{"id":44267,"date":"2018-06-05T08:19:09","date_gmt":"2018-06-05T06:19:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44267"},"modified":"2018-06-05T08:19:09","modified_gmt":"2018-06-05T06:19:09","slug":"hinweise-des-tages-3132","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44267","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44267#h01\">Keiner mag uns &ndash; warum nur?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44267#h02\">Seid willkommen, Verdammte dieser Erde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44267#h03\">Didier Eribon &ndash; Nationalismus ist auch ein Problem der Linken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44267#h04\">&raquo;Wir m&uuml;ssen aufh&ouml;ren, unsere eigenen W&auml;hlerInnen zu demobilisieren&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44267#h05\">Vom progressiven Neoliberalismus zu Trump<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44267#h06\">Why the Left Should Embrace Brexit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44267#h07\">Italiens deutsche Falle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44267#h08\">&Ouml;konomenverband h&auml;lt Kollegen f&uuml;r r&uuml;ckw&auml;rtsgewandt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44267#h09\">So umf&auml;hrt Deliveroo Mitbestimmung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44267#h10\">Einmal Arbeiterkind, immer Arbeiterkind?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44267#h11\">Auch schmutziges Geld l&auml;sst die Immobilienpreise steigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44267#h12\">Axa k&uuml;ndigt Tausende Vertr&auml;ge &uuml;ber lebenslange Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44267#h13\">Alternde Bev&ouml;lkerung l&auml;sst Staatsschulden und Sozialbeitr&auml;ge explodieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44267#h14\">Warum die imperiale Lebensweise die Klassenfrage ausblenden muss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44267#h15\">Linke Dialektik gegen rechte Parolen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44267#h16\">Pop: Der brave Traum vom Ausbruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44267#h17\">Die Unterhosen-Wichtel-Linke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44267#h18\">Joschka Fischer warnt vor dem Ende der EU<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Keiner mag uns &ndash; warum nur?<\/strong><br>\nNat&uuml;rlich exportieren wir viel, auch weil wir gute Produkte anbieten. Und nat&uuml;rlich gibt es politisch Argumente daf&uuml;r, dass deutsche Politiker darauf achten, was mit den Geldern aus Deutschland gemacht wird, die zur Abwendung einer Staatspleite ausgeliehen wurden. Und nat&uuml;rlich kann nicht jeder machen, was er will, wenn man eine gemeinsame W&auml;hrung teilt. Alles richtig. Trotzdem ist es eine Katastrophe, was deutsche Politverantwortliche in beiden Angelegenheiten seit Jahren getan haben &ndash; und wie wenig das hierzulande als Katastrophe wahrgenommen wird.<br>\nEs kann auf Dauer einfach nicht gut gehen, wenn ein Land so unfassbar viel mehr Geld damit verdient, dass Leute in anderen L&auml;ndern sch&ouml;ne deutsche Autos oder Maschinen kaufen, als das Land selbst Waren aus dem Ausland kauft. Deutschlands entsprechender Leistungsbilanz&uuml;berschuss liegt mittlerweile bei atemberaubenden fast 300 Milliarden Euro &ndash; so viel Geld muss im Rest der Welt de facto an Kredit aufgenommen werden, um deutsche Waren zu kaufen; weil wir nicht genauso viel im Ausland kaufen.<br>\nSelbst wenn es keinen Donald Strafzoll Trump g&auml;be: So etwas f&uuml;hrt fr&uuml;her oder sp&auml;ter zur n&auml;chsten Schuldenkrise. Und da hilft es auch nicht, zum x-ten Mal darauf zu verweisen, dass die Deutschen halt alle alt werden und zur Vorsorge sparen m&uuml;ssen. Das m&uuml;ssen andere auch. Das &auml;ndert nichts daran, dass durch den einseitigen Exporteifer international gef&auml;hrliche finanzielle Schieflagen entstehen.<br>\nEs ist auf Dauer auch absurd zu glauben, dass es gut geht, wenn deutsche Geld- und Lehrmeister in anderen L&auml;ndern darauf pochen, dass diese oder jene Regierung nun bitte hier und da ordentlich zu k&uuml;rzen oder Steuern anzuheben habe &ndash; oder der Deutsche Bundestag mit all seiner himmlischen &ouml;konomischen Kompetenz dar&uuml;ber entscheidet, ob die Griechen jetzt genug getan haben, um Geld zu kriegen oder nicht.<br>\nAll das lie&szlig;e sich noch ertragen, wenn es &ouml;konomisch wenigstens als gesichert g&auml;lte, dass das K&uuml;rzen die Wirtschaft st&auml;rkt und am Ende wieder alle etwas davon haben &ndash; das glauben aber nur noch deutsche Alt&ouml;konomen und politische &Ouml;konomieamateure.<br>\nUnter f&uuml;hrenden Experten ist Konsens, dass allzu harsche Austerit&auml;t kontraproduktiv wirkt &ndash; weil der Wirtschaft dabei die Leute abhanden kommen, die genug Geld verdienen, um Waren zu kaufen. Wenn das stimmt, hei&szlig;t das nichts anderes, als dass fr&uuml;here deutsche Finanzminister wie Wolfgang Sch&auml;uble demokratisch gew&auml;hlten Kollegen anderer L&auml;ndern &uuml;ber Jahre schlechte Politik aufgepresst haben, die alles nur schlimmer macht (und die &uuml;brigens die Deutschen selbst auch nicht praktiziert haben &ndash; gegen die Sparpakete Griechenlands und Italiens war die Agenda 2010 ein Paradies).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/wut-auf-deutschland-darum-mag-keiner-die-deutschen-kolumne-a-1210572.html\">Thomas Fricke auf SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Auf den NachDenkSeiten finden sich dazu weitere ungez&auml;hlte Beitr&auml;ge und Hinweise, die verdeutlichen, dass man sich aus einer wirtschaftlichen Krisensituation nicht heraus sparen kann. Wie auch Fricke in seinem Beitrag aufzeigt endet diese Politik regelm&auml;&szlig;ig im &ouml;konomischen Desaster &ndash; siehe Griechenland. Weshalb wird die Austerit&auml;tspolitik dennoch weiter durch die Neoliberalen propagiert? Auf deren absolute &ouml;konomische Beschr&auml;nktheit zu schlie&szlig;en greift zu kurz. Dazu sollte man reflektieren, dass das Austerit&auml;tsdiktat &uuml;ber Griechenland mit einem radikalen Programm zur Privatisierung &ouml;ffentlicher Infrastruktur verbunden ist. Mit der &ldquo;Sparpolitik&rdquo; sollen dem Staat die finanziellen Mittel entzogen werden Einrichtungen der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge unterhalten zu k&ouml;nnen um diese dann privaten &ldquo;Investoren&rdquo; zur Ausbeutung zu &uuml;berlassen. Es geht schlicht und ergreifend darum das Geld der B&uuml;rger in den Sektor der Finanzindustrie und letztendlich in die Taschen der Superreichen umzuleiten.<\/em><\/p>\n<p><em>Das ist die Antwort:<\/em><\/p>\n<p><strong>&ldquo;Unertr&auml;gliche deutsche Arroganz&rdquo;: Der Spiegel sorgt mit Spaghetti-Galgen als Symbol f&uuml;r Italien-Krise f&uuml;r Kritik<\/strong><br>\nF&uuml;r das Titelbild der aktuellen Spiegel-Ausgabe haben sich die Macher das italienische Nationalgericht zu Hilfe genommen: Die Spaghetti. Jedoch nicht ganz so harmlos, wie man sonst von einer Nudel denkt: Statt lediglich um eine Gabel gewickelt, bildet sie am einen Ende einen Galgenstrick. Betitelt ist das Cover in den Farben der italienischen Nationalflagge mit &ldquo;Ciao amore! Italien zerst&ouml;rt sich selbst &ndash; und rei&szlig;t Europa mit&rdquo;.