{"id":44583,"date":"2018-06-24T09:00:10","date_gmt":"2018-06-24T07:00:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44583"},"modified":"2018-06-22T14:38:23","modified_gmt":"2018-06-22T12:38:23","slug":"hinweise-der-woche-67","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44583","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44583#h01\">Wir Alternativlosen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44583#h02\">Aufr&uuml;stung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44583#h03\">Griechenland braucht einen Neuanfang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44583#h04\">Mythos &bdquo;gemeinsame L&ouml;sung&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44583#h05\">Neufassung Urheberrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44583#h06\">Immobilien und Wohnungsmarkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44583#h07\">&ldquo;Kleine Auszeit&rdquo; im F&uuml;nf-Sterne-Hotel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44583#h08\">Ein gro&szlig;er Erfolg: Die Reform der Entsenderichtlinie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44583#h09\">Gute Arbeit gegen Pflegenotstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44583#h10\">Ein schwieriges Verh&auml;ltnis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44583#h11\">Ohne die billige M&uuml;llhalde China versch&auml;rft sich das weltweite Plastikm&uuml;llproblem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44583#h12\">Genie des Agenda-Settings<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44583#h13\">Doping, Menschenrechte, Hooligans<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44583#h14\">Ein dreister Plan zur WM-Zeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44583#h15\">Die Linken haben die soziale Frage vergessen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44583#h16\">Am Samstag beginnt die Stopp Ramstein Kampagne 2018<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wir Alternativlosen<\/strong><br>\n&raquo;Wir k&ouml;nnen nicht die im Iran-Gesch&auml;ft engagierte deutsche Wirtschaft vor den US-Sanktionen sch&uuml;tzen.&laquo; Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Au&szlig;enminister Heiko Maas geben sich machtlos. Kanzlerin Merkel, alternativlos: Trumps rechtswidrige Aufk&uuml;ndigung des Vertragswerks mit Iran &raquo;besch&auml;digt das Vertrauen im internationalen Umgang&laquo;.<br>\nDie journalistische Hammelherde in den korporierten Massenmedien referiert die vermeintliche Hilf- und Ratlosigkeit des politischen Establishments und bohrt nicht nach. Keiner kommt auf die Idee, einmal wirklich s&auml;mtliche Handlungsoptionen der Europ&auml;er zu ermitteln und aufzulisten. Es gibt keine offene Debatte &uuml;ber alle Mittel der Gegenwehr Regierung und Parlament diskutieren nicht.<br>\nMan h&auml;tte doch gar zu gern erfahren, was Trumps v&ouml;lkerrechtswidrigen Abenteuern entgegenzusetzen w&auml;re &ndash; und warum unsere politische Kaste davor kneift. Der Informationsauftrag des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks bleibt trotz der Dringlichkeit dieser Fragen unbeachtet<br>\nWie w&auml;re es, eine Klage bei der Welthandelsorganisation gegen den US-Vertragsbruch vorzubereiten? Washington hat bereits erste sanktionsbewehrte Verbote von Gesch&auml;ften mit Iran gegen europ&auml;ische Konzerne ausgesprochen (Airbus-Industries ist zum Beispiel davon betroffen). Wie darauf antworten?<br>\nErstens: Einbestellung des neuen US-Botschafters Richard Grenell. Der Mann mit der anr&uuml;chigen Vergangenheit hatte, kaum war er in Berlin akkreditiert, von der deutschen Wirtschaft verlangt, sofort ihre Gesch&auml;fte mit dem Iran abzubrechen.<br>\nZweitens: Schrittweise Aufhebung der deutschen und der EU-Sanktionen gegen Russland bis zur vollst&auml;ndigen Normalisierung.<br>\nDrittens: Ein Gesetz zur knackigen Besteuerung von US-Konzernen, die bisher in der BRD zwar ein Milliardengesch&auml;ft machen, jedoch fast keine Steuern zahlen (Starbucks, General Motors, Microsoft, Apple, Amazon, Google, Facebook &hellip;).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/11-2018&amp;textfile=4384\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Aufr&uuml;stung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Von der Leyen will h&ouml;heren Wehretat<\/strong><br>\nVerteidigungsministerin Ursula von der Leyen fordert wegen steigender Kosten f&uuml;r R&uuml;stung und Personal einem Zeitungsbericht zufolge zus&auml;tzliche 25 Milliarden Euro f&uuml;r die Bundeswehr. Wie die &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung unter Berufung auf einen vertraulichen Bericht aus dem Verteidigungsministerium schrieb, fordert die CDU-Politikerin bis zum Ende der Legislaturperiode 2021 rund 15 Milliarden Euro mehr als im Etat vorgesehen und f&uuml;r 2022 noch einmal zus&auml;tzliche zehn Milliarden Euro.<br>\nIn dem 17-seitigen Papier listet die Verteidigungsministerin der Zeitung zufolge die Gr&uuml;nde f&uuml;r die zu erwartenden hohen Kosten auf: Dabei schlagen R&uuml;stungsausgaben sowie Kosten f&uuml;r Personal und Betrieb am meisten zu Buche. Dem Papier zufolge sollen sich die R&uuml;stungsausgaben bis 2023 von den derzeit geplanten 8,5 Milliarden Euro auf 17 Milliarden Euro verdoppeln. Gr&uuml;nde daf&uuml;r seien unter anderem das neue Sturmgewehr und eine bessere Bewaffnung des Eurofighter-Jets.<br>\nBei den Kosten f&uuml;r Personal und Betrieb rechnet das Ministerium bis 2023 mit 34,4 Milliarden Euro (plus 3,4 Milliarden Euro), wie die &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung berichtete. Ein Grund daf&uuml;r sei der geplante Zuwachs der Truppe von derzeit 174.000 auf 198.000 Soldaten. Auch die Instandhaltung der alten Technik werde immer teurer. Ohne zus&auml;tzliche finanzielle Mittel seien &ldquo;mehr als 200 neue Vorhaben&rdquo; nicht mehr finanzierbar, warnt das Ministerium in dem Bericht. Bundeswehrsoldaten m&uuml;ssten auf Ausstattung wie neue Kampfschuhe und Helme verzichten, hei&szlig;t es.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Von-der-Leyen-will-hoeheren-Wehretat-article20483195.html\">n-tv<\/a>\n<p>dazu: Union wirft Scholz Bruch des Koalitionsvertrags vor<br>\nMit seinem geplanten Wehretat bringt Finanzminister Olaf Scholz (SPD) das Verteidigungsministerium und die Unionsparteien gegen sich auf. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) fordert nach einem Bericht der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung bis 2022 rund 25 Milliarden Euro mehr f&uuml;r die Bundeswehr, als ihr Scholz bislang zugestehen will. Der &bdquo;Spiegel&ldquo; zitiert zudem aus einem internen Dokument der CDU\/CSU-Fraktion im Bundestag, wonach die mittelfristige Finanzplanung des Vizekanzlers aus Sicht der Unionsabgeordneten gegen den Koalitionsvertrag verst&ouml;&szlig;t.<br>\nVon der Leyen (CDU) verlangt nach &bdquo;Bild&ldquo;-Informationen bis Ende der Legislaturperiode (2021) rund 15 Milliarden Euro mehr f&uuml;r die Bundeswehr als eingeplant. F&uuml;r das Folgejahr 2022 wolle sie noch einmal zehn Milliarden Euro zus&auml;tzlich, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen ihr vorliegenden vertraulichen Bericht des Verteidigungsministeriums. Darin hei&szlig;e es, dass ohne mehr Geld &bdquo;mehr als 200 neue Vorhaben&ldquo; nicht realisierbar seien, darunter europ&auml;ische Gemeinschaftsprojekte wie die &bdquo;Eurodrohne&ldquo;. Zum &bdquo;gewaltigen Modernisierungsbedarf&ldquo; der Truppe k&auml;men die angestrebte Personalaufstockung und andere Kostenfaktoren hinzu.<br>\nDer Wehretat ist der zweitgr&ouml;&szlig;te Posten im Bundeshaushalt. F&uuml;r das laufende Jahr sind bislang 38,5 Milliarden Euro vorgesehen, f&uuml;r das kommende 41,5 Milliarden Euro. Von der Leyen fordert jedoch schon seit l&auml;ngerem, dass ihr Etat mittelfristig auf 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigt &ndash; rund 60 Milliarden Euro j&auml;hrlich. Vor allem Amerikas Pr&auml;sident Donald Trump besteht darauf, dass Deutschland als Nato-Partner sp&auml;testens 2024 sogar zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts in die Verteidigung investiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/bundeswehr-cdu-wirft-scholz-koalitionsvertragsbruch-vor-15643068.