{"id":44344,"date":"2018-06-08T16:07:14","date_gmt":"2018-06-08T14:07:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44344"},"modified":"2018-06-11T08:24:54","modified_gmt":"2018-06-11T06:24:54","slug":"hinweise-des-tages-ii-348","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44344","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44344#h01\">Skripal: Die britische Polizei steht mit leeren H&auml;nden da<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44344#h02\">Let Trump Handle Brexit: An Explosive Leaked Recording Reveals Boris Johnson&rsquo;s Private Views About Britain&rsquo;s Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44344#h03\">&raquo;An der Basis herrscht gro&szlig;er Unmut&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44344#h04\">Vom &raquo;Wirtschaftswunder&laquo; zum &raquo;deutschen Modell&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44344#h05\">Wenn der Staat nicht mehr gestalten kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44344#h06\">Ein Dorf testet das Grundeinkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44344#h07\">Von neoliberaler Kritik am &ldquo;Rentensozialismus&rdquo; bis hin zu einem &ldquo;v&ouml;lkischen&rdquo; Rentenkonzept des national-sozialen Fl&uuml;gels: Anmerkungen zum rentenpolitischen Nebel in der AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44344#h08\">Gro&szlig;investoren kaufen Zahnarztpraxen: Das dicke Geld machen mit Z&auml;hnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44344#h09\">Missgl&uuml;ckter Breitband-Ausbau: Warum ist das Internet in Deutschland so langsam?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44344#h10\">Nach Abgastests an Affen: VW-Cheflobbyist Steg darf bleiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44344#h11\">&ldquo;Bukarester Neun&rdquo; &ndash; Polen will dauerhafte Milit&auml;rpr&auml;senz der USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44344#h12\">S&uuml;dchinesisches Meer: Die alten Kolonialherren wollen wieder mitmischen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44344#h13\">Die Weltstellung der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44344#h14\">CIA-Dokument als Blaupause f&uuml;r die Zerst&ouml;rung Jugoslawiens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44344#h15\">Zentrum der Neuen Rechten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44344#h16\">Bunter rauschen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Skripal: Die britische Polizei steht mit leeren H&auml;nden da<\/strong><br>\nEs sei ein sehr ungew&ouml;hnlicher und komplexer Fall. Trotz immensem Aufwand gibt es keine Spuren, Russland wird im neuesten Zwischenbericht nicht einmal erw&auml;hnt<br>\nAm Dienstag hat die britische Polizei einen erneuten Bericht &uuml;ber die Ermittlungen im Fall Skripal ver&ouml;ffentlicht. Er zeigt vor allem, dass mit gro&szlig;em Aufwand bislang wenig herausgebracht wurde. Die T&auml;ter des Anschlags mit dem Nervengift bleiben im Dunklen, von irgendwelchen Spuren, die nach Russland reichen, ist nicht die Rede.<br>\nDas &uuml;berf&uuml;hrt letztlich die britische Regierung, die die Schuldigen aufgrund angeblicher alternativenloser Plausibilit&auml;t in Russland und auch im Kreml verortete, ebenso wie die Regierungen, die sich hinter die Beschuldigungen stellten. Offenbar musste die Bundesregierung wenigstens im Geheimen vor dem Parlamentarischen Kontrollausschuss zugestehen, keine Beweise von der britischen Regierung erhalten oder selbst etwa durch die deutschen Geheimdienste erhalten zu haben, die &uuml;ber die Erkenntnis hinausgehen, dass f&uuml;r den Anschlag Nowitschok benutzt wurde (Bundesregierung hat keinerlei Beweise f&uuml;r Skripal-Fall). Bislang unterminieren die westlichen Regierungen, die sich hinter die Schuldzuweisung der britischen Regierung gestellt haben, das Vertrauen in die Institutionen weitaus st&auml;rker, als dies eine Desinformationskampagne von au&szlig;en verm&ouml;chte.<br>\nWarum das angeblich so gef&auml;hrliche Nervengift nicht t&ouml;dlich wirkte, bleibt ebenso unbeantwortet wie seine Herkunft. Dass die britischen Beh&ouml;rden weiterhin die beiden Skripals, die sich mittlerweile erholt haben, von der &Ouml;ffentlichkeit fernh&auml;lt, angeblich auf eigenen Wunsch, mindert das Misstrauen nicht gerade, das durch fehlende Beweise oder auch nur Hinweise auf die Anklage der britischen Regierung verst&auml;rkt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Skripal-Die-britische-Polizei-steht-mit-leeren-Haenden-da-4074249.