{"id":44469,"date":"2018-06-15T16:00:22","date_gmt":"2018-06-15T14:00:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44469"},"modified":"2018-06-15T15:08:47","modified_gmt":"2018-06-15T13:08:47","slug":"hinweise-des-tages-ii-349","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44469","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44469#h01\">Drehscheibe Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44469#h02\">Gazastreifen: UN verurteilen Israel f&uuml;r Gewalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44469#h03\">Die Schlacht um Al Hudaydah<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44469#h04\">Gegen die Macht der Internetgiganten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44469#h05\">Aktiv gegen neoliberale Handelsabkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44469#h06\">Kritik am &bdquo;absurden Sanktionsapparat&ldquo; bei Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44469#h07\">&Ouml;ffentlich-private Partnerschaften Der gro&szlig;e Bluff der Berliner &bdquo;Schulbauoffensive&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44469#h08\">Bilfinger-Korruptionsverfahren US-Aufseher belastet Roland Koch schwer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44469#h09\">Streiken gegen Spahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44469#h10\">Karlsruhe und das Beamtenstreikverbot &ndash; Dialogangebot mit Dolch im Gewande?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44469#h11\">Es ist wieder Spargelzeit!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44469#h12\">Der 7-Punkte-Plan: So will die FP&Ouml; die Kontrolle im Staat erlangen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44469#h13\">Anmerkung zum Artikel &bdquo;Tatort Daimler &ndash; Der j&auml;he Absturz des Dieter Zetsche&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44469#h14\">&raquo;Pack die Fahne wieder ein, Alice&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44469#h15\">Zu guter Letzt: Sorry! Wir sind da auf der Maus ausgerutscht.<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Drehscheibe Deutschland<\/strong><br>\nNATO und EU r&uuml;sten auf und &uuml;berpr&uuml;fen die Infrastruktur f&uuml;r m&ouml;gliche milit&auml;rische Nutzungen. Die Bundesrepublik spielt dabei eine zentrale Rolle &ndash; wie die Verlegung von US-Truppen nach Osteuropa zeigt<br>\nSeit dem 20. Mai 2018 laufen &ndash; wie bereits im Vorjahr &ndash; gro&szlig;e &shy;Truppenverlegungen der NATO &uuml;ber Deutschland nach Osteuropa. Sie dauern noch bis Ende Juni an. Im Rahmen der Operation &raquo;Atlantic Resolve III&laquo; werden 3.500 US-Soldaten und rund 1.400 Fahrzeuge samt Material nach Polen und ins Baltikum gebracht. Der Transport wurde dieses Mal nicht wie bisher &uuml;ber Bremerhaven, sondern &uuml;ber den Hafen in Antwerpen durchgef&uuml;hrt. Drei Schiffe legten dort zwischen dem 20. und 23. Mai an. Von Belgien aus geht es &uuml;ber Stra&szlig;en und Schienen durch Deutschland bis in den Osten. 85 Prozent des Materials werden auf dem Schienenweg, der Rest in Konvois mit je 15 bis 20 Fahrzeugen auf der Stra&szlig;e bewegt. Bei der Truppenverlegung werden bisher stationierte Streitkr&auml;fte abgel&ouml;st. Alle neun Monaten soll die gesamte Kampfbrigade durch eine gleichstarke neue Brigade ersetzt werden.<br>\nWarum diese Rotation? Offiziell hat sie milit&auml;rische Gr&uuml;nde, doch dahinter steckt auch, dass die NATO-Russland-Grundakte von 1997 explizit ausschlie&szlig;t, dass in Osteuropa &raquo;substantielle Kampftruppen dauerhaft stationiert&laquo; werden. Genau dies geschieht aber bereits seit l&auml;ngerem, die Rotation ist nur Trickserei. Die NATO hat mit der Operation &raquo;Enhanced Forward Presence&laquo; (etwa: Verst&auml;rkte Vorw&auml;rtspr&auml;senz) bereits jeweils ein Bataillon mit etwa 1.000 Soldaten in Polen, Litauen, Lettland und Estland stationiert. Deutschland f&uuml;hrt den NATO-Verband in Litauen an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/334211.drehscheibe-deutschland.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gazastreifen: UN verurteilen Israel f&uuml;r Gewalt<\/strong><br>\nDie UN-Vollversammlung hat Israel f&uuml;r die j&uuml;ngste Gewalt im Gazastreifen verurteilt. Die USA scheiterten hingegen mit einem Antrag zur Verurteilung der Hamas.