{"id":44235,"date":"2018-06-01T15:58:34","date_gmt":"2018-06-01T13:58:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44235"},"modified":"2018-06-01T15:58:34","modified_gmt":"2018-06-01T13:58:34","slug":"hinweise-des-tages-ii-347","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44235","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44235#h01\">Startschuss f&uuml;r die Populistenregierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44235#h02\">Staatsanwaltschaft beantragt erneut Auslieferung Puigdemonts an Spanien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44235#h03\">Wut auf die Deutschen: Keiner mag uns &ndash; warum nur?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44235#h04\">&ldquo;Nicht gemeinsam auf den roten Teppich mit Putin&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44235#h05\">Keine Zeit f&uuml;r Kinder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44235#h06\">Bundesregierung muss Horrorszenarien neoliberaler Think-Tanks entschlossen entgegentreten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44235#h07\">Geldhaus in der Krise: Spaltet die Deutsche Bank auf!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44235#h08\">Streit um Pflegepersonal: &ldquo;Keine sp&uuml;rbare Verbesserung&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44235#h09\">Investoren stecken Milliarden in deutsche Gesundheitsfirmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44235#h10\">Gericht billigt BND-Abh&ouml;rpraxis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44235#h11\">EOF-Wohnungen: Urteil versch&auml;rft Lage f&uuml;r einkommensschwache Mieter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44235#h12\">&ldquo;Die Kanzlerin verliest den Sprechzettel der Autoindustrie&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44235#h13\">Kriegsspiele im Baltikum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44235#h14\">Vorget&auml;uschte Morde: Die Scheintoten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44235#h15\">Digitale &Ouml;ffentlichkeit &ndash; Facebook und Twitter im Bundestagswahlkampf 2017<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=posturl&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Startschuss f&uuml;r die Populistenregierung<\/strong><br>\nNach langem Hin und Her sollen Italiens designierter Ministerpr&auml;sident Conte und sein Kabinett heute vereidigt werden. Trotz des holprigen Starts gibt sich die neue Regierung ehrgeizig.<br>\nDer k&uuml;nftige Ministerpr&auml;sident Italiens, Giuseppe Conte, sprach knapp und staatstragend, als er bekannt gab, welche Minister das Land k&uuml;nftig regieren sollen. &ldquo;Wir werden intensiv arbeiten, um die politischen Ziele zu verwirklichen, die wir im Regierungsvertrag festgelegt haben&rdquo;, sagte Conte. &ldquo;Wir werden entschlossen arbeiten, um die Lebensqualit&auml;t aller Italiener zu verbessern.&rdquo;<br>\nDer wegen seiner Kritik an der europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion umstrittene &Ouml;konomieprofessor Paolo Savona wird nun nicht das Wirtschafts- und Finanzministerium f&uuml;hren. Dagegen hatte Staatspr&auml;sident Sergio Mattarella sein Veto eingelegt, denn er hielt es f&uuml;r sch&auml;dlich, wenn Italien im Rat der Euro-Finanzminister durch einen ausgewiesenen Euro-Skeptiker vertreten w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/italien-conte-111.html%20\">Tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Eine Information, die Sie in der Tagesschau vergeblich suchen werden &ndash; die neue &bdquo;Populistenregierung&ldquo; ist laut <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/permalink.php?story_fbid=1712700428766205&amp;id=204130696289860\">Petra Reski<\/a> die erste italienische Regierung seit 1994, in der sich keine Minister befinden, die vorbestraft sind oder gegen die aktuell ermittelt wird.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Deutschland ist eine gr&ouml;&szlig;ere Gefahr f&uuml;r den Euro als Italien<\/strong><br>\nHabemus Papam. Die gr&ouml;&szlig;te Gefahr f&uuml;r die Stabilit&auml;t der Eurozone lauert in Deutschland und nicht im Palazzo Chigi&ldquo;, kommentiert der deutsch italienische Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Fabio De Masi, die Regierungsbildung in Italien. De Masi weiter:<br>\n&bdquo;Es gibt unz&auml;hlige Gr&uuml;nde, die rechte Lega zu verachten, aber auch viele Gr&uuml;nde, ihren Aufstieg der deutschen Wirtschafts- und Europapolitik anzulasten.<br>\nDer designierte Finanzminister Giovanni Tria unterscheidet sich kaum vom zuk&uuml;nftigen Europaminister Savona, der von Pr&auml;sident Sergio Mattarella, Br&uuml;ssel und Berlin zum Totengr&auml;ber der Eurozone stilisiert wurde. Er greift die italienische Industriepolitik als zu wenig innovativ an, fordert aber unter anderem die Finanzierung &ouml;ffentlicher Investitionen durch die Zentralbank und kritisiert die deutschen Export&uuml;bersch&uuml;sse. So etwas ist nur im vatikanischen Konzil konservativer &Ouml;konomen in Deutschland Ketzerei.