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Let Trump Handle Brexit: An Explosive Leaked Recording Reveals Boris Johnson&rsquo;s Private Views About Britain&rsquo;s Foreign Policy<\/strong><br>\n&ldquo;I am increasingly admiring of Donald Trump. I have become more and more convinced that there is method in his madness.&rdquo;<br>\nTheresa May will use the G7 summit in Canada to propose a new international &ldquo;rapid response unit&rdquo; to deal with Russian cyberattacks and assassinations, foreign secretary Boris Johnson divulged to a select group of Conservative activists at a private dinner on Wednesday night.<br>\nBuzzFeed News has obtained an audio recording of a closed-door gathering at the Institute of Directors in London, where Johnson treated about 20 Tories to an extraordinarily unguarded and wide-ranging assessment of the UK&rsquo;s foreign policy strategy &ndash; and his private thoughts about Brexit, Donald Trump, and Vladimir Putin. [&hellip;]<br>\nJohnson insisted he won&rsquo;t compromise on the final terms of Britain&rsquo;s future economic relationship, but said the Brexiteers were at risk of getting a deal far worse than they&rsquo;d hoped for. The government is so terrified of short-term economic disruption that it&rsquo;s at risk of throwing away the opportunities presented by Brexit, he said. [&hellip;]<br>\nAsked about Russia, he said the UK was taking the lead on trying to combat Kremlin-directed hostility against other countries.<br>\n&ldquo;[Vladimir] Putin feels a deep sense of shame that he&rsquo;s leader of a country that has been so greatly reduced in its global importance,&rdquo; Johnson said.<br>\n&ldquo;When I was a kid, Russia really mattered. It&rsquo;s now got an economy about the size of Australia. Yeah, they&rsquo;ve got a lot of nuclear weapons, but its real importance in the world is greatly [diminished]. Putin&rsquo;s a revanchist. He wants to cause trouble. He wants to upset people like us.&rdquo;<br>\nThe rest of the world has to be &ldquo;very firm&rdquo; in response, Johnson said.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.buzzfeed.com\/alexspence\/boris-johnson-trump-brexit-leaked-recording?utm_term=.mrP1q6gQL&amp;bftwuk#.poY3jvbXM\">Buzzfeed<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&raquo;An der Basis herrscht gro&szlig;er Unmut&laquo;<\/strong><br>\nDie Linke vor dem Leipziger Parteitag: Debatte &uuml;ber Antrag zu Israels Staatsjubil&auml;um. Ein Gespr&auml;ch mit Zaklin Nastic<br>\nZaklin Nastic ist menschenrechtspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag<br>\nIn mehreren Antr&auml;gen und Resolutionen erkl&auml;rte Die Linke auf Bundes- wie auf Landesebene im Nahostkonflikt ihre Solidarit&auml;t mit dem Staat Israel. Sie haben gegen einen dieser Antr&auml;ge gestimmt. Warum?<br>\nDer Bundestagsantrag &raquo;70 Jahre Staat Israel&laquo; stellt die israelische Staatsgr&uuml;ndung und Politik einseitig und unkritisch dar. Die Verantwortung daf&uuml;r, dass die Zweistaatenl&ouml;sung immer noch nicht verwirklicht wurde, wird vor allem der pal&auml;stinensischen Seite zugeschoben, der illegale israelische Siedlungsbau nur zur&uuml;ckhaltend kritisiert. Weder wird explizit ein Ende der Besatzung gefordert, noch werden die Blockade des Gazastreifens und die verzweifelte Situation der dort lebenden Menschen &uuml;berhaupt erw&auml;hnt. Auf die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem, die ma&szlig;geblich zur Eskalation beigetragen hat, wird genauso wenig eingegangen wie zum Beispiel auf die K&uuml;rzung der US-Zahlungen an das UN-Hilfswerk f&uuml;r Pal&auml;stina-Fl&uuml;chtlinge. Und dann wird noch die Sicherheit Israels zur Staatsr&auml;son erhoben. Das konnte ich nicht mittragen! Nat&uuml;rlich enth&auml;lt der Antrag auch zustimmungsw&uuml;rdige Feststellungen und Forderungen. Aber er weicht auch von zentralen Positionen von Partei und Fraktion ab.<br>\nIn dem gemeinsam mit den Gr&uuml;nen eingebrachten Antrag &raquo;70 Jahre Staat Israel&laquo; bekennt sich Ihre Partei zu den &raquo;Sicherheitsinteressen&laquo; Israels als deutscher Staatsr&auml;son. Das hei&szlig;t im Klartext: Zustimmung zu Waffenexporten in ein Krisengebiet und im Fall einer ernsthaften Bedrohung Israels auch zu einem Kriegseinsatz der Bundeswehr. Genau genommen demontiert Die Linke doch damit ihre friedenspolitische Agenda, oder?