{"id":4441,"date":"2010-01-07T09:15:08","date_gmt":"2010-01-07T08:15:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4441"},"modified":"2010-01-07T09:15:09","modified_gmt":"2010-01-07T08:15:09","slug":"hinweise-des-tages-1052","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4441","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Investitionsprogramm nutzt mehr als Steuersenkungen; FDP-Trauma; deutscher Job-Sonderweg; Reall&ouml;hne sinken; atypische Arbeit nimmt zu; Monotonie kehrt zur&uuml;ck; Profitdiktat; Kopfpauschale kommt; Island d&uuml;piert Anleger; Goldmann &uuml;berall; Nacktscanner steht nackt da; Elena auf Zwangsdi&auml;t; nicht alle atmen die gleiche Luft; mit dem Rotary-Club zur Uni. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">IMK: Investitionsprogramm nutzt Konjunktur mehr als Steuersenkungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">FDP-Trauma: Nie wieder die Umfaller-Partei sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Der Job-Sonderweg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Reall&ouml;hne sinken seit 1990 um bis zu 50 Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Das gemeinsame Wochenende f&auml;llt oft aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Die Monotonie kehr zur&uuml;ck in die Fabriken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Diktat des Profits<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Philipp R&ouml;sler im Interview: Kopfpauschale kommt in kleinen Schritten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Bessere Renten f&uuml;r Langzeitarbeitslose<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Island d&uuml;piert ausl&auml;ndische Anleger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Berlin l&auml;sst Commerzbank-Manager abblitzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Goldman, Goldman Everywhere<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Nacktscanner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Wird Elena auf Zwangsdi&auml;t gesetzt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Nicht alle atmen die gleiche Luft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">&ldquo;Monsanto, mit Gift und Genen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Regierung: Stipendienprogramm soll zum Wintersemester 2010\/11 anlaufen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Mit dem Rotary-Club an die Uni<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4441&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>IMK: Investitionsprogramm nutzt Konjunktur mehr als Steuersenkungen<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft braucht &uuml;ber das gesamte Jahr 2010 noch dringend Unterst&uuml;tzung durch eine expansive Geld- und Finanzpolitik. Sonst ist das Risiko gro&szlig;, dass die konjunkturelle Belebung in diesem Jahr eine Episode bleibt und Deutschland in eine l&auml;ngere Stagnationsphase abgleitet. Sollte sich ein selbst tragender Aufschwung einstellen, k&ouml;nnen Regierung und Zentralbank die akute Stabilisierungspolitik zur Bew&auml;ltigung der Krise beenden. An ihre Stelle sollte aber eine Doppelstrategie treten, um neben einer Haushaltskonsolidierung auch l&auml;ngerfristig bessere Wachstumsperspektiven und eine h&ouml;here Stabilit&auml;t zu erreichen. Dazu geeignet ist eine Politik, die den langj&auml;hrigen Stau bei den &ouml;ffentlichen Investitionen aufl&ouml;st und sowohl in Infrastruktur als auch in Bildung investiert. Die politischen Weichenstellungen der vergangenen Monate weisen allerdings in die entgegengesetzte Richtung. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung in seinem Jahresausblick. Die Analyse erscheint als IMK Report.