{"id":4450,"date":"2010-01-12T08:23:21","date_gmt":"2010-01-12T07:23:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4450"},"modified":"2010-01-12T08:23:22","modified_gmt":"2010-01-12T07:23:22","slug":"hinweise-des-tages-1056","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4450","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Schlecker macht Zeitarbeit endlich zu einem Thema; Sch&auml;uble bereitet auf K&uuml;rzungen vor; Falschspiel im Amt; Bundesbanker &uuml;ber &uuml;berzogene Gewinnerwartungen; verschleppte Finanzaufsicht; das Trio Infernale der Rating-Agenturen; der eingebildete Kranke; Was macht die Schweinegrippe; unbesetzte Studienpl&auml;tze auf der langen Bank; Ursula von der Leiharbeit; Springers Welt; Ansehensverlust in Afghanistan. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Schlecker macht Zeitarbeit endlich zu einem Thema<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Sch&auml;uble: &bdquo;Wir m&uuml;ssen die B&uuml;rger auf K&uuml;rzungen vorbereiten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Harald Schumann: Falschspiel im Amt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Steuergeschenke bluten die Kommunen aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Bundesbanker Hans-Helmut Kotz &uuml;ber Krisen und Puffer, h&ouml;here Renditeziele und &uuml;berzogene Gewinnerwartungen.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Regierung verschleppt Reform der Finanzaufsicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Rating-Agenturen: Trio Infernale<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Kartellamt darf Konzerne zerschlagen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Der eingebildete Kranke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Was macht eigentlich die Schweinegrippe?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Energie f&uuml;r Geistesblitze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Regierung: Neuer Bericht &uuml;ber unbesetzte Studienpl&auml;tze im Fr&uuml;hjahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Ursula von der Leiharbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Ost-West-Konflikt bei der Linken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Springer-Chef f&uuml;r nachhaltige Steuersenkungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Deutschland verliert in Afghanistan dramatisch an Ansehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Zu guter Letzt: Anlageberatung Marke FDP<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4450&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Schlecker macht Zeitarbeit endlich zu einem Thema<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Schlecker knickt bei Zeitarbeit ein<\/strong><br>\nDie Drogeriekette Schlecker h&auml;lt Lohndumping-Vorw&uuml;rfe von Gewerkschaften und Politik f&uuml;r nicht nachvollziehbar &ndash; lenkt aber trotzdem ein. Um die Diskussion um die Besch&auml;ftigung von Leiharbeitnehmern zu beenden, habe man beschlossen, &ldquo;mit sofortiger Wirkung keine neuen Arbeitnehmer&uuml;berlassungsvertr&auml;ge mit der Firma Meniar mehr abzuschlie&szlig;en&rdquo;, teilte ein Sprecher mit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:lohndumping-vorwuerfe-schlecker-knickt-bei-zeitarbeit-ein\/50058700.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Bei aller Verachtung f&uuml;r diesen Umgang mit Arbeitnehmern, in einem Punkt hat Schlecker recht: &ldquo;Es sei befremdlich, dass Politiker, deren Parteien seit langem stets die Flexibilisierung der Arbeitsverh&auml;ltnisse gefordert und gesetzlich gef&ouml;rdert haben, nun hier &ndash; offenkundig aus populistischen Motiven &ndash; mit einzustimmen scheinen&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Ich bin eine moderne Sklavin&rdquo;<\/strong><br>\nDie Praktiken der Drogeriemarktkette Schlecker zeigen, wie schutzlos Leiharbeiter ihren Arbeitgebern ausgeliefert sein k&ouml;nnen. Die VW-Monteurin Sevinc Karatoc hat sich dennoch gewehrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/arbeit-karriere\/arbeit\/das-schicksal-einer-zeitarbeiterin-ich-bin-eine-moderne-sklavin-1534150.html#utm_source=sternde-homepage&amp;utm_medium=buehne&amp;utm_campaign=link-tracking-buehne\">STERN<\/a><\/li>\n<li><strong>Flexibler Arbeitsmarkt und mehr Sicherheit: Quadratur des Kreises<\/strong><br>\nVor wenigen Tagen erschien der bislang letzte Propagandaflyer des Bundesministeriums f&uuml;r Arbeit und Soziales unter dem Titel &raquo;Besch&auml;ftigung sichern&laquo;. Die Zwischen&uuml;berschriften erz&auml;hlen eine ungetr&uuml;bte Erfolgsgeschichte: &raquo;Arbeitsmarkt trotz Krise stabil&laquo;, &raquo;Besch&auml;ftigung weiter auf hohem Niveau&laquo; oder &raquo;Besch&auml;ftigungsziel 2010 f&uuml;r &Auml;ltere fast schon erreicht&laquo;. Ausgerechnet von der Bertelsmann-Stiftung kam f&uuml;r diesen offensichtlichen Unsinn jetzt das faktische Dementi: Seit 2001 sei die Zahl der bis dahin als normal geltenden unbefristeten Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse mit einer Arbeitszeit von mindestens 30 Wochenstunden drastisch zur&uuml;ckgegangen. Nach einer am Montag ver&ouml;ffentlichten Studie der Stiftung und des Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit hatten bereits 2008 nur noch 60 Prozent aller Besch&auml;ftigten im Alter zwischen 26 und 64 Jahren einen Vollzeitarbeitsplatz ohne Befristung. Im Dienstleistungsbereich sind es sogar lediglich 50 Prozent.<br>\nBleibt die Frage, warum Bertelsmann der Regierung und ihren Propagandal&uuml;gen mit der Ver&ouml;ffentlichung von Fakten ausgerechnet jetzt so entschieden in die Parade f&auml;hrt. M&ouml;glicherweise ziehen die Damen und Herren nur eine Zwischenbilanz des Erreichten. Denn an Umkehr ist nicht gedacht. Schlie&szlig;lich war das Programm n&ouml;tig, um die Profite auf hohem Niveau zu stabilisieren. Aber nun ist ein Problem aufgetaucht, an das vorher in diesen Kreisen niemand denken wollte: die Wirtschaftskrise. Die vertieft sich und bedroht ihrerseits die Profite. Deshalb versucht es Eric Thode von der Stiftung mit der Quadratur des Kreises: Die Politik stehe nun vor der Herausforderung, auch im Bereich flexibler Arbeitsverh&auml;ltnisse mehr Sicherheit zu schaffen, ohne die gestiegene Anpassungsf&auml;higkeit wieder einzuschr&auml;nken.