{"id":44438,"date":"2018-06-17T09:00:39","date_gmt":"2018-06-17T07:00:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44438"},"modified":"2018-06-15T12:31:26","modified_gmt":"2018-06-15T10:31:26","slug":"hinweise-der-woche-66","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44438","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44438#h01\">Leipziger Parteitag der Linken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44438#h02\">Linker Gestaltungsauftrag war doch nie grenzenlos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44438#h03\">Der kosmopolitische Irrweg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44438#h04\">Bundestagsgutachten zu Skripal: Moskau hat sich v&ouml;lkerrechtlich korrekt verhalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44438#h05\">So verbiegt die AfD die Polizeiliche Kriminalstatistik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44438#h06\">&bdquo;Ein Putsch aus Berlin&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44438#h07\">Sicherheitsexperte beurteilt Brandschutz bei Stuttgart 21: &ldquo;Es ist ein Staatsverbrechen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44438#h08\">Seehofer spaltet die Union &ndash; und st&uuml;rzt die Regierung in die Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44438#h09\">G&ouml;nnt Putin diesen Triumph nicht!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Leipziger Parteitag der Linken<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;Du zerlegst diese Partei gerade&rdquo;<\/strong><br>\nEigentlich wollten die Linken auf ihrem Parteitag Ruhe stiften. Doch die Rede von Fraktionschefin Wagenknecht sch&uuml;rte die Wut. Das zeigt, wie gespalten die Partei ist &ndash; auch in der Fl&uuml;chtlingsfrage. [&hellip;]<br>\nWas zuvor passiert ist, hat es selbst bei den Linken lange nicht mehr gegeben. In diesen Stunden tritt der Riss, der durch die Partei geht, offen zutage. Es ist ein Riss zwischen jenen, die bedingungslose Solidarit&auml;t gegen&uuml;ber allen Migranten einfordern, und jenen, die Zuwanderung begrenzen wollen. Und es ist ein Riss zwischen Personen und deren Lagern, ein Riss zwischen Kipping und Wagenknecht.<br>\nDabei hatte es in den vergangenen beiden Tagen so ausgesehen, als w&uuml;rde die Linke wieder einmal vor ihren Problemen davonlaufen. Der Leitantrag zur Fl&uuml;chtlingspolitik war bei den strittigen Fragen so vage formuliert, dass ihn jede Seite mittragen und f&uuml;r sich als Erfolg verbuchen konnte. Heiklere Antr&auml;ge hatte man zuvor schlicht an den Vorstand &uuml;berwiesen. Bei der Wahl der Vorsitzenden verpassten die Genossen Kipping einen D&auml;mpfer &ndash; doch eine Gegenkandidatur gab es nicht.<br>\nDa aber hatte Sahra Wagenknecht noch nicht gesprochen.<br>\nAm Sonntag betritt die Fraktionschefin die B&uuml;hne, gelbes Kost&uuml;m, konzentrierter Blick &ndash; kein Platz bleibt in diesem Moment im Leipziger CongressCentrum leer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/sahra-wagenknecht-und-die-linke-der-offene-riss-durch-die-partei-a-1212189.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Dieser ist Artikel ist repr&auml;senativ f&uuml;r das Medienrauschen am gestrigen Nachmittag und gleichzeitig auch ein besonders dreister Fall von Manipulation durch Weglassen. Wer den Parteitag nicht verfolgt hat und auch sonst nicht so f&uuml;rchterlich tief im Thema steckt, kommt nach dieser Erz&auml;hlung sicher zum Eindruck, Sahra Wagenknecht habe durch ihre Rede eine eigentlich schon friedlich beigelegte Debatte wieder neu entfacht und damit Unruhe in die Partei gebracht zu haben. Das ist eine unglaubliche T&auml;ter-Opfer-Umkehr. Eine Reaktion wird als Aktion geschildert. Dies geht freilich nur, wenn man die &bdquo;Vorgeschichte&ldquo; wegl&auml;sst. Genau dies tut der SPIEGEL. Kein Wort von der unglaublich infamen Rede von Gregor Gysi, der &uuml;ber die Scheindebatte von Internationalismus vs. Nationalismus unter der G&uuml;rtellinie gegen gro&szlig;e Kreise der Partei gegiftet hat, die sich gegen &bdquo;offene Grenzen f&uuml;r alle&ldquo; positioniert haben. Kein Wort von den unz&auml;hligen kleine Sticheleien am Rande. Kein Wort davon, dass Katja Kipping in ihrer Rede die Reihe von intriganten Spitzen gegen die Fraktionsvorsitzende fortsetzte, in dem sie sich <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/linken-bestaetigen-kipping-und-riexinger-als-parteichefs-15631253.html\">an Oskar Lafontaine abarbeitete<\/a>, damit aber nat&uuml;trlich auf Sahra Wagenknecht zielte. Kein Wort davon, dass das Kipping-Lager schon auf dem Parteitag den allgemein formulierten Kompromiss in der Einwanderungsfrage bereits wieder in absurder Weise in ein &bdquo;Offene Grenzen f&uuml;r alle&ldquo; uminterpretiert hat. Aber SPIEGEL Online ist da beileibe nicht alleine.