; 2006 waren insgesamt 42,6 % der Niedriglohnbezieher Normalbesch&auml;ftigte; der Niedriglohnsektor ist auf mehr als 22 % aller Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse expandiert. Und zweitens geht aus solchen Daten nicht hervor, in welchem Umfang interne Flexibilisierungsma&szlig;nahmen der Unternehmen (flexible Arbeitszeiten, Projektarbeit, Jobrotation etc.), aber auch Standortpakte mit befristeten Besch&auml;ftigungsgarantien selbst innerhalb der Stammbelegschaften f&uuml;r Diskontinuit&auml;tserfahrungen und Verunsicherung sorgen. Wenngleich weder interne Flexibilisierung noch atypische Besch&auml;ftigung per s&eacute; mit Prekarit&auml;t und Armut identisch sind, liegt doch auf der Hand, dass Erwerbsarbeit f&uuml;r wachsende soziale Gruppen ihren Charakter als Basis einer stabilen, in die Zukunft gerichteten Lebensplanung eingeb&uuml;&szlig;t hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/01-2009\/++co++3e47ffc6-e8c2-11de-68b3-001ec9b03e44\/@@index.html\">Gegenblende<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Seit Montag ist ein neues DGB-Debattenmagazin GEGENBLENDE www.gegenblende.de online. Es ersetzt den DGB Debattenblog Diskurs. GEGENBLENDE will die konstruktive Auseinandersetzung zwischen gewerkschaftspolitischer Praxis und wissenschaftlicher Forschung und Theoriebildung st&auml;rken.<br>\nDie erste Ausgabe ist jedenfalls interessant und lesenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Arm und abgeschrieben &ndash; wer hilft aus der Krise<\/strong><br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch_popup?v=odyb5OKrmlg\">YouTube (Video, 1. Von 5 Teilen)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.toptv.de\/Sendung\/arm-und-abgeschrieben-wer-hilft-aus-der-krise\/485450\">Top TV (Text, Zusammenfassung)<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/nachrichten\/stars\/fernsehen\/Medien-Fernsehen-TV-Ausblick;art4429,3134781\">Saarbr&uuml;cker Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines Nachdenkseitenlesers:<\/strong> Gestern kam zu sp&auml;ter Stunde noch eine sehr gute Reportage in der ARD. Schade, dass so eine aufschlussreiche und kritische Sendung wieder einmal zu einem Zeitpunkt gesendet wurde, zu der nur wenige Menschen erreicht wurden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die ganze B&auml;ckerei!<\/strong><br>\nNichts ist dran an der Legende vom Wasserkopf &ouml;ffentlicher Dienst. Deutschland leistet sich nicht etwa zu viel Besch&auml;ftigte im &ouml;ffentlichen Dienst des Bundes, der L&auml;nder und der Kommunen, sondern hat im internationalen Vergleich einen erheblichen Nachholbedarf. Das ist die erste zentrale Botschaft von Cornelia Heintzes &uuml;berzeugender Analyse. Die zweite Botschaft lautet: Dieser Nachholbedarf ist hausgemacht: n&auml;mlich eine direkte Folge der politisch erzeugten und aktuell durch das &bdquo;Wachstumsbeschleunigungsgesetz&ldquo; weiter versch&auml;rften leeren Staatskassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/01-2009\/++co++87e86ee4-eb0c-11de-4a19-001ec9b03e44\/@@index.html\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&raquo;Wo landen Staatszusch&uuml;sse f&uuml;r die Riester-Rente?&laquo;<\/strong><br>\nEinen gro&szlig;en Teil davon kassieren die Versicherungen. Ein Gespr&auml;ch mit Klaus Jaeger, Professor f&uuml;r Wirtschaftstheorie an der Freien Universit&auml;t Berlin und Experte f&uuml;r die &raquo;Riester-Rente&laquo;<br>\nKann es nicht sein, dass die Einf&uuml;hrung der &raquo;Riester-Rente&laquo; haupts&auml;chlich ihren Namensgeber und Erfinder selbst reich macht?<br>\nDas kann man so nicht sagen. Nein, Walter Riester hat davon nicht profitiert.