{"id":44249,"date":"2018-06-04T08:14:17","date_gmt":"2018-06-04T06:14:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44249"},"modified":"2018-06-04T08:14:17","modified_gmt":"2018-06-04T06:14:17","slug":"hinweise-des-tages-3131","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44249","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44249#h01\">US-Botschafter in Deutschland &ndash; Grenell will Konservative in Europa st&auml;rken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44249#h02\">Wagenknecht fordert von G7, Russland wieder aufzunehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44249#h03\">Complete text of my interview with Corriere Della Sera&rsquo;s Aldo Cazzullo (in English)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44249#h04\">Antisemitism, the witch hunt and the left<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44249#h05\">Zukunft der EU &ndash; Merkel reagiert auf Macrons EU-Reformpl&auml;ne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44249#h06\">Italien braucht &ouml;ffentliche Investitionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44249#h07\">Erntehelfer &ndash; Wer rettet die Erdbeeren?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44249#h08\">Schluss mit K&uuml;rzungen bei der Rente!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44249#h09\">Es muss erst jemand sterben, bevor sich das System &auml;ndert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44249#h10\">Nato-Man&ouml;ver &ldquo;Saber Strike&rdquo; &ndash; S&auml;belrasseln im Baltikum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44249#h11\">Gro&szlig;man&ouml;ver mit 40.000 Soldaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44249#h12\">Neues Nato-Kommando kommt nach Ulm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44249#h13\">Nato dr&auml;ngt auf Beitritt von Georgien zur Osterweiterung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44249#h14\">Provozierte Eskalation: Kommt das US-Raketenabwehrsystem THAAD nach Deutschland?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44249#h15\">Antisemitismus-Debatte: Der Mythos vom No-go-Neuk&ouml;lln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44249#h16\">Gaulands &bdquo;Vogelschiss&ldquo; &ndash; Der kalkulierte Tabubruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44249#h17\">Die Wut des &Ouml;konomen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44249#h18\">Attac 1998-2018: Zwanzig Jahre Globalisierungskritik<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>US-Botschafter in Deutschland &ndash; Grenell will Konservative in Europa st&auml;rken<\/strong><br>\nDer neue US-Botschafter in Berlin hat der ultrarechten Website &ldquo;Breitbart&rdquo; ein f&uuml;r Diplomaten au&szlig;ergew&ouml;hnliches Interview gegeben: Darin spricht Richard Grenell &uuml;ber seine Pl&auml;ne f&uuml;r Europa und &ldquo;Rockstar&rdquo; Sebastian Kurz.<br>\nDer neue US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, ist noch keine vier Wochen im Amt. Schon an seinem ersten Tag hatte er f&uuml;r Unmut gesorgt, als er via Twitter mitteilte, deutsche Firmen, die in Iran t&auml;tig seien, sollten ihre Gesch&auml;fte sofort herunterfahren. Der Tweet kam nicht gut an, er widersprach den Regeln der Diplomatie, dass man seinem Gastgeber nichts auftrage. Nun sorgt Grenell erneut f&uuml;r Aufsehen, diesmal mit einem Interview, das er der ultrarechten Website &ldquo;Breitbart&rdquo; gab.<br>\nDarin erkl&auml;rt Grenell, sich in politische Angelegenheiten Europas einmischen zu wollen &ndash; f&uuml;r einen Diplomaten eine au&szlig;ergew&ouml;hnliche Aussage. Aus ganz Europa h&auml;tten ihn Vertreter der Konservativen kontaktiert um ihm zu sagen, dass sie derzeit Aufwind versp&uuml;rten, sagte Grenell. &ldquo;Ich m&ouml;chte andere Konservative in Europa, andere Anf&uuml;hrer, definitiv st&auml;rken.&rdquo;<br>\nEs gebe keinen Zweifel daran, dass die Konservativen in Europa auf dem Vormarsch seien, &ldquo;und das ist eine spannende Zeit f&uuml;r mich&rdquo;. Er sehe sich um und realisiere, dass es viel zu tun gebe. Die Wahl Donald Trumps zum US-Pr&auml;sidenten habe einzelne Menschen und Gruppen darin best&auml;rkt, nicht einfach hinzunehmen, dass die politische Elite schon vor Wahlen festlege, wer gewinne und wer antrete.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/richard-grenell-will-konservative-in-europa-staerken-breitbart-interview-a-1210970.html\">SPIEGEL Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.breitbart.com\/london\/2018\/06\/03\/trumps-right-hand-man-in-europe-wants-to-empower-european-anti-establishment-conservatives\/\">Trumps right hand man in Europe wants to empower european Anti-Establishment-Conservatives &ndash; Breitbart<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man lese sich einmal beispielsweise <a href=\"http:\/\/www.breitbart.com\/london\/2018\/06\/03\/ambassador-grenell-chain-migration-is-key-issue-german-politicians-need-to-understand-the-problem\/\">die Positionen von Botschafter Grenell<\/a> zum Thema Familiennachzug genau durch. Die AfD scheint wirklich einen neuen Partner gefunden zu haben. Man stelle sich nur einmal vor, wie gro&szlig; die Aufregung w&auml;re, wenn Grenell nicht US-Botschafter, sondern der Botschafter Russlands in Berlin w&auml;re.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wagenknecht fordert von G7, Russland wieder aufzunehmen<\/strong><br>\nWagenknecht sagte im Interview der Woche des Deutschlandfunk, mit diesem Schritt k&ouml;nne ein Gegengewicht geschaffen werden zu den Interessen der USA in dem Gremium. Sicherheit in Europa sei nur mit &ndash; und nicht gegen Russland zu haben.<br>\nDie Politikerin warb au&szlig;erdem f&uuml;r ein souver&auml;neres Auftreten der EU in den transatlantischen Beziehungen. Europa m&uuml;sse seine eigenen Ziele in den Mittelpunkt stellen. Deutschland m&uuml;sse die Binnennachfrage st&auml;rken und seine wirtschaftliche Abh&auml;ngigkeit vom Export abbauen.