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Niederlage der Katja Kipping<\/strong><br>\nDer Streit zwischen den beiden Frontfrauen Katja Kipping und Sahra Wagenknecht l&auml;hmt die Linkspartei. Im Mittelpunkt steht die Debatte um die Fl&uuml;chtlingspolitik. Dahinter verbirgt sich der Kampf um die Macht und Ausrichtung der Partei. Dabei steht die Partei vor einer viel gr&ouml;&szlig;eren Herausforderung: Wie begegnet sie der Gefahr von der AfD?<br>\nAuf dem Parteitag in Leipzig hat Katja Kipping eine Niederlage erlitten. Sie erhielt fast zehn Prozent weniger Stimmen als 2016. F&uuml;r weitere zwei Jahre wird sie zwar Parteivorsitzende bleiben gemeinsam mit Bernd Riexinger. Aber sie ist angeschlagen. Kipping wurde abgestraft, dass sie selbst auf dem Parteitag nicht auf pers&ouml;nliche Angriffe gegen Oskar Lafontaine verzichtete, mit denen sie aber dessen Ehefrau Sahra Wagenknecht treffen wollte. Trotzdem ist zu bef&uuml;rchten, dass der Stellungskrieg zwischen den beiden Frontfrauen der Partei, Wagenknecht und Kipping, zwei Jahre weitergef&uuml;hrt wird, bis Kipping laut Satzung nicht mehr antreten kann. Der Partei wird das schaden. [&hellip;]<br>\nDabei l&uuml;gt sie sich aber selbst in die Tasche. Alle drei Landesregierungen, in denen die Linke vertreten ist oder sie sogar f&uuml;hrt, werden Abschiebungen vorgenommen. Die Statistik weist f&uuml;r 2017 f&uuml;r Berlin 1.645, Th&uuml;ringen 657 und Brandenburg 490 Abschiebungen aus.<br>\nZum anderen wird mit Kippings Linie der besondere Wert des Asylrechts in der deutschen Verfassung entwertet. Es sollte auf der Basis der historischen Erfahrung denen zu Gute kommen, die vor politischer Verfolgung auf der Flucht sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/politik\/meinung\/unter-der-lupe-linke-kipping-wagenknecht-100.html\">Tim Herden auf mdr.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es ist erstaunlich, dass das sehr schlechte Ergebnis von Katja Kipping in den meisten Berichten als kleinerer Denkzettel verniedlicht wird. Intern hatte das Kipping-Lager &ndash; wohlwissend um die Polarisierung &ndash; ein Ziel von 75% herausgeben, das man jedoch um mehr als 10% verfehlt hat. Das ist weniger als Andrea Nahles und die hatte wenigstens noch eine Gegnerin.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Linker Gestaltungsauftrag war doch nie grenzenlos<\/strong><br>\nSind nun Grenzen links oder rechts? Kann man gar nicht anders, als den Grenzlern der AfD Grenzenlosigkeit entgegenzusetzen? Dabei ist doch das Gegenteil der Fall, Grenzen kennen und aufzeigen: Das war stets Pr&auml;misse linken Handels.<br>\n(&hellip;) Dabei ist aber gerade dieses Wort &raquo;Schutzbed&uuml;rfnis&laquo; gar keines, das im Giftschrank der Linken landen sollte. Denn dieses Wort ist die Grundlage jeder linken Politik &ndash; stets gewesen. Sie hat sich doch immer als Sachwalterin eines Schutzbed&uuml;rfnisses betrachtet &ndash; und just jetzt gibt sie diesen Eigenanspruch auf?<br>\nWas ist nun so verdammenswert am Anspruch der hier lebenden Menschen auf Schutz? Sie sind ja deswegen keine Rassisten, Nationalisten oder Isolationisten. Schon deshalb nicht, weil ein Staatsvolk heute keine einheitliche Nationalit&auml;t besitzt und die Grenze damit nur sehr bedingt eine Nationalgrenze dem Wortsinn nach darstellt. Sie ist mehr sowas wie die Grenze einer Verwaltungseinheit, durchaus offen f&uuml;r kalkulierte Neuzug&auml;nge. Aber auch Barriere f&uuml;r Bandenkriminalit&auml;t.