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/12-18\/024.php?print=1\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Walter Riester war im Jahr 2008 Spitzenreiter mit insgesamt 67 anzeigepflichtigen Nebent&auml;tigkeiten bei insgesamt 61 Vertragspartnern\/Organisationen. Bei dem Schema, nach dem die Nebeneink&uuml;nfte ver&ouml;ffentlicht werden (maximal 7.000 Euro pro T&auml;tigkeit) kommt er damit auf &uuml;ber 140.000 Euro. Das bezahlen Versicherungskunden\/innen und Steuerzahler\/innen alles mit.<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nebeneinkuenfte-bundestag.de\/riester-walter\/\">Nebeneink&uuml;nfte Bundestag<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Nochmals: <a href=\"?p=4413#h21\">Gl&uuml;cks-Bip<\/a><br>\nBIP-Berechnungen : Wie eigentlich misst man Wohlstand<\/strong><br>\nZuerst einmal als Einstieg den&nbsp;&Uuml;berblick mit einem Link zum <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1952293_BIP-Berechnungen-Wie-eigentlich-misst-man-Wohlstand.html\">Stiglitz\/Fitoussi-Bericht<\/a> &ndash; der wohl f&uuml;r Frankreich ausgearbeitet wurde.<br>\nAuch wenn dies nur ein &ldquo;kursorischer&rdquo; Einstieg ist, wird man sich &ndash; zumindest l&auml;ngerfristig &ndash; doch st&auml;rker damit besch&auml;ftigen m&uuml;ssen, damit die Arbeitgeber hier nicht allein diese Diskussion mit ihren Studien pr&auml;gen!&nbsp;<br>\nDiese Diskussion&nbsp;erlangt bei uns inzwischen eine besondere Aktualit&auml;t,&nbsp;weil&nbsp;f&uuml;r Deutschland&nbsp;jetzt die &ldquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&rdquo; (INSM) mit einer <a href=\"www.insm.de\/insm\/Aktionen\/INSM-Studien\/Deutschlands-erstes-Gl-cks-BIP.html\">Studie von Prof. van Suntum<\/a> eine Vorreiter-Rolle &uuml;bernimmt&nbsp;f&uuml;r die Arbeitgeberseite und&nbsp;ein eigenes &ldquo;Modell&rdquo; vorstellt und vor allem auf das Einkommen (Geld)&nbsp;hinzielt &ndash; als &ldquo;nat&uuml;rlich&rdquo; <a href=\"www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2145855_Glueckstudie-Der-Mensch-lebt-nicht-vom-BIP-allein.html\">weniger bedeutend<\/a>.&nbsp;<br>\nDer direkte Link zu dem Bericht dieser <a href=\"www.stiglitz-sen-fitoussi.fr\/en\/index.htm\">Stiglitz\/Fitoussi-Kommission (Commission on the Measurement of Economic Performance and Social Progress)<\/a> (leider nur auf englisch)<br>\nDieser Bericht ist wohl, je konkreter es werden soll, noch ziemlich offen und unbestimmt (Besetzung der Kommission?), aber dass Stiglitz\/Fitoussi&nbsp;dem Einkommen&nbsp;eine geringere Bedeutung zu messen, ist reichlich abwegig, weil gerade sie es waren, die als&nbsp;&ldquo;Shadow-GN&rdquo; auf die Bedeutung der ungleichen Einkommensverteilung als Krisenursache &ndash; und weiteres Wachstums-Hemmnis ! &ndash; hingewiesen haben: Siehe <a href=\"http:\/\/www.ofce.sciences-po.fr\/pdf\/dtravail\/WP2009-17.pdf\">OFCE &ndash; Document de travail [PDF &ndash; 100 KB]<\/a> sowie <a href=\"?p=4243#h10\">Stiglitz noch einmal<\/a>.<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Verschwendungsaff&auml;re &ndash; Posten des DIW-Chefs wackelt<\/strong><br>\nIn der Aff&auml;re um die m&ouml;gliche Verschwendung von Steuergeld beim Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) ger&auml;t dessen Pr&auml;sident Klaus Zimmermann zunehmend unter Druck. Ihm droht nach Informationen der Berliner Zeitung eine weitgehende Entmachtung. Zimmermanns Vertrag l&auml;uft zum Jahresende aus. Er soll zwar auf jeden Fall im Amt bleiben. Sein Aufgabengebiet k&ouml;nnte aber auf rein repr&auml;sentative T&auml;tigkeiten reduziert werden. Zimmermann w&auml;re dann nur noch eine Art Fr&uuml;hst&uuml;cksdirektor. Ausl&ouml;ser des Debakels ist ein Bericht des Berliner Landesrechnungshofes, der dem DIW die Fehlverwendung von &ouml;ffentlichen Mitteln vorwirft. &ldquo;Wir haben hier Missst&auml;nde festgestellt&rdquo;, best&auml;tigte eine Sprecherin. Einzelheiten wollte sie nicht nennen. Nach Informationen der Frankfurter Rundschau soll es sich jedoch um