{"id":44374,"date":"2018-06-12T08:23:54","date_gmt":"2018-06-12T06:23:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44374"},"modified":"2018-06-12T08:23:54","modified_gmt":"2018-06-12T06:23:54","slug":"hinweise-des-tages-3137","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44374","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (TR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44374#h01\">Linke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44374#h02\">Kipping pl&auml;diert f&uuml;r Kontroversen ohne pers&ouml;nliche Angriffe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44374#h03\">SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44374#h04\">Heiko Maas und die Aufr&uuml;stung Deutschlands im Dienste Trumps<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44374#h05\">G 7 oder Gelaber ist in der Tat noch keine Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44374#h06\">Die 10 schlimmsten L&auml;nder der Welt f&uuml;r Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44374#h07\">Erpressungsinstrument der Investoren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44374#h08\">Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44374#h09\">Schwarzer Freitag f&uuml;r Real Superm&auml;rkte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44374#h10\">EU-Handelsabkommen mit Japan: Wasser darf nicht zur Handelsware werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44374#h11\">Gilt die Unschuldsvermutung nicht f&uuml;r Fl&uuml;chtlingsberater?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44374#h12\">Bilderberg verliert Status<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44374#h13\">80 Prozent der Bewohner des Donbass wollen nicht zur&uuml;ck in die Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44374#h14\">Als Afrikaner in Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44374#h15\">&bdquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&ldquo; verklagt Uli Gellermann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44374#h16\">Kanzlerin Angela Merkel: Inszenierung einer selbstreferenziellen Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44374#h17\">Ignoranz des DFB gef&auml;hrdet WM-Erfolg<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Linke<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Interview: Linken-Fraktionschefin sieht sich durch Parteitagsbeschluss nicht gebunden<\/strong><br>\nFrau Wagenknecht, monatelang hat die Linke vor allem &uuml;ber den Kurs in der Fl&uuml;chtlingspolitik gestritten. Auf dem Leipziger Parteitag gab es dar&uuml;ber offene Auseinandersetzungen. Kein bisschen Frieden in der Partei?<br>\nWagenknecht: Viele an der Parteibasis haben die Grabenk&auml;mpfe satt. Inhaltliche Debatten d&uuml;rfen nicht mit Diffamierungen verbunden werden. Wir brauchen eine sachliche Debatte &uuml;ber die Fl&uuml;chtlingspolitik. Wenn mir und anderen aber<br>\nN&auml;he zur AfD oder Rassismus vorgeworfen wird, ist das keine sachliche Diskussion. Das ist einfach unanst&auml;ndig.<br>\nIst der Machtkampf jetzt entschieden, oder werden die innerparteilichen Auseinandersetzungen weitergehen?<br>\nWagenknecht: Ich hoffe, dass jeder sich von jetzt an auf seine Aufgaben konzentriert. Die Fraktionsspitze ist ebenso gew&auml;hlt wie die Parteispitze. Ich w&uuml;nsche mir, dass man das gegenseitig akzeptiert. Die pers&ouml;nlichen Angriffe m&uuml;ssen beendet werden. Etwa, wenn der Eindruck erweckt wird, wer die Forderung &ldquo;Offene Grenzen f&uuml;r alle&rdquo; nicht unterst&uuml;tzt, dem w&auml;re Elend und Not auf der Welt gleichg&uuml;ltig. Da wird mit verletzenden Unterstellungen gearbeitet. Unter diese Art der Debatte muss ein Schlussstrich gezogen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnz.de\/politik\/hintergrund_artikel,-sahra-wagenknecht-im-rnz-interview-kein-grund-meine-position-zu-veraendern-_arid,364713.html\">Rhein-Neckar-Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die &Uuml;berschrift ist missverst&auml;ndlich. Wir sich nicht an einen Beschluss gebunden sieht, h&auml;lt sich nicht an den Beschluss. Genau dies ist in diesem konkreten Fall aber anders, wie Sahra Wagenknecht es im Interview ja auch deutlich ausf&uuml;hrt. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Interview: Oskar Lafontaine unterst&uuml;tzt den Parteitagsbeschluss zur Fl&uuml;chtlingspolitik <\/strong><br>\nWof&uuml;r haben Kipping und Riexinger die Quittung bekommen? F&uuml;r Dauerstreit mit der Fraktionsspitze oder f&uuml;r ihre Fl&uuml;chtlingspolitik?