{"id":4447,"date":"2010-01-08T17:14:52","date_gmt":"2010-01-08T16:14:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4447"},"modified":"2010-01-08T17:15:10","modified_gmt":"2010-01-08T16:15:10","slug":"hinweise-des-tages-1054","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4447","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Steuersenkung gegen den Willen auch der Besserversdienenden, J&uuml;rgen R&uuml;ttgers blamiert die SPD, Sarrazins Rassismus, Volksverdummung im Deutschlandradio (KR)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Selbst Besserverdiener wollen keine Steuersenkung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Regierung will Verfassungsgerichtsurteil abwarten, dann Kinder-Hartz-IV-S&auml;tze pr&uuml;fen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">J&uuml;rgen R&uuml;ttgers will Hartz IV komplett &uuml;berarbeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Bayern und die Hypo Alpe Adria: Wie eine fette Gans<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Gutachten zu Sarrazin: Eindeutig rassistisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Sieg der Pharma-Lobby: Aus f&uuml;r den Pillen-T&Uuml;V?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Denkmalpfleger in K&ouml;ln gefeuert: &bdquo;Klima der Unzufriedenheit&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">K&ouml;rperscanner sind ethisch problematisch bei Menschen mit verdeckten Behinderungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Volksverdummung im Deutschlandradio<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Blutige Zusammenst&ouml;sse in S&uuml;ditalien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Mexikos Polizisten werden &uuml;berwacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Anmerkung zu Hinweise des Tages vom 08.Januar 2010 \/ Punkt 13 &ldquo;Notstand bei der Bahn&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4447&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Selbst Besserverdiener wollen keine Steuersenkung<\/strong><br>\nSeit ihrem Start streitet die Koalition &uuml;ber das F&uuml;r und Wider einer massiven Entlastung. Das Volk hat dazu eine ziemlich einhellige Meinung: Besser nicht. Die gro&szlig;e Mehrheit lehnt einen Steuernachlass ab. Am gr&ouml;&szlig;ten ist die Ablehnung der schwarz-gelben Steuerpl&auml;ne mit 69 Prozent unter den Besserverdienern mit einem Haushaltseinkommen von 3000 Euro netto und mehr pro Monat. Das sind ausgerechnet diejenigen, die am st&auml;rksten von den Entlastungen profitieren sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:gegenwind-fuer-schwarz-gelb-selbst-besserverdiener-wollen-keine-steuersenkung\/50057810.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Regierung will Verfassungsgerichtsurteil abwarten, dann Kinder-Hartz-IV-S&auml;tze pr&uuml;fen<\/strong><br>\nIn die Pr&uuml;fung der Regels&auml;tze will die Regierung auch das noch ausstehende Urteil des Bundesverfassungsgerichts einbeziehen. &rdquo;Aus diesen Gr&uuml;nden sind zum gegenw&auml;rtigen Zeitpunkt hinsichtlich der Absichten der Bundesregierung bei der &Uuml;berpr&uuml;fung der Regelsatzbemessung keine Festlegungen m&ouml;glich&ldquo;, hei&szlig;t es in der Antwort.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialticker.com\/regierung-will-verfassungsgerichtsurteil-abwarten-dann-kinder-hartz-iv-saetze-pruefen_20100108.html\">Sozialticker<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>J&uuml;rgen R&uuml;ttgers will Hartz IV komplett &uuml;berarbeiten<\/strong><br>\nR&uuml;ttgers:&bdquo;Wenn jemand lange einzahlt in die Arbeitslosenversicherung, muss der mehr bekommen als der, der nur kurze Zeit eingezahlt hat. Wer etwas f&uuml;rs Alter zur&uuml;ckgelegt hat, den kann man nicht zwingen, das zuerst alles aufzubrauchen, um am Schluss in Altersarmut zu landen &ndash; genau wie der, der nie was zur&uuml;ckgelegt hat. Das kann nicht richtig sein.