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/01-12\/024.php?print=1\">junge Welt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-7370A90F-CCCC895B\/bst\/hs.xsl\/nachrichten_99410.htm\">Bertelsmann Stiftung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sch&auml;uble im Zeit-Interview: &ldquo;Wir m&uuml;ssen die B&uuml;rger auf K&uuml;rzungen vorbereiten&rdquo;<\/strong><br>\nFrage: Dann lassen Sie uns dar&uuml;ber sprechen, woher das Geld kommen soll.<br>\nSch&auml;uble: Ich werde jetzt keine Diskussion dar&uuml;ber anzetteln, an welcher Stelle gespart werden muss. Diese Entscheidungen werden wir gemeinsam im Mai zu treffen haben. Die Koalition steht vor einer gewaltigen Aufgabe. Wir werden die B&uuml;rger auf K&uuml;rzungen vorbereiten m&uuml;ssen. Einsparungen zu ertragen, ist f&uuml;r unsere Gesellschaft leichter, wenn es der Politik zu vermitteln gelingt, dass damit dauerhaft Wachstum, Wohlstand und stabile Sozialsysteme gesichert werden. Der Koalition wird diese Aufgabe viel politische Klugheit und weniger Geschw&auml;tzigkeit abverlangen &hellip;<br>\nVorschl&auml;ge f&uuml;r Steuersenkungen und die Finanzierung bed&uuml;rfen einer breiten gesellschaftlichen Akzeptanz, die wir gewinnen m&uuml;ssen. Die W&auml;hler in Nordrhein-Westfalen werden aber &uuml;ber die Politik der Landesregierung in D&uuml;sseldorf abstimmen und nicht &uuml;ber die Steuer- und Haushaltspolitik des Bundes &hellip;<br>\nAm 6. Mai werden wir die Ergebnisse der Steuersch&auml;tzung kennen. Erst dann kann die Koalition &uuml;ber die n&auml;chsten finanz- und haushaltspolitischen Schritte entscheiden &hellip;<br>\nSoziale Leistungen bergen die Gefahr, dass sich Menschen entm&uuml;ndigt vorkommen. Deshalb gilt es die Balance zu wahren zwischen Eigenverantwortung und F&uuml;rsorge. Darin stimmen Guido Westerwelle und ich grunds&auml;tzlich &uuml;berein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/2010-01\/schaeuble-kuerzungen-interview?page=1\">Die Zeit online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &hellip; und am 9. Mai sind Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen. Vielleicht h&auml;tte die ZEIT noch fragen k&ouml;nnen, durch welche sozialen Leistungen sich die Menschen entm&uuml;ndigt vorkommen. Sie werden doch gerade durch Hartz-IV entm&uuml;ndigt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Harald Schumann: Falschspiel im Amt<\/strong><br>\nDer Vizekanzler verspricht Steuersenkungen, verweigert aber Angaben &uuml;ber die daf&uuml;r n&ouml;tigen Ausgabenk&uuml;rzungen. Der Finanzminister k&uuml;ndigt an, die Verschuldung zur&uuml;ckzufahren, sagt aber nicht, wem er das Geld wegnehmen will. Ihre christsozialen Partner aus M&uuml;nchen behaupten, Sparen sei gar nicht n&ouml;tig. Und &uuml;ber dem Spektakel thront eine entr&uuml;ckte Kanzlerin, die zu den Niederungen der maroden Staatsfinanzen lieber gar nichts mehr sagt.<br>\nDas begann bereits mit dem k&uuml;rzlich beschlossenen acht Milliarden Euro schweren Steuerentlastungsprogramm. Da verliehen die Realit&auml;tsverweigerer im Amt einer L&uuml;ge Gesetzeskraft, indem sie die Steuernachl&auml;sse f&uuml;r ihre Klientel zur &bdquo;Wachstumsbeschleunigung&ldquo; verkl&auml;rten. Tats&auml;chlich werden die erlassenen Steuermilliarden vor allem Hotelbesitzern, reichen Erben und Kapitalbesitzern zugutekommen, also nur solchen Leuten, die auch bei steigenden Nettoeinkommen ihren Konsum kaum noch steigern werden.<br>\nDabei ist aber l&auml;ngst klar, dass die Kanzlerin und ihr Finanzminister ihren staatszersetzenden Koalitionspartnern eine grundlegende Korrektur des Koalitionsvertrages werden abringen m&uuml;ssen. Das darin gegebene Versprechen, auch in der Krise die Steuern nicht zu erh&ouml;hen, ist nur haltbar, wenn die Zusch&uuml;sse zu den Sozial- und Krankenkassen in zweistelliger Milliardenh&ouml;he gek&uuml;rzt w&uuml;rden. Damit m&uuml;ssten aber gleichzeitig die Sozialbeitr&auml;ge so drastisch steigen, dass die Regierung die ganze Republik gegen sich aufbringen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Titelseite;art692,2999630\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Steuergeschenke bluten die Kommunen aus<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Garantie auf Krippenplatz in Gefahr<\/strong><br>\nDie Spitzenverb&auml;nde der Kommunen erwarten, dass der Ausbau der Kinderkrippen in Deutschland scheitert. &ldquo;Wir k&ouml;nnen den Rechtsanspruch auf Betreuung von Kleinkindern im Jahr 2013 nicht erf&uuml;llen&rdquo;, sagte der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Deutschen St&auml;dte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, der S&uuml;ddeutschen Zeitung. Er verlangte vom Bund, den Rechtsanspruch einzuschr&auml;nken. Andernfalls drohten den St&auml;dten und Gemeinden Klagen vieler Eltern. &ldquo;Diese Prozesse werden wir alle verlieren&rdquo;, warnte Landsberg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,tt3m1\/politik\/408\/499682\/text\/\">SZ<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wir sind gegen jede Form von Betreuungsgeld<\/strong><br>\nDer DGB kritisiert dessen geplante Einf&uuml;hrung als Politik der vergangenen Jahrhunderte. Ein Gespr&auml;ch mit Elke Drewes, im Bezirk Hessen-Th&uuml;ringen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) verantwortlich f&uuml;r Frauen- und Gleichstellungspolitik: &ldquo;Die EU hatte sich bereits 2002 darauf geeinigt, bis 2010 f&uuml;r mindestens 90 Prozent aller Kinder im Vorschulalter sowie f&uuml;r mindestens 33 Prozent aller unter drei Jahren Betreuungspl&auml;tze zu schaffen. In Deutschland liegt die Betreuungsquote der Kinder unter drei Jahren jedoch erst bei 20 Prozent. Die Bundesregierung hatte sich dann vorgenommen, diese Ziele bis 2013 zu erreichen: Ab 1. August dieses Jahres gibt es f&uuml;r jedes Kind ab einem Jahr einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz oder eine Kindertagespflege. Aber selbst um diese eigene, l&auml;ngere, Frist zu erreichen, bleibt noch viel zu tun. Die Bundesl&auml;nder im Osten Deutschlands schneiden besser ab, dort gibt es jetzt schon f&uuml;r 45 Prozent aller Kinder unter drei Jahren einen Platz, in Westdeutschland hingegen nur f&uuml;r 15 Prozent. Wir sind also weit davon entfernt, die eigenen Vorgaben einzuhalten. Ich vermute, da&szlig; die Bundesregierung mit dem Betreuungsgeldangebot von 150 Euro Familien abspeisen will, weil man diese Versprechungen nicht einhalten kann. &hellip; Die EU hatte sich bereits 2002 darauf geeinigt, bis 2010 f&uuml;r mindestens 90 Prozent aller Kinder im Vorschulalter sowie f&uuml;r mindestens 33 Prozent aller unter drei Jahren Betreuungspl&auml;tze zu schaffen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/01-12\/050.php?print=1\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Ersten