<br>\nIn R&uuml;stungsfragen positionierte sich die Vorsitzende der Linken ebenfalls eindeutig gegen die Forderungen der US-Regierung: Man solle den USA in der R&uuml;stung nicht hinterherlaufen. Wagenknecht wandte sich auch gegen den Vorschlag des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Macron, die EU brauche eine Interventionsarmee. Das Grundgesetz lege fest, dass die Bundeswehr eine Verteidigungsarmee sei &ndash; und das solle auch so bleiben, meinte Wagenknecht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wichtigste-industriestaaten-wagenknecht-verlangt.1939.de.html?drn:news_id=889196\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Tobias Riegel:<\/strong> Die hier von Sahra Wagenknecht geforderten Schritte sind &uuml;berf&auml;llig. Der weitgehende Ausfall der SPD als Stimme der au&szlig;enpolitischen Vernunft ist ein tragischer Kontrast zu diesem Interview.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Complete text of my interview with Corriere Della Sera&rsquo;s Aldo Cazzullo (in English)<\/strong><br>\nCorriere Della Sera, the Italian daily, published today an interview that I gave to Aldo Cazzullo. For the published version (in Italian of course), you can visit the paper&rsquo;s site here. However, the published text is a heavily reduced version of the exchange between Mr Cazzullo and myself. For those interested in the full exchange, see below. (Nb. the exchange took place in English) (&hellip;)<br>\nCould the two populism get together against the Brussels and Berlin elite?<br>\nYou are asking someone who sees populism as a clear and present threat to democracy and to the prosperity for the many. There is a profound difference between being popular and being populist. Populists exploit fear and anger to garner power in order to use it against the majority. If Brussels and Berlin lose to populism, we all lose. This is why DiEM25 is so keen to create a democratic, Europeanist alternative to both (A) the authoritarian incompetence of Berlin-Brussels, and (B) to the xenophobic populists. (&hellip;)<br>\nDoes still make sense to distinguish between a political left and right? Or if the new division is among the people and the elite, those on top or those at the bottom, between globalist and nationalist? (sovereign-ist)<br>\nAs long as we live under capitalism, the Left-Right divide will be pertinent and inescapable. As long as there is a distinction between those work but do not own the company and those who own the company (or parts of it) without working in it, the tug of war between capital and labour, profit and wages will be central in determining social outcomes. And so will the Left-Right distinction. But, having said that, there are moments in history, like the 1930s and the post-2008 period, when the crisis of capitalism is so deep, and democracy so much under treat, that room is created for a minimum common program between anti-systemic liberals, Marxists, ecologists, even progressive conservatives. This is why we say that, while I and many of my DiEM25 colleagues are unapologetic left-wingers, DiEM25 is more than a left-wing movement. It is rather the meeting place of democrats eager to find an alternative both to the inane establishment and to the nationalists.<br>\nPresident Mattarella has rejected Professor Savona as minister of finance because he is supposedly anti-German. Does a sort of German arrogance exist? Do the German pretend to dictate rules to other UE countries?<br>\nThe problem with the German elites is that they are refusing to be hegemonic and, thus, end up being authoritarian. The German political class continues to behave as if Germany is a small open economy whose net exports are only due to the skill and hard work of their engineers and whose surpluses are well earned. They deny the macroeconomic effects of their policies upon their partners and insist, puzzlingly, on celebrating their surpluses while admonishing others for having&hellip; deficits. In the end, German savers are forced by the laws of economics to entrust their savings to foreigners whom they end up despising for being indebted to them. Free riding comes in two varieties: (1) Wanting to live off other people&rsquo;s money. And, (2) Wanting to benefit from the low exchange rate that other people&rsquo;s moneylessness causes. It is clear that no Union can survive in this manner. Unfortunately, there seems to be no likelihood of a change in Berlin now that the new social democratic finance minister has proven more austere and less imaginative than even Dr Wolfgang Schauble was.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.yanisvaroufakis.eu\/2018\/05\/31\/20759\/\">Yanis Varoufakis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Antisemitism, the witch hunt and the left<\/strong><br>\nThe accusations of antisemitism in the Labour Party have continued unabated. Rob Ferguson unpicks the relationship between real instances of antisemitism and politically motivated attacks.<br>\nOn 24 April, as Socialist Review went to press, Jeremy Corbyn and the Board of Deputies of British Jews (BoD) held a much publicised &ldquo;crunch&rdquo; meeting. A Labour spokesperson described it as &ldquo;positive and constructive, serious and good humoured&rdquo;. The BoD had a different take, describing the meeting as &ldquo;a disappointing missed opportunity&rdquo; and demanded &ldquo;strong actions in order to bring about a deep cultural change in [Corbyn&rsquo;s] supporters&rsquo; attitudes to Jews.&rdquo;<br>\nThe BoD called on Corbyn to concede a set of specific demands, including full implementation of the International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) &ldquo;guidelines&rdquo; or examples of antisemitism [see below].