<br>\nTrotz scharfem Protest der USA hat die UN-Vollversammlung Israel per Resolution dazu aufgefordert, die Gewalt gegen pal&auml;stinensische Demonstranten im Gazastreifen einzustellen. 120 L&auml;nder stimmten bei der Sitzung in New York f&uuml;r die nicht bindende Resolution, acht dagegen und 45 enthielten sich.<br>\nEine in letzter Minute von den USA eingebrachte Erg&auml;nzung zur Resolution, die die radikalislamische Pal&auml;stinenserorganisation Hamas kritisiert, bekam dagegen nicht die notwendige Zweidrittelmehrheit der 193 UN-Mitgliedsstaaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/un-resolution-105.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Manipulation der Massen beim Gaza-Massaker: Hat man SIE einer Gehirnw&auml;sche unterzogen?<\/strong><br>\nIn den letzten Wochen haben wir ein Musterbeispiel dieses Mechanismus erlebt. Die Ereignisse an der Grenze zum Gazastreifen haben den Mechanismus der Gehirnw&auml;sche auf eine Weise belebt, um die diktatorische Regime in aller Welt uns nur beneiden k&ouml;nnen. Wir wollen uns einer Selbstpr&uuml;fung unterziehen: Was haben wir im Radio geh&ouml;rt? Was haben wir im Fernsehen gesehen? Was haben wir in den Zeitungen gelesen? Innerhalb weniger Wochen wurden mehr als hundert Pal&auml;stinenser erschossen und viele Tausende wurden durch scharfe Munition verwundet. Warum? &bdquo;Wir mussten auf sie schie&szlig;en, weil sie den Grenzzaun gest&uuml;rmt haben&ldquo;. Und haben die Bewohner von Gaza nicht schlie&szlig;lich selbst verk&uuml;ndet, sie &bdquo;wollten nach Hause zur&uuml;ckkehren&ldquo;, womit sie meinten: in das Gebiet zur&uuml;ckkehren, das heute Israel ist?<br>\nAm Montag, dem 14. Mai 2018, dem &bdquo;schwarzen Montag&ldquo;, wurden 63 unbewaffnete Demonstranten erschossen und mehr als 1500 durch scharfe Munition verwundet. Jeder Israeli erfuhr, dass das notwendig gewesen sei, weil Demonstranten den Zaun gest&uuml;rmt h&auml;tten und im Begriff gewesen seien, sich in Israel auszubreiten. Niemand achtete auf die einfache Tatsache, dass es kein einziges Foto gab, das dieses Ereignis zeigte. Kein einziges. Trotz der Tatsache, dass es auf beiden Seiten des Zauns Hunderte Fotografen gab, darunter israelische Armee-Fotografen, die jede Einzelheit festhielten. Zehntausende st&uuml;rmten und kein einziges Bild davon?<br>\nMan achte auf den Gebrauch des Wortes &bdquo;Terror&ldquo;. Es ist zu einem Wort geworden, das jedem anderen Wort hinzugef&uuml;gt werden kann. Es gibt nicht einfach nur Tunnel, nein, sie sind alle immer &bdquo;Terror-Tunnel&ldquo;. Es gibt &bdquo;Terror-Aktivisten&ldquo;. Jetzt gibt es &bdquo;Terror-Drachen&ldquo;. Merke: nicht &bdquo;Feuerbrand-Drachen&ldquo; oder &bdquo;Zerst&ouml;rungs-Drachen&ldquo;, sondern &bdquo;Terror-Drachen&ldquo;. Dasselbe kommt Tag f&uuml;r Tag in den Medien. Irgendjemand hat diese Entscheidung &uuml;ber die Terminologie getroffen. Nat&uuml;rlich ist jeder, dessen Namen das Wort &bdquo;Terror&ldquo; hinzugef&uuml;gt wird, ein &bdquo;Kind des Todes&ldquo;, wie wir im biblischen Hebr&auml;isch sagen. Das ist ein weiteres, ein stolzes Wort in der Gehirnw&auml;sche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=24949\">Uri Avnery auf NRhZ Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Schlacht um Al Hudaydah<\/strong><br>\nIn der Schlacht um die jemenitische Hafenstadt Al Hudaydah k&ouml;nnen die Aggressoren &ndash; Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate &ndash; auf eine Vielzahl an Waffen aus deutscher Produktion zur&uuml;ckgreifen. Beide L&auml;nder geh&ouml;ren seit 2008 zu den gr&ouml;&szlig;ten Empf&auml;ngern deutschen Kriegsger&auml;ts. Noch im vergangenen Jahr hat die Bundesregierung die Lieferung von R&uuml;stungsg&uuml;tern an die zwei Staaten im Wert von beinahe einer halben Milliarde Euro genehmigt. Trotz eines angeblichen Exportstopps werden bis heute ausgew&auml;hlte R&uuml;stungslieferungen durchgef&uuml;hrt, obwohl die saudisch-emiratische Kriegsallianz den Jemen laut Einsch&auml;tzung der Vereinten Nationen in die gr&ouml;&szlig;te humanit&auml;re Krise der Gegenwart gest&uuml;rzt hat. Der Angriff der Kriegskoalition auf Al Hudaydah droht die Lage noch zu verschlimmern: &Uuml;ber die Stadt wurden zuletzt beinahe 70 Prozent der Nahrungsmittel f&uuml;r die jemenitische Bev&ouml;lkerung importiert. Die Lieferungen drohen komplett zum Erliegen zu kommen. Bereits jetzt