{"id":44479,"date":"2018-06-18T08:13:38","date_gmt":"2018-06-18T06:13:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44479"},"modified":"2018-06-18T08:13:38","modified_gmt":"2018-06-18T06:13:38","slug":"hinweise-des-tages-3141","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44479","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44479#h01\">Koalitionskrach<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44479#h02\">Genie des Agenda-Settings<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44479#h03\">Was hei&szlig;t hier &ldquo;europ&auml;ische L&ouml;sung&rdquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44479#h04\">Bundesregierung f&ouml;rdert weiter Steuertricks von Unternehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44479#h05\">Die 7 gr&ouml;&szlig;ten Steueroasen der Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44479#h06\">Mafia setzt auf Immobilien in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44479#h07\">Nicht auf Kosten der Jungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44479#h08\">Bis zu halbe Million bed&uuml;rftige Rentner bekommt keine Sozialhilfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44479#h09\">Den Aufstand proben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44479#h10\">Ein Koch als K&ouml;nig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44479#h11\">Note &laquo;Ungen&uuml;gend&raquo; f&uuml;r Deutschlands Friedenspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44479#h12\">Asylentscheidungen in Bremen: Bundesregierung (BMI) nennt vollkommen andere Zahlen als BAMF<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44479#h13\">Von der Leyen will h&ouml;heren Wehretat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44479#h14\">&Ouml;sterreich fordert Aufkl&auml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44479#h15\">Abschlusserkl&auml;rung der Strategie- und Aktionskonferenz des Netzwerks Gerechter Welthandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44479#h16\">Neu machen, alt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44479#h17\">Die T&uuml;rkei ist unter einer Wolke aus Angst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44479#h18\">Wendepunkt Schanzenviertel<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Koalitionskrach<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Katrin G&ouml;ring-Eckardt im Interview &ndash; &bdquo;Wo bleibt die Humanit&auml;t?&ldquo;<\/strong><br>\nGr&uuml;nen-Fraktionschefin Katrin G&ouml;ring-Eckardt verlangt, dass sich die Union wieder zusammen&shy;rei&szlig;t. Auch eine Regierungs&shy;beteiligung der Gr&uuml;nen schlie&szlig;t sie nicht aus.<br>\ntaz: &bdquo;Ich kann mit der Frau nicht mehr arbeiten&ldquo;, soll Horst Seehofer &uuml;ber Angela Merkel gesagt haben. Mit dem Blick auf m&ouml;gliche Folgen &ndash; k&ouml;nnten vielleicht die Gr&uuml;nen mit der Kanzlerin arbeiten, indem sie den Platz der CSU &uuml;bern&auml;hmen?<br>\nKatrin G&ouml;ring-Eckardt: Horst Seehofer hat gleichzeitig gesagt: &bdquo;Niemand in der CSU hat Interesse, die Kanzlerin zu st&uuml;rzen.&ldquo; Mich erinnert das an Walter Ulbricht; der hat auch gesagt, niemand habe die Absicht, eine Mauer zu bauen. Was Seehofer jetzt veranstaltet, das gef&auml;hrdet nicht nur die Regierung, das gef&auml;hrdet auch den Frieden im Land und in Europa. Das ist unverantwortlich. [&hellip;]<br>\nIch halte zurzeit nichts f&uuml;r ausgeschlossen. Auch nicht, dass sich die Union irgendwie einigt. Aber wenn, dann sicherlich zulasten der Humanit&auml;t. [&hellip;]<br>\nWas w&uuml;rde denn fehlen, wenn Merkel weg w&auml;re?<br>\nFehlen w&uuml;rde eine Person, die f&uuml;r Europa steht. Die f&uuml;r Ausgleich steht, f&uuml;r Sicherheit und Stabilit&auml;t. Jemand, der unerm&uuml;dlich versucht, doch noch den Laden zusammenzuhalten. Das ist in der jetzigen Situation, in der Seehofer, S&ouml;der und Dobrindt &ndash; &uuml;brigens auch FDP-Chef Christian Lindner &ndash; permanent mit dem Feuer spielen, ein gro&szlig;es Problem. Gerade jetzt w&auml;re Stabilit&auml;t gefragt, doch die wird gerade mutwillig infrage gestellt. Wir stehen an einem historischen Scheideweg, wohin sich unser Land entwickelt: Stehen wir f&uuml;r Freiheit und werben f&uuml;r Europa oder setzt sich der Geist von Illiberalit&auml;t und Nationalismus durch?<br>\nIhre Partei liegt aktuell bei kommoden 15 Prozent. N&uuml;tzt den Gr&uuml;nen die innenpolitische Krise?<br>\nWenn ich mir die anderen Parteien anschaue, dann stelle ich fest, dass die Gr&uuml;nen offenbar die Einzigen sind, die noch f&uuml;r Humanit&auml;t in der Politik k&auml;mpfen. Das wird auch unser Job bleiben: neben der Ordnung, die wir brauchen, genauso f&uuml;r Humanit&auml;t und den Rechtsstaat f&uuml;r alle einzustehen. Wir verteidigen unser Grundgesetz, das weltoffene Deutschland und ein starkes Europa, das auf Solidarit&auml;t setzt. Und zwar auch dann, wenn es schwierig ist. Die Mischung aus Humanit&auml;t und Ordnung, aus staatstragend und Ver&auml;nderungswillen wird von vielen Leuten anerkannt. Und wir sind ja noch lange nicht fertig. Tats&auml;chlich brauchen wir so was wie eine starke, enthusiastische Gegenbewegung f&uuml;r Menschlichkeit und europ&auml;ische Werte, wenn Herr Dobrindt meint, er m&uuml;sse jetzt die nationalkonservative Revolution ausrufen. [&hellip;]<br>\nUnd wo bleibt die Humanit&auml;t? Die muss doch im Zentrum stehen. Der Zusammenhalt dieses Landes muss gew&auml;hrleistet sein. [&hellip;]<br>\nWenn man das europ&auml;isch l&ouml;sen k&ouml;nnte, w&auml;re das gut. Aber der Preis darf nicht noch mehr Abschottung, noch weniger Humanit&auml;t sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Katrin-Goering-Eckardt-im-Interview\/!5511488\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die fleischgewordene Agenda-2010- und Hartz-IV-Durchpeitscherin Katrin G&ouml;ring-Eckardt bringt in einem einzigen kurzen Interview sechs Mal das Wort &ldquo;Humanit&auml;t&rdquo; unter, fordert den &ldquo;Zusammenhalt dieses Landes&rdquo;, den sie ma&szlig;geblich mit zerst&ouml;rt hat, und lobt Angela &ldquo;there is no alternative&rdquo; Merkel, die die EU mit Export&uuml;bersch&uuml;ssen, Austerit&auml;tspolitik und st&auml;ndigen Belehrungen auseinandergetrieben hat wie keine zweite, als Stabilit&auml;tsanker Deutschlands und Europas. Leider hakt die taz-Journalistin nicht einmal richtig nach, sondern fungiert nur als Stichwortgeberin. Diese uns&auml;gliche Schw&auml;tzerin ist weiterhin Fraktionsvorsitzende im Bundestag. Mann, sind die Gr&uuml;nen verkommen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Fehlt nur noch, dass man Angela Merkel die Ehrenmitgliedschaft bei den Gr&uuml;nen anbietet. Diese Lobhudeleien sagen in der Tat mehr &uuml;ber die Gr&uuml;nen als &uuml;ber Merkel aus. Wenn eine ehemals dem &bdquo;linken Lager&ldquo; angeh&ouml;rende Partei die &bdquo;Humanit&auml;t&ldquo; einer Kanzlerin lobt, die im S&uuml;den Europas ganze Volkswirtschaften verelenden l&auml;sst, der aggressiven Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik der USA nichts entgegensetzt und auch die Asylthematik vor allem unter PR-Gesichtspunkten angeht, kann irgendwas nicht mehr stimmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Bereit zur Verantwortung&ldquo; &ndash; FDP bringt Jamaika-Koalition ins Spiel<\/strong><br>\nDer Asylstreit spaltet die Union, eine Einigung ist nicht in Sicht. Erste FDP-Politiker sprechen nun &uuml;ber die M&ouml;glichkeit eines Jamaika-B&uuml;ndnisses. Gr&uuml;nen-Chef Habeck bezeichnet das Vorgehen der CSU derweil als Putsch.