{"id":4463,"date":"2010-01-18T09:14:55","date_gmt":"2010-01-18T08:14:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4463"},"modified":"2010-01-30T10:07:53","modified_gmt":"2010-01-30T09:07:53","slug":"hinweise-des-tages-1060","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4463","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Die schw&auml;bische Hausfrau irrt; Koch haut drauf und von der Leyen spielt die Verst&auml;ndnisvolle; Clements verkehrte Welt; Schonverm&ouml;gen n&uuml;tzt 0,2 Prozent; bei Krankheit weniger Geld; Schreckbild Schwarzarbeit; Hotelierssteuer: Geschenke erhalten die Freundschaft; Niedrigl&ouml;hne und Altersarmut; Obama kassiert auch bei Europas Banken; OECD stellt sich gegen Investmentbanken; Stoiber wird zum Depp; Jugendkriminalit&auml;t; Bahnchaos; &Auml;rzte gegen Rationierung; Merkel muss umziehen; B&uuml;rgergesellschaft &agrave; la Bertelsmann; Oberst Klein gab gezielte Falschmeldung; CSU-Fonds in Liechtenstein; Journalismus mit der Brechstange; Karseis Kabinettspleite. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Dierk Hirschel: Die schw&auml;bische Hausfrau irrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Doppelpass Koch mit von der Leyen auf dem R&uuml;cken der Hartz-IV-Empf&auml;nger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Wolfgang Clement: Hartz IV und das Bundesverfassungsgericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Erh&ouml;hung des Schonverm&ouml;gens n&uuml;tzt 0,2 Prozent der Antragsteller<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">ARD-Reportage &bdquo;Abgestempelt? &ndash; Das Leben mit Hartz IV&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Angriff auf die Lohnfortzahlung &ndash; Bei Krankheit weniger Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Rekord bei Schwarzarbeit: &ldquo;Die Wirtschaftsf&uuml;hrer schaden der Steuermoral&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Mehrwertsteuersenkung f&uuml;r Hotels<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Altersarmut nicht versch&auml;rfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">BaFin zweifelt am Gesch&auml;ftsmodell der Lebensversicherer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Obama kassiert auch bei Europas Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">OECD gegen Investment-Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Ratingagenturen: Pfusch nach Noten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Bayerische Verh&auml;ltnisse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Willst Du kriminell werden? Verschiedene Blicke auf das Thema Jugendkriminalit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Bahnchaos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Gesundheitspolitik. &Auml;rzte beklagen Rationierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Baupfusch im Kanzleramt: Merkel zieht um<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Rudolph Bauer. B&uuml;rgergesellschaft als Bertelsmann-Projekt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Angriff in Kundus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Thorsten Hild: Journalismus mit der Brechstange<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">USA ziehen Strippen gegen Karsai<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Radiodiskussion mit Heiner Flassbeck<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4463&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Dierk Hirschel: Die schw&auml;bische Hausfrau irrt<\/strong><br>\nH&ouml;here L&ouml;hne und steigende Staatsausgaben f&ouml;rdern die Konjunktur st&auml;rker als die kreditfinanzierten Steuersenkungen der Koalition.<br>\nDie Wachstums- und Selbstfinanzierungseffekte von steigenden Tarifl&ouml;hnen respektive Staatsausgaben sind deutlich h&ouml;her als bei Steuersenkungen. Mehr Geld f&uuml;r &ouml;ffentlich Besch&auml;ftigte kommt &uuml;berwiegend der Mittelschicht zugute. Diese hat eine hohe Konsumquote. Mindestens ein Drittel der Lohnsteigerung flie&szlig;t &uuml;ber Steuern und Sozialversicherungsbeitr&auml;ge wieder direkt in die Staatskasse zur&uuml;ck.<br>\nWenn hingegen Steuern gesenkt werden, ist unklar, was mit dem h&ouml;heren Nettoverdienst passiert? Mehr Netto vom Brutto f&uuml;r Haushalte mit dickem Geldbeutel f&uuml;llt lediglich die Sparb&uuml;cher. Besserverdienende sparen mindestens jeden vierten Euro. Ihre niedrige Konsumquote kommt kaum den Kassen des Einzelhandels oder Handwerks zugute. Mehr Netto vom Brutto f&uuml;r kleine und mittlere Einkommen kann hingegen den Konsum ankurbeln. Jedoch profitieren Geringverdiener hierzulande kaum von sinkenden Steuern. Die H&auml;lfte der gut 46 Millionen Privathaushalte zahlt keine Einkommenssteuer. Und 11,4 Millionen Haushalte verdienen zu wenig, um Steuern zu zahlen. H&ouml;here Freibetr&auml;ge und flachere Tarifverl&auml;ufe entlasten nicht. Je gr&ouml;&szlig;er die verteilungspolitische Schieflage von Steuersenkungen, desto geringer sind die Wachstumsimpulse. Ohne Wachstum bleiben aber nur steigende Schulden. Die &ouml;ffentlichen Haushalte werden einnahmeseitig ruiniert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/datenbank\/freitag\/2010\/02\/tarifrunde-2010-gewerkschaften-nachfrage-wachstum-steuern-haushalt-sparen\/print\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Doppelpass Koch von der Leyen auf dem R&uuml;cken der Hartz-IV-Empf&auml;nger<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Koch fordert Arbeitspflicht f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger<\/strong><br>\nKoch sagte der &bdquo;Wirtschaftswoche&ldquo;: &bdquo;In Deutschland gibt es Leistungen f&uuml;r jeden, notfalls lebenslang. Deshalb m&uuml;ssen wir Instrumente einsetzen, damit niemand das Leben von Hartz IV als angenehme Variante ansieht.&ldquo;<br>\nDer Ministerpr&auml;sident f&uuml;gte hinzu: &bdquo;Wir m&uuml;ssen jedem Hartz-IV-Empf&auml;nger abverlangen, dass er als Gegenleistung f&uuml;r die staatliche Unterst&uuml;tzung einer Besch&auml;ftigung nachgeht, auch niederwertige Arbeit, im Zweifel in einer &ouml;ffentlichen Besch&auml;ftigung.&ldquo; Es k&ouml;nne kein &bdquo;funktionierendes Arbeitslosenhilfe-System geben, das nicht auch ein Element von Abschreckung enth&auml;lt.&ldquo; Ein solcher Druck sei notwendig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article5868714\/Koch-fordert-Arbeitspflicht-fuer-Hartz-IV-Empfaenger.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong><\/em><\/p>\n<blockquote><p><strong>Artikel 12 Grundgesetz<\/strong><br>\n(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsst&auml;tte frei zu w&auml;hlen. Die Berufsaus&uuml;bung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.