{"id":44593,"date":"2018-06-22T16:26:38","date_gmt":"2018-06-22T14:26:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44593"},"modified":"2018-06-22T16:26:38","modified_gmt":"2018-06-22T14:26:38","slug":"hinweise-des-tages-ii-350","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44593","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44593#h01\">&raquo;Wir erleben gerade einen rechten Putsch&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44593#h02\">Das erinnert an Versailles<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44593#h03\">Raffinierter Geely-Einstieg bei Daimler ruft die Bundesregierung auf den Plan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44593#h04\">19.000 Deutsche verdienten 2014 mehr als eine Million Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44593#h05\">Trump ist brutal zu Fl&uuml;chtlingen &ndash; aber lesen Sie mal, was Australien macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44593#h06\">Libysche Lager<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44593#h07\">Mai im Donbass<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44593#h08\">Elizabeth Minor, Michael Mair, and Alex Holder &ndash; Stealth Bombing: Europe&rsquo;s Hidden Involvement in the United States&rsquo; Drone Wars<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44593#h09\">Kampfflugzeuge: F-35 vs. FCAS<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44593#h10\">Die Rechnung bitte &ndash; f&uuml;r die anderen. Die &bdquo;M&uuml;tterrente&ldquo; und die Beitragszahler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44593#h11\">Der Glaube ans Recht versetzt keine Berge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44593#h12\">Nationaler Bildungsbericht: &ldquo;Soziale Schere geht auseinander&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44593#h13\">Schulbau mobilisiert Sch&uuml;ler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44593#h14\">In Indien droht eine Trinkwasserkatastrophe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44593#h15\">Zu guter Letzt: Exklusiv: Seehofers geheimer 63-Punkte-Masterplan f&uuml;r die Fl&uuml;chtlingspolitik geleakt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&raquo;Wir erleben gerade einen rechten Putsch&laquo;<\/strong><br>\nGegen Rassismus: Intellektuelle, K&uuml;nstler und Aktivisten verfassen Aufruf &raquo;Solidarit&auml;t statt Heimat&laquo;. Ein Gespr&auml;ch mit Sabine Hess [&hellip;]<br>\nWir erleben nichts ganz Neues. Wir leben lange schon in einer Gesellschaft, in der gut 20 Prozent rassistische Auffassungen vertreten &ndash; aber im Grunde ist das eine Ideologie, die nicht nur in AfD und CSU zu finden ist, sondern bis weit in die Linke hineinreicht. Dass mit der Sammlungsbewegung um Sahra Wagenknecht ein nationalistischer Versuch von links gestartet wurde, war der Punkt, wo wir aktiv geworden sind. Da haben wir uns gesagt: Jetzt reicht&rsquo;s! Man muss ganz klar machen, dass die Migrationsfrage die rote Linie ist, an der jede linke und progressive Politik sich zu entscheiden hat. Und daher ist unser Aufruf eher als ein Signal in Richtung Mitte und nach links zu lesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/334596.wir-erleben-gerade-einen-rechten-putsch.html%20\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man muss Sabine Hess zumindest dankbar sein, dass sie als eine der wenigen Initiatoren des umstrittenen Aufrufs &bdquo;Solidarit&auml;t statt Heimat&ldquo; (siehe auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44529#h01\">unsere Hinweise vom Mittwoch<\/a>) Farbe bekennt und klipp und klar zugibt, dass dieser Aufruf als Neuauflage der endlosen Intrigen gegen den Fl&uuml;gel rund um Sahra Wagenknecht gedacht war. Andere Personen aus dem Umfeld von Katja Kipping und des ISM waren da weniger ehrlich und drucksten lieber etwas von einer &bdquo;Haltung&ldquo; die man der AfD entgegnen m&uuml;sse. Nun wei&szlig; man auch, was man vom Versprechen des Kipping-Fl&uuml;gels halten muss, die Debatte um den migrationspolitischen Kurs der Linkspartei nicht &uuml;ber &ouml;ffentliche Attacken unter der G&uuml;rtellinie, sondern in den daf&uuml;r vorgesehen Gremien der Partei zu f&uuml;hren &ndash; n&auml;mlich gar nichts. H&ouml;ren diese Intrigen denn wirklich erst dann auf, wenn die politische Linke in der Bedeutungslosigkeit verschwunden ist? Eine Sammlungsbewegung erscheint n&ouml;tiger denn je, wenn die Linkspartei nicht gewollt oder in der Lage ist, derartige Sabotageakte aus den eigenen Reihen zu ahnden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Das erinnert an