{"id":4456,"date":"2010-01-14T09:11:26","date_gmt":"2010-01-14T08:11:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4456"},"modified":"2010-01-14T09:11:26","modified_gmt":"2010-01-14T08:11:26","slug":"hinweise-des-tages-1058","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4456","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Personalpolitik im Gesundheitsministerium, der Dreht&uuml;reffekt, F&uuml;nf Jahre Hartz IV, Agenda 2010, Polemik gegen Hartz IV Kinder, Zeitarbeit, Studentischer Dachverband entt&auml;uscht von Bundesregierung, warum h&ouml;here L&ouml;hne dringend n&ouml;tig sind, Investitionensprogramme statt, Steuersenkungen, Rezession, Statistischer &Uuml;berhang, pensionierte Beamte sollen der Justiz helfen, Bahn, Bonussteuer, Wallstreet behindert Reformen, Vertraulichkeitsklausel beim Impstoff-Vertrag, Sexobjekt Kind, deutsche S&ouml;ldner als Handlanger des Todes. (RS\/AM\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Pesonalpolitik im Gesundheitsministerium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Vom Umweltaktivisten zum Wirtschaftslobbyisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">F&uuml;nf Jahre Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">&ldquo;Agenda 2010 &ndash; Das Ende des Sozialstaats?&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Polemik gegen Hartz IV-Kinder: Klassenkampf der Bildungsb&uuml;rger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Zeitarbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Studentischer Dachverband entt&auml;uscht von Bundesregierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Robert von Heusinger: Warum h&ouml;here L&ouml;hne dringend n&ouml;tig sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Investitionsprogramme statt Steuersenkungen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Deutschland erlebte 2009 st&auml;rkste Rezession der Nachkriegszeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Statistischer &Uuml;berhang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Erfahrung rostet nicht: K&uuml;nftig sollen pensionierte Beamte der &uuml;berlasteten Justiz helfen.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Bahn mit Winterwetter &uuml;berfordert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Bonussteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Wie die Wallstreet Reformen verhindert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Regierung: Vertrag mit GlaxoSmithKline f&auml;llt unter Vertraulichkeitsklausel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Sexobjekt Kind: Dossier und Video zur Sendung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Franz Hutsch: Exportschlager Tod. Deutsche S&ouml;ldner als Handlanger des Krieges<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4456&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Pesonalpolitik im Gesundheitsministerium<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>R&ouml;slers Privatsache<\/strong><br>\nDer Beschluss des FDP-Politikers, einen Spitzenmanager des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV) zum Leiter seiner Grundsatzabteilung zu machen, sei &ldquo;an Dreistigkeit kaum zu &uuml;bertreffen&rdquo;, sagte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach der Frankfurter Rundschau. Die FDP steht der PKV traditionell sehr nahe und hat bei den j&uuml;ngsten Koalitionsverhandlungen auch daf&uuml;r gesorgt, dass ihr eine Art Bestandsgarantie zugesichert wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2202257_Personalpolitik-im-Gesundheitsministerium-Roeslers-Privatsache.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> &bdquo;Bestandsgarantie&ldquo;? Gibt es auch f&uuml;r die gesetzlichen Krankenkassen und ihre Kunden eine &bdquo;Bestandsgarantie&ldquo;? Ach, richtig, da hei&szlig;t es nicht &bdquo;Bestandgarantie&ldquo;, sondern &bdquo;Besitzstandswahrung&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wirbel um &laquo;Lobbyisten&raquo; im Gesundheitsministerium<\/strong><br>\nEine Personalentscheidung von Gesundheitsminister Philipp R&ouml;sler (FDP) sorgt f&uuml;r Wirbel &ndash; und Unmut bei der Opposition. Es geht um die Berufung des bisherigen Spitzenmanagers des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV), Christian Weber, zum Abteilungsleiter f&uuml;r Grundsatzfragen. In dieser Funktion soll sich der 53-J&auml;hrige k&uuml;nftig mit der schrittweisen Umstellung der beitragsfinanzierten gesetzlichen Krankenversicherung auf Pr&auml;mien und der Reform der Pflegeversicherung befassen. Weber ist Nachfolger von Franz Knieps, den die vorige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) von der AOK ins Amt geholt hatte. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach &auml;u&szlig;erte Kritik: die Entscheidung R&ouml;slers sei &laquo;an Dreistigkeit kaum zu &uuml;bertreffen&raquo;, sagte er der &laquo;Frankfurter Rundschau&raquo; (Mittwoch). Von einem &laquo;schlechten Signal&raquo;, sprach die Vorsitzende des Bundestags- Gesundheitsausschusses, Carola Reimann (SPD). Biggi Bender, Gesundheitspolitikerin in der Gr&uuml;nen- Bundestagsfraktion, kritisierte: &laquo;Da wird der Bock zum G&auml;rtner gemacht.