{"id":44463,"date":"2018-06-17T11:50:05","date_gmt":"2018-06-17T09:50:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44463"},"modified":"2018-12-30T14:25:32","modified_gmt":"2018-12-30T13:25:32","slug":"gustavo-petros-chancen-zwischen-befriedung-und-der-nato-partnerschaft-kolumbiens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44463","title":{"rendered":"Gustavo Petros Chancen zwischen Befriedung und der NATO-Partnerschaft Kolumbiens"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180617-Kolumbien-04.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>Die Kampagne zur Pr&auml;sidentschafts-Stichwahl in Kolumbien sorgte f&uuml;r &Uuml;berraschungen, die von konservativen in- und ausl&auml;ndischen Medien beflissentlich kleingeredet werden, jedoch nicht geleugnet werden k&ouml;nnen. Dem progressiven, ehemaligen B&uuml;rgermeister von Bogot&aacute; und Pr&auml;sidentschafts-Kandidaten des Wahlb&uuml;ndnisses &ldquo;Colombia Humana&rdquo;, Gustavo Petro, gelang es in weniger als vier Wochen nach dem ersten Durchgang der Pr&auml;sidentschaftswahlen im vergangenen Mai, seinen R&uuml;ckstand von 25 Prozent zu 39 Prozent der Stimmen f&uuml;r den konservativen Kandidaten des sogenannten &ldquo;Centro Democr&aacute;tico&rdquo;, Iv&aacute;n Duque, nahezu bis zu einem virtuellen Kopf-an-Kopf-Rennen abzubauen. Von <strong>Frederico F&uuml;llgraf<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDuque hatte im ersten Wahlgang gegen Petro einen Vorsprung von rund 2,5 Millionen Stimmen. Die musste Petro mit B&uuml;ndnis-Angeboten f&uuml;r die Stichwahl wettmachen, befindet sich jedoch l&auml;ngst nicht in der Komfortzone. Das rechte Zentrum um Sergio Fajardo reagierte nicht auf Petros B&uuml;ndnisangebot.<\/p><p>Laut der Wochenzeitung <em>Semana<\/em> soll Iv&aacute;n Duque mit 57,2 Prozent zu 37,3 Prozent der Stimmen als indiskutabler Favorit rund 20 Punkte vor Gustavo Petro in einer Stichwahl-Umfrage rangieren (Encuesta Invamer: Ventaja del 20% de Duque frente a Petro, a una semana de las elecciones &ndash; 06. Juni 2018). Von einem &auml;hnlichen Szenario will das konservative Nachrichtenportal <em>Infobae<\/em> erfahren haben, in dem Duque etwas bescheidener, jedoch immerhin noch mit 52 Prozent zu 34 Prozent der angeblichen Wahlintentionen f&uuml;r Gustavo Petro abschneidet (Una nueva encuesta ratifica el favoritismo de Iv&aacute;n Duque &ndash; Infobae, 05.Juni 2018). Noch sparsamer (50:37 Prozent) situiert die spanische <em>El Pa&iacute;s<\/em> mit einer Durchschnittsrechnung der relevanten W&auml;hlerumfragen Duque rund 13 Punkte vor Petro (Duque encabeza las encuestas y tiene un 80% de probabilidades de ganar en Colombia &ndash; El Pa&iacute;s, 10. Juni 2018). Dem aufmerksamen Beobachter f&auml;llt jedoch bei genauer Betrachtung der gemeinsame, aber tendenzi&ouml;se Nenner der Umfragen auf: Alle platzieren Duque &uuml;ber der magischen 50-Prozent-Grenze und damit als &ldquo;programmierten Gewinner&rdquo;.<\/p><p>Alternative, n&auml;her am Puls der Realit&auml;t f&uuml;hlende Umfragen, wie die des Lateinamerikanischen Strategischen Forschungszentrums f&uuml;r Geopolitik (Celag), ermittelten ganz andere Zahlen, wonach der Vorsprung Duques gegen&uuml;ber Petro eine bedeutend kleinere Differenz ausmacht, n&auml;mlich 45,5:40 Prozent, die &ndash; eine Fehlermarge einkalkuliert &ndash; ein Kopf-an-Kopf-Rennen als Wahlszenario f&uuml;r den 17. Juni 2018 als plausibel erscheinen l&auml;sst (Petro sube: 5 puntos lo separa de Duque en balotaje colombiano &ndash; Telesur, 11. Juni 2018).