machen die Lichter aus: Die Kommunen und die Koalition<\/strong><br>\nEs wird dunkel und kalt in Deutschland. Und das nicht wegen der Jahreszeit, sondern wegen der L&ouml;cher in den Kassen der Kommunen. Die werden von der schwarz-gelben Koalition in Berlin durch Steuergeschenke leer gemacht. Das wird Folgen haben, drohte der Deutsche St&auml;dtebund. Die Hallenb&auml;der werden kalt bleiben, die Stra&szlig;enbeleuchtung wird abgeschaltet; sogar Schulen sollen geschlossen werden. Und den garantierten Kindergartenplatz f&uuml;r jedes Kleinkind kann der Bund zwar beschlie&szlig;en &ndash; er wird aber nicht finanzierbar sein. Das Allern&ouml;tigste werden sich die Kommunen au&szlig;erdem direkt von uns zur&uuml;ckholen &ndash; durch erh&ouml;hte Geb&uuml;hren. U.a. mit Werner R&uuml;gemer<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mp3.podcast.hr-online.de\/mp3\/podcast\/derTag\/derTag_20100106.mp3\">hr2-Kultur &bdquo;Der Tag&ldquo; (Audio-Podcast, mp3, ca. 53 Minuten, ca. 25 MB)<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bundesbanker Hans-Helmut Kotz &uuml;ber Krisen und Puffer, h&ouml;here Renditeziele und &uuml;berzogene Gewinnerwartungen<\/strong><br>\nSystematisch zu hohe Gewinnvorgaben f&uuml;hren zu einem Verhalten, das aus systemischer Perspektive riskant ist. Es werden dann hohe Schuldenhebel eingesetzt, die &ndash; jedenfalls unter schwierigeren Bedingungen &ndash; die Schuldentragf&auml;higkeit &uuml;berfordern. Insbesondere durch die Zahlungsunf&auml;higkeit von Banken w&auml;ren jedoch zu viele unbeteiligte Dritte betroffen, so dass die Kosten dann von der Gesellschaft als Ganzes &uuml;bernommen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2173313_Interview-mit-Bundesbanker-Kotz-Gewinntraeume-sind-riskant.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> W&auml;hrend der Weihnachtspause auf den Nachdenkseiten brachte die FR ein Interview mit dem Bundesbankvorstand Hans-Helmut Kotz, das bemerkenswert war, weil es die Gefahr des Renditewahns trotz Bundesbank-Geschwurbels ziemlich klar zum Ausdruck gebracht hat.<br>\nBeachtlich auch diese Bemerkung zur Aufgabe der Finanzwirtschaft:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Das Ziel der Aufsicht sind nicht niedrige Renditen, sondern ein robustes Finanzsystem, das seiner eigentlichen Aufgabe gen&uuml;gt, n&auml;mlich zuverl&auml;ssig zwischen Sparern und Investoren zu vermitteln.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Regierung verschleppt Reform der Finanzaufsicht<\/strong><br>\nDie Bundesregierung verschleppt die Reform der nationalen Finanzaufsicht. &ldquo;Das Thema packen wir erst in der zweiten Jahresh&auml;lfte an&rdquo;, hie&szlig; es im Bundesfinanzministerium. Der politisch verordnete Stillstand bei der Reform der Finanzaufsicht kommt &uuml;berraschend. Im Koalitionsvertrag hatten sich Union und FDP verst&auml;ndigt, die Bankenaufsicht bei der Bundesbank zu b&uuml;ndeln.<br>\nFinanzminister Sch&auml;uble und Bundesbank-Pr&auml;sident Weber argumentieren nun, dass &ldquo;Gr&uuml;ndlichkeit vor Schnelligkeit&rdquo; gehe. Auf einen konkreten Termin, bis wann die Aufsichtsreform in Deutschland umgesetzt sein soll, haben sich Sch&auml;uble und Weber bisher nicht verst&auml;ndigt.<br>\nEine schnelle Umsetzung der nationalen Finanzreform scheitert offenbar nicht allein an politischen Gr&uuml;nden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/schaeuble-zoegert-regierung-verschleppt-reform-der-finanzaufsicht;2510411\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Die Versuchung, den Grund f&uuml;r die Verz&ouml;gerung zu erraten, ist unwiderstehlich: Konnten die Experten, die das Gesetz schreiben sollen, von ihren Arbeitgebern nicht schnell genug freigestellt werden? Oder l&auml;uft gerade ein Ausschreibungsverfahren f&uuml;r die externe Erstellung eines Formulierungsvorschlags, und es sind noch nicht gen&uuml;gend Angebote von Anwaltskanzleien eingetroffen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Trio Infernale<\/strong><br>\nDrei Rating-Agenturen haben das Weltfinanzsystem im Griff: Sie bewerten die Bonit&auml;t von Firmen, Fonds und sogar von ganzen Staaten. Ausgerechnet dieser Finanz-T&Uuml;V ist mit schuld an der globalen Wirtschaftskrise &ndash; und das Gesch&auml;ft boomt schon wieder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-67768101.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Ein guter &Uuml;berblick &uuml;ber das Rating-Unwesen; zwar schon vom 16. November 2009, aber dennoch lesenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kartellamt darf Konzerne zerschlagen?<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will dem Bundeskartellamt gr&ouml;&szlig;ere Mitsprache- und Mitwirkungsrechte einr&auml;umen. K&uuml;nftig soll die Wettbewerbsbeh&ouml;rde das Recht erhalten, zu den Auswirkungen von Gesetzes- und Verordnungsentw&uuml;rfen der Bundesregierung auf den Wettbewerb Stellung zu nehmen. Vor allem aber hat die Regierung ihre Absicht konkretisiert, dem Kartellamt &uuml;ber die bisherigen Eingriffsm&ouml;glichkeiten hinaus das Recht einzur&auml;umen, marktbeherrschende Konzerne zu zerschlagen &ndash; selbst dann, wenn Marktmissbrauch nicht nachgewiesen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44\/Doc~E6364D491682240199C1D54DE251C0524~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Doch etwas weiter unten hei&szlig;t es dann: &bdquo;Allerdings rechnet das Ministerium nicht damit, dass die Entflechtung oft angewendet werden k&ouml;nnte. So erwartet es keine zus&auml;tzlichen Ausgaben des Kartellamtes f&uuml;r die neue Aufgabe. Auch hei&szlig;t es in der Begr&uuml;ndung, in der Praxis werde &bdquo;der Bedarf f&uuml;r einen R&uuml;ckgriff auf eine Entflechtungsbefugnis vielleicht eher eine untergeordnete Rolle spielen&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Widerstand gegen Entflechtungsgesetz: Stromkonzerne starten Gegenschlag<\/strong><br>\nDie deutschen Stromkonzerne wehren sich gegen das Gesetz zur Zerschlagung von Unternehmen, das Wirtschaftsminister Br&uuml;derle vorantreibt. Ihre Lobbyisten haben Bedenken beim Ministerium vorgebracht Zudem lie&szlig;en die Konzerne eine Studie anfertigen, mit der sie untermauern wollen, dass Br&uuml;derles Entflechtungsgesetz nicht notwendig ist. Rainer Br&uuml;derle (FDP) verteidigte seinen Gesetzentwurf, der es dem Staat erlaubt, als &auml;u&szlig;erstes Mittel auch Unternehmen zu zerschlagen, wenn der Wettbewerb nicht anders hergestellt werden kann. Der Minister sagte der FTD: &ldquo;Wenn ein Unternehmen eine wirtschaftlich bedenkliche, marktbeherrschende Stellung gewinnt, muss der Staat die M&ouml;glichkeit erhalten, dieses Unternehmen zu entflechten.