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/320_102327.html?cis_mode=print\">B&ouml;ckler-Impuls<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_46_2010.pdf\">B&ouml;ckler-Impuls [PDF &ndash; 233 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>FDP-Trauma: Nie wieder die Umfaller-Partei sein<\/strong><br>\nNie wieder soll die FDP in den Ruf einer Umfaller-Partei kommen, den sie Anfang der 60er Jahre sich verdiente, als sie mit &ndash; entgegen ihrer Wahlaussage &ndash; in eine Koalition unter dem greisen Bundeskanzler Konrad Adenauer eintrat. Der aktuelle Oberliberale hat die Parteigeschichte drauf, auch jenen Teil, an dem er noch nicht beteiligt war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/?em_cnt=2187421&amp;em_loc=2091\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Nicht umfallen, sondern mit dem Kopf durch die Wand.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der Job-Sonderweg<\/strong><br>\nDer Erfolg der deutschen Wirtschaft basiere stark auf Facharbeit. Deshalb h&auml;tten die Firmen in der j&uuml;ngsten Krise ihre Leute gehalten. Deutsche Firmen haben eben gelernt, mit flexiblen Arbeitszeiten umzugehen, erg&auml;nzt der Forscher Matthias Knuth vom IAQ. Tarifliche Regeln und Arbeitszeitkonten haben dabei geholfen.<br>\nBosch h&auml;lt es f&uuml;r m&ouml;glich, dass in diesem Jahr die Zahl der Arbeitslosen unter 3,5 Millionen bleibt &ndash; wenn die Politik sich anstrengt. Er unterst&uuml;tzt die Idee einer &ldquo;Kurzarbeit light&rdquo;, mit der Arbeitgeber und Gewerkschaften in der Metallbranche lieb&auml;ugeln. Dabei k&ouml;nnte die Wochenarbeitszeit auf 25 Stunden sinken, und der Staat w&uuml;rde daf&uuml;r Zusch&uuml;sse zahlen. Zudem m&uuml;sse es mehr Geld f&uuml;r Umschulungen mit Berufsabschl&uuml;ssen statt &ldquo;Fast-Food-Weiterbildung&rdquo; geben, so Bosch.<br>\nDer Forscher Knuth pl&auml;diert dar&uuml;ber hinaus daf&uuml;r, den Besch&auml;ftigtentransfer zu verbessern. Derzeit gibt es zwar Kurzarbeitergeld, wenn Firmen sich von Besch&auml;ftigten trennen und die Leute in Transfergesellschaften wechseln. Allerdings sind die Zusch&uuml;sse nicht so gro&szlig;z&uuml;gig wie beim konjunkturellen Kurzarbeitgeld, bei dem die Leute im Betrieb bleiben.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_daten\/_dpa\/2010\/01\/05\/100105_1752_wirarbeitslosdez09.gif\" alt=\"Arbeitsmarkt in Deutschlande\" title=\"Quelle: FR - Arbeitsmarkt in Deutschland\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2186015_Die-Jahresbilanz-des-Arbeitsmarkts-Der-Job-Sonderweg.html\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die &bdquo;hervorragende&ldquo; Bilanz, die Eva Roth zieht, bezieht sich leider nur auf die offizielle Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. Was diese Bilanz unterschl&auml;gt ist, dass im Dezember 2009 6,053 Millionen Frauen und M&auml;nner als Arbeitssuchende registriert waren, 415.500 (7,4%) mehr als im Dezember 2008 und dass etwa 5,925 Millionen erwerbsf&auml;hige Frauen und M&auml;nner Anspruch auf Arbeitslosengeld (SGB III) bzw. Arbeitslosengeld II hatten. D.h. ein Gro&szlig;teil der Anspruchberechtigten verdiente so wenig, dass sie &bdquo;Aufstocken&ldquo; mussten oder sonstige Hilfen in Anspruch nehmen mussten. Was bei aller Wertsch&auml;tzung der etwa 1 Million Kurzarbeiter gleichfalls nicht &uuml;bersehen werden sollte, das ist, dass diese mit erheblichen Einbu&szlig;en hinnehmen m&uuml;ssen. Gerade diese Arbeitnehmer sind aber im Jahr 2010 aber h&ouml;chst gef&auml;hrdet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Reall&ouml;hne sinken seit 1990 um bis zu 50 Prozent<\/strong><br>\nErn&uuml;chterndes Ergebnis: Ein gro&szlig;er Teil der Besch&auml;ftigten verf&uuml;gt heute &uuml;ber eine geringere Kaufkraft als vor 20 Jahren. Das geht aus einer Untersuchung der Geh&auml;lter in den 100 h&auml;ufigsten Berufen hervor. Die Einbu&szlig;en im Vergleich zu 1990 liegen bei bis zu 50 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,670474,00.html\">Spiegel-Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Das gemeinsame Wochenende f&auml;llt oft aus<\/strong><br>\nSamstags, sonntags, nachts &ndash; atypische Arbeitszeiten sind weiter auf dem Vormarsch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2009_20_2.pdf\">B&ouml;ckler-Impuls [PDF &ndash; 100 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Monotonie kehr zur&uuml;ck in die Fabriken<\/strong><br>\nSeit Jahren sehen sich Betriebsr&auml;te von Industrieunternehmen bei ihrem Engagement f&uuml;r qualifizierte Arbeit und gute Leistungsbedingungen in der Defensive. Der Renditedruck des Kapitalmarktes hat sich sp&uuml;rbar auf die Arbeitsbedingungen ausgewirkt, und auch nach der Finanzkrise d&uuml;rfte sich daran wenig &auml;ndern. Zu dieser Einsch&auml;tzung kommt der Industriesoziologe Martin Kuhlmann nach ausf&uuml;hrlichen Interviews mit Betriebsr&auml;ten der Autobranche und einer Analyse der Arbeitspolitik der vergangenen Jahre. In den Jahrzehnten zuvor hatten sich Betriebsr&auml;te und Gewerkschaften noch mit Erfolg f&uuml;r eine Humanisierung der Arbeit engagiert, in den Fabriken wurden Konzepte umgesetzt, die auf mehr Qualifizierung und Partizipation der Besch&auml;ftigten zielten. Ab den sp&auml;ten 1990er-Jahren dokumentieren Studien aber Ver&auml;nderungen in die entgegengesetzte Richtung, hin zu mehr Hierarchie und Monotonie. Die Werksleitungen zentralisieren Fachaufgaben und teilen die &uuml;brige Arbeit in kleinere Abschnitte auf. T&auml;tigkeiten, die Abwechslung bieten, fallen weg, Besch&auml;ftige m&uuml;ssen einzelne Handgriffe st&auml;ndig wiederholen, Taktzeiten werden k&uuml;rzer. Es gebe eine Tendenz zur &ldquo;Formalisierung und Standardisierung von T&auml;tigkeiten und Abl&auml;ufen&rdquo;, so der Forscher. Soziologen sprechen von einer Re-Taylorisierung, einer R&uuml;ckkehr zur Zerlegung der Arbeitsprozesse in sehr kleine Schritte &ndash; das Prinzip Flie&szlig;band. Solche restriktiveren Formen der Arbeitsorganisation finden sich vor allem in der Fertigung gro&szlig;er Serien, aber auch in vielen Dienstleistungsbereichen, so Kuhlmann. Dieser Re-Taylorisierung in den Fabrikhallen stehen in anderen Teilen der Arbeitswelt weitere, teils gegenl&auml;ufige Trends gegen&uuml;ber, analysiert das SOFI. So k&auml;mpfen etwa qualifizierte Angestellte in vielen Branchen mit einem &Uuml;berma&szlig; an Eigenverantwortung &ndash; f&uuml;r Ziele, die der Markt immer h&ouml;her schraubt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2009_20_3.pdf\">B&ouml;ckler-Impuls [PDF &ndash; 58 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Diktat des Profits<\/strong><br>\nDie umstrittene EU-Dienstleistungsrichtlinie mu&szlig;te bis zum 28. Dezember 2009 in allen EU-Staaten in nationales Recht umgesetzt werden. Deutsche und europ&auml;ische Gewerkschaften, das globalisierungskritische Netzwerk ATTAC, zahlreiche Berufsgenossenschaften sowie linke Parteien protestierten 2005\/2006 massiv gegen die Dienstleistungsrichtlinie und speziell gegen das sogenannte Herkunftslandprinzip. Demnach sollten Dienstleistungsunternehmen in der EU nur den Bedingungen ihres Heimatlandes unterliegen. Die Richtlinie soll der Verwirklichung der im EU-Vertrag festgelegten Ziele der Dienstleistungs- und Niederlassungsfreiheit dienen. Zugleich gilt sie als Meilenstein f&uuml;r die in der Lissabon-Strategie formulierten Ziele der EU, bis zum Jahr 2010 &raquo;die Union zum wettbewerbsf&auml;higsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum in der Welt zu machen&laquo;. Zu diesem Zweck soll unter anderem der Binnenmarkt f&uuml;r Dienstleistungen vollendet werden, indem bisher abgeschirmte und gesch&uuml;tzte Sektoren ge&ouml;ffnet und weitgehend privatisiert werden. Es ist still geworden um die komplexe Richtlinie, obwohl sie massive Auswirkungen auf Vorschriften in den Bereichen der Arbeit, des Sozialen, der Gesundheit und andere m&uuml;hsam erk&auml;mpfte Rechte haben wird. In der &ouml;ffentlichen Debatte wird weitgehend ausgespart, da&szlig; mit der Richtlinie ein umfassender Proze&szlig; der