{"id":44413,"date":"2018-06-14T08:16:20","date_gmt":"2018-06-14T06:16:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44413"},"modified":"2018-06-14T08:16:20","modified_gmt":"2018-06-14T06:16:20","slug":"hinweise-des-tages-3139","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44413","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44413#h01\">Pflegenotstand &hellip; dann klappts auch mit dem Nachwuchs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44413#h02\">Erster Schritt zur automatischen Killerwaffe &ndash; SPD knickt ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44413#h03\">Der kosmopolitische Irrweg <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44413#h04\">Wie man weltpolitikf&auml;hig wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44413#h05\">Scharf nach rechts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44413#h06\">Lohnentwicklung: Wie der MDR per Faktencheck Verwirrung statt Aufkl&auml;rung betreibt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44413#h07\">Nur noch 53 Prozent werden in Bayern nach Tarif bezahlt &ndash; Tarifbindung im Freistaat besonders stark gesunken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44413#h08\">Familien entgehen fast 50 Milliarden Euro durch Kindergeldanrechnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44413#h09\">Konzerngewinne landen zu 40 Prozent in Steueroasen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44413#h10\">EU-Budget: Geld f&uuml;r die Reichsten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44413#h11\">Verfassungsgerichtsurteil zur Kettenbefristung ist Etappensieg f&uuml;r Besch&auml;ftigte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44413#h12\">Glaubst du noch an die Mietpreisbremse?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44413#h13\">Kriminaltango in der Baugrube<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44413#h14\">Presserat-Entscheidung: Netanjahu-Karikatur der S&uuml;ddeutschen Zeitung ist von Meinungsfreiheit gedeckt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Pflegenotstand &hellip; dann klappts auch mit dem Nachwuchs<\/strong><br>\nAls Jens Spahn vor Wochen gro&szlig;kotzig verk&uuml;ndete, er gehe jetzt den Pflegenotstand an, indem er 8000 neue Stellen schaffe, erntete er &ndash; wie immer, wenn er den Mund aufmacht &ndash; rege Kritik. 8000 neue Pfleger_innen seien viel zu wenig. Ebenso sollten die neuen Stellen mit ausl&auml;ndischen Arbeitnehmer_innen besetzt werden. Dies gefiel nicht allen. Schlie&szlig;lich tut sich mancher betagte Patient schwer mit kosteng&uuml;nstigen Krankenschwestern, die nicht richtig Deutsch k&ouml;nnen. Das ist nicht mal aus der Luft gegriffen, fehlende Ansprache ist besonders in der Altenpflege ein h&auml;ufiges Problem.<br>\nGleichwohl sieht die Realit&auml;t in deutschen Einrichtungen aber bereits so aus, dass dort eine Internationale am Werk ist. Besonders Leute aus Niedriglohn- und Krisenl&auml;ndern werden gerne genommen. Ob nun Kasach_innen, Thais oder Spanier_innen: Sie machen den Job, den Deutsche offenbar immer seltener machen wollen. Jedenfalls nicht als erste Berufswahl. Daher ist die beliebteste Forderung: Man solle doch bitte einfach mal besser bezahlen, damit auch der deutsche Nachwuchs wieder verst&auml;rkt in die Branche dr&auml;ngt. Gegen bessere Bezahlung spricht freilich nichts, aber das ist nur ein Punkt, der ber&uuml;cksichtigt werden muss. Es sind vielmehr die Rahmenbedingungen, die junge Leute zur&uuml;ckschrecken lassen.<br>\nWer in die Pflege geht, der wei&szlig; eines ziemlich sicher: Es ist ein 24\/7-Job. Ohne Schichtarbeit wird es nicht abgehen. Freie Wochenenden oder Feiertage werden rar. Besonders diese Arbeitszeiten machen die Pflege unattraktiv f&uuml;r Berufseinsteiger_innen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1091052.pflegenotstand-dann-klappts-auch-mit-dem-nachwuchs.html%20\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Roberto De Lapuentes Ansatz ist richtig. Man darf die &bdquo;Pflege-Debatte&ldquo; wirklich nicht auf die Bezahlung reduzieren. Sicherlich m&uuml;ssen Pflegekr&auml;fte besser bezahlt werden, aber dies ist nicht der wichtigste Kritikpunkt der allermeisten Besch&auml;ftigten. Es geht um die Arbeitsbedingungen, die wiederum eine direkte Folge der Unterbesetzung sind. Wenn diese Defizite nicht durch Neueinstellungen beseitigt werden, kann man das Berufsbild der Kranken-\/Altenpflege auch nicht aufpolieren.