<br>\n(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, au&szlig;er im Rahmen einer herk&ouml;mmlichen allgemeinen, f&uuml;r alle gleichen &ouml;ffentlichen Dienstleistungspflicht.<br>\n(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zul&auml;ssig.<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Das Leben von Hartz IV als &bdquo;angenehme Variante&ldquo;? &bdquo;Abschreckung&ldquo;, das ist ein Begriff aus dem Strafrecht: Die Strafe soll (auch) eine abschreckende Wirkung haben. Und als Strafe muss f&uuml;r Koch eben &bdquo;niederwertige Arbeit&ldquo; geleistet werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Von der Leyen r&uuml;ffelt Koch<\/strong><br>\n&ldquo;Beschimpfen hilft nicht&rdquo;: Arbeitsministerin Ursula von der Leyen hat ihren Parteikollegen Roland Koch in die Schranken gewiesen.<br>\n&ldquo;Das Problem l&ouml;sen wir nicht, indem wir sie beschimpfen, sondern gezielt helfen&rdquo;, erkl&auml;rte die CDU-Politikerin am Sonntag. &ldquo;In der gro&szlig;en Mehrheit wollen die Leute aus Hartz IV raus, k&ouml;nnen aber nicht arbeiten, weil sie keine Kinderbetreuung finden, weil sie keine Schulbildung haben oder keinen Beruf.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,672378,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Als sei es abgesprochen: Das ist ein perfektes Doppelpassspiel zwischen Koch und von der Leyen. Koch haut drauf und von der Leyen spielt die Verst&auml;ndnisvolle. So kann man sich ein positives Image verpassen. Von der Leyen tut so, als h&auml;tten wir auf dem Arbeitsmarkt kein Nachfrageproblem. Bildung und Berufsausbildung, so wichtig sie f&uuml;r den einzelnen, die Gesellschaft und die Volkswirtschaft sind, schaffen allein keine Arbeitspl&auml;tze. Wir hatten in den letzten vierzig Jahren eine deutliche Bildungsexpansion und insgesamt sogar eine H&ouml;herqualifikation der Bev&ouml;lkerung. Das hat dazu gef&uuml;hrt, dass die Arbeitgeber die H&ouml;herqualifizierten ausgesucht haben, so dass Abiturienten bei den Ausbildungspl&auml;tzen Hauptsch&uuml;ler verdr&auml;ngten. Das hat aber nicht zu einem deutlich h&ouml;heren Ausbildungs- oder Arbeitsplatzangebot gef&uuml;hrt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wolfgang Clement: Hartz IV und das Bundesverfassungsgericht<\/strong><br>\nEs ist ein bemerkenswertes St&uuml;ck Politik, das sich gegenw&auml;rtig zwischen Karlsruhe und Berlin abspielt: Es geht um die unter dem Synonym &bdquo;Hartz IV&ldquo; zusammengefassten Arbeitsmarktreformen der &bdquo;Agenda 2010&ldquo;. Und es geht zugleich um die wohl f&uuml;r den n&auml;chsten Monat zu erwartende Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum sogenannten Arbeitslosengeld II.<br>\nNoch bevor das Urteil &uuml;berhaupt ergangen ist, laufen die Spekulationen aus Karlsruhe hei&szlig;. Und das hat ganz offensichtlich auch damit zu tun, dass sich unser Verfassungsgericht zunehmend in einer Rolle gef&auml;llt, die mehr einer h&ouml;chsten politischen denn einer h&ouml;chsten richterlichen Instanz entspricht.<br>\nIn der neuerlichen &bdquo;Hartz IV&ldquo;-Runde &uuml;berbieten sich derweil Union und SPD im vorauseilenden Gehorsam gen Karlsruhe. Es gibt kaum eine Wohltat, die nicht auf dem &ouml;ffentlichen Markt feilgeboten w&uuml;rde.<br>\nAll diese gewiss gut gemeinten Revisionen haben indes zwei Dinge gemeinsam: Sie kosten mehr &ndash; und sie schaffen, mit Verlaub, keinen einzigen zus&auml;tzlichen Arbeitsplatz. Und das sollte es schlie&szlig;lich sein, was z&auml;hlt!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/debatte.welt.de\/kolumnen\/41\/modernes+deutschland\/184928\/hartz+iv+und+das+bundesverfassungsgericht?print=1\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Clement sollte sich endlich einmal fragen, ob mit seinen Arbeitsmarktreformen nicht blo&szlig; der Niedriglohnsektor und die prek&auml;re Arbeit krebsartig ausgewuchert sind. Clement sitzt &ndash; um ein Bild zu verwenden &ndash; bis heute r&uuml;ckw&auml;rts auf dem Sattel; er hat das Pferd vom Schwanz her aufgez&auml;umt und immer noch nicht bemerkt, dass es in die falsche Richtung l&auml;uft. Er h&auml;lt stur am Irrglauben fest, dass man die Arbeitslosigkeit bek&auml;mpfen k&ouml;nne, indem man die Arbeitslosen &bdquo;fordert&ldquo;, statt durch eine Wachstums- und Besch&auml;ftigungspolitik Nachfrage nach Arbeit auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen.<br>\nIn ganz &auml;hnlicher Weise stellt er das Verh&auml;ltnis von Politik und Verfassungsgericht auf den Kopf. Nicht das Bundesverfassungsgericht gef&auml;llt sich in der Rolle einer h&ouml;chsten politischen Instanz, sondern die Politik setzt sich immer mehr &uuml;ber das Grundgesetz hinweg und muss von Karlsruhe in die Schranken der Verfassung gewiesen werden.<br>\nSo ist z.B. auch Roland Kochs Vorsto&szlig; f&uuml;r eine Arbeitspflicht mittels Abschreckung &uuml;ber Artikel mit 12 das Grundgesetzes unvereinbar.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Erh&ouml;hung des Schonverm&ouml;gens n&uuml;tzt 0,2 Prozent der Antragsteller<\/strong><br>\nDie Anhebung des Schonverm&ouml;gens f&uuml;r &ldquo;Hartz IV&rdquo;-Empf&auml;nger trifft offenbar nur einen winzigen Kreis der Antragsteller auf das Arbeitslosengeld II. Laut einer Berufung auf eine interne Erhebung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, wurden von Januar bis September 2009 bundesweit 5,554 Millionen Antr&auml;ge auf das Arbeitslosengeld II bewilligt oder abgelehnt. Darunter waren nur 11.000 Antr&auml;ge, die wegen mangelnder Hilfebed&uuml;rftigkeit aufgrund von vorhandenem Verm&ouml;gen abgelehnt worden sind, das entspricht 0,2 Prozent aller Antr&auml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.thueringer-allgemeine.de\/ta\/ta.drucken.artikel.php?http:\/\/www.thueringer-allgemeine.de\/ta\/ta.onlinesuche.volltext.php?zulieferer=ta&amp;redaktion=redaktion&amp;dateiname=dateiname&amp;kennung=ontaTICRatgeberMantel1263725567&amp;catchline=catchline&amp;kategorie=kategorie&amp;rubrik=Ratgeber&amp;region=Mantel&amp;bildid=1382987&amp;searchstring=Hartz+%26+IV&amp;dbserver=1&amp;dbosserver=1&amp;other=&amp;auftritt=TA&amp;kennung=ontaTICRatgeberMantel1263725567&amp;zulieferer=ta\">Th&uuml;ringer Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man war zwar schon etwas verwundert ob der Debatte, denn wer kennt schon Hartz VI-Empf&auml;nger mit Verm&ouml;gen. Jetzt ist es offiziell: Die Debatte um die Schonverm&ouml;gen ist eine Scheindebatte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>ARD-Reportage &bdquo;Abgestempelt? &ndash; Das Leben mit Hartz IV&ldquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/ard\/servlet\/content\/3632868\">ARD-Mediathek (Video, ca. 45 Minuten)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Angriff auf die