{"id":4437,"date":"2010-01-05T09:08:28","date_gmt":"2010-01-05T08:08:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4437"},"modified":"2010-01-05T09:16:26","modified_gmt":"2010-01-05T08:16:26","slug":"hinweise-des-tages-1050","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4437","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Rumtata-Lohnstopps; gef&auml;hrliche Ungleichgewichte in den Handelsbeziehungen; EuroMemorandum; Klamme St&auml;dte und Tarifrunde; FDP: Hungert den Staat aus; nichts ist mit den hedges f&uuml;r Hedge-Fonds; Berufsbild Banker; PPP: Todesfalle Autobahnbaustelle; jenseits des Nacktscanners; Grippeimpfstoff &ndash; return to sender; Umbau der Hochschulen und Bildungsstreik; Hetzer mit Parallelen; Kampf gegen den Terror als populistisches Mittel zum Machterhalt; Karsei f&uuml;hrt alle vor. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Professoren sondern Lohnstoppfloskeln ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Ungleichgewichte dominieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">EuroMemorandum 2009\/2010: Europa in der Krise &ndash; wie die EU in der Krise versagt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Klamme Stadts&auml;ckel&nbsp;und die Tarifrunde : Wieder trifft es die Kommunen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Wenn das Wasser im Hallenbad k&auml;lter wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Frankfurt. Arm unter Reichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Der Staat ist ein teurer Schw&auml;chling<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Cornelia Heintze: Die Entfaltung sozialer Dienstleistungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Krippen-Garantie steht auf der Kippe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Aufstand der Hedge-Fonds <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Knechte in Nadelstreifen? Berufsbild Banker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">PPP: Todesfalle Autobahnbaustelle: Enge Fahrspuren f&uuml;hren zu vielen Unf&auml;llen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Die Selbermacher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Dienstwagen hei&szlig;t jetzt Nacktscanner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">In Deutschland fehlen mehr als 3600 &Auml;rzte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Schweinegrippe: Politik fordert Entgegenkommen der Impfstoff-Hersteller <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Torsten Bultmann: Hochschulen im Umbau &ndash; die Eckpfeiler der Ver&auml;nderung. Eine politische Folgenabsch&auml;tzung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Bildungsstreik: Breit statt eng<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Feindbild Islam Antisemiten und Islamfeinde &ndash; Hetzer mit Parallelen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Unterst&uuml;tzung im Kampf gegen al-Qaida<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Die neue Front<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Aufarbeitung der Diktaturverbrechen in Braslien; Milit&auml;rs bedr&auml;ngen Lula<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Karsai f&uuml;hrt alle vor<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4437&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Professoren sondern Lohnstoppfloskeln ab<\/strong><br>\nDie Verhandlungen haben noch gar nicht begonnen, da wissen Deutschlands vermeintliche Top-&Ouml;konomen schon, wie die Lohnrunde ausgehen soll. Zur&uuml;ckhaltung sei angesagt, lautet der Standardratschlag. Schweigen w&auml;re besser gewesen.<br>\nDie Rezession haben sie nicht kommen sehen, den Erfolg der Abwrackpr&auml;mie komplett untersch&auml;tzt und ansonsten in der schlimmsten internationalen Krise seit Jahrzehnten viel geschwiegen, manchmal auch wortreich Ratlosigkeit signalisiert. Nur: Wenn Deutschlands &Ouml;konomen gefragt werden, ob, sagen wir, es nicht gut w&auml;re, Lohnzur&uuml;ckhaltung zu &uuml;ben, werden die Experten wieder wach.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:tarifrunde-2010-professoren-sondern-lohnstoppfloskeln-ab\/50056236.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Den Wirtschafts-&ldquo;Experten&rdquo; will auch nicht in den Sinn kommen, dass bei einer Fortsetzung des deutschen Lohndumpings innerhalb der Eurozone gro&szlig;e &ouml;konomische Verwerfungen drohen, die letztendlich auch auf den hierf&uuml;r Hauptverantwortlichen &ndash; Deutschland &ndash; zur&uuml;ckschlagen werden.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Unser Leser A.R. merkt zum Stichwort &bdquo;Experten&ldquo; an:<\/strong> K&ouml;nnte man aus Ihrer Sicht nicht einmal dieses Wort Experte so interpretieren, wie es in Deutschland gemeint ist? Ein Experte in Deutschland ist ein gut geschmiertes Rad, welches genau die Ergebnisse liefert, die die Lobbyisten brauchen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ungleichgewichte dominieren<\/strong><br>\nUngleichgewichte auf vielen Ebenen kennzeichnen gegenw&auml;rtig die Weltwirtschaft und beeinflussen die Finanzm&auml;rkte. Das seit einiger Zeit wichtigste globale Ungleichgewicht betrifft die Handelsbeziehungen zwischen den USA und China. Auf der europ&auml;ischen Ebene f&auml;llt vor allem die unterschiedliche Entwicklung von Peripherie und Zentrum auf. Die Wege zu einer besseren Balance, zu einem &laquo;Rebalancing&raquo;, sind verschieden, nicht zuletzt wegen der unterschiedlichen W&auml;hrungslage. W&auml;hrend im Verh&auml;ltnis USA &ndash; China eine Aufwertung des Renminbi m&ouml;glich ist, besteht im Euro-Raum die Wechselkurs-Option nicht, und es bleibt der Peripherie nur die Alternative der internen Abwertung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/boersen_und_maerkte\/ungleichgewichte_dominieren_1.4427897.