<br>\nDie Mehrheit der Italiener lehnt die K&uuml;rzungspolitik zu Recht ab. Die Bundesregierung sollte erkennen: In der Eurozone f&uuml;hren alle Wege nach Rom, weil eine Eskalation gegen&uuml;ber der drittgr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaft der EU den Euro und auch das deutsche Exportmodell &uuml;ber Nacht beerdigen w&uuml;rde.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/deutschland-ist-eine-groessere-gefahr-fuer-den-euro-als-italien\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Staatsanwaltschaft beantragt erneut Auslieferung Puigdemonts an Spanien<\/strong><br>\nDie Generalstaatsanwaltschaft in Schleswig-Holstein hat zum wiederholten Mal die Auslieferung des katalanischen Separatistenf&uuml;hrers Carles Puigdemont an Spanien beantragt. Demnach soll der Politiker auch wieder in Haft genommen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/carles-puigdemont-generalstaatsanwaltschaft-beantragt-erneut-auslieferung-a-1210717.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Aller guten Dinge sind drei, denkt sich wohl die Generalstaatsanwaltschaft. Zu verstehen ist das Verhalten der Ankl&auml;ger &uuml;berhaupt nicht mehr, hat doch das Oberlandesgericht unmissverst&auml;ndlich klar gemacht, dass Rebellion oder Hochverrat nach deutschem Recht als Straftatbestand nicht infrage komme. Aber nur wenn der Vorwurf der Rebellion aufrechterhalten w&uuml;rde, will der Oberste Gerichtshof Spaniens eine Auslieferung Puigdemonts aus Deutschland akzeptieren. Bliebe es hingegen nur beim Vorwurf der Veruntreuung &ouml;ffentlicher Gelder, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Oberster-Gerichtshof-Spaniens-will-Auslieferung-Puigdemonts-nur-wegen-Rebellion-annehmen-4061735.html\">k&ouml;nne der Fl&uuml;chtige in Deutschland oder wo auch immer bleiben<\/a>. Bleibt jetzt die Frage, wem sich die Generalstaatsanwaltschaft mehr verpflichtet f&uuml;hlt, dem spanischen Tribunal Supremo, das den Richtern am Oberlandesgericht offenbar unterstellt, beeinflussbar und parteiisch zu sein oder dem deutschen Recht. Das Agieren der Generalstaatsanwaltschaft ist auch deshalb problematisch, weil sich mit dem Regierungswechsel in Spanien endlich wieder ein Dialogprozess zwischen Zentral- und Regionalregierung abzeichnet. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wut auf die Deutschen: Keiner mag uns &ndash; warum nur?<\/strong><br>\nDas Ding ist nur, dass es uns nichts mehr helfen wird, jetzt (noch plumper) auf unp&auml;ssliche V&ouml;lker zur&uuml;ckzuschimpfen &ndash; oder den US-Pr&auml;sidenten &uuml;ber die, h&uuml;stel, allgemeinen Vorz&uuml;ge des freien Welthandels zu informieren.<br>\nErstens steckt dann doch zu viel Wahrheit in dem Verdacht, dass deutsche Politiker seit Jahren einen fatalen Mix aus Tante-Sch&auml;uble-&Ouml;konomie und deplatzierter Lehrmeisterei praktizieren &ndash; und dass die Sch&auml;den, die das angerichtet hat, zu Recht anderswo f&uuml;r Wut sorgen. Zweitens droht sich jetzt zu r&auml;chen, dass nach wie vor ein viel zu gro&szlig;er Teil unseres Wohlstands daran h&auml;ngt, dem Rest der Welt all unseren Kram zu verkaufen &ndash; was, wie sich nun zeigt, nur solange geht, wie die anderen brav mitmachen.<br>\nNat&uuml;rlich exportieren wir viel, auch weil wir gute Produkte anbieten. Und nat&uuml;rlich gibt es politisch Argumente daf&uuml;r, dass deutsche Politiker darauf achten, was mit den Geldern aus Deutschland gemacht wird, die zur Abwendung einer Staatspleite ausgeliehen wurden. Und nat&uuml;rlich kann nicht jeder machen, was er will, wenn man eine gemeinsame W&auml;hrung teilt. Alles richtig. Trotzdem ist es eine Katastrophe, was deutsche Politverantwortliche in beiden Angelegenheiten seit Jahren getan haben &ndash; und wie wenig das hierzulande als Katastrophe wahrgenommen wird. [&hellip;]<br>\nH&ouml;chste Zeit aufzuwachen &ndash; und auch in Deutschland ernster zu nehmen, was da gerade in anderen Teilen der Welt passiert. Nicht weil das komische L&auml;nder mit kurioser Folklore, einem strafw&uuml;tigen Staatschef oder vermeintlich unterentwickeltem &ouml;konomischem Verstand sind &ndash; oder der S&uuml;den einfach nicht zum Norden passt, wie der eine oder andere Quacksalber palavert. Wir k&ouml;nnen immerhin auch gut betr&uuml;gen, wie eine gr&ouml;&szlig;ere Wolfsburger Firma seit Kurzem zu belegen sich bem&uuml;ht. Sondern weil hiesige Verantwortungstr&auml;ger &uuml;ber Jahre eine Politik gepriesen haben, die einen Teil des Desasters erkl&auml;rt. Und die jetzt auf uns