&rdquo; Durch das Gesetz solle der Staat diese Kompetenz erhalten. Das Entflechtungsgesetz des Wirtschaftsministers sollte auch gegen Banken eingesetzt werden. Das fordert Patrick Adenauer, Pr&auml;sident des Verbandes der Familienunternehmer. &ldquo;Das Bundeskartellamt muss unsere Marktwirtschaft nicht nur vor der marktbeherrschenden Dominanz einzelner Konzerne sch&uuml;tzen&rdquo;, sagte er gestern. Die M&ouml;glichkeit der Entflechtung m&uuml;sse von den Kartellw&auml;chtern auch als &ldquo;scharfes Schwert&rdquo; gegen die Finanzbranche eingesetzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:widerstand-gegen-entflechtungsgesetz-stromkonzerne-starten-gegenschlag\/50059058.html?mode=print\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Klar: Mister Mittelstand steht f&uuml;r die steuerliche Entlastung kleinerer und mittlerer Unternehmer sowie die Lockerung des K&uuml;ndigungsschutzes, und er ist ein Gegner des Mindestlohns. Dennoch d&uuml;rfen wir sehr gespannt sein, ob Rainer Br&uuml;derle in dieser Frage die gleiche Hartn&auml;ckigkeit auszeichnet oder ob er einknickt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der eingebildete Kranke<\/strong><br>\nWer den klassischen Landarzt f&ouml;rdern will, soll das &uuml;ber eine Umverteilung innerhalb der &Auml;rzteschaft durchf&uuml;hren, nicht &uuml;ber eine Ausweitung der Eink&uuml;nfte aller &Auml;rzte. Es existiert mithin ein inner&auml;rztliches Verteilungsproblem, kein &Auml;rztemangel.<br>\nFazit: Alles in allem geht es den &Auml;rzten, im Gegensatz zu vielen abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten, recht gut. Die Klagen, es gebe in Deutschland zu wenig &Auml;rzte, sind nicht nachvollziehbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.michael-schoefer.de\/artikel\/ms0786.html\">Libert&eacute;, &eacute;galit&eacute;, fraternit&eacute;<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Was macht eigentlich die Schweinegrippe?<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>H1N1 und die Pharmariesen &ndash; Steuergeld f&uuml;r Impfstoff-Forschung<\/strong><br>\nDer Bund hat die Entwicklung eines Pandemie-Serums bei GSK und Novartis gef&ouml;rdert &ndash; mit 10 Millionen Euro. Bereits 2002 tagte eine Expertengruppe zum Thema Pandemie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wissen\/artikel\/1\/steuergeld-fuer-impfstoff-forschung\/?type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em>Passend dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Druck der Pharmaindustrie f&uuml;r Schweinegrippe-Impfung<\/strong><br>\nMit dem m&ouml;glichen Druck der Pharmaindustrie auf Regierungen zum Einkauf gro&szlig;er Mengen Schweinegrippe-Impfstoffe will sich der Europarat in Stra&szlig;burg besch&auml;ftigen. Die parlamentarische Versammlung werde auf Initiative des deutschen Sozialdemokraten und Arztes Wolfgang Wodarg am 26. Januar eine Anh&ouml;rung mit Vertretern der Pharmaindustrie und der Weltgesundheitsorganisation WHO veranstalten, sagte eine Sprecherin der Staatenorganisation am Montag in Stra&szlig;burg. Noch sei nicht klar, ob die Sitzung &ouml;ffentlich sei oder hinter verschlossenen T&uuml;ren stattfinden w&uuml;rde. Die Pharmaindustrie habe die Gefahr der Schweinegrippe hochgespielt und die Regierungen unter Druck gesetzt, sagte Wodarg am Montag der Deutschen Presse Agentur dpa. &laquo;Es ist mir unverst&auml;ndlich, wieso die nationalen Forschungsinstitute da mitgemacht haben.&raquo; Bereits im Dezember hatte Wodarg eine Petition gegen den &laquo;falschen Alarm&raquo; lanciert, der &laquo;Millionen gesunde Menschen der &uuml;berfl&uuml;ssigen Gefahr von Nebenwirkungen nicht ausreichend getesteter Impfstoffe aussetzt&raquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.krankenkassen.de\/dpa\/165018.html\">Krankenkassen-Newsticker<\/a><\/li>\n<li><strong>Was macht eigentlich die Schweinegrippe?<\/strong><br>\nIn diesem Beitrag finden Sie auch den Vertrag des Bundes und der L&auml;nder mit GSK &uuml;ber die Bereitstellung eines Pandemie-Impfstoffs f&uuml;r die Bundesl&auml;nder zwischen GlaxoSmithKline und dem Bundesminister f&uuml;r Gesundheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/1529\/was-macht-eigentlich-die-schweinegrippe\">Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<li><strong>Redaktionen im Viruswahn<\/strong><br>\nImmer mehr Infizierte, immer mehr Tote: An Horrormeldungen &uuml;ber die Schweinegrippe fehlte es Ende 2009 nicht. Doch wirklich gef&auml;hrlich war nur die mediale Panikmache.<br>\nDie Schweinegrippe und das Virus H1N1 waren aus Sicht vieler Medienkritiker eine Medien-Pandemie, angetrieben von den Boulevard-Medien, wie immer allen voran der Super-Spreader Bild-Zeitung. Wie sich ein Thema m&ouml;glichst lange &laquo;kochen&laquo; l&auml;sst, das hat Bild bei der Schweinegrippe aus rein handwerklicher Sicht vorbildlich gezeigt und jede nur denkbare Variante gefunden und meisterhaft genutzt, um aus der Schweinegrippe etwas Leserwirksames herauszuquetschen.<br>\nDie Leser wurden durch das Wechselbad aus Panikmache und vorgeblicher Aufkl&auml;rung gescheucht: \n<ul>\n<li>Aufregen: &raquo;Aufstand gegen Spezialimpfstoff f&uuml;r Politiker&laquo; (19.10.2009)<\/li>\n<li>Panikmachen: &raquo;Professor bef&uuml;rchtet in Deutschland 35.000 Tote&laquo; (21.10.2009)<\/li>\n<li>Aufregen: &raquo;Impfchaos&laquo; (23.10.2009)<\/li>\n<li>Panikmachen: &raquo;Infektionen explodieren&laquo; (3.11.2009)<\/li>\n<li>Aufkl&auml;ren: &raquo;So sch&uuml;tzen Sie sich&laquo; (7.11.2009)<\/li>\n<li>Aufkl&auml;ren: &raquo;F&uuml;r wen ist Schweinegrippe am gef&auml;hrlichsten?