<br>\nDas Cover des Nachrichtenmagazins sorgt f&uuml;r Emp&ouml;rung. Der Professor und Leiter des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, empfindet es als geschmacklos und sieht sich gen&ouml;tigt etwas klarzustellen:<br>\n&ldquo;A terrible way to polarize Europe. Distasteful cover of Der Spiegel, one of Germany&rsquo;s most important papers.<br>\nBe assured: this is certainly not the view of the majority of Germans! #in<br>\n&mdash; <a href=\"https:\/\/twitter.com\/MFratzscher\/status\/1002854060918177792\/photo\/1\">Marcel Fratzscher<\/a> (@MFratzscher) June 2, 2018&ldquo;<br>\nIn einem weiteren Tweet schreibt er, dass Provokation wichtig f&uuml;r die Medien sei, &ldquo;Respektlosigkeit sollte es jedoch nicht sein&rdquo;. &Auml;hnlich sieht das der pensionierte &Ouml;konom Stephan Schulmeister, der am &ouml;sterreichischen Wirtschaftsforschungsinstitut gearbeitet hat.<br>\n&bdquo; Eine Geschmacklosigkeit der Sonderklasse, in Italien weckt man so die Erinnerung an die deutschen Massaker von Marzabotto etc. wie zuvor in Griechenland an jene von Distomo etc. Diese Dummheit SPIEGELt nicht das Denken der meisten Deutschen, der AfD-Fans aber wohl&hellip;<br>\n&mdash; <a href=\"https:\/\/t.co\/olPIKJ8SC8\">Stephan Schulmeister<\/a> (@StSchulmeister) June 2, 2018&ldquo;<br>\nEs sei zudem eine Geschmacklosigkeit der Sonderklasse. Er pr&auml;zisiert in einem anderen Tweet noch einmal die Klarstellung von Fratzscher: &ldquo;Die Dummheit SPIEGELt nicht das Denken der meisten Deutschen, der AfD-Fans aber wohl&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/meedia.de\/2018\/06\/04\/unertraegliche-deutsche-arroganz-der-spiegel-sorgt-mit-spaghetti-galgen-als-symbol-fuer-italien-krise-fuer-kritik\/?utm_campaign=NEWSLETTER_MITTAG&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">Meedia<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Seid willkommen, Verdammte dieser Erde<\/strong><br>\nNo Border, No Nation: Wie ein moralisch motivierter Kurzschluss DIE LINKE zu zerst&ouml;ren droht<br>\nOffene Grenzen f&uuml;r Menschen in Not und regulierte Einwanderung &ndash; das sind die Grunds&auml;tze linker Parteien in Europa, wenn es um Flucht und Migration geht. Dieser Konsens enth&auml;lt &ndash; je nach Geschichte und aktueller Lage des jeweiligen Landes &ndash; allerlei Variationen. Aber die humanit&auml;re Verpflichtung und die Notwendigkeit, Immigration zu regeln, sind der selbstverst&auml;ndliche Ausgangspunkt.<br>\nDie britische Labour Party, die in einem spektakul&auml;ren Turnaround wieder zu einer linken und starken Partei geworden ist, fordert in ihrem Wahlmanifest &bdquo;faire Regeln und ein vern&uuml;nftiges Management der Migration&ldquo;.[1] Labour stellt sich der doppelten Herausforderung: Was ist unsere moralische Verpflichtung angesichts des mit Flucht und Migration verbundenen Leids, und was ist politisch durchsetzbar? In der Linkspartei ist das seit einiger Zeit anders. Genossinnen und Genossen, die solche Fragen stellen, werden zur Zielscheibe &uuml;bler Verbalgeschosse, abgefeuert mit dem Gestus &uuml;bersch&auml;umender Gesinnungsethik. Die Bewegung von Menschen sei auf humane Weise nicht regulierbar. Deshalb k&ouml;nne es nur eine L&ouml;sung geben: alle d&uuml;rfen kommen, alle d&uuml;rfen bleiben. Schleift sofort alle Grenzen, vergesst die Nation. No Border, No Nation.<br>\nIn dieser Denkweise entspringt das politische Mittel unmittelbar aus dem moralischen Zweck. Jede Abw&auml;gung, jede Frage nach den Voraussetzungen und den Folgen vollkommen freier Migration, jede Warnung vor dem Risiko entgrenzter Arbeitsm&auml;rkte, jeder Verweis auf andere und wirksamere M&ouml;glichkeiten der Bek&auml;mpfung von Not und Armut sei eine Abweichung vom Pfad der Humanit&auml;t. Die No-Border-Fraktion exkommuniziert jeden Einwand. Wer die Bewegung von Menschen in irgendeiner Weise &ndash; und sei es auch sanft, gro&szlig;z&uuml;gig und rechtsstaatlich &ndash; steuern will, sei letztlich zum T&ouml;ten bereit.<br>\nIn dieser Logik ger&auml;t jede andere Position in den Verdacht des gewaltbereiten Wohlstandschauvinismus. Wer das Asylrecht st&auml;rken will, aber schrankenlose Immigration ablehnt, ist ein elender Nationalist. Wer wie Union, SPD und auch Gr&uuml;ne an Einwanderungsgesetzen bastelt, die nach Kriterien der N&uuml;tzlichkeit selektieren, m&uuml;sste folglich dem Faschismus nahe sein. Und f&uuml;r Seehofer und die AfD g&auml;be es keinen Begriff mehr. [&hellip;]<br>\nWagen wir also f&uuml;r die Bundesrepublik durchzubuchstabieren, was die No-Border-Fraktion der Linkspartei verlangt. Die Beschr&auml;nkung auf Deutschland ist legitim, weil bislang nicht ge&auml;u&szlig;ert wurde, dass die Migrationsfreiheit nur dann gelten soll, wenn andere europ&auml;ische L&auml;nder, die ganze EU oder die Gesamtheit der Industriel&auml;nder mitziehen. Respice finem &ndash; beachte das Ende. Was also k&ouml;nnte geschehen, wenn die Bundesrepublik Deutschland im Alleingang ihre Grenzen schleift und wenn wir der Welt zurufen: &bdquo;Alle k&ouml;nnen kommen, alle d&uuml;rfen bleiben &ndash; gewaltfrei und mit Rechtsgarantie&ldquo;. [&hellip;]<br>\nSeid willkommen, Verdammte dieser Erde. Diese Losung kann, wenn sie vereinend wirken soll, nur bedeuten: starkes Asylrecht plus regulierte Einwanderung. Mit einer sektiererischen No-Border-Position landet DIE LINKE in selbstverschuldeter Isolation. Dieser akademische Verbal-Internationalismus eines sofortigen und unbegrenzten Immigrationsrechts wird die Rechten st&auml;rken. Wacht auf, Ihr LINKEN dieses Landes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hansthie.de\/seid-willkommen-verdammte-dieser-erde\/\">Hans Thie<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sehr lesenswert! Sollten Sie (noch) nicht so im Thema sein, schauen Sie sich bitte ruhig auch einmal die Artikel an, die auf den NachDenkSeiten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?tag=zuwanderung\">zum Thema erschienen sind<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Didier Eribon &ndash; Nationalismus ist auch ein Problem der Linken<\/strong><br>\nPopulisten gelangen in Europa immer &ouml;fter an die Macht. Der franz&ouml;sische Soziologe benennt die Gr&uuml;nde f&uuml;r ihren Erfolg. Nun pl&auml;diert er f&uuml;r ein anderes Europa In R&uuml;ckkehr nach Reims (Suhrkamp) beschreibt der franz&ouml;sische Soziologe Didier Eribon die m&uuml;hevolle Wiederann&auml;herung an seine proletarische Herkunft. Das Buch wurde im deutschsprachigen Raum zu einem gro&szlig;en Erfolg. Auch deshalb, weil es eine kluge Analyse dessen liefert, war um die Arbeiterschicht heute mehrheitlich rechts w&auml;hlt. Auf Einladung der Akademie der bildenden K&uuml;nste und der Universit&auml;t Wien besuchte Eribon diese Woche Wien und pr&auml;sentierte sein Nachfolgebuch Gesellschaft als Urteil. 400 Leute seien ge kommen, erz&auml;hlt er bei unserem Zusammentreffen strahlend.