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ganz, ganz schlimm. SPD und Union sind sich einig, massiv aufzur&uuml;sten, und streiten nur &uuml;ber die Nachkommastellen, wer der &ldquo;unzuverl&auml;ssigere NATO-Partner&rdquo; ist; und dann soll die Bundeswehr nicht nur in der ganzen Welt Krieg f&uuml;hren, sondern gleich noch der allerletzten d&uuml;nnen Fesseln, des Parlamentsvorbehalts laut GG, beraubt werden. Und das war die letzte Haltelinie, die man vielleicht aus dem Zweiten Weltkrieg gelernt hat. Furchtbar.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Gibt es tats&auml;chlich einen Dissenz zwischen der Bundesregierung und der Trump-Administration in dieser Sache? Oder m&ouml;chte nicht viel mehr auch diese neue schwarz-rote Regierung &bdquo;mehr Verantwortung f&uuml;r die Welt&ldquo; &uuml;bernehmen, was mit Mehrausgaben f&uuml;r das Milit&auml;r verbunden w&auml;re?<\/em><\/p>\n<p><em>Werden diese Mehrausgaben f&uuml;r die reine Verteidigung ben&ouml;tigt? Gibt es in Deutschland wirklich keine gr&ouml;&szlig;eren Probleme als den Zustand der Bundeswehr? Eigentlich schon &ndash; einige Stichworte: Finanzen und Personal f&uuml;r Bildung\/Wissenschaft sowie Instandsetzung z.B. der Verkehrsinfrastruktur (Bahn und Stra&szlig;en) und die sichere gesetzliche(!) Rente.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>US-R&uuml;stungshaushalt: Rekord<\/strong><br>\nDer US-Senat stimmte einem Rekordr&uuml;stungshaushalt von offiziell 716 Mrd. Dollar f&uuml;r das Jahr 2019 zu, berichtet u.a. die Washington Post: &bdquo;The U.S. Senate on Monday voted to give the military $716 billion for 2019, approving one of the biggest defense budgets in modern American history despite concerns from some economists and lawmakers about the rapidly rising federal deficit. The 2019 military budget, approved by an 85-to-10 vote, gives America&rsquo;s armed forces an $82 billion increase from 2017.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2018\/06\/21\/us-ruestungshaushalt-rekord\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Von wegen Konfrontation mit den USA bzw. der Trump-Administration. Diesseits und jenseits des Atlantiks soll aufger&uuml;stet werden. Darin sind sich die NATO-Mitgliedsstaaten anscheinend einig. <\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Griechenland braucht einen Neuanfang<\/strong><br>\nEin &uuml;bertriebener Sparkurs und ein zu sp&auml;ter Schuldenschnitt: Viele Entscheidungen zu Griechenland waren falsch. Heute kann die Eurogruppe zeigen, dass sie gelernt hat.<br>\nAcht Jahre nach Beginn des ersten Hilfsprogramms f&uuml;r Griechenland ist es soweit &ndash; Griechenland soll wieder auf eigenen F&uuml;&szlig;en stehen. Die Eurogruppe soll heute das Ende des dritten Hilfsprogramms beschlie&szlig;en und die Modalit&auml;ten f&uuml;r die Zeit danach definieren. Ziel sollte es jetzt sein, einen tragf&auml;higen Ausstieg aus dieser f&uuml;r alle Seiten sehr schmerzlichen Zeit zu beschlie&szlig;en &ndash; und zwar so, dass zuk&uuml;nftige Generationen sich nicht mehr fortlaufend mit dem Thema besch&auml;ftigen m&uuml;ssen. [&hellip;]<br>\nDoch die Fehler der vergangenen acht Jahre sollte man nicht nur in Griechenland suchen. Von Anfang an hat der Internationale W&auml;hrungsfonds die Schuldenquote als nicht tragf&auml;hig eingestuft. Trotzdem kam es zu Beginn des ersten Programms nicht zu einem Schuldenschnitt &ndash; dem Land wurde stattdessen ein unm&ouml;gliches Sparprogramm auferlegt. Das Ergebnis war ein noch st&auml;rkerer Einbruch des Bruttoinlandsproduktes, der nicht notwendig gewesen w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2018-06\/schuldenkrise-griechenland-ende-hilfsprogramm-ems-schuldenerlass\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &ldquo;Ein &uuml;bertriebener Sparkurs &hellip;&rdquo;. Oh ha, eine sp&auml;te Einsicht, die leider f&uuml;r die Mehrheit der griechischen B&uuml;rger zu sp&auml;t kommt.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Deutschland macht mit Griechenland-Hilfen 2,9 Milliarden Gewinn<\/strong><br>\nAn diesem Donnerstag beraten die Euro-Finanzminister &uuml;ber die letzte Tranche aus dem aktuellen Hilfsprogramm f&uuml;r das hochverschuldete Land. Und p&uuml;nktlich wird am Morgen bekannt, dass Deutschland von den Rettungsma&szlig;nahmen profitiert hat &ndash; in Milliardenh&ouml;he. Seit dem Jahr 2010 hat die Bundesrepublik insgesamt etwa 2,9 Milliarden Euro an Zinsgewinnen verdient.<br>\nDas geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demzufolge stammen die Gewinne vor allem aus Ank&auml;ufen griechischer Staatsanleihen im Rahmen des &ldquo;Securities Market Programme&rdquo; (SMP) der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB), die bei der Bundesbank anfielen und dem Bundeshaushalt &uuml;berwiesen wurden. Auch die Bundesbank kaufte in gro&szlig;er Zahl die Staatspapiere.<br>\nFr&uuml;here Vereinbarungen sahen vor, dass Griechenland bei Erf&uuml;llung aller Spar- und Reformauflagen die SMP-Gewinne anderer Staaten ausbezahlt werden sollen. Der Antwort zufolge wurde aber nur 2013 ein Gesamtbetrag von zwei Milliarden Euro an Griechenland transferiert. 2014 gingen rund 1,8 Milliarden Euro auf ein Sperrkonto des Euro-Rettungsschirms ESM. Bei der Bundesbank wurden bis 2017 der Antwort zufolge rund 3,4 Milliarden Euro an Zinsgewinnen aus den SMP-K&auml;ufen erzielt. Nur 2013 und 2014 wurden Gewinne abgef&uuml;hrt an den ESM und an Griechenland. 2013 wurden rund 527 Millionen Euro und 2014 rund 387 Millionen zur&uuml;ck&uuml;berwiesen, was unterm Strich einen verbleibenden Gewinn von etwa 2,5 Milliarden Euro bedeutet. Hinzu kommen Zinsgewinne von 400 Millionen Euro aus einem Darlehen der Staatsbank KfW.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/schuldenkrise-deutschland-macht-mit-griechenland-hilfen-milliarden-gewinn-1.4025519\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Wie Syriza lernte, das Establishment zu lieben<\/strong><br>\nDie Diskussionen um die griechische Linksregierung sind ruhiger geworden. Dabei kann daraus vieles gelernt werden &ndash; vor allem, wie linke Politik nicht funktionieren kann.<br>\n(&hellip;) Denn die griechischen W&auml;hlerinnen hatten nicht lediglich &bdquo;bestimmte Ma&szlig;nahmen&ldquo;, sondern das gesamte neoliberale &bdquo;weiter so&ldquo; des Krisenkapitalismus abgelehnt. Der Plan f&uuml;r das, was danach kommen k&ouml;nnte, war f&uuml;r die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung mit Sicherheit unbekannt &ndash; es herrschten neben Angst auch h&ouml;chst widerspr&uuml;chliche Vorstellungen, aber auf das Verbleiben im Teufelskreis der Sparpakete wurde verzichtet. Ein Sprung in die Zukunft, egal wie ungewiss: Der Stoff, aus dem revolution&auml;re Umw&auml;lzungen gemacht werden.<br>\n(&hellip;) so stellte der Werdegang der Syriza einen harten Schlag f&uuml;r die gesamte griechische Linke dar, egal ob sie Tsipras&rsquo; Reformprojekt skeptisch oder feindselig gegen&uuml;berstand.<br>\n(&hellip;) . Syriza vermied nicht nur die Konfrontation mit dem griechischen Kapital, sondern versuchte, sich als deren zuverl&auml;ssiger Partner zu etablieren, &bdquo;um das Beste f&uuml;r die Menschen rauszuholen&ldquo; &ndash; ein Weg, den die europ&auml;ische Sozialdemokratie bereits ein Jahrhundert davor eingeschlagen hatte.<br>\n(&hellip;) Heute gleicht die innerparteiliche Lage der Syriza einem Trauerspiel. Jede Kapitulation offenbart eine Gruppe von Mitgliedern und Abgeordneten, die &bdquo;trotz alledem&ldquo; f&uuml;r die Partei noch weiterk&auml;mpfen m&ouml;chten, bis die folgende Kapitulation diese auch zum R&uuml;ck-, bzw. Austritt zwingt. Die Mehrheit der f&auml;higsten Kader in der Jugendorganisation verlie&szlig; die Partei bereits 2015. Manche schlossen sich der LAE an, doch viele blieben bewusst parteilos.