<br>\nThe meeting came after two years of sustained allegations of antisemitism against Corbyn and Labour, reaching a ferocious intensity over the past month. BoD president Jonathan Arkush told ITV&rsquo;s Good Morning Britain that Corbyn had &ldquo;fostered a culture in which people feel free to come out with rank antisemitism&hellip;the political sea, or perhaps I should call it a sewer, in which he swims, is totally polluted by antisemitism&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/socialistreview.org.uk\/435\/antisemitism-witch-hunt-and-left\">Socialist Review<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Zukunft der EU &ndash; Merkel reagiert auf Macrons EU-Reformpl&auml;ne<\/strong><br>\nDie Kanzlerin hat ihre Vorstellungen f&uuml;r eine Reform der Eurozone konkretisiert. Der franz&ouml;sischen Forderung nach einer EU-Eingreiftruppe schloss sie sich an.<br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat im Interview mit derFrankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung auf die EU-Reformpl&auml;ne von Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron reagiert. In dem Gespr&auml;ch konkretisierte sie den im Koalitionsvertrag vorgeschlagenen &ldquo;Investivhaushalt&rdquo; f&uuml;r Europa, mit dem die Innovationsf&auml;higkeit der Mitgliedsstaaten gest&auml;rkt werden soll. Das Budget werde &ldquo;im unteren zweistelligen Milliardenbereich&rdquo; liegen, sagte die Kanzlerin dazu. Sie lie&szlig; offen, ob dieser Haushalt zum regul&auml;ren EU-Budget geh&ouml;ren oder bei den Finanzministern der Eurozone angesiedelt sein soll. Merkel sprach sich zudem daf&uuml;r aus, wirtschaftliche Unterschiede in der Eurozone mit einem solchen Haushalt auszugleichen.<br>\nDie Kanzlerin stellte au&szlig;erdem ihr Konzept f&uuml;r einen Europ&auml;ischen W&auml;hrungsfonds vor, der aus dem Eurorettungsschirm ESM hervorgehen soll. Unter anderem schlug sie vor, L&auml;ndern, die durch &auml;u&szlig;ere Umst&auml;nde in Schwierigkeiten geraten, mit kurzfristigen Krediten zu helfen. &ldquo;Immer gegen Auflagen nat&uuml;rlich, in begrenzter H&ouml;he und mit vollst&auml;ndiger R&uuml;ckzahlung&rdquo;, sagte Merkel der FAS. [&hellip;]<br>\nGemeinsame EU-Eingreiftruppe m&ouml;glich<br>\nKompromissbereit zeigte sich Merkel mit Blick auf eine gemeinsame europ&auml;ische Eingreiftruppe. Die EU verf&uuml;gt bereits seit 2007 &uuml;ber vier multinationale Kampfgruppen, die aber wegen politischer Uneinigkeit bisher nicht zum Einsatz kamen. Macron hatte daher in seiner Rede vorgeschlagen, eine Truppe f&uuml;r anspruchsvolle Kampfeins&auml;tze unabh&auml;ngig von den sonstigen Verteidigungskooperationen innerhalb der EU aufzubauen. Bei Krisen soll diese schnell einsetzbar sein. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte eine Beteiligung an Macrons Initiative bislang jedoch abgelehnt. Merkel unterst&uuml;tzte den Vorschlag nun, betonte aber, eine solche Truppe m&uuml;sse &ldquo;in die Struktur der verteidigungspolitischen Zusammenarbeit eingepasst sein&rdquo;. [&hellip;]<br>\nDie Kanzlerin schr&auml;nkte allerdings ein, dass die Bundeswehr eine Parlamentsarmee bleibe und somit jeder Einsatz im Ausland stets vom Bundestag vorab gebilligt werden m&uuml;sse. Eine solche Interventionsinitiative bedeute auch nicht, &ldquo;dass wir bei jedem Einsatz dabei sind&rdquo;. Sie regte an, Eins&auml;tze aus dem neu aufgelegten EU-Verteidigungsfonds zu bezahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2018-06\/zukunft-eu-angela-merkel-emmanuel-macron-eurozone\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Mehr Geld f&uuml;r die EU gibt es nur im Promillebereich (10 oder 20 Milliarden Euro pro Jahr oder f&uuml;r den Siebenjahreshaushalt, bei einem EU-BIP von 10 Billionen Euro j&auml;hrlich), der ESM hilft &ldquo;L&auml;ndern [&hellip;] in Schwierigkeiten&rdquo; nur unter strenger Konditionalit&auml;t (Lohnsenkungen und Sozialabbau&hellip;), aber f&uuml;r den neuen &ldquo;EU-Verteidigungsfonds&rdquo;, da soll Geld flie&szlig;en. Und da&szlig; sich Deutschland an einer EU-Eingreiftruppe beteiligen soll, die &ldquo;[b]ei Krisen [&hellip;] schnell einsetzbar sein [soll]&rdquo; (was f&uuml;r Krisen? unter wessen Kommando? wer hat die demokratische Kontrolle?), aber die Bundeswehr eine Parlamentsarmee bleiben soll, steht f&uuml;r mich im krassen Widerspruch. Die EU soll gemeinsam in aller Welt Krieg f&uuml;hren (f&uuml;r die Verteidigung der EU-Staaten gibt es schlie&szlig;lich schon die NATO), und wenn es schnell gehen mu&szlig;, entf&auml;llt auch mal der Parlamentsvorbehalt? Unter dem Mantel der EU richtet Merkel unser Land immer militaristischer aus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Italien braucht &ouml;ffentliche Investitionen<\/strong><br>\nIn Italien m&uuml;sse vor allem die Arbeitslosigkeit bek&auml;mpft werden, sagte Linken-Politiker Matthias W. Birkwald im Dlf. Die Euroskepsis im Land sei Folge der Sparpolitik der EU. Dennoch sei die neue Koalition einen Schritt auf Br&uuml;ssel zugegangen &ndash; dies m&uuml;sse nun auf der anderen Seite ebenso erfolgen. (&hellip;)<br>\nSchulz: Wie finden Italien und die EU jetzt wieder zusammen?<br>\nBirkwald: Zun&auml;chst muss man erst mal erw&auml;hnen, warum es zu dieser Krise gekommen ist. Wir m&uuml;ssen feststellen, dass unter dem Sozialdemokraten Renzi es Reformen gegeben hat, die von der EU und auch von der deutschen Bundesregierung begr&uuml;&szlig;t worden sind, die aber in weiten Teilen zulasten breiter Teile der Bev&ouml;lkerung gegangen sind. Da ist K&uuml;ndigungsschutz stark eingeschr&auml;nkt worden, da gab es die Rente erst ab 67 als Anhebung und als K&uuml;rzung, da gab es eine K&uuml;rzung der Steuerprogression, das hei&szlig;t, die Reichen zahlten nicht mehr so viel Steuern, andere mehr, und in der Konsequenz sind aus 15 Millionen armut- oder armutsbedrohten 18 Millionen armutsbedrohte Italiener geworden. Es gab eine Frontalkollision des allgemeinen Gewerkschaftsbundes CGIL mit der italienischen Regierung und vieles mehr. Und aus dieser Situation heraus hat Italien jetzt ein solches auch