<\/p><p>Allerdings erhielt Petro seit Mai Zulauf von einem Spektrum, das von Mitte-Links bis liberal reicht. Nette einheimische und internationale Prominenz zollte ihm feierliche Unterst&uuml;tzung, darunter der franz&ouml;sische &Ouml;konom Thomas Piketty, der australische Philosoph Peter Singer, der s&uuml;dafrikanische Literatur-Nobelpreistr&auml;ger John Maxwell Coetzee, der argentinische S&auml;nger Piero, die renommierten Journalisten und Schriftsteller Alberto Salcedo Ramos und Laura Restrepo und die ehemalige Arbeitsministerin Clara L&oacute;pez.<\/p><p>Doch damit gewinnt Petro keine Wahl. Vielmehr entscheidet in der Stichwahl gegen Duque, wer die Mehrheit der knapp 5 Millionen Stimmen des kurz hinter ihm im ersten Wahlgang platzierten Zentrumskandidaten Fajardo auf sich vereinigen wird.<\/p><p><strong>Mit Fake News und &ldquo;Wahrsagern&rdquo;: Die konservative Stimmungsmache<\/strong><\/p><p>Die angeblich st&ouml;rungsfreie Stichwahl-Kampagne war alles andere als &ldquo;friedlich&rdquo;. Obwohl vor mehr als 25 Jahren vom bewaffneten Widerstand in die politische Legalit&auml;t umgestiegen, h&auml;ngt Kolumbiens Ultra-Rechte Petro bei jeder Gelegenheit seine &bdquo;marxistische Vergangenheit&ldquo; an die gro&szlig;e Glocke. So vor wenigen Wochen wieder geschehen, als Duques Wahlkampagnen-Leiter den sozialdemokratisch anmutenden, progressiven Pr&auml;sidentschaftskandidaten als &bdquo;gef&auml;hrlichen Sozialisten&ldquo; verkaufte. Was den Angegriffenen dazu veranlasste, <a href=\"https:\/\/twitter.com\/petrogustavo\/status\/1003642299090382849\">auf seiner Twitter-Seite<\/a>, die mehr als 3,2 Millionen Anh&auml;nger hat, Duque aufzufordern, &bdquo;mit dem L&uuml;gen aufzuh&ouml;ren&rdquo;.<\/p><p>Als Beweis ver&ouml;ffentlichte Petro die Kopie eines Briefes mit der Unterschrift von Duques Wahlkampfkoordinator in Putumayo, der sein Wahlprogramm als &bdquo;sozialistische&ldquo; Gemeingefahr desavouiert hatte. Zum Beispiel mit der Frage, &bdquo;Wissen Sie, was das f&uuml;r Ihr Unternehmen bedeutet? Kennen Sie das Risiko f&uuml;r Ihre Familie?&rdquo;. Petro reagierte mit den Worten: &bdquo;Das ist Duques Propaganda, die auf L&uuml;gen und Angst aufgebaut ist. Es ist nicht wahr, dass wir ein sozialistisches Programm vorgeschlagen haben. Den Menschen Zugang zu Kapital zu erm&ouml;glichen, ist kein Sozialismus. Unser Vorschlag, im Dschungel kein &Ouml;l zu f&ouml;rdern und zu verarbeiten, ist kein Sozialismus, sondern menschliche Rationalit&auml;t.&rdquo;<\/p><p>Wo Verleumdung nicht weiterhalf, bedienten sich Medien wie der US-amerikanische TV-Sender Mega mit dem peruanischen Star-Entertainer und Gelegenheits-Kolumnisten Jaime Bayly der bestellten Hellseherei. Bayly lie&szlig; V&iacute;ctor Florencio, einen Astrologen aus der Dominikanischen Republik, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=AwPUMEfIJ7M\">Karten zur Suggestivfrage legen<\/a>, wer die Wahlen in Kolumbien gewinnen werde. Selbstverst&auml;ndlich &ldquo;antworteten&rdquo; die Karten zu Baylys gestellter Freude, Iv&aacute;n Duque sei der Sieger: &bdquo;Der Weg ist frei f&uuml;r ihn (Duque)&rdquo;, best&auml;tigte Florencio unter Applaus des Studio-Publikums &ndash; doch nicht ohne Kontroverse, warnte der