<br>\n(&hellip;) Der Werdegang von Syriza zeigt, dass in ihrem gesamteurop&auml;ischen Richtungsstreit das Dilemma der Linken nicht lediglich unter dem Dilemma &bdquo;mehr oder weniger Europa&ldquo; oder &bdquo;Regierungsbeteiligung oder Linkspopulismus&ldquo; subsumiert werden kann. Ein ausschlie&szlig;licher Fokus darauf bei gleichzeitiger Vernachl&auml;ssigung der zentralen Rolle der gro&szlig;en Masse der arbeitenden Bev&ouml;lkerung kann die Linke langfristig l&auml;hmen &ndash; zum Beispiel, wenn als l&auml;ngst erledigt angesehene Debatten wieder auftauchen. In Griechenland ist es die Mazedonienfrage, in Deutschland der innerlinke Konflikt um Migration.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/adamag.de\/syriza-establishment-griechenland-eu\">ada<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Sehr lesenswert. Aus dem Scheitern der Syriza lassen sich viele Lehren f&uuml;r linke Parteien in allen L&auml;ndern ziehen. Die wichtigste Lehre ist vielleicht die: Auch wenn ihr die Mehrheit in allen Wahlen bekommt, die Systemver&auml;nderung l&auml;sst sich nicht im Parlament bewerkstelligen. Bessere Argumente und gutes Zureden n&uuml;tzen nichts: man wird euch nicht machen lassen!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Mythos &bdquo;gemeinsame L&ouml;sung&ldquo;<\/strong><br>\nLaut Regierungssprecher Steffen Seibert wird Merkel am kommenden Sonntag in Br&uuml;ssel mit den Regierungschefs &bdquo;einer Reihe betroffener und interessierter Staaten&ldquo; zu einem &bdquo;informellen Arbeitstreffen&ldquo; zusammenkommen. Bei dem Treffen, zu dem offiziell EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker eingeladen hat und das der Vorbereitung des EU-Gipfel am 28. und 29. Juni dienen soll, werde es um &bdquo;aktuelle Fragen der Migration&ldquo; gehen, k&uuml;ndigte Seibert am Mittwoch in Berlin an.<br>\nJuncker eilt damit Merkel zu Hilfe. Offiziell geht es zwar nur um ein &bdquo;informelles Arbeitstreffen&ldquo;, mit dem der EU-Gipfel Ende kommender Woche vorbereitet werden soll. Doch in der Sache hat sich der Luxemburger zuletzt immer mehr der Position der deutschen Kanzlerin angen&auml;hert. Selbst in der Wortwahl passt sich Juncker an. Es gehe darum, &bdquo;an europ&auml;ischen L&ouml;sungen zu arbeiten&ldquo;, sagte er.<br>\nVor zwei Wochen klang das noch ganz anders. Bei einem Treffen mit dem &ouml;sterreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz in Br&uuml;ssel stellte sich Juncker hinter dessen Plan, die &bdquo;Sicherung der Au&szlig;engrenzen&ldquo; zur absoluten Priorit&auml;t zu erkl&auml;ren.<br>\nVon den Binnengrenzen, um die es Bundesinnenminster Horst Seehofer geht, war ebenso wenig die Rede wie von R&uuml;ckf&uuml;hrungen in andere EU-L&auml;nder. Auch eine faire Lastenteilung, wie sie Merkel fordert, war kein Thema.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Sondergipfel-zur-EU-Migrationspolitik\/!5512123\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44486\">&bdquo;Getrennt marschieren, vereint schlagen&ldquo; &ndash; und die Medien stochern im Theaterdonner<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Unehrliche Debatte &ndash; Fl&uuml;chtlingsstreit entz&uuml;ndet sich an falschen Stellen<\/strong><br>\nWer dieser Tage die Debatten in Deutschland verfolgt, muss unweigerlich den Eindruck gewinnen, das Thema Fl&uuml;chtlinge sei das mit Abstand wichtigste in unserem Land. Das ist absurd. Gewiss, es ist ein dr&auml;ngendes Problem. Es fehlt an Wohnungen, Schulen und Kinderg&auml;rten werden belastet. Von den menschlichen Trag&ouml;dien ganz zu schweigen. Und doch, mit Verlaub, hier sind die Ma&szlig;st&auml;be verrutscht. Der Kardinalfehler war nicht, dass Kanzlerin Merkel in einer dramatischen Notlage Abertausende Fl&uuml;chtlinge ins Land lie&szlig;. Das unverzeihliche Vers&auml;umnis war, dass ihrem &ldquo;Wir schaffen das&rdquo; keine gemeinsame Anstrengung folgte, um sicherzustellen, wie das gelingen soll. An diesem schwerwiegenden Fehler h&auml;ngt die ganze h&auml;ssliche Debatte, die sich seither entwickelt hat &ndash; und die das Land spaltet wie selten ein Thema zuvor. Nat&uuml;rlich kann Deutschland nicht alle Fl&uuml;chtlinge aufnehmen. Es gibt Grenzen der Belastbarkeit. Trotzdem sollte man ein paar grundlegende Zahlen zur Kenntnis nehmen. 2017 waren weltweit 68,5 Millionen Menschen auf der Flucht &ndash; so viel wie nie zuvor. Die meisten sind aber keineswegs in die reicheren L&auml;nder gestr&ouml;mt. Rund 40 Millionen sind im eigenen Land geflohen, weitere Millionen in die Nachbarstaaten. 85 Prozent aller Fl&uuml;chtlinge leben in Entwicklungsl&auml;ndern. Gleichwohl, alle Appelle, die Debatte zu versachlichen, verpuffen derzeit, wenn sie nicht sogar neue Beschimpfungen ausl&ouml;sen. Wenn dann ein so entsetzlicher Fall hinzukommt wie der der 15-j&auml;hrigen Susanna, die von einem irakischen Fl&uuml;chtling vermutlich erst vergewaltigt und dann get&ouml;tet wurde, brechen auch bei vielen besonnen Menschen D&auml;mme. Der Streit wird so erbittert gef&uuml;hrt, dass die CSU aus Angst wegen des Fl&uuml;chtlingsthemas ihr absolute Mehrheit im Landtag einzub&uuml;&szlig;en, selbst die Gro&szlig;e Koalition in Berlin aufs Spiel setzt. Auch Folgen f&uuml;r die gesamte EU interessieren die CSU-F&uuml;hrung nicht. Es werden Begriffe wie &ldquo;Asyltourismus&rdquo; unters Volk geworfen, die ins &ldquo;W&ouml;rterbuch der Unmenschen&rdquo; geh&ouml;ren &ndash; von Politikern, die Kreuze in Amtsstuben aufh&auml;ngen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/1.7723571?searched=true\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.G.:<\/strong> Journalismus, wie wir ihn in diesen Tagen dringend brauchen. Leider sind solche Artikel in der Mehrzahl der Medien nicht zu finden.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: SPON-Umfrage: Mehrheit w&uuml;nscht sich bundesweite CSU<\/strong><br>\nFast t&auml;glich attackiert die CSU Kanzlerin Merkel. Sollte die Partei auf Bundesebene antreten? Eine Mehrheit spricht sich im SPON-Trend daf&uuml;r aus &ndash; will aber zugleich eine europ&auml;ische Fl&uuml;chtlingspolitik.<br>\nSeit Wochen kriselt es heftig zwischen CDU und CSU, die Union droht zu zerbrechen. Damit k&ouml;nnte auch eine alte Abmachung ihre G&uuml;ltigkeit verlieren: Dass die CSU als Regionalpartei nur in Bayern antritt und in anderen Bundesl&auml;ndern der CDU keine Konkurrenz macht. In Krisenzeiten benutzte die CSU diese Option immer wieder als Druckmittel gegen&uuml;ber den Christdemokraten. Doch schon lange waren die Zerw&uuml;rfnisse zwischen den Schwesterparteien nicht mehr so erheblich wie jetzt. Eine SPIEGEL-ONLINE-Umfrage zeigt: Eine Mehrheit der Befragten w&uuml;rde es begr&uuml;&szlig;en, wenn die CSU auch im Bund eigenst&auml;ndig antritt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/csu-umfrage-mehrheit-wuenscht-sich-bundesweite-csu-a-1213968.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Quot errat demonstrandum, dass der Streit um die Fl&uuml;chtlingspolitik eine Inszenierung ist, um potenzielle AfD-W&auml;hler bei der Stange zu halten. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Neufassung Urheberrecht<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Rechtsexperte &uuml;ber Upload-Filter: &ldquo;Der Urheber schie&szlig;t sich selber in den Fu&szlig;&rdquo;<\/strong><br>\nDie EU will das Urheberrecht reformieren und schl&auml;gt einen Upload-Filter im Netz vor. Aus Sicht des Rechtsexperten Martin Kretschmer ist das ein gravierender Eingriff, der Innovationen im Netz verhindert.<br>\nAm heutigen Mittwoch stimmen im Rechtsausschuss des EU-Parlaments die Abgeordneten im Rahmen einer Neufassung des Urheberrechts auch &uuml;ber Upload-Filter ab. Spricht sich die Mehrheit daf&uuml;r aus, dann w&uuml;rden sich damit grundlegende Elemente der Netzkultur ver&auml;ndern. Das h&auml;tte sp&uuml;rbare Auswirkungen: Selbst harmlose Verlinkungen zu einer externen Website, die User klicken k&ouml;nnen &ndash; etwa von Diensten wie Twitter oder Online-Enzyklop&auml;dien zuhauf genutzt &ndash; w&auml;ren nicht mehr m&ouml;glich, ohne vorher Lizenzen daf&uuml;r zu erwerben.<br>\nWie ernst die Lage ist, best&auml;tigte Martin Kretschmer, Professor f&uuml;r Immaterialg&uuml;terrecht an der Universit&auml;t Glasgow, im Deutschlandfunk Kultur. Er ist zudem Mitautor einer Studie f&uuml;r die EU in Sachen Urheberrechtsreform. Das Brisante daran: Die Studie wurde zun&auml;chst zur&uuml;ckgehalten &ndash; da sie dem Entwurf der Kommission eher kritisch gegen&uuml;berstand. Erst im vergangenen Dezember wurde der Text ver&ouml;ffentlicht.