<br>\nAngesichts des eskalierten Asylstreits zwischen CDU und CSU bringen FDP-Politiker einen neuen Anlauf f&uuml;r eine Jamaika-Koalition ins Spiel. &bdquo;Wir sind bereit zur Verantwortung&ldquo;, sagte FDP-Fraktionsvize Michael Theurer der &bdquo;Augsburger Allgemeinen&ldquo;. &bdquo;Sollte die gro&szlig;e Koalition scheitern, w&auml;re all das zusammengenommen eine so neue Situation, dass es nat&uuml;rlich auch neue Gespr&auml;che &uuml;ber die Zukunft geben m&uuml;sste.&ldquo;<br>\nNach der Bundestagswahl im vergangenen Herbst hatte die FDP die angesteuerte Jamaika-Koalition mit CDU, CSU und Gr&uuml;nen platzen lassen. Ob die FDP ihre Verantwortung in der Opposition oder in der Regierung wahrnehme, h&auml;nge davon ab, ob &bdquo;in m&ouml;glichen Gespr&auml;chen ein klarer Kurs in Richtung Erneuerung genommen wird&ldquo;, sagte Theurer. Dies gelte insbesondere f&uuml;r die Themen Einwanderung, Digitalisierung und steuerliche Entlastung.<br>\nAnders als CSU und Gr&uuml;ne habe die CDU aber noch einen Erneuerungsprozess vor sich. &bdquo;Die jetzige Krise zeigt, dass Merkels Politik der Formelkompromisse keine solide Basis f&uuml;r eine schwierige Koalition ist.&ldquo;<br>\n&Auml;hnlich &auml;u&szlig;erte sich Th&uuml;ringens FDP-Landeschef Thomas Kemmerich. &bdquo;Wenn die gro&szlig;e Koalition auseinanderknallt, wird Angela Merkel ihren Hut nehmen. Wir Liberalen stehen bereit&ldquo;, sagte er den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Freitag. Das Jamaika-B&uuml;ndnis sei nicht an Inhalten, sondern an Personen gescheitert. &bdquo;Vor allem die Kanzlerin stand im Weg&ldquo;, sagte er.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article177661192\/FDP-Fraktionsvize-Michael-Theurer-bringt-Jamaika-Koalition-ins-Spiel.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Mit anderen Worten: die FDP w&uuml;rde ihren &ldquo;nationalliberalen&rdquo; (ganz rechten) Fl&uuml;gel herauskehren und auf der Basis des CSU-Programms mit der Union (ohne Merkel) zusammenarbeiten. Wie das mit den Gr&uuml;nen Fl&uuml;chtlingsfreunden funktionieren soll, ist unklar; ach nee, doch nicht, Habeck dreht schon bei: &ldquo;Eine Neuaufnahme von Verhandlungen f&uuml;r eine Jamaika-Koalition f&uuml;r den Fall, dass die gro&szlig;e Koalition zerbricht, schloss Habeck nicht aus. Seine Partei habe gezeigt, dass sie bereit sei, Regierungsverantwortung zu &uuml;bernehmen. &bdquo;Aber wir werden nicht die Erf&uuml;llungsgehilfen von Seehofers, S&ouml;ders und Dobrindts Putschgel&uuml;sten sein&ldquo;, sagte Habeck.&rdquo; Wenn&rsquo;s um die Macht geht, geht vieles, denn f&uuml;r die Jamaika-Koalition w&uuml;rden die Gr&uuml;nen mindestens die Merkel-Position schlucken, die aktuell weit rechts von dort ist, wo die CSU (!!) noch vor f&uuml;nf Jahren stand.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Genie des Agenda-Settings<\/strong><br>\nVor vier Jahren starb Frank Schirrmacher &ndash; heute ist der Zeitungs-Journalismus am Ende<br>\nJeder wei&szlig;, wie man ein Smartphone bedient; die politische Frage lautet umgekehrt: wie man verhindert, dass man vom Smartphone bedient wird.<br>\nDer letzte Satz des letzten Artikels von Frank Schirrmacher in der FAZ<br>\nAm 12. Juni 2014 starb Frank Schirrmacher &ndash; sein Tod markiert das Ende einer &Auml;ra, und vier Jahre nach seinem Tod ist nichts mehr &uuml;brig geblieben von dem, was Zeitungs-Journalismus vor vier Jahren noch war.<br>\nSpieler und Provokateur<br>\nEs gibt zwei Dinge, die eine Zeitung interessant machen, und &uuml;ber andere Medien herausheben: Dass sie viele und gute Auslands-Korrespondenten hat, und dass sie in der Lage ist Themen zu setzten und Debatten auszul&ouml;sen.<br>\nGenau dies beides war die St&auml;rke der Faz unter ihrem Herausgeber Schirrmacher und dessen ganz pers&ouml;nliches Talent: Schirrmacher wusste, dass es f&uuml;r die Faz wichtiger ist, sich einen Kulturkorrespondenten in Venedig oder Peking zu leisten, als die Auflage um ein paar Prozentpunkte zu steigern.<br>\nEin halbes Jahr nach Schirrmachers Tod wurde der kommissarische Nachfolger als Faz-Herausgeber, G&uuml;nther Nonnenmacher gefragt, ob die Faz nicht dringend eine Galionsfigur wie Schirrmacher brauche. Die Antwort Nonnenmachers die das ganze Mittelma&szlig; dieser einstigen elit&auml;ren Zeitung verdeutlichte war: &ldquo;Hat Frank Schirrmacher, der wirklich ein ber&uuml;hmter Mann war, die Auflage der Faz steigern k&ouml;nnen? Kamen wegen ihm mehr Anzeigen?&rdquo;<br>\nInzwischen geht die Auflage deutlich zur&uuml;ck, inzwischen hat die Faz ihr Tafelsilber, die Societ&auml;tsdruckerei und das Verlagsgrundst&uuml;ck in Frankfurt verkauft. Man versucht sich hilflos darin, mit teuren Versuchsballons wie &ldquo;FAZ Quarterly&rdquo; und &ldquo;FAZ Weekly&rdquo; Anzeigenkunden zu gewinnen &ndash; und bereitet doch mittelfristig den Abschied vom Print in die digitale Welt vor. K&uuml;rzungen in der Redaktion, Entlassungen, die Streichung von Korrespondentenstellen sch&ouml;nen kurzfristig die Bilanz. Aber das Ende kommt n&auml;her.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Genie-des-Agenda-Settings-4079434.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Treffender kann man die derzeitigen Probleme unserer sogenannter Leitmedien nicht beschreiben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Was hei&szlig;t hier &ldquo;europ&auml;ische L&ouml;sung&rdquo;?<\/strong><br>\nIm Streit mit der CSU um die Fl&uuml;chtlingspolitik beruft sich Kanzlerin Merkel auf eine &ldquo;europ&auml;ische L&ouml;sung&rdquo;. Doch was bisher durchgesickert ist, w&auml;re eher eine deutsche L&ouml;sung &ndash; genau wie 2015. Und selbst die ist damals krachend gescheitert.<br>\nWir erinnern uns: Nach dem deutschen Alleingang bei der Grenz&ouml;ffnung 2015 wuchs Merkel die Lage schnell &uuml;ber den Kopf. In ihrer Not rief sie schon damals nach einer &ldquo;europ&auml;ischen L&ouml;sung&rdquo; &ndash; auch andere EU-Staaten sollten Fl&uuml;chtlinge aufnehmen.