{"id":44511,"date":"2018-06-19T11:35:51","date_gmt":"2018-06-19T09:35:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44511"},"modified":"2018-06-21T07:34:19","modified_gmt":"2018-06-21T05:34:19","slug":"eine-ziemlich-belanglose-debatte-um-leistungsbilanzueberschuesse-trump-und-die-deutschen-mit-ihren-exportweltmeister-allueren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44511","title":{"rendered":"Eine ziemlich belanglose Debatte um Leistungsbilanz\u00fcbersch\u00fcsse, Trump und die Deutschen mit ihren Exportweltmeister-All\u00fcren"},"content":{"rendered":"<p>Zurzeit l&auml;uft eine hei&szlig;e Debatte um die Bewertung der Vorst&ouml;&szlig;e von Trump und der USA zu den Handelsbilanz-Ungleichgewichten. Daran haben sich u.a. das Ifo-Institut und das Kieler Institut, die S&uuml;ddeutsche Zeitung und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44442\">Werner R&uuml;gemer auf den NachDenkSeiten<\/a>, <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/06\/trumps-probleme-gibt-es-gar-nicht\/\">Paul Steinhardt von Makroskop<\/a> und <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/06\/leistungsbilanzueberschuesse-arbeitsplaetze-und-die-statistik\/\">heute Heiner Flassbeck<\/a> beteiligt. Ich kann mit dieser Debatte nur begrenzt etwas anfangen. Vieles, was im Zusammenhang mit dem Welthandel wichtig w&auml;re, kommt nicht zur Sprache. Das liegt unter anderem an einem alten Fehler vieler &Ouml;konomen: Sie denken in sogenannten monet&auml;ren Gr&ouml;&szlig;en und bewerten Vorg&auml;nge diesem Denken entsprechend. Schon ihre Sprache &ndash; &bdquo;Au&szlig;enhandels-<strong>&Uuml;bersch&uuml;sse<\/strong>&ldquo; und &bdquo;Au&szlig;enhandels<strong>defizite<\/strong>&ldquo; impliziert eine sachlich nicht berechtigte Wertung. Mit diesem Ph&auml;nomen will ich bei meiner kurzen Analyse der einschl&auml;gigen Debatte beginnen. Zuvor aber eine Anmerkung zu einer Bemerkung von Heiner Flassbeck &uuml;ber Werner R&uuml;gemers Beitrag auf den NachDenkSeiten. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_4333\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-44511-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180620_Eine_ziemlich_belanglose_Debatte_um_Leistungsbilanzueberschuesse_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180620_Eine_ziemlich_belanglose_Debatte_um_Leistungsbilanzueberschuesse_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180620_Eine_ziemlich_belanglose_Debatte_um_Leistungsbilanzueberschuesse_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180620_Eine_ziemlich_belanglose_Debatte_um_Leistungsbilanzueberschuesse_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=44511-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180620_Eine_ziemlich_belanglose_Debatte_um_Leistungsbilanzueberschuesse_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"180620_Eine_ziemlich_belanglose_Debatte_um_Leistungsbilanzueberschuesse_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Das war ein Beitrag des Autors Werner R&uuml;gemer und nicht <strong>der<\/strong> NachDenkSeiten, wie Flassbeck meint. Zumindest die Haltung des Herausgebers der NDS zur Politik der Export&uuml;bersch&uuml;sse hat sich unter dem Eindruck der Ver&ouml;ffentlichungen von Ifo und auch von Werner R&uuml;gemer auf den NachDenkSeiten nicht ver&auml;ndert. Aber unser Medium, die NachDenkSeiten, d&uuml;rfen doch mal eine andere Sicht der Dinge ver&ouml;ffentlichen, ohne dass damit gleich die Abkehr der NachDenkSeiten vom Pfad der Tugend festgestellt wird. Trotz berechtigter Kritik am Text von Werner R&uuml;gemer bleibt anzumerken, dass er auf einige Aspekte hinweist, die bei der Beurteilung des Gesamtkomplexes durchaus zu beachten w&auml;ren. <\/p><p>Der Beitrag von R&uuml;gemer mit der Grundthese, es g&auml;be kein Handelsdefizit der USA gegen&uuml;ber der EU, wird von Flassbeck als ein Angriff auf die von ihm schon oft formulierte Kritik an Deutschlands Politik dauernder Export&uuml;bersch&uuml;sse gewertet. Diese Kritik und die damit zum Ausdruck kommende Sorge teile ich &ndash; &uuml;brigens schon seit &uuml;ber 20 Jahren