{"id":44186,"date":"2018-05-30T08:20:58","date_gmt":"2018-05-30T06:20:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44186"},"modified":"2018-05-30T08:20:58","modified_gmt":"2018-05-30T06:20:58","slug":"hinweise-des-tages-3129","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44186","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (TR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44186#h01\">Italien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44186#h02\">Fast zwei Drittel der Deutschen wollen Stopp aller R&uuml;stungsexporte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44186#h03\">Verh&auml;ltnis zu Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44186#h04\">BlackRock und Co. machen Druck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44186#h05\">Wer das Wahlergebnis disqualifiziert, wer es nicht versteht, versteht Venezuela nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44186#h06\">25 Jahre Brandanschlag von Solingen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44186#h07\">Polen will permanenten US-St&uuml;tzpunkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44186#h08\">Wo Trump Recht hat: Freihandel als Ideologie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44186#h09\">Spenderliste ver&ouml;ffentlicht: Parteien kassierten 2016 &uuml;ber 14 Mio. Euro aus der Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44186#h10\">&Ouml;sterreich: Steuergeschenk an Immobilien-Spekulanten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44186#h11\">Unternehmer sch&uuml;ren &Auml;ngste vor Entsenderichtlinie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44186#h12\">Bundeskartellamt verschont Lufthansa in der Causa Air Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44186#h13\">Gaza-Flotille: &ldquo;Ende Juli brechen wir die Blockade&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44186#h14\">EU versenkt eine weitere Milliarde Euro in die Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44186#h15\">Monopolkommission pl&auml;diert f&uuml;r Abschaffung der Buchpreisbindung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44186#h16\">&bdquo;Pressefreiheit wird vom Grundrecht zum Gnadenrecht.&ldquo;: Heribert Prantl &uuml;ber Hintergrundgespr&auml;che mit Journalisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44186#h17\">&bdquo;Kultur ist M&ouml;glichkeit, nicht &uuml;ber Kapitalismus zu reden&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Italien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Oettingers Italien-Eklat &ndash; Wenn der Falsche das Richtige sagt<\/strong><br>\nG&uuml;nther Oettinger ist mal wieder in den Fettnapf getreten: Diesmal hat der EU-Haushaltskommissar nicht nur seinen Chef, sondern auch weite Teile Italiens gegen sich aufgebracht. Dabei hat er eigentlich Recht.<br>\nOops, he did it again.<br>\nSo ungef&auml;hr lautete die am Dienstag im Stra&szlig;burger EU-Parlament verbreitete Reaktion auf das Interview G&uuml;nther Oettingers mit der Deutschen Welle. Oder genauer: Auf den Tweet, der das Interview bewarb. Die M&auml;rkte w&uuml;rden die Italiener lehren, bei der n&auml;chsten Wahl keine Populisten mehr zu w&auml;hlen, habe Oettinger gesagt. Dass es sich dabei nicht um ein w&ouml;rtliches Zitat, sondern nur um eine (wenn auch zuspitzende) Zusammenfassung des Gesagten handelte, spielte im heraufziehenden Twitter-Shitstorm schnell keine Rolle mehr.<br>\nStattdessen ging es in erster Linie um diese arroganten Deutschen, die Italiener mit freundlicher Unterst&uuml;tzung der EU wie ihre Leibeigenen behandelten. Matteo Salvini, Chef von Italiens rechtsradikaler Lega-Partei, forderte Oettingers R&uuml;cktritt &ldquo;noch an diesem Nachmittag&rdquo;. &ldquo;VERR&Uuml;CKT, in Br&uuml;ssel kennt man keine Scham&rdquo;, twitterte Salvini. Luigi Di Maio, Chef der F&uuml;nf-Sterne-Bewegung, sagte: &ldquo;Diese Leute behandeln Italien wie eine Sommer-Kolonie, wo sie herkommen und Ferien machen.