Lohnfortzahlung &ndash; Bei Krankheit weniger Geld <\/strong><br>\nDer Krankenstand in deutschen Unternehmen ist seit Jahren r&uuml;ckl&auml;ufig. Trotzdem greifen manche Chefs zu fragw&uuml;rdigen Mitteln. &ldquo;Aktivpr&auml;mien&rdquo; erhalten bei ihnen Angestellte, die sich ein Jahr lang nicht krank melden. Die Errungenschaft der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall wird so immer &ouml;fter ausgehebelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/archiv\/kontraste_vom_14_01\/angriff_auf_die_lohnfortzahlung.html\">RBB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Rekord bei Schwarzarbeit: &ldquo;Die Wirtschaftsf&uuml;hrer schaden der Steuermoral&rdquo;<\/strong><br>\nDer Umfang der Schwarzarbeit ist 2009 um mindestens f&uuml;nf Milliarden Euro gewachsen &ndash; das hat der &Ouml;konom Friedrich Schneider errechnet. F&uuml;r 2010 erwartet der Experte einen neuen Rekord. Begr&uuml;ndung: Die &ldquo;Selbstbedienungsmentalit&auml;t&rdquo; der Manager springt auf die B&uuml;rger &uuml;ber.<br>\nDie Schwarzarbeit in Deutschland k&ouml;nnte 2010 ein weiteres Rekordhoch erreichen. &ldquo;Die Krise hat die Schattenwirtschaft weiter angefeuert.<br>\nViele Arbeitnehmer haben insbesondere durch Kurzarbeit sp&uuml;rbare Einkommensverluste erlitten, die sie kompensieren mussten&rdquo;, sagte der Linzer Wirtschaftswissenschaftler Friedrich Schneider der &ldquo;Wirtschaftswoche&rdquo;.<br>\nAuch h&auml;tten die Menschen mehr Zeit f&uuml;r Nebenbei-Arbeit gehabt: &ldquo;Dadurch d&uuml;rfte die Schwarzarbeit 2009 um f&uuml;nf bis sechs Milliarden Euro gestiegen sein auf insgesamt rund 253 Milliarden Euro.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,672397,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Diesem Kaffeesatzleser sollte vielleicht auch mal jemand vorrechnen, dass Schwarzarbeit f&uuml;r 253 Milliarden Euro vollkommen unplausibler Schwachsinn sein muss und z. B. 10 Millionen Vollzeitstellen &aacute; 25.000 Euro p. a. entspricht. Wo sollen die 10 Millionen Vollzeitarbeitnehmer denn versteckt sein? Schneider selbst legt in der <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik-weltwirtschaft\/schwarzarbeit-in-deutschland-nimmt-2009-um-fuenf-milliarden-euro-zu-394267\/\">Wirtschaftswoche<\/a> folgende unglaubw&uuml;rdige Rechnung vor:<br>\n&ldquo;Schneider geht davon aus, dass die illegal absolvierten Arbeitsstunden der Leistung von acht Millionen Vollzeitbesch&auml;ftigten entsprechen.&ldquo; [J.A.: Das sind bei den angegebenen 352 Milliarden Euro eben mal 45.000 Euro pro Person und Jahr oder fast 4.000 Euro im Monat, vollkommen unrealistisch. Viele w&uuml;rden gerne die H&auml;lfte verdienen, brutto im Angestelltenstatus.]<br>\n&bdquo;Um der steigenden Schwarzarbeit zu begegnen, muss legale Arbeit attraktiver werden&ldquo;, fordert Handwerks-Pr&auml;sident Otto Kentzler. Vor allem kleine und mittlere Einkommen m&uuml;ssten entlastet werden. Kentzler: &bdquo;Geringe Abgaben und Steuern sind immer noch das beste Mittel gegen Schwarzarbeit.&ldquo;&rdquo;<br>\nUnd wer soll &uuml;berhaupt diese Irrsinnssummen f&uuml;r Schwarzarbeit bezahlt haben, werden 10-15% des deutschen BSP an der Steuer vorbei verdient???<br>\nIm &Uuml;brigen hat Schneider bisher immer behauptet, in Deutschland w&uuml;rde f&uuml;r 350-365 Milliarden Euro schwarzgearbeitet (z. B. <a href=\"http:\/\/www.handwerk-magazin.de\/data\/news\/News-Schwarzarbeit-steigt-um-15-Milliarden-Euro_4443658.html\">hier<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/intern\/archiv\/schwarzarbeit_aid_122214.html%20und%20http:\/\/www.abendblatt.de\/wirtschaft\/article1120974\/Schwarzarbeit-steigt-2009-staerker-als-erwartet.html\">hier<\/a>).<br>\nVon einer Erh&ouml;hung kann also keine Rede sein, beim aktuellen Fabulieren ist innerhalb von nur 3 Wochen die Kleinigkeit von 100 Milliarden Euro verloren gegangen.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Schwarzarbeit in Deutschland oder die langen Schatten von Prof. Schneider<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"?p=181\">NachDenkSeiten<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mehrwertsteuersenkung f&uuml;r Hotels<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Hoteliers und Parteien: Gro&szlig;e Geschenke erhalten die Freundschaft<\/strong><br>\nWegen der Millionenspende eines Hotel-Unternehmers sieht sich die im Bund regierende FDP mit Klientel-Vorw&uuml;rfen konfrontiert. Nach SPIEGEL-Informationen hatte die Partei binnen eines Jahres 1,1 Millionen Euro von der D&uuml;sseldorfer Substantia AG erhalten. Die Summe ist eine der h&ouml;chsten Parteispenden in der Geschichte der Freidemokraten und wurde in drei Teilspenden im Jahr 2009 &uuml;berwiesen. Die Substantia AG geh&ouml;rt zum verzweigten Imperium eines der reichsten Deutschen, August Baron von Finck, 79. Seine Familie ist Haupteigent&uuml;mer der M&ouml;venpick-Gruppe, die in Deutschland 14 Hotels betreibt. In den schwarz-gelben Koalitionsverhandlungen hatte die FDP gemeinsam mit der CSU im Herbst 2009 auf eine Senkung des Mehrwertsteuersatzes auf Hotel-&Uuml;bernachtungen von 19 auf 7 Prozent gedrungen. Der Steuernachlass, von der Opposition vehement als Klientel-Politik kritisiert, trat zum 1. Januar 2010 in Kraft. F&uuml;r den stark umstrittenen Hotel-Bonus hatte sich die CSU ebenfalls massiv eingesetzt. Nach Recherchen der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo; (SZ) steckte die Milliard&auml;rsfamilie von Finck auch hinter zwei 2008: Die CSU erhielt eine Spende &uuml;ber 430.000 Euro, eine zweite &uuml;ber 390.000 Euro. Die Spenden waren laut &ldquo;SZ&rdquo; kein Sonderfall; seit 1998 seien insgesamt 3,7 Millionen Euro an die CSU zusammengekommen, &uuml;berwiesen von mehreren kleineren Firmen, die zu Fincks Firmenimperium geh&ouml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-672409,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><strong>Wirtschaft fordert Reform der &Uuml;bernachtungsteuer<\/strong><br>\nAcht gro&szlig;e Wirtschaftsverb&auml;nde haben sich bei der Bundesregierung &uuml;ber die Mehrwertsteuersenkung f&uuml;r Hotels beschwert. Die neue Regelung mache die Abrechnung von Dienstreisen komplizierter, hei&szlig;t es in einem Brief an das Bundesfinanzministerium.<br>\nDie Wirtschaftsverb&auml;nde weisen darauf hin, dass von den Folgen der Steuersenkung alle privaten und &ouml;ffentlich-rechtlichen Arbeitgeber betroffen sind. Kern des Problems ist, dass der niedrigere Mehrwertsteuersatz nur f&uuml;r die &Uuml;bernachtung gilt. Das Fr&uuml;hst&uuml;ck am n&auml;chsten Morgen wird weiter mit 19 Prozent besteuert, es wird deshalb seit dem 1. Januar erstmals getrennt auf der Rechnung ausgewiesen.