{"id":4468,"date":"2010-01-21T08:50:49","date_gmt":"2010-01-21T07:50:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4468"},"modified":"2010-01-21T08:50:50","modified_gmt":"2010-01-21T07:50:50","slug":"hinweise-des-tages-1063","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4468","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Tarifl&ouml;hne steigen, Effektivverdienste sinken; in Berlin sind &uuml;ber 36 Prozent der Kinder in SGB II-Bedarfsgemeinschaften; wenn sich Arbeit nicht mehr lohnt; Bundesbank: Deutschland steht das Wasser bis zum Hals; Hoteliers behalten Steuernachlass; gekaufte Politik; weniger Boni, daf&uuml;r mehr fix; Obama: Absturz in die Realpolitik; BAf&ouml;G-Bericht; Leistungsstarke Kinder setzen sich &uuml;berall durch; K&auml;&szlig;man legt nach; neue Dokument zur Sozialpolitik; Charity-Sause;  Zu guter Letzt: Der n&auml;chste Vorschlag aus Hesse. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Tarifliche Reallohnsteigerungen, aber sinkende Effektivverdienste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Erwerbsf&auml;hige Hilfebed&uuml;rftige und Kinder im Alter von unter 15 Jahren in SGB II-Bedarfsgemeinschaften (Hartz IV)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">H&ouml;here Hartz-IV-S&auml;tze: Wenn sich die Arbeit nicht mehr lohnt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Bundesbank: &bdquo;Deutschland steht das Wasser bis zum Hals&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Hoteliers behalten Steuernachlass f&uuml;r sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Gekaufte Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Fixgeh&auml;lter f&uuml;r Mitarbeiter: Deutsche Bank kappt Boni<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Gro&szlig;e L&ouml;sung bei Finanzaufsicht: Politik h&auml;kelt Netz f&uuml;r Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Obama: Der Absturz in die Niederungen der Realpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Strafsteuer f&uuml;r Banken: Einmal wie Obama sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Reminiszenz: Ralf Dahrendorf zum B&uuml;rgerrecht auf Bildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">18. Bericht zum Bundesausbildungsf&ouml;rderungsgesetz (BAf&ouml;G)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Streit &uuml;bers Schulsystem: &ldquo;Leistungsstarke Kinder setzen sich &uuml;berall durch&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">stern-Interview: Margot K&auml;&szlig;mann legt nach<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Neu eingestellt in Sozialpolitik aktuell in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Die Hochglanz-Charity-Sause<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Zu guter Letzt: Der n&auml;chste Vorschlag aus Hessen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4468&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Tarifliche Reallohnsteigerungen, aber sinkende Effektivverdienste<\/strong><br>\nDie Tarifentwicklung in Deutschland hat im vergangenen Jahr einen positiven Verlauf genommen. Die Tarifl&ouml;hne und -geh&auml;lter sind 2009 im Durchschnitt um 2,6 Prozent gestiegen. Da sich die Verbraucherpreise lediglich um 0,4 Prozent erh&ouml;ht haben, ergibt sich daraus ein kr&auml;ftiger realer Anstieg der Tarifverg&uuml;tungen um 2,2 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die Bilanz der Tarifpolitik des Jahres 2009, die das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozial-wissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung heute vorlegt.<br>\nAm h&ouml;chsten fiel die jahresbezogene Tarifsteigerung mit 4,1 Prozent im Bereich Energie- und Wasserversorgung aus, gefolgt vom Bereich Gebietsk&ouml;rperschaften, Sozialversicherung mit 3,7 Prozent und dem Investitionsg&uuml;tergewerbe mit 3,3 Prozent. Unterdurchschnittlich war die Tarifsteigerung u.a. in den Bereichen Verbrauchsg&uuml;tergewerbe, Nahrungs- und Genussmittelgewerbe und Baugewerbe mit jeweils 2,4 Prozent und im Bereich private Dienstleistungen\/Organisationen ohne Erwerbszweck mit 1,9 Prozent. Am niedrigsten fiel die Steigerung im Handel mit 1,4 Prozent aus (vergleiche die erste Grafik in der PDF-Version dieses Textes; Link siehe unten). In Ostdeutschland lag die kalenderj&auml;hrliche Erh&ouml;hung mit 3,0 Prozent h&ouml;her als in Westdeutschland mit 2,6 Prozent. &ldquo;Selbst in Wirtschaftszweigen mit geringen Tarifsteigerungen, ergibt sich ein reales Plus&rdquo;, sagt der Leiter des WSI-Tarifarchivs, Dr. Reinhard Bispinck.