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Schwierigkeit ist die, dass, selbst wenn Deutschland auf absehbare Zeit von seiner merkantilistischen Politik lassen w&uuml;rde, die europ&auml;ische Peripherie schon heute strikte Austerit&auml;tsprogramme fahren muss.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Sch&auml;rfster Konkurrent &ndash; und bester Kunde<\/strong><br>\nChina kurbelt die deutschen Ausfuhren an &ndash; und k&ouml;nnte schon Exportweltmeister geworden sein<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/art271,2992650?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2010\/01\/PD10__002__51,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Irgendwie lesen unsere Journalisten die Statistiken nicht richtig. Die besten Kunden Deutschlands sind mit weitem Abstand Frankreich, die Niederlande, Gro&szlig;britannien und Italien oder die USA. Selbst die kleine Schweiz importierte in den ersten drei Quartalen mit 25,5 Mrd. Euro fast soviel wie China mit 26,1 Mrd. Euro. In dieser Logik kann uns sehr viel mehr daran gelegen sein, dass die Konjunktur in Europa wieder anspringt. Das tolle chinesische Wachstum schl&auml;gt sich in unserer Handelsbilanz nur wenig nieder. China hat im Vorjahreszeitraum 25,4 Mrd. Euro von uns importiert, in diesem Jahr mit 26,1 Mrd. nur geringf&uuml;gig mehr. Viel erstaunlicher ist eigentlich, dass China uns, selbst in der Rezession, Waren in Wert von 40, 1 Mrd. Euro verkaufen konnten (Vorjahr: 43,6 Mrd.). Was den Chefvolkswirt des Deutsche Industrie- und Handelskammertags (DIHK) veranlasst, zu glauben, dass der Exportweltmeister China gut f&uuml;r die Weltkonjunktur sei, entzieht sich jeder Logik. Solange China in &auml;hnlicher Weise wie Deutschland in merkantilistischer Weise nur auf den Export setzt, versch&auml;rfen sich nur die globalen Ungleichgewichte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>EuroMemorandum 2009\/2010: Europa in der Krise: Wie die EU in der Krise versagt<\/strong><br>\nAngesichts der F&uuml;lle dieser Herausforderungen hat die EU schlichtweg versagt: Die Antwort auf die Krise war keine europ&auml;ische, sondern gr&ouml;&szlig;tenteils national. Kurz nach dem Konkurs von Lehman Brothers schien eine gro&szlig;angelegte Reform der Finanzm&auml;rkte m&ouml;glich. Als die Gefahr eines Zusammenbruchs der Finanzm&auml;rkte im Fr&uuml;hjahr 2009 aber nachgelassen hatte, beschr&auml;nkten sich die Vorschl&auml;ge auf eher geringf&uuml;gige Details. Im makro&ouml;konomischen Bereich haben die Mitgliedstaaten nicht mit- sondern gegeneinander agiert und eine Strategie des Lohn-, Steuer- und Sozialdumpings verfolgt. Die Entwicklung einer koordinierten Haushaltspolitik, welche auch die divergierenden Entwicklungen in Europa in den Blick h&auml;tte nehmen k&ouml;nnen, ist bedauerlicherweise ausgeblieben, nicht zuletzt wegen des extrem geringen Haushaltsvolumens der EU. Die deutsche Strategie der Exportorientierung ist f&uuml;r die europ&auml;ische &Ouml;konomie besonders sch&auml;dlich, da sie andere L&auml;nder zu deflation&auml;ren Ma&szlig;nahmen zwingt. Bei der Bek&auml;mpfung der Arbeitslosigkeit sind die Mitgliedstaaten v&ouml;llig auf sich allein gestellt: Von der europ&auml;ischen Ebene ert&ouml;nt weiterhin nur die angebotsseitige Ideologie, die Arbeitsm&auml;rkte m&uuml;ssten flexibler werden. Wenngleich immer wieder dazu aufgerufen wird, koordiniert vorzugehen, bleiben konkrete Ma&szlig;nahmen weitgehend aus. Zur Bek&auml;mpfung der Armut h&auml;lt die EU an der &bdquo;Offenen Methode der Koordinierung&ldquo; fest, die alle Bestrebungen, eine wirklich gemeinsame und wirkungsvolle Politik zu entwickeln, ebenso verhindert wie das Setzen konkreter Ziele. Im Bereich des Klimaschutzes besteht zwar weitgehend Einigung dar&uuml;ber, was getan werden muss, aber es fehlt der politische Wille (&hellip;)<br>\nIm diesj&auml;hrigen EuroMemorandum legen wir dar, dass die beschriebenen Herausforderungen eine integrierte europ&auml;ische Strategie erfordern, welche die von den Mitgliedstaaten bereits aufgelegten Rettungsprogramme st&auml;rkt und eine weiterreichende Transformation f&ouml;rdert, die auf Vollbesch&auml;ftigung mit guter Arbeit, soziale Gerechtigkeit, den Abbau von Armut und sozialer Ausgrenzung, &ouml;kologische Nachhaltigkeit und internationale Solidarit&auml;t ausgerichtet ist.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/100105_deutsch_euromemorandum_%202009_2010.pdf\">EuroMemorandum [PDF &ndash; 282.3 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> In diesem Text steht viel Richtiges und leider auch manches Falsche, zum Beispiel &uuml;ber den Beginn der Krise und die Herkunft,  und die nationalen Handlungsm&ouml;glichkeiten. Die Krise fing nicht erst im August 2007 an und sie hat auch ihren Ausgangspunkt nicht nur in den USA genommen; es ist auch nicht richtig, dass nach der Krise von Lehman Brothers hierzulande eine gro&szlig; angelegte Reform der Finanzm&auml;rkte m&ouml;glich gewesen w&auml;re; das war genau der Zeitpunkt, als uns die Bundesregierung unter merkw&uuml;rdigen Umst&auml;nden mit &uuml;ber 100 Milliarden bei der HRE engagierte, usw.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Klamme Stadts&auml;ckel&nbsp;und die Tarifrunde : Wieder trifft es die Kommunen<\/strong><br>\nSt&auml;dten und Gemeinden brechen die Einnahmen weg. Infrastruktur ist in Gefahr.<br>\nHarte Verhandlungen stehen in der Tarifrunde im &ouml;ffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen an. Ulrich Th&ouml;ne, Chef der GEW, sagte, die von der Bundesregierung beschlossenen Steuerentlastungen &ldquo;f&uuml;r Reiche, Erben und Hoteliers&rdquo; kosten &ldquo;mehr als die Umsetzung der Tarifforderungen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2182424_Klamme-Stadtsaeckel-Wieder-trifft-es-die-Kommunen.