{"id":44203,"date":"2018-06-01T08:10:36","date_gmt":"2018-06-01T06:10:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44203"},"modified":"2018-06-01T07:53:03","modified_gmt":"2018-06-01T05:53:03","slug":"hinweise-des-tages-3130","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44203","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44203#h01\">Wirtschaftsbeziehungen: Deutschland, mach was!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44203#h02\">Italien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44203#h03\">Ukraine: Russischer Journalist Arkadi Babtschenko lebt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44203#h04\">Offizielle Arbeitslosigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44203#h05\">Tarifbindung auf Talfahrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44203#h06\">Von Angst getrieben: Erdo&#287;ans vorgezogene Wahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44203#h07\">Schlachtkosten f&uuml;r ein Schwein: 1.50 Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44203#h08\">EU-Milliarden f&uuml;r Agrar-Konzerne, kleine Bauern gehen leer aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44203#h09\">Kampfdrohnen sind Killerwaffen! Mein Statement zum bevorstehenden Vertragsschluss f&uuml;r die &bdquo;Heron TP&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44203#h10\">Opposition scheitert mit Vorladung von Finanzminister Scholz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44203#h11\">Skripal-Aff&auml;re: BBC weist auf verbl&uuml;ffende Ungereimtheiten hin (Video)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44203#h12\">Baum&auml;ngel ohne Ende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44203#h13\">Lafontaine &uuml;ber parteiinternes Mobbing: &bdquo;T&auml;ter stellten sich als Opfer dar&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=posturl&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wirtschaftsbeziehungen: Deutschland, mach was!<\/strong><br>\nTrump will, dass Deutschland mehr aus Amerika importiert und weniger dort verkauft, Matteo Salvini m&ouml;chte, dass Deutschland als m&auml;chtigstes Land Europas Italien mehr Verschuldung gestattet, am besten sogar Schulden erl&auml;sst. Ihr Ziel ist dabei das gleiche: Sie fordern einen &ldquo;neuen Deal&rdquo;, sie fordern ihn von den Deutschen. Und das auch noch, w&auml;hrend auf der halben Welt sowieso schon Wirtschaftskrisen ausbrechen: von der T&uuml;rkei bis nach Argentinien.<br>\nDabei setzen sie auf den neuesten Trend in den internationalen Wirtschaftsbeziehungen: weg von einer Politik, die zumindest versucht, sachorientiert Regeln zu finden, an die sich alle halten wollen, hin zur Deal-&Ouml;konomie. Es wird gedroht, hitzig verhandelt, bisherige Vereinbarungen gelten nichts &ndash; und es gewinnt der St&auml;rkere oder der Skrupellosere.<br>\nDieser neue Stil &ndash; antiintellektuell und hochemotional &ndash; ist es, der die Deutschen vor den Kopf st&ouml;&szlig;t. Allerdings k&ouml;nnten die Forderungen selbst weit gravierendere Auswirkungen haben als der Stil. Denn Trump und Salvini tun etwas Grunds&auml;tzliches: Sie greifen das deutsche Wirtschaftsmodell an. Dies beruht darauf, dass Deutschland vernetzt ist mit der Welt, dass es die Globalisierung vorantreibt, Waren &uuml;berall verkauft und auch sein Geld &uuml;berall anlegt.<br>\nDeutschland ist dadurch an zwei Stellen verletzlich. Erstens &uuml;ber die Exporte: Beinahe jedes Land der Welt kann Deutschland schaden, wenn es Z&ouml;lle verh&auml;ngt oder Importe stoppt. Zweitens &uuml;ber die Kredite: Dass die Deutschen dem Ausland viel Geld leihen, bedeutet auch, dass diese Schuldner m&auml;chtig werden und irgendwann damit drohen k&ouml;nnen, es nicht zur&uuml;ckzuzahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2018\/23\/wirtschaftsbeziehungen-handel-importzoelle-deutsches-modell-gefahr%20\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Kurz zusammengefasst: das deutsche Wirtschaftsmodell, das die Binnennachfrage stranguliert und auf exorbitante Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse setzt, schadet Deutschland, der EU und dem Rest der Welt. Nienhaus und Schieritz behaupten aber leider das Gegenteil und bezeichnen die Politik der USA und von Italien als &ldquo;antiintellektuell und hochemotional&rdquo;, als Politik &ldquo;de[s] St&auml;rkere[n] oder de[s] Skrupellosere[n]&rdquo; und meinen, man fasst es nicht, die deutsche Politik w&uuml;rde &ldquo;sachorientiert Regeln&rdquo; folgen. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die &Uuml;berschrift klingt ja ganz gut, aber der Text ist eine Entt&auml;uschung. Hinter der Aufforderung &bdquo;Mach was&ldquo; verbirgt sich in Wirklichkeit ein Weiter so. Die Autoren fordern &bdquo;harte Sachlichkeit&ldquo;, scheinen dabei aber zu ignorieren, dass sich Wirtschaftsminister Altmaier im Handelsstreit seit Wochen eine Abfuhr nach der anderen abholt. Das liegt aber weniger an der Unberechenbarkeit Trumps, als an der Sturheit Deutschlands, sich eben nicht an die Regeln zu halten, die es von anderen wiederum verlangt. Den Leistungsbilanz&uuml;berschuss von immer noch knapp 8 Prozent (6 Prozent w&auml;ren erlaubt) verteidigt Altmaier ja mit den Worten: &bdquo;Wir sollten uns nicht daf&uuml;r entschuldigen, dass wir wettbewerbsf&auml;hig produzieren.