zur&uuml;ckf&auml;llt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/wut-auf-deutschland-darum-mag-keiner-die-deutschen-kolumne-a-1210572.html\">Thomas Fricke auf Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Bundesregierung hat keine Strategie gegen US-Strafz&ouml;lle<\/strong><br>\n&bdquo;Harte Gegenma&szlig;nahmen der EU gegen Trumps Angriff sind jetzt gefragt. Die Bundesregierung muss aber endlich eine glaubw&uuml;rdige Strategie gegen Trumps Strafz&ouml;lle vorlegen. Wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel und Vizekanzler Olaf Scholz weiter nicht bereit sind, die deutsche Binnenkonjunktur zu st&auml;rken und die enormen Handels&uuml;bersch&uuml;sse gegen&uuml;ber den USA abzubauen, laufen sie Trump ins Messer. Wenn die Bundesregierung einen Handelskrieg mit den USA vermeiden will, muss sie auch selbst liefern&ldquo;, erkl&auml;rt Sahra Wagenknecht, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. Sie f&auml;hrt fort:<br>\n&bdquo;Vor dem Hintergrund der handelspolitischen Konfrontation mit den USA sind die EU-Wirtschaftssanktionen gegen Russland einfach nur dumm. Diese Sanktionen schaden am meisten der Bev&ouml;lkerung in Deutschland. Die Bundesregierung sollte deshalb im EU-Rat eine weitere Verl&auml;ngerung der Sanktionen verhindern. Sowohl bei Russland wie auch beim Iran ist die Bundesregierung zudem gefordert, einen Plan zur Abwehr der US-Sanktionen gegen Dritte vorzulegen. Die US-Sanktionen zielen allein auf eine Bevorteilung von US-Frackingkonzernen und eine weitere politische Eskalation.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/bundesregierung-hat-keine-strategie-gegen-us-strafzoelle\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&ldquo;Nicht gemeinsam auf den roten Teppich mit Putin&rdquo;<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen-Fraktionsvorsitzende G&ouml;ring-Eckardt hat dazu aufgerufen, sich w&auml;hrend der Fu&szlig;ball-Weltmeisterschaft in Russland nicht f&uuml;r offizielle Termine mit Pr&auml;sident Putin zur Verf&uuml;gung zu stellen. Es gebe zwar keinen Boykottaufruf ihrer Fraktion, sagte G&ouml;ring-Eckardt dem Deutschlandfunk. Aber &ldquo;wir empfehlen nicht, dass man zu Hochglanzterminen nach Moskau f&auml;hrt&rdquo;. Auf keinen Fall d&uuml;rfe es eine Show f&uuml;r Putin geben, betonte sie. (&hellip;) Vorstellbar sei, sich gegebenenfalls Spiele anzuschauen, erkl&auml;rte die Gr&uuml;nen-Politikerin weiter. Aber nur dann, wenn man sich zugleich mit Menschen treffe, die in Russland bedroht seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/goering-eckardt-gruene-nicht-gemeinsam-auf-den-roten.1939.de.html?drn:news_id=888283\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung von Tobias Riegel:<\/strong> Man kann Katrin G&ouml;ring-Eckardt hier f&uuml;r verschiedene Dinge kritisieren: Da ist einmal die Nutzung eines Sport-Events, um politische Stimmung zu machen &ndash; damit tut sie selber das, was sie Putin vorwirft. Dann ist da eine unangenehme Anma&szlig;ung der Rolle als g&ouml;nnerhafte Torw&auml;chterin, wenn sie &bdquo;gegebenenfalls&ldquo; den Besuch von WM-Spielen gestatten m&ouml;chte, und daf&uuml;r Bedingungen stellt. Zu guter Letzt spricht aus den Zeilen eine gro&szlig;e Selbst&uuml;bersch&auml;tzung, denn niemand wird die Gr&uuml;nen um Erlaubnis f&uuml;r den WM-Besuch fragen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Keine Zeit f&uuml;r Kinder<\/strong><br>\nKinder wollen spielen, m&uuml;ssen aber auch etwas lernen. Das sollte das einzige Dilemma von Heranwachsenden sein. Ist es aber nicht. Statt dessen werden sie hierzulande zunehmend mit Armut, der Ignoranz einer kinderfeindlichen Gesellschaft und der Tatsache konfrontiert, dass gute Bildung vom Geldbeutel der Eltern abh&auml;ngt. Laut Zahlen des Statistikamts Eurostat waren 2016 19,3 Prozent aller unter 18j&auml;hrigen von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht &ndash; 2012 waren es noch 18,4 Prozent. &raquo;F&uuml;r eines der reichsten L&auml;nder der Erde ist das besch&auml;mend&laquo;, sagte Sabine Zimmermann (Die Linke) anl&auml;sslich des Internationalen Kindertags am heutigen Freitag.<br>\nEin Regierungskonzept dagegen gibt es nicht. Eifrig sind verantwortliche Politiker aber darin, die UN-Kinderrechtskonvention &ndash; seit 2010 auch f&uuml;r asylrechtliche F&auml;lle g&uuml;ltig &ndash; zu unterwandern. So sind unbegleitete minderj&auml;hrige Fl&uuml;chtlinge h&auml;ufig der Willk&uuml;r von Beh&ouml;rden ausgeliefert und hochschwangere Frauen l&auml;ngst nicht mehr vor Abschiebung sicher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/333403.keine-zeit-f%C3%BCr-kinder.