{"id":44722,"date":"2018-06-29T16:19:11","date_gmt":"2018-06-29T14:19:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44722"},"modified":"2018-07-02T08:11:58","modified_gmt":"2018-07-02T06:11:58","slug":"hinweise-des-tages-ii-351","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44722","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44722#h01\">EU-Gipfel zum Umgang mit Fl&uuml;chtlingen: Fragw&uuml;rdig und kaum umsetzbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44722#h02\">ARD-Studio Moskau: Dem Niveau sind nach unten keine Grenzen gesetzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44722#h03\">Sch&ouml;nreden der Situation von Erwerbslosen muss ein Ende haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44722#h04\">K&ouml;rzell: Beschluss der Mindestlohn-Kommission ist ein Erfolg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44722#h05\">Negativzinsen f&uuml;r Riester-Sparer erlaubt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44722#h06\">Zeit f&uuml;r eine unbequeme Wahrheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44722#h07\">Fabian Fritzsche: Das (vorl&auml;ufige) Ende der Globalisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44722#h08\">US-Stahlbranche h&auml;lt Section 232 f&uuml;r verfassungswidrig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44722#h09\">Kollateralschaden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44722#h10\">Ein deutscher Scharfsch&uuml;tze packt aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44722#h11\">Gepanzerte Fahrten durch Kabul ohne Aussteigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44722#h12\">Zoll kommt im Kampf gegen Geldw&auml;sche kaum hinterher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44722#h13\">Tod eines Brandermittlers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44722#h14\">Ein roter Morgen in Amerika<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>EU-Gipfel zum Umgang mit Fl&uuml;chtlingen: Fragw&uuml;rdig und kaum umsetzbar<\/strong><br>\nEs bleibt bei Euphemismen, statt der Solidarit&auml;t in Europa wird Frontex gest&auml;rkt. Grund zur Freude gibt es nach dem EU-Gipfel nicht.<br>\nEinigung &ndash; welche Einigung? Nach einer dramatischen Gipfel-Nacht, in der Italien alle Beschl&uuml;sse mit einem Veto blockiert hatte, rauften sich die 28 Staats- und Regierungschefs der EU schlie&szlig;lich doch noch zusammen. Doch die &bdquo;Schlussfolgerungen&ldquo;, die sie am Freitag Morgen gegen 4.30 Uhr bekannt gaben, lassen viele Fragen offen. Eine echte Einigung stellen sie nicht dar, die zentralen Probleme bleiben ungel&ouml;st. Das gilt vor allem f&uuml;r die beiden Kernfragen, die diesen Gipfel beherrschten: Wird es Kanzlerin Angela Merkel gelingen, eine &bdquo;europ&auml;ische L&ouml;sung&ldquo; f&uuml;r ein deutsches Problem zu finden &ndash; die so genannte Sekund&auml;rmigration, also die Weiterwanderung bereits erfasster Aslybewerber aus einem anderen EU-Land nach Deutschland?<br>\nDazu gibt der Beschluss nicht viel her. &bdquo;Die Mitgliedstaaten sollten alle n&ouml;tigen internen gesetzgeberischen und administrativen Ma&szlig;nahmen ergreifen, um solchen Bewegungen entgegenzuwirken, und dabei eng zusammenarbeiten.