<br>\nBei den effektiven Bruttoeinkommen sieht die Entwicklung dagegen v&ouml;llig anders aus: Je Arbeitnehmer\/in sind sie im vergangenen Jahr nominal um 0,4 Prozent gesunken, preisbereinigt sogar um 0,8 Prozent. Das Jahr 2009 war damit das sechste Jahr in Folge, in dem die Besch&auml;ftigten effektive Reallohnverluste hinnehmen mussten. Die wichtigste Ursache daf&uuml;r ist die Kurzarbeit, aber auch Abstriche beim Entgelt, zum Beispiel durch die Nutzung von tariflichen &Ouml;ffnungsklauseln, spielten eine Rolle.<br>\nEine Sonderauswertung der WSI-Betriebsr&auml;tebefragung ergab, dass 22 Prozent der von der Krise betroffenen Betriebe Abstriche beim Entgelt vorgenommen haben oder planen. Zu den Ma&szlig;nahmen geh&ouml;ren unter anderen K&uuml;rzungen bei Sonderzahlungen und Zulagen, Aussetzung von vorgesehenen Lohnerh&ouml;hungen, Abstriche bei &uuml;bertariflichen Entgeltbestandteilen und Verschlechterung von Eingruppierungen. In 10 Prozent der Krisenbetriebe wurden Einschnitte bei den betrieblichen Sozialleistungen durchgef&uuml;hrt bzw. geplant<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_ta_2010_01_20.pdf\">WSI [PDF &ndash; 67 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Erwerbsf&auml;hige Hilfebed&uuml;rftige (Arbeitslosengeld II-Empf&auml;nger\/innen) und Kinder im Alter von unter 15 Jahren in SGB II-Bedarfsgemeinschaften (Hartz IV)<\/strong><br>\nIm September 2009 waren in der Bundesrepublik Deutschland 2,406 Millionen erwerbsf&auml;hige M&auml;nner und 2,506 Millionen erwerbsf&auml;hige Frauen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren auf Arbeitslosengeld II angewiesen, 1,3% (31.000) mehr M&auml;nner und 1,6 Prozent (40.000) weniger Frauen als im September 2008.<br>\nDamit waren im September 2009 8,8 Prozent der M&auml;nner und 9,4 Prozent der Frauen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren auf Arbeitslosengeld II angewiesen. Das L&auml;ndermaximum betr&auml;gt 18,9 Prozent bei den M&auml;nnern und 18,1 Prozent bei den Frauen (jeweils Berlin), das Kreismaximum 20,0 Prozent bei den M&auml;nnern (Brandenburg an der Havel, Uecker-Randow) und 20,9 Prozent bei den Frauen (Bremerhaven).<br>\nDie Zahl der Kinder (unter 15 Jahre) in SGB II-Bedarfsgemeinschaften sank im entsprechenden Zeitraum um 3,8 Prozent (70.000) auf 1,746 Millionen. Dies waren 15,7 Prozent der Kinder im Alter von unter 15 Jahren. Das L&auml;ndermaximum betr&auml;gt 36,1 Prozent (Berlin), das Kreismaximum 37,4 Prozent (Bremerhaven).<br>\nEs muss davon ausgegangen werden, dass alle hier genannten Ver&auml;nderungsraten, sowohl die f&uuml;r die Kinder unter 15 Jahren in SGB II-Bedarfsgemeinschaften als auch die f&uuml;r die m&auml;nnlichen und weiblichen erwerbsf&auml;higen Hilfebed&uuml;rftigen, ohne die Neuregelung des Kinderzuschlags zum 1. Oktober 2008 deutlich negativer ausgefallen w&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/100121_Bremer_Institut_fuer_Arbeitsmarktforschung.pdf\">Bremer&nbsp;Institut&nbsp;f&uuml;r&nbsp;Arbeitsmarktforschung und&nbsp;Jugendberufshilfe&nbsp;(BIAJ) [PDF &ndash; 229 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>H&ouml;here Hartz-IV-S&auml;tze: Wenn sich die Arbeit nicht mehr lohnt<\/strong><br>\nAuf den deutschen Steuerzahler kommen Belastungen im zweistelligen Milliardenbereich zu, wenn die Leistungen f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger deutlich erweitert werden. Berechnungen des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nach w&uuml;rde es den Bundeshaushalt mit mehr als 20 Milliarden Euro belasten, wenn der Regelsatz um 61 Euro auf 420 Euro im Monat erh&ouml;ht und die Grundsicherung f&uuml;r Kinder 300 Euro betragen w&uuml;rde. Au&szlig;erdem w&uuml;rden mehr Personen in das System gelockt, wodurch die Zahl der Empf&auml;nger um rund 2 Millionen steige. Derzeit erhalten 6,5 Millionen Menschen Hartz-Leistungen, darunter 1,7 Millionen Kinder. Das Armutsrisiko hingegen w&uuml;rde um 2 Prozentpunkte sinken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44\/Doc~E381B68669CA044B6A0EF2FC99CFCD53C~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers J.A.:<\/strong> Nicht mitgedacht wurde nat&uuml;rlich die dringend notwendige Einf&uuml;hrung eines existenzsichernden gesetzlichen Mindestlohns, um das Lohnabstandsgebot zu wahren, und &uuml;berhaupt deutliche Lohnerh&ouml;hungen. Wenn Hartz IV so toll ist, k&ouml;nnten sich doch die FAZ-&ldquo;Journalisten&rdquo; mal in &ldquo;das System locken&rdquo; lassen. Das journalistische Niveau w&uuml;rde sofort steigen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung RS:<\/strong> Wenn sich die Arbeit nicht lohnt, dann hei&szlig;t das, dass man zu wenig bezahlt wird, ganz einfach.