<br>\nZahlreiche neue Internet-Dienste seien in den letzten zehn Jahren entstanden, viele weitere st&uuml;nden in den Startl&ouml;chern. &ldquo;Das Ziel der urspr&uuml;nglichen Regelung der Haftbarkeit war, Innovation zuzulassen. Wenn wir jetzt auf eine Filterstrategie umbauen, werden sich zum einen viele dieser Dienste gar nicht ergeben. Und zweitens werden viele der Handlungen, die wir als Nutzer vornehmen, schwieriger&rdquo;, sagte Kretschmer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/rechtsexperte-ueber-upload-filter-der-urheber-schiesst-sich.1008.de.html?dram:article_id=420809\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/li>\n<li><strong>Upload-Filter und Leistungsschutzrecht: Europa entkernt das Internet<\/strong><br>\nDas EU-Parlament hat die Weichen f&uuml;r ein restriktives Urheberrecht gestellt. Nun drohen der Aufbau einer gigantischen Filter-Infrastruktur und gravierende Beschr&auml;nkungen des Internets.<br>\n24 Artikel umfasst die geplante EU-Urheberrechtsreform. Zwei davon sind f&uuml;r das Internet von besonderer Bedeutung: Artikel 11 und Artikel 13. Der Rechtsausschuss des EU-Parlaments hat mehrheitlich f&uuml;r Versionen dieser beiden Artikel gestimmt, die absehbar mehr Schaden anrichten, als Nutzen bringen werden. Folgt das Plenum diesem Votum, wird Europa das Internet entkernen.<br>\nArtikel 11 n&auml;mlich h&auml;tte die Einf&uuml;hrung eines europaweiten Leistungsschutzrechts f&uuml;r Presseverleger zur Folge: Jegliche kommerziellen Onlinedienste, die Inhalte von Verlagen in digitaler Form nutzen wollen, sollen daf&uuml;r Geld zahlen &ndash; wobei &ldquo;Nutzen&rdquo; alles sein kann, was &uuml;ber die blo&szlig;e Verlinkung hinausgeht. In Deutschland existiert dieses Recht seit 2013 und darf getrost als totaler Flop bezeichnet werden. Wie die gesamteurop&auml;ische L&ouml;sung ein Erfolg werden soll, ist nicht zu erkennen. Durch schwammige oder gar fehlende Definitionen wird sie auf Jahre f&uuml;r massive Rechtsunsicherheit sorgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/upload-filter-und-leistungsschutzrecht-europa-entkernt-das-internet-a-1213997.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>EU-Entscheid f&uuml;r Leistungsschutz: Bahn frei f&uuml;r Verlags-Trojaner unter falscher Flagge von &bdquo;fairen Lizenzen&ldquo;<\/strong><br>\nDer ma&szlig;gebliche EU-Ausschuss hat sich heute f&uuml;r die Einf&uuml;hrung von Uploadfiltern und das Leistungsschutzrecht f&uuml;r Presseverlage ausgesprochen. Was sind die Folgen, wenn die Regelungen k&uuml;nftig Bestandteil des europ&auml;ischen Rechts werden? MEEDIA-Gastautorin Anja Neubauer ist skeptisch. Die Rechtsexpertin f&uuml;rchtet, dass dies das Urheberrecht auf EU-Ebene nicht vereinheitlicht, sondern verkompliziert. Urheber selbst gehen im Ergebnis sogar leer aus und Verwerter wittern das ganz gro&szlig;e Geld. Ihr Fazit: Die Richtlinie ist in G&auml;nze missgl&uuml;ckt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/meedia.de\/2018\/06\/20\/eu-entscheid-fuer-leistungsschutz-bahn-frei-fuer-verlags-trojaner-unter-falscher-flagge-von-fairen-lizenzen\">meedia.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Immobilien und Wohnungsmarkt<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der gro&szlig;e Ausverkauf<\/strong><br>\nWie internationale Finanzkonzerne mit Hilfe einer willigen Politik die &ouml;ffentlichen Wohnungsbest&auml;nde &uuml;bernommen haben. Die organisierte Katastrophe auf dem Wohnungsmarkt<br>\nVonovia. Schon mal geh&ouml;rt? So hei&szlig;t der gr&ouml;&szlig;te Eigent&uuml;mer von Mietwohnungen in Deutschland. Vonovia geh&ouml;ren 355.000 Wohnungen in den gr&ouml;&szlig;eren deutschen St&auml;dten, zum Beispiel 32.500 in Berlin. Zus&auml;tzlich verwaltet der Konzern 65.000 Wohnungen anderer Eigent&uuml;mer. Anfang Mai dieses Jahres feierte Vonovia-Chef Rolf Buch bei der Aktion&auml;rsversammlung im RuhrCongress-Centrum Bochum die Erfolge: F&uuml;r das Jahr 2017 betr&auml;gt der Reingewinn 2,567 Milliarden Euro. Die Dividende f&uuml;r die Aktion&auml;re wird um 15 Prozent erh&ouml;ht. Und wer sind die Aktion&auml;re, bei denen die Dividenden aus den 2,567 Mrd. Euro Reingewinn landen? Es sind die &shy;Finanzkonzerne Blackrock, Norges, Barclays Capital, Lansdowne Partners, Invesco, Wellcome Trust, Wellington, Terra Firma, Cicap und Citigroup. Sie haben ihren operativen Sitz vor allem in New York und London und ihren Steuersitz in den bekannten Finanzoasen wie Delaware \/ USA und den Niederlanden.<br>\n(&hellip;) Aber mit Vonovia ist das Wohnungs&shy;eigentum dieser Gro&szlig;aktion&auml;re kei&shy;nes-wegs ersch&ouml;pft. Der zweitgr&ouml;&szlig;te &shy;Eigen-t&uuml;mer von Mietwohnungen in Deutsch- land hei&szlig;t Deutsche Wohnen AG. Der Konzern mit heute 163.000 Wohnungen, davon 100.000 in Berlin, wurde schrittweise von der Deutschen Bank zusammengekauft. Auch er geh&ouml;rt heute weitgehend denselben Aktion&auml;ren wie Vonovia, n&auml;mlich Sun Life Financial, Blackrock und Norges. &Auml;hnlich ist es bei der Landesentwicklungs-Gesellschaft (LEG): Die 91.000 Wohnungen des Landes Nordrhein-Westfalen wurden 2008 von der CDU-FDP-&shy;Landesregierung zun&auml;chst an Whitehall, eine Tochter von Goldman Sachs, verkauft. Seit dem B&ouml;rsengang hei&szlig;en hier die neuen Eigent&uuml;mer Blackrock, Massachusetts Financial, Deutsche Bank, AXA Versicherungen und BNP Paribas Investment Partners (Frankreich).<br>\nGigantische Mietsteigerungen<br>\nDie skandal&ouml;sen Zahlen, auf denen die &shy;Erfolge von Vonovia und Blackrock &amp; Co beruhen, wurden bei der Hauptversammlung im Bochumer RuhrCongress am 9. Mai nicht direkt genannt, aber die Aktion&auml;re kannten sie und freuten sich klammheimlich: Seit 2008 sind die Mieten in Berlin um 76 Prozent gestiegen, in M&uuml;nchen um 43 Prozent, in Stuttgart um 41 Prozent, in N&uuml;rnberg um 38 Prozent, in Leipzig und Bremen und Frankfurt um 35 Prozent, in Dresden um 34 Prozent, in Dortmund um 33 Prozent, in M&uuml;nster um 31 Prozent, in Hamburg und K&ouml;ln um 30 Prozent. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/publik.verdi.de\/2018\/ausgabe-04\/gesellschaft\/gesellschaft\/seite-9\/der-grose-ausverkauf\">Verdi<\/a><\/li>\n<li><strong>Steuervermeidung durch Share Deals entschlossen eind&auml;mmen<\/strong><br>\nDer Plan der Finanzministerkonferenz, die Schwelle f&uuml;r den steuerfreien Grunderwerb &uuml;ber Share Deals auf 90 Prozent zu begrenzen, ist nur ein Tropfen auf den hei&szlig;en Stein. Nat&uuml;rlich m&uuml;ssen verfassungsrechtliche Grenzen bedacht werden. Aber der Staat kann doch nicht einerseits den kleinen H&auml;uslebauern immer h&ouml;here Grunderwerbsteuern auferlegen und dann tatenlos zusehen, wie finanzstarke Immobilieninvestoren diese Grunderwerbsteuer systematisch umgehen&ldquo;, erkl&auml;rt J&ouml;rg Cezanne, f&uuml;r die Fraktion DIE LINKE Mitglied im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages. Bei der heutigen Konferenz der L&auml;nderfinanzminister wird &uuml;ber den weiteren Umgang mit sogenannten Share Deals zur Umgehung der Grunderwerbsteuer gesprochen. Durch dieses Schlupfloch entgeht dem Staat mindestens eine Milliarde Euro j&auml;hrlich. Cezanne weiter:<br>\n&bdquo;Die Schritte, die die L&auml;nderfinanzminister zur Vermeidung dieses Steuerschlupflochs ergreifen wollen, sind halbherzig. Sehr viel besser w&auml;re es, sie w&uuml;rden sich zum sogenannten &sbquo;quotalen Besteuerungsverfahren&rsquo; durchringen. Dabei wird anteiliger Grunderwerb wenigstens auch anteilig besteuert. So w&uuml;rden z.B. bei &Uuml;bernahme von mehr als 50 Prozent eines Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mers auch 50 Prozent der entsprechenden Grunderwerbsteuer f&auml;llig, bei Erwerb von mehr als 75 Prozent eines Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mers entsprechend 75 Prozent der f&auml;lligen Steuer. Auch zu diesem Modell haben die L&auml;nderfinanzminister ein Rechtsgutachten eingeholt, welches die Chancen durchaus als positiv bewertet. Wir fordern die Finanzminister von Bund und L&auml;ndern auf, diesen Weg zu beschreiten und Share Deals endlich mit vollem gesetzlichem Einsatz zu bek&auml;mpfen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/steuervermeidung-durch-share-deals-entschlossen-eindaemmen\/\">Linksfraktion<\/a><\/li>\n<li><strong>Mafia setzt auf Immobilien in Deutschland<\/strong><br>\nDer boomende deutsche Immobilienmarkt lockt verst&auml;rkt Kriminelle an. Ein Problem ist Geldw&auml;sche. &ldquo;Beim Immobiliensektor handelt es sich aufgrund der dort vorhandenen hohen Transaktionsvolumina um einen Sektor mit herausgehobenem Risiko&rdquo;, hei&szlig;t es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Gr&uuml;nen-Bundestagsfraktion.