&ldquo; Mehr steht nicht drin im Gipfelpapier. Es l&auml;sst sich zwar als Erm&auml;chtigung lesen, &bdquo;interne Ma&szlig;nahmen&ldquo; zu ergreifen &ndash; sofern sie mit anderen EU-Staaten abgestimmt sind. So gesehen h&auml;tte sich Merkel durchgesetzt &ndash; und sogar noch eine Art EU-Genehmigung f&uuml;r ihren Innenminister Horst Seehofer eingeholt, seinen umstrittenen &bdquo;Masterplan&ldquo; f&uuml;r Migration umzusetzen. Man kann es aber auch anders interpretieren &ndash; als Gummiparagraphen, der alles und nichts bedeutet. Vor allem fehlt Merkel das, was sie am dringendsten suchte: Ein bilaterale Absprache mit Italien zur R&uuml;cknahme von Aslybewerbern. Im Gipfelbeschluss steht davon nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/EU-Gipfel-zum-Umgang-mit-Fluechtlingen\/!5516971\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<p><strong>dazu: Merkels inhumane &bdquo;europ&auml;ische L&ouml;sung&ldquo;<\/strong><br>\nSo geht das also, wenn Angela Merkel &bdquo;europ&auml;ische L&ouml;sungen&ldquo; in der Fl&uuml;chtlingsfrage erreicht: Man denkt sich ein paar neue Begriffe f&uuml;r Internierungslager aus, und ansonsten kann jeder machen, was er will. [&hellip;]<br>\nStatt dessen hat nun also der Gipfel etwas erkl&auml;rt: Von &bdquo;Ausschiffungsplattformen&ldquo; in Drittstaaten wird da fantasiert, auf Deutsch: M&ouml;glichst viele der meist &auml;rmeren L&auml;nder rund um die EU sollen mit Geld gekauft werden, um Gefl&uuml;chtete abzuwehren. Noch weigern sich viele, die Drecksarbeit zu machen, aber das Vorbild T&uuml;rkei (noch mal drei Milliarden Euro) wird schon wirken. &bdquo;Ausschiffungsplattformen&ldquo;! Nun ja, immerhin ehrlicher als die Idee, die Internierungslager in Deutschland &bdquo;Ankerzentren&ldquo; zu nennen. [&hellip;]<br>\nMerkels &bdquo;europ&auml;ische L&ouml;sung&ldquo; ist also nicht nur inhuman, sie ist auch nicht europ&auml;isch. Horst Seehofer aber wird genau das freuen. Ihm kann es in der Sache wurscht sein, ob seine Zur&uuml;ckweisungs-Show an der Grenze nun stattfindet oder nicht. Er hat die Kanzlerin, die ja in der Sache gar nicht so weit von ihm weg ist, wie immer behauptet wird, in die n&auml;chste symbolische Anpassungsrunde an die Rhetorik der Rechtsnationalismus gepr&uuml;gelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/meinung\/kommentare\/asylpolitik-der-eu-merkels-inhumane-europaeische-loesung-a-1534940%20\">Stephan Hebel in der FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sehr viel L&auml;rm um so gut wie gar nichts. Nach zwei Wochen Theater hat sich an der inhumanen europ&auml;ischen Asylpolitik so gut wie nichts ge&auml;ndert. Daf&uuml;r hat die sich die Union nun &bdquo;gef&uuml;hlt&ldquo; nach rechts bewegt, ohne das Merkels Image in der Mitte gelitten hat, hat sie doch angeblich f&uuml;r ihren humanit&auml;ren Kurs, der <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44533\">alles andere als humanit&auml;r ist<\/a>, wie eine L&ouml;win gek&auml;mpft. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: SPD in Erkl&auml;rungsnot<\/strong><br>\nDie, die sich immer gern &auml;u&szlig;ern, schweigen an diesem Morgen. Ralph Stegner, Johannes Kahrs, Eva H&ouml;gl von der SPD-Fraktionsf&uuml;hrung, Bundestags-Vizepr&auml;sident Thomas Oppermann, Juso-Chef Kevin K&uuml;hnert, Au&szlig;enminister Heiko Maas, Bundesjustizminister Katarina Barley aus dem Bundeskabinett &ndash; gro&szlig;e Twitterruhe all &uuml;berall. Denn die Details der Beschl&uuml;sse, die die EU-Regierungschefs in der Nacht in Br&uuml;ssel getroffen haben, d&uuml;rften nicht jedem in der SPD gefallen. [&hellip;]<br>\nAuffangzentren in Drittstaaten und innerhalb der EU tr&auml;gt die SPD in der Koalition mit CDU und CSU mit. Vize-Kanzler Olaf Scholz sagte am Vormittag im Bundestag, die Beschl&uuml;sse seien ein &ldquo;gro&szlig;er Fortschritt&rdquo;. Sie seien eine &ldquo;gute Grundlage&rdquo; f&uuml;r die Herausforderungen der Migration, &ldquo;ein guter Erfolg f&uuml;r uns alle&rdquo;. Auch Parteichefin Andrea Nahles stellte sich hinter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). &ldquo;Insgesamt begr&uuml;&szlig;en wir das Ergebnis.