&ldquo; Deutschland vertritt also die Position, ein Recht auf dauerhafte Export&uuml;bersch&uuml;sse zu besitzen und weigert sich damit, den Kern des Handelsstreits &uuml;berhaupt nur zu verstehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Italien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Eine deutsche Falle f&uuml;r Italien<\/strong><br>\nDie italienische Wirtschaft hat sechs Jahre Rezession hinter sich und die dringlichste Aufgabe einer neuen Regierung ist es, diese Wirtschaft zu beleben. Doch wie belebt man eine Wirtschaft, die am Boden liegt? Jeder &Ouml;konom, der volkwirtschaftliche Gesamtrechnung beherrscht, wei&szlig;, dass man daf&uuml;r einen Impuls braucht. Ein solcher Impuls kann aus verschiedenen Richtungen kommen, doch allen Impulsen ist gemein, dass sie darauf beruhen, dass jemand Geld ausgibt, das er &ndash; um es in der Sprache der Dumpfbacken zu sagen &ndash; nicht hat.<br>\nJa, es muss jemand einen Kredit aufnehmen und mehr Geld f&uuml;r G&uuml;ter und Dienste ausgeben, als er selbst eingenommen hat. Mit anderen Worten, jemand muss neue Schulden machen. Denn wenn alle nur so viel ausgeben, wie sie einnehmen, bleibt die Wirtschaft genau stehen. Geben bestimmte Gruppen sogar weniger aus als sie einnehmen, das sind die, die wir &uuml;blicherweise Sparer nennen, ohne dass andere entsprechend entsparen oder sich verschulden, bricht die Wirtschaft weiter ein.<br>\nDiese Logik schlie&szlig;t alle anderen Ma&szlig;nahmen mit ein, insbesondere die ber&uuml;hmten &ldquo;Strukturreformen&ldquo;. Was immer man tut, kommt es nicht gleichzeitig zu den oben beschriebenen Impulsen via h&ouml;here Schulden, l&auml;uft jede Reform ins Leere. Nun muss man die Schulden nicht selbst machen. Man kann darauf bauen, wie das Deutschland im Zuge seiner &bdquo;Strukturreformen&ldquo; zu Anfang der 2000er Jahre getan hat, dass andere Schulden machen, die einem selbst zugute kommen. Das kann gelingen, wenn man selbst den G&uuml;rtel enger schnallt und so billig wird, dass die Menschen im Ausland vermehrt die eigenen G&uuml;ter kaufen und daf&uuml;r Kredite aufnehmen.<br>\nDiesen Weg w&auml;re Italien als exportstarke Nation in den vergangenen Jahren gerne auch gegangen, doch dieser Weg ist f&uuml;r Mitglieder der Eurozone weitgehend verschlossen. Er ist verschlossen von der Nation, die sich mit Hilfe ihres Lohndumpings auf den globalen M&auml;rkten der Welt dick und fett breit gemacht hat und den h&ouml;chsten Leistungsbilanz&uuml;berschuss der Welt aufweist, n&auml;mlich Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/06\/eine-deutsche-falle-fuer-italien\/\">Makroskop<\/a><\/li>\n<li><strong>Italien spricht nicht deutsch<\/strong><br>\nIn Br&uuml;ssel oder Berlin knallen anl&auml;sslich der gescheiterten Regierungsbildung in Italien die Sektkorken. Die &Auml;u&szlig;erungen des deutschen EU-Kommissars G&uuml;nther Oettinger, wonach die M&auml;rkte Italien den Weg weisen w&uuml;rden, zeugen davon, dass sich das Verst&auml;ndnis Italiens in Br&uuml;ssel auf dem Niveau von Andy M&ouml;ller bewegt: &bdquo;Madrid oder Mailand &ndash; Hauptsache Italien!&ldquo;<br>\nDas Beste, was der Lega im Wahlkampf passieren kann sind Einmischungen wie die von Oettinger. Europa spricht eben nicht Deutsch. Moody&rsquo;s oder BlackRock sind keine Regierung und die Italiener w&uuml;nschen keine marktkonforme Demokratie. Sie haben nicht Angela Merkel gew&auml;hlt!<br>\nFakt ist: Die investitionsfeindliche K&uuml;rzungspolitik hat Italien ein verlorenes Jahrzehnt beschert und blockiert den Strukturwandel und den Abbau notleidender Kredite in den Bilanzen der Banken. Die deutsche Europolitik ist dabei mit ihrem Latein am Ende. Denn f&uuml;r die Eurozone gilt: Alle Wege f&uuml;hren nach Rom. Italien ist die drittgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der EU. Ein erneuter Wahlgang in Italien wird nun quasi zwangsl&auml;ufig zum Euro-Referendum! [&hellip;]<br>\nDie Situation in Italien ist auch ein Ergebnis der deutschen Europapolitik. Die Bundesregierung ist mit ihrer Mischung aus Erpressung und Aussitzen gescheitert. Jeder Drohung von au&szlig;en gegen&uuml;ber Italien &ndash; etwa das Land wie Griechenland &uuml;ber die EZB von der Geldversorgung zu trennen &ndash; wird die drittgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der EU aus der Eurozone f&uuml;hren.<br>\nItalien braucht Investitionen, um die Stagnation zu &uuml;berwinden. Denn Italien ist nicht nur &ldquo;too big to fail&rdquo;, sondern auch &ldquo;too big to bail out&rdquo;. Solange das Land sich wirtschaftlich nicht wieder erholt, droht dem Euro jederzeit wieder ein Fl&auml;chenbrand.<br>\nSinnvoll w&auml;re eine goldene Regel der Finanzpolitik, die &ouml;ffentliche Investitionen nicht auf die Maastricht-Kriterien anrechnet. Denn diese schaffen Verm&ouml;gen f&uuml;r zuk&uuml;nftige Generationen. Genau eine solche Regel haben Berlin und Br&uuml;ssel ausgerechnet f&uuml;r R&uuml;stungsausgaben angestrebt. Auch muss es statthaft sein, Banken wie die Monte dei Paschi di Siena, die mit &ouml;ffentlichen Geldern gest&uuml;tzt wurde, in eine &ouml;ffentliche Investitionsbank umzuwandeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.euractiv.de\/section\/wahlen-und-macht\/opinion\/italien-spricht-nicht-deutsch\/\">Fabio De Masi auf Euractiv<\/a><\/li>\n<li><strong>Oettinger, die M&auml;rkte und die italienischen W&auml;hler<\/strong><br>\nWenn M5S und Lega bei den Direktmandaten kooperieren, haben sie Chancen auf eine Zweidrittelmehrheit, mit der sie Mattarella absetzen k&ouml;nnten<br>\nGestern sagte der deutsche EU-Kommissar G&uuml;nther Oettinger der mit deutschem Steuergeld aus dem Haushalt des Ausw&auml;rtigen Amtes finanzierten Deutschen Welle: &ldquo;Meine Sorge ist, und meine Erwartung ist, dass die n&auml;chsten Wochen zeigen, dass die M&auml;rkte, dass die Staatsanleihen, dass die wirtschaftliche Entwicklung Italiens so einschneidend sein k&ouml;nnten, dass dies f&uuml;r die W&auml;hler doch ein m&ouml;gliches Signal ist, nicht Populisten von links und rechts zu w&auml;hlen.