vegetieren 8,4 Millionen Jemeniten am Rande einer Hungersnot dahin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7639\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: LIVE-TICKER: Die Schlacht um Hodeida<\/strong><br>\nIm Jemen herrscht seit &uuml;ber drei Jahren ein Krieg, in dem eine von Saudi-Arabien gef&uuml;hrte Koalition gegen die Houthi-Rebellen k&auml;mpft. Die UN spricht kriegsbedingt von der &bdquo;schlimmsten humanit&auml;ren Katastrophe der Welt&ldquo;. Seit den Morgenstunden des 13. Juli 2018 f&uuml;hrt die Koalition* eine Gro&szlig;offensive auf die wichtigste Hafenstadt des Landes, Hodeida, durch die rund 80 Prozent aller Importe in den Jemen abgewickelt werden. Die UN warnt vor 250.000 Toten und 340.000 Vertriebenen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2018-06-13\/live-ticker-die-schlacht-um-hodeida\/\">Justice Now<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gegen die Macht der Internetgiganten<\/strong><br>\nDie Macht der Datenkraken l&auml;sst sich mit normalen Mitteln lediglich beschr&auml;nken. Nur ein drastischer Schritt wird helfen.<br>\nDas Internet vermanscht unser Hirn&ldquo; beklagte der verstorbene Herausgeber der &bdquo;FAZ&ldquo;, Frank Schirrmacher. Er warnte fr&uuml;h vor dem &bdquo;Informationsm&uuml;ll&ldquo; des Internet-Zeitalters. Unsere Daten sind der Rohstoff von Internetkonzernen. Die Enteignung unserer Privatsph&auml;re ist ihr Gesch&auml;ftsmodell. Facebook oder Google verkaufen nicht Dienstleistungen an Nutzer, sondern Verhaltensprofile an Dritte. Als Monopolisten unterdr&uuml;cken sie Innovation und Wettbewerb.<br>\nImmer mehr Menschen konsumieren Nachrichten nur noch &uuml;ber Facebook oder ihr Smartphone. Facebook entscheidet &uuml;ber Algorithmen somit auch zunehmend, was wir lesen oder denken. Internetkonzerne kontrollieren Netzwerke. Anders als etwa bei der Eisenbahn, wo &uuml;berf&uuml;llte Z&uuml;ge Nutzer vertreiben statt anziehen, ist es bei Facebook wie beim Telefon: Je mehr Leute ein Handy besitzen, desto n&uuml;tzlicher wird unser eigenes Ger&auml;t.<br>\nDaher gehen Appelle der Politik, die Nutzer sollten ihren Daten besser sch&uuml;tzen, am Problem vorbei. Wer kann etwa auf Online-Banking verzichten, wenn die Banken Ihre Filialnetze weiter ausd&uuml;nnen? Daher sch&uuml;tzen auch keine Allgemeinen Gesch&auml;ftsbedingungen, die dick wie Telefonb&uuml;cher sind, und die niemand liest. Ein Ziel von Facebook und Co. ist es, unsere Infrastruktur zu kontrollieren. Ob es sich um Bibliotheken oder das Gesundheitswesen handelt: Die Digitallobbyisten finanzieren Universit&auml;ten und eigene Denkfabriken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/meinung\/gastbeitraege\/gastbeitrag-gegen-die-macht-der-internetgiganten-a-1523452\">FR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Aktiv gegen neoliberale Handelsabkommen<\/strong><br>\nDieses Wochenende trifft sich die Bewegung f&uuml;r gerechten Welthandel in Frankfurt am Main. Aktive aus Verb&auml;nden, Gewerkschaften und lokalen B&uuml;ndnissen beraten auf ihrer Aktionskonferenz &uuml;ber die aktuelle handelspolitische Lage und &uuml;ber die weiteren Proteste gegen Handels- und Investitionsschutzabkommen wie TTIP, CETA und JEFTA, die einseitig an den Interessen von Investoren ausgerichtet sind und Umwelt- und Sozialstandards bedrohen.<br>\nAuftakt der Konferenz ist eine &ouml;ffentliche Podiumsdiskussion am Freitagabend. Vertreter*innen von Greenpeace, Forum Umwelt und Entwicklung, dem Frankfurter B&uuml;ndnis gegen TTIP, CETA und TISA und der Rhein-Main-Zeitung (FAZ) diskutieren &uuml;ber Freihandel, Protektionismus und die geopolitischen Interessen, die mit Handelsabkommen verfolgt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/aktiv-gegen-neoliberale-handelsabkommen\/\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kritik am &bdquo;absurden Sanktionsapparat&ldquo; bei Hartz IV<\/strong><br>\nDer Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband fordert von Jobcentern, sich mehr um Qualifizierung und Vermittlung der Arbeitslosen zu k&uuml;mmern. Der Verband kritisiert zudem die &bdquo;sehr schlechte Vermittlungsquote&ldquo; bei Langzeitarbeitslosen.