{"id":4464,"date":"2010-01-18T13:35:51","date_gmt":"2010-01-18T12:35:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4464"},"modified":"2014-08-06T11:16:28","modified_gmt":"2014-08-06T09:16:28","slug":"die-neoliberale-strategie-aus-allen-potentiellen-konkurrenten-realos-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4464","title":{"rendered":"Die neoliberale Strategie: Aus allen potentiellen Konkurrenten \u201eRealos\u201c machen"},"content":{"rendered":"<p>Wer sich die Freiheit seiner Gedanken erhalten will, wer den kritischen Umgang mit dem Geschehen &uuml;ben will, kann das zurzeit sehr gut an der tobenden Debatte um die Entwicklung bei der Linken tun. Eigentlich, so hatte mancher kritische Beobachter gemeint, w&auml;re mit der Wirtschaftskrise auch die Erfolgschance der neoliberalen Ideologie erledigt. Das hat sich schon deshalb als Fehleinsch&auml;tzung erwiesen, weil die mit viel publizistischer und finanzieller Macht ausgestattete Bewegung immer noch die M&ouml;glichkeit hat, &uuml;ber Manipulation und Meinungsmache die Macht zu sichern. Albrecht M&uuml;ller.<br>\n<!--more--><br>\nSie verm&ouml;gen damit das Volk und vor allem die Multiplikatoren zu beeinflussen. Aber damit nicht genug: Sie nehmen direkt Einfluss auf die innere Willensbildung ihrer Konkurrenten. Das ist der eigentliche Grund daf&uuml;r, dass es so schwer beziehungsweise gar nicht gelingt, uns eine politische Alternative zur Schwarz-Gelb oder wie zuvor zu neoliberal eingef&auml;rbten Schwarz-Rot oder Rot-Gr&uuml;n zu bieten. <\/p><p><strong>Einfluss nicht nur auf die W&auml;hlerschaft, sondern auch auf die innere Willensbildung der Parteien. Alle wurden nach rechts getrimmt und zu &bdquo;Reformern&ldquo; und &bdquo;Realos&ldquo;.<\/strong><br>\nVersetzen Sie sich einfach einmal in die Lage eines Strategen des rechtskonservativen, seit den siebziger Jahren neoliberal eingef&auml;rbten Lagers und unterstellen Sie dabei getrost, dass Sie &uuml;ber reichlich finanzielle Mittel, vor allem aber &uuml;ber publizistische Mittel direkt oder &uuml;ber PR-Agenturen verf&uuml;gen. Dann sind Sie klug beraten, <\/p><ul>\n<li>\n\t\twenn Sie ihre Gedanken und ihre T&auml;tigkeit daf&uuml;r einsetzen, die Wahlentscheidungen zu Gunsten der ihnen nahe stehenden Parteien Union und FDP zu beeinflussen und wichtige politische Entscheidungen im Interesse ihrer Bewegung zu steuern\n\t<\/li>\n<li>\n\t\tSie werden dar&uuml;ber hinaus versuchen, die innere Willensbildung der im Spiel befindlichen Parteien zu pr&auml;gen.\n\t<\/li>\n<\/ul><p>Das ist genau so in den letzten Jahren geschehen: der linksliberale Fl&uuml;gel bei der FDP ist auf eine Restgr&ouml;&szlig;e ohne gesellschaftspolitische Relevanz reduziert worden; entgegen aller sch&ouml;nen Spr&uuml;che von der Sozialdemokratisierung ist die Union in ihrer praktischen Politik heute wesentlich von ihrem Wirtschaftsrat gepr&auml;gt. Kleine Nuancen f&ouml;rdern die Glaubw&uuml;rdigkeit. Die SPD ist &ndash; beginnend mit der Vorbereitung des Kanzlerwechsels von Willy Brandt zu Helmut Schmidt und komplettiert mit Gerhard Schr&ouml;ders Agenda 2010 &ndash; heute wesentlich neoliberal gepr&auml;gt. Dort hat sich eindeutig der rechte Fl&uuml;gel durchgesetzt. Und es ist nicht erkennbar, dass sich dies mit Steinmeier und Gabriel &auml;ndern sollte. Die Gr&uuml;nen haben sich zu einer Bastion der Realos gemausert.<\/p><p>Alle diese Prozesse waren begleitet von massiver Beeinflussung der Meinungsbildung innerhalb dieser Parteien. Die Guten waren immer die rechten Fl&uuml;gel, die Realos, wie schon der Name suggeriert. Dabei haben die jeweiligen politischen Gegner, die Medien und die rechten Fl&uuml;gel im Inneren der betreffenden Parteien quasi als trojanische Pferde zusammengewirkt. Typisch daf&uuml;r die Vorg&auml;nge um die angestrebte Bildung einer linken Koalition und Alternative in Hamburg, in Hessen und im Saarland. Die hessische SPD zum Beispiel war massivem publizistischen Druck ausgesetzt, der dann mithilfe der vier Dissidenten zu einem politisch wirksamen Nein umgesetzt wurde. Im Saarland war der Vorsitzende der Gr&uuml;nen auf die andere Seite gezogen. Dieser Wortbruch des Hubert Ulrich wurde publizistisch im Gegensatz zum Verhalten Andrea Ypsilantis zu einer unbedeutenden Angelegenheit heruntergespielt. Die Beeinflussung der inneren Willensbildung wurde jedes Mal politisch hoch wirksam. Diese Vorg&auml;nge habe ich in &bdquo;Meinungsmache&ldquo;, Kapitel 20 &bdquo;Meinungsmache zur Sicherung von Macht und Einfluss&ldquo; beschrieben. Teile dieser Texte finden sich in den NachDenkSeiten als <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=4138\">Leseproben aus &bdquo;Meinungsmache&ldquo;.<\/a><\/p><p><strong>Jetzt ist vor allem die Linkspartei dran.<\/strong> Sie ist zurzeit einer massiven Kampagne ausgesetzt, bei der es im Kern darum geht, die inhaltlichen Kanten abzuschleifen, die sie zurzeit noch hat. Das Profil l&auml;sst sich in wenigen Stichworten zusammenfassen: m&ouml;glichst schneller Abzug aus Afghanistan und Konzentration auf die L&ouml;sung von Konflikten mit friedlichen Mitteln, keine weitere Privatisierung &ouml;ffentlichen Eigentums, keine weitere Verringerung von Mitarbeitern im &ouml;ffentlichen Dienst, Abschied von den Hartz-Gesetzen, Einf&uuml;hrung eines gesetzlichen fl&auml;chendeckenden Mindestlohns, Sicherung einer armutsfesten Rente, R&uuml;cknahme der Rente mit 67. Das Ziel der laufenden Kampagne ist klar: Auch die Linkspartei soll so sehr auf Anpassung getrimmt werden, dass sie nicht mehr als links wirksam und auch nicht als solches erkennbar und damit f&uuml;r viele nicht mehr w&auml;hlbar ist. <\/p><p>Die im Zentrum des Konflikts stehenden Personen sind gemessen daran zweitrangig. Sie dienen allerdings als Katalysatoren der Auseinandersetzung und auch zur Charakterisierung und D&auml;monisierung.<\/p><p><strong>Dokumente zur Kampagne<\/strong><br>\nEine Auswahl siehe Anlage. Beteiligt sind nahezu alle Medien. Ausnahme beispielsweise der Stern. Massiv wie immer ist die Bild-Zeitung im Gesch&auml;ft.