{"id":44271,"date":"2018-06-05T10:39:09","date_gmt":"2018-06-05T08:39:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44271"},"modified":"2019-06-13T08:16:28","modified_gmt":"2019-06-13T06:16:28","slug":"italien-hat-kein-schulden-sondern-ein-wachstumsproblem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44271","title":{"rendered":"Italien hat kein Schulden-, sondern ein Wachstumsproblem"},"content":{"rendered":"<p>In einem Punkt scheinen sich die deutsche Politik und die deutschen Medien einig zu sein, wenn es um Italien geht: Die Italiener leben &uuml;ber ihre Kosten, sparen nicht genug und der Euro kann nur dann &uuml;berleben, wenn Italiens Regierung brav und vorbildlich ihre Schulden abbaut. Interessanterweise sind all diese Aussagen &ouml;konomisch falsch. Seit Beginn der Eurokrise ist Italien vielmehr in eine realwirtschaftliche Abw&auml;rtsspirale geraten: Die Wirtschaft schrumpft, dadurch steigt die Staatsschuldenquote, dadurch &bdquo;muss&ldquo; die Regierung die Ausgaben k&uuml;rzen und die Neuverschuldung herunterfahren und so bekommt auch die Wirtschaft keine Chance, sich zu regenerieren. So lange diejenigen, die in Berlin und Br&uuml;ssel die Regeln bestimmen, diesen eigentlich simplen Zusammenhang nicht verstehen, wird die Eurokrise nie ein Ende finden. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_806\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-44271-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180605_Italien_hat_kein_Schulden_sondern_ein_Wachstumsproblem_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180605_Italien_hat_kein_Schulden_sondern_ein_Wachstumsproblem_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180605_Italien_hat_kein_Schulden_sondern_ein_Wachstumsproblem_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180605_Italien_hat_kein_Schulden_sondern_ein_Wachstumsproblem_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=44271-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180605_Italien_hat_kein_Schulden_sondern_ein_Wachstumsproblem_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"180605_Italien_hat_kein_Schulden_sondern_ein_Wachstumsproblem_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180605-Italien-03.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180605-Italien-03-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><span><\/span><\/div><p>Schon als der Euro 1999 eingef&uuml;hrt wurde, hatte Italien hinter Belgien mit 110% die zweith&ouml;chste Staatsschuldenquote der Eurozone. Die vergleichsweise hohen Staatsschulden Italiens seien &ndash; so h&ouml;rt man oft &ndash; eine Folge des finanzpolitischen Schlendrians der 1980-er Jahre. Davon ist jedoch nur der Teil mit den 1980-ern richtig, mit einem Schlendrian hat dies aber nichts zu tun. Bis Mitte der 1980-er lagen die italienischen Staatsausgaben &ndash; gemessen am Bruttoinlandsprodukt &ndash; sogar teils deutlich unter dem Durchschnitt der damaligen EU. Italien nahm zwar &ndash; wie alle EU-Staaten &ndash;  regelm&auml;&szlig;ig hohe Schulden auf, diese waren damals jedoch naturgem&auml;&szlig; in der eigenen W&auml;hrung notiert und die italienische Lira wies eine vergleichsweise hohe Inflationsrate auf und wertete von Jahr zu Jahr innerhalb des Europ&auml;ischen W&auml;hrungssystems gegen&uuml;ber harten W&auml;hrungen wie der D-Mark ab. Bekam man 1970 noch 6,50 D-Mark f&uuml;r 1.000 Lira, waren es 1985 nur noch 1,50 D-Mark. Oder um es anders zu formulieren: Wenn ein Deutscher dem italienischen Staat 1970 zehn Millionen Lira geliehen hat, musste er daf&uuml;r 65.000 D-Mark umtauschen, bekam 1985 f&uuml;r diese Schuldverschreibung jedoch aufgrund der massiven Aufwertung der D-Mark und Abwertung der Lira nur 15.000 D-Mark &ndash; freilich ohne Zinsen &ndash;  zur&uuml;ck. Bei Inflationsraten, die in den 1970-ern und fr&uuml;hen 1980-ern stets &uuml;ber 10% und oft sogar &uuml;ber 20% pro Jahr lagen, konnte Italien seine hohe laufende Staatsverschuldung schlicht &bdquo;weginflationieren&ldquo;. Gut f&uuml;r den Schuldner, schlecht f&uuml;r den Gl&auml;ubiger.