einen &ldquo;gr&ouml;&szlig;eren Betrag&rdquo; handeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2148143&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Bibel statt Darwin? Offener Brief der Giordano-Bruno-Stiftung an Bundespr&auml;sident K&ouml;hler<\/strong><br>\nIn einem Offenen Brief an Bundespr&auml;sident K&ouml;hler hat die Giordano Bruno Stiftung die &ldquo;weltanschauliche Manipulation von Kindern&rdquo; kritisiert und vorgeschlagen, Kindern zuerst ein &ldquo;solides Grundwissen&rdquo; zu vermitteln, bevor man religi&ouml;se Vorstellungen an sie herantr&auml;gt. Anlass des Schreibens war ein Gru&szlig;wort K&ouml;hlers, in dem es hie&szlig;, das Lesen der Bibel k&ouml;nne ein &ldquo;wertvoller Beitrag f&uuml;r die fr&uuml;hkindliche Erziehung&rdquo; sein.<br>\nIn dem Brief erkl&auml;rt der Stiftungsvorstand, dass die Bibel auf Kinder eine &ldquo;desorientierende Wirkung&rdquo; habe. Denn sie vermittelte &ldquo;falsche Ansichten &uuml;ber die Natur der Dinge&rdquo; sowie &ldquo;ethisch problematische Anweisungen, die dem Stand unserer kulturellen Evolution nicht mehr entsprechen&rdquo;. Statt der g&auml;ngigen Praxis, die Kinder im fr&uuml;hsten Alter mit kreationistischen Vorstellungen zu konfrontieren und ihnen das wissenschaftlich akzeptierte Weltbild der Evolutionstheorie erst sehr viel sp&auml;ter nahe zu bringen, schl&auml;gt die Stiftung vor, die Evolutionstheorie bereits in der Grundschule zu lehren. Die Schule solle den Kindern dabei einen &ldquo;gewissen Schutzraum vor religi&ouml;ser Beeinflussung&rdquo; bieten.<br>\nDass das Problem der weltanschaulichen Manipulation nicht erkannt werde, f&uuml;hrt die Stiftung darauf zur&uuml;ck, &ldquo;dass wir offenbar davon ausgehen, es g&auml;be tats&auml;chlich katholische, protestantische oder muslimische Kinder.&rdquo; Doch derartige Kinder gebe es ebenso wenig, &ldquo;wie es christlich-soziale, liberale, sozialdemokratische oder gr&uuml;ne Kinder gibt!&rdquo; W&uuml;rde man Kindern von CDU-W&auml;hlern das CDU-Grundsatzprogramm in der Grundschule vermitteln, so wie man Kindern von Katholiken katholischen Religionsunterricht erteilt, w&auml;re jedem klar, dass es sich hierbei um eine &ldquo;missbr&auml;uchliche Indoktrination&rdquo; handelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/giordano-bruno-stiftung.de\/koehler09.pdf\">Giordano-Bruno-Stiftung [PDF &ndash; 43.5 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Boom der Internate: Reich an Bildung<\/strong><br>\nPisa und Lehrermangel st&uuml;rzen die &ouml;ffentlichen Schulen in die Krise. Nun umgarnen Privatinstitute verunsicherte Eltern und Sch&uuml;ler. Sie bieten kleinere Klassen, individuelle F&ouml;rderung und werben um Hochbegabte &ndash; eine Spurensuche in der noblen Welt von Deutschlands Internaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/schulspiegel\/wissen\/0,1518,druck-662903,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Einfach nur furchtbar. Aber wenigstens benennt der SPIEGEL klar den Mechanismus, mit dem die &ouml;ffentlichen Schulen durch k&uuml;nstliche Verknappung und Sparorgien ruiniert werden, um den Privatschulen ein attraktives Gesch&auml;ftsfeld zu bieten.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Da muss man aber schon sehr genau lesen. Und da kann man auch eher den Eindruck bekommen, die Situation sei ein notwendiges &Uuml;bel.