&laquo; (11.11.2009)<\/li>\n<li>Beruhigen: &raquo;So sch&uuml;tzen Sie sich ohne Impfung&laquo; (16.11.2009)<\/li>\n<li>Panikmachen: &raquo;Kind (1) stirbt nach Impfung&laquo; (17.11.2009)<\/li>\n<li>Beruhigen: &raquo;Bild testet Impfung&laquo; (26.11.2009)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.message-online.com\/101\/schmuck.html\">Message<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Energie f&uuml;r Geistesblitze<\/strong><br>\nWenn die Pr&uuml;fungszeit beginnt oder der Examenstermin immer n&auml;her r&uuml;ckt, ist volle Leistungsf&auml;higkeit gefragt. Doch gerade in Stresssituationen sinkt das Energielevel schneller, als einem lieb ist. Jeder Student kennt den Zeitpunkt bei einer Klausur, an dem einem nichts mehr einf&auml;llt und der Kopf ganz einfach leer ist. Man kann sich nicht mehr konzentrieren. Aber eine Pause ist nicht drin, schlie&szlig;lich l&auml;uft die Zeit irgendwann ab. Dieses Problem wird von Red Bull endg&uuml;ltig gel&ouml;st. Denn Red Bull Energy Shot passt in jede noch so kleine Tasche, ist ungek&uuml;hlt genie&szlig;bar und bringt mit einem Schluck volle Leistung. Mit gerade mal 60 Millilitern Inhalt ist er erstaunlich klein und vierfach konzentriert. Daher kann er auch w&auml;hrend der Klausur schnell konsumiert werden ohne vom Wesentlichen abzulenken. Und er schmeckt ungek&uuml;hlt, zum Beispiel wenn er schon l&auml;ngere Zeit in der Hosentasche gesteckt hat. Der Red Bull Energy Shot ist seit dem 1. November 2009 erh&auml;ltlich und immer dann ein praktischer Begleiter im Studentenalltag, wenn die Faktoren Gr&ouml;&szlig;e und Zeit eine Rolle spielen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/issuu.com\/audimax\/docs\/am_bs_0101\/4?mode=a_p\">aud!max<\/a> (Seite 4)\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Diese Werbeanzeige wurde ohne Kennzeichnung (und mit Kommafehlern) als Anzeige im redaktionellen Teil auf Seite 4 der Ausgabe 01.2010 der &bdquo;Hochschulzeitschrift&ldquo; aud!imax abgedruckt. Die Zeitschrift erscheint laut Wikpedia 9 Mal im Jahr mit einer Auflage von 415.000 Exemplaren. Thematische Schwerpunkte sind Studium, Karriere und Lifestyle. Und zum Lifestyle geh&ouml;rt wohl Reklame f&uuml;r Red Bull.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Regierung: Neuer Bericht &uuml;ber unbesetzte Studienpl&auml;tze im Fr&uuml;hjahr<\/strong><br>\nDie Bundesregierung plant, beim Bologna-Gipfel am 12. April 2010 alle Hochschulakteure wie die Mitglieder der Hochschulrektorenkonferenz, Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Studierendenvertreter mit einzubeziehen. Dies k&uuml;ndigt sie in ihrer Antwort (17\/373) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17\/183) an. &rdquo;Die Studierenden werden beim Bologna-Prozess st&auml;rker beteiligt als je zuvor in bildungspolitischen Fragen&ldquo;, hei&szlig;t es weiter. Sie seien vertreten bei den Ministerkonferenzen, in der nationalen Bologna-Arbeitsgruppe sowie in der internationalen Bologna Follow up Group, in vielen internationalen Arbeitsgruppen, in Bologna-Projekten der Europ&auml;ischen Union und des Bundesministeriums f&uuml;r Bildung und Forschung (BMBF), im Akkreditierungsrat, regelm&auml;&szlig;ig auch in Hochschulgremien, die sich mit dem Bologna-Prozess befassten.<br>\nAuf die Frage, wie viele Studienpl&auml;tze aufgrund der nach Aussagen der Fragesteller &rdquo;schlecht&ldquo; organisierten oder ausgrenzenden Zulassungsverfahren der Hochschulen in den vergangene beiden Semestern unbesetzt geblieben seien, antwortet die Regierung: Soweit sich die Frage auf Studieng&auml;nge mit &ouml;rtlichen Zulassungsbeschr&auml;nkungen beziehe, l&auml;gen &rdquo;keine statistisch fundierten Erkenntnisse&ldquo; vor. Grund daf&uuml;r sei, dass es dar&uuml;ber aus den L&auml;ndern keine statistischen Erhebungen gebe. Derzeit erstelle die Kultusministerkonferenz der L&auml;nder auf Ersuchen des BMBF jedoch einen Bericht &uuml;ber die Ergebnisse der Zulassungsverfahren zum Wintersemester 2009\/2010. Damit w&uuml;rden dann &ndash; voraussichtlich im Fr&uuml;hjahr 2010 &ndash; erstmals &rdquo;valide und belastbare Daten&ldquo; &uuml;ber die Zahl der in &ouml;rtlichen zulassungsbeschr&auml;nkten Studieng&auml;ngen unbesetzt gebliebenen Studienpl&auml;tzen verf&uuml;gbar sein. &rdquo;In Studieng&auml;ngen mit bundesweiten Zulassungsbeschr&auml;nkungen bleiben praktisch keine Studienpl&auml;tze unbesetzt&ldquo;, schreibt die Regierung.<br>\n&Uuml;ber nachteilige Ver&auml;nderungen bei der sozialen Zusammensetzung der Studierenden durch das erweiterte Selbstauswahlrecht der Hochschulen liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor. &rdquo;Die Ergebnisse der 18. Sozialerhebung zeigen, dass sich &uuml;ber den Zeitraum der letzten zwei Jahrzehnte die Bildungsbeteiligung der Kinder aus eher bildungsfernen Herkunftsmilieus tendenziell verbessert hat&ldquo;, hei&szlig;t es weiter.<br>\nZum Thema Bachlor-\/Masterabschluss schreibt die Bundesregierung, dass &rdquo;diejenigen, die den Bachelor bestehen, grunds&auml;tzlich auch ein Masterstudium aufnehmen d&uuml;rfen&ldquo;. Geeignete Bachelor-Absolventen sollten aber selbst entscheiden k&ouml;nnen, ob sie dies wollten oder nicht. &rdquo;Die Bundesregierung ist daher gegen eine Quote&ldquo;, hei&szlig;t es in der Antwort. Grunds&auml;tzlich h&auml;tten Bachelor-Absolventen &rdquo;gute Berufschancen&ldquo;, schreibt die Regierung und verweist auf eine Studie des Internationalen Zentrums f&uuml;r Hochschulforschung in Kassel.<br>\nBei der Frage nach Vorausberechnungen der Studienanf&auml;ngerzahlen bis zum Jahr 2010 beruft sich die Regierung mangels eigener Zahlen auf die Kultusministerkonferenz, nach deren Angaben in diesem Jahr 443.310 junge Menschen ein Studium beginnen werden, diese Zahl auf 492.520 in 2013 ansteigt, um dann bis 2020 auf 407.320 zu sinken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/003\/1700373.pdf\">Deutscher Bundestag [PDF &ndash; 80 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &Uuml;berall, wo Probleme auftauchen, liegen der Bundesregierung entweder keine Informationen vor oder sie verweist auf die Zust&auml;ndigkeit der L&auml;nder bzw. der Hochschule. Was n&uuml;tzt es, wenn etwa die Bundesregierung gegen eine Quote bei der Zulassung zum Master ist, doch die L&auml;nder und die Hochschulen tun und lassen k&ouml;nnen, was sie wollen? Zum Chaos bei der Hochschulzulassung siehe <a href=\"upload\/pdf\/090722_hochschulzulassung_zbs2_2009_lieb.pdf\">&ldquo;Vom Versagen der Politik und der Scheu vor Verantwortung&rdquo; [PDF &ndash; 79 KB]<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ursula von der Leiharbeit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Jens Berger: Och &ndash; Uschi mach kein Quatsch<\/strong><br>\nWenn Ursula von der Leyen Satzfragmente aneinanderreiht, so kommen dabei meist Allgemeinpl&auml;tze und schwammige Floskeln heraus. &ldquo;Der Arbeitsmarkt ist im Wandel&rdquo;, &ldquo;Deutschland braucht Fachkr&auml;fte&rdquo;, &ldquo;Wenn der Aufschwung kommt, wird die Nachfrage wieder steigen&rdquo; &ndash; ach nein, welch k&uuml;hne Thesen! Und was will Frau von der Leyen als Ministerin tun? &ldquo;Genauer hinschauen&rdquo;, &ldquo;sich k&uuml;mmern&rdquo; und &ldquo;alle M&ouml;glichkeiten aussch&ouml;pfen&rdquo; &ndash; w&auml;re Frau von der Leyen nicht Tochter aus besserem Hause, sie h&auml;tte beste Berufschancen bei der Beschwerdehotline dilettierender Telekommunikationsunternehmen. Manchmal wirkt es so, als habe sie bei der Kanzlerin h&ouml;chstpers&ouml;nlich einen Rhetorikkurs belegt.