<br>\nLafontaine: Der wichtigste Grund ist wohl, dass die beiden Parteivorsitzenden die Fraktionsf&uuml;hrung h&auml;ufig attackiert haben. So wie sie im vorigen Herbst versucht haben, die Rechte der Fraktionsvorsitzenden zu beschneiden. Das hat den Delegierten wohl nicht gefallen. Die Fraktionsvorsitzenden haben sachlich argumentiert und nicht mit Verbalinjurien gearbeitet, mit denen sie selbst &uuml;berzogen wurden wie mit Vorw&uuml;rfen des Nationalismus, Rassismus und der AfD-N&auml;he.<br>\nGregor Gysi hat Ihren Namen nicht erw&auml;hnt, er d&uuml;rfte Sie aber gemeint haben, als er warnte, bei der Kritik an den Parteichefs Grenzen zu &uuml;berschreiten und nationales Interesse vor internationale Solidarit&auml;t zu stellen.<br>\nLafontaine: Ich habe mit Gysi sachliche Differenzen. Ich kritisiere wie linke Parteien in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern, dass er den deutschen Export-Nationalismus faktisch verteidigt, der Arbeitslosigkeit zu den europ&auml;ischen Nachbarn exportiert, indem Deutschland mehr Waren verkauft als importiert.<br>\nKatja Kipping hat Sie aufgefordert, Sie sollten jetzt den Beschluss des Leitantrags akzeptieren und diesen nicht mehr st&auml;ndig &ouml;ffentlich infrage stellen. Halten Sie jetzt den Mund?<br>\nLafontaine: Den jetzigen Beschluss f&uuml;r offene Grenzen kann ich voll mittragen. Ich lebe seit Jahrzehnten an der franz&ouml;sischen Grenze und bin froh, dass sie offen ist. Im Bundestags-Wahlprogramm, das ich kritisiert habe, stand etwas ganz anderes: offene Grenzen f&uuml;r alle, Bleiberecht f&uuml;r alle und 1050 Euro monatlich f&uuml;r alle. Von diesen unhaltbaren Forderungen sind Kipping, Riexinger und Gysi jetzt abger&uuml;ckt, das ist ein Fortschritt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/politik\/deutschland\/oskar-lafontaine-ich-bin-fuer-offene-grenzen_aid-23330267\">RP<\/a><\/li>\n<li><strong>Haste mal&rsquo;n Linken? Wagenknecht geht sammeln<\/strong><br>\nManchmal haben die Kollegen von der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung lustige Ideen. Gerade rechtzeitig zum Parteitag der Linken ver&ouml;ffentlichten sie am vergangenen Wochenende eine Umfrage. Danach k&ouml;nnen sich 25 Prozent der Befragten vorstellen, ihre Stimme einer &ldquo;Liste Sahra Wagenknecht&rdquo; zu geben. Eine solche Liste gibt es nicht &ndash; noch nicht? Im Moment denkt die Linkspolitikerin Sahra Wagenknecht noch dar&uuml;ber nach, wie man linke Kr&auml;fte in einer neuen Bewegung sammeln kann &ndash; aber jenseits der Parteien. Dennoch, die Reaktionen bei den Funktion&auml;ren der Linken und der SPD schwanken zwischen Ekel, Entsetzen und bem&uuml;htem Ignorieren. Warum eigentlich?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/sahra-wagenknecht-und-ihre-sammlungsbewegung-haste-mal-n-linken-a-1212325.html\">Spiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kipping pl&auml;diert f&uuml;r Kontroversen ohne pers&ouml;nliche Angriffe<\/strong><br>\nOb sich in der Fl&uuml;chtlingspolitik der Linken grundlegend etwas ver&auml;ndere, m&uuml;sse auf dem Parteitag am Wochenende entschieden werden, sagte die Linken-Vorsitzende Katja Kipping im Dlf. Sie hoffe, dass in Leipzig ein Schlussstrich unter innerparteiliche Kontroversen gezogen werde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/die-linke-vor-dem-parteitag-kipping-plaediert-fuer.694.de.html?dram%3Aarticle_id=419872\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Lesen Sie sich dieses Interview ruhig mal durch. Mir ist die Kinnlade heruntergeklappt, als ich folgende Aussage gelesen habe, mit der Katja Kipping die Vorz&uuml;ge einer unregulierten Arbeitsmigration aufz&auml;hlt &hellip;<\/em><\/p>\n<p><em>&bdquo;Zum zweiten finde ich, wir sollten jetzt nicht so tun, als ob Arbeitsmigration f&uuml;r uns nur eine Bedrohung ist. Ich w&uuml;rde es mal anders herum sagen: Wenn alle Arbeitsmigranten, die es bereits hier gibt, dieses Land verlassen w&uuml;rden, dann h&auml;tten wir ein richtiges Problem. Wir haben gerade Spargel-Saison. Ich w&uuml;sste gar nicht, wie der Spargel bei uns auf den Tisch kommen soll, wenn es da nicht Menschen aus anderen L&auml;ndern g&auml;be. Oder wenn wir in den Pflegebereich gehen: Wenn da alle Menschen ohne deutschen Pass jetzt das Land verlassen w&uuml;rden, dann h&auml;tten wir hier ein richtiges Problem.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Ist die Dame Vorsitzende der Linkspartei oder der CDU? Vor allem die Dumpingl&ouml;hne f&uuml;r Erntehelfer und Hilfskr&auml;fte in der Pflege sind doch geradezu ein Paradebeispiel, wie Menschen durch Arbeitsmigration ausgebeutet werden und das Lohnniveau durch Arbeitsmigration in den Keller geht. Forschere Vertreter des Kipping-Fl&uuml;gels w&uuml;rde solche Aussagen sonst als &bdquo;N&uuml;tzlichkeitsrassismus&ldquo; bezeichnen. Meint Kipping das nun ernst? Oder versteht sie schlicht die Zusammenh&auml;nge nicht? Ich tippe auf letzteres.