<br>\nDies wiederum f&uuml;hrt dazu, dass viele Gesch&auml;ftsreisende nun entweder teilweise auf eigene Kosten fr&uuml;hst&uuml;cken m&uuml;ssen oder auf einen Teil des Fr&uuml;hst&uuml;cks Lohnsteuer zahlen, denn die Mahlzeit kann &ndash; anders als die &Uuml;bernachtung &ndash; vom Arbeitgeber nicht vollst&auml;ndig lohnsteuerfrei erstattet werden. Bisher konnten Arbeitgeber und Finanz&auml;mter mit steuerfreien Pauschalen rechnen, weil der genaue Fr&uuml;hst&uuml;ckspreis auf den meisten Hotelrechnungen nicht erkennbar war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article5883408\/Wirtschaft-fordert-Reform-der-Uebernachtungsteuer.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vielleicht sollten die Wirtschaftsverb&auml;nde einfach eine ordentliche Spende an die FDP &uuml;berweisen, dann w&uuml;rde das Gesetz sicherlich rasch in ihrem Sinne repariert.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Altersarmut nicht versch&auml;rfen<\/strong><br>\nAltersarmut und Nullrunden f&uuml;r Rentner sind die Themen des Interviews mit dem Pr&auml;sidenten der Deutschen Rentenversicherung Bund, Herbert Rische: &ldquo;Wenn wir den Niedriglohnbereich immer mehr ausweiten, dann legen wir irgendwann die Axt an unsere lohnbezogenen Sozialversicherungssysteme. Die k&ouml;nnen wir dann vergessen. &hellip; Der Bund sollte deutlich mehr Geld f&uuml;r die Langzeitarbeitslosen in die Rentenkasse einzahlen. Dies gilt umso mehr, als sich das Problem noch versch&auml;rft hat. Aktuell erh&ouml;ht sich die Monatsrente eines Erwerbslosen f&uuml;r ein Jahr Bezug von ALG II nur noch um 2,09 Euro, nachdem wir 2009 noch 2,17 Euro errechnet hatten. Das liegt daran, dass sich das Einkommen, das bei Langzeitarbeitslosen unterstellt wird, im Gegensatz zu den allgemeinen Durchschnittseinkommen nicht erh&ouml;ht. Die sowieso schon schwierige Lage f&uuml;r Langzeitarbeitslose versch&auml;rft sich also.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neue-oz.de\/service\/_test\/druck\/druckversion.php?pfad=\/information\/noz_print\/interviews\/20100115-Altersarmut-nicht-verschaerfen.html\">Neue Osnabr&uuml;cker Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>BaFin zweifelt am Gesch&auml;ftsmodell der Lebensversicherer<\/strong><br>\nDie Finanzaufsicht BaFin beurteilt die Zukunft der Lebensversicherung skeptisch. Angesichts der Renditeversprechen und des derzeitigen Zinsniveaus zweifelt BaFin-Chef Jochen Sanio am Gesch&auml;ftsmodell der Branche.<br>\nIhr Gesch&auml;ftsmodell basiere darauf, dass es immer Kapitalanlagen mit ausreichender Rendite gebe, um die Zinsversprechen erf&uuml;llen zu k&ouml;nnen. Daran seien &ldquo;angesichts des gegenw&auml;rtigen Zinsniveaus Zweifel angebracht&rdquo;, mahnte er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken-versicherungen\/finanzaufsicht-bafin-zweifelt-am-geschaeftsmodell-der-lebensversicherer;2512973\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Obama kassiert auch bei Europas Banken<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Obama will gro&szlig;e Kreditinstitute mit einer Sonderabgabe an den Kosten der Finanzkrise beteiligen. Das betrifft unter anderem die Deutsche Bank. Von der Bundesregierung haben die Geldh&auml;user nichts dergleichen zu bef&uuml;rchten. Nach Meinung von Experten muss etwa die Deutsche Bank k&uuml;nftig j&auml;hrlich eine halbe Milliarde Dollar an den amerikanischen Fiskus &uuml;berweisen. Andere deutsche Banken m&uuml;ssten sich keine Sorgen machen, ihr Amerika-Gesch&auml;ft sei einfach zu klein. Die Sonderabgabe von 0,15 Prozent, die US-Pr&auml;sident Barack Obama am Donnerstag angek&uuml;ndigt hatte, gilt nur f&uuml;r Institute mit einer Bilanzsumme von mindestens 50 Milliarden Dollar. Die Deutsche Bank erzielt rund ein Viertel ihrer Erl&ouml;se in den USA. Nach Berechnungen von Analysten wird die Schweizer UBS 950 Millionen Dollar zahlen m&uuml;ssen. Auf Credit Suisse k&auml;men 850 Millionen Dollar Strafsteuer zu. Die britische Gro&szlig;banken Barclays und HSBC w&auml;ren mit 3,4 Milliarden und 2,3 Milliarden dabei. Auch die verstaatlichte Royal Bank of Scotland m&uuml;sste 600 Millionen Pfund abgeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Finanzkrise-Banken-Barack-Obama;art271,3003221?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>OECD gegen Investment-Banken<\/strong><br>\nOhne strenge Trennung von Investment- und Kommerzbanken w&auml;re eine Reform der Bankenregulierung zum Scheitern verurteilt<br>\nIn ihrer aktuellen Analyse Elephant in the room: The Need to Deal with What Banks Do gehen die OECD-&Ouml;konomen Adrian Blundell-Wignall, Gert Wehinger und Patrick Slovik hart mit den Investmentbankern ins Gericht. Denn w&auml;hrend einige Gro&szlig;banken, die sich auf das Kommerzgesch&auml;ft konzentriert hatten, durchaus gut durch die Krise gekommen sind, verzeichneten Finanzkonglomerate, die vor allem auf Investmentbanking, die Strukturierung komplexer Derivate und den Eigenhandel gesetzt hatten, gewaltige Verluste.<br>\nLaut den OECD-Experten waren es nun die Ansteckungsgefahr (&ldquo;contagion risk&rdquo;) und die Gefahr der Pleite eines Gesch&auml;ftspartners (&ldquo;counterparty failure&rdquo;), die daf&uuml;r verantwortlich waren, dass sich die j&uuml;ngste Finanzkrise so stark von den vorangegangenen Krisen unterschied und auch viel schwerer ausfiel. Das stehe im Zusammenhang mit der Tatsache, dass die gr&ouml;&szlig;ten Banken offenbar zurecht davon ausgehen k&ouml;nnen, zu gro&szlig; zu sein, um scheitern zu d&uuml;rfen (&ldquo;too big to fail&rdquo;).<br>\nW&auml;hrend aber weitgehender Konsens dar&uuml;ber bestehe, dass die Gro&szlig;banken k&uuml;nftig strengeren Regeln in Hinsicht auf Eigenkapital, Transparenz und den Handel mit Derivaten unterworfen werden m&uuml;ssten, bef&uuml;rchten die OECD-Experten, dass dies nicht ausreichen werde, w&uuml;rde nicht auch das &ldquo;too big to fail&rdquo;-Problem direkt angegangen: &ldquo;Ein charakteristischer Bestandteil der aktuellen Krise waren Banken, welche ihre Bilanzsummen mit auf Derivaten basierten Produkten rapide ausgeweitet haben, die mit ihrem Marktpreis bewertet werden m&uuml;ssen. Tats&auml;chlich scheinen sie im Herzen dessen zu stehen, warum Banken zu gro&szlig; werden konnten, um zu scheitern.