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bundesbank: &bdquo;Deutschland steht das Wasser bis zum Hals&ldquo;<\/strong><br>\nDie Bundesbank hat Schwarz-Gelb in der Steuerdebatte vor falschen Erwartungen gewarnt. Er halte es f&uuml;r &bdquo;mehr als verwegen&ldquo;, wenn, wie das &Auml;u&szlig;erungen der Liberalen nahe legen, die Regierung bei Steuersenkungen auf eine Selbstfinanzierung setze, sagte Bundesbank-Vorstand Fabritius. Vielmehr sei eine schnelle Haushaltskonsolidierung notwendig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/bundesbank-warnung-deutschland-steht-das-wasser-bis-zum-hals;2515670\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Aus seiner Rolle dr&auml;ngt nat&uuml;rlich Fabritius, was allerdings seine Kritik an der Hoffnung auf eine Selbstfinanzierung der Steuersenkungen anbetrifft, scheint die Bundesbank die Lehren aus der Vergangenheit gezogen zu haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Hoteliers behalten Steuernachlass f&uuml;r sich<\/strong><br>\nTrotz der Steuererm&auml;&szlig;igung zum 1. Januar sind Hotel&uuml;bernachtungen teurer geworden. Einer Umfrage zufolge sind die Kosten f&uuml;r G&auml;ste von Mitte Dezember bis Mitte Januar um durchschnittlich 1,9 Prozent gestiegen, teilte der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) am Mittwoch in Berlin mit.<br>\nNur bei 7,4 Prozent der Angebote sei der Preis gefallen. Dagegen h&auml;tten die Hotels in knapp 14 Prozent der F&auml;lle die Preise sogar angehoben &ndash; und in 78,7 Prozent der untersuchten Offerten seien die Preise konstant geblieben, der Steuernachlass wurde also nicht weitergegeben.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,672979,00.html\">Spiegel Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.vzbv.de\/go\/presse\/1259\/index.html?ref_presseinfo=true\">Verbrauchzentrale Bundesverband<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Da wird das Wachstum aber ganz sch&ouml;n beschleunigt. Fragt sich nur welches und f&uuml;r wen.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Auch CDU kassierte Geld von Hotelier<\/strong><br>\nNicht nur FDP und CSU kassierten Spenden aus der Hotelbranche. Nach stern.de-Informationen zahlte ein auf Zypern ans&auml;ssiger Betreiber von deutschen Luxushotels Geld an die CDU.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/parteispenden-auch-cdu-kassierte-geld-von-hotelier-1536914-print.html\">Stern<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gekaufte Politik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kassensturz nach der Wahl<\/strong><br>\nDen Kampf um die Gunst der gro&szlig;en Spender haben CDU und FDP jedenfalls klarer gewonnen als den Wettstreit um die Stimmen der B&uuml;rger: Fast 3,5 Millionen Euro gab es 2009 f&uuml;r die Union von Unternehmen und reichen Pers&ouml;nlichkeiten. &Uuml;ber 1,3 Million Euro konnte die FDP an Gro&szlig;spenden f&uuml;r sich verbuchen. Die SPD musste sich dagegen mit einem guten Drittel dieser Summe &ndash; gut 460.000 Euro &ndash; begn&uuml;gen. Die Gr&uuml;nen erhielten gerade mal 60.001 Euro und die Linke ging vollst&auml;ndig leer aus.<br>\nCDU\/CSU haben damit fast zwei Drittel aller Gro&szlig;spenden kassiert. Zusammen mit der FDP ( 24,5 Porzent) verf&uuml;gen sie &uuml;ber die satte Gro&szlig;-Spenden-Mehrheit von 90 Prozent. F&uuml;r Rotgr&uuml;n bleiben nur zehn Prozent &uuml;brig. Dabei f&auml;llt 2009 in der Spendenverteilung nicht einmal sonderlich aus dem Rahmen.<br>\nDass diese Summen einfach so bezahlt werden, erscheint sehr unwahrscheinlich. Andererseits ist es sehr schwierig, konkret zu belegen, wie mit Spenden Politik gemacht wird. Die Wirtschaftswissenschaftlerin Diana Wehlau von der Universit&auml;t Bremen hat untersucht, ob und wie die Rentenpolitik der letzten Jahre von Lobbyarbeit und Spenden begleitet wurde.<br>\nIn der Regel, so stellt sie fest, sind Spenden an Bundestagsparteien in Wahljahren besonders hoch. Als die rot-gr&uuml;ne Regierung Ende der 90er Jahre aber eine umfassende Rentenreform ank&uuml;ndigte, seien die Spenden der Finanzbranche pl&ouml;tzlich massiv ausgedehnt worden &ndash; obwohl keine Wahlen anstanden. Die Allianz beispielsweise habe nach Ank&uuml;ndigung der Reform mehr als eine Million Euro gespendet. Zw&ouml;lf Mal mehr als sonst und zwar an alle Parteien, die die Politik der Rentenk&uuml;rzung unterst&uuml;tzten. Auch an die Gr&uuml;nen.