{"id":4428,"date":"2009-12-23T08:54:06","date_gmt":"2009-12-23T07:54:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4428"},"modified":"2009-12-23T08:54:38","modified_gmt":"2009-12-23T07:54:38","slug":"hinweise-des-tages-1048","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4428","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Ratingagenturen m&auml;chtiger als EZB; Kommunen versinken in Schulden; Firmensterben in der Autobranche; Lohndr&uuml;cker raus; Ex-Atommanager entscheidet &uuml;ber Atomenergie; Auch Steinmeiers Krieg; Impfstoffvertr&auml;ge &ndash; eine Farce; Ethik-Steuer; Schlechte Noten f&uuml;r Schwarz-Gelb; Mitternachtsspitzen. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">EZB im Gl&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Kommunen versinken in Schulden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Pl&auml;ne gegen Schulden: Koalition erw&auml;gt h&ouml;here Sozialabgaben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Rangelei am Rotstift<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Massenfirmensterben in der Autobranche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Lohndr&uuml;cker raus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Szene wie im Zombiefilm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Lobbyisten im Umweltministerium: Umweltverband warnt vor Ex-Atommanager<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Es ist auch Steinmeiers Krieg <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Allgemeinmediziner kritisiert einseitige Impfstoffvertr&auml;ge &ldquo;zum Nachteil der L&auml;nder&rdquo;: Das Ganze ist eine Farce&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Ethik-Steuer, &ldquo;um Austritte zu bremsen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Deutsche geben Schwarz-Gelb schlechte Noten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Vielleicht wird 2010 ein Obama-Jahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Die trostlose Heimat des Hampelmanns<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Zu guter Letzt: Mitternachtsspitzen &ndash; Wilfried Schmickler&acute;s Weihnachtsansprache und J&uuml;rgen Beckers Interview mit der Kanzlerin<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4428&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>EZB im Gl&uuml;ck<\/strong><br>\nDa hat die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) aber Gl&uuml;ck gehabt. Die dritte Ratingagentur war nicht ganz so streng zu Griechenland wie die beiden anderen. Sie verschlechterte die Note f&uuml;r die Staatsschuld nur um eine Stufe. Damit gewinnt die EZB Zeit. Zeit, um noch mal &uuml;ber ihr Demokratieverst&auml;ndnis nachzudenken. Zeit aber auch, um sich die Folgen auszumalen, sollte Griechenland tats&auml;chlich von allen drei Agenturen so schlechte Noten bekommen, dass seine Staatsanleihen nicht mehr als Sicherheit dienen d&uuml;rfen. Was passiert dann? Dann w&auml;ren die griechischen Banken stehend k.o., denn sie k&auml;men nicht mehr an die EZB-Liquidit&auml;t. Dann verl&ouml;ren griechische Staatstitel so dramatisch an Wert, dass alle Banken, die in griechischen Bonds investiert sind, hohe Abschreibungen vornehmen m&uuml;ssten. Das Gros der griechischen Staatsanleihen liegt wo? Wahrscheinlich bei deutschen Banken und Fonds. Und dann fingen die Spekulanten an, auf fallende Kurse bei irischen, spanischen und portugiesischen Titeln zu wetten. Und auf welcher Basis erfolgte der Sturm? Auf der Einsch&auml;tzung von einem Dutzend Analysten pro privater Ratingagentur. Es ist der Unterschied einer einzigen Rating-Stufe, der &uuml;ber Wohl und Wehe entscheidet.