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180605-Italien-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180605-Italien-01-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><span><\/span><\/div><p>Dies war ab 1986 nicht mehr so einfach m&ouml;glich, da die Inflation sich damals bei rund f&uuml;nf Prozent einpendelte und in den 1990-ern schon bald auf &bdquo;deutsches Niveau&ldquo; sank, was dann auch die Abwertung der Lira nahezu zum Stoppen brachte. F&uuml;r Italien nicht ganz so sch&ouml;n war jedoch, dass durch das Abflachen der Inflation die &bdquo;Altschulden&ldquo; aus den fr&uuml;hen 1980-ern pl&ouml;tzlich nicht mehr &bdquo;weginflationiert&ldquo; werden konnten und die Zinsen, die meist im zweistelligen Bereich lagen, durch neue Schulden abbezahlt werden mussten. Lag der Zinsdienst des italienischen Staates 1980 noch mit rund f&uuml;nf Prozent des BIP im Rahmen der Rest-EU, verdoppelte sich dieser Anteil bis zur Euroeinf&uuml;hrung &ndash; wohlgemerkt ohne eine Steigerung der relativen Staatsverschuldung.<\/p><p>Die wurde sogar von Jahr zu Jahr abgebaut. Der finanzpolitische Schlendrian, den deutsche Medien Italien gerne unterstellen, ist n&auml;mlich eine Legende. Italien meldete zwar seit Einf&uuml;hrung des Euros jedes Jahr ein Haushaltsdefizit &ndash; da die Wirtschaft des Landes jedoch schneller als die Schulden wuchs, baute Italien seine Staatsschuldenquote de facto zwischen 1995 und 2007 um 17,9 Prozentpunkte ab. Mit Ausnahme des Jahres 2005 gab es kein Jahr, in dem die italienische Staatsschuldenquote nicht abgenommen h&auml;tte.&nbsp;Dank der relativ g&uuml;nstigen Zinsrate, die meist nur 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte &uuml;ber der deutscher Staatsanleihen lag, hatte sich Italien bis zur Finanzkrise an seine relativ hohen, aber immer auch refinanzierbaren, Zinslasten gew&ouml;hnt. Erst die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise haben das Land ins Wanken gebracht.<\/p><p>Seit 2008 stagniert Italiens Wirtschaft n&auml;mlich. De facto hat das Land erst 2016 &uuml;berhaupt wieder ein nominelles Bruttoinlandsprodukt auf H&ouml;he des Vorkrisenniveaus erlangen k&ouml;nnen. Um diesen Effekt einordnen zu k&ouml;nnen, muss man sich vor Augen halten, wie die Staatsschuldenquote, die in der EU- und Euro-Welt einen so wichtigen Rang hat, eigentlich definiert ist.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180605-Italien-02.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180605-Italien-02-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><span><\/span><\/div><p>Die absolute H&ouml;he der Schulden ist eigentlich irrelevant. Relevant ist das Verh&auml;ltnis der Schulden zur jeweiligen Wirtschaftskraft; vor allem dann, wenn man den Verschuldungsgrad misst. Ein Ma&szlig; daf&uuml;r ist die Staatsschuldenquote. Wenn ein Land eine Staatsschuldenquote von 100% aufweist, hei&szlig;t dies nichts anderes, als dass die Gesamtverschuldung des Staates die gleiche H&ouml;he wie die Wirtschaftskraft des gesamten Landes in einem Jahr, dem Bruttoinlandsprodukt, ausmacht. Dieser Wert ist nat&uuml;rlich willk&uuml;rlich. Statt der Wirtschaftskraft eines Jahres k&ouml;nnte man genau so gut einen Monat oder ein Jahrzehnt als Ma&szlig;stab nehmen. &Ouml;konomen haben nun einmal stets Probleme, wenn es darum geht, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bestandsgr%C3%B6%C3%9Fe\">Bestandsgr&ouml;&szlig;en<\/a> (Gesamtverschuldung) und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stromgr%C3%B6%C3%9Fe\">Flussgr&ouml;&szlig;en<\/a> (Wirtschaftskraft) auf einen Nenner zu bringen.