<br>\nFinanzmakler wie die Deutsche Verm&ouml;gensberatung DVAG profitieren vom Ausbau der Privatvorsorge. In den vergangenen Jahren unterst&uuml;tzte sie CDU und FDP mit sechsstelligen Summen &ndash; in Euro.<br>\n&Uuml;berall in dem Finanzunternehmen sitzen ehemalige CDU-Gr&ouml;&szlig;en in hohen &Auml;mtern: Lange Jahre war der ehemalige Kanzleramtsminister Bohl Vorstandmitglied, jetzt ist dort Udo Corts, ehemaliger hessischer Bildungsminister, vertreten. Im Aufsichtsrat sitzt Ex-Finanzminister Theo Waigel. Chef des Beirats ist Altkanzler Helmut Kohl. Daneben findet man dort als Mitglieder den ehemaligen hessischen Ministerpr&auml;sidenten Wallmann, den Kanzlerberater Horst Teltschik, den ehemaligen Landesvater von Rheinland Pfalz und Th&uuml;ringen, Bernhard Vogel, und &ndash; ganz neu &ndash; FDP-Chef Guido Westerwelle.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,p2tgids47jvcb78i~cm.asp\">Das Erste.de Plusminus als Text<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/daserste\/servlet\/content\/3133486?pageId=487872&amp;moduleId=432744&amp;categoryId=&amp;goto=1&amp;show=\">Das Erste.de Plusminus  als Video<\/a><\/li>\n<li><strong>Freie demokratische Parteienfinanzierung? Senkung der Mehrwertsteuer f&uuml;r Hotels ger&auml;t zum Skandal<\/strong><br>\nBereits im Dezember 2009 hatte der Europarat von Deutschland eine Versch&auml;rfung der Transparenz-Vorschriften bei Parteispenden gefordert, jetzt wird der Deutsche Bundestag durch das Gebahren der FDP und ihrer G&ouml;nner erneut auf die Thematik gesto&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2010\/01\/freie-demokratische-parteienfinanzierung\/\">LobbyControl<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Bitte unten die Links zu den interessanten Interviews beachten.<\/em><\/p>\n<p><em>Unser Leser B.B. macht den Vorschlag die Abk&uuml;rzung <strong>FDP<\/strong> als <strong>&bdquo;Fremdgesteuert durch Parteispenden&ldquo;<\/strong> zu &uuml;bersetzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ein Gesetz f&uuml;r e.on<\/strong><br>\nIm Landesentwicklungsgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen forderte der Klimaschutzparagraf 26 bis kurz vor Weihnachten noch Vorrang f&uuml;r heimische und vor allem regenerative Energien. Dann wurde er mit der Landtagsmehrheit von CDU und FDP ersatzlos gestrichen. Hintergrund: Der Neubau in Datteln soll &ndash; wie alle neuen Steinkohlekraftwerke &ndash; Importkohle nutzen.<br>\nAu&szlig;erdem steigert der Neubau die Menge an Kohlestrom samt C02-Aussto&szlig;. Zum Ausgleich soll nur ein viel kleineres Altkraftwerk abgeschaltet werden. Es drohen &Uuml;berkapazit&auml;ten an Kohlestrom und wachsender Klimaschaden &ndash; nicht nur in Nordrhein-Westfalen.<br>\nDie Kraftwerke, deren Abschaltung nun angek&uuml;ndigt ist, sind deutlich kleiner als die Neubauten. Diese erzeugen nicht nur mehr Kohlestrom, sondern insgesamt auch mehr Kohlendioxid als die eventuell abgeschalteten Kraftwerke.<br>\nDoch die nordrhein-westf&auml;lische Landesregierung will inzwischen den Zuwachs an Klimaschaden im eigenen Land durch Verdr&auml;ngung von Altanlagen irgendwo in Europa ausgleichen. Nordrhein-Westfalen wird zum Strom- und CO2-Exporteur.<br>\nDaf&uuml;r musste das NRW-Kabinett noch Gesetze &auml;ndern. Es beschloss, einen neuen Landesentwicklungsplan aufzustellen. Noch vor wenigen Monaten forderte der Entwurf daf&uuml;r &bdquo;Regionale Energiekonzepte&ldquo;. Die Landesregierung strich sie im aktuellen Text. Und wo bisher &bdquo;bedarfsgerechte, sichere, umweltvertr&auml;gliche und preisg&uuml;nstige Energieversorgung&ldquo; gefordert war, strich sie einfach das Wort &bdquo;bedarfsgerecht&ldquo;. Damit sind aber immer noch nicht alle Gesetze und Verordnungen ge&auml;ndert, mit denen die Kl&auml;ger vor Gericht Erfolg hatten. Die Vorgaben zur klimafreundlichen Kraft-W&auml;rme-Kopplung, bei der die Abw&auml;rme aus der Stromerzeugung als Heizenergie verwendet wird, wurden im Landesentwicklungsplan ebenfalls entsch&auml;rft. Sollten die &bdquo;Potentiale der kombinierten Strom- und W&auml;rmeerzeugung&ldquo; im Entwurf zum neuen Landesentwicklungsplan noch &bdquo;ausgesch&ouml;pft&ldquo; werden, so sollen sie nun nur noch &bdquo;ber&uuml;cksichtigt&ldquo; werden &ndash; laut Landesregierung ein rein technischer Unterschied. Fakt ist: Im Neubaukraftwerk Datteln wird diese Technik so gut wie nicht zur Anwendung kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,hjvqc1lce9qpcpzi~cm.asp\">Das Erste.de plusminus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Typisch R&uuml;ttgers!