{"id":44442,"date":"2018-06-16T11:50:17","date_gmt":"2018-06-16T09:50:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44442"},"modified":"2024-09-24T08:32:30","modified_gmt":"2024-09-24T06:32:30","slug":"fake-es-gibt-kein-handelsdefizit-der-usa-gegenueber-der-eu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44442","title":{"rendered":"Fake: Es gibt kein Handelsdefizit der USA gegen\u00fcber der EU"},"content":{"rendered":"<p>Die US-Regierungen seit Barack Obama kritisieren die Europ&auml;ische Union, sie verursache durch unfaire Methoden ein US-Handelsdefizit und die EU m&uuml;sse das &auml;ndern. Doch das Defizit gibt es gar nicht, im Gegenteil. Das Defizit ist ein Fake, nachgebetet von Politikern und Alpha-Journalisten, die die globale Steuerflucht von Konzernen am Standort USA decken. Von <strong>Werner R&uuml;gemer<\/strong>.<\/p><div class=\"clearRight\"><\/div><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_9841\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-44442-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180618_Fake_Kein_Handelsdefizit_der_USA_gegenueber_der_EU_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180618_Fake_Kein_Handelsdefizit_der_USA_gegenueber_der_EU_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180618_Fake_Kein_Handelsdefizit_der_USA_gegenueber_der_EU_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180618_Fake_Kein_Handelsdefizit_der_USA_gegenueber_der_EU_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=44442-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180618_Fake_Kein_Handelsdefizit_der_USA_gegenueber_der_EU_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"180618_Fake_Kein_Handelsdefizit_der_USA_gegenueber_der_EU_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Schon US-Pr&auml;sident Barack Obama hatte die EU und insbesondere Deutschland immer wieder kritisiert: Das von ihnen verursachte US-Handelsdefizit sei weitaus zu hoch, die EU m&uuml;sse ihre Wirtschaftspolitik &auml;ndern. Obamas Nachfolger Donald Trump wiederholt diese falschen Behauptungen und Forderungen und versch&auml;rft sie durch die Auferlegung von neuen Z&ouml;llen.<\/p><p>Trump beziffert das Handelsdefizit der USA gegen&uuml;ber ihren Handelspartnern f&uuml;r das Jahr 2017 auf  insgesamt 811 Milliarden US-Dollar, der gr&ouml;&szlig;te Teil gegen&uuml;ber China. Der zweitgr&ouml;&szlig;te Teil davon mit 153 Milliarden entf&auml;llt nach der Polemik dieses besonders d&uuml;mmlichen Demagogen auf die EU, und davon wiederum mehr als ein Drittel allein auf Deutschland. Doch bei gesamtwirtschaftlicher Betrachtung ergibt sich auf ganz einfache Weise ein gegenteiliges Bild. (Alle hier genannten Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2017)<\/p><p><strong>Fake-Begriff &bdquo;Freihandel&ldquo;<\/strong><\/p><p>Die Obama\/Trump-Behauptung st&uuml;tzt sich auf das, was traditionell seit den Anf&auml;ngen des Kapitalismus als Ware bezeichnet wird und Gegenstand klassischer Freihandelsvertr&auml;ge war, also auf industrielle Produkte wie Textilien, K&uuml;hlschr&auml;nke, Maschinen, Motorr&auml;der, Autos, dann auch auf agrarische Produkte wie Baumwolle, Getreide, Mais, Reis, Obst, Fleisch und Getr&auml;nke. <\/p><p>Tats&auml;chlich entsteht bei den industriellen Produkten, die aus der EU in die USA exportiert werden, ein Handelsdefizit der USA und ein EU-Export&uuml;berschuss: Das geht insbesondere von drei EU-Staaten aus, in denen die gr&ouml;&szlig;te industrielle Produktion stattfindet &ndash; Deutschland, Italien, Frankreich, in dieser Reihenfolge. Deutschland erwirtschaftete mit dem Export vor allem von Autos, Maschinen und Spezialtechnik einen &Uuml;berschuss gegen&uuml;ber den USA von 63,9 Milliarden, Italien von 32,4 Milliarden und Frankreich von 11,2 Milliarden. Den Rest zu den 153 Milliarden steuerten die weiteren 25 EU-Staaten bei, zu denen ja z.B. auch noch Gro&szlig;britannien mit einer gewissen industriellen Basis geh&ouml;rt.