&rdquo;<br>\nVerr&uuml;ckt? Scham? Ferien in der Sommer-Kolonie?<br>\nEs ist die Taktik, die Populisten gern benutzen: die Verdrehung der Wahrheit in ihr Gegenteil. Lega und 5 Sterne wollen Italien eine stark verr&uuml;ckt wirkende Finanzpolitik verordnen, fordern dazu von der EU schamlos den Erlass von Hunderten Milliarden Euro an Schulden und versprechen ihren W&auml;hlern ebenso schamlos, Italien in eine Art Ferienkolonie zu verwandeln, f&uuml;r deren Bewohner Milch und Honig flie&szlig;en. So zumindest lesen &ndash; oder besser, lasen &ndash; sich Teile des Regierungsprogramms beider Parteien.<br>\nDas Richtige, gesagt vom Falschen<br>\nOettinger hat dazu im Interview w&ouml;rtlich folgendes gesagt: &ldquo;Meine Sorge ist, und meine Erwartung ist, dass die n&auml;chsten Wochen zeigen, dass die M&auml;rkte, dass die Staatsanleihen, dass die wirtschaftliche Entwicklung Italiens so einschneidend sein k&ouml;nnten, dass dies f&uuml;r die W&auml;hler doch ein m&ouml;gliches Signal ist, nicht Populisten von links und rechts zu w&auml;hlen.&rdquo;<br>\nNichts davon ist falsch. Weder, dass M&auml;rkte unfroh auf verantwortungslose Finanz- und Wirtschaftspolitik reagieren k&ouml;nnten, noch dass man sich dar&uuml;ber sorgen sollte oder auf ein Einsehen der W&auml;hler hoffen darf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/populisten-in-italien-kommentar-zu-oettingers-interview-a-1210209.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Fr&uuml;her war der SPIEGEL das Sturmgesch&uuml;tz der Demokratie, heute hat sich das Sturmgesch&uuml;tz einmal um die Achse gedreht und feuert aus allen Rohren gegen die Demokratie, um die Interessen der M&auml;rkte durchzusetzen. Was f&uuml;r ein Niedergang. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Gott sei Dank gibt es den SPIEGEL, an dem ich mich orientieren kann, was richtig und was falsch ist. Der aber leider aus den Presse-Turbulenzen der letzten Tage rein gar nichts gelernt hat und einfach noch einmal mit aller Arroganz auf die italienischen W&auml;hler eindrischt. Propaganda f&uuml;r die marktkonforme Demokratie vom Feinsten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Rom sehen und sterben<\/strong><br>\nSchon wird &uuml;ber einen &ldquo;Italexit&rdquo; spekuliert: Scheidet Italien demn&auml;chst aus dem Euro aus? Denn das Land befindet sich in einer schweren Regierungskrise. Die Lega und die 5-Sterne-Bewegung haben zwar die Mehrheit &ndash; d&uuml;rfen aber nicht regieren, da der Staatspr&auml;sident sein Veto eingelegt hat. Er widersetzte sich der geplanten Koalition, weil die Populisten ein klares Ziel haben: Sie wollten nicht l&auml;nger den drakonischen Sparkurs praktizieren, der Italiens Wirtschaft schwer l&auml;diert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gegenblende.dgb.de\/-\/RFk\">Gegenblende\/DGB<\/a><\/li>\n<li><strong>Italiens n&auml;chste Wahl wird zum Euro-Plebiszit<\/strong><br>\nPr&auml;sident Mattarella hat eine Populisten-Regierung verhindert, weil er von ihr eine zerst&ouml;rerische Politik erwartete. Die Italiener stehen vor einem Grundsatzentscheid.<br>\nSie wollen den Pr&auml;sidenten absetzen, sie fordern Neuwahlen &ndash; und sie drohen mit einem Aufstand. Luigi Di Maio warnt vor den &laquo;Reaktionen der Bev&ouml;lkerung&raquo;, Matteo Salvini verwendet die Formel &laquo;Oder wir gehen nach Rom&raquo;. Das ist ein kaum verh&uuml;llter und sicher nicht zuf&auml;lliger R&uuml;ckverweis auf Mussolinis &laquo;Marsch auf Rom&raquo; vor knapp hundert Jahren. Die beiden Anf&uuml;hrer der Cinque Stelle und der Lega f&uuml;hlen sich stark, sie wissen zwei m&auml;chtige Volksbewegungen von Unzufriedenen hinter sich. Sie wollen den Schwung