<br>\nSTANDARD: Beginnen wir mit einem aktuellen Bild aus der Politik: Italien steht vor einer populistischen Regierung. Pr&auml;sident Mattarella versuchte offenbar umsonst, diese abzuwenden. Welche Assoziationen weckt das bei Ihnen?<br>\nEribon: Die Situation in Italien ist vielschichtig. In St&auml;dten wie Genua oder Turin, die in den 1970er-Jahren Hochburgen der Kommunistischen Partei waren, wird heute die F&uuml;nf-Sterne-Bewegung oder Lega Nord gew&auml;hlt. Es ist genau das passiert, was ich in R&uuml;ckkehr nach Reims beschrieben habe. Die Linke hat aufgrund eigener Fehler verloren. Mattarella wollte die EU vor der Bedrohung der beiden Bewegungen sch&uuml;tzen &ndash; man kann das durchaus verstehen. Doch er h&auml;tte damit auch jene EU-Politik gest&auml;rkt, die prim&auml;r neoliberal ausgerichtet ist. Die Prekarisierung hat die Menschen erst dazu gebracht, f&uuml;r die Populisten zu stimmen. Was dieses Bild also nahelegt, ist, dass wir ein anderes Europa brauchen: eines, das auf Arbeiterrechten aufbaut; ein soziales, kulturelles Europa, nicht dieses neoliberale, das Menschen Lebensgrundlagen nimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/derstandard.at\/2000080814645\/Didier-Eribon-Nationalismus-ist-auch-ein-Problem-der-Linken\">Der Standard<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&raquo;Wir m&uuml;ssen aufh&ouml;ren, unsere eigenen W&auml;hlerInnen zu demobilisieren&laquo;<\/strong><br>\nDer LINKE-Politiker Wulf Gallert &uuml;ber die Europa-Politik seiner Partei und die Wahlen zum EU-Parlament 2019 [&hellip;]<br>\n&bdquo;Nicht erst seit heute, und ich prognostiziere das auch f&uuml;r die n&auml;chsten Jahre, hat die LINKE eine ziemliche Breite in der Positionierung zur europ&auml;ischen Integration. Es gibt die klare Pro-Haltung von Katja Kipping oder von Gregor Gysi, es gab den Antrag f&uuml;r eine &raquo;Republik Europa&laquo;, auf dem letzten Bundesparteitag, dagegen die Standpunkte von Sahra Wagenknecht oder Fabio De Masi. Es gibt die Debatte um &raquo;Plan B&laquo; oder die Frage, wie wir die Position von Jean-Luc M&eacute;lenchon und dessen Identifikation mit dem Nationalstaat als Alternative zur EU einsch&auml;tzen.<br>\n [&hellip;] Also m&uuml;sste ganz klar ein pro-europ&auml;ischer Wahlkampf gef&uuml;hrt werden mit dem Anspruch, die gegenw&auml;rtige EU zu ver&auml;ndern?<br>\nIch denke schon. Und das ist auch m&ouml;glich. Wir haben nicht das Problem, dass unsere potenzielle W&auml;hlerschaft in zwei v&ouml;llig kontr&auml;re Gruppen auseinanderf&auml;llt. N&auml;mlich die einen, die hundert Prozent Pro-Europa sind und den Nationalstaat &uuml;berwinden wollen, und die andere, die die EU als neoliberales Teufelswerk betrachtet und meint, beispielsweise Sozialpolitik lie&szlig;e sich nur auf nationalstaatlicher Ebene organisieren. Die gro&szlig;e Mehrheit ist aufgeschlossen gegen&uuml;ber der europ&auml;ischen Integration, auch wenn sie vollkommen zu Recht den Zustand der Europ&auml;ischen Union kritisiert. [&hellip;] Die europ&auml;ische Integration ist f&uuml;r viele linksorientierte Menschen auch die Antwort auf Nationalismus, eine Positionierung gegen Rassismus und den Aufschwung der Rechten. Und gerade f&uuml;r den Osten Deutschlands gibt es noch einen anderen Zugang zur Europ&auml;ischen Union: Wir haben mit den europ&auml;ischen Strukturfonds seit zwanzig Jahren viele Milliarden Euro in die Sanierung der Regionen gesteckt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1089977.linke-und-die-eu-wir-muessen-aufhoeren-unsere-eigenen-waehlerinnen-zu-demobilisieren.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.S.:<\/strong> In der schwersten Krise der EU, nach CETA, Erpressung von Regierungen in Italien und Griechenland, massiver Militarisierung der EU, dreckigen Deals mit Erdogan und Einstellung von Seenotrettung und vor allem wirtschafspolitisch immer verr&uuml;ckteren Vertragstexten (von Maastricht-Kriterien bis Six-pack, Two-Pack etc) soll also ein pro-europ&auml;ischer Wahlkampf gef&uuml;hrt werden. Wen Gallert erreichen m&ouml;chte, wird deutlich: nur die liberale Mittelschicht, die in etwas verbohrter Weise das Heil in der EU sieht, aber oft gar nicht benennen kann, wieso. Die AfD und andere freuen sich, wenn DIE LINKE als EU-kritische Kraft ausf&auml;llt. Hier sieht man auch, welche Auswirkungen die Fixierung der Parteivorsitzenden Kipping\/Riexinger auf die urbanen Mittelschichts-Milieus hat. Statt &uuml;berzeugend realistische linke Positionen zu vertreten, passt man sich an den Mittelschichts-Mainstream an.<\/em><\/p>\n<p><em>Aus unerkl&auml;rlichen Gr&uuml;nden bauen die Ostlandesverb&auml;nde in der Linken den Wahlverlierer und Frauenversteher Wulf Gallert &uuml;brigens als neuen Europaexperten auf und wollen ihn kommendes Jahr auf die Bundesliste zur Europawahl parken. Hast Du nen Opa&hellip; Dass Herr Gallert daf&uuml;r wenig geeignet ist, zeigt dieses Interview. Er scheint die Debatte um einen Plan B, die sich nach der Erpressung der griechischen Syriza-Regierung durch die Troika gebildet hat, nie verstanden zu haben. Der Grundsatz von Plan B ist &bdquo;Wir versuchen, auf EU-Ebene Dinge zu ver&auml;ndern. Wenn dies nicht klappt, weil es im Rat der EU zu viele Veto-Spieler gibt, um die Grundlagen\/Vertr&auml;ge zu &auml;ndern, dann gehen wir zur Not unilaterale Wege und f&uuml;hren solche EU-Gesetze, die gegen eine linke Politik stehen, nicht mehr aus.&ldquo; Das ist eine sinnvolle Strategie, um auch die eher pro-EU eingestellten Mittelschichtler &bdquo;abzuholen&ldquo; und anhand von Sachpolitik zu erden. F&uuml;r Gallert scheint das b&ouml;ser Nationalismus zu sein. Irre. K&uuml;rzlich war zu lesen, dass ein Drittel der wirtschaftspolitischen Forderungen von Corbyns Labour Programm gegen EU-Recht versto&szlig;en w&uuml;rden &ndash; was als positiver Nebeneffekt des Brexits f&uuml;r die Briten nun ein kleineres Problem ist. Aber was heisst das f&uuml;r uns: Wie w&auml;re es mit einer voll in &ouml;ffentlicher Hand befindlichen Bahn oder Post, die &uuml;ber profitable Bereiche eine Grundversorgung in allen Ecken des Landes quersubventionieren und erm&ouml;glichen k&ouml;nnte. Daf&uuml;r m&uuml;sste man den liberalisierten irren Wettbewerb auf der Schien und im Paketwesen beenden, der eh nur zu Lasten der Besch&auml;ftigten und des Service geht. Beides ist aber mit EU-Recht nicht vereinbar! Opportunistischen Wohlf&uuml;hl-Linken wie Gallert ist das wohl zu konkret. Sie schwafeln von pro-europ&auml;isch und dass man die EU ja reformieren k&ouml;nne, sagen aber NIRGENDWO, wie genau das passieren soll &ndash; haben also &uuml;berhaupt KEINE STRATEGIE, wie man mit den realen Machtverh&auml;ltnissen und Vertragswerken der EU umgehen m&ouml;chte. Schlie&szlig;lich: Dass die marktliberale Politik der EU einer der Gr&uuml;nde f&uuml;r den Aufstieg rechter Kr&auml;fte in Osteuropa ist, ist Herrn Gallert ebenso unbekannt, wie die Tatsache, dass die von ihm gelobten Strukturfonds auch als Druckmittel eingesetzt werden (Stichwort: Makro&ouml;konomische Konditionalit&auml;t siehe hier). Zum Sch&auml;men.