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bundesregierung muss Horrorszenarien neoliberaler Think-Tanks entschlossen entgegentreten<\/strong><br>\n&bdquo;Im Wochenrhythmus erscheinen von interessierter Seite Studien, die eine Stabilisierung des Rentenniveaus als &sbquo;unbezahlbares Geschenk&lsquo; b&ouml;sartig diffamieren. Die Bundesregierung darf nicht mehr auf die Rentenkommission warten, sie muss diesen Horrorszenarien entschieden entgegentreten&ldquo;, erkl&auml;rt Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, zu einer heute ver&ouml;ffentlichten Bertelsmann-Studie zur Zukunft der sozialen Sicherungssysteme. Birkwald weiter:<br>\n&bdquo;All diese von der Wirtschaft oder ihren Stiftungen finanzierten Studien beziehen die gute Entwicklung bei den Geburten nicht mit ein. Sie fragen nicht, welche Auswirkungen eine h&ouml;here Arbeitsproduktivit&auml;t auf das Wirtschaftswachstum pro Kopf und damit auf den Verteilungsspielraum h&auml;tte. Sie rechnen die steigende Erwerbsbeteiligung von Frauen klein und fragen nicht, welche Auswirkungen der erfolgreiche Kampf gegen Arbeitslosigkeit oder eine schnellere Integration von Zuwanderinnen und Zuwanderern auf die Rentenfinanzen h&auml;tte. Im Gegenteil: Die Bertelsmann-Studie l&auml;sst die Erwerbslosenquote sogar von 4,3 Prozent auf neun Prozent ansteigen. Das ist haneb&uuml;chener Unsinn. Ich bin &uuml;berzeugt, dass eine soziale Politik, die Ausbildungsdefizite beseitigt, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert, die R&uuml;ckkehr von Teilzeit in Vollzeit erm&ouml;glicht, die schleppende Integration von Zuwanderinnen und Zuwanderern anpackt und altersgerechte Arbeitspl&auml;tze f&ouml;rdert, lebensstandardsichernde Renten langfristig finanzierbar machen w&uuml;rde. Die w&ouml;chentlichen Horrorstudien tun es nicht. Sie produzieren Schlagzeilen und sie verunsichern. Das muss aufh&ouml;ren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/bundesregierung-muss-horrorszenarien-neoliberaler-think-tanks-entschlossen-entgegentreten\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Geldhaus in der Krise: Spaltet die Deutsche Bank auf!<\/strong><br>\nDie Kanzlerin hatte versprochen, keine Banken mehr mit Steuergeldern zu retten. Doch bei der Deutschen Bank k&ouml;nnte sie das im Ernstfall nicht einhalten. Das Geldhaus ist noch immer viel zu gro&szlig; und riskant.<br>\nIst die Deutsche Bank eine kriminelle Vereinigung? Manipulation von Gold- und Silberpreisen, Zinss&auml;tzen und W&auml;hrungen, Umsatzsteuerbetrug mit CO2-Zertifikaten, Geldw&auml;sche und Beihilfe zur Steuerhinterziehung: &Uuml;berall waren Deutschbanker verwickelt. Ohne den Eingriff der Politik w&auml;re die Bank schon 2008 pleite gewesen. Die Rettungsaktion f&uuml;r den Versicherer AIG hat sie auf Kosten des amerikanischen Steuerzahlers am Leben erhalten, ebenso wie die Unsummen, die der deutsche Staat in die Rettung der IKB und der HRE investiert hat, au&szlig;erdem sp&auml;ter die staatliche Hilfe f&uuml;r spanische Banken sowie die &Uuml;bernahme der griechischen Staatsschulden durch die anderen Eurol&auml;nder. &Uuml;berall hatte die Deutsche Bank viele Milliarden im Feuer, die sie ohne die Generosit&auml;t der Politik h&auml;tte abschreiben m&uuml;ssen. Dann w&auml;re es in den zwei edlen Frankfurter Hochhaust&uuml;rmen zappenduster geworden.<br>\nEs lebt sich offenbar ganz gut auf Staatskosten. Mittlerweile fordert der Chef der Deutschen Bank, John Cryan, offen Hilfe der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) f&uuml;r europ&auml;ische Banken. Der ehemalige Deutsche-Bank-Risikoanalyst Eric Ben-Artzi nahm gegen&uuml;ber dem Magazin &ldquo;New Yorker&rdquo; kein Blatt vor den Mund. Er sprach von einer &ldquo;Kultur der Kriminalit&auml;t&rdquo;. Die Bank sei darauf ausgerichtet, korrupten Personen Betr&uuml;gereien zu erm&ouml;glichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/deutsche-bank-sahra-wagenknecht-und-fabio-de-masi-fordern-zerschlagung-a-1115621.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Pr&uuml;gelei auf der Br&uuml;cke, Angst im Maschinenraum: Deutsche Bank streitet und streicht 7 500 Stellen<\/strong><br>\nAls ich die Bank vor sechs Jahren &uuml;bergeben habe, erzielte sie stattliche Gewinne&ldquo;, wehrte sich der jetzt 70-j&auml;hrige ehemalige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank (DB), Josef Ackermann, k&uuml;rzlich gegen Vorw&uuml;rfe des amtierenden Chefvolkswirts des Instituts, David Folkerts-Landau, der im &bdquo;Handelsblatt&ldquo; am 22. Mai verk&uuml;ndet hatte: &bdquo;Die harte Wahrheit ist, dass fundamentale, strategische Entscheidungen des Managements und des Aufsichtsrates in der Zeit von Mitte der Neunzigerjahre bis 2012 die Bank in diese Lage gebracht haben.&ldquo; Ackermann hatte die Bank von 2002 bis 2012 gef&uuml;hrt. &bdquo;Diese Lage&ldquo; &ndash; das ist vor allem der R&uuml;ckzug der Investoren von der Bank, deren Aktienkurs von 16,80 Euro im Juni 2015 auf jetzt nur noch 10,20 Euro abgerutscht war &ndash; und das bei ansonsten stabilen Anlagem&auml;rkten.