{"id":4422,"date":"2009-12-21T09:22:13","date_gmt":"2009-12-21T08:22:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4422"},"modified":"2009-12-21T10:05:02","modified_gmt":"2009-12-21T09:05:02","slug":"hinweise-des-tages-1046","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4422","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Hartz IV gescheitert; Ein Deal zu Lasten der Kommunen; Bahn h&auml;lt Kurs; Ackermanns Show geht weiter; Kochs Wortbruch; Angstmache zum Nutzen der Pharmaindustrie; Der rentable Patient; Kopenhagen; US-Jobprogramm; Guttenbergs neue Afghanistan-Strategie; Middelhoff sponsert Elite-Unis. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Hartz IV gescheitert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Wieder ein Deal zulasten der Kommunen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Der deutsche Steuerzahler kann rechnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Bahn AG h&auml;lt Kurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Bahn profitiert von Projekt Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Carstensen im Steuerstreit: Merkels neuer Bettvorleger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Kommentar zur Deutschen Bank: Die unversch&auml;mte Show geht weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Roland Koch: Wortbruch beim Nachtflugverbot?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Wolfgang Wodarg: Grippe in Mexiko wurde &ldquo;aufgeblasen&rdquo; zur Pandemie: Angstmache zum Nutzen der Pharmaindustrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Bei Monsanto weint die Meerjungfrau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Herwig Birg: &bdquo;Deutschland verliert sein R&uuml;ckgrat&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Der rentable Patient<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Jetzt langen die privaten Kassen erst richtig zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Da weint der Vermieter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Kopenhagen-Gipfel <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">USA: Kaum Applaus f&uuml;r Jobprogramm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Afghanistan-Krieg: Studie warnt Obama vor Milliarden-Verschwendung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Guttenberg entwirft neue Afghanistan-Strategie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Berlusconi auf dem Vormarsch &ndash;  Ein&rdquo;merkw&uuml;rdiger&rdquo; Zusammenschluss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Das Deutsche Studentenwerk (DSW) ist entt&auml;uscht vom Bildungsgipfel 2009<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Middelhoff sponserte Elite-Unis<\/a><\/li>\n<p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4422\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p>\n<ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hartz IV gescheitert<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li>Der Parit&auml;tische Gesamtverband stellt ein vernichtendes Zeugnis aus<br>\nDiese Jahre st&uuml;nden f&uuml;r f&uuml;nf Jahre Verfassungsbruch und eine tragisch verfehlte Arbeitsmarkt- und Armutspolitik, betont Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Dr. Ulrich Schneider.<br>\n&bdquo;Hartz IV ist in der Sache gescheitert und hat zu einer massenhaften Verarmung gef&uuml;hrt. Gerichte haben die Regels&auml;tze, die Bescheide von hunderttausenden Betroffenen und die Verwaltungsstrukturen f&uuml;r nicht vereinbar mit Recht und Verfassung erkl&auml;rt. Im Ergebnis steht unser Land vor einem arbeitsmarkt- und armutspolitischen Scherbenhaufen&ldquo;, so Ulrich Schneider.<br>\nKeines der urspr&uuml;nglichen Reformziele sei erreicht worden, bilanziert der Verband. &bdquo;Statt der schnellen Vermittlung in Arbeit gibt es eine Million Langzeitarbeitslose, die ohne Perspektive politisch im Stich gelassen wurden. Statt einer effizienten b&uuml;rgerfreundlichen Verwaltung gibt es massenweise falsche Bescheide und h&auml;ufig ungerechtfertigte Sanktionen. Statt einer Grundsicherung, die vor Armut sch&uuml;tzt, werden sieben Millionen Menschen mit pauschalierten Armutss&auml;tzen abgespeist&ldquo;, kritisiert Schneider.<br>\nDie Vermittlung klappt nicht, es wurden weder regul&auml;re Arbeitspl&auml;tze geschaffen, noch der Ausbau der &ouml;ffentlichen Besch&auml;ftigung vorangetrieben. Dreiviertel aller Betroffenen verbleibt dauerhaft im Hartz IV-Bezug. Die Anzahl der sogenannten &bdquo;Aufstocker&ldquo; ist explodiert und liegt aktuell bei 1,3 Millionen erwerbst&auml;tigen Personen, deren Lohn zum Leben nicht reicht. Die Regels&auml;tze, insbesondere f&uuml;r Kinder und Jugendliche, sind um bis zu 30 Prozent zu niedrig bemessen und reichen vorne und hinten nicht. Jeder dritte abgelehnte Widerspruch landet zur Klageerhebung vor dem Sozialgericht. In fast der H&auml;lfte der Klagen wird den Kl&auml;gern Recht gegeben.