{"id":44572,"date":"2018-06-22T08:37:05","date_gmt":"2018-06-22T06:37:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44572"},"modified":"2018-06-22T08:37:05","modified_gmt":"2018-06-22T06:37:05","slug":"hinweise-des-tages-3145","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44572","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44572#h01\">Ist die SPD noch zu retten? F&uuml;r einen neuen linken Aufbruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44572#h02\">Griechenland braucht einen Neuanfang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44572#h03\">Meseberger Erkl&auml;rung: Deutsch-franz&ouml;sische EU-Militarisierungsambitionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44572#h04\">Rechtsexperte &uuml;ber Upload-Filter: &ldquo;Der Urheber schie&szlig;t sich selber in den Fu&szlig;&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44572#h05\">Steuervermeidung durch Share Deals entschlossen eind&auml;mmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44572#h06\">Gute Arbeit gegen Pflegenotstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44572#h07\">Kopflose Verkehrspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44572#h08\">Sind unsere Kinder noch sicher?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44572#h09\">Wahlkampfman&ouml;ver statt dringend &uuml;berf&auml;lliger Aufkl&auml;rung: Untersuchungsausschuss in Hessen zur Vergabe an Palantir beschlossen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44572#h10\">Produktion von Lebensmitteln: Die Preise sind niedrig, die Arbeitsstandards auch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44572#h11\">Ohne die billige M&uuml;llhalde China versch&auml;rft sich das weltweite Plastikm&uuml;llproblem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44572#h12\">T&uuml;rkei verweigert deutschem OSZE-Wahlbeobachter die Einreise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44572#h13\">Das Letzte: Sie tut wenigstens etwas<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ist die SPD noch zu retten? F&uuml;r einen neuen linken Aufbruch<\/strong><br>\n&bdquo;Die Linken haben die soziale Frage vergessen&ldquo;, warnt Nils Heisterhagen, Philosoph und Grundsatzreferent der SPD in Rheinland-Pfalz, und fordert so auch seine Partei auf, sich wieder vorrangig den sozialen Fragen zuzuwenden. Viele im linken Lager w&auml;hnen sich zwar links, bilden tats&auml;chlich aber eine Allianz mit dem neoliberalen Gro&szlig;kapital, wie auch die amerikanische Philosophin Nancy Fraser &uuml;berzeugend dargelegt hat. Linkssein bedeutet heute n&auml;mlich f&uuml;r viele &bdquo;Ehe f&uuml;r alle&ldquo;, &bdquo;Gender-Mainstreaming&ldquo;, &bdquo;Internationalismus&ldquo; und &bdquo;Refugees welcome&ldquo; &ndash; durchaus ernste und wichtige Themen, aber der Kampf gegen die himmelschreiend ungerechte Verteilung von Einkommen, Verm&ouml;gen und Chancen ger&auml;t bei dieser &bdquo;Weltbild-Diskussion&ldquo; (Heisterhagen) aus dem Blick. Dabei besitzen laut der Entwicklungsorganisation Oxfam in Deutschland inzwischen die reichsten 40 Personen das gleiche Verm&ouml;gen wie die &auml;rmere H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung zusammen. Da w&auml;ren weniger Identit&auml;tspolitik und mehr Engagement f&uuml;r gerechtere Verteilung, h&ouml;here L&ouml;hne, bessere Renten und soziale Leistungen wirklich angebracht.<br>\nNils Heisterhagen hat das lesenswerte Buch &bdquo;Die liberale Illusion: Warum wir einen linken Realismus brauchen&ldquo; geschrieben und stellt fest: &bdquo;Teile der Links-Liberalen m&uuml;ssen linker werden. Sie m&uuml;ssen &ouml;konomische Themen in den Mittelpunkt stellen und nicht so viel dar&uuml;ber reden, wie doof sie Donald Trump finden und welche Werte sie haben, die sie gegen die Rechtspopulisten verteidigen wollen. Es w&uuml;rde helfen, von einer Polarisierung der Werte zu einer Polarisierung &uuml;ber &ouml;konomische Interessen zu kommen, wo die Linke eindeutig die Interessen der unteren Mittelschicht, der kleinen Leute und derer vertritt, die sich unfair behandelt f&uuml;hlen.&ldquo;<br>\nDenn nur durch das Versagen der Parteien des linken Lagers kann sich die neoliberale AfD heute als Partei &bdquo;der kleinen Leute&ldquo; aufspielen &ndash; was sie in Wirklichkeit nicht ist, weil sie ein gerechtes Steuer- und Sozialsystem ablehnt. &Uuml;berall in Europa wird die Rechte st&auml;rker und die Linke schw&auml;cher, weil die traditionellen Arbeiterparteien die Seiten gewechselt haben. Aus ehemaligen Interessenvertretern der Arbeitnehmer wurden Parteien, die im Interesse der Reichen und M&auml;chtigen Politik machten und machen, durch eine Deregulierung der M&auml;rkte, Sozialabbau und eine ungerechte Steuerpolitik. Die Agenda 2010, die die Lebensbedingungen f&uuml;r Millionen Menschen verschlechtert hat, wird durch das Eintreten f&uuml;r Minderheiten auch nicht ertr&auml;glicher. Es ist h&ouml;chste Zeit f&uuml;r einen neuen linken Aufbruch.<br>\nW&uuml;rde die SPD, die wie alle Umfragen und Wahlergebnisse zeigen, ihren Markenkern verloren hat, Heisterhagens Buch zur Blaupause ihrer &bdquo;Erneuerung&ldquo; machen, dann w&uuml;rde die Richtung wieder stimmen.