<br>\nDas Hinschauen und Pr&uuml;fen ist von der Leyens Standardfloskel, wenn es um unangenehme Themen geht. Schlecker nutzt die Leiharbeit, um Dumpingl&ouml;hne zu zahlen? Da will die Ministerin mal genauer hinschauen. Und was verspricht sich Frau von und zu davon, sich den Leiharbeitssektor mal genauer anzuschauen? Die Praxis, regul&auml;re Jobs durch Leiharbeit zu ersetzen ist gewollt &ndash; h&auml;tte man andere Pl&auml;ne, m&uuml;sste man schlie&szlig;lich nur die Gesetzgebung unserer europ&auml;ischen Nachbarn anschauen. Dort gibt es auch Leiharbeit, aber der Leiharbeiter bekommt genau so viel Geld ausgezahlt wie der regul&auml;re Mitarbeiter. Das ist schlie&szlig;lich auch der Sinn von Leiharbeit. Wer flexibler am Markt agieren und reagieren will, muss Flexibilit&auml;tskosten zahlen. Wenn Leiharbeit nicht deutlich teurer als regul&auml;re Arbeit ist, macht das ganze Instrument keinen Sinn und f&uuml;hrt lediglich zu einer Verlagerung regul&auml;rer Arbeitspl&auml;tze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/1599\/och-uschi-mach-kein-quatsch\">Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<li><strong>Von der Leyen bei &ldquo;Anne Will&rdquo;: Wohlf&uuml;hlstunde mit der Superlativministerin<\/strong><br>\nAls Familienministerin verteilte Ursula von der Leyen Geld, als Krisen-Arbeitsministerin muss sie den Rotstift ansetzen. Das ist unangenehm. Deshalb gibt sie sich bei &ldquo;Anne Will&rdquo; kuschelweich &ndash; bis auf einen Seitenhieb wegen m&ouml;glichen Lohndumpings beim Drogeriemarkt Schlecker.<br>\nWenn die kuschelige Familienatmosph&auml;re ab und an durch unangenehme Einspieler unterbrochen wurde, gab sich von der Leyen volksnah. Leiharbeiter arbeiten zu Dumpingl&ouml;hnen, etwa bei Schlecker? Da wolle sie &ldquo;sehr genau hinschauen und Schlupfl&ouml;cher schlie&szlig;en&rdquo;. Ein-Euro-Jobs f&uuml;r Langzeitarbeitslose? Erst sollen &ldquo;alle anderen M&ouml;glichkeiten ausgereizt werden&rdquo;.<br>\nDass der Ministerin der Realit&auml;tstest noch bevorsteht, darauf wies der zeitweilig fassungslose Klaus Wieseh&uuml;gel hin. &ldquo;Gnadenloser Populismus&rdquo; sei, was von der Leyen von sich gebe: &ldquo;Wir marschieren auf f&uuml;nf Millionen Arbeitslose zu und Sie sagen, wir schauen uns das mal an. Toll, wie Sie das machen, aber hier wird das ganze Volk verarscht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/tv\/0,1518,671133,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Selbst dem gewiss Agenda-freundlichen Spiegel ging das zynische Ges&uuml;lze von der Leyens wohl zu weit.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu <strong>Hartz IV von unten<\/strong>. Ein Leser, der aus verst&auml;ndlichen Gr&uuml;nden nicht genannt werden m&ouml;chte, schreibt uns:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Ich wei&szlig; nicht, ob die pauschale Erh&ouml;hung des Regelsatzes von 298 (Sozialhilfe) auf seinerzeit 345, aktuell 359 Euro (Alg II), den kompletten Wegfall der Einmalleistungen wirklich kompensieren kann; sicher scheint mir hingegen, dass wohl kaum ein &ldquo;Hartz IV&rdquo;-Empf&auml;nger 50 Euro\/Monat zur&uuml;cklegt, um ggf. davon eine neue Waschmaschine\/K&uuml;hlschrank\/Brille etc. finanzieren zu k&ouml;nnen, wie es das Konzept der pauschalierten Abgeltung eigentlich vorsieht, weil es auch so schon schwierig genug ist, mit diesem Betrag &uuml;ber die Runden zu kommen.<\/p>\n<p>Aber das ist auch nicht das Hauptproblem, das ich mit dieser tollen Arbeitsmarktreform habe. Ich glaube, dass von dem Prinzip &ldquo;F&ouml;rdern &amp; Fordern&rdquo;, das sich in der Theorie ja erst mal ganz vern&uuml;nftig anh&ouml;rt, in der Praxis meistens nur &ldquo;Fordern&rdquo; &uuml;brig bleibt, weil die Arbeitspl&auml;tze, in welche die ehemaligen, arbeitsf&auml;higen Sozialhilfeempf&auml;nger hinein vermittelt werden sollten, in ausreichender Anzahl gar nicht vorhanden sind.<\/p>\n<p>Ersatzweise gibt es dann die ber&uuml;hmt-ber&uuml;chtigten, weitgehend sinn- &amp; perspektivlosen &ldquo;Ma&szlig;nahmen&rdquo; (ABM\/SAM\/MAE), welche de facto nur den mit der Durchf&uuml;hrung beauftragten Tr&auml;gern n&uuml;tzen und die Statistik sch&ouml;nen (zu dieser Thematik gibt es einen ausgezeichneten Beitrag des WDR mit dem Titel &ldquo;Die Armutsindustrie&rdquo;). Die erhoffte &ldquo;Br&uuml;ckenfunktion&rdquo; zum ersten Arbeitsmarkt existiert jedenfalls definitiv nicht, genau so wenig wie der &ldquo;Klebeeffekt&rdquo; bei der Zeitarbeit.<\/p>\n<p>Und auch viele &ldquo;Erfolge&rdquo; von Hartz IV erweisen sich bei n&auml;herer Betrachtung als statistische Taschenspielertricks, wenn z.B. insbesondere im Einzelhandel aus einem sozialversicherungspflichtigen Vollzeitjob drei Minijobs mit Aufstockeranspruch gemacht werden, weil das f&uuml;r den Arbeitgeber nebenkostenm&auml;&szlig;ig g&uuml;nstiger ist, dann sind per saldo auf dem Papier zwei zus&auml;tzliche Arbeitspl&auml;tze entstanden, auch wenn diese &ldquo;prek&auml;r&rdquo; sind und mit Steuergeldern subventioniert werden m&uuml;ssen, weil das Einkommen unter Grundsicherungsniveau liegt.<\/p>\n<p>Doch mir ist klar, dass Sie diese Argumente allesamt aus dem FF kennen, h&ouml;chstwahrscheinlich sogar viel besser als ich und mit vielen statistischen Erhebungen fundiert. Womit ich punkten kann ist, dass ich beide Seiten des ARGEn-Schreibtisches aus eigener Erfahrung kenne: Seit einiger Zeit bin ich selber (wieder) Alg II-Bezieher, war aber auch schon mal 12 Monate Arbeitsvermittler in einem Berliner Jobcenter, und zwar in einem auf arbeitsuchende Akademiker spezialisierten Team. Meine &ldquo;Kundschaft&rdquo; bestand aus ca. 260 Menschen mit technisch-naturwissenschaftlicher Ausbildung, also haupts&auml;chlich Ingenieure wie mir selbst, davon die meisten jenseits der Senilit&auml;tsgrenze von 40 Jahren.