als katastrophal zu benennendes Wahlergebnis bekommen und eine Koalition, in der Rassisten in der Regierungsverantwortung sind. Das gilt zumindest f&uuml;r die rechtsextreme Lega, und auch die andere Partei, der Cinque Stelle, ist es keine Formation, von der man sagen kann, dass sie ein breites politisches Programm h&auml;tte, was durchgerechnet sei. Also das ist schwierig, und ich pl&auml;diere f&uuml;r Verhandlungen und gegen jedwede Form von Arroganz, und wenn sich dann der deutsche EU-Kommissar G&uuml;nther Oettinger hinstellt und sagt, die M&auml;rkte werden Italien den Weg weisen, dann ist das ausgesprochen dumm, denn solche &Auml;u&szlig;erungen, solche Einmischungen werden in Italien bei der n&auml;chsten Wahl dazu f&uuml;hren, dass die Lega noch mehr Stimmen bek&auml;me, und das w&auml;re schlecht. (&hellip;)<br>\nBirkwald: Die generelle Frage ist, ob die bisherige Austerit&auml;tspolitik der Europ&auml;ischen Union zielf&uuml;hrend ist f&uuml;r die gute Entwicklung eines Landes und vor allen Dingen, ob sie der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung nutzt, und wie wir in Griechenland gesehen haben, ist das nicht oder nur zum Teil der Fall, und deswegen gibt es in Italien eben auch eine Skepsis gegen die Fortf&uuml;hrung dieser Austerit&auml;ts- und Konsolidierungspolitik. Die ist aus meiner Sicht auch eine der Ursachen f&uuml;r die Stagnation. Ich wei&szlig;, dass das in weiten Teilen europ&auml;ischer Regierungen, auch der unsrigen, anders gesehen wird, und dennoch, obwohl das in Italien so gesehen wird, wollen die &auml;lteren Menschen auf jeden Fall auch in der EU verbleiben, und der EU-Austritt ist in dem aktuellen Koalitionsvertrag der neuen Regierung auch nicht mehr vorgesehen. Das war ja einmal in der Diskussion. Im &Uuml;brigen ist auch der Schuldenschnitt von 250 Milliarden Euro, der in einer ersten Fassung dieses Koalitionsvertrags zu finden war, von der Koalition jetzt nicht aufgenommen worden. Das hei&szlig;t, die neue Koalition, so schwierig sie auch ist, und so widerspr&uuml;chlich sie aus meiner Sicht auch ist, ist schon ein Schritt zugegangen hin auf die Europ&auml;ische Kommission, und das muss jetzt von der anderen Seite ebenso erfolgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/neue-regierung-in-italien-italien-braucht-oeffentliche.694.de.html?dram:article_id=419416%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>Dazu: Merkel gegen Schuldenerlass f&uuml;r Italien<\/strong><br>\nMit Schuldenerlassforderungen in Milliardenh&ouml;he hat die neue italienische Regierung f&uuml;r Aufruhr gesorgt. Merkel erteilte dem Anliegen eine klare Absage &ndash; und bot Italien stattdessen andere Hilfe an.<br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel hat einem Schuldenerlass f&uuml;r Italien eine Absage erteilt. Solidarit&auml;t d&uuml;rfe &ldquo;nie in eine Schuldenunion m&uuml;nden&rdquo;, sagte die CDU-Chefin der &ldquo;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&rdquo; (&ldquo;FAS&rdquo;) laut Vorabbericht. &ldquo;Ich bin gerne bereit, mit der neuen italienischen Regierung dar&uuml;ber zu sprechen, wie mehr junge Menschen Arbeit finden k&ouml;nnen.&rdquo; Italiens Wirtschaft schw&auml;chelt seit Jahren, die Arbeitslosigkeit und die Verschuldung des Staates sind vergleichsweise hoch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/angela-merkel-gegen-schuldenerlass-fuer-italien-a-1210898.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Erntehelfer &ndash; Wer rettet die Erdbeeren?<\/strong><br>\nBauern sind in Sorge: Fr&uuml;chte vergammeln auf Feldern, weil es zu wenig Erntehelfer gibt. Wo sind die vielen Saisonkr&auml;fte hin? Und wer k&ouml;nnte die Arbeit stattdessen tun?<br>\nNormalerweise bestimmt das Wetter, wann Obst und Gem&uuml;se vom Feld kommt. In diesem Jahr ist es der Mensch. Oder besser gesagt: jene Menschen, die nicht da sind. Immer mehr Bauern klagen, dass ihnen die Saisonarbeiter fehlen und dass ihnen Spargel und Erdbeeren auf den Feldern verderben, weil sie nicht schnell genug geerntet werden k&ouml;nnen. &ldquo;Im Fr&uuml;hjahr dachten wir noch, alles w&uuml;rde &auml;hnlich verlaufen wie letztes Jahr. Aber jetzt wissen wir: Es wird ernst&rdquo;, sagt Burkhard M&ouml;ller, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des landwirtschaftlichen Arbeitgeberverbands GLFA. &ldquo;Es muss etwas passieren.&rdquo;<br>\nIn Zahlen lasse sich die Misere noch nicht ausdr&uuml;cken, aber es gebe allerorten viele, sehr viele Landwirte, die dem Verband meldeten: &ldquo;Wir finden keine Erntehelfer.&rdquo; Das Statistische Bundesamt erhebt zwar j&auml;hrlich, wie viele Saisonkr&auml;fte jedes Jahr nach Deutschland kommen, um den Spargel zu stechen, Beeren zu pfl&uuml;cken oder Kartoffeln zu ernten. Doch es ver&ouml;ffentlicht die Daten erst am Jahresende. Demnach nimmt die offizielle Zahl der Saisonarbeitskr&auml;fte bereits seit 2010 ab, von knapp 330.000 auf zuletzt 286.000. &ldquo;Aber das war eher ein schleichender Prozess&rdquo;, sagt M&ouml;ller. Ein Grund daf&uuml;r war auch die zunehmende Technisierung. Man brauchte weniger Menschen.<br>\nNun aber fragen Landwirte, wie sie die Saison mit so wenigen Mitarbeitern &uuml;berstehen sollen. Vor allem die Bauern mit Spargel- oder Erdbeerfeldern haben ein Problem. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Normale Pfl&uuml;cker gibt es viele, aber die Vorarbeiter fehlen uns&rdquo;, sagt Simon Schumacher vom Verband VSSE, &ldquo;die guten Leute, die auch mal einen Trupp anleiten k&ouml;nnen und die bisher viele Jahre in Folge kamen.&rdquo; Wo sie geblieben sind? &ldquo;Viele haben Arbeit bei Paketzustelldiensten gefunden oder auf dem Bau&rdquo;, so wei&szlig; Schumacher von den Mitgliedsbetrieben. &ldquo;Die guten Arbeiter sind nicht nur mobil in den Beinen, sondern auch im Kopf.