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Vom progressiven Neoliberalismus zu Trump<\/strong><br>\nTrump ist das Poster Child einer globalen Krise. L&ouml;sen kann sie nur die Linke.<br>\nMan muss bef&uuml;rchten, als Schw&auml;tzerin abgetan zu werden, wenn man heute von &bdquo;der Krise&ldquo; spricht. Zu sehr wurde dieser Begriff durch endloses Gerede banalisiert. Und doch haben wir es in einem ganz pr&auml;zisen Sinne mit einer Krise zu tun, deren Ende wir einen Schritt n&auml;her kommen, wenn es uns gelingt, ihren Eigencharakter und ihre Dynamik genau zu bestimmen. Vielleicht erhaschen wir gar einen Blick auf Auswege aus der gegenw&auml;rtigen Sackgasse: durch politische Neuaufstellung hin zur gesellschaftlichen Transformation.<br>\nWir haben es auf den ersten Blick mit einer politischen Krise zu tun, eine Krise, die ihre spektakul&auml;rste Form wohl in den USA angenommen hat: Donald Trump, die Umst&auml;nde seiner Wahl, seine Pr&auml;sidentschaft und die Konflikte, die sie umgeben. Doch fehlt es auch anderswo nicht an Entsprechungen: das britische Brexit-Debakel; der Legitimit&auml;tsverlust der Europ&auml;ischen Union und der Absturz der sozialdemokratischen und Mitte-Rechts-Parteien, auf die sie sich st&uuml;tzte und weiterhin st&uuml;tzt; der grassierende Erfolg rassistischer und fremdenfeindlicher Parteien in Ost- und Mitteleuropa sowie autorit&auml;rer, teils proto-faschistischer Kr&auml;fte in Lateinamerika, Asien und im Pazifikraum. Tr&auml;fe es der Begriff der politischen Krise, so w&auml;re sie keine amerikanische, sondern eine globale.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/adamag.de\/nancy-fraser-progressiver-neoliberalismus-trump\">Ada<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Why the Left Should Embrace Brexit<\/strong><br>\nRemainers claim that Brexit will be an economic apocalypse. But it provides the opportunity for a radical break with neoliberalism.<br>\n[&hellip;]The Left&rsquo;s anti-Brexit hysteria, however, is based on a mixture of bad economics, flawed understanding of the European Union, and lack of political imagination. Not only is there no reason to believe that Brexit would be an economic apocalypse; more importantly, abandoning the EU provides the British left &mdash; and the European left more generally &mdash; with a once-in-a-lifetime opportunity to show that a radical break with neoliberalism, and with the institutions that support it, is possible.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobinmag.com\/2018\/04\/brexit-labour-party-socialist-left-corbyn\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Italiens deutsche Falle<\/strong><br>\nIn Rom benennt eine Koalition die Fehler der W&auml;hrungsunion. Da sind die Besserwisser aus dem Norden gleich zur Stelle Italiens deutsche Falle<br>\nItaliens Koalition, die nun wohl doch keine Regierung bilden kann, hat Deutschland und gro&szlig;e Teile Nordeuropas verbal schon wieder in den Griechenland-Modus versetzt: Der Norden sei solide, der S&uuml;den marode und unberechenbar. Die Kl&uuml;geren unter den n&ouml;rdlichen Besserwissern heben lediglich warnend den Zeigefinger ob der drohenden Konsequenzen s&uuml;dlicher Ausgaben-Orgien, die dumpfbackigen Besserwisser sprechen unverhohlen von s&uuml;dlichen &bdquo;Schnorrern&ldquo;, gef&auml;hrlichen Populisten und rechtsradikalen Feinden der Demokratie. Der deutsche EU-Kommissar G&uuml;nther Oettinger, der bei Letzteren immer ganz vorne mitmischt, hofft gar, dass &bdquo;die M&auml;rkte&ldquo; italienischen W&auml;hlern den rechten Weg weisen.<br>\nDas alles ist gro&szlig;er Unsinn. Diesen aber verbreiten die n&ouml;rdlichen Besserwisser nicht bewusst, sondern reflexartig: weil sie nach Jahren der Verdr&auml;ngung einfach nicht mehr zu erkennen imstande sind, wie gro&szlig; ihr Anteil an der italienischen und an der s&uuml;deurop&auml;ischen Misere ist. W&uuml;rden sie nur einen Hauch von Makro&ouml;konomik verstehen, m&uuml;ssten sie sehen, dass sie selbst Italien eine Falle gestellt haben, die dem Land nur &bdquo;radikale&ldquo; Optionen bel&auml;sst.<br>\nItaliens Wirtschaft hat sechs Jahre Rezession hinter sich. Die dringlichste Aufgabe einer neuen Regierung ist es, diese Wirtschaft zu beleben. Doch wie belebt man eine Wirtschaft, die am Boden liegt? Jeder &Ouml;konom, der volkswirtschaftliche Gesamtrechnung beherrscht, wei&szlig;, dass man daf&uuml;r einen Impuls braucht. Ein solcher Impuls kann aus verschiedenen Richtungen kommen. Doch allen Impulsen ist gemein, dass sie darauf beruhen, dass jemand Geld ausgibt, das er &ndash; um es in der Sprache der Dumpfbacken zu sagen &ndash; nicht hat. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/italiens-deutsche-falle\">Heiner Flassbeck in der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&Ouml;konomenverband h&auml;lt Kollegen f&uuml;r r&uuml;ckw&auml;rtsgewandt<\/strong><br>\nchim Wambach, der Vorsitzende des Vereins f&uuml;r Socialpolitik, h&auml;lt das Potenzial der sogenannten pluralen &Ouml;konomik f&uuml;r begrenzt. &bdquo;Inhaltlich hat uns die plurale &Ouml;konomik nicht weitergebracht&ldquo;, sagte Wambach im Interview mit WELT AM SONNTAG.<br>\n&bdquo;Bei der Umwelt&ouml;konomik, der Energie&ouml;konomik, im Finanzbereich oder auch der Finanzwissenschaft, da kommt nichts von den Pluralen&ldquo;, so Wambach weiter. Der Verein f&uuml;r Socialpolitik ist der wichtigste &Ouml;konomenverband im deutschsprachigen Raum. Achim Wambach leitet neben dem Verein auch die Monopolkommission und das Zentrum f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim.<br>\nDie plurale &Ouml;konomik wirft den herrschenden Denkschulen in der etablierten Volkswirtschaftslehre Einseitigkeit, Praxisferne und Konformit&auml;tsdruck vor. Seit der Finanzkrise hat sie vermehrte Beachtung und Zulauf gefunden.<br>\nAchim Wambach h&auml;lt der pluralen &Ouml;konomik im Interview R&uuml;ckw&auml;rtsgewandtheit vor: &bdquo;Wenn es darum geht, die nun in den Fokus ger&uuml;ckten Probleme anzupacken &ndash; etwa die Beurteilung von systemischen Risiken oder die Auswirkungen der neuen Bankenregulierung &ndash;, da hilft die Reaktivierung alter Denkschulen nicht weiter&ldquo;, sagte er WELT AM SONNTAG. &bdquo;Daf&uuml;r braucht man eine ordentliche &ouml;konomische und &ouml;konometrische Ausbildung.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article176907917\/Denkschulen-Verein-fuer-Socialpolitik-kritisiert-Kollegen.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der &bdquo;Verein f&uuml;r Socialpolitik&ldquo; ist einer der sch&auml;rfsten Verfechter der neoliberalen Ideologie in Deutschland. Es ist geradezu eine groteske Verdrehung der Realit&auml;t, wenn dessen Vorsitzender, &Ouml;konomen, die sich nicht an der neoliberalen Denkschule orientieren, vorwirft sie seien r&uuml;ckw&auml;rtsgewandt. Die &bdquo;ordentliche &ouml;konomische und &ouml;konometrische Ausbildung&ldquo; der Mainstream&ouml;konomen hat die Welt 2008 in die schlimmste Finanzkrise seit der Weltwirtschaftskrise von 1929 gest&uuml;rzt, das neoliberale Austerit&auml;tsdiktat &uuml;ber Griechenland hat die griechische Volkswirtschaft vollst&auml;ndig ruiniert und die Gesellschaft zerr&uuml;ttet, aber wie die Attacken auf die neue italienische Regierung zeigen, hat man rein gar nichts dazu gelernt. Da stellt sich die Frage wer nun &bdquo;r&uuml;ckw&auml;rtsgewandt&ldquo; ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>So umf&auml;hrt Deliveroo Mitbestimmung<\/strong><br>\nIm Februar hatte sich bei dem Lieferdienst eine Mitarbeitervertretung gegr&uuml;ndet. Deliveroo hat nun die Vertr&auml;ge aller Betriebsr&auml;te auslaufen lassen.