&raquo; Der Chef der Arbeitnehmergruppe der CDU\/CSU- Bundestagsfraktion, Peter Wei&szlig;, sagte: &laquo;Das zeigt, wie gro&szlig; die Personalnot bei der FDP ist&raquo;. Er hoffe, dass Weber &laquo;sich nicht als verl&auml;ngerter Arm seines bisherigen Arbeitgebers auff&uuml;hrt&raquo;. R&ouml;sler plant die Einf&uuml;hrung einer einkommensunabh&auml;ngigen Gesundheitspr&auml;mie f&uuml;r die Besch&auml;ftigten. F&uuml;r Geringverdiener will er einen sozialen Ausgleich aus Steuermitteln. Widerstand gegen eine Kopfpauschale haben vor allem Oppositionsparteien, gesetzliche Krankenkassen, Gewerkschaften und Sozialverb&auml;nde angek&uuml;ndigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.krankenkassen.de\/dpa\/165130.html\">Krankenkassen-Newsticker<\/a><\/li>\n<li><strong>Gesundheitsminister R&ouml;sler wehrt sich gegen Vorwurf der Klientelpolitik: &bdquo;Die Wahrheit ist st&auml;rker als die L&uuml;ge, nur nicht so laut und nicht so schnell&ldquo;<\/strong><br>\nDer FDP-Politiker Philip R&ouml;sler attackiert Kritiker seiner Partei. Ziel seiner Politik sei eine gerechtere Gestaltung des Gesundheitssystems, sagte der Bundesgesundheitsminister.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/interview\/1103009\/\">Deutschlandradio Kultur (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2010\/01\/12\/drk_20100112_0750_82bcd5cf.mp3\">Deutschlandradio Kultur [Podcast\/MP3]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Vom Umweltaktivisten zum Wirtschaftslobbyisten<\/strong><br>\nGr&uuml;nen-Ikone JOSCHKA FISCHER, in der rot-gr&uuml;nen Regierung von Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der (SPD) Au&szlig;enminister und Vizekanzler, zog sich nach der Bundestagswahl 2005 aus der Politik zur&uuml;ck &hellip;<br>\nInzwischen hat er Vertr&auml;ge mit Siemens, BMW und dem Energiekonzern RWE, den er beim Bau der Gas-Pipeline Nabucco ber&auml;t.<br>\nMehr als zehn Jahre lang war REZZO SCHLAUCH f&uuml;r die Gr&uuml;nen im Bundestag &hellip;<br>\nKritisiert wurde er wegen seines Sitzes im Beirat des Energieunternehmens EnBW, das mehrere Atomkraftwerke betreibt.<br>\nAnfang 2007 tauschte der Bundestagsabgeordnete MATTHIAS BERNINGER Gesetzestexte gegen Schoko-Riegel und wechselte zum US-Nahrungsmittelkonzern Mars.<br>\nZumindest Spott erntete die ehemalige Gr&uuml;nen-Vorsitzende GUNDA R&Ouml;STEL im Jahr 2000 bei ihrem Wechsel in die Wirtschaft. Sie ging zur Gelsenwasser AG, damals eine Tochterfirma des E.ON-Konzerns, der als Betreiber mehrerer Atomkraftwerke nicht gerade als erste Adresse f&uuml;r eine gr&uuml;ne Politikerin galt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rnz.de\/hp_sonderthema\/00_20100113161000_Vom_Umweltaktivisten_zum_Wirtschaftslobbyisten.php\">Rhein-Neckar-Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nichts Neues, aber diese G&auml;nge durch die &bdquo;Dreht&uuml;r&ldquo; der Gr&uuml;nen-Politiker sollten auch nicht in Vergessenheit geraten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>F&uuml;nf Jahre Hartz IV<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Hartz IV wird zur Grundsatzentscheidung<\/strong><br>\nAuch verfassungsrechtlich arbeiten Papier und seine Richterkollegen an dem gro&szlig;en Wurf: Sie &uuml;berraschten in der Verhandlung mit der Ank&uuml;ndigung, dass sie die Vorschriften nicht nur am Gleichheitsgebot messen wollen, sondern auch am wesentlich breiteren Ma&szlig;stab der Menschenw&uuml;rde des Artikels 1 des Grundgesetzes. Es geh&ouml;rt zur st&auml;ndigen Rechtsprechung, dass das Grundgesetz den Staat verpflichtet, seinen B&uuml;rgern durch Sozialleistungen die Mindestvoraussetzungen f&uuml;r ein menschenw&uuml;rdiges Dasein zu sichern. Doch was das genau umfassen soll, hat das Bundesverfassungsgericht bisher noch nicht eindeutig gekl&auml;rt. Das soll sich mit Hartz IV nun &auml;ndern: Zum ersten Mal besch&auml;ftigten sich die Richter sowohl mit dem sachlichen Gehalt des Existenzminimums als auch mit dem Inhalt und den Grenzen des gesetzgeberischen Ermessens bei der Gestaltung von Sozialleistungen, betonte Gerichtspr&auml;sident Papier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44\/Doc~E68677DCA4B1D4426872A8B1FB8963F46~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlenews\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es w&uuml;rde mich sehr wundern, wenn der Pr&auml;sident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-J&uuml;rgen Papier, sich vom Saulus zum Paulus gewandelt h&auml;tte. Es ist noch nicht lange her, da lie&szlig; er sich so ein: Die Grundlagen unserer Verfassung basieren auf dem Prinzip der Eigenverantwortung&ldquo; und <a href=\"?p=1356\">&bdquo;das Sozialstaatsprinzip des Grundgesetzes bel&auml;sst dem Gesetzgeber einen weiten Gestaltungsspielraum&ldquo;<\/a>. Siehe auch <a href=\"?p=3321\">&bdquo;H&ouml;chster Richter fordert Schuldenverbot&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gabriel will &Auml;ltere bei Hartz IV schonen<\/strong><br>\nDer SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel strebt deutliche Korrekturen der rot-gr&uuml;nen Arbeitsmarktreformen an. &ldquo;Ich denke, dass wir das Schonverm&ouml;gen f&uuml;r &auml;ltere Arbeitslose noch st&auml;rker sch&uuml;tzen m&uuml;ssen&rdquo;, sagte er der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo; (Mittwoch). &ldquo;Warum darf jemand, der 30 Jahre lang gearbeitet hat, im Fall der Arbeitslosigkeit nicht das behalten, was er f&uuml;r das Alter angespart hat, zum Beispiel seine Lebensversicherung?&rdquo; Damit geht Gabriel &uuml;ber die Pl&auml;ne der schwarz-gelben Bundesregierung zum Schonverm&ouml;gen von Arbeitslosen hinaus. Bislang m&uuml;ssen Langzeitarbeitslose ihren Lebensunterhalt zun&auml;chst aus ihrem Verm&ouml;gen bestreiten, bevor sie staatliche Unterst&uuml;tzung erhalten. Sie d&uuml;rfen nur einen Betrag von 250 Euro Verm&ouml;gen pro Lebensjahr behalten. Die Bundesregierung will diesen Satz auf 750 Euro erh&ouml;hen und ihn bei dieser Summe deckeln.