&rdquo;<br>\nInsbesondere fragt sich die OECD, warum einzelne der gro&szlig;en Universalbanken so gut, andere wiederum so katastrophal durch die Krise gesegelt sind, obwohl sie doch alle den gleichen, weitgehend &uuml;bereinstimmenden Regeln unterworfen waren. Wie sie feststellen, waren es ganz eindeutig Banken mit einer &ldquo;Kreditkultur&rdquo; wie die spanische Santander und die australische Westpac, welche vor allem traditionelle Bankgesch&auml;fte wie Kreditvergaben an Unternehmen und Konsumenten gemacht hatten, die ohne staatliche Hilfen auskamen. Demgegen&uuml;ber hatten allein f&uuml;nf &ldquo;innovative&rdquo; Banken wie City Group, Bank of America, Deutsche Bank, Barclays und UBS, die ihre Bilanzen mit Derivate-gest&uuml;tzten Verbriefungen aufgeblasen hatten, zusammen rund 46 Prozent aller bisher eingestandenen krisenbedingten Verluste verzeichnet&hellip;<br>\nBislang h&auml;tten Regulatoren und Politiker aber vermieden, sich ernsthaft um diese Probleme zu k&uuml;mmern, weshalb die OECD eindringlich darauf dr&auml;ngt, die Gesch&auml;ftsbanken von den Investmentbanken organisatorisch zu trennen. Wenn die Gro&szlig;banken schon nicht in Gesch&auml;fts- und Investmentbanken aufgespaltet werden k&ouml;nnten, sollten sie laut OECD wenigstens in der Form einer &ldquo;Operating Holding Company Structure&rdquo; (NOHC) organisiert werden. Dabei w&uuml;rden f&uuml;r die ganze Gruppe zwar verpflichtende Eigenkapital-Mindeststandards vorgeschrieben, die einzelnen Bereiche und das ihnen zugeordnete Eigenkapital m&uuml;ssten jedoch unterhalb der Holding rechtlich separiert werden, um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren und eine Abwicklung zu erm&ouml;glichen, bei der die gesunden Teile der Bank gesch&uuml;tzt sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/146908\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ratingagenturen: Pfusch nach Noten<\/strong><br>\nDas Vorhaben, das eine &ldquo;bessere Kontrolle f&uuml;r Ratingagenturen&rdquo; verspricht, zeigt die ganze Hilflosigkeit, die die Regierungen im Umgang mit der Finanzkrise an den Tag legen. Statt an den Ursachen anzusetzen und jene Gesch&auml;ftspraktiken, die zu dem Desaster beitrugen, rigoros zu unterbinden, pfuschen sie an den Symptomen herum. Die Politik scheint, allen gro&szlig;spurigen Ank&uuml;ndigungen zum Trotz, weder in der Lage noch willens, die Finanzbranche in die Schranken zu verweisen. Dabei haben die Ratingagenturen l&auml;ngst allen Kredit verspielt. Selbst das Bundesfinanzministerium spricht von einem &ldquo;folgenreichen Versagen&rdquo;, weil die komplizierten Finanzprodukte, die sich schlie&szlig;lich als Schrott erwiesen, &ldquo;viel zu lange viel zu gut bewertet&rdquo; worden seien. Diese Erkenntnis kommt ein bisschen sp&auml;t.<br>\nDas Versagen ist nicht (nur) mangelnder Sorgfalt geschuldet, sondern prinzipieller Natur. Die Notengeber ma&szlig;en sich ein Wissen an, das sie schlicht nicht haben k&ouml;nnen: Die k&uuml;nftige Entwicklung an den von Erwartungen bestimmten Finanzm&auml;rkten bleibt einer seri&ouml;sen Voraussage verschlossen. Dieses Grundsatzproblem der Ungewissheit l&auml;sst sich selbst mit ausgefeiltesten mathematischen Modellen nicht l&ouml;sen. Umso schlimmer, dass das &ldquo;Trio Infernale&rdquo;, wie der Spiegel die drei Gro&szlig;agenturen nennt, seine &uuml;berm&auml;chtige Position letztlich staatlicher Regulierung verdankt: Indem sie Gro&szlig;anlegern wie Pensionsfonds oder auch Banken vorschreibt, sich nach Rating-Noten zu richten, ebnet die Politik einem privaten Oligopol den Weg zu einem &auml;u&szlig;erst lukrativen Gesch&auml;ft und verschaffte ihm quasi eine Lizenz zum Gelddrucken. Dass ein &ouml;ffentliches Gut der privaten Bereicherung dient, ist der eigentliche Skandal. Um ihn aus der Welt zu schaffen, gibt es zwei M&ouml;glichkeiten: Entweder wird die Pflicht, dem Rating bei der Kapitalanlage zu folgen, v&ouml;llig abgeschafft. Oder wenigstens als Gegengewicht eine staatliche Agentur gegr&uuml;ndet. Die k&ouml;nnte zumindest jene Finanzprodukte identifizieren, die f&uuml;r ein Rating v&ouml;llig untauglich sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2206846&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bayerische Verh&auml;ltnisse<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Stoiber: Der kn&uuml;ppeldicke Depp vom Dienst<\/strong><br>\nJetzt muss Edmund Stoiber pers&ouml;nlich die Rechnung f&uuml;r seine v&ouml;llige Unf&auml;higkeit zahlen. F&uuml;r den ehemaligen Ministerpr&auml;sidenten Bayerns kommt es jetzt kn&uuml;ppeldick. Er, der ganz Deutschland jahrelang mit seiner penetranten Bayern-ist-Spitze-Rhetorik nervte; er, der nicht m&uuml;de wurde, die Wirtschaftskompetenz der CSU in Endlosschleife herauszustreichen; er, der in keiner Rede die Champions-League-Metapher auszupacken verga&szlig;, wird jetzt gemobbt, geschnitten und verh&ouml;hnt. Der bayerische Volkszorn brodelt &ndash; jetzt hat auch der letzte B&uuml;rger zwischen Zwiesel und Ruhpolding verstanden, dass hinter den Stoiberschen Gr&ouml;&szlig;enfantasien nichts anderes steckte als hei&szlig;e Luft, dass Stoiber und seine Mannen nichts weiter waren als aufgeblasene Provinzfuzzis, die Deppen von der Staatskanzlei.<br>\nWie die S&uuml;ddeutsche Zeitung schrieb, lie&szlig; sich die CSU-gesteuerte Bayern LB bei dem Hypo-Alpe-Adria-Deal ausnehmen wie eine fette Gans &ndash; von einem noch windigeren Provinzf&uuml;rsten, dem mittlerweile bei einem Autounfall verstorbenen K&auml;rntner Landeshauptmann J&ouml;rg Haider. Der hatte das Kunstst&uuml;ck fertiggebracht, den Bayern die komplett marode Skandalbank zu einem v&ouml;llig &uuml;berh&ouml;hten Preis anzudrehen. Als die die Bank im Dezember 2009 f&uuml;r einen Euro wieder &ldquo;verkauften&rdquo;, waren in etwa 830 Tagen 3,7 Milliarden Euro versenkt &ndash; einsame Spitze, w&uuml;rdig f&uuml;r einen Eintrag ins &ldquo;Guinness Buch der Rekorde&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/wahrheit\/artikel\/1\/der-knueppeldicke-depp-vom-dienst\/\">taz<\/a>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Anklagepunkt Bestechung verj&auml;hrt? <\/strong><br>\nWaffenlobbyist Karlheinz Schreiber steht ab heute vor Gericht, wird aber wohl nicht wegen Bestechung angeklagt. F&uuml;r die Augsburger Richter ist dieser Anklagepunkt verj&auml;hrt. Laut Recherchen des ARD-Politmagazins report M&Uuml;NCHEN ist diese Einsch&auml;tzung allerdings h&ouml;chst umstritten, weil sie nach Expertenmeinung nicht der bisherigen Rechtsauffassung des Bundesgerichtshofs (BGH) entspreche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br-online.de\/aktuell\/report-muenchen-schreiber-prozess-ID1263735642992.xml\">BR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &Uuml;ber die brave bayerische Justiz m&uuml;sste sich selbst Berlusconi nicht beklagen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>CSU-Fonds in Liechtenstein?