<br>\nNils Heisterhagen: Die liberale Illusion &ndash; Warum wir einen linken Realismus brauchen, Dietz-Verlag, ISBN: 978-3-8012-0531-7<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1828241437237315\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<p><strong>dazu: Besorgniserregende Zahlen f&uuml;r die SPD<\/strong><br>\nF&uuml;r die SPD geht es bergab: Vier Monate vor der Landtagswahl in Hessen sinken die Sozialdemokraten um drei Punkte auf 22 Prozent. In Rheinland-Pfalz ist das Minus sogar noch gr&ouml;&szlig;er. In beiden L&auml;ndern kann die AfD zulegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article177929048\/Hessen-und-Rheinland-Pfalz-Besorgniserregende-Zahlen-fuer-die-SPD.html\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Sind bei dieser F&uuml;hrungsmannschaft wirklich andere Ergebnisse zu erwarten? So naiv kann doch niemand sein?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Griechenland braucht einen Neuanfang<\/strong><br>\nEin &uuml;bertriebener Sparkurs und ein zu sp&auml;ter Schuldenschnitt: Viele Entscheidungen zu Griechenland waren falsch. Heute kann die Eurogruppe zeigen, dass sie gelernt hat.<br>\nAcht Jahre nach Beginn des ersten Hilfsprogramms f&uuml;r Griechenland ist es soweit &ndash; Griechenland soll wieder auf eigenen F&uuml;&szlig;en stehen. Die Eurogruppe soll heute das Ende des dritten Hilfsprogramms beschlie&szlig;en und die Modalit&auml;ten f&uuml;r die Zeit danach definieren. Ziel sollte es jetzt sein, einen tragf&auml;higen Ausstieg aus dieser f&uuml;r alle Seiten sehr schmerzlichen Zeit zu beschlie&szlig;en &ndash; und zwar so, dass zuk&uuml;nftige Generationen sich nicht mehr fortlaufend mit dem Thema besch&auml;ftigen m&uuml;ssen. [&hellip;]<br>\nDoch die Fehler der vergangenen acht Jahre sollte man nicht nur in Griechenland suchen. Von Anfang an hat der Internationale W&auml;hrungsfonds die Schuldenquote als nicht tragf&auml;hig eingestuft. Trotzdem kam es zu Beginn des ersten Programms nicht zu einem Schuldenschnitt &ndash; dem Land wurde stattdessen ein unm&ouml;gliches Sparprogramm auferlegt. Das Ergebnis war ein noch st&auml;rkerer Einbruch des Bruttoinlandsproduktes, der nicht notwendig gewesen w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2018-06\/schuldenkrise-griechenland-ende-hilfsprogramm-ems-schuldenerlass\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &ldquo;Ein &uuml;bertriebener Sparkurs &hellip;&rdquo;. Oh ha, eine sp&auml;te Einsicht, die leider f&uuml;r die Mehrheit der griechischen B&uuml;rger zu sp&auml;t kommt.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: &raquo;Strukturreformen&laquo; in Europa: Ein falsch verstandener Strukturbegriff?<\/strong><br>\nDas neue &raquo;Loi Travail&laquo; in Frankreich und der italienische &raquo;Jobs Act&laquo; &ndash; Matteo Renzis Arbeitsmarktreform &ndash; sind exakt das, was Europa unter Ma&szlig;nahmen versteht, die &raquo;grundlegend f&uuml;r die Sicherung des k&uuml;nftigen Wachstums in Europa und die St&auml;rkung der Wirtschaftsunion&laquo; sein sollen.<br>\nStrukturreformen sind laut Europ&auml;ischer Zentralbank &raquo;Ma&szlig;nahmen, die den institutionellen und regulatorischen Rahmen einer Volkswirtschaft ver&auml;ndern, in dem Unternehmen und Menschen ihrer T&auml;tigkeit nachgehen (&hellip;) Regeln f&uuml;r flexiblere Arbeitsm&auml;rkte, ein vereinfachtes Steuersystem oder den Abbau b&uuml;rokratischer Hemmnisse k&ouml;nnen beispielsweise f&uuml;r ein besseres Gesch&auml;ftsumfeld sorgen.&laquo; Es zeigt sich jedoch, dass diese Strukturreformen, die darauf abzielen, den Arbeitsmarkt flexibler zu gestalten (ein Ziel, das seit der Krise von 2008 im Mittelpunkt der Wirtschaftsreformen in Europa steht), keine signifikanten langfristigen Auswirkungen auf die Besch&auml;ftigung und das Wachstum haben.<br>\nTats&auml;chlich sind die kurzfristigen Auswirkungen sogar in erheblichem Umfang negativ, insbesondere wenn diese Reformen in Krisenzeiten umgesetzt werden. Diese Erkenntnis, die durch zahlreiche Studien gest&uuml;tzt wird, wurde inzwischen von den wichtigsten internationalen Institutionen weithin anerkannt. Dar&uuml;ber hinaus haben diese Reformen die Gesellschaften ungleicher gemacht, ohne dabei die Wettbewerbsf&auml;higkeit der L&auml;nder zu verbessern, die diese Ma&szlig;nahmen umgesetzt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/strukturreformen-in-europa-ein-falsch-verstandener-strukturbegriff--2200.html\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Meseberger Erkl&auml;rung: Deutsch-franz&ouml;sische EU-Militarisierungsambitionen<\/strong><br>\nEs ist wohl kaum &uuml;bertrieben, die Ergebnisse des letzten deutsch-franz&ouml;sischen Ministerrates am 13. Juli 2017 als &bdquo;Meilenstein&ldquo; f&uuml;r den Ausbau des EU-Milit&auml;rapparates einzustufen. Vor allem der Beschluss zum Bau mehrerer gemeinsamer R&uuml;stungsgro&szlig;projekte und die Einigung auf die wichtigsten Kriterien f&uuml;r eine Aktivierung der &bdquo;St&auml;ndigen Strukturierten Zusammenarbeit&ldquo; (engl. PESCO) sind hier zu nennen. Ganz so spektakul&auml;r fielen die