<br>\nVor wenigen Wochen war f&uuml;r Orry Mittenmayer alles vorbei: Die t&uuml;rkisfarbene Thermobox, mit der der 25-J&auml;hrige mehr als ein Jahr lang durch K&ouml;ln geradelt war, hat er an das Unternehmen zur&uuml;ckgegeben. In der App, die ihm von Schicht zu Schicht die Route von den Restaurants zu den Kunden wies, wurde sein Profil deaktiviert. Mittenmayer war Anfang Mai nicht nur seinen Job als Essenskurier los. Mit seinem Vertragsende war vorerst auch der Versuch gescheitert, erstmals in Deutschland eine Mitarbeitervertretung bei Deliveroo zu organisieren.<br>\nMittenmayer war einer von f&uuml;nf Mitarbeitern, die erst im Februar von den Fahrerinnen und Fahrern von Deliveroo in K&ouml;ln in einen Betriebsrat gew&auml;hlt wurden. Jetzt, nur zwei Monate sp&auml;ter, verl&auml;sst Mittenmeyer als letzter der f&uuml;nf Betriebsr&auml;te das Unternehmen.<br>\nEssenslieferunternehmen wie Deliveroo expandieren derzeit stark auf dem deutschen Markt und gelten als Avantgarde einer neuen Digitalwirtschaft: Die Arbeit wird vor allem &uuml;ber Internetplattformen oder Apps koordiniert, die den Einsatz der Mitarbeiter steuern. Die Fahrer arbeiten oft selbstst&auml;ndig oder mit Zeitvertrag. Betriebsr&auml;te zu gr&uuml;nden, die die Interessen der Mitarbeiter gegen&uuml;ber dem Unternehmen vertreten, ist bei Digitalunternehmen mit ihren vielen Kurzzeitjobbern schwierig.<br>\nUmso erstaunlicher war, dass es im Februar doch gelang. Die Initiatoren hatten allerdings schon im Vorfeld den Eindruck, dass Deliveroo in K&ouml;ln keine Mitarbeitervertretung will: Mittenmayers Kollege, der die Betriebsratsgr&uuml;ndung mit vorangetrieben hatte, bekam kurz darauf eine Abmahnung. Den Arbeitsvertrag mit ihm hat Deliveroo wenig sp&auml;ter auslaufen lassen. &Uuml;ber die Gr&uuml;nde wollte sich Deliveroo im M&auml;rz gegen&uuml;ber ZEIT ONLINE nicht &auml;u&szlig;ern. Man nehme keine Stellung zu einzelnen Mitarbeitern. Auff&auml;llig war auch, dass im internen Mitarbeiterchat eine Nachricht verschwand, mit der die Initiatoren auf die Betriebsratsgr&uuml;ndung aufmerksam gemacht hatten. Deliveroo hatte auf Nachfrage von ZEIT ONLINE keine Erkl&auml;rung daf&uuml;r genannt, gegen&uuml;ber dem ZDF f&uuml;hrte das Unternehmen sp&auml;ter technische Gr&uuml;nde f&uuml;r das Verschwinden der Nachricht an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/arbeit\/2018-06\/lieferdienste-deliveroo-foodora-arbeitsminister-betriebsrat-gruendung-vertraege\/komplettansicht\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &bdquo;Essenslieferunternehmen wie Deliveroo &hellip;  gelten als Avantgarde einer neuen Digitalwirtschaft &hellip;&ldquo;. Was soll an der nackten Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft &ldquo;avantgardistisch&ldquo; sein?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Einmal Arbeiterkind, immer Arbeiterkind?<\/strong><br>\nDie Erleichterung nach der letzten Abiturpr&uuml;fung w&auml;hrte f&uuml;r Lena M&auml;dje nicht lange. Nur kurz nach der Anfangseuphorie war die Frage wieder da, die schon l&auml;nger an ihr zerrte: Was soll ich denn werden? Und: Schaffe ich ein Studium &uuml;berhaupt? &bdquo;Ich wollte das Bestm&ouml;gliche aus meinem Abschluss rausholen. Ich wusste nur nicht, wie. Denn das Bestm&ouml;gliche meiner Familie war Handwerk&ldquo;, sagt sie. Lenas Vater ist gelernter Elektriker, ihre Mutter Sekret&auml;rin im &ouml;rtlichen Pfarramt. Die Familie lebt in Bremerhaven, dem Fleckchen Deutschlands also, in dem laut aktuellem Schuldenatlas die meisten verschuldeten Menschen leben. Jeder F&uuml;nfte in der Seestadt kann seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen. Schnell steht fest: Die Tochter soll studieren. Als Erste ihrer Familie. Von 100 Kindern aus Nichtakademikerfamilien schaffen nur 21 den Sprung an die Universit&auml;t. Haben die Eltern dagegen eine Hochschulbildung, sind es 74. Dieses Ungleichgewicht liegt allerdings nicht nur an finanziellen Hindernissen.<br>\nLena M&auml;djes Geschichte kann in Deutschland hunderttausendfach erz&auml;hlt werden, wei&szlig; Katja Urbatsch, Gr&uuml;nderin und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der gemeinn&uuml;tzigen Organisation Arbeiterkind: &bdquo;Wenn man aus einer nichtakademischen Familie kommt, muss man erst mal auf die Idee kommen, dass man &uuml;berhaupt studieren kann&ldquo;, sagt sie. &bdquo;Viele sehen das gar nicht als Option, weil ihre Vorbilder in der Familie alle eine Ausbildung gemacht haben. Und wenn man sich dann doch dazu entschlie&szlig;t, kommen schnell Zweifel und &Auml;ngste. Man steht vor einem riesigen Berg.&ldquo;<br>\nSelbst aufgewachsen in einer nichtakademischen Familie, gr&uuml;ndete sie vor zehn Jahren das Informationsnetzwerk Arbeiterkind, um Studieninteressierten den Weg an die Uni zu erleichtern. Heute beraten und begleiten mehr als 6000 Ehrenamtliche aus 75 lokalen Gruppen Studieninteressierte und informieren &uuml;ber Hochschulstrukturen und Wege, ein Studium zu finanzieren. Nur sechs Prozent der Studierenden bekommen Geld aus einem Stipendium oder F&ouml;rderprogramm. Die meisten erhalten Unterst&uuml;tzung von den Eltern und stocken oftmals mit Nebenjobs oder Baf&ouml;g auf. Wer die Finanzierung nicht stemmen kann, bricht ab. Studierende aus Nichtakademikerfamilien tun das &uuml;berdurchschnittlich h&auml;ufig. &bdquo;Es gibt so eine Grundannahme, dass eine Familie ihren Nachwuchs immer ideell und finanziell unterst&uuml;tzen kann und auch immer ein Interesse daran hat, dass das Kind sehr weit im Bildungssystem kommt. Und unsere Erfahrung ist, dass es sehr h&auml;ufig eben nicht so ist&ldquo;, sagt Katja Urbatsch.<br>\n&bdquo;Ich wollte frei und ungebunden studieren&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/beruf-chance\/campus\/bildungsaufsteiger-einmal-arbeiterkind-immer-arbeiterkind-15606312.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Leider nichts Neues, leider sind keinerlei Anzeichen zu sehen, dass sich dies &auml;ndert. Eigentlich ein Leib- und Magenthema f&uuml;r die SPD, aber aus dieser Richtung kommt dazu schon lange nichts mehr. Lieber huldigt man der &bdquo;schwarzen Null&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Auch schmutziges Geld l&auml;sst die Immobilienpreise steigen<\/strong><br>\nDie Angst vor steigenden Mieten und Verdr&auml;ngung trieb im Fr&uuml;hjahr Tausende in Berlin unter dem Motto &bdquo;Mietenwahnsinn stoppen&ldquo; auf die Stra&szlig;e. In M&uuml;nchen fordert ein buntes B&uuml;ndnis aus Initiativen und Fachleuten angesichts der explodierenden Bodenpreise eine radikale Reform des Bodenrechts.