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wenn das Wasser im Hallenbad k&auml;lter wird<\/strong><br>\nKommunen verk&uuml;rzen die &Ouml;ffnungszeit f&uuml;r ihre Bibliotheken, senken die Wassertemperatur im Hallenbad und erh&ouml;hen die Geb&uuml;hren. Die nackte Not zwingt immer mehr Gemeinden zu solch unpopul&auml;ren Ma&szlig;nahmen. In der Wirtschaftskrise sind ihre Einnahmen weggebrochen. Um den Anstieg der Verschuldung wenigstens in Grenzen zu halten, m&uuml;ssen sie reagieren. Die kommunalen Spitzenverb&auml;nde rechnen mit weiteren Einschnitten und Erh&ouml;hungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub050436A85B3A4C64819D7E1B05B60928\/Doc~E14D7BFE02B394B7E88C1028C21F07260~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Dass die Regierung gleichzeitig Steuern senkt, ist FAZ-Redakteur Manfred Sch&auml;fers kein einziges Wort wert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Frankfurt: Arm unter Reichen<\/strong><br>\nDie Kluft zwischen Arm und Reich ist in Frankfurt am Main besonders gro&szlig;. Jeder f&uuml;nfte Einwohner der Stadt verf&uuml;gt &uuml;ber ein Einkommen von weniger als 840 Euro monatlich (gemeint sind die Nettoeinkommen, KR). Wer dazu geh&ouml;rt, kann sich in einer der reichsten Regionen Europas nicht nur in der Vorweihnachtszeit h&ouml;chstens die Nase an Schaufenstern platt dr&uuml;cken, w&auml;hrend gerade in der Mainmetropole viele im Luxus schwelgen. Nach einem k&uuml;rzlich von der Fachhochschule Frankfurt am Main herausgegebenen Sozialbericht f&uuml;r die Stadt bezieht jeder zehnte der 664.000 Einwohner Eink&uuml;nfte von &uuml;ber 2.800 Euro monatlich. Tats&auml;chlich klafft die L&uuml;cke selbst nach diesen Durchschnittszahlen bei genauerem Hinsehen noch weiter auseinander. Fast jeder 25. Einwohner der Stadt kann sich demnach zu den Reichen z&auml;hlen &ndash; im Bericht wird dabei von einem monatlichem Einkommen oberhalb von 4.200 Euro ausgegangen. Die gleiche Anzahl von B&uuml;rgern, fast vier Prozent der Stadtbev&ouml;lkerung, lebt hingegen in &raquo;strenger Armut&laquo; mit h&ouml;chstens 560 Euro monatlich. Die Studie erfasst noch weitere Details und benennt, warum vor allem Frauen und Migranten zu den Besitzlosen geh&ouml;ren.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/12-29\/065.php?print=1\">Junge Welt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.fh-frankfurt.de\/de\/.media\/fzdw\/sozialbericht_frankfurt.pdf\">FH Frankfurt [PDF &ndash; 280 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Staat ist ein teurer Schw&auml;chling<\/strong><br>\nFDP-Generalsekret&auml;r Christian Lindner spricht mit dem Tagesspiegel &uuml;ber das liberale Gesellschaftsbild, den Zustand der Koalition &ndash; und die Befindlichkeit der Union.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deutschland\/Schwarz-Gelb-FDP-CDU-Christian-Lindner;art122,2989781?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das ist also die neue Politikergeneration der FDP. Man mag es kaum glauben, dass diese jungen Leute derart ungefiltert steinzeitlichen Wirtschaftsliberalismus von sich geben, der anscheinend auch noch die Gesellschaftspolitik abdecken soll. Eines dieser immer abrufbaren Standardmodule lautet: &ldquo;Wir wollen eine neue Balance von Staat und Privat. Gegenw&auml;rtig ist der Staat ein teurer Schw&auml;chling, der sich immer mehr Einfluss anma&szlig;t. Mir scheint, dass die B&uuml;rokratisierung eine der Hauptgef&auml;hrdungen der Freiheit ist. Wir wollen einen fokussierten Staat, handlungsf&auml;hig in seinen Kernaufgaben, der aber ansonsten dem Engagement der B&uuml;rger Raum l&auml;sst.&rdquo; Da schreit der durch das freie Entfaltung der Marktkr&auml;fte tief verwundete Globus nach mehr Regulierung, letztlich nach mehr Staatlichkeit, und unsere FDP-Pimpfe schwafeln von einer neuen Balance von Staat und Privat, einem auf seine Kernaufgaben fokussierten Staat. Wenn schon, geht es dann nicht ein wenig konkreter? Bezogen auf die noch lange nicht ausgestandene Wirtschaftskrise, bezogen auf die drohende Klimakatastrophe, bezogen auf die im reichen Europa wie auch weltweit ansteigende Armut. Geradezu l&auml;cherlich die Behauptung vom Staat als teurem Schw&auml;chling, der sich immer mehr Einfluss anma&szlig;t. Irgendwie scheinen die letzten zwei Jahre, die in einem verzweifelten Ruf des Marktes nach dem Staat gipfelten, an Christian Lindner spurlos vor&uuml;bergezogen zu sein. Unbeleckt etwa vom Gedankengut Max Webers wird dann das gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Gesch&uuml;tz gegen unsere B&uuml;rokratie in Stellung gebracht, die Freiheit. Ohne auf dieses hohle Geschw&auml;tz weiter eingehen zu wollen, sei nur angemerkt, dass eine B&uuml;rokratie immer nur so gut sein kann wie die von Politikern eingebrachten Gesetze, die die B&uuml;rokratie per definitionem umzusetzen gezwungen ist.<br>\nNoch etwas f&uuml;r Statistiker: Die deutsche Staatsquote liegt mit 43,8 Prozent so niedrig wie seit 30 Jahren nicht mehr und damit international im OECD-Durchschnitt. Der Anteil der Besch&auml;ftigten im &ouml;ffentlichen Dienst betr&auml;gt in Deutschland ca. 13,4 Prozent, in Gro&szlig;britannien sind es 14,1 Prozent und in Frankreich 16,7 Prozent. Selbst in den USA arbeiten mit 15,4 Prozent aller Besch&auml;ftigten mehr Besch&auml;ftigte beim Staat als in Deutschland.