<\/p>\n<p>Es ist mir in der gesamten Zeit nicht gelungen, auch nur einen einzigen davon auf dem ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln &ndash; und zwar nicht nur nicht in ausbildungsad&auml;quate Jobs &ndash; aber ich glaube nicht, dass das an mangelndem Engagement und\/oder Unf&auml;higkeit meinerseits bzw. der fehlenden Flexibilit&auml;t meiner damaligen &ldquo;Kunden&rdquo; lag. Die meisten w&auml;ren, genau wie ich selber, liebend gern dem ultimativen Appell unseres damaligen Superministers Clement gefolgt, dass ein Ingenieur notfalls auch einen anderen und schlechter dotierten Job akzeptieren m&uuml;sse (bei den wenigen &ldquo;Kunden&rdquo;, die mir in dieser Zeit abhanden gekommen sind, handelte es sich zumeist um frischgebackene Uniabsolventen in aktuell gefragten Berufen, die nur &uuml;bergangsweise Alg II beantragt hatten, w&auml;hrend sie sich in eigener Initiative auf Stellenanzeigen f&uuml;r qualifizierte Jungfachkr&auml;fte in der FAZ oder SD, die der BA von den jeweiligen Arbeitgebern gar nicht erst gemeldet werden, beworben haben).<\/p>\n<p>So viel zum angeblicenh Fachkr&auml;ftemangel, der regelm&auml;&szlig;ig von Arbeitgebervertretern (&ldquo;Hundt &amp; Sau&rdquo;) in den Medien beklagt wird. In Wahrheit wollen die aber nur keine &auml;lteren Mitarbeiter (wieder-)einstellen und ggf. auf eigene Kosten nachqualifizieren. Die Hartz IV-Fehlkonstrukteure sind m.E. von der unausgesprochenen Unterstellung ausgegangen, dass die (Langzeit-)Arbeitslosen nur zu faul oder zu anspruchsvoll seien, und wenn man denen geh&ouml;rig Beine macht, dann klappt&rsquo;s schon mit dem neuen Job (schlie&szlig;lich hat unser damaliger Basta-Abkanzler ja auch alle Lehrer pauschal als &ldquo;faule S&auml;cke&rdquo; diffamiert, was ich aus eigener Anschauung nur partiell best&auml;tigen kann; ich hatte n&auml;mlich auch schon mal einen 12monatigen ABM-Job an einer Berliner Realschule mit 80%igem t&uuml;rkisch-arabischem Migrationshintergrund, und mit den dortigen Lehrern h&auml;tte ich trotz aller Privilegien des Beamtenstatus  nicht unbedingt tauschen wollen).<\/p>\n<p>Die Mammutbeh&ouml;rde BA kam mir in ihren hierarchischen Organisationsstrukturen und b&uuml;rokratischen internen Betriebsabl&auml;ufen immer vor wie eine zentralistische Planwirtschaft &agrave; la DDR im Kleinen: In N&uuml;rnberg sitzt das &ldquo;Politb&uuml;ro&rdquo; und erl&auml;sst in v&ouml;lliger Unkenntnis der Realit&auml;ten vor Ort und auf der Basis manipulierter Statistiken (jeder Teamleiter wei&szlig;, dass er nur Karriere machen kann, wenn er zumindest auf dem Papier die geforderten Vorgaben erreicht) weltfremde Dekrete.<\/p>\n<p>Im Jobzentner hatte ich &uuml;brigens eine Kollegin mit &uuml;ber 30j&auml;hriger Berufserfahrung als Arbeitsvermittlerin, und diese hat immer gesagt: &ldquo;Ich h&auml;tte schon &lsquo;ne Menge Ideen, was man hier besser machen k&ouml;nnte, aber auf mich h&ouml;rt ja keiner. Im Gegenteil, mit &Auml;nderungs- &amp; Verbesserungsvorschl&auml;gen macht man sich bei den gro&szlig;en &lsquo;Strategen&rsquo;, die alles besser wissen, obwohl sie von der Praxis vor Ort keine blasse Ahnung haben, nur unbeliebt. Stattdessen muss ich mir jetzt von irgendwelchen &uuml;berbezahlten BWL-Yuppies von McKinsey &amp; Roland Berger, die frisch von der Uni kommen und von unserer Aufgabenstellung Null Ahnung haben, erkl&auml;ren lassen, wie ich meine Arbeit, die ich seit &uuml;ber 30 Jahren mache, effektiver gestalten muss.&rdquo;<\/p>\n<p>Herr Weise h&auml;tte mit Sicherheit einen gr&ouml;&szlig;eren Erkenntnisgewinn, wenn er mal anonym eine Woche lange in einem Jobcenter in einem &ldquo;sozialen Brennpunkt&rdquo;, wo die Praktiker an der Basis all diese tollen theoretischen Schreibtischkonzepte umsetzen m&uuml;ssen, hospitieren w&uuml;rde, anstatt nur die Excel-Tabellen &amp; PowerPoint-Pr&auml;sentationen seiner Referenten zu studieren. Aber ich wei&szlig;, dass man sich mit solchen Vorschl&auml;gen, erst mal das gigantische Erfahrungspotenzial der eigenen Mitarbeiter zu nutzen, bevor man f&uuml;r teures Geld fragw&uuml;rdige &ldquo;externe Expertise&rdquo;, die oft nur aus rhetorisch aufgeblasenen Binsenweisheiten besteht, einkauft, l&auml;cherlich macht und bestenfalls ein mitleidig-s&uuml;ffisantes Grinsen erntet (es sei denn, man hei&szlig;t Roland Berger und faselt etwas von &ldquo;Kaizen&rdquo;).<\/p>\n<p>Ich k&ouml;nnte wahrscheinlich noch stundenlang weiterschreiben, aber ich m&ouml;chte Sie nicht langweilen. Mir ist bewusst, dass ich ein wenig zu polemisch-pointierten &Uuml;bertreibungen &amp; Zuspitzungen tendiere, aber das ist so meine pers&ouml;nliche Methode, meinen Frust durch rhetorische Provokationen abzureagieren.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ost-West-Konflikt bei der Linken<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Trotz aller Erfolge herrscht in der Linkspartei jetzt offener Streit<\/strong><br>\nKeine andere Partei hat sich so viel auf ihre vorbildliche, gleichberechtigte Vereinigung eingebildet wie die Linkspartei. Nur sie schaffte die Fusion auf Augenh&ouml;he, die anderen wurden blo&szlig; aus dem Westen dominiert, so das Selbstbild. Es ist eine ironische Pointe, dass der letzte Ost-West-Kulturkampf nun ausgerechnet in der Linkspartei explodiert. Die Zukunft der Partei h&auml;ngt davon ab, ob sie diese Zentrifugalkr&auml;fte in den Griff bekommt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F01%2F11%2Fa0014&amp;cHash=e947164230\">taz<\/a>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gysi geht auf Distanz zu Bartsch<\/strong><br>\nIn der LINKEN gebe es derzeit ein F&uuml;hrungsvakuum, so Gysi: &raquo;Der eine Vorsitzende sitzt in Br&uuml;ssel, der andere ist krank. Da dr&auml;ngen sich zu viele rein.&laquo; Offenbar ist Gysi entschlossen, das Vakuum auch selbst auszuf&uuml;llen. Er will daf&uuml;r sorgen, dass Parteifunktion&auml;re aus Ost und West weniger &uuml;bereinander, sondern mehr miteinander reden. Er will sich sp&uuml;rbar in die Vorbereitung des Rostocker Parteitags im Mai und in die Bildung des dort zu w&auml;hlenden Vorstands einmischen. Er will einen Zustand in der Partei &auml;ndern, den er so beschreibt: &raquo;Wenn die Anderen uns nicht richtig schaden k&ouml;nnen, &uuml;bernehmen wir das in der Regel selbst.&laquo; Und er deutete gestern an, wie eine Beendigung des gegenw&auml;rtigen Konflikts aussehen kann: Gysi will eine L&ouml;sung, die &raquo;keine Dem&uuml;tigung&laquo; ist, die aber &raquo;bedeuten kann, dass etwas weh tut&laquo;. In der nachfolgenden Pressekonferenz befragt, ob er Bartsch empfehlen werde, auf dem Parteitag nicht mehr als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer zu kandidieren, sagte Gysi, Bartsch m&uuml;sse &raquo;seine Entscheidung letztlich selbst treffen&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/162828.gysi-geht-auf-distanz-zu-bartsch.