Versailles<\/strong><br>\nErinnert sich noch jemand an den Versailler Vertrag und die deutschen Reparationen nach dem 1. WK? Damals ging es um 269 Mrd. Goldmark, zahlbar in 42 Jahresraten. Die Auflagen f&uuml;r Griechenland klingen ganz &auml;hnlich. Diesmal geht es um 274 Mrd. Euro, die das Land bis 2060 zur&uuml;ckzahlen soll &ndash; also in genau 42 Jahren! Was f&uuml;r eine &ldquo;h&uuml;bsche&rdquo; historische Parallele. Dabei hatte Frankreich doch davor gewarnt, &ldquo;Versailles&rdquo; zu wiederholen. Doch die Franzosen konnten sich ebenso wenig durchsetzen wie der IWF. Denn Finanzminister Scholz, angeblich SPD, gab den Sch&auml;uble. Sechs Stunden verhandelte er gegen den gesunden Menschenverstand &ndash; und stellte harte Bedingungen. So soll Athen bis 2022 einen Prim&auml;r&uuml;berschuss (Budgetplus vor Schuldendienst) von 3,5 Prozent und danach bis 2060 j&auml;hrlich 2,2 Prozent erreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/das-erinnert-an-versailles\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Raffinierter Geely-Einstieg bei Daimler ruft die Bundesregierung auf den Plan<\/strong><br>\nDer Bund erw&auml;gt nach dem Daimler-Einstieg des Chefs des chinesischen Autobauers Geely sch&auml;rfere Meldepflichten &ndash; doch der Spielraum ist begrenzt.<br>\nIm Februar dieses Jahres war die Aufregung in Stuttgart und Berlin gro&szlig;. Beim Autohersteller Daimler, einem der bekanntesten Unternehmen der Republik, war quasi &uuml;ber Nacht ein Konkurrent aus China eingestiegen. Der chinesische Autokonzern Geely meldete einen Anteil von 9,69 Prozent und wurde damit auf einen Schlag gr&ouml;&szlig;ter Anteilseigner des Dax-Konzerns.<br>\nWie konnte das passieren, ohne dass im Vorfeld jemand etwas davon mitbekam? Diese Frage l&auml;sst sich mittlerweile relativ genau beantworten. Nach Angaben der Finanzaufsicht Bafin hat Geely-Chef Li Shufu zun&auml;chst &uuml;ber Aktien und Finanzinstrumente einen Anteil von &bdquo;geringf&uuml;gig &uuml;ber drei Prozent&ldquo; an Daimler aufgebaut. Meldepflichtig w&auml;re eine solche Position erst ab f&uuml;nf Prozent gewesen.<br>\nDann hat Li am 23. Februar die Finanzinstrumente innerhalb seines Bestands ausge&uuml;bt und &bdquo;parallel die restlichen 6,19 Prozent in einem Gesamtpaket erworben&ldquo;. Das raffinierte Vorgehen ist in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken beschrieben, die dem Handelsblatt vorliegt.<br>\nAus dem Schreiben geht auch hervor, dass Deutschland eine Versch&auml;rfung von Meldepflichten erw&auml;gt, um eine Wiederholung des Falls Daimler zu verhindern. &bdquo;Die Bundesregierung pr&uuml;ft, ob die Regulierung der Beteiligungspublizit&auml;t Regelungsl&uuml;cken aufweist und ob sich diese gegebenenfalls zweck- und verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig schlie&szlig;en lassen&ldquo;, hei&szlig;t es im Antwortschreiben. Es m&uuml;sse jedoch sorgf&auml;ltig abgewogen werden, ob es zielf&uuml;hrend sei, &bdquo;Mitteilungspflichten zu erweitern oder andere Ma&szlig;nahmen zu ergreifen&ldquo;. Eine EU-Richtlinie, die f&uuml;r einheitliche Regeln in den Mitgliedsstaaten sorgen soll, begrenze Deutschlands Handlungsspielraum &bdquo;erheblich&ldquo;.<br>\nDar&uuml;ber hinaus erw&auml;gt die Bundesregierung eine &Auml;nderung des Au&szlig;enwirtschaftsrechts. Bisher kann der Bund unerw&uuml;nschte Firmenbeteiligungen ausl&auml;ndischer Investoren an deutschen Unternehmen erst ab einem Anteil von 25 Prozent verbieten. Man pr&uuml;fe regelm&auml;&szlig;ig, ob Anpassungen n&ouml;tig seien, hei&szlig;t es in der Stellungnahme der Bundesregierung. &bdquo;Dazu geh&ouml;rt auch die Pr&uuml;feintrittsschwelle.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/maerkte\/boerse-inside\/geely-und-daimler-raffinierter-geely-einstieg-bei-daimler-ruft-die-bundesregierung-auf-den-plan\/22719272.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>19.000 Einkommensmillion&auml;re in Deutschland<\/strong><br>\n19.000 Deutsche verdienten 2014 mehr als eine Million Euro. Das geht aus der Steuerstatistik hervor. Regional sind die Steuerlasten ungleich verteilt.<br>\nRund 19.000 Menschen in Deutschland haben vor vier Jahren Eink&uuml;nfte aus Lohn und Einkommen in H&ouml;he von mindestens einer Million Euro gehabt. Das Durchschnittseinkommen lag dabei bei 2,7 Millionen Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Grundlage ist die Lohn- und Einkommensteuerstatistik aus dem Jahr 2014 &ndash; wegen der langen Fristen zur Steuerveranlagung liegen die Angaben erst jetzt vor. Im Vergleich zum Vorjahr 2013 stieg die Zahl der Einkommensmillion&auml;re laut Statistik um knapp 1600.