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Cornelia Heintze: Die Entfaltung sozialer Dienstleistungen<\/strong><br>\nDie Besch&auml;ftigungsdichte von D&auml;nemark h&auml;tte Deutschland 2008 ein Plus von 4,7 Mio Arbeitspl&auml;tzen beschert. Die L&uuml;cke erkl&auml;rt sich nicht einfach &uuml;ber das h&ouml;here Niveau von Dienstleistungsbesch&auml;ftigung. Entscheidend ist, dass in D&auml;nemark ein wirtschaftlich aktiver Staat in den Bereichen Bildung, Forschung\/Entwicklung, Kultur, Gesundheit\/Pflege hochwertige Arbeitspl&auml;tze dem gesellschaftlichen Bedarf entsprechend schafft. D&auml;nemark trifft sich bei der Entwicklung der gesellschaftsnahen Dienstleistungs&ouml;konomie mit den anderen skandinavischen L&auml;ndern. So auch mit Norwegen. Das relative Mehr an Arbeitspl&auml;tzen gegen&uuml;ber Deutschland liegt im Terti&auml;rsektor bei jeweils etwas &uuml;ber 5 Mio. Es speist sich aus den &ouml;ffentlichen Dienstleistungen mit dem Schwerpunkt bei Gesundheit, Pflege und den sonstigen Sozialdiensten sowie dem Bildungswesen, wo D&auml;nemark und Norwegen ein in der Gr&ouml;&szlig;enordnung identisches Mehr an Besch&auml;ftigung von knapp 0,9 Mio Stellen bieten. Der zentrale Faktor hinter der enormen Besch&auml;ftigungsrelevanz von Pflegeleistungen (vgl. die &Uuml;bersicht) besteht darin, dass diese zum Katalog der kommunalen Pflichtaufgaben geh&ouml;ren. Im Bereich von &bdquo;residential care&ldquo; bot der d&auml;nische &ouml;ffentliche Dienst 2008 318 Tsd. Arbeitspl&auml;tze bei einer Teilzeitquote von nur 11,5 %. Das einwohnerm&auml;&szlig;ig 15mal so gro&szlig;e Deutschland hat (Daten von 2006; Quelle: Stat. BA) trotz h&ouml;herer Altenquote im Bereich der ambulanten und station&auml;ren Pflege weniger als 2,5 mal so viele Besch&auml;ftigte; fast die H&auml;lfte hat nur einen Teilzeitjob. Der deutsche Weg zwischen Familie und Kommerz verschenkt nicht nur Besch&auml;ftigungspotentiale, sondern bedingt zugleich die Prekarisierung von Arbeit und eine Polarisierung bei der Dienstleistungsqualit&auml;t. Welches Ausma&szlig; die M&auml;ngel haben, ist breit dokumentiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/01-2010\/++co++a9007774-e347-11de-43a9-00093d10fae2\/@@index.html\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Krippen-Garantie steht auf der Kippe<\/strong><br>\nGerade ein Jahr ist das Gesetz in Kraft. Doch schon steht der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz f&uuml;r Kleinkinder ab dem Jahr 2013 auf der Kippe. &ldquo;Diese Garantie wird nicht einzul&ouml;sen sein&rdquo;, warnte Gerd Landsberg, der Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Deutschen St&auml;dte- und Gemeindebundes gestern. &ldquo;Ohne weitere Finanzhilfe werden es die Kommunen nicht bew&auml;ltigen k&ouml;nnen, den Rechtsanspruch umzusetzen, so sehr sie sich auch anstrengen&rdquo;, best&auml;tigte sein Kollege Stephan Articus vom Deutschen St&auml;dtetag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2184768&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Allm&auml;hlich ahnen wir, wo der schwarz\/gelbe Sparstift angesetzt wird. Auf jeden Fall nicht bei der Kindergeld beziehenden Million&auml;rin mit Kinderm&auml;dchen.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Kein Raum in der Krippe<\/strong><br>\nMal herh&ouml;ren, liebe Freunde der Herdpr&auml;mie bei der CSU und liebe Steuersenker von der FDP! Weit mehr als die H&auml;lfte aller Frauen mit Kinderwunsch w&uuml;nscht sich einen Betreuungsplatz f&uuml;r den Nachwuchs. Bei Akademikerinnen und in Gro&szlig;st&auml;dten liegt die Quote gar bei 70 Prozent. Tats&auml;chlich gibt es beispielsweise in Nordrhein-Westfalen aber gerade mal einen Krippenplatz f&uuml;r jedes f&uuml;nfte Kind unter drei Jahren. Man mag die Details der Umfrage, die der St&auml;dte- und Gemeindebund pr&auml;sentierte, hinterfragen. Man mag aus weltanschaulichen Gr&uuml;nden auch weiter die klassische Familie mit dem Mann als Ern&auml;hrer und der Mutter als Erzieherin idealisieren. Nur eines kann man nicht: die Augen davor verschlie&szlig;en, dass immer mehr Eltern Beruf und Familie unter einen Hut bringen wollen. Und dazu brauchen sie Betreuungspl&auml;tze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2184709&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/&amp;em_ivw=fr_meinung\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Aufstand der Hedge-Fonds<\/strong><br>\nDie Finanzbranche k&auml;mpft an allen Fronten gegen die drohende Versch&auml;rfung ihrer Spielregeln. Jetzt sind die Hedge-Fonds an der Reihe, die bekannt sind f&uuml;r hochspekulative Anlagestrategien. EU-Politiker, vor allem aus Frankreich und Deutschland, wollen die Krise nutzen, um die bisher weitgehend unregulierte Branche endlich strenger zu kontrollieren. Vor allem drei Klauseln in dem Entwurf sorgten in der Hedge-Fonds-Gemeinde f&uuml;r Aufregung. Die EU-Kommission sollte das Recht bekommen, die Kreditaufnahme der Fonds zu begrenzen. Dadurch w&auml;ren viele Investmentstrategien nicht mehr lukrativ gewesen. Au&szlig;erdem sollten die Fonds verpflichtet werden, ihre Gesch&auml;fte &uuml;ber eine europ&auml;ische Depotbank abzuwickeln &ndash; einige der gr&ouml;&szlig;ten Dienstleister sitzen aber an der Wall Street. Schlie&szlig;lich sollten nur Fonds, die den strengen EU-Regeln gehorchen, in der Gemeinschaft zugelassen werden. Damit h&auml;tte den amerikanischen Hedge-Fonds der Ausschluss gedroht.<br>\nIm Kampf gegen die EU-Regeln schlossen sich einige der gr&ouml;&szlig;ten Hedge- Fonds, darunter Branchenf&uuml;hrer Man Group, zu einer Interessengemeinschaft zusammen. Sie nannten die Vorschl&auml;ge &bdquo;st&uuml;mperhaft&ldquo; und &bdquo;eine signifikante Bedrohung&ldquo;. Auch britische Politiker machten sich f&uuml;r die umstrittene Branche stark. Schlie&szlig;lich sitzen 80 Prozent aller europ&auml;ischen Hedge-Fonds in London. Der Aufstand hatte Erfolg. Die EU ruderte zur&uuml;ck, so weit wie bei keinem anderen Reizthema der Finanzregulierung. Der neueste Kompromissvorschlag sieht vor, dass die Fonds selbst Obergrenzen f&uuml;r ihre Verschuldung festlegen k&ouml;nnen. Au&szlig;erdem k&ouml;nnen die Fonds auch Depotbanken au&szlig;erhalb der EU nutzen, wenn die Kommission zustimmt. Die Regeln f&uuml;r Fonds, die ihren Sitz au&szlig;erhalb der EU haben, wurden deutlich vereinfacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Finanzen-Finanzkrise-Hedge-Fonds;art130,2989892?