<br>\nHartz IV tr&auml;gt nicht unerheblich zu der rasanten Spaltungsgeschwindigkeit in dieser Gesellschaft bei, wie sie selbst der dritte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung dokumentiert hat. Neben dem erschreckenden Ausma&szlig; der weiter wachsenden Kinderarmut muss es besonders besorgt stimmen, dass die M&ouml;glichkeiten des sozialen Aufstiegs drastisch schwinden. Die soziale Durchl&auml;ssigkeit der Gesellschaft nimmt ab, die Kluft zwischen Arm und Reich nimmt zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.5jahre-hartz4.de\/index.php?id=bilanz\">Der Parit&auml;tische Gesamtverband<\/a>\n<p><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wer dieser Meldung entgegenhalten m&ouml;chte, dass das Institut f&uuml;r <a href=\"?p=4410\">Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)<\/a> k&uuml;rzlich zum Ergebnis kam, dass die Zahl der erwerbsf&auml;higen Hartz-IV-Empf&auml;nger&nbsp; um mehr als 500 000 zur&uuml;ckgegangen sei, sollte sich in Erinnerung rufen, dass es in der Statistik viele M&ouml;glichkeiten gibt Ergebnisse zu sch&ouml;nen, ohne dass die vorgelegten Zahlen falsch sind.&nbsp; In diesem Fall geht es um den Betrachtungszeitraum. W&auml;hrend das IAB die Entwicklung seit 2006 untersuchte, ist die Ausgangsbasis des Parit&auml;tische Wohlfahrtsverbands das Jahr 2005 bzw. die Anfangsmonate von Hartz IV. Man kann vermuten, dass das&nbsp; IAB, als Dienststelle der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, mit dieser kleinen Manipulation der Kritik an der Hartz IV-Reform etwas den Wind aus den Segeln nehmen wollte. Wenn man allerdings die Studie des IAB genau liest, ist er eigentlich der Bericht einer Katastrophe: Im Durchschnitt findet pro Jahr weniger als ein Achtel der Betroffenen in die Erwerbst&auml;tigkeit. Damit befindet sich das IAB in seinem &uuml;brigen Zahlenwerk in der N&auml;he der Analyse des Parit&auml;tische Wohlfahrtsverbands, &ldquo;Wer in Hartz IV ist, der ist in der Perspektivlosigkeit. Das ist das Fazit, dass man ziehen muss&rdquo;, so&nbsp; DPWV-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Ulrich Schneider.\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Heribert Prantl: Arme Bilanz<\/strong><br>\nBilanz nach f&uuml;nf Jahren Hartz IV: Die Armut nimmt zu, nicht ab. Die L&ouml;hne sinken in den Keller, die Stimmung im Land ist gedr&uuml;ckt. Hartz IV ist der Sumpf, nicht die Rettung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/897\/498194\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"\"><\/a><strong>Der Name &ldquo;Hartz IV&rdquo; muss endlich weg<\/strong><br>\nViele Menschen erfahren erstmals, dass ernsthaft und intensiv daran gearbeitet wird, gemeinsam mit ihnen einen Platz in der Arbeitsgesellschaft zu finden. Seit Bestehen der Bundesrepublik wurde noch nie so sp&uuml;rbar mit Menschen an ihren Integrationschancen gearbeitet wie seit Einf&uuml;hrung der Grundsicherung. Doch warum wird das System nicht akzeptiert? Von Heinrich Alt, Mitglied des Vorstands der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit und zust&auml;ndig f&uuml;r Hartz IV.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article5581527\/Der-Name-Hartz-IV-muss-endlich-weg.html\">WELT<\/a>\n<p><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Besonders die Grafiken aus der Rubrik <a href=\"http:\/\/www.5jahre-hartz4.de\/index.php?id=1703\">Zahlen &amp; Fakten des Parit&auml;tischen<\/a> Gesamtverbandes seien Heinrich Alt zur Betrachtung empfohlen.<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Einmal mehr f&auml;llt den Vertretern einer gescheiterten Politik nichts anderes ein, als dass die &bdquo;Vermittlung&ldquo; verbessert werden m&uuml;sse. Die &bdquo;Reformer&ldquo; scheinen immer noch zu glauben, dass man einen Misthaufen als Wellness-Center verkaufen k&ouml;nne.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol><\/li>\n<\/ol>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wieder ein Deal zulasten der Kommunen<\/strong><br>\nEine neue Verteilung der Mehrwertsteuer? Weniger beim Bund, mehr bei den L&auml;ndern. So oder so &auml;hnlich soll es aussehen, wenn Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpr&auml;sidenten im kommenden Juni &uuml;ber die Finanzierung der k&uuml;nftigen Bildungsinvestitionen verhandeln. Die Kommunen ahnen bereits Schlimmes. Schon wieder, vermuten sie, verbirgt sich hinter den Verabredungen von Bund und Bundesl&auml;ndern beim Bildungsgipfel ein Gesch&auml;ft, bei dem sie nicht anwesend waren, daf&uuml;r aber zahlungsverpflichtet werden f&uuml;r Bildungsaufgaben, die auf sie zukommen k&ouml;nnten. Einen Deal zulasten Dritter sozusagen.