nutzen und die von ihnen angek&uuml;ndigte Revolution in Gang bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/italiens-naechste-wahl-wird-zum-plebiszit-ueber-den-euro-ld.1389258?mktcid=nled&amp;mktcval=107&amp;kid=_2018-5-28\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man k&ouml;nnte aus der Schweiz eigentlich eine differenzierte Berichterstattung erwarten. Die Schweiz ist ja weder in der EU noch hat sie den Euro, aber leider findet man den gleichen Tenor wie in den deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo;. Aber vermutlich ist der Grund, dass die NZZ, wie ihr deutsches Pedant, die FAZ, vornehmlich die Interessen der Finanzoligarchie vertritt. <\/em><\/p>\n<p><em>Man fragt sich nur ob diese Semantik &uuml;berhaupt noch jemand ernst nimmt, man kann das Wort &ldquo;Populisten&rdquo; nicht mehr h&ouml;ren. Vor allem gilt es dazu wieder einmal auf die Etymologie des Terminus Populismus hinzuweisen, der ja bekanntlich vom lateinischen populus &sbquo;Volk&lsquo; abstammt und gemeinhin eine Politik meint, welche die Gunst der B&uuml;rger zu gewinnen sucht. Das kann nur hei&szlig;en, dass gute, also nicht populistische, Politik vornehmlich darin zu bestehen hat die Interessen des Volkes zu ignorieren.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fast zwei Drittel der Deutschen wollen Stopp aller R&uuml;stungsexporte<\/strong><br>\nEine deutliche Mehrheit der Deutschen will alle R&uuml;stungsexporte stoppen. Besonders ein Land soll keine deutschen Waffen mehr bekommen.<br>\nEine deutliche Mehrheit der Deutschen lehnt den Verkauf von Waffen und anderen R&uuml;stungsg&uuml;tern an andere Staaten ab. Wie aus einer am Dienstag vorgestellten, repr&auml;sentativen Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervorgeht, sind 64 Prozent der Befragten gegen Waffenexporte. 80 Prozent sprechen sich gegen jegliche Waffenlieferungen in Kriegs- und Krisengebiete aus.<br>\nBesonders gro&szlig; ist die Ablehnung bei Waffenexporten an den Nato-Partner T&uuml;rkei: 83 Prozent der Befragten lehnen die Lieferung von Waffen und anderen R&uuml;stungsg&uuml;tern dorthin ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/fast-zwei-drittel-der-deutschen-gegen-ruestungsexporte-15613393.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong>  &hellip; und diese Meldung auch in der FAZ&hellip; .<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Verh&auml;ltnis zu Russland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>D&auml;mpfer f&uuml;r Heiko Maas<\/strong><br>\nSPD ber&auml;t &uuml;ber Haltung zu Russland: Erstens sei man sich einig gewesen, dass das deutsch-russische Verh&auml;ltnis von gro&szlig;er Bedeutung f&uuml;r Deutschland sei. Zweitens habe man festgestellt, dass dieses Verh&auml;ltnis aktuell immer mal wieder auf eine harte Probe gestellt werde. Drittens sei f&uuml;r die Sozialdemokratie klar: &bdquo;Wir wollen und suchen den Dialog mit Russland.&ldquo; Viertens schlie&szlig;lich geh&ouml;re Friedenspolitik zur DNA der Partei. Mit Russland strittige Punkte sprach Klingbeil nur am Rande an. Stattdessen betonte er: &bdquo;Heiko Maas hat deutlichen R&uuml;ckenwind bekommen, den Dialog mit Russland zu intensivieren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/spd-vorstandssitzung-daempfer-fuer-heiko-maas-in-der-russland-politik-30531130\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Jeffrey Sachs: &bdquo;Russland ist kein b&ouml;ser Feind&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Dass die Nato der Ukraine und Georgien 2008 die Mitgliedschaft angeboten hat, war ein gro&szlig;er Fehler. Russland ist kein einfacher Partner, aber wir sollten nicht so tun, als h&auml;tten wir selbst eine bl&uuml;tenwei&szlig;e Weste. Es w&uuml;rde dem Verh&auml;ltnis guttun, wenn wir ein paar Schritte zur&uuml;ckgehen w&uuml;rden, in Ruhe durchatmen w&uuml;rden und miteinander reden. Ich verlange nicht, dass die EU sofort wieder den Handel mit Russland aufnehmen soll, aber man sollte gemeinsam &uuml;berlegen, unter welchen Bedingungen das gehen w&uuml;rde.