&rdquo; Zum einen zahlen die Paketdienste besser, n&auml;mlich zwei bis drei Euro mehr pro Stunde im Vergleich zu den 8,84 Euro Mindestlohn auf dem Feld. Zum anderen bedeuten die Jobs in Logistik oder Baubranche eine dauerhafte Besch&auml;ftigung &ndash; und nicht blo&szlig; drei Monate Einkommen im Jahr, wenn gerade Erdbeerzeit ist.<br>\nEtliche Saisonhelfer aus Polen, Rum&auml;nien oder Bulgarien seien diese Saison gar nicht erst zum Dienst angetreten, obwohl sie fr&uuml;her jahrelang auf bestimmten H&ouml;fen mitgeholfen h&auml;tten und oft schon im Winter Vertr&auml;ge unterzeichneten. Sie h&auml;tten stattdessen in ihrer Heimat Arbeit gefunden, wo neuerdings auch die Wirtschaft floriert, sagt Schumacher: &ldquo;Dort verdienen sie etwas weniger, aber daf&uuml;r k&ouml;nnen sie bei ihren Familien bleiben.&rdquo; [&hellip;]<br>\nOsteuropas Wirtschaft w&auml;chst zurzeit so enorm, dass auch dort vielerorts schon die Arbeitskr&auml;fte knapp werden, so warnen die Handelskammern in vielen L&auml;ndern. Bulgariens Statistik&auml;mter meldeten zuletzt einen Rekordtiefststand bei der Arbeitslosigkeit mit rund sechs Prozent. Rum&auml;nien liegt bei rund 4,6 Prozent, Ungarn bei 3,7, in Tschechien herrscht quasi Vollbesch&auml;ftigung. Unternehmen in diesen L&auml;ndern klagen bereits, dass sie keine Mitarbeiter mehr finden, weil der Arbeitsmarkt leergefegt sei, weshalb sie sich schon gegenseitig die Besch&auml;ftigten abwerben.<br>\nWenn sich osteurop&auml;ische Arbeiter dennoch auf einen Job in der Ernte einlassen, dann ziehen sie h&auml;ufig an Deutschland vorbei. In Belgien oder den Niederlanden ist die Landwirtschaft ebenfalls ein wichtiger Sektor &ndash; aber der Mindestlohn liegt dort h&ouml;her, bei rund 9,50 bis 9,70 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2018-05\/erntehelfer-mangel-erdbeer-ernte-bauern-alarm\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Erntehelfer bleiben aus, weil sie mit den Arbeitsbedingungen und den mickrigen L&ouml;hnen nicht zufrieden sind? In anderen Arbeitsm&auml;rkten werben Arbeitgeber sich gegenseitig Mitarbeiter ab? Solche marktwirtschaftlichen Erkenntnisse kommen sicher wie ein Schock &uuml;ber die deutschen Bauern, die doch die Planwirtschaft gewohnt sind, in der der Staat f&uuml;r den Zustrom von Billigarbeitern zu sorgen hat. Bei 15 Euro brutto pro Stunde f&uuml;r die Erntehelfer g&auml;be es schlie&szlig;lich mehr als genug Bewerber. Und wenn Arbeitnehmer (angeblich, ich kann das kaum glauben) lieber in Bulgarien und Rum&auml;nien arbeiten, wenn deutsche Arbeitgeber (angeblich) nicht mal aus den Armenh&auml;usern der EU genug Tagel&ouml;hner kriegen: sp&auml;testens dann sollten sich die Bauern mal Gedanken &uuml;ber die L&ouml;hne machen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Marktwirtschaft paradox? Zur Zeit ist in unserer Region deutscher Spargel f&uuml;r 7,50 Euro f&uuml;r die 5-Kilogramm-Kiste im Angebot. Man sollte doch annehmen, dass die angeblich so hohen Lohnkosten die Preise nach oben treiben. Empirisch ist das aber nicht feststellbar.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Schluss mit K&uuml;rzungen bei der Rente!<\/strong><br>\nK&uuml;rzen, k&uuml;rzen, k&uuml;rzen &ndash; das ist seit mehr als 30 Jahren das Motto der Rentenpolitik: Langj&auml;hrig Versicherte konnten fr&uuml;her mit 60 Jahren ohne Abschl&auml;ge in Rente gehen. Heute liegt die Latte bei 65 Jahren und sieben Monaten und soll weiter auf 67 Jahre angehoben werden. Bei schlecht bezahlter Arbeit wird der Lohn f&uuml;r die Berechnung der Rente nicht mehr aufgewertet. Zeiten der Schul- und Hochschulausbildung erh&ouml;hen die Rente nicht mehr. Bei Langzeitarbeitslosigkeit werden keine Rentenbeitr&auml;ge mehr gezahlt, Berufsunf&auml;higkeit wird nicht mehr abgesichert. Au&szlig;erdem sinkt das Rentenniveau, das hei&szlig;t, die Rentenanspr&uuml;che der Jungen und die Renten der Alten verlieren gegen&uuml;ber den L&ouml;hnen an Wert. (&hellip;)<br>\nWegen dieser K&uuml;rzungsorgie liegt der Beitragssatz bei 18,6 Prozent &ndash; so niedrig wie seit 23 Jahren nicht mehr. Seit 1995 ist die Zahl der Rentnerinnen und Rentner aber um fast sechs Millionen auf heute 21 Millionen gestiegen. Die K&uuml;rzungen sollten die Lasten gerecht auf &ldquo;Jung&rdquo; und &ldquo;Alt&rdquo; verteilen. Aber was ist daran ausgewogen, wenn immer mehr &Auml;ltere mit einem kleineren Teil des Wohlstands auskommen sollen? Gesucht ist eine politische L&ouml;sung, keine mathematische, da kein mathematisches R&auml;tsel vorliegt. ZEIT- Redakteur Roman Pletter liegt deshalb mit seiner Kritik am DGB falsch.<br>\nAllein das sinkende Rentenniveau hat dramatische Folgen: F&uuml;r eine Rente von netto gut 800 Euro &ndash; die H&ouml;he der Grundsicherung &ndash; muss man bei 2.200 Euro Lohn brutto im Monat heute rund 38 Jahre arbeiten. L&auml;ge das Rentenniveau bereits heute bei 41 Prozent (der Zielmarke f&uuml;r das Jahr 2045), w&auml;ren es 45 Jahre. Sieben Jahre l&auml;nger arbeiten, so wirkt das sinkende Rentenniveau faktisch. Zus&auml;tzlich steigt das abschlagsfreie Regelalter auf 67 Jahre. Arbeitgebervertreter, Teile der CDU\/CSU, Wirtschaftswissenschaftler und der Bundesbankpr&auml;sident wollen es weiter erh&ouml;hen. Alle argumentieren mit der steigenden Lebenserwartung. Die bedeutet aber nicht automatisch, fit f&uuml;r den Job zu sein oder einen Arbeitsplatz zu bekommen. (&hellip;)<br>\nDie Politik muss den Mut aufbringen, eine falsche Entscheidung zu korrigieren, die Anfang des Jahrtausends getroffen wurde. In einem der reichsten L&auml;nder der Welt m&uuml;ssen wir die Frage beantworten, wollen wir das Modell &ldquo;Flaschen sammeln&rdquo; oder das Modell &ldquo;Altern in W&uuml;rde&rdquo;? Was verstehen wir unter guter Alterssicherung? Dabei sind Manager oder Professoren nicht der Ma&szlig;stab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++549892e2-6585-11e8-973e-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Es muss erst jemand sterben, bevor sich das System &auml;ndert<\/strong><br>\nViele &Auml;rzte klagen &uuml;ber ein zu hohes Arbeitspensum. Dennoch schreiben sie ihre &Uuml;berstunden kaum auf und gehen selten streiken. Dahinter steckt System.