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Knechte in Nadelstreifen ? Berufsbild Banker<\/strong><br>\nSie sind arm dran, unsere Banker. Sie leiden t&auml;glich unter Stress und Druck. Sie klagen dar&uuml;ber, dass sie gezwungen werden, die Bankkunden zu windigen Gesch&auml;ften zu &uuml;berreden, um ihre Profitvorgaben einzuhalten. Damit ihre Bank am Ende des Jahres nicht auf den fetten Bonuszahlungen sitzen bleibt. Sie haben es schwer, unsere Banker. Es ist ja auch wirklich nicht leicht, Mitten in der Krise so weiterzumachen, als sei gar nichts gewesen. Genau das aber geschieht. Einziger Unterschied: die armen reichen Banker haben jetzt mal erz&auml;hlt, was in den Banken so los ist &ndash; anonym, versteht sich.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/radio\/hr2\/index.jsp?key=standard_podcasting_derTag&amp;type=a&amp;rubrik=14224&amp;mediakey=podcast\/derTag\/derTag_20091222\">hr2-Kultur &bdquo;Der Tag&ldquo; (Einleitungstext mit Abspielfunktion)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/mp3.podcast.hr-online.de\/mp3\/podcast\/derTag\/derTag_20091222.mp3\">hr2-Kultur &bdquo;Der Tag&ldquo; (Audio-Podcast, mp3, ca. 53 Minuten, ca. 25 MB)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Einerseits gehen die Bankster wieder zu ihrem Tagesgesch&auml;ft, der Vermehrung ihres Reichtums &uuml;ber, andererseits schr&ouml;pfen sie die &Auml;rmsten der Armen. Dazu eine Schilderung unserer Leserin U.B.:<br>\nHeute will ich Ihnen einen Erfahrungsbericht bzgl. meines Girokontos schicken, der vielleicht auch f&uuml;r andere Nachdenkseiten-Leser interessant ist und Mut machen soll, die eigenen Kontobedingungen und Gesch&auml;ftspraktiken ihrer Bank einmal kritisch zu &uuml;berpr&uuml;fen.<br>\nUngerechtigkeitsakte enth&auml;lt die Politik dieser an der neoliberalen Ideologie fixierten Regierung und ihrer Komplizen in der Wirtschaft, insbesondere der Finanzwirtschaft, gegen&uuml;ber der &auml;rmeren, arbeits- und einkommenslos gewordenen bzw. zu Millionen prek&auml;r besch&auml;ftigten Bev&ouml;lkerung mehr als genug. &Uuml;ber einen bin ich k&uuml;rzlich als simple Inhaberin eines Girokontos bei der Berliner Volksbank gestolpert. Die Berliner Volksbank e.G. &ndash; immerhin eine, die dem genossenschaftlichen Volks- und Raiffeisenverbund angeh&ouml;rt &ndash; teilte mit, dass sie ab Januar 2010 f&uuml;r Bankkunden, deren regelm&auml;&szlig;iges monatliches Einkommen 1250 &euro; nicht &uuml;bersteigt, die Giro-Kontof&uuml;hrungsgeb&uuml;hren erh&ouml;ht. Obwohl nicht von dieser Willk&uuml;rma&szlig;nahme betroffen, da ich mich Gott sei Dank eines h&ouml;heren Einkommens erfreue, wollte ich dennoch von der Bank die Gr&uuml;nde f&uuml;r diese Ungleichbehandlung ihrer Kunden wissen (die Konten f&uuml;r Kunden mit h&ouml;herem Einkommen werden geb&uuml;hrenfrei gef&uuml;hrt), woraus ein Schriftwechsel resultierte, der mit der Kontok&uuml;ndigung durch mich endete. Denn &ndash; realistischerweise hatte ich nichts anderes erwartet &ndash; es gab nur inhaltsleere Sprechblasen, aber keineswegs eine plausible betriebswirtschaftliche Kostenanalyse, die diese f&uuml;r die Bank profitable Ungleichbehandlung ihrer Girokontenkunden auch nur ansatzweise h&auml;tte rechtfertigen k&ouml;nnen. Es ist halt gesellschaftsf&auml;hig geworden, die einkommensschwache, in jeder Hinsicht an Mobilit&auml;t gehinderte und fluchtunf&auml;hige Bev&ouml;lkerung finanziell zu schr&ouml;pfen und sich an ihr zu bereichern.<br>\nDa ich mich als Bankkundin nicht an diesem Entsolidarisierungsakt beteiligen wollte, ging ich auf die Suche nach einem anderen Girokontenanbieter und stellte fest, dass inzwischen viele Banken Kontof&uuml;hrungsgeb&uuml;hren f&uuml;r Kunden mit begrenztem Einkommen erheben, die &ldquo;reicheren&rdquo; (und f&uuml;r sie profitableren) Kunden aber von solchen verschonen. Die zinslose Verwaltung des Kundengeldes auf dem Girokonto der &ldquo;reicheren&rdquo; Kunden bringt der Bank in der Masse ja auch viel Geld ein, w&auml;hrend das Geld der &auml;rmeren Kunden monatlich restlos zu ihrem Lebensunterhalt verbraucht wird. Diese Kundschaft ist schutzlose Beute f&uuml;r die Raubz&uuml;ge der Banken, denn ein Girokonto braucht jeder und ein Bankwechsel zu besseren Konditionen ist kaum m&ouml;glich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>PPP: Todesfalle Autobahnbaustelle: Enge Fahrspuren f&uuml;hren zu vielen Unf&auml;llen<\/strong><br>\nAuf &uuml;ber 72 Kilometern reiht sich eine Baustelle an die n&auml;chste: Die A1 zwischen dem Bremer Kreuz und dem Buchholzer Dreieck bei Hamburg wird sechsspurig ausgebaut. Eine Megabaustelle unter F&uuml;hrung der A1mobil GmbH. Die baut und kassiert daf&uuml;r w&auml;hrend der kommenden 30 Jahre einen Teil der Lkw-Maut, die auf der Strecke eingenommen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www3.ndr.de\/sendungen\/markt\/archiv\/auto_verkehr_reisen\/autobahn190.html\">NDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wer im Norden Deutschlands mit dem Auto unterwegs ist und Staumeldungen verfolgt, wird unweigerlich mit Dauerstaumeldungen auf der A1 zwischen Bremen und Hamburg konfrontiert. Was die Meisten nicht wissen ist, dass hier das bisher gr&ouml;&szlig;te Public Private Partnership (PPP)-Projekt der Bundesrepublik seine Wirkungen entfaltet. Ganz abgesehen davon, dass kein Mensch wei&szlig;, wie viel der Staat f&uuml;r diese finanzielle Vorleistung berappen muss (Mautanteil), muss dieser f&uuml;r die umfangreichen Sicherheitsma&szlig;nahmen aufkommen, die durch die viel zu lange Baustelle mit extrem engen Fahrspuren notwendig wurden. Die von etlichen Experten bem&auml;ngelte Planung tr&auml;gt dazu bei, dass es allein bis Oktober letzten Jahres zu &uuml;ber tausend Unf&auml;llen kam und 5 Menschen starben. Neben der mangelnden Kostentransparenz ist kaum zu begreifen, wie viel Freiraum der Staat auf Kosten der Sicherheit der B&uuml;rger Bilfinger Berger, dem englische PPP-Investor John Laing und dem mittelst&auml;ndische Bauunternehmen Johann Bunte gegeben hat.