&rdquo; Wichtig sei, dass es eine europ&auml;ische L&ouml;sung mit der EU und nicht gegen die EU gebe. Bei der konkreten Ausgestaltung der Auffangzentren sei es wichtig, &ldquo;Qualit&auml;tsverbesserungen gegen&uuml;ber der jetzigen Lage&rdquo; zu erreichen. Die SPD &ldquo;dringt auf humanit&auml;re Standards und Versorgung&rdquo;, versichert Nahles. Es m&uuml;ssten dort &ldquo;rechtsstaatliche und z&uuml;gige Verfahren&rdquo; gew&auml;hrleistet werden. Im SPD-Wahlprogramm stand: &ldquo;Asylverfahren werden grunds&auml;tzlich weiterhin auf europ&auml;ischem Boden durchgef&uuml;hrt.&rdquo; [&hellip;]<br>\nLinken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht bezeichnete die Auffangzentren in Drittstaaten als &ldquo;Bankrotterkl&auml;rung der Humanit&auml;t und europ&auml;ischer Werte&rdquo;. Bis auf Libyen h&auml;tten alle nordafrikanischen Staaten eine Kooperation abgelehnt. &ldquo;Man kann nicht einmal im Ansatz erwarten, dass dort in irgendwelchen Lagern regul&auml;re Asylverfahren abgewickelt werden.&rdquo; Europa versuche auf &ldquo;finstere Art und Weise, sich das Problem vom Hals zu halten&rdquo;, sagt Wagenknecht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute\/spd-nach-bruesseler-beschluessen-in-zwickmuehle-100.html\">ZDF heute<\/a><\/p>\n<p><strong>und: &ldquo;Wie Giftm&uuml;ll, den niemand will&rdquo;<\/strong><br>\nDie EU soll auf ihrem Gipfel am heutigen Freitag die Errichtung von Fl&uuml;chtlingslagern im n&ouml;rdlichen Afrika beschlie&szlig;en. Dies geht laut Berichten aus dem Entwurf zur Abschlusserkl&auml;rung des Gipfels hervor, die allerdings am gestrigen Abend noch nicht verabschiedet wurde, da Italien weitere Zugest&auml;ndnisse in der Fl&uuml;chtlingspolitik verlangt. In den vergangenen Tagen hatten sich immer mehr Spitzenpolitiker f&uuml;r die Lager ausgesprochen. Sie werden unter dem Begriff &ldquo;Ausschiffungsplattformen&rdquo; diskutiert und sollen Fl&uuml;chtlinge, die auf dem Mittelmeer ergriffen wurden, aufnehmen, damit sie, sofern der UNHCR ihre Asylgesuche f&uuml;r nicht ausreichend begr&uuml;ndet h&auml;lt, direkt in ihre Herkunftsl&auml;nder abgeschoben werden k&ouml;nnen. Allerdings ist noch kein Staat bereit, sich als Standort zur Verf&uuml;gung zu stellen. In einer aktuellen Erkl&auml;rung warnen Menschenrechts- und kirchliche Organisationen, wer den Fl&uuml;chtlingsschutz negiere, stelle letztlich &ldquo;die universelle Geltung der Menschenrechte in Frage&rdquo; und riskiere damit auch die &ldquo;Erosion der Menschenrechte&rdquo; im eigenen Staat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7655\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>ARD-Studio Moskau: Dem Niveau sind nach unten keine Grenzen gesetzt<\/strong><br>\nLielischkies war sieben Jahre f&uuml;r das ARD-Studio Washington t&auml;tig, sechs davon als stellvertretender Leiter. Das ist schon eine Nummer. Vermutlich ist ihm die Versetzung nach Moskau wie eine Bestrafung vorgekommen. Aber dessen ungeachtet gibt es zentrale Unterschied in der PR-Kultur der beiden L&auml;nder.