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Panikmache mit der Schweinegrippe<\/strong><br>\nBis zu 10 Milliarden US-Dollar Gewinn k&ouml;nnten die Hersteller mit dem Impfstoff gegen die Schweinegrippe am Ende gemacht haben. Die hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zuvor zur Pandemie erkl&auml;rt. Im Fall der Schweingrippe &ldquo;kam eine uniforme Empfehlung zugunsten der Pharma- Industrie zustande&rdquo;, erkl&auml;rt dazu Pharmakologe Prof. Peter Sch&ouml;nh&ouml;fer im Interview mit Frontal21. Einige der Berater der WHO st&uuml;nden auf Gehaltslisten pharmazeutischer Unternehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/22\/0,1872,8013846,00.html\">Frontal21<\/a><\/li>\n<li><strong>Enth&uuml;llungen im Schreiber-Prozess: Tote Spender leben l&auml;nger<\/strong><br>\nQuittungen auf die Namen Toter, Geld auf Geheimkonten &ndash; vor Gericht schildert Ex-Waffenlobbyist Karlheinz Schreiber erstmals, wie seine &ldquo;unzul&auml;ssigen Parteispenden&rdquo; abgelaufen sein sollen. Die CSU muss sich heiklen Fragen stellen. Wenn die Anschuldigungen stimmen, droht die ganze Aff&auml;re die Partei einzuholen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,672978,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Dazu noch einmal ein &auml;lterer Hinweis auf Hessische Verh&auml;ltnisse:<\/strong><br>\nNach FR-Recherchen hat die CDU im Jahr 2002 von der Wiesbadener Werbeagentur Aegis\/Carat eine Parteispende von 50.416 Euro bekommen. Chef der Werbeagentur war damals der Manager Aleksander Ruzicka. Er soll 50 Millionen Euro veruntreut haben und ist daf&uuml;r vom Wiesbadener Landgericht zu elf Jahren Haft verurteilt worden.<br>\nHeikel an der Gro&szlig;spende: Rund neun Millionen Euro des von Ruzicka veruntreuten Geldes sind nach Auffassung des Gerichts durch die damalige Firma des hessischen Landtagsabgeordneten Volker Hoff (CDU) geflossen. Dessen ehemalige Firma &ldquo;Zoffel Hoff Partner (ZHP)&rdquo; funktionierte aus Sicht der Staatsanwaltschaft wie ein Verschiebebahnhof f&uuml;r gro&szlig;e Summen illegaler Geldfl&uuml;sse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2158865_Spende-von-Ruzicka.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Schmiergeld f&uuml;r Gorleben?<\/strong><br>\nDie Energiewirtschaft soll insgeheim Millionenbetr&auml;ge als Ausgleichszahlungen f&uuml;r Imagesch&auml;den durch den Atomstandort Gorleben an das Land Niedersachsen und Gemeinden im Wendland gezahlt haben. Laut &bdquo;Elbe-Jeetzel-Zeitung&ldquo; stammte ein Gro&szlig;teil der Gorleben-Gelder von den AKW-Betreibern und nicht, wie angenommen, vom Bund. Umweltsch&uuml;tzer sehen darin einen Hinweis darauf, dass die Energiekonzerne die Region Gorleben von Anfang an &bdquo;schmierten&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/html\/artikel\/1262688255628.shtml\">K&ouml;lner Stadt-Anzeiger<\/a><\/li>\n<li><strong>Bieten Sie f&uuml;r den Atomausstieg!<\/strong><br>\nVor der Bundestagswahl bekamen FDP und CSU knapp zwei Millionen Euro Spenden von einem Hoteleigent&uuml;mer &ndash; und nach der Wahl haben sie f&uuml;r Hotels und Gastst&auml;tten die Steuern gesenkt.<br>\nVielleicht ist der Atomausstieg ja auch zu kaufen?<br>\nK&uuml;ndigen Sie Westerwelle und Seehofer Parteispenden f&uuml;r den Atomausstieg an!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.campact.de\/atom2\/ml2\/mailer\">Campact<\/a><\/li>\n<li><strong>Korrupt bis auf die Knochen<\/strong><br>\nKasachstan gilt als das korrupteste Land, das jemals den Vorsitz der Organisation f&uuml;r Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) innehatte. Besonders im Gesundheitswesen ist Bestechung &uuml;blich, dicht gefolgt vom Bildungswesen und der Polizei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/weltzeit\/1098129\/\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das sollte man bei k&uuml;nftigen Vorschl&auml;gen der OSZE immer im Hinterkopf behalten.