Deregulierung, Liberalisierung bis hin zur vollst&auml;ndigen Privatisierung nahezu aller Dienstleistungen verfolgt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/01-07\/017.php?print=1\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Die EU fing als Wirtschaftsb&uuml;ndnis an und ist ein Wirtschaftsb&uuml;ndnis geblieben. Ein Wirtschaftsb&uuml;ndnis mit Gesetzgebungskompetenz auszustatten, kann nur eine Gesetzgebung zur Folge haben, die den Profit &uuml;ber alles stellt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Philipp R&ouml;sler im Interview: Kopfpauschale kommt in kleinen Schritten<\/strong><br>\nGesundheitsminister Philipp R&ouml;sler (FDP) &uuml;ber die Kopfpauschale, die Lage der Koalition und seinen CSU-Gegenspieler Markus S&ouml;der.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=2187273&amp;em_loc=1231\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bessere Renten f&uuml;r Langzeitarbeitslose<\/strong><br>\nBessere Rentenanwartschaften f&uuml;r Langzeitarbeitslose fordert die Fraktion Die Linke in einem Antrag (17\/256). &rdquo;Die soziale Sicherung von Langzeiterwerbslosen ist durch die sozialpolitischen Einschnitte der bisherigen Regierungen massiv verschlechtert worden&ldquo;, argumentiert die Linksfraktion, &rdquo;insbesondere wurden durch die Abschaffung der Arbeitslosenhilfe die Beitr&auml;ge zur Rentenversicherung gek&uuml;rzt, indem der Zusammenhang mit dem fr&uuml;heren Einkommen gestrichen wurde.&ldquo; Mit der Einf&uuml;hrung von Hartz IV sei der Rentenbeitrag eines Langzeitarbeitslosen bereits auf etwa 78 Euro im Monat gesunken, hei&szlig;t es weiter. Die Gro&szlig;e Koalition habe den Beitrag dann auf 40 Euro halbiert. &rdquo;Damit werden w&auml;hrend der Bezugszeiten von Hartz IV fast keine Rentenanspr&uuml;che mehr erworben (weniger als 0,1 Entgeltpunkte pro Jahr)&ldquo;, schreibt die Linksfraktion in der Begr&uuml;ndung. Die Absenkung der Rentenbeitr&auml;ge jedoch sei eine zentrale Ursache f&uuml;r die absehbar steigende Altersarmut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_01\/2010_001\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Island d&uuml;piert ausl&auml;ndische Anleger<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Zur&uuml;ck auf Los<\/strong><br>\nDie Regierungen in London und Den Haag garantierten ihren B&uuml;rgern seinerzeit die get&auml;tigten Einlagen und pr&auml;sentieren Reykjavik im Anschluss die Rechnung. Pr&auml;sident Grimsson hat den Zorn &uuml;ber dieses Vorgehen der beiden Regierungen selbst immer wieder artikuliert. Den isl&auml;ndischen Steuerzahlern sei nicht zu vermitteln, dass sie auch f&uuml;r die Verluste ausl&auml;ndischer Sparer aufkommen m&uuml;ssten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=2187433&amp;em_loc=31\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> D&uuml;piert? Seit wann haben Steuerzahler f&uuml;r die Fehlspekulationen anderer aufzukommen?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Das k&ouml;nnte wohl sehr n&uuml;tzlich sein, weil es die Spekulanten lehrt, dass sie nicht &ldquo;all&uuml;berall&rdquo; gesch&uuml;tzt werden. &ndash; Und zum anderen best&auml;tigt es den Verdacht, dass die EU vor allem f&uuml;r die Spekulanten gut ist &ndash; aber nicht f&uuml;r den &ldquo;kleinen B&uuml;rger&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bev&ouml;lkerung entscheidet &uuml;ber Schuldentilgung<\/strong><br>\nDas isl&auml;ndische Parlament hatte schon kurz Jahresende einer Entsch&auml;digung mit knapper Mehrheit zugestimmt[1]. Doch jetzt hat der isl&auml;ndische Staatspr&auml;sident Olafur Ragnar Grimsson[2] sein Veto gegen das Gesetz eingelegt, so dass jetzt das Prozedere der Volksabstimmung abl&auml;uft.<br>\nDie Idee, die Bev&ouml;lkerung dar&uuml;ber abstimmen zu lassen, ob diejenigen entsch&auml;digt werden sollen, die sich mit der Hoffnung auf das schnelle Geld zu riskanten Kapitalanlagen haben hinrei&szlig;en lassen, d&uuml;rfte auch in anderen L&auml;ndern Zustimmung finden. Warum k&ouml;nnen die Anleger nicht akzeptieren, dass Finanzspekulationen mit Risiken behaftet sind und man dort eben gewinnen oder verlieren kann?