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/meine-finanzen\/19-000-einkommensmillionaere-in-deutschland-15651979.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>dazu: Immer mehr Deutsche im Club der Dollar-Million&auml;re<\/strong><br>\nSie profitieren vom B&ouml;rsenboom und von steigenden Immobilienpreisen: Mehr und mehr Menschen hierzulande besitzen &uuml;ber eine Million Dollar. Auf der anderen Seite stehen viele, die gar keine R&uuml;cklagen haben.<br>\nDer Club der Dollar-Million&auml;re w&auml;chst und w&auml;chst. Allein in Deutschland verf&uuml;gten im vergangenen Jahr 1.364.600 Menschen &uuml;ber ein anlagef&auml;higes Verm&ouml;gen von mehr als einer Million Dollar. Das waren gut 84.000 mehr als 2016, wie aus einer am Montag ver&ouml;ffentlichten Studie des Beratungsunternehmens Capgemini hervorgeht. Vor allem der B&ouml;rsenboom und steigende Immobilienpreise mehrten das Verm&ouml;gen auf insgesamt 5,2 Billionen Dollar (plus 7,6 Prozent). Mehr als ein Viertel der Menschen in Europas gr&ouml;&szlig;ter Volkswirtschaft haben einer Umfrage zufolge allerdings gar nichts auf der hohen Kante. Deutschland z&auml;hlt nach den USA und Japan zu den L&auml;ndern mit den meisten Dollar-Million&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/geldanlage\/fast-1-4-millionen-immer-mehr-deutsche-im-club-der-dollar-millionaere\/22707280.html\">WiWo<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Trump ist brutal zu Fl&uuml;chtlingen &ndash; aber lesen Sie mal, was Australien macht<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Donald Trump geht mit einer Null-Toleranz-Politik gegen Fl&uuml;chtlinge vor und wird daf&uuml;r weltweit kritisiert. Dabei k&ouml;nnen die Fl&uuml;chtlinge fast noch froh sein, dass sie nicht nach Australien gekommen sind. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Sie sind schlimmer, als ich es bin&rdquo;, sagte Trump kurz nach seinem Amtsantritt im Januar 2017 in einem Telefonat mit Turnbull &uuml;ber dessen Einwanderungspolitik. Australiens Umgang mit Migranten ist so simpel wie gnadenlos: Wer in einem Fl&uuml;chtlingsboot kommt, setzt keinen Fu&szlig; aufs Festland. Fl&uuml;chtlinge, die keinen offiziellen Umsiedlungsantrag stellen, sondern versuchen, Australien per Boot zu erreichen, werden von der Marine auf hoher See abgefangen und haben effektiv keine Chance, in das Land zu kommen. Stattdessen werden sie jahrelang in Lagern auf Pazifikinseln interniert. Australien f&uuml;hrt f&uuml;r solche Fl&uuml;chtlinge zwar ein Asylverfahren durch &ndash; wenn das positiv endet, erhalten sie aber nur in den oft bitterarmen Inselstaaten Asyl, nicht in Australien selbst. Die Regierung in Canberra hat sogar extra Flyer und ein Video produzieren lassen, um Bootsfl&uuml;chtlinge abzuschrecken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/donald-trump-ist-brutal-zu-fluechtlingen--aber-lesen-sie-mal--was-australien-macht-8135182.html\">Stern<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Libysche Lager<\/strong><br>\nDie EU schl&auml;gt die Einrichtung von Sammellagern f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge in Nordafrika vor und will etwaige Asylgesuche dort exterritorial bearbeiten. Dies geht aus den Unterlagen f&uuml;r den EU-Gipfel Ende kommender Woche hervor. Demnach sollen k&uuml;nftig Fl&uuml;chtlinge, die auf dem Mittelmeer aufgegriffen werden, nicht mehr nach Europa, sondern zur&uuml;ck nach Nordafrika gebracht werden. Werden ihre Asylantr&auml;ge abgelehnt, werden sie von dort in ihre Herkunftsl&auml;nder abgeschoben. Der fr&uuml;here deutsche Au&szlig;enminister Sigmar Gabriel bringt parallel einen Milit&auml;reinsatz in Libyen ins Gespr&auml;ch. Tats&auml;chlich hat die EU den Schritt zur Nutzung von Lagern in Nordafrika im Rahmen ihrer Fl&uuml;chtlingsabwehr l&auml;ngst vollzogen. So unterst&uuml;tzt sie internationale Organisationen, die sich in Libyen um in Lagern inhaftierte Fl&uuml;chtlinge k&uuml;mmern, um mit ihrer Hilfe einige wenige Fl&uuml;chtlinge nach Europa zu holen, die Mehrheit hingegen zur vorgeblich freiwilligen R&uuml;ckkehr in ihre Herkunftsl&auml;nder zu veranlassen. Die Ma&szlig;nahmen werden zum Teil von Deutschland finanziert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7649\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Mai im Donbass<\/strong><br>\nEin Reisebericht aus der Donezker Volksrepublik<br>\nDer Mai ist in der Donezker Volksrepublik (DVR) eine besondere Zeit. Auf den 1. Mai folgen der Tag des Sieges, der 9. Mai, und der 11. Mai, der Tag der Republik, in diesem Jahr der vierte Geburtstag der DVR. Am 11. Mai 2014 stimmte eine &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit der Bev&ouml;lkerung des ehemaligen Verwaltungsbezirks Donezk der Ukraine f&uuml;r die Schaffung einer souver&auml;nen Volksrepublik. Ein gro&szlig;er Teil des Landes ist seither von ukrainischen Truppen besetzt, St&auml;dte und D&ouml;rfer der DVR werden Tag f&uuml;r Tag beschossen, die Zivilbev&ouml;lkerung in den besetzten Gebieten wird durch Festnahmen, Konfiskationen von Wohnraum und Fahrzeugen durch das ukrainische Milit&auml;r terrorisiert.