<br>\nNat&uuml;rlich hat Deutschland mit seiner Geschichte eine besondere Beziehung zu Israel. Aber es ist schon absurd, diese Beziehung im milit&auml;rischen Sinne deuten zu wollen. Dass nur 24 von insgesamt 69 Abgeordneten der Linksfraktion den Antrag mitgezeichnet haben, liegt nicht zuletzt an den Passagen, die der friedenspolitischen Agenda der Linken zuwiderlaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/333624.an-der-basis-herrscht-gro%C3%9Fer-unmut.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Vom &raquo;Wirtschaftswunder&laquo; zum &raquo;deutschen Modell&laquo;<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische W&auml;hrungsunion befindet sich seit 2008 in einer Dauerkrise. Nicht alle Mitgliedsl&auml;nder sind davon gleicherma&szlig;en betroffen &ndash; vielmehr ist eine hochgradige Unausgewogenheit Markenzeichen der Wirtschaftsentwicklung und eine besondere Bedrohung f&uuml;r den Weiterbestand der W&auml;hrungsunion.<br>\nDie besondere Bedeutung, welche die deutsche Exportwirtschaft hat, ist gewiss kein Geheimnis. Alle Welt spricht tagt&auml;glich davon &ndash; ganz besonders auch Deutschland selbst, wo der Titel &raquo;Exportweltmeister&laquo; in &Ouml;ffentlichkeit und Politik nationalen Stolz erweckt und als ganz besondere Auszeichnung begriffen wird. Exporte sind das Markenzeichen der neuen deutschen Weltoffenheit, eine Art Gegenpol zu Hitlers Autarkiehirngespinst; &raquo;Made in Germany&laquo; ist Teil des Mythos vom Wirtschaftswunder &ndash; dem Wiederaufstieg nach totalem Untergang. Ausl&auml;ndische Kritik an deutscher Exportst&auml;rke sto&szlig;en in Deutschland auf komplettes Unverst&auml;ndnis (Jones 2017, SVR 2017, Steinhardt und Flassbeck 2017, H&auml;ring 2017, Schuhknecht 2017), schlie&szlig;lich basieren Deutschlands Exporterfolge auf h&ouml;chster Produktqualit&auml;t und exzellentem technischen Know-how. Sie sind das Ergebnis der Genialit&auml;t deutscher Ingenieure und harter ehrlicher Arbeit. Das zu kritisieren kommt einer Kritik an urdeutschen Tugenden gleich.<br>\nDabei geht es &uuml;berhaupt nicht um Deutschlands Exporte oder die hervorragende Qualit&auml;t vieler deutscher Exportprodukte &ndash; es geht um notorische deutsche Export&uuml;bersch&uuml;sse. Aus Sicht der Theorie des internationalen Handels besteht der Sinn und Zweck von Exporten darin, einer Volkswirtschaft den Bezug von Import zu erm&ouml;glichen. Deutschland hat sich zum Beispiel auf die Produktion hochwertiger Personenkraftwagen spezialisiert, produziert davon viel mehr, als im Inland nachgefragt werden. Der Absatz dieser Mehrproduktion an Automobilen erm&ouml;glicht es Deutschland im Gegenzug, andere Produkte im Ausland einzukaufen. Das Ausland w&uuml;rde seine Produkte nicht auf Dauer nach Deutschland liefern, wenn Deutschland selber nichts im Ausland verkaufen k&ouml;nnte, also auch nicht die Mittel (Deviseneinnahmen) zur Begleichung der Importrechnung erzielte. Warum aber verkauft Deutschland im Ausland best&auml;ndig mehr, als es dort selber einkauft? Warum sind seine Importe notorisch geringer als seine Exporte?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/06\/vom-wirtschaftswunder-zum-deutschen-modell\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wenn der Staat nicht mehr gestalten kann<\/strong><br>\nDie fehlgeleitete Wettbewerbsdoktrin der EU-Kommission verhindert Infrastrukturprojekte, zerst&ouml;rt Versorgungssysteme und zwingt die &ouml;ffentliche Hand in oft schlechte Kooperationen mit Privaten. Um den sozialen Charakter, die demokratischen Prinzipien der EU und die europ&auml;ische Integration zu verteidigen, muss dem Abbau staatlicher Leistungen entgegengewirkt werden. [&hellip;]<br>\nIm Trend liegen Public Private Partnerships (PPP), bei denen der Gewinn privatisiert, der Verlust aber sozialisiert wird: Dementsprechend funktioniert auch der sogenannte Juncker-Plan mit seinem Europ&auml;ischen Fonds f&uuml;r strategische Investitionen.