<\/p><p>Aber da fehlt etwas. Das hat auch mit dem heute st&auml;ndig weiterverwendeten Freihandels-Begriff zu tun. NAFTA, TTIP, CETA und so weiter: Alle diese Abkommen werden als Frei&ldquo;handels&ldquo;-Vertr&auml;ge bezeichnet. Bei ihnen geht es allerdings zum wenigsten um industrielle und agrarische Produkte, bei denen die Z&ouml;lle weitgehend abgeschafft oder weit abgesenkt wurden &ndash; schlie&szlig;lich gab es seit 1947 (GATT, WTO)  zahllose Freihandels-Verhandlungen und -Vertr&auml;ge. Aber beim neueren Typ dieser Vertr&auml;ge, seit NAFTA (1994), geht es um das, um was es seit der damals voll in Fahrt gekommenen &bdquo;Globalisierung&ldquo; im Wesentlichen geht: Um Investitionen, in der Fachsprache FDI genannt, Foreign Direct Investments, grenz&uuml;berschreitende Investitionen im Ausland. Deswegen sind ja die privaten Schiedsgerichte so zentral geworden: Bei denen geht es nicht um Z&ouml;lle, sondern um die Sicherung von Investitionen.<\/p><p><strong>Ausgeblendet I: Dienstleistungs-Produkte <\/strong><\/p><p>So blenden die US-Vertreter und ihre Nachbeter ganz primitiv zwei l&auml;ngst zunehmend wichtig gewordene Bereiche der internationalen Wirtschaftsbeziehungen aus: Dienstleistungs-Produkte und Gewinntransfers. Und das sind die Bereiche, in denen die USA mit ihrem Wirtschaftsmodell und ihrer Art der Globalisierung seit Jahrzehnten die besonders aktiven Antreiber und gr&ouml;&szlig;ten Profiteure sind.<\/p><p>Beziehen wir also zun&auml;chst die Dienstleistungs-Produkte ein, die von US-Finanzakteuren wie den Wall Street-Banken, Kapitalorganisatoren wie Blackrock und Blackstone, von US-Unternehmensberatern, Wirtschaftskanzleien, Rating- und PR-Agenturen und, eigentlich sehr bekannt, von weltweit f&uuml;hrenden Software-, Digital- und Internet-Unternehmen wie Amazon, Apple, Microsoft, Google, Facebook in der EU verkauft werden &ndash; dann sieht die Bilanz ganz anders aus: Dann haben die USA gegen&uuml;ber der EU einen &Uuml;berschuss von 51 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet, und die EU hat hier ein Defizit von 51 Milliarden US-Dollar. Sodass sich also das behauptete US-Defizit von 153 Milliarden im ersten Schritt schon mal auf 102 Milliarden reduziert.<\/p><p><strong>Ausgeblendet II: Gewinn-Transfers von Konzernen<\/strong><\/p><p>Gehen wir zur n&auml;chsten Blindstelle: Einen noch viel gr&ouml;&szlig;eren &Uuml;berschuss zugunsten der USA und ein noch viel gr&ouml;&szlig;eres Defizit zulasten der EU produzieren die mehreren Dutzend US-Gro&szlig;konzerne, zum Teil dieselben, die schon genannt wurden: Sie entziehen die Gewinne ihrer Niederlassungen in der EU hier weitestgehend der Besteuerung und transferieren einen Teil an ihre US-Zentralen: General Electric, IBM, Coca Cola, Microsoft, Amazon, Apple, Google, Starbucks und so weiter. Das ergibt immerhin 106 Milliarden US-Dollar mehr als in der Gegenrichtung. <\/p><p>So ist also das US-&bdquo;Handels&ldquo;defizit schon v&ouml;llig dahingeschmolzen und hat sich in einen US-&Uuml;berschuss und ein EU-Defizit von 4 Milliarden verwandelt. So einfach ist das. <\/p><p>Das ist so einfach, in