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Wobei nat&uuml;rlich auch der Aspekt der Ausbildung interessant ist. Da hat sich die Gro&szlig;e Koalition bekanntlich auf die generalistische Ausbildung verst&auml;ndigt, die alle drei Berufszweige Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege zu einer einheitlichen Pflegeausbildung zusammenfassen sollte. Der Auszubildende h&auml;tte sich dann nach dem Abschluss entscheiden k&ouml;nnen, wohin er geht. Da die Bezahlung im Krankenhaus in der Regel aber besser ist als in den privat betriebenen Altenpflegeeinrichtungen, h&auml;tte das f&uuml;r letztere bedeutet, mit den L&ouml;hnen nach oben gehen zu m&uuml;ssen.<\/em><\/p>\n<p><em>Das wollten die privaten Altenheimbetreiber nat&uuml;rlich verhindern und haben entsprechend Druck auf die Politik ausge&uuml;bt. Jetzt ist das Gesetz verw&auml;ssert, worauf Stefan Sell bereits <a href=\"http:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2018\/04\/23\/ein-schlag-ins-gesicht-der-altenpflege\/\">im April hinwies<\/a>. Die Altenpflege-Ausbildung als Sondersystem bleibe demnach erhalten.<\/em><\/p>\n<p><em>Gestern ist das Reformwerk im Bundeskabinett <a href=\"https:\/\/www.bundesgesundheitsministerium.de\/presse\/pressemitteilungen\/2018\/2-quartal\/pfaprv-kabinett.html\">beschlossen worden<\/a>. In den L&auml;ndern ist derweil <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/95751\/Union-und-SPD-legen-Streitpunkte-bei-Reform-der-Pflegeausbildung-bei\">partei&uuml;bergreifend Protest zu vernehmen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Erster Schritt zur automatischen Killerwaffe &ndash; SPD knickt ein<\/strong><br>\n&bdquo;Von der CDU\/CSU erwartet man nichts anderes, aber die SPD nimmt abermals eine opportunistische Kehrtwende. Die Best&uuml;ckung der &sbquo;Heron TP&lsquo; mit Waffen soll der Bundestag zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt entscheiden. Mit der Bewaffnungsf&auml;higkeit der Drohne wird jedoch ein Druck zur tats&auml;chlichen Bewaffnung erzeugt. Deshalb ist das Taktieren der SPD in dieser Frage eine Nebelkerze, um die eigenen W&auml;hler zu bes&auml;nftigen. Drohneneins&auml;tze der USA fordern regelm&auml;&szlig;ig viele zivile Opfer und die Bundeswehr ist seit heute auf dem besten Wege dorthin&ldquo;, erkl&auml;rt Tobias Pfl&uuml;ger, verteidigungspolitischer Sprecher der LINKEN im Bundestag, anl&auml;sslich der heute mit den Stimmen der SPD erfolgten Zustimmung des Verteidigungsausschuss zur Anschaffung der bewaffnungsf&auml;higen Drohne &bdquo;Heron TP&ldquo; aus Israel.<br>\nDer Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko erkl&auml;rt dazu: &bdquo;Mit dem Beschluss zur Beschaffung von Kampfdrohnen &uuml;bergeht die Bundesregierung den Willen der Bev&ouml;lkerung, die sich in Umfragen mit deutlicher Mehrheit dagegen aussprach. Bewaffnete Drohnen sind Offensivwaffen und senken die politische Hemmschwelle bei der Entscheidung &uuml;ber Milit&auml;reins&auml;tze. Sie fliegen und feuern mit &sbquo;Assistenzsystemen&lsquo;, die zwangsl&auml;ufig zu einer weiteren Automatisierung des Krieges f&uuml;hren. Ein Wettr&uuml;sten, wer &uuml;ber die &sbquo;automatischere&lsquo; Waffe verf&uuml;gt, ist damit unausweichlich. Mit der Anschaffung von Kampfdrohnen beschreitet die Bundesregierung also den Weg zu einer am Ende weitgehend automatischen Killerwaffe.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/erster-schritt-zur-automatischen-killerwaffe-spd-knickt-ein\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu: R&uuml;sten f&uuml;r den Drohnenkrieg<\/strong><br>\nIn einer kurzen Erkl&auml;rung sprach auch Karl-Heinz Brunner, SPD-Abgeordneter und Mitglied im Verteidigungsausschuss, zu den Friedensaktivisten. Die bisherige Erfahrung mit den Eins&auml;tzen von Kampfdrohnen zeige zwar, dass diese entweder v&ouml;lkerrechtswidrig oder mindestens an der Schwelle dazu stehen. Drohnen k&ouml;nnten aber auch f&uuml;r Sicherheit und Schutz der Zivilbev&ouml;lkerung eingesetzt werden, so seine Rechtfertigung f&uuml;r die sozialdemokratische Zustimmung. Die meisten der Anwesenden verfielen bei Brunners Worten in eine Mischung aus grummelnden Unmutsbekundungen und geh&auml;ssigem Spott.<br>\nVor erst einem Jahr hatte die SPD-Fraktion einen &auml;hnlichen Vertrag noch mit der Begr&uuml;ndung abgelehnt, dieser beinhalte eine &raquo;gesonderte Herstellung der Bewaffnungsf&auml;higkeit&laquo;. Nur zw&ouml;lf Monate &ndash; und eine Bundestagswahl &ndash; sp&auml;ter hat sich die Meinung der Sozialdemokraten ge&auml;ndert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/334095.r%C3%BCsten-f%C3%BCr-den-drohnenkrieg.