{"id":44314,"date":"2018-06-08T08:30:21","date_gmt":"2018-06-08T06:30:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44314"},"modified":"2018-06-08T08:30:21","modified_gmt":"2018-06-08T06:30:21","slug":"hinweise-des-tages-3135","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44314","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44314#h01\">Von linker Moral und neoliberalen Interessen: Unser Plan f&uuml;r eine Sammlungsbewegung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44314#h02\">Union und SPD streiten &uuml;ber Rente mit 69<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44314#h03\">Verarbeitendes Gewerbe im April 2018: Auftragseingang &ndash; 2,5 % saisonbereinigt zum Vormonat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44314#h04\">Mal wieder Geschenke f&uuml;r die Reichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44314#h05\">Nichts Neues vom Geldspeicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44314#h06\">Zuckerbrot &amp; Peitsche: Wie die EU neoliberale Reformen durchdr&uuml;ckt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44314#h07\">Das M&auml;rchen von der Vollbesch&auml;ftigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44314#h08\">Putin unterzeichnet Anti-Sanktionsgesetze gegen USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44314#h09\">Kriegsspiele im Pazifik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44314#h10\">USA verlangen von Europas Nato-Staaten schnelle Einsatztruppen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44314#h11\">Position der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) zur Ermittlung angemessener Kosten der Unterkunft und Heizung im SGB II und XII und weitere Vorschl&auml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44314#h12\">Verloren im Aktengebirge: Eine Bamf-Beamtin erz&auml;hlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44314#h13\">Bundesregierung hat keinerlei Beweise f&uuml;r Skripal-Fall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44314#h14\">Eintr&auml;gliches Gift<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Von linker Moral und neoliberalen Interessen: Unser Plan f&uuml;r eine Sammlungsbewegung<\/strong><br>\nEin Gastbeitrag von Bernd Stegemann und Sahra Wagenknecht<br>\nNach j&uuml;ngsten Umfragen steht die SPD bei rund 17 Prozent, Gr&uuml;ne und Linke kommen jeweils auf etwa 10 Prozent. Was im vorigen Bundestag zumindest rechnerisch noch m&ouml;glich war, ist in weite Ferne ger&uuml;ckt: eine Mehrheit f&uuml;r linke Politik in Deutschland. Zugleich scheint es schwer vorstellbar, dass nicht die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung eine Politik w&auml;hlen w&uuml;rde, die f&uuml;r Abr&uuml;stung und Frieden, f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne, bessere Renten und gerechte Steuern ist. Es gibt also einen eklatanten Widerspruch zwischen der mangelnden Zustimmung zu Parteien, die dem linken Lager zugerechnet werden, und dem Wunsch nach einer solidarischen Gesellschaft.<br>\nWer diesen Widerspruch verstehen will, darf sich nicht nur den Kopf dar&uuml;ber zerbrechen, warum die SPD nicht aus dem Gef&auml;ngnis ihrer Agenda-Politik herausfindet, sondern muss auch dar&uuml;ber nachdenken, warum die meisten W&auml;hler, die der SPD abhandenkommen, nicht etwa zur Linkspartei wechseln, sondern entweder im Lager der Nichtw&auml;hler untertauchen oder der AfD ihre Stimme geben. Dass inzwischen mehr Arbeiter und Arbeitslose AfD w&auml;hlen als SPD (oder Linkspartei), sollte jedem progressiven Geist schlaflose N&auml;chte bereiten &ndash; macht es doch deutlich, wohin das politische business as usual eines Tages f&uuml;hren kann: zu einem deutschen Donald Trump im Kanzleramt. Wem vor einer solchen Perspektive graut, der muss die eingefahrenen Wege verlassen.<br>\nEs gibt einige europ&auml;ische L&auml;nder, in denen aus dem Niedergang der traditionellen Parteien erfolgreiche linke Bewegungen entstanden sind, etwa Podemos in Spanien oder La France insoumise in Frankreich. Beide sind heute Wortf&uuml;hrer der Opposition in ihren L&auml;ndern und setzen die Themen der &ouml;ffentlichen Debatte. In Gro&szlig;britannien hat sich die Labour Party mit Jeremy Corbyn zu echter Erneuerung durchgerungen und gute Aussichten, aus der n&auml;chsten Wahl als Sieger hervorzugehen. Und &uuml;berall dort, wo ein neuer linker Aufbruch gelingt, sieht die politische Rechte schnell so alt aus, wie sie es verdient.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2018\/24\/linke-sammlungsbewegung-sahra-wagenknecht-populismus\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>dazu: &raquo;Der Rechtsentwicklung nicht tatenlos zuschauen&laquo;<\/strong><br>\nDie Linke streitet &uuml;ber eine linke Sammlungsbewegung und die Regulierung von Migration. Ein Gespr&auml;ch mit Sahra Wagenknecht [&hellip;]<br>\nGenossen kritisieren, dass die Idee nicht in den Gremien der Linkspartei zur Diskussion gestellt wird. Was entgegnen Sie?