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.finanznachrichten.de\/nachrichten-2010-01\/15879830-gabriel-will-aeltere-bei-hartz-iv-staerker-schonen-016.htm\">Finanznachrichten<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/677\/499949\/text\/print.html\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><strong>Arbeitsmarktreform besser als ihr Ruf &ndash; Experte betont positive Auswirkungen<\/strong><br>\nTrotz der &ouml;ffentlichen Kritik an der Arbeitsmarktreform sieht Hilmar Schneider, Direktor f&uuml;r Arbeitsmarktpolitik am Institut zur Zukunft der Arbeit in Bonn, positive Effekte. Seit 2006 sei die Arbeitslosigkeit &ldquo;unglaublich stark&rdquo; zur&uuml;ckgegangen ist, da die Fr&uuml;hverrentung eingeschr&auml;nkt worden sei. Hartz IV verhindere au&szlig;erdem, dass viele Menschen in die Langzeitarbeitslosigkeit abdrifteten.<br>\nSchneider: Wir beobachten ja seit etwa 2006, dass die Arbeitslosigkeit unglaublich stark zur&uuml;ckgegangen ist.<br>\n(&hellip;)<br>\nArmbr&uuml;ster (Moderator): Aber Hartz IV hat doch auch Millionen von Familien in die Armut getrieben?<br>\nSchneider: Das stimmt in diesem Sinne nicht. Hartz IV hat daf&uuml;r gesorgt, dass der Druck, der auf die Betroffenen ausge&uuml;bt wird, zugenommen hat und das ist nat&uuml;rlich eine Sache, die keinen Spa&szlig; macht. Das hat aber gleichzeitig dazu gef&uuml;hrt, dass vielen damit klar gemacht worden ist, wir haben im Prinzip ja nur noch zw&ouml;lf Monate Zeit, bis sie praktisch auf Sozialhilfeniveau angewiesen sind, und hat diesen Menschen klar gemacht, dass sie sich so schnell wie m&ouml;glich einen neuen Job suchen m&uuml;ssen. Fr&uuml;her war es so, dass praktisch jeder zweite, der seinen Job verloren hat, in die Langzeitarbeitslosigkeit abgeglitten ist. Heute ist es nur noch jeder zehnte und das zeigt sehr deutlich, dass dieser Druck, so unangenehm wie er ist, auch daf&uuml;r gesorgt hat, die Menschen davor zu bewahren, in die Langzeitarbeitslosigkeit abzudriften.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1103923\/\">Deutschlandradio (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2010\/01\/12\/dlf_20100112_2326_269e3bdf.mp3\">Deutschlandradio (Audio-Podcast)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Bei den diversen Studien und Artikeln &uuml;ber die mangelhaften Erfolge der Hartz-IV-Reform muss das Deutschlandradio auch noch etwas machen und findet genau den richtigen Experten. Das &bdquo;Forschungsinstitut&ldquo; IZA ist ein Sammelbecken einschl&auml;giger Arbeitgeberlobbyisten, Politiker und Aktivisten der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Der arbeitsmarktpolitische Direktor Hilmar Schneider wollte vor ein paar Jahren mal Arbeitslose versteigern lassen, um die Kosten f&uuml;r Sozialtransfers gegenfinanzieren zu lassen. Er ist ein knallharter Arbeitgeberlobbyist und die H&ouml;rerinnen und H&ouml;rer erfahren davon NICHTS.<br>\nEin ungen&uuml;gend informierter Radiomoderator hakt nicht ausreichend nach und entschuldigt sich noch daf&uuml;r, seinen Gespr&auml;chspartner zu unterbrechen und eine Frage zu stellen, die kritsch gemeint sein soll.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kommentar: Niedrigl&ouml;hne, Hartz IV und Zeitarbeit sind ein Segen<\/strong><br>\nArbeitsmarktreformen haben den Arbeitsmarkt krisenfest gemacht. Zwar ist der Druck auf den Einzelnen gewachsen, auch schlecht bezahlte Arbeit anzunehmen. Aber: Arbeit ist ein Wert f&uuml;r sich. Menschen, die arbeiten, sind gl&uuml;cklicher als Menschen, die arbeitslos sind. Selbst wenn es nur ein Ein-Euro-Job ist &ndash; sie werden wieder gebraucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article5837470\/Niedrigloehne-Hartz-IV-und-Zeitarbeit-sind-ein-Segen.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Das &uuml;bliche Sammelsurium oller Kamellen &ndash; von der Springer-Presse nichts anders zu erwarten (zu dem wahren &bdquo;Segen&ldquo;, <a href=\"?p=4454#h22\">siehe den gestrigen Hinweis<\/a>). Man m&uuml;sste fast jede Zeile kommentieren, ich belasse es aber bei einer: &bdquo;Arbeit ist ein Wert f&uuml;r sich.  Menschen, die arbeiten, sind gl&uuml;cklicher als Menschen, die arbeitslos sind. Selbst wenn es nur ein Ein-Euro-Job ist&hellip;&ldquo;. Das Arbeit zum eigenen Wohlstand f&uuml;hren soll, gilt offenbar nicht mehr. Man k&ouml;nnte es auch so sagen: Arbeit macht frei.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nachtrag zum Nachtrag: <a href=\"?p=4452\">&bdquo;Vergessene Nebenwirkungen von Hartz IV&ldquo;<\/a><\/strong><br>\nDort Nr.4 zu einem uns&auml;glichen Kommentar von <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/die-motivationsbremse\/\">Hannes Koch zu Hartz IV<\/a>. Schauen Sie sich die Kommentare an. Von den &uuml;ber 130 Kommentaren zu diesem Thema in der TAZ sind ca. 95 % anderer Meinung als Koch. Bemerkenswert. Das Volk tickt klarer als die Multiplikatoren.<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&ldquo;Agenda 2010 &ndash; Das Ende des Sozialstaats?&rdquo;<\/strong><br>\nAnne Gesthuysen diskutiert in der PHOENIX Runde mit Heinrich Alt (Vorstandsmitglied der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit), J&uuml;rgen Borchert (Sozialrichter), Klaus Brandner (SPD), Prof. Helga Spindler (Arbeits- und Sozialexpertin, Universit&auml;t Duisburg&ndash;Essen).