<br>\nDer Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband fordert, finanzielle Strafen f&uuml;r Hartz-IV-Bezieher abzuschaffen. &bdquo;Es ist geradezu absurd, welch ein Sanktionsapparat hier aufgebaut ist, um nach vereinzelten Leistungsverweigerern zu fahnden und sie abzustrafen&ldquo;, sagte Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Ulrich Schneider. Die Jobcenter sollten sich statt dessen mehr um die Qualifizierung und Vermittlung der Arbeitslosen k&uuml;mmern.<br>\nLediglich drei Prozent der rund 1,6 Millionen arbeitslosen Hartz-IV-Bezieher werden laut Schneider sanktioniert &ndash; in der Regel nicht, weil sie ein Jobangebot abgelehnt h&auml;tten, sondern wegen &bdquo;verschusselter Termine&ldquo;. Derartige Vers&auml;umnisse k&ouml;nnen die Jobcenter mit zeitlich begrenzten K&uuml;rzungen des Hartz-IV-Regelsatzes von derzeit 416 Euro bestrafen.<br>\n&bdquo;Der Sanktionsapparat dient in erster Linie dazu, gegen&uuml;ber der &Ouml;ffentlichkeit die Problematik von Langzeitarbeitslosigkeit zu individualisieren und die Schuld dem Einzelnen zuzuschreiben&ldquo;, sagte Schneider. Die Diskussion dar&uuml;ber m&uuml;sse endlich vom Kopf auf die F&uuml;&szlig;e gestellt werden. &bdquo;Die sehr schlechte Vermittlungsquote der Arbeitsverwaltung, die bei rund sechs Prozent liegen d&uuml;rfte, r&uuml;hrt ja nicht daher, dass die Arbeitslosen nicht wollen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article177324574\/Hartz-IV-Paritaetischer-Wohlfahrtsverband-kritisiert-absurden-Sanktionsapparat.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&Ouml;ffentlich-private Partnerschaften Der gro&szlig;e Bluff der Berliner &bdquo;Schulbauoffensive&ldquo;<\/strong><br>\nJe l&auml;nger dieser laue Abend dauert, desto hitziger wird es in Raum 311 des Berliner Abgeordnetenhauses. Vorne sitzen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Parteien und eine Bildungspolitikerin der rot-rot-gr&uuml;nen Landesregierung: Torsten Schneider (SPD), Steffen Zillich (Linke) und in der Mitte Stefanie Remlinger (Gr&uuml;ne).<br>\nWohl zum ersten Mal treten Politiker aller Regierungsparteien gemeinsam auf, um Fragen zu ihrem gr&ouml;&szlig;ten Infrastrukturprojekt zu beantworten: der Berliner Schulbauoffensive. Seit rund zwei Jahren werkelt der Berliner Senat daran &ndash; die l&auml;ngste Zeit unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit. Zuletzt bem&auml;ngelten selbst Bezirksb&uuml;rgermeister, dass vom Senat nur sp&auml;rlich Informationen flie&szlig;en. Die Berliner Zeitung beantragte daraufhin Akteneinsicht von der Senatsverwaltung f&uuml;r Finanzen und erhielt sie; allerdings erst, nachdem sich die Pr&auml;sidentin des Verwaltungsgerichts mit der Sache besch&auml;ftigten musste.<br>\nDie Intransparenz der Regierung ist fragw&uuml;rdig, denn ihre &bdquo;Schulbauoffensive&ldquo; ist beispiellos in der Geschichte der Stadt. Bis 2026 sollen 5,5 Milliarden Euro in die Berliner Schulinfrastruktur flie&szlig;en, rund 60 neue Schulen entstehen.<br>\nVor wenigen Tagen, in Raum 311, m&ouml;chten die Politiker Transparenz und Partizipation demonstrieren bei &bdquo;einem der gr&ouml;&szlig;ten Vorhaben&ldquo;, wie Remlinger sagt, &bdquo;&uuml;ber das wir alle drei sehr gl&uuml;cklich sind&ldquo;.<br>\nDoch mit dem Gl&uuml;cksgef&uuml;hl sind die drei Politiker an diesem Abend fast allein. Alle, die sich melden, &uuml;ben Kritik. Eine Elternvertreterin, eine Schulforscherin, pensionierte Lehrer, ein Mitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft aus Charlottenburg und ein Vorstand der Architektenkammer. Nur in der letzten Reihe sitzen welche, die nach jedem Redebeitrag der Regierung klatschen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/berlin\/oeffentlich-private-partnerschaften-der-grosse-bluff-der-berliner--schulbauoffensive--30621504\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Berliner Regierung t&auml;uscht &ndash; wir sammeln!<\/strong><br>\nDie Berliner Zeitung berichtet unter dem Titel &lt;&lt;&Ouml;ffentlich-private Partnerschaften  &ndash; Der gro&szlig;e Bluff der Berliner &bdquo;Schulbauoffensive&ldquo; &gt;&gt; &uuml;ber ein gro&szlig;es T&auml;uschungsman&ouml;ver des Berliner Senats. Monatelang hatten die Verfechter in der Berliner Landesregierung beteuert, dass es sich bei dem Vorhaben zum Berliner Schulbau weder um eine Privatisierung noch um eine &Ouml;ffentlich-Private Partnerschaft handle. Und nun stellt sich heraus &ndash; es ist beides, und zwar planm&auml;&szlig;ig und von Anfang an. Ja, man hatte sich sogar von den einschl&auml;gigen &Ouml;PP-Lobbyisten beraten lassen &ndash; das belegen geheime Unterlagen, die der Berliner Zeitung offenbar vorliegen.