<br>\nZu meinen, dass man in Gremien eine Bewegung gr&uuml;ndet, finde ich schr&auml;g. Denn es geht auch darum, dass das Projekt nicht durch Die Linke instrumentalisiert werden kann. Dann ist es n&auml;mlich tot. Es sollen sich hier Mitglieder unterschiedlicher Parteien und Parteilose zusammenschlie&szlig;en k&ouml;nnen, die gemeinsame Anliegen haben: Wir wollen keine neoliberale Politik, keine Kriege, keine Aufr&uuml;stung.<br>\nZuletzt hat Gregor Gysi Skepsis gegen&uuml;ber dem Projekt ge&auml;u&szlig;ert: Es gebe in der Linken schon lange Gespr&auml;chskreise mit unzufriedenen Gr&uuml;nen und Sozialdemokraten, au&szlig;erdem komme die Initiative &raquo;von oben&laquo; &hellip;<br>\nIch h&auml;tte auch lieber eine Bewegung auf der Stra&szlig;e. Aber die gibt es nicht. Immerhin bekommen wir eine &uuml;berraschend starke positive Resonanz aus der Bev&ouml;lkerung. Ich wei&szlig; nicht, was die Antwort der Kritiker darauf ist, dass Die Linke in Umfragen weiter nicht &uuml;ber zehn Prozent hinauskommt. Wenn wir nichts tun, dann kann man relativ sicher sein, dass irgendwann die CDU und die AfD eine Regierung stellen wollen. Ich will dieser Rechtsentwicklung nicht tatenlos zuschauen. Denen, die sich bem&uuml;hen, das Projekt totzureden, sage ich: Erstens werden sie das nicht schaffen, und zweitens sollten sie lieber dar&uuml;ber nachdenken, wie man daraus einen Erfolg machen kann, wenn sie sich als Linke verstehen. [&hellip;]<br>\nSeit Monaten wird Die Linke in der &Ouml;ffentlichkeit vor allem durch ihre Kontroverse &uuml;ber die Fl&uuml;chtlings- und Migrationspolitik wahrgenommen. Sie selbst haben dieses Thema immer wieder in den Vordergrund ger&uuml;ckt. Was verlangen Sie von der Partei?<br>\nDie Forderung nach &raquo;offenen Grenzen f&uuml;r alle&laquo; in unserem Parteiprogramm ist eine f&uuml;r eine Welt, in der Kapitalismus &uuml;berwunden ist, aber keine f&uuml;r die Welt von heute. Alle in der Linkspartei verteidigen das Asylrecht, alle sind der Meinung, dass wir solidarisch sein m&uuml;ssen mit Menschen in Not. Aber man muss eben auch bedenken: Der gr&ouml;&szlig;te Teil der Fl&uuml;chtlinge schafft es nie nach Europa, weil die Mittel dazu fehlen. Vor Ort zu helfen, ist deshalb die dringendste &shy;Herausforderung. Auch die Bek&auml;mpfung von Fluchtursachen ist in der Partei nicht strittig. Genau das werfen wir ja der regierenden Koalition vor: Sie tut alles daf&uuml;r, Fluchtursachen zu schaffen durch unfaire Handelspolitik, Auspl&uuml;nderung armer L&auml;nder, Waffenexporte in Krisengebiete.<br>\nStrittig ist, ob wir pauschal sagen sollten, jeder der es m&ouml;chte, kann nach Deutschland kommen, hat hier Anspruch auf landes&uuml;bliche Sozialleistungen und kann sich eine Arbeit suchen. Das ist eine Position, die man meines Erachtens nicht durchhalten kann. Und ich finde es interessant, dass die Parteispitze, die offene Grenzen bef&uuml;rwortet, selbst einr&auml;umt, das sei keine &raquo;reale Umsetzungsperspektive&laquo;, sondern eine Haltungsfrage, wie Katja Kipping es ausgedr&uuml;ckt hat. Wenn sie selbst einr&auml;umt, dass das nicht umsetzbar ist, dann wei&szlig; ich nicht, warum diese Position mit solcher Verbissenheit verteidigt wird, obwohl wir damit gerade unter den &Auml;rmeren W&auml;hler verprellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/333771.der-rechtsentwicklung-nicht-tatenlos-zuschauen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Union und SPD streiten &uuml;ber Rente mit 69<\/strong><br>\nDie zehn Mitglieder der Rentenkommission sollen bis 2020 ein kleines Wunder vollbringen: Sie sollen der Bundesregierung empfehlen, wie die Rente auch f&uuml;r k&uuml;nftige Rentnergenerationen ab 2025 ungef&auml;hr auf dem heutigen Niveau gesichert werden kann, ohne dass aber die Beitr&auml;ge drastisch steigen. Am Mittwoch nahm das Gremium, das von den langj&auml;hrigen Rentenpolitikern Gabriele L&ouml;sekrug-M&ouml;ller (SPD) und Karl Schiewerling (CDU) geleitet wird, seine T&auml;tigkeit auf.<br>\nBundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte angek&uuml;ndigt, er wolle die Empfehlungen der Kommission m&ouml;glichst noch in dieser Legislaturperiode gesetzlich umsetzen. Dagegen spricht allerdings, dass die Rentendebatte in den n&auml;chsten Bundestagswahlkampf hineingezogen werden d&uuml;rfte.<br>\nFestgelegt hatte sich die gro&szlig;e Koalition bisher lediglich auf ein Sicherheitsversprechen f&uuml;r die Jahrg&auml;nge, die bis 2025 in Rente gehen werden: Ihnen garantiert die Koalition, das so genannte Rentenniveau &ndash; das ist grob ausgedr&uuml;ckt der prozentuale Anteil einer Durchschnittsrente am Durchschnittslohn &ndash; bis 2025 auf 48 Prozent zu stabilisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/politik\/deutschland\/altersvorsorge-union-und-spd-streiten-ueber-rente-mit-69_aid-23256267\">RP Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wenn Politik nicht mehr weiter wei&szlig;, so bildet sie einen Arbeitskreis &ndash; oder eben eine Kommission wie diese. Zu hoffen ist, dass die Mitglieder auch die NachDenkSeiten lesen. Hier k&ouml;nnen sie zahlreiche Anregungen f&uuml;r eine sichere Rente finden. Einige Beispiele:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38955\">ARD, ZDF etc. versagen in der neu aufgebrochenen Rentendebatte erneut &ndash; mit Polemik gegen die Gesetzliche Rente, mit dem R&uuml;ckgriff auf den unseri&ouml;sen Raffelh&uuml;schen als Sachverst&auml;ndigen usw.