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>SPD<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Diese Lehren zieht die SPD aus ihrer Pleite<\/strong><br>\nWie kam es zum historischen Absturz der SPD bei der Bundestagswahl? F&uuml;nf Experten haben monatelang die Fehler der Partei analysiert &ndash; und zeichnen ein verheerendes Bild. Die wichtigsten Punkte im &Uuml;berblick. (&hellip;)<br>\nDie Entfremdung zwischen der SPD und gro&szlig;en Teilen ihrer W&auml;hler hat einen wesentlichen Ursprung in der Agendapolitik von Gerhard Schr&ouml;der. Ab Mitte M&auml;rz habe das Thema Gerechtigkeit im Schulz-Wahlkampf aber keine priorit&auml;re Rolle mehr gespielt. Das Problem sei zudem: &ldquo;Die Aufsteiger und Profiteure der sozialdemokratischen Reformpolitik von einst sind l&auml;ngst Teil der gesellschaftlichen und politischen Oberschicht geworden.&rdquo; Ihre Lebensentw&uuml;rfe h&auml;tten sich weit von jenen ihrer W&auml;hlerklientel entfernt.<br>\nDies lasse sich nicht &uuml;ber Nacht beheben. Doch die SPD m&uuml;sse sich neu orientieren und sich st&auml;rker um Menschen in Dienstleistungsberufen k&uuml;mmern. Diese st&uuml;nden massiv unter Druck, rund vier Millionen Arbeitnehmer verdienten kaum mehr als den Mindestlohn. Allen Sozialdemokraten m&uuml;sse klar sein: &ldquo;Die Balance in der gesellschaftlichen Mitte ist aus dem Lot geraten.&rdquo;<br>\nKonkret m&uuml;sse die SPD das Thema Gerechtigkeit &ldquo;selbstbewusster als in den vergangenen Jahren begr&uuml;nden und durchdeklinieren&rdquo;. Dazu geh&ouml;rten Verteilungsfragen, die Absicherung von Lebensrisiken, Mieten und das Stadt-Land-Gef&auml;lle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spd-wahlanalyse-die-lehren-aus-der-pleite-a-1212310.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung von J.K.:<\/strong> Die Analyse h&auml;tte man sich sparen k&ouml;nnen. Man erkennt zwar, dass die Agenda 2010 der Anfang vom Ende war, aber man ist nicht in der Lage die einzige logische Konsequenz daraus zu ziehen und sich klar davon zu distanzieren. Und sieht man sich die Bekenntnisse des Finanzministers Olaf Sch&auml;uble alias Olaf Scholz zur neoliberalen Austerit&auml;tspolitik an, sieht es nicht danach aus als ob die SPD auch nur im Ansatz eine andere Politik als die, der vergangenen zehn Jahre verfolgen will. Auch zu anderen dr&auml;ngenden Problemen, wie der Wohnungsnot, die St&auml;rkung der staatlichen Rente, einer Entspannungspolitik gegen&uuml;ber Russland, usw. kommt von der SPD erst einmal nichts wirklich richtungweisendes.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Aus Fehlern lernen&ldquo;<\/strong><br>\nDas Evaluierungsteam hat seinen Bericht heute dem Parteivorstand vorgestellt.<br>\nEs ist ein v&ouml;llig neuer Weg, den wir hier beschreiten. Wir haben uns bewusst f&uuml;r eine externe und unabh&auml;ngige Evaluation und f&uuml;r v&ouml;llige Transparenz entschieden, weil wir von einem &uuml;berzeugt sind: Wir werden wieder erfolgreich sein und wir k&ouml;nnen neues Vertrauen erarbeiten, wenn wir offen und klar mit Fehlern umgehen und daraus lernen, statt sie zu &uuml;berdecken. Und deshalb war es Andrea und mir wichtig, dass wir auch nach der erfolgreichen Regierungsbildung nicht einfach zur Tagesordnung &uuml;bergehen, sondern, dass diese Arbeit gr&uuml;ndlich und sorgf&auml;ltig weitergef&uuml;hrt wird.<br>\nDie Evaluierung ist eine ehrliche, schonungslose Analyse von 20,5% bei der Bundestagswahl 2017. Sie besch&auml;ftigt sich mit dem Wahlkampf, aber auch mit strukturellen Defiziten, die sich in unserer Partei &uuml;ber Jahre aufgebaut haben und die eine Ursache f&uuml;r unsere Wahlniederlage waren. (&hellip;)<br>\nWie werden die Ver&auml;nderungen in unserer Partei weiter Schritt f&uuml;r Schritt umsetzen. Nachhaltig, mit langem Atem und nicht mit immer neuen Strategien und Kurswechseln. (&hellip;)<br>\nEs ist unsere Aufgabe neues Vertrauen zu gewinnen. Durch harte Arbeit, durch nachvollziehbare, kluge Politik und durch neue Ideen f&uuml;r ein modernes und gerechtes Deutschland von morgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spd.de\/aktuelles\/detail\/news\/aus-fehlern-lernen\/11\/06\/2018\/\">SPD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> T&auml;uscht der Eindruck oder m&ouml;chten Herr Klingbeil und Frau Nahles &ndash; und wohl die meisten in der derzeitigen SPD-Spitze &ndash; mit viel &ldquo;hohlen Phrasen&rdquo; &uuml;ber Wahlkampf und strukturelle Defizite eine inhaltlich-programmatische Neuausrichtung der Partei vermeiden? &Uuml;ber 100 Seiten hat der &ldquo;externe und unabh&auml;ngige&rdquo; (wovon eigentlich unabh&auml;ngig?) Evaluationsbericht. Ein Blick in das Berliner Grundsatzprogramm von 1989 w&uuml;rde vermutlich mehr n&uuml;tzliche Erkenntnisse liefern, oder?