<br>\nVon den erfassten 563 Verfahren zur Organisierten Kriminalit&auml;t im Jahr 2016 gebe es bei sieben Prozent &ldquo;Geldw&auml;scheaktivit&auml;ten mittels Investitionen in Immobilien&rdquo;. Dabei gehe es in fast der H&auml;lfte der F&auml;lle um russische und italienische Gruppen. Zugleich wird eine hohe Dunkelziffer einger&auml;umt. Seit 2009 haben sich laut Regierung die Geldums&auml;tze im Immobiliensektor deutlich erh&ouml;ht, f&uuml;r 2016 werden sie auf 237,5 Milliarden Euro beziffert.<br>\nZuletzt machten Hinweise Schlagzeilen, dass auf EU-Sanktionslisten stehende russische Oligarchen &uuml;ber Mittelsm&auml;nner in gefragte Immobilien zum Beispiel in Berlin investieren. Ein Hauptproblem ist die Verschleierung der wahren Besitzer und Investoren &uuml;ber verschachtelte Firmenkonstrukte. (&hellip;)<br>\nDringend notwendig sei ein zentrales und &ouml;ffentliches Immobilienregister, in dem die wahren Eigent&uuml;mer eingetragen sind. Die Geldw&auml;scheaufsicht im Immobiliensektor sei ein Flickenteppich und in vielen Bundesl&auml;ndern schlichtweg ein Witz. &ldquo;Wir sehen bislang nur die Spitze eines gewaltigen Eisberges&rdquo;, meinte Paus. Die Gr&uuml;nen-Innenexpertin Irene Mihalic betonte: &ldquo;Trotz der hohen Dunkelziffer sprechen die Zahlen der Bundesregierung eine eindeutige Sprache, der Immobilienmarkt ist ein Hoch-Risiko-Sektor f&uuml;r Geldw&auml;sche&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Mafia-setzt-auf-Immobilien-in-Deutschland-article20484128.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> &Uuml;ber die <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40584#h09\">Folgen des in Deutschland nicht vorhandenen Immobilienregisters hatte &ldquo;Monitor&rdquo; berichtet<\/a>. An diesen Umst&auml;nden k&ouml;nnte nun der neue Bundesfinanzminister Scholz ma&szlig;geblich etwas &auml;ndern, wenn er und sein Ministerium es ernsthaft wollen.<\/em><\/p>\n<p><em>Auch Fabio De Masi von der Partei Die Linke. hat bereits vor einigen Wochen auf diese Problematik hingewiesen und entsprechende Forderungen gestellt. Bitte lesen Sie dazu erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44143#h04\">Schattenfinanzindex 2018 &ndash; Deutschland ist Gangster&rsquo;s Paradise<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&ldquo;Kleine Auszeit&rdquo; im F&uuml;nf-Sterne-Hotel<\/strong><br>\nDer Industriekonzern Bilfinger steht wegen Korruption seit Jahren unter US-Aufsicht. Der Fall einer Tochterfirma zeigt, wie Manager mit dem Geld des Unternehmens geprasst haben.<br>\n(&hellip;) In den vergangenen Tagen hat der SPIEGEL Unregelm&auml;&szlig;igkeiten im Bilfinger-Imperium enth&uuml;llt. Sie deuten darauf hin, dass die Konzernleitung jahrelang nicht so genau hingesehen hat, wenn es um den Einsatz unlauterer Mittel im Wettbewerb um lukrative Auftr&auml;ge ging. Das Beispiel BBS zeigt wie unter einem Brennglas, woran der Bilfinger-Konzern &uuml;ber Jahre hinweg krankte: Eine Gleichg&uuml;ltigkeit gegen&uuml;ber ethischen Fragen der guten Unternehmensf&uuml;hrung. Und dazu eine ausgepr&auml;gte Selbstbedienungsmentalit&auml;t. Das legen vertrauliche Dokumente nahe, die dem SPIEGEL vorliegen.<br>\nBei BBS ging es nicht blo&szlig; um Spesenrittertum. Es ging auch um Korruption und mutma&szlig;liche Selbstbereicherung in der F&uuml;hrungsspitze. Um s&uuml;ndhaft teure Geschenke, deren Empf&auml;nger bis heute unbekannt sind. Um Zuwendungen an Amtstr&auml;ger, nebul&ouml;se Provisionszahlungen an Vertreter und Berater, millionenschwere Baukassen &ndash; und eine teils intransparente Buchhaltung.<br>\nM&ouml;gliche Korruption in Bangladesch<br>\nBBS, ein 1600-Mitarbeiter-Unternehmen mit Sitz in Oberhausen, hielt Kraftwerke instand, wartete und erneuerte sie. Ebenso wie die Konzernmutter Bilfinger machte auch BBS millionenschwere Gesch&auml;fte im Ausland. Jahrelang konnten die BBS-Manager kaum behelligt schalten und walten.<br>\n(&hellip;) Aber BBS ist mittlerweile Vergangenheit. Im September 2017 schloss der Konzern das Unternehmen mit zwei weiteren Gesellschaften zur Billfinger Engineering &amp; Technologies GmbH zusammen. Hoffentlich funktioniert dort das interne Kontrollsystem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/bilfinger-spesenritter-und-korruption-bei-tochterfirma-bbs-a-1213549.html\">Spiegel<\/a>\n<p><strong>dazu: Ein Koch als K&ouml;nig<\/strong><br>\nDem ehemaligen Politiker und Bilfinger-Chef Roland Koch werden in einem Bericht schwere Vorw&uuml;rfe gemacht.<br>\nHessischer Ministerpr&auml;sident ist Roland Koch (CDU) schon seit fast acht Jahren nicht mehr. Und seine anschlie&szlig;ende Karriere als Vorstand und Konzernchef des Bau- und Dienstleistungskonzerns Bilfinger fand vor knapp vier Jahren ein j&auml;hes Ende. Nun aber wird Koch erneut von seiner Vergangenheit eingeholt: Ein Aufseher des US-Justizministeriums wirft Koch vor, w&auml;hrend seiner Zeit an der Spitze von Bilfinger allzu arglos mit dem Thema Korruption umgegangen zu sein. Koch war von 2011 bis 2014 Vorstandsvorsitzender des Mannheimer Unternehmens.<br>\nWie der &bdquo;Spiegel&ldquo; berichtet, belastet der Anwalt Mark Livschitz Koch und seine einstigen Vorstandskollegen schwer. Livschitz wacht im Auftrag des amerikanischen Justizministeriums dar&uuml;ber, dass sich Bilfinger an die Regeln einer sauberen Unternehmensf&uuml;hrung h&auml;lt. Koch und die anderen Vorst&auml;nde h&auml;tten sich &bdquo;an keine Regeln gebunden&ldquo; gef&uuml;hlt und &bdquo;strategische Entscheidungen in korruptionsempfindlichen Bereichen&ldquo; gef&auml;llt, &bdquo;ohne die Korruptionsproblematik zu bedenken&ldquo;, beklagt der Anwalt demnach in vertraulichen Berichten.<br>\nIm Februar hatte der Bilfinger-Aufsichtsrat beschlossen, Schadenersatz von Koch und weiteren ehemaligen Vorst&auml;nden zu fordern. Im Raum steht eine Forderung von 120 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/roland-koch-ein-koch-als-koenig-a-1525997\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p>\n<p><strong>und auch: Master in Korruption? Roland Koch lehrt an der Frankfurt School of Finance &amp; Management<\/strong><br>\nRoland Koch lehrt heute an der privat betriebenen Frankfurt School of Finance &amp; Management, obwohl (oder weil?) er als CDU-Politiker, Ministerpr&auml;sident und inzwischen auch Baukonzern-Manager in kriminelle, korrupte und oft einfach ekelhafte Aff&auml;ren verstrickt war. Raffgierig wurden in seinem Umfeld in Hessen Schwarze CDU-Kassen mit Schmiergeld gef&uuml;llt, das angeblich aus Erbschaften von &bdquo;reichen Juden&ldquo; stammte. Aufrechte Steuerfahnder, die Steuern bei reichen Leuten eintreiben wollte, wurden schikaniert und mit widerlichen Methoden aus dem Amt gemobbt, ihre Existenz durch Psychiatrisierung zerst&ouml;rt. Auch beim Bauriesen Bilfinger leistete Koch miese Arbeit, trieb ihn an den Rand der Pleite und wg. Korruption will Bilfinger nun 120 Millionen Schadensersatz (weil die US-Beh&ouml;rden sie erwischt haben und nat&uuml;rlich wieder einmal nicht die deutsche Justiz).(&hellip;) Der tief in all diese dunklen Machenschaften verstrickte und f&uuml;r viele Schlampereien und Schweinereien auf h&ouml;chster Ebene alleinverantwortliche Roland Koch erhielt f&uuml;r seine ruhmreichen T&auml;tigkeiten folgende Auszeichnungen:&hellip;..<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jasminrevolution.wordpress.com\/2018\/06\/19\/wo-die-korruption-selbst-lehrt-frankfurt-school-of-finance-management\/\">JASMINEREVOLUTION<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Lesenswert. Der Aufstieg und Werdegang des umtriebigen Roland Koch. Vom hessischen CDU Landesvorsitzenden zum Ministerpr&auml;sidenten, danach zum Vorstandsvorsitzenden des Baukonzerns Bilfinger und schlie&szlig;lich zum Professor an der Frankfurt School of Finance and Management. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ein gro&szlig;er Erfolg: Die Reform der Entsenderichtlinie<\/strong><br>\nUm die Europ&auml;ische Union (EU) und dort speziell um die Wirtschafts- und Sozialpolitik ist es nicht gut bestellt. Gro&szlig;e Ungleichgewichte und viel unbearbeiteter Problemdruck haben sich aufgestaut. Wir berichten &uuml;ber diese Dinge regelm&auml;&szlig;ig. Gleichwohl ist das Makroskop-Abo kein Abonnement auf schlechte Nachrichten. Heute wollen wir eine erfreuliche Entwicklung w&uuml;rdigen: Die Verabschiedung der Reform der Entsenderichtlinie durch das Europ&auml;ische Parlament (EP) gegen Ende des vergangenen Monats. Dass dieser Erfolg gelang, war durchaus keine Selbstverst&auml;ndlichkeit.<br>\nWerfen wir, um den Sachverhalt angemessen zu w&uuml;rdigen, zun&auml;chst einen Blick auf ein benachbartes Rechtsgebiet: auf das Gesellschaftsrecht, also das Recht der unternehmerischen Rechtsformen. Dort hat die extensive Interpretation der europ&auml;ischen Niederlassungsfreiheit (Artikel 49 des Vertrags &uuml;ber die Arbeitsweise der EU, AEUV) durch den Europ&auml;ischen Gerichtshof (EuGH) dazu gef&uuml;hrt, dass Unternehmensgr&uuml;nder und -eigent&uuml;mer sich die Rechtsform ihrer Unternehmen frei unter den in der EU-28 vertretenen Rechtsformen ausw&auml;hlen k&ouml;nnen, unabh&auml;ngig vom Ort ihrer wirtschaftlichen Aktivit&auml;ten. Die EU-Mitgliedstaaten haben also das Recht verloren, den auf ihren Territorien t&auml;tigen Unternehmen ihr Gesellschaftsrecht aufzuzwingen. (&hellip;)<br>\nBetrachten wir das Ergebnis nun nach L&auml;ndern, dann zeigen sich besonders gro&szlig;e Mehrheiten f&uuml;r die Reform beispielsweise in &Ouml;sterreich, Bulgarien, Irland, Italien, Portugal, Slowenien und Spanien &ndash; nicht aus allen diesen L&auml;ndern hatten wir hohe Zustimmungswerte erwartet. Besonders viele Gegenstimmen kamen aus Gro&szlig;britannien, Polen, Ungarn und Tschechien, was gut zu unseren Ausgangs&uuml;berlegungen passt.<br>\nDiese Ergebnisse verdeutlichen, dass die Reform der Entsenderichtlinie in besonderem Ma&szlig;e eine Leistung der Sozialdemokraten, der Gr&uuml;nen und der Linken ist. Ihnen gelang es &ndash; unter kr&auml;ftiger Mitwirkung der Gewerkschaften &ndash;, in ihren Reihen hohe Ausma&szlig;e an Koh&auml;renz unter Einschluss auch der Abgeordneten aus jenen L&auml;ndern zu erreichen, bei denen wir die Bef&uuml;rwortung der Reform nicht unbedingt erwartet h&auml;tten. Allen, die daran mitgewirkt haben, kann man nur gro&szlig;en Respekt ausdr&uuml;cken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/06\/ein-grosser-erfolg-die-reform-der-entsenderichtlinie\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gute Arbeit gegen Pflegenotstand<\/strong><br>\nDie Aufwertung sozialer Berufe ist dringend notwendig. Wie das gelingen kann, zeigt eine aktuelle Analyse.<br>\nIn Deutschland herrscht Pflegenotstand, &uuml;berall fehlen Fachkr&auml;fte. Wer daran etwas &auml;ndern will, muss laut einer Studie von Dorothea Voss und Christina Schildmann die Arbeitsbedingungen in den sozialen Berufen verbessern. Die Forscherinnen von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung zeigen anhand zahlreicher Daten, wo die Probleme liegen &ndash; und wo Ver&auml;nderungen ansetzen m&uuml;ssen. &bdquo;Soziale Dienstleistungen sind Teil der gesellschaftlichen Infrastruktur&ldquo;, so Voss und Schildmann. Eine moderne Gesellschaft, in der Frauen sowie M&auml;nner am Arbeitsmarkt teilhaben und die dar&uuml;ber hinaus immer &auml;lter wird, sei auf eine solche Infrastruktur dringend angewiesen. &bdquo;Wo sie nicht zur Verf&uuml;gung steht, wird das Leben im Alltag oft zur Zerrei&szlig;probe.&ldquo;<br>\nEin zentraler Faktor, der soziale Dienstleistungsberufe unattraktiv macht, ist das relativ niedrige Einkommen. Viele Besch&auml;ftigte sind zudem k&ouml;rperlich und seelisch &uuml;berlastet, oft als Folge zu schlechter Personalausstattung. Arbeit am Abend oder am Wochenende ist keine Seltenheit, was die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erschwert. Hinzu kommt, dass ein un&uuml;bersichtliches Ausbildungssystem die berufliche Mobilit&auml;t und die Entwicklung im Lebensverlauf erschwert. &bdquo;Ben&ouml;tigt werden konkrete Schritte f&uuml;r die Aufwertung sozialer Dienstleistungsarbeit &ndash; und zwar beim Entgelt, der Personalbemessung, der Arbeitszeit und der beruflichen Entwicklung&ldquo;, so Voss und Schildmann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/114463_114470.htm\">B&ouml;ckler Impuls<\/a>\n<p><strong>dazu: Koordinaten verschoben: Pflegekr&auml;fte streiten f&uuml;r Entlastung<\/strong><br>\nDie Regierenden stehen beim Thema Pflege unter Druck. Seinen symbolhaften Ausdruck fand das am Mittwoch nachmittag vor dem D&uuml;sseldorfer Hyatt-Hotel: Unten 4.000 w&uuml;tende Besch&auml;ftigte aus Krankenh&auml;usern und Pflegeeinrichtungen &ndash; oben s&auml;mtliche 17 Gesundheitsminister des Bundes und der L&auml;nder. Dass diese sich gen&ouml;tigt sahen, sich auf einer Verdi-B&uuml;hne den Pfiffen und Sprechch&ouml;ren der Pflegekr&auml;fte zu stellen, belegt: Widerstand ist zweckvoll. Die vielen Demonstrationen, Aktionen und Streiks, die aufr&uuml;ttelnden Auftritte von Pflegekr&auml;ften in den Medien und in der &Ouml;ffentlichkeit haben etwas bewirkt. Die politischen Entscheidungstr&auml;ger m&uuml;ssen zumindest so tun, als w&uuml;rden sie zuh&ouml;ren, als h&auml;tten sie &raquo;verstanden&laquo;, wie der Bundesminister Jens Spahn (CDU) k&uuml;rzlich zur besten Sendezeit kundtat.<br>\nDie Koordinaten der Diskussion haben sich verschoben. Noch vor wenigen Jahren wurde noch jeder, der das marktwirtschaftliche Finanzierungssystem der Krankenh&auml;user &uuml;ber Fallpauschalen infrage stellte, f&uuml;r mehr oder weniger unzurechnungsf&auml;hig erkl&auml;rt. Heute k&uuml;ndigt selbst der Rechtsau&szlig;en Spahn an, die Pflege &raquo;zu hundert Prozent&laquo; aus den Fallpauschalen herauszunehmen und hier zum Prinzip der Selbstkostendeckung zur&uuml;ckzukehren. Konsequent umgesetzt k&ouml;nnte dies das Ende eines Systems einl&auml;uten, das die Krankenh&auml;user in einen gnadenlosen Wettbewerb um die niedrigsten Personalkosten getrieben hat &ndash; was die zentrale Ursache der aktuellen Misere darstellt. Doch so weit sind wir noch nicht. Spahn und seine Kumpane spielen weiter auf Zeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/334625.koordinaten-verschoben.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ein schwieriges Verh&auml;ltnis<\/strong><br>\nVor dem Hintergrund der Konfrontation zwischen dem Westen und Russland verschlechtern sich die Beziehungen der ehemaligen sowjetischen Republiken Estland, Lettland und Litauen zu Moskau<br>\nDas Ende der UdSSR nahmen die Balten bereits als Au&szlig;enstehende wahr. Zwar existierten noch vielf&auml;ltige wirtschaftliche Verflechtungen, aber politisch ging man getrennte Wege. Daher waren die drei baltischen Republiken Estland, Lettland und Litauen nie Mitglieder der Gemeinschaft Unabh&auml;ngiger Staaten (GUS). Sie betrachteten sich als jeweils identisch mit den vor 1940 existierenden selbst&auml;ndigen baltischen Staaten.<br>\nDie Volkswirtschaften der baltischen Staaten konnten nach der Wiedererlangung ihrer Unabh&auml;ngigkeit 1991 einen starken Zufluss ausl&auml;ndischer Investitionen verbuchen. F&uuml;hrend war und ist Estland, das pro Kopf die h&ouml;chste Summe an Direktinvestitionen verzeichnete. Die Kapitalanleger kamen vor allem aus Skandinavien (71 Prozent der ausl&auml;ndischen Direktinvestititionen in Estland, 35 Prozent in Lettland, 45 Prozent in Litauen). Firmen aus dem Norden engagierten sich vorwiegend in der Informations- und Telekommunikationsbranche, im Finanzsektor sowie im Einzelhandel. Von den ausl&auml;ndischen Investoren gingen f&uuml;r die Modernisierung der baltischen Volkswirtschaften wichtige Innovationsimpulse aus. (&hellip;)<br>\nDie starken russischsprachigen Minderheiten in Estland und Lettland waren und sind unzufrieden mit der Politik der estnischen und lettischen Regierungen, die Estnisch und Lettisch zu alleinigen Amtssprachen in ihren L&auml;ndern machten. Noch heute werden die russischen Einwohner daran gehindert, die Staatsb&uuml;rgerschaften in diesen L&auml;ndern zu erhalten, wie das in den meisten anderen, nunmehr selbst&auml;ndigen ehemaligen Sowjetrepubliken, auch in Litauen, &uuml;blich ist. Das bedeutet: Nur jene Menschen, die glaubhaft machen k&ouml;nnen, dass ihre Vorfahren bereits vor 1940 auf lettischem oder estnischem Territorium gelebt hatten, k&ouml;nnen B&uuml;rger der beiden Staaten werden.