<br>\nDoch trotz mehrerer Krisentreffen einer &ldquo;Koalition der Willigen&rdquo; in der &ouml;sterreichischen (!) EU-Botschaft in Br&uuml;ssel (Wien stand damals noch auf Seiten der Kanzlerin) blieb die &ldquo;europ&auml;ische L&ouml;sung&rdquo; eine Chim&auml;re.<br>\nAls sich &Ouml;sterreich dann f&uuml;r eine Schlie&szlig;ung der (westlichen) Balkanroute stark machte, wollte Merkel von dieser europ&auml;ischen (Teil-)L&ouml;sung urpl&ouml;tzlich nichts mehr wissen &ndash; und warf sich Sultan Erdogan in die Arme.<br>\nSeither hat die EU einen Gro&szlig;teil ihrer Fl&uuml;chtlingspolitik an die T&uuml;rkei ausgelagert. Merkels Rede von der &ldquo;europ&auml;ischen L&ouml;sung&rdquo; hat sich als Illusion erwiesen &ndash; am Ende hat sie sie selbst verraten.<br>\n&Auml;hnlich k&ouml;nnte es auch nun wieder laufen. Denn die Kanzlerin strebt offenbar Abkommen mit Griechenland und Italien an, wie sie Frankreich schon hat. Sie sollen den Zuzug nach Deutschland begrenzen.<br>\nDas w&auml;ren zun&auml;chst aber nur bilaterale Absprachen, keine europ&auml;ischen. Sie k&ouml;nnen die &uuml;berf&auml;llige Reform des Asylrechts nicht ersetzen und auch keine wie auch immer geartete Solidarit&auml;t auf EU-Ebene begr&uuml;nden.<br>\nUm diese Absprachen noch bis zum EU-Gipfel in zwei Wochen zu treffen, m&uuml;sste Merkel zudem massiven Druck auf Athen und Rom aus&uuml;ben. Deutschland w&uuml;rde wieder als Oberlehrer auftreten &ndash; &ldquo;europ&auml;isch&rdquo; ist das nicht&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/was-heisst-hier-europaeische-loesung\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bundesregierung f&ouml;rdert weiter Steuertricks von Unternehmen<\/strong><br>\nBundesfinanzminister Olaf Scholz und Justizministerin Katharina Barley f&ouml;rdern Konzernsteuertricks, statt sich f&uuml;r Steuertransparenz von Unternehmen stark zu machen!<br>\nDie Entscheidung &uuml;ber die Einf&uuml;hrung einer &ouml;ffentlichen l&auml;nderbezogenen Steuerberichterstattung f&uuml;r Gro&szlig;unternehmen (public Country-by-Country-Reporting &ndash; pCbCR) ist am Donnerstag in der Arbeitsgruppe Unternehmensrecht des EU-Rates am Widerstand Deutschlands gescheitert. Im B&uuml;ndnis mit Steueroasen wie Luxemburg, Malta, Zypern und Irland sowie der rechtskonservativen Regierung &Ouml;sterreichs hat die Bundesregierung f&uuml;r eine Vertagung des Beschlusses gesorgt.<br>\nKarl-Martin Hentschel von der Attac-Arbeitsgruppe Finanzm&auml;rkte und Steuern sagt: &ldquo;Es ist ein Skandal, dass Barley und Scholz diese Entscheidung blockieren, obwohl der Koalitionsvertrag die Bek&auml;mpfung von Steuervermeidung vorsieht. Die Steuervermeidung von Gro&szlig;konzernen kostet Deutschland j&auml;hrlich mehr als 17 Milliarden Euro. Zudem bedeutet es eine einseitige Bevorzugung von Konzernen gegen&uuml;ber kleinen und mittleren Unternehmen, die sich solche Finanztricks nicht leisten k&ouml;nnen.&rdquo;<br>\nDie EU-Kommission hatte auf den Druck des Europaparlaments einen Vorschlag f&uuml;r mehr Transparenz von Gro&szlig;unternehmen durch &ouml;ffentliches Country-by-Country-Reporting vorgelegt, dem die gro&szlig;e Mehrzahl der EU-Mitgliedsstaaten folgen wollte. Der Vorschlag der EU-Kommission sieht vor, dass Gro&szlig;konzerne j&auml;hrlich einen Bericht vorlegen, in dem sie f&uuml;r alle L&auml;nder, in denen sie t&auml;tig sind, Kennzahlen wie Ums&auml;tze, Besch&auml;ftigte, Investitionen und Gewinne offenlegen. Ein solcher Bericht wurde bereits f&uuml;r Banken und Rohstoffkonzerne eingef&uuml;hrt. Damit k&ouml;nnte nachvollzogen werden, in welchen L&auml;ndern (Steueroasen) Konzerne Gewinne ausweisen, ohne dass entsprechende Gesch&auml;ftst&auml;tigkeiten dort stattfinden. Ein solcher Bericht w&auml;re ein wichtiger Schritt, um die Steuervermeidung und Gewinnverschiebung von Gro&szlig;konzernen einzud&auml;mmen.<br>\nBereits Ex-Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble blockierte mehrere Ma&szlig;nahmen, darunter CbCR, aufgrund des Drucks deutscher DAX-Konzerne. Diese wollen verhindern, dass die Zahlen &ouml;ffentlich werden. Karl-Martin Hentschel: &ldquo;Dass nun ausgerechnet zwei sozialdemokratische Minister*innen gegen die gro&szlig;e Mehrheit der EU-Staaten diesen wichtigen Schritt verhindert haben, ist ein herber R&uuml;ckschlag im Kampf gegen die Steuervermeidung von Konzernen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/bundesregierung-foerdert-weiter-steuertricks-von-unternehmen\/\">attac<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> &Auml;hnlich &auml;u&szlig;erte sich k&uuml;rzlich auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44429#h04\">die Linkspartei<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die 7 gr&ouml;&szlig;ten Steueroasen der Welt<\/strong><br>\nSteueroasen haben l&auml;ngst ihren paradiesisch anmutenden Klang verloren. Denn was nach lebensrettender Labsal klingt, ist meist doch nur Gier, nicht selten gepaart mit krimineller Energie. Die T&auml;ter &ndash; egal ob Multimillion&auml;re oder Megakonzerne &ndash; &bdquo;schl&uuml;pfen&ldquo; durch die L&ouml;cher im Fundament, auf denen die Sozialstaaten ruhen. Skandale um die Paradise Papers oder die Panama Papers haben weltweit f&uuml;r Aufsehen gesorgt. Doch die Steuerfl&uuml;chtlingskrise weitet sich trotzdem aus.<br>\nZu diesem ern&uuml;chternden Ergebnis kommt das Tax Justice Network (TJN) in seinem diesj&auml;hrigen Schattenindex. Das Netzwerk f&uuml;r Steuergerechtigkeit hat 112 L&auml;nder und Rechtssubjekte untersucht. Es ist der erste Report nach den Paradise und den Panama Papers. Diese Skandale h&auml;tten st&auml;rker denn je die zersetzende Wirkung der im verborgenen ablaufenden Steuerflucht verdeutlicht, teilte das TJN zur Ver&ouml;ffentlichung des Financial Secrecy Index 2018 mit. &bdquo;Sie haben aufgedeckt, wie die Reichen, die Gesch&auml;ftswelt und ihre politischen Cheerleader(&hellip;) systematisch die globale Wirtschaft, Menschenrechte und m&ouml;glicherweise die Demokratie in reichen wie armen L&auml;ndern untergr&auml;bt.&ldquo;<br>\nDer Financial Secrecy Index 2018 wurde von Steuerexperten von Universit&auml;ten aus England, Tschechien und Israel erstellt. Vorsitzender und Mitgr&uuml;nder des TJN ist der Brite John Christensen. Er geh&ouml;rt zum Vorstand von Tax Inspectors Without Borders. Die Organisation wurde 2015 von der OECD und dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen UNDP ins Leben gerufen.