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Hier dr&auml;ngt sich mal wieder der Verdacht eines Tauschgesch&auml;fts auf. F&uuml;r die Zustimmung der SPD zu einem R&uuml;stungsprojekt bekommt Hubertus Heil die <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/brueckenteilzeit-101.html\">Br&uuml;ckenteilzeit<\/a>, die jedoch kaum jemandem hilft. <\/em><\/p>\n<p><em>Der Deal innerhalb der Gro&szlig;en Koalition zeichnete sich bereits vor zwei Wochen ab. Zu diesem Zeitpunkt sollte der Gesetzesvorschlag des Arbeitsministers eigentlich vom Kabinett beschlossen werden, doch auf Dr&auml;ngen der Union (Beratungsbedarf) verschwand der entsprechende Punkt kurzfristig wieder von der Tagesordnung. Insofern k&ouml;nnte man auch sagen, teures Milit&auml;r gegen billige PR. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Gutachten geht von neuen Kriegen und Konflikten weltweit aus<\/strong><br>\nVon einer stabilen und gerechten Friedensordnung ist die Welt weit entfernt. So l&auml;sst sich das &bdquo;Friedensgutachten 2018&ldquo; zusammenfassen. Experten fordern Deutschland auf, weniger Waffen zu exportieren. Deutsche R&uuml;stungsg&uuml;ter spielten in aktuellen Kriegen eine wesentliche Rolle.<br>\nDie internationale Gemeinschaft ist Friedensforschern zufolge immer weniger in der Lage, weltweit f&uuml;r Frieden und Sicherheit zu sorgen. &bdquo;Von einer stabilen und gerechten Friedensordnung ist die Welt gegenw&auml;rtig weit entfernt&ldquo;, hei&szlig;t es in dem am Dienstag in Berlin vorgestellten Friedensgutachten 2018 mit dem Titel &bdquo;Kriege ohne Ende. Mehr Diplomatie, weniger R&uuml;stungsexporte&ldquo;. Demnach ist zwischen 2012 und 2015 die Zahl der B&uuml;rgerkriege von 32 auf 51 gestiegen &ndash; auf das h&ouml;chste Niveau seit 1945. Die Wissenschaftler fordern die Bundesregierung auf, Waffenexporte zu reduzieren und sich diplomatisch st&auml;rker einzubringen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken.<br>\nDas Gutachten, das von f&uuml;hrenden deutschen Instituten gemeinsam erstellt wird, zeichnet f&uuml;r 2018 ein d&uuml;steres Bild mit &bdquo;neuen Konfliktlinien und -akteuren in Syrien und Afghanistan sowie neu aufflammenden Konflikten, unter anderem auf der Arabischen Halbinsel, in Myanmar, S&uuml;dsudan und der Zentralafrikanischen Republik&ldquo;. Den Angaben zufolge gab es 2016 noch 47 B&uuml;rgerkriege. Rund 102.000 Menschen seien bei Kampfhandlungen get&ouml;tet worden und mehr als zehn Millionen vor Kriegen geflohen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2018\/06\/13\/weniger-waffenexporte-gutachten-kriegen-konflikten\/\">Migazin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der kosmopolitische Irrweg<\/strong><br>\nMit Ausnahme der Gr&uuml;nen stehen Parteien links der Mitte vor einem Dilemma. Einerseits sind weite Teile ihrer traditionellen W&auml;hlerschaft kommunitaristisch eingestellt. Andererseits rekrutieren sich ihre Funktion&auml;re mehrheitlich aus dem kosmopolitischen Milieu. [&hellip;]<br>\nDer Konflikt zwischen Kommunitaristen und Kosmopoliten durchzieht nicht nur die politische Linke, sondern die gesamte Gesellschaft. Wolfgang Merkel beschreibt ihn als neue gesellschaftliche Konfliktlinie (Cleavage). Mit diesem Begriff bezeichnen Politikwissenschaftler Widerspr&uuml;che, die die Parteienlandschaft strukturieren. [4] Archetypisch stehen auf der einen Seite der neuen Konfliktlinie die Kosmopoliten, die gebildeten, urbanen &bdquo;frequent travellers&ldquo;,[5] die der Globalisierung aufgeschlossen gegen&uuml;berstehen und &uuml;berdurchschnittlich verdienen. Auf der anderen Seite stehen die Kommunitaristen, die weniger gebildet sind, weniger verdienen und nicht so mobil sind. Sie haben &bdquo;ein besonderes &ouml;konomisches wie kulturelles Interesse an der Erhaltung nationalstaatlich eng kontrollierter Grenzen&ldquo;. [6]<br>\nMit Ausnahme der Gr&uuml;nen stehen Parteien links der Mitte vor einem Dilemma. Einerseits sind weite Teile ihrer traditionellen W&auml;hlerschaft kommunitaristisch eingestellt. Andererseits rekrutieren sich ihre Funktion&auml;re mehrheitlich aus dem kosmopolitischen Milieu. Diese orientieren sich spontan an ihrer kosmopolitischen Lebenserfahrung. [7] Doch damit entfernen sie ihre Parteien von ihrer traditionellen W&auml;hlerschaft. Linke Parteien