Ergebnisse des j&uuml;ngsten Gipfeltreffens am 19. Juni 2018 nicht aus, dennoch enth&auml;lt aber die abschlie&szlig;ende &bdquo;Meseberger Erkl&auml;rung&ldquo; einige wichtige Passagen, die die EU-Au&szlig;en- und Milit&auml;rpolitik betreffen. (&hellip;)<br>\nEine letzte wichtige Frage, die von der &bdquo;Meseberger Erkl&auml;rung&ldquo; aufgeworfen wird, ist die, was sich hinter der Forderung nach einer &bdquo;Debatte &uuml;ber neue Formate, zum Beispiel einen EU Sicherheitsrat&ldquo; verbirgt. Der Vorschlag war von Kanzlerin Angela Merkel Anfang Juni 2018 auch als Erg&auml;nzung und eigener Beitrag angesichts der franz&ouml;sischen E2I-Pl&auml;ne formuliert worden. Zur Struktur und Funktionsweise zitierte die FAZ die Kanzlerin mit den Worten: &bdquo;Die Mitgliedschaft w&uuml;rde rotieren, der EU-Sicherheitsrat k&ouml;nnte schneller agieren, w&uuml;rde sich eng mit der Hohen EU-Beauftragten f&uuml;r die Au&szlig;enpolitik abstimmen sowie mit unseren europ&auml;ischen Mitgliedern im UN-Sicherheitsrat.&ldquo;<br>\nAllerdings bleibt hier doch vieles im Unklaren: Soll es st&auml;ndige Mitglieder mit Vetorecht geben &ndash; eigentlich ist es undenkbar, dass Deutschland oder Frankreich hierauf verzichten werden. Ebenso schwer vorstellbar ist aber, dass sich die anderen L&auml;nder hieraus einlassen werden. Offen ist au&szlig;erdem, ob der Rat &uuml;ber Milit&auml;reins&auml;tze entscheiden darf &ndash; und wenn ja, wie es dann aussieht, wenn ein Land, das aktuell nicht im EU-Sicherheitsrat sitzt, einem solchen Einsatz ablehnend gegen&uuml;bersteht.<br>\nDie Liste offener Fragen lie&szlig;e sich nahezu beliebig fortsetzen, was vor allem damit zusammenh&auml;ngt, dass der deutsche Vorschlag doch reichlich unausgegoren daherkommt. Mit der &bdquo;Meseberger Erkl&auml;rung&ldquo; haben sich Deutschland und Frankreich nun aber darauf verst&auml;ndigt, die Frage k&uuml;nftig mit den anderen EU-Mitgliedern weiter diskutieren zu wollen, aller Wahrscheinlichkeit nach dann beim anstehenden EU-Gipfel Ende Juni 2018.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2018\/06\/21\/meseberger-erklaerung-deutsch-franzoesische-eu-militarisierungsambitionen\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><strong>dazu: US-R&uuml;stungshaushalt: Rekord<\/strong><br>\nDer US-Senat stimmte einem Rekordr&uuml;stungshaushalt von offiziell 716 Mrd. Dollar f&uuml;r das Jahr 2019 zu, berichtet u.a. die Washington Post: &bdquo;The U.S. Senate on Monday voted to give the military $716 billion for 2019, approving one of the biggest defense budgets in modern American history despite concerns from some economists and lawmakers about the rapidly rising federal deficit. The 2019 military budget, approved by an 85-to-10 vote, gives America&rsquo;s armed forces an $82 billion increase from 2017.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2018\/06\/21\/us-ruestungshaushalt-rekord\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Von wegen Konfrontation mit den USA bzw. der Trump-Administration. Diesseits und jenseits des Atlantiks soll aufger&uuml;stet werden. Darin sind sich die NATO-Mitgliedsstaaten anscheinend einig.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Rechtsexperte &uuml;ber Upload-Filter: &ldquo;Der Urheber schie&szlig;t sich selber in den Fu&szlig;&rdquo;<\/strong><br>\nDie EU will das Urheberrecht reformieren und schl&auml;gt einen Upload-Filter im Netz vor. Aus Sicht des Rechtsexperten Martin Kretschmer ist das ein gravierender Eingriff, der Innovationen im Netz verhindert.<br>\nAm heutigen Mittwoch stimmen im Rechtsausschuss des EU-Parlaments die Abgeordneten im Rahmen einer Neufassung des Urheberrechts auch &uuml;ber Upload-Filter ab. Spricht sich die Mehrheit daf&uuml;r aus, dann w&uuml;rden sich damit grundlegende Elemente der Netzkultur ver&auml;ndern. Das h&auml;tte sp&uuml;rbare Auswirkungen: Selbst harmlose Verlinkungen zu einer externen Website, die User klicken k&ouml;nnen  &ndash; etwa von Diensten wie Twitter oder Online-Enzyklop&auml;dien zuhauf genutzt &ndash; w&auml;ren nicht mehr m&ouml;glich, ohne vorher Lizenzen daf&uuml;r zu erwerben.<br>\nWie ernst die Lage ist, best&auml;tigte Martin Kretschmer, Professor f&uuml;r Immaterialg&uuml;terrecht an der Universit&auml;t Glasgow, im Deutschlandfunk Kultur. Er ist zudem Mitautor einer Studie f&uuml;r die EU in Sachen Urheberrechtsreform. Das Brisante daran: Die Studie wurde zun&auml;chst zur&uuml;ckgehalten &ndash; da sie dem Entwurf der Kommission eher kritisch gegen&uuml;berstand. Erst im vergangenen Dezember wurde der Text ver&ouml;ffentlicht.<br>\nZahlreiche neue Internet-Dienste seien in den letzten zehn Jahren entstanden, viele weitere st&uuml;nden in den Startl&ouml;chern. &ldquo;Das Ziel der urspr&uuml;nglichen Regelung der Haftbarkeit war, Innovation zuzulassen. Wenn wir jetzt auf eine Filterstrategie umbauen, werden sich zum einen viele dieser Dienste gar nicht ergeben. Und zweitens werden viele der Handlungen, die wir als Nutzer vornehmen, schwieriger&rdquo;, sagte Kretschmer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/rechtsexperte-ueber-upload-filter-der-urheber-schiesst-sich.1008.de.html?dram:article_id=420809\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><strong>dazu: Upload-Filter und Leistungsschutzrecht: Europa entkernt das Internet<\/strong><br>\nDas EU-Parlament hat die Weichen f&uuml;r ein restriktives Urheberrecht gestellt. Nun drohen der Aufbau einer gigantischen Filter-Infrastruktur und gravierende Beschr&auml;nkungen des Internets.