<br>\nDie Einsicht, dass ein wehrhaftes Gemeinwesen nicht auf Dauer als grenzenloses Konstrukt funktioniert, hat auch etwas mit Lebenserfahrung zu tun. Denn im Laufe eines Lebens erlebt man sukzessive eines: Freiheit ist nur sehr selten die Abwesenheit von Grenzen&ndash; Freiheit ist meistens allerdings dann garantiert, wenn sie innerhalb bestimmter Grenzen liegt. Wenn man jedoch keine Grenzen setzt, kollidieren die Interessen und die einzige Freiheit, die dann noch bleibt, ist diejenige, sich eine gute Deckung zu suchen.<br>\nInsofern ist es schon berechtigt, wenn gerade auch linke Politiker feststellen, dass Grenzen eine staatliche Obliegenheit darstellen. Denn nat&uuml;rlich hat ein Gemeinwesen einen gewissen Anspruch darauf zu erfahren, weshalb sich jemand im Land aufh&auml;lt. Jedenfalls bis zu einer gewissen Grenze, die man Privatsph&auml;re nennt&ndash; auch so eine Grenze, die man sich schwer hat erk&auml;mpfen m&uuml;ssen im Laufe der Zeit.<br>\nManche Linke sollten doch bitte nicht so tun, als seien sie die Erfinder der Grenzenlosigkeit. Mit der haben wir jetzt seit Jahrzehnten zu tun. Wohin das f&uuml;hrt, erleben wir t&auml;glich: Zur Schw&auml;chung des Staates, zur Aufl&ouml;sung des politischen Primats. Es kommt darauf an, wie man seine Grenzen gestaltet, nach welchen Kriterien man sie durchl&auml;ssig macht. Da setzt der Kampf der Linken gegen die Grenzz&auml;une der Rechten ein. Nicht damit, dass man so tut, als k&ouml;nne es im linken Weltbild gar keine Grenzen geben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/linker-gestaltungsauftrag-war-doch-nie-grenzenlos\/\">KenFM<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der kosmopolitische Irrweg<\/strong><br>\nMit Ausnahme der Gr&uuml;nen stehen Parteien links der Mitte vor einem Dilemma. Einerseits sind weite Teile ihrer traditionellen W&auml;hlerschaft kommunitaristisch eingestellt. Andererseits rekrutieren sich ihre Funktion&auml;re mehrheitlich aus dem kosmopolitischen Milieu. [&hellip;]<br>\nDer Konflikt zwischen Kommunitaristen und Kosmopoliten durchzieht nicht nur die politische Linke, sondern die gesamte Gesellschaft. Wolfgang Merkel beschreibt ihn als neue gesellschaftliche Konfliktlinie (Cleavage). Mit diesem Begriff bezeichnen Politikwissenschaftler Widerspr&uuml;che, die die Parteienlandschaft strukturieren. [4] Archetypisch stehen auf der einen Seite der neuen Konfliktlinie die Kosmopoliten, die gebildeten, urbanen &bdquo;frequent travellers&ldquo;,[5] die der Globalisierung aufgeschlossen gegen&uuml;berstehen und &uuml;berdurchschnittlich verdienen. Auf der anderen Seite stehen die Kommunitaristen, die weniger gebildet sind, weniger verdienen und nicht so mobil sind. Sie haben &bdquo;ein besonderes &ouml;konomisches wie kulturelles Interesse an der Erhaltung nationalstaatlich eng kontrollierter Grenzen&ldquo;. [6]<br>\nMit Ausnahme der Gr&uuml;nen stehen Parteien links der Mitte vor einem Dilemma. Einerseits sind weite Teile ihrer traditionellen W&auml;hlerschaft kommunitaristisch eingestellt. Andererseits rekrutieren sich ihre Funktion&auml;re mehrheitlich aus dem kosmopolitischen Milieu. Diese orientieren sich spontan an ihrer kosmopolitischen Lebenserfahrung. [7] Doch damit entfernen sie ihre Parteien von ihrer traditionellen W&auml;hlerschaft. Linke Parteien m&uuml;ssen mit diesem Spannungsverh&auml;ltnis umgehen. Das scheinen nicht alle in der Linken so zu sehen. Denn vorerst konnte DIE LINKE den Verlust im traditionellen W&auml;hlersegment durch kosmopolitische W&auml;hler ausgleichen. Doch kann diese Strategie l&auml;ngerfristig gut gehen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/06\/der-kosmopolitische-irrweg\/\">Lev Lhommeau auf Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bundestagsgutachten zu Skripal: Moskau hat sich v&ouml;lkerrechtlich korrekt verhalten<\/strong><br>\nDie Glaubw&uuml;rdigkeit der Bundesregierung hinsichtlich der Skripal-Aff&auml;re k&ouml;nnte weiteren Schaden nehmen: Denn laut einem Bundestagsgutachten hat Moskau bei der Aufkl&auml;rung des Falls im Gegensatz zu London im Einklang mit dem Chemiewaffen-&Uuml;bereinkommen gehandelt.<br>\nRussland hat sich in der Skripal-Aff&auml;re v&ouml;lkerrechtskonform verhalten. Zu diesem Schluss kommt ein aktuelles Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages, das sich der &bdquo;v&ouml;lkerrechtlichen Bewertung des Falls &lsquo;Skripal&rsquo;&ldquo; widmete.