<br>\nWarum vertraut die EZB immer noch diesen unsicheren Kantonisten und gibt ihnen derart viel Macht? Macht, die demokratisch gew&auml;hlte Ministerpr&auml;sidenten zu Marionetten von Modellrechnungen und Sozialstaatsabbau-Fantasien junger Menschen macht? Die Antwort ist einfach: Weil die Notenbanker feige sind. Sie k&ouml;nnten das selber entscheiden. Das Eurosystem hat zigmal mehr qualifizierte Experten als die Agenturen. Dann m&uuml;sste um politische Entscheidungen gerungen werden. Das w&auml;re f&uuml;r Griechenland nicht leichter, aber allemal demokratischer &ndash; und weniger systemisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2161096&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In der Tat ist das Szenario von Robert von Heusinger gar nicht so fern. Die EZB hat angesichts der Finanzkrise, was Sicherheiten anbelangt, Sonderkonditionen einger&auml;umt. Was wird sein, wenn die EZB von den in der Krise gemachten Zugest&auml;ndnissen wieder abr&uuml;ckt und z.B. schlechter als mit A bewertete griechischen Staatsanleihen nicht mehr als Sicherheit bei der Kreditgew&auml;hrung an die Banken anerkennt?- Es w&auml;re wirklich interessant zu erfahren, wie die stolze EZB auf die Idee verfiel, die Bewertung von Staatsanleihen unkontrollierten privaten Unternehmen zu &uuml;berlassen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kommunen versinken in Schulden<\/strong><br>\nDie Haushaltslage bei den Kommunen hat sich bis Ende September deutlich verschlechtert. Das Defizit in den Kassen von St&auml;dten und Gemeinden ist in den ersten drei Quartalen dieses Jahres auf bundesweit 6,7 Milliarden Euro angewachsen, meldete das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum verzeichneten die Kommunen noch einen &Uuml;berschuss von 5,6 Milliarden Euro. Grund f&uuml;r die dramatische Verschlechterung der Kassenlage sind r&uuml;ckl&auml;ufige Steuereinnahmen infolge der Wirtschaftskrise. Vor allem die f&uuml;r die Gemeinden so wichtige Gewerbesteuer brach mit 19,8 Milliarden Euro um 21,5 Prozent ein. Im dritten Quartal ging sie sogar um 36,6 Prozent zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Kommunen-Schulden-Steuern;art271,2982245?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel <\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Pl&auml;ne gegen Schulden: Koalition erw&auml;gt h&ouml;here Sozialabgaben<\/strong><br>\nWom&ouml;glich m&uuml;ssen die Deutschen bald mehr zur Arbeitslosenversicherung zahlen &ndash; der Beitrag k&ouml;nnte von 2,8 Prozent auf 4,5 Prozent steigen. Zur Sanierung des Haushalts sind drakonische Ma&szlig;nahmen n&ouml;tig. Nach Informationen der S&uuml;ddeutschen Zeitung hatten Union und FDP bereits bei den Koalitionsverhandlungen dar&uuml;ber diskutiert, den BA-Beitrag von heute 2,8 auf 4,5 Prozent anzuheben. Wegen der neu im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse muss die Regierung die Neuverschuldung um Konjunktureinfl&uuml;sse bereinigt bis zum Jahr 2016 um insgesamt 60 Milliarden Euro reduzieren. &ldquo;Das sind Dimensionen, bei denen ein klassisches Sparprogramm nicht mehr ausreicht&rdquo;, sagte der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesfinanzministerium, Clemens Fuest, der SZ. Er bef&uuml;rchte deshalb, dass am Ende die Mehrwertsteuer angehoben werden m&uuml;sse. Im Blick hat die Koalition dar&uuml;ber hinaus den Steuerzuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung, der 2011 ebenfalls fast 16 Milliarden Euro erreichen wird. Der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende J&uuml;rgen