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/146852\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Berlin l&auml;sst Commerzbank-Manager abblitzen<\/strong><br>\nDer Aufsichtsratschef der Commerzbank, Klaus-Peter M&uuml;ller, hat sich nach FTD-Informationen vehement f&uuml;r eine Aufhebung der Gehaltsdeckelung eingesetzt &ndash; ist damit jedoch am Widerstand der Bundesregierung gescheitert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/karriere-management\/management\/:managergehaelter-berlin-laesst-commerzbank-manager-abblitzen\/50056840.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Goldman, Goldman Everywhere<\/strong><br>\nEine interessante &Uuml;bersicht &uuml;ber das Netzwerk von Goldman Sachs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vanityfair.com\/online\/politics\/2009\/12\/goldman-goldman-everywhere.html\">Vanity Fair<\/a>\n<p><em>Passend dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>McCain Gets It, Obama Doesn&rsquo;t<\/strong><br>\nMaybe I got it wrong. During the presidential campaign I wrote columns blasting Sen. John McCain for siding with the big bankers on deregulation, citing his choosing ex-Sen. Phil Gramm, currently a vice chairman of the Swiss-owned banking giant UBS, as his presidential campaign chair. Barack Obama, on the other hand, repeatedly blasted Gramm and the Gramm-Leach-Bliley Act, which the Texas Republican had pushed through Congress, with President Bill Clinton&rsquo;s support&ndash;legislation that repealed the Glass-Steagall Act and radically deregulated the financial industry.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.smirkingchimp.com\/thread\/25931\">The Smirking Chimp<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Der Glass-Steagall-Act wurde unter Franklin D. Roosevelt verabschiedet. Dieses Gesetz schrieb u.a. die Trennung zwischen Gesch&auml;ftsbanken und Investment-Banken vor. 1999 wurde dieser durch den Gramm-Leach-Bliley Act aufgehoben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Nacktscanner:<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Polizei reagiert skeptisch<\/strong><br>\nW&auml;hrend sich auf EU-Ebene die Bef&uuml;rworter der umstrittenen K&ouml;rperscanner auf Flugh&auml;fen mehren und der Amsterdamer Flughafen Schiphol 60 neue K&ouml;rperscanner geordert hat, geht in Deutschland die Debatte um den Einsatz der Ger&auml;te weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2187466_Nacktscanner-Polizei-reagiert-skeptisch.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Wer verdient am Nacktscanner?<\/strong><br>\nThe&nbsp;Washington Examiner&nbsp;last week ran down an entire list of all the former Washington politicians and staff members who are now part of what it calls the &ldquo;full-body scanner lobby&rdquo;:&nbsp;<br>\nOne manufacturer,&nbsp;according to the Cleveland Plain Dealer, is American Science &amp; Engineering, Inc. AS&amp;E has&nbsp;retained&nbsp;the K Street firm Wexler &amp; Walker to lobby for &ldquo;federal deployment of security technology by DHS and DOD.&rdquo; Individual lobbyists on this account include former TSA deputy administration&nbsp;Tom Blank, who also worked under House Speaker Newt Gingrich.<br>\nChad Wolf &mdash; former assistant administrator for policy at TSA, and a former aide to Kay Bailey Hutchison, R-Tex., a top Senate appropriator and the ranking Republican on the transportation committee &mdash; is also lobbying on AS&amp;E&rsquo;s behalf.<br>\nSmiths Detection, another screening manufacturer,&nbsp;employs top transportation lobbying firm Van Scoyoc Associates, including Kevin Patrick Kelly, a former top staffer to Sen. Barbara Mikulski, D-Md., who sits on the Homeland Security Appropriations subcommittee. Smiths also retains former congresswoman&nbsp;Helen Delich Bentley, R-Md.