<br>\nDemnach hat Moskau bei der Aufkl&auml;rung im Fall des vergifteten ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal und seiner Tochter Julia Anfang M&auml;rz im englischen Salisbury im Einklang mit dem Chemiewaffen&uuml;bereinkommen (CW&Uuml;) gehandelt. London wird hingegen attestiert, &bdquo;bisher kein offizielles Verfahren auf der Grundlage des CW&Uuml; eingeleitet&ldquo; zu haben &ndash; worauf RT Deutsch &uuml;brigens bereits Mitte M&auml;rz hingewiesen hatte.<br>\nLaut dem Wissenschaftlichen Dienst sei ein &bdquo;offenkundiger Versto&szlig; Russlands gegen Kooperationsverpflichtungen aus dem CW&Uuml; nicht zu erkennen&ldquo;. So habe Moskau anl&auml;sslich einer Dringlichkeitssitzung der Organisation f&uuml;r das Verbot chemischer Waffen (OPCW) vorgeschlagen, gemeinsam mit Gro&szlig;britannien zu ermitteln, &bdquo;und damit &ndash; zumindest formal &ndash; seine Kooperationsbereitschaft bekundet&ldquo;. Doch die britische OPCW-Delegation hatte diesen Vorschlag &ndash; nachdem London zuvor noch die vermeintlich mangelnde Kooperationsbereitschaft Moskaus &ouml;ffentlich gegei&szlig;elt hatte &ndash; als &bdquo;pervers&ldquo; abgelehnt, wie das Gutachten festh&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/71194-bundestagsgutachten-zu-skripal-moskau-voelkerrechtlich-korrekt-verhalten\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><strong>dazu: Berlin macht weiter Moskau verantwortlich<\/strong><br>\nTrotz aller widersprechenden Informationen machen die britische und andere westliche Regierungen Russland weiter f&uuml;r die Vergiftung von Sergej Skripal und dessen Tochter verantwortlich, so zuletzt auf dem G7-Gipfel. Auch die Sprecher der Bundesregierung und des Berliner Au&szlig;enministeriums reagieren entsprechend auf Nachfragen.<br>\nDie Bundesregierung h&auml;lt an ihren unbewiesenen Vorw&uuml;rfen gegen&uuml;ber Russland im Fall des mutma&szlig;lich am 4. M&auml;rz vergifteten Sergej Skripal und dessen Tochter fest. Das erkl&auml;rten Regierungssprecher Steffen Seibert und Maria Adebahr, Sprecherin des Ausw&auml;rtigen Amtes, am Montag in Berlin auf der Regierungspressekonferenz gegen&uuml;ber Sputnik.<br>\n(&hellip;) Unver&auml;nderte Position trotz wachsender Zweifel<br>\nDie Zweifel an der Version Gro&szlig;britanniens und anderer westlicher Staaten wachsen, wie Harald Neuber am Samstag im Online-Magazin &bdquo;Telepolis&ldquo; feststellte. Nicht so anscheinend bei Au&szlig;enamtssprecherin Adebahr: &bdquo;Unsere Position in diesem Fall ist unver&auml;ndert&ldquo;, erkl&auml;rte sie in der Regierungspressekonferenz am Montag. Sputnik hatte nachgefragt und wollte auch wissen, ob sich ihr Ministerium f&uuml;r die Vorw&uuml;rfe auf seiner Homepage gegen &bdquo;staatlich kontrollierte russische Auslandsmedien&ldquo; entschuldigen w&uuml;rde. Diese w&uuml;rden &bdquo;falsche Ger&uuml;chte&ldquo; und &bdquo;gezielte Falschmeldungen&ldquo; verbreiten, so das Berliner Au&szlig;enamt. Am 26. M&auml;rz hatte Au&szlig;enminister Heiko Maas gar erkl&auml;rt, &bdquo;die Fakten und Indizien weisen nach Russland&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20180611321119464-skripal-affaere-bundesregierung-vorwuerfe\/?utm_source=short_direct&amp;utm_medium=short_url&amp;utm_content=hJZT&amp;utm_campaign=URL_shortening\">Sputnik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>So verbiegt die AfD die Polizeiliche Kriminalstatistik<\/strong><br>\nFl&uuml;chtlinge sind krimineller als Deutsche. Dieser Satz ist f&uuml;r den AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Hess &uuml;ber jeden Zweifel erhaben. &bdquo;Wer dies immer noch leugnet, der hat entweder keine Ahnung oder l&uuml;gt bewusst die deutsche Bev&ouml;lkerung an. Schluss mit Sch&ouml;nrederei und Augenw&auml;scherei (sic)!&ldquo;, schrieb Hess mit gro&szlig;em Selbstbewusstsein am Montag auf seiner Twitterseite. Dazu stellte Hess ein Diagramm, in dem zwei farbige Balken miteinander verglichen wurden. Ein gelber Balken f&uuml;r die Deutschen und ein roter Balken f&uuml;r die Fl&uuml;chtlinge. Gerechnet wurde in &bdquo;Tatverd&auml;chtige pro 100.000 Personen&ldquo;. [&hellip;]<br>\nTats&auml;chlich strahlt die Statistik von Hess eine gewisse Autorit&auml;t aus. Sie wirkt professionell und das hineinmontierte Foto von Hess zeigt ihn seri&ouml;s mit Anzug und Krawatte. Hess ist noch dazu ein Mann vom Fach. Er ist Mitglied des Innenausschusses und war fr&uuml;her Polizist von Beruf. Noch dazu steht im Kleingedruckten unter seiner Grafik: &bdquo;Datengrundlage PKS Bund 2017&ldquo;, gemeint ist die Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamtes. Eine seri&ouml;se Quelle also. Das Problem ist nur: Die Statistik von Hess ist falsch. Sie stimmt nicht. Gar nicht.