<br>\nEine Wespe hat den Mann in die Zunge gestochen, er bekommt keine Luft mehr. Kathrin Hansen* ist die einzige &Auml;rztin auf Station. Sie muss blitzschnell entscheiden, wie der Patient behandelt werden soll. Hansen legt dem Mann einen ven&ouml;sen Zugang, gibt ihm Medikamente, l&auml;sst ihn beatmen. &ldquo;Wenn in diesem Moment ein zweiter Patient in einer &auml;hnlichen Notlage eingeliefert worden w&auml;re, der h&auml;tte das nicht &uuml;berlebt.&rdquo;<br>\nHansen, die in einem kleinen Krankenhaus in Niedersachsen arbeitet, ist sauer auf das Gesundheitssystem, auf den Sparwahn der Krankenh&auml;user. Sie leidet unter der st&auml;ndigen Unterbesetzung, unter den 24-Stunden-Diensten, in denen sie allein f&uuml;r vier Stationen und Dutzende Patienten zust&auml;ndig ist und in denen sie immer Angst hat, ihr k&ouml;nnte jemand unter den H&auml;nden wegsterben.<br>\nNach dem 24-Stunden-Dienst muss sie oft noch weiterarbeiten, Visite machen, schwerkranke Patienten versorgen und Arztbriefe schreiben. &Uuml;berstunden bekommt sie nicht bezahlt, sondern soll diese abbummeln, aber &ldquo;weil wir so wenig Leute sind, geht das nicht. Es muss erst jemand sterben, bevor sich das System &auml;ndert&rdquo;, sagt sie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/aerzte-klagen-ueber-arbeitsbelastung-was-besser-werden-muss-a-1192268.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Nato-Man&ouml;ver &ldquo;Saber Strike&rdquo; &ndash; S&auml;belrasseln im Baltikum<\/strong><br>\nDie Nato probt den Ernstfall: Im Baltikum wird die Abwehr russischer Streitkr&auml;fte ge&uuml;bt. Auch die in Litauen stationierten Bundeswehrsoldaten sind Teil des Man&ouml;vers unter F&uuml;hrung der USA.<br>\nMit einer feierlichen Zeremonie in der litauischen Hauptstadt Vilnius hat am Sonntag das j&auml;hrliche Nato-Man&ouml;ver &ldquo;Saber Strike&rdquo; (deutsch: S&auml;belhieb) begonnen. An der &Uuml;bung im Baltikum und Polen nehmen nach Angaben der US-Armee insgesamt etwa 18.000 Soldaten aus 19 Nato- und Nicht-Nato-Staaten teil. [&hellip;]<br>\nDreh- und Angelpunkt der Milit&auml;r&uuml;bung ist die Region um Kaliningrad. Das ist auf einer Karte zu sehen, die das US-Milit&auml;r &uuml;ber den Twitteraccount der 361st Civil Affairs Brigade ver&ouml;ffentlichen lie&szlig;. Die russische Exklave grenzt an Litauen und ist Standort russischer Raketen des Typs Iskander.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/nato-manoever-saber-strike-saebelrasseln-im-baltikum-a-1210937.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man beachte vor allem die Karte mit der bezeichnenden &Uuml;berschrift &ldquo;New Fronts&rdquo;. Das Format ist nur allzu bekannt, das d&uuml;rfte jeder kennen, der den kalten Krieg noch live erlebt hat. Allerdings vermag man angesichts des dargestellten Kr&auml;fteverh&auml;ltnisses eine russische Bedrohung nicht zu erkennen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gro&szlig;man&ouml;ver mit 40.000 Soldaten<\/strong><br>\nDie Beziehungen zwischen der NATO und Russland sind so schlecht wie seit Jahren nicht mehr. Vertreter beider Seiten sa&szlig;en in der NATO-Zentrale an einem Tisch.<br>\nDie NATO-Staaten haben Russland &uuml;ber ein im Herbst geplantes Gro&szlig;man&ouml;ver im nord&ouml;stlichen B&uuml;ndnisgebiet informiert. An der &Uuml;bung mit dem Namen &ldquo;Trident Juncture&rdquo; (Dreizackiger Verbindungspunkt) werden nach j&uuml;ngsten Angaben rund 40.000 Soldaten teilnehmen. Allein rund 8.000 davon will Deutschland stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute\/nato-informiert-russland-grossmanoever-mit-40-000-soldaten-100.html\">ZDF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Neues Nato-Kommando kommt nach Ulm<\/strong><br>\nDeutschland wird Standort eines neuen Nato-Kommandos. Die B&uuml;ndnisstaaten haben sich abschlie&szlig;end darauf verst&auml;ndigt, das im Zuge der Aufr&uuml;stung gegen Russland geplante Hauptquartier f&uuml;r schnelle Truppen- und Materialtransporte in der baden-w&uuml;rttembergischen Stadt Ulm anzusiedeln. Die dortige Wilhelmsburg-Kaserne ist bereits heute Standort eines multinationalen Kommandos zur F&uuml;hrung von weltweiten Kriseneins&auml;tzen. Offiziell soll die Entscheidung f&uuml;r Ulm Ende kommender Woche bei einem Nato-Verteidigungsministertreffen in Br&uuml;ssel bekannt gegeben werden. Zu dem Treffen wird auch Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen erwartet.<br>\nMit der St&auml;rkung ihrer Kommando- und Streitkr&auml;ftestruktur reagiert die Nato auf die als aggressiv wahrgenommene Politik Russlands. Vor allem &ouml;stliche B&uuml;ndnispartner f&uuml;hlen sich bedroht, seit der gro&szlig;e Nachbar 2014 mit der Unterst&uuml;tzung pro-russischer Separatisten in der Ukraine begann und sich die Schwarzmeerhalbinsel Krim einverleibte. Im Zuge der Entspannungspolitik war die Kommando- und Streitkr&auml;ftestruktur der Nato in den Jahren davor enorm reduziert worden. Von den zeitweise mehreren Dutzend Hauptquartieren sind nach Nato-Angaben heute nur noch sieben &uuml;brig. Die Personalst&auml;rke sank von deutlich mehr als 20.000 Soldaten auf rund 6800. In einem als geheim eingestuften Nato-Bericht &auml;u&szlig;erten Milit&auml;rs zuletzt allerdings Zweifel daran, ob die Allianz noch angemessen und schnell genug auf einen russischen &Uuml;berraschungsangriff reagieren k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Neues-Nato-Kommando-kommt-nach-Ulm-article20459069.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ist die Behauptung, Russland betreibe eine aggressive oder expansive Au&szlig;enpolitik wirklich richtig und stimmt demzufolge insbesondere die Wahrnehmung der &ouml;stlichen NATO-Mitgliedsstaaten tats&auml;chlich? Oder leiden die politischen Eliten dieser Staaten Osteuropas unter einer Art Phobie gegen Russland quasi als &bdquo;Sp&auml;tfolge&ldquo; des Zwangsregimes w&auml;hrend der Sowjet-Zeit? Hat Russland die NATO umkreist oder war nicht vielmehr das Gegenteil in den letzten Jahrzehnten der Fall?