<br>\nFormer Sen. Al D&rsquo;Amato, R-N.Y.,&nbsp;represents L3 Systems, about which&nbsp;Bloomberg wrote today: &ldquo;L-3 has &lsquo;developed a more sophisticated system that could prevent smuggling of almost anything on the body,&rsquo; said Howard Rubel, an analyst at Jefferies &amp; Co., who has a &lsquo;hold&rsquo; rating on the stock.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.alternet.org\/story\/144971\/?page=1\">AlterNet<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wird Elena auf Zwangsdi&auml;t gesetzt? Ursula von der Leyen will beim Streit um die zentrale Speicherung von Einkommensdaten einlenken<\/strong><br>\nDas neue Jahr hat mit einem datenschutzrechtlichen Paukenschlag begonnen. W&auml;hrend sich Politik und Medien in bizarren Scheingefechten &uuml;ber die sogenannten Nacktscanner ergehen, nahm am Neujahrstag weitestgehend unbeachtet auch eine Datenbank namens Elena ihren Betrieb auf. Was zun&auml;chst nach einem sympathischen M&auml;dchennamen klingt, ist bei n&auml;herer Betrachtung ein g&auml;nzlich unsympathisches Datenmonster. Hinter dem K&uuml;rzel Elena verbirgt sich der elektronische Entgeltnachweis, eine Datenbank, die sensible Informationen von rund 40 Millionen Deutschen zentral speichert. Nach harscher Kritik aus den Reihen der Datensch&uuml;tzer, der Gewerkschaften und der Politik, will das Arbeitsministerium nun die Datens&auml;tze verschlanken &ndash; ob diese Ank&uuml;ndigung auch sinnvoll in die Tat umgesetzt wird, bleibt abzuwarten. Noch sind Zweifel an derartigen Lippenbekenntnissen mehr als berechtigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=31829&amp;mode=print\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines Nachdenkseiten-Lesers:<\/strong> &bdquo;Warum sollte ein Arbeitnehmer eigentlich f&uuml;r einen Antrag auf Wohngeld in entw&uuml;rdigender Art beim Arbeitgeber vorsprechen m&uuml;ssen, um sich den Antrag vom Amt ausf&uuml;llen zu lassen?&ldquo; In den meisten F&auml;llen &ndash; einschlie&szlig;lich Wohngeldantrag &ndash; ist der Arbeitgeber nach der Sozialgesetzgebung zur Bearbeitung der Bescheinigungen verpflichtet. Nicht nur aus diesem Grund muss es in den meisten F&auml;llen kein entw&uuml;rdigendes Vorsprechen geben; Bescheinigungen werden einfach entgegengenommen, bearbeitet und zur&uuml;ckgegeben bzw. zur&uuml;ckgeschickt oder je nach Organisation einer Personalabteilung an eine h&ouml;here zentrale Personalabteilung weitergeleitet. &Uuml;brigens ist der zeitliche Aufwand bei einem leistungsf&auml;higen Abrechnungssystem durchaus durchaus zu verkraften. So dauert die Bearbeitung einer Bescheinigung zur Berechnung von Krankengeld in den meisten F&auml;llen f&uuml;nf Minuten inklusive Kopieren und Kuvertieren. Welche B&uuml;rokratiekosten sind es also, von denen Arbeitgeber entlastet werden sollen? Arbeitspl&auml;tze in der Verwaltung!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Nicht alle atmen die gleiche Luft: Wie Sozialstatus und Umweltbelastung zusammenh&auml;ngen<\/strong><br>\nBei allen sozialen Unterschieden scheint doch eines klar: Wir atmen alle die gleiche Luft. Das stimmt aber nicht, zeigte eine Studie von Bochumer und Essener Umweltmedizinern und Epidemiologen. Sie st&uuml;tzt die These, dass Kinder aus Familien mit niedrigem Sozialstatus Umweltbelastungen st&auml;rker ausgesetzt sind als Kinder aus Familien mit hohem Sozialstatus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ruhr-uni-bochum.de\/rubin\/rubin-winter-0910\/beitraege\/beitrag14.html\">Ruhr-Universit&auml;t Bochum<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Marie-Monique Robin, Autorin und Regisseurin des Films &ldquo;Monsanto, mit Gift und Genen&rdquo;<\/strong><br>\nIch hoffe, dass meine Dokumentation eine ernsthafte Debatte &uuml;ber die GMO anregt und dass sie in Frankreich dazu beitr&auml;gt, Anbau und