<br>\nDieses Modell ist aus ArbeitnehmerInnensicht inakzeptabel. Nicht nur, dass der Faktor Arbeit nach wie vor in der EU am st&auml;rksten besteuert ist, Besch&auml;ftigte tragen auch die Hauptlast beim Bankrott von Unternehmen, die Dienstleistungen im &ouml;ffentlichen Interesse erbringen. Die SteuerzahlerInnen sind es auch, die bei jeder Privatisierung von vormals staatlicher Infrastruktur enteignet werden. Lukrative Monopol- und Oligopol-Unternehmen &ndash; Autobahnbetreiber, Energiekonzerne, Wasserwerke, &Ouml;lraffinerien, Gaspipelines &ndash; werden privatisiert, die Dividenden flie&szlig;en in die Taschen der Aktion&auml;rInnen und nicht mehr ins Bundesbudget. Bei Problemen jedoch haften die SteuerzahlerInnen, da die Versorgung lebenswichtiger Dienstleistungen nicht ausfallen darf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++37f1a680-64a2-11e8-bfc4-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ein Dorf testet das Grundeinkommen<\/strong>\n<ul>\n<li>Rheinau ist als Dorf so durchschnittlich, dass es eine Art Mini-Schweiz ist.<\/li>\n<li>Jeder Rheinauer, der &auml;lter als 25 Jahre ist, soll die M&ouml;glichkeit bekommen, den Grundbetrag zu erhalten.<\/li>\n<li>Allerdings fehlt noch das daf&uuml;r notwendige Geld.<\/li>\n<\/ul>\n<p>[&hellip;] Das Dorf Rheinau wird von 2019 an das bedingungslose Grundeinkommen testen. Jeder der 1300Einwohner kann teilnehmen. Das hat die Gemeindeversammlung jetzt bekannt gegeben. Wer deshalb noch schnell seinen Wohnsitz in das Z&uuml;rcher Umland verlegen m&ouml;chte, kommt allerdings zu sp&auml;t. Stichtag f&uuml;r die Einwohnerschaft ist der 5. Juni 2018. [&hellip;]<br>\nJeder Rheinauer, der &auml;lter als 25 Jahre ist, soll die M&ouml;glichkeit bekommen, ein Jahr lang einen Grundbetrag von 2500 Franken (etwa 2200 Euro) im Monat zu erhalten. Je &auml;rmer ein Teilnehmer ist, desto gr&ouml;&szlig;er ist sein Gewinn: Wer mit seinem regul&auml;ren Einkommen mehr als 2500 Franken im Monat verdient, hat also auch 2019 nicht mehr Geld als vorher. Einige m&uuml;ssten den Betrag dann eben wieder zur&uuml;ckzahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/schweiz-ein-dorf-testet-das-grundeinkommen-1.4005561%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Was f&uuml;r ein unsinniger Artikel. Ein bedingungsloses(!) Grundeinkommen, das Besserverdienern nicht zusteht, ist nicht bedingungslos. Und welche Erkenntnisse soll ein solches &bdquo;Experiment&ldquo; eigentlich bringen? Die interessanten negative Effekte eines bedingungslosen Grundeinkommens ergeben sich doch erst dann, wenn die Sozialsysteme umgestellt werden und man die Auswirkungen auf das Lohn- und Preisgef&uuml;ge ermitteln kann. Das geht aber nat&uuml;rlich nicht, wenn man &bdquo;Experimente&ldquo; in kleinen D&ouml;rfern vornimmt. Und so was liest man dann im angeblich so kompetenten Wirtschaftsteil der S&uuml;ddeutschen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Von neoliberaler Kritik am &ldquo;Rentensozialismus&rdquo; bis hin zu einem &ldquo;v&ouml;lkischen&rdquo; Rentenkonzept des national-sozialen Fl&uuml;gels: Anmerkungen zum rentenpolitischen Nebel in der AfD<\/strong><br>\n&raquo;Sozialpolitik wird das gro&szlig;e Zukunftsthema sein, wahlentscheidend bei uns im Osten.&laquo;<br>\n(Bj&ouml;rn H&ouml;cke, zitiert nach Sabine am Orde, Rente von ganz rechts)<br>\n&raquo;Sollte sich H&ouml;ckes Position durchsetzen &ndash; und der Erfolg der Partei im Osten der Republik wird ein starkes Argument sein &ndash; k&ouml;nnte das der AfD den Aufstieg zur Volkspartei endg&uuml;ltig ebnen.&laquo;<br>\n(Leander F. Badura, Hayek oder Hitler)<br>\nDiese beiden Zitate stammen aus dem Beitrag Konturen einer rechtspopulistischen Sozialpolitik? &ldquo;Soldarischer Patriotismus&rdquo; als umstrittenes Angebot innerhalb der AfD und was das mit der Rente und Betriebsr&auml;ten zu tun hat, der hier am 1. Februar 2018 ver&ouml;ffentlicht wurde. Darin findet man dieses Zitat des Frontmanns des radikal-rechten Fl&uuml;gels der AfD, Bj&ouml;rn H&ouml;cke: &raquo;Die neoliberale Ideologie, die von allen Altparteien getragen wird und Staaten zu Wurmforts&auml;tzen global agierender Konzerne gemacht hat, entzieht den Volkswirtschaften dringend ben&ouml;tigtes Investitionskapital und senkt in den westlichen Industrienationen die L&ouml;hne zugunsten der Kapitalrendite. Die Folgen f&uuml;r den Sozialstaat und die Renten sind verheerend.&laquo; Und er f&uuml;hrt weiter aus: Die gesetzliche Rentenversicherung sei zugunsten von privaten Versicherungen und Banken ausgeh&ouml;hlt worden. CDU und SPD haben mit der Ausweitung der Leiharbeit Niedrigl&ouml;hne auf breiter Front etabliert und das Lohngef&uuml;ge zugunsten der Kapitalrendite gedr&uuml;ckt. Und die private Vorsorge war ein Irrweg.