&rdquo;<br>\nDer Deutsche-Welle-Mitarbeiter Bernd Thomas Riegert fasste das inhaltlich auf Englisch f&uuml;r Twitter wie folgt zusammen: &ldquo;Markets will teach the Italians to vote for the right thing&rdquo;. Sp&auml;ter l&ouml;schte er diesen Tweet und schob eine ausf&uuml;hrlichere &Uuml;bersetzung der Oettinger-&Auml;u&szlig;erung nach, die lautete: &ldquo;The markets and a &lsquo;darkened&rsquo; outlook will teach Italy&rsquo;s voters not to vote for populist parties in the next elections. I can only hope that this will play a role in the election campaign.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Oettinger-die-Maerkte-und-die-italienischen-Waehler-4060961.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Oettinger hat das falsche Zitat &uuml;ber sich zun&auml;chst selbst weiterverbreitet, wie <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/oettingers-wahlempfehlung-fuer-italiener-loest-empoerung-aus-15613441.html?GEPC=s2\">hier<\/a> nachzulesen ist, vermutlich weil darin genau das zum Ausdruck kommt, was der deutsche Kommissar auch vermitteln wollte. Die Korrektur &auml;ndert ja nichts an der Kernaussage, dass nach Oettingers Ansicht die M&auml;rkte das Sagen haben und nicht die Demokratie.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Italien: Eine Regierung der Herrschaft der M&auml;rkte oder des demokratischen Willens?<\/strong><br>\nBei den n&auml;chsten italienischen Wahlen muss sich zeigen, ob es noch eine Linke jenseits von EU und nationalem Kapitalismus gibt<br>\nIm letzten Herbst ist in Deutschland eine Regierung aus Union, FDP und Gr&uuml;nen gescheitert, weil zumindest die beiden liberalen Parteien noch nicht gemeinsam bundesweit regieren k&ouml;nnen. Das braucht wohl noch etwas Zeit. In Italien allerdings haben sich die beiden gr&ouml;&szlig;ten Gewinner der letzten Wahlen nach einigen Wochen auf ein gemeinsames Regierungsprogramm einigen k&ouml;nnen.<br>\nEs handelt sich um unterschiedlichen Varianten rechten Populismus. Sie hatten sich auch nicht &uuml;ber das Personal zerstritten und auch ihre Mehrheit stand nicht infrage, nachdem in einer Online-Befragung eine gro&szlig;e Mehrheit der F&uuml;nf-Sterne-Bewegung f&uuml;r diese Koalition votierte.<br>\nDass die Regierung nicht ihr Amt antreten kann, liegt daran, dass der Pr&auml;sident als Interessenvertreter des deutsch-europ&auml;ischen Blocks agierte und dem von den beiden Parteien vorgesehen Finanzminister Paolo Savona die Zustimmung verweigerte. Der hatte es tats&auml;chlich gewagt, die Konstruktion des Euro zu kritisieren und &uuml;ber Alternativen zumindest nachzudenken.<br>\nDeshalb ist es eine begriffliche L&uuml;ge, wenn &uuml;berall behauptet wird, dass die Regierungsbildung in Italien gescheitert ist. Nein, sie ist von einem Pr&auml;sidenten verhindert worden, der sich zum Interessenvertreter der Sparer erkl&auml;rte und der sich im Zweifel eher auf die Unruhe an den M&auml;rkten als am Mehrheitswillen ausrichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Italien-Eine-Regierung-der-Herrschaft-der-Maerkte-oder-des-demokratischen-Willens-4060782.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Aufstand der Mamakinder<\/strong><br>\nJunge Menschen sind die gr&ouml;&szlig;ten Verlierer der &ldquo;Crisi&rdquo;, der italienischen Dauermisere, die nun schon zehn Jahre w&auml;hrt. Die Jugendarbeitslosenquote unter den 15- bis 24-J&auml;hrigen, Sch&uuml;ler und Studenten ausgenommen, betr&auml;gt fast 32 Prozent. In der Altersgruppe 25 bis 34 hat jeder Sechste keinen Job.<br>\nNicht einmal in Griechenland ist der Anteil derjenigen jungen Erwachsenen, die weder eine Arbeit haben noch in Aus- oder Fortbildung sind, derart hoch wie in Italien. &ldquo;Wir reden hier von einer ganzen verlorenen Generation junger Menschen&rdquo;, sagt Marcel Fratzscher, der Chef des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung. Und diese Generation hat die herrschenden Verh&auml;ltnisse satt: Bei der Parlamentswahl im M&auml;rz stimmten 44 Prozent der 18- bis 30-J&auml;hrigen f&uuml;r die F&uuml;nf-Sterne-Bewegung (M5S) &ndash; plus weitere 13 Prozent f&uuml;r die rechte Lega. In keiner Altersgruppe waren die Populisten st&auml;rker: trotz oder gerade wegen ihrer eurokritischen Aussagen. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Diese W&auml;hler stehen gr&ouml;&szlig;tenteils nicht hinter der F&uuml;nf-Sterne-Bewegung. Sie w&auml;hlen aus Protest und Frust&rdquo;, sagt Pawel Tokarski, Italien-Experte bei der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Die junge Generation kenne die Probleme der Lira kaum noch. Sie sei mit dem Euro aufgewachsen und einer nicht enden wollenden Krise. &ldquo;F&uuml;r sie ist der Euro gleichbedeutend mit Stagnation, Arbeits- und Perspektivlosigkeit&rdquo;, sagt Tokarski. &ldquo;Und sie f&uuml;hlen sich vernachl&auml;ssigt: von den italienischen und europ&auml;ischen Politikern.