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>F&uuml;nf Dinge, die die SPD besser machen muss<\/strong><br>\nDer Evaluationsbericht zum SPD-Bundestagswahlkampf zeigt: Die Partei darf sich nichts mehr sch&ouml;nreden. Sie muss auch mal anecken und Kampagnen besser planen. In einem rund 100-seitigen Bericht hat die SPD ihre Fehler im Bundestagswahlkampf auswerten lassen. Lars Klingbeil ist seit Dezember Generalsekret&auml;r der SPD. Seine Aufgabe ist nichts weniger als die &ldquo;Erneuerung&rdquo; der Partei. Hier schreibt er, was er k&uuml;nftig anders machen will.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2018-06\/spd-generalsekreater-lars-klingbeil-gastbeitrag\">Zeit<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Heiko Maas und die Aufr&uuml;stung Deutschlands im Dienste Trumps<\/strong><br>\nHeiko Maas hat der S&uuml;ddeutschen ein Interview gegeben. Da ich Maas als den Mann Washingtons an der Spitze des Au&szlig;enministeriums klassifiziert habe (hier und hier), bietet es sich an, anhand dieses Interviews meine These zu pr&uuml;fen, dass das Zerw&uuml;rfnis mit dem US-Pr&auml;sidenten, nur ein Trick ist. Deutschland und Europa sollen dazu gebracht werden, den USA einige Weltordnungs- und Kriegsaufgaben abzunehmen. (Das Interview der Bundeskanzlerin bei Anne Will ging in die gleiche Richtung, schreibe ich im Post-Will-Scriptum.)<br>\nAls Indiz gegen meine These w&uuml;rde ich werten, wenn Maas irgendetwas Konkretes sagen oder ank&uuml;ndigen w&uuml;rde, was Washington &auml;rgern w&uuml;rde. Wenn das mit der Entfremdung ernst gemeint w&auml;re, m&uuml;sste man das erwarten. Es w&auml;re ja naiv anzunehmen, dass Amerika seinen Schutzschirm &uuml;ber Europa ohne Gegenleistung ausbreitet. Wenn man sich, wie Maas behauptet, nun nicht mehr auf diesen Schutzschirm und generell auf Washington verlassen kann, dann sollte man annehmen, dass bisherige Gegenleistungen in Frage gestellt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/989-maas-2\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>G 7 oder Gelaber ist in der Tat noch keine Politik<\/strong><br>\nG 7 ist das &auml;lteste und unsinnigste aller Gipfeltreffen. Es wurde nur wiederbelebt, weil man Russland &bdquo;bestrafen&ldquo; und aus irgendeinem internationalen Gremium herauswerfen wollte. Die politische Bedeutung ist ganz nahe Null, weswegen das Aufheulen &uuml;ber das &bdquo;Scheitern&ldquo; mindestens so bedeutungslos ist wie das Treffen selbst.<br>\nDas war offensichtlich so etwas wie der Untergang der Menschheit: Trump verhindert, dass die G 7 sich auf ein Kommuniqu&eacute; zu ihrem Treffen in Kanada einigen. Die deutsche Presse verf&auml;llt kollektiv in Schnappatmung und kann sich gar nicht einholen ob des amerikanischen R&uuml;pels, der anscheinend konstruktive internationale Politik verhindert.<br>\nWas wird die Menschheit arm sein ohne dieses Kommuniqu&eacute;. Wie h&auml;tte es die Probleml&ouml;sungsf&auml;higkeit unserer Politiker verbessern k&ouml;nnen. H&auml;tten nicht gar die wichtigsten Konflikte der Menschheit gel&ouml;st werden k&ouml;nnen, wenn sich ein dutzend Beamte w&auml;hrend einer langen Nacht geeinigt h&auml;tten? Und dann das: Trump fegt den &bdquo;Erfolg des Gipfels&ldquo; mit einem Tweet vom Tisch.<br>\nAlles dummes Zeug. Ein Kommuniqu&eacute; mehr oder weniger ist so wichtig, als wenn in China das ber&uuml;hmte Rad umf&auml;llt. &Uuml;berhaupt, und das ist viel schlimmer, ist das kollektive Ged&auml;chtnis, was die Bedeutung von G 7 angeht, nicht nur l&uuml;ckenhaft, es ist nicht vorhanden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/06\/g-7-oder-gelaber-ist-in-der-tat-noch-keine-politik\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die 10 schlimmsten L&auml;nder der Welt f&uuml;r Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer<\/strong><br>\nDer Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) ver&ouml;ffentlicht jedes Jahr einen Report zur Verletzung von Gewerkschafts- und Arbeitnehmerrechten weltweit. Seit einigen Jahren enth&auml;lt dieser &ldquo;Global Rights Index&rdquo; auch eine Liste der zehn &ldquo;schlimmsten L&auml;nder f&uuml;r erwerbst&auml;tige Menschen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/-\/RDZ\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Erpressungsinstrument der Investoren<\/strong><br>\nMit privaten Schiedsgerichten desavouiert der Staat sein eigenes Justizsystem. Er