<\/p><p><strong>Die laufende Kampagne ist deprimierend und wirkt zerst&ouml;rerisch f&uuml;r einzelne Personen; sie ist aber spannend zu beobachten, weil daran beispielhaft erkennbar wird, wie bei uns Meinung gemacht wird, mit welchen Methoden, mit welchen Mitteln und Medien. Die Kampagne zeigt auch, was m&ouml;glich ist: die totale Meinungsbildung weiter Kreise von Journalisten, von Multiplikatoren und auch des Volkes.<\/strong><\/p><p>R&uuml;cksichtslos und zerst&ouml;rerisch<br>\nSelbst in modernen Zeiten gilt in der Regel, dass die Medien die privaten Geschichten von Politikern nicht ver&ouml;ffentlichen. Das ist zwar immer mal wieder durchbrochen worden &ndash; bei Seehofer zum Beispiel, oder auch lange zur&uuml;ck im Vorfeld des R&uuml;cktritts von Willy Brandt im April und Mai 1974, als b&ouml;sartige und unterstellende Storys bei Bild und anderswo ver&ouml;ffentlicht wurden. Jetzt erlebt Oskar Lafontaine den Bruch dieser Regel.<br>\nDa er in der bundesrepublikanischen Debatte aber so etwas wie eine Unperson darstellt, wird auch keine R&uuml;cksicht auf seine Krankheit genommen. Gnadenlos fallen Medien wie an vorderster Front die Bild-Zeitung &uuml;ber ihn her &ndash; auch mit unglaublich verdrehenden und l&uuml;genden Darstellungen. Siehe die beiden im Anhang dokumentierten und in Stichworten kommentierten Beitr&auml;ge bei der Bild-Zeitung vom vergangenen Samstag. <\/p><p><strong>Die totale Manipulation ist m&ouml;glich. Das wird auch im konkreten Fall wieder belegt.<\/strong><br>\nEs ist immer wieder erstaunlich, dass es gelingt, bei wichtigen Medien Parolen und Botschaften zu platzieren, die mit der Wirklichkeit nichts oder nahezu nichts zu tun haben. Das gelingt in der Regel dann, wenn die entsprechenden Botschaften st&auml;ndig wiederholt und von verschiedenen Absendern ausgesandt werden. Im konkreten Fall ist es f&uuml;r den Erfolg der von neoliberaler Seite betriebenen Kampagne und ihrer Botschaften sehr wichtig, dass die eigentlichen Interessenten im Hintergrund bleiben und das Gesch&auml;ft im wesentlichen innerhalb der Linken selbst betrieben wird. Bartsch oder Brie als Absender oder einzelne Landesvorsitzende aus dem Lager der so genannten Realos sind als Quellen wichtig, wie selbstverst&auml;ndlich auch die Vielfalt und die relative Breite der sich einsetzenden Medien, also Bild genauso wie die Frankfurter Rundschau.<br>\nWenn Sie Zeit haben, dann &uuml;berfliegen sie die in der Dokumentation verlinkten Beitr&auml;ge, sie werden eine erstaunliche Gleichrichtung, wenn nicht Gleichschaltung, der Botschaften vorfinden.<\/p><p><strong>Erstaunlich gleichlautende Botschaften<\/strong><br>\nIm folgenden werden einige der Hauptbotschaften zitiert und beleuchtet:<\/p><ol type=\"a\">\n<li>\n\t\t<strong>Konflikt zwischen West und Ost.<\/strong>\n\t<\/li>\n<li>\n\t\t<strong>&laquo;Realo&raquo; oder radikal? (dpa 15.1.), Realos Ost gegen Hardliner West (ZDF 15.1.). Der radikale Kurs Lafontaines. Realit&auml;tsverweigerer (S&uuml;ddeutsche Zeitung)<\/strong>\n<p>\t\t<strong>Kommentierung zu a. und b.:<br>\n\t\tDer Konflikt zwischen Lafontaine und Bartsch wird zu einem Konflikt zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland hochstilisiert. Das stimmt schon deshalb nicht, weil einige der Matadore wie etwa der Chef der th&uuml;ringischen Linkspartei, Bodo Ramelow, wie auch der am Konflikt beteiligte Chefredakteur des parteinahen Organs &bdquo;Neues Deutschland&ldquo;, J&uuml;rgen Reents, aus dem Westen kommen. Es stimmt weiter nicht, weil sowohl im Westen Anh&auml;nger von Bartsch vorhanden sind wie auch im Osten Anh&auml;nger von Lafontaine. Vor allem gibt es dort viele Anh&auml;nger der Linken, die etwa von dem Anpassungskurs an neoliberale Glaubensmuster, wie sie im Koalitionsvertrag von Brandenburg enthalten sind, nichts halten. Selbst unter den Lesern der NachDenkSeiten sind vermutlich nicht nur Hunderte, sondern Tausende, die diese Entwicklung kritisch sehen.<br>\n\t\tAber die Stilisierung zu einem Streit zwischen Ost und West erscheint den Matadoren geeignet, um gr&ouml;&szlig;ere Bataillone gegen Lafontaine in Stellung bringen zu k&ouml;nnen.<br>\n\t\tFast schon nett ist die in der Kampagne ge&uuml;bte Praxis, wie bei einem Western in Gut und B&ouml;s aufzuteilen und dann die Guten im Osten und die B&ouml;sen im Westen zu verorten. Wirklich atemberaubend ist der Versuch, dabei die eigentlich aus der SED kommende Truppe einschlie&szlig;lich von bekannten Stasi-Mitarbeitern wie Andr&eacute; Brie den Guten zuzuordnen, und ehemalige aktive Gewerkschafter wie Klaus Ernst, den stellvertretenden Vorsitzenden, zu den Radikalinskis und Realit&auml;tsverweigerern zu stempeln.<br>\n\t\tBeispielhaft f&uuml;r diesen durchaus gelingenden Versuch ist die S&uuml;ddeutsche Zeitung vom 15. Januar, wo Lafontaine zum Realit&auml;tsverweigerer, Bartsch zum Pragmatiker und Andr&eacute; Brie zum Vordenker, Pragmatiker und Realist der Linken stilisiert wird. &Auml;hnlich die Welt: &bdquo;Linke Sektierer&ldquo;. Und eine F&uuml;lle anderer Medien.<\/strong>\n\t<\/p><\/li>\n<li>\n\t\t<strong>Die Westlinken sind nicht bereit, Regierungsverantwortung zu &uuml;bernehmen.<\/strong><br>\n\t\tSo wird es ohne jeden Beleg und im Widerspruch zu den Fakten behauptet. Die hessischen Linken haben ganz selbstverst&auml;ndlich daran mitgearbeitet, dort nach der Abwahl von Roland Koch eine alternative Koalition aus Rot, Gr&uuml;n und Rot zusammenzubringen. Sie wollten allerdings nicht der (unglaublichen) Forderung der Bundes-SPD folgen, auf ein Mitspracherecht bei der Abstimmung im Bundesrat zu verzichten. In keiner der Landeskoalitionen ist so etwas &uuml;blich. &Uuml;berall gilt dann, wenn sich die Koalitionspartner nicht einigen k&ouml;nnen, das Prinzip Enthaltung.<br>\n\t\tAuch f&uuml;r das Saarland und dort insbesondere ist die Behauptung, die Linke sei nicht bereit zur &Uuml;bernahme der Verantwortung gewesen, nicht richtig. Von der &bdquo;Anti-Regierungs-Linken&ldquo; im Westen zu schreiben, wie es die Frankfurter Rundschau am 14. Januar tut, ist eine bewusst gestreute L&uuml;ge: Der gesamte Wahlkampf der dortigen Linkspartei zielte auf einen Regierungswechsel. Wenn der gr&uuml;ne Landesvorsitzende sich nicht f&uuml;r die FDP und Peter M&uuml;llers Koalition verdingt h&auml;tte, w&auml;re es zur Koalition gekommen.