Koppelin k&uuml;ndigte zudem an, man werde zahlreiche R&uuml;stungsprogramme &uuml;berpr&uuml;fen. Nach Einsch&auml;tzung des Beiratsvorsitzenden Fuest wird die Koalition dar&uuml;ber hinaus zahlreiche Subventionen abbauen m&uuml;ssen. Er nannte als Beispiele die Pendlerpauschale, die steuerliche Absetzbarkeit von Arbeitszimmern, den erm&auml;&szlig;igten Mehrwertsteuersatz sowie Verg&uuml;nstigungen im Energie-, Umwelt- und Agrarbereich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/49\/498344\/text\/print.html\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich werden wir Normalb&uuml;rger die Umverteilungsorgie von Schwarz\/Gelb bezahlen m&uuml;ssen. Aber gut ist an dieser Meldung, dass die Planspiele der Koalition anscheinend noch vor den Wahlen in NRW durchsickern. So oft und soviel kann Schwarz\/ Gelb gar nicht dementieren, um nicht am Ende als v&ouml;llig unglaubw&uuml;rdig dazustehen. Hoffentlich wei&szlig; die Opposition mit solchen Vorgaben etwas anzufangen. Vergesst den Baron, na ja nicht ganz, aber stuft ihn herunter, es gibt lohnenswertere Ziele. &ndash; Wie bei Afghanistan geh&ouml;rt auch in der Wirtschafts- und Sozialpolitik die Kanzlerin in das Verh&ouml;r genommen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Kleine Erg&auml;nzung WL:<\/strong> Aber an den erm&auml;&szlig;igten Mehrwertsteuersatz f&uuml;r die Hoteliers wird man wohl nicht rangehen. Damit w&uuml;rde man sich noch l&auml;cherlicher machen als ohnehin schon. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Rangelei am Rotstift<\/strong><br>\nDie Einnahmeseite scheint nur dann interessant zu sein, wenn das ohnehin schon Wenige von den Vielen abgesch&ouml;pft werden soll. Dass man von wenigen dagegen viel holen k&ouml;nnte, darf keine Rolle spielen. Nicht aus Unkenntnis freilich, sondern mit Absicht: Man d&uuml;rfe nicht nur einzelne gesellschaftliche Gruppen belasten, warnte ein FDP-Haush&auml;lter, ohne Ross und Reiter zu nennen: Privatverm&ouml;gen, Finanzkapital, Unternehmen.<br>\nWarum nicht? L&auml;ngst liegen durchgerechnete Vorschl&auml;ge auf dem Tisch, wie Umverteilung von oben nach unten steuerpolitisch anzupacken ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/0952-steuern-haushalt-abgaben-sparen-schwarz-gelb\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Massenfirmensterben in der Autobranche<\/strong><br>\n2009 sind Hunderte Unternehmen in die Zahlungsunf&auml;higkeit gerutscht. Am st&auml;rksten betroffen: Der Autosektor. Trotz Abwrackpr&auml;mie mussten hier 330 Prozent mehr Betriebe Insolvenz anmelden als im Vorjahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/industrie\/:insolvenzen-massenfirmensterben-in-der-autobranche\/50053466.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Lohndr&uuml;cker raus<\/strong><br>\nDaimler muss nach Protesten reagieren: Keine Vertragsverl&auml;ngerung f&uuml;r Reinigungsfirma, die Besch&auml;ftigte schikaniert.<br>\nEs ist haarstr&auml;ubend, was Besch&auml;ftigte der in den Stuttgarter Werken des Autobauers Daimler t&auml;tigen Reinigungsfirma Kl&uuml;h zu erz&auml;hlen haben. Von Beschimpfungen und Schikanen, von nicht gezahltem Lohn und Schmiergeld bei der Verl&auml;ngerung von Arbeitsvertr&auml;gen hatten Putzfrauen in den vergangenen Wochen in den Medien berichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/12-23\/012.