<br>\nMit so etwas soll nun endg&uuml;ltig Schluss sein. 35 Kommunen in Nordrhein-Westfalen haben jetzt die Landesregierung in D&uuml;sseldorf vor dem Landesverfassungsgericht verklagt. Der Vorwurf: Das Land verst&ouml;&szlig;t gegen das Gebot der Konnexit&auml;t, nachdem neue Aufgaben, die es den Kommunen &uuml;bertr&auml;gt, auch finanziert werden m&uuml;ssen. Gewinnen die Kommunen die Klage, dann werden die L&auml;nder in Zukunft das Geld des Bundes vollst&auml;ndig an die St&auml;dte weitergeben m&uuml;ssen. Die Hoffnung der B&uuml;rgermeister: Niemals wieder sollen sich Kanzlerin und Ministerpr&auml;sidenten sch&ouml;ne Gesetze ausdenken, f&uuml;r die dann die Kommunen bezahlen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/art771,2979233?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der deutsche Steuerzahler kann rechnen<\/strong><br>\nDie Regierung plant ab 2010 Steuersenkungen, die nach ihren Annahmen die konjunkturelle Erholung ankurbeln sollen. Obwohl sie den Steuerzahler dar&uuml;ber v&ouml;llig im Dunkeln l&auml;sst, wie sie dies bewerkstelligen will, kann sich der Steuerzahler dennoch schon heute ausrechnen, dass dieses Ziel ohne seinen Beitrag unm&ouml;glich erreicht werden kann. Eher fr&uuml;her als sp&auml;ter werden in Deutschland die Steuern wieder steigen, will die Regierung Schuldenbremse und Maastrichter-Kriterien tats&auml;chlich einhalten.<br>\nDa die meisten Steuerzahler, ob Konsumenten oder Produzenten, ihre Budgetsituation nicht nur kurzfristig evaluieren, sondern bei gr&ouml;&szlig;eren Ausgaben sehr wohl ber&uuml;cksichtigen, wie ihre Einkommenssituation in ein paar Jahren voraussichtlich sein wird, werden sie ihr Verhalten nicht komplett umkrempeln, blo&szlig; weil die Regierung ihnen vor&uuml;bergehende Steuergeschenke macht. Nur wenn die Steuerzahler mit nachhaltigen Steuersenkungen rechnen, passen sie ihre Ausgabenpl&auml;ne an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/boersen_und_maerkte\/der_deutsche_steuerzahler_kann_rechnen_1.4260614.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Einer der F&auml;lle, bei dem man gegen die Argumentation des &ldquo;Homo oeconomicus&rdquo; wenig einwenden kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bahn AG h&auml;lt Kurs<\/strong><br>\nWer von Mehdorns Nachfolger R&uuml;diger Grube eine Kurs&auml;nderung erwartete, musste sich schnell eines Besseren belehren lassen. Zwar sorgte der fr&uuml;here Airbus- und Daimler-Manager f&uuml;r die weitgehende Aufarbeitung der Spitzelaff&auml;re &ndash; vom B&ouml;rsenkurs seines Vorg&auml;ngers r&uuml;ckte er jedoch keinen Millimeter ab. R&uuml;ckenwind erh&auml;lt er daf&uuml;r von der neuen Bundesregierung, die die Kapitalprivatisierung der Transportsparten der Deutschen Bahn AG im Koalitionsvertrag ausdr&uuml;cklich festgeschrieben hat. So gesehen, hat die Bahn AG auch unter neuer F&uuml;hrung und trotz der Finanzmarktturbulenzen Kurs gehalten. W&auml;hrend sich die Netzinfrastruktur der Nebenstrecken in einem teilweise desastr&ouml;sen Zustand befindet und etliche Bahnh&ouml;fe als Kulisse f&uuml;r Filme &uuml;ber die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs taugen w&uuml;rden, will das Unternehmen Milliarden in den protzigen Bahnhofsneubau &raquo;Stuttgart 21&laquo; sowie f&uuml;r Beteiligungen an Schienenunternehmen u.a. auf der arabischen Halbinsel investieren. Bahn-T&ouml;chter wie DB Netz, DB Station&amp;Service, DB Regio und andere, deren Einnahmen haupts&auml;chlich aus &ouml;ffentlichen T&ouml;pfen stammen, werden von der Konzernmutter regelrecht ausgepre&szlig;t und m&uuml;ssen Milliardengewinne abf&uuml;hren. Selbst nach dem Desaster bei der Berliner S-Bahn, wo der Renditedruck erst zur Schlie&szlig;ung von Werkst&auml;tten, der Verschrottung der Fahrzeugreserve und dem Abbau von &uuml;ber 1000 Arbeitspl&auml;tzen f&uuml;hrte und als Folge zum zeitweiligen Zusammenbruch des Verkehrs, ist kein Umdenken erkennbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/12-21\/036.php?print=1\">jungewelt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Gerade weil Schwarz\/Gelb mit anderen Fragw&uuml;rdigkeiten im Rampenlicht steht, sollte nicht vergessen werden, dass auch andere neoliberale Projekte wie die Bahnprivatisierung unsere Aufmerksamkeit verdienen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bahn profitiert von Projekt Stuttgart 21<\/strong><br>\nDie Deutsche Bahn erzielt mehr als die H&auml;lfte ihres Gewinns dieses Jahr durch Sonderertr&auml;ge beim umstrittenen Projekt Stuttgart 21. Das belegt ein Geheimpapier des DB-Vorstands, das der Frankfurter Rundschau vorliegt.<br>\nDie Konzerntochter DB Netz hat im Juni eine hohe Risikovorsorge von 615 Millionen Euro voll gewinnerh&ouml;hend aufgel&ouml;st, wie das Geheimpapier dokumentiert. Die R&uuml;ckstellung stand jahrelang f&uuml;r S21 in der Bahnbilanz &ndash; als gesetzlich vorgeschriebene Absicherung, falls das mindestens gut vier Milliarden schwere Bahnhofsprojekt Projekt scheitert. Denn schon 2002 hatte die Bahn stolze 459 Millionen Euro Steuergeld f&uuml;r S21 kassiert.