Kartenmann. &bdquo;Er (Petro) ist umgekehrt seines Sieges sicher und es ranken sich allerlei Hindernisse um diesen Mann&rdquo;. Petro werde alles versuchen, um die Redlichkeit des Wahlvorgangs in Frage zu stellen und sich selbst zum Sieger zu erkl&auml;ren. Es sei &bdquo;viel Ungl&uuml;ck und Kontroverse&rdquo; zu erwarten, prophezeite Florencio, will sagen: seine Karten (Vidente predice pol&eacute;mico final entre Petro y Duque y confirma qui&eacute;n ganar&aacute; las elecciones &ndash; Publimetro, 07. Juni 2018).<\/p><p>Eines der wortf&uuml;hrenden, konservativen Bl&auml;tter Kolumbiens gab noch eins drauf: Petros &bdquo;schlechtes Image&rdquo;. Mit einer von ihr selbst in Auftrag gegebenen &bdquo;gro&szlig;en Umfrage&rdquo; will die Tageszeitung El Universal erfahren haben, dass 57 Prozent der Befragten ein gutes Bild vom Kandidaten Iv&aacute;n Duque haben, was nur 38 Prozent vom Herausforderer Petro behaupten w&uuml;rden. Umgekehrt h&auml;tten 31 Prozent der Kolumbianer ein schlechtes Bild des Kandidaten des Demokratischen Zentrums, jedoch 51 Prozent sollen keinen guten Eindruck von Petro haben (La Gran Encuesta: Duque tiene mejor imagen que Petro para segunda vuelta &ndash; El Universal, 05. Juni 2018).<\/p><p>&bdquo;Die gesamte politische und korrupte Maschinerie hat sich zusammengeschlossen. Auf der anderen Seite sind wir, freie B&uuml;rger, anst&auml;ndige B&uuml;rger und Verteidiger des Friedens, der Demokratie und der &ouml;ffentlichen Institutionen. Jetzt liegt es an Kolumbien, zu entscheiden, ob alles so bleiben wird wie bisher oder ob wir die Geschichte ver&auml;ndern&rdquo;, twitterte ein Petro-Anh&auml;nger seinem Kandidaten zu.<\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180617-Kolumbien-05.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><p><strong>NATO-Partnerschaft: Juan Manuel Santos&lsquo; gerissener Streich<\/strong><\/p><p>Am vergangenen 25. Mai verk&uuml;ndete Kolumbiens scheidender Pr&auml;sident Juan Manuel Santos die Unterzeichnung von zwei strategischen Beitrittsvertr&auml;gen. Zum einen zur Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), zum anderen mit der NATO. Mit der &uuml;bereilten NATO-Partnerschaft dr&uuml;ckte Santos zweifellos seinem Nachfolger einen heiklen Vertrag auf, von dem anzunehmen ist, dass das State Department und das Pentagon der Vorab-Verpflichtung als Pate beiwohnten.<\/p><p>Neben Afghanistan, Irak, Pakistan, Neuseeland, Japan, der Mongolei und S&uuml;dkorea wird Kolumbien damit zum ersten globalen Partner der NATO in Lateinamerika. Dies &ndash; wohlgemerkt &ndash; als Parallelhandlung zum besonderen milit&auml;rischen Verh&auml;ltnis zu den USA, die mit einem Sondervertrag aus dem Jahr 2009 Zugang zu insgesamt sieben Milit&auml;rst&uuml;tzpunkten in Kolumbien besitzen. Als globaler Partner ist Kolumbien formal nicht an Artikel 5 des NATO-Gr&uuml;ndungsvertrags von 1949 gebunden, der erkl&auml;rt, dass ein Angriff auf einen Mitgliedsstaat ein Angriff auf alle ist, was f&uuml;r die 29 vollwertigen Mitglieder als verbindlich gilt.