<br>\nIn dem befreiten Gebiet der Donezker Volksrepublik ist trotz der seit mehr als vier Jahren anhaltenden Kriegssituation die Unterst&uuml;tzung der Bev&ouml;lkerung deutlich zu sp&uuml;ren, zehntausende von Menschen nahmen an den Aktionen am 9. und am 11. Mai teil.<br>\nDonezk wirkt mit Ausnahme der Au&szlig;enbezirke an der Frontlinie nicht wie eine Stadt im Krieg. Es gibt viele gut gepflegte Gr&uuml;nanlagen, viele Menschen sind in der Stadt unterwegs, an den Feiertagen finden abends Konzerte in Parks statt. Der &ouml;ffentliche Nahverkehr funktioniert sehr gut und ist auch f&uuml;r dortige Verh&auml;ltnisse sehr preiswert&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5025\/hintergrund\/8741\/Mai-im-Donbass.htm\">unsere zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin S.R.:<\/strong> Lesenswerter faktenreicher informativer Bericht &uuml;ber die aktuellen Lebensbedingungen in der Donezker Volksrepublik.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Militante rechtsextreme Gruppen k&ouml;nnen in der Ukraine ungestraft Gewalt anwenden<\/strong><br>\nAngriffe gegen Roma und andere Minderheiten h&auml;ufen sich, aber Regierung und Verwaltung sind verfilzt mit militanten Nationialisten. Menschenrechtsgruppen und OHCHR warnen<br>\nIn der Ukraine treten in letzter Zeit massiver rechtsnationalistische militante Gruppen auf, die Minderheiten, vor allem Roma, angreifen. So haben am 7. Juni Mitglieder der rechtsextremen National Druzhyna (Ndruga), gegr&uuml;ndet von ehemaligen Mitgliedern der Azow-Miliz, die in der Ostukraine k&auml;mpfte, mit &Auml;xten und Vorschlagh&auml;mmern ein Roma-Lager in einem Park in Kiew zerst&ouml;rt. Es war bereits der zweite solche Angriff auf Roma in kurzer Zeit in Kiew, wo rechtsextreme Angreifer der Gruppe C14 &ndash; wei&szlig;e Suprematisten &ndash; Roma und ihre Kinder mit Steinen und Reizgas jagten und deren Zelte niederbrannten, in anderen Teilen des Landes kam es ebenfalls zu &Uuml;bergriffen.<br>\nDie Bande hatte zuvor den Roma ein 24-st&uuml;ndiges Ultimatum gestellt, wartete aber dessen Ende nicht ab und erkl&auml;rten: &ldquo;Wenn die Polizei nicht handelt, &uuml;bernimmt die National Druzhyna die Kontrolle.&rdquo; Zwei Dutzend Mitglieder der sich selbst als B&uuml;rgerwehr verstehenden Gruppe st&uuml;rmten auf das Gel&auml;nde, zerst&ouml;rten in aller Ruhe und am helllichten Tag die Zelte und bedrohten die wenigen anwesenden Frauen. Zun&auml;chst hat die Gruppe ein selbstgedrehtes Video von dem &Uuml;berfall auf ihre Facebook-Seite gestellt, auf dem sie meist unmaskiert offen ihr Gesicht zeigten. Das Video wurde dann wieder entfernt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Militante-rechtsextreme-Gruppen-koennen-in-der-Ukraine-ungestraft-Gewalt-anwenden-4089597.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Elizabeth Minor, Michael Mair, and Alex Holder &ndash; Stealth Bombing: Europe&rsquo;s Hidden Involvement in the United States&rsquo; Drone Wars<\/strong><br>\nArmed drones are prized for their stealth. Silently operating above countries such as Afghanistan, Libya, Iraq, Mali, Nigeria, the Philippines, Syria and Yemen, armed drones enable the Western militaries who possess them to launch attacks on targets at a moment&rsquo;s notice with little or no advance warning, something which maximises the damage they cause, particularly to the civilians frequently caught up in the strikes. But armed drone programmes have shown their &lsquo;stealth bombing&rsquo; capacities in several other ways too. Under cover of state security, armed drone programmes have been allowed to silently circumvent the international legal agreements and frameworks that are meant to govern the conduct of armed conflict. In the process, they have undermined democratic accountability and eroded the oversight mechanisms European citizens could once have used to keep their militaries and their state&rsquo;s use of armed force partially in check. As shocking, however, is the stealth European states have shown in extending support to the United States&rsquo; (US&rsquo;s) drone wars. Freed from the demands of accountability, they have silently licenced and resourced those operations on a scale and at a cost few could imagine.