faktischer und politischer und medialer Hinsicht, weil hier die vasallische  Komplizenschaft der Europ&auml;ischen Kommission und der f&uuml;hrenden Regierungen der EU-Staaten sich auswirkt, allen voran der von CDU, CSU und SPD gef&uuml;hrten deutschen Bundesregierungen, ob die Bundeskanzler Schr&ouml;der oder Merkel hei&szlig;en, ob die Finanzminister Steinbr&uuml;ck, Sch&auml;uble oder Scholz hei&szlig;en und ob die EU-Kommissionspr&auml;sidenten Barroso oder Juncker hei&szlig;en: Barroso wechselte zu Goldman Sachs, Juncker hat die Finanzoase Luxemburg aufgebaut und wurde von Merkel\/Sch&auml;uble zum Pr&auml;sidenten der EU-Steuerhinterziehungs-Industrie hochbugsiert. Die Finanzoasen-Staaten spielen hier n&auml;mlich eine entscheidende Rolle.<\/p><p>Die Steuerhinterziehungen (pardon, laut Price Waterhouse Coopers und Ernst &amp; Young handelt es sich um &bdquo;Steuergestaltung&ldquo;) und Gewinntransfers von Konzernen mit Standort USA laufen n&auml;mlich fast ausschlie&szlig;lich &uuml;ber die gro&szlig;en EU-Finanzoasen: vor allem &uuml;ber die Niederlande, &uuml;ber Luxemburg, Gro&szlig;britannien mit dem an die City of London angeschlossenen Dutzend der britischen Kanal- und karibischen Inseln und &uuml;ber das von der EU als Finanzoase aufgebaute Irland. F&uuml;r die Brosamen der Verwaltungsgeb&uuml;hren der hunderttausenden an Briefkastenfirmen halten die Regierungen und Leitmedien die Klappe und k&auml;uen das gefakete US-Handelsdefizit wieder.<\/p><p><strong>Ausgeblendet III: Gewinntransfers von Privatpersonen<\/strong><\/p><p>Einen weiteren Bereich klammern die Fake-Wiederk&auml;uer aus. Er ist vergleichsweise klein, geh&ouml;rt aber zum Gesamtbild und zeigt ebenfalls die ungleichen Verh&auml;ltnisse.<\/p><p>Auch die Bilanz der sogenannten Sekund&auml;reinkommen geht zugunsten der USA aus. Das sind die Finanztransfers von Privatpersonen, also vor allem von Unternehmern, Managern und gut bezahlten Mitarbeitern, Milit&auml;rs und Diplomaten. Im hier behandelten Jahr &uuml;berwiesen US-Amerikaner aus EU-Staaten 10 Milliarden US-Dollar mehr in die USA als EU-B&uuml;rger aus den USA in die EU &uuml;berwiesen.<\/p><p>Dienstleistungs-Produkte, Gewinn- und sonstige finanzielle Transfers: Alle diese Zahlen kennen auch US-Pr&auml;sidenten oder k&ouml;nnten oder sollten sie kennen oder sich von ihren zahlreichen einschl&auml;gigen Beratern sagen lassen. Die Zahlen werden ja im Auftrag der US-Regierung erstellt, Jahr f&uuml;r Jahr, vom Bureau of Economic Analysis, BEA, das zum Department of Commerce geh&ouml;rt. Die Tabellen sind <a href=\"https:\/\/www.bea.gov\">&uuml;ber Internet in Sekundenschnelle einsehbar<\/a>. Mithilfe dieser Tabellen konnte k&uuml;rzlich <a href=\"http:\/\/www.cesifo-group.de\">das M&uuml;nchner ifo-Institut leicht darlegen<\/a>: Das behauptete US-Handelsdefizit gibt es nicht, vielmehr besteht &ndash; wenn man die oben genannten US-&Uuml;bersch&uuml;sse zusammenz&auml;hlt &ndash; ein EU-Defizit von 14 Milliarden.<\/p><p><strong>Ausgeblendet IV: Gewinn-Transfers von Aktion&auml;ren<\/strong><\/p><p>Die US-Statistikbeh&ouml;rde &ndash; und damit auch das ifo-Institut &ndash; ist allerdings nicht ganz auf dem letzten Stand. BEA kann nur die Daten sammeln, die nach den US-Gesetzen von den Unternehmen selbst ver&ouml;ffentlicht werden. Da fehlt einiges Wichtige aus gegenw&auml;rtigen Praktiken. <\/p><p>Die weithin unregulierten Finanzakteure wie Blackrock &amp; Co, Blackstone &amp; Co, die Hedgefonds, die Wagnis-Kapital-Finanziers, die Privatbanken, die elit&auml;ren Investmentbanken wie Emmanuel Macrons ehemalige Bank Rothschild platzieren die Aktienpakete und Wertpapiere ihrer Kunden &ndash; auch die Aktien in Unternehmen mit Standort in der EU &ndash; hochprofessionell und fl&auml;chendeckend in den zwei Dutzend Finanzoasen. Die letztlich wirtschaftlich Berechtigten sind dabei f&uuml;r Steuer- und Statistikbeh&ouml;rden nicht sichtbar. Da w&uuml;rde sich vermutlich beim &Uuml;bergewicht der US-Investoren noch ein weiteres &bdquo;Handels&ldquo;-Ungleichgewicht ergeben.