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Springer-Chef f&uuml;r nachhaltige Steuersenkungen<\/strong><br>\nDen Deutschen geht, wie viele Umfragen belegen, Sicherheit vor Freiheit. Ein deutscher Hang zur freiwilligen Selbstunterwerfung in staatliche Fremdbestimmung und Zentralf&uuml;rsorge ist schwer &uuml;bersehbar und steht im scharfen Kontrast zum angloamerikanischen Ideal vom freien B&uuml;rger.\n<ul>\n<li>Zum einen hat die Bismarcksche Sozialpolitik in ihrer Mischung aus Etatismus und Korporatismus die deutsche Mentalit&auml;t bis heute gepr&auml;gt. Ordnungsdenken und Obrigkeitsfixierung haben dabei die Entwicklung zum Versorgungsstaat bef&ouml;rdert.<\/li>\n<li>Zweitens ist der moderne F&uuml;rsorgestaat ein Ersatz f&uuml;r die verloren gegangene Vaterfigur, die Religion. Frei nach Nietzsche: &bdquo;Gott ist tot. Es lebe Vater Staat.&ldquo;<\/li>\n<li>Drittens: Das Schuld-Trauma des Dritten Reiches hat den Deutschen erstaunlicherweise kein gesundes Misstrauen gegen staatliche Autorit&auml;t, sondern eher ein besonderes Misstrauen gegen die Staatsb&uuml;rger selbst eingeimpft. Und noch erstaunlicher: Eine besondere Skepsis nicht gegen den Sozialismus, sondern gegen die Marktwirtschaft.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dabei war es doch eindeutig der Nationalsozialismus und nicht der Nationalkapitalismus, der die Menschheit in Ungl&uuml;ck und Vernichtungswahn gest&uuml;rzt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/article5809155\/Springer-Chef-fuer-nachhaltige-Steuersenkungen.html\">Die Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So viel Geschichtsverf&auml;lschung, so viel Gro&szlig;mannssucht und so viel ideologisch bornierten Unsinn findet man selten in einer Rede, und die &bdquo;prominenten&ldquo; Zuh&ouml;rer auf dem Neujahrsempfang der Welt-Gruppe d&uuml;rften daher wohlgef&auml;llig geklatscht haben (siehe das Video).<br>\nDer National-&bdquo;Sozialismus&ldquo; habe die Menschheit in Vernichtungswahn gest&uuml;rzt. Sind nicht die Sozialisten und Sozialdemokraten zuerst im Gef&auml;ngnis oder KZ gelandet? Wer, wenn nicht die nationalkonservativen Kapitalisten &agrave; la Hugenberg, Krupp als sp&auml;terer &bdquo;Wehrwirtschaftsf&uuml;hrer&ldquo;, Friedrich Flick oder antisemitische Bankiers haben Hitlers Wahlk&auml;mpfe finanziert und ihm zur Macht geholfen? Wer hat sich denn am Eigentum der umgebrachten Juden bereichert?<br>\nNur 26 Prozent der noch Besch&auml;ftigten w&uuml;rden es vorziehen, sich bei Arbeitslosigkeit selbstst&auml;ndig zu machen, 45 Prozent w&uuml;rden lieber Arbeitslosengeld beantragen. Das &uuml;berrascht den Springer-Chef. Das ist das Perfide an diesen Managertypen, die keinen Tag in ihrem Leben selbstst&auml;ndig waren, sondern sich zwecks Karriere hemmungslos angepasst haben, als Handlanger von Kapitalgebern gelandet sind und dann den Kult der Selbstst&auml;ndigkeit predigen &ndash; wohl wissend, dass sie f&uuml;r unternehmerische Fehlleistungen nie zur Verantwortung gezogen, sondern mit Millionenabfindungen noch belohnt werden.<br>\nW&uuml;rde D&ouml;pfner nur einmal statt in seiner Karosse mit der Berliner U-Bahn fahren, dann w&uuml;rde ihm der &bdquo;Versorgungsstaat&ldquo; und &bdquo;F&uuml;rsorgestaat&ldquo; in seiner brutalen Wirklichkeit begegnen.<br>\nSelbst das Grundgesetz d&uuml;rfen diese Systemver&auml;nderer von oben als &bdquo;Dokument der Selbsteinhegung&ldquo; verunglimpfen.<br>\nNicht ein &bdquo;Exzess zu gro&szlig;er Freiheit&ldquo; habe zur Finanzkrise gef&uuml;hrt, sondern Amerika als einer &bdquo;der am st&auml;rksten regulierten Finanzpl&auml;tze&ldquo;, und in Deutschland waren es nat&uuml;rlich die Landesbanken. D&ouml;pfner leugnet glatt, dass Deregulierung jahrzehntelang die Devise f&uuml;r den US-Finanzmarkt war. War es nicht Alan Greenspan, der eingestehen musste, dass er die F&auml;higkeiten des Marktes &uuml;bersch&auml;tzt hat?. Und dann nat&uuml;rlich der S&uuml;ndenbock &bdquo;Staatsbanken&ldquo;.<br>\nWaren die HRE, die Commerzbank, die IKB Staatsbanken? Waren die Landesbanken nicht die Trottel, die den Investmentbankern hinterherliefen (siehe dazu <a href=\"?p=3510\">&bdquo;Die Landesbanken sind die schlimmsten&ldquo;<\/a>)?<br>\nSteuersenkungen jedenfalls seien das bessere Konjunkturprogramm als Staatsintervention und Subvention. Denn sp&auml;testens seit Hermann Josef Abs w&uuml;ssten wir: &bdquo;Eine Million Steuerzahler verhalten sich vern&uuml;nftiger als eine &ouml;ffentliche Hand&ldquo;. Da hat D&ouml;pfner unfreiwillig Recht: Die Mehrheit der Steuerzahler h&auml;lt n&auml;mlich die Steuersenkungen der schwarz-gelben &ouml;ffentlichen Hand f&uuml;r absolut &bdquo;unvern&uuml;nftig&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Deutschland verliert in Afghanistan dramatisch an Ansehen<\/strong><br>\nFast in ganz Afghanistan ist die Stimmung trotz der anhaltenden Gewalt laut einer Umfrage optimistischer geworden. Doch Deutschlands Ruf hat sich offenbar durch den Luftangriff von Kunduz gr&uuml;ndlich verschlechtert: Im Norden wird die Rolle der Bundeswehr skeptisch beurteilt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,671242,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie auch immer man eine Umfrage in einem Land im Krieg bewerten mag.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Anlageberatung Marke FDP<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_daten\/_multicom\/2010\/01\/08\/100108_1643_f_mei1_fdp_schulden_steuern..._71_4592425.jpg\" alt=\"Anlageberatung Marke FDP\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_multifunktion\/index.php?em_client=fr&amp;em_art=galery&amp;em_loc=3317&amp;em_cnt=1256926&amp;em_page=3\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Schlecker macht Zeitarbeit endlich zu einem Thema; Sch&auml;uble bereitet auf K&uuml;rzungen vor; Falschspiel im Amt; Bundesbanker &uuml;ber &uuml;berzogene Gewinnerwartungen; verschleppte Finanzaufsicht; das Trio Infernale der Rating-Agenturen; der eingebildete Kranke; Was macht die Schweinegrippe; unbesetzte Studienpl&auml;tze auf der langen Bank; Ursula von der Leiharbeit; Springers Welt; Ansehensverlust in Afghanistan. (KR\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4450","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4450","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4450"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4450\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4450"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4450"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4450"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}