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Nato dr&auml;ngt auf Beitritt von Georgien zur Osterweiterung<\/strong><br>\nVor dem Nato-Gipfel im Juli gibt es &ldquo;kreative&rdquo; Vorschl&auml;ge, wie sich das bewerkstelligen lie&szlig;e, ohne wegen der abtr&uuml;nnigen Provinzen durch Artikel 5 in einen Krieg mit Russland gezogen zu werden<br>\nGerade erst wurde bekannt, dass die Nato zwar keine neue Eingreiftruppe gegen die &ldquo;russische Bedrohung&rdquo;, aber auf Dr&auml;ngen der USA eine h&ouml;here Bereitschaft vorhandener Truppen aufbauen will (Aufr&uuml;stung ohne Entr&uuml;stung. Schnell soll damit die bestehende &ldquo;Nato-Speerspitze&rdquo;, also die Very High Readiness Joint Task Force (VJTF), die Nato Response Force (NRF) und die enhanced Forward Presence (eFP), im Konfliktfall durch weitere Truppen verst&auml;rkt werden.<br>\nDie Rede ist von zus&auml;tzlich 30.000 Soldaten oder 30 Bataillonen, 30 Flugzeugstaffeln (360 Flugzeuge) und 30 Schiffe, die in 30 Tagen einsatzbereit sein sollen. Deutschland soll f&uuml;r diese Bereitschaftstruppe eine besondere Verantwortung &uuml;bernehmen. Dazu kommen Ger&uuml;chte, dass das Pentagon &uuml;berlegt, Raketenabwehrsysteme des Typs THAAD nach Deutschland zu verlegen, was erneut eine Eskalation des Konflikts mit Russland bedeuten w&uuml;rde (Provozierte Eskalation: Kommt das US-Raketenabwehrsystem THAAD nach Deutschland?).<br>\nEs n&auml;hert sich der n&auml;chste Nato-Gipfel, der am 11. und 12. Juli im neuen Hauptquartier in Br&uuml;ssel stattfindet. Die Erwartungen sind gro&szlig;, dass dort nach der Eskalation des Konflikts mit Russland und mit dem Iran und den Problemen mit der T&uuml;rkei sowie den Belastungen der transatlantischen Beziehungen Richtungsentscheidungen getroffen werden. Wieder zur Diskussion steht auch die Fortsetzung der Nato-Erweiterung, die mit dem Ukraine-Konflikt vor&uuml;bergehend zu einem Stillstand gekommen ist. Das Ziel aber ist weiterhin, den Ring um Russland weiter zu schlie&szlig;en und die verbliebenen L&auml;nder im Osten in die Nato zu integrieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Nato-draengt-auf-Beitritt-von-Georgien-zur-Osterweiterung-4063817.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Provozierte Eskalation: Kommt das US-Raketenabwehrsystem THAAD nach Deutschland?<\/strong><br>\nReuters berichtet &uuml;ber Diskussionen im Pentagon, das Raketenabwehrsystem Terminal High Altitude Area Defense (THAAD) in Deutschland zus&auml;tzlich zu dem bereits im rum&auml;nischen Deveselu installierten und seit 2016 einsatzbereiten Aegis-Raketenabwehrsystem mit Abfangraketen des Typs SM-3 IB und dem weiteren im polnischen Redzikowo, das noch in diesem Jahr einsatzbereit sein sollte, aber das nun aufgrund technischer Probleme erst 2020 sein wird.. Der Entschluss der Bush-Regierung mit dem Austritt aus dem ABM-Abkommen im Jahr 2002 das amerikanische Raketenabwehrschild an der Grenze zu Russland zu installieren, war ein entscheidender Grund f&uuml;r die Eskalation zwischen Russland und Nato.<br>\nWashington und die Nato haben zwar immer wieder beteuert, das Raketenabwehrsystem richte sich nicht gegen Russland, sondern ausschlie&szlig;lich gegen Nordkorea und Iran. Doch das konnte man in Moskau nachvollziehbar nicht wirklich glauben &ndash; und in Rum&auml;nien und Polen sieht man es nat&uuml;rlich als Schutz vor Russland. Barack Obama hatte 2009 kurzzeitig nach Amtsantritt mit einer Ann&auml;herung an Russland versucht, den Ausbau des Raketenabwehrsystems in Osteuropa zu verhindern oder hinauszuz&ouml;gern (Katzenjammer in Warschau und Prag), kippte aber bald wieder um.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Provozierte-Eskalation-Kommt-das-US-Raketenabwehrsystem-THAAD-nach-Deutschland-4063679.html%20\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Antisemitismus-Debatte: Der Mythos vom No-go-Neuk&ouml;lln<\/strong><br>\nDass Antisemitismus auch heute in der deutschen wie auch in der migrantischen Bev&ouml;lkerung vorhanden ist, w&uuml;rde keiner meiner israelischen Bekannten abstreiten. Sie w&uuml;rden aber ausdr&uuml;cklich bestreiten, dass seine Existenz ihr Leben bestimmt oder sie in Angst versetzt.<br>\nDie wohlgemeinten Warnungen &uuml;ber die Bedrohung von j&uuml;dischem Leben sehen viele Israelis daher nicht nur als eine &uuml;berdramatisierte Darstellung an, sondern auch als eine Botschaft, die ihr Existenzrecht in der Diaspora verneint: Nur in Israel seid ihr sicher! Da geh&ouml;rt ihr hin!<br>\nNeben den zynischen Instrumentalisierungsversuchen der AfD, die pl&ouml;tzlich ihre Israel-Liebe entdeckt, befremden uns vor allem Bestrebungen, Kritik an der israelischen Politik mit Antisemitismus gleichzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/antisemitismus-debatte-der-mythos-vom-no-go-neukoelln.1005.de.html?dram:article_id=417399#\">DLF Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung von Tobias Riegel:<\/strong> Der Israeli und Wahlberliner Yossi Bartal tritt nachdenklich einer von ihm empfundenen Instrumentalisierung und &Uuml;berdramatisierung der Antisemitismus-Debatte in Deutschland entgegen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gaulands &bdquo;Vogelschiss&ldquo; &ndash; Der kalkulierte Tabubruch<\/strong><br>\nAfD-Chef Alexander Gauland hat sich keinen Ausrutscher geleistet. Die Aussage zielt auf eine neue Konstruktion von Geschichte und Identit&auml;t ab.<br>\nEinen &bdquo;Vogelschiss&ldquo; in der deutschen Geschichte hat der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland die Naziherrschaft genannt. Ein Vogelschiss ist unangenehm. Man kann ihn aber abwaschen, und die Angelegenheit ist vergessen. So &auml;hnlich stellt sich Gauland das wohl auch mit der Geschichte vor.