<\/strong><br>\nIm Prozess gegen den Lobbyisten Karlheinz Schreiber, der an diesem Montag vor dem Augsburger Landgericht beginnt, k&ouml;nnte der Angeklagte neue Enth&uuml;llungen liefern. Angeblich soll er &uuml;ber Kontobelege von einem CSU-Fonds in Liechtenstein verf&uuml;gen, der nach Absprache mit dem fr&uuml;heren CSU-Vorsitzenden Franz Josef Strau&szlig; und dessen Spendenverwalter Franz Josef Dannecker entstanden sein soll. Der Fonds soll im November 1994 umgerechnet 4,82 Millionen Mark enthalten haben. Die CSU und Max Strau&szlig; haben solche Berichte stets zur&uuml;ckgewiesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/vorab\/0,1518,672289,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Prozess gegen Karlheinz Schreiber beginnt in Augsburg<\/strong><br>\nVor genau zehn Jahren flog der CDU die Spendenaff&auml;re um die Ohren: Partei- und Fraktionschef Wolfgang Sch&auml;uble musste seine &Auml;mter aufgeben, Altkanzler Helmut Kohl warf den CDU-Ehrenvorsitz hin, und Angela Merkel r&uuml;ckte an die Spitze. &bdquo;Eine irre Bilanz&ldquo;, sagte Karlheinz Schreiber damals, der das alles ausgel&ouml;st hatte. Ab Montag steht der einstige Teppichh&auml;ndler, Waffen- und Airbuslobbyist wegen Steuerhinterziehung in Augsburg vor Gericht &ndash; der Fiskus will noch Millionen von ihm.<br>\nAber nun wird es kurios. Denn das Landgericht hat die Anklage gegen Schreiber aus dem Jahr 2000 zwar in vollem Umfang zur Hauptverhandlung zugelassen. Deshalb wird Staatsanwalt Marcus Paintinger dem Angeklagten am Montag Steuerhinterziehung, Bestechung sowie Beihilfe zum Betrug und zur Untreue vorwerfen. Aber ein Teil der Anklage bereits Makulatur.<br>\nDenn im Auslieferungsbescheid der kanadischen Justiz ist Beihilfe zur Untreue nicht mehr aufgef&uuml;hrt. &bdquo;Deswegen kann er auf jeden Fall nicht verurteilt werden&ldquo;, sagte Gerichtssprecherin Susanne Weber. Au&szlig;erdem neigt die Strafkammer der Auffassung zu, dass die Bestechung bereits verj&auml;hrt ist. Im Haftbefehl gegen Schreiber ist dieser Vorwurf bereits nicht mehr enthalten. Aber Pfahls ist als Zeuge geladen. &bdquo;Wir warten den Prozess ab&ldquo;, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Reinhold Nemetz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.epochtimes.de\/articles\/2010\/01\/15\/536966.html\">EpochTimes<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wer von diesem Prozess eine Aufkl&auml;rung der politischen Hintergr&uuml;nde erwartet, der d&uuml;rfte entt&auml;uscht werden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Willst Du kriminell werden? Verschiedene Blicke auf das Thema Jugendkriminalit&auml;t<\/strong><br>\nSowohl bei Jugendlichen als auch bei erwachsenen Teilnehmer\/innen herrschte mit Blick auf die Jugendkriminalit&auml;t oftmals Unklarheit bez&uuml;glich der begrifflichen und rechtlichen Grundlagen. Es ist zu beobachten, dass die intensive Medienberichterstattung &uuml;ber dramatische Einzelf&auml;lle gelegentlich zu einer verzerrten Wahrnehmung des Gesamtbildes f&uuml;hrt, zu einer &bdquo;gef&uuml;hlten Bedrohung&ldquo;. Gerade was die Entwicklung und Intensit&auml;t der Jugendkriminalit&auml;t in unserer Gesellschaft betrifft, zeigen sich in der Bev&ouml;lkerung immer wieder Fehleinsch&auml;tzungen. Als Einf&uuml;hrung in das Thema wird daher an dieser Stelle einigen grunds&auml;tzlichen Fragen nachgegangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/do\/06818.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung [PDF &ndash; 3.8 MB]<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Im j&uuml;ngst ver&ouml;ffentlichten Unicef-Bericht zur Lage der Kinder hei&szlig;t es: 6 Prozent der Heranwachsenden in Deutschland erleben sich als Au&szlig;enseiter. 11 Prozent der befragten 15-j&auml;hrigen Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler in Deutschland geben an, sich &ldquo;unbehaglich und fehl am Platz&rdquo; zu f&uuml;hlen. Etwa jeder dritte 15-J&auml;hrige sagt, dass er sich &ldquo;alleine&rdquo; f&uuml;hlt.<br>\n&Uuml;ber diese soziale Ursache von Aggressivit&auml;t und Gewalt von Jugendlichen findet sich in der Ver&ouml;ffentlichung leider nichts.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bahnchaos:<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Schmutzige Winterdienste<\/strong><br>\nSchneeschippen zu Dumping-L&ouml;hnen: Billigarbeiter aus Osteuropa reinigen Z&uuml;ge und Bahnh&ouml;fe der Bahn. Der Konzern spricht von &ldquo;wenigen Einzelf&auml;llen&rdquo;, Kritiker von einer &ldquo;weit gr&ouml;&szlig;eren Dimension&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/22\/500290\/text\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Ob der Vorstand der Bahn immer noch stolz darauf ist, die von SPD und Gr&uuml;nen durchgesetzte &bdquo;Flexibilisierung des Arbeitsmarkts&ldquo; f&uuml;r so genannte &bdquo;Produktivit&auml;tssteigerungen&ldquo; genutzt zu haben?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Spart die Bahn beim ICE auf Kosten der Sicherheit?<\/strong><br>\nGerade zur Winterzeit sind Pannen bei den ICE-Z&uuml;gen der Bahn keine Seltenheit. Der Konzern beruft sich oft auf das widrige Wetter, wenn Z&uuml;ge zu sp&auml;t fahren oder liegen bleiben. Doch das Problem liegt in Wahrheit oft woanders. Die Bahn spart bei ihren Wartungsarbeiten &ndash; bisweilen sogar Kosten der Sicherheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/archiv\/kontraste_vom_14_01\/spart_die_bahn_spart.html\">RBB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Ein weiteres Beispiel f&uuml;r unsinnige, doch bei der Mehrheit der deutschen &Ouml;konomen beliebte und ihren Politikempfehlungen entsprechende &bdquo;Produktivit&auml;tssteigerungen&ldquo;. In dem Beitrag hei&szlig;t es: &bdquo;&bdquo;Es sind keine Reservez&uuml;ge mehr da. Wir fahren absolut am Limit seit l&auml;ngerer Zeit.&ldquo; Die Verantwortlichen werden darauf hinweisen, dass kein Zug ungenutzt bleibt &ndash; und sind daf&uuml;r wahrscheinlich mit einem &bdquo;erfolgs&ldquo;-abh&auml;ngigen Gehaltsanteil belohnt worden.<br>\nDie Folgen (laut Auskunft eines Lokf&uuml;hrers): &bdquo;Es ist speziell in den letzten Monaten, in denen sich die Situation zusehends versch&auml;rft, der absolute Ausnahmefall, wenn ich einen Zug &uuml;bernehme, der wirklich komplett st&ouml;rungsfrei ist. Das ist die absolute Ausnahme. In der Regel haben die Z&uuml;ge M&auml;ngel.