<br>\n24 Artikel umfasst die geplante EU-Urheberrechtsreform. Zwei davon sind f&uuml;r das Internet von besonderer Bedeutung: Artikel 11 und Artikel 13. Der Rechtsausschuss des EU-Parlaments hat mehrheitlich f&uuml;r Versionen dieser beiden Artikel gestimmt, die absehbar mehr Schaden anrichten, als Nutzen bringen werden. Folgt das Plenum diesem Votum, wird Europa das Internet entkernen.<br>\nArtikel 11 n&auml;mlich h&auml;tte die Einf&uuml;hrung eines europaweiten Leistungsschutzrechts f&uuml;r Presseverleger zur Folge: Jegliche kommerziellen Onlinedienste, die Inhalte von Verlagen in digitaler Form nutzen wollen, sollen daf&uuml;r Geld zahlen &ndash; wobei &ldquo;Nutzen&rdquo; alles sein kann, was &uuml;ber die blo&szlig;e Verlinkung hinausgeht. In Deutschland existiert dieses Recht seit 2013 und darf getrost als totaler Flop bezeichnet werden. Wie die gesamteurop&auml;ische L&ouml;sung ein Erfolg werden soll, ist nicht zu erkennen. Durch schwammige oder gar fehlende Definitionen wird sie auf Jahre f&uuml;r massive Rechtsunsicherheit sorgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/upload-filter-und-leistungsschutzrecht-europa-entkernt-das-internet-a-1213997.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: EU-Entscheid f&uuml;r Leistungsschutz: Bahn frei f&uuml;r Verlags-Trojaner unter falscher Flagge von &bdquo;fairen Lizenzen&ldquo;<\/strong><br>\nDer ma&szlig;gebliche EU-Ausschuss hat sich heute f&uuml;r die Einf&uuml;hrung von Uploadfiltern und das Leistungsschutzrecht f&uuml;r Presseverlage ausgesprochen. Was sind die Folgen, wenn die Regelungen k&uuml;nftig Bestandteil des europ&auml;ischen Rechts werden? MEEDIA-Gastautorin Anja Neubauer ist skeptisch. Die Rechtsexpertin f&uuml;rchtet, dass dies das Urheberrecht auf EU-Ebene nicht vereinheitlicht, sondern verkompliziert. Urheber selbst gehen im Ergebnis sogar leer aus und Verwerter wittern das ganz gro&szlig;e Geld. Ihr Fazit: Die Richtlinie ist in G&auml;nze missgl&uuml;ckt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/meedia.de\/2018\/06\/20\/eu-entscheid-fuer-leistungsschutz-bahn-frei-fuer-verlags-trojaner-unter-falscher-flagge-von-fairen-lizenzen\">meedia.de<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Steuervermeidung durch Share Deals entschlossen eind&auml;mmen<\/strong><br>\nDer Plan der Finanzministerkonferenz, die Schwelle f&uuml;r den steuerfreien Grunderwerb &uuml;ber Share Deals auf 90 Prozent zu begrenzen, ist nur ein Tropfen auf den hei&szlig;en Stein. Nat&uuml;rlich m&uuml;ssen verfassungsrechtliche Grenzen bedacht werden. Aber der Staat kann doch nicht einerseits den kleinen H&auml;uslebauern immer h&ouml;here Grunderwerbsteuern auferlegen und dann tatenlos zusehen, wie finanzstarke Immobilieninvestoren diese Grunderwerbsteuer systematisch umgehen&ldquo;, erkl&auml;rt J&ouml;rg Cezanne, f&uuml;r die Fraktion DIE LINKE Mitglied im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages. Bei der heutigen Konferenz der L&auml;nderfinanzminister wird &uuml;ber den weiteren Umgang mit sogenannten Share Deals zur Umgehung der Grunderwerbsteuer gesprochen. Durch dieses Schlupfloch entgeht dem Staat mindestens eine Milliarde Euro j&auml;hrlich. Cezanne weiter:<br>\n&bdquo;Die Schritte, die die L&auml;nderfinanzminister zur Vermeidung dieses Steuerschlupflochs ergreifen wollen, sind halbherzig. Sehr viel besser w&auml;re es, sie w&uuml;rden sich zum sogenannten &sbquo;quotalen Besteuerungsverfahren&rsquo; durchringen. Dabei wird anteiliger Grunderwerb wenigstens auch anteilig besteuert. So w&uuml;rden z.B. bei &Uuml;bernahme von mehr als 50 Prozent eines Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mers auch 50 Prozent der entsprechenden Grunderwerbsteuer f&auml;llig, bei Erwerb von mehr als 75 Prozent eines Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mers entsprechend 75 Prozent der f&auml;lligen Steuer. Auch zu diesem Modell haben die L&auml;nderfinanzminister ein Rechtsgutachten eingeholt, welches die Chancen durchaus als positiv bewertet. Wir fordern die Finanzminister von Bund und L&auml;ndern auf, diesen Weg zu beschreiten und Share Deals endlich mit vollem gesetzlichem Einsatz zu bek&auml;mpfen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/steuervermeidung-durch-share-deals-entschlossen-eindaemmen\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gute Arbeit gegen Pflegenotstand<\/strong><br>\nDie Aufwertung sozialer Berufe ist dringend notwendig. Wie das gelingen kann, zeigt eine aktuelle Analyse.