<br>\n\t\tAber unabh&auml;ngig von diesen Fakten ist die Verbreitung unwahrer Parolen m&ouml;glich und wird geglaubt.<br>\n\t\tZum Thema &bdquo;Regierungsfeindlich&ldquo; <a href=\"http:\/\/linkeblogs.de\/fabiodemasi\/2010\/01\/16\/ein-mythos\/\">hier auch ein Beitrag von Fabio De Masi.<\/a>\n<p>\t\t<strong>Radikales Programm?<\/strong><br>\n\t\tEs ist interessant, im Zusammenhang mit den Parolen a., b. und c. auch noch der Frage nach den sachlichen Differenzen nachzugehen und zu pr&uuml;fen, was aus dieser Perspektive an den Behauptungen vom Mangel an Regierungsbereitschaft, an der Parole <strong>&bdquo;Hardliner West&ldquo; oder der Behauptung, der Kurs von Lafontaine sei radikal, er sei ein Realit&auml;tsverweigerer, die West-Linken wollten &bdquo;die Parlamente von ganz links aus aufmischen&ldquo; (Frankfurter Rundschau) dran ist.<\/strong><br>\n\t\tZun&auml;chst ist hier noch anzumerken, dass in der Kampagne gegen die so genannten Radikalen bei der Linkspartei die Aussagen zum Programm je nach Lust und Laune gewechselt werden: manchmal hei&szlig;t es, die Linkspartei sei insgesamt programmlos, dann hei&szlig;t es wieder, die Gruppe um Lafontaine beharre auf ihren programmatischen Vorstellungen. Beides passt nicht zusammen.<br>\n\t\tBei den Inhalten selbst gibt es in der Tat Differenzen zwischen dem Fl&uuml;gel um Bartsch und dem anderen Fl&uuml;gel um Lafontaine. Nehmen wir uns ein programmatisches Element nach dem andern vor:<\/p>\n<p>\t\t<strong>Erstens: Abzug der deutschen Truppen aus Afghanistan.<\/strong> Diese Position wird inzwischen von der evangelischen Ratsvorsitzenden K&auml;&szlig;mann, dem CDU-Mitglied Todenh&ouml;fer und mit guter Begr&uuml;ndung sogar vom Vorsitzenden der katholischen Bischofskonferenz vertreten. Zollitsch zum Afghanistan-Einsatz: &ldquo;Es sind gravierende Fehler gemacht worden&rdquo;. In seiner Begr&uuml;ndung taucht das richtige Motiv auf: der Milit&auml;reinsatz habe die Lage der Menschen verschlimmert. Von radikal kann keine Rede sein. Die Linkspartei um Lafontaine steht eher in der &bdquo;Gefahr&ldquo;, in dieser Frage am Ende noch vom Verteidigungsminister zu Guttenberg &uuml;berholt zu werden. Und dennoch taugt das Thema offenbar f&uuml;r die aktuelle Kampagne.<\/p>\n<p>\t\t<strong>Zweitens: Keine weitere Privatisierung &ouml;ffentlicher Einrichtungen und Unternehmen.<\/strong><br>\n\t\tDas ist eine der wichtigsten Forderungen f&uuml;r die Politik der n&auml;chsten Jahre und Jahrzehnte. Die Notwendigkeit wird inzwischen von vielen Kommunalpolitikern und darunter sogar von konservativen Kommunalpolitikern gesehen. Viele Kommunen versuchen, ihre Versorgungs- und Entsorgungswerke zur&uuml;ckzukaufen. In einigen St&auml;dten wie in Leipzig und in Freiburg sind Mehrheiten &uuml;ber einen Volksentscheid zusammengekommen, um die Privatisierung von Stadtwerken und &ouml;ffentlichen Wohnungsbest&auml;nden zu verhindern. Es gibt eine klare Mehrheit in Deutschland gegen die Privatisierung der Deutschen Bahn. Wir wissen, dass die Privatisierung &ouml;ffentlicher Unternehmen und Einrichtungen die Quelle schlimmer Spekulationen auf den Kapitalm&auml;rkten war und zugleich das Einfallstor zur G&auml;ngelung von Arbeitnehmern. Auf der anderen Seite ist klar, dass die Finanzwirtschaft auf die weitere Privatisierung setzt, weil dabei sowohl an den Schn&auml;ppchen als auch an der Transaktion der Verm&ouml;genswerte riesige Gewinne gemacht werden. &ndash; Die Verweigerung dieser Pl&uuml;nderung soll radikal sein? Radikal ist die Pl&uuml;nderung. Radikal ist das, was die Linke an Privatisierung in Berlin zum Beispiel mitgemacht hat und wozu sie auch in Brandenburg ihre Hand gereicht hat.<br>\n\t\tSind wir wirklich schon so weit gekommen, dass jetzt auch schon hinter diesem Teil der Linken Linken, also auch hinter der Bartsch- und Brie-Linken gro&szlig;e Interessen stecken? So wie sie hinter der Union und der FDP aber auch hinter dem Steinmeier-\/Gabriel-Fl&uuml;gel der SPD und hinter f&uuml;hrenden Gr&uuml;nen stecken? Geht das so schnell? Und muss das sein?<br>\n\t\tEs geht also bei der aktuellen Debatte auch um viel Geld. Die m&auml;chtigen Interessen in Deutschland wollen sich die Pl&uuml;nderung des &ouml;ffentlichen Eigentums durch eine inhaltlich orientierte Linke nicht st&ouml;ren lassen. Deshalb der Versuch, sie als radikal abzustempeln und die Anpassung an die Realos der eigenen und der anderen Parteien zu erzwingen.<\/p>\n<p>\t\t<strong>Drittens: Kein Abbau von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im &ouml;ffentlichen Dienst.<\/strong><br>\n\t\tAuch das ist keine radikale Forderung. Sie ist in der jetzigen Wirtschaftskrise konjunkturpolitisch geboten, um antizyklisch zu wirken. Sie ist aber auch &ndash; wenn auch nicht in jeder Kommune &ndash; sachlich geboten, weil es im &ouml;ffentlichen Bereich eine F&uuml;lle von darniederliegenden Aufgaben gibt. <\/p>\n<p>\t\t<strong>Viertens: Schluss mit Hartz IV.<\/strong><br>\n\t\tAls Sozialdemokrat m&uuml;sste man w&uuml;nschen, dass die SPD und die Gr&uuml;nen endlich verstehen, was sie mit der Agenda 2010 und Hartz IV angerichtet haben: Die Zerst&ouml;rung der sozialen Sicherheit. Siehe dazu <a href=\"\/?p=4449\">hier:<\/a> &bdquo;Zu den vergessenen Nebenwirkungen von Hartz IV und Agenda 2010&ldquo; und in vielen anderen Beitr&auml;gen der NachDenkSeiten in den letzten drei Wochen.<\/p>\n<p>\t\t<strong>F&uuml;nftens: Wiederherstellung der Leistungsf&auml;higkeit der gesetzlichen Rente und Wiederherstellung des fr&uuml;heren Renteneintrittsalters.