<br>\nAuch wenn es den einen oder anderen irritieren wird &ndash; das sind Zitate nicht aus dem linken politischen Lager in diesem Land. Die Sto&szlig;richtung von H&ouml;cke ist offensichtlich: Er will die AfD als Partei der sogenannten kleinen Leute aufstellen und ihr das Profil des &bdquo;solidarischen Patriotismus&ldquo; verpassen &ndash; um dar&uuml;ber weitere W&auml;hler zu gewinnen, die bislang eher f&uuml;r SPD und Linkspartei gestimmt haben, wenn sie denn &uuml;berhaupt noch gew&auml;hlt haben.<br>\nH&ouml;cke wettert gegen Neoliberalismus und Gro&szlig;konzerne, fordert mehr Solidarit&auml;t und staatliche Sozialleistungen &ndash; aber nur f&uuml;r deutsche Staatsb&uuml;rger. Er setzt auf einen &ldquo;Sozialpopulismus nationalistischer bis v&ouml;lkischer Pr&auml;gung.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.com\/2018\/06\/rentenpolitischer-nebel-in-der-afd.html\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gro&szlig;investoren kaufen Zahnarztpraxen: Das dicke Geld machen mit Z&auml;hnen<\/strong><br>\nFinanzinvestoren kaufen hierzulande Zahnarztpraxen, um ihr Geld zu vermehren. Das bedeutet: mehr Gro&szlig;praxen und Ketten. Im besten Fall steigt die Qualit&auml;t, im schlechtesten geht es um schnelle Rendite.<br>\nZentral aber unauff&auml;llig h&auml;ngt das Schild in der Stadt, in der Zahnarzt H. lebt und arbeitet. &ldquo;Colosseum Dental&rdquo; steht da, eine GmbH f&uuml;r die &ldquo;Erbringung von Dienst- und Managementleistungen im Zahnarztgewerbe&rdquo;. Als H. das Schild das erste Mal sah, war ihm klar: Die Gro&szlig;konzerne kommen nicht irgendwann, sie sind l&auml;ngst da. Denn hinter der GmbH steht die Jacobs Holding AG &ndash; und damit das milliardenschwere Erbe des Kaffee-Imperiums.<br>\nDie Zahnmedizin in Deutschland ver&auml;ndert sich gerade rasant: Der Trend geht zu Gro&szlig;praxen, zu Praxis-Ketten und -Gruppen. In Skandinavien, den Niederlanden und in Gro&szlig;britannien gibt es das bereits. Trimmen die Heuschrecken des Gro&szlig;kapitals die deutsche Zahnmedizin jetzt mit Marktmacht auf Umsatz? Verlieren Patienten den Zahnarzt ihres Vertrauens und bekommen stattdessen immer einen anderen, den die langfristige Betreuung nicht interessiert?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/gesundheit\/diagnose\/deutschland-grossinvestoren-kaufen-zahnarztpraxen-a-1209882.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Missgl&uuml;ckter Breitband-Ausbau: Warum ist das Internet in Deutschland so langsam?<\/strong><br>\nJahr f&uuml;r Jahr verspricht die Regierung schnelles Netz f&uuml;r alle &ndash; doch selbst bis 2025 wird wohl nichts draus. Die Wahrheit &uuml;ber das Breitband-Versagen: Die meisten Versprechen waren nicht ernst gemeint. [&hellip;]<br>\nDie Wahrheit ist, dass Deutschland beim Rennen zur &ldquo;besten Infrastruktur der Welt&rdquo; (Bundesregierung 2016) den eigenen Startblock in eine Sackgasse gelegt hat. Sie hat einen Weg in die Gigabit-Gesellschaft gew&auml;hlt, der faktisch gar nicht befahren werden kann. Die Sackgasse hei&szlig;t Kupfer, und damit dringe ich zum bitterschmeckenden Kern dieser epischen Versagenskaskade vor, der knapp formuliert aus einer Zahl besteht: 31,9 Prozent. Dieser Wert ist die Erkl&auml;rung f&uuml;r die meisten politischen Zumutungen, die die inzwischen vier verschiedenen Regierungen Merkel im Bereich &ldquo;digitale Infrastruktur&rdquo; verzapft haben. Es handelt sich um den Anteil des Staats an der Deutschen Telekom AG. Die Telekom ist damit kein Staatsunternehmen, sie ist aber auch kein Privatunternehmen, denn eine derart gro&szlig;e Beteiligung bedeutet zwingend regierungsseitige Einflussnahme.<br>\nDrittelstaatliche Unternehmen verbinden offenbar das Schlechteste aus beiden Welten. Sie nutzen ihre unternehmerischen Freiheiten dort, wo reguliert werden sollte, und sie werden dort fehlreguliert, wo sie sich dem Markt stellen m&uuml;ssten. Weil im Zweifel Lobbying beim Eigent&uuml;mer einfacher ist als Marktinnovation.<br>\nDieses Muster zieht sich durch alle Regierungen Merkel, und vor allem straft es leuchtend alle diejenigen L&uuml;gen, die die Verantwortung der Politik kleinreden wollen, weil die Regierung ja kein Glasfaserkabel verbuddeln w&uuml;rde. Der netzpolitische Sprecher der Gr&uuml;nen-Fraktion, Konstantin von Notz, sagte 2017 bezogen auf die Digitalstrategie der Bundesregierung: &ldquo;Es ist wie beim Minigolf. Wenn man schon beim ersten Loch 58 Versuche braucht, kriegt man es nie hin.