<br>\nGanz offensichtlich ist in diesem Land etwas in Bewegung geraten, das die politischen Mehrheiten in Bund und L&auml;ndern bisher nicht angemessen aufgegriffen haben. Drei Viertel der Deutschen machen sich aufgrund der steigenden Mieten Sorgen, die eigene Wohnung zu verlieren. Dabei geh&ouml;rt das Grundrecht auf Wohnen selbstverst&auml;ndlich zu einer menschenw&uuml;rdigen Existenz. Genauso wie das Recht auf Essen, auf Mobilit&auml;t und Kommunikation. Auch Menschen mit kleinem Geldbeutel sollen dort leben k&ouml;nnen, wo Freunde, Kitas und Jobs sind, ohne lange Wege. Stadtviertel, in denen Arme und Reiche, Einheimische und Eingewanderte, Junge und Alte T&uuml;r an T&uuml;r wohnen, sind unabdingbar f&uuml;r den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.<br>\nWenn aber Wohnraum zur Ware verkommt, wenn Boden- und Immobilienpreise explodieren und soziale Wohnbauprojekte an Grundst&uuml;cksknappheit und Baulandspekulation scheitern, dann ist auch der Zusammenhalt in Gefahr. Politisch wird nun zurecht darum gerungen, Instrumente zu finden, mit denen die Symptome dieser Wohnungskrise gelindert werden k&ouml;nnen: von einer echten Mietpreisbremse und einer Kappung der Modernisierungsumlage &uuml;ber eine St&auml;rkung des K&uuml;ndigungsschutzes bis hin zu deutlicheren Investitionen f&uuml;r den sozialen Wohnungsbau.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/wohnungsmarkt-auch-schmutziges-geld-laesst-die-immobilienpreise-steigen\/22633974.html%20%C3%9Cber%20Google%20News%20geteilt\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>Dazu: Spekulation mit Bauland<\/strong><br>\nIn deutschen Gro&szlig;st&auml;dten fehlen Wohnungen. Die Preise f&uuml;r Eigentumswohnungen steigen genau wie die Mieten, ein Ende ist nicht in Sicht. Wohin f&uuml;hrt das? Zwar werden die letzten Baul&uuml;cken geschlossen, Quartiere nachverdichtet. Doch das innerst&auml;dtische Bauland reicht nicht aus, um den Bedarf zu decken. Umso &auml;rgerlicher, wenn es Baugrundst&uuml;cke gibt, die brach liegen und die Besitzer gut daran verdienen. Sie brauchen nichts zu tun als abzuwarten. Innerhalb weniger Jahre lassen sich Gewinne von mehr als 100 Prozent erzielen. Fast ohne Risiko, dazu v&ouml;llig legal. Mit dramatischen sozialen Folgen. Schon heute sind die Innenlagen der Gro&szlig;st&auml;dte f&uuml;r Normalverdiener kaum noch bezahlbar. Wer sind diese Spekulanten und was unternimmt die Politik gegen sie?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/programmkalender\/ausstrahlung-1401574.html\">Bayerischer Rundfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Axa k&uuml;ndigt Tausende Vertr&auml;ge &uuml;ber lebenslange Rente<\/strong><br>\nDer Versicherer Axa hatte 2006 eine scheinbar gute Idee. Immer mehr Menschen klagten dar&uuml;ber, dass sie sich keine Berufsunf&auml;higkeitsversicherung leisten konnten oder wegen Vorerkrankungen keine bekamen. Deshalb brachte der Versicherer die Unfall-Kombirente auf den Markt und verkaufte sie bis 2010.<br>\nSie zahlt nur in bestimmten F&auml;llen: Wenn ein Unfall oder bestimmte schwere Krankheiten wie Krebs zur Invalidit&auml;t f&uuml;hren, gibt es, so das Versprechen der Axa, eine lebenslange Rente zwischen 500 Euro und 3000 Euro, je nach Beitragsh&ouml;he. Bei anderen Gr&uuml;nden wie zum Beispiel psychischen Erkrankungen leistet die Versicherung nicht, das wird in den Bedingungen klar gesagt. Dennoch schlossen Tausende von Kunden die Police ab. Besser ein reduzierter Schutz als gar keiner, so war offenbar ihre &Uuml;berlegung. Doch heute k&uuml;ndigt die Axa alle laufenden Vertr&auml;ge. Sie kann sich die versprochene lebenslange Rente nicht mehr leisten.<br>\n&ldquo;Aufgrund des medizinischen Fortschritts steigen die Kosten in Ihrem Tarif Jahr f&uuml;r Jahr erheblich an&rdquo;, schreibt Vorstand Thierry Daucourt im April 2018 den Kunden. Dazu kommen die niedrigen Zinsen, klagt er. &ldquo;Dies f&uuml;hrt dazu, dass wir unser Leistungsversprechen in diesem Tarif nicht mehr aufrechterhalten k&ouml;nnen.&rdquo; Die Axa hat sich verrechnet. Die Konsequenzen sollen die Kunden tragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/unfallversicherung-axa-kuendigt-tausende-vertraege-ueber-lebenslange-rente-1.4000272\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Alternde Bev&ouml;lkerung l&auml;sst Staatsschulden und Sozialbeitr&auml;ge explodieren<\/strong><br>\nDie Experten haben sich einen passenden Tagungsort ausgesucht. Die zehn Mitglieder der Rentenkommission werden sich am Mittwoch in der Berliner Repr&auml;sentanz der Evangelischen Kirche Deutschlands zu ihrer konstituierenden Sitzung treffen. Wie sehr die Experten g&ouml;ttlichen Beistand f&uuml;r ihren Auftrag gebrauchen k&ouml;nnen, eine Rentenreform zu entwickeln, zeigt eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung. Der &Ouml;konom Martin Werding hat darin untersucht, wie Rentensystem und Sozialstaat im Lichte der demografischen Entwicklung aufgestellt sind &ndash; und kommt zu dramatischen Ergebnissen.<br>\n&bdquo;Die &ouml;ffentlichen Finanzen in Deutschland sind aufgrund des ausgepr&auml;gten demografischen Wandels unter dem geltenden Recht langfristig nicht tragf&auml;hig&ldquo;, hei&szlig;t es in der Studie, die dem Handelsblatt vorliegt. Staatsverschuldung und Sozialbeitr&auml;ge werden demnach in den kommenden Jahrzehnten &bdquo;regelrecht explodieren&ldquo;.<br>\nSo w&uuml;rden die Sozialbeitr&auml;ge ohne politische Reformen bis 2040 von heute 40 auf fast 50 Prozent steigen, das Staatsdefizit auf sechs Prozent im Jahr<br>\nklettern. Bis 2060 w&uuml;rde der Schuldenstand sogar auf 208 Prozent anwachsen &ndash; Deutschland w&auml;re damit h&ouml;her verschuldet als Griechenland heute. [&hellip;]<br>\nUnabh&auml;ngig davon steht schon jetzt fest: Zwischen 2020 und 2035 wird Deutschland stark altern. W&auml;hrend 2020 auf drei Erwerbsf&auml;hige nur ein &uuml;ber 65-J&auml;hriger kommt, wird das Verh&auml;ltnis 2035 ausgeglichen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/22624944.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Der Artikel ist die reinste Panikmache. Da werden munter Fakten durcheinander geworfen: Im Jahr 2035 wird nicht ein &uuml;ber 65-J&auml;hriger auf einen Erwerbsf&auml;higen kommen. Der Altenquotient liegt dann bei 50%, was bedeutet, dass auf einen &uuml;ber 65-J&auml;hrigen zwei Erwerbsf&auml;higen kommen. Und warum man mit 65 rechnet und nicht mit 67, oder warum man nicht Erwerbst&auml;tige in Relation zu Nichterwerbst&auml;tigen insgesamt setzt, bleibt das Geheimnis der Studienautoren. Aber auch in der &ldquo;Studie&rdquo; geht es nebul&ouml;s zu: Angeblich steigen Staatsschulden und Beitragss&auml;tze zugleich an. Bei den Tragf&auml;higkeitsanalysen wird jedoch impliziert, dass die Einnahmen von Staat und Sozialversicherungen c.p. in % des BIP konstant bleiben. Es ist also ein &ldquo;entweder&rdquo; Steuern\/Beitragss&auml;tze rauf &ldquo;oder&rdquo; Staatsschulden rauf und kein UND. In der Studie gibt es keine Zahlen dazu, wie die GRV-Beitragss&auml;tze bei eingefrorenen Einnahmeanteil am BIP aussehen. Hohe GRV-Beitragss&auml;tze w&uuml;rden weniger netto vom Lohn bedeuten &ndash; warum das nicht auch f&uuml;r mehr private Vorsorge gilt, bleibt schleierhaft. Ansonsten wird noch mit ein paar Milliardenbetr&auml;gen zum Bundeszuschuss rumgeworfen, aber bewusst vermieden, die in Relation zum BIP zu setzen. Auch die Annahme, dass die Kapitalmarktzinsen ab 2020 wieder steigen, ist rein spekulativ: In der Schweiz und in Japan liegen die Zinsen schon sehr lange sehr niedrig und dank der schwarzen Null und eventueller EZB-Aktivit&auml;ten k&ouml;nnte das auch in Deutschland noch lange so bleiben. Die entsprechende Tragf&auml;higkeitsl&uuml;cke wird bis 2060 mit ca. 9% des BIP angegeben. Das lie&szlig;e sich ganz ohne Staatsverschuldung l&ouml;sen, wenn die deutsche Abgabenquote von heute 36% des BIP auf das Niveau D&auml;nemarks mit 46% angehoben werden w&uuml;rde. Idealerweise &uuml;ber eine Wertsch&ouml;pfungsabgabe, das Verj&auml;hren von Verlustvortr&auml;gen nach 5 Jahren, eine h&ouml;here Besteuerung von Verm&ouml;gen und Erbschaften sowie eine Finanztransaktionssteuer.