<\/p><p>Doch die Kontakte zur NATO reichen zur&uuml;ck in die ersten Jahre des neuen Millenniums. Seitdem wurde bereits kolumbianisches Personal nicht nur von den USA, sondern auch in milit&auml;rischen Ausbildungsst&auml;tten in Deutschland und Italien gedrillt. Dass Kolumbien sich nicht an NATO-Man&ouml;vern bzw. an einem echten Casus Belli beteiligen werde, wie es Santos im <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=lHKSdgQVa9Q\">kontroversen Interview<\/a> mit Ecuadors ehemaligem Pr&auml;sidenten Rafael Correa erkl&auml;rte, entspricht kaum der Wahrheit. Die milit&auml;rische Zusammenarbeit mit der NATO begann zum einen mit der Truppenausbildung durch die USA in Kolumbien selbst und zum anderen mit einem &bdquo;Gesch&auml;ft&ldquo;: das Anheuern kolumbianischer S&ouml;ldner f&uuml;r den Irak-Krieg im Jahr 2006 und 2015 mit der Aufstellung einer Sonderbrigade Saudi-Arabiens beim &Uuml;berfall auf den Jemen (800 fuerzas colombianas participar&aacute;n en agresi&oacute;n saud&iacute; a Yemen &ndash; HispanTV, 24. Oktober 2015).<\/p><p>Doch mit der Schirmherrschaft der NATO entsandte Kolumbien in den vergangenen Jahren auch Truppen an das Horn von Afrika zur Bek&auml;mpfung somalischer Piraten. Schon 2013 erzielten Kolumbien und die NATO eine &Uuml;bereinkunft &uuml;ber die Weitergabe von nachrichtendienstlichen Erkenntnissen, milit&auml;rischen &Uuml;bungen und sogenannten &bdquo;humanit&auml;ren Interventionen&ldquo;. Schlie&szlig;lich einigten sich Kolumbien und die NATO im Mai 2017 darauf, dass das s&uuml;damerikanische Land zum &bdquo;globalen Partner der NATO&rdquo; ernannt werde.<\/p><p>Nach Definition der NATO zeichnen sich sogenannte &bdquo;globale Partnerschaften&ldquo; als &bdquo;Zusammenarbeit mit der NATO in Bereichen beiderseitigen Interesses, einschlie&szlig;lich der Entwicklung neu auftretender Sicherheitsherausforderungen&ldquo;, ferner durch &bdquo;den aktiven oder milit&auml;rischen Beitrag zu NATO-Operationen&ldquo; aus. Eine enge Verbindung zwischen dem Partnerland und der Struktur der NATO beinhalte also eine enge Zusammenarbeit in den meisten milit&auml;rischen Bereichen (Fallout from Colombia&acute;s New Association with NATO &ndash; Counterpunch, 06. Juni 2018).<\/p><p>Die russische Internet-Zeitschrift <em>Sputnik<\/em> bezeichnete die neue milit&auml;rische Rolle Kolumbiens als ein <a href=\"https:\/\/mundo.sputniknews.com\/firmas\/201806051079290097-colombia-otan-caballo-troya-america-latina\/\">&bdquo;trojanisches Pferd&rdquo; der NATO<\/a>. Die sogenannte Partnerschaft kam selbstverst&auml;ndlich auf Antrieb der USA zustande.<\/p><p><em>Counterpunch<\/em>-Autor W.T. Whitney Jr. datiert den tats&auml;chlichen Beginn der US-amerikanisch-kolumbianischen Milit&auml;rkooperation auf das Jahr 1948 zur&uuml;ck. Damals war Bogot&aacute; Gastgeber jener Konferenz, auf der die Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) Gestalt annahm. Dem folgte 1951 die Entsendung des &bdquo;kolumbianischen Bataillons&rdquo; als einzige lateinamerikanische Streitkraft im Korea-Krieg. Umgekehrt starteten die USA ab 1962 die Entsendung von Milit&auml;rberatern zur Aufstandsbek&auml;mpfung, insbesondere mit der Ausbildung von Paramilit&auml;rs, die bekanntlich &uuml;ber 30 Jahre hinweg mit tatkr&auml;ftiger Unterst&uuml;tzung der US-Drogenbeh&ouml;rde DEA und des CIA Mord und Chaos bei der Bek&auml;mpfung der FARC und ELN-Guerillas s&auml;ten. H&ouml;hepunkt dieser Zusammenarbeit bildete der <em>Plan Kolumbien<\/em>, mit dem sich die USA 2009 das Anrecht auf sieben Milit&auml;rst&uuml;tzpunkte erpressten.