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.phoenix.de\/sixcms\/detail.php?id=283284&amp;template=d_ph_videostream_popup&amp;format=4&amp;transfer=2\">Videostream: Phoenix Runde vom 12.012010<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Endlich einmal eine Besetzung, die eine wirkliche Kontroverse erm&ouml;glichte. Ganz im Gegensatz zur gestrigen Sendung &bdquo;Menschen bei Maischberger&ldquo;. Das Video sollte man sich ansehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Polemik gegen Hartz IV-Kinder: Klassenkampf der Bildungsb&uuml;rger<\/strong><br>\nPublizisten greifen in der Schulreform-Debatte &ldquo;Hartz-IV-Kinder&rdquo; an: Bildung sei f&uuml;r sie &ldquo;objektiv wertlos&rdquo;. Man muss den Satz entschachteln, um seine Sprengkraft zur Geltung zu bringen. Da steht: Ihr Hartz-IV-Empf&auml;nger, f&uuml;r die Bildung objektiv wertlos ist, mit euren Kindern wollen wir nix zu tun haben! Nur das Gepl&auml;rr von Sonderlingen? Nein, ein neues Gesellschaftsbild.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wissen\/artikel\/1\/klassenkampf-der-bildungsbuerger\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Hier ein NDS-Beitrag von 2007 &uuml;ber die <a href=\"?p=2319\">Fr&uuml;hselektion der Kinder<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Zeitarbeit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>OECD-Indikator: Zeitarbeit &ndash; ein deutsches Drama<\/strong><br>\nZeitarbeiter sind in Deutschland im internationalen Vergleich besonders schlecht gesch&uuml;tzt. Darauf weist die OECD angesichts der Debatte &uuml;ber den Missbrauch der Leiharbeit bei der Drogeriekette Schlecker hin.<br>\n&ldquo;International f&auml;llt Deutschland durch eine Zweiklassen-Gesellschaft am Arbeitsmarkt auf&rdquo;, sagte der Sprecher der OECD in Deutschland, Matthias Rumpf, der Frankfurter Rundschau. Laut einem OECD-Indikator geh&ouml;rt die Bundesrepublik beim K&uuml;ndigungsschutz der Festangestellten zu den drei Mitgliedsl&auml;ndern mit dem h&ouml;chsten Niveau.<br>\nBei den Zeitarbeitern und befristet Besch&auml;ftigten rangiert sie dagegen im Vergleich der 30 OECD-Mitglieder in der unteren H&auml;lfte. Diese Unterschiede beim K&uuml;ndigungsschutz wirken sich besonders drastisch im Abschwung aus, wenn sich Entlassungen h&auml;ufen. &ldquo;In der Bundesrepublik m&uuml;ssen die Besch&auml;ftigten ohne Festanstellung mehr noch als in anderen L&auml;ndern die Hauptlast der Krise tragen&rdquo;, so Rumpf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2202262_OECD-Indikator-Zeitarbeit-ein-deutsches-Drama.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Berlin: Zeitarbeitsfirmen bundesweit &uuml;berpr&uuml;fen<\/strong><br>\nNach den Dumpinglohn-Vorw&uuml;rfen gegen die Drogeriekette Schlecker fordert Berlins Arbeitssenatorin Carola Bluhm (Linke) eine bundesweite &Uuml;berpr&uuml;fung der Zeitarbeitsfirmen, die Tarifvertr&auml;ge mit den christlichen Gewerkschaften haben. Andernfalls entgingen den Sozialkassen Beitr&auml;ge von bis zu 500 Millionen Euro j&auml;hrlich, sagte Bluhm der Deutschen Presse-Agentur dpa. &laquo;Wir haben Frau von der Leyen schon im Dezember aufgefordert, t&auml;tig zu werden.&raquo; Das Arbeitsgericht Berlin-Brandenburg hatte zuvor den christlichen Gewerkschaften die Tariff&auml;higkeit f&uuml;r die Branche abgesprochen. Die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts als letzter Instanz steht noch aus. &laquo;Mit einer Betriebspr&uuml;fung k&ouml;nnte man bis zu dem Urteil die Verj&auml;hrung hemmen und die Anspr&uuml;che sichern&raquo;, sagte Bluhm. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) m&uuml;sse die Pr&uuml;fung durch die Deutsche Rentenversicherung endlich ansto&szlig;en, forderte Bluhm. Andernfalls verj&auml;hrten Anspr&uuml;che der Sozialversicherungen nach vier Jahren. Dies sei f&uuml;r die Jahre 2003, 2004 und 2005 schon eingetreten. &laquo;Wir diskutieren immer sehr viel &uuml;ber den Missbrauch&raquo;, sagte Bluhm. &laquo;Hier geht es um das vorausschauende Handeln, um gr&ouml;&szlig;ere Geldbetr&auml;ge zu sichern f&uuml;r die Versicherten und die Steuerzahler.&raquo; Die Drogeriekette Schlecker war in die Kritik geraten, weil sie Besch&auml;ftigte entlassen und dann als Zeitarbeiter zu niedrigeren L&ouml;hnen wieder eingestellt haben soll. Schlecker h&auml;lt die Vorw&uuml;rfe f&uuml;r nicht nachvollziehbar. Bluhm sagte: &laquo;Wenn zu geringe L&ouml;hne gezahlt werden, dann auch zu geringe Sozialabgaben. Und die Wahrung der Anspr&uuml;che der Versicherten ist eine entscheidende Aufgabe des Bundesministeriums.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arbeitsrecht.de\/arbeitsrecht\/ticker\/ticker.php?ID=1271660545&amp;script=\/arbeitsrecht\/ticker\/wScripts\/nachricht_anzeigen.ws&amp;navid=1\">Arbeitsrecht-Newsticker<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Studentischer Dachverband entt&auml;uscht von Bundesregierung<\/strong><br>\nAm Mittwoch 13. Januar 2010 ver&ouml;ffentlichte das Bundesministerium f&uuml;r Bildung und Forschung (bmbf) konkrete Ziele f&uuml;r das 23. BAf&ouml;G-&Auml;nderungsgesetz im Oktober 2010. Laut bmbf sollen die Freibetr&auml;ge um drei Prozent und der Bedarfssatz um zwei Prozent angehoben werden, sowie das Eintrittsalter erh&ouml;ht und das Stipendiensystem ausgebaut werden.<br>\n&ldquo;Schavan sieht Verbesserungen, wo es keine gibt&rdquo; stellt Florian Kaiser, Vorstandsmitglied im freien zusammenschluss von studentInnenschaften, ver&auml;rgert fest und erkl&auml;rt: &ldquo;Eine Erh&ouml;hung der Bedarfss&auml;tze von zwei Prozent gleicht noch nicht mal die Inflation seit der letzten &Auml;nderung im Januar 2008 aus. Die Erh&ouml;hung der Freibetr&auml;ge um drei Prozent wird die die Zahl der BAf&ouml;G-Berechtigten nicht merklich erh&ouml;hen, sondern bestenfalls verhindern dass Kinder aus Familien mit einem Einkommen an der Freibetragsgrenze ihren Anspruch verlieren.&rdquo;<br>\n&ldquo;Ein Ausbau der Stipendien und Bildungskredite ist sozial ungerecht.