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article176758631\/Star-Oekonom-Jeffrey-Sachs-Russland-ein-abgrundtief-boeser-Feind-Falsch.html\">Die Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>BlackRock und Co. machen Druck<\/strong><br>\nInternationale Investoren gewinnen an Einfluss in deutschen Unternehmen. Sie bringen h&auml;ufig ein angels&auml;chsisch gepr&auml;gtes Verst&auml;ndnis von Unternehmensf&uuml;hrung mit. Das hat Konsequenzen f&uuml;r die Besch&auml;ftigten und die Mitbestimmung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von Alexander Sekanina vom Institut f&uuml;r Mitbestimmung und Unternehmensf&uuml;hrung (I.M.U.). Neu sei die zunehmende Meinungsmacht der Verm&ouml;gensverwalter und ihr wirtschaftlicher Einfluss, schreibt der Mitbestimmungsexperte.<br>\nEtwa 60 Prozent aller Dax-Aktien befinden sich im Besitz von institutionellen Investoren, der allergr&ouml;&szlig;te Teil davon kommt aus den USA, Gro&szlig;britannien und dem europ&auml;ischen Ausland. Vor allem Verm&ouml;gensverwalter wie BlackRock, StateStreet oder Vanguard Group haben in den vergangenen Jahren in b&ouml;rsennotierte Unternehmen aus Deutschland investiert. Allein BlackRock besitzt inzwischen Dax-Aktien im Wert von rund 62 Milliarden Dollar, was gut sechs Prozent des gesamten B&ouml;rsenwerts aller Unternehmen im Deutschen Aktienindex entspricht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/114066_114076.htm\">Hans-Boeckler-Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wer das Wahlergebnis disqualifiziert, wer es nicht versteht, versteht Venezuela nicht<\/strong><br>\nDer Wahlprozess wurde so durchgef&uuml;hrt wie vor einigen Monaten zwischen der Regierung und der Opposition in der Dominikanischen Republik verhandelt: Es wurde ein Abkommen ausgehandelt, unter das &ndash; nach Druck und \/ oder Zusagen aus den USA &ndash; die Opposition pl&ouml;tzlich am Tag der Unterzeichnung die Unterschrift verweigerte. Das venezolanische Wahlsystem ist sehr sicher und zuverl&auml;ssig. Die elektronische Stimmabgabe wird mit einem ausgedruckten Wahlzettel best&auml;tigt und die Ergebnisse der elektronischen Z&auml;hlung k&ouml;nnen durch Z&auml;hlen der ausgedruckten Stimmzettel gepr&uuml;ft werden. Maduro k&uuml;ndigte am Sonntagabend an, dass 100 Prozent der Stimmen manuell nachgez&auml;hlt werden.<br>\nEs ist falsch, dass Venezuela keine internationalen Beobachter zugelassen hat. Venezuela hat die Vereinten Nationen und die Europ&auml;ische Union aufgefordert, Beobachter zu entsenden. Beide haben es abgelehnt: Die UNO, weil sie keinen Bedarf sah, die EU, weil sie die Wahl nicht anerkennt) Es waren mehrere hundert internationale Beobachter in Venezuela, einschlie&szlig;lich des ehemaligen spanischen Ministerpr&auml;sidenten Jos&eacute; Luis Rodr&iacute;guez Zapatero, der sicherlich kein Freund der Regierung oder des Prozesses ist.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/201797\/wahlergebnis-venezuela-azzellini\">Amerika 21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>25 Jahre Brandanschlag von Solingen<\/strong><br>\nDrei M&auml;dchen und zwei Frauen aus der Solinger Familie Gen&ccedil; kamen in den Flammen ums Leben, sie mussten sterben, weil sie nicht in das Weltbild der ausl&auml;nderfeindlichen Brandstifter gepasst haben. Bereits in den Jahren vor dem Brandanschlag kam es auch in anderen deutschen St&auml;dten zu rechtsextremen Attacken &ndash; die bekanntesten F&auml;lle sind Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen und M&ouml;lln. Wenige Tage vor den Morden in Solingen hatte 1993 der Deutsche Bundestag nach emotionaler Debatte einen tiefgreifenden Einschnitt in das Grundrecht auf Asyl beschlossen. Schon vor 25 Jahren mahnte der damalige Sprecher von PRO ASYL, Herbert Leuninger, darum bei einer Kundgebung am 5. Juni 1993 in Solingen: &raquo;Eine Politik, die um rechts buhlt, f&uuml;hrt uns in die Katastrophe!