<br>\nGemeingut in B&uuml;rgerinnenhand (GiB) kritisiert den Privatisierungscharakter des Vorhabens schon seit 2016 und warnt vor den m&ouml;glichen Folgen. Die nun bekannt gewordenen Dokumente best&auml;tigen jetzt  die schlimmsten Bef&uuml;rchtungen. Umso wichtiger ist es, das Vorhaben &ouml;ffentlich zu diskutieren. Noch sind die 20.000 g&uuml;ltigen Unterschriften nicht zusammen, die ben&ouml;tigt werden, um das Parlament zur Befassung mit dem Thema zu zwingen. Wer noch nicht unterschrieben hat: Bitte hier die Liste ausdrucken, dann ausf&uuml;llen und bis zum 30. Juni zur&uuml;cksenden an GiB, Weidenweg 37 in 10249 Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/die-berliner-regierung-taeuscht-wir-sammeln\/\">Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bilfinger-Korruptionsverfahren US-Aufseher belastet Roland Koch schwer<\/strong><br>\nDrei Jahre lang war Roland Koch Chef des Baukonzerns Bilfinger &ndash; nun holt ihn die Vergangenheit ein. Ein vom US-Justizministerium beauftragter Anwalt macht dem Ex-CDU-Politiker nach SPIEGEL-Informationen schwere Vorw&uuml;rfe.<br>\nDer Anwalt Mark Livschitz, der im Auftrag des US-Justizministeriums auf saubere Gesch&auml;fte beim Mannheimer Industriedienstleister Bilfinger achtet, hat schwere Vorw&uuml;rfe gegen Roland Koch erhoben. Der ehemalige hessische Ministerpr&auml;sident, von 2011 bis 2014 Konzernchef bei Bilfinger, habe sich wie seine Vorstandskollegen &ldquo;an keine Regeln gebunden&rdquo; gef&uuml;hlt und &ldquo;strategische Entscheidungen in korruptionsempfindlichen Bereichen&rdquo; gef&auml;llt, &ldquo;ohne die Korruptionsproblematik zu bedenken&rdquo;.<br>\nK&uuml;rzlich hatte der aktuelle Bilfinger-Aufsichtsrat angek&uuml;ndigt, Koch und weitere Ex-Vorst&auml;nde auf Schadensersatz in H&ouml;he von 120 Millionen Euro zu verklagen. In zwei vertraulichen Berichten, die Livschitz 2015, ein Jahr nach Kochs Ausscheiden, verfasste, werden die Hintergr&uuml;nde der Klage deutlich: Die Firma, so Livschitz, leide an einem &ldquo;ernsten Problem mit ihrer Unternehmenskultur, offenbar verdorben durch das Erbe seiner fr&uuml;heren Spitzenmanager, die sich f&uuml;r K&ouml;nige in ihren Schl&ouml;ssern hielten&rdquo;.<br>\nNach SPIEGEL-Informationen kommt der US-Aufseher zu einem vernichtenden Urteil: Im Umgang mit ihm habe die Riege um Koch &ldquo;reine Lippenbekenntnisse f&uuml;r die Galerie&rdquo; abgegeben und &ldquo;Schaufenster&uuml;bungen&rdquo; geboten, um ihn &ldquo;bei Laune zu halten&rdquo;. Ernsthafter Aufkl&auml;rungswille, so Livschitz, habe ihnen gefehlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/bilfinger-korruptionsverfahren-us-aufseher-belastet-roland-koch-schwer-a-1213021.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Streiken gegen Spahn<\/strong><br>\nWarum es beim Kampf um Entlastung um mehr als bessere Arbeitsbedingungen geht<br>\nVer.di ruft zu neuen Streiks f&uuml;r Entlastung in den Krankenh&auml;usern auf. Daf&uuml;r hat die Bundestarifkommission f&uuml;r den &Ouml;ffentlichen Dienst am 11. Juni den Weg frei gemacht. Zuvor hatten die Arbeitgeber, die Tarifgemeinschaft deutscher L&auml;nder (TdL), versucht, die Gewerkschaft zu erpressen, um die Klinikbelegschaften ruhigzustellen.<br>\nDie Streiks f&uuml;r Entlastung reizen den Spielraum, den das restriktive deutsche Streikrecht bietet, weit aus. Die Verhandlungen dar&uuml;ber finden nicht im Rahmen der &uuml;blichen Tarifverhandlungen statt. Denn dabei werden Fragen der Personalausstattung nicht geregelt. Die Klinikkonzerne sagen: Selbstverst&auml;ndlich nicht &ndash; denn wie viele Leute auf welcher Station arbeiten, ist eine unternehmerische Entscheidung. Seit einigen Jahren fordert nun aber ver.di die Gesch&auml;ftsleitungen verschiedener Kliniken auf, &uuml;ber Tarife f&uuml;r Entlastung zu verhandeln.<br>\nDas ist legal. Das hat ein Berliner Arbeitsgericht im Fall des Streiks der Charit&eacute;-Kollegen entschieden. Die &bdquo;Arbeitgeber&ldquo; empfinden das als Zumutung &ndash; nicht nur, weil sie Profit damit machen, den Druck auf die Mitarbeiter zu erh&ouml;hen. Sie sehen den gr&ouml;&szlig;ten Vorteil in Gefahr, den ihnen das deutsche Streikrecht bietet &ndash; geregelt im Betriebsverfassungsgesetz: Ruhe.