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutsche Bahn in puncto Sicherheit mangelhaft<\/strong><br>\nDas Schienennetz der Deutschen Bahn weist schwerwiegende M&auml;ngel auf. Sie gef&auml;hrden die Sicherheit und f&uuml;hren auf zahlreichen Strecken zu l&auml;ngeren Fahrzeiten. Zu diesem Ergebnis kommen ZDF-Reporter im neuen &ldquo;Schwarzbuch Deutsche Bahn&rdquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/ZDFheute\/inhalt\/6\/0,3672,8013542,00.html\">ZDF heute.de<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/947734\/Kaputtgespart%253F-Die-Maengelliste-der-Bahn#\/beitrag\/video\/947734\/Kaputtgespart%3F-Die-Maengelliste-der-Bahn\">Kaputt gespart. ZDF-Mediathek<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Gesundheitspolitik. &Auml;rzte beklagen Rationierung<\/strong><br>\nDer Pr&auml;sident der Bundes&auml;rztekammer, J&ouml;rg-Dietrich Hoppe, beklagt, dass es in Deutschland bestimmte medizinische Leistungen nicht mehr f&uuml;r jeden Patienten gebe. &ldquo;Nicht jeder Krebspatient bekommt heute das sehr teure Krebsmedikament&rdquo;, sagte er dieser Zeitung. &Auml;rzte und Krankenh&auml;user st&uuml;nden unter Budgetdruck und entschieden deshalb, ausgehend im Einzelfall, bei welchem Patienten sich eine teure individuelle Behandlung besonders lohne. &ldquo;Im deutschen Gesundheitswesen wird heimlich rationiert, weil nicht gen&uuml;gend Geld zur Verf&uuml;gung steht, um allen Menschen die optimale Therapie zu verschaffen&rdquo;, sagte Hoppe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44\/Doc~E44298A4FE8A8426DAF9A1116136DC4F6~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich darf es keine heimliche Rationierung geben. Und hier geht es meist nicht um das sehr teure Krebsmedikament, sondern darum, dass die Kassen den &Auml;rzten ein Budget zuweisen, das nicht ausreicht, um den Leistungsbedarf abzudecken, um z.B. einem &auml;lteren, l&auml;nger bettl&auml;gerigen Patienten eine Thrombosenspritze zu verordnen, wenn die Gefahr einer Lungenembolie besteht. Aber was soll eine &ouml;ffentliche Diskussion &uuml;ber Rationierung mit der Begr&uuml;ndung von J&ouml;rg-Dietrich Hoppe: &ldquo;Wir schaffen es nicht mehr, den Zuwachs an medizinischem Wissen und Kosten durch unsere wachsende Wirtschaft zu finanzieren.&rdquo; Da f&auml;llt mir zun&auml;chst einmal die Preisbildung der Pharmaindustrie ein und die Bedeutung der Pharmalobby in unserem Gesundheitssystem. Da g&auml;be es Etliches zu rationieren. Weiter w&auml;re z.B. zu fragen, ob die Honorarordnung f&uuml;r &Auml;rzte die richtigen Anreize setzt. Der Patient in Deutschland geht 18 Mal im Jahr zum Arzt, die Sprechstunden sind aber um ein Drittel k&uuml;rzer als in anderen EU-L&auml;ndern mit 6 bis 7 Arztkontakten. Wohlgemerkt, es geht nicht um die K&uuml;rzung von Honoraren. Eine &ouml;ffentliche Diskussion, inwieweit rationiert werden muss, ist &uuml;berfl&uuml;ssig. F&auml;llig ist eine Diskussion dar&uuml;ber, wie eine angemessene medizinische Versorgung gew&auml;hrleistet ist, also heimliche Rationierungen verunm&ouml;glicht werden, wie eine Zwei-Klassen- Medizin vermieden wird und wie alle B&uuml;rger einkommensproportional an den Gesundheitskosten der Solidargemeinschaft beteiligt werden. Letzteres w&uuml;rde Diskussionen &uuml;ber die Erh&ouml;hung von Kassenbeitr&auml;gen obsolet machen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Baupfusch im Kanzleramt: Merkel zieht um<\/strong><br>\nBrandschutzm&auml;ngel, undichte W&auml;nde, Risse: Schwere M&auml;ngel an Ministerien und Bauten f&uuml;r das Parlament kosten Steuerzahler viele Millionen Euro. Sogar Bundeskanzlerin Merkel muss ihr B&uuml;ro r&auml;umen.<br>\nExperten hatten vor einiger Zeit Brandschutzm&auml;ngel und undichte W&auml;nde im Bundeskanzleramt festgestellt. Das rund 250 Millionen Euro teure Geb&auml;ude ist erst 2001 fertig geworden, aber schon jetzt &bdquo;voller Risse&ldquo;, sagte ein ehemaliger Bauleiter dieser Zeitung.<br>\nAn f&uuml;nf Staatsgeb&auml;uden im Regierungsviertel in Mitte sind in den vergangenen Jahren schwere Sch&auml;den entdeckt worden, deren Beseitigung mehrere Millionen Euro kostet. So leckte etwa das Glasdach des Bundesrates in der Leipziger Stra&szlig;e, w&auml;hrend sich im Au&szlig;enministerium am Schlossplatz ein riesiges St&uuml;ck Decke l&ouml;ste. Und am Paul-L&ouml;be-Haus, in dem die Bundestagsabgeordneten ihre B&uuml;ros haben, hatte sich die Fassade um drei Zentimeter gesenkt.<br>\nBesonders teuer wird die Sanierung des 1999 f&uuml;r mehr als 40 Millionen Euro errichteten Bauministeriums an der Invalidenstra&szlig;e &ndash; unter anderem gibt es Probleme mit Statik und Klimaanlage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/Bundeskanzleramt-Baupfusch;art270,3004170\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des Tagesspiegel-Lesers J.D. (17.1.2010, 04:27 Uhr):<\/strong> Leider war Bau-Pfusch durchg&auml;ngig vor dem Umzug an vielen Stellen absehbar. Da gab es fehlende Planunterlagen f&uuml;r die Kabelkan&auml;le im Kanzleramt, die erst parallel zur Bauausf&uuml;hrung entstanden, krasse M&auml;ngel der Ausf&uuml;hrung von Betonfassaden, St&uuml;tzprovisorien der Tiefgarage f&uuml;r Baufahrzeuge, unn&uuml;tze Tunnelbaukosten, Millionensch&auml;den durch eingefrorene Poller um den Reichstag nach Zust&auml;ndigkeitsgerangel etc. Erinnert sei daran, dass der Bund eigens eine Bundesbaugesellschaft als Baumanagement f&uuml;r seine Hochbauten eingesetzt hatte, die gelinde gesagt ziemlich unerfahren war. Zudem kamen einige Spitzenmanager aus dem &lsquo;Mehdorn-Stall&rsquo;- alles klar?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Rudolph Bauer. B&uuml;rgergesellschaft als Bertelsmann-Projekt<\/strong><br>\nEs klingt f&uuml;r wahr paradox: Eine Organisation der Zivilgesellschaft, deren Repr&auml;sentanten die F&ouml;rderung des b&uuml;rgerschaftlichen Engagements auf ihre Fahnen geschrieben haben, unterl&auml;uft die genuinen Anliegen der B&uuml;rgergesellschaft im Interesse eines eliteb&uuml;rgerlichen Projekts. Oder: Eine gemeinn&uuml;tzige Organisation nutzt ihren privilegierten Zugang zu den Medien, um eine unternehmerfreundliche Wirtschafts- und Steuerpolitik zu fordern mit dem Ziel, den Staat in seinen gesellschaftspolitischen Handlungsm&ouml;glichkeiten einzuschr&auml;nken, was dann wiederum durch vermehrtes b&uuml;rgerschaftliches Engagement ausgeglichen werden soll. Oder weiter: Eine nicht-staatliche Nonprofit-Organisation fordert &bdquo;weniger Staat&ldquo; und besitzt die Aktienmehrheit eines Konzerns, von dessen Tochterunternehmen eines sich anschickt, Dienstleistungsaufgaben der &ouml;ffentlichen Verwaltung zu &uuml;bernehmen und gewinnbringend in privatwirtschaftlicher Regie zu betreiben. Schlie&szlig;lich das Paradoxon, dass ein unternehmerischer Global Player mehrheitlich einer als gemeinn&uuml;tzig anerkannten, durch Steuerbefreiung staatlich alimentierten Stiftung geh&ouml;rt, deren Think Tanks sich mit Unterst&uuml;tzung seitens der Konzern-Medien anschicken, politische Mandatstr&auml;ger in Fragen sowohl der Bildungs-, Wirtschafts-, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik als auch der europ&auml;ischen, der transatlantischen sowie der internationalen Milit&auml;r-, Sicherheits- und Migrationspolitik zu beraten, um sie dadurch im Firmeninteresse zu beeinflussen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/medienwatch.wordpress.com\/burgergesellschaft-als-bertelsmann-projekt\/\">medienwatch &amp; metainfo<\/a>\n<\/li><li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Angriff in Kundus<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>US-Piloten f&uuml;r Angriff von Kundus bestraft <\/strong><br>\nDie beiden am Luftschlag in Kundus beteiligten US-Piloten sind nach Informationen der S&uuml;ddeutschen Zeitung wenige Tage nach dem Vorfall vom Einsatz abberufen und strafversetzt worden. Damit reagierte Isaf-Kommandeur Stanley McChrystal auf die Verletzung von Einsatzregeln.