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Szene wie im Zombiefilm<\/strong><br>\nTennessee Eisenberg wurde von der Polizei erschossen &ndash; gegen die Beamten wird keine Anklage erhoben. An der Schilderung der Tat durch die Staatsanwaltschaft bleiben Zweifel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,tt4m1\/bayern\/11\/498306\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Lobbyisten im Umweltministerium: Umweltverband warnt vor Ex-Atommanager<\/strong><br>\nDer Umweltverband Deutsche Umwelthilfe DUH) hat Bundesumweltminister Norbert R&ouml;ttgen (CDU) aufgefordert, eine umstrittene Personalie in seinem Haus r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen. Dabei geht es um den nach dem Regierungswechsel zu Schwarz-Gelb neu berufenen Leiter der Atomaufsicht des Ministeriums, Gerald Hennenh&ouml;fer, der Manager beim Stromkonzern Viag war, einem Eon-Vorl&auml;ufer.<br>\nDer Umweltverband verweist auf den Paragrafen 20 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVfG). Danach d&uuml;rfe f&uuml;r eine Beh&ouml;rde in einem Verwaltungsverfahren &ldquo;nicht t&auml;tig werden, wer au&szlig;erhalb seiner amtliche Eigenschaften in der Angelegenheit ein Gutachten abgegeben hat oder sonst t&auml;tig geworden ist&rdquo;. Dieses &ldquo;Mitwirkungsverbot&rdquo; sei zeitlich unbegrenzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2158792_Lobbyisten-im-Umweltministerium-Umweltverband-warnt-vor-Ex-Atommanager.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Es ist auch Steinmeiers Krieg <\/strong><br>\nWas wusste Frank-Walter Steinmeier &uuml;ber die Lage in Afghanistan? Die schlichte Antwort muss lauten: Er h&auml;tte in seinem Amt als deutscher Au&szlig;enminister alles wissen k&ouml;nnen und h&auml;tte alles wissen m&uuml;ssen. Zumindest im Blick auf die politische Verantwortung, die er mit seinem Amtseid bei der Berufung auf sich genommen hat. Nachdem jetzt feststeht, dass einer seiner damaligen Beamten schon unmittelbar nach der Trag&ouml;die von Kundus &uuml;ber den Tod von unschuldigen Zivilisten informiert worden ist, Steinmeier jedoch in den ersten Tagen nach dem Luftangriff nur vage von &ldquo;m&ouml;glicherweise unschuldigen Opfern&rdquo; redete, steht auch das Urteil fest: Steinmeier ist seiner politischen Verantwortung nicht gerecht geworden. All das liegt auf einer Linie: Verteidigungsminister Jung wollte die Unterlagen &uuml;ber Kundus nicht lesen, Steinmeier war nicht sehr an verf&uuml;gbaren Informationen interessiert, das Kanzleramt wollte den Vorgang auf bew&auml;hrte Weise bew&auml;ltigen: durch Aussitzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/die-spd-und-afghanistan-es-ist-auch-steinmeiers-krieg-1530950-print.html\">Stern<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Allgemeinmediziner kritisiert einseitige Impfstoffvertr&auml;ge &ldquo;zum Nachteil der L&auml;nder&rdquo;: Das Ganze ist eine Farce&ldquo;<\/strong><br>\nBei der Entscheidung &uuml;ber die Vergabe von Impfstoffen gegen die Schweinegrippe hat die Pharmaindustrie zu viel Macht gehabt, findet Michael Kochen. Der Pr&auml;sident der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Allgemeinmedizin fordert deshalb den Aufbau einer staatlichen Impfstoffindustrie auf europ&auml;ischer Ebene:<br>\n&bdquo;Sie brauchen nur zur&uuml;ckzugehen zum Beschluss der Weltgesundheitsorganisation im Juni dieses Jahres. Da sa&szlig;en alle relevanten Impfstoffhersteller mit am Entscheidungstisch, als die Pandemie ausgerufen worden ist. Auch die Beratergremien nicht nur in der Bundesrepublik Deutschland, auch an anderer Stelle sind durchsetzt mit Leuten, die mit den Impfstoffherstellern durchaus monet&auml;re Vertr&auml;ge haben, und diese Interessenskonflikte &ndash; das kann man zum Beispiel an der st&auml;ndigen Impfkommission absehen: Da sind 16 Mitglieder &ndash; nur 4 haben keine solche Interessenskonflikte. Wenn man all diese Beratergremien durchgeht, dann sieht man, dass das eine erhebliche Rolle gespielt haben muss.