&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/italien-junge-waehler-verhelfen-rechtspopulisten-zum-erfolg-a-1210324.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Kaum zu fassen. Ein fairer, gut erkl&auml;render Artikel des SPIEGEL zur Situation vor allem der jungen Menschen in Italien. &ldquo;Das M5S ist die einzige Hoffnung, die wir noch haben&rdquo; &ndash; das schreibt der SPIEGEL sachlich hin. Und am Ende doch wieder die &uuml;blichen neoliberalen Sprechblasen: &ldquo;Langsam wirken die Arbeitsmarktreformen der abgew&auml;hlten sozialdemokratischen Regierung, die unter anderem den extrem strengen K&uuml;ndigungsschutz f&uuml;r Arbeitnehmer lockerte. Doch die neu geschaffenen Jobs sind oft prek&auml;r und mies bezahlt.&rdquo; Die Situation durch die &ldquo;Arbeitsmarktreformen&rdquo; ist grauenhaft, aber gut??? Kann der SPIEGEL nicht mal selber zwei und zwei zusammenz&auml;hlen und zu dem Schluss kommen, dass die ganze neoliberale Politik v&ouml;llig falsch und gescheitert ist?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ukraine: Russischer Journalist Arkadi Babtschenko lebt<\/strong><br>\nDie ukrainische Polizei hatte gestern die Ermordung von Arkadi Babtschenko gemeldet. Das war laut Geheimdienst nur vorget&auml;uscht, um russische Anschlagspl&auml;ne zu enttarnen.<br>\nDer am Dienstag f&uuml;r tot erkl&auml;rte russische Journalist Arkadi Babtschenko ist am Leben. Der 41-J&auml;hrige erschien in Kiew auf einer Pressekonferenz des ukrainischen Geheimdienstes SBU. Geheimdienstchef Wassili Grizak sagte, gemeinsam h&auml;tten sie Babtschenkos Tod vorget&auml;uscht.<br>\nDer inszenierte Mord sei Teil eines &ldquo;Spezialeinsatzes&rdquo; gewesen, um einen tats&auml;chlich geplanten Anschlag auf Babtschenko zu verhindern. Russische Spezialkr&auml;fte h&auml;tten den Tod des Reporters in Kiew angeordnet, sagte Grizak weiter. Daf&uuml;r sei ein Auftragsm&ouml;rder angeheuert worden. Der ukrainische Staatsb&uuml;rger habe 40.000 Dollar daf&uuml;r erhalten. Er sei in Haft genommen worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2018-05\/russischer-journalist-arkadi-babtschenko-lebt%20\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Was kann man diesem korrupten Staat noch glauben? Es geht dieser Staatsf&uuml;hrung nur um Provokation gegen Russland, um damit Trump und die Staaten der EU f&uuml;r eigene Interessen auf das politische Glatteis zu leiteten. Hierzu wird selbst ein Staatsgast &ndash; Bundespr&auml;sident Steinmeier &ndash; mit eingeschaltet. Es ist nur zu hoffen, dass unsere &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; aus dem Vorfall lernen und sich mit oberfl&auml;chlichen Schuldzuweisen gen Russland und seiner F&uuml;hrung zur&uuml;ckhalten. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> In der Ukraine hat ein Mord stattgefunden, den das Opfer unverletzt &uuml;berlebte. Zeit f&uuml;r die Ausweisung russischer Diplomaten oder die Absage der Fu&szlig;ball-WM blieb allerdings nicht, obwohl letzteres konsequent vom Deutschen Journalisten-Verband <a href=\"https:\/\/www.djv.de\/startseite\/service\/blogs-und-intranet\/djv-blog\/detail\/article\/kommentar-vom-3005-zu-arkadi-babtschenko.html\">gefordert wurde<\/a>. Dessen Vorsitzender meint im Nachhinein, die Glaubw&uuml;rdigkeit der Medien leide unter der Irref&uuml;hrung. Dabei liegt das weniger an der Irref&uuml;hrung als an den haltlosen Unterstellungen und Vorverurteilungen, die deutsche Journalisten scheinbar immer parat haben, egal wie die Fakten tats&auml;chlich aussehen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Twitternachricht des Journalisten-Verbandes<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180601-hdt01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nEin gutes Beispiel warum auch in der deutschen Presse beim Stichwort investigative Recherche, Pr&uuml;fung von Quellen und Neutralit&auml;t noch Luft nach oben ist. Kampfberichterstattung gegen&uuml;ber Russland gab es ja schon &ouml;fters im letzten Jahrhundert. War selten gut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/fabio.d.masi\/photos\/a.212327882300252.1073741835.210239532509087\/813909382142096\/?type=3&amp;theater\">Fabio De Masi via Facebook<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Angeblich get&ouml;teter russischer Journalist lebt<\/strong><br>\nDer angebliche Mord an dem Putin-kritischen Journalisten Babtschenko hat international f&uuml;r Emp&ouml;rung gesorgt. Doch die Tat war eine Finte des ukrainischen Geheimdienstes &ndash; um tats&auml;chliche Anschlagspl&auml;ne zu enttarnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/ukrainischer-geheimdienst-babtschenko-lebt-15615567.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das entsprechende Narrativ steht aber schon bereit. Es war trotzdem der Russe. Die M&auml;rchen des ukrainischen Geheimdienstes werden nat&uuml;rlich nicht angezweifelt. Es ist und bleibt hoffnungslos.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Offizielle Arbeitslosigkeit<\/strong><br>\nMit 71 Prozent liegt das Armutsrisiko f&uuml;r Arbeitslose in Deutschland nach Angaben des europ&auml;ischen Statistikamtes Eurostat am h&ouml;chsten in Europa. Schwarz-Rot setzt auf ein bitteres Weiter-so und l&auml;sst auch im Mai wieder fast eine Million Erwerbslose aus der Statistik schummeln. Offizielle Arbeitslosigkeit im Mai 2018: 2.315.487\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180601-hdt02.