m&uuml;ssen mit diesem Spannungsverh&auml;ltnis umgehen. Das scheinen nicht alle in der Linken so zu sehen. Denn vorerst konnte DIE LINKE den Verlust im traditionellen W&auml;hlersegment durch kosmopolitische W&auml;hler ausgleichen. Doch kann diese Strategie l&auml;ngerfristig gut gehen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/06\/der-kosmopolitische-irrweg\/\">Lev Lhommeau auf Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wie man weltpolitikf&auml;hig wird<\/strong><br>\nNach dem offenen Zerw&uuml;rfnis mit den USA auf dem j&uuml;ngsten G7-Gipfel verst&auml;rkt Berlin seine Bem&uuml;hungen um die Einf&uuml;hrung von Mehrheitsentscheidungen in der EU-Au&szlig;enpolitik. Hintergrund sind die anhaltenden Differenzen zwischen L&auml;ndern wie Polen, die sich eng an die Vereinigten Staaten binden, und L&auml;ndern wie Italien, die eine Verbesserung der Beziehungen zu Russland anstreben. Die EU sei in ausw&auml;rtigen Angelegenheiten &ldquo;zu einstimmigen Beschl&uuml;ssen nicht f&auml;hig&rdquo;, hat schon vor geraumer Zeit EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker res&uuml;miert; die Union m&uuml;sse, um &ldquo;weltpolitikf&auml;hig&rdquo; zu werden, das bislang bestehende Vetorecht in ihrer Au&szlig;enpolitik abschaffen. &ldquo;Integrationswillige EU-Staaten&rdquo; sollten &ldquo;wie in einem G&auml;nseflug vorangehen und sich f&uuml;r qualifizierte Mehrheitsentscheidungen&rdquo; stark machen, hei&szlig;t es etwa bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Sollte dies nicht m&ouml;glich sein, m&uuml;sse man f&uuml;r au&szlig;enpolitische Themen ein &ldquo;Kerneuropa inklusive Gro&szlig;britannien&rdquo; anstreben &ndash; &ldquo;au&szlig;erhalb der Vertr&auml;ge&rdquo; und jenseits der EU.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7637\/\">german-foreign-policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Scharf nach rechts<\/strong><br>\nNicht links, daf&uuml;r scharf nach rechts &ndash; ein starker F&uuml;hrer mit absoluter Mehrheit im Parlament und dem Finanzkapital im R&uuml;cken. Was der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Emmanuel Macron den Deutschen und Europ&auml;ern in einem einzigen Amtsjahr vorgef&uuml;hrt hat, erschreckt inzwischen sogar die eigenen W&auml;hler und einige Abgeordnete seiner in Rekordzeit aus dem Boden gestampften Partei &raquo;La R&eacute;publique en marche&laquo; (LREM). &raquo;Macron der Moderne, Zerst&ouml;rer des Sozialstaats&laquo;, titelte in der vergangenen Woche die Tageszeitung Lib&eacute;ration. Macrons Modell f&uuml;r Europa sei er pers&ouml;nlich, mutma&szlig;te neulich wohl nicht zu Unrecht die Pariser Philosophin und Soziologin Dominique Meda.<br>\nWie Macron, &raquo;der Moderne&laquo;, das &raquo;Wunderkind&laquo;, der &raquo;Messias&laquo; wirklich denkt und wie er funktioniert, wissen vermutlich nicht einmal seine eigenen Leute. Beredt ist aber sein Schweigen. &raquo;Was sagt der Pr&auml;sident zu den Schiffbr&uuml;chigen auf der Aquarius?&laquo; fragte am Mittwoch die Satirezeitung Le Canard enchain&eacute;. &raquo;Nichts, er h&auml;lt das Maul.&laquo; Was unternimmt er, um den in der italienischen Regierung angekommenen Faschisten den Wind aus den Segeln zu nehmen? Nichts, er schlie&szlig;t sich der Meinung des Br&uuml;sseler Finanzkommissars, des Deutschen G&uuml;nther Oettinger an: &raquo;Die M&auml;rkte werden die Italiener lehren, richtig zu w&auml;hlen.&laquo; So wie in Frankreich?<br>\nWas Macron, der Million&auml;r und fr&uuml;here Investmentbanker des Geldhauses Rothschild, in Europa will, erkl&auml;rte er bezeichnenderweise bei einem seiner seltenen Besuche in den verarmten Pariser Vorst&auml;dten im Norden der Metropole. &raquo;Bewegt euch&laquo;, empfahl er dort jungen Arbeitslosen, &raquo;macht etwas, niemand wird es an eurer Stelle tun!&laquo; Macrons Lobreden auf die &raquo;M&eacute;ritocratie&laquo;, die Gesellschaft, in der diejenigen gewinnen, &raquo;die es sich verdient haben&laquo;, erinnern an das Programm zweier sozialdemokratischer Strategen, die der faschistischen Rechten in Europa den Weg bereiteten: des Briten Anthony Blair und des Deutschen Gerhard Schr&ouml;der. Den von ihnen geforderten und durchgesetzten Abschied vom &raquo;Wohlfahrtsstaat&laquo; in Europa hatten die Franzosen zun&auml;chst schlicht verweigert. Weder ein Jacques Chirac noch ein Nicolas Sarkozy hatten es gewagt, ihrer Bev&ouml;lkerung das totale neoliberale Konzept aufzuzwingen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/334121.scharf-nach-rechts.