<br>\nEs steht zu bef&uuml;rchten, dass Bund, L&auml;nder und Kommunen angesichts knapper Kassen verst&auml;rkt auf PPP zugreifen werden, um aktuelle Kosten in die Zukunft zu verschieben &ndash; ganz abgesehen davon, dass PPP einer FDP-getrimmten Koalition sowohl ideologisch als auch im Hinblick auf die Interessen ihrer Klientel entgegenkommt.&nbsp;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Selbermacher<\/strong><br>\nDie Outsourcing-Euphorie der vergangenen Jahre ist einer differenzierteren Betrachtung gewichen. Unternehmen stellen sich darauf ein, indem sie sich &ndash; vor allem mit Blick auf die Produktion &ndash; fragen: Unter welchen Bedingungen lohnt sich Auslagerung? Sind die Kostenersparnisse wirklich so gro&szlig;? Und was ist der Preis geringerer Kosten? Ein Werksbesuch bei Fresenius Medical Care. (&hellip;)<br>\nDas Auslagern von Produktion ist eben kein Wert an sich und oft eher eine Ausrede. Manfred Hoefle und Hans Marquart, zwei Herausgeber der Schriftenreihe &ldquo;Managerismus&rdquo;, dr&uuml;cken es so aus: &ldquo;Outsourcing ist oft ein Ergebnis vers&auml;umter Rationalisierungen.&rdquo; Sie bescheinigen vielen Managern &ldquo;einseitiges Lohnkostendenken, Kurzsichtigkeit, kollektives Verhalten, Scheinrationalit&auml;t, mangelnde Bindungsf&auml;higkeit&rdquo;. Sie h&auml;tten Verlagerung h&auml;ufig als Ziel von Umstrukturierungen ausgegeben, nicht als Mittel zu einem definierten Zweck. Schuld an dieser Denkweise seien unter anderem falsche Anreize f&uuml;r die Manager: Erfolgsbeteiligungen seien etwa an den Gesch&auml;ftswertbeitrag gekoppelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.brandeins.de\/archiv\/magazin\/glueck-rechnen-sie-damit\/artikel\/die-selbermacher.html\">Brandeins<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Dienstwagen hei&szlig;t jetzt Nacktscanner<\/strong><br>\nDie Debatte &uuml;ber K&ouml;rperscanner ist hysterisch. Sie lenkt von wirklich bedenklichen Einschr&auml;nkungen der B&uuml;rgerrechte im Namen der Terrorbek&auml;mpfung ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/schwerpunkt-ueberwachung\/artikel\/1\/dienstwagen-heisst-jetzt-nacktscanner\/\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Was die Einsch&auml;tzung des Nacktscanners im Vergleich zu anderen &Uuml;berwachsungssystemen anbetrifft, stimme ich mit Ralph Bollmann weitgehend &uuml;berein.<br>\nDer Nacktscanner mag im konkreten Fall der Fluggast&uuml;berwachung vielleicht harmloser erscheinen als die Fummelei durch die sog. &ldquo;Fummelkr&auml;fte&rdquo;.<br>\nIch bin eher aus einem systematischen Grund skeptisch. Ich sehe eine Entwicklung hin zu systematischer Total&uuml;berwachung. Zuerst die massenhafte Aufstellung von Videokameras, dann die Ortung &uuml;ber Handys, dann der KfZ-Steuereinzug &uuml;ber elektronisch erfasste Mautgeb&uuml;hren (was nichts anderes ist als eine Bewegungs&uuml;berwachung), zum Schluss die Kontrolle aller Autos (begr&uuml;ndet mit dem Steuereinzug) &uuml;ber GPS.<br>\nAlles was einmal an &Uuml;berwachungsm&ouml;glichkeit in einem begr&uuml;ndeten Einzelfall eingef&uuml;hrt wird, birgt die Gefahr der Verallgemeinerung: Warum Nacktscanner nur beim Flugzeug und nicht auch bei der Bahn, warum nicht auf Bahnh&ouml;fen, warum nicht im Kino oder Theater, warum nicht auf dem Oktoberfest oder im Fu&szlig;ballstadion oder einfach auf allen Einkaufsstra&szlig;en?<br>\nAlles was m&ouml;glich ist, wird irgendwann auch gemacht.<br>\nUnd da bin ich einfach noch ein &ldquo;Kriegskind&rdquo;: Alles was gemacht werden kann, steht in der Gefahr, von M&auml;chtigen, die ihre Macht bedroht sehen und sie dennoch erhalten wollen, auch gebraucht zu werden. Merke: Hitler kam v&ouml;llig legal zur Macht, die Erm&auml;chtigungsgesetze gab es schon.<br>\nDazu kommt m.E. noch Folgendes: Solche &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen lenken von den Ursachen des Terrors ab. Wie schrieben die Bekenner zu dem Anschlagsversuch &uuml;ber Chicago: Wir t&ouml;ten, weil ihr t&ouml;tet.<br>\nIch will damit gewiss nicht solche (feigen) Anschl&auml;ge verteidigen, aber die eigentlichen Ursachen des Terrors sind aus meiner Sicht die eskalierende Gewalt der angeblichen Terrorbek&auml;mpfer, basierend und legitimiert durch den Aufbau von Feinbildern (clash of civilization oder Kampf der Kulturen).<br>\nDas bedeutet eine endlose Spirale der Gewalt &ndash; und gleichzeitig eine endlose Spirale der &Uuml;berwachung im Innern.<br>\nWenn man einmal bedenkt, wie primitiv die Analysen &uuml;ber Al Quaida sind, dann kann man sich ausmalen, wie primitiv die Begr&uuml;ndungen f&uuml;r diese &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>In Deutschland fehlen mehr als 3600 &Auml;rzte<\/strong><br>\nGesundheitsexperten fordern bessere Bedingungen &ndash; Im l&auml;ndlichen Raum lassen sich immer weniger Mediziner nieder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/die-welt\/wirtschaft\/article5718715\/In-Deutschland-fehlen-mehr-als-3600-Aerzte.html\">Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Schweinegrippe: Politik fordert Entgegenkommen der Impfstoff-Hersteller<\/strong><br>\nDer Gesundheits- und Sozialminister von Sachsen-Anhalt, Norbert Bischoff (SDP), hofft auf die Kompromissbereitschaft der Pharmaindustrie beim zu viel bestellten Schweinegrippe-Impfstoff. Es m&uuml;sse gepr&uuml;ft werden, ob der Impfstoff in andere L&auml;nder verkauft werden kann.