<br>\nIn Deutschland herrscht Pflegenotstand, &uuml;berall fehlen Fachkr&auml;fte. Wer daran etwas &auml;ndern will, muss laut einer Studie von Dorothea Voss und Christina Schildmann die Arbeitsbedingungen in den sozialen Berufen verbessern. Die Forscherinnen von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung zeigen anhand zahlreicher Daten, wo die Probleme liegen &ndash; und wo Ver&auml;nderungen ansetzen m&uuml;ssen. &bdquo;Soziale Dienstleistungen sind Teil der gesellschaftlichen Infrastruktur&ldquo;, so Voss und Schildmann. Eine moderne Gesellschaft, in der Frauen sowie M&auml;nner am Arbeitsmarkt teilhaben und die dar&uuml;ber hinaus immer &auml;lter wird, sei auf eine solche Infrastruktur dringend angewiesen. &bdquo;Wo sie nicht zur Verf&uuml;gung steht, wird das Leben im Alltag oft zur Zerrei&szlig;probe.&ldquo;<br>\nEin zentraler Faktor, der soziale Dienstleistungsberufe unattraktiv macht, ist das relativ niedrige Einkommen. Viele Besch&auml;ftigte sind zudem k&ouml;rperlich und seelisch &uuml;berlastet, oft als Folge zu schlechter Personalausstattung. Arbeit am Abend oder am Wochenende ist keine Seltenheit, was die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erschwert. Hinzu kommt, dass ein un&uuml;bersichtliches Ausbildungssystem die berufliche Mobilit&auml;t und die Entwicklung im Lebensverlauf erschwert. &bdquo;Ben&ouml;tigt werden konkrete Schritte f&uuml;r die Aufwertung sozialer Dienstleistungsarbeit &ndash; und zwar beim Entgelt, der Personalbemessung, der Arbeitszeit und der beruflichen Entwicklung&ldquo;, so Voss und Schildmann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/114463_114470.htm\">B&ouml;ckler Impuls<\/a>\n<p><strong>dazu: Koordinaten verschoben: Pflegekr&auml;fte streiten f&uuml;r Entlastung<\/strong><br>\nDie Regierenden stehen beim Thema Pflege unter Druck. Seinen symbolhaften Ausdruck fand das am Mittwoch nachmittag vor dem D&uuml;sseldorfer Hyatt-Hotel: Unten 4.000 w&uuml;tende Besch&auml;ftigte aus Krankenh&auml;usern und Pflegeeinrichtungen &ndash; oben s&auml;mtliche 17 Gesundheitsminister des Bundes und der L&auml;nder. Dass diese sich gen&ouml;tigt sahen, sich auf einer Verdi-B&uuml;hne den Pfiffen und Sprechch&ouml;ren der Pflegekr&auml;fte zu stellen, belegt: Widerstand ist zweckvoll. Die vielen Demonstrationen, Aktionen und Streiks, die aufr&uuml;ttelnden Auftritte von Pflegekr&auml;ften in den Medien und in der &Ouml;ffentlichkeit haben etwas bewirkt. Die politischen Entscheidungstr&auml;ger m&uuml;ssen zumindest so tun, als w&uuml;rden sie zuh&ouml;ren, als h&auml;tten sie &raquo;verstanden&laquo;, wie der Bundesminister Jens Spahn (CDU) k&uuml;rzlich zur besten Sendezeit kundtat.<br>\nDie Koordinaten der Diskussion haben sich verschoben. Noch vor wenigen Jahren wurde noch jeder, der das marktwirtschaftliche Finanzierungssystem der Krankenh&auml;user &uuml;ber Fallpauschalen infrage stellte, f&uuml;r mehr oder weniger unzurechnungsf&auml;hig erkl&auml;rt. Heute k&uuml;ndigt selbst der Rechtsau&szlig;en Spahn an, die Pflege &raquo;zu hundert Prozent&laquo; aus den Fallpauschalen herauszunehmen und hier zum Prinzip der Selbstkostendeckung zur&uuml;ckzukehren. Konsequent umgesetzt k&ouml;nnte dies das Ende eines Systems einl&auml;uten, das die Krankenh&auml;user in einen gnadenlosen Wettbewerb um die niedrigsten Personalkosten getrieben hat &ndash; was die zentrale Ursache der aktuellen Misere darstellt. Doch so weit sind wir noch nicht. Spahn und seine Kumpane spielen weiter auf Zeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/334625.koordinaten-verschoben.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Privatversicherte m&uuml;ssen f&uuml;r Pflege k&uuml;nftig tiefer in den Geldbeutel greifen<\/strong><br>\nDer PKV-Verband k&uuml;ndigt deutliche Erh&ouml;hungen bei den Pflegetarifen an. Gr&uuml;nde sind teure Reformen, aber auch sinkende Zinsertr&auml;ge. [&hellip;]<br>\nAls einen Grund f&uuml;r die deutlichen Erh&ouml;hungen nannte Laue die infolge der Pflegereformen der vergangenen Legislaturperiode durch Gesundheitsminister Hermann Gr&ouml;he deutlich steigenden Pflegeausgaben. Sie treffen die privaten Versicherungen genauso wie die gesetzlichen Kassen, da der Leistungskatalog bei der Pflege anders als in der Krankenversicherung vollkommen identisch ist.<br>\nDie steigenden Ausgaben f&uuml;hren auch bei den gesetzlichen Pflegekassen 2019 zu Beitragserh&ouml;hungen. Gr&ouml;hes Nachfolger Jens Spahn hat hier eine Erh&ouml;hung um 0,3 Prozentpunkte in Aussicht gestellt. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) h&auml;lt sogar 0,5 Prozentpunkte f&uuml;r erforderlich. Dadurch relativieren sich die negativen Aussichten der privat Versicherten sehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/banken-versicherungen\/krankenkassen-privatversicherte-muessen-fuer-pflege-kuenftig-tiefer-in-den-geldbeutel-greifen\/22718880.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kopflose Verkehrspolitik<\/strong><br>\nHalbiert die Deutsche Bahn AG die Preise im Nah- und Fernverkehr? Wohl kaum. Ein Banner im Berliner Hauptbahnhof, das ihr am Dienstag f&uuml;r einen entsprechenden Preisnachlass dankte, war nur als Spa&szlig;aktion des &raquo;B&uuml;ndnisses Verkehrswende&laquo; gedacht. Politik- und Verkehrswissenschaftler sowie Aktivisten haben sich zusammengetan, um eine grundlegend andere Verkehrspolitik einzufordern. Auch einige Organisatoren des Widerstands gegen den desastr&ouml;sen Stuttgarter Tiefbahnhof sind mit an Bord.