<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42133\">Von wegen Stabilisierung des Rentenniveaus bis 2025. Die Groko-Verhandler feiern eine Nebelkerze<\/a> <\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42439\">Die Renten-GroKo w&auml;re eine Koalition gegen die Rentner<\/a>.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Lohnen k&ouml;nnte sich auch, die &ldquo;Anstalt&rdquo; des ZDF vom 4.4.2017 erneut anzusehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Verarbeitendes Gewerbe im April 2018: Auftragseingang &ndash; 2,5 % saisonbereinigt zum Vormonat<\/strong><br>\nDer preisbereinigte Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorl&auml;ufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im April 2018 saison- und kalenderbereinigt um 2,5 % niedriger als im Vormonat. F&uuml;r M&auml;rz 2018 ergab sich nach Revision der vorl&auml;ufigen Ergebnisse ein R&uuml;ckgang von 1,1 % gegen&uuml;ber Februar 2018 (vorl&auml;ufiger Wert: &ndash; 0,9 %). Der preisbereinigte Auftragseingang ohne Gro&szlig;auftr&auml;ge im Verarbeitenden Gewerbe lag im April 2018 saison- und kalenderbereinigt um 1,7 % niedriger als im Vormonat.<br>\nIm April 2018 verringerten sich die Auftr&auml;ge aus dem Inland im Vergleich zum Vormonat um 4,8 %, die Auslandsauftr&auml;ge fielen um 0,8 %. Dabei verringerten sich die Auftragseing&auml;nge aus der Eurozone um 9,9 %, die Auftragseing&auml;nge aus dem restlichen Ausland nahmen um 5,4 % gegen&uuml;ber M&auml;rz 2018 zu.<br>\nBei den Herstellern von Vorleistungsg&uuml;tern lag der Auftragseingang im April 2018 um 2,5 % h&ouml;her als im Vormonat. Bei den Herstellern von Investitionsg&uuml;tern gab es einen R&uuml;ckgang von 5,6 %. Im Bereich der Konsumg&uuml;ter fielen die Auftr&auml;ge um 2,2 %.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2018\/06\/PD18_198_421.html\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Das ist der vierte monatliche R&uuml;ckgang infolge. Darauf k&ouml;nnte man auch mit wachsender Besorgnis reagieren. Doch das Bundeswirtschaftsministerium <a href=\"https:\/\/www.bmwi.de\/Redaktion\/DE\/Pressemitteilungen\/Verarbeitendes-Gewerbe\/2018\/20180607-entwicklung-des-auftragseingangs-im-verarbeitenden-gewerbe-april-2018.html\">schreibt lieber<\/a> von einer &bdquo;absehbar ruhigeren Entwicklung&ldquo;. Der weiterhin schwelende Handelskonflikt mit den USA wie auch die Sanktionspraxis gegen&uuml;ber Russland werden offenbar nicht als Risiko gesehen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Mal wieder Geschenke f&uuml;r die Reichen<\/strong><br>\nJa, ein Fliegenschiss bestimmt die Nachrichten, dabei sollte doch vielmehr das interessieren, was bei der Gro&szlig;en Koalition unter dem Stichwort sozial gerechte Steuerpolitik geplant ist. Da hie&szlig; es ja zun&auml;chst, man wolle &bdquo;gezielt kleinere und mittlere Einkommen entlasten&ldquo;. Doch laut eines Referentenentwurfs aus dem Bundesfinanzministerium w&uuml;rde eine Familie mit zwei Verdienern und einem Bruttojahresgehalt von 60.000 Euro im kommenden Jahr mit 251 Euro entlastet und eine Familie mit 120.000 Euro brutto mit 380 Euro.<br>\nDamit fiele die steuerliche Entlastung bei den Besserverdienern um 50 Prozent h&ouml;her aus. Das geplante Modell ist damit doch keine gezielte Entlastung von kleineren und mittleren Einkommen, sondern wieder nur ein Geschenk an die Reichen.<br>\nDieser Befund ist auch logisch, wenn man sich einen Satz aus dem Koalitionsvertrag noch einmal in Erinnerung ruft. Er lautet:<br>\n&bdquo;Wir werden die Steuerbelastung der B&uuml;rger nicht erh&ouml;hen.&ldquo;<br>\nDas hei&szlig;t im Umkehrschluss, dass jede Steuerentlastung auch zwangsl&auml;ufig zu einer deutlich h&ouml;heren Ersparnis bei Besserverdienern f&uuml;hrt. Denn alle Einkommensbezieher profitieren beispielsweise vom h&ouml;heren Grundfreibetrag, dessen Anpassung an die Preisentwicklung laut Verfassung vorgeschrieben ist. Damit zahlen auch die Spitzenverdiener auf die ersten 9000 Euro und k&uuml;nftig 9408 Euro im Jahr 2020 keine Steuern. Es werden also gerade auch die oberen Einkommen durch einen h&ouml;heren Grundfreibetrag entlastet. Nur ist das ja laut Regierungserkl&auml;rung nicht das Ziel. Doch eine notwendige Kompensation, etwa durch die Anhebung des Spitzensteuersatzes, der nur f&uuml;r eine bestimmte Einkommenszone greift, findet nicht statt. Das w&uuml;rde aber die automatische Entlastung ganz unten wieder