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180601-hdt02-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/linksfraktion\/photos\/a.128711298433.106721.123921283433\/10155647010283434\/?type=3&amp;theater\">die Linke im Bundestag via Facebook<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: 6,97 Millionen Menschen leben von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen<\/strong><br>\nKnapp 2,46 Millionen Arbeitslose gab es im M&auml;rz 2018. Doch mit knapp 6,97 Millionen lebten nahezu dreimal so viele Menschen in Deutschland von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen, darunter &uuml;ber zwei Millionen Kinder und Jugendliche. Denn nur ein Teil derer, die staatliche Unterst&uuml;tzung ben&ouml;tigen, gilt auch als arbeitslos im Sinne der Statistik.<br>\nIm M&auml;rz (teilweise aktuellste verf&uuml;gbare Werte durch Wartezeiten in der Statistik) gab es knapp 2,46 Millionen Arbeitslose gem&auml;&szlig; der Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA). Gleichzeitig lebten aber nahezu 6,97 Millionen Menschen von Arbeitslosengeld und\/oder Hartz-IV-Leistungen. Rund 835.000 Menschen bezogen Arbeitslosengeld und knapp 6,21 Millionen Menschen lebten in einem Hartz-IV-Haushalt, einer so genannten Bedarfsgemeinschaft, darunter &uuml;ber 2 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren (Februar 2018). 76.000 (gerundeter Wert aus Dezember, aktuelle Zahlen sind nur mit Wartezeit verf&uuml;gbar) von ihnen waren Doppelbezieher von Arbeitslosengeld und Hartz-IV-Leistungen.6,97 Millionen Menschen leben von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/697-millionen-menschen-leben-von-arbeitslosengeld-oder-hartz-iv-leistungen-2\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Von Vollbesch&auml;ftigung noch weit entfernt<\/strong><br>\n&bdquo;Bei real &uuml;ber drei Millionen Erwerbslosen ist das von der Bundesregierung ausgegebene Ziel der Vollbesch&auml;ftigung weit entfernt. Das wird auch so bleiben, solange ernsthafte Anstrengungen in der Arbeitsmarktpolitik fehlen. Insbesondere f&uuml;r Langzeiterwerbslose m&uuml;sste die Bundesregierung deutlich mehr tun&ldquo;, erkl&auml;rt Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum aktuellen Monatsbericht der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. Zimmermann weiter:<br>\n&bdquo;Die Bundesregierung will das Ziel der Vollbesch&auml;ftigung unter anderem mit einem &sbquo;Sozialen Arbeitsmarkt&lsquo; erreichen. Ihre bisherigen Planungen sind jedoch v&ouml;llig unzureichend: Der &sbquo;Soziale Arbeitsmarkt&lsquo; ist von Anfang an unterfinanziert, viel zu klein bemessen und soll aufgrund strenger Zugangsvoraussetzungen nur Menschen zug&auml;nglich sein, die bereits seit vielen Jahren Arbeitslosengeld II beziehen. So bleibt ein Gro&szlig;teil der Erwerbslosen au&szlig;en vor. Au&szlig;erdem ist eine Verdr&auml;ngung regul&auml;rer Arbeitspl&auml;tze zu bef&uuml;rchten.<br>\nDIE LINKE fordert einen &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigungssektor, der tats&auml;chlich wirkt. Dazu sollen 300.000 neue Arbeitspl&auml;tze im gemeinn&uuml;tzigen, sozialen und kulturellen Bereich entstehen. Die Verg&uuml;tung muss nach Tarif erfolgen und darf nicht unter Mindestlohnniveau liegen. Der Mindestlohn muss dabei auf zw&ouml;lf Euro pro Stunde steigen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/von-vollbeschaeftigung-noch-weit-entfernt\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Tarifbindung auf Talfahrt<\/strong><br>\nDie Tarifflucht von Betrieben und Unternehmen h&auml;lt unvermindert an. F&uuml;r die Besch&auml;ftigten wird der Schutzschirm gegen schlechte und schlecht entlohnte Arbeit so immer l&ouml;chriger. Doch verweist die Entwicklung auch auf eine tiefer liegendes Problem. [&hellip;]<br>\nWenn die Hauptakteure der Interessenvertretung, Gewerkschaften und Arbeitgeberverb&auml;nde, die Arbeitsbeziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern verbindlich festlegen, so geschieht dies in Tarifvertr&auml;gen. Darin haben sich die so genannten Tarifpartner auf Mindeststandards geeinigt, die in allen Betrieben und Unternehmen gelten sollen, die diese Vertr&auml;ge anerkennen und sich damit der Tarifbindung unterwerfen. Solche Standards umfassen neben der H&ouml;he der Entlohnung auch Aspekte der Arbeitsbedingungen wie Arbeitszeiten oder Urlaubsanspr&uuml;che und vieles mehr.<br>\nDie Bereitschaft der Unternehmen, sich Tarifvertr&auml;gen zu unterwerfen, war bis in die 1990er Jahre in Deutschland recht ausgepr&auml;gt. Nach Zahlen des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), die im Rahmen des IAB-Betriebspanels, einer j&auml;hrlichen Befragung vom mehr als 15.000 Betrieben, erhoben werden, hatten 1998 noch 77 Prozent der westdeutschen und 63 Prozent der ostdeutschen Besch&auml;ftigten in Betrieben gearbeitet, in denen branchenweit oder f&uuml;r einzelne Betriebe verbindliche Tarifvereinbarungen zur Anwendung kamen. Seitdem aber entziehen sich immer mehr Betriebe der Bindung an Tarifvertr&auml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/tarifbindung-auf-talfahrt--2220.html\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Von Angst getrieben: Erdo&#287;ans vorgezogene Wahlen<\/strong><br>\nSelbst ein