<br>\nDie Zahlung leistete damals die Stadt Stuttgart, um den damaligen DB-Chef Hartmut Mehdorn zur Neuauflage des bereits eingemotteten Projekts zu bewegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2152663_Geheimpapier-Bahn-profitiert-von-Projekt-Stuttgart-21.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Carstensen im Steuerstreit: Merkels neuer Bettvorleger<\/strong><br>\nLoyalit&auml;t geht wohl vor Schuldenabbau: Anders ist nicht zu erkl&auml;ren, warum Ministerpr&auml;sident Carstensen im letzten Moment die Hand hebt f&uuml;r ein Gesetz, das nur neue Schulden produziert &ndash; und seinem Land Probleme bereitet.<br>\nFragt sich, worin der Bundesrat eigentlich seine Aufgabe sieht. In den vergangenen Jahren hat er sich wahlweise als Blockadeorgan oder als blindes Abnickgremium gezeigt &ndash; je nachdem, ob die politischen Mehrheiten in Bundestag gleich oder gegens&auml;tzlich waren.<br>\nSo einen Bundesrat braucht kein Mensch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/735\/498034\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kommentar zur Deutschen Bank: Die unversch&auml;mte Show geht weiter<\/strong><br>\nZweimal hat Josef Ackermann diese Woche Zeugnis abgelegt, dass er &uuml;berhaupt nichts gelernt hat. Erst versprach der Chef der Deutschen Bank seinen Aktion&auml;ren zehn Milliarden Euro Gewinn im Jahr 2011. Dann versprach er seinen Investmentbankern in London, dass sie nicht unter der Sondersteuer zu leiden haben werden.<br>\nZur Not schr&ouml;pft er lieber die Aktion&auml;re, um damit die Sondersteuer unsch&auml;dlich zu machen. Damit verr&auml;t der Manager ganz nebenbei, wer die eigentlichen Herren in den Investmentbanken sind. Nein, nicht die Eigent&uuml;mer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2152522_Kommentar-zur-Deutschen-Bank-Die-unverschaemte-Show-geht-weiter.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Roland Koch: Wortbruch beim Nachtflugverbot?<\/strong><br>\nFlughafenausbau &ndash; nur mit Nachtflugverbot! Es war ein glasklares Versprechen des hessischen Ministerpr&auml;sidenten Roland Koch (CDU). Jahrelang hat er damit den Ausbau des Frankfurter Flughafens vorangetrieben. Doch jetzt wird immer klarer: Von dem Versprechen bleibt wohl nicht viel &uuml;brig. Die hessische Landesregierung hat gestern entschieden, das Thema Flughafenausbau vor das Bundesverwaltungsgericht zu bringen. Nach Recherchen von REPORT MAINZ kann das Nachtflugverbot noch gekippt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/nid=233454\/did=5753192\/1e7ldy2\/index.html\">SWR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wolfgang Wodarg: Grippe in Mexiko wurde &ldquo;aufgeblasen&rdquo; zur Pandemie: Angstmache zum Nutzen der Pharmaindustrie<\/strong><br>\nDie Hysterie um die Schweinegrippe war ein erfolgreiches Marketing f&uuml;r die Impfstoffhersteller, findet der Epidemiologe Wolfgang Wodarg. Man habe die Grippe in Mexiko &ldquo;zu einer Pandemie hochstilisiert und damit Angst und Schrecken verbreitet&rdquo; &ndash; mit Erfolg: Es gab Abnahmegarantien f&uuml;r Impfstoffe.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/thema\/1090286\/\">Deutschlandradio Kultur (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2009\/12\/18\/drk_20091218_0917_446eaca7.mp3\">Deutschlandradio Kultur (Audio-Podcast)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bei Monsanto weint die Meerjungfrau<\/strong><br>\nLobbykritiker verleihen den Preis f&uuml;r den schlimmsten Klimas&uuml;nder, der bei den Gipfelverhandlungen mitmischt. Monsanto gewinnt wegen seiner Gentechnik-S&uuml;nden.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/klimagipfel09\/artikel\/1\/bei-monsanto-weint-die-meerjungfrau\/?type=98\">TAZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2009\/12\/monsanto-gewinnt-den-preis-der-wutenden-meerjungfrau\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Herwig Birg: &bdquo;Deutschland verliert sein R&uuml;ckgrat&ldquo;<\/strong><br>\nDie Zahlen sind alarmierend. Im Jahr 2060 werden in Deutschland fast genauso viele Menschen &uuml;ber 80 wie Kinder und Teenager unter 20 leben. W&auml;hrend heute nur etwa jeder Zwanzigste in Deutschland 80 Jahre oder &auml;lter ist, wird im Jahr 2060 also jeder Siebte hochbetagt sein. Sollten sich diese Prognosen bewahrheiten, sind die Folgen f&uuml;r die Wirtschaft, aber auch f&uuml;r die Lebensplanung des Einzelnen dramatisch. Demografie-Experte Herwig Birg hat einen Blick in die Zukunft der Deutschen gewagt. Im Interview mit FOCUS Online erl&auml;utert der Professor f&uuml;r Bev&ouml;lkerungswissenschaft an der Universit&auml;t