&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.proasyl.de\/news\/25-jahre-solingen-eine-politik-die-um-rechts-buhlt-fuehrt-uns-in-die-katastrophe\/\">Pro Asyl<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Polen will permanenten US-St&uuml;tzpunkt<\/strong><br>\nPolen und US-Amerikaner haben, selbst im Kalten Krieg, eine Affinit&auml;t gepflegt, die eine Art Bollwerk gegen die Sowjetunion darstellte. Insgesamt ist die polnisch-amerikanische Beziehung &ldquo;au&szlig;erordentlich stark&rdquo;, begr&uuml;ndet auf &ldquo;gemeinsame Werte und geteilte Interessen&rdquo;. Das kann man zu Beginn eines Bewerbungsschreibens der polnischen Regierung an Washington lesen, das seinen Weg in die &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber Onet gefunden hat: Die polnische Regierung will zum transatlantischen Zentrum mit einem gro&szlig;en US-St&uuml;tzpunkt werden und lockt daf&uuml;r auch mit viel Geld.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Polen-will-permanenten-US-Stuetzpunkt-anlocken-und-bietet-2-Milliarden-US-Dollar-4059943.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wo Trump Recht hat: Freihandel als Ideologie<\/strong><br>\nDabei f&auml;llt es selbst dem US-Pr&auml;sidenten nicht schwer, mit wenigen Hinweisen dieses Selbstbild von Merkel, Juncker oder Macron in Frage zu stellen. Mehrfach verwies er darauf, dass die EU h&ouml;here Z&ouml;lle auf US-Autos erhebt als umgekehrt. Und tats&auml;chlich sind das keine Fake News, sondern das ist Realit&auml;t. Mit 10 zu 2,5 Prozent f&auml;llt bei den Autos der Unterschied im Zollniveau sogar recht gro&szlig; aus. Insgesamt ist die Differenz zwar geringer, aber durchaus vorhanden. In der EU werden im Schnitt 5,2 Prozent, in den USA 3,5 Prozent auf Importe f&auml;llig.[1] Auch ein Blick auf die Liste von Antidumping- sowie Antisubventionsz&ouml;llen der EU beweist: Zimperlich ist die EU bei Handelsbeschr&auml;nkungen nicht. Insgesamt hatte sie Ende des vergangenen Jahres 99 vorl&auml;ufige und endg&uuml;ltige Antidumpingz&ouml;lle verh&auml;ngt. Allein bei Stahl- und Eisenprodukten gibt es momentan 53 Antidumpingz&ouml;lle. Dagegen erheben die USA derzeit 48 verschiedene Schutzz&ouml;lle f&uuml;r die Importe unterschiedlicher Stahlprodukte.<br>\nMan kann die Vergleiche noch weiter fortf&uuml;hren. Doch egal, ob man etwa die zollfrei ins Land kommenden Nicht-Agrar-Importe oder Agrar-Importe betrachtet,[2] stets entpuppt sich die EU als protektionistischer als die USA &ndash; ein eklatanter Widerspruch zur Selbstinszenierung als angeblich letztem Mohikaner des Freihandels.<br>\nWie aber ist zu erkl&auml;ren, dass die im Glashaus sitzende EU mit so dicken Steinen wirft, sprich Protektionismus verdammt, w&auml;hrend sie ihn selbst praktiziert? Beziehungsweise ihn nur verurteilt, wenn er sich gegen sie selbst richtet, ihn aber guthei&szlig;t, wenn es gegen China geht? Die Antwort ist in den globalen wirtschaftlichen Machtverh&auml;ltnissen zu suchen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2018\/mai\/wo-trump-recht-hat-freihandel-als-ideologie\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Spenderliste ver&ouml;ffentlicht: Parteien kassierten 2016 &uuml;ber 14 Mio. Euro aus der Wirtschaft<\/strong><br>\nUnternehmen und Interessenverb&auml;nde haben den im Bundestag vertretenen Parteien im Jahr 2016 rund 14,5 Mio. Euro an Spenden gezahlt. Der &uuml;berwiegende Teil davon war bislang unbekannt und wurde erst am Freitag &ouml;ffentlich, als die Bundestagsverwaltung die Spenderlisten ins Netz stellte. Zu den Geldgebern geh&ouml;ren Autokonzerne wie Daimler, die Versicherungsindustrie und die Tabaklobby. Viele Geldgeber &uuml;berwiesen einen Betrag, der exakt 1 Cent unter der Grenze zur sofortigen Ver&ouml;ffentlichung lag.