{"id":4446,"date":"2010-01-08T15:56:40","date_gmt":"2010-01-08T14:56:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4446"},"modified":"2014-08-06T11:06:00","modified_gmt":"2014-08-06T09:06:00","slug":"die-behoerdenbahn-war-gold-im-vergleich-zur-unternehmer-mehdorn-bahn-die-aufloesung-des-monopols-waere-die-falsche-antwort-auf-die-schwierigkeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4446","title":{"rendered":"Die &#8220;Beh\u00f6rdenbahn&#8221; war Gold im Vergleich zur Unternehmer-Mehdorn-Bahn &#8211; Die Aufl\u00f6sung des Monopols w\u00e4re die falsche Antwort auf die Schwierigkeiten"},"content":{"rendered":"<p>Zurzeit h&auml;ufen sich die Schwierigkeiten bei der Deutschen Bahn AG. Z&uuml;ge fallen aus oder fahren nur mit der H&auml;lfte der Waggons, G&uuml;terwagen springen aus den Gleisen, die Schlangen in der Reisezentren sind unertr&auml;glich lang, die von der Bahn betriebene S-Bahn in Berlin funktioniert immer noch nicht. Die Berliner Verkehrssenatorin will das Monopol der Bahn brechen und erw&auml;gt, Strecken auch f&uuml;r private Anbieter ausschreiben. Das ist die von den privaten Anbietern gew&uuml;nschte Antwort und keine L&ouml;sung des Problems. Albrecht M&uuml;ller<br>\n<!--more--><br>\nIm Anhang finden Sie beispielhaft die Links auf drei gerade erschienene Artikel.<\/p><p>Ich habe die Bundesbahn erlebt und erfahren, als sie noch in Regie des Bundes betrieben wurde. Wenn zum Beispiel Preiserh&ouml;hungen anstanden, dann kam der Antrag der Bahn auch in der morgendlichen Lage des Bundeskanzleramtes zur Sprache. Behindert haben diese und andere Arten der Mitsprache des Bundes die Bahn nicht. In dieser Zeit wurden neue Techniken entwickelt, die schnellen Fahrzeuge geplant und in Auftrag gegeben und neue Strecken gebaut. Die Qualifizierung jener Deutschen Bahn als &bdquo;Beh&ouml;rdenbahn&ldquo; ist ziemlicher Unsinn. Jedenfalls war man bei dieser Bahn besser auf den Winter vorbereitet als heute, man hat nicht an den falschen Stellen und &uuml;berall gespart und man hat grobe Fehler vermieden. Sicher gab es in dieser Zeit b&uuml;rokratische Elemente. Aber diese gibt es heute auch und es gab und gibt zus&auml;tzlich eine F&uuml;lle von Fehlentscheidungen.<br>\nDer fr&uuml;here Bahn-Chef Mehdorn ist verantwortlich f&uuml;r eine F&uuml;lle dieser Fehlentscheidungen. Mitverantwortlich ist auch die Politik, die sich &ndash; obwohl der Bund zu 100 % Eigent&uuml;mer der Aktiengesellschaft ist &ndash; auch aus wichtigen Entscheidungen herausgehalten hat. Mehdorn hat das Unternehmen auf globale T&auml;tigkeit ausgerichtet, unz&auml;hlige neue Unternehmen dazu gekauft und die Bilanz des Unternehmens durch Sparma&szlig;nahmen gesch&ouml;nt, um so das Unternehmen auf den B&ouml;rsengang vorzubereiten. Er hat wichtige Experten, zum Beispiel f&uuml;r den Gleisbau, viel zu fr&uuml;h in den Ruhestand geschickt. Er hat sich ein absurdes, vom Luftverkehr abgeschautes Preissystem aufschwatzen lassen. Unter Mehdorns F&uuml;hrung wurden wichtige Wartungs- und Reparaturkapazit&auml;ten der Bahn abgebaut. Es wurde offensichtlich auch an der Technik der Z&uuml;ge gespart. Andernfalls w&auml;ren sie nicht so anf&auml;llig, dass sie schon bei einem harmlosen Winter wie in den vergangenen Tagen ausfallen. Usw.<br>\nVermutlich waren zu Mehdorns Zeit Managementkapazit&auml;ten f&uuml;r Zwecke wie den B&ouml;rsengang gebunden und standen deshalb nicht f&uuml;r die eigentliche Arbeit, die Planung und Produktion von Verkehrsleistungen, zur Verf&uuml;gung.<\/p><p>Das Ergebnis, die Unzufriedenheit mit der Deutschen Bahn ist ganz im Sinne jener, die das so genannte Monopol der Bahn brechen wollen und dies heute schon zum Beispiel im Bereich des Nahverkehrs geschafft haben. Die miserable Leistung einer als &ouml;ffentlich geltenden Einrichtung ist hier wie zum Beispiel auch bei der Altersvorsorge, wo die Leistungsf&auml;higkeit der gesetzlichen Rente bewusst reduziert und besch&auml;digt worden ist, die Basis f&uuml;r den Einstieg privater Anbieter.<\/p><p>In beiden F&auml;llen, bei der Altersvorsorge wie auch beim Schienenverkehr, halte ich das Monopol f&uuml;r eine wichtige Voraussetzung zum optimalen Betrieb. Die Schw&auml;chen, die jedes Monopol mit sich bringt, weil die dort T&auml;tigen meinen, sie k&ouml;nnten sichs im Monopol gem&uuml;tlich machen, m&uuml;ssen und k&ouml;nnen durch andere Ma&szlig;nahmen vermieden, auf jeden Fall so vermindert werden, dass sie kein Grund f&uuml;r eine v&ouml;llige Neuorientierung sind.