<br>\nArbeitet man in den USA, im Geburtsland der PR, dann muss man sich eigentlich kaum aus dem B&uuml;ro bewegen. Best&auml;ndig wird man zugesch&uuml;ttet mit Pressemitteilungen von unterschiedlichsten NGOs, Regierungsstellen, Parlamentariern, man wird als Multiplikator umworben, eingeladen und bekommt das Material pr&auml;sentationsfertig in die Hand gedr&uuml;ckt. Alles easy.<br>\nIn Russland funktioniert das jedoch ganz anders. Da muss man sich selbst um die Information bem&uuml;hen. Das ARD-Studio in Moskau wird au&szlig;er von einigen aus dem Westen finanzierten NGOs und deutschen Organisationen nicht als Multiplikator wahrgenommen. Man wird nicht eingeladen, es gibt keine Abendessen in der PR-Abteilung des Kreml, der Duma oder des Rats der F&ouml;deration, einfach weil es sowas nicht gibt. Man wird schlicht nicht hofiert.<br>\nDas ist kein Zeichen von Missachtung, es gibt hier in Russland diese PR-Kultur nur sehr rudiment&auml;r. Und wenn ich es recht verstehe, ist es auch gar nicht das Ziel, eine solche Kultur aufzubauen, nimmt man sie doch als demokratiefeindlich wahr. Wenn in den Berichten aus Moskau dann ganz regelm&auml;&szlig;ig die Floskel von den Kreml-nahen Kontakten auftaucht, die als Beweis f&uuml;r das Gesagte herhalten m&uuml;ssen, dann dr&uuml;ckt sich darin die ganze Hilflosigkeit gegen&uuml;ber diesem Fehlen von PR aus. Das ARD-Studio Moskau hat schlicht keine benennbaren Quellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/72151-ard-studio-moskau-niveau-sind\/\">RT deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Tobias Riegel:<\/strong> Ein interessanter Blickwinkel auf die unterschiedlichen medialen Gewichtungen und Arbeitsweisen in Deutschland und Russland, der auch die hochtrabende Selbst-Wahrnehmung und -Darstellung der ARD weitgehend als Blendwerk offenbart.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sch&ouml;nreden der Situation von Erwerbslosen muss ein Ende haben<\/strong>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180629-hdt-01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180629-hdt-01-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>&bdquo;Von gro&szlig;en Erfolgen am Arbeitsmarkt oder gar Vollbesch&auml;ftigung ist Deutschland weit entfernt. Mehr als jeder dritte Erwerbslose ist l&auml;nger als ein Jahr ohne Arbeit. Die durchschnittliche Dauer der Erwerbslosigkeit im Hartz-IV-Bereich hat sich in den vergangenen Jahren deutlich erh&ouml;ht. Bei den Langzeiterwerbslosen, die ihre Arbeitslosigkeit beenden k&ouml;nnen, ist nur in rund jedem achten Fall eine Besch&auml;ftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt der Grund daf&uuml;r. Die Gro&szlig;e Koalition redet die Lage sch&ouml;n und tut viel zu wenig, um erwerbslosen Menschen zu helfen. Das muss endlich ein Ende haben. Es muss deutlich mehr Geld zur Unterst&uuml;tzung von Erwerbslosen bereitgestellt werden&ldquo;, erkl&auml;rt Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum aktuellen Monatsbericht der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. Zimmermann weiter:<br>\n&bdquo;Erwerbslose in Deutschland sind im EU-weiten Vergleich am st&auml;rksten von Armut bedroht. Das Armutsrisiko liegt hierzulande bei 70,8 Prozent. Die Verarmung von Erwerbslosen muss endlich gestoppt werden. Seit den Hartz-Reformen wird die soziale Sicherung f&uuml;r Erwerbslose &uuml;berwiegend Hartz IV &uuml;berlassen. Alternativen dazu liegen schon lange auf dem Tisch, werden von der Bundesregierung aber ignoriert: Der Zugang zu ausreichenden Leistungen der Arbeitslosenversicherung muss erleichtert werden. Und Hartz IV muss durch eine sanktionsfreie Mindestsicherung ersetzt werden, die