&rdquo; macht Juliane Kn&ouml;rr, ebenfalls Vorstandsmitglied im studentischen Dachverband, deutlich und erg&auml;nzt: &ldquo;Die Mehrheit der StipendiatInnen kommt nicht aus einem einkommensschwachen Hintergrund. Stipendien sind oftmals abh&auml;ngig von Interessengruppen und sie f&ouml;rdern den Konkurrenzdruck unter den StudentInnen. Auch das Problem des privat wirtschaftlichen Einflusses, dass unter anderem auch durch den Bildungsstreik massiv kritisiert wurde, wird verst&auml;rkt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fzs.de\/show\/227261.html\">fzs<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Robert von Heusinger: Warum h&ouml;here L&ouml;hne dringend n&ouml;tig sind<\/strong><br>\nF&uuml;nf Prozent mehr Gehalt will die Gewerkschaft Verdi erstreiten. Eine obsz&ouml;ne Forderung? Keineswegs unter volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2202312&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirtop\">FR Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Investitionsprogramme statt Steuersenkungen?<\/strong><br>\nDie Prestigeprojekte der neuen Bundesregierung passen offenbar nicht die aktuelle &ouml;konomische Lage. Wissenschaftler und Politiker fordern nun schnelle Kurskorrekturen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=31863&amp;mode=print\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutschland erlebte 2009 st&auml;rkste Rezession der Nachkriegszeit<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2009 zum ersten Mal seit sechs Jahren geschrumpft. Mit &ndash; 5,0% war der R&uuml;ckgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) so stark wie noch nie in der Nachkriegszeit. Dies ergaben erste Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Der wirtschaftliche Einbruch fand haupts&auml;chlich im Winterhalbjahr 2008\/2009 statt. Im Jahresverlauf zeichnete sich eine leichte Stabilisierung der Wirtschaftsentwicklung auf dem neuen, niedrigen Niveau ab. Im Jahr 2008 war das BIP noch leicht um 1,3%, in 2007 um 2,5% und 2006 sogar um 3,2% gestiegen.<br>\nBemerkenswert im Jahr 2009 war, dass sowohl die Exporte als auch die Ausr&uuml;stungsinvestitionen stark einbrachen. Der Au&szlig;enhandel, der in fr&uuml;heren Jahren ein wichtiger Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft war, bremste 2009 die wirtschaftliche Entwicklung. W&auml;hrend die Exporte preisbereinigt um 14,7% sanken, betrug der R&uuml;ckgang bei den Importen nur 8,9%. Die Differenz zwischen Exporten und Importen &ndash; der Au&szlig;enbeitrag &ndash; hatte somit wie schon im Jahr 2008 einen negativen Wachstumsbeitrag zum BIP. Mit &ndash;&nbsp;3,4&nbsp;Prozentpunkten fiel er 2009 allerdings deutlich st&auml;rker aus als 2008 (&ndash;&nbsp;0,3 Prozentpunkte). In Ausr&uuml;stungen wurde insgesamt um ein F&uuml;nftel weniger investiert als noch in 2008 (&ndash;&nbsp;20,0%). Die Investitionen in Bauten waren lediglich um 0,7% niedriger als im Vorjahr. Die einzigen positiven Impulse kamen 2009 von den Konsumausgaben: Die privaten Konsumausgaben stiegen preisbereinigt um 0,4%, die staatlichen sogar deutlich um 2,7% gegen&uuml;ber dem Vorjahr.<br>\nDie Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2009 von 40,2 Millionen Erwerbst&auml;tigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht, das waren 37&nbsp;000 Personen oder 0,1% weniger als ein Jahr zuvor.<br>\nDer Staatssektor wies im Jahr 2009 nach noch vorl&auml;ufigen Berechnungen ein Finanzierungsdefizit in H&ouml;he von 77,2 Milliarden Euro auf. Gemessen am BIP in jeweiligen Preisen errechnet sich daraus eine Defizitquote von 3,2%.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2010\/01\/PD10__012__811,templateId=renderPrint.psml\">Statistische Bundesamt<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_daten\/_multicom\/2010\/01\/13\/100113_wir_bip2_fr.jpg\" alt=\"Export bricht ein\" title=\"\"><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_daten\/_multicom\/2010\/01\/13\/100113_wir_bip_fr.jpg\" alt=\"Bruttoinlandsprodukt 1951-2009\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/?em_cnt=2204581&amp;em_ivw=fr_wirtop\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Im Vergleich zu Belgien, Spanien, Frankreich, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, &Ouml;sterreich, Schweiz oder den USA ist der Einbruch in Deutschland teilweise <a href=\"http:\/\/epp.eurostat.ec.europa.eu\/cache\/ITY_PUBLIC\/2-08012010-BP\/DE\/2-08012010-BP-DE.PDF\">deutlich h&ouml;her [PDF &ndash; 229 KB]<\/a> und liegt immerhin 1 Prozent unter dem Durchschnitt der Eurozone mit <a href=\"http:\/\/epp.eurostat.ec.europa.eu\/tgm\/table.do?tab=table&amp;init=1&amp;plugin=1&amp;language=de&amp;pcode=tsieb020\">minus 4 Prozent<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Statistischer &Uuml;berhang<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaftsleistung ist 2009 im Jahresdurchschnitt um f&uuml;nf Prozent geschrumpft. Das ist erschreckend, und doch hat die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahresverlauf 2009 f&uuml;r 2010 &ndash; zumindest rechnerisch &ndash; positive Folgen. Grund ist der &ldquo;statistische &Uuml;berhang&rdquo;, den &Ouml;konomen gern am Beispiel einer Bergtour veranschaulichen.<br>\nDer starke R&uuml;ckgang des BIP im Krisenjahr 2009 ist vor allem die Folge des drastischen Einbruchs zu Jahresbeginn. Dieser dr&uuml;ckt den Jahresdurchschnitt ins Minus. Im zweiten und dritten Quartal wuchs das BIP wieder und im vierten d&uuml;rfte es nach Sch&auml;tzung des Statistischen Bundesamts gegen&uuml;ber dem Vorquartal stagniert haben. Im Schlussquartal lag das BIP damit immer noch &uuml;ber dem Jahresdurchschnitt.