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1\/Doc~EE7E7F537F55C4338AD1EBF35F8DB299A~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlenews\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Damit l&auml;uft R&uuml;ttgers, der sich im Mai zur Wahl stellen muss und schlechte Umfragewert hat, der SPD den Rang ab.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bayern und die Hypo Alpe Adria: Wie eine fette Gans<\/strong><br>\nImmer wieder pumpten Freistaat und BayernLB Millionen- und Milliardenbetr&auml;ge in die finanziell marode K&auml;rntner Landesbank. Der fr&uuml;here Landeshauptmann J&ouml;rg Haider hat die Bayern ungeniert ausgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/239\/499516\/text\/print.html\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gutachten zu Sarrazin: Eindeutig rassistisch<\/strong><br>\nDer Streit um die SPD-Mitgliedschaft von Bundesbanker Thilo Sarrazin geht weiter: Ein Gutachten beschreibt seine &Auml;u&szlig;erungen als &ldquo;eindeutig rassistisch.&rdquo; Politikwissenschaftler Gideon Botsch erkl&auml;rt, welche Kriterien f&uuml;r Rassismus erf&uuml;llt sein m&uuml;ssen. Der fr&uuml;here Finanzsenator hatte unter anderem erkl&auml;rt, Araber und T&uuml;rken seien kaum produktiv f&uuml;r die deutsche Wirtschaft. Damit mobilisiere Sarrazin mit einem &ldquo;bewussten Tabubruch&rdquo; Vorurteile, die sonst von Rechtsradikalen ge&auml;u&szlig;ert w&uuml;rden, hei&szlig;t es in dem Gutachten.Weiter sagte der Bundesbanker: &ldquo;Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, f&uuml;r die Ausbildung seiner Kinder nicht vern&uuml;nftig sorgt und st&auml;ndig neue kleine Kopftuchm&auml;dchen produziert.&rdquo; F&uuml;r seine Analyse hat der Wissenschaftler die Rassismus-Definition von Albert Memmi verwendet, die Botschs Angaben zufolge dem Mainstream des akademischen Diskurses entspricht. Der Memmi-Definition zufolge m&uuml;ssen vier Kriterien erf&uuml;llt sein, damit man von Rassismus sprechen k&ouml;nne. &ldquo;Erstens braucht es die Konstruktion eines Unterschieds, zweitens muss ein wertendes Element vorhanden sein&rdquo;, erkl&auml;rt Botsch. Drittens m&uuml;ssten die Aussagen verallgemeinernd sein. Und der vierte Aspekt sei die Funktion: Diese mache Sarrazin in seinem Text deutlich, wenn er von der Umverteilung zwischen bestimmten Bev&ouml;lkerungsgruppen spricht. Au&szlig;erdem verwendete der Wissenschaftler in seinem Gutachten das Konzept des &ldquo;sozialen Rassismus.&rdquo; Dieser findet sich zum Beispiel in Sarrazins Beschreibung der Unterschicht. &ldquo;Die Verbindung von Abstammung und einer bestimmten Schichtzugeh&ouml;rigkeit im Sinne von Vererbung, das ist eindeutig rassistisch&rdquo;, erkl&auml;rt Botsch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/258\/499534\/text\/print.html\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Sieg der Pharma-Lobby: Aus f&uuml;r den Pillen-T&Uuml;V?<\/strong><br>\nDas Institut zur Qualit&auml;tssicherung und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen ist der Pharma-Industrie seit seiner Gr&uuml;ndung unbequem und zu kritisch. Gegr&uuml;ndet wurde es, um durch unabh&auml;ngige Studien zu verhindern, dass zu teure oder gar sch&auml;dliche Arzneimittel auf den Markt kommen. Die Lobbyisten der Pharmabranche sind jetzt offenbar am Ziel: Regierungspolitiker aus FDP und CDU fordern unverhohlen eine Neuausrichtung des Instituts. Es gelte, die Wettbewerbsf&auml;higkeit des Pharmastandortes Deutschland zu erh&ouml;hen. Der Leiter des Instituts soll abgesetzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/\/sendungen\/2010\/0107\/pharma.php5\">Monitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Denkmalpfleger in K&ouml;ln gefeuert: &bdquo;Klima der Unzufriedenheit&ldquo;<\/strong><br>\nEin Gebietsreferent beim st&auml;dtischen Denkmalamt wurde nach nur ein paar Monaten T&auml;tigkeit von Stadtkonservatorin Dr. Renate Kaymer gek&uuml;ndigt. Er sollte sich um den Umbau des Gerling-Quartiers k&uuml;mmern. Seine Mitarbeiter sind entsetzt und vermuten, dass er nur wegen zu lauter Kritik an den Pl&auml;nen abges&auml;gt worden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rundschau-online.de\/html\/artikel\/1262692398355.shtml\">K&ouml;lnische Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>K&ouml;rperscanner sind ethisch problematisch bei Menschen mit verdeckten Behinderungen<\/strong><br>\nProf. Dr. Regina Ammicht Quinn vom Internationalen Zentrum f&uuml;r Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universit&auml;t T&uuml;bingen weist darauf hin, dass ethische Probleme insbesondere im Zusammenhang mit Menschen mit verdeckten Behinderungen entstehen: &ldquo;Schambesetzte k&ouml;rperliche Behinderungen und chronische Krankheiten werden mit K&ouml;rperscannern identifiziert, und die betroffenen Menschen werden leicht zu Terror-Verd&auml;chtigen und m&uuml;ssen sich erkl&auml;ren. Damit werden kranken und behinderten Menschen entw&uuml;rdigende Situationen zugemutet.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news350605\">Informationsdienst Wissenschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Deutschland vergreist: Wer zahlt die Rente von morgen?<\/strong><br>\nMehr Rentner, weniger Erwerbst&auml;tige, kaum Nachwuchs! Nach den aktuellen Prognosen des Statistischen Bundesamtes entwickelt sich Deutschland zu einem Land der Senioren. Die Lebenserwartung steigt, gleichzeitig werden weniger Kinder geboren.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/lebenszeit\/1098586\/\">Deutschlandradio (Einleitungstext)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/podcast-mp3.dradio.de\/podcast\/2010\/01\/08\/dlf_20100108_1009_18b2c6aa.mp3\">Deutchlandradio (Audio-Podcast, mp3, ca. 32 MB, ca. 70 Minuten)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines NachDenkSeiten-Lesers:<\/strong> Mal wieder eine akustische Volksverdummung zum Thema Demografie und Rente im Deutschlandradio. Schon der Titel der Sendung &bdquo;Deutschland vergreist&ldquo; ist negativ. Die Moderatorin gl&auml;nzt mit Vorschl&auml;gen, in der Sendung anzurufen, wenn man z.B. das System der gesetzlichen Rente kritisieren m&ouml;chte. Professor Raffelh&uuml;schen wird zitiert (ca. Minute 20:30) und bei einer Stra&szlig;enumfrage kommen nat&uuml;rlich nur Personen zu Wort, die der gesetzlichen Rente nicht vertrauen und privat vorsorgen bzw. das vorhaben &ndash; abgesehen von einem Mann, der sich keine Gedanken dar&uuml;ber macht, weil er sich nicht den ganzen Tag Sorgen machen m&ouml;chte (ab Minute 21:30). Dass Renten in welcher Form auch immer nur mit m&ouml;glichst vielen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen &ndash; und auch gut bezahlten &ndash; finanziert werden k&ouml;nnen, waren nur Randnotizen. Ein Studiogast kommt von der Stiftung f&uuml;r die Rechte zuk&uuml;nftiger Generationen. Hintergr&uuml;nde dazu finden Sie z.B. hier:<\/em><\/p>\n<p>Quelle 3: <a href=\"?p=2251\">Nachdenkseiten vom 13.04.2007<\/a><br>\nQuelle 4: <a href=\"?p=3981\">Nachdenkseiten vom 02.06.2009<\/a><br>\nQuelle 5: <a href=\"?p=4053#h22\">Nachdenkseiten, Hinweise des Tages vom 09.07.2009<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Blutige Zusammenst&ouml;sse in S&uuml;ditalien<\/strong><br>\nEine Migrantenrevolte ist in Rosarno in der s&uuml;ditalienischen Region Kalabrien ausgebrochen. Zu dem Protest von Hunderten von Afrikanern kam es, nachdem zwei Ausl&auml;nder aus noch ungekl&auml;rten Gr&uuml;nden von Italienern mit Waffen angegriffen und verletzt wurden. Mit St&ouml;cken und