<\/p><p><strong>&bdquo;Handels&ldquo;bilanz-Defizit mit China<\/strong><\/p><p>Um den Mechanismus und die systemische internationale Verbreitung der Fakes zu verdeutlichen, sei kurz auf China eingegangen. Trump verteufelt auch die  Volksrepublik wegen des angeblich von ihr ebenfalls verursachten US-&bdquo;Handelsdefizits&ldquo;. Es ist weitaus das gr&ouml;&szlig;te, das die USA mit einem anderen Staat haben. 2017 betrug es 358 Milliarden US-Dollar. Da fehlen aber ebenso die Dienstleistungs-Produkte und die Gewinntransfers. Dazu ein ganz einfaches Beispiel: Allein die IPhones, die Apple in den Sonderwirtschaftszonen wie Shenzhen endmontieren l&auml;sst, kommen als chinesische Importe in die USA und erh&ouml;hen das US-Handelsdefizit um Milliarden. <\/p><p>Von wegen der d&uuml;mmlichen, an seine get&auml;uschten W&auml;hler gerichteten  Behauptungen des US-Pr&auml;sidenten &bdquo;China hat uns Millionen Arbeitspl&auml;tze gestohlen&ldquo; &ndash; Nein, es waren hunderte von US-Konzernen, gef&ouml;rdert von US-Regierungen, die seit Mitte der 1980er Jahre gierig Millionen Arbeitspl&auml;tze in den USA abgebaut und Niedrigl&ouml;hne in China,  Taiwan, Puerto Rico und anderswo genutzt haben und weiter zu nutzen versuchen, sich bereichern und die US-Arbeiter und die US-Volkswirtschaft und den US-Staat und andere Staaten verarmen, mithilfe von Komplizen. Da r&uuml;hrt auch der Demagoge Trump nicht dran, genauso wenig wie bei den Gewinntransfers.<\/p><p><strong>Da m&uuml;ssen andere ran<\/strong><\/p><p>Selbst die hier genannten offiziellen Quellen und Zahlen &uuml;ber die heutigen Wirtschaftsbeziehungen &ndash; verst&auml;ndlich f&uuml;r jedermann und jedefrau &ndash; kommen bei unseren &bdquo;verantwortlichen&ldquo; Regierungs-D&ouml;deln in Deutschland und auch beim schlauen Ex-Bankier Macron und bei der EU-Kommission nicht an. <\/p><p>Auch daran kann man die primitive, fl&auml;chendeckende, bis politisch ganz oben reichende Verdummung erkennen, die heute in der westlichen Wertegemeinschaft vorherrscht. Die &bdquo;Verantwortlichen&ldquo; in der EU m&uuml;ssten ihre komplizenhafte Vasallenhaltung aufgeben und k&ouml;nnten selbstbewusst auftreten. Warum tun sie es nicht? Da m&uuml;ssen andere ran.<\/p><p><em>Letzte Buchver&ouml;ffentlichung des Autors: Bis diese Freiheit die Welt erleuchtet. Transatlantische Sittenbilder aus Politik und Wirtschaft, Geschichte und Kultur. 226 Seiten, K&ouml;ln 2. Auflage 2017 (Papyrossa-Verlag)<\/em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/c4479bdf265f4e07a6b7de1b49d6fdcb\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die US-Regierungen seit Barack Obama kritisieren die Europ&auml;ische Union, sie verursache durch unfaire Methoden ein US-Handelsdefizit und die EU m&uuml;sse das &auml;ndern. Doch das Defizit gibt es gar nicht, im Gegenteil. Das Defizit ist ein Fake, nachgebetet von Politikern und Alpha-Journalisten, die die globale Steuerflucht von Konzernen am Standort USA decken. 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