<br>\nEine Sprecherin des Bundeskriminalamtes teilt auf Anfrage mit, es k&ouml;nne &bdquo;nicht nachvollzogen werden&ldquo;, wie Hess die Zahlen berechnet habe. &bdquo;Diese Zahlen gehen nicht aus der bundesweiten PKS hervor&ldquo;. &Uuml;berhaupt sei ein Vergleich von Tatverd&auml;chtigen unter &bdquo;Deutschen&ldquo; und &bdquo;Fl&uuml;chtlingen&ldquo; pro 100.000 Personen nicht m&ouml;glich. In der Kriminalstatistik gibt es keine &bdquo;Fl&uuml;chtlinge&ldquo;, sondern &bdquo;Zuwanderer&ldquo; mit dem Aufenthaltsstatus &bdquo;Asylbewerber&ldquo;, &bdquo;Schutzberechtigte und Asylberechtigte&ldquo;, &bdquo;Duldung&ldquo;, &bdquo;Kontingentfl&uuml;chtling&ldquo; oder &bdquo;unerlaubter Aufenthalt&ldquo;. F&uuml;r eine Vergleichsrechnung w&auml;re das kein Problem. Man k&ouml;nnte die Tatverd&auml;chtigen unter diesen Personen zusammenz&auml;hlen. F&uuml;r eine Berechnung der Tatverd&auml;chtigen pro 100.000 Personen und einen Vergleich mit den Deutschen m&uuml;sste man diese Summe aber mit einer Gesamtzahl ins Verh&auml;ltnis setzen. Und diese existiert nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/wie-die-afd-die-polizeiliche-kriminalstatistik-verbiegt-15636317.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&bdquo;Ein Putsch aus Berlin&ldquo;<\/strong><br>\nF&uuml;hrt die Bundesregierung ihre Politik fort, wird die W&auml;hrungsunion zerbrechen, sagt der Linken-Abgeordnete Fabio De Masi<br>\nder Freitag: Herr De Masi, Sie sagen, Deutschland sei eine gr&ouml;&szlig;ere Gefahr f&uuml;r den Euro als Italien.<br>\nFabio De Masi: Das ist die Meinung vieler internationaler &Ouml;konomen: Deutschland verfolgte mit der Einf&uuml;hrung des Euro und der Agenda 2010 eine Politik der realen Abwertung: Wir haben hinreichende Lohnzuw&auml;chse unterdr&uuml;ckt, sodass wir immer billiger werden. Deutschland verkauft seit vielen Jahren mehr ins Ausland, als es von dort importiert. Das aber hei&szlig;t, dass unsere Handelspartner anschreiben, also Schulden machen m&uuml;ssen. Die K&uuml;rzung von L&ouml;hnen, Renten und Investitionen in der Euro-Krise, die Privatisierung von allem, was nicht bei drei auf den B&auml;umen ist, war fatal. Die Euro-Zone hat sich daher im internationalen Vergleich langsamer erholt als andere Wirtschaftsr&auml;ume.<br>\nIn Deutschland denkt man gemeinhin, die hohe Exportquote l&auml;ge an der Qualit&auml;t deutscher Autos. Und die Lohnzur&uuml;ckhaltung sei n&ouml;tig, um Arbeitslosigkeit abzubauen. Sollen es die anderen doch einfach so machen wie wir!<br>\nDas ist Mickey-Mouse-&Ouml;konomie. Sind unsere Ingenieure seit Einf&uuml;hrung des Euro wirklich dreimal besser geworden als vorher? Wenn jemand exportiert, muss jemand anders importieren. Wir k&ouml;nnen ja nicht alle auf den Mars exportieren. Der Exportjunkie Deutschland k&ouml;nnte durch die Strafz&ouml;lle von Donald Trump bald auf kalten Entzug gesetzt werden. Wir haben nun viele Jahre Arbeitslosigkeit exportiert. H&auml;tten wir unsere Binnenwirtschaft gest&auml;rkt, h&auml;tten wir auch mehr Jobs, aber mit vern&uuml;nftigen L&ouml;hnen.<br>\n(&hellip;) Geht Merkels Antwort auf Macrons Reformvorschl&auml;ge f&uuml;r die Euro-Zone in die richtige Richtung?<br>\nWeder die Vorschl&auml;ge von Macron noch jene von Merkel werden den Euro retten. Das zentrale Problem der Euro-Zone besteht ja darin, dass wir zwar eine gemeinsame W&auml;hrung haben, aber die gr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft Europas, Deutschland, lange Zeit k&uuml;nstlich abgewertet hat, indem die L&ouml;hne gedr&uuml;ckt wurden, und permanent Export&uuml;bersch&uuml;sse erzielt. Macron traut sich nicht, die Bundesregierung zu stellen. Stattdessen sagt er: Wir machen jetzt auch eine Agenda 2010 in Frankreich, und als Belohnung wollen wir ein bisschen Taschengeld aus Br&uuml;ssel. Das kann nicht funktionieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/pep\/ein-putsch-aus-berlin\">Der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sicherheitsexperte beurteilt Brandschutz bei Stuttgart 21: &ldquo;Es ist ein Staatsverbrechen&rdquo;<\/strong><br>\nStuttgart 21 ist Europas gr&ouml;&szlig;te Baustelle. Politik und Bahn sind &ldquo;finster entschlossen&rdquo;, das Gro&szlig;projekt in Stuttgart durchzuziehen &ndash; obwohl inzwischen feststeht: Es ist nicht nur Unfug, es ist lebensgef&auml;hrlich.