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Fixgeh&auml;lter f&uuml;r Mitarbeiter: Deutsche Bank kappt Boni<\/strong><br>\nKonsequenz aus der Finanzkrise: Weniger Boni, mehr Grundgehalt f&uuml;r die Mitarbeiter der Deutschen Bank. Der Branchenprimus beugt sich damit der Forderung von Politik und &Ouml;ffentlichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2217860&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der reinste Verschiebebahnhof. Man reduziere den flexiblen Anteil und erh&ouml;he den fixen Gehaltsanteil. Und wir, das Volk, sind wirklich so doof und begn&uuml;gen uns damit, dass Ackermann &amp; Co eine regulatorische Vorgabe der Bafin erf&uuml;llen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gro&szlig;e L&ouml;sung bei Finanzaufsicht: Politik h&auml;kelt Netz f&uuml;r Banken<\/strong><br>\nBundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) hat neue Instrumente zur Rettung gef&auml;hrdeter Gro&szlig;banken angek&uuml;ndigt. Es gebe Bedarf, f&uuml;r systemrelevante Banken Instrumente vorzuhalten, die bei der Gefahr einer Pleite eine &ldquo;geordnete Reorganisation erm&ouml;glichen und Anteilseigner und Gl&auml;ubiger angemessen an der Rettung beteiligen&rdquo;. Dar&uuml;ber hinaus arbeite die EU-Kommission an einem Rahmenwerk zur Bew&auml;ltigung grenz&uuml;berschreitender Krisenf&auml;lle im Bankensektor, betonte der Minister.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2217750_Grosse-Loesung-bei-Finanzaufsicht-Politik-haekelt-Netz-fuer-Banken.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mal sehen, was dabei herauskommt, wenn der gro&szlig;e Berg gekrei&szlig;t hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der Absturz in die Niederungen der Realpolitik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Wirtschaftskrise hat im ersten Amtsjahr tiefe Spuren hinterlassen<\/strong><br>\nDas Datum ist nicht ohne Ironie: Exakt ein Jahr nach dem 20. Januar 2009 k&ouml;nnte eine Nachwahl im Bundesstaat Massachusetts zu Obamas politischem Sargnagel werden &ndash; f&uuml;r die Gesundheitsreform und f&uuml;r die eigene Pr&auml;sidentenkarriere. Denn wenn die Demokraten den Sitz des verstorbenen Senators Edward Kennedy gestern verloren haben, fehlt ihnen die wichtige Mehrheit von 60 Stimmen im Washingtoner Oberhaus. Damit k&ouml;nnten die rechten Republikaner das Reformwerk mit sogenannten Filibustern (Endlosreden) sabotieren. Eine erfolglose Gesundheitsreform w&auml;re f&uuml;r den Pr&auml;sidenten, der unter anderem wegen seines Versprechens auf eine bezahlbare Krankenversicherung ins Amt gew&auml;hlt worden ist, und f&uuml;r weitere Reformvorhaben aber eine politische Schmach sondergleichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/163393.der-absturz-in-die-niederungen-der-realpolitik.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Was das Gesetzgebungsverfahren betrifft, ist die Gesundheitsreform nicht automatisch durch den Verlust f&uuml;r die Demokraten in Massachusetts am Ende. Auch ohne die sechzig Stimmen im Senat gibt es einige M&ouml;glichkeiten, das Gesetz doch noch durchzukriegen. Als erstes wird der neugew&auml;hlte Senator voraussichtlich erst in f&uuml;nfzehn Tagen sein Amt &uuml;bernehmen. Bis dahin k&ouml;nnen Senat und Representantenhaus noch verhandeln und abstimmen. Es gibt auch verfahrenstechnische M&ouml;glichkeiten, die es erm&ouml;glichen, Gesetzgebung zum Haushalt (was die Gesundheitsreform an vielen Stellen auch ist) mit einfacher Mehrheit zur Abstimmung zu bringen. Es gibt auch die M&ouml;glichkeit, anstatt die blo&szlig;e Androhung eines Fillibusters zum Anlass zu nehmen, das Gesetz aufs Eis zu legen, die Republikaner die angek&uuml;ndigt Endlosdebatte tats&auml;chlich durchf&uuml;hren zu lassen. Man wird sehen, wie lange sie dieses Schauspiel aushalten, ohne die W&auml;hler zu vergraulen. Wenn alle Stricke rei&szlig;en, gibt es immer noch den Gesetzesentwurf, der im Senat bereits abestimmt wurde. Es gibt im Representantenhaus schon &Uuml;berlegungen, die Senatversion abstimmen zu lassen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Hoffnung, Tat, Aufschwung<\/strong><br>\nObamas wirtschaftspolitische Bilanz f&auml;llt nach einem Jahr trotz hoher Arbeitslosigkeit positiv aus. Volkswirte sind sich einig: Ohne ihn w&auml;re alles viel schlimmer gekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:obamas-konjunkturpolitik-hoffnung-tat-aufschwung\/50062981.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Strafsteuer f&uuml;r Banken: Einmal wie Obama sein<\/strong><br>\nBanken einfach f&uuml;r die Krise zahlen lassen? So wie es US-Pr&auml;sident Obama macht? Die Bundesregierung findet pl&ouml;tzlich Gefallen an dieser Idee.