ausgleichen oder zumindest so abmildern, dass am Ende nicht mehr Ersparnis f&uuml;r die Wohlhabenderen herauskommt als f&uuml;r die Normalverdiener, die doch das eigentliche Ziel der Steuerreform sein sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/180605mal-wieder-geschenke-fuer-die-reichen\">TauBlog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Und obwohl auch der neuen &ldquo;starken Frau der SPD&rdquo;, Frau Nahles dieser Referentenentwurf nicht entgangen sein d&uuml;rfte, redet sie im <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/sommerinterview-nahles-101.html\">ARD-Sommerinterview<\/a> von der sog. Erneuerung ihrer Partei. W&ouml;rtlich sagte sie u.a. &ldquo;Ich m&ouml;chte, dass die SPD wieder die Kraft wird f&uuml;r den solidarischen Zusammenhalt unseres Landes&rdquo;. Vor allem angesichts solcher Entw&uuml;rfe aus dem Hause eines SPD-gef&uuml;hrten Bundesministeriums wirken solche S&auml;tze wie reine Rhetorik (Pippi Langstrumpf l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en, oder?). Haben Herr Scholz und andere Spitzenkr&auml;fte in der Partei denn nichts aus den vergangegenen etwa 20 Jahren lernen k&ouml;nnen?<\/em><\/p>\n<p><em>Beunruhigend k&ouml;nnte auch dieser Satz von Frau Nahles wirken: &ldquo;Wir brauchen eine Idee von Sozialstaatlichkeit, wie soll es im Jahr 2025 in Deutschland aussehen.&rdquo; Die SPD ist die &auml;lteste Partei Deutschland. An Ideen und Programmen mangelt es ihr nicht. Will Frau Nahles denn &ldquo;das Rad neu erfinden&rdquo;, eine &ldquo;Welt machen, wie sie mir gef&auml;llt&rdquo; (ihre Selbsteinsch&auml;tzung erinnert jedenfalls an das Langstrumpf-Lied) oder ist sie schlicht nicht in der Lage, aus den bew&auml;hrten Methoden zu lernen. Insbesondere ein intensiver Blick in das Berliner Grundsatzprogramm von 1989 k&ouml;nnte (und sollte) hilfreich sein &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Nichts Neues vom Geldspeicher<\/strong><br>\nLarry Fink, CEO von Blackrock, pl&auml;diert f&uuml;r langfristiges Sparen in Wertpapieren, um die Krise der Altersvorsorge zu l&ouml;sen. Ein Zwischenruf zur neuen (alten) Rentendiskussion.<br>\nIn der F.A.Z. vom 25. April 2018 begr&uuml;ndet Fink sein Pl&auml;doyer wie folgt:<br>\n&bdquo;Vor sechs Jahren, kurz bevor mein Vater im Alter von 87 Jahren starb, habe ich mit ihm zum ersten Mal dar&uuml;ber gesprochen, was Sparen und Geldanlage ihm gebracht haben. Dank seiner &Uuml;berzeugungen, seiner Zuversicht, des langen Zeithorizonts und des Zinseszinseffekts verf&uuml;gte er am Ende &uuml;ber etwa das Siebzigfache dessen, was er und meine Mutter durchschnittlich pro Jahr brutto verdient hatten. Das Siebzigfache. Das beeindruckt mich bis heute.&ldquo; [1]<br>\nMich auch. Ich habe mal nachgerechnet. Tats&auml;chlich, wenn man z.B. eine konstante Sparquote von 10% und eine j&auml;hrliche Rendite von knapp 10% unterstellt, dann kriegt man das 70-fache nach mehr als 45 Jahren Sparen locker hin. Und die Kinder von Warren Buffet oder Bill Gates k&ouml;nnen irgendwann vermutlich noch dollere Geschichten erz&auml;hlen: ex-post erscheinen &ouml;konomische Erfolgsbiographien nur allzu leicht als Folge &bdquo;vern&uuml;nftigen&ldquo; Verhaltens, geradezu als harmonisch sich f&uuml;gende Sequenz zielf&uuml;hrender Entscheidungen der Protagonisten.<br>\nEs ist jedem (und auch Larry Fink) freigestellt, solche Erfahrungen zur alleinigen Grundlage einer allgemeinen Alterssicherungspolitik zu empfehlen &ndash; aber sollte die Politik dem auch folgen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/06\/nichts-neues-vom-geldspeicher\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Zuckerbrot &amp; Peitsche: Wie die EU neoliberale Reformen durchdr&uuml;ckt<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Kommission ist eine Meisterin der politischen Einflussnahme. Das zeigt sich besonders in der Wirtschaftspolitik. Neuestes Beispiel: die Vorschl&auml;ge zur Stabilisierung der Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion. Der DGB klartext zeichnet den Strategiewechsel der letzten Jahre nach.<br>\nDie Europ&auml;ische Kommission ist eine Meisterin der politischen Einflussnahme. Immer wieder schafft sie es, ihren Einfluss schrittweise auch in Politikfeldern auszubauen, in denen ihr die europ&auml;ischen Vertr&auml;ge nur begrenzte Gestaltungskompetenz zugestehen. Besonders gut gelingt ihr das im Bereich der Wirtschaftspolitik. Ihre j&uuml;ngsten Vorschl&auml;ge zur Stabilisierung der Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion illustrieren dies wieder einmal deutlich. Denn bei der Durchsetzung neoliberaler Reformen zeichnet sich ein Strategiewechsel ab.<br>\nZun&auml;chst versuchte es die Europ&auml;ische Kommission auf die harte Tour: Die in der Krise eingef&uuml;hrten Anpassungsprogramme und die neuen Instrumente der wirtschaftspolitischen Steuerung zielten darauf, die Haushalts- und Wirtschaftspolitik der Mitgliedstaaten st&auml;rker zu &uuml;berwachen und Regelverst&ouml;&szlig;e schnell zu bestrafen. Fiskalpakt und Europ&auml;ischer Stabilit&auml;tsmechanismus schufen zudem ein intergouvernementales Instrumentarium, das das Sanktionssystem versch&auml;rfte.