<br>\nDie Pr&uuml;gelei auf der Br&uuml;cke des schlingernden Flaggschiffs des deutschen Finanzkapitals kommt nicht von ungef&auml;hr. Ackermann &ndash; das ist der, der 2004 dadurch bekannt wurde, dass er mit feistem Grinsen und dem Victory-Zeichen zu der Gerichtsverhandlung erschien, in der er sich wegen Untreue zu verantworten hatte &ndash; hatte wie sein Vorg&auml;nger Rolf Breuer voll auf einen R&uuml;ckzug aus dem aus damaliger Sicht wenig ertragreichen Privat- und Firmenkunden-Gesch&auml;ft und stattdessen massive Investitionen im Investmentgesch&auml;ft gesetzt. Ziel war es, aus dem Gesch&auml;ft mit niedrigen Gewinnmargen aus- und in das mit international hohen Gewinnmargen einzusteigen und so 25 Prozent Eigenkapitalrendite zu erzielen. Der deutsche Leitwolf musste in den Folgejahren aber die Erfahrung machen, dass es noch st&auml;rkere Tiere im Rudel gab &ndash; vor allem die jenseits des Atlantiks. Statt die Gewinne zu mehren, mussten diejenigen, die Aktien des Flaggschiffs gekauft hatten, sehen, wie ihre Hoffnungen zerrannen.<br>\nDementsprechend eisig war die Stimmung auf der Hauptversammlung der Aktion&auml;re am 24. Mai.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5022\/wirtschaft_soziales\/8550\/Pr%C3%BCgelei-auf-der-Br%C3%BCcke-Angst-im-Maschinenraum.htm%20\">unsere zeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Streit um Pflegepersonal: &ldquo;Keine sp&uuml;rbare Verbesserung&rdquo;<\/strong><br>\nGerade erst haben sich Krankenhausbetreiber und Krankenkassen auf Personaluntergrenzen geeinigt, um Patienten besser betreuen zu k&ouml;nnen. Doch Verb&auml;nde warnen: Die Unterbesetzung werde so zementiert.<br>\nDie Ank&uuml;ndigungen klangen vielversprechend. In der Wahlarena hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Erwartungen noch hochgeschraubt. Das Verh&auml;ltnis Pflegekraft zu Patient solle im Krankenhaus verbessert werden. Eine Personaluntergrenze sollte festgelegt werden, damit das Personal entlastet und die Patienten besser betreut werden k&ouml;nnen.<br>\nNun liegt eine Einigung vor, wie dieser Personalschl&uuml;ssel ermittelt werden soll. Doch ein breites B&uuml;ndnis aus Patientenvertretungen, Gewerkschaften und Pflegeorganisationen schl&auml;gt Alarm &ndash; in einer gemeinsamen Erkl&auml;rung, die dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt. Der Beschluss f&uuml;hre zu keinen sp&uuml;rbaren Verbesserungen der Personalausstattungen in den Krankenh&auml;usern, kritisiert das B&uuml;ndnis, darunter der Deutsche Pflegerat, die Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Pflegewissenschaft, ver.di, das Aktionsb&uuml;ndnis Patientensicherheit, der Sozialverband Deutschland und sechs weitere Organisationen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/pflege-199.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Investoren stecken Milliarden in deutsche Gesundheitsfirmen<\/strong><br>\nInternationale Finanzinvestoren &uuml;bernehmen immer mehr deutsche Gesundheitsfirmen. Sowohl Pharmaunternehmen als auch Pflegeheimbetreiber sind Ziel von Beteiligungsfirmen, die Betriebe &uuml;bernehmen, um sie oft nach einigen Jahren mit Gewinn zu ver&auml;u&szlig;ern. So investierten Finanzinvestoren 2017 in Europa 12,8 Milliarden US-Dollar (10,9 Milliarden Euro) in die Branche &ndash; drei Mal so viel wie im Jahr davor. Der Gro&szlig;teil entf&auml;llt auf deutsche Firmen. Das zeigt eine Studie der Beratungsgesellschaft Bain &amp; Company, die der Deutschen-Presse Agentur vorliegt.<br>\nDas Engagement der Investoren alarmiert Gewerkschaften. Sie f&uuml;rchten verst&auml;rkten Renditedruck. Laut Bain z&auml;hlten zwei Deals in der deutschen Gesundheitsbranche 2017 zu den gr&ouml;&szlig;ten, die weltweit von Private-Equity-Fonds get&auml;tigt wurden: Die Finanzinvestoren Bain und Cinven zahlten f&uuml;r die Mehrheit am Arzneihersteller Stada 4 Milliarden Dollar, und Nordic Capital &uuml;bernahm den Pflegeheimbetreiber Alloheim Senioren-Residenzen f&uuml;r 1,3 Milliarden Dollar. Zudem stieg Oaktree aus Los Angeles bei Vitanas ein und Chequers Capital aus Paris bei den MK-Kliniken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.pharmazeutische-zeitung.de\/index.php?id=76654\">Pharmazeutische Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gericht billigt BND-Abh&ouml;rpraxis<\/strong><br>\nDer Internetknotenpunkt De-Cix in Frankfurt ist der gr&ouml;&szlig;te der Welt. Das macht sich auch der BND zunutze und greift Daten ab. Dagegen hatte der Betreiber geklagt. Nun hat das Bundesverwaltungsgericht geurteilt.<br>\nDer Bundesnachrichtendienst (BND) darf weiterhin in gro&szlig;em Umfang Daten beim Internet-Knoten De-Cix aus Frankfurt am Main abzapfen. Das entschied nach dpa-Informationen das Bundesverwaltungsgericht.