<br>\nSind Sie Vater oder Mutter und haben kleine Kinder? Sind Sie k&ouml;rperlich beeintr&auml;chtigt und auf den Rollstuhl angewiesen? Sind Sie gebrechlich, nicht mehr schnell zu Fu&szlig;? Oder jung und gut trainiert, aber Sie haben sich beim Sport den Fu&szlig; verstaucht?<br>\nDann lesen Sie diesen Text. Es geht um Sie. Konkret geht es um Stuttgart 21, dieses Mega-Tiefbahnhofsprojekt in der baden-w&uuml;rttembergischen Landeshauptstadt, das unendlich teuer wird. Schlimmer noch: Es wird gef&auml;hrlich.<br>\nKatastrophe mit Ansage<br>\nDas ist der eindeutige Befund nach Gespr&auml;chen &uuml;ber das neue, Ende M&auml;rz vorgelegte Brandschutzkonzept zu S21 mit gut einem Dutzend Fachleuten, mit Ingenieuren, Feuerwehrm&auml;nnern, mit Spezialisten f&uuml;r Rauchentwicklung in Tunneln und Fluchtwegen.<br>\nManche wollen ihre Namen in dieser Geschichte nicht sehen, weil die Bahn ein m&auml;chtiger Auftraggeber ist, aber ihr Urteil ist eindeutig: &ldquo;Es ist Wahnsinn, was die da machen!&rdquo; Einer sagte: &ldquo;Es ist ein Staatsverbrechen, was hier geschieht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/panorama\/gesellschaft\/stuttgart-21--experten-zum-brandschutz-beim-umstrittenen-grossprojekt-8116488.html\">Arno Luik auf stern.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Lesenswert. Stern-Redakteur Luik zeigt, wie verantwortungslos die Bundeskanzlerin und die Bahnspitze handeln.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: S21 auch ohne Tiefbahnhof<\/strong><br>\nGegnerInnen des Megabahnprojektes Stuttgart 21 nehmen neuen Anlauf, um den Bau des umstrittenen Tiefbahnhofs doch noch zu verhindern. Bei einer &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung des Bundestagsverkehrsausschusses haben die AktivistInnen am Montag ein Umstiegskonzept vorgelegt, das fertig gestellte Bauabschnitte einbezieht, aber auf den Tiefbahnhof in der Stuttgarter Innenstadt verzichtet. Angesichts der enormen Kostenexplosion fordern die AktivistInnen strafrechtliche Ermittlungen gegen Aufsichtsr&auml;te der Bahn wegen Untreue. Unfreiwillige Sch&uuml;tzenhilfe leistet dabei der umstrittene ehemalige sozialdemokratische Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin.<br>\n(&hellip;) Dieser erkl&auml;rte, die Entscheidung f&uuml;r Stuttgart 21 im Jahr 2001 sei auf der Basis der Preise von 1998 erfolgt. Dabei seien die Standardbaukosten ber&uuml;cksichtigt worden, aber keine Risikofaktoren, wie sie durch Besonderheiten in B&ouml;den entstehen k&ouml;nnten. &bdquo;Deshalb war von Anfang an klar, dass die Kosten wesentlich h&ouml;her ausfallen w&uuml;rden&ldquo;, so Sarrazin.<br>\nIn seiner Stellungnahme schreibt der Ex-Bahnvorstand zudem, es sei &bdquo;v&ouml;llig klar&ldquo; gewesen&ldquo;, dass &bdquo;die wie immer berechnete Wirtschaftlichkeit des Projekts Stuttgart 21 in sich zusammenbrechen w&uuml;rde, wenn sich nur ein kleiner Teil der Risiken, etwa im Tunnelbau, materialisierte&ldquo;. Trotzdem ist er aber dagegen, das Projekt Stuttgart 21 einzustellen &ndash; wegen des vielen Geldes, das bereits investiert wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Stuttgart-21-Anhoerung-im-Bundestag\/!5509295\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Seehofer spaltet die Union &ndash; und st&uuml;rzt die Regierung in die Krise<\/strong><br>\nSeehofer und Merkel finden in der Fl&uuml;chtlingsfrage nicht zusammen &ndash; und bieten sich einen unglaublichen Kampf um die Macht im konservativen Lager. [&hellip;]<br>\nAm Donnerstag dann die Schlagzeile der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung: &bdquo;Merkel ganz allein &ndash; Nur drei Unions-Abgeordnete stellen sich hinter die Kanzlerin.