und in meiner fr&uuml;heren Funktion als Redenschreiber des deutschen Bundeswirtschaftsministers Professor Dr. Karl Schiller auch schon im Jahre 1969, als der deutsche Bundeskanzler Kiesinger auf Dr&auml;ngen des Bundesfinanzministers Strau&szlig; eine solche Politik durchsetzen wollte und Schiller die Aufwertung der D-Mark betrieb &ndash; also das, was wir auf andere Weise heute von der deutschen Bundesregierung verlangen. <\/p><p>Die nun seit l&auml;ngerem  von Merkel, Scholz und Sch&auml;uble, und von Merkel und Steinbr&uuml;ck betriebene Au&szlig;enhandels&uuml;berschuss-Politik und der damit verbundene Export von Arbeitslosigkeit hat verheerende Folgen f&uuml;r Europa. Ich habe mich in den letzten Monaten in einigen L&auml;ndern S&uuml;d- und S&uuml;dosteuropas umgesehen und umgeh&ouml;rt. Die dort grassierende Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit f&uuml;hrt vor allem bei jungen Leuten zugleich zu Aggression wie auch zu einer fr&uuml;hen Abrechnung mit und Abwendung von Politik und Demokratie. Unsere Bundeskanzlerin hat offensichtlich keine Ahnung davon, was sie mit ihrer Export&uuml;berschuss-Politik anrichtet. Oder es interessiert sie nicht.<\/p><p>Diese Einsch&auml;tzung und diese Sorge teilt auch Heiner Flassbeck. Im Text von Werner R&uuml;gemer geht das unter. Wenn man es kritisch formulieren will: indem Werner R&uuml;gemer das &bdquo;US-Handelsdefizit&ldquo; relativiert, ja sogar als Fake bezeichnet, rechtfertigt er implizit zugleich die deutsche Politik permanenter Export&uuml;bersch&uuml;sse. Das ist der Stein des Ansto&szlig;es. Zu Recht.<\/p><p>Anders als die s&uuml;deurop&auml;ischen und s&uuml;dosteurop&auml;ischen Partner k&ouml;nnen die USA um vieles gelassener auf den deutschen Wahn der Export&uuml;bersch&uuml;sse schauen. Das hat mit der eingangs erw&auml;hnten Betrachtung zu tun. Wenn die USA die Vorg&auml;nge nicht durch die Brille der monet&auml;ren Betrachtung analysieren und bewerten und stattdessen fragen, was die andauernden Export&uuml;bersch&uuml;sse bei einer g&uuml;terwirtschaftlichen Betrachtung f&uuml;r die USA bedeuten, dann f&auml;llt die Bewertung ganz anders aus. Um dies zu erl&auml;utern, begebe ich mich in die Rolle des US-amerikanischen Pr&auml;sidenten.<\/p><p><strong>Wenn ich amerikanischer Pr&auml;sident w&auml;re, dann w&uuml;rde ich die Geschichte der Leistungsbilanzsituation der USA im Verh&auml;ltnis zu China, zu Europa und speziell zu Deutschland meinen W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern in den USA ganz anders erz&auml;hlen. Etwa so:<\/strong><\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Chinesen und die Europ&auml;er, insbesondere die Deutschen, sind ganz sch&ouml;n doof. Sie r&uuml;hmen sich des Handelsbilanz&uuml;berschusses, sie nennen sich Exportweltmeister und klopfen sich dabei so laut auf die Schultern, dass man es im letzten Winkel Europas und der Welt h&ouml;rt und vernimmt, was f&uuml;r gro&szlig;artige Experten da auf der Regierungsbank sitzen. Sie exportieren mehr G&uuml;ter an uns, als sie von uns importieren. Wir haben also mehr G&uuml;ter zur Verf&uuml;gung, als wir mit eigenen Ressourcen produzieren. Der Rest wird von den Deutschen produziert, daf&uuml;r setzen sie Arbeitskr&auml;fte und Maschinen ein, und wir fahren dann mit den von ihnen produzierten Autos durch die Gegend. <\/p>\n<p>Wir leben &uuml;ber unsere Verh&auml;ltnisse &ndash; so k&ouml;nnte man sagen &ndash;, und die Deutschen leben unter ihren Verh&auml;ltnissen. Und darauf sind sie auch noch stolz. Und genau das muss man als Zeichen h&ouml;chster Dummheit werten. &Uuml;brigens haben die Deutschen das auch dadurch geschafft, dass sie eine sogenannte Agenda 2010 verabschiedet haben. Der Regierungschef, der diese Daumenschraube bei den Arbeitern und Angestellten Deutschlands angesetzt hat, er hie&szlig; Schr&ouml;der, war auch noch stolz auf sein vollbrachtes Werk. Er r&uuml;hmte sich dessen, den besten Niedriglohnsektor der Welt geschaffen zu haben.