Konsum solcher Produkte zu verbieten. Das Problem von genver&auml;nderter Saat und Nahrung ist, dass es kein Zur&uuml;ck mehr gibt. Die Verbraucher sollen verstehen, dass sie die Wahl haben: kaufen oder nicht kaufen. Das ist unsere wichtigste Waffe im Kampf gegen die Marktbeherrschung in Sachen GMO und genver&auml;nderte Nahrungsmittel. Nach Baumwolle, Soja, Raps und Mais wollte Monsanto eine resistente Weizenart auf den Markt bringen, doch die nordamerikanischen Getreideproduzenten haben sich dagegen gewehrt, denn 80% ihrer Produktion wird nach Europa und Japan exportiert, und die Produzenten f&uuml;rchteten einen Boykott. Neben der Biotechnologie ist Monsanto auch ein Musterbeispiel f&uuml;r die gegenw&auml;rtige Entwicklung des Kapitalismus. Seit dem Ende des 2. Weltkriegs wurden mehr als hunderttausend Molek&uuml;le auf den Markt gebracht, die nie je wissenschaftlich getestet wurden. Dieses Wirtschaftsmodell sollte von Grund auf &uuml;berdacht werden. Mein Ziel ist es, die Menschen dazu zu bringen, sich in das einzumischen, was sie selbst&nbsp;betrifft.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/de\/suche\/1912698.html\">Arte<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/plus7.arte.tv\/de\/1697660,CmC=3006836.html\">Dokumentarfilm anschauen<\/a> <em>(<strong>Achtung:<\/strong> Er bleibt nach den Regelungen des Rundfunkstaatsvertrags nur 7 Tage im Netz.)<\/em><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Regierung: Stipendienprogramm soll zum Wintersemester 2010\/11 anlaufen<\/strong><br>\nBereits zum Wintersemester 2010\/2011 k&ouml;nnten die ersten Studierenden mit dem neuen von der Bundesregierung geplanten nationalen Stipendienprogramm gef&ouml;rdert werden. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung (17\/249) auf eine Kleine Anfrage von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen (17\/87) &uuml;ber die Ausgestaltung des Programms hervor. Rund 150 Millionen Euro Kosten entfielen j&auml;hrlich auf den Bund in der Ausbaustufe des neuen Programms, sch&auml;tzt die Regierung und bezieht die genannte Summe auf die F&ouml;rderung von acht Prozent der Studierenden. &rdquo;Auf Basis des laufenden Haushaltsplanes leistet der Bund in diesem Jahr Ausgaben f&uuml;r die Begabtenf&ouml;rderung junger Menschen in Schule, Hochschule und Beruf in H&ouml;he von 163,8 Millionen Euro&ldquo;, hei&szlig;t es in der Antwort, die noch in 2009 verfasst wurde.<br>\nDie Regierung verweist an vielen Stellen auf das bereits existierende, von Privaten und Land gemeinsam finanzierte Stipendiensystem in Nordrhein-Westfalen, das zum Wintersemester 2009\/10 gestartet wurde. Erste Ergebnisse dieses Programms zeigten, dass auch in strukturschwachen Regionen etliche Hochschulen bei der Einwerbung von Stipendienmitteln &rdquo;sehr erfolgreich waren&ldquo;, hei&szlig;t es in der Antwort. Zudem zeige das Beispiel NRW, dass das Akquirieren von Spendenmitteln auch in Zeiten der gegenw&auml;rtigen Wirtschaftskrise &rdquo;erfolgreich gestaltet werden kann&ldquo;. Die vorgesehene Beteiligung der Wirtschaft in H&ouml;he von 50 Prozent der Kosten h&auml;lt die Bundesregierung &rdquo;f&uuml;r realistisch&ldquo;. Das Programm wende sich neben der Wirtschaft auch an andere nicht staatliche Akteure wie zum Beispiel Stiftungen, Verb&auml;nde, Privatpersonen. &rdquo;Die Erfahrungen des Landes Nordrhein-Westfalen mit dem dortigen Stipendienprogramm zeigen, dass die Struktur der Stipendiengeberschaft sehr heterogen ist&ldquo;, hei&szlig;t es weiter. Zudem zeige sich in NRW, dass &rdquo;mehr als ein Drittel der hierf&uuml;r eingeworbenen Stipendien (38 Prozent) nicht an bestimmte Fachbereiche oder Studieng&auml;nge gebunden wurden&ldquo;.<br>\nDie Stipendien sollten nach Leistung einkommensunabh&auml;ngig vergeben werden, schreibt die Regierung: &rdquo;Die Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten soll in der Verantwortung der Hochschulen liegen.