<\/strong><br>\n\t\tSelbst in konservativen Kreisen wird inzwischen einger&auml;umt, dass die Privatvorsorge mit Riester-Rente und R&uuml;rup-Rente ein teurer Irrweg ist. Und die Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters ist angesichts der hohen Arbeitslosigkeit der 50-und 60-j&auml;hrigen geradezu abstrus. Was soll an der R&uuml;ckkehr zur Vernunft hier radikal sein? &ndash; Auch hier stecken hinter den Attacken auf solche Forderungen klar erkennbare gro&szlig;e Interessen: die Interessen der Versicherungswirtschaft und der Banken. <\/p>\n<p>\t\t<strong>Sechstens: Einf&uuml;hrung eines gesetzlichen fl&auml;chendeckenden Mindestlohns.<\/strong><\/p>\n<p>\t\tDas fordert inzwischen ja sogar die SPD. <\/p>\n<p>\t\tDas waren sechs Beispiele f&uuml;r die programmatischen Vorstellungen der Lafontaine-Linken. Vielleicht habe ich etwas vergessen. Umwerfend radikal kann es aber dann nicht sein. So ist zum Beispiel die Forderung danach, die Verm&ouml;genden und die Menschen und Gruppen mit h&ouml;heren Einkommen wieder st&auml;rker an der Finanzierung der &ouml;ffentlichen Aufgaben zu beteiligen &ndash; vielleicht so wie zu Kohls Zeiten mit Verm&ouml;gensteuer und einem Spitzensteuersatz bei der Einkommensteuer von 53%, die SPD hatte einmal 56% gefordert &ndash; nicht sonderlich radikal. Und auch die Streichung der Steuerfreiheit der Gewinne beim Verkauf von Unternehmen und Unternehmensteilen, die von Schr&ouml;der und Eichel eingef&uuml;hrt wurde, w&auml;re keinesfalls ein radikales Unternehmen. Das gilt im &uuml;brigen auch nicht f&uuml;r die &Uuml;bernahme der mit schon &uuml;ber 100 Milliarden &euro; geretteten und damit subventionierten Banken in &ouml;ffentliches Eigentum. Ich pers&ouml;nlich bin dabei nur deshalb skeptisch, weil sich nach aller Erfahrung auch in diesen &ouml;ffentlichen Banken dann die konservativen Seilschaften dr&auml;ngeln und durchsetzen. Aber radikal w&auml;re es nicht, wenn wir Steuerzahler auch besitzen wollten, was wir gerettet und bezahlt haben.<br>\n\t\tDiese programmatischen Elemente als &bdquo;Maximalpositionen&ldquo; oder als die Positionen von &bdquo;Hundertprozentigen, die niemals einen Jota von ihrer Position abweichen w&uuml;rden&ldquo;, wie es die S&uuml;ddeutsche Zeitung am 15. Januar reichlich verschroben beschreibt, und andere Medien &auml;hnlich, kann nur als Element einer ausgekl&uuml;gelten Kampagne verstanden werden. Alleine kommt ein Journalist auf eine so abwegige Beurteilung nicht.\n\t<\/p><\/li>\n<p>Nach diesen notwendig ausf&uuml;hrlichen Anmerkungen zu den Inhalten nun zur&uuml;ck zu den gleich lautenden Botschaften der laufenden Kampagne:<\/p>\n<li>\n\t\t<strong>Lafontaine sei gegen die deutsche Einheit gewesen, hei&szlig;t es in mehreren Pamphleten.<\/strong><br>\n\t\tAllen voran bei &bdquo;Bild&ldquo; und leider bei Helmut Schmidt. (Siehe Anlage) Das ist eine Geschichtsf&auml;lschung, die immer wieder wiederholt wird. Ich habe als Abgeordneter auch gegen die damalige W&auml;hrungsunion gestimmt. Weil ich der &Uuml;berzeugung war, dass die Umtauschrelationen und die sonstigen Umst&auml;nde es den Betrieben in Mittel- und Ostdeutschland &uuml;beraus schwer machen, ihre produzierten G&uuml;ter und Dienstleistungen noch loszuwerden. Au&szlig;erdem fehlte die gezielte Hilfe zur Modernisierung damals schon im Ansatz. Wenn jetzt immer noch jenen, die gegen die leichtfertig durchgesetzte W&auml;hrungsumstellung waren, unterstellt wird, sie seien gegen die deutsche Vereinigung gewesen, dann stecken dahinter erkennbare Interessen: man will sich frei waschen von der Verantwortung f&uuml;r das Desaster, das noch heute sichtbar ist.\n\t<\/li>\n<li>\n\t\t<strong>Bartsch &ndash; der erfolgreiche Manager. Weltoffen und verantwortungsbewusst. <\/strong><br>\n\t\tDie Aufbauarbeit von Bartsch war vermutlich in Ordnung, ich denke sogar gut. Ein endg&uuml;ltiges und ausgewogenes Urteil kann ich mir nicht anma&szlig;en. Aber ich kann Wahlk&auml;mpfe beurteilen und vor allem auch Wahlk&auml;mpfe von Parteien, die von ihren Gegnern &uuml;ber die Ma&szlig;en attackiert und stigmatisiert werden. Mit dieser Erfahrung im Hintergrund kann ich die Wahlk&auml;mpfe der Linkspartei bis zum Beginn der hei&szlig;en Phase des Bundestagswahlkampfs zum Beispiel nicht als glorios, sondern als weit gehend falsch betrachten. Entsprechend entt&auml;uschend war denn auch das Europawahlergebnis mit 7,5 %, weit abgeschlagen hinter den Gr&uuml;nen mit 12,1 % und der FDP mit 11 %. Bei der Bundestagswahl gerade einmal drei Monate sp&auml;ter erreichte die Linkspartei 11,9 %. Dazwischen lag eine &Auml;nderung der Wahlkampfstrategie zumindest von Seiten Lafontaines. Er hat die Gegnerschaft der Medien und die Diffamierungskampagnen zum Thema gemacht und neben der angepassten SPD wenigstens eine Alternative aufgezeigt. Siehe dazu auch den <a href=\"\/?p=4451\">Beitrag in den NachDenkSeiten vom 12.1.2010.<\/a>\n \t<\/li>\n<li>\n\t\t<strong>Gysi sei besch&auml;digt.<\/strong><br>\n\t\tEr sei Bartsch in den R&uuml;cken gefallen. Er habe in den ostdeutschen Landesverb&auml;nden Sympathien eingeb&uuml;&szlig;t. Das wird in verschiedenen Beitr&auml;gen zum Thema immer so daher geschrieben. Als Belege werden dann die Stimmen von Freunden von Bartsch zitiert. Wie die W&auml;hlerinnen und W&auml;hler, wie die Mitglieder der Linkspartei insgesamt auf diesen Vorgang reagieren und ob sie Gysi wegen dessen Intervention gegen das sonderbare Verhalten eines Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer das Vertrauen entziehen, das steht dahin. Ich wei&szlig; es nicht. Aber die Medien wissen es nahezu gleich lautend. Da ist deutlich erkennbar: Hier wird die n&auml;chste Runde eingel&auml;utet. Denn diese Art von gleich lautender Agitation kommt nicht aus dem Nichts. Sie ist insbesondere von Dietmar Bartsch, nachdem er angek&uuml;ndigt hatte, im Mai nicht wieder antreten zu wollen, also vom amtierenden Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Linkspartei kr&auml;ftig bef&ouml;rdert worden. Das kann jedoch auch dann nicht die Aufgabe eines Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrers sein, wenn er seinen R&uuml;cktritt angek&uuml;ndigt hat.