<\/p>\n<p>Mit den niedrigen L&ouml;hnen haben sie ihre Nachbarn und auch den USA kr&auml;ftig Konkurrenz gemacht. Sie haben, so sagen auch deutsche &Ouml;konomen mit Recht, Arbeitslosigkeit exportiert. Aber das gelingt eben nur dann, wenn die betroffenen Nationen nichts gegen diese Arbeitslosigkeit tun. Manche der Partner der Deutschen in Europa k&ouml;nnen dagegen nichts tun, weil ihre Volkswirtschaften klein und ihre finanziellen M&ouml;glichkeiten als Staat gering sind. Das gilt aber nicht f&uuml;r uns, die Vereinigten Staaten von Amerika. Hierzulande k&ouml;nnen und werden wir auf dem Binnenmarkt vermehrt staatliche Nachfrage schaffen, um den deutschen Export von Arbeitslosigkeit auszugleichen und damit zu kontern. Diese staatlichen Investitionen sind im &Uuml;brigen in der Sache n&ouml;tig, weil wir damit unsere teilweise marode Infrastruktur verbessern. Die Ma&szlig;nahmen zur St&auml;rkung des Binnenmarktes m&uuml;ssen so angelegt sein, dass davon auch die Industriearbeiter profitieren, die unter der Exportst&auml;rke der Deutschen und anderer Europ&auml;er leiden.<\/p>\n<p>Die Statistiken zeigen &uuml;brigens, dass die Deutschen trotz des systematisch betriebenen Exports von Arbeitslosigkeit nicht besonders erfolgreich sind. Sie haben viele Arbeitslosen versteckt. Alles k&ouml;nnen Sie nicht verstecken. So ist zum Beispiel der Anteil der &auml;lteren Menschen &uuml;ber 50 unter den Langzeitarbeitslosen in Deutschland besonders hoch.<\/p>\n<p>Die L&ouml;hne in Deutschland sind nicht sonderlich stark gestiegen. Die Gewinne aber schon. Da B&uuml;rger, Finanzgruppen und Firmen der USA in Deutschland Eigent&uuml;mer oder Anteilseigner wichtiger Unternehmen sind, profitieren die USA auf diese Weise von dieser besonderen deutschen Politik zulasten ihrer Arbeitnehmerschaft. Bei niedrigen L&ouml;hnen bleibt viel f&uuml;r Gewinne, f&uuml;r Dividenden und andere Formen der Gewinnbeteiligung. Es bleibt damit auch mehr f&uuml;r uns.<\/p>\n<p>Die Gewinne US-amerikanischer Firmen in Deutschland wie auch in anderen Teilen Europas und in der Welt sind auch deshalb besonders hoch, weil viele der dort t&auml;tigen Unternehmen &ndash; denken Sie an Microsoft, Amazon und Facebook &ndash; monopolartige Bastionen erobert haben und deshalb einen besonders hohen Gewinnanteil abgreifen. Davon reden wir nat&uuml;rlich bei unseren Attacken auf die europ&auml;ischen Regierungen und ihre Handelspolitik nicht. Monopolgewinne sind die stille Beteiligung unseres Landes an den Leistungen der niedrig bezahlten europ&auml;ischen Arbeitnehmerschaft. Ich habe &uuml;brigens die Debatte &uuml;ber den unfairen Handel der Europ&auml;er mit uns auch deshalb so laut gef&uuml;hrt, um von diesen Nachteilen der Europ&auml;er und vor allem ihrer Arbeitnehmerschaft abzulenken. <\/p>\n<p>Also, mein Fazit: beklagen wir weiter lautstark, die Deutschen lebten mit Hilfe ihrer Handelsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse auf unsere Kosten; dass wir bei Betrachtung in real terms recht zufrieden sein k&ouml;nnen, behalten wir bei uns. In der jetzigen Situation werden Wohlstand und Ressourcen &uuml;ber den Atlantik transferiert.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>So viel zu des US-amerikanischen Pr&auml;sidenten (fiktiver) welfare&ouml;konomischen, d. h. real &ouml;konomischen Betrachtung des Geschehens.<\/p><p>Zu einer der vom fiktiven Trump ge&auml;u&szlig;erten M&ouml;glichkeiten zur Binnenmarktreaktion des Exportdefizitlandes findet sich eine zustimmende Einlassung im Text von Heiner Flassbeck, gefettet von mir:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Man kann das, was bei einem Leistungsbilanz&uuml;berschuss geschieht, auch in Form unserer gesamtwirtschaftlichen Finanzierungssalden interpretieren: Das &Uuml;berschussland entzieht dem Defizitland Nachfrage, was wie ein zus&auml;tzliches Sparen eines Sektors (hier des Sektors Ausland) wirkt. <strong>Das muss, um einen gesamtwirtschaftlichen R&uuml;ckschlag und steigende Arbeitslosigkeit auszugleichen, von anderen Sektoren (im Zweifel vom Staat) durch eine h&ouml;here kreditfinanzierte Nachfrage ausgeglichen werden<\/strong>, um eine Rezession zu verhindern.