Bielefeld, warum die Politik dem Problem machtlos gegen&uuml;bersteht, warum das Ruhrgebiet keine Zukunft hat &ndash; und warum es in Zukunft ganze Einfamilienh&auml;user geschenkt geben wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/altersvorsorge\/tid-16250\/demografie-deutschland-verliert-sein-rueckgrat_aid_455216.html?drucken=1\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Das ist wieder eines dieser Interviews, bei denen die Redakteurin bzw. der Redakteur &uuml;berfl&uuml;ssig sind &ndash; es sei denn, es handelt sich von vornherein um ein Gef&auml;lligkeitsinterview, bei dem der Gastautor neben ein bisschen Textbaustein-Pseudokritik Marke &bdquo;Wie verl&auml;sslich sind Vorhersagen &hellip;&ldquo; ungefiltert seine Ansichten pr&auml;sentieren kann. Da passt es auch wieder, dass in der <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/altersvorsorge\/tid-16250\/demografie-deutschland-verliert-sein-rueckgrat_aid_455216.html\">Nicht-Druck-Version<\/a> Werbung f&uuml;r Riester-Rente (mit Mario Gomez), R&uuml;rup-Rente, Private Krankenversicherung und Lebensversicherungen (mit Anke Engelke) gemacht wird. Wollte die Redakteurin wirklich testen, wie sicher solche 50-Jahres-Prognosen sind, w&uuml;rde sie mit Professor Birk eine Rechenaufgabe durchspielen, die schon mehrfach auf den Nachdenkseiten und in Albrecht M&uuml;llers B&uuml;chern praktiziert wurde. Wie glaubw&uuml;rdig w&auml;re eine 30-Jahres-Prognose im Jahr 1980 gewesen (Zusammenbruch des Ostblocks, deutsche Vereinigung, Aussiedlerzuzug)? Wie glaubw&uuml;rdig w&auml;re eine 50-Jahres-Prognose 1900 gewesen (mit zwei Weltkriegen und einer Weltwirtschaftskrise)?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der rentable Patient<\/strong><br>\nNoch garantieren in Deutschland die Bundesl&auml;nder f&uuml;r die Sicherung der Krankenhausversorgung, wenn der Krankenhaus-Report auch vor den Folgen der laufend sinkenden Investitionsquote warnt. Noch nimmt die gro&szlig;e Mehrheit der &Auml;rzten und Pflegekr&auml;fte ihren Auftrag ernst, im Krankenhaus nicht &bdquo;Kunden&ldquo; zu bedienen, sondern Patienten nach Ma&szlig;gabe des medizinisch Notwendigen zu versorgen. Doch wenn der Kontrolleur des Medizinischen Dienstes unsichtbar hinter dem Arzt steht und seine Entscheidung beeinflusst, wenn von den Klinikleitungen die Vorgabe kommt, lukratives &bdquo;Patientengut&ldquo; bevorzugt zu behandeln und wenn Patienten kein &bdquo;Fall&ldquo; mehr, sondern eine &bdquo;Fallpauschale&ldquo; darstellen &ndash; dann k&ouml;nnten Zeiten anbrechen, wo sich das &auml;rztliche und pflegerische Selbstverst&auml;ndnis allm&auml;hlich ver&auml;ndert. Noch befindet sich das System im Umbruch, noch hat das &ouml;konomische Kalk&uuml;l im Krankenhaus die beruflichen &Uuml;berzeugungen und Haltungen der dort T&auml;tigen nicht unterminiert. Doch der Konflikt zwischen &Uuml;berzeugung und &ouml;konomischer Handlungslogik ist schon sp&uuml;rbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/datenbank\/freitag\/2009\/51\/klinik-drg-management-gesundheit-kapitalismus\/print\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Jetzt langen die privaten Kassen erst richtig zu<\/strong><br>\nPrivat Versicherte sind regelm&auml;&szlig;ige Geb&uuml;hrensteigerungen l&auml;ngst gewohnt. Aber die Kostenexplosion zum Jahreswechsel k&ouml;nnte den einen oder anderen in den Ruin treiben: Bis zu 25 Prozent oder monatlich 100 Euro m&uuml;ssen Versicherte im Extremfall mehr bezahlen. Ein Tarifwechsel lohnt sich h&auml;ufig nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article5579678\/Jetzt-langen-die-privaten-Kassen-erst-richtig-zu.html?page=1#article_readcomments\">WELT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Da weint der Vermieter<\/strong><br>\nEs &auml;ndert sich doch etwas unter der neuen Regierung. Im Koalitionsvertrag versprechen CDU\/CSU und FDP, gegen &raquo;Mietnomadentum&laquo; vorzugehen, die K&uuml;ndigungsfristen von Mietern und Vermietern anzugleichen und Mietminderungen bei energetischen Sanierungen unm&ouml;glich zu machen. Auch soll sichergestellt werden, dass die Miete von den Beziehern von Transferleistungen tats&auml;chlich beim Vermieter ankommt &ndash; das hei&szlig;t die &Auml;mter sollen direkt an die Vermieter &uuml;berweisen. 10 000 bis 15 000 &raquo;Mietnomaden&laquo; gebe es in Deutschland, sagt Alexander Wiech, Sprecher der Eigent&uuml;merschutz-Gemeinschaft Haus&amp;Grund, die einen durchschnittlichen Schaden von 25 000 bis 300 00 Euro anrichteten. Diese groben Sch&auml;tzungen beruhten auf den Erfahrungen der Ortsvereine. Zu der nicht gezahlten Miete k&auml;men Anwalts- und Gerichtskosten sowie die Kosten f&uuml;r die &raquo;Wiederherstellung&laquo; der Wohnung.