<br>\nDie prozentuale Differenz zwischen dem absoluten Wert der im vierten Quartal hergestellten G&uuml;ter und dem absoluten Durchschnittswert des gesamten Jahres 2009 wird als der statistische oder auch rechnerische &Uuml;berhang bezeichnet.<br>\nDie Experten der Beh&ouml;rde in Wiesbaden taxieren den &Uuml;berhang mit aller Vorsicht auf etwa 0,5 Prozent. Stimmt ihre Sch&auml;tzung, dann wird es im laufenden Jahr ein &ldquo;Wirtschaftswachstum&rdquo; im Jahresdurchschnitt von diesen 0,5 Prozent selbst dann geben, wenn das Bruttoinlandsprodukt 2010 in allen Quartal unver&auml;ndert bleiben sollte. W&uuml;rde die deutsche Wirtschaft nicht st&auml;rker zulegen, dann w&auml;re das Plus also nicht das Ergebnis des konjunkturellen Verlaufs in diesem Jahr, sondern ein rechnerischer Aufschlag aus dem Vorjahr oder eine Art Startkapital. Und daher nicht &uuml;berzubewerten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2204583_Statistischer-ueberhang-Das-BIP-und-die-Bergwanderer.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Lassen Sie sich also nicht t&auml;uschen, wenn kleine Zuwachsraten im Jahr 2010 als Zeichen dargestellt werden, dass die Krise &uuml;berwunden sei. Es wird noch viele belastende Faktoren geben: die steigende Arbeitslosigkeit wird den privaten Konsum d&auml;mpfen, der schwache Dollar und umgekehrt der starke Euro wird den Export belasten, die Blase auf den Rohstoffm&auml;rkten, auch die &Ouml;lpreissteigerungen werden die Konjunktur negativ beeinflussen. Es w&auml;re also eher angezeigt zus&auml;tzliche Konjunkturprogramme aufzulegen, statt Steuern zu senken oder jetzt schon &uuml;ber sog. Exit-Strategien zu schwafeln.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Erfahrung rostet nicht: K&uuml;nftig sollen pensionierte Beamte der &uuml;berlasteten Justiz helfen.<\/strong><br>\nRuhest&auml;ndler sollen offenbar jetzt der &uuml;berlasteten Justiz aus der Klemme helfen. Wie die &ldquo;Saarbr&uuml;cker Zeitung&rdquo; (Mittwochausgabe) berichtet, planen die L&auml;nder pensionierte Staatsanw&auml;lte, Amtsanw&auml;lte und Rechtspfleger f&uuml;r die Gerichte zu reaktivieren. Dies solle der Bundesrat in seiner n&auml;chsten Sitzung am 12. Februar beschlie&szlig;en. Demnach sei die Situation bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften durch &ldquo;hohe Arbeitsbelastung in allen Laufbahnen und Bereichen gepr&auml;gt&rdquo;, zitiert das Blatt aus einem entsprechenden Gesetzesantrag aus Bayern. Anhaltende Stelleneinsparungen &ldquo;werden die Lage in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter versch&auml;rfen&rdquo;. Die Staatsanwaltschaften k&ouml;nnten daher durch den &ldquo;punktuellen Einsatz&rdquo; von pensionierten Staatsanw&auml;lten oder Rechtspflegern entlastet werden. Bereits 2006 hatte die L&auml;nderkammer das Vorhaben einstimmig abgesegnet, die Zustimmung des Bundestages wegen der notwendigen &Auml;nderung des Gerichtsverfassungsgesetzes blieb allerdings bis zur Bundestagswahl im vergangenen Jahr aus. Deshalb will der Bundesrat die Initiative nun erneut auf den Weg bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/Pensionaere-greifen-Justitita-unter-die-Arme.html?session=69145d6f8e5abe114f0d946174ea773a\">Ihre Vorsorge<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Beamte im Ruhestand sollen aktiviert werden, um Stelleneinsparungen auszugleichen! Bin ich der einzige, der eine etwas unkompliziertere L&ouml;sung sieht, n&auml;mlich, die Stelleneinsparungen gar nicht erst vorzunehmen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bahn mit Winterwetter &uuml;berfordert<\/strong><br>\nDas Winterwetter stellt die Bahn weiter vor gro&szlig;e Probleme. Insbesondere wichtige ICE-Verbindungen sind betroffen. Versp&auml;tungen und Zugausf&auml;lle sorgen f&uuml;r Frust bei Reisenden. Das Staatsunternehmen begr&uuml;ndete die Einschr&auml;nkungen mit dem anhaltenden Winterwetter. F&uuml;r Sicherheits&uuml;berpr&uuml;fungen m&uuml;ssen Z&uuml;ge demnach erst aufwendig enteist werden, was mehrere Stunden dauert. Au&szlig;erdem kommen die Z&uuml;ge etwa wegen Schneeverwehungen ohnehin versp&auml;tet in den Betriebswerken an. Wegen der Minusgrade und Eisregen gibt es zudem dauernd St&ouml;rungen an Z&uuml;gen. Dazu kommen die Achsprobleme bei den ICE-3- und ICE-T-Z&uuml;gen, die bis zur Lieferung neuer Rads&auml;tze zehnmal h&auml;ufiger als normal &uuml;berpr&uuml;ft werden m&uuml;ssen. Von insgesamt 252 ICE-Z&uuml;gen stehen deswegen zw&ouml;lf dauerhaft nicht zur Verf&uuml;gung, wie das Unternehmen mitteilte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n24.de\/news\/newsitem_5753253.html\">N24<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Die Bahn als Staatsunternehmen? Bei der Bahn ist der Staat nur der Besitzer, nicht mehr der Unternehmer. Beim alten Staatsunternehmen wusste man immerhin, dass es in Deutschland im Winter kalt wird und schneit. Das Privatunternehmen Bahn AG ist &uuml;berfordert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bonussteuer<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wirkungslose Bonussteuer<\/strong><br>\nDie im Dezember vom britischen Finanzminister Alastair Darling eingef&uuml;hrte einmalige Steuer auf Bankboni von 50% scheint die erw&uuml;nschte Wirkung zu verfehlen. Die selbstbewussten Investmentbanker verweigern dem Finanzminister die politische Lektion, die auf mehr Demut und Dankbarkeit gegen&uuml;ber dem Steuerzahler abgezielt hatte, und halten weitgehend an ihren Boni in geplanter H&ouml;he fest. Laut einer Umfrage der &laquo;Financial Times&raquo; bei den zw&ouml;lf f&uuml;hrenden Investmentbanken werden die Institute zwar die auf der Bonussumme erhobene Steuer abf&uuml;hren, aber zur Vermeidung entsprechender Einbussen bei den Bankern die Summe ann&auml;hernd verdoppeln. Das Ziel des Finanzministers, die Banken durch die Steuer zur Zur&uuml;ckhaltung anzuhalten und so die einbehaltenen Gewinne bzw. das Eigenkapital zu erh&ouml;hen, wird durch die Absichten der Institute durchkreuzt. Durch die Erh&ouml;hung der Boni und den entsprechenden Geldabfluss an den Fiskus wird, ganz im Gegenteil, die Kapitalbasis der Banken zus&auml;tzlich geschw&auml;cht.