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Ein anderer, von Heiner Flassbeck sehr affirmativ vorgetragener Gedanke wird aus meiner Sicht deutlich relativiert, wenn man in real terms zu denken gelernt hat. Ich zitiere, wieder gefettet von mir:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;&Uuml;bersch&uuml;sse im Au&szlig;enhandel, wir haben das schon oft erkl&auml;rt, bringen einen <strong>Nettogewinn<\/strong> an Arbeitspl&auml;tzen und <strong>Einkommen<\/strong> f&uuml;r das &Uuml;berschussland. Das ist vollkommen unbestreitbar, wenn man den Boden der menschlichen Logik nicht verl&auml;sst. Ich habe das unter anderem <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2015\/02\/ein-leser-aus-kiel-schreibt-an-das-kieler-institut-fuer-weltwirtschaft-ifw-und-bekommt-eine-erstaunliche-antwort\/\">hier<\/a> erkl&auml;rt und will den Kern der &Uuml;berlegung nur kurz wiederholen. <strong>Wer mehr G&uuml;ter verkauft als er selbst kauft, hat, wie jedes Unternehmen in dieser Situation, einen Gewinn gemacht, der seine wirtschaftliche Situation unmittelbar verbessert.<\/strong> Derjenige, der weniger verkauft, als er selbst kauft, muss, um dieses Defizit &uuml;berhaupt darstellen zu k&ouml;nnen, einen Kredit aufnehmen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Wer mehr G&uuml;ter verkauft, als er selbst kauft, hat aus meiner Sicht volkswirtschaftlich betrachtet keinen Nettogewinn. Eine solche Volkswirtschaft lebt unter ihren Verh&auml;ltnissen.<\/p><p>Heiner Flassbeck hat in seiner Bemerkung die Frage nach der Verteilung des von ihm festgestellten Nettogewinns nicht gestellt, anders als der fiktive US-Pr&auml;sident. Dieser sieht einen Vorteil auch f&uuml;r sein Land, weil in Deutschland die Entwicklung des Anteils der Lohnabh&auml;ngigen um vieles geringer ausgefallen sein d&uuml;rfte als der Anteil der Kapitaleigner.<\/p><p><strong>Andere wichtige Fragen im Zusammenhang mit dem Welthandel und der wirtschaftlichen internationalen Zusammenarbeit, die in der aktuellen Debatte nicht behandelt oder ausgesprochen ungen&uuml;gend behandelt werden:<\/strong><\/p><ul>\n<li>Decken die Preise der exportierten G&uuml;ter in der Regel alle Kosten ab, die dem exportierenden Land und den dort arbeitenden Menschen entstanden sind? Der Export wird schon im Falle Deutschlands durch den Wegfall der Mehrwertsteuer subventioniert. Das widerspricht den &uuml;blichen Vorstellungen von der optimalen allokativen Wirkung des Marktes, interessiert aber in der &ouml;ffentlichen Debatte nicht<\/li>\n<li>Sind in den Preisen der international gehandelten Waren die externen Kosten enthalten, die der Transport dieser Waren im Luftverkehr, im Stra&szlig;enverkehr oder auf den Weltmeeren verursachen? Vermutlich nicht ann&auml;hernd.<\/li>\n<li>Sollten wir nicht sehr viel mehr &uuml;ber die Regionalisierung der Produktion von Waren und Dienstleistungen nachdenken als &uuml;ber eine Erleichterung des Welthandels?<\/li>\n<li>Zusammenfassend: Was w&auml;ren die national und international zu setzenden Rahmenbedingungen, w&uuml;rde man eine optimale Allokation der Ressourcen anstreben?<\/li>\n<li>Wie gehen wir mit den Monopolen und Oligopolen um?<\/li>\n<\/ul><p>Ohne Zweifel g&auml;be es noch sehr viel mehr Fragen, die im Zusammenhang mit Welthandel und Freihandel besprochen werden m&uuml;ssten. Die Debatte um Defizite und &Uuml;bersch&uuml;sse von Leistungsbilanzen ist nur ein Teil davon.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zurzeit l&auml;uft eine hei&szlig;e Debatte um die Bewertung der Vorst&ouml;&szlig;e von Trump und der USA zu den Handelsbilanz-Ungleichgewichten. Daran haben sich u.a. das Ifo-Institut und das Kieler Institut, die S&uuml;ddeutsche Zeitung und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44442\">Werner R&uuml;gemer auf den NachDenkSeiten<\/a>, <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/06\/trumps-probleme-gibt-es-gar-nicht\/\">Paul Steinhardt von Makroskop<\/a> und <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/06\/leistungsbilanzueberschuesse-arbeitsplaetze-und-die-statistik\/\">heute Heiner Flassbeck<\/a> beteiligt. 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