<br>\nDagegen sch&auml;tzt der Deutsche Mietgerichtstag die Zahl der &raquo;Mietnomaden&laquo; lediglich auf 1 000. Und gar so hilflos, wie h&auml;ufig dargestellt, ist ein Vermieter ohnehin nicht. Bleiben zwei Monatsmieten aus, kann er fristlos k&uuml;ndigen. Bevor er &uuml;berhaupt jemanden in seine Wohnung l&auml;sst, darf er sich eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung und einen Gehaltsnachweis vorlegen lassen, eine Schufa-Auskunft einholen sowie im Voraus eine Kaution verlangen. Das sei nicht genug, kritisierte die FDP spitzfindig. Denn aus einer vorgelegten Gehaltsbescheinigung lasse sich n&auml;mlich nur die Zahlungsf&auml;higkeit, nicht aber die Zahlungsbereitschaft ableiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2009\/51\/40015.html\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kopenhagen-Gipfel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ch&aacute;vez l&auml;sst sich nicht rausschmei&szlig;en<\/strong><br>\nMit deutlichen Worten hat sich Venezuelas Pr&auml;sident Hugo Ch&aacute;vez einer Anweisung der Organisatoren des UN-Klimagipfels in D&auml;nemarks Hauptstadt Kopenhagen wiedersetzt. Die Verwaltung wollte Ch&aacute;vez und weitere Vertreter der Bolivarischen Allianz f&uuml;r Amerika (ALBA) am Freitag aus einem Konferenzraum werfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.amerika21.de\/nachrichten\/inhalt\/2009\/dez\/Provokation-201209\">Amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>ARD und ZDF beschweren sich &uuml;ber eingeschr&auml;nkte Berichterstattung<\/strong><br>\nDie Korrespondenten von ARD und ZDF, die nach Kopenhagen gereist sind, unterliegen massiven Beschr&auml;nkungen. Aus diesem Grund haben die Sender einen Protestbrief ver&ouml;ffentlicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/ZDFheute\/inhalt\/31\/0,3672,7957215,00.html\">ZDF<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>USA: Kaum Applaus f&uuml;r Jobprogramm<\/strong><br>\nDas US-Repr&auml;sentantenhaus hat ein 154 Milliarden Dollar schweres Job-Programm auf den Weg gebracht.<br>\nDie US-Arbeitslosenquote lag im November bei zehn Prozent &ndash; etwas weniger als der Rekordwert im Oktober, als der h&ouml;chste Stand seit 26 Jahren registriert wurde. Rechnet man alle mit, die nur noch stundenweise eine Besch&auml;ftigung finden oder die Stellensuche aufgegeben haben, betr&auml;gt die Quote sch&auml;tzungsweise rund 18 Prozent. Darauf ist das US-Sozialsystem nicht vorbereitet.<br>\nWie dramatisch die Lage ist, zeigt das Beispiel der Autostadt Detroit. Die Arbeitslosigkeit liegt dort bei 50 Prozent, sch&auml;tzen die Beh&ouml;rden. Die Stadt leidet unter dem Niedergang seiner Autokonzerne wie der Opel-Mutter General Motors. B&uuml;rgermeister Dave Bing flog k&uuml;rzlich nach Washington, um rasch Geld loszueisen. Landesweit machte der gerade erst &uuml;berwundene Abschwung mehr Menschen arbeitslos, als die vergangenen sechs Rezessionen davor. Die j&uuml;ngste Entlassungswelle brachte gut sieben Millionen Menschen um ihre Jobs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2150682_Konjunkturhilfe-Kaum-Applaus-fuer-Jobprogramm.html\">FR<\/a>\n<p>Zu den Wirkungen des vorherigen Konjunkturprogramms schreibt Doug Henwood:<\/p>\n<p><strong>Parsing recovery<\/strong><br>\nIt&rsquo;s not only the broad macroeconomy that&rsquo;s gotten a kick from what&rsquo;s officially known as the American Recovery and Reinvestment Act of 2009. An analysis of that stimulus program, one of the few good things the president and the Democratic Congress have done, by the Center for Budget and Policy Priorities finds that it&rsquo;s kept more than 6 million Americans from falling into official poverty in 2009, and lessened the sting of poverty for another 33 million. The reasons include tax credits for all workers and especially for working parents, emergency unemployment benefits, a one-time check for $250 sent to Social Security and disability recipients, and an increase in food stamp benefits. Their state-by-state analysis shows that about 419,000 New Yorkers and 844,000 Californians were lifted above the poverty line by bill&rsquo;s provisions, and 2.4 million poor New Yorkers and 5.9 million poor Californians had their poverty eased. The benefits average out to about $1,000 per affected person per year&mdash;not an enormous amount, but since a poverty income is anything below $14,000 for a couple and $22,000 for a family of four, a thousand bucks can make a big difference.