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/interview\/1097823\/\">Deutschlandradio Kultur (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2010\/01\/04\/drk_20100104_0752_c8f67efa.mp3\">Deutschlandradio Kultur (Audio-Podcast)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Torsten Bultmann: Hochschulen im Umbau &ndash; die Eckpfeiler der Ver&auml;nderung. Eine politische Folgenabsch&auml;tzung<\/strong><br>\nWas wir gegenw&auml;rtig an Hochschulreform erleben beschreiben die bestimmenden Ak-teure diese Politik selber so, dass es nicht um eine Reform einer &uuml;berlieferten Struktur ginge, sondern um etwas g&auml;nzlich Neues: einen Komplettumbau, eine Neukonstruktion des deutschen Hochschulsystems in seinen tragenden S&auml;ulen.<br>\nF&uuml;r das Neue, was an die Stelle der Gruppenhochschule treten soll, hat sich aus der an-gels&auml;chsischen Bildungsforschung mittlerweile der Fachbegriff der &raquo;unternehmerischen Hochschule&laquo; eingeb&uuml;rgert &ndash; und in hiesige Konzepte und Gesetzesbegr&uuml;ndungen als Leitbild Eingang gefunden. Im Kern geht es dabei um die umfassende Geltendmachung, die Universalisierung des Wettbewerbsgedankens sowohl im Sinne der internen Steue-rung von Bildungs- und Wissenschaftsabl&auml;ufen als auch im Sinne einer Bewertung und Messung ihrer Ergebnisse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kooperationsstelle.uni-oldenburg.de\/download\/Bultmann.pdf%20\">Kooperationsstelle Uni Oldenburg [PDF &ndash; 40.2 KB]<\/a>\n<p><em>Siehe auch:<\/em><\/p>\n<p>Torsten Bultmann, Exzellenzinitiative als Ideologie, Mitschnitt eines Vortrags vom 09.12.09 im Rahmen der vom FSR Germanistik organisierten Ringvorlesung &bdquo;Baustelle Universit&auml;t&ldquo;, <a href=\"http:\/\/webapp5.rrz.uni-hamburg.de\/fsr-db\/wordpress\/?p=560%20\">Streaming Video 38 Minuten<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Breit statt eng<\/strong><br>\nBildungsstreikagenda 2010: Zeit, den Protest zu eskalieren. Ein Diskussions&shy;papier von Aktivistinnen und Aktivisten des Studierendenverbandes Die Linke.SDS<br>\nEine Besonderheit des Bildungsstreiks ist den meisten Kommentatoren entgangen. W&auml;hrend fr&uuml;here Studierendenstreiks wie der &raquo;Luckystreik 97\/98&laquo; oder die Streikbewegung 2003 spontan ausbrachen und sich erst im Laufe oder teilweise erst zum Ende der Streikbewegung m&uuml;hsam bundesweite Koordinierungsversuche ergaben, konnte der Bildungsstreik von Anfang an von einem bundesweiten Austausch und langfristiger Planung profitieren.<br>\nHeute gibt es, anders als fr&uuml;her, keinen konkreten Anlass, keinen einheitlichen Generalangriff etwa in Form von Studiengeb&uuml;hren, sondern einen &uuml;ber Jahre angestauten Frust &uuml;ber die Zust&auml;nde in allen Bildungsbereichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/01-04\/015.php\">june Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Feindbild Islam Antisemiten und Islamfeinde &ndash; Hetzer mit Parallelen<\/strong><br>\nDas Feindbild &ldquo;Westen&rdquo; im arabischen Kulturkreis wird von Populisten im Westen mit dem Feindbild &ldquo;Islam&rdquo; erwidert. Es folgt den gleichen Konstruktionsprinzipien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,tt4m1\/politik\/837\/499119\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Unterst&uuml;tzung im Kampf gegen al-Qaida<\/strong><br>\nDie USA und Gro&szlig;britannien konzentrieren sich auf den Jemen im Kampf gegen al-Qaida und stocken Finanzhilfen auf. Premier Brown: Jemen ist Brutst&auml;tte f&uuml;r Terroristen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2010%2F01%2F04%2Fa0085&amp;cHash=4256c7aac3\/&amp;type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Und wieder einmal diktiert das innenpolitische Machtgerangel einen US-Milit&auml;reinsatz im Kampf gegen den Terror. Der innenpolitische Gegner hat die Gelegenheit beim Schopf gepackt und den missgl&uuml;ckten Terroranschlag genutzt um den US-Pr&auml;sident scharf anzugehen. Er nehme die Terrorgefahr nicht ernst, deshalb seien die Kontrollen so lasch, und er unternehme zu wenig gegen die Staaten, von denen die Terrorgefahr ausginge. Nachdem Obama die Kontrolldefizite dem CIA anlastete, m&ouml;chte er nun im Jemen beweisen, dass er kein Weichei ist, und ein innenpolitisch schwer angeschlagener britischer Premier springt noch mit auf den Zug.<br>\nWas man so mitbekam, konnte bisher hoffen lassen, dass es die USA im Jemen und sonstwo bei geheimen Kommandoeins&auml;tzen belassen w&uuml;rde, aber nein: Der zwischen Hysterie und Hurrapatriotismus schwankenden US-B&uuml;rger muss wieder mal durch eine milit&auml;rische Gro&szlig;aktionen auf seinen Pr&auml;sidenten eingestimmt werden. M&ouml;gliche Nebenwirkungen dieser Rezeptur interessieren nicht. Dass mit der Er&ouml;ffnung einer dritten Front auf arabischem Heimatboden einer schw&auml;chelnden Al Qaida der gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Gefallen getan wird, scheint schneidige US-Milit&auml;rs bzw. die unter Druck stehende politische F&uuml;hrung nicht zu tangieren.<br>\nWas lernen wir daraus? Unter anderem wird endlich mit der M&auml;r aufger&auml;umt, dass Deutschland seine Sicherheit am Hindukusch verteidigen m&uuml;sse. Die Sicherheit Deutschlands war sowieso nie in Gefahr, terroristische Bedrohungen ja, aber nicht nur von Afghanistan aus. Die von uns mit dem Markenzeichen Al Qaida versehenen Terrorzellen, die sich ideologisch auf Ussama Bin Laden berufen, sich aber durchweg eigenst&auml;ndig organisieren, agieren heute nicht nur in Afghanistan, sondern auch in Pakistan, Somalia, im Jemen und in einigen afrikanischen L&auml;ndern s&uuml;dlich der Sahara wie auch im Maghreb, was auch im Anti-Terror-Bericht der britischen Regierung vom M&auml;rz 2009 so festgestellt wurde. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Die neue Front<\/strong><br>\nDeutschland beteiligt sich an der von den USA forcierten Versch&auml;rfung des so genannten Anti-Terror-Krieges im Jemen. W&auml;hrend Washington Spezialkr&auml;fte in das Land entsendet und Bombenangriffe der jemenitischen Streitkr&auml;fte dirigiert, bem&uuml;ht sich Berlin um den Ausbau der K&uuml;stenwache und trainiert die Polizei. Die Zusammenarbeit mit den Repressionsapparaten<br>\ndes Jemen hat strategischen Charakter und wurde letztes Jahr intensiviert, als die Vereinigten Staaten damit begannen, ihre &ldquo;Anti-Terror&rdquo;-Ma&szlig;nahmen im s&uuml;dlichsten Staat der Arabischen Halbinsel zu verst&auml;rken. Die Bundeswehr unterh&auml;lt eine &ldquo;Beratergruppe&rdquo; bei den jemenitischen Streitkr&auml;ften, die im Dezember mutma&szlig;lich Massaker unter Zivilisten angerichtet haben. Die deutsche Kriegsmarine, die vor der K&uuml;ste des Jemen operiert, ist ebenfalls von der Zuspitzung des &ldquo;Anti-Terror-Krieges&rdquo; betroffen: Milizen aus Somalia, die nur durch die kurzen Seewege &uuml;ber den Golf von Aden von der neuen Front getrennt sind, haben mittlerweile angek&uuml;ndigt, dort eingreifen zu wollen.<br>\nKooperationspartner Berlins in diesem Krieg ist die Regierung des Jemen &ndash; ein seit Jahrzehnten f&uuml;r Folter bekanntes Regime.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/57704\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Aufarbeitung der Diktaturverbrechen in Braslien; Milit&auml;rs bedr&auml;ngen Lula<\/strong><br>\nIn Brasilien st&ouml;&szlig;t der Plan, zur Aufarbeitung der Verbrechen der Milit&auml;rdiktatur zwischen 1964 und 1985 eine Wahrheitskommission zu bilden, auf erbitterten Widerstand im Milit&auml;r. Pr&auml;sident Luiz In&aacute;cio Lula da Silva ruderte nun schnell zur&uuml;ck, nachdem sein Verteidigungsminister und die Chefs der drei Waffengattungen mit R&uuml;cktritt gedroht hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2182427_Aufarbeitung-der-Diktaturverbrechen-Militaers-bedraengen-Lula.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Karsai f&uuml;hrt alle vor<\/strong><br>\nNein, die Ablehnung von zwei Dritteln seiner Kabinettsvorschl&auml;ge ist keine Niederlage f&uuml;r Hamid Karsai. Im Gegenteil: Sie ist ein Erfolg f&uuml;r ihn. Der afghanische Pr&auml;sident hat es wieder einmal allen gezeigt. Er hat Kommentatoren verwirrt und Politiker irregef&uuml;hrt, ist dem Druck seiner wichtigsten Verb&uuml;ndeten ausgewichen und hat insgesamt Zeit und Spielraum gewonnen. Karsais Partner und Gegenspieler zugleich, das sind zum einen die Warlords. Sie hatten ihm, zusammen mit ihren Lokalkommandeuren, bei der Augustwahl massenweise Stimmen durch Betrug verschafft beziehungsweise durch Druck und Gewalt zugetrieben. Sie m&uuml;ssen nach leider immer noch geltendem, landes&uuml;blichem Brauch abgefunden werden, mit Minister&auml;mtern, Botschafterposten und sonstigen Pfr&uuml;nden. Ihnen kann Karsai nun sagen: Pardon, dumm gelaufen. Ich habe mein Bestes gegeben, ich h&auml;tte eure Leute gerne in meinem Kabinett gehabt, aber das Parlament hat nicht mitgespielt.<br>\nDer internationale Gemeinschaft bleiben jene beiden Minister erhalten, an denen ihnen am meisten gelegen ist und f&uuml;r die sie in Kabul massiv lobbyiert hatten: den an einer US-Milit&auml;rakademie ausgebildeten Verteidigungsminister Rahim Wardak und Innenminister Hanif Atmar, der mit seiner Vergangenheit als Mitarbeiter einer Hilfsorganisation und Minister f&uuml;r l&auml;ndliche Entwicklung als guter Administrator gilt. Zudem kehrt als Kultur- und Informationsminister Machdum Rahin zur&uuml;ck, ein liberaler Lichtblick nach den Exzessen seines Vorg&auml;ngers, der Pressefreiheit f&uuml;r eine westliche Verschw&ouml;rung hielt. Karsai selbst hat durch gezielte Lobbyarbeit im Parlament und wohl mithilfe von etwas Bakschisch die Schl&uuml;sselfiguren seines K&uuml;chenkabinetts durchbringen k&ouml;nnen: Erziehungsminister Faruk Wardak, Landwirtschaftsminister Rahimi und den neuen aufsteigenden Stern, Finanzminister Omar Sachilwal, ein Afghano-Kanadier. Mehr braucht er gar nicht zum Regieren. Die &uuml;brigen Ministerien werden zwischenzeitlich von den Stellvertretern gef&uuml;hrt, meist jungen Aufsteigern und Karsai-Loyalisten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F01%2F04%2Fa0013&amp;cHash=b820654a16\/&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Rumtata-Lohnstopps; gef&auml;hrliche Ungleichgewichte in den Handelsbeziehungen; EuroMemorandum; Klamme St&auml;dte und Tarifrunde; FDP: Hungert den Staat aus; nichts ist mit den hedges f&uuml;r Hedge-Fonds; Berufsbild Banker; PPP: Todesfalle Autobahnbaustelle; jenseits des Nacktscanners; Grippeimpfstoff &ndash; return to sender; Umbau der Hochschulen und Bildungsstreik; Hetzer mit Parallelen; Kampf gegen den Terror als<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4437\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4437","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4437","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4437"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4437\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4437"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4437"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4437"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}