<br>\nIn Deutschland ist es nur erlaubt, im Rahmen klar geregelter Tarifverhandlungen zu streiken. Zwischen Tarifverhandlungen garantiert das Gesetz den Besch&auml;ftigten, dass die Tarife gelten. Den Unternehmern garantiert es einen &bdquo;Verbandsfrieden&ldquo; &ndash; weil die Verb&auml;nde der &bdquo;Arbeitgeber&ldquo; und der &bdquo;Arbeitnehmer&ldquo; sich auf einen Tarif mit einer bestimmten Laufzeit geeinigt haben&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5024\/wirtschaft_soziales\/8656\/Streiken-gegen-Spahn.htm%20\">unsere zeit<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Ihre Freiheit, unsere Gesundheit<\/strong><br>\nKann es Tarifvertr&auml;ge dar&uuml;ber geben, wie viele Pflegekr&auml;fte auf einer Station eingesetzt werden? Die Klinikkonzerne sagen: Dabei haben die Besch&auml;ftigten sich nicht einzumischen. Was die Mitarbeiter tun, wie die Arbeit gemacht wird, das entscheidet der Unternehmer &ndash; die Besch&auml;ftigten haben ein Recht auf Mitbestimmung, der Unternehmer hat die Freiheit, den Betrieb so zu f&uuml;hren, wie er will.<br>\nDa haben sie recht. In unserer Gesellschaft garantieren Gesetze, Gerichte und zur Not Beh&ouml;rden und Polizisten die Freiheit des Eigentums und des Unternehmers. Unsere Gesellschaft hat ein Bed&uuml;rfnis nach Toastbrot, Gabelstaplern und Computerprogrammen &ndash; aber die Unternehmen, die diese Dinge produzieren, sind darauf ausgerichtet, diese Bed&uuml;rfnisse nur dann zu erf&uuml;llen, wenn es Profit abwirft. Wer die Dinge, die er braucht oder zu brauchen glaubt, nicht bezahlen kann, bekommt sie nicht. Auch die Krankenh&auml;user sind nicht einfach darauf ausgerichtet, das Bed&uuml;rfnis der Gesellschaft nach guter Gesundheitsversorgung zu erf&uuml;llen &ndash; nicht einmal dann, wenn sie in &ouml;ffentlicher Hand sind. Denn auch in den &ouml;ffentlichen H&auml;usern hat die Gesch&auml;ftsleitung vor allem die Aufgabe, das Haus rentabel zu f&uuml;hren. Wer keine private Krankenversicherung oder zumindest eine Zusatzversicherung zur Gesetzlichen bezahlen kann, kommt nicht auf die schicke Sonderstation, wartet l&auml;nger auf den Arzt, wird schlechter versorgt.<br>\nNat&uuml;rlich muss das nicht so sein &ndash; es liegt daran, dass die Regierung die Rahmenbedingungen so festgelegt hat. Das ganze System, mit dem Krankenh&auml;user ihre Leistungen abrechnen &ndash; das System der Fallpauschalen (DRG) &ndash;, ist darauf ausgelegt, den Kostendruck zu steigern. Damit machen private Krankenversicherer ihren Gewinn, weil diejenigen, die es sich irgendwie leisten k&ouml;nnen, zumindest mit einer Zusatzversicherung versuchen, ihre Gesundheit besser zu sch&uuml;tzen als die gesetzliche Krankenversicherung es bezahlt. Und damit machen private Klinikkonzerne ihren Gewinn. Sie k&ouml;nnen &ouml;ffentliche H&auml;user aufkaufen, wenn der irrsinnige Rentabilit&auml;tsdruck mal wieder eine Kommune zwingt, eine Klinik zu verkaufen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5024\/positionen\/8686\/Ihre-Freiheit-unsere-Gesundheit.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Karlsruhe und das Beamtenstreikverbot &ndash; Dialogangebot mit Dolch im Gewande?<\/strong><br>\nIm Grunde hatte das Bundesverfassungsgericht drei Optionen, um das deutsche Streikverbot f&uuml;r Beamte vor dem konventionsrechtlichen Zugriff abzuschirmen (siehe hierzu bereits meinen lto-Podcast im Vorfeld des Urteils hier): Die erste bestand darin zu argumentieren, dass das Beamtenstreikverbot &agrave; la Grundgesetz &uuml;berhaupt nicht gegen die Vorgaben der EMRK verst&ouml;&szlig;t. Die zweite (f&uuml;r das Verh&auml;ltnis von Karlsruhe und Stra&szlig;burg problematischste) bestand darin, sich &ndash; allen Beschw&ouml;rungen einer konventionsfreundlichen Auslegung des Grundgesetzes zum Trotz &ndash; auf den innerstaatlichen Vorrang der Verfassung gegen&uuml;ber der EMRK zu berufen. Und die dritte Option lautete, dass den Bestimmungen der EMRK aufgrund der Komplexit&auml;t der gesetzlichen Regelungen ausnahmsweise keine unmittelbare Anwendbarkeit zuk&auml;me.