\n\t<\/li>\n<\/ol><p>Wer sich zu den <strong>Methoden<\/strong> einer solchen Kampagne, wie wir sie zurzeit in Sachen Linkspartei, Bartsch, Lafontaine und Gysi erleben, n&auml;her informieren m&ouml;chte, m&ouml;ge sich den entsprechenden Text aus &bdquo;Meinungsmache&ldquo;, der in Kurzfassung in den NachDenkSeiten wiedergegeben ist, vornehmen: <a href=\"\/?page_id=4138\">Nr. 3: &bdquo;Auszug aus &bdquo;Meinungsmache&ldquo;, Seite 426 bis 428: <strong>&bdquo;Die Methoden der Manipulation kennen und durchschauen.&ldquo;<\/strong><\/a><\/p><p><strong>Mohr Oskar hat seine Schuldigkeit getan, er kann gehen.<\/strong><\/p><p>Einige der in der Dokumentation zitierten Medienschaffenden gehen davon aus, dass mit dem Abtritt von Bartsch der Konflikt und damit auch die Richtungsentscheidung der Linkspartei nicht entschieden ist. Dass die Leute um Bartsch das so sehen, ist deutlich erkennbar. Sie haben vermutlich darauf gesetzt, den aus dem Saarland stammenden Vorsitzenden jetzt schon m&uuml;rbe zu machen und ihn loszuwerden. Das h&auml;tte ihnen die Freiheit gegeben, die Linkspartei programmatisch anzupassen.<br>\nDiese L&ouml;sung ist vorerst gescheitert. Aber das sagt noch nichts &uuml;ber die weitere Entwicklung. <strong>&bdquo;Der Machtkampf ist nur vorerst entschieden&ldquo;. (dpa offensichtlich nach Gespr&auml;ch mit Bartsch) oder die FAZ vom 17. Januar: &bdquo;Dietmar Bartsch wird warten. Er ist 51, Lafontaine 66. Bartsch ist ein alter Volleyballer. Da gilt: Der letzte Schlag z&auml;hlt.&ldquo;<\/strong><\/p><p><strong>Die mediale Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Bartsch in der abgelaufenen und laufenden Kampagne deutet darauf hin, dass er auch f&uuml;r den n&auml;chsten Schlag die Unterst&uuml;tzung der Mehrheit der Medien haben wird. Darauf muss sich die F&uuml;hrung der Linkspartei einstellen und sowohl ihre Mitglieder als auch ihre W&auml;hlerinnen und W&auml;hler fr&uuml;hzeitig und immer wieder auf diesen Vorgang aufmerksam machen. Das ist sehr aktuell.<br>\nDa den Realos bei der Linkspartei vermutlich wie den Rechten in der SPD die Macht im Staat nur dann attraktiv erscheint, wenn sie sie auch in ihrer Partei besitzen, werden wir den n&auml;chsten Schlag in dieser Auseinandersetzung im Vorfeld der nordrhein-westf&auml;lischen Landtagswahlen erleben. Es k&ouml;nnte der Gruppe um Bartsch nichts Besseres passieren f&uuml;r den inneren Machtausbau als ein schlechtes Ergebnis der nordrhein-westf&auml;lischen Linkspartei. Deshalb werden sie vermutlich viel tun, um die Unruhe und die schlechten Kommentare und Berichte am Laufen zu halten. Die Einlassungen Dietmar Bartschs direkt nach seinem R&uuml;ckzieher deuten darauf hin. Er ist immerhin noch Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer und beginnt bereits kr&auml;ftig mit der Demontage des Fraktionsvorsitzenden Gysi zum Beispiel. Wenn es ihm um seine Partei gehen w&uuml;rde und nicht zu allererst um die Durchsetzung seiner Richtung, dann h&auml;tte er geschwiegen und h&auml;tte seine Freunde ermuntert auch zu schweigen. Das haben sie nicht getan, und sie werden weiter in ihrem innerparteilichen Kampf das Image der gesamten Partei besch&auml;digen, solange sie den Kampf nicht f&uuml;r sich, ihre Richtung und ihre Jobs entschieden haben.<\/strong><\/p><p><strong>Wer die Geschichte der SPD in den letzten 40 Jahren aufmerksam verfolgt hat, kennt diese Mechanismen. In ihr waren immer Leute platziert, die das Interesse ihrer politischen Gegner vertraten. Sie war bei wichtigen Willensbildungen und Entscheidungen fremdbestimmt und verzehrte sich in dieser Fremdbestimmung. Warum sollte das bei der Linkspartei nicht auch so sein?<\/strong><\/p><p><strong>Da wir aber ein Interesse an einer Alternative zur herrschenden Ideologie haben, brauchen wir eine nicht angepasste Linke. Nur deshalb k&uuml;mmert uns das ganze Thema. Weil der beste Weg zur Verhinderung der skizzierten Entwicklung ihre Offenlegung ist, ist dieser Text geschrieben.<\/strong><\/p><p><strong>P.S.:<\/strong> Beim Versuch der herrschenden neoliberalen Ideologen, auch aus der Linkspartei eine Partei von Realos zu machen, geht es nicht nur um die Linkspartei und deren Entwicklung. Es geht auch um die Sicherung der neoliberalen Bastion bei der SPD und bei den Gr&uuml;nen.<br>\nDie innere programmatische Entwicklung zumindest in diesen drei Parteien ist &uuml;ber<br>\nkommunizierende R&ouml;hren miteinander verbunden. Wenn die Linkspartei nach rechts r&uuml;ckt, dann kann die SPD-F&uuml;hrung dort, n&auml;mlich bei der Agenda 2010 und Hartz IV, bleiben, wo sie heute ist. Sie ist nicht gezwungen, sich nach links zu bewegen, um W&auml;hler von der Linken zur&uuml;ckzuholen. Deshalb freuen sich Steinmeier und Gabriel wie die Schneek&ouml;nige und verst&auml;rken den Kampf gegen den inhaltlich orientierten Teil der Linkspartei. Sie m&ouml;chten die zuvor beschriebenen inhaltlichen Positionen der angeblich radikalen Teile der Linken wegr&auml;umen. Sie verst&auml;rken den Streit mit den ihnen eigenen primitiven Methoden: mit dem Angebot an Bartsch, die Partei zu wechseln.<br>\nIch finde diese Reaktion und das Verhalten von Sigmar Gabriel ausgesprochen entt&auml;uschend. Weil uns nichts anderes &uuml;brig bleibt, begann zumindest ich n&auml;mlich zu hoffen, Gabriel k&ouml;nne sich eines Besseren besinnen und wirklich eine Kurskorrektur der SPD weg vom Schr&ouml;der Kurs betreiben. Jetzt hofft er stattdessen darauf, dass sich auch bei der Linkspartei die &bdquo;Reformer&ldquo; durchsetzen. Das ist wegen der inhaltlichen Seite traurig, und es ist entt&auml;uschend wegen des erkennbaren Mangels an strategischer F&auml;higkeit. So kann man nur hoffen, dass sich innerhalb der Linkspartei die inhaltlich orientierten Kr&auml;fte halten und verst&auml;rken. Dann k&ouml;nnte in Arbeitsteilung mit den Realos auch auf lange Sicht eine wirklich attraktive Partei draus werden. <\/p><p><strong>Anlage<\/strong><\/p><p><strong>Kurze Pressedokumentation zur Kampagne in Sachen Streit bei der Linkspartei<\/strong><\/p><ol>\n<li>\n\t\t<strong>dpa-Meldung vom 2010-01-15 15:00:00<br>\n\t\t&laquo;Realo&raquo; oder radikal? &ndash; Tiefe Gr&auml;ben bei der Linken<\/strong> Von Georg Ismar, dpa (Mit Bild)<br>\n\t\tKORR-Inland\/Parteien\/Linke\/ Berlin (dpa)<br>\n\t\t((mit Kommentaren von AM\/NDS versehen)) &ndash; \n<p>\t\tNein, als Abschied sieht Dietmar Bartsch seinen R&uuml;ckzug nicht. Auch wenn der Parteimanager der Linkspartei jetzt nicht &uuml;ber seine Zukunft nachdenken will &ndash; nach seinem Verzicht auf das eine erneute Kandidatur als Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer d&uuml;rfte er weiter eine wichtige Rolle bei der Linken spielen. Der Machtkampf ist nur vorerst entschieden. &laquo;Es gibt aber mehr Fragen als Antworten&raquo;, hei&szlig;t es in der Partei vielsagend. (Kommentar: &bdquo;hei&szlig;t es in der Partei&ldquo; &ndash; typisch f&uuml;r solche Kampagnen. Keine Quelle. Aber es wird der Eindruck von allgemeiner Reaktion erzeugt)<\/p>\n<p>\t\tWie k&ouml;nnte Bartschs zuk&uuml;nftige Rolle aussehen? Will der Parteivorsitzende Oskar Lafontaine nach seiner Krebserkrankung weitermachen? Wie besch&auml;digt ist Fraktionschef Gregor Gysi? (Kommentar: Wie so das? Man k&ouml;nnte genauso gut behaupten, Gregor Gysi sei gest&auml;rkt aus der Sitzung vom 11.Januar hervorgegangen. Wie in nahezu allen anderen Medien wird hier die Sichtweise der Bartsch-Gruppe zur allgemein g&uuml;ltigen Sichtweise gemacht) Droht die 2007 fusionierte Partei am Ost-West-Konflikt zu zerbrechen? (Kommentar: es ist kein Ost-West-Konflikt) Will man Radikal-Opposition oder Regierungsbeteiligungen? (Kommentar: entgegen dieser Behauptung wollten die westlichen Landesverb&auml;nde in Hessen und im Saarland auch mitregieren) Die SPD reibt sich ob des Richtungskampfes bereits die H&auml;nde. Sie bietet Bartsch und anderen entt&auml;uschten Linkspolitikern &laquo;Asyl&raquo; an. <\/p>\n<p>\t\tBesch&auml;digt ist fast die gesamte Linke-F&uuml;hrungsspitze. Bartsch, dem vorgeworfen wird, &uuml;ber die Medien gegen Lafontaine intrigiert zu haben. Lafontaine, dem viele einen zu radikalen Kurs vorwerfen (Kommentar: wo ist die Begr&uuml;ndung f&uuml;r diese Qualifizierung als radikaler Kurs?) &ndash; zudem hat die Linke immer noch kein Parteiprogramm als Richtschnur. Und &uuml;ber Gysi sind viele ma&szlig;los entt&auml;uscht, weil er Bartsch, den erfolgreichen Wahlkampfmanager, am Montag vor 700 Leuten und der<br>\n\t\tversammelten Hauptstadtpresse an den Pranger gestellt hatte. Besonders bei den ostdeutschen Parteimitgliedern ist der Verdruss dar&uuml;ber gro&szlig;. <\/p>\n<p>\t\t&laquo;Realo&raquo; Bartsch will mit seinem Schritt weg von Personaldebatten und die Politik wieder in den Mittelpunkt r&uuml;cken. Er hatte aber ohnehin schon &ouml;fter gesagt, nach fast zehn Jahren als Parteimanager nicht erneut f&uuml;r diesen Posten kandidieren zu wollen. Der 51-J&auml;hrige hatte fr&uuml;h erkannt, dass ein Charismatiker wie Lafontaine auf Dauer nicht ausreicht, um die ungleichen Ost- und Weststr&ouml;mungen zu befrieden und Wahlerfolge zu erreichen. (Kommentar: wo wird das irgendwo belegt? Wiederum eine reine Kampagnenparole) <\/p>\n<p>\t\tNun treten die bisher &uuml;bert&uuml;nchten Probleme offen zu Tage. Lafontaines Abwesenheit hat ein Vakuum hinterlassen. (Kommentar: auch das Wort vom Vakuum ist eine gestreute Behauptung) Schnell emporgestiegen, braucht die Partei in Organisation, Personal und Programm ein solides Fundament. Bartsch wei&szlig; noch sehr genau, wie die Vorg&auml;ngerpartei PDS nach Erfolgen in den 1990er Jahren 2002 den Einzug in den Bundestag verpasste und in eine Krise geriet. <\/p>\n<p>\t\t&laquo;Es handelt sich nicht um einen Konflikt zwischen Lafontaine und Bartsch, es handelt sich erst recht nicht um einen Konflikt zwischen Ost und West. Es geht um die politische und strategische Ausrichtung der Partei&raquo;, betont Bartsch, der als Architekt des 11,9-Prozent-Erfolgs bei der Bundestagswahl gilt (Kommentar: dass Bartsch der Architekt des Wahlerfolgs bei der Bundestagswahl ist, d&uuml;rfte seine eigene Behauptung sein. Wie bei allen Parteien l&auml;sst sich das schwer einer Person zuschreiben. Aber wenn schon, dann d&uuml;rften Gysi und Lafontaine doch wohl auch zu den Architekten z&auml;hlen) und viele junge Leute in die Partei geholt hat. Der R&uuml;ckzug l&auml;sst ihm nun viele Optionen offen. Seine Gegner streuen bereits, er wolle Mitte Mai beim Parteitag f&uuml;r den Parteivorsitz kandidieren. Parteifreunde halten ihn f&uuml;r unverzichtbar, um die streitlustige Linke zukunftsfest zu machen. <\/p>\n<p>\t\tEines ist zumindest klar: Bartsch, Gysi und Lafontaine zusammen &ndash; das geht nicht mehr. Hinter allen R&auml;nkespielen bleibt aber die Hauptfrage, welche Kurs man einschlagen will. Im Osten agiert die Linke &ndash; das zeigen die Regierungsbeteiligungen in Berlin und Brandenburg &ndash; als realpolitische Volkspartei. Im Westen aber dominieren oft altlinke Kader (Kommentar: diese angeblich altlinken Kader sind offensichtlich gef&auml;hrlicher als die alten SED Kader im Osten. Das ist schon ein beachtlicher Wandel. Man k&ouml;nnte sich dar&uuml;ber freuen, wenn die Absicht nicht erkennbar w&auml;re), die es der SPD schwer machen, mit der Linken zu koalieren. Im Mai sind in Nordrhein-Westfalen Landtagswahlen &ndash; dort wird im Linke-Wahlprogramm eine sehr liberale Drogenpolitik gefordert, zur Pr&auml;vention soll es an Schulen eine &laquo;Genuss- und Rauschmittelkunde&raquo; geben.<br>\n\t\tDer nach seiner Wahl ins Europaparlament etwas abgetauchte Co-Vorsitzende Lothar Bisky sieht seine Partei bereits von einer ideologischen Schweinegrippe befallen. Es wird darauf verwiesen, dass man den Gegner Union und FDP wieder ins Visier nehmen m&uuml;sse. Und die SPD versucht bereits den Spie&szlig; umzudrehen. Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier &ouml;ffnet Bartsch die T&uuml;r. Inhaltlich versucht die SPD mit Reformvorschl&auml;gen bei Hartz IV und einer kritischeren Haltung zum<br>\n\t\tAfghanistan-Einsatz der Linken wieder W&auml;hler abspenstig zu machen.