<br>\nProblems with the US&rsquo;s drone operations are well known. For almost two decades, human rights activists have repeatedly demanded that the US respond to charges that their drone-led targeted killing programme amounts to the institutionalisation of extra-judicial killing and breaches International Humanitarian Law (IHL). Despite calls for greater disclosure, however, the US refuses to enter extended discussions of their armed drone operations except to assert their legality. In recent months the Trump administration has rolled back the limited transparency measures introduced under President Obama and all specifics have faded out of US reports on drone strikes in Afghanistan. In some respects, the drones do continue to talk for themselves. The number of strikes continue to rise, for instance, as does the death toll. Nonetheless, the wider silence works to deter the pursuit of greater political accountability around them: it is impossible to question drone operations if there is no independent access to them. What ought to cause considerable concern, then, is that European states have, if anything, been more silent on the matter of armed drones than the US has. In the absence of any acknowledgment at the governmental level, it is important therefore to draw attention to the European infrastructure underpinning the US&rsquo;s use of armed drones and the various ways in which European nations contribute to keeping drone operations running.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/braveneweurope.com\/elizabeth-minor-michael-mair-and-alex-holder-stealth-bombing-europes-hidden-involvement-in-the-united-states-drone-wars\">Brave New Europe<\/a>\n<p><strong>dazu: Der gr&ouml;&szlig;te Schurkenstaat r&uuml;stet weiter auf<\/strong><br>\nDer Milit&auml;rausschuss des US-Repr&auml;sentantenhauses hat die Gr&uuml;ndung einer eigenen Weltraum-Truppe beschlossen. US-Pr&auml;sident Donald Trump freut sich, weil er &bdquo;unsere T&ouml;dlichkeit im Kampf verst&auml;rken, besser &uuml;ber die jeweilige Situation Bescheid wissen und unsere Aufkl&auml;rungs-F&auml;higkeit aufbauen&ldquo; will. Sollte es auf anderen Planeten Leben geben, etwa die ber&uuml;hmten Mars-M&auml;nnchen, m&uuml;ssen sie sich warm anziehen, sonst wird es ihnen so ergehen wie den Afghanen, Irakern, Syrern oder Libyern. Der Schurkenstaat kennt kein Pardon. Und um den Terrorismus zu bek&auml;mpfen &ndash; selbstverst&auml;ndlich ist nicht der US-Terrorismus gemeint &ndash; muss jeder Winkel auf dem Erdball noch st&auml;rker &uuml;berwacht werden. Auch wenn die &bdquo;m&auml;chtigste Frau der Welt&ldquo; jammerte: &bdquo;Aussp&auml;hen unter Freunden &ndash; das geht gar nicht.&ldquo;<br>\nDas Ganze kostet Geld. Deshalb haben die R&uuml;stungslobbyisten im US-Senat beschlossen, den Kriegsetat der USA f&uuml;r 2019 auf 716 Milliarden Dollar zu erh&ouml;hen, wie die &bdquo;Washington Post&ldquo; berichtet.<br>\nDer Wahnsinn kennt keine Grenzen. Mit einem Bruchteil dieser Summe k&ouml;nnte man das Leben von Millionen Menschen retten und Hunger und Krankheit in der Welt besiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1829897980404994\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kampfflugzeuge: F-35 vs. FCAS<\/strong><br>\nDeutschland und Frankreich wollen ein gemeinsames Kampfflugzeugs der 6. Generation (FCAS) bauen, das ab 2035 zur Verf&uuml;gung stehen soll. Damit will man der amerikanischen F-35 Konkurrenz machen, die theoretisch heute bereits als mutma&szlig;lich deutlich g&uuml;nstigere Variante zur Verf&uuml;gung st&uuml;nde. Allerdings sind die deutschen Tornados bald nicht mehr in der Lage, ihrer Verpflichtung nachzukommen, als Tr&auml;gersysteme f&uuml;r in Deutschland im Rahmen der Nuklearen Teilhabe stationierte US-Atomwaffen zu fungieren. Deshalb wird &uuml;berlegt, doch F-35-Jets anzukaufen, womit sich aber der Bau eines eigenen deutsch-franz&ouml;sischen Kampfflugzeuges erledigt h&auml;tte. Weil das deutsch-franz&ouml;sische Vorhaben aber als Kernprojekt beim Aufbau autonomer europ&auml;ischer R&uuml;stungskapazit&auml;ten gilt, setzen Paris und Berlin auf eine modernisierte Variante des Eurofighter, die als &bdquo;Br&uuml;ckenl&ouml;sung&ldquo; herhalten soll, bis 2035 die hochmodernen Jets zur Verf&uuml;gung stehen. Die USA sind wiederum bestrebt, ihre F-35 an den Staat zu bringen und w&uuml;rden das deutsch-franz&ouml;sische R&uuml;stungsprojekt lieber heute als morgen begraben sehen (siehe IMI-Analyse 2018\/10).