Alleinherrscher hat Angst, dass er Macht und damit den ultimativen Schutz seiner selbst verlieren k&ouml;nnte. Recep Tayyip Erdo&#287;an ist so einer. Sp&auml;testens seit dem vereitelten Putschversuch 2016 wei&szlig; er, wie repressiv er &uuml;ber die T&uuml;rkei herrschen muss, damit er an der Spitze des Staates stehen kann, den er seit einigen Jahren ganz in seinem Interesse umbaut. Nun soll statt November 2019 bereits am 24. Juni 2018 gew&auml;hlt werden, Parlament und Pr&auml;sidentschaftsamt am gleichen Tage. Das verwundert auch nicht, immerhin ist Erdo&#287;an so etwas wie Exekutive, Legislative und Judikative in einem. Trotz seiner Machtf&uuml;lle und bester Aussichten auf weitere Machtzuw&auml;chse: sein System ist alles andere als stabil und er ist von vielen Faktoren abh&auml;ngig. Genau darum bittet er das Wahlvolk erneut an die Urnen.<br>\nRichtig &uuml;berraschend kam die Ank&uuml;ndigung aus dem Wei&szlig;en Palast, wie Erdo&#287;ans bescheidene Residenz in der Hauptstadt Ankara genannt wird, nicht. Kurz zuvor hatte sein engster B&uuml;ndnispartner aus der rechtsextremen Ecke, MHP-Parteichef Devlet Bah&ccedil;eli schon ge&auml;u&szlig;ert, dass Neuwahlen weit vor dem eigentlichen Termin im November n&auml;chsten Jahres vonn&ouml;ten seien, um die Umbildung des parlamentarischen Systems hin zu einer Pr&auml;sidialdiktatur unter Herrschaft Erdo&#287;ans und einer stramm islamistisch-nationalistischen Clique zu vollenden.<br>\nSeit geraumer Zeit spekulieren t&uuml;rkische Medien &uuml;ber vorgezogene Parlaments- und Pr&auml;sidentschaftswahlen. Nat&uuml;rlich ist seitens der Regierung und des Pr&auml;sidentenpalastes alles bereits vorbereitet, die AKP wird mit der MHP einen Verb&uuml;ndeten f&uuml;r die gemeinsame Wahlliste haben, der f&uuml;r Frieden, Rechtsstaat und Minderheitenschutz genauso viel &uuml;brighat, wie sie selbst. Mithilfe der MHP, wenn diese auch marginalisiert und gespalten ist, beabsichtigen die Strategen der AKP ein Absch&ouml;pfen des traditionell starken t&uuml;rkisch-nationalistischen W&auml;hlerspektrums, das nicht unbedingt einen religi&ouml;sen Hintergrund hat.<br>\nDoch genau hier k&ouml;nnte das Wahlb&uuml;ndnis (&bdquo;Cumhur &#304;ttifak&ldquo;, &uuml;bersetzt &bdquo;Volksallianz&ldquo;) Konkurrenz bekommen. Sollte die noch sehr junge Iyi-Partei der popul&auml;ren Ex-Innenministerin Meral Ak&#351;ener f&uuml;r die Wahlen zugelassen werden, wird es zu einem Kampf um dasselbe Elektorat gehen, das sich selbst als islamisch-konservativ, wirtschaftsliberal und nationalistisch sieht. Hier &ndash; bei den sozial Konservativen und islamisch Frommen &ndash; liegt das gr&ouml;&szlig;te W&auml;hlerpotenzial und hier wird sich die Wahl entscheiden. Die Teilnahme von Ak&#351;eners Partei an den Wahlen wurde erst k&uuml;rzlich durch die Wahlkommission zugelassen. So wird sie den geliebten und gehassten Amtsinhaber Erdo&#287;an herausfordern, sollte ihr nichts dazwischenkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2018-05-31\/von-angst-getrieben\/\">Justice Now<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Schlachtkosten f&uuml;r ein Schwein: 1.50 Euro<\/strong><br>\nDeutsches Schweinefleisch ist konkurrenzlos g&uuml;nstig &ndash; auch weil das Schlachten in den Grossbetrieben fast nichts kostet. Gerade mal 1.50 Euro betragen in Deutschland die Schlachtkosten f&uuml;r ein Schwein. Sogar ausl&auml;ndische Konzerne karren ihre Tiere nach Deutschland, weil das Schlachten dort so billig ist. Da bleibt h&auml;ufig nicht nur das Tierwohl auf der Strecke, sondern auch die Billigl&ouml;hner aus Polen, Ungarn und Bulgarien, die in deutschen Schlachth&ouml;fen unbezahlte &Uuml;berstunden leisten oder keinen Lohn erhalten, wenn sie krank sind.<br>\nDer Gesetzgeber k&ouml;nnte hier einiges verbessern: zum Beispiel Video&uuml;berwachung zur Pflicht machen, die tier&auml;rztlichen Kontrollen in Schlachth&ouml;fen versch&auml;rfen und gegen fehlbare Betriebe konsequent vorgehen. Auch der verbreitete Einsatz von Kohlendioxid zum Bet&auml;uben von Schweinen liesse sich verbieten. Aber der Druck der Fleischlobby ist gewaltig. Selbst die EU will an der umstrittenen Bet&auml;ubungsmethode nicht r&uuml;tteln, weil dies &laquo;aus wirtschaftlicher Sicht nicht tragbar&raquo; sei.<br>\nDie heimlich gefilmten Schockbilder aus Mastbetrieben und Schlachth&ouml;fen gen&uuml;gen offensichtlich nicht, um Beh&ouml;rden und Konsumenten wachzur&uuml;tteln: Den Preis f&uuml;r billiges Fleisch zahlen letztlich die Tiere.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Wirtschaft\/Tierschutz-Schweinerei-im-Schlachthof\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>EU-Milliarden f&uuml;r Agrar-Konzerne, kleine Bauern gehen leer aus<\/strong><br>\nDie Ausgaben f&uuml;r Landwirtschaft machen 40 Prozent des EU-Budgets aus. J&auml;hrlich flie&szlig;en Milliarden in F&ouml;rderungen f&uuml;r Betriebe. Trotzdem geht das Bauernsterben weiter. Wie kann das sein? Das Problem liegt in der Verteilung: Horrende Summen landen in den H&auml;nden weniger Agrar-Konzerne w&auml;hrend kleine Betriebe fast leer ausgehen. Die Lobby f&uuml;r die Gro&szlig;en ist stark und h&auml;lt an den Fl&auml;chen-F&ouml;rderungen fest. Dabei w&uuml;rde eine Begrenzung der Direktzahlungen Milliarden Euro frei machen, die f&uuml;r kleine Betriebe und eine vielf&auml;ltige Landwirtschaft genutzt werden