<br>\nAllerdings war dieses sanktionsbasierte System der wirtschaftspolitischen Steuerung wenig effektiv. Die Kommission verh&auml;ngte trotz Verst&ouml;&szlig;en keine Sanktionen und die Mitgliedstaaten halten sich bis heute kaum an die empfohlenen Strukturreformen. Der politische Widerstand ist in vielen L&auml;ndern zu gro&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++1259ddde-6a5b-11e8-bcaa-52540088cada\">DGB klartext<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Das M&auml;rchen von der Vollbesch&auml;ftigung<\/strong><br>\nDer Pr&auml;sident feiert es als Erfolg: Die Arbeitslosigkeit in den USA ist auf dem niedrigsten Stand seit 18 Jahren. Doch zu welchem Preis? [&hellip;]<br>\nDoch viele &Ouml;konomen sind skeptisch, ob der Arbeitsmarkt tats&auml;chlich so gesund ist, wie die Schlagzeilen es vermuten lassen. &ldquo;Die Arbeitslosenquote ist zwar gefallen, aber aus den falschen Gr&uuml;nden&rdquo;, sagt Diane Swonk, Chef&ouml;konomin bei dem Beratungsunternehmen Grant Thornton. Die Arbeitslosenquote sei vor allem gesunken, weil im selben Zeitraum die Erwerbsbev&ouml;lkerung geschrumpft und die Erwerbsquote weiter zur&uuml;ckgegangen sei. Derzeit liegt der Prozentsatz der Amerikaner im arbeitsf&auml;higen Alter, die am Erwerbsleben teilnehmen oder sich um eine Stelle bem&uuml;hen, bei 62,8 Prozent &ndash; Tendenz fallend, trotz Aufschwung. &ldquo;Eine Arbeitslosenquote, die niedriger ist, weil die Erwerbsbev&ouml;lkerung schrumpft, ist kein Zeichen f&uuml;r eine gesunde Volkswirtschaft&rdquo;, schrieb die Beratungsfirma Sri-Kumar Global Strategies in einem Bericht an Kunden. Die These, dass die USA sich der Vollbesch&auml;ftigung n&auml;herten, stimme schlicht nicht.<br>\nSchwache Lohnentwicklung<br>\nOptimisten &ndash; darunter auch die zust&auml;ndigen Kabinettsmitglieder des Pr&auml;sidenten &ndash; verteidigen die Zahlen. Die schrumpfende Erwerbsquote lasse sich einfach damit erkl&auml;ren, dass die Gesellschaft &auml;lter werde und die Amerikaner der Babyboomer-Generation derzeit in den Ruhestand wechselten und aus dem Arbeitsmarkt ausschieden. Doch Kritikern greift das zu kurz. Denn die Quote liegt selbst bei den 25- bis 54-J&auml;hrigen, die vom Ruhestand weit entfernt sind, mit 82 Prozent noch immer deutlich unter den 83,2 Prozent von Dezember 2007, dem Beginn der Rezession. Manche der jungen Menschen sind krank oder drogenabh&auml;ngig, andere haben schlicht aufgegeben, einen Job zu suchen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2018-06\/arbeitsmarkt-usa-donald-trump-arbeitslosigkeit\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Kann man das kognitive Dissonanz nennen? Die Behauptung in den USA bestehe quasi Vollbesch&auml;ftigung wird kritisch reflektiert. Berichten dieselben Medien &uuml;ber die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland ist von Jobboom und Fachkr&auml;ftemangel die Rede und zwar ohne Anf&uuml;hrungszeichen, obwohl gerade in der Lohnentwicklung die Situation sich in Deutschland sich &auml;hnlich darstellt. Trotz &ldquo;Jobboms&rdquo; sind keinerlei signifikante Lohnsteigerungen zu verzeichnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Putin unterzeichnet Anti-Sanktionsgesetze gegen USA<\/strong><br>\nDer russische Pr&auml;sident Wladimir Putin hat am Montag Anti-Sanktionsgesetze gegen die USA unterzeichnet. Sie beinhalten unter anderem den Abbruch der Zusammenarbeit mit feindseligen Staaten oder internationalen Organisationen sowie das Verbot oder die Einschr&auml;nkung des Import- und Exporthandels mit unfreundlichen Partnern.<br>\nZudem sollen die Organisationen dieser unfreundlichen L&auml;nder nicht an den Regierungsankaufprojekten Russlands oder an der Privatisierung der staatlichen Best&auml;nde teilnehmen d&uuml;rfen.<br>\nGem&auml;&szlig; dem russischen Gesetz ist die Einf&uuml;hrung derartiger Anti-Sanktionsma&szlig;nahmen legitim. Die Ma&szlig;nahmen sind mit der Unterzeichnung in Kraft getreten.<br>\nZuvor waren die USA mit Sanktionen gegen mehrere russische Pers&ouml;nlichkeiten und Organisationen vorgegangen. Dies hatte zu einer Verschlechterung der bilateralen Beziehungen gef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/3185\/2018\/06\/05\/1s279520.htm\">CRI online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bemerkenswert ist vor allem der letzte Absatz, denn hier wird herausgestellt, dass diese russische Ma&szlig;nahme eine Reaktionen auf Entscheidungen in den USA ist. Dieser Umstand wird hierzulande &ndash; leider &ndash; in zahlreichen sog. Qualit&auml;tsmedien &ldquo;vergessen&rdquo;, falls er &uuml;berhaupt den Weg in die Berichterstattung findet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kriegsspiele im Pazifik<\/strong><br>\nDeutsche