Eisenstangen bewaffnet, belagerten die Migranten, die in den Feldern Rosarnos illegal arbeiten, am Donnerstagabend die Hauptstrasse Rosarnos und verw&uuml;steten mehrere Geb&auml;ude. Dutzende Autos wurden in Brand gesetzt, M&uuml;llcontainer angez&uuml;ndet. Die Polizei musste eingreifen, die Migranten reagierten und bewarfen die Sicherheitskr&auml;fte mit Steinen. Dabei wurden mehrere Personen verletzt. In Rosarno leben 1500 Afrikaner, die unter schwierigsten Lebensbedingungen auf den Feldern arbeiten. Die Afrikaner werden von der &lsquo;Ndrangheta, dem kalabresischen Arm der Mafia, als billige Arbeitskr&auml;fte ausgenutzt.<br>\nDie meisten der 2500 Afrikaner, die in dem Ort mit seinen 15.000 Einwohnern leben, wohnen in Baracken oder in verlassenen Fabriken ohne Strom und Toiletten. Sie arbeiten 15 Stunden pro Tag f&uuml;r einen Hungerlohn. Viele Migranten werden von der &lsquo;Ndrangheta f&uuml;r kriminelle Aktionen eingesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/italien_migrantenrevolte_1.4466895.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Und was ist die Antwort der EU auf solche Zust&auml;nde, die schon jahrelang bekannt sind? Schlie&szlig;lich kosumieren wir alle Produkte aus den&nbsp; Zitrus-und Olivenhainen der Region.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Mexikos Polizisten werden &uuml;berwacht<\/strong><br>\nIn der mexikanischen Stadt Quer&eacute;taro werden Polizisten per Satellit &uuml;berwacht. Damit soll verhindert werden, dass sie sich an Verbrechen beteiligen. Selten hat ein Stadtpr&auml;sident in Mexiko die Korruption der lokalen Polizei so offen angesprochen wie Francisco Dom&iacute;nguez. Der konservative Stadtpr&auml;sident von Quer&eacute;taro, einer aufstrebenden Industriestadt nordwestlich von Mexiko-Stadt, verpasst im neuen Jahr seiner Polizei Uniformen, in die ein Chip integriert ist. Per Satellit sollen damit die Bewegungen der 1100 Stadtpolizisten t&auml;glich &uuml;berwacht werden, wie Dom&iacute;nguez vor der Presse sagte. &laquo;Das wesentliche Ziel ist, dass die Polizisten ihre Uniformen nicht missbrauchen, dass sie sie niemandem ausleihen und dass sie nicht in Uniform Straftaten begehen k&ouml;nnen&raquo;, verteidigte Dom&iacute;nguez die umgerechnet 7,6 Millionen Franken teure technologische Aufr&uuml;stung.<br>\nNeben der gut ausgebildeten Polizei des Bundes und der 31 Bundesstaaten gibt es in Mexiko 2022 lokale Polizeieinheiten, die 170 000 k&uuml;mmerlich bezahlte Gemeindepolizisten besch&auml;ftigen. Die meisten von ihnen haben keinen Sekundarschulabschluss, einige sind gar Analphabeten. Laut einer Studie der Regierung k&ouml;nnen 93 Prozent von ihnen nicht ohne Bestechungsgelder &uuml;berleben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/mexikos_polizisten_werden_ueberwacht_1.4421265.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Unser Blick auf die Realit&auml;t wird leider allzusehr durch aktuelle Schlagzeilen bestimmt. So dominieren unsere Sicht auf das Ausland die Entwicklungen in den USA, der verbliebenen Supermacht, und das Thema Afghanistan. Mich hat Blick auf die Situation der Polizei in Mexiko dazu gebracht, einige Fragezeichen hinter den Erfolg st&auml;rkerer Anstrengungen bei der Polizeiausbildung&nbsp; in Afghanistan zu setzen.&nbsp; Unsere Politiker versichern wieder einmal, dass es auf Afghanistankonferenz&nbsp; ganz wesentlich um die Ausbildung der Sicherheitskr&auml;fte gehen w&uuml;rde. Betrachtet man die desolate Situation in Mexiko, fragt man sich, was in Afghanistan besser gelingen k&ouml;nnte. Mexiko, die zweitst&auml;rkste Wirtschaftsmacht Lateinamerikas, seit vielen Jahren OECD-Mitglied, hat eine lange Tradition zentralstaatlicher Institutionen und dennoch bilden die Drogenkartelle inzwischen einen Staat im Staat. Selbst der potente Nachbar, die USA,&nbsp; kann nur hilflos beklagen, dass sich an ihrer Grenze ein&nbsp; Narco-Staat herausbilde. Eine&nbsp; November 2008 ver&ouml;ffentlichten Studie des United States Joint Forces Command kommt sogar zu dem Schluss, dass die Gefahr best&uuml;nde, dass das Nachbarland rasch und pl&ouml;tzlich kollabiere.