<br>\nMcChrystal hatte auch die Abberufung von Oberst Klein gefordert, war dabei aber am Widerstand des deutschen Verteidigungsministeriums gescheitert. Offenbar war dort bef&uuml;rchtet worden, eine Abberufung k&auml;me einem Schuldeingest&auml;ndnis nahe und w&uuml;rde staatsanwaltschaftliche Ermittlungen beschleunigen.<br>\nUnterdessen zeichnet sich ab, dass die Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe kein Verfahren gegen Klein einleiten wird. Nach Informationen von mittelbar an dem Vorgang beteiligten Parteien wird die Staatsanwaltschaft in den kommenden Wochen die Ermittlungen einstellen und sich dabei auf das V&ouml;lkerrecht st&uuml;tzen.<br>\nDemnach w&uuml;rde der Afghanistan-Einsatz als nicht-nationaler bewaffneter Konflikt eingestuft, in der Beurteilung des Bombardements m&uuml;sste das humanit&auml;re V&ouml;lkerrecht angewandt werden. In dieser Rechtskategorie ist ein milit&auml;rischer Schlag gegen Konfliktgegner zul&auml;ssig. Zivilisten verlieren ihren Schutzanspruch vor&uuml;bergehend, wenn sie sich &ndash; wie beim Tanklastzug &ndash; in eine Konfliktsituation begeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/63\/500331\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Oberst Klein gibt gezielte Falschinformationen zu<\/strong><br>\nGegen&uuml;ber den Nato-Ermittlern gab Klein zudem zu, dass er gezielt die Unwahrheit angegeben habe, um sich die amerikanische Luftunterst&uuml;tzung zu sichern. Daf&uuml;r musste er den Eindruck erwecken, dass seine Soldaten Feindber&uuml;hrung hatten, also &ldquo;troops in contact&rdquo; waren, kurz: TIC. &ldquo;Sein Problem sei gewesen, dass er gewusst h&auml;tte, dass es in Wirklichkeit keine TIC-Situation gab&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Protokoll von Kleins Befragung zusammenfassend. &ldquo;Er war der Ansicht, dass er bei Meldung einer TIC-Situation die gew&uuml;nschte Luftunterst&uuml;tzung bekommen werde.&rdquo;<br>\nDer Nato-Bericht bringt auch Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) weiter in Bedr&auml;ngnis. Nach Informationen des SPIEGEL enth&auml;lt der Bericht bereits alle Details, die Guttenberg angeblich erst bekannt wurden, nachdem er die Luftangriffe als &ldquo;milit&auml;risch angemessen&rdquo; bewertet hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,672261,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Thorsten Hild: Journalismus mit der Brechstange<\/strong><br>\nProf. Ernst Elitz, Journalist, Hochschullehrer und bis M&auml;rz vergangenen Jahres Intendant des Deutschlandradios, schreibt in einem Kommentar f&uuml;r BILD am 16.01.2010: &ldquo;Oskar Lafontaine ist ein Parteizerst&ouml;rer. Er hat es bei der SPD versucht. Jetzt ist die Linke sein Opfer. Alleinherrscher &ndash; das ist die Rolle, die er am liebsten spielt. Und in der er scheitert&hellip;Lafontaine will alleine herrschen. Als Schr&ouml;der an die Macht kam, fl&uuml;chtete er aus der SPD. Lafontaine gescheitert. Sein neues Opfer: die Links-Partei. Lafontaine will Herrscher sein, zerlegt den Laden in Fans und Feinde. Jetzt hat die Links-Partei ihren Napoleon. Wann st&uuml;rzt sie ihn?&rdquo; Die &Uuml;berschrift: &ldquo;Lafontaines neues Opfer&rdquo;.<br>\nHier f&auml;hrt ein namhafter Journalist ganz unbeherrscht aus seiner Haut. Wieviel angestaute Aggression, wieviel Verbitterung, welche irrationalen &Auml;ngste und Vorurteile&nbsp;m&uuml;ssen in ihm wohnen, um sich&nbsp;solch einer&nbsp;allerdings zerst&ouml;rerischen Sprache zu bedienen und sich selbst&nbsp;dabei derart zu vergessen, dass er gar nicht registriert, wie er&nbsp;in seinem wahnhaften Bestreben, jemanden als&nbsp;&ldquo;Zerst&ouml;rer&rdquo;&nbsp;zu brandmarken, selbst zum Zerst&ouml;rer wird?&nbsp;Ein journalistischer Amoklauf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=74&amp;Itemid=2\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>USA ziehen Strippen gegen Karsai<\/strong><br>\nNach einer neuen Schlappe im Parlament geht Afghanistans Pr&auml;sident Hamid Karsai geschw&auml;cht in die Afghanistan-Konferenz Ende Januar in London. Das Parlament lie&szlig; nun auch seine zweite Kabinettsliste weitgehend durchfallen. Die Abgeordneten lehnten zehn der 17 Kandidaten ab, sie best&auml;tigten aber immerhin die Minister f&uuml;r die Schl&uuml;sselressorts &Auml;u&szlig;eres, Justiz und Drogen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2210762&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Gegen die Einflussnahme der USA spricht z.B., dass von drei nominierten Frauen die konservativste durchkam. Auch d&uuml;rfte es kaum im Interesse der USA liegen, dass das Wirtschaftsministerium wie auch Justiz und Soziales von islamischen Konservativen besetzt wurden. In das Ministerium f&uuml;r Drogenbek&auml;mpfung ist der als hoch korrupt geltende Zarar Moqbel ger&uuml;ckt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Radiodiskussion mit Heiner Flassbeck<\/strong><br>\nDie <a href=\"?p=4460\">Radiodiskussion im SWR mit Heiner Flassbeck<\/a> ist online als mp3-Podcast (ca. 45 Minuten, ca. 21 MB) abrufbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mp3-download.swr.de\/swr2\/forum\/swr2_forum_20100115_bringen_griechen_und_iren_die_waehrungsgemeinschaft_zu_fall.6444m.mp3\">SWR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Die schw&auml;bische Hausfrau irrt; Koch haut drauf und von der Leyen spielt die Verst&auml;ndnisvolle; Clements verkehrte Welt; Schonverm&ouml;gen n&uuml;tzt 0,2 Prozent; bei Krankheit weniger Geld; Schreckbild Schwarzarbeit; Hotelierssteuer: Geschenke erhalten die Freundschaft; Niedrigl&ouml;hne und Altersarmut; Obama kassiert auch bei Europas Banken; OECD stellt sich gegen Investmentbanken; Stoiber wird zum<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4463\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4463","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4463","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4463"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4463\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4463"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4463"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4463"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}