gibt damit das Rechtsstaats- und Demokratieprinzip auf. Der Europ&auml;ische Gerichtshof sah das in einer Entscheidung &uuml;ber ein Freihandelsabkommen zwischen den Niederlanden und der Slowakei auch so. Es ist an der Zeit, die private Paralleljustiz abzuschaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gegenblende.dgb.de\/-\/R9R\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Hartz IV<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Mythos Hartz IV<\/strong><br>\nIn der &ouml;ffentlichen Debatte zur Hartz-IV-Reform treffen zwei scheinbar unvers&ouml;hnliche Lager aufeinander. F&uuml;r die einen ist die Hartz-IV-Reform der Zaubertrank, der den kranken Mann Europas in das deutsche Arbeitsmarktwunder verwandelt hat. Jeder Versuch einer Reform der Reform wird vehement abgelehnt, weil er Deutschland ins Ungl&uuml;ck st&uuml;rzen w&uuml;rde. F&uuml;r die andere Seite ist die Hartz-IV-Reform Teufelszeug, das nur Unheil gebracht hat &ndash; Hartz-IV muss weg! Wer hat recht?<br>\nEin genauer Blick auf die wenigen wissenschaftlichen Studien zum Thema zeigt, dass beide Seiten wichtige &ouml;konomische Wirkungskan&auml;le ansprechen. Doch der eindeutige Punktsieg geht an die Kritiker der Hartz-IV-Reform. Genauer gesagt: Einerseits war die Hartz-IV-Reform einer von mehreren Faktoren, die zu einem R&uuml;ckgang der strukturellen Arbeitslosigkeit in Deutschland gef&uuml;hrt haben. Andererseits hat die Hartz-IV-Reform die L&ouml;hne gedr&uuml;ckt, die atypische Besch&auml;ftigung gef&ouml;rdert und die Unsicherheit auf dem deutschen Arbeitsmarkt erh&ouml;ht. Insgesamt hat Hartz IV die Lebensqualit&auml;t vieler Menschen erheblich verschlechtert &ndash; und eine Reform der Reform ist sowohl aus &bdquo;keynesianischer&ldquo; als auch aus &bdquo;neoklassischer&ldquo; Sicht sinnvoll. (&hellip;)<br>\nErstens k&ouml;nnen die deutschen Arbeitsmarktreformen nicht als Vorbild f&uuml;r andere Eurostaaten dienen (ein Punkt, den Peter Bofinger ausf&uuml;hrlich er&ouml;rtert hat). Zweitens sollten substanzielle Korrekturen des derzeitigen Hartz-IV-Systems kein Tabu sein. Eine fachkundige Diskussion der wichtigsten Reformoptionen liefert etwa ein Beitrag von Stefan Sell, der auch der enormen Heterogenit&auml;t der Langzeitarbeitslosen Rechnung tr&auml;gt. Drittens sollte der Fokus aktueller Arbeitsmarktreformen darauf liegen, die positiven Arbeitsanreize zu verbessern und mehr gute Arbeit zu schaffen &ndash; wir brauchen mehr Zuckerbrot statt Peitsche. Beispielsweise w&uuml;rde eine Absenkung der Sozialabgaben f&uuml;r Geringverdiener bei gleichzeitiger Abschaffung des Mini-Job-Sonderstatus zu einem erheblichen Anstieg von Besch&auml;ftigung und L&ouml;hnen f&uuml;hren und k&ouml;nnte sich langfristig auch f&uuml;r den Fiskus lohnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makronom.de\/arbeitsmarkt-analyse-auswirkungen-reform-mythos-hartz-iv-26821\">Makronom<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Dauerskandal&ldquo; Knapp 50 Milliarden Euro Kindergeld bei Hartz IV angerechnet<\/strong><br>\nKindergeld in H&ouml;he von 49,5 Milliarden Euro ist zwischen 2007 und 2017 bei Hartz-IV-Empf&auml;ngern angerechnet worden. Allein im vergangenen Jahr wurden die Hartz-Leistungen unterm Strich um 4,9 Milliarden Euro vermindert, weil so viel Kindergeld an die Betroffenen floss, wie aus einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Antwort der Bundesregierung auf eine Frage der Linken im Bundestag hervorgeht.<br>\nSabine Zimmermann, Sozialexpertin der Linken, die die Frage gestellt hatte, bezeichnete die Anrechnung des Kindergeldes auf Hartz IV als &bdquo;Dauerskandal&ldquo;. Sie sagte: &bdquo;Kinder Gutverdienender profitieren vom Kinderfreibetrag. Kinder aus Familien, die nicht auf Hartz IV angewiesen sind, bekommen das Kindergeld. Die &Auml;rmsten aber bekommen gar nichts.&ldquo; Das sei das Gegenteil von vorausschauender Familienpolitik. (&hellip;)<br>\nSozialminister Hubertus Heil (SPD) hatte in einem RTL-Interview gesagt, &bdquo;dass wir immer noch einen Lohnabstand brauchen zwischen Menschen, die Arbeit haben und denen, die keine haben&ldquo;. Eine Grundsicherungsbezieherin hatte ihn gefragt, warum Kindergeld angerechnet werde. So ein Lohnabstand soll verhindern, dass man mit aus Steuermitteln finanzierten Hartz-Leistungen ein h&ouml;heres Einkommen erzielt als mit Einkommen aus Arbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/-dauerskandal--knapp-50-milliarden-euro-kindergeld-bei-hartz-iv-angerechnet-30598382\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das ist nicht lediglich &ldquo;das Gegenteil von vorausschauender Familienpolitik&rdquo;. Das Spitzenpersonal der SPD &ndash; insbesondere der derzeit zust&auml;ndige Bundesminister Heil und seine Vorg&auml;ngerin Frau Nahles &ndash; scheinen den Beweis antreten zu wollen, dass sie auch von Sozialpolitik keine Ahnung haben. Das Argument des &ldquo;Lohnabstand&rdquo; ist an Zynismus kaum noch zu &uuml;berbieten. Sorry, liebe SPD-Spitze, aber soziale Gerechtigkeit funktioniert so nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Schwarzer Freitag f&uuml;r Real Superm&auml;rkte<\/strong><br>\nDie aktion.