<br>\nAnf&auml;nglich sollte die Bundesrepublik alleine Afghanistan eine funktionierende Polizeiorganisation verschaffen und ist grandios gescheitert. Karl-Theodor zu Guttenberg und&nbsp; Guido Westerwelle betonen immer noch&nbsp; das zivile Engagement und &nbsp;stellen weiteren Einsatz in Aussicht. &ldquo;Deutschland ist bereit, mehr f&uuml;r die Ausbildung der Polizei zu tun&rdquo;, meinte Westerwelle unl&auml;ngst. Ja, wir wissen es allm&auml;hlich, das Land soll bald seine Sicherheit selbst gew&auml;hrleisten k&ouml;nnen. Inzwischen ist Eupol, Teil der gemeinsamen Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik der EU, f&uuml;r den Polizeiaufbau in Afghanistan zust&auml;ndig &ndash; mit 281Beamten, davon 47 Deutsche. Nur welche Sicherheit soll ein Polizist in einem Land bieten, in dem das Recht des St&auml;rkeren herrscht und selbst die Provinzgouverneure eigene Milizen halten. Die Zentralregierung ist fern und vor Ort sucht die Bev&ouml;lkerung Schutz bei denen, die &uuml;ber die Gewaltmittel verf&uuml;gen. Das sind dann oft auch die Taliban, die zudem &uuml;ber das Drogengesch&auml;ft &uuml;ber die finanziellen Mittel verf&uuml;gen, einen Polizisten mit einem Gehalt von 80 Euro zu bestechen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Anmerkung zu Hinweise des Tages vom 08. Januar 2010 \/ Punkt 13 <a href=\"?p=4444#h13\">&ldquo;Notstand bei der Bahn&rdquo;<\/a>:<\/strong><br>\nNachDenkSeiten-Leser T.J. schrieb uns:\n<blockquote><p>Die Anmerkung Ihrer Leserin C.W. zu diesem Beitrag kann&nbsp;man so nicht ganz stehen lassen, hier muss ich meine Berufskollegen in Schutz nehmen: Die Ingenieure k&ouml;nnten schon, wenn die Kaufleute sie denn lie&szlig;en&hellip;<br>\nDie Misere bei der Bahn ist hausgemacht. Fr&uuml;her hat die damalige Deutsche Bundesbahn bei der Entwicklung ihres Rollmaterials eng mit der Industrie zusammengearbeitet. Es wurden Prototypen und Vorserien der Fahrzeuge gebaut und&nbsp;im Betrieb ausgiebig erprobt. Dies hat ein bisschen mehr Zeit und Geld gekostet, aber Resultat waren ausgereifte&nbsp;und robuste Serienfahrzeuge, die dann&nbsp;40 bis 50 Jahre (!) in Betrieb waren bzw. zum Teil heute noch sind.<br>\nHeutzutage m&ouml;chte die Bahn Fahrzeuge &ldquo;von der Stange&rdquo; zu immer billigeren Preisen kaufen, was aber immer &ouml;fter schief geht. Gute Technik kostet eben auch gutes Geld und Entwicklungszeit, und beides m&ouml;chte die Bahn nicht mehr investieren.&nbsp;Man denkt immer kurzfristiger, der Horizont reicht eben nur bis zum n&auml;chsten Jahresabschluss bzw. bis zum B&ouml;rsengang. Was dabei herauskommt, l&auml;sst sich im Moment ausgiebig beobachten; da kann man wirklich nur mit dem Kopf sch&uuml;tteln.<br>\nIn einem&nbsp;hat C. W. allerdings recht: Ich m&ouml;chte auch nicht wissen, was bei der DB AG passiert, wenn es mal richtig Winter wird &hellip;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Steuersenkung gegen den Willen auch der Besserversdienenden, J&uuml;rgen R&uuml;ttgers blamiert die SPD, Sarrazins Rassismus, Volksverdummung im Deutschlandradio (KR)<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4447","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4447","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4447"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4447\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4447"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4447"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4447"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}