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/blog\/2018-05-28\/spenderliste-veroffentlicht-parteien-kassierten-2016-uber-14-mio-euro-aus-der\">Abgeordnetenwatch.de<\/a>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180530_h01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180530_h01-small.png\" title=\"\" alt=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&Ouml;sterreich: Steuergeschenk an Immobilien-Spekulanten<\/strong><br>\nGro&szlig;e Investoren werden keine Grunderwerbssteuer mehr bezahlen. So will es die &Ouml;VP-FP&Ouml; Regierung. Mit relativ einfachen Konstruktionen k&ouml;nnen Immobilien-Gesellschaften die Steuerpflicht f&uuml;r den Kauf und Verkauf von Immobilien k&uuml;nftig umgehen. Das n&uuml;tzt den Immobilien-Spekulanten und f&ouml;rdert den Ausverkauf &Ouml;sterreichs an ausl&auml;ndische Immobilien-Fonds.<br>\nSie besitzen einen gro&szlig;en Anteil an den Immobilien des Landes und sind mitverantwortlich f&uuml;r die stark steigenden Preise am Wohnungsmarkt: Gro&szlig;e Immobilienfirmen auf der Suche nach Rendite. Im Wahlkampf haben sie dem &Ouml;VP-Kandidaten Sebastian Kurz stolze 191.111 Euro gespendet. Daf&uuml;r hat die Regierung dann auch den Forderungskatalog des &Ouml;sterreichischen Verbands der Immobilienwirtschaft (&Ouml;VI)  in weiten Teilen wortgleich ins Regierungsprogramm &uuml;bernommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/regierung-schafft-grunderwerbssteuer-fuer-immo-wirtschaft-ab\/\">Kontrast<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Unternehmer sch&uuml;ren &Auml;ngste vor Entsenderichtlinie<\/strong><br>\nDas Europaparlament hat am Dienstagmittag eine Reform der Entsenderichtlinie auf den Weg gebracht. Diese soll daf&uuml;r sorgen, dass Arbeiter aus dem EU-Ausland von Beginn an den gleichen Lohn erhalten. Doch es regt sich Kritik: Arbeitgeberverb&auml;nde f&uuml;rchten schwere Sch&auml;den am Binnenmarkt und dass durch die Versch&auml;rfung viele Arbeitnehmer in der EU praktisch &ldquo;wegfallen.&rdquo; Durch die zus&auml;tzliche B&uuml;rokratie k&ouml;nnte es f&uuml;r Arbeitgeber einfacher und billiger sein, Arbeitskr&auml;fte ins Nicht-EU-Ausland zu schicken. Wie die &ldquo;Welt&rdquo; berichtet, haben deutsche Firmen 2016 rund 260.000 Mitarbeiter ins EU-Ausland geschickt. Das sind europaweit die zweitmeisten. Auf Platz eins steht Polen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/entsenderichtlinie-soll-reformiert-werden-schwere-schaeden-am-binnenmarkt-arbeitgeber-fuerchten-sich-vor-eu-reform_id_8999854.html%20\">Focus<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bundeskartellamt verschont Lufthansa in der Causa Air Berlin<\/strong><br>\nNach der Pleite von Air Berlin stiegen die Ticketpreise bei der Lufthansa um durchschnittlich 25 bis 30 Prozent gegen&uuml;ber dem Vorjahr. Das Bundeskartellamt wertet dies jetzt trotzdem nicht als Marktmissbrauch. Im November hatten die Wettbewerbsh&uuml;ter nach Kundenbeschwerden noch angek&uuml;ndigt, dass sie genau untersuchen werden, ob die gr&ouml;&szlig;te deutsche Airline ihre Marktstellung nach der Insolvenz des Konkurrenten zum Abkassieren ausnutzt. Nach mehrmonatiger Pr&uuml;fung hei&szlig;t es nun, dass der Preisanstieg zwar erheblich gewesen sei, aber nicht die Einleitung eines Missbrauchsverfahrens rechtfertige. Auch bei einer intakten Konkurrenzsituation w&auml;ren durch den Wegfall von Air Berlin die Preise gestiegen.