&ldquo; Zwar entpuppte sich die Grundlage der Kampagne als d&uuml;nn, denn die Zeitung hatte von den meisten Abgeordneten gar keine Antwort auf ihre Umfrage bekommen. Doch Merkel versicherte sich lieber der Zustimmung und rief das Pr&auml;sidium zur Telefonkonferenz zusammen. Sie berichtete, dass sie einen Kompromiss vorgeschlagen habe. Sie jedenfalls, so die Botschaft, sei nicht verantwortlich, wenn es ein Scheitern g&auml;be. Sie habe angeboten, diejenigen Asylbewerber an der Grenze abzuweisen, deren Bescheid in einem fr&uuml;heren Verfahren in Deutschland bereits negativ beschieden worden sei. [&hellip;]<br>\nDas Kalk&uuml;l der CSU lautet: Merkel hat auch bei den CDU-Abgeordneten keine Mehrheit mehr. Doch das ging am Donnerstag nicht auf. Denn die Kanzlerin erhielt gewichtige Unterst&uuml;tzung in der Fraktion. Gleich als erster Redner ergriff Bundestagspr&auml;sident Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) das Wort. Er verteidigte Merkels Kurs. Er mahnte, dass man Europa zusammen halten m&uuml;sse, nationale Alleing&auml;nge nicht die L&ouml;sung seien. Dann appellierte Merkel: &bdquo;Geben Sie mir noch zwei Wochen Zeit.&ldquo;<br>\nEs folgten weitere Wortmeldungen. Auf der Fraktionsebene ert&ouml;nte um 13.20 Uhr die Durchsage: Die Bundestagssitzung bleibt noch weitere 90 Minuten unterbrochen. Doch f&uuml;r Merkel war das nun keine schlechte Nachricht mehr. Immer mehr Abgeordnete unterst&uuml;tzten sie.<br>\nSch&auml;uble, so die anschlie&szlig;ende Einsch&auml;tzung vieler CDUler, hat Merkel gerettet &ndash; so wie schon beim umstrittenen Griechenland-Hilfsprogramm. Auf jeden Fall wurde deutlich, dass die Mehrheit der Abgeordneten nun dem Kurs der Kanzlerin folgt. Gesundheitsminister Spahn beantragte noch eine gemeinsame Sitzung mit der CSU, erhielt aber keine Mehrheit.<br>\nW&auml;hrend die CDU-Reihen sich um Merkel schlossen, versch&auml;rfte die CSU den Ton. &bdquo;Wir sind im Endspiel um die Glaubw&uuml;rdigkeit&ldquo;, sagte Dobrindt in der Sondersitzung der CSU. &bdquo;Die Menschen haben die Geduld verloren.&ldquo; Doch der Streit sei erst einmal vertagt. Am Montag wollen sich die Parteigremien von CDU und CSU beraten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/streit-ueber-asylpolitik-seehofer-spaltet-die-union-und-stuerzt-die-regierung-in-die-krise\/22686146.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Das Drehbuch f&uuml;r die Entwicklung in Berlin schreibt &uuml;brigens die Bild-Zeitung seit Dienstag. Die Kampagne &uuml;ber die Titelseite gipfelte am Donnerstag in der Schlagzeile &bdquo;<a href=\"https:\/\/bildblog.de\/99121\/bild-laesst-angela-merkel-allein-dastehen\/\">Merkel ganz allein!<\/a>&ldquo;. Heute geht es mit einem &bdquo;Ultimatum f&uuml;r Merkel!&ldquo; weiter.<\/em><\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180615-hdt-01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180615-hdt-01-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p><strong>dazu: Weshalb man Asylsuchende nicht an der Grenze abweisen kann, Teil 2<\/strong><br>\nDas Gemeinsame Europ&auml;ische Asylsystem hat M&auml;ngel, ohne Frage. Aber es enth&auml;lt mit der Dublin-Verordnung eine Grundentscheidung, die wesentlich ist: Jeder Asylsuchende in der EU soll irgendwo Zugang zu einem Verfahren bekommen. Die Grundentscheidung der Dublin-Verordnung lautet also: Die Mitgliedstaaten k&ouml;nnen streiten, welcher zust&auml;ndig ist f&uuml;r eine Person. Aber sie m&uuml;ssen dies in geordneten Verfahren tun. Damit diese Verfahren sicherstellen, dass am Ende immer ein Staat zust&auml;ndig ist und Menschen nicht ohne Zugang zum Recht hin- und hergeschoben werden. Diese Grundentscheidung steht auf dem Spiel, wenn wir dar&uuml;ber diskutieren, ob Personen nicht einfach direkt an der Grenze zur&uuml;ckgewiesen werden k&ouml;nnen.