<br>\nDe-Cix (Deutsche Commercial Internet Exchange) hatte gegen den Eingriff des BND geklagt. Dieser &uuml;berwache ohne konkreten Verdacht. Dabei w&uuml;rde auch rein inl&auml;ndische Telekommunikation beobachtet. Dies lasse das Gesetz zur Beschr&auml;nkung des Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnisses jedoch nicht zu. Es erm&auml;chtige lediglich zur &Uuml;berwachung von internationaler Telekommunikation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/de-cix-bnd-klage-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>dazu: BVerwG-Urteil zur BND-Internet&uuml;berwachung ist vertane Chance<\/strong><br>\nErneut hat sich ein H&ouml;chstgericht verweigert, die &lsquo;hei&szlig;e Kartoffel&rsquo; der massenhaften &Uuml;berwachung des Internetverkehrs durch den Bundesnachrichtendienst (BND) anzufassen und in der Sache zu entscheiden&ldquo;, erkl&auml;rt Andr&eacute; Hahn, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE und Mitglied des Parlamentarischen Kontrollgremiums f&uuml;r die Geheimdienste, zum gestrigen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig. Hahn weiter:<br>\n&bdquo;Mit der Erkl&auml;rung, DE-CIX als Betreiber des weltweit gr&ouml;&szlig;ten Internetknotens in Frankfurt am Main k&ouml;nne sich nicht auf das grundgesetzlich gesch&uuml;tzte Fernmeldegeheimnis berufen, da er lediglich Vermittler von Telekommunikation sei, hat das Gericht den denkbar einfachsten Ausweg gew&auml;hlt und die Klage aus eher formalen Gr&uuml;nden abgewiesen. Eine Entscheidung in der Sache ist aber dringend erforderlich. Die &Uuml;berwachungspraxis des BND in Frankfurt, der auch grundgesetzlich gesch&uuml;tzte rein innerdeutsche Verkehre unterliegen, war erstmals im Rahmen des BND\/NSA-Untersuchungsausschusses bekannt geworden. Seitdem h&auml;lt diese verfassungswidrige Praxis an, und es wurden alle Klagen dagegen zur&uuml;ckgewiesen. Das gestrige Urteil war somit eine erneute vertane Chance. Es ist zu w&uuml;nschen, dass die Richter am Bundesverfassungsgericht, dem die Angelegenheit jetzt wohl vorgelegt wird, mehr Traute haben und dem BND klare Grenzen aufzeigen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/bverwg-urteil-zur-bnd-internetueberwachung-ist-vertane-chance\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>EOF-Wohnungen: Urteil versch&auml;rft Lage f&uuml;r einkommensschwache Mieter<\/strong><br>\nAuch bei Wohnungen mit &ldquo;einkommensorientierter F&ouml;rderung&rdquo; (EOF) ist bei Mieterh&ouml;hungen der lokale Mietspiegel anwendbar. Das hat das M&uuml;nchner Landgericht entschieden. Eine Katastrophe f&uuml;r die Betroffenen. Die Politik will darauf nun reagieren.<br>\nWir leben in einer sozialen Marktwirtschaft. Da wird zum Beispiel auch daf&uuml;r gesorgt, dass sich nicht nur Gro&szlig;verdiener eine Wohnung leisten k&ouml;nnen. F&uuml;r Geringverdiener gibt es Mietzusch&uuml;sse bis zu gewissen Einkommensgrenzen. Etwa bei den so genannten EOF-Wohnungen, also Wohnungen mit einkommensorientierter F&ouml;rderung. Allerdings sind viele EOF-Mieter auf sich alleingestellt, wenn Mieterh&ouml;hungen ins Haus flattern.<br>\nBisher war strittig, ob auch bei solchen Sozialwohnungen der lokale Mietspiegel als Vergleichsma&szlig;stab f&uuml;r Erh&ouml;hungen gilt. Jetzt hat das M&uuml;nchner Landgericht ein Urteil gef&auml;llt, das die problematische Situation f&uuml;r die einkommensschwachen Mieter weiter versch&auml;rft. Denn es h&auml;lt auch bei EOF-Wohnungen den lokaler Mietspiegel f&uuml;r anwendbar. Damit sind die Sozialwohnungen, zumindest was Mieterh&ouml;hungen angeht, denen vom freien Markt gleichgestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/oberbayern\/inhalt\/eof-wohnungen-urteil-verschaerft-lage-fuer-einkommensschwache-mieter-100.html\">BR Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> &ldquo;&hellip;wir leben in einer sozialen Marktwirtschaft&hellip;&rdquo;, so am Sendebeginn; richtiger w&auml;re doch in einer neoliberalen, auf Kapitalzuwachs ausgerichteten Machtwirtschaft! Die n&auml;chsten Landtagswahlen in Bayern sind ja f&auml;llig und man braucht kein Prophet zu sein, die AfD zieht sicher in den Landtag ein!<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Drei Jahre Mietpreisbremse Kein Allheilmittel<\/strong><br>\nSeit drei Jahren gibt es die Mietpreisbremse in rund 300 deutschen St&auml;dten und Kommunen. Bisher blieb sie allerdings weitgehend wirkungslos. Mit den Pl&auml;nen der Gro&szlig;en Koalition soll sich das nun &auml;ndern.