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/doughenwood.wordpress.com\/\">LBO<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Afghanistan-Krieg: Studie warnt Obama vor Milliarden-Verschwendung<\/strong><br>\nDer Bericht, der jetzt in einer Anh&ouml;rung Mitgliedern des Verteidigungsausschusses ausgeh&auml;ndigt wurde, deckt eine bislang weitgehend unbeachtete Entwicklung auf. Danach besteht das Personal des US-Verteidigungsministeriums in Afghanistan derzeit mehrheitlich aus privaten Dienstleistern. Ihre Mitarbeiter stellen &uuml;ber 60 Prozent der in Afghanistan pr&auml;senten US-Amerikaner. Mit der von Obama angek&uuml;ndigten Truppenaufstockung um 30.000 Soldaten wird dieser Rekord voraussichtlich noch &uuml;bertroffen. Dann w&uuml;rden &bdquo;eventuell 26.000-56.000 weitere&ldquo; Privatkr&auml;fte ben&ouml;tigt, schreiben die Verfasser der Studie. Das 15seitige Memorandum z&auml;hlt derzeit 104.000 so genannte &bdquo;Contractors&ldquo; in Afghanistan, die allesamt beim Pentagon unter Vertrag st&uuml;nden. Unter ihnen sei der Anteil der Mitarbeiter von bewaffneten Dienstleistern, gemeint sind S&ouml;ldner-Unternehmen wie &bdquo;Blackwater&ldquo;, innerhalb weniger Monate von &bdquo;sch&auml;tzungsweise 5.000 auf &uuml;ber 10.000&ldquo; Besch&auml;ftigte angestiegen&ldquo;. Somit kommen statistisch gesehen auf jeden der 64.000 in Afghanistan dienenden US-Soldaten, zwei Mitarbeiter privater Unternehmen, die auf Vertragsbasis f&uuml;r das Pentagon arbeiten.<br>\nDas Komitee kam au&szlig;erdem zum Ergebnis, der Krieg in Afghanistan habe bislang 230 Milliarden US-Dollar gekostet. &bdquo;Die Administration hat weitere 70 Milliarden US Dollar beantragt f&uuml;r das kommende Jahr 2010&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Bericht. &bdquo;Dies wird die Gesamtkosten des Afghanistankrieges auf 300 Milliarden US Dollar bringen.&ldquo; Alleine durch die Aufwendungen des Verteidigungsministeriums f&uuml;r Vertr&auml;ge und laufende Kosten in Afghanistan, ergeben sich f&uuml;r die US-Regierung monatliche Ausgaben in H&ouml;he von 3,6 Milliarden US Dollar.Bez&uuml;glich der Geldverschwendung in Afghanistan kommt die Untersuchungskommission zu einem vernichtenden Ergebnis. Aus den Fehlern des Irakkrieges seien keine Lehren gezogen worden, hei&szlig;t es. Dort seien &bdquo;Milliarden von Dollar verschwendet&ldquo; worden. Ein gro&szlig;er Fehler sei schon damals gewesen, dass man die Arbeit von &bdquo;Contractors&ldquo; von anderen &bdquo;Contractors&ldquo; kontrollieren und &uuml;berpr&uuml;fen lie&szlig;, schrieben die Autoren der Studie. Das Memorandum zieht das Fazit, dass mindestens 950 Millionen US Dollar f&uuml;r fragw&uuml;rdige Zwecke ausgegeben wurden. Gemeint seien sinnlose, verschwendete Ausgaben f&uuml;r die Arbeit von Unternehmen, deren T&auml;tigkeit nicht ausreichend dokumentiert werde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article5591682\/Studie-warnt-Obama-vor-Milliarden-Verschwendung.html?print=yes#reqdrucken\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Bericht wirft zu viele Fragen auf , um in der K&uuml;rze darauf eingehen zu k&ouml;nnen. Nur eine Gegen&uuml;berstellung: Anschubfinanzierung f&uuml;r Klimaschutzma&szlig;nahmen in den Entwicklungsl&auml;ndern 30 Milliarden Dollar von 2010 bis 2012.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Guttenberg entwirft neue Afghanistan-Strategie<\/strong><br>\nVerteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) weist alle Vorw&uuml;rfe im Zusammenhang mit dem Luftangriff bei Kundus von sich. Derzeit l&auml;sst er eine neue Afghanistan-Strategie erarbeiten. Sie k&ouml;nnte eine Aufstockung der Truppen zur Folge haben. Unter Umst&auml;nden will er auch mit den Taliban sprechen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article5584812\/Guttenberg-entwirft-neue-Afghanistan-Strategie.html?print=yes#reqdrucken\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Es darf gelacht werden. Nachdem bereits Hillary Clinton in einer Rede im vor dem Council on Foreign Relations im Juli vorgegeben hatte:&nbsp; &bdquo;Heute sind unsere afghanischen Verb&uuml;ndeten und wir bereit, jeden willkommen zu hei&szlig;en, der die Taliban unterst&uuml;tzt und der Al Qaida abschw&ouml;rt, seine Waffen niederlegt&rdquo;, zieht jetzt unser neuer Minister nach. Was wurde Kurt Beck 2007&nbsp; f&uuml;r seinen Vorschlag kritisiert, dass man ausloten m&uuml;sse, ob nicht mit gem&auml;&szlig;igten Kr&auml;ften eine Regelung getroffen werden k&ouml;nne. Der Kommentar von Karl-Theodor zu Guttenberg, damals CSU-Au&szlig;enpolitiker: &bdquo;Ich kenne niemanden, der je einen vern&uuml;nftigen&lsquo; Taliban getroffen h&auml;tte.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Berlusconi auf dem Vormarsch &ndash; Ein &rdquo;merkw&uuml;rdiger&rdquo; Zusammenschluss<\/strong><br>\nItalien ist nicht genug: Medientycoon und Ministerpr&auml;sident Silvio Berlusconi wird in Spanien k&uuml;nftig gro&szlig;en Einfluss haben.<br>\nDer vom italienischen Ministerpr&auml;sidenten kontrollierte spanische TV-Sender Telecinco schlie&szlig;t sich mit dem Konkurrenten Cuatro zusammen.