Milit&auml;rs werden in K&uuml;rze an Man&ouml;vern im Pazifik teilnehmen und sich als Beobachter f&uuml;r Patrouillenfahrten im S&uuml;dchinesischen Meer zur Verf&uuml;gung stellen. Dies geht aus Ank&uuml;ndigungen der U.S. Navy und der franz&ouml;sischen Verteidigungsministerin Florence Parly hervor. Wie Parly am Wochenende auf einer hochrangig besetzten Konferenz in Singapur erkl&auml;rte, wird Paris in K&uuml;rze Kriegsschiffe ins S&uuml;dchinesische Meer entsenden; sie werden dort auch Hoheitsgew&auml;sser von Inseln durchqueren, die China als sein Hoheitsgebiet betrachtet. Der Ministerin zufolge haben sich deutsche Milit&auml;rbeobachter auf den Schiffen einquartiert. Zugleich bereiten sich deutsche Soldaten auf die Teilnahme an dem US-gef&uuml;hrten Man&ouml;ver RIMPAC 2018 vor. Bei dem Man&ouml;ver, das vor allem vor Hawaii stattfinden wird, handelt es sich um die gr&ouml;&szlig;te Seekriegs&uuml;bung der Welt. Bei RIMPAC 2016 probten deutsche Soldaten die &ldquo;Befreiung&rdquo; einer Insel, die laut Szenario von einer Miliz namens &ldquo;Draco&rdquo; gehalten wurde. &ldquo;Draco&rdquo; ist das lateinische Wort f&uuml;r &ldquo;Drache&rdquo; &ndash; ein Symbol f&uuml;r China.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7630\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Insbesondere die NATO-Partner Frankreich, USA und Deutschland bereiten sich offenbar &ndash; neben der Konfrontation mit Russland &ndash; auch auf einen Konflikt mit China vor, oder? Alles zum Wohle westlicher Werte (was soll das eigentlich genau sein?) und der Demokratie (ist lediglich die westliche gepr&auml;gte Definition g&uuml;ltig?)?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>USA verlangen von Europas Nato-Staaten schnelle Einsatztruppen<\/strong><br>\nDie neue Formel, mit der die USA die Europ&auml;er zu mehr milit&auml;rischem Engagement bewegen wollen, lautet 4 mal 30: Je 30 Einheiten von Heer, Luftwaffe und Marine sollen so trainiert und ausger&uuml;stet werden, dass sie im Krisenfall innerhalb von 30 Tagen einsatzbereit w&auml;ren.<br>\nKonkret geht es um bis zu 30.000 Soldaten, 300 Flugzeuge und mindestens 30 Kriegsschiffe oder U-Boote. Nato-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg k&uuml;ndigte in Br&uuml;ssel an, dass die EU-Verteidigungsminister &uuml;ber einen solchen Plan bei ihrem Treffen am Donnerstag und Freitag beraten werden. 2020, so das Ziel, sollen die Truppen so weit trainiert und ausger&uuml;stet sein.<br>\n&bdquo;Wir wollen innerhalb der Allianz milit&auml;rische St&auml;rke f&uuml;r mehr Sicherheit aufbauen&ldquo;, sagte die US-Botschafterin bei der Nato, Kay Hutchison. Es gehe um Abschreckung gegen&uuml;ber Moskau. &bdquo;Wir verlangen von Russland, seine hybriden Operationen in anderen L&auml;ndern zu stoppen und die Desinformationskampagnen w&auml;hrend Wahlen in anderen L&auml;ndern einzustellen&ldquo;, sagte Hutchison und nannte Invasionen auf der Krim, in der Ost-Ukraine und Georgien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/verteidigung-usa-verlangen-von-europas-nato-staaten-schnelle-einsatztruppen\/22648758.html?ticket=ST-1738255-uiRxdZuSvJWWwV9mFeKe-ap2\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die USA geben die Richtung &ndash; Konflikt zwischen der EU und Russland &ndash; vor und die europ&auml;ischen NATO-Mitgliedsstaaten merken das offenbar gar nicht. Jedenfalls scheinen sie den US-Forderungen gerne zu folgen, oder? Wendet die Bundesregierung mit ihren Mehrausgaben f&uuml;r das Milit&auml;r Schaden vom Volke ab (Art. 56 GG) oder entsteht durch die &ndash; wenn auch geringer als von den USA gew&uuml;nschte &ndash; R&uuml;stungserh&ouml;hung eine Gefahr f&uuml;r einen Konflikt mit Russland?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Position der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) zur Ermittlung angemessener Kosten der Unterkunft und Heizung im SGB II und XII und weitere Vorschl&auml;ge<\/strong><br>\nDie BAGFW nimmt die aktuellen Treffen der Bund-L&auml;nder-Arbeitsgruppe der ASMK zum Anlass, die wesentlichen Ziele bei der Neuregelung des Rechts der Kosten der Unterkunft und Heizung im SGB II und SGB XII zu benennen. Die Arbeitsgruppe soll Vorschl&auml;ge erarbeiten, wie der Begriff der Angemessenheit in &sect; 22 SGB II bzw. &sect; 35 SGB XII konkretisiert werden kann.<br>\nDer zunehmende Mangel an bezahlbarem Wohnraum betrifft in besonderer Weise Menschen im Leistungsbezug des SGB II und XII. Es gibt eine nicht unerhebliche Anzahl an Personen, die Leistungen nach dem SGB II\/SGB XII beziehen und Aufwendungen f&uuml;r die Unterkunft aus dem Regelbedarf aufbringen m&uuml;ssen. Dies liegt auch daran, dass die Angemessenheitsgrenze in vielen F&auml;llen zu niedrig bemessen ist, um die Kosten der Unterkunft und Heizung in ad&auml;quater H&ouml;he zu ber&uuml;cksichtigen. So ist eine Situation entstanden, in der das Recht auf Existenzsicherung der Leistungsbezieher\/innen nicht immer gew&auml;hrleistet ist.