\n\t<\/p><\/li>\n<li>\n\t\t<strong>Welt-Kommentar 16. Januar 2010<br>\n\t\tLinke Sektierer<\/strong><br>\n\t\tVon Thomas Schmid<br>\n\t\tSo einen wie ihn hatte die PDS und dann die Linkspartei nicht ein zweites Mal: Dietmar Bartsch ist ein Unikat. Wohl gibt es den schlauen, mit allen Wassern aggressiver Rhetorik gewaschenen Gregor Gysi: einen Mann, den man vorzeigen, den man in Redeschlachten schicken kann. Und doch war immer zu erkennen, dass Gysi ein Narziss blieb, ein auf den Effekt orientierter Politiker der Oberfl&auml;che, der Show. Und daneben den gr&uuml;blerischen Lothar Bisky, der &ndash; obgleich Intellektueller &ndash; auf seine Weise die proletarische Tradition der DDR verk&ouml;rperte: Er war und ist einer, bei dem es denen, die um die DDR trauern, wohl warm ums Herz wird. Dietmar Bartsch passt eigentlich nicht in dieses Milieu.<br>\n\t\t&hellip;.<br>\n\t\tQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/die-welt\/politik\/article5868232\/Linke-Sektierer.html?print=yes#reqdrucken\">welt.de<\/a>\n\t<\/li>\n<li>\n\t\t<strong>S&uuml;ddeutsche Zeitung vom 15.1.2010<\/strong><br>\n\t\t<strong>Die Linke und der Fall Bartsch<\/strong><br>\n\t\tSelbstdemontage mit Ansage<br>\n\t\tDer Abgang von Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Bartsch zerst&ouml;rt die komplizierte Machtarithmetik in der Linken. Kann Lafontaine die Partei aufrichten?<br>\n\t\t<em>Ein Kommentar von Thorsten Denkler<\/em><br>\n\t\tEs geht in der Linken seit einigen Jahren nur noch um Prozente, zumindest in der Parteispitze. Der Erfolg hat trunken gemacht. Und vor allem die Gier nach mehr geweckt. Alle Streitpunkte in der Partei mussten da zur&uuml;ckstehen.<br>\n\t\tDie Probleme zwischen Ost und West, zwischen Pragmatikern und Fundamentalisten, zwischen denen, die das M&ouml;gliche m&ouml;glich machen wollen und den Hunderprozentigen, die niemals einen Jota von ihrer Position abweichen w&uuml;rden, nur um mitregieren zu k&ouml;nnen &ndash; alles vertagt auf eine Zeit nach den Wahlsiegen. Notwendige Kl&auml;rungen und Debatten wurden ausgeklammert.<br>\n\t\tAn der Spitze stritten Realit&auml;tsverweigerer Oskar Lafontaine und Pragmatiker Dietmar Bartsch um den richtigen Weg. Gewonnen hat jetzt erst mal Lafontaine. Bartsch wird nicht wieder antreten als Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer. &hellip;<br>\n\t\tQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/996\/500265\/text\/print.html\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li>\n\t\tFR 14.1.2010<br>\n\t\t<strong>Gysis Dilemma<\/strong><br>\n\t\tVon J&ouml;rg Schindler<br>\n\t\tQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2204258&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_poltop\">FR<\/a>\n\t<\/li>\n<li>\n\t\tFR 16.\/17.1.2010<br>\n\t\tKommentar zum Bartsch-R&uuml;ckzug<br>\n\t\t<strong>Gnadenlos rausgemobbt<\/strong><br>\n\t\tVon Stephan Hebel<br>\n\t\tEines muss man der Linken lassen: Sie ist eine durch und durch etablierte Partei &ndash; zumindest was die gelegentliche Gnadenlosigkeit im Umgang miteinander angeht. Dietmar Bartsch w&auml;re also durchaus qualifiziert, Frank-Walter Steinmeiers Angebot anzunehmen und zur SPD zu wechseln. Dort w&uuml;rde er auch ganz sicher und unumstritten zu den Partei-Linken z&auml;hlen.<br>\n\t\tQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2208577_Kommentar-zum-Bartsch-Rueckzug-Gnadenlos-rausgemobbt.html\">FR<\/a>\n\t<\/li>\n<li>\n\t\t<strong>ZDF 15.1.2010<\/strong><br>\n\t\tLinke-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Bartsch gibt auf<br>\n\t\t<a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=FfiULhr4sYo\"><strong>&bdquo;Realos Ost gegen Hardliner West&ldquo;<\/strong><\/a>\n\t<\/li>\n<li>\n\t\t<strong>Bild.de vom 16.1.2010<\/strong><br>\n\t\tChaos und Intrigen bei der SED-Nachfolgepartei<br>\n\t\t<strong>Lafontaine zerlegt die Linke<\/strong><br>\n\t\tVon A. BALDAUF und P. RONZHEIMER<br>\n\t\tLegt ER jetzt die zweite Partei in Tr&uuml;mmer&hellip;?<br>\n\t\tErst dr&uuml;ckte <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/politik\/2009\/10\/11\/oskar-lafontaine-rueckzug\/aus-gesundheitsgruenden-sueddeutsche-zeitung-spekuliert.html\">Oskar Lafontaine<\/a> (66) die SPD in die Ecke. Jetzt zerlegt Genosse Gnadenlos seine neue Partei &ndash; die Linke.<br>\n\t\tEs ist ein Machtkampf schmutzig wie selten: Ost gegen West. Ex-SED-Kader gegen Irrwitz-Linke.<br>\n\t\tGestern warf <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/politik\/2010\/01\/06\/oskar-lafontaine-dietmar-bartsch\/machtkampf-bei-der-linkspartei-hat-bartsch-lafo-liebesgeruechte-gestreut.html\">Linke-Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Dietmar Bartsch<\/a> seinen Posten hin. Ausl&ouml;ser: Streit mit Lafo.<br>\n\t\t&hellip;.<br>\n\t\tQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/politik\/2010\/01\/16\/oskar-lafontaine\/chaos-und-intrigen-bei-der-sed-nachfolgepartei-er-zerlegt-die-linke.html##\">Bild<\/a>\n\t<\/li>\n<li>\n\t\t<strong>Kommentar in der Bild-Zeitung vom 16.1.2010<\/strong><br>\n\t\tvon Prof. Ernst Elitz<br>\n\t\t(mit richtig stellenden Anmerkungen von AM in Klammern)\n<p>\t\t<strong>Lafontaines neues Opfer<\/strong><br>\n\t\tOskar Lafontaine ist ein Parteizerst&ouml;rer. Er hat es bei der SPD versucht. Jetzt ist die Linke sein Opfer.<br>\n\t\tAlleinherrscher &ndash; das ist die Rolle, die er am liebsten spielt. Und in der er scheitert.<br>\n\t\tZweimal zerst&ouml;rte er die Hoffnung der SPD auf die Kanzlerschaft.<br>\n\t\tEr f&uuml;hrte die innerparteiliche Opposition gegen Helmut Schmidt, den &bdquo;Nato-Kanzler&rdquo;, spaltete die Partei. Schmidt trat zur&uuml;ck. Kohl wurde Kanzler.<br>\n\t\t(Anmerkung: Richtig ist, dass Helmut Schmidt das Opfer von Lambsdorff und der Absicht der FDP geworden ist, die Koalition zu wechseln. Schon im April des Jahres 1980 hat Genscher versucht, die Koalition zu wechseln. Das Ganze hatte um vieles mehr wirtschafts- und gesellschaftspolitische Gr&uuml;nde als den NATO-Doppelbeschluss. Au&szlig;erdem gab es au&szlig;er Oskar Lafontaine damals viele andere in der SPD und au&szlig;erhalb, die die Nachr&uuml;stung nicht f&uuml;r gut hielten. Elitz kann die Unwahrheit deshalb besonders glaubw&uuml;rdig niederschreiben, weil seine Version seit Jahren von den meisten Medien gepredigt wird und selbstverst&auml;ndlich einvernehmlich, wenn auch nicht abgesprochen, sowohl von Schmidt als auch von der FDP gestreut wird)<\/p>\n<p>\t\tUnd dann &ndash; gegen den Rat Willy Brandts &ndash; stemmte er sich nach dem Mauerfall gegen W&auml;hrungsunion und schnelle Wiedervereinigung.