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Klimagipfel: <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Journalisten behindert<\/strong><br>\nNormalerweise sind UN-Klimagipfel eine recht lockere Angelegenheit: Umweltsch&uuml;tzer, Industrielobbyisten, Delegierte und Journalisten wuseln munter durcheinander. Auch die meisten Sitzungen sind f&uuml;r alle zug&auml;nglich. Mitunter k&ouml;nnen die Beobachter sogar durch die Reihen im Plenarsaal schlendern. Nur manchmal wird im kleineren Kreise hinter verschlossenen T&uuml;ren verhandelt. Au&szlig;erdem schlie&szlig;en Regierungen Beobachter gerne von ihren Pressekonferenzen aus, weil sie sich nicht durch ihre Fragen nerven lassen wollen. Saalsch&uuml;tzer in den bunt betrassten Phantasieuniformen der UN passen dann an der T&uuml;r auf, dass die Eintretenden sich als Journalisten ausweisen k&ouml;nnen. Doch in Kopenhagen scheint im diesen Jahr alles anders. Nicht nur, dass die Polizei auf der Stra&szlig;e au&szlig;er Rand und Band ist, wie auch einige Konferenzteilnehmer schmerzhaft zu sp&uuml;ren bekamen, und zahlreiche Delegierte der Nichtregierungsorganisationen seit gestern vom Gipfel ausgeschlossen sind. Auch die Arbeit der Presse wird massiv behindert. ARD und ZDF haben dagegen heute in einem offenen Brief protestiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/2\/146772\">Telepolis Blogs<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Kein Wunder, dass die Berichterstattung &uuml;ber den Klimagipfel nur wenig Inhaltliches bietet. Manche Leser fragen uns, warum wir so wenig dar&uuml;ber berichten. Doch wir sind nicht vor Ort und wir haben auch keine Informanten vor Ort, die uns solide Informationen liefern k&ouml;nnen. Auf das Wenige, das wir &uuml;ber die Medien erfahren, wollen wir uns nicht verlassen, au&szlig;erdem gewinnen wir daraus kein eigenes Bild.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>African Delegation Protest at COP15<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ajTozq7xQWk&amp;feature=related\">YouTube<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Ch&aacute;vez und Morales kritisieren Industriestaaten<\/strong><br>\nDie Staatschefs von Venezuela und Bolivien, Hugo Ch&aacute;vez und Evo Morales, haben auf dem Weltklimagipfel in Kopenhagen in dramatischen Worten ein Umdenken der Industriestaaten gefordert. Die beiden linksgerichteten Pr&auml;sidenten bezeichneten das kapitalistische Modell als Hauptgrund f&uuml;r die zunehmende Zerst&ouml;rung der globalen Umwelt. Die Industriestaaten propagierten ein Konsummodell, das die Ressourcen verschwendet, beklagten Ch&aacute;vez und Morales. Dass diese Kritik nicht allzu gerne geh&ouml;rt wird, bekam Ch&aacute;vez w&auml;hrend seines Aufenthalts in D&auml;nemark gleich mehrfach zu sp&uuml;ren: Bei der Einreise wurde das Gep&auml;ck des Staatschefs entgegen internationaler Bestimmungen im Umgang mit Diplomaten und Staatsg&auml;sten 45 Minuten lang durchsucht. Am Mittwochabend hielt die d&auml;nische Polizei seine Wagenkolonne zudem so lange auf, bis ein Treffen mit Gewerkschaften und Vertretern sozialer Organisationen abgesagt werden musste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.amerika21.de\/nachrichten\/inhalt\/2009\/dez\/klima-983638-gipfel\">Portal Amerika 21<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>US-Diplomat k&uuml;ndigt: Ich habe kein Verst&auml;ndnis mehr<\/strong><br>\nObama stockt die US-Truppen in Afghanistan auf, um den Krieg schnell zu beenden. Doch der US-Diplomat Mathew Hoh hielt jedes weitere Engagement f&uuml;r sinnlos und quittierte deshalb den Dienst.- Lesen Sie seinen Abschiedsbrief.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2134813&amp;em_loc=3623&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/doku_und_debatte\/&amp;em_ivw=fr_feutop\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Das irische Wachstum zeigt nicht die ganze Wahrheit<\/strong><br>\nTrotz der R&uuml;ckkehr zum Wachstum im dritten Quartal m&ouml;gen &Ouml;konomen noch nicht von einem Ende der Wirtschaftskrise in Irland sprechen. Auch wenn eine Belebung der Exportm&auml;rkte helfe, sei die Binnenwirtschaft einfach noch zu schwach, warnen sie. Die wahre Lage der irischen Wirtschaft zeigt sich nach Einsch&auml;tzung von &Ouml;konomen eher im