<br>\nDie Verb&auml;nde der Freien Wohlfahrtspflege sprechen sich daher insbesondere daf&uuml;r aus, dass bei der Reform die angemessenen tats&auml;chlichen Aufwendungen f&uuml;r die Unterkunft und Heizung gedeckt werden und eine angemessene Wohnung f&uuml;r die Leistungsbezieher\/innen tats&auml;chlich verf&uuml;gbar ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/fachinfos\/stellungnahmen-und-positionen\/position-der-bundesarbeitsgemeinschaft-der-freien-wohlfahrtspflege-bagfw-zur-ermittlung-angemessen\/\">Der Parit&auml;tische Gesamtverband<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das 4-seitige Positionsschreiben der BAGFW k&ouml;nnen Sie <a href=\"http:\/\/infothek.paritaet.org\/pid\/fachinfos.nsf\/0\/99550eaffe02cdf9c125829f00451e34\/$FILE\/2018-05-31%20Kosten%20der%20Unterkunft%20und%20Heizung%20im%20SGB%20II%20+%20XII.pdf\">hier nachlesen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Verloren im Aktengebirge: Eine Bamf-Beamtin erz&auml;hlt<\/strong><br>\nDas Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge sollte ein Serviceamt sein, in dem Aslysuchende Orientierung und Hilfe finden. Doch davon sei seit 2015 nichts mehr &uuml;brig, sagt eine leitende Bamf-Beamtin aus Bayern &ndash; ein anonymer Erfahrungsbericht &uuml;ber Aktenberge auf Tisch und Boden, Akkordarbeit und Missachtung geltenden Rechts. [&hellip;]<br>\nSp&auml;testens im Herbst 2015 kapitulierten die ersten Kollegen vor den h&ouml;her werdenden Aktenbergen. Anfangs stapelten die sich auf den Tischen, dann direkt auf dem Boden, erz&auml;hlt die Bamf-F&uuml;hrungskraft. Sp&auml;ter, als unter dem neuen Beh&ouml;rdenchef Frank-J&uuml;rgen Weise endlich die Gelder vom Innenministerium bewilligt wurden, stapelten sich die Dokumente auch in den neu gekauften Schr&auml;nken. Schlie&szlig;lich wurden daf&uuml;r ganze Geb&auml;ude angemietet.<br>\nWof&uuml;r bisher die Zentrale in N&uuml;rnberg zust&auml;ndig war &ndash; Sicherheitschecks, Pass&uuml;berpr&uuml;fung, Einstellung neuer Mitarbeiter und Dolmetscher &ndash;, das &uuml;bertrug die Beh&ouml;rdenleitung auf die pl&ouml;tzlich sehr autonomen Au&szlig;enstellen. Das &ldquo;Bamfen&rdquo; begann. Mit den bekannten Folgen: &ldquo;Manche Mitarbeiter konnten damit umgehen, im Grunde: Augen zu und durch, und andere Mitarbeiter sind daran verzweifelt, die haben im Grunde genommen gar nichts mehr gearbeitet.&rdquo;<br>\nEbenso wie andere Bundesl&auml;nder bekam Bayern zu den bisherigen Au&szlig;enstellen neue, weniger belastete Standorte hinzu. Dorthin lie&szlig;en sich vor allem &auml;ltere, erfahrene Beamte versetzen. &ldquo;In den neuen Au&szlig;enstellen gab es aber kaum Arbeit, das hei&szlig;t, das Superpersonal hat wenig zu tun gehabt, und die komplett Unerfahrenen haben teilweise R&uuml;ckst&auml;nde aufarbeiten m&uuml;ssen.&rdquo; Und nur dann mit der Aussicht auf eine feste Stelle, wenn die Bearbeitungs-Zahlen stimmten:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/verloren-im-aktengebirge-eine-bamf-beamtin-erzaehlt.862.de.html?dram:article_id=419808\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> H&auml;tte insbesondere Herr Weise (und seine vorgesetzten Personen in der Bundesregierung) &uuml;ber die &ldquo;Erfolge&rdquo; von Unternehmensberatern bei &ouml;ffentlichen Institutionen nicht besser Bescheid wissen m&uuml;ssen? Schlie&szlig;lich waren Berger &amp; Co auch f&uuml;r die Arbeitsagentur t&auml;tig &ndash; mit &auml;hnlichem &ldquo;Erfolg&rdquo; und wohl dem Erhalt von &uuml;blichen und &uuml;ppigen <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=10251\">Zahlungen<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Welch ein Wahnsinn durch &Ouml;konomisierung: Mit BWL-Methoden wird die Arbeit des Bamf bemessen, obwohl jeder Fall einzeln &uuml;berpr&uuml;ft werden m&uuml;sste. Mangelt es dem Spitzenpersonal von Bamf und Bundesregierung etwa schlicht an Sozialkompetenz?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bundesregierung hat keinerlei Beweise f&uuml;r Skripal-Fall<\/strong><br>\nIm parlamentarischen Kontrollausschuss musste die Bundesregierung nach rbb Inforadio einr&auml;umen, ohne Beweise bei der antirussischen Kampagne mitgemacht zu haben, entlarvend auch &Auml;u&szlig;erungen des Regierungssprechers noch am 4. Juni<br>\nWie rbb Inforadio erfahren haben will, wartet die Bundesregierung weiter auf Beweise seitens der britischen Regierung, dass und in welcher Form &ldquo;Russland&rdquo;, was auch immer darunter gemeint sein mag, f&uuml;r den Giftanschlag auf den Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter verantwortlich ist. Das war allerdings nicht f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit gedacht, sondern wurde nur im Geheimen dem parlamentarischen Kontrollgremium gesagt. Man wisse nur, dass Nowitschok eingesetzt worden war, ein bin&auml;res Nervengift, das zuerst in der Sowjetunion hergestellt wurde.