<br>\nVor diesem Hintergrund werden nun alle m&ouml;glichen Register gezogen. Wie Reuters berichtet, pochen die USA darauf, dass es die aktualisierte Eurofighter-Variante nicht rechtzeitig schaffen werde, den erforderlichen nuklearen Zertifizierungsprozess zu durchlaufen, bevor die Tornados au&szlig;er Dienst gestellt werden. Um seinen Verpflichtungen im Rahmen der nuklearen Teilhabe nachzukommen, m&uuml;sse Deutschland deshalb auf die F-35 setzen: &bdquo;But U.S. government sources say that schedule is ambitious given that the F-35 and other aircraft must be certified first. Washington has suggested it could take 7-10 years to certify the Eurofighter for nuclear missions, well beyond the Tornado&rsquo;s retirement date, according to one German military source. [&hellip;] While urging Europe to boost defence spending, U.S. officials are worried about being shut out of European defence projects after 25 EU governments signed a pact in December to fund, develop and deploy armed forces together.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2018\/06\/22\/kampfflugzeuge-f-35-vs-fcas\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bisher sind Kanzlerin Merkel und ihre f&uuml;r die R&uuml;stung zust&auml;ndige Ministerin stets als Garanten auch f&uuml;r Trumps &ldquo;america first&rdquo; aufgefallen. Es ist wohl anzunehmen, dass sie sich nun dem US-Pochen widersetzen, oder?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Rechnung bitte &ndash; f&uuml;r die anderen. Die &bdquo;M&uuml;tterrente&ldquo; und die Beitragszahler<\/strong><br>\nDie &bdquo;M&uuml;tterrente&ldquo; war ja schon beim letzten gro&szlig;koalition&auml;ren &bdquo;Rentenpaket&ldquo; im Jahr 2014 neben der &bdquo;Rente mit 63&ldquo; eines der Aufreger-Themen, auch deshalb, weil gerade die Finanzierung der &bdquo;M&uuml;tterrente&ldquo; aus Beitragsmitteln der Rentenversicherung als verfehlt klassifiziert wurde.<br>\nEs geht hier um Rentenanspr&uuml;che aus Kindererziehungszeiten. Bis 2014 war es so, dass Frauen (oder bei Vorliegen der Voraussetzungen auch M&auml;nner) vereinfacht gesagt f&uuml;r Kinder, die nach 1992 geboren wurden (und werden), drei Entgeltpunkte zugeschrieben bekommen, w&auml;hrend es f&uuml;r Kinder, die vor 1992 das Licht der Welt erblickt haben, nur einen Entgeltpunkt gab. Das hat die letzte gro&szlig;e Koalition 2014 ge&auml;ndert &ndash; und die von vielen beklagte &bdquo;Gerechtigkeitsl&uuml;cke&ldquo; gleichsam halbiert, in dem f&uuml;r die Kinder vor 1992 nun zwei Entgeltpunkte gew&auml;hrt werden, immer noch weniger als f&uuml;r die j&uuml;ngeren Kinder. Aber immerhin.<br>\nDas war nicht umsonst zu bekommen &ndash; die Kosten f&uuml;r diese Aufstockung werden auf zehn Milliarden Euro taxiert. Pro Jahr. Und zu zahlen war und ist dieser Betrag aus der Kasse der Rentenversicherung, also aus Beitragsmitteln.<br>\nGegen die Beitragsfinanzierung dieser Leistung gab es schon 2014 erheblichen Protest. Die Anerkennung von Kinderziehungszeiten sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die man ad&auml;quat aus Steuermitteln finanzieren m&uuml;sse. So auch die Pr&auml;sidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, Gundula Ro&szlig;bach, die mit diesen Worten zitiert wird:\n<blockquote><p>\n&raquo;V&ouml;llig unstrittig ist jedoch aus Sicht der Rentenversicherung, dass diese Mehrausgaben keinesfalls den Beitragszahlern aufgeb&uuml;rdet werden d&uuml;rfen. Es handelt sich dabei eindeutig um Leistungen, f&uuml;r deren Erwerb keine Beitr&auml;ge gezahlt wurden und die daher sachgerecht auch nicht aus Beitragsmitteln zu finanzieren sind. Wir haben schon bei der M&uuml;tterrente des Jahres 2014 immer wieder auf diese Fehlfinanzierung hingewiesen.&laquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Und nun hat die neue alte gro&szlig;e Koalition eine &bdquo;M&uuml;tterrente II&ldquo; vereinbart, bei der man wieder mit dem Finanzierungsthema konfrontiert wird. Und man ahnt schon, wohin die reise gehen soll:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2018\/06\/21\/die-rechnung-wieder-an-die-beitragszahler\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es war vermutlich Volker Pispers, der sinngem&auml;&szlig; sagte: Wenn die SPD einmal einen Fehler gemacht hat, dann wiederholen die den immer und immer wieder. Recht h&auml;tte er &ndash; leider auch bei diesem Thema.