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/524\/500787\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Reminiszenz: Ralf Dahrendorf zum B&uuml;rgerrecht auf Bildung<\/strong><br>\nDie traurige Tatsache ist, dass Politiker leichter zu &uuml;berzeugen sind, Mittel f&uuml;r Bildung loszumachen, wenn man behauptet, dass ohne mehr weiterf&uuml;hrende Bildung die deutsche Wirtschaft in die Br&uuml;che gehen wird. Das ist in dieser Form schlicht nicht nachweisbar. Deshalb habe ich schon in den 60er Jahren in der Diskussion mit Georg Pichts These der deutschen Bildungskatastrophe argumentiert, der Grund f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung von Bildungschancen f&uuml;r alle liege in ihrer B&uuml;rgerrechtsqualit&auml;t. Das hei&szlig;t, jeder Mensch muss in einer zivilisierten Gesellschaft die Chance haben, die eigenen Talente zu entwickeln. Es ist eine &ouml;ffentliche Aufgabe, daf&uuml;r die M&ouml;glichkeiten bereitzustellen. Auch bei der Pisa-Studie ist es nicht richtig zu sagen, dass, wenn die Studie recht beh&auml;lt, die deutsche Wirtschaft nicht in Gang kommen kann. So schlecht steht Deutschland nun auch nicht da. Was die Pisa-Studie offenlegt, ist, dass durch das jetzige Bildungssystem B&uuml;rgerrechte verletzt werden. Und das schien mir in den 60er Jahren und scheint mir noch heute die plausible Argumentation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubCC21B04EE95145B3AC877C874FB1B611\/Doc~EC3BBDF54E0884235BEA05E006E72D98D~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das Zitat ist zwar schon ein paar Jahre alt, bleibt aber richtig.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>18. Bericht zum Bundesausbildungsf&ouml;rderungsgesetz (BAf&ouml;G)<\/strong><br>\nDas Bundeskabinett hat den 18. Bericht zum Bundesausbildungsf&ouml;rderungsgesetz (BAf&ouml;G) verabschiedet, der die Entwicklung der Ausbildungsf&ouml;rderung in dem Zeitraum 2005 bis 2008 analysiert. Nachdem die Zahl der Gef&ouml;rderten in den Jahren 2006 und 2007 gesunken war, stieg sie im Jahr 2008 auf insgesamt 333.000 an. Zugleich erh&ouml;hten sich die durchschnittlichen monatlichen F&ouml;rders&auml;tze von 375 auf 398 Euro monatlich. Auch der Anteil weiblicher BAf&ouml;G-Empf&auml;nger, der bei Studierenden zuletzt 54 Prozent und bei Sch&uuml;lern sogar 62 Prozent betrug, hat sich vergr&ouml;&szlig;ert. Grund f&uuml;r diesen Wandel ist das 22. BAf&ouml;G-&Auml;nderungsgesetz, das zum 01. August 2008 in Kraft getreten ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bmbf.de\/pub\/achtzenter_bericht_bafoeg.pdf\">BMBF [PDF &ndash; 731 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Streit &uuml;bers Schulsystem: &ldquo;Leistungsstarke Kinder setzen sich &uuml;berall durch&rdquo;<\/strong><br>\nUnterfordert die sechsj&auml;hrige Grundschule gute Sch&uuml;ler? Nein, sagt einer der wichtigsten Bildungsforscher Deutschlands. Im Interview erkl&auml;rt J&uuml;rgen Baumert, wieso kluge Kinder nicht nur am Gymnasium gut aufgehoben sind &ndash; womit er einem prominenten Kollegen widerspricht.<br>\nWir haben nun festgestellt: Zwischen den Fr&uuml;hwechslern und einer Gruppe von Grundsch&uuml;lern, die in allen f&uuml;r die Leistung wichtigen Voraussetzungen vergleichbar ist, gibt es keinen oder keinen stabil nachweisbaren Unterschied im Zuwachs der Lesekompetenz und der mathematischen F&auml;higkeiten. Leistungsstarke F&uuml;nft- und Sechstkl&auml;ssler setzen sich auch in der Grundschule in diesen Kompetenzbereichen durch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/schulspiegel\/wissen\/0,1518,626673,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>stern-Interview: Margot K&auml;&szlig;mann legt nach<\/strong><br>\nSeit ihren &Auml;u&szlig;erungen zu Afghanistan steht sie im Zentrum der Kritik deutscher Politiker: Margot K&auml;&szlig;mann, Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland. Im Interview mit dem stern legt die Bisch&ouml;fin nach. &ldquo;Wir brauchen Menschen, die gegen Gewalt und Krieg aufbegehren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/stern-interview-margot-kaessmann-legt-nach-1536878.html\">Stern<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Neu eingestellt in Sozialpolitik aktuell in Deutschland:<\/strong>\n<ul>\n<li>11. Bericht der Bundesregierung &uuml;ber Erfahrungen bei der Anwendung des Arbeitnehmer&uuml;berlassungsgesetzes (A&Uuml;G-Bericht) (Bundesregierung)<\/li>\n<li>Forschungsbericht zum Thema &bdquo;Arbeitnehmer&uuml;berlassung&ldquo; (IAB)<\/li>\n<li>Branchenanalyse Leiharbeit im Organisationsbereich der ver.di (Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft)<\/li>\n<li>Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Deutschland: Monatsbericht Dezember und das Jahr 2009 (Bundesagentur f&uuml;r Arbeit)<\/li>\n<li>5 Jahre Hartz IV &ndash; keine Erfolgsstory (DGB Bundesvorstand)<\/li>\n<li>Das Projekt LohnSpiegel: tats&auml;chlich