<br>\nWer die Dublin-Verordnung nur mit Blick auf den Streit zwischen Staaten betrachtet, mag die Zur&uuml;ckweisung an der Grenze f&uuml;r harmlos halten &ndash; dann wird eben einem anderen Staat die Verantwortung zugeschoben. Aber der Zweck der Dublin-Verordnung und des Gemeinsamen Europ&auml;ischen Asylsystems ist letztlich der Schutz von Personen. Dieser Schutz ist fundamental gef&auml;hrdet, wenn Personen zur&uuml;ckgewiesen werden, ohne dass ein anderer Staat zugesagt hat, sie auch aufzunehmen. Deshalb ist das formale Verfahren, in dem die Zust&auml;ndigkeit gepr&uuml;ft und unter Umst&auml;nden ein anderer Mitgliedsstaat um Aufnahme ersucht wird, unerl&auml;sslich. Mit der Forderung, diese Grundentscheidung aufzugeben, wird &uuml;ber dem Zust&auml;ndigkeitskonflikt der Zweck des Systems missachtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/weshalb-man-asylsuchende-nicht-an-der-grenze-abweisen-kann-teil-2\/\">Verfassungsblog<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/weshalb-man-asylsuchende-nicht-an-der-grenze-abweisen-kann\/\">Hier<\/a> k&ouml;nnen Sie Teil 1 des Beitrages nachlesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>G&ouml;nnt Putin diesen Triumph nicht!<\/strong><br>\nEin Fu&szlig;ballturnier eignet sich nicht, um viele offene Fragen zwischen Russland und dem Westen zu kl&auml;ren &ndash; die Hacker-Angriffe auf die Bundesregierung, den Abschuss von MH17, die Vergiftung des Ex-Agenten Skripal. Oder der Fall Hajo Seppelt, der in Russland offenkundig ein unerw&uuml;nschter Gast ist.<br>\nEin Besuch westlicher Regierungschefs bei der WM dagegen k&ouml;nnte als ein &ldquo;Weiter so&rdquo; verstanden werden. Das w&auml;re ein fatales Signal &ndash; auch an andere Autokraten wie Erdogan und Xi. Vor allem aber w&auml;re es ein Triumph f&uuml;r Putin. Und den hat er nicht verdient.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/politik_kommentare\/Goennt-Putin-diesen-Triumph-nicht-article20480210.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.B.:<\/strong> Der Kommentar von Christoph Rieke ist Qualit&auml;tsjournalismus vom Feinsten. Die Russen im Allgemeinen und Wladimir Putin im Speziellen haben f&uuml;r alles &Uuml;bel dieser Welt verantwortlich zu sein. Provokant und aggressiv. Ob Krieg in der Ostukraine oder Syrien, Hackerangriffe auf die Bundesregierung, der Abschuss von MH17 oder der Giftgasanschlag in Salisbury &ndash; der b&ouml;se Russe war es. Im Hinblick auf den Fall Hajo Seppelt fehlt eigentlich nur noch die Erkenntnis, dass die russische Nationalmannschaft das WM-Er&ouml;ffnungsspiel nur so grandios gewinnen konnte, weil die Spieler bis zum Anschlag gedopt gewesen sein m&uuml;ssten.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Speziell f&uuml;r Hajo Seppelt war es gestern kein guter Tag. Die Ereignisse im Bundestag lie&szlig;en sein erneutes Ringen um Aufmerksamkeit in den Hintergrund treten. So gab er beispielsweise der <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/ard-dopingexperte-seppelt-wie-kann-man-an-ein-solches-land-ueberhaupt-eine-wm-vergeben-1.4015470\">S&uuml;ddeutschen ein Interview<\/a>, in dem er Russland vorwarf, sich als Opfer westlicher Propaganda zu inszenieren. Das ist schon seltsam, da er sich doch zun&auml;chst &ouml;ffentlich dar&uuml;ber beklagte, kein Visum erhalten zu haben und sogar die Politik deshalb zum Handeln aufrief. Als dann der Bundesau&szlig;enminister in der Sache aktiv wurde und schlie&szlig;lich doch ein Visum zustande kam, ruderte Seppelt bereits zur&uuml;ck. Er wisse noch gar nicht, ob er nach Russland fahre. Am Mittwochabend (22:30 Uhr) folgte dann schlie&szlig;lich die <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/seppelt-russland-101.html\">ARD-Eilmeldung<\/a>, in der nun von &bdquo;Gef&auml;hrdungsanalysen der Bundessicherheitsbeh&ouml;rden&ldquo;, die Rede ist, die auch das Au&szlig;enministerium teile. Da fragt man sich, geht es noch eine Nummer gr&ouml;&szlig;er? Und wer inszeniert sich hier eigentlich als Opfer?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44438\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-44438","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44438","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=44438"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44438\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44441,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44438\/revisions\/44441"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=44438"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=44438"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=44438"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}