<br>\nDie Untersuchung legt besonderes Augenmerk auf den Grad der Verschwiegenheit und Verschleierung in den Steueroasen. Dazu wurden nach Angaben des TJN jeweils 20 Indikatoren untersucht &ndash; vom Bankgeheimnis bis zu internationaler Zusammenarbeit bei Geldw&auml;sche. (&hellip;)<br>\nDeutschland liegt auf Platz sieben des Financial Secrecy Index 2018 &ndash; einen Rang h&ouml;her als beim vorherigen Report aus dem Jahr 2015. Dazu tr&auml;gt stark die Bedeutung Deutschlands auf dem Weltmarkt f&uuml;r Offshore-Finanzdienstleistungen bei. In puncto Verschleierung wird die Bundesrepublik allerdings sehr viel positiver bewertet als die n&auml;chsten 13 L&auml;nder, die im Gesamtindex hinter ihr liegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.capital.de\/wirtschaft-politik\/die-7-groessten-steueroasen-der-welt%20\">Capital<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mafia setzt auf Immobilien in Deutschland<\/strong><br>\nDer boomende deutsche Immobilienmarkt lockt verst&auml;rkt Kriminelle an. Ein Problem ist Geldw&auml;sche. &ldquo;Beim Immobiliensektor handelt es sich aufgrund der dort vorhandenen hohen Transaktionsvolumina um einen Sektor mit herausgehobenem Risiko&rdquo;, hei&szlig;t es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Gr&uuml;nen-Bundestagsfraktion.<br>\nVon den erfassten 563 Verfahren zur Organisierten Kriminalit&auml;t im Jahr 2016 gebe es bei sieben Prozent &ldquo;Geldw&auml;scheaktivit&auml;ten mittels Investitionen in Immobilien&rdquo;. Dabei gehe es in fast der H&auml;lfte der F&auml;lle um russische und italienische Gruppen. Zugleich wird eine hohe Dunkelziffer einger&auml;umt. Seit 2009 haben sich laut Regierung die Geldums&auml;tze im Immobiliensektor deutlich erh&ouml;ht, f&uuml;r 2016 werden sie auf 237,5 Milliarden Euro beziffert.<br>\nZuletzt machten Hinweise Schlagzeilen, dass auf EU-Sanktionslisten stehende russische Oligarchen &uuml;ber Mittelsm&auml;nner in gefragte Immobilien zum Beispiel in Berlin investieren. Ein Hauptproblem ist die Verschleierung der wahren Besitzer und Investoren &uuml;ber verschachtelte Firmenkonstrukte. (&hellip;)<br>\nDringend notwendig sei ein zentrales und &ouml;ffentliches Immobilienregister, in dem die wahren Eigent&uuml;mer eingetragen sind. Die Geldw&auml;scheaufsicht im Immobiliensektor sei ein Flickenteppich und in vielen Bundesl&auml;ndern schlichtweg ein Witz. &ldquo;Wir sehen bislang nur die Spitze eines gewaltigen Eisberges&rdquo;, meinte Paus. Die Gr&uuml;nen-Innenexpertin Irene Mihalic betonte: &ldquo;Trotz der hohen Dunkelziffer sprechen die Zahlen der Bundesregierung eine eindeutige Sprache, der Immobilienmarkt ist ein Hoch-Risiko-Sektor f&uuml;r Geldw&auml;sche&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Mafia-setzt-auf-Immobilien-in-Deutschland-article20484128.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> &Uuml;ber die <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40584#h09\">Folgen des in Deutschland nicht vorhandenen Immobilienregisters hatte &ldquo;Monitor&rdquo; berichtet<\/a>. An diesen Umst&auml;nden k&ouml;nnte nun der neue Bundesfinanzminister Scholz ma&szlig;geblich etwas &auml;ndern, wenn er und sein Ministerium es ernsthaft wollen.<\/em><\/p>\n<p><em>Auch Fabio De Masi von der Partei Die Linke. hat bereits vor einigen Wochen auf diese Problematik hingewiesen und entsprechende Forderungen gestellt. Bitte lesen Sie dazu erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44143#h04\">Schattenfinanzindex 2018 &ndash; Deutschland ist Gangster&rsquo;s Paradise<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Erstaunt k&ouml;nnte unsere Leserschaft dar&uuml;ber sein, dass dieses Thema von einigen Medien versp&auml;tet behandelt wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Nicht auf Kosten der Jungen<\/strong><br>\n&ldquo;Wir brauchen auch in Zukunft ein Rentensystem, das den Flei&szlig; der Alten w&uuml;rdigt, ohne den Flei&szlig; der Jungen zu bremsen.&rdquo; Das schreibt Wolfgang Clement, ehemaliger Bundesminister f&uuml;r Wirtschaft und Arbeit, in einem Standpunkt in der FAZ. Die schwarz-rote Bundesregierung laufe aber Gefahr, das Rentensystem aufs Spiel zu setzen und damit 70 Jahre erfolgreicher Sozialer Marktwirtschaft in Deutschland zu zerst&ouml;ren. Der Grund: Die geplante Ausweitung der Leistungen f&uuml;r Rentnerinnen und Rentner, wie durch die m&ouml;gliche Festschreibung des Rentenniveaus.<br>\n&bdquo;Die Aussicht darauf, dass sich die Einzahlungen in die Rentenkasse eines Tages in eine den Beitr&auml;gen entsprechende Rente verwandeln, ist das Grundprinzip. Dieses Grundprinzip bringt die Regierung jetzt ohne Not in Gefahr&ldquo;, schreibt Clement. Mehr Leistungen f&uuml;r Rentner, das k&ouml;nnen dank brummender Wirtschaft ein paar Jahre lang noch &bdquo;halbwegs gutgehen&ldquo;, aber &bdquo;sp&auml;testens, wenn die Generation der Babyboomer in Rente geht, wird es f&uuml;r die Beitragszahler richtig teuer&ldquo;.<br>\nDurch die geplante Deckelung von Rentenniveau und Rentenbeitragssatz m&uuml;ssten mehr Steuergelder in die Rentenkasse flie&szlig;en. Das nennt Clement ungerecht. &bdquo;Diese Steuerzahler sind aber nicht irgendwer, es sind vor allem unsere Kinder und Enkel.&ldquo; Er verweist auf das Prognos-Institut, das berechnet habe, dass alle, die heute j&uuml;nger als 53 Jahre sind, &bdquo;f&uuml;r die geplanten Rentenreformen unter dem Strich draufzahlen&ldquo;. &bdquo;Das hat nichts mit Solidarit&auml;t und Gerechtigkeit zu tun&ldquo;, schreibt Clement.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/nachrichten\/lesen\/nicht-auf-kosten-der-jungen.html\">Ihre Vorsorge<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Diese Ausf&uuml;hrungen von Herrn Clement sind wirklich erhellend. Seiner Meinung nach w&auml;re es nicht generationengerecht, anst&auml;ndige Renten mit h&ouml;heren Steuerzusch&uuml;ssen zu finanzieren, weil da auch &ldquo;die junge Generation&rdquo; draufzahlt. Zun&auml;chst sei einmal darauf hingewiesen, dass das allgemeine Steueraufkommen von allen Generationen finanziert wird. Auch Unternehmen, Erben und Verm&ouml;gen kann man daran substanziell beteiligen, wenn man denn m&ouml;chte. Au&szlig;erdem sei darauf hingewiesen, dass die &uuml;ppige Pension von Herrn Clement ebenfalls aus allgemeinen Steuern finanziert wird. Die Ausgaben f&uuml;r Pensionen im Verh&auml;ltnis zu Steuereinnahmen (Versorgungs-Steuerquote) werden insbesondere in den L&auml;nderhaushalten in den n&auml;chsten Jahren massiv ansteigen. Der Staat wird also massiv mehr Steuergeld f&uuml;r Pensionen ausgeben. Warum ist dann mehr Steuergeld nur f&uuml;r Renten ein Problem, aber nicht f&uuml;r Pensionen? Au&szlig;erdem fragt man sich, ob die junge Generation nicht auf belastet wird, wenn sie statt GRV-Beitr&auml;gen immer mehr Geld f&uuml;r private und betriebliche Renten ausgeben muss, insbesondere in Niedrigzinsphasen. Und ob die steuerliche F&ouml;rderung von Riesterrenten und Entgeltumwandlung nicht auch irgendwie belastend sein k&ouml;nnte f&uuml;r die vielgepriesene &ldquo;junge Generation&rdquo;. Der Staat gibt zwar nicht mehr Steuergeld aus, aber er nimmt weniger ein. Der &ldquo;Belastungseffekt&rdquo; ist aber der gleiche. Aber diese Fragen beantwortet Herr Clement nicht. Eine m&ouml;gliche Heraufsetzung des Rentenalters bzw. weitere K&uuml;rzung des Rentenniveaus betrifft ihn ja nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bis zu halbe Million bed&uuml;rftige Rentner bekommt keine Sozialhilfe<\/strong><br>\nBis zu eine halbe Million Rentner leben einer Sch&auml;tzung zufolge in sogenannter verdeckter Armut. Das hei&szlig;t, sie beziehen keine Sozialhilfe vom Staat, obwohl sie unterhalb des Existenzminimums von aktuell 750 Euro pro Monat leben. Die Berechnung hat die Verteilungsforscherin Irene Becker, die Forschungsarbeiten im Auftrag politischer Stiftungen anfertigt, f&uuml;r WELT erstellt.