<br>\n21 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter. F&uuml;r eine 3-Zimmerwohnung im M&uuml;nchner Stadtteil Trudering, am &ouml;stlichen Rand der Stadt. Nicht gerade Bestlage, Erdgeschoss, von Luxus weit entfernt. Das ist zwar selbst f&uuml;r M&uuml;nchen weit &uuml;ber dem Durchschnitt, aber eine Totalausnahme ist es nicht. Seit Jahren klettern die Angebotsmieten in Ballungsr&auml;umen immer rasanter nach oben. Seit 2010 stiegen sie laut Forschungsinstitut Empirica im Bundesdurchschnitt um 25 Prozent. Ein Ende ist nicht in Sicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/mietpreisbremse-157.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&ldquo;Die Kanzlerin verliest den Sprechzettel der Autoindustrie&rdquo;<\/strong><br>\nWarum scheint auf der anderen Seite die Autoindustrie keine Ma&szlig;nahmen bef&uuml;rchten zu m&uuml;ssen?<br>\nDie Regierung hat sich zu einer Autokratie entwickelt. Sie vertritt nicht mehr die Interessen des Volkes, sondern die Interessen der Autoindustrie. Warum verweigert sie 10 Millionen Betroffenen mit einem Betrugs-Diesel die Nachr&uuml;stung auf Kosten der Hersteller? Das steht den Menschen zu. In den USA wird diese Auflage durchgesetzt. Und dort akzeptieren Audi, Porsche und Volkswagen diese Auflage. Die Arbeit unserer Bundesregierung k&ouml;nnen Sie an den Luftwerten ablesen &ndash; und die sind sehr schlecht. [&hellip;]<br>\nAuch in einem anderen Punkt sind Merkel und Autobauer einer Meinung: Software-Updates sollen die manipulierten Autos sauber kriegen, die Hardware bleibt unber&uuml;hrt.<br>\nDamit bricht die Kanzlerin den Koalitionsvertrag. Darin ist beschlossen: &Uuml;ber technische Nachr&uuml;stungen wird entschieden, wenn die Entscheidung einer bestimmten Experten-Arbeitsgruppe vorliegt. Seit Merkels Festlegung auf Software-Updates ist &uuml;brigens jede Sitzung dieser Arbeitsgruppe abgesagt worden.<br>\nFrau Merkel erkl&auml;rte ihre Ablehnung k&uuml;rzlich im Bundestag. Eines ihrer Argumente: Alle Ingenieure m&uuml;ssten sich zwei bis drei Jahre lang mit der Hardware-L&ouml;sung besch&auml;ftigen.<br>\nV&ouml;lliger Bl&ouml;dsinn. Die Ingenieursleistung f&uuml;r diese Systeme ist schon erbracht. Die sind fertig entwickelt. Und die Kosten sind auch relativ niedrig. Aber die Kanzlerin liest den Sprechzettel des VDA vor, des Verbands der Autoindustrie. Da zieht es einem die Schuhe aus! Sie tr&auml;gt die Position der Autoindustrie vor, die nicht gedeckt wird durch das Verkehrsministerium, nicht durch das Umweltbundesamt und nat&uuml;rlich auch nicht durch die Fachleute.<br>\nWas sagen denn die Fachleute?<br>\nDass so eine Nachr&uuml;stung ganz einfach ist. Das wird zum Beispiel bei Bussen seit Jahren gemacht. Die Technik daf&uuml;r ist 25 Jahre alt. Wir sch&auml;tzen, das kostet 1.500 Euro pro Auto &ndash; und dann sind die Menschen von den Fahrverboten befreit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/auto\/elektromobilitaet\/id_83829160\/duh-chef-im-interview-dieselfahrverbote-sind-offenbar-notwendig-.html\">T-Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Ermittlungen gegen Daimler ausgeweitet<\/strong><br>\nDie ungebetenen Besucher kamen fr&uuml;h und in gro&szlig;er Zahl. Mehr als 230 Staatsanw&auml;lte und Polizisten filzten vor fast genau einem Jahr das Daimler-Werksgel&auml;nde in Stuttgart. Dem Durchsuchungsbeschluss zufolge soll Daimler fast ein ganzes Jahrzehnt lang in Europa und den USA Autos mit unzul&auml;ssig hohem Schadstoffaussto&szlig; verkauft haben. Von bis zu einer Million betroffenen Autos war die Rede. Politiker und Kunden fragten sich: Bahnt sich ein zweiter Fall VW an? Dann wurde es still um das Verfahren mit dem Aktenzeichen 260 Js 28161\/17. Die Vorw&uuml;rfe in der Abgasaff&auml;re um Daimler schienen sich zu erledigen.<br>\nDoch nun wird schlagartig klar: Von erledigt kann keine Rede sein. Zuerst zitierte Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) Daimler-Chef Dieter Zetsche am Montag wegen neuer Vorw&uuml;rfe ins Ministerium. Und auch die Strafverfolger haben nach Informationen der S&uuml;ddeutschen Zeitung ihre Aktivit&auml;ten ausgedehnt. &ldquo;Die Daimler-Ermittlungen sind in technischer Hinsicht ausgeweitet worden&rdquo;, sagt der Stuttgarter Staatsanwalt Heiner R&ouml;mhild. Daimler wollte das offiziell nicht kommentieren.<br>\nDie Ermittler best&auml;tigen dagegen auf Anfrage, dass inzwischen auch wegen des Motors OM 622 bei Daimler ermittelt wird &ndash; jenes Antriebs also, der vergangene Woche zum ersten amtlich verordneten R&uuml;ckruf bei Daimler im Dieselskandal gef&uuml;hrt hat &ndash; und zum Streit mit Scheuer. Zuerst waren zwei andere Motoren von den Ermittlungen betroffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/autoindustrie-ermittlungen-gegen-daimler-ausgeweitet-1.3997322\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Vom Ausw&auml;rtigen Amt zu VW<\/strong><br>\nEs sind S&auml;tze, die man von der Bundesregierung oft h&ouml;rt. Vor zwei Wochen betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel im Bundestag wieder einmal die kritische Distanz zu Volkswagen und zur Automobilindustrie mit den Worten: &ldquo;Es ist unsere Aufgabe, der Industrie zu sagen: Ihr m&uuml;sst verloren gegangenes Vertrauen selber wieder gut machen. Das ist nicht die Aufgabe der Politik.