gezahlte L&ouml;hne und Geh&auml;lter (WSI)<\/li>\n<li>Kindertagesbetreuung regional 2009 &ndash; Ein Vergleich aller 439 Kreise in Deutschland (Statistische &Auml;mter des Bundes und der L&auml;nder)<\/li>\n<li>Zur Lage der Kinder in Deutschland 2010. Kinder st&auml;rken f&uuml;r eine ungewisse Zukunft (UNICEF)<\/li>\n<li>Deutsche Arbeitskosten im europ&auml;ischen Vergleich: Nur geringer Anstieg. Auswertung der aktuellen Eurostat-Statistik f&uuml;r 2008 (IMK)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/\">Sozialpolitik aktuell<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Hochglanz-Charity-Sause<\/strong><br>\nDeutschlands B&uuml;rger haben den Soforthilfe-Betrag der Bundesregierung weit &uuml;bertroffen. Der lag bei 7,5 Millionen Euro und wurde aktuell noch einmal um 2,5 Millionen Euro f&uuml;r das Welthungerprogramm aufgestockt, wie Kanzlerin Merkel per Videobotschaft mitteilte. (&hellip;) Die emotionalisierte Hochglanz-Charity-Sause im ZDF anzusehen war eine Qual. W&auml;hrend bei Anne Wills Spendensendung am Sonntag noch Hintergr&uuml;nde zur haitianischen Geschichte, Augenzeugenberichte und der Aspekt der Nachhaltigkeit diskutiert wurden, setzte das ZDF samt Medienpartner BILD voll und ganz auf das Prinzip &ldquo;Gutes tun und dar&uuml;ber reden&rdquo;. Dar&uuml;ber konnte auch der Minimal-Anteil haitianischer Gespr&auml;chspartner nicht hinwegt&auml;uschen. Die Erz&auml;hlungen h&uuml;bscher Schauspielerinnen und S&auml;ngerinnen von ihrer ganz individuellen Verbindung zu Haiti verkaufen sich einfach besser. (&hellip;) Sicher kein Zufall, dass auch ein gerne mal in der Bild-Zeitung beworbener Lebensmittel-Discounter sich in den seligen Spendenreigen einreihen durfte.<br>\n(&hellip;) Selbstlos ist die vor einem Millionenpublikum verk&uuml;ndete Hilfsbereitschaft der deutschen Wirtschaft und Unterhaltungsbranche sicherlich nicht. (&hellip;) Da klingt der Titel der Sendung &ldquo;Wir helfen gern&rdquo; mit einem Mal seltsam doppeldeutig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2218444_Haiti-Spendengala-Die-Hochglanz-Charity-Sause.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Jeder f&uuml;r die Erdbebenhilfe in Haiti gespendete Euro ist zu begr&uuml;&szlig;en, denn die auch wegen einer r&uuml;cksichtslosen Politik westlicher Staaten seit vielen Jahrzehnten leidgepr&uuml;ften Menschen Haitis haben sp&auml;testens jetzt einen Anspruch auf durchgreifende Unterst&uuml;tzung. Vergleicht man jedoch die w&auml;hrend der &ldquo;Spendengala&rdquo; eingesammelten Betr&auml;ge mit jenen Summen, die den Banken im Zuge der Finanzkrise zugeschoben wurden, dann sei die Frage erlaubt, ob es tats&auml;chlich derart bombastisch aufgezogener &ldquo;Spendengalas&rdquo; bedarf, um den Menschen Haitis die ben&ouml;tigte materielle und nicht-materielle Unterst&uuml;tzung zukommen zu lassen. Vor diesem Hintergrund sei die Frage gestattet, ob das den konservativ-neoliberalen Kreisen nahestehende ZDF das haitianische Erdbebendrama nicht dazu missbrauchte, Merkel, BILD, und die Wirtschaft in ein vorteilhaftes Licht zu r&uuml;cken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a>Zu guter Letzt:<br>\n<strong>Der n&auml;chste Vorschlag aus Hessen: Schluss mit dem M&uuml;&szlig;iggang! Hartz-IV-ler nach Afghanistan<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikaturen\/kari_20100117_Vorschlag.gif\" width=\"475\" alt=\"Schluss mit dem M&uuml;&szlig;iggang! Hartz-IV-ler nach Afghanistan\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/archivseq.php?id=3436&amp;s=rss\">www.stuttmann-karikaturen.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Tarifl&ouml;hne steigen, Effektivverdienste sinken; in Berlin sind &uuml;ber 36 Prozent der Kinder in SGB II-Bedarfsgemeinschaften; wenn sich Arbeit nicht mehr lohnt; Bundesbank: Deutschland steht das Wasser bis zum Hals; Hoteliers behalten Steuernachlass; gekaufte Politik; weniger Boni, daf&uuml;r mehr fix; Obama: Absturz in die Realpolitik; BAf&ouml;G-Bericht; Leistungsstarke Kinder setzen sich<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4468\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4468","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4468","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4468"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4468\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4468"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4468"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4468"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}