<br>\nDemnach sind zwischen 184.000 und 494.000 Personen betroffen, vor allem Erwerbsminderungsrentner, die wom&ouml;glich aus Scham oder Unwissenheit keine Grundsicherung beantragt haben.<br>\nNeben der verdeckten Armut gibt es offiziell mehr als eine Viertelmillion Menschen, deren Erwerbsminderungsrente so gering ist, dass sie zus&auml;tzlich Leistungen aus der steuerfinanzierten Grundsicherung beziehen.<br>\nErwerbsminderungsrenten sind Leistungen der Deutschen Rentenversicherung f&uuml;r jene, die nicht bis zum regul&auml;ren Rentenalter berufst&auml;tig sein k&ouml;nnen. Sie liegen oftmals unter dem Existenzminimum von 750 Euro pro Monat.<br>\nDie neue Pr&auml;sidentin des Sozialverbandes VdK, Verena Bentele, kritisierte, dass die Erwerbsminderungsrenten deutlich zu niedrig seien. &bdquo;Es ist ein Skandal, dass Menschen, die aus gesundheitlichen Gr&uuml;nden dauerhaft nicht mehr arbeiten k&ouml;nnen, in vielen F&auml;llen direkt in die Armut rutschen.&ldquo; (&hellip;)<br>\nBentele forderte unter anderem die Abschaffung der bestehenden Strafabschl&auml;ge auf die Rente von Erwerbsminderungsrentnern. Derzeit bekommen Berufst&auml;tige, die krankheitsbedingt vor Erreichen des Regelrentenalters aus dem Berufsleben ausscheiden m&uuml;ssen, bis zu 10,8 Prozent weniger Rente.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article177541910\/Armut-Halbe-Million-Rentner-bekommt-keine-Sozialhilfe.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Meines Wissens gibt es Millionen Rentner, deren Renten unterhalb den S&auml;tzen f&uuml;r die Grundsicherung im Alter liegen und die &ndash; wohl ebenfalls aus Scham oder Unwissenheit, oder aus Angst vor den Beh&ouml;rden &ndash; auf die (niedrige) Grundsicherung verzichten. Trotzdem ist es wohl ein Fortschritt, da&szlig; die WELT (&ldquo;investigativ&rdquo;) zur Kenntnis nimmt, da&szlig; zu den 3 Prozent &ldquo;offiziellen&rdquo; Armutsrentnern, eine Anzahl, die auch von der WELT gerne als Beweis f&uuml;r &ldquo;wenig Altersarmut&rdquo; herangezogen wird (z. B. <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article170450792\/Rueckkehr-der-Altersarmut.html\">hier<\/a>), mindestens ein oder zwei Prozentpunkte hinzukommen. Das genannte &ldquo;Existenzminimum&rdquo; von 750 Euro im Monat ist wiederum ersch&uuml;tternd. Wessen Existenz kann man mit 750 Euro sichern, die eines Kindes?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Den Aufstand proben<\/strong><br>\nDie Zust&auml;nde in den Kliniken der Bundesrepublik sind katastrophal. Doch es gibt Bewegung von unten. Die B&uuml;ndnisse im Kampf f&uuml;r mehr Personal im Krankenhaus haben sich vernetztIn den vergangenen Monaten haben sich die B&uuml;ndnisse f&uuml;r mehr Personal in der Pflege bundesweit vernetzt. Seit dem 1. Mai erscheint unter dem Namen Herzschlag eine Krankenhauszeitung von Kollegen f&uuml;r Kollegen. Ins Leben gerufen wurde sie von Aktiven der Pflegeb&uuml;ndnisse in Berlin, Bremen, Dresden und Hamburg. Die Redakteure der Zeitung haben ein Positionspapier verfasst, das wir an dieser Stelle exklusiv ver&ouml;ffentlichen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/334346.den-aufstand-proben.html\">Junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ein Koch als K&ouml;nig<\/strong><br>\nDem ehemaligen Politiker und Bilfinger-Chef Roland Koch werden in einem Bericht schwere Vorw&uuml;rfe gemacht.<br>\nHessischer Ministerpr&auml;sident ist Roland Koch (CDU) schon seit fast acht Jahren nicht mehr. Und seine anschlie&szlig;ende Karriere als Vorstand und Konzernchef des Bau- und Dienstleistungskonzerns Bilfinger fand vor knapp vier Jahren ein j&auml;hes Ende. Nun aber wird Koch erneut von seiner Vergangenheit eingeholt: Ein Aufseher des US-Justizministeriums wirft Koch vor, w&auml;hrend seiner Zeit an der Spitze von Bilfinger allzu arglos mit dem Thema Korruption umgegangen zu sein. Koch war von 2011 bis 2014 Vorstandsvorsitzender des Mannheimer Unternehmens.<br>\nWie der &bdquo;Spiegel&ldquo; berichtet, belastet der Anwalt Mark Livschitz Koch und seine einstigen Vorstandskollegen schwer. Livschitz wacht im Auftrag des amerikanischen Justizministeriums dar&uuml;ber, dass sich Bilfinger an die Regeln einer sauberen Unternehmensf&uuml;hrung h&auml;lt. Koch und die anderen Vorst&auml;nde h&auml;tten sich &bdquo;an keine Regeln gebunden&ldquo; gef&uuml;hlt und &bdquo;strategische Entscheidungen in korruptionsempfindlichen Bereichen&ldquo; gef&auml;llt, &bdquo;ohne die Korruptionsproblematik zu bedenken&ldquo;, beklagt der Anwalt demnach in vertraulichen Berichten.<br>\nIm Februar hatte der Bilfinger-Aufsichtsrat beschlossen, Schadenersatz von Koch und weiteren ehemaligen Vorst&auml;nden zu fordern. Im Raum steht eine Forderung von 120 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/roland-koch-ein-koch-als-koenig-a-1525997\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Note &laquo;Ungen&uuml;gend&raquo; f&uuml;r Deutschlands Friedenspolitik<\/strong><br>\nDie f&uuml;hrenden deutschen Friedenforschungsinstitute fahren der deutschen Regierung ordentlich in die Parade &ndash; mit moderaten Worten und h&ouml;flichen Empfehlungen zwar, aber deutlich in der Sache. Die Experten halten die Aussen- und Friedenspolitik Deutschlands generell f&uuml;r viel zu passiv, kritisieren die R&uuml;stungsexporte und fordern Berlin auf, die Stationierung weiterer Atomwaffen in Deutschland zu verhindern und den Abzug von noch vorhandenen zu erwirken. Das schreiben das Bonn International Center for Conversion, das Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, das Institut f&uuml;r Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universit&auml;t Hamburg und das Institut f&uuml;r Entwicklung und Frieden der Universit&auml;t Duisburg-Essen im Friedensgutachten 2018. (&hellip;)<br>\nDie Experten mahnen die Bundesregierung, den Dialog &uuml;ber die Herausforderungen und Risiken im OSZE-Raum &laquo;auch gegen Widerst&auml;nde in der Nato&raquo; aufrechtzuerhalten. Zudem sei ein Neustart des sicherheitspolitischen Dialogs mit Russland anzustreben. Der Nato-Russland-Rat m&uuml;sse wieder in Vertrauensbildung investieren und neue Formen der Zusammenarbeit suchen. Empfohlen werden unter anderem Inspektionen auf den US-Raketenabwehrbasen in Rum&auml;nien und Polen, aber auch der umstrittenen INF-relevanten Systeme in Russland. Schliesslich sei der aktuell gef&auml;hrdete INF-Vertrag ein zentraler Pfeiler europ&auml;ischer Sicherheit, also der Vertrag von 1987 zwischen der damaligen Sowjetunion und den USA &uuml;ber die Abschaffung nuklearer Mittelstreckenraketen.