&rdquo; Jetzt ist &uuml;berraschend auch Versuch 59 schiefgegangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/breitband-ausbau-warum-ist-das-internet-in-deutschland-so-langsam-a-1211511.html\">Sascha Lobo auf Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: EU-Rechnungshof: Schwere M&auml;ngel beim deutschen Breitbandausbau<\/strong><br>\nDeutschland wird den Sprung in die Gigabit-Gesellschaft wohl nicht rechtzeitig schaffen, urteilt der Europ&auml;ische Rechnungshof. M&auml;ngel bei der &ouml;ffentlichen Planung, Wettbewerbsprobleme und der Einsatz von Vectoring sorgen daf&uuml;r, dass Deutschland nicht mehr lange mithalten kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2018\/eu-rechnungshof-schwere-maengel-beim-deutschen-breitbandausbau\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Nach Abgastests an Affen: VW-Cheflobbyist Steg darf bleiben<\/strong><br>\nVW holt seinen Cheflobbyisten Steg zur&uuml;ck. Er war nach umstrittenen Abgastests mit Affen beurlaubt worden. Die Pr&uuml;fung der Konzernrevision ergab, dass Steg keine &ldquo;pers&ouml;nlichen rechtlichen Verfehlungen&rdquo; vorzuwerfen seien.<br>\nVolkswagen hat den in der Aff&auml;re um fragw&uuml;rdige Affentests beurlaubten Cheflobbyisten Thomas Steg in seine alte Funktion als Leiter der Konzern-Au&szlig;enbeziehungen zur&uuml;ckgeholt. Eine vom Vorstand in Auftrag gegebene Sonderpr&uuml;fung der Revision habe ergeben, dass dem 58-J&auml;hrigen im Zusammenhang mit den Tests in den USA keine pers&ouml;nlichen rechtlichen Verfehlungen vorzuwerfen seien, sagte die f&uuml;r Integrit&auml;t und Recht bei Volkswagen zust&auml;ndige Vorst&auml;ndin, Hiltrud Werner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/steg-vw-affentests-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Dann ist ja alles wieder gut. Keiner ist verantwortlich und Konsequenzen gibt es keine. Bei den anderen beteiligten Unternehmen Daimler und BMW sind die Untersuchungen inzwischen auch mehr oder weniger ergebnislos abgeschlossen worden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&ldquo;Bukarester Neun&rdquo; &ndash; Polen will dauerhafte Milit&auml;rpr&auml;senz der USA<\/strong><br>\nDie &ldquo;Bukarester Neun&rdquo; haben viel gemeinsam. Die ost- und mitteleurop&auml;ischen Staaten sind im gleichen Zeitraum der NATO beigetreten und am st&auml;rksten von den Spannungen mit Russland betroffen. Doch der Wunsch Polens nach einer st&auml;ndigen Milit&auml;rpr&auml;senz der USA geht manchen zu weit. [&hellip;]<br>\nDas heutige Treffen in Warschau sei besonders wichtig, meint Krzysztof Szczerski, B&uuml;roleiter des polnischen Pr&auml;sidenten Andrzej Duda:<br>\n&ldquo;Wir bereiten uns, die &ouml;stliche Flanke der Nato, auf den Nato-Gipfel im Juli vor. Wir wollen, dass die Verteidigungskr&auml;fte der Nato weiter entwickelt werden, im ganzen B&uuml;ndnis und auch bei uns.&rdquo; [&hellip;]<br>\nDen Medienberichten zufolge ist Polen bereit, daf&uuml;r tief in die Tasche zu greifen: Bis zu zwei Milliarden US-Dollar j&auml;hrlich k&ouml;nnte das Land den USA f&uuml;r den Schutz &uuml;berweisen. Hinter den Kulissen des heutigen Gipfel-Treffens in Warschau d&uuml;rfte dies das Hauptgespr&auml;chsthema sein. [&hellip;]<br>\nSchlie&szlig;lich wollen Deutschland und Frankreich die milit&auml;rische Zusammenarbeit in der EU st&auml;rken. Au&szlig;erdem w&uuml;rde eine st&auml;ndige US-Milit&auml;rbasis in Polen gegen die Nato-Russland-Grundakte versto&szlig;en und &ndash; so meinen viele in Berlin &ndash; Moskau unn&ouml;tig provozieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/bukarester-neun-polen-will-dauerhafte-militaerpraesenz-der.795.de.html?dram:article_id=419879\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>S&uuml;dchinesisches Meer: Die alten Kolonialherren wollen wieder mitmischen<\/strong><br>\nGro&szlig;britannien und Frankreich, zwei alte Kolonialm&auml;chte, die sich in Ostasien nicht gerade beliebt gemacht haben, wollen der USA in der Auseinandersetzung mit China im S&uuml;dchinesischen Meer den R&uuml;cken st&auml;rken<br>\nFrankreich und Gro&szlig;britannien, schon vereint mit den USA bei der Bombardierung syrischer Ziele in Syrien in Reaktion auf den angeblichen Giftgasangriff in Douma, wollen auch im S&uuml;dchinesischen Meer vereint mit den USA mitmischen. Wie Asia Times schreibt sol les k&uuml;nftig dort regelm&auml;&szlig;ig Patrouillenfahrten der Marine der beiden L&auml;nder geben.