<\/p><p>Ich halte deshalb die Schlussfolgerung der Berliner Verkehrssenatorin nicht f&uuml;r richtig. Es muss &uuml;ber die Einschaltung des Eigent&uuml;mers der Deutschen Bahn, im konkreten Fall des Bundes, m&ouml;glich sein, Probleme wie die in Berlin entstandenen Probleme zu l&ouml;sen. So viel Koordination zwischen einem Bundesland beziehungsweise zwei Bundesl&auml;ndern, Berlin und Brandenburg, und dem Bund muss m&ouml;glich sein. Allerdings setzt das voraus, dass der Bund sich endlich wieder um die verkehrspolitische Aufgabe seines Unternehmens k&uuml;mmert und dieses im verkehrspolitischen Sinne kontrolliert und steuert. Er darf die Mehrheit im Aufsichtsrat nicht weiter irgendwelchen Unternehmensmanagern &uuml;berlassen, wie das heute &uuml;blich ist.<\/p><p><strong>Anhang:<\/strong><\/p><ol>\n<li><strong>Wetter, Technik, Ungl&uuml;cke: Notstand bei der Bahn<\/strong><br>\nBahnreisende m&uuml;ssen dieser Tage Versp&auml;tungen und Umwege in Kauf nehmen. Das Chaos ist nicht nur auf das Wetter zur&uuml;ckzuf&uuml;hren &ndash; die Probleme der Bahn h&auml;ufen sich. Von Till Bartels<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/reise\/deutschland\/wetter-technik-ungluecke-notstand-bei-der-bahn-1533912.html\">STERN<\/a><\/li>\n<li><strong>Berliner S-Bahn-Chaos &rdquo;Ich glaube der Bahn nichts mehr&rdquo;<\/strong><br>\nVon O. Bilger<br>\nDie Berliner Verkehrssenatorin Junge-Reyer hat nach einem Jahr voller Pannen genug: Sie will die Deutsche Bahn in ihrer Macht beschneiden &ndash; zumindest schrittweise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/192\/499469\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;S-Bahn raus aus DB-Monopol&laquo;<\/strong><br>\nVerkehrssenatorin Junge-Reyer stellte drei Varianten zur Zukunft des Unternehmens vor<br>\nVon Andreas Heinz<br>\nNun hat Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) offensichtlich endg&uuml;ltig die Nase voll vom Nichthandeln der S-Bahn-Mutter Deutsche Bahn (DB). &raquo;Die Bahn hat ihr Tochterunternehmen total an die Wand gefahren. Nun m&uuml;ssen wir raus aus dem DB-Monopo&ouml;l und uns von diesen Zw&auml;ngen befreien&laquo;, forderte sie gestern. Deshalb bereite das Land Berlin gerade eine Ausschreibung f&uuml;r einen Teil des Netzes zur Betreibung nach Ende des S-Bahn-Vertrages am 14. Dezember 2017 vor.<br>\nHart kritisierte die Senatorin die Unf&auml;higkeit der S-Bahn und ihres Mutterkonzerns, die selbst geschaffene Krise in den Griff zu bekommen: &raquo;Zur derzeitigen unertr&auml;glichen Situation habe ich dem Bahnvorstand deutlich gesagt: Ich glaube Ihnen nichts mehr &ndash; es sei denn, ich sehe positive Ergebnisse.&laquo; Bislang habe die Deutsche Bahn aber immer nur durch leere Versprechungen &raquo;gegl&auml;nzt&laquo;. &hellip;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/162574.s-bahn-raus-aus-db-monopol.html?action=print\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zurzeit h&auml;ufen sich die Schwierigkeiten bei der Deutschen Bahn AG. Z&uuml;ge fallen aus oder fahren nur mit der H&auml;lfte der Waggons, G&uuml;terwagen springen aus den Gleisen, die Schlangen in der Reisezentren sind unertr&auml;glich lang, die von der Bahn betriebene S-Bahn in Berlin funktioniert immer noch nicht. Die Berliner Verkehrssenatorin will das Monopol der Bahn brechen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4446\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[160,28],"tags":[268,596],"class_list":["post-4446","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-markt-und-staat","category-privatisierung","tag-deutsche-bahn","tag-mehdorn-hartmut"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4446","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4446"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4446\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22649,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4446\/revisions\/22649"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4446"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4446"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4446"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}