<br>\nF&uuml;r die dritte Alternative hatte sich der Sache nach das Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil aus dem Jahr 2014 entschieden. G&auml;nzlich ungew&ouml;hnlich sind derartige Entscheidungen im europ&auml;ischen Ma&szlig;stab nicht, es gibt durchaus F&auml;lle aus Belgien und den Niederlanden, wo Gerichte &auml;hnlich im Sinne fehlender unmittelbarer Anwendbarkeit entschieden haben. F&uuml;r die genannten Rechtsordnungen erkl&auml;rt sich das vor allem daraus, dass sie einem monistischen Grundverst&auml;ndnis mit einem Vorrang zugunsten des V&ouml;lkerrechts folgen, sodass das Argument des innerstaatlichen Vorrangs der Verfassung dem Grunde nach ausscheidet. Die unmittelbare Anwendbarkeit nimmt dann eine Art Ersatzfunktion ein. Das Bundesverwaltungsgericht jedenfalls hatte sich dahingehend festgelegt, dass das beamtenrechtliche Streikverbot mit den bisherigen, in der EGMR-Rechtsprechung entwickelten Ma&szlig;st&auml;ben nicht zu vereinbaren sei. Aufgrund der Komplexit&auml;t der Gemengelage sei aber letztlich der Gesetzgeber aufgerufen, die Vereinbarkeit mit den Konventionsvorgaben herzustellen.<br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat nun in seinem Urteil vom 12. Juni 2018 anders entschieden, n&auml;mlich zugunsten der ersten Option. (&hellip;)<br>\nIndem sie die konventionsrechtlichen Wertungen aktiv aufnimmt, vermeidet sie den teilweise aus der G&ouml;rg&uuml;l&uuml;-Entscheidung herausgelesenen konfrontativen Unterton. Das ist ein &uuml;ber die Grenzen Deutschlands hinaus wichtiges Signal, weil andere Verfassungsgerichte wie etwa das Russische nur allzu gern Anleihen bei der G&ouml;rg&uuml;l&uuml;-Dogmatik genommen haben. Diese Gefahr ist zumindest einstweilen gebannt &ndash; ob es &uuml;berhaupt jemals zur Machtprobe zwischen Karlsruhe und Stra&szlig;burg in Sachen Beamtenstreik kommen wird, kann erst in etlichen Jahren beurteilt werden, nachdem der EGMR Gelegenheit zur Stellungnahme hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/karlsruhe-und-das-beamtenstreikverbot-dialogangebot-mit-dolch-im-gewande\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44385#h10\">hier<\/a> auf die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts hingewiesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Es ist wieder Spargelzeit!<\/strong><br>\nDie Dresdnerin an der Spitze der Linkspartei erkl&auml;rte dem Deutschlandfunk diese Woche die Vorz&uuml;ge unkontrollierter Freiz&uuml;gigkeit unter anderem so: &raquo;Ich w&uuml;sste gar nicht, wie der Spargel bei uns auf den Tisch kommen soll, wenn es da nicht Menschen aus anderen L&auml;ndern g&auml;be.&laquo; Ausgerechnet die Spargelstecher als vorbildliches Beispiel? Jene armen Teufel, die schwere k&ouml;rperliche Arbeit verrichten, die noch nicht mal mit dem Mindestlohn verrechenbar ist und die dann auch noch in Containern hausen m&uuml;ssen, m&ouml;glichst nahe an den Feldern, damit der Patron sie stets schnell zur Hand hat? [&hellip;]<br>\nJetzt nennt mich altmodisch, aber ich finde, die Parteivorsitzende einer Partei, die sich als links in dem Sinne begreift, dass sie f&uuml;r die &ouml;konomisch Benachteiligten sprechen m&ouml;chte, sollte solche Kleinigkeiten schon verinnerlicht haben. Sie sollte also schon wissen, dass die Rekrutierung g&uuml;nstiger Arbeitskraft ein Grund zur Innovations- und Modernisierungsverweigerung ist. Solche Forderungen verewigen den Knochenjob, wo er schon lange nicht mehr sein m&uuml;sste. Und alles nur, weil man von der Furcht beseelt ist, der Spargel k&ouml;nne nun noch teurer werden. Das was unter der Sauce Hollandaise begraben liegt, bestimmt also der Untergang des Abendlandes &ndash; jeder hat so sein eigenes Armageddon vor Augen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2018\/06\/es-ist-wieder-spargelzeit\/\">neulandrebellen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der 7-Punkte-Plan: So will die FP&Ouml; die Kontrolle im Staat erlangen<\/strong><br>\nSchl&uuml;sselpositionen mit getreuen Kadern besetzen &ndash; von der Polizei, der Justiz, dem Geheimdienst bis zu den Medien. Wer kritische Fragen stellt, gegen den wird massenhaft mobil gemacht. Das steht im 7-Punkte-Plan der FP&Ouml;. In diesen hat uns der FP&Ouml;-Landesrat Elmar Podgorschek Einblick gew&auml;hrt. Bei einem Vortrag in Deutschland &bdquo;Was die AfD von der FP&Ouml; lernen kann&ldquo;, verr&auml;t er Taktik und Ziele der FP&Ouml; in Bezug auf die Machtergreifung. &bdquo;Wenn &ouml;sterreichische extreme Rechte vor deutschen extremen Rechten einen Vortrag halten, dann kommt ihnen gern ihre innerste Wahrheit aus&ldquo;, res&uuml;miert Hans Rauscher. Das erkl&auml;rt, warum Elmar Podgorschek detailliert dar&uuml;ber Auskunft gibt, wie die FP&Ouml; die Macht im Staat erlangen will.