<br>\nIn diesem Zusammenhang kritisieren die Autoren des Friedensgutachtens, dass die deutsche Regierung den im Juli letzten Jahres gefassten Beschluss von 122 Uno-Mitgliedstaaten f&uuml;r ein vollst&auml;ndiges Atomwaffenverbot nicht mittrage. Die Bundesregierung lehnt diesen Vertrag ab, weil die nukleare Abschreckung Russlands die Stationierung amerikanischer Atomwaffen in Deutschland erfordere. Dies laufe aber den Bem&uuml;hungen entgegen, &laquo;das unersetzliche INF-Abkommen von 1987 zu erhalten.&raquo; (&hellip;)<br>\nDas Gutachten macht auf verschiedene Widerspr&uuml;che in der deutschen Aussen- und Verteidigungspolitik aufmerksam. Zwar werde in vielen Krisengebieten beachtliche humanit&auml;re Hilfe geleistet. Doch wegen der &laquo;zunehmenden Verwicklung durch R&uuml;stungsexporte und die &lsquo;Ert&uuml;chtigung&rsquo; von Milit&auml;r in Konfliktgebieten beschneidet sie selbst ihre M&ouml;glichkeiten, glaubw&uuml;rdig und &uuml;ber verfeindete Fronten hinweg zu vermitteln.&raquo; Widerspr&uuml;chlich ist auch das Verhalten im Syrienkrieg. Zu Recht habe sich Deutschland &laquo;nicht an den v&ouml;lkerrechtswidrigen Milit&auml;roperationen gegen die syrische Regierung im April 2018 beteiligt, bef&uuml;rwortete diese jedoch anderseits.&raquo; Die Bundesregierung &laquo;sollte solche Vergeltungsschl&auml;ge ohne Uno-Mandat konsequent ablehnen.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Ein-Ungenugend-fur-Deutschlands-Friedenspolitik\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Asylentscheidungen in Bremen: Bundesregierung (BMI) nennt vollkommen andere Zahlen als BAMF<\/strong><br>\nIn der &ldquo;Organisationseinheit Bremen&rdquo; wurden von 2013 bis 2015 angeblich 12.777 Asylantr&auml;ge entschieden (bei 10.090 gestellten Asylantr&auml;gen), 134 Prozent Entscheidungen mehr als die 5.465 Entscheidungen im Land Bremen, die das BAMF bisher genannt hat. (Tabellen 1 und 2 unten)<br>\nWarum werden in der Antwort der Bundesregierung (BMI) auf Frage 2 in der Kleinen Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion (Drucksache 19\/2483 vom 05.06.2018) vollkommen andere Zahlen &uuml;ber Asylantr&auml;ge und insbesondere &uuml;ber Asylentscheidungen des BAMF in Bremen genannt als die bisher vom BAMF genannten Zahlen? (Anlage 2 in der Drucksache, Seite 10)<br>\nEin Vergleich der in den j&auml;hrlichen BAMF-Ver&ouml;ffentlichungen &ldquo;Das Bundesamt in Zahlen&rdquo; genannten Zahlen der Asylerstantr&auml;ge im Land Bremen (Tabelle 1) und insbesondere ein Vergleich der differenzierten Daten, die das BAMF der Universtit&auml;t Konstanz f&uuml;r eine Auswertung der Asylenscheidungen in den L&auml;ndern zur Verf&uuml;gung gestellt hat, mit den jetzt in der Antwort der Bundesregierung (vom Bundesinnenministerium) genannten Daten zu den Asylentscheidungen (Tabelle 2 unten) irritiert und wirft u.a. die Frage nach den Gr&uuml;nden f&uuml;r die zum Teil extremen Abweichungen auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/1100-asylentscheidungen-in-bremen-bundesregierung-bmi-nennt-vollkommen-andere-zahlen-als-bamf.html\">BIAJ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Von der Leyen will h&ouml;heren Wehretat<\/strong><br>\nVerteidigungsministerin Ursula von der Leyen fordert wegen steigender Kosten f&uuml;r R&uuml;stung und Personal einem Zeitungsbericht zufolge zus&auml;tzliche 25 Milliarden Euro f&uuml;r die Bundeswehr. Wie die &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung unter Berufung auf einen vertraulichen Bericht aus dem Verteidigungsministerium schrieb, fordert die CDU-Politikerin bis zum Ende der Legislaturperiode 2021 rund 15 Milliarden Euro mehr als im Etat vorgesehen und f&uuml;r 2022 noch einmal zus&auml;tzliche zehn Milliarden Euro.<br>\nIn dem 17-seitigen Papier listet die Verteidigungsministerin der Zeitung zufolge die Gr&uuml;nde f&uuml;r die zu erwartenden hohen Kosten auf: Dabei schlagen R&uuml;stungsausgaben sowie Kosten f&uuml;r Personal und Betrieb am meisten zu Buche. Dem Papier zufolge sollen sich die R&uuml;stungsausgaben bis 2023 von den derzeit geplanten 8,5 Milliarden Euro auf 17 Milliarden Euro verdoppeln. Gr&uuml;nde daf&uuml;r seien unter anderem das neue Sturmgewehr und eine bessere Bewaffnung des Eurofighter-Jets.<br>\nBei den Kosten f&uuml;r Personal und Betrieb rechnet das Ministerium bis 2023 mit 34,4 Milliarden Euro (plus 3,4 Milliarden Euro), wie die &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung berichtete. Ein Grund daf&uuml;r sei der geplante Zuwachs der Truppe von derzeit 174.000 auf 198.000 Soldaten. Auch die Instandhaltung der alten Technik werde immer teurer. Ohne zus&auml;tzliche finanzielle Mittel seien &ldquo;mehr als 200 neue Vorhaben&rdquo; nicht mehr finanzierbar, warnt das Ministerium in dem Bericht. Bundeswehrsoldaten m&uuml;ssten auf Ausstattung wie neue Kampfschuhe und Helme verzichten, hei&szlig;t es.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Von-der-Leyen-will-hoeheren-Wehretat-article20483195.html\">n-tv<\/a>\n<p><strong>Dazu: Union wirft Scholz Bruch des Koalitionsvertrags vor<\/strong><br>\nMit seinem geplanten Wehretat bringt Finanzminister Olaf Scholz (SPD) das Verteidigungsministerium und die Unionsparteien gegen sich auf. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) fordert nach einem Bericht der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung bis 2022 rund 25 Milliarden Euro mehr f&uuml;r die Bundeswehr, als ihr Scholz bislang zugestehen will. Der &bdquo;Spiegel&ldquo; zitiert zudem aus einem internen Dokument der CDU\/CSU-Fraktion im Bundestag, wonach die mittelfristige Finanzplanung des Vizekanzlers aus Sicht der Unionsabgeordneten gegen den Koalitionsvertrag verst&ouml;&szlig;t.<br>\nVon der Leyen (CDU) verlangt nach &bdquo;Bild&ldquo;-Informationen bis Ende der Legislaturperiode (2021) rund 15 Milliarden Euro mehr f&uuml;r die Bundeswehr als eingeplant. F&uuml;r das Folgejahr 2022 wolle sie noch einmal zehn Milliarden Euro zus&auml;tzlich, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen ihr vorliegenden vertraulichen Bericht des Verteidigungsministeriums. Darin hei&szlig;e es, dass ohne mehr Geld &bdquo;mehr als 200 neue Vorhaben&ldquo; nicht realisierbar seien, darunter europ&auml;ische Gemeinschaftsprojekte wie die &bdquo;Eurodrohne&ldquo;. Zum &bdquo;gewaltigen Modernisierungsbedarf&ldquo; der Truppe k&auml;men die angestrebte Personalaufstockung und andere Kostenfaktoren hinzu.