Bruttonationaleinkommen. Es klammert die Gewinne der Ableger ausl&auml;ndischer Firmen aus, die Irlands Wirtschaft dominieren. Das Bruttonationaleinkommen schrumpfte im dritten Quartal um 1,4 Prozent und noch dazu revidierte das Statistikamt den R&uuml;ckgang im zweiten Quartal von 0,5 auf 1,7 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/_b=2501664,_p=31,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando:<\/strong> Nur, so neu ist das nicht. Vor diesem Hintergrund war das Wachstum der irischen Volkswirtschaft gemessen am Bruttonationaleinkommen schon immer zu relativieren. Deswegen hat Irland ja auch so lange Hilfen aus den europ&auml;ischen Strukturfonds bezogen. Im Jahre 2006 betrug das irische BIP 220 Milliarden USD und das BNE 189 Milliarden USD (also minus das an das Ausland gezahlte Einkommen und plus aus dem Ausland empfangene Einkommen). Das Bruttonationaleinkommen ber&uuml;cksichtigt, dass die irische Produktion durch im Besitz des Auslands befindliche Produktionsfaktoren erstellt wird. Im &Uuml;brigen gilt &auml;hnliches auch f&uuml;r osteurop&auml;ische Volkswirtschaften wie Polen, Ungarn, Tschechien und die Slowakei.<br>\n<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung AM:<\/strong>Hier k&ouml;nnte auch noch auf das im August 2004 erschienene Buch <a href=\"?page_id=23\">&bdquo;Die Reforml&uuml;ge&ldquo;<\/a> verwiesen werden. Dort wird im Kapitel &bdquo;Denkfehler Nr. 13&ldquo; auf Irland eingegangen. In den NachDenkSeiten gab es einen einschl&auml;gigen <a href=\"?p=2785\">Auszug<\/a>:<\/em><\/p>\n<p>Datum: 22. November 2007 um 15:08 Uhr<br>\nRubrik: <a href=\"?cat=14\">Ver&ouml;ffentlichungen der Herausgeber<\/a><br>\nVerantwortlich: Albrecht M&uuml;ller<br>\nAuszug aus Albrecht M&uuml;llers &bdquo;Die Reforml&uuml;ge. 40 Denkfehler, Mythen und Legenden, mit denen Politik und Wirtschaft Deutschland ruinieren&ldquo;, Denkfehler Nr. 13 &bdquo;Wir sind nicht mehr wettbewerbsf&auml;hig&ldquo;, Seite 187 ff<\/p>\n<p>Um uns so richtig angst zu machen vor der weiteren Zukunft, wird auf die besondere &ouml;konomische Entwicklung der &raquo;kleinen Tiger&laquo; in der Europ&auml;ischen Union hingewiesen: auf &Ouml;sterreich, auf die Niederlande und besonders auf Irland. Sie h&auml;tten sich 1999 beim Bruttosozialprodukt je Einwohner vor die Bundes&shy;republik geschoben. Bewundert wird auch, dass Irland in den neunziger Jahren eine durchschnittliche reale Wachstumsrate von 6,5 Prozent erreicht habe, es liege mit seinem Pro-Kopf-Einkommen weit &uuml;ber dem europ&auml;ischen Durchschnitt und habe Deutschland hinter sich gelassen.<br>\nUsw (&hellip;)<br>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Neues aus der Anstalt vom 15.12.2009<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/podfiles.zdf.de\/podcast\/zdf_podcasts\/091215_anstalt_nad_p.mp4?2009-12-15+23-28\">ZDF-Mediathek (Video-Podcast, mp4, ca. 1 Stunde, ca. 197 MB)<\/a>\n<p><em><strong>Wiederholung:<\/strong> Freitag, 19.12.2009 um 20:15 Uhr auf 3sat<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Bundesregierung hat die Bildungskarte verspielt; Bankenregulierung auf der langen Bank; Rettungsschirm f&uuml;r Kleinfirmen; Zerschlagung der Energiemonopole; F&ouml;deraler Staat in der Blockade; Michael Sommer im Gespr&auml;ch; Boni und Banker; Nachhaltige Industriepolitik; Prekariat; Klimagipfel; Neues aus der Anstalt. (MB\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4416","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4416","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4416"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4416\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4416"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4416"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4416"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}