&rdquo;<br>\nDoch beim Ausw&auml;rtigen Amt scheint man dies in den vergangenen Jahren etwas anders gesehen zu haben. Denn der Leiter der VW-Abteilung &ldquo;Internationale und Europ&auml;ische Politik&rdquo;, Jens Hanefeld, ist zugleich Beamter des Ausw&auml;rtigen Amtes. Das ergaben Recherchen des ARD-Politikmagazins Panorama. Jens Hanefeld arbeitet seit 2014 als Lobbyist f&uuml;r den VW-Konzern. Daf&uuml;r hat ihm das Ausw&auml;rtige Amt Sonderurlaub genehmigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/vw-lobbyismus-politik-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kriegsspiele im Baltikum<\/strong><br>\nIn mehreren US-gef&uuml;hrten Gro&szlig;man&ouml;vern bereitet sich die Bundeswehr in den kommenden Wochen auf m&ouml;gliche kriegerische Auseinandersetzungen mit Russland vor. Im Rahmen der &Uuml;bung Saber Strike 2018 soll unter anderem die neue NATO-F&uuml;hrungsstruktur in Polen und den baltischen Staaten erprobt werden, die beispielsweise das deutsch-polnisch gef&uuml;hrte NATO-Hauptquartier f&uuml;r den Ostseeraum in Szeczin umfasst und der die deutsch gef&uuml;hrte NATO-&ldquo;Battlegroup&rdquo; in Litauen untergeordnet ist. Parallel zu dem Man&ouml;ver, an dem sich gut 18.000 Soldaten aus 19 Staaten beteiligen, werden mehrere deutsche Kriegsschiffe im Rahmen der &Uuml;bung BaltOps 2018 die Seekriegf&uuml;hrung in der Ostsee proben. Parallel bereitet sich die Bundeswehr darauf vor, im kommenden Jahr erneut die F&uuml;hrung &uuml;ber die NATO-&ldquo;Speerspitze&rdquo; zu &uuml;bernehmen, die eigens gegr&uuml;ndet wurde, um binnen zwei Tagen in Ost- und S&uuml;dosteuropa eingesetzt werden zu k&ouml;nnen &ndash; gegen Russland. Den Man&ouml;vern gingen Transporte tausender US-Soldaten und -Milit&auml;rfahrzeuge &uuml;ber deutsche Stra&szlig;en und Schienen Richtung Osten voraus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7624\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Vorget&auml;uschte Morde: Die Scheintoten<\/strong><br>\n1982 simulierte ein rum&auml;nischer Schriftsteller und Dissident seine Entf&uuml;hrung und Ermordung. Monate sp&auml;ter tauchte er wieder auf. Die Geschichte eines abenteuerlichen Agententhrillers &ndash; die pl&ouml;tzlich wieder aktuell ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/einestages\/arkadij-babtschenko-und-andere-vorgetaeuschte-morde-a-1210519.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eigentlich h&auml;tte man von den deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; nach dem Desaster um die durch den ukrainischen Geheimdienst vorget&auml;uschte Ermordung des russischen Journalisten Arkadij Babtschenko, doch einiges an Selbstreflexion erwartet, anstatt irgendwelcher alter Kamellen. Hier h&auml;tte man doch die Chance gehabt wenigstens ein kleines St&uuml;ck an verlorenem Vertrauen zur&uuml;ckzugewinnen. Stattdessen findet sich in der aktuellen Berichterstattung dazu faktisch nichts mehr. Man hat sich offensichtlich entschlossen das mehr als peinliche agieren vieler &ldquo;Qualit&auml;tsjournalisten&rdquo; einfach totzuschweigen. Was auch wieder ein bezeichnendes Licht auf die mentale Verfassung vieler Journalisten wirft, sich der Kritik der Leserinnen und Leser zu stellen h&auml;lt man offenbar f&uuml;r unter seiner W&uuml;rde. Die B&uuml;rger haben gef&auml;lligst das zu glauben was man publiziert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Digitale &Ouml;ffentlichkeit &ndash; Facebook und Twitter im Bundestagswahlkampf 2017<\/strong><br>\nInwieweit die Thematisierung und die damit einhergehenden Tendenzen und Stimmungen in der Nutzerkommunikation auf den Plattformen wirklich einen wahlentscheidenden Einfluss haben, bleibt allerdings offen, weil beispielsweise ein Facebook-Like oder eine Thematisierung auf Twitter nicht mit einer Wahlentscheidung gleichzusetzen ist.<br>\nAuff&auml;llig war aber, dass f&uuml;r die AfD und DIE LINKE besonders Facebook ein sehr relevantes Medium war (gemessen am Social-Media-Index), w&auml;hrend es bei den anderen im jetzigen Bundestag vertretenen Parteien umgekehrt war. Medienaccounts spielten f&uuml;r twitternde AfD-Abgeordnete die geringste Rolle (Schmidt 2017). Die AfD war insgesamt auch bei der Bundestagswahl erfolgreich, weil sie sich auf Basis der sozialen Netzmedien ihre eigenen Kommunikationswege schuf (Vowe 2017).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/dialog\/podcast-zur-bundestagswahl\/264748\/digitale-oeffentlichkeit-facebook-und-twitter-im-bundestagswahlkampf-2017\">Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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