<\/p>\n<p>\t\t(<strong>Kommentar:<\/strong> Es w&auml;re ganz gut gewesen, Willy Brandt h&auml;tte sich anders beraten lassen. Die schnelle W&auml;hrungsunion mit ihren Umtauschrelationen war einer der Gr&uuml;nde daf&uuml;r, dass viele Betriebe in der ehemaligen DDR zu Grunde gingen, obwohl sie zu retten gewesen w&auml;ren. Ich habe deshalb als Abgeordneter gegen diese W&auml;hrungsunion gestimmt. Aus diesem Widerstand gegen diese Art von W&auml;hrungsunion kann man nur mit Manipulationsabsicht eine Abneigung gegen die deutsche Vereinigung ableiten. Diese Manipulation ist allerdings &uuml;blich)<\/p>\n<p>\t\tDie SPD dank Lafontaine bei den Wahlen 1990 chancenlos. Kohl blieb Kanzler.<\/p>\n<p>\t\t(<strong>Kommentar:<\/strong> Man kann es auch anders sehen. Die SPD war ohne Wahlchancen, weil sie sich Kohl auch in fachlichen Fragen wie etwa der W&auml;hrungsunion angepasst hat, statt eine konkrete Alternative zu bieten. Im konkreten Fall ist nicht Lafontaine schuld sondern der Rest der SPD F&uuml;hrung, die Helmut Kohl hinterher gelaufen ist. So gewinnt man nie Wahlen. Nur mit eigenem Profil.)<\/p>\n<p>\t\tLafontaine will alleine herrschen. Als Schr&ouml;der an die Macht kam, fl&uuml;chtete er aus der SPD. Lafontaine gescheitert.<\/p>\n<p>\t\t(<strong>Kommentar:<\/strong> Verzeihung, das ist ausgemachter Stuss. Als Schr&ouml;der durch einen gemeinsamen und relativ solidarischen Wahlkampf von Schr&ouml;der und Lafontaine an die Macht kam, setzte Lafontaine auf eine gemeinsame Partei- und Regierungsf&uuml;hrung. Aber Schr&ouml;der hat unter der Hand den neoliberalen Schwenk der SPD Politik vorbereitet und ohne Absprache mit dem Parteivorsitzenden dem amerikanischen Pr&auml;sidenten das Mit-Bomben im Kosovo Krieg zugesagt)<\/p>\n<p>\t\tSein neues Opfer: die Links-Partei. Lafontaine will Herrscher sein, zerlegt den Laden in Fans und Feinde.<br>\n\t\tJetzt hat die Links-Partei ihren Napoleon. Wann st&uuml;rzt sie ihn?<\/p>\n<p>\t\t<strong>*Prof. Ernst Elitz ist Gr&uuml;ndungsintendant des Deutschlandradios<\/strong><\/p>\n<p>\t\tQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/news\/standards\/kommentar\/2010\/01\/16\/kommentar.html##\">Bild.de<\/a><\/p>\n<p>\t\t<strong>Schlusskommentar AM:<\/strong> der Kommentar von Ernst Elitz ist ein besonders trauriges Beispiel f&uuml;r den Niedergang der deutschen Publizisten. Voller Ungereimtheiten, voll unwahrer Behauptungen und voll von Elementen von Meinungsbildungskampagnen. Im &uuml;brigen ist es interessant, diesen Kommentar mit dem zuvor wiedergegebenen Artikel in Bild.de (&bdquo;Lafontaine zerlegt die Linke&ldquo;) zu vergleichen. Das ist der gleiche Inhalt und es sind sogar die gleichen Worte. Ich vermute deshalb, dass die Bildredakteure den Kommentar von Ernst Elitz gleich mitgeschrieben haben und er hat seinen Namen daf&uuml;r hergeben, m&ouml;glicherweise alles zusammen unter der &Auml;gide einer Public Relations-Einrichtung. So tief sind unsere hochm&ouml;genden Journalisten schon gesunken.\n\t<\/p><\/li>\n<li>\n\t\tFAZ 17.1.2010<br>\n\t\t<strong>Linkspartei<br>\n\t\tDie Kunst des Verrats<\/strong><br>\n\t\t<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubD87FF48828064DAA974C2FF3CC5F6867\/Doc~EE0CD43F218854FA6990E6B3323B51D9E~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">Von Markus Wehner, Berlin<\/a><br>\n\t\tEnde einer Freundschaft: Bartsch vor Gysi-Plakat im August 2009<br>\n\t\t17. Januar 2010&nbsp;Dietmar Bartsch steht kurz vor der Heiligsprechung. &bdquo;Menschliche Gr&ouml;&szlig;e&ldquo; wird ihm attestiert, &bdquo;gro&szlig;e Hochachtung&ldquo; zeigen die Genossen, und &bdquo;h&ouml;chsten Respekt&ldquo;. Den bescheinigt Gregor Gysi dem Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Linkspartei f&uuml;r dessen Entscheidung, beim n&auml;chsten Parteitag nicht mehr f&uuml;r sein Amt zu kandidieren. Er w&uuml;nsche sich, &bdquo;dass er mein Stellvertreter wird&ldquo;, sagt Gysi, Fraktionschef im Bundestag. Heute wird der begnadete Vielquatscher bei seiner monatlich stattfindenden Sonntagsmatinee im Deutschen Theater mit Bisch&ouml;fin Margot K&auml;&szlig;mann &uuml;ber Gott und die Welt reden. Bartsch hat sein Kommen angek&uuml;ndigt. Alles wieder gut? &bdquo;Dietmar Bartsch war, ist und bleibt mein Freund&ldquo;, hat Gysi am Freitag gesagt. &hellip;<br>\n\t\t&hellip;.<br>\n\t\tQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1\/Doc~E0B963E932C5848AA9ED7BDBF461AAA67~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ.net<\/a>\n\t<\/li>\n<li>\n\t\tWelt.de 15.1.2010<br>\n\t\tKommentar<br>\n\t\t<strong>Linke verliert ihre Nachwende-Unschuld<\/strong><br>\n\t\tVon Torsten Krauel 15. Januar 2010, 14:45 Uhr<br>\n\t\tDietmar Bartsch wirft hin. Anlass ist offenkundig eine Intrige. Um des Einheitsprojekts der Linken willen hat die Spitze der Partei ihren Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer geopfert. Die Ruch der &bdquo;Fraktionsbildung&rdquo; und des Ausschlusses von &bdquo;Abweichlern&rdquo; ist pl&ouml;tzlich wieder um die politischen Erben Karl Liebknechts und Ernst Th&auml;lmanns zu sp&uuml;ren.<br>\n\t\t&hellip;.<br>\n\t\tQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article5860988\/Linke-verliert-ihre-Nachwende-Unschuld.html\">welt.de<\/a>\n\t<\/li>\n<\/ol><p><strong>Download-PDF:<\/strong> <a href=\"upload\/pdf\/100121_Druckvorlage_neoliberale_Strategie.pdf\">Die neoliberale Strategie: Aus allen potentiellen Konkurrenten &bdquo;Realos&ldquo; machen [197 KB]<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer sich die Freiheit seiner Gedanken erhalten will, wer den kritischen Umgang mit dem Geschehen &uuml;ben will, kann das zurzeit sehr gut an der tobenden Debatte um die Entwicklung bei der Linken tun. 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