<br>\nIn China wird das mit Sicherheit Erinnerungen an die Opiumkriege und andere &Uuml;berf&auml;lle der Europ&auml;er im 19. Jahrhundert wecken, an denen sich zuletzt auch das Deutsche Reich beteiligte. (&hellip;)<br>\nDie westlichen Muskelspiele finden vor dem Hintergrund sich zunehmend verschiebender &ouml;konomischer Machtverh&auml;ltnisse statt. In der Region wird ein erheblicher Teil der globalen Devisenreserven gehalten. Die Volksrepublik h&auml;lt allein 3,11 Billionen US-Dollar und das autonome Hongkong weitere 0,43 Billionen US-Dollar. In Singapur sind es 0,29, auf Taiwan 0,46, in Japan 1,26 und in S&uuml;dkorea 0,4 Billionen US-Dollar. Macht zusammen knapp sechs Billionen US-Dollar. Die Region ist also der gro&szlig;e Kreditgeber des Planeten, denn nat&uuml;rlich werden diese Gelder gr&ouml;&szlig;ten Teils in Staatsanleihen und &auml;hnlichen Papieren angelegt. (&hellip;)<br>\nZu den Hintergr&uuml;nden des anglo-britischen Abenteuers geh&ouml;rt weiter, dass &ouml;stlich der EU-Au&szlig;engrenzen vom Westen oder zumindest seinen Medien weitgehend ignoriert die 2015 gegr&uuml;ndete Eurasische Wirtschaftsunion pr&auml;chtig gedeiht, wie Pepe Escobar auf Asia Times Online schreibt. Dieser geh&ouml;ren neben der Russischen F&ouml;deration, Wei&szlig;russland, Armenien, Kirgisien und Kasachstan an. Mit Iran wurde gerade ein Freihandelsabkommen unterzeichnet und einige weitere ehemalige Sowjetrepubliken haben Abkommen mit der Union &uuml;ber zollfreien Warenverkehr.<br>\nInsbesondere kooperiert auch China mit der der Union und bettet seine Seidentra&szlig;eninitiative in deren Strukturen ein. Escobar spricht von der Schaffung gegenseitiger Abh&auml;ngigkeiten, mit der Putin eine Dominanz Chinas zu verhindern suche und zugleich ein Gegengewicht zu den USA schaffen wolle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Suedchinesisches-Meer-Die-alten-Kolonialherren-wollen-wieder-mitmischen-4074013.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Weltstellung der EU<\/strong><br>\nVor dem heute beginnenden G7-Gipfel in Kanada spitzen sich die Spannungen zwischen der EU und den USA ein weiteres Mal zu. Bereits auf dem Treffen der G7-Finanzminister Ende vergangener Woche war der Streit um die US-Strafz&ouml;lle auf Stahl- und Aluminiumimporte eskaliert. Aufgrund Washingtons isolierter Stellung war von &ldquo;G6 plus 1&rdquo; die Rede; dar&uuml;ber hinaus hatte der franz&ouml;sische Finanzminister Bruno Le Maire vor einem sehr bald bevorstehenden &ldquo;Handelskrieg&rdquo; gewarnt. Kompromisse sind nicht in Sicht. Die EU will Vergeltungsz&ouml;lle gegen die USA bereits Anfang Juli in Kraft setzen; mehrere Minister aus Berlin, Paris und London erkl&auml;ren, sie &ldquo;erwarteten&rdquo; im Streit um das Atomabkommen mit Iran gr&ouml;&szlig;ere Zugest&auml;ndnisse der Vereinigten Staaten. Hintergrund ist neben der Furcht, Washington k&ouml;nne Firmen aus der EU zur Einhaltung von US-Sanktionen auch gegen Russland und in Zukunft vielleicht sogar gegen China verpflichten, ein weltpolitischer Machtkampf: Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel erkl&auml;rt, muss die EU zur Zeit ihre &ldquo;Stellung im globalen Gef&uuml;ge neu definieren&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7631\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>CIA-Dokument als Blaupause f&uuml;r die Zerst&ouml;rung Jugoslawiens<\/strong><br>\nFast f&uuml;nfzig Jahre lebten die V&ouml;lker Jugoslawiens weitgehend friedlich miteinander. Doch dann zerbrach der f&ouml;derale Staat. Es folgte eine Reihe blutiger Kriege. Die CIA prognostizierte das bereits in einer Geheimanalyse im Jahr 1990.<br>\nYugoslavia Transformed &ndash; etwa &bdquo;Verwandeltes Jugoslawien &ndash; so lautet der Titel einer rund 20-seitigen Analyse, die das CIA in Zusammenarbeit mit diversen anderen US-Geheimdiensten im Oktober 1990 verfasste. In diesem Dokument befassen sich die Hohepriester der US-Geheimdienstcommunity mit der Zukunft des Vielv&ouml;lkerstaates Jugoslawien. Schon zu diesem Zeitpunkt sagten sie den Zerfall Jugoslawiens voraus.<br>\nIhrer Analyse zufolge werde es den Staat aufgrund ethnischer Konflikte und dem Nationalismus in den Teilrepubliken innerhalb von zwei Jahren nicht mehr geben. Zudem prognostizierten sie einen &bdquo;langfristigen bewaffneten Aufstand&ldquo; der Kosovo-Albaner. Den Verfassern der Analyse zufolge sei der slowenische und kroatische Nationalismus positiv zu bewerten &ndash; er sei &bdquo;westlich-orientiert, demokratisch und unternehmerisch&ldquo;. Dagegen kritisieren sie den serbischen Nationalismus als etatistisch, militaristisch und autokratisch.