\/.arbeitsunrecht wird am Freitag, 13. Juli 2018 unter dem Motto &raquo;Der Horror ist real&laquo; &ouml;ffentlichkeitswirksame und phantasievolle Aktionen vor und in Superm&auml;rkten der Kette Real ansto&szlig;en und koordinieren.<br>\nDie B&uuml;rgerrechtsinitiative wirft der Metro-Tochter Real Ausbeutung, Tarifflucht und Lohndumping vor.<br>\nReal arbeitet in gro&szlig;em Stil mit Leiharbeit, Werkvertr&auml;gen und willk&uuml;rlicher Befristung. Die Kette umgeht Gesetze und schlie&szlig;t Dumping-Tarifvertr&auml;ge mit der Pseudo-Gewerkschaft DHV ab, um ver.di auszuhebeln. Betroffen sind mehr als 34.000 Besch&auml;ftigte an &uuml;ber 280 Standorten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/schwarzer-freitag-fuer-real-supermaerkte\/\">arbeitsunrecht in deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>EU-Handelsabkommen mit Japan: Wasser darf nicht zur Handelsware werden<\/strong><br>\nDas Handelsabkommen zwischen der EU und Japan (JEFTA) ist fast fertig verhandelt und w&auml;re das &ouml;konomisch mit Abstand wichtigste Handelsabkommen der EU. Als &ldquo;EU-only&rdquo;-Abkommen d&uuml;rfen die Parlamente der EU-L&auml;nder nicht mehr dar&uuml;ber abstimmen. Jetzt hat die deutsche Wasserwirtschaft dazu Positionspapiere herausgeben. Der BDEW Bundesverband stellt heraus, dass das Abkommen Verschlechterungen beim Schutz der kommunalen Wasserwirtschaft selbst gegen&uuml;ber dem CETA-Abkommen mit Kanada bedeutet. Schon CETA hatte der BDEW kritisiert. Das Positionspapier beruht auf Expertise der Stadtwerke Karlsruhe. Dazu sagt der wirtschafts- und finanzpolitische Sprecher der Gr&uuml;nen\/EFA-Fraktion im Europ&auml;ischen Parlament, Sven Giegold:<br>\n&ldquo;JEFTA bef&ouml;rdert die Liberalisierung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Wasser ist keine Handelsware, sondern ein &ouml;ffentliches Gut. Es hat in einem Handelsvertrag nichts zu suchen. JEFTA missachtet das Subsidiarit&auml;tsprinzip in Europa. Handelsvertr&auml;ge sollten den Handel erleichtern, d&uuml;rfen aber nicht in die Daseinsvorsorge eingreifen. JEFTA ist f&uuml;r die Daseinsvorsorge noch gef&auml;hrlicher als CETA. Das Abkommen mit Kanada beinhaltet einen begrenzten Schutz von Wasser. Es ist bitter, dass die EU-Kommission zarte Fortschritte bei CETA vergisst, sobald der &ouml;ffentliche Druck nachl&auml;sst.<br>\nEinmal mehr wird klar: Die europ&auml;ische Handelspolitik braucht einen Neustart. Wir brauchen Handelsvertr&auml;ge, die bei Z&ouml;llen, Zollabwicklungsverfahren und unbedenklichen technischen Standards Erleichterungen bringen. Eingriffe in die Demokratie oder die Missachtung des Subsidiarit&auml;tsprinzips m&uuml;ssen verhindert werden. Nur mit einem solchen Neustart ist das Vertrauen der B&uuml;rger und der Zivilgesellschaft zur&uuml;ckzugewinnen. &Uuml;bergriffige Vertr&auml;ge wie JEFTA haben keine Zukunft.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/sven-giegold.de\/jefta-wasser\/\">Sven Giegold<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gilt die Unschuldsvermutung nicht f&uuml;r Fl&uuml;chtlingsberater?<\/strong><br>\nDie Staatsanwaltschaft Aachen wirft einem Mitarbeiter einer Beratungsstelle f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge gewerbsm&auml;&szlig;ige Schleusung von Ausl&auml;ndern vor. Nun droht der Einrichtung nach 27 Jahren die Schlie&szlig;ung, weil die Stadt Aachen und das Land Nordrhein-Westfalen die F&ouml;rderung beenden. Und das obwohl die Staatsanwaltschaft sagt, dass die Einrichtung an sich nicht Gegenstand der Ermittlungen sei.<br>\nDie Vorsitzende des Tr&auml;gervereins der Einrichtung, Elisabeth Hodiamont, sagt: &bdquo;Eine Anklage des Mitarbeiters erfolgte bis heute nicht&ldquo;. Jetzt steht allerdings die F&ouml;rderung durch die Stadt Aachen und das Land Nordrhein-Westfalen in G&auml;nze auf der Kippe. Hodiamont: &bdquo;Wir erhielten am 8.6. nach Monaten, in denen die weitere F&ouml;rderung der nicht betroffenen MitarbeiterInnen nie in Frage gestellt wurde, die abschl&auml;gige Antwort!