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Lohnentwicklung: Wie der MDR per Faktencheck Verwirrung statt Aufkl&auml;rung betreibt<\/strong><br>\nWar die Lohnentwicklung in der Gruppe der Geringverdienenden in der Vergangenheit wirklich so katastrophal? Der MDR will per Faktencheck f&uuml;r Aufkl&auml;rung sorgen, argumentiert aber sehr einseitig. Dabei w&auml;re eine ausgewogenere Antwort kein Hexenwerk gewesen.<br>\nNicht alle Erwerbst&auml;tigen profitieren gleicherma&szlig;en vom Aufschwung, einige auch gar nicht. Das hat sich mittlerweile herumgesprochen. Aber kann es denn sein, dass die Reall&ouml;hne f&uuml;r viele Besch&auml;ftigte in den vergangenen Jahren sogar gesunken sind? Das muss aufgekl&auml;rt werden, dachte sich wohl der MDR und machte sich an den Faktencheck. Der aber sorgt nicht f&uuml;r Durchblick.<br>\n&raquo;In Deutschland verdienen 40 Prozent der Besch&auml;ftigten heute weniger als noch Mitte der 90er Jahre. Das behauptet die Linkspartei&laquo;, so umreisst der MDR die Ausgangslage. Ja, kann das denn stimmen? Anscheinend denkt man beim MDR, dass bei &raquo;Behauptungen&laquo; von Mitgliedern der Linkspartei h&ouml;chste Vorsicht geboten ist. Das muss also aufgekl&auml;rt werden &ndash; am Besten mit Fakten, denn Fakten sind wichtig, sie entlarven Behauptungen.<br>\nBevor nun der interessierten Leserschaft &uuml;berhaupt Fakten zur Kenntnis gegeben werden, schreibt der MDR jedoch vorweg: &raquo;Um es gleich zu sagen: Die Behauptung ist irref&uuml;hrend.&laquo; Und setzt damit einen beeinflussenden Grundton.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/lohnentwicklung-wie-der-mdr-per-faktencheck-verwirrung-statt-aufklaerung-betreibt--2229.html\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Nur noch 53 Prozent werden in Bayern nach Tarif bezahlt &ndash; Tarifbindung im Freistaat besonders stark gesunken<\/strong><br>\nIn Bayern werden nur noch 53 Prozent aller Besch&auml;ftigten durch einen Tarifvertrag gesch&uuml;tzt. Damit ist der Freistaat das Schlusslicht unter den westdeutschen Bundesl&auml;ndern, die im Durchschnitt nach wie vor eine Tarifbindung von 59 Prozent aufweisen. Lediglich in Ostdeutschland liegt die Tarifbindung zumeist noch niedriger. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie &uuml;ber &bdquo;Tarifvertr&auml;ge und Tarifflucht in Bayern&ldquo; des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung auf der Grundlage von Daten des IAB-Betriebspanels aus dem Jahr 2016. Sie wird heute auf einer Pressekonferenz in M&uuml;nchen vorgestellt.<br>\n&bdquo;Die Tarifbindung in Bayern ist im Vergleich zu den anderen westdeutschen Bundesl&auml;ndern in den letzten Jahren besonders stark zur&uuml;ckgegangen&ldquo;, erkl&auml;ren die Autoren der WSI-Studie, Prof. Dr. Thorsten Schulten, Dr. Malte L&uuml;bker und Dr. Reinhard Bispinck. &bdquo;W&auml;hrend seit den 1990er Jahren die Tarifbindung in ganz Deutschland eine r&uuml;ckl&auml;ufige Tendenz aufweist, war dieser Trend in Bayern zuletzt besonders ausgepr&auml;gt&ldquo; (Abbildung 2). Die besonders geringe bayerische Tarifbindung kann dabei nicht auf bestimmte Struktureffekte wie z.B. Branchenzusammensetzung oder Betriebsgr&ouml;&szlig;en zur&uuml;ckgef&uuml;hrt werden. Im Gegenteil: Die bayerische Wirtschaftsstruktur sollte die Verbreitung von Tarifvertr&auml;gen eigentlich beg&uuml;nstigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/14_114363.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Familien entgehen fast 50 Milliarden Euro durch Kindergeldanrechnung<\/strong><br>\n49,5 Milliarden Euro &ndash; das ist der Betrag, der armen Familien in Deutschland durch die Anrechnung des Kindergeldes auf die Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (Hartz IV) in den Jahren 2007 bis 2017 entgangen ist. 4,9 Milliarden Euro waren es allein im Jahr 2017. 1,2 Millionen Familien waren betroffen. Das belegen Zahlen aus der Antwort der Bundesregierung (PDF) auf eine M&uuml;ndliche Frage von Sabine Zimmermann.<br>\nSabine Zimmermann, Sozialexpertin der Fraktion DIE LINKE. im Deutschen Bundestag, die auch Vorsitzende des Familienausschusses ist, erkl&auml;rt dazu: &bdquo;Die Anrechnung des Kindergeldes auf Hartz IV ist ein Dauerskandal. Die Bundesregierung verf&auml;hrt nach dem Motto: &sbquo;Wer hat, dem wird gegeben.