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/der-7-punkte-plan-der-fpoe-so-greift-die-partei-im-staat-nach-der-macht\/\">Kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Anmerkung zum Hinweis &bdquo;Tatort Daimler &ndash; Der j&auml;he Absturz des Dieter Zetsche&ldquo;<\/strong><br>\nIn den Hinweisen des Tages haben wir auf den Bericht &bdquo;Tatort Daimler &ndash; Der j&auml;he Absturz des Dieter Zetsche&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44429#h08\">hingewiesen<\/a>.<br>\nUnser Leser T.B. merkt dazu folgendes an: <em>Das Problem der Allmacht der Konzerne in einer marktkonformen Demokratie wird in dem Handelsblatt-Artikel auf Zetsche, der laut Artikel eh bald geht, umgebogen. Der Artikel erinnert fatal an Josef Ackermann, auf den in der Finanz-\/Euro-Krise ebenfalls sehr stark personalisiert wurde (vom Liebling zum Buhmann), um medial politischen Druck von den Konzernen zu nehmen.<\/em>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&raquo;Pack die Fahne wieder ein, Alice&laquo;<\/strong><br>\nDie Fu&szlig;ball-WM geht los und die AfD wartet schon darauf, sie demagogisch auszuschlachten. Wie jedes Mal gibt es Streit, wo die Grenze liegt zwischen Sportbegeisterung und Nationalismus. Ingar Solty meint: Machen wir die WM zu einem Ereignis, bei dem die Deutschen gewinnen und nicht die AfD. [&hellip;]<br>\nWenn wir uns auf die demagogischen Ausf&auml;lle der AfD vorbereiten wollen, m&uuml;ssen wir sie verstehen. Wir m&uuml;ssen nachvollziehen, wie sie den Fu&szlig;ball in den Dienst ihres Ethnonationalismus, ihrer Homophobie und ihrer allgemeinen R&uuml;ckw&auml;rtsgewandtheit stellen wird. Spielen wir darum mal einige m&ouml;gliche Varianten durch: Gewinnt die, endlich die multiethnische Wirklichkeit in Deutschland widerspiegelnde, Fu&szlig;ball-Nationalmannschaft, wird die AfD im Windschatten des gewachsenen &bdquo;Patriotismus&ldquo; von deutschen &Uuml;berlegenheitsgef&uuml;hlen gegen&uuml;ber dem Rest der Welt zu profitieren suchen. Die &Uuml;berlegenheit gegen&uuml;ber den unterlegenen Mannschaften wir dann recht ungefiltert auf die politische Ebene &uuml;bertragen werden.<br>\nVerliert die deutsche Mannschaft dagegen, vielleicht wie 1998 im Viertelfinale gegen Kroatien 3:0, dann wird die AfD das in den Dienst ihrer kulturrassistischen Demagogie stellen. Alexander &bdquo;Vogelschiss&ldquo; Gauland hat das ja schon bei der WM vor vier Jahren am Beispiel des afrodeutschen Innenverteidigers Jerome Boateng durchexerziert, den man seiner Meinung nach ja &bdquo;nicht als Nachbarn haben&ldquo; wolle. Die AfD wird dann die Entt&auml;uschung der Bev&ouml;lkerung &uuml;ber den sportlichen Misserfolg gegen die inneren Feinde der AfD lenken &ndash; &bdquo;die Ausl&auml;nder&ldquo; und ihre linken Freunde. AfDler werden dann argumentieren, dass die multiethnische DFB-Mannschaft &ndash; mit den Naivlingen Mesut &Ouml;zil und Ilkay G&uuml;ndogan als (Erdogan-)Aush&auml;ngeschilder voran &ndash; ja aus &bdquo;vaterlandslosen Gesellen&ldquo; best&uuml;nde, deren Kultur oder mangelnde Deutschlandidentifikation sie nicht zu &bdquo;deutschen Tugenden&ldquo; bef&auml;hige.<br>\nDabei wird sich die Partei auch nicht lange mit dem Widerspruch herumschlagen, dass es gerade diese multiethnische Mannschaft war, die vor vier Jahren trotz ihrer behaupteten Minderwertigkeit und ganz ohne deutsche Tugenden den Weltmeistertitel errang.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/adamag.de\/wm-ohne-afd-fahnen-russland-nationalismus\">adamag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Sorry! Wir sind da auf der Maus ausgerutscht.<\/strong><br>\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\" data-lang=\"de\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Sorry, <a href=\"https:\/\/twitter.com\/Beatrix_vStorch?ref_src=twsrc%5Etfw\">@Beatrix_vStorch<\/a>! Wir sind da auf der Maus ausgerutscht. <a href=\"https:\/\/t.co\/ePUZi28ffu\">https:\/\/t.co\/ePUZi28ffu<\/a><\/p>\n<p>&mdash; TITANIC (@titanic) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/titanic\/status\/1007594646804025344?ref_src=twsrc%5Etfw\">15. Juni 2018<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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