<br>\nDarunter waren und sind viele Menschen, die im Exil geboren wurden und das Baltikum nie gesehen hatten. Andere aber, die in der Sowjetzeit ihren Wohnsitz &ndash; h&auml;ufig im Rahmen staatlicher Ansiedlungsprogramme &ndash; in die Lettische oder Estnische SSR verlegt hatten, bleiben von den Rechten, die mit der Staatsb&uuml;rgerschaft verbunden sind, ausgeschlossen. Dieser Grundsatz ist auch aktuell die Basis des lettischen und estnischen Staatsb&uuml;rgerschaftsrechts. Das f&uuml;hrt dazu, dass bis heute eine Viertelmillion Menschen in Estland und eine halbe Million Einwohner Lettlands, darunter auch solche, die erst nach 1991 geboren wurden, die Staatsb&uuml;rgerschaft nicht besitzen. Es ist der Versuch dieser Staaten, die demographischen Konsequenzen der Zugeh&ouml;rigkeit zur UdSSR auszublenden und damit Ausdruck einer hartn&auml;ckigen Realit&auml;tsverweigerung. Hintergrund f&uuml;r diese Politik ist neben dem r&uuml;ckw&auml;rtsgewandten Streben nach der Rekonstituierung ethnisch und alltagskulturell weitgehend homogener Staatsv&ouml;lker vor allem die Angst, die eingeb&uuml;rgerten russischsprachigen Minderheiten k&ouml;nnten Wahlentscheidungen auf Landesebene beeinflussen. Von den ansonsten bei jeder Gelegenheit auf die Einhaltung der Menschenrechte pochenden EU-Gremien wird dieses Demokratieverst&auml;ndnis kommentarlos akzeptiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/334486.ein-schwieriges-verh%C3%A4ltnis.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.N.:<\/strong> Lesenswerter detailreicher Beitrag mit vielen interessanten Fakten zum besseren Verst&auml;ndnis der aktuellen Lage in den drei baltischen Staaten sowie deren Beziehungen zu Russland. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ohne die billige M&uuml;llhalde China versch&auml;rft sich das weltweite Plastikm&uuml;llproblem<\/strong><br>\nChina hat bis Anfang des Jahres seit 1992 fast die H&auml;lfte des weltweiten Plastikm&uuml;lls aufgenommen, in den n&auml;chsten Jahren werden &uuml;ber 100 Millionen Tonnen anderweitig entsorgt werden m&uuml;ssen<br>\nChina hat zu Beginn des Jahres die Tore mit dem &ldquo;Gr&uuml;nen Zaun&rdquo; f&uuml;r den weltweiten Plastikm&uuml;ll geschlossen (Zentraler Recyclinghof des Planeten ist geschlossen). Das Land, das die Ma&szlig;nahme vorab angek&uuml;ndigt hatte, wollte nicht mehr M&uuml;llplatz f&uuml;r die Staaten werden, in denen weiter in Massen Plastik produziert und verwendet wird, w&auml;hrend der Abfall in die Umwelt gelangt oder exportiert wird. Nun stehen die L&auml;nder, allen voran die EU und die USA, vor dem Problem, wohin mit den Plastikbergen, die weiter anwachsen, weil die Recyclingrate gering ist und nur Teile verbrannt werden.<br>\nDabei ist Plastik bereits &uuml;berall vorhanden (Noch mehr Plastikm&uuml;ll in den Meeren, M&uuml;llhalde Ozean), Mikroplastikteilchen finden sich in allen Gew&auml;ssern und im Grundwasser, in B&ouml;den und in Organismen (Kleinste Plastikteilchen k&ouml;nnten global terrestrische &Ouml;kosysteme negativ ver&auml;ndern).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Ohne-die-billige-Muellhalde-China-verschaerft-sich-das-weltweite-Plastikmuellproblem-4089451.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Genie des Agenda-Settings<\/strong><br>\nVor vier Jahren starb Frank Schirrmacher &ndash; heute ist der Zeitungs-Journalismus am Ende<br>\nJeder wei&szlig;, wie man ein Smartphone bedient; die politische Frage lautet umgekehrt: wie man verhindert, dass man vom Smartphone bedient wird.<br>\nDer letzte Satz des letzten Artikels von Frank Schirrmacher in der FAZ<br>\nAm 12. Juni 2014 starb Frank Schirrmacher &ndash; sein Tod markiert das Ende einer &Auml;ra, und vier Jahre nach seinem Tod ist nichts mehr &uuml;brig geblieben von dem, was Zeitungs-Journalismus vor vier Jahren noch war.<br>\nSpieler und Provokateur<br>\nEs gibt zwei Dinge, die eine Zeitung interessant machen, und &uuml;ber andere Medien herausheben: Dass sie viele und gute Auslands-Korrespondenten hat, und dass sie in der Lage ist Themen zu setzten und Debatten auszul&ouml;sen.<br>\nGenau dies beides war die St&auml;rke der Faz unter ihrem Herausgeber Schirrmacher und dessen ganz pers&ouml;nliches Talent: Schirrmacher wusste, dass es f&uuml;r die Faz wichtiger ist, sich einen Kulturkorrespondenten in Venedig oder Peking zu leisten, als die Auflage um ein paar Prozentpunkte zu steigern.<br>\nEin halbes Jahr nach Schirrmachers Tod wurde der kommissarische Nachfolger als Faz-Herausgeber, G&uuml;nther Nonnenmacher gefragt, ob die Faz nicht dringend eine Galionsfigur wie Schirrmacher brauche. Die Antwort Nonnenmachers die das ganze Mittelma&szlig; dieser einstigen elit&auml;ren Zeitung verdeutlichte war: &ldquo;Hat Frank Schirrmacher, der wirklich ein ber&uuml;hmter Mann war, die Auflage der Faz steigern k&ouml;nnen? Kamen wegen ihm mehr Anzeigen?&rdquo;<br>\nInzwischen geht die Auflage deutlich zur&uuml;ck, inzwischen hat die Faz ihr Tafelsilber, die Societ&auml;tsdruckerei und das Verlagsgrundst&uuml;ck in Frankfurt verkauft. Man versucht sich hilflos darin, mit teuren Versuchsballons wie &ldquo;FAZ Quarterly&rdquo; und &ldquo;FAZ Weekly&rdquo; Anzeigenkunden zu gewinnen &ndash; und bereitet doch mittelfristig den Abschied vom Print in die digitale Welt vor. K&uuml;rzungen in der Redaktion, Entlassungen, die Streichung von Korrespondentenstellen sch&ouml;nen kurzfristig die Bilanz. Aber das Ende kommt n&auml;her.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Genie-des-Agenda-Settings-4079434.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Treffender kann man die derzeitigen Probleme unserer sogenannter Leitmedien nicht beschreiben. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Doping, Menschenrechte, Hooligans<\/strong><br>\nWas hat dieses Foul mit Putin zu tun? Bei der WM in Russland versuchen die Fu&szlig;ballkommentatoren, die Spiele politisch einzuordnen. Das kann nur schiefgehen. [&hellip;]<br>\nWenn der ARD-Kommentator Tom Bartels also sagt: &ldquo;Wenn auf der Ehrentrib&uuml;ne die Strippenzieher des Dopingprogramms sitzen d&uuml;rfen, dann ist das ein Schlag ins Gesicht des Fu&szlig;balls&rdquo;, ist das ein Blickwinkel, der vor allem auf Russland gerichtet zu sein scheint. Die Verquickungen von Funktion&auml;ren, Sport&auml;rzten und Nationalmannschaft in der (west)deutschen Dopinggeschichte sind seit jeher marginal behandelt worden. Und eine Ex-Lichtgestalt der selbstbesoffenen Sommerm&auml;rchen-Euphorie wie Franz Beckenbauer w&auml;re erst mit heutigem Wissen als Strippenzieher innerhalb der Fifa-Mauscheleien attributierbar gewesen.<br>\nDie &Uuml;bersetzung der gro&szlig;en Weltpolitik in die Realit&auml;t eines Fu&szlig;ballspiels ist jedenfalls nichts, wozu man Reportern raten w&uuml;rde. Versuchen sie es trotzdem, kommen &Uuml;berleitungen des Grauens heraus, in denen nichts mehr stimmt. Das tollste Beispiel ist die Szene, in der Putin nach einem Tor Russlands im Er&ouml;ffnungsspiel &uuml;ber den Fifa-Chef Infantino hinweg dem saudischen Vizepremier Mohammed bin Salman entschuldigend l&auml;chelnd die Hand reicht. Bartels bringt diese Geste (&ldquo;Man will fair miteinander umgehen&rdquo;) mit einem russischen Foul in Verbindung, das der Schnitt danach zeigt (&ldquo;w&auml;r&rsquo; sch&ouml;n, wenn Russland damit anf&auml;ngt&rdquo;).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/film\/2018-06\/wm-kommentatoren-russland-alexander-bommes-hannes-wolf-matthias-opdenhoevel\/komplettansicht\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers L.M.:<\/strong> Es passieren noch Wunder.