<br>\nSollte die Finanzaufsicht FSA ihre Pl&auml;ne durchsetzen k&ouml;nnen, die Kapitalerfordernisse der systemrelevanten Banken in Zukunft deutlich zu erh&ouml;hen, k&ouml;nnte die Bonussteuer allenfalls noch mittelfristig eine gewisse Wirkung entfalten. Die Banken w&auml;ren dann wegen der Steuerzahlung zu umso gr&ouml;sseren Anstrengungen gezwungen, um das erforderliche Kapital bereitzuhalten. Das k&ouml;nnte die M&ouml;glichkeiten f&uuml;r hohe Boni in den n&auml;chsten Jahren beschneiden. Der Bankenverband opponiert allerdings auch gegen h&ouml;here Kapitalerfordernisse mit aller Kraft, und es ist abzuwarten, wie scharf diese unter &Ouml;konomen im Prinzip unbestritten notwendige Regulierungsmassnahme ausfallen wird.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/wirkungslose_bonussteuer_1.4481590.html?printview=true\">NZZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ft.com\/cms\/s\/0\/7a709650-fcbf-11de-bc51-00144feab49a.html\">FT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Welche Dreistigkeit, welch ein Hohn auch f&uuml;r diejenigen die sich wohlmeinend f&uuml;r freie M&auml;rkte einsetzten. Ein weiterer und eindeutiger Beleg daf&uuml;r, dass mit dem Personal des alten System kein neues Finanzsystem zu realisieren ist. Nicht umsonst wurde bei der Bew&auml;ltigung der schwedischen Bankenkrise das alte F&uuml;hrungspersonal durch unbelastete Manager ausgetauscht. Aber nat&uuml;rlich reicht das nicht, zumal das Zeitfenster f&uuml;r solche Ma&szlig;nahmen inklusive Verstaatlichung vorbei ist. Deswegen m&uuml;ssen mit aller Macht Ma&szlig;nahmen getroffen werden wie die Erh&ouml;hung des Eigenkapitals von Banken und das Verbot bestimmter hochriskanter Finanzinstrumente. Wir m&uuml;ssen die Banken zwingen, mehr Kapital vorzuhalten, um Kreditausf&auml;lle zu verkraften, damit sie bei h&ouml;herem Risiko mehr eigenes Geld riskieren. Wenn dann die Gewinne der Vergangenheit nicht mehr m&ouml;glich sind, wird sich einiges von selbst ergeben, von den Boni bis zur Schrumpfung des Finanzsektors. Hinzutreten sollte das Verbot aller Finanzderivate jenseits von einfachen Verbriefungen von Krediten, d.h. die Umwandlung von Krediten in handelbare Wertpapiere darf nicht in die Schaffung weitere Wertpapiere m&uuml;nden, die ihrerseits wiederum &hellip; Alles weitere dient nur den Profiten der Finanzbranche, die, wie wir gesehen haben, zu Lasten der Gesamtwirtschaft ging. Ziehen wir die Lehren daraus, w&auml;hlen wir Regierungen ab, die sich einschneidenden Reformen verweigern.<br>\nAber vielleicht war es einfach naiv anzunehmen, dass diese Krise das Ende des Finanzkapitalismus angels&auml;chsischer Pr&auml;gung bedeuten w&uuml;rde oder gar des Neoliberalismus, wie manche hofften. Wahrscheinlich bedarf es weiterer Krisen, in denen sich gesellschaftliche Widerspr&uuml;che zuspitzen und Politiker es endlich wagen, eine radikale Transformation des Finanzsektors anzugehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Obama handelt, Merkel wartet ab<\/strong><br>\nDer US-Pr&auml;sident wird am heutigen Donnerstag eine Sonderabgabe f&uuml;r die Banken ank&uuml;ndigen. Nachdem die Finanzkrise und die staatlichen &Uuml;berlebenshilfen f&uuml;r Banken die &ouml;ffentlichen Haushalte tief ins Minus getrieben haben, soll die Branche nun zur Gesundung des Etats beitragen. Die Abgabe soll aber auch den gro&szlig;en &ouml;ffentlichen Unmut &uuml;ber die Finanzindustrie und die Entlohnung ihrer Manager d&auml;mpfen &ndash; kurz bevor die n&auml;chsten Bonuszahlungen bekannt werden. Die meisten amerikanischen Gro&szlig;banken haben das Jahr 2009 mit hohen Milliardengewinnen abgeschlossen. US-Medien berichten, dass etwa die Bank of America und Goldman Sachs zweistellige Milliardenbetr&auml;ge f&uuml;r Boni an ihr Management zur&uuml;ckgelegt haben. Die Abgabe soll dem Staat bis zu 120 Milliarden Dollar einbringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/art271,3001479?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Sonderabgabe bringt zwar Geld in die Staatskasse, hat aber keinen Lenkungseffekt. Wo bleiben zukunftsweisende Gesetze, die riskante Spekulationen verhindern? Deprimierend allerdings, dass hierzulande unter Schwarz\/Gelb gar nichts passiert, au&szlig;er Wahlkampfget&ouml;se.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung RS:<\/strong> Immerhin kann man durch das Verlegen des Wohnorts ins Ausland die Steuer nicht umgehen, denn in den USA m&uuml;ssen alle Staatsb&uuml;rger, Einwohner und Green-Card-Halter ihr weltweites Einkommen unter Anrechnung ausl&auml;ndischer Steuer in den USA versteuern &ndash; auch wenn man im Ausland lebt. Das schlie&szlig;t Steuerhinterziehung zwar nicht aus, schlie&szlig;t aber legale Umgehungsm&ouml;glichkeiten aus.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wie die Wallstreet Reformen verhindert<\/strong><br>\nDie US-Finanzindustrie lies sich den letzten Wahlkampf mehr kosten denn je. Am meisten profitierten die Demokraten. Das zahlt sich jetzt aus: Trotz scharfer Rhetorik verhindern sie einschneidende Regulierungen.