&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/interview\/1092255\/\">Deutschlandradio Kultur (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2009\/12\/22\/drk_20091222_0749_8f47508c.mp3\">Deutschlandradio Kultur (Audio-Podcast)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ethik-Steuer, &ldquo;um Austritte zu bremsen&rdquo;<\/strong><br>\nDer &Ouml;konom Ulrich Blum schl&auml;gt eine Ethiksteuer vor, &ldquo;um die Austrittswelle aus der Kirche bremsen&rdquo;. Konfessionslose bezeichnen das als &ldquo;dreisten Vorschlag&rdquo;, die Hintergr&uuml;nde als &ldquo;Weihnachtsm&auml;rchen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/leben\/alltag\/artikel\/1\/ethik-steuer-um-austritte-zu-bremsen\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Deutsche geben Schwarz-Gelb schlechte Noten<\/strong><br>\nZwei Monate nach Amtsantritt ist eine Mehrheit der Deutschen unzufrieden mit er neuen Regierung: Nur jeder 20. bewertet ihre Arbeit als gut, ein Viertel hingegen f&uuml;r unzureichend. Selbst Anh&auml;nger von Union und FDP haben einiges an der Politik der Bundesregierung auszusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/umfrage-deutsche-geben-schwarz-gelb-schlechte-noten;2503644\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Vielleicht wird 2010 ein Obama-Jahr<\/strong><br>\nDie zum Schluss zu einem w&uuml;rdelosen Geschacher um Stimmen und Eitelkeiten verkommene Debatte hat tiefe Risse bei den Demokraten offen gelegt. Das jetzt wahrscheinliche Ergebnis &ndash; Krankenschutz f&uuml;r mindestens 30 Millionen Menschen, die ihn bislang nicht haben &ndash; k&ouml;nnte sich trotz vieler fauler Kompromisse sehen lassen. Ob Obama seiner Partei nach dem Kraftakt einer Gesundheitsreform, gegen die Blockadepolitik der Republikaner und vor der Kongresswahl im Herbst 2010 weitere Gro&szlig;projekte abringen kann, steht dahin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/2158766_Analyse-Vielleicht-wird-2010-ein-Obama-Jahr.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die trostlose Heimat des Hampelmanns<\/strong><br>\nP&auml;dagogisch bewusste Eltern schenken ihren Kindern Holzspielzeug statt Plastikware. Doch das Naturprodukt stammt meist aus chinesischer Akkordarbeit &ndash; ohne Arbeitsschutz und zu Minimall&ouml;hnen. Ein Besuch in Yunhe, wo fast alle internationalen Marken produzieren lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/sz-berichte\/themen\/Die-trostlose-Heimat-des-Hampelmanns;art2825,3140094\">Saarbr&uuml;cker Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Mitternachtsspitzen &ndash; Wilfried Schmickler&acute;s Weihnachtsansprache<\/strong><br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/mitternachtsspitzen\/videos\/flashplayer.jsp?mid=123577\">WDR &ndash; Mitternachtsspitzen<\/a>\n<p><strong>Und dazu noch J&uuml;rgen Beckers Interview mit der Kanzlerin<\/strong><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/mitternachtsspitzen\/videos\/flashplayer.jsp?mid=123574\">WDR &ndash; Mitternachtsspitzen<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Ratingagenturen m&auml;chtiger als EZB; Kommunen versinken in Schulden; Firmensterben in der Autobranche; Lohndr&uuml;cker raus; Ex-Atommanager entscheidet &uuml;ber Atomenergie; Auch Steinmeiers Krieg; Impfstoffvertr&auml;ge &ndash; eine Farce; Ethik-Steuer; Schlechte Noten f&uuml;r Schwarz-Gelb; Mitternachtsspitzen. 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