<br>\nDer aus der Fusion hervorgehende Sender wird der gr&ouml;&szlig;te Anbieter in Spanien im offen zug&auml;nglichen Fernsehen sein. Sein Anteil an den Einschaltquoten wird nach spanischen Presseberichten vom Samstag bei 25,2 Prozent liegen. Die gesetzlich zugelassene H&ouml;chstgrenze betr&auml;gt 27 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,ra3m1\/wirtschaft\/864\/498162\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Das Deutsche Studentenwerk (DSW) ist entt&auml;uscht vom Bildungsgipfel 2009<\/strong><br>\nZu vieles bleibe unklar, kritisiert DSW-Pr&auml;sident Rolf Dobischat.<br>\nZum &hellip; gemeinsamen &ldquo;Bildungsgipfel&rdquo; von Bund L&auml;ndern erkl&auml;rt Prof. Dr. Rolf Dobischat, Pr&auml;sident des Deutschen Studentenwerks:<br>\n&ldquo;Der Bildungsgipfel des Jahres 2008 hat hohe Erwartungen geweckt und wenig greifbare Ergebnisse gebracht. Im Vergleich dazu ist der Bildungsgipfel 2009 eine noch gr&ouml;&szlig;ere Entt&auml;uschung. Wenn das einzige Ergebnis &uuml;berhaupt ist, dass der Bund seinen Anteil an den dringend ben&ouml;tigten zus&auml;tzlichen Ausgaben f&uuml;r Bildung bis 2015 auf 40% erh&ouml;hen wird, die konkrete Verwendung der 13 Milliarden aber erst bis zum Juni 2010 gekl&auml;rt werden muss, kann ich nur sagen: Zu viel bleibt im Unklaren. Dieser Bildungsgipfel ist von viel Nebel umh&uuml;llt.<br>\nDie Studierenden werden einmal mehr vertr&ouml;stet. Mehr finanzielles Engagement des Bundes, das ist zwar positiv, aber gerade die Studierenden, die dieses Jahr zweimal mit guten Gr&uuml;nden auf die Stra&szlig;e gegangen sind, durften von diesem Gipfel konkrete und verbindliche Vereinbarungen erwarten: Wie soll die Lehre bei Bachelor\/Master endlich verbessert werden, um wie viel wird das BAf&ouml;G nun konkret erh&ouml;ht, kommt das mit gro&szlig;em Aplomb angek&uuml;ndigte bundesweite Stipendienprogramm? Diese Antworten bleiben Bund und L&auml;nder weiterhin schuldig.<br>\nAn &lsquo;Gipfeln&rsquo; und Beteuerungen, wie wichtig gerade die Hochschulbildung sei, ist kein Mangel, an konkreten, vern&uuml;nftig finanzierten, raschen Verbesserungen an Deutschlands Hochschulen dagegen schon.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news349293\">idw<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Middelhoff sponserte Elite-Unis<\/strong><br>\nDer ehemalige Vorstandsvorsitzende des Arcandor-Konzerns, Thomas Middelhoff, hat nach Informationen des SPIEGEL in den Jahren 2008 und 2009 mit einer Millionensumme Elite-Universit&auml;ten gef&ouml;rdert &ndash; aus Mitteln des bereits damals angeschlagenen Konzerns.<br>\nNoch am 27. Februar 2009, einen Tag vor seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen, das im Juni insolvent wurde, hatte Middelhoff eine &Uuml;berweisung von 715.000 Pfund f&uuml;r die Sa&iuml;d Business School der englischen Universit&auml;t Oxford angeordnet. Grundlage der Zahlung war ein Ende Januar 2008 abgeschlossener Vertrag. Der Kontrakt sicherte der Uni im ersten Jahr 465.000 Pfund, in den folgenden vier Jahren jeweils 250.000 Pfund.<br>\nF&uuml;r die gro&szlig;z&uuml;gige Unterst&uuml;tzung der Forschung in Sachen &ldquo;Corporate Reputation&rdquo; erhielt Middelhoff als Arcandor-Chef einen Sitz im Beirat des Forschungsinstituts der Business School, den er auch nach der Arcandor-Insolvenz noch immer innehat. Der Aufsichtsrat des Konzerns erfuhr von diesen Aktivit&auml;ten offenbar nichts.<br>\nEbenfalls Ende Januar 2008 hatte der klamme Konzern auch noch einen Sechs-Jahres-Vertrag mit der deutschen Privatuniversit&auml;t Witten\/Herdecke abgeschlossen. Darin sicherte Middelhoff der Uni j&auml;hrlich 350.000 Euro zu &ndash; zur Finanzierung eines Arcandor-Lehrstuhls f&uuml;r ethisch saubere Unternehmensf&uuml;hrung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,667714,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenn jemand 1000 Euro klaut, landet er vor dem Kadi, wenn aber Millionensummen von den Arbeitnehmern klaut und mittelbar auch noch den Fiskus (Die Spenden werden vom Betriebsergebnis abgezogen), dann bekommt man einen Beiratssitz und wird geehrt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Hartz IV gescheitert; Ein Deal zu Lasten der Kommunen; Bahn h&auml;lt Kurs; Ackermanns Show geht weiter; Kochs Wortbruch; Angstmache zum Nutzen der Pharmaindustrie; Der rentable Patient; Kopenhagen; US-Jobprogramm; Guttenbergs neue Afghanistan-Strategie; Middelhoff sponsert Elite-Unis. (KR\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4422","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4422","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4422"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4422\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4422"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4422"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4422"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}