<br>\nDie Verkehrspolitik der Bundesregierung sei kopflos, so Peter Grottian, Professor emeritus an der FU Berlin und Urgestein der au&szlig;erparlamentarischen Bewegungen an der Spree. Das B&uuml;ndnis trete unter anderem f&uuml;r eine deutliche Senkung der Transporttarife ein, um den &ouml;ffentlichen Personenverkehr attraktiver zu machen, sagte Grottian am Dienstag vor Medienvertretern in der Hauptstadt. Daf&uuml;r m&uuml;ssten die Angebote deutlich ausgedehnt werden. Aktuell gehe es auch um eine schonungslose Aufkl&auml;rung des Dieselskandals. Der Bundespr&auml;sident m&uuml;sse eine unabh&auml;ngige Kommission einberufen, um &raquo;das Staats- und Unternehmensversagen&laquo; zu untersuchen. Die Bundesregierung wolle hingegen, dass Ruhe in diese Debatte einkehre und habe den einst f&uuml;r Anfang 2018 angek&uuml;ndigten Autogipfel sang- und klanglos aufgegeben. (&hellip;)<br>\nUnterdessen haben sich eine Reihe Unternehmen sowie die Bundesarbeitsgemeinschaft Umweltbewusstes Management (BAUM) in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gewandt. Um die von Deutschland zugesagten Klimaschutzziele zu erreichen, seien erhebliche Anstrengungen im Verkehrssektor n&ouml;tig. Die Unternehmen, darunter auch IKEA und der &Ouml;kostromanbieter Lichtblick, fordern deutlich strengere CO2-Grenzwerte f&uuml;r Pkw. (&hellip;)<br>\nDeutschlands nationaler Klimaschutzplan sieht hingegen bisher f&uuml;r 2030 die Reduktion der Emissionen des Stra&szlig;enverkehrs um 40 Prozent vor. (&hellip;)<br>\nDie Briefschreiber, darunter auch verschiedene Unternehmen, die im Auto-Leasing aktiv sind, fordern hingegen schon ab 2025 ambitionierte Grenzwerte und &raquo;eine konsequente Weichenstellung hin zu emissionsarmen bzw. emissionsfreien Pkw&laquo;. Strenge Verbrauchsvorgaben seien auch in volkswirtschaftlicher Hinsicht vorteilhaft, da sie weniger Kraftstoffverbrauch und damit geringere Kosten f&uuml;r die Halter bedeuteten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/334517.kopflose-verkehrspolitik.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Sind unsere Kinder noch sicher?<\/strong><br>\nOkay &ndash; jetzt k&ouml;nnen wir es nicht mehr leugnen: So hoch wie heute war die Kriminalit&auml;t schon lange nicht mehr. Wir sind einfach nicht mehr sicher. Danke, Merkel!<br>\nEs ist eine hoffnungsvolle Entwicklung, dass der &ouml;ffentliche Diskurs jetzt endlich mal die innere Sicherheit zum Thema macht. Ja, die Kriminalit&auml;t hat zugenommen &ndash; und zwar sp&uuml;rbar. Es hat sich was in unserem Land ver&auml;ndert &ndash; und das nicht zum Besten. All die Beteuerungen der Kanzlerin, wenn sie alle vier Jahre meinte, sie w&uuml;rde Schaden vom deutschen Volke abwenden: nur so &raquo;dahinbeeidet&laquo;. Trotzdem l&auml;sst man es weiter zu, hat den Kriminellen T&uuml;r und Tor ge&ouml;ffnet. Das Bundeskriminalamt (BKA) nannte &uuml;ber 74.000 F&auml;lle, was ein Wachstum von 28 Prozent zum Vorjahr bedeute. Die Zahlen sprechen f&uuml;r sich: Unsere Kinder sind nicht mehr sicher. Wir &uuml;brigens auch nicht. Wirtschaftskriminelle verjuxen den erarbeiteten Wohlstand.<br>\nAch so, Sie meinten, ich spreche von Fl&uuml;chtlingen? Tue ich doch, ich meine nur eine andere Sorte Fl&uuml;chtiger. Diejenigen n&auml;mlich, die sich aus dem Anstand gefl&uuml;chtet haben, die das Gesetz hinter sich lie&szlig;en und die vor Ermittlungsbeamten t&uuml;rmen. Letzteres wahrscheinlich viel zu selten: Polizei und Zoll sind unterbesetzt, sodass man annehmen muss, dass die vom BKA genannten Zahlen nur einen Ausschnitt aus der Wirklichkeit darstellen. Dazu kommen noch ziemlich viele Vorf&auml;lle, die gar nicht justiziabel sind, weil die Grenzen zwischen aggressiver Lobbyarbeit und Wirtschaftskriminalit&auml;t als flie&szlig;end gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1091784.wirtschaftskriminalitaet-sind-unsere-kinder-noch-sicher.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wahlkampfman&ouml;ver statt dringend &uuml;berf&auml;lliger Aufkl&auml;rung: Untersuchungsausschuss in Hessen zur Vergabe an Palantir beschlossen<\/strong><br>\nAuch in Hessen wird im Oktober 2018 ein neuer Landtag gew&auml;hlt. Grund genug f&uuml;r die Oppositionsparteien im hessischen Landtag &ndash; das sind SPD, FDP und Linke &ndash; sich einzuschie&szlig;en auf das Spitzenpersonal der CDU. Als gefundenes Fressen entdeckten SPD und FDP Unregelm&auml;&szlig;igkeiten bei der Auftragsvergabe im hessischen Innenministerium. Die Beschaffung einer Auswertesoftware der amerikanischen Firma Palantir geschah reichlich hemds&auml;rmelig, n&auml;mlich freih&auml;ndig. Und &auml;hnlich soll es auch mit Abschleppauftr&auml;gen f&uuml;r falsch abgestellte Fahrzeuge durch die Polizei Hessen in den letzten Jahren zugegangen sein. SPD und FDP sahen darin eine Chance, angesichts der Sommerpause und ganze vier Monate vor der Wahl einen Untersuchungsausschuss zu beantragen.