<br>\nGaulands &Auml;u&szlig;erung reiht sich in eine ganze Reihe von Stellungsnahmen aus den Reihen der AfD ein, die die Bezeichnung Hetze mit Fug und Recht verdienen. Nun sind die AfD-Herrschaften keine Neonazis. Sie sind kl&uuml;ger. Sie stellen den Mord an sechs Millionen Juden nicht infrage, sie bejubeln nicht Adolf Hitler. Sie relativieren. Da wird v&ouml;lkisches Denken f&uuml;r diskutabel erkl&auml;rt. Deutsche Soldaten im Angriffskrieg werden zu tapferen K&auml;mpfern. Das Denkmal f&uuml;r die ermordeten Juden Europas in Berlin mutiert dagegen zum &bdquo;Denkmal der Schande&ldquo;.<br>\nEs ist also kein Ausrutscher, den sich Gauland geleistet hat. Es z&auml;hlt zum Programm, &uuml;berlebende Holocaust-Opfer und ihre Nachfahren zu beleidigen, f&uuml;r die die Nazijahre wohl kaum ein &bdquo;Vogelschiss&ldquo; waren und die &uuml;brigens auch Deutsche sind. Und es ist Absicht, den Massenmord unter &bdquo;ferner liefen&ldquo; verbuchen zu wollen &ndash; ein Tabubruch, k&uuml;hl kalkuliert.<br>\nDenn die AfD verkauft diesen Geschichtsrevisionismus nicht deshalb, weil sie die NS-Zeit glorifizieren will. Ihr geht es vielmehr um eine neue Konstruktion von Geschichte und Identit&auml;t. Das ergibt sich, wenn man Gaulands Satz, so schwer es auch f&auml;llt, insgesamt liest: &bdquo;Hitler und die Nazis sind nur ein Vogelschiss in &uuml;ber 1.000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte&ldquo;, hat er gesagt. Der Satz ist nat&uuml;rlich v&ouml;lliger Bl&ouml;dsinn, wenn man bedenkt, dass sich die postulierte deutsche Geschichte in einer Unzahl kleiner F&uuml;rstent&uuml;mer manifestierte, die eifers&uuml;chtig miteinander konkurrierten. Der kaum verdeckte Subtext aber lautet, dass die Deutschen als Nation wieder stolz auf diese Geschichte sein sollen und damit auf sich selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Gaulands-Vogelschiss\/!5507575\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Wut des &Ouml;konomen<\/strong><br>\nIn seinem neuen Buch rechnet Stephan Schulmeister ausf&uuml;hrlich mit dem Neoliberalismus ab. [&hellip;]<br>\nDer Band ist mehr als ein Wutausbruch. Er ist eine Mischung aus Lehrbuch und Anklageschrift. F&uuml;r Laien erkl&auml;rt Schulmeister in den ersten Kapiteln ausf&uuml;hrlich die vorherrschenden neoklassischen Wirtschaftstheorien, geizt nicht mit Grafiken und holt zu historischen Exkursen aus &ndash; von Adam Smith &uuml;ber die Mont Pelerin Society, die 1947 vom &Ouml;sterreicher Friedrich August von Hayek gegr&uuml;ndet wurde und noch heute besteht, bis zur Wirtschaftspolitik der Europ&auml;ischen Union und ihrer Mitgliedsstaaten.<br>\nVieles davon kennt man aus fr&uuml;heren Texten von Stephan Schulmeister. Seine Grundannahme hat er bereits oft vorgetragen: Der Neoliberalismus, f&uuml;r Schulmeister die gr&ouml;&szlig;te Gegenaufkl&auml;rung der Geschichte, dominiert das &ouml;konomische Denken der Eliten und l&auml;sst keine Alternativen zu. Ethik und Moral haben in diesem Denksystem keinen Platz, die neoliberalen &ldquo;Therapien&rdquo; f&uuml;r Krankheiten, die das System selbst verursacht hat, verschlimmern die Symptome jedoch nur und f&uuml;hren zu Arbeitslosigkeit, prek&auml;rer Besch&auml;ftigung, sozialer Unsicherheit und Armut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2018\/22\/der-weg-zur-prosperitaet-stephan-schulmeister-neoliberalismus\">ZEIT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Attac 1998-2018: Zwanzig Jahre Globalisierungskritik<\/strong><br>\nEine andere Welt ist m&ouml;glich und n&ouml;tiger denn je: Tobin-Tax, Gesamtkonzernsteuer und sozial-&ouml;kologischer Umbau<br>\nVor 20 Jahren, am 2. Juni 1998, gr&uuml;ndete sich in Frankreich das globalisierungskritische Netzwerk Attac. Trotz globalisierter M&auml;rkte ist eine andere als nur neoliberale Politik m&ouml;glich, lautete die damals revolution&auml;r klingende Forderung. Und, sehr viel konkreter: Durch die Besteuerung von Finanztransaktionen wird die &Ouml;konomie stabilisiert und die Welt etwas gerechter. (&hellip;)<br>\nDer Name war Programm: Attac steht f&uuml;r Association pour la Taxation des Transactions financi&egrave;res pour l&rsquo;Aide aux Citoyens (Vereinigung f&uuml;r die Besteuerung von Finanztransaktionen zum Wohl der B&uuml;rger*innen). Mit der Einf&uuml;hrung der sogenannten Tobin-Tax, heute in erweiterter Form als Finanztransaktionssteuer bekannt, sollte die Wirtschaft weniger krisenanf&auml;llig und die Welt etwas gerechter gemacht werden. Die Steuer w&uuml;rde Finanzspekulationen verteuern und damit eind&auml;mmen. Die Verwendung der Steuereinnahmen f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung &auml;rmerer L&auml;nder w&uuml;rde etwas mehr Gerechtigkeit schaffen.<br>\n20 Jahre sp&auml;ter verhandeln zwar zehn europ&auml;ische L&auml;nder &uuml;ber eine europ&auml;ische Finanztransaktionsteuer, aber die Auseinandersetzung um ihre Einf&uuml;hrung ist noch nicht gewonnen. Um die Steuerticks vor allem gro&szlig;er global agierender Konzerne einzud&auml;mmen, fordert Attac heute eine Gesamtkonzernsteuer. Sie soll verhindern, dass Geld in Steuerparadiese verschoben werden kann und daf&uuml;r sorgen, dass Gewinne dort versteuert werden, wo sie entstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/attac-1998-2018-zwanzig-jahre-globalisierungskritik-1\/\">attac<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-44249","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44249","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=44249"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44249\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44251,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44249\/revisions\/44251"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=44249"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=44249"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=44249"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}