&ldquo; Die Auswahlverfahren m&uuml;ssten unabh&auml;ngig und transparent sein. Zielgruppe seien Studierende, deren bisheriger Werdegang herausragende Leistungen im Studium erwarten lasse. &rdquo;Dies erm&ouml;glicht es, beim Leistungsvergleich an weitere Kriterien anzukn&uuml;pfen&ldquo;, hei&szlig;t es in der Antwort, &rdquo;z.B. die F&ouml;rderung von Studierenden mit Migrationshintergrund oder die Ber&uuml;cksichtigung sozialer Belange.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_01\/2010_001\/04.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Mit dem Rotary-Club an die Uni<\/strong><br>\nStreit um das geplante bundesweite Stipendiensystem: Selbst Bef&uuml;rworter vermissen eine soziale Komponente. Hochschulen hoffen derweil auf wohlhabende G&ouml;nner, die die Stipendien finanzieren.<br>\nAuch in NRW l&auml;uft das neue Stipendiensystem nur langsam an. Bisher hat Minister Pinkwart insgesamt 1400 Stipendien aufgelegt. Damit bekommen nur 0,3 Prozent aller Studierenden in NRW die Beihilfe. Betrachtet man nur die 300 000 Studierenden, die an staatlichen Hochschulen in der Regelstudienzeit studieren, erh&ouml;ht sich die Quote der Gef&ouml;rderten geringf&uuml;gig auf 0,46 Prozent. In diesem Jahr soll die Zahl der Stipendien nach Pinkwarts Pl&auml;nen verdoppelt werden.<br>\nDie Herausforderung f&uuml;r ein bundesweites Stipendienmodell ist ohnehin mit der Dimension des NRW-Modells kaum vergleichbar. Bezogen auf 2,1 Millionen Studenten in Deutschland m&uuml;ssten die Hochschulen 210 000 Partner f&uuml;r Stipendien finden.<br>\nDas Hochschul-Informationssystem hat nachgewiesen, dass die Stipendien der elf Begabtenf&ouml;rderungswerke derzeit vor allem jene erreichen, die ohnehin bessere Startchancen haben: Studierende aus Akademikerfamilien. Andere bewerben sich erst gar nicht um die Stiftungsprogramme. Die Lehre daraus: Das Stipendium m&uuml;sste vor der Entscheidung f&uuml;r ein Studium erreichbar sein, also in der Schule. Damit es jenen Lust aufs Studieren machen kann, die sich aus Geldsorgen sonst nicht einschrieben.<br>\nUnd selbst dann deckten die 300 Euro F&ouml;rderung nicht einmal die H&auml;lfte der monatlichen Kosten eines Studenten, die das Studentenwerk auf 770 Euro beziffert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/magazin\/wissen\/Stipendiensystem;art304,2992448\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dieses &bdquo;nationale Stipendienprogramm&ldquo; ist eher eine Luftnummer. Bund und &ndash; wenn sie denn mitmachen &ndash; die L&auml;nder wollen nur von Universit&auml;ten und Fachhochschulen bei Wirtschaft und Privaten eingeworbene Stipendien in H&ouml;he von 300 Euro im Monat bis zur H&auml;lfte bezuschussen. Der Bund will also gerade ein Viertel oder 75 Euro pro Stipendiat tragen. Abgesehen davon, dass dieses Stipendium nicht im Ansatz bedarfsdeckend ist, wird das &bdquo;Ziel, die Studienanf&auml;ngerquote weiter zu steigern&ldquo; und eine F&ouml;rderung von bildungspolitisch Benachteiligten mit solchen Begabtenstipendien jedenfalls nicht erreicht.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Investitionsprogramm nutzt mehr als Steuersenkungen; FDP-Trauma; deutscher Job-Sonderweg; Reall&ouml;hne sinken; atypische Arbeit nimmt zu; Monotonie kehrt zur&uuml;ck; Profitdiktat; Kopfpauschale kommt; Island d&uuml;piert Anleger; Goldmann &uuml;berall; Nacktscanner steht nackt da; Elena auf Zwangsdi&auml;t; nicht alle atmen die gleiche Luft; mit dem Rotary-Club zur Uni. (RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4441","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4441","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4441"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4441\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4441"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4441"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4441"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}