<br>\nIm Kern schwenkt das Bundeskartellamt damit auf die Argumentation der Lufthansa ein, die immer wieder betonte, dass Angebot und Nachfrage die Preise bestimmen w&uuml;rden. Die Lufthansa selbst habe ihre Preismodelle nicht ge&auml;ndert, als nach Einstellung der Air-Berlin-Fl&uuml;ge im Oktober 2017 die Ticketpreise teilweise deutlich teurer wurden. Die Airline argumentiert sogar, dass sie durch den Mehraufwand f&uuml;r die zus&auml;tzlichen Flugzeuge in 2017 und 2018 an der Air-Berlin-Pleite noch nichts verdient hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article176798300\/Lufthansa-Bundeskartellamt-verschont-Airline-vor-Kartellverfahren-wegen-Air-Berlin-Pleite.html\">Die Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gaza-Flotille: &ldquo;Ende Juli brechen wir die Blockade&rdquo;<\/strong><br>\nUm Pal&auml;stinenser im Gazastreifen zu unterst&uuml;tzen, haben sich mehrere Schiffe unter schwedischer Flagge auf den Weg in Richtung Gaza gemacht. An Bord befindet sich auch eine Deutsche, die bei einer &auml;hnlichen Hilfsaktion miterlebte, wie israelische Spezialkr&auml;fte neun t&uuml;rkische Aktivisten erschossen. Dass der &ldquo;Al-Awda&rdquo; der Durchbruch gelingen k&ouml;nnte, ist allerdings mehr als unwahrscheinlich. In den letzten Jahren hat die israelische Marine die herannahenden Schiffe allesamt abgefangen. Dennoch melden sich f&uuml;r die Mission &ldquo;Ship to Gaza&rdquo; immer wieder Freiwillige aus aller Welt. Zurzeit sind Aktivisten aus Schweden, Norwegen, den USA und weiteren L&auml;ndern an Bord.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/gaza-flotille-ende-juli-brechen-wir-die-blockade.1769.de.html?dram:article_id=419021%20\">DLF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>EU versenkt eine weitere Milliarde Euro in die Ukraine<\/strong><br>\nRituell wird auf die Bek&auml;mpfung der Korruption hingewiesen. Gestern wurde ein Kremlkritischer russischer Journalist in Kiew und ein ukrainischer Politiker ermordet<br>\nDie St&uuml;tzung der Ukraine scheint mittlerweile nicht nur eine geostrategische Strategie zu sein, Russland weiter einzud&auml;mmen, sondern auch eine Logik zu folgen, die in der Finanzkrise deutlich wurde. Die Ukraine, in die schon viele Milliarden an Krediten geflossen sind, obgleich sie weiter ein korruptes Land ist, das von einem Oligarchen mit eigenen Gewinninteressen gelenkt wird, ist &ldquo;too big to fail&rdquo;, um sie jetzt fallenzulassen.<br>\nUnter einem Oligarchen als Pr&auml;sidenten, der es nicht einmal f&uuml;r n&ouml;tig befand, sich von seinen Unternehmungen zu trennen, wozu auch ein Fernsehsender geh&ouml;rt, und der sein Geld mit einer Fake-Firma auf den British Virgin Islands sicherte, ist die Bek&auml;mpfung der Korruption ein Kampf gegen die Windm&uuml;hlen. Wenn Poroschenko versprach, dass es keine Oligarchen mehr geben wird, aber selbst im Amt bleibt und h&ouml;chstens konkurrierende Oligarchem bek&auml;mpft, ist das ein beredtes Zeugnis f&uuml;r die Missst&auml;nde. Seit Jahren mahnen daher die Kreditgeber rituell gr&ouml;&szlig;ere Anstrengungen an, die Korruption zu bek&auml;mpfen. Das wird von der Regierung auch simuliert, ebenso wie die Umsetzung der Minsker Abkommens, aber es geht kaum etwas voran. Noch fehlt etwa die Einrichtung eines unabh&auml;ngigen Korruptionsgerichts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/EU-versenkt-eine-weitere-Milliarde-Euro-in-die-Ukraine-4060681.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Monopolkommission pl&auml;diert f&uuml;r Abschaffung der Buchpreisbindung<\/strong><br>\nDie Monopolkommission empfiehlt die Preisbindung f&uuml;r B&uuml;cher abzuschaffen. Sie sei ein schwerwiegender Markteingriff, dem ein nicht klar definiertes Schutzziel gegen&uuml;berstehe. Zwar verlangsame sie den Strukturwandel im station&auml;ren Buchhandel, dennoch w&uuml;rden klassische Buchgesch&auml;fte kontinuierlich Marktanteile an Online-H&auml;ndler verlieren. Die Monopolkommission ber&auml;t die Bundesregierung in Wettbewerbsfragen. SPD und Union setzen sich laut ihrem Koalitionsvertrag f&uuml;r einen Erhalt der Buchpreisbindung ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/literatur\/monopolkommission-spricht-sich-gegen-buchpreisbindung-aus-a-1210165.