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Warum die imperiale Lebensweise die Klassenfrage ausblenden muss<\/strong><br>\nDas Konzept der &bdquo;imperialen Lebensweise&ldquo; besagt, dass &bdquo;die allermeisten Menschen hierzulande auf Kosten der Natur und der Arbeitskr&auml;fte anderer Weltregionen&ldquo; leben, so Ulrich Brand und Markus Wissen in ihrem Beitrag (LuXemburg 1\/2018). Dies gelte trotz der gro&szlig;en &bdquo;Unterschiede, die vor allem vom Einkommen abh&auml;ngen&ldquo;. Wie begr&uuml;nden die Autoren ihre These? In ihrem Buch f&uuml;hren sie aus, dass die imperiale Lebensweise ihrem Wesen nach &bdquo;die M&ouml;glichkeit eines &uuml;berproportionalen Zugriffs auf Natur und Arbeitskraft&ldquo;, d.h. auf ein &bdquo;Au&szlig;en&ldquo; im globalen Ma&szlig;stab beinhalte, was wiederum voraussetze, &bdquo;dass andere auf ihren proportionalen Anteil verzichten&ldquo; (Brand\/Wissen 2017, 14). Aber warum k&ouml;nnen sich die einen &uuml;berproportional die Produkte der Arbeit anderer aneignen und &uuml;berdurchschnittlich viele nat&uuml;rliche Ressourcen verbrauchen? Welche Mechanismen gew&auml;hrleisten dies? Diese Fragen sind nicht unbedingt neu; aber in dem Buch von Brand und Wissen findet man weder eine systematische Auseinandersetzung mit fr&uuml;heren Versuchen, sie zu beantworten, d.h. mit den verschiedenen Wellen der Diskussion &uuml;ber den Imperialismus, noch befriedigende neue Antworten. Innovativ ist sicherlich der Versuch, &ouml;kologische und soziale Gesichtspunkte in einer Theorie des globalen Kapitalismus zu verbinden. Zu begr&uuml;&szlig;en ist auch der Versuch, die Kritik an der kapitalistischen Produktionsweise durch eine Kritik der Konsumnormen und der Lebensweise zu erweitern, die Analyse des Alltagslebens und der Subjektivierung in eine Theorie des globalen Kapitalismus einzubeziehen. Ich sehe aber in der Konzeption der imperialen Lebensweise drei systematische theoretische Probleme, die auch gravierende strategische Implikationen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeitschrift-luxemburg.de\/warum-die-imperiale-lebensweise-die-klassenfrage-ausblenden-muss\/\">Luxemburg<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.B.:<\/strong> Ein wichtiger Text, der die Tendenz einiger hypermoralischer Linker allen Bewohnern der Industriestaaten eine gleichgro&szlig;e kollektive Schuld f&uuml;r die Ausbeutung der Welt zuzuschieben zurechtr&uuml;ckt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Linke Dialektik gegen rechte Parolen<\/strong><br>\nWagenknecht und Lafontaine werden im September die neue Sammlungsbewegung gr&uuml;nden. Einer der Vordenker und Unterst&uuml;tzer im Hintergrund ist der Dramaturg Bernd Stegemann vom Berliner Ensemble.<br>\nBernd Stegemann ist kein Revolution&auml;r, sondern Dialektiker. Aber an diesem hei&szlig;en Tag Mitte Mai sitzt der Autor und Professor f&uuml;r Dramaturgie im Garten des Berliner Ensembles (BE) und sagt: &bdquo;Sahra Wagenknecht hat so viele politische Talente, sie ist klug, klar, analytisch und kann jeden politischen Diskurs pr&auml;gen. Das muss man jetzt mal in Machtpolitik umsetzen.&ldquo;<br>\nStegemann arbeitet als Dramaturg im BE und lehrt an der Ernst-Busch-Hochschule f&uuml;r Schauspielkunst. Er sitzt bei knapp 30 Grad auf seinem Holzstuhl im Schatten mit einem Gesicht, das vor allem Neugierde zeigt, schelmisch sieht es zudem aus, als w&uuml;rde Karlsson vom Dach, der weltbeste Dialektiker, mal wieder einen Streich planen.<br>\nIn gewisser Weise ist das auch so. Denn Stegemann hat es satt, immer nur klug daherzureden und daherzuschreiben, was er in der &bdquo;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&ldquo; oder der &bdquo;Zeit&ldquo; oft macht. Er hat sich nun entschlossen, der von Sahra Wagenknecht und ihrem Ehemann Oskar Lafontaine angedachten linken Sammlungsbewegung beizutreten. Er grinst: &bdquo;Wei&szlig; selbst nicht so genau, was da meine Rolle ist.&ldquo; Ein Satz als ironisches Understatement. Denn seine Rolle ist die des intellektuellen Vordenkers. Dementsprechend selbstbewusst gibt sich Stegemann, wenn er sagt, dass die linke Idee wieder eine Erz&auml;hlung brauche, die f&uuml;r mehr Menschen als bisher attraktiv werden m&uuml;sse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/sammlungsbewegung-von-wagenknecht-und-lafontaine-linke-dialektik-gegen-rechte-parolen\/22639918.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Pop: Der brave Traum vom Ausbruch<\/strong><br>\nWie Revolverheld und Mark Foster den Alltag ertr&auml;glicher machen &ndash; und damit die Revolution verhindern.<br>\nPopmusik gilt als unpolitisch. Doch in den t&auml;glichen, subtilen Botschaften der Radiohits steckt die Gefahr des komat&ouml;sen Einlullens. Sie geben vor, aus dem Leben auszubrechen, halten uns aber genau darin fest.<br>\nPendlerinnen erleben das t&auml;glich auf dem Weg zur Arbeit. Autobahn, gleichbleibende Landschaften &uuml;ber unz&auml;hlige Kilometer hinweg, und Revolverheld pl&auml;tschert dazu vor sich hin. Ohne es bewusst wahrzunehmen, summt man mit, bewegt die Beine, sp&uuml;rt das erhebende Gef&uuml;hl, wenn endlich die Geigen einsetzen. So ertappe ich mich auch st&auml;ndig als Mitfahrerin dabei, den deutschen Pop nicht einfach &uuml;ber mich ergehen zu lassen, sondern dabei &ndash; auf der Autobahn &ndash; ein merkw&uuml;rdiges Gef&uuml;hl von Freiheit zu versp&uuml;ren. Nat&uuml;rlich mache ich mich als Linke dar&uuml;ber lustig, sonst w&auml;re es ja nicht ertragbar. Und gleichzeitig muss ich zugeben, dass es mich ber&uuml;hrt &ndash; aber wieso?<br>\nAngefangen dar&uuml;ber nachzudenken habe ich im Auto meines Cousins, hinter mir meine Schwester, es lief &bdquo;Lass&rsquo; uns gehen&ldquo; von Revolverheld. Wir sind auf dem Weg von einer Gro&szlig;- in eine Kleinstadt und es t&ouml;nt: [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/adamag.de\/pop-musik-der-brave-traum-vom-ausbruch\">Ada<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Unterhosen-Wichtel-Linke<\/strong><br>\nDie radikale Linke wei&szlig;, was sie heute und was sie &uuml;bermorgen tun will, aber f&uuml;r morgen hat sie keinen Plan. Genau wie die Unterhosenwichtel aus South Park.