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Der Glaube ans Recht versetzt keine Berge<\/strong><br>\nEs ist seit langem bekannt: Es gibt in Deutschland kein gesetzliches Streikverbot f&uuml;r Beamte. Und dennoch wurde es von den h&ouml;chsten deutschen Gerichten immer wieder &bdquo;behauptet&ldquo;. Es sei Teil der &bdquo;hergebrachten Grunds&auml;tze des Berufsbeamtentums&ldquo;, die nach Art. 33 GG bei der Ausgestaltung &bdquo;Ber&uuml;cksichtigung&ldquo; finden m&uuml;ssten. So die &bdquo;herrschende Meinung&ldquo;, der &uuml;brigens Wolfgang D&auml;ubler schon 1971 entgegen trat.<br>\nHalten wir fest:<br>\n1. Das Grundgesetz garantiert nach Art. 9 III GG das Streikrecht als Teil der Koalitionsfreiheit &bdquo;f&uuml;r jedermann und alle Berufe&ldquo;. Sind Beamte kein &bdquo;Jedermann&ldquo; und ihre &bdquo;Berufe&ldquo; keine im Sinne der Verfassung? Das Bundesarbeitsgericht sagt ausdr&uuml;cklich, dieses Grundrecht sei grunds&auml;tzlich unbeschr&auml;nkt gew&auml;hrleistet. Und tats&auml;chlich enth&auml;lt der Art. 9 III keinerlei Einschr&auml;nkungen.<br>\n2. Es ist keineswegs klar und war auch nie klar, dass die &bdquo;hergebrachten Grunds&auml;tze des Berufsbeamtentums&ldquo; ein Streikverbot beinhalten. Dabei konnten und k&ouml;nnen die vordemokratischen &bdquo;Traditionen&ldquo; des preu&szlig;ischen Beamtentums kaum als Ma&szlig;stab herhalten, denn das Grundgesetz entstand 1949 gerade auf den Tr&uuml;mmern des aufgel&ouml;sten Staates Preu&szlig;en.<br>\n3. Selbst wenn sie es beinhalten w&uuml;rden, so sind diese nach dem Wortlaut der Verfassung auch nur &bdquo;zu ber&uuml;cksichtigen&ldquo;. &bdquo;Ber&uuml;cksichtigen&ldquo; hei&szlig;t nicht &bdquo;volle Umsetzung&ldquo; und erst recht kann es nicht hei&szlig;en dass die &bdquo;Ber&uuml;cksichtigung&ldquo; solcher &bdquo;Grunds&auml;tze&ldquo; zur Einschr&auml;nkung, ja Aufhebung eines Grundrechts f&uuml;hren k&ouml;nnen.<br>\n4. Die Europ&auml;ische Menschenrechtskonvention (EMRK) erstreckt in Art. 11 II das Streikrecht auch auf Beamte und nimmt davon nur Personen mit hoheitlichen Aufgaben (Polizei, Richter, Soldaten usw.) aus. Die EMRK gilt auch in Deutschland und der EGMR hat wiederholt ein Streikverbot f&uuml;r Beamte f&uuml;r unzul&auml;ssig erkl&auml;rt und ausgef&uuml;hrt, ein solcher Grundrechtseingriff sei in einer demokratischen Gesellschaft &bdquo;nicht notwendig&ldquo;.<br>\nDoch das BVerfG und das Bundesverwaltungsgericht hatten bislang nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie gewillt sind, im Wege der &bdquo;Rechtssch&ouml;pfung&ldquo; (d.&thinsp;h. am Gesetz vorbei) den angeblich &bdquo;hergebrachten Grunds&auml;tzen des Berufsbeamtentums&ldquo; entgegen der Rechtspraxis der meisten Mitgliedsstaaten der EU weiter verfassungsrechtliche Geltung zu verschaffen und mit ihrer Hilfe sogar ein Grundrecht f&uuml;r einen gro&szlig;en Teil der Besch&auml;ftigten des &ouml;ffentlichen Dienstes aufzuheben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5025\/wirtschaft_soziales\/8711\/Der-Glaube-ans-Recht-versetzt-keine-Berge.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Nationaler Bildungsbericht: &ldquo;Soziale Schere geht auseinander&rdquo;<\/strong><br>\nImmer mehr Kinder und Jugendliche werden an Kitas und Schulen gef&ouml;rdert und ausgebildet, zeigt der Bildungsbericht. Doch ihre Chancen h&auml;ngen weiter vom Einkommen ihrer Eltern ab. Die Forscher fordern Invesitionen.<br>\nKitas und Schulen in Deutschland sind aus Expertensicht noch nicht gut genug auf den stetig wachsenden Zulauf von Kindern und Jugendlichen eingestellt. Dabei droht die Kluft zwischen jenen mit gro&szlig;en Bildungserfolgen und jenen mit schlechten Chancen f&uuml;r das Arbeitsleben zu wachsen. Das geht aus dem aktuellen Bildungsbericht 2018 hervor. Der Bericht im Auftrag von Bund und L&auml;ndern stammt von einer unabh&auml;ngigen Forschergruppe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/bildungsbericht-109.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Schulbau mobilisiert Sch&uuml;ler<\/strong><br>\nHunderte demonstrierten gegen eine angebliche Privatisierung durch den Senat [&hellip;]<br>\nMindestens 29 Schulneubauvorhaben sollen an die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Howoge &uuml;bertragen werden. Gegner*innen bef&uuml;rchten, dass dadurch eine formelle Privatisierung stattfindet und Bezirke zu Mietern ihrer eigenen Schulen werden. &raquo;&Auml;hnliches ist auch schon mit dem Berliner Wohnungsmarkt passiert, weswegen wir jetzt die Wohnungskrise haben&laquo;, so Ismael.<br>\nDie Berliner Schulbauoffensive (BSO) ist laut der Senatsverwaltung f&uuml;r Finanzen das gr&ouml;&szlig;te Investitionsvorhaben der laufenden Legislaturperiode. F&uuml;r das auf insgesamt zehn Jahre, bis Ende 2026, angelegte Programm seien Mittel von insgesamt 5,5 Milliarden Euro vorgesehen. Damit sollen der Sanierungsstau an den Schulen abgebaut und neue Schulen errichtet werden.