<\/p><p>&bdquo;Kolumbien tritt in eine NATO ein, in der sein US-amerikanischer Patron die F&uuml;hrung auf h&ouml;chster Ebene &uuml;bernommen hat&ldquo;, kommentiert Whitney Jr. Die Partnerschaft zwischen den Vereinigten Staaten und Kolumbien, die auf gemeinsamen kommerziellen und wirtschaftlichen Interessen der herrschenden Klassen beider L&auml;nder beruht, spiele sich nun innerhalb einer militarisierten, multinationalen Einheit zum Schutze dieser Interessen ab &ndash; &bdquo;die kolumbianische Oligarchie hat somit ein schreckliches Duo zur Verf&uuml;gung&ldquo;, prophezeit Whitney Jr.<\/p><p>Doch der Partnerschafts-Plan ist weitreichender. Venezuelas Au&szlig;enministerium erkl&auml;rte, die kolumbianischen Beh&ouml;rden seien &bdquo;nun bereit, in Lateinamerika und der Karibik eine ausl&auml;ndische Milit&auml;rallianz mit nuklearer Kapazit&auml;t einzuf&uuml;hren, die in jeder Hinsicht eine ernsthafte Bedrohung f&uuml;r Frieden und regionale Stabilit&auml;t darstellt.&rdquo; Kritiker geben ferner zu bedenken, dass die enge Assoziierung Kolumbiens mit der NATO eine grundlegende Verschiebung der US-Strategien f&uuml;r die globale Kontrolle darstellt.<\/p><p>Von einer potenziellen Einkreisung des postsowjetischen Russlands abgesehen, haben die USA auch China im Blick. US-Konzernvorst&auml;nde, Pentagon und CIA bedienen seit einigen Jahren die Verschw&ouml;rungstheorie, China bedrohe ernsthaft die politische, wirtschaftliche, milit&auml;rische und kulturelle Hegemonie der Vereinigten Staaten, auch in Lateinamerika. Da der pazifische Raum zum wichtigsten Schlachtfeld des &bdquo;Zweiten Kalten Krieges&rdquo; aufgebauscht wird, k&ouml;nnte Kolumbien nicht nur gegen seine Nachbarn, sondern als Marionette eines globalen &Uuml;berfalls der Pl&uuml;nderer des neuen Millenniums benutzt werden. <\/p><p>Schon deshalb darf Gustavo Petro nicht gewinnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180617-Kolumbien-04.jpg\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/div>\n<p>Die Kampagne zur Pr&auml;sidentschafts-Stichwahl in Kolumbien sorgte f&uuml;r &Uuml;berraschungen, die von konservativen in- und ausl&auml;ndischen Medien beflissentlich kleingeredet werden, jedoch nicht geleugnet werden k&ouml;nnen. Dem progressiven, ehemaligen B&uuml;rgermeister von Bogot&aacute; und Pr&auml;sidentschafts-Kandidaten des Wahlb&uuml;ndnisses &ldquo;Colombia Humana&rdquo;, Gustavo Petro, gelang es in weniger als vier<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44463\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,122,123,190],"tags":[379,2102,1426,2175,1544,2160,2069,466,2220,1556,467],"class_list":["post-44463","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-demoskopieumfragen","category-kampagnentarnworteneusprech","category-wahlen","tag-china","tag-geostrategie","tag-hegemonie","tag-interventionspolitik","tag-kampagnenjournalismus","tag-kolumbien","tag-militaerstuetzpunkte","tag-nato","tag-stichwahl","tag-usa","tag-wahlprognose"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44463","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=44463"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44463\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48079,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44463\/revisions\/48079"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=44463"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=44463"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=44463"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}