<br>\nDie Alternativen zu einer Zerschlagung Jugoslawiens seien unwahrscheinlich. Die Konfliktparteien w&uuml;rden gegenseitig ihre Kompromissvorschl&auml;ge blockieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/70777-blaupause-fur-zerstorung-jugoslawiens-cia\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zentrum der Neuen Rechten<\/strong><br>\nIm Schatten prominenterer rechter Umtriebe in Sachsen und Th&uuml;ringen hat sich der Raum Halle zu einem Drehkreuz der neurechten Bewegung entwickelt. Unter Anleitung des nahegelegenen Instituts f&uuml;r Staatspolitik (IfS) ist mit dem hiesigen Ableger der Identit&auml;ren Bewegung (IB), der Halle-Leobener Burschenschaft Germania (HLB) und einer beispiellos direktmandatstarken AfD eine Art &raquo;Modellregion&laquo; f&uuml;r die formelle und informelle Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Gruppen des neurechten Spektrums entstanden.<br>\nHalle d&uuml;rfte in der Region f&uuml;r den Aufbau extrem rechter Strukturen interessanter sein als das benachbarte Leipzig, da es &uuml;ber keinen &auml;hnlichen antifaschistischen Mythos verf&uuml;gt und trotzdem gleiche Vorteile hinsichtlich Erreichbarkeit im gesamten Bundesgebiet bietet. Verschiedene Strukturen der rechten Szene finden hier ebenso geeignete Bedingungen f&uuml;r politische Aktivit&auml;t wie genug Raum f&uuml;r den R&uuml;ckzug ins Private. Nicht zu untersch&auml;tzen sind zudem nahe gelegene Orte, die f&uuml;r die Rechte historisch anziehend und somit aktuell identit&auml;tsstiftend sind: das national-mythisch aufgeladene V&ouml;lkerschlachtdenkmal in Leipzig, das sagenumwobene Kyffh&auml;user-Denkmal an der Grenze zu Th&uuml;ringen, wo im Juni 2016 die &raquo;Patriotische Plattform&laquo; der AfD zu einem Bundestreffen zusammen kam, oder die Rudelsburg bei Naumburg mit ihren nationalistischen und Burschenschaftsmonumenten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/fpeter\/zentrum-der-neuen-rechten\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der Text ist zwar &uuml;ber ein Jahr alt, d&uuml;rfte aber dennoch von Interesse sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bunter rauschen<\/strong><br>\nSlavoj &#381;i&#382;ek zweifelt, ob die Campus- und Macchiato-Linke wirklich was &auml;ndern will. Stimmt&rsquo;s? [&hellip;]<br>\nDas Buch seziert die Schw&auml;chen der globalen Linken, die partout keine Antwort finden will auf die Herausforderungen von Rassismus, Populismus und Terrorismus, weil sie sich in eine gem&uuml;tliche, sichere Welt auf Uni-Campussen und den Safe Spaces urbaner Kieze zur&uuml;ckgezogen hat, um &uuml;ber Gendertoiletten zu debattieren und LGBTQQIAAP-Buchstabierwettbewerbe abzuhalten. So weit, so wenig originell. Bevor nun jemand schreit, dass es sich bei dieser Aussage um &uuml;blen &bdquo;Whataboutism&ldquo; handelt, sei das &#381;i&#382;ek&rsquo;sche Argument etwas ausf&uuml;hrlicher dargestellt: Es geht ihm nicht darum, das Sprechen &uuml;ber Transsexuelle, Homophobie oder Sexismus als zu vernachl&auml;ssigendes Thema abzuweisen, das abgearbeitet werden kann, wenn die wirklich wichtigen Probleme behoben sind. Vielmehr hegt er den Verdacht, dass das sprachpolizeiliche Einschreiten gegen inkorrekte Rede sowie das zwanghafte Reden &uuml;ber prek&auml;re Identit&auml;ten und Subjekte &ndash; white noise im doppelten Wortsinne &ndash; ein willkommenes Dauerrauschen erzeugen, das das Stellen der wirklich wichtigen Fragen verhindern soll. Beispielsweise: Ist das grundverkommene System des globalen Kapitalismus &uuml;berhaupt reformf&auml;hig?<br>\nDer Vorwurf &#381;i&#382;eks, der vermutlich direkt ins Schwarze &ndash; oder besser: ins wei&szlig;e Herz &ndash; trifft: Die westlichen Linksliberalen wollen gar keine grundlegenden Ver&auml;nderungen des Systems, von dem sie so entscheidend profitieren; lediglich kosmetische Verbesserungen, die den Status quo unangetastet lassen, seien das Ziel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/marlen-hobrack\/bunter-rauschen\">Der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> &#381;i&#382;ek hat Recht und es w&auml;re w&uuml;nschenswert, dass die Linke sein Diskussionsangebot auch annimmt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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