k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/eu-milliarden-fuer-agrar-konzerne-kleine-bauern-gehen-leer-aus\/\">Kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kampfdrohnen sind Killerwaffen! Mein Statement zum bevorstehenden Vertragsschluss f&uuml;r die &bdquo;Heron TP&ldquo;<\/strong><br>\nVermutlich am 13. Juni will die Bundesregierung die Vertr&auml;ge mit Airbus und Israel zur Beschaffung von Kampfdrohnen im Haushaltsausschuss beschlie&szlig;en lassen. Damit &uuml;bergeht sie den Willen der Bev&ouml;lkerung, die sich in Umfragen mit deutlicher Mehrheit gegen die Killerwaffen aussprach. Auch wir haben stets zum Verzicht auf die Anschaffung von Kampfdrohnen aufgefordert. Dies betrifft nicht nur das Leasing der israelischen Drohnen als &Uuml;bergangsl&ouml;sung, sondern auch die &bdquo;Eurodrohne&ldquo;, die bis 2025 entwickelt und dann in den Bundeswehr-Fuhrpark &uuml;bernommen werden soll.<br>\nNach derzeitigem Stand w&uuml;rden f&uuml;nf Drohnen des Typs &bdquo;Heron TP&ldquo; geleast. Wie wir gewarnt haben, werden die Kosten von rund 900 Millionen weiter steigen. So sollen allein f&uuml;r die Verlegung in zwei Einsatzgebiete 310 Millionen Euro hinzukommen. Ich gehe davon aus, dass auch dies noch nicht das Ende der Fahnenstange ist und der Preis bis zur Lieferung in zwei Jahren weitere versteckte Kosten, darunter die Infrastruktur f&uuml;r Satellitenverbindungen in deutsche Kommandostellen, enth&auml;lt.<br>\nDie Bundesregierung begr&uuml;ndet die Beschaffung der Killerwaffen mit einer &bdquo;F&uuml;rsorgepflicht&ldquo; f&uuml;r deutsche Soldaten. Hinter dem Schritt steckt aber vielmehr ein Wunsch nach &bdquo;F&uuml;rsorge&ldquo; f&uuml;r die deutsche R&uuml;stungsindustrie, denn Airbus ist der Hauptauftragnehmer von diesem und vielen anderen deutschen Drohnengesch&auml;ften, darunter der &bdquo;Eurodrohne&ldquo; oder der milliardenschweren Spionagedrohne PEGASUS.<br>\nIm neuen Koalitionsvertrag ist (&auml;hnlich wie im alten) festgeschrieben, dass vor der Einr&uuml;stung der &bdquo;Heron TP&ldquo; mit Raketen und Lenkbomben eine &bdquo;ausf&uuml;hrliche v&ouml;lkerrechtliche, verfassungsrechtliche und ethische W&uuml;rdigung&ldquo; dieser Bewaffnung erfolgen soll. Anschlie&szlig;end soll der Bundestag erneut abstimmen. Das ist eine Nebelkerze, denn nat&uuml;rlich ist die Waffenf&auml;higkeit insgeheim schon l&auml;ngst beschlossen und die SPD auf Umfaller-Kurs.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/andrej-hunko.de\/7-beitrag\/4089-kampfdrohnen-sind-killerwaffen-mein-statement-zum-bevorstehenden-vertragsschluss-fuer-die-heron-tp\">Andrej Hunko<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Opposition scheitert mit Vorladung von Finanzminister Scholz<\/strong><br>\nFinanzminister Scholz muss sich seine Ausgabenpl&auml;ne vom Haushaltsausschuss des Bundestages absegnen lassen. Die Opposition wollte den SPD-Politiker jetzt vorladen &ndash; und ist emp&ouml;rt &uuml;ber die Reaktion der Koalition.<br>\nZu besprechen g&auml;be es viel. Wie geht es mit der Rettung des Euro weiter, wo sind vielleicht noch Investitionen m&ouml;glich? Auch nachdem der Haushaltsentwurf von Bundesfinanzminister Olaf Scholz im Bundestag diskutiert wurde, sind noch viele Fragen offen.<br>\nNur, der SPD-Politiker will ausgerechnet nicht in das Gremium kommen, in dem er die Fragen beantworten k&ouml;nnte: den Haushaltsausschuss des Bundestags. Nun ist die Opposition mit dem Versuch gescheitert, ihn zu einem Auftritt in dem Ausschuss vorzuladen.<br>\nEin entsprechender Antrag von FDP, Linken und Gr&uuml;nen sei im Ausschuss von der Koalition aus Union und SPD abgelehnt worden, best&auml;tigte der Gr&uuml;nen-Abgeordnete Sven-Christian Kindler einen entsprechenden Bericht der Nachrichtenagentur dpa. Die AfD enthielt sich laut Ausschusskreisen bei der Abstimmung.<br>\nAnstelle von Scholz erschien Staatssekret&auml;r J&ouml;rg Kukies. Durch die heftigen Marktreaktionen auf die fragile Lage in Italien gewinnt die Frage der EU-Finanzreformen und Bankenabsicherung gegen Krisen zus&auml;tzliche Brisanz. Seit den drei Griechenland-Hilfspaketen und dem Erstarken der rechtspopulistischen AfD k&ouml;nnte es f&uuml;r die Bundesregierung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) schwerer werden, allzu gro&szlig;e Zugest&auml;ndnisse f&uuml;r neue Rettungs- und Kriseninstrumente zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/haushaltsausschuss-im-bundestag-vorladung-von-olaf-scholz-gescheitert-a-1210331.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Skripal-Aff&auml;re: BBC weist auf verbl&uuml;ffende Ungereimtheiten hin (Video)<\/strong><br>\nVermutlich ungewollt hat eine BBC-Dokumentation auf weitere Ungereimtheiten im Fall Skripal hingewiesen. Der Sender hatte Zugang zu den &Auml;rzten, die die Skripals behandelt haben. Zuerst wurde vermutet, sie litten an einer Fentanyl-Vergiftung.<br>\nNach Aussagen der Mediziner gab es w&auml;hrend der ersten beiden Tage den Verdacht, wonach Sergej und Julia Skripal an einer Fentanyl-Vergiftung litten. Dementsprechend seien sie auch behandelt worden. Zudem gab es im Krankenhaus keine besonderen Sicherheitsma&szlig;nahmen, wie sie bei einem chemischen Kampfstoff zwingend notwendig gewesen w&auml;ren. Dennoch haben nicht nur die Skripals &uuml;berlebt, auch das Personal wurde nicht in Mitleidenschaft gezogen. Ein sehr abwegiges Szenario.