&ldquo;. Der Beratungsstelle, die in zwei B&uuml;ros Erwachsene und unbegleitete, minderj&auml;hrige Fl&uuml;chtlinge ber&auml;t, droht nun das Aus. Die Berater haben dieses Jahr schon fast 1.200 Beratungsgespr&auml;che allein f&uuml;r unbegleitete, minderj&auml;hrige Fl&uuml;chtlinge gef&uuml;hrt. Im letzten Jahr fanden insgesamt 9.000 Beratungsgespr&auml;che f&uuml;r Kinder und Erwachsene statt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zebralogs.wordpress.com\/2018\/06\/11\/gilt-die-unschuldsvermutung-nicht-fuer-fluechtlingsberater\/\">Zebralogs<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bilderberg verliert Status<\/strong><br>\n&Uuml;ber vier Jahrzehnte, seit ihrer ersten Sitzung im legend&auml;ren Hotel De Bilderberg in den Niederlanden, hatte diese extrem diskrete Tafelrunde niemand bemerkt. Unter der Schirmherrschaft des Prinzen Bernhard der Niederlande wurden so folgenreiche Dinge wie die Europ&auml;ische Wirtschaftsgemeinschaft angesto&szlig;en.<br>\nDoch Ende der 1990er Jahre ging ein immer lauteres Raunen durch die Stammtische: Es g&auml;be da eine geheimnisvolle Runde der Superreichen, die unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit die Richtlinien der Politik bestimmen w&uuml;rden. Im Internet-Zeitalter gab es dann kein Halten mehr. Heute sind die Bilderberg-Treffen in aller Munde.<br>\nDer Verlust der Heimlichkeit hat der Bilderberg-Runde nicht gutgetan. Bereits die Liste der Teilnehmer jener vermeintlichen Artus-Runde der letzten zehn Jahre zeigt deutlich: Hier tummelt sich schon lange nur noch die zweite oder dritte Garnitur der Machttr&auml;ger auf diesem Globus. Multimilliard&auml;re mit Visionen (wie seltsam diese auch sein m&ouml;gen) wie George Soros, Jeff Bezos, Bill Gates oder der bizarre Richard Branson bleiben den Bilderbergern fern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Alle-Jahre-wieder-4075793.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>80 Prozent der Bewohner des Donbass wollen nicht zur&uuml;ck in die Ukraine<\/strong><br>\nMittlerweile warnt selbst die Freedom Foundation, der man keine prorussische Haltung unterstellen kann (Russland gilt als &ldquo;nicht frei&rdquo;, die Ukraine als &ldquo;teilweise frei&rdquo;), vor dem wachsenden Rechtsextremismus in der Ukraine, der die Demokratie gef&auml;hrden k&ouml;nne. In einem Bericht, der vor dem G7-Gipfel Ende Mai ver&ouml;ffentlicht wurde, hei&szlig;t es, dass rechtsextreme Gruppierungen, die teilweise paramilit&auml;risch organisiert und bewaffnet sind, bei den Wahlen zwar noch keine Chancen h&auml;tten, sie aber aggressiv versuchen w&uuml;rden, ihre Agenda in der Gesellschaft durchzusetzen. Sie seien eine &ldquo;k&ouml;rperliche Bedrohung&rdquo; f&uuml;r alle linken, feministischen, liberalen und LGBT-Aktivisten, f&uuml;r Menschenrechtler und f&uuml;r ethnische und kulturelle Minderheiten. In den letzten Monaten seien diese Gruppen immer aktiver geworden, die Beh&ouml;rden w&uuml;rden gegen sie auch bei Gewaltanwendung nicht vorgehen.<br>\nDer Bericht der Freedom Foundation sieht den Beginn der Ausbreitung des Rechtsextremismus nach der &ldquo;Euromaidan-Revolution und der fortgesetzten russischen Aggression&rdquo;. Davor seien seit der ukrainischen Unabh&auml;ngigkeit rechtsextreme Gruppen nur marginal gewesen: &ldquo;Doch in den letzten Jahren haben extreme nationalistische Ansichten und Gruppen zusammen mit ihren Predigern und Propagandisten eine bedeutsame Legitimit&auml;t in der Gesellschaft erhalten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/80-Prozent-der-Bewohner-des-Donbass-wollen-nicht-zurueck-in-die-Ukraine-4075945.html?wt_mc=rss.tp.beitrag.atom\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Als Afrikaner in Berlin<\/strong><br>\n&Uuml;ber das Leben in der Stadt Berlin, in der die westlichen M&auml;chte 1884 auf einer Konferenz Afrika unter sich aufteilten.<br>\nBerlin ist eine einzigartige Stadt. W&auml;ren diese Stadt und M&uuml;nchen Geschwister, dann w&auml;re M&uuml;nchen die sensible &auml;ltere Schwester, die sich eine lange und stabile Karriere in der Versicherungsbranche aufgebaut h&auml;tte, w&auml;hrend Berlin der j&uuml;ngere Bruder mit zerrissenen Jeans und skandal&ouml;sen Anekdoten auf Familientreffen w&auml;re. Bekannt ist dieser Ort f&uuml;r die rebellischen Seelen, die er anzieht, f&uuml;r die freudvollen offenen R&auml;ume und sein endloses Nachtleben, die wie ein Magnet auf K&uuml;nstlerinnen wie Hedonistinnen wirken (wobei die beiden Kategorien sich, das muss gesagt werden, bis zu einem gewissen Grad &uuml;berlappen). Tats&auml;chlich ist es angesichts des Rufs von Berlin als Stadt der Freiheit und Progressivit&auml;t erst einmal &uuml;berraschend zu h&ouml;ren, dass Berlin in Sachen Rassismus noch einen weiten Weg vor sich hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/adamag.de\/afrikaner-in-berlin\">Ada<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&bdquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&ldquo; verklagt Uli Gellermann<\/strong><br>\nNach der Ver&ouml;ffentlichung eines Kommentars in der RATIONALGALERIE in der ein Artikel der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung (SZ)&ldquo; kritisch beleuchtet wird (s. Link weiter unten), verfolgt die &bdquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&ldquo; den Herausgeber der Website Uli Gellermann strafrechtlich: Am 15. Juni 2018 soll er, auf Antrag der &bdquo;S&uuml;ddeutschen&ldquo; wegen &bdquo;Beleidigung&ldquo; vor ein M&uuml;nchner Gericht. Gellermann, der selbst Journalist ist, unterzieht den betreffenden Artikel mit der &Uuml;berschrift &bdquo;Trump und Russland &ndash; Goldene Zeiten&ldquo; prim&auml;r einer professionellen Kritik. Denn der SZ-Autor bezieht sich in seiner Ver&ouml;ffentlichung wesentlich auf einen ungenannten &bdquo;ehemaligen britischen Geheimdienstmitarbeiter&ldquo;. Gern erw&auml;hnt der Autor auch ein Sex-Video, das Donald Trump zeigen soll und im Besitz der russischen Regierung sein soll. Im SZ-Artikel wimmelt es von Formulierungen wie &bdquo;angeblich&ldquo; &ndash; &bdquo;sein soll&ldquo; und &bdquo;gilt als&ldquo;. Gellermann konstatiert in seinem Kommentar, dass der SZ-Autor ohne jeden Beweis eine Polit-Schmuddel-Story ver&ouml;ffentlicht hat und so, statt sauber zu recherchieren und zu berichten, schlichte Meinungsmache betreibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/medien-konzern-verfolgt-blogger-strafrechtlich.html\">Rationalgalerie<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Die NachDenkSeiten solidarisieren sich mit Uli Gellermann.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Kanzlerin Angela Merkel: Inszenierung einer selbstreferenziellen Demokratie<\/strong><br>\nDas neu geschaffene Format einer parlamentarischen Fragestunde sollte einen Wandel hin zu mehr Verantwortlichkeit der Bundesregierung gegen&uuml;ber dem Bundestag markieren. Tats&auml;chlich geriet sie zu einem Schaulaufen ohne Chance auf Erkenntnisgewinn. Am 6. Juni gab es im Deutschen Bundestag die Fragestunde mit der Bundeskanzlerin. Was ein H&ouml;hepunkt politischer Diskussion h&auml;tte werden k&ouml;nnen, geriet zu einem Desaster. Das ganze Ausma&szlig; der Selbstabschottung der deutschen politischen Klasse gegen&uuml;ber Fakten wurde in dieser guten Stunde mehr als deutlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/71291-fragestunde-mit-kanzlerin-inszenierung-selbstreferenziellen\/\">RT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Ignoranz des DFB gef&auml;hrdet WM-Erfolg<\/strong><br>\nDie Fu&szlig;ball-Nationalelf reist mit dem Geist Erdogans zur WM. Sicher ist: Ohne eine wirklich offene und ehrliche Diskussion ist die Chance auf einen Schulterschluss zwischen dem DFB-Team und ihren Fans nicht gegeben. [&hellip;]<br>\nDFL-Pr&auml;sident Rauball hat v&ouml;llig recht, wenn er feststellt, dass die bisherigen Ma&szlig;nahmen und Erkl&auml;rungen des DFB und der Spieler nicht ausreichen. Und auch seine Sorge, ob nach so viel Versp&auml;tung und Ignoranz, der Zeitpunkt schon verpasst ist, um dauerhaften Schaden noch abwenden zu k&ouml;nnen, ist nicht &uuml;bertrieben. Die Ansicht des DFB-Vizepr&auml;sidenten steht jedoch weiterhin im Kontrast zur sportlichen und politischen F&uuml;hrung des DFB, die im Namen von L&ouml;w, Bierhoff und Grindel seit Wochen und selbst nach dem Desaster von Leverkusen nur einen einzigen L&ouml;sungsweg verfolgt &ndash; und der hei&szlig;t Schlussstrich. Aber l&auml;ngst ist sicher: Ohne eine wirklich offene und ehrliche Diskussion ist die Chance auf einen Schulterschluss zwischen der Nationalmannschaft und ihren Fans nicht gegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/sport\/fussball-wm\/deutsches-team\/erdogan-affaere-um-mesut-oezil-und-ilkay-guendogan-kommentar-15633084.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Dieser Kommentar der FAZ ist eigentlich unglaublich. Soll der DFB also den rechtsradikalen &bdquo;Fans&ldquo; Recht geben, die Nationalspieler mit t&uuml;rkischem Migrationshintergrund auspfeifen, weil sie sich mit dem t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten getroffen haben? Das ist doch abenteuerlich. Noch in den 90ern haben einige &bdquo;Fans&ldquo; die Einwechslung farbiger Spieler mit Pfiffen und Affenlauten kommentiert. H&auml;tte der DFB auch den &bdquo;Schulterschluss&ldquo; mit diesen &bdquo;Fans&ldquo; suchen sollen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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