<br>\nDie britische Regierung habe keine weiteren Beweise geliefert. Sie k&ouml;nne nicht beweisen, dass das Gift tats&auml;chlich aus Russland kommt, und schon gar nicht, dass der Kreml verantwortlich sei. Die deutschen Geheimdienste w&uuml;ssten auch nicht mehr. Das belegt, was auch wir immer vermutet hatten, dass die britische Regierung an &ldquo;Beweisen&rdquo; an die antirussisch Verb&uuml;ndeten nicht mehr an Informationen weitergegeben hat, als etwa in dem Handout der britischen Regierung zu lesen war, das an die &Ouml;ffentlichkeit durchgesickert war. Letztlich waren es nur Vermutungen in einer Richtung, die mit angeblicher Alternativenlosigkeit begr&uuml;ndet wurden (&ldquo;Eine neue Phase der russischen Aggression&rdquo;). (&hellip;)<br>\nNoch dicker kam es oder noch peinlicher wurde es, als Regierungssprecher Steffen Seibert w&auml;hrend der Bundespressekonferenz am 4. Juni noch auf Nachfrage des RT Deutsch-Redakteurs Florian Warweg erkl&auml;rte (Video): &ldquo;Wir haben damals gesagt: Wir teilen die Einsch&auml;tzung des Vereinigten K&ouml;nigreichs, dass es keine andere plausible Erkl&auml;rung gibt. Diese Haltung ist weiterhin die Haltung der Bundesregierung.&rdquo; Damit beantwortete Seibert die Frage, welche weiteren Faktoren &uuml;ber Nowitschok hinaus daf&uuml;r sprechen, dass der mutma&szlig;liche Angriff auf die Skripals durch Russland erfolgt ist.<br>\nAuf die Frage, ob &ldquo;zum Zeitpunkt der Ausweisung der russischen Diplomaten im Kontext der Skripal-Aff&auml;re Bundeskanzlerin Angela Merkel und der amtierende Au&szlig;enminister Heiko Maas dar&uuml;ber informiert (waren), dass die Bundesrepublik &uuml;ber Nowitschok-Proben verf&uuml;gte, sagte Seibert: &ldquo;Dazu kann ich Ihnen jetzt hier keine Auskunft geben. Ich werde versuchen m&uuml;ssen, m&ouml;glicherweise etwas nachzureichen.&rdquo;<br>\nChristoph Burger vom Ausw&auml;rtigen Amt versuchte dann helfend einzuspringen und machte es nur noch schlimmer:\n<blockquote><p>\nIch kann nur noch einmal auf das verweisen, was wir hier vor drei oder vier Wochen, als es diese Presseberichterstattung gab, gesagt haben. Denn diese Frage insinuiert ja immer, dass es da irgendwie eine Unterstellung oder eine Argumentationskette vonseiten der Bundesregierung gegeben h&auml;tte: Es war Nowitschok; also war es Russland. Aber das ist mitnichten jemals unsere Argumentation gewesen, sondern dass ist eines von mehreren Elementen gewesen, die in ihrer Gesamtschau dazu gef&uuml;hrt haben, dass wir zu der Bewertung gekommen sind, dass die Spuren in diesem Fall nach Russland f&uuml;hren.<br>\n<em>Christoph Burger<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Das ist der Wortlaut, der dem Handout entspricht und offenbar als Kommunikationsstrategie verabredet war. Bezeichnend ist, dass keines der mehreren Elemente auch nur angedeutet wird. Dennoch bekr&auml;ftigte Seibert: &ldquo;Wir sehen auch heute keinen Grund, von dieser Bewertung abzuweichen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Bundesregierung-hat-keinerlei-Beweise-fuer-Skripal-Fall-4072810.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Eintr&auml;gliches Gift<\/strong><br>\nSelten waren sich Bundesregierung und Europ&auml;ische Kommission &uuml;ber die sch&auml;dliche Wirkung eines Giftstoffes so einig wie bei Glufosinat<br>\nGlufosinat gilt als &ldquo;reproduktionstoxisch&rdquo;. Es sch&auml;digt nachweislich Insekten wie Spinnen, K&auml;fer und Florfliegen, kann die Fortpflanzung von S&auml;ugetieren und die Entwicklung des Gehirns beeintr&auml;chtigen, Verhaltensst&ouml;rungen hervorrufen und bei menschlichen F&ouml;ten zu schweren Behinderungen f&uuml;hren.<br>\nAls Herbizid-Wirkstoff ist es in Unkrautvernichtungsmitteln wie &ldquo;Basta&rdquo; oder &ldquo;Liberty&rdquo; enthalten. Es wird bei Kartoffeln, aber auch im Obst- und Weinbau eingesetzt und auf dem globalen Markt von Bayer in Kombination mit gentechnisch ver&auml;ndertem Glufosinat-resistentem Saatgut u. a. von Raps, Reis, Zuckerr&uuml;ben, Mais, Soja und Baumwolle angeboten.<br>\nEtwa zehn Jahre lang diskutierten die zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden &uuml;ber ein Verbot von mehr als 50 Pestiziden. Nun soll die Zulassung des Wirkstoffes Glufosinat am 31. Juli 2018 auslaufen. Unverst&auml;ndlicherweise d&uuml;rfen Restbest&auml;nde des hochgiftigen Cocktails innerhalb einer &ldquo;&Uuml;bergangsfrist&rdquo; bis Mitte 2019 aufgebraucht werden.<br>\nBereits seit 2013 ist der Glufosinat-Einsatz innerhalb der EU eingeschr&auml;nkt, weil Herstellerstudien dem Bundesamt f&uuml;r Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu Folge &ldquo;die Bedenken nicht entkr&auml;ften&rdquo; und somit ein Risiko f&uuml;r S&auml;ugetiere und Insekten &ldquo;nicht ausgeschlossen werden&rdquo; konnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Eintraegliches-Gift-4059131.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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