<br>\nLeider bleiben die desastr&ouml;sen Auswirkungen der Vergabepolitik des hessischen Innenministeriums der letzten Jahre auf die IT-Infrastruktur der gesamten deutschen Polizeibeh&ouml;rden im Untersuchungsauftrag g&auml;nzlich unber&uuml;cksichtigt. Also doch nur ein Wahlkampfman&ouml;ver statt der dringend notwendigen Aufkl&auml;rung?!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/police-it.org\/untersuchungsausschuss-in-hessen-zur-vergabe-an-palantir-beschlossen\">POLICE-IT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Produktion von Lebensmitteln: Die Preise sind niedrig, die Arbeitsstandards auch<\/strong><br>\nZehn-Stunden-Schichten ohne Wasser, schutzlos auf gespritzten Feldern &ndash; unter solchen Bedingungen m&uuml;ssen Arbeiterinnen f&uuml;r unsere Lebensmittel schuften. Vor allem deutsche Handelsketten schneiden laut einer Studie schlecht ab.<br>\nEs gibt Arbeiterinnen, die auf Feldern und Plantagen das Essen f&uuml;r den &Uuml;berfluss in unseren Superm&auml;rkten produzieren, aber selbst hungern m&uuml;ssen, weil ihre L&ouml;hne zum Leben nicht reichen. Ihre Arbeitsbedingungen sind unw&uuml;rdig und zuweilen gesundheitsgef&auml;hrdend. Zum Beispiel auf Weinplantagen in S&uuml;dafrika: &ldquo;Die meisten Plantagenarbeiterinnen haben w&auml;hrend ihrer Schicht von morgens um sieben bis zum Feierabend um f&uuml;nf keinen Zugang zu Toiletten oder zu sauberem Wasser&rdquo;, sagt Colette Solomon, die mit der Organisation &ldquo;Women on Farms&rdquo; Hunderte Arbeiterinnen zu ihrem Arbeitsalltag auf Weing&uuml;tern befragt hat. Die fehlenden Toiletten sind ein besonders unangenehmes Problem &ndash; aber nicht das einzige.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/aldi-lidl-edeka-rewe-oxfam-kritisiert-geschaeftspolitik-a-1213655.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nun, f&uuml;r das linksliberale Juste Milieu w&auml;re die L&ouml;sung, nicht f&uuml;r die Verbesserung der Arbeitsbedingungen vor Ort und f&uuml;r die Rechte der arbeitende Menschen zu k&auml;mpfen, oder gar die Macht und den Einfluss internationaler Lebensmittelkonzerne zu thematisieren, sondern die Menschen zur Immigration nach Deutschland zu veranlassen, da die Forderung nach &ldquo;offenen Grenzen&rdquo; nun der wahre Klassenkampf ist. Dies ist zwar Klassenkampf allerdings anders als intendiert, n&auml;mlich zwangsl&auml;ufig der Kampf der einheimischen unteren Schichten gegen die neue Konkurrenz der Arbeitsimmigranten. Nun komme aber niemand aus dem b&uuml;rgerlichen, linksliberalen Lager und sage dies sei falsch und dumm, da es nur eine Frage der Verteilung gesellschaftlichen Reichtums sei, denn am Ende seinen materiellen Reichtum noch mit dem verachteten Prekariat zu teilen, dass ist das letzte was das linksliberale Juste Milieu m&ouml;chte.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Bundesregierung verweigert Mindeststandards f&uuml;r deutsche Unternehmen im Ausland<\/strong><br>\nDer Oxfam-Supermarktcheck zeigt erneut, mit welchen fatalen Folgen sich die Bundesregierung vor der Einf&uuml;hrung gesetzlicher sozialer, menschenrechtlicher und &ouml;kologischer Mindeststandards f&uuml;r deutsche Unternehmen im Ausland dr&uuml;ckt&ldquo;, erkl&auml;rt Eva-Maria Schreiber, Entwicklungspolitikerin der Fraktion DIE LINKE. Schreiber weiter:<br>\n&bdquo;Mit Initiativen wie dem &sbquo;Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte&lsquo; oder dem Textilb&uuml;ndnis betreibt die Bundesregierung pure Augenwischerei. Nur die Abkehr von freiwilligen Vereinbarungen mit der Privatwirtschaft und die Einf&uuml;hrung verbindlicher gesetzlicher Mindeststandards kann tats&auml;chlich zu einer Verbesserung der Situation f&uuml;r die Arbeiterinnen und Arbeiter im globalen S&uuml;den beitragen.<br>\nAuch deutsche Unternehmen sind f&uuml;r zahlreiche Menschenrechtsverletzungen in ihren Lieferketten im Ausland verantwortlich. Die Bundesregierung darf deshalb den UN-Treaty-Prozess nicht l&auml;nger torpedieren, sondern muss sich endlich f&uuml;r ein v&ouml;lkerrechtsverbindliches Abkommen zum Schutz der Menschenrechte gegen&uuml;ber Unternehmen einsetzen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/bundesregierung-verweigert-mindeststandards-fuer-deutsche-unternehmen-im-ausland\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ohne die billige M&uuml;llhalde China versch&auml;rft sich das weltweite Plastikm&uuml;llproblem<\/strong><br>\nChina hat bis Anfang des Jahres seit 1992 fast die H&auml;lfte des weltweiten Plastikm&uuml;lls aufgenommen, in den n&auml;chsten Jahren werden &uuml;ber 100 Millionen Tonnen anderweitig entsorgt werden m&uuml;ssen<br>\nChina hat zu Beginn des Jahres die Tore mit dem &ldquo;Gr&uuml;nen Zaun&rdquo; f&uuml;r den weltweiten Plastikm&uuml;ll geschlossen (Zentraler Recyclinghof des Planeten ist geschlossen). Das Land, das die Ma&szlig;nahme vorab angek&uuml;ndigt hatte, wollte nicht mehr M&uuml;llplatz f&uuml;r die Staaten werden, in denen weiter in Massen Plastik produziert und verwendet wird, w&auml;hrend der Abfall in die Umwelt gelangt oder exportiert wird. Nun stehen die L&auml;nder, allen voran die EU und die USA, vor dem Problem, wohin mit den Plastikbergen, die weiter anwachsen, weil die Recyclingrate gering ist und nur Teile verbrannt werden.