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ein dreister Plan zur WM-Zeit<\/strong><br>\nParteienfinanzierung Union und SPD wollen die staatlichen Zusch&uuml;sse f&uuml;r Parteien um 15 Prozent erh&ouml;hen. Die offizielle Begr&uuml;ndung daf&uuml;r ist vorgeschoben<br>\nManchmal ist sogar die CSU gegen die Obergrenze. Dann n&auml;mlich, wenn es um Geldzuwendungen geht. An diesem Freitag will die Gro&szlig;e Koalition die gesetzlich festgelegte Obergrenze f&uuml;r staatliche Zusch&uuml;sse an Parteien von 165 auf 190 Millionen Euro erh&ouml;hen.<br>\nDas w&auml;ren auf einen Schlag 15 Prozent mehr. W&auml;hrend der Regelsatz von Hartz IV am 1. Januar gerade mal um 1,7 Prozent stieg, reicht den Regierungsparteien der j&auml;hrliche Inflationsausgleich nicht aus.<br>\nIhren Mehrbedarf begr&uuml;nden sie mit den &ldquo;horrenden Kosten&rdquo;, die ihnen durch neue Medien und teure Mitgliederentscheide entstehen.<br>\nUm konkurrenzf&auml;hig zu bleiben, m&uuml;ssten sie k&uuml;nftig rund um die Uhr auf allen digitalen Plattformen pr&auml;sent sein. Eine selbstbewusste Mitgliederschaft verlange immer h&auml;ufiger Mitsprache bei Koalitionsvertr&auml;gen und Spitzenkandidaten. Mehr Demokratie kostet.<br>\nDoch in Wirklichkeit geht es den Regierungsparteien nicht um den ehrenwerten Versuch, die internen und externen Willensbildungsprozesse zu verbessern.<br>\nDie ganz im Geheimen vorbereitete Geldbeschaffungsaktion ist die erste Vorsorgema&szlig;nahme f&uuml;r den n&auml;chsten Bundestagswahlkampf. Die Union wei&szlig;, dass sie f&uuml;r den Aufbau und die Durchsetzung eines Merkel-Nachfolgers oder einer Merkel-Nachfolgerin viel Geld in die Hand nehmen muss.<br>\nUnd die SPD l&auml;sst in ihrer soeben ver&ouml;ffentlichten &ldquo;Fehler-Analyse&rdquo; des Schulz-Wahlkampfs durchblicken, wof&uuml;r sie die zus&auml;tzlichen Millionen ben&ouml;tigt: Sie will das altmodisch und fehlerhaft arbeitende Willy-Brandt-Haus in ein &ldquo;kommunikatives Kraftzentrum&rdquo; umbauen und mit den &ldquo;notwendigen personellen Ressourcen ausstatten&rdquo;. Sie will &ldquo;die Besten-der-Besten-Campaigner&rdquo; einkaufen k&ouml;nnen und den &ldquo;digitalen Bereich massiv ausbauen&rdquo;. Den Parteif&uuml;hrungen geht es also weniger um Demokratisierung als um Zentralisierung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgangmichal\/ein-dreister-plan-zur-wm-zeit\">Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es glaube aber jetzt niemand, dass dieses Vorhaben au&szlig;erhalb der WM-Zeit die Menschen auf die Barrikaden bringen w&uuml;rde.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es ist schon seltsam, wenn es darum geht sich die Taschen auf Kosten der Allgemeinheit zu f&uuml;llen, ist man sich in der gro&szlig;en Koalition sehr schnell einig.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Foulspiel an der Demokratie<\/strong><br>\nUm es klar zu sagen: Wir haben nichts gegen die staatliche Parteienfinanzierung. Sie bemisst sich in erster Linie nach Wahlergebnissen, und sie zu erh&ouml;hen k&ouml;nnte helfen, Parteien unabh&auml;ngiger von Gro&szlig;spendern, Sponsoren und deren Interessen zu machen. Doch daf&uuml;r sind gleichzeitig Obergrenzen f&uuml;r Parteispenden und mehr Transparenz notwendig &ndash; vor allem beim millionenschweren Parteisponsoring durch Unternehmen und Wirtschaftsverb&auml;nde.<br>\nNicht nur wir mahnen dies seit Jahren an &ndash; auch die Anti-Korruptionsgruppe des Europarats (GRECO) schickt Deutschland deswegen immer wieder blaue Briefe. Aber Union und SPD sperren sich seit Jahren dagegen.<br>\nBesonders frech: Ihre Eigenmittel-Erh&ouml;hung begr&uuml;nden sie trotzdem mit angeblich gestiegenen Transparenz- und Rechenschaftsanforderungen. &bdquo;Das habe ich schlicht und ergreifend nicht verstanden. Die gibt es nicht&ldquo;, sagte die Parteienrechtlerin Sophie Sch&ouml;nberger (Uni Konstanz) dazu treffend bei der Expertenanh&ouml;rung am Montag.<br>\nSchwarz-Rot hatte die Anh&ouml;rung so kurzfristig angesetzt, dass nur drei von sieben Sachverst&auml;ndigen es schafften, eine schriftliche Stellungnahme einzureichen &ndash; eine halbe Stunde vor der Sitzung. Entsprechend gro&szlig; war der Unmut in der Expertenrunde. Michael Ko&szlig; (LMU M&uuml;nchen) sprach vom Bruch informeller Regeln und empfahl Schwarz-Rot gleich noch das Buch &bdquo;Wie Demokratien sterben&ldquo;. Aber auch inhaltlich hatten die Sachverst&auml;ndigen einiges auszusetzen. Die Konstanzer Professorin Sch&ouml;nberger nannte den Entwurf sogar &bdquo;verfassungswidrig&ldquo;.<br>\nAuf jeden Fall gibt es wichtigere Baustellen bei der Parteienfinanzierung als die Staatszusch&uuml;sse. Das zeigen auch die gerade erst ver&ouml;ffentlichten Rechenschaftsberichte der Parteien f&uuml;r 2016. Wer die Parteien mit wieviel Geld &bdquo;sponsert&ldquo; bleibt danach ebenso unklar wie die Frage, wer hinter der millionenschweren Wahlkampf-Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die AfD steckt, die &uuml;ber einen dubiosen Tarnverein und die Schweizer Werbeagentur Goal AG abgewickelt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2018\/06\/parteienfinanzierung-foul-an-der-demokratie\/#pk_campaign=20180614&amp;pk_source=nl\">Lobby Control<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Linken haben die soziale Frage vergessen<\/strong><br>\nDer promovierte Philosoph Nils Heisterhagen steht in Diensten der SPD und rechnet in seinem neuen Buch mit der &ldquo;liberalen Illusion&rdquo; ab. Linke Parteien m&uuml;ssten wieder die &ldquo;kleinen Leute&rdquo; vertreten anstatt nach dem &ldquo;Bio-B&uuml;rgertum&rdquo; zu schielen, sagt er. Dazu geh&ouml;re auch Realismus in der Fl&uuml;chtlingspolitik.<br>\nDas liberale B&uuml;rgertum w&auml;hnt sich links, bildet aber tats&auml;chlich eine Allianz mit dem neoliberalen Gro&szlig;kapital, sagt Nils Heisterhagen. Dieses B&uuml;rgertum definiere das Linkssein heute &uuml;ber Werte wie Klimaschutz und Geschlechtergerechtigkeit, aber stelle die soziale Frage nicht mehr. &ldquo;Teile der Links-Liberalen m&uuml;ssen linker werden. Sie m&uuml;ssen &ouml;konomische Themen in den Mittelpunkt stellen und nicht so viel dar&uuml;ber reden, wie doof sie Donald Trump finden und welche Werte sie haben, die sie gegen die Rechtspopulisten verteidigen wollen&rdquo;, sagt der SPD-Denker und Buchautor. Die Linke stehe am Abgrund, Selbstkritik habe die SPD dringend n&ouml;tig. Mehr Staat, mehr Solidarit&auml;t mahnt Heisterhagen an. Der Keynesianismus, also staatliche Investitionen in Infrastruktur, sei eine Alternative zum Neo-Liberalismus.<br>\nWenn die Linke in diesem Sinne wieder linker werde, dann k&ouml;nne sie der AfD W&auml;hler abspenstig machen. Derzeit sei die AfD die Partei der &ldquo;kleinen Leute&rdquo; und der ver&auml;ngstigten Mittelschicht. &ldquo;Die Abgeh&auml;ngten und W&uuml;tenden haben bei der Bundestagswahl rechts gew&auml;hlt. Es w&uuml;rde helfen, von einer Polarisierung &uuml;ber Werte zu einer Polarisierung &uuml;ber &ouml;konomische Interessen zu kommen, wo die Linke eindeutig die Interessen der unteren Mittelschicht, der kleinen Leute und derer vertritt, die sich unfair behandelt f&uuml;hlen.&rdquo;<br>\nDer politische Diskurs sei von einem Kulturkampf zwischen den Liberalen und den Rechtspopulisten gepr&auml;gt. &ldquo;Im &ouml;ffentlichen Diskurs ist zu viel Moralismus auf der einen und zu viel Hass auf der anderen Seite. Man k&ouml;nnte die politische Kultur befrieden, den Zusammenhalt st&auml;rken, indem man daf&uuml;r sorgt, dass die Leute, die sich &ouml;konomisch abgeh&auml;ngt f&uuml;hlen, sagen k&ouml;nnen: Die Linken vertreten meine Interessen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/was-ist-links-die-linken-haben-die-soziale-frage-vergessen.911.de.html?dram:article_id=420514&amp;xtor=AD-252-%5B%5D-%5B%5D-%5B%5D-%5Bdlf-desktop%5D-%5B%5D-%5B%5D\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Am Samstag beginnt die Stopp Ramstein Kampagne 2018<\/strong><br>\nHier das Programm und alle sonstigen Informationen zur Kampagne <a href=\"https:\/\/www.ramstein-kampagne.eu\/\">ramstein-kampagne.eu<\/a>.<br>\nSie sind herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. 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