<\/p><p>Um die Staatsschuldenquote zu verringern, gibt es also zwei M&ouml;glichkeiten. Man kann die Gesamtverschuldung abbauen, indem man mehr Schulden zur&uuml;ckzahlt als man neue aufnimmt. Oder man sorgt daf&uuml;r, dass die Wirtschaftskraft schneller w&auml;chst als die Gesamtverschuldung. W&auml;chst die Wirtschaftskraft in einem Jahr um 5%, w&auml;hrend die Gesamtverschuldung nur um 3% w&auml;chst, ist die Schuldenquote auch um 2% gesunken. So haben &uuml;brigens historisch die meisten Staaten ihre hohe Staatsverschuldung abgebaut. Die Verschuldung wurde dabei keineswegs in absoluten Zahlen zur&uuml;ckgefahren; sie verlor jedoch &uuml;ber die Jahre im Vergleich zur stark steigenden Wirtschaftskraft an Bedeutung. So konnten die USA ihre durch den Zweiten Weltkrieg massiv erh&ouml;hte Staatsschuldenquote zwischen 1946 und 1974 von 125% auf 40% herunterbekommen, ohne auch nur in einem einzigen Jahr die Gesamtverschuldung zu reduzieren. Die Wirtschaft wuchs, die Altschulden verloren an Bedeutung &hellip; und die Inflation forcierte diesen Prozess.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180605-Italien-04.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180605-Italien-04-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><span><\/span><\/div><p><strong>H&auml;tte Italien von 2008 (Beginn der Eurokrise) bis heute kein Null-Wachstum, sondern ein normales Wirtschaftswachstum von 2,0% vermelden k&ouml;nnen, w&uuml;rde es heute keine Staatsschuldenquote von 133%, sondern eine Quote von 102% aufweisen und damit seinen &bdquo;Konsolidierungskurs&ldquo; fortsetzen, der um die Jahrtausendwende herum begann.<\/strong> Italien hat kein Schulden-, sondern ein Wachstumsproblem.<\/p><p>Mit Beginn der Eurokrise setzte bekanntlich ein &ouml;konomischer Prozess ein, den der &Ouml;konom Richard Koo <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bilanzrezession\">als &bdquo;Bilanzrezession&ldquo; bezeichnete<\/a>. Die Banken mussten aufgrund der Finanzkrise ihre Risikopositionen abbauen und erh&ouml;hten die Risikobewertung ihrer Kredite. Die Wirtschaft schrumpft. Die Unternehmen kommen schwieriger an Kredite und sehen angesichts der schrumpfenden Wirtschaft ohnehin keine Notwendigkeit, zu investieren. Auch sie fahren ihre Schulden herunter. Die Haushalte bekommen ebenfalls schwieriger Geld und &uuml;ben sich angesichts der schlechten Wirtschaftslage auch in Konsumzur&uuml;ckhaltung. Kurz: Alle Akteure au&szlig;er dem Staat geben weniger aus, es setzt sich eine gef&auml;hrliche Abw&auml;rtsspirale in Gang. In einer solchen Situation muss der Staat in die Bresche springen und die Konjunktur durch &ndash; zur Not sogar massive &ndash; Investitionen wieder in Gang bringen. Wenn sich keiner verschulden will oder kann, muss der Staat diese Funktion einnehmen. Genau dies ist jedoch bei der Eurokrise erst in viel zu geringem Umfang geschehen und wurde schon bald in die vollkommen kontraproduktive Ideologie des &bdquo;Sparens&ldquo; &ndash; besser w&auml;re &bdquo;K&uuml;rzens&ldquo; &ndash; &uuml;berf&uuml;hrt. Um bei Koo zu bleiben: Die Banken wollen oder k&ouml;nnen keine neuen Kredite vergeben, die Unternehmen wollen oder k&ouml;nnen keine Investitionen vornehmen, die Haushalte wollen oder k&ouml;nnen den Konsum nicht steigern und nun verweigert sich der Staat auch noch, mit zus&auml;tzlichen Investitionen diese Abw&auml;rtsspirale aufzuhalten. Die Folge: Die Wirtschaft schrumpft und gleitet in eine langwierige Krise ab. Diese Erkenntnis ist &uuml;brigens nicht neu. Auch Japan wurde nach seiner Krise in den sp&auml;ten 1980-ern Opfer einer solchen selbstverschuldeten Krise, die &Ouml;konomen heute aufgrund der Konjunkturkurve als &bdquo;L-f&ouml;rmige Rezession&ldquo; (l-shaped recession) bezeichnen &ndash; es geht erst steil herunter und dann d&uuml;mpelt die Konjunktur lange vor sich hin, die Zinsen bleiben im Keller, die Preise steigen nicht, sondern bleiben konstant. Exakt dieses Bild trifft auch auf die s&uuml;deurop&auml;ischen Volkswirtschaften seit Beginn der Eurokrise zu. Ein &bdquo;Schmankerl&ldquo; am Rande &ndash; durch die falsche Reaktion auf die Krise hat Japan heute &uuml;brigens eine Staatsschuldenquote von 236%. Nicht &bdquo;weil&ldquo; man &uuml;ber seine Verh&auml;ltnisse gelebt hat, sondern weil die Wirtschaft stagnierte, die Inflation ausblieb, die Altschulden aber inkl. Zinsdienst bedient werden mussten. <\/p><p>Solange man in der eigenen W&auml;hrung verschuldet ist, stellt die H&ouml;he der Staatsschulden aber ohnehin kein echtes Problem dar. Das trifft f&uuml;r das Euro-Mitglied Italien aber nur indirekt zu. Italien hat keine eigene W&auml;hrung, &uuml;ber die eine eigene Zentralbank entscheiden k&ouml;nnte. Italien hat nicht einmal ein Finanzministerium, das frei entscheiden kann, ob es Investitionen vornimmt, um die Abw&auml;rtsspirale zu stoppen und die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Denn genau darum muss es ja gehen: Wenn die Wirtschaft wieder l&auml;uft und w&auml;chst, sinkt auch die Staatsschuldenquote im Laufe der Zeit. Und dank der h&ouml;heren Wirtschaftskraft flie&szlig;en dann auch die Steuern, mit denen die Altschulden m&uuml;helos bedient werden k&ouml;nnen. Das ist eigentlich alles sehr logisch und keinesfalls so kompliziert, wie es &Ouml;konomen der &bdquo;deutschen Schule&ldquo; gerne darstellen.<\/p><p>Mit diesem Vorwissen werden auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, sicherlich zu dem Schluss kommen, dass die von Berlin, Br&uuml;ssel und neuerdings auch Frankfurt (EZB) verordnete &bdquo;Sparpolitik&ldquo; Italien kein Jota weiterbringt, sondern ganz im Gegenteil eher kontraproduktiv ist. Denn umgekehrt funktioniert der Effekt nat&uuml;rlich auch: Wenn ein Staat seine Schulden tats&auml;chlich real abbaut und die Wirtschaft schneller schrumpft als die Gesamtverschuldung, dann steigt(!) am Ende die Staatsschuldenquote. Genau dieses Szenario droht Italien und es ist l&ouml;blich, dass die dortigen &bdquo;Populisten&ldquo; dieses Spiel nicht mitmachen wollen. Der K&ouml;nigsweg aus dieser Krise ist: Wachstum, Wachstum, Wachstum. Selbst wenn die &bdquo;Populisten&ldquo; im Hubschrauber &uuml;ber Rom fliegen und dort &bdquo;unser&ldquo; Geld aus dem Fenster werfen, ist dies &ndash; rein &ouml;konomisch betrachtet &ndash; sinnvoller, als wenn sie die &bdquo;Sparvorgaben&ldquo; aus Berlin und Br&uuml;ssel 1:1 umsetzen. Aber das werden wohl weder unsere Politik noch unsere Qualit&auml;tsjournalisten jemals verstehen.<\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/5e675a127e2f4f3cb0d00a12bb3faa86\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem Punkt scheinen sich die deutsche Politik und die deutschen Medien einig zu sein, wenn es um Italien geht: Die Italiener leben &uuml;ber ihre Kosten, sparen nicht genug und der Euro kann nur dann &uuml;berleben, wenn Italiens Regierung brav und vorbildlich ihre Schulden abbaut. Interessanterweise sind all diese Aussagen &ouml;konomisch falsch. Seit Beginn der<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44271\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,13,139,134,156],"tags":[423,290,365,2052,577,1177,325,402,1085],"class_list":["post-44271","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-denkfehler-wirtschaftsdebatte","category-euro-und-eurokrise","category-finanzen-und-waehrung","category-schulden-sparen","tag-austeritaetspolitik","tag-binnennachfrage","tag-inflation","tag-investitionen","tag-italien","tag-rezession","tag-staatsschulden","tag-wachstum","tag-wechselkurse"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44271","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=44271"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44271\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":52495,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44271\/revisions\/52495"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=44271"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=44271"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=44271"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}