<br>\nLaut der GiB h&uuml;lle der Senat sich jedoch zu nahezu allen wichtigen Details dieses Investitionsvorhabens in Schweigen. &raquo;Der Senat hat vor, einen erheblichen Teil des Schulbaus zu privatisieren. Dieser Umstand wird vom Senat jedoch geleugnet, obwohl dies aus zahlreichen bereits bekannt gewordenen Fakten zweifelsfrei hervorgeht. Es geh&ouml;rt offenbar zur Durchsetzungsstrategie, Anfragen von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern zur Thematik nicht zu beantworten&laquo;, so Laura Valentukeviciute, Sprecherin der Initiative Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1092011.bildung-in-berlin-schulbau-mobilisiert-schueler.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>In Indien droht eine Trinkwasserkatastrophe<\/strong><br>\nNach einem Regierungsbericht werden 40 Prozent der Bev&ouml;lkerung bis 2030 keinen Zugang zu Trinkwasser haben, wenn nicht gehandelt wird<br>\nIndien liefert einen Ausblick darauf, was dank der kapitalistischen &Uuml;berausbeutung der Ressourcen und der Klimaerw&auml;rmung in vielen L&auml;ndern droht: extreme Wasserknappheit und D&uuml;rre, bei gleichzeitiger Verschwendung, weil viel Wasser verloren geht. Und das sagen nicht Umweltsch&uuml;tzer, sondern das steht in einem gerade ver&ouml;ffentlichten Bericht der indischen Regierung.<br>\nSchon im Vorwort des Berichts, an dem drei Ministerien beteiligt waren, hei&szlig;t es dramatisch, wenn auch verklausuliert: &ldquo;Es ist besorgniserregend, dass 600 Millionen Menschen in Indien mit extremem Wasserstress im Land zu tun haben. Dreiviertel der Haushalte haben kein Trinkwasser in ihrer Wohnung. Weil 70 Prozent des Wassers verschmutzt ist, liegt Indien auf Platz 120 von 122 L&auml;ndern in dem Index f&uuml;r Wasserqualit&auml;t. J&auml;hrlich 200.000 Menschen w&uuml;rden wegen des verschmutzten Wassers schon jetzt j&auml;hrlich sterben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/In-Indien-droht-eine-Trinkwasserkatastrophe-4084667.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Exklusiv: Seehofers geheimer 63-Punkte-Masterplan f&uuml;r die Fl&uuml;chtlingspolitik geleakt<\/strong><br>\n&Uuml;ber dieses Dokument diskutiert das ganze Land. Doch au&szlig;er Innenminister Horst Seehofer kannte bislang niemand den Inhalt des 63 Punkte umfassenden Masterplans der CSU f&uuml;r die Fl&uuml;chtlingspolitik. Nun hat ein anonymer Informant, ein gewisser Markus S., dem Postillon eine Kopie des Dokuments zugespielt, die wir unseren Lesern selbstverst&auml;ndlich nicht vorenthalten wollen:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2018\/06\/seehofers-masterplan.html\">Der Postillon<\/a>\n<p><strong>dazu: Seehofer schl&auml;gt Alarm &ndash; unterhalb der Obergrenze<\/strong><br>\nDie Koalition will die Zahl neu ankommender Fl&uuml;chtlinge pro Jahr auf 180.000 bis 220.000 begrenzen. Innenminister Seehofer sorgt sich bereits jetzt um das &Uuml;berschreiten dieser Grenze. Bei genauer Betrachtung sind die Zahlen aber nicht so alarmierend.<br>\nZahlen machen anschaulich, gerade am Weltfl&uuml;chtlingstag. 68,5 Millionen Menschen waren nach Angaben der Vereinten Nationen Ende 2017 weltweit auf der Flucht. &bdquo;Eine schier unvorstellbare Zahl&ldquo;, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch zu eben jenem Gedenktag. Zahlen alarmieren auch, beispielsweise Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), der am gleichen Tag die Asylstatistik f&uuml;r Mai herausgab und warnte, dass der im Koalitionsvertrag vereinbarte Korridor &bdquo;erreicht oder sogar &uuml;berschritten werden&ldquo; k&ouml;nnte. Mit Zahlen l&auml;sst sich also auch Politik machen.<br>\nAus der Ministeriumsmitteilung geht hervor, dass die Zahl der Asylantr&auml;ge bis Ende Mai dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken ist. Rund 78.000 Antr&auml;ge waren es demnach, gut 17.000 weniger als von Januar bis Mai 2017. Seehofer erkl&auml;rte, dennoch k&ouml;nne &bdquo;keine Entwarnung gegeben werden&ldquo;. Nimmt man von dieser Zahl einen Monatsdurchschnitt und rechnet diesen hoch, kommt man auf gut 187.000 Antr&auml;ge &ndash; und landet in dem von der Koalition vereinbarten Korridor f&uuml;r die j&auml;hrliche Zuwanderung von 180.000 bis 220.000 Menschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2018\/06\/21\/die-macht-zahlen-seehofer-alarm\/\">Migazin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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