<br>\nNiemand kann die Gesetzgebung so stark zu ihren Gunsten beeinflussen wie die US-Finanzindustrie. Das hat auch der langj&auml;hrige Senator Dick Durban im Fr&uuml;hjahr 2009 beobachtet: Die Branche betreibe &laquo;die m&auml;chtigste Lobby auf dem Capitol Hill. Und offen gesagt, sie hat den Laden fest im Griff.&raquo;<br>\nDieser direkte Zugriff der Wallstreet auf den Kongress zeigt sich eindr&uuml;cklich an den massiven Aufwendungen f&uuml;r das Lobbying und f&uuml;r Wahlk&auml;mpfe. In den letzten Wahlen von 2008 investierte die Branche nicht weniger als 475 Millionen Dollar in den Kongress, sei es in Form von direkten Zusch&uuml;ssen an Kandidaten, sei es als Lobbyaufwendungen oder in Form von Zuwendungen an politische Aktionskomitees. Diese Zahl ist umso erstaunlicher, wenn sie mit der zweitgr&ouml;ssten Lobbymaschine, jener der Pharmaindustrie, verglichen wird. Diese f&uuml;tterte den Kongress im letzten Wahlzyklus mit 167 Millionen Dollar.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/files.newsnetz.ch\/story\/1\/0\/6\/10694652\/18\/1.jpg\" alt=\"Spenden der Finanzbranche an die US Parteien\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/bazonline.ch\/ausland\/amerika\/Wie-die-Wallstreet-Reformen-verhindert\/story\/10694652\">Basler Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Regierung: Vertrag mit GlaxoSmithKline f&auml;llt unter Vertraulichkeitsklausel<\/strong><br>\nDie Bundesregierung verteidigt die Geheimhaltung des Vertrages mit dem Schweinegrippe-Impfstoffhersteller GlaxoSmithKline. In ihrer <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/003\/1700365.pdf\">Antwort (17\/365) [PDF &ndash; 145 KB]<\/a> auf eine <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/001\/1700175.pdf\">Kleine Anfrage der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen (17\/175) [PDF &ndash; 80 KB]<\/a> hei&szlig;t es: &ldquo;Bund und L&auml;nder haben sich verpflichtet, s&auml;mtliche Informationen, die im Rahmen dieses Vertrages ausgetauscht werden, vertraulich zu behandeln.&rdquo; Aus Sicht der Regierung f&auml;llt die Ver&ouml;ffentlichung des Vertrages &ldquo;eindeutig unter diese Klausel&rdquo;.\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Vertraulichkeitsklauseln als Schutz vor Rechenschaft gegen&uuml;ber dem Souver&auml;n.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Sexobjekt Kind: Dossier und Video zur Sendung<\/strong><br>\nUnsere Gesellschaft h&auml;lt den Schutz von Kindern im Prinzip f&uuml;r sehr wichtig. Wie kann es dann sein, dass in Deutschland jedes Jahr nach Expertensch&auml;tzung etwa 200.000 Kinder Opfer sexueller Gewalt werden? Mit dieser Kern-Frage hat sich NDR Autor Sebastian Bellwinkel f&uuml;r seine Dokumentation &ldquo;Sexobjekt Kind&rdquo; auf Spurensuche begeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www3.ndr.de\/sendungen\/45_min\/missbrauch128.html\">NDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Franz Hutsch: Exportschlager Tod. Deutsche S&ouml;ldner als Handlanger des Krieges<\/strong><br>\nSeit Beginn der 1990er Jahre haben sich neue Formen der Gew&auml;hrleistung von Sicherheit auf privater und quasi-privater Grundlage etabliert. Die Ursachen daf&uuml;r sind vielschichtig: Infolge der Verkleinerung der Milit&auml;rapparate nach Beendigung des Ost-West-Konflikts sucht entlassenes milit&auml;risches Personal nach neuen Bet&auml;tigungsfeldern. Dort, wo Staaten Sicherheit nicht mehr garantieren k&ouml;nnen, &uuml;bernehmen private Firmen zunehmend Aufgaben und Funktionen von Polizei und Milit&auml;r. Rationalisierungsgr&uuml;nde und die Konzentration der Streitkr&auml;fte auf Kernkompetenzen unterst&uuml;tzen den Trend des Outsourcing von Sicherheit. In &raquo;humanit&auml;ren Interventionen&laquo; &uuml;bernehmen private Sicherheitsdienstleister immer h&auml;ufiger Aufgaben der Streitkr&auml;fte zu deren Unterst&uuml;tzung.<br>\nW&auml;hrend das Gesch&auml;ft mit der Sicherheit boomt, agieren zahlreiche Firmen in einem quasi rechtsfreien Raum. Die modernen &raquo;Contractors&laquo;, so bezeichnet um den seit Jahrhunderten negativ besetzten Begriff des S&ouml;ldners zu vermeiden, sind kaum jemandem Rechenschaft schuldig. Sie dienen in keiner staatlichen Armee und unterliegen damit nicht dem staatlichen Gewaltmonopol, das seit dem Westf&auml;lischen Frieden von 1648 den Staaten zukommt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.uni-kassel.de\/fb5\/frieden\/themen\/Privatkriege\/soeldner3.html\">AG Friedensforschung an der Uni Kassel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Personalpolitik im Gesundheitsministerium, der Dreht&uuml;reffekt, F&uuml;nf Jahre Hartz IV, Agenda 2010, Polemik gegen Hartz IV Kinder, Zeitarbeit, Studentischer Dachverband entt&auml;uscht von Bundesregierung, warum h&ouml;here L&ouml;hne dringend n&ouml;tig sind, Investitionensprogramme statt, Steuersenkungen, Rezession, Statistischer &Uuml;berhang, pensionierte Beamte sollen der Justiz helfen, Bahn, Bonussteuer, Wallstreet behindert Reformen, Vertraulichkeitsklausel beim Impstoff-Vertrag, Sexobjekt<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4456\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4456","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4456","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4456"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4456\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4456"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4456"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4456"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}