&lsquo; Kinder Gutverdienender profitieren vom Kinderfreibetrag. Kinder aus Familien, die nicht auf Hartz IV angewiesen sind, bekommen das Kindergeld. Die &Auml;rmsten aber bekommen gar nichts. Das ist das Gegenteil vorausschauender Familienpolitik.&ldquo;<br>\nZimmermann weiter: &bdquo;Erwerbslosigkeit kann jeden treffen. Davor ist niemand gefeit. Kinder k&ouml;nnen am allerwenigsten etwas daf&uuml;r. Auch f&uuml;r Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist es wichtig, dass sie und ihre Familien sich im Ernstfall darauf verlassen k&ouml;nnen, dass der Staat sie vor Armut sch&uuml;tzt. Das Kindergeld w&uuml;rde in dieser Situation eine echte Entlastung bedeuten.&ldquo;<br>\nDer Einnahmenverlust f&uuml;r die Familien durch die Kindergeldanrechnung l&auml;sst sich konkret beziffern: Das Kindergeld betr&auml;gt 194 Euro f&uuml;r das erste und zweite, 200 Euro f&uuml;r das dritte und 225 Euro f&uuml;r das vierte und jedes weitere Kind. Entsprechend mindern sich das Arbeitslosengeld II und das Sozialgeld. Die Bundesregierung vertritt den Standpunkt, dass sowohl das Kindergeld als auch der Regelbedarf der Existenzsicherung dienen. Doch bei den Familien, die nicht auf Hartz IV angewiesen sind, ist die Existenz &ndash; jedenfalls nach der Definition der Bundesregierung &ndash; schon durch das eigene Einkommen gesichert. Rein faktisch ist eine Doppelabsicherung also in der Natur des Kindergeldes angelegt.<br>\nDazu Zimmermann: &bdquo;Gerade die &auml;rmsten Familien sind auf Unterst&uuml;tzung angewiesen. Bei ihnen geht jede Erh&ouml;hung des Kindergeldes ins Leere. Vom Kindergeld m&uuml;ssen endlich alle Kinder profitieren. Perspektivisch fordert DIE LINKE. eine eigenst&auml;ndige Kindergrundsicherung. Jedes Kind in Deutschland hat in dieser Gesellschaft ein Recht auf Teilhabe. Das muss finanziell unterf&uuml;ttert sein. Die Bundesregierung steht in der Pflicht, Kinderarmut wirksam zu bek&auml;mpfen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/familien-entgehen-fast-50-milliarden-euro-durch-kindergeldanrechnung\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Konzerngewinne landen zu 40 Prozent in Steueroasen<\/strong><br>\n&Ouml;konomen haben errechnet, wie viel Gewinn multinationale Konzerne in Steueroasen verschieben. &Ouml;sterreich k&ouml;nnten bis zu 900 Millionen Euro an Steuereinnahmen im Jahr entgehen Schulen und Kinderg&auml;rten, ein gut ausgebautes &ouml;ffentliches Verkehrsnetz, moderne Spit&auml;ler und eine gut ausger&uuml;stete Polizei: Damit Staaten ihre vielf&auml;ltigen Aufgaben wahrnehmen k&ouml;nnen, brauchen sie von ihren B&uuml;rgern und Unternehmen Steuergeld. Eine Reihe spektakul&auml;rer Enth&uuml;llungen in den vergangenen Monaten &ndash; etwa Panama Papers oder Lux Leaks &ndash; hat gezeigt, wie multinationale Konzerne und wohlhabende Privatleute mit aggressivsten Methoden darum k&auml;mpfen, Steuern zu sparen. Doch wie viel entgeht Gesellschaften weltweit durch solche Optimierungsstrategien? Der &Ouml;konom Gabriel Zucman hat gemeinsam mit zwei Doktoranden von der Universit&auml;t Kopenhagen einen neuen Anlauf unternommen, um das herauszufinden. Die drei haben dabei einige neue Erkenntnisse und imposantes Zahlenmaterial zutage gef&ouml;rdert.<br>\nIm Jahr 2015, auf das sich die Untersuchung bezieht, haben Multis wie Google, Amazon, Nike und Co insgesamt 620 Milliarden US-Dollar an Gewinnen in Steueroasen verlagert (570 Milliarden Euro). Das entspricht 40 Prozent der gesamten Gewinne, die multinationale Unternehmen weltweit in diesem Jahr erwirtschaftet haben. Durch diesen Vorgang entgehen Industriel&auml;ndern, insbesondere in der EU, aber auch Schwellen- und Entwicklungsl&auml;ndern, Einnahmen im gro&szlig;en Stil.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/derstandard.at\/2000081453728\/Konzerngewinne-landen-zu-40-Prozent-in-Steueroasen\">der Standard<\/a>\n<p><strong>dazu: The Missing Profits of Nations<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gabriel-zucman.eu\/missingprofits\/\">Gabriel Zucman<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>EU-Budget: Geld f&uuml;r die Reichsten<\/strong><br>\nLuxemburg ist das reichste Land der Europ&auml;ischen Union. Trotzdem erhielt das Gro&szlig;herzogtum zuletzt mehr Geld aus dem EU-Topf, als es einzahlte. Wie kann das sein?<br>\nAuf den ersten Blick m&ouml;chte man sich verwundert die Augen reiben. Doch die Zahlen sind offiziell, die Europ&auml;ische Kommission hat sie selbst zusammengestellt. Demnach hat Luxemburg im Jahr 2016 &ndash; neuere Zahlen gibt es noch nicht &ndash; mehr Geld von der Europ&auml;ischen Union erhalten, als es in den gemeinsamen Topf eingezahlt hat. Im EU-Jargon ist das Land damit ein Netto-Empf&auml;nger.