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/70684-skripal-bbc-weist-verbluffende-ungereimtheiten\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><strong>dazu: Der Fall Skripal: Schwarze P&auml;dagogik einer Wertegemeinschaft<\/strong><br>\nEigentlich w&auml;re es um Aufkl&auml;rung gegangen &ndash; seit jenem 4. M&auml;rz 2018, an dem zwei russische Staatsb&uuml;rger auf einer Bank in der Fu&szlig;g&auml;ngerzone des britischen Salisbury bewusstlos aufgefunden wurden. Sache der britischen Polizei also &ndash; eigentlich. Doch die &bdquo;Aufkl&auml;rung&ldquo; nimmt andere Wege. London entscheidet sich, das Ungl&uuml;ck der Skripals als politischen Gl&uuml;cksfall zu instrumentalisieren, und nutzt die Chance, aus der Brexit-Defensive zu kommen und sich an die Spitze einer gemeinwestlichen Einheitsfront zu setzen. Theresa May und Boris Johnson identifizieren kurzerhand Putin als T&auml;ter, schmieden eine Koalition der Willigen und schaffen binnen sechs Wochen eine weltpolitische Konstellation, in der dann am 14. April die Waffen sprechen, britische, franz&ouml;sische und amerikanische. In Syrien. Vorl&auml;ufiges Fazit: Die Aufkl&auml;rung (nicht nur des Falls Skripal) ist tot, es lebe die Aufkl&auml;rung. Die OPCW ist desavouiert, es lebe die OPCW.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2018\/mai\/der-fall-skripal-schwarze-paedagogik-einer-wertegemeinschaft\">Bl&auml;tter f&uuml;r internationale Politik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Baum&auml;ngel ohne Ende<\/strong><br>\n&ldquo;Stuttgart 21 ist der Ma&szlig;stab f&uuml;r die Zukunftsf&auml;higkeit Deutschlands&rdquo;, sagte Bundeskanzlerin Merkel in der Hochphase der Proteste. In gut einer Woche wird sich der Verkehrsausschuss des Bundestages mit dem Milliarden-Desaster befassen. Und mit der Frage, ob es noch eine billigere und bessere Alternative gibt f&uuml;r die gigantische Baustelle mitten in der Stadt. [&hellip;]<br>\nW&auml;hrend das gigantische Bauprojekt Stuttgart 21 inzwischen viel Geld verschlungen hat, verfallen gleichzeitig viele Bahnh&ouml;fe; die Infrastruktur jenseits der Haupttrassen ist oft in miserablem Zustand. Auch jetzt w&auml;re es noch sinnvoll, S21 zu stoppen, glaubt Verkehrsplaner Martin Vieregg: &ldquo;Aus reiner Kostensicht und Kosten-Nutzensicht ist es immer noch deutlich vorteilhafter auszusteigen. Dieser point of no return, wo man nichts mehr einspart, der ist noch zwei, drei Jahre in der Zukunft.&rdquo; Nach Viereggs Berechnungen m&uuml;sste die Bahn f&uuml;r S21 jetzt noch 6,8 Milliarden Euro ausgegeben. Oberirdische Alternativmodelle w&uuml;rden maximal 2,5 Milliarden kosten. Martin Viereck, Verkehrsplaner: &ldquo;Je nach Umstiegsvariante liegt man dann bei Einsparungen in der Gr&ouml;&szlig;enordnung von 4,3 bis 5,3 Milliarden Euro aus Sicht des Steuerzahlers.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.daserste.de\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/sendung\/sr\/stuttgart-21-kosten-baumaengel-100.html%20\">plusminus<\/a>\n<p><strong>dazu: Rette sich, wer kann<\/strong><br>\nDie Bahn jubelte &uuml;ber die Genehmigung des Eisenbahn-Bundesamts, die Flucht-Treppenh&auml;user im Tiefbahnhof Stuttgart 21 verschieben zu d&uuml;rfen. Behindertenverb&auml;nde &auml;u&szlig;ern massive Bedenken &ndash; die Klage gegen das Rettungskonzept aber &uuml;berlassen sie einem S-21-Gegner.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/374\/rette-sich-wer-kann-5120.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Lafontaine &uuml;ber parteiinternes Mobbing: &bdquo;T&auml;ter stellten sich als Opfer dar&ldquo;<\/strong><br>\nVor dem Parteitag spricht Links-Politiker Lafontaine &uuml;ber den Richtungsstreit. Und dar&uuml;ber, wie es um die Pl&auml;ne f&uuml;r eine linke Sammlungsbewegung steht. [&hellip;]<br>\nAm Sonntag hat die Linken-Bundestagsabgeordnete Sevim Da&#287;delen die Parteispitze um Katja Kipping und Bernd Riexinger angegriffen. Die beiden w&uuml;rden gegen Fraktionschefin Sahra Wagenknecht vorgehen, statt zu integrieren. Wagenknecht und Sie haben schon in der Vergangenheit &Auml;hnliches gesagt. Teilen Sie Da&#287;delens Auffassung immer noch?<br>\nHalten wir uns an Tatsachen. Nicht die Fraktionsf&uuml;hrung hat versucht, die Parteif&uuml;hrung zu entmachten, sondern die Parteif&uuml;hrung hat versucht, die Rechte der Fraktionsvorsitzenden zu beschneiden. Das war zumindest kein integrativer Akt. Nicht die Fraktionsspitze hat gesagt, sie wolle die Parteif&uuml;hrung wegmobben, sondern der Parteivorsitzende Riexinger hat in Madrid nach einigen Gl&auml;sern Wein die Absicht bekundet, Sahra Wagenknecht wegzumobben.<br>\nDas bestreitet Riexinger.<br>\nKlar. Aber es liegt eine eidesstattliche Versicherung daf&uuml;r vor. Nicht die Fraktionsspitze hat die beiden Vorsitzenden beleidigt, sondern vor allem Sahra Wagenknecht werden Rassismus, Nationalismus und AfD-nahe Positionen vorgeworfen, vor allem aus dem Umfeld der Parteivorsitzenden. So etwas ist nicht geeignet, die Zusammenarbeit auf eine tragf&auml;hige Basis zu stellen.<br>\nWie hilfreich ist es denn, umgekehrt Vorw&uuml;rfe gegen die Parteif&uuml;hrung in der &Ouml;ffentlichkeit immer wieder zu wiederholen?<br>\nDas ist notwendig geworden, als sich die T&auml;ter als Opfer darstellten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5506825\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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