<br>\nDabei ist Plastik bereits &uuml;berall vorhanden (Noch mehr Plastikm&uuml;ll in den Meeren, M&uuml;llhalde Ozean), Mikroplastikteilchen finden sich in allen Gew&auml;ssern und im Grundwasser, in B&ouml;den und in Organismen (Kleinste Plastikteilchen k&ouml;nnten global terrestrische &Ouml;kosysteme negativ ver&auml;ndern).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Ohne-die-billige-Muellhalde-China-verschaerft-sich-das-weltweite-Plastikmuellproblem-4089451.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>T&uuml;rkei verweigert deutschem OSZE-Wahlbeobachter die Einreise<\/strong><br>\nVor den Parlaments- und Pr&auml;sidentschaftswahlen in der T&uuml;rkei am kommenden Wochenende verweigert die t&uuml;rkische Regierung dem OSZE-Wahlbeobachter und europapolitischen Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Andrej Hunko, die Einreise in die T&uuml;rkei. Er erkl&auml;rt dazu:<br>\n&bdquo;Der t&uuml;rkische OSZE-Botschafter informierte auf der heutigen Ratssitzung, dass die T&uuml;rkei mir als akkreditiertem OSZE-Wahlbeobachter die Einreise in die T&uuml;rkei verweigern wird. Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich bereits im Flugzeug und kurz vor dem Abflug aus Wien. Die t&uuml;rkische Regierung sorgt f&uuml;r einen nie dagewesenen Affront gegen die internationale Wahlbeobachtung. Heiko Maas muss gegen&uuml;ber der Erdogan-Regierung durchsetzen, dass diejenigen deutschen Abgeordneten, die an Wahlbeobachtungsmissionen teilnehmen, dies ungehindert tun k&ouml;nnen.<br>\nIch musste das Flugzeug stoppen und in Wien aussteigen. Als Abgeordneter des Deutschen Bundestages und Mitglied in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates habe ich seit dem Jahr 2011 beinahe s&auml;mtliche Wahlen in der T&uuml;rkei beobachtet. Dass die Erdogan-Regierung in dieser Weise gegen das System der internationalen Wahlbeobachtung vorgeht, l&auml;sst sich nur durch die wachsende Nervosit&auml;t angesichts &auml;u&szlig;erst knapper Umfrageergebnisse f&uuml;r die AKP erkl&auml;ren.<br>\nOffensichtlich will die Erdogan-Regierung bei diesen f&uuml;r sie &auml;u&szlig;erst wichtigen Wahlen freie Hand haben. Bereits im Vorfeld wurde das t&uuml;rkische Wahlgesetz dahingehend ge&auml;ndert, dass auch ungestempelte Wahlzettel anerkannt werden und nur staatliche Beamte den Wahlgang beaufsichtigen. Auch die Verlegung von Wahllokalen weist darauf hin, dass die Erdogan-Regierung mit allen Mitteln sicherstellen will, dass es am Sonntag eine f&uuml;r sie erfolgreiche Wahlinszenierung gibt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/tuerkei-verweigert-deutschem-osze-wahlbeobachter-die-einreise\/\">Linksfraktion<\/a>\n<p><strong>dazu: Pr&auml;sidentschaftswahl in der T&uuml;rkei: &ldquo;Erdogan ist nicht die T&uuml;rkei&rdquo;<\/strong><br>\nAm Sonntag w&auml;hlt die T&uuml;rkei einen Pr&auml;sidenten und das Parlament. Da es in der T&uuml;rkei keine Informationsfreiheit gebe, nehmen viele Menschen nur das wahr, was regierungsparteinahe Medien berichten, sagte Sevim Dagdelen von der Linkspartei im Dlf. &ldquo;Insofern kann man nicht von freien und fairen Wahlen sprechen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/praesidentschaftswahl-in-der-tuerkei-erdogan-ist-nicht-die.694.de.html?dram:article_id=420991\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das Letzte: Sie tut wenigstens etwas<\/strong><br>\nDa ist es wieder, das Bild, das viele an der deutschen Kanzlerin stets beeindruckt hat: Die flei&szlig;ige Angela legt noch eine Schippe drauf. Sie arbeitet noch h&auml;rter als ohnehin schon an der L&ouml;sung eines f&uuml;r andere unl&ouml;sbaren Problems. Aktuell ist das die migrationspolitische Einigung des komplett zerstrittenen Europa. [&hellip;]<br>\nDoch eines d&uuml;rften selbst Merkels sch&auml;rfste Gegner nicht ignorieren k&ouml;nnen: Die tut wenigstens was. Die k&auml;mpft. Und sie labern nur. Schon immer hat Angela Merkel gekonnt die Au&szlig;enpolitikkarte gespielt, wenn es f&uuml;r sie brenzlig wurde. Ob in der Eurokrise, beim Klimaabkommen oder jetzt im Asylstreit &ndash; wenn ihre Autorit&auml;t wankt, d&uuml;st die Kanzlerin los. Sie jettet durch die Welt, redet und verhandelt, wirkt dabei nie eingeschnappt oder geschw&auml;cht und rei&szlig;t auf mittern&auml;chtlichen Pressekonferenzen auch noch Witzchen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Die-Kanzlerin\/!5511957\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Was ist denn an Merkels Tun gekonnt? Der europ&auml;ische Baum brennt lichterloh. Ein EU-Gipfel in der kommenden Woche droht zum Fiasko zu werden. Die Visegrad Staaten haben ihre Teilnahme daran gerade <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/visegrad-staaten-werden-nicht-an-eu-treffen-teilnehmen-100.html\">abgesagt<\/a>. Und auch sonst zeichnet sich unter den verbliebenen Teilnehmern <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/migrationspolitik-junckers-entwurf-zur-asylpolitik-scheitert-eu-gipfel-endet-wohl-ohne-gemeinsame-erklaerung\/22722542.html\">gar keine Einigung ab<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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