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung von Tobias Riegel:<\/strong> Hier muss man Kulturstaatsministerin Monika Gr&uuml;tters zustimmen, die auf diese &bdquo; Empfehlung&ldquo; mit &bdquo;Fassungslosigkeit&ldquo; reagiert hat. Die Buchpreisbindung verhindert, dass die Buchhandlungen von Internet-Konzernen weggefegt werden, und dass Literatur zur Discountware wird. Die Begr&uuml;ndung f&uuml;r die Empfehlung, auf lange Sicht w&uuml;rden die Buchhandlungen den Kampf gegen den Versandhandel ohnehin verlieren, ist befremdlich und gleicht einer vorauseilenden Kapitulation. Dass ausgerechnet die Monopolkommission einem ohne die Regelung drohenden Amazon-Monopol das Wort redet, ist emp&ouml;rend.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&bdquo;Pressefreiheit wird vom Grundrecht zum Gnadenrecht.&ldquo;: Heribert Prantl &uuml;ber Hintergrundgespr&auml;che mit Journalisten<\/strong><br>\nWenn Politiker mit Journalisten &ldquo;unter drei&rdquo; sprechen, hei&szlig;t das eigentlich, dass keine Zitate ver&ouml;ffentlicht werden. F&uuml;r die Berichterstattung k&ouml;nnen solche Hintergr&uuml;nde dennoch n&uuml;tzlich sein, weil es ein &ldquo;durchaus symbiotisches Verh&auml;ltnis gibt&rdquo;, sagte der Journalist Heribert Prantl: &bdquo;Wenn solche Hintergrundgespr&auml;che der Erg&auml;nzung &ouml;ffentlicher Pressekonferenzen dienen, dann sind sie okay und k&ouml;nnen ganz wertvoll sein. Aber wenn Hintergrundgespr&auml;che die Vordergrundgespr&auml;che ersetzen sollen wie bei Trump, dann sind sie von &Uuml;bel, dann geht es um Lenkung und Leitung, um die Massage von auserw&auml;hlten Journalisten, ums Dirigieren von Meinungen. Und dann wird &ndash; und das halte ich dann f&uuml;r gef&auml;hrlich &ndash; Pressefreiheit vom Grundrecht zum Gnadenrecht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/heribert-prantl-ueber-hintergrundgespraeche-von-haien-und.2907.de.html?dram:article_id=418952%20\">DLF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&bdquo;Kultur ist M&ouml;glichkeit, nicht &uuml;ber Kapitalismus zu reden&ldquo;<\/strong><br>\nDer 74-j&auml;hrige britische Literaturtheoretiker Terry Eagleton hat sich schon in fr&uuml;heren Ver&ouml;ffentlichungen an Globalbegriffe gewagt. In seinem neuen Buch schreibt der bekennende Marxist &uuml;ber die Rolle der Kultur im Kapitalismus. Seine Kernbotschaft: Kultur, so wie sie sich derzeit darstellt, ist &uuml;berbewertet. (&hellip;) Terry Eagleton m&ouml;chte, dass wir den Blick weg von den elaboriert geistigen Sph&auml;ren der Kultur hin zu den materiellen Voraussetzungen wenden. Und er tadelt immer mal wieder: &ldquo;Mancherorts ist Kultur zu einer M&ouml;glichkeit geworden, nicht &uuml;ber Kapitalismus zu reden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/terry-eagleton-kultur-geld-als-grundlage.700.de.html?dram:article_id=419008\">DLF<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (TR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-44186","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44186","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=44186"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44186\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44187,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44186\/revisions\/44187"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=44186"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=44186"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=44186"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}