<br>\nDer Wehretat ist der zweitgr&ouml;&szlig;te Posten im Bundeshaushalt. F&uuml;r das laufende Jahr sind bislang 38,5 Milliarden Euro vorgesehen, f&uuml;r das kommende 41,5 Milliarden Euro. Von der Leyen fordert jedoch schon seit l&auml;ngerem, dass ihr Etat mittelfristig auf 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigt &ndash; rund 60 Milliarden Euro j&auml;hrlich. Vor allem Amerikas Pr&auml;sident Donald Trump besteht darauf, dass Deutschland als Nato-Partner sp&auml;testens 2024 sogar zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts in die Verteidigung investiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/bundeswehr-cdu-wirft-scholz-koalitionsvertragsbruch-vor-15643068.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ganz, ganz schlimm. SPD und Union sind sich einig, massiv aufzur&uuml;sten, und streiten nur &uuml;ber die Nachkommastellen, wer der &ldquo;unzuverl&auml;ssigere NATO-Partner&rdquo; ist; und dann soll die Bundeswehr nicht nur in der ganzen Welt Krieg f&uuml;hren, sondern gleich noch der allerletzten d&uuml;nnen Fesseln, des Parlamentsvorbehalts laut GG, beraubt werden. Und das war die letzte Haltelinie, die man vielleicht aus dem Zweiten Weltkrieg gelernt hat. Furchtbar.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Gibt es tats&auml;chlich einen Dissenz zwischen der Bundesregierung und der Trump-Administration in dieser Sache? Oder m&ouml;chte nicht viel mehr auch diese neue schwarz-rote Regierung &bdquo;mehr Verantwortung f&uuml;r die Welt&ldquo; &uuml;bernehmen, was mit Mehrausgaben f&uuml;r das Milit&auml;r verbunden w&auml;re?<\/em><\/p>\n<p><em>Werden diese Mehrausgaben f&uuml;r die reine Verteidigung ben&ouml;tigt? Gibt es in Deutschland wirklich keine gr&ouml;&szlig;eren Probleme als den Zustand der Bundeswehr? Eigentlich schon &ndash; einige Stichworte: Finanzen und Personal f&uuml;r Bildung\/Wissenschaft sowie Instandsetzung z.B. der Verkehrsinfrastruktur (Bahn und Stra&szlig;en) und die sichere gesetzliche(!) Rente.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&Ouml;sterreich fordert Aufkl&auml;rung<\/strong><br>\nEine vollst&auml;ndige Aufkl&auml;rung in der BND-Aff&auml;re haben &Ouml;sterreichs Bundespr&auml;sident Alexander Van der Bellen und Kanzler Sebastian Kurz von den deutschen Beh&ouml;rden gefordert. Anlass sind neue Informationen, wonach der BND zwischen 1999 und 2006 in &Ouml;sterreich mehr als 2000 Ziele ausspioniert hatte.<br>\n&ldquo;Aussp&auml;hung unter befreundeten Staaten ist nicht nur un&uuml;blich und unerw&uuml;nscht, sondern ist nicht akzeptabel&rdquo;, sagte Van der Bellen bei einer Pressekonferenz mit Kurz in Wien.<br>\nDas Ausma&szlig; sei betr&auml;chtlich, beklagte der Kanzler. Eventuell noch vorhandene Daten m&uuml;ssten gel&ouml;scht werden. Man habe bereits Kontakt mit den deutschen Beh&ouml;rden aufgenommen. Kurz schloss nicht aus, dass die Staatsanwaltschaft neue Ermittlungen aufnimmt. (&hellip;)<br>\nDas &ouml;sterreichische Nachrichtenmagazin &ldquo;Profil&rdquo; und die Tageszeitung &ldquo;Der Standard&rdquo; berichteten von einer Liste mit Spionagezielen des BND in &Ouml;sterreich. Demnach sp&auml;hte der deutsche Geheimdienst zwischen 1999 und 2006 die Telekommunikation zentraler Einrichtungen in &Ouml;sterreich aus: Darunter Ministerien, Polizeibeh&ouml;rden, Universit&auml;ten, Botschaften und Unternehmen ebenso wie Waffenh&auml;ndler und Terrorverd&auml;chtige. Es soll sich um mehr als 2000 E-Mail-Konten, Telefon- , Fax- und Handynummern &ndash; so genannte Selektoren &ndash;  handeln.<br>\nDie Quelle soll eine interne Datei aus dem BND sein, laut &ldquo;Profil&rdquo; und &ldquo;Standard&rdquo; best&auml;tigten mehrere Stellen, dass sie authentisch ist. Weil sich zahlreiche &ouml;sterreichische Firmen und Filialen internationaler Unternehmen auf der Liste befinden sollen, steht der Vorwurf der Wirtschaftsspionage im Raum, die nicht zu den Aufgaben des BND geh&ouml;rt und illegal ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/oesterreich-bnd-105.html%20\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Getreu Merkels &bdquo;Aussp&auml;hen unter Freunden, das geht gar nicht&ldquo;, hei&szlig;t dies ja, dass die &Ouml;sterreicher nicht unbedingt zu Merkels Freundeskreis geh&ouml;ren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Abschlusserkl&auml;rung der Strategie- und Aktionskonferenz des Netzwerks Gerechter Welthandel<\/strong><br>\nMit Gro&szlig;demonstrationen und vielf&auml;ltigen Aktionen haben wir in den letzten Jahren Druck gemacht &ndash; auf die Bundesregierung ebenso wie die EU-Kommission. So ist es den B&uuml;ndnissen &bdquo;STOP CETA und TTIP&ldquo;, &bdquo;TTIP unfairHandelbar&rdquo;, der selbstorganisierten Europ&auml;ischen B&uuml;rgerinitiative &bdquo;STOP TTIP&ldquo; und den vielen lokalen und regionalen B&uuml;ndnissen gelungen, die geheimen Gespr&auml;che &uuml;ber TTIP und CETA in das Licht der &Ouml;ffentlichkeit zu bringen und die Auswirkungen der neoliberalen Handelsabkommen breit zu thematisieren. Damit haben wir erreicht, dass die Verhandlungen &uuml;ber TTIP mit seinen sch&auml;dlichen Auswirkungen auf unsere Demokratie sowie soziale und &ouml;kologische Standards auf Eis gelegt worden sind.<br>\nDer Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) hat in seiner Entscheidung zum EU-Singapur-Handelsabkommen klargestellt, dass internationale Schiedsgerichte nur mit der Zustimmung der nationalen und regionalen Parlamente in Handelsabkommen der EU festgeschrieben werden d&uuml;rfen. Auch das ist unserem Widerstand zu verdanken.<br>\nSeit der Wahl von Donald Trump zum US-Pr&auml;sidenten versucht die Europ&auml;ische Kommission nun mit Unterst&uuml;tzung der Bundesregierung eine neue Offensive neoliberaler Handelspolitik. Die Bundesregierung versucht dar&uuml;ber hinaus, die Ausrichtung der deutschen Handelspolitik auf Export&uuml;bersch&uuml;sse &bdquo;europ&auml;isch&ldquo; abzusichern. Gemeinsam erwecken sie den Eindruck, als g&auml;be es nur noch die Alternative zwischen radikaler Freihandelspolitik und rechtspopulistischer Abschottung. Dem widersprechen wir klar und deutlich und setzen auf eine gerechte, soziale und &ouml;kologische Gestaltung der Weltwirtschaft im Interesse der Menschen, nicht der Konzerne. Hierf&uuml;r haben wir einen klaren Forderungskatalog vorgelegt.