<br>\nIch liebte South Park. Wie viele junge Amerikaner (und zu einem gewissen Grad auch Amerikanerinnen) war der krude, pubert&auml;re Humor der TV-Serie f&uuml;r mich Ende der 90er und Anfang der 2000er eine Art Offenbarung. Die Bereitschaft, mit den Tabus des etablierten Fernsehens zu brechen, indem sie die vulg&auml;re Alltagssprache des Schulhofs verwendete und Ikonen aus Kultur und Politik aggressiv verarschte, sprach mir als 12-J&auml;hrigem aus der Seele. Das vage Gef&uuml;hl, dass so gut wie alle Figuren im amerikanischen Establishment alberne, scheinheilige Schwindlerinnen waren, wurde Woche f&uuml;r Woche bekr&auml;ftigt, und best&auml;rkte mein Vertrauen in die eigenen gesellschaftskritischen Instinkte. Es w&auml;re nicht ganz &uuml;bertrieben zu behaupten, ich sei mit South Park gro&szlig; geworden.<br>\nEs dauerte bis ich kapierte, dass die Macher von South Park keine Linken waren und die Serie gleicherma&szlig;en konservative wie fortschrittliche Inhalte verspottete. Es wurde schwieriger, meine eigene sozialistische Gesinnung mit den rechts-libert&auml;ren, oft chauvinistischen Einstellungen der Serie zusammen zu bringen, und ich wandte mich anderen, aufgekl&auml;rteren Unterhaltungsmedien zu. Doch was man als Teenager konsumiert, pr&auml;gt bekanntlich den eigenen Geschmack und die Weltanschauung f&uuml;r den Rest des Lebens. Vielleicht ist das der Grund, warum ich bei der heutigen radikalen Linken immer noch an South Park denken muss. [&hellip;]<br>\nUngeachtet aller berechtigter Kritik bieten die Kampagnen um Bernie Sanders oder Jeremy Corbyn ein paar Anhaltspunkte, wie es klappen k&ouml;nnte. Durch eine popul&auml;re Sprache und die Zuspitzung auf eine Handvoll Forderungen, die eine gesellschaftliche Mehrheit ansprechen und gleichzeitig die Gegnerinnen dieser Interessen klar erkenntlich machen, haben sie eine neue Diskussion &uuml;ber Sozialismus entfacht und die politischen Verh&auml;ltnisse in ihren L&auml;ndern stark herausgefordert.<br>\nGleichzeitig haben sie die Notwendigkeit der Politik innerhalb des bestehenden Systems bewiesen, um &uuml;berhaupt die Mehrheit der Menschen zu erreichen. Wir sind uns zwar den Grenzen dieses Systems bewusst, werden aber kaum unsere noch-nicht-radikalen Freundinnen und Geschwister &uuml;berzeugen, wenn wir auf diese Arena von Anfang an verzichten oder sie als reine Propagandab&uuml;hne betrachten. Die allermeisten Menschen erwarten Ergebnisse von der politischen Beteiligung und wenn sie keine sehen, werden sie in ihre eigene Welt zur&uuml;ckkehren. Beispiele davon gibt es in der Geschichte genug.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/adamag.de\/unterhosenwichtel-linke\">Ada<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Joschka Fischer warnt vor dem Ende der EU<\/strong><br>\nGlaubt man dem ehemaligen Bundesau&szlig;enminister Joschka Fischer, steht die EU kurz vor dem Zerfall. Bei einem Vortrag in Berlin zeichnet er d&uuml;stere Szenarien und gibt nur einen Funken Hoffnung. (&hellip;)<br>\nBedrohungen f&uuml;r das europ&auml;ische Projekt k&auml;men jedoch auch von au&szlig;en, betont Fischer. &ldquo;Man kann sagen, ein Komet ist eingeschlagen, ein Komet namens Donald Trump.&rdquo; Der US-Pr&auml;sident habe die transatlantische Nachkriegsordnung komplett ver&auml;ndert. Die Frage der Sicherheit und Verteidigung Europas werde nicht mehr selbstverst&auml;ndlich gew&auml;hrleistet von den USA. &ldquo;Dass die Vereinigten Staaten Deutschland Schutz gew&auml;hren, w&auml;hrend es sich vom Krieg erholt&rdquo;, sei ebenso vor&uuml;ber, wie die Annahme dass die USA bereitwillig &ldquo;Frieden und Freiheit liefern und letztlich auch die deutsche Einheit&rdquo;, sagt Fischer. &ldquo;Das alles ist dahin und wird nicht wiederkehren.&rdquo;<br>\nEuropa stehe vor einer g&auml;nzlich neuen Weltlage und m&uuml;sse dringend lernen, dass es nicht nur ein &ldquo;Gebilde&rdquo; sein kann, sondern eine &ldquo;Macht&rdquo; sein m&uuml;sse, &ldquo;die ernst genommen wird, wenn es um Sicherheit geht&rdquo;, sagt Fischer. &ldquo;Doch wie soll das funktionieren, wenn in Deutschland Hubschrauberpiloten nicht trainieren k&ouml;nnen, weil die Maschinen nicht einsatzbereit sind, die U-Boote nicht auslaufen k&ouml;nnen und nur sechs Eurofighter bundesweit abheben k&ouml;nnen?&rdquo; Die verteidigungspolitischen Bem&uuml;hungen seien v&ouml;llig unzureichend, kritisiert er. &ldquo;Das konnten wir uns erlauben, als wir im Windschatten der USA standen. Aber in Zukunft geht das nicht mehr.&rdquo; (&hellip;)<br>\nDoch Joschka Fischer ist nicht blo&szlig; ins Regierungsviertel gekommen, um die dunklen Wolken am Horizont zu deuten. Der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Emmanuel Macron habe ein gutes Beispiel daf&uuml;r gegeben, wie man dem aufstrebenden Nationalismus Einhalt gebieten k&ouml;nne. &ldquo;Mit seiner Strategie hat er Le Pen abgedr&auml;ngt, das kann ich nur zum Nachahmen empfehlen&rdquo;, sagt er. Die Antwort auf die Krise der EU d&uuml;rfe nicht hei&szlig;en, dass sich die europ&auml;ischen Staaten auf ihren nationalstaatlichen Rahmen zur&uuml;ckbesinnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Joschka-Fischer-warnt-vor-dem-Ende-der-EU-article20457077.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der ehemalige Vorgsetzte von Herrn Fischer, Bundeskanzler a.D. Gerhard Schr&ouml;der wu&szlig;te bereits als Ministerpr&auml;sident, dass es manchmal besser sei, &ldquo;einfach mal den Mund zu halten&rdquo;. Das w&uuml;nschen sich nun vermutlich nicht Wenige auch von diesem Herrn Fischer, oder?<\/em><br>\n<em>War es nicht dieser Herr Fischer als Bundesau&szlig;enminister, der Deutschland am Jugoslawien-Krieg mitwirken lie&szlig;? Fordert er deshalb nun trainings-, aber wohl auch kampff&auml;higes Material f&uuml;r die Bundeswehr?<\/em><br>\n<em>Und: Kann es sein, dass dieser Fischer nicht verstehen will (oder kann?), dass dieser neue Pr&auml;sident in Frankreich offenbar den deutschen Sozialabbau nachahmen m&ouml;chte, der hierzulande wohl nicht g&auml;nzlich unschuldig am Erstarken der AfD sein d&uuml;rfte? Sind die Ideen des Pr&auml;sidenten Macron wirklich zum Wohle der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung in der EU? Zweifel d&uuml;rften berechtigt sein, dass im Rahmen der EU Standards gesenkt werden sollen und insbesondere die europ&auml;ische Arbeitnehmerschaft zu leiden h&auml;tte, oder?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-44267","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44267","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=44267"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44267\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44269,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44267\/revisions\/44269"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=44267"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=44267"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=44267"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}