<br>\nDas ist keine Schande, die meisten EU-L&auml;nder sind Netto-Empf&auml;nger. So finanzieren sie Investitionen in Infrastruktur oder Bildung, um langfristig bessere Chance zu haben. Daf&uuml;r zahlen reichere L&auml;nder, darunter auch Deutschland, mehr ein, als sie herausbekommen. Luxemburg aber ist das mit Abstand reichste Land der gesamten EU. Jeder Einwohner erwirtschaftet rund 90.000 Euro pro Jahr. Damit ist das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland, und fast dreimal so hoch wie im EU-Durchschnitt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/eu-budget-geld-f%C3%BCr-die-reichsten\/a-44100801%20\">Deutsche Welle<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Verfassungsgerichtsurteil zur Kettenbefristung ist Etappensieg f&uuml;r Besch&auml;ftigte<\/strong><br>\nDas Urteil ist ein Etappensieg f&uuml;r die Besch&auml;ftigten, denn jetzt gibt es ein Schlupfloch weniger f&uuml;r Arbeitgeber&ldquo;, kommentiert Susanne Ferschl, Sprecherin f&uuml;r Gute Arbeit und stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, das heutige Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Verbot von Kettenbefristungen, in dem es die bisherige Rechtsauslegung durch das Bundesarbeitsgericht korrigiert hat. Ferschl weiter:<br>\n&bdquo;Das Bundesverfassungsgericht hat die bisherige gerichtliche Auslegung der Frage, wann eine Kettenbefristung vorliegt, erfreulicherweise zugunsten von Besch&auml;ftigten korrigiert und mit dem Grundgesetz als unvereinbar definiert. Ich danke den obersten Richterinnen und Richtern ausdr&uuml;cklich f&uuml;r diese Nachhilfe in Sachen Rechtsauslegung bei so wichtigen Schutzgesetzen f&uuml;r die Besch&auml;ftigten. An diesem Urteil zeigt sich aber auch, dass Bundesarbeitsminister Heil bei den anstehenden Gesetzesentw&uuml;rfen besonders auf m&ouml;gliche Schlupfl&ouml;cher f&uuml;r Arbeitgeber achten muss. Es darf nicht sein, dass durch eine schlechte Gesetzgebung die Besch&auml;ftigten erst nach jahrelangen Klagen zu ihrem Recht kommen.<br>\nDIE LINKE fordert analog zur Urteilsbegr&uuml;ndung des Bundesverfassungsgerichts, dass es die Pflicht des Staates zum Schutz der Besch&auml;ftigten sein muss, die unbefristete Dauerbesch&auml;ftigung als Regelbesch&auml;ftigungsform zu sichern und fordert Bundesarbeitsminister Heil auf, bei dem angek&uuml;ndigten Gesetzentwurf zur Einschr&auml;nkung von sachgrundloser Befristung und Sachgr&uuml;nden, diesem Gebot gerecht zu werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/verfassungsgerichtsurteil-zur-kettenbefristung-ist-etappensieg-fuer-beschaeftigte\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Glaubst du noch an die Mietpreisbremse?<\/strong><br>\nDurch die Mietpreisbremse und andere Ma&szlig;nahmen soll die Explosion der Mieten gestoppt werden. Doch nichts davon wird ausreichen. [&hellip;]<br>\nNach drei Dekaden der Liberalisierung, Deregulierung und Privatisierung versucht sich die Politik sowohl im Bund als auch in den L&auml;ndern inzwischen mit verschiedenen Formen des Gegensteuerns. Das Finanzvolumen f&uuml;r die Wohnraumf&ouml;rderung wurde aufgestockt, st&auml;dtebauliche Instrumente wie Milieuschutzsatzungen und Umwandlungsverordnungen finden verst&auml;rkt Anwendung und mit der Mietpreisbremse soll der best&auml;ndige Anstieg der Neuvermietungsmieten geb&auml;ndigt werden. Doch die zu erwartenden Effekte der wiederentdeckten Wohnungspolitik sind gering. Die aufgestockten F&ouml;rdermittel werden keinen nachhaltigen Beitrag f&uuml;r die Wohnungsversorgung schaffen, weil sie die F&ouml;rderfehler der Vergangenheit reproduzieren.<br>\nWie in den fr&uuml;heren F&ouml;rderprogrammen des sozialen Wohnungsbaus werden F&ouml;rdermittel auch heute mit befristeten Mietpreis- und Belegungsbindungen vergeben. Das bedeutet: Zu Beginn sind die Mieten relativ g&uuml;nstig. Nach R&uuml;ckzahlung der &ouml;ffentlichen Darlehen &ndash; in der Regel nach etwa 20 Jahren &ndash;  werden die Wohnungen aber aus den Bindungen entlassen und k&ouml;nnen nach marktwirtschaftlichen Kriterien bewirtschaftet werden. Diese F&ouml;rderpolitik wird deshalb als eine &bdquo;Wirtschaftsf&ouml;rderung mit sozialer Zwischennutzung&ldquo; beschrieben. Die so dringend ben&ouml;tigten dauerhaft g&uuml;nstigen Mietwohnungsangebote werden so &ndash; trotz milliardenschwerer F&ouml;rderung &ndash; nicht aufgebaut.