<br>\nAktuell geht es darum, die Ratifizierung von CETA zu verhindern. Ebenso m&uuml;ssen wir gegen&uuml;ber der EU-Kommission und der Bundesregierung, dem EU-Parlament und dem Bundestag deutlich machen, dass wir die geplanten neuen neoliberalen Handelsabkommen wie JEFTA, EU-Mercosur, EU-Mexiko, die Abkommen mit afrikanischen Staaten (EPAs) und ein neues &bdquo;TTIP light&ldquo; ablehnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gerechter-welthandel.org\/aktionskonferenz\/abschlusserklaerung\/\">Netzwerk Gerechter Welthandel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Neu machen, alt werden<\/strong><br>\nSpanien: Die Vereinigte Linke m&ouml;chte wieder an die soziale Basis zur&uuml;ck. Podemos dagegen entwickelt sich aus einem Protestsammelsurium immer mehr zu einer traditionellen Partei<br>\nDer Machtwechsel in Spanien war schnell vollzogen. Binnen weniger Tage hatte der neue Ministerpr&auml;sident Pedro S&aacute;nchez vom sozialdemokratischen PSOE (Partido Socialista Obrero Espa&ntilde;ol) seine Regierungsmannschaft beisammen. Mariano Rajoy ist abgel&ouml;st, nach sieben Jahren regiert seine konservative Volkspartei (Partido Popular; PP) das Land nicht mehr. Zur Macht haben S&aacute;nchez nicht zuletzt die Stimmen des linken B&uuml;ndnisses Unidos Podemos verholfen. Dabei war von Anfang an klar, dass es lediglich darum ging, Rajoy loszuwerden. Aktuellen Umfragen zufolge steht der PSOE in der W&auml;hlergunst gegenw&auml;rtig blo&szlig; an zweiter Stelle, der Zuspruch f&uuml;r das Linksb&uuml;ndnis stagniert. W&uuml;rde jetzt gew&auml;hlt, landete Unidos Podemos erneut auf dem dritten Platz, den Wahlsieg w&uuml;rde die liberal-konservative Partei Ciudadanos (B&uuml;rger) einfahren. Der PP m&uuml;sste sich derzeit aufgrund eines Korruptionsskandals, vor dessen Hintergrund der Nationale Gerichtshof f&uuml;hrenden Funktion&auml;ren der Partei bescheinigte, sie h&auml;tten wie in einer kriminellen Vereinigung gehandelt, mit dem vierten Platz begn&uuml;gen. (&hellip;)<br>\n70 Prozent der Spanier betrachten einer Umfrage des Instituts Demoscopia zufolge die Lage des Landes pessimistisch, gar 90 Prozent bewerten die Aussichten f&uuml;r sich selbst negativ. Doch von dieser Unzufriedenheit kann &raquo;Unidos Podemos&laquo; nicht profitieren. Die W&auml;hler laufen dem B&uuml;ndnis davon und landen bei den Ciudadanos. Umfragen f&uuml;r die Region Madrid zufolge ginge aus den Regionalwahlen zur Zeit die liberale Partei als Siegerin hervor. Die von Krise und Korruption ersch&uuml;tterte Volkspartei h&auml;tte keine Chance mehr. Ein Szenario, das sich gegenw&auml;rtig auf ganz Spanien &uuml;bertragen l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/334281.neu-machen-alt-werden.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.N.:<\/strong> Sehr interessanter detaillierter Beitrag &uuml;ber den aktuellen Stand der Entwicklung in der spanischen linken Bewegung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die T&uuml;rkei ist unter einer Wolke aus Angst<\/strong><br>\nIm Gespr&auml;ch mit Can D&uuml;ndar &uuml;ber die anstehenden Wahlen in der T&uuml;rkei und die Gr&uuml;nde f&uuml;r den erstarkenden Nationalismus in Europa<br>\nCan D&uuml;ndar war Chefredakteur der traditionsreichen t&uuml;rkischen Tageszeitung Cumhuriyet. Bis er 2014 Waffenlieferungen des t&uuml;rkischen Staates an Extremisten in Syrien offenlegte. Er wurde angeklagt, inhaftiert, ging schlie&szlig;lich ins Exil nach Deutschland, wo er sein Onlinemagazin &Ouml;zg&uuml;r&uuml;z (&ldquo;Wir sind frei&rdquo;) betreibt. Kurz vor den entscheidenden Wahlen in seinem Heimatland sch&ouml;pft er wieder Hoffnung und sieht Erdogan zum ersten Mal seit sechzehn Jahren geschw&auml;cht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Tuerkei-ist-unter-einer-Wolke-aus-Angst-4079300.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wendepunkt Schanzenviertel<\/strong><br>\nEin linkes Filmkollektiv hat die Proteste zum G20-Gipfel aufgearbeitet. Die Dokumentation ist eine Abrechnung mit dem Sicherheitsstaat.<br>\nDer Panoramablick von der Hamburger Elbe, die funkelnde Elbphilharmonie, das moderne Messegel&auml;nde, Stadtbilder wie aus einem Marketingvideo. Dagegen geschnitten: spritzende Wasserwerfer, bunter Rauch zwischen Demonstrierenden, PolizistInnen, die einen Hang hinaufst&uuml;rmen oder hinter Schildern in Deckung gehen. Schon die ersten Minuten der Dokumentation &bdquo;Hamburger Gitter&ldquo; versetzen die Zuschauer zur&uuml;ck in die Zeit des G20-Gipfels.<br>\nIn der Stadt sprechen viele Menschen immer noch &uuml;ber die Tage Anfang Juli 2017 als w&uuml;rden sie Kriegsgeschichten erz&auml;hlen. Wann immer die B&uuml;rgerInnen die Gelegenheit haben, wie j&uuml;ngst bei einer AnwohnerInnenversammlung im Schanzenviertel, artikulieren sie ihre Wut: auf die Politik, die Polizei und vereinzelt auf die DemonstrantInnen.<br>\nJede neuerliche Fahndung nach vermeintlichen Straft&auml;terInnen, jede weitere Enth&uuml;llung, etwa &uuml;ber verdeckte ErmittlerInnen im Schwarzen Block, auch die Verfahren gegen GipfelgegnerInnen wecken neue Aufmerksamkeit. Die Gespr&auml;chsinhalte des Regierungstreffens oder die Ergebnisse, wenn es denn welche gab, sind vergessen. Geblieben sind die Proteste von Zehntausenden &ndash; und der gr&ouml;&szlig;te Polizeieinsatz in der bundesdeutschen Geschichte. (&hellip;)<br>\nDer Film ist eine Entgegnung, und zwar auf die Aussage des damals verantwortlichen ersten B&uuml;rgermeisters und heutigen Finanzministers Olaf Scholz (SPD): &bdquo;Polizeigewalt hat es nicht gegeben.&ldquo; Er ist eine kundige Absage an einen Sicherheitsdiskurs, dem alles untergeordnet wird, gegen immer neue, immer repressivere Polizeigesetze. Treffend lautet der Untertitel der Dokumentation: &bdquo;Der G20-Gipfel als Schaufenster moderner Polizeiarbeit.&ldquo;<br>\nGanz gewiss, das war er. Ein Lehrst&uuml;ck daf&uuml;r, wie der sich demokratisch verstehende Staat in Gro&szlig;lagen operiert. Die leichtfertige Einschr&auml;nkung von demokratischen Grundrechten, bevor auch nur ein einziger Stein geflogen ist, die teils exzessive Polizeigewalt bis hin zum Einsatz von mit automatischen Waffen ausger&uuml;steten Spezialtruppen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Film-ueber-G20-Polizeigewalt\/!5510648\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-44479","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44479","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=44479"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44479\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44482,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44479\/revisions\/44482"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=44479"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=44479"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=44479"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}