<br>\nAuch der aktuelle Mengenansatz der Wohnraumf&ouml;rderung ist ern&uuml;chternd. Die etwa 25.000 gef&ouml;rderten Neubauwohnungen reichen nicht einmal aus, die j&auml;hrlichen Abg&auml;nge aus den fr&uuml;heren F&ouml;rderperioden zu kompensieren.<br>\nAllein zwischen 1990 und heute hat sich die Zahl der Sozialwohnungen von &uuml;ber vier Millionen auf etwa eine Million Wohnungen reduziert. Dieses Abschmelzen wird mit den heutigen Programmen nicht gestoppt, sondern allenfalls verlangsamt. Am Ende der aktuellen F&ouml;rderperiode wird sich trotz der j&auml;hrlichen Ausgabe von zwei Milliarden Euro die Anzahl der mietpreisgebundenen Sozialwohnungen weiter verringert haben. Zudem sind die Einstiegsmieten im gef&ouml;rderten Wohnungsbau mit Mietpreisen um die 6,50 Euro pro Quadratmeter kalt f&uuml;r die Haushalte mit dem gr&ouml;&szlig;ten Unterst&uuml;tzungsbedarf bei der Wohnungsversorgung zu teuer. Haushalte mit geringem Einkommen m&uuml;ssen so weiterhin Mietkostenbelastungen von deutlich &uuml;ber 30 Prozent tragen. Selbst in einer Sozialwohnung bleibt dann nur wenig zum Leben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/adamag.de\/holm-glaubst-du-mietpreisbremse\">Andrej Holm auf adamag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kriminaltango in der Baugrube<\/strong><br>\nStuttgart 21 entwickelt sich zu einem gigantischen Fall von Wirtschaftskriminalit&auml;t, wie die Anh&ouml;rung im Verkehrsausschuss des Bundestags verdeutlicht. Der gr&uuml;ne Ausschussvorsitzende Cem &Ouml;zdemir faselt was von Katzen auf B&auml;umen. Und die Staatsanwaltschaft Berlin weigert sich, zu ermitteln.<br>\nIm Nachhinein betrachtet war Thilo Sarrazins Statement, das er bereits vorab verbreitet hatte, das Aufregendste an der Anh&ouml;rung des Verkehrsausschusses im Bundestag am vergangenen Montag. Mit M&ouml;glichkeiten eines &ldquo;Ausstiegs und Umstiegs bei dem Bahnprojekt Stuttgart 21&rdquo; sollten sich die Ausschussmitglieder auf Antrag der Linken-Fraktion befassen, am Ende blieb es vor allem ein Austausch von altbekannten Argumenten f&uuml;r und wider den Tiefbahnhof (hier die Video-Aufzeichnung der Anh&ouml;rung). Der Ausschussvorsitzende Cem &Ouml;zdemir (Gr&uuml;ne) bekundete zwar, dass er dem Projekt nach wie vor kritisch gegen&uuml;berstehe. Aber &ldquo;wie die meisten hier&rdquo; sei er bei S 21 der Meinung: &ldquo;Jetz&rsquo; isch die Katz dr Baum nauf&rdquo;. Der Schwabe, lernten die Ausschussteilnehmer, kennt f&uuml;r die Einsch&auml;tzung eines Zustandes als nicht mehr &auml;nderbar also noch mehr Wendungen als &ldquo;Der K&auml;s isch gessa&rdquo; (Winfried Kretschmann).<br>\nRechtlich gesehen k&ouml;nnte weder die Katze auf dem Baum noch der K&auml;se gegessen sein. Denn Sarrazins Aussagen, wie das umstrittene Bahnprojekt 2001 aus der Versenkung geholt wurde, bergen juristische Sprengkraft, die eine Reihe honoriger Manager und ehrbarer Kaufleute noch zum Verh&auml;ngnis werden k&ouml;nnte. Sein Insiderwissen &uuml;ber Stuttgart 21 hat der 73-j&auml;hrige Noch-Immer-Sozialdemokrat, von der AfD als Experte in der Anh&ouml;rung benannt und in den vergangenen Jahren vor allem durch rechtspopulistische und rassistische &Auml;u&szlig;erungen bekannt, aus seiner Zeit als Netzvorstand der Bahn in den Jahren 2000 und 2001. In dieser Funktion war er auch zust&auml;ndig f&uuml;r das Tiefbahnhofprojekt, das zu dieser Zeit auf Wunsch des damaligen Bahnchefs Hartmut Mehdorn wiederbelebt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/376\/kriminaltango-in-der-baugrube-5144.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Presserat-Entscheidung: Netanjahu-Karikatur der S&uuml;ddeutschen Zeitung ist von Meinungsfreiheit gedeckt<\/strong><br>\nDie Karikatur von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu in der S&uuml;ddeutschen Zeitung ist von der Meinungsfreiheit gedeckt. Die Grenze zur Diskriminierung von Juden sei nicht &uuml;berschritten worden, teilte der Deutsche Presserat mit. In der Karikatur war unter anderem eine Rakete mit Davidstern zu sehen. Die SZ hatte sich nach Antisemitismusvorw&uuml;rfen vom Zeichner Dieter Hanitzsch getrennt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/meedia.de\/2018\/06\/13\/deutscher-presserat-entscheidet-netanjahu-karikatur-der-sueddeutschen-zeitung-ist-von-meinungsfreiheit-gedeckt\/\">Meedia<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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