wirklich vor Armut sch&uuml;tzt und Teilhabe erm&ouml;glicht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/schoenreden-der-situation-von-erwerbslosen-muss-ein-ende-haben\/\">die Linke im Bundestag<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Was die offizielle Arbeitslosenzahl verschweigt: 3,22 Millionen Menschen ohne Arbeit<\/strong><br>\nIm Juni meldet die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit knapp 2,28 Millionen Arbeitslose. Das gesamte Ausma&szlig; der Menschen ohne Arbeit bildet die offizielle Zahl jedoch nicht ab. Denn fast 941.000 De-facto-Arbeitslose sind nicht in der Arbeitslosen-, sondern in der separaten Unterbesch&auml;ftigungsstatistik enthalten.<br>\nIm Juni 2018 gab es offiziell 2,28 Millionen Arbeitslose. Das sind knapp 40.000 Personen weniger als im Vormonat. Nicht in der offiziellen Arbeitslosenzahl enthalten sind allerdings fast 941.000 ebenfalls faktisch Arbeitslose, darunter<\/p>\n<ul>\n<li>rund 702.000 Menschen, die an arbeitsmarktpolitischen Ma&szlig;nahmen teilnahmen,<\/li>\n<li>knapp 72.000 am Tag der Erfassung Krankgeschriebene und<\/li>\n<li>knapp 167.000 &uuml;ber 58-J&auml;hrige, die innerhalb der letzten 12 Monate kein Jobangebot erhielten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Insgesamt ergibt sich so eine tats&auml;chliche Arbeitslosenzahl von &uuml;ber 3,26 Millionen Menschen. Gegen&uuml;ber dem Vormonat hat die Zahl der &bdquo;inoffiziell Arbeitslosen&ldquo; um rund 6.000 Personen abgenommen (O-Ton berichtete).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/was-die-offizielle-arbeitslosenzahl-verschweigt-322-millionen-menschen-ohne-arbeit\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>K&ouml;rzell: Beschluss der Mindestlohn-Kommission ist ein Erfolg<\/strong><br>\nDie Mindestlohnkommission hat heute die Anpassung der Lohnuntergrenze beschlossen. Jetzt ist es an der Bundesregierung, diesen Beschluss in Recht umzusetzen. In diesem Fall erh&ouml;ht sich der gesetzliche Mindestlohn in zwei Stufen: zum 1. Januar 2019 auf 9,19 Euro und zum 1. Januar 2020 auf 9,35 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++0be829ba-792e-11e8-acc2-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es bleibt r&auml;tselhaft, weshalb sich auch der DGB mit dieser niedrigen Erh&ouml;hung des l&uuml;ckenhaften Mindestlohns zufrieden gibt. Das soll ein Erfolg sein? Hat der DGB nun endg&uuml;ltig beschlossen, nicht mehr die Interessen der Arbeitnehmerschaft vertreten zu wollen? Vielleicht verstehen sich die DGB-Verteter tats&auml;chlich &ndash; wie nicht Wenige meinen &ndash; als Co-Manager von Arbeitgebern. Selbst auf &ldquo;Gegenblende&rdquo; war k&uuml;rzlich noch zu lesen: &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44681#h03\">Von steigenden L&ouml;hnen profitieren vor allem Gutverdienende &ndash; auch tarifgebundene Betriebe zahlen besser. Doch zugleich w&auml;chst der Niedriglohnsektor. Als Gegenma&szlig;nahme dazu wurde erfolgreich der Mindestlohn eingef&uuml;hrt, der nun in zwei Stufen auf 9,35 Euro erh&ouml;ht wird. Das ist aber l&auml;ngst noch nicht existenzsichernd.<\/a>&ldquo;. Also und mit anderen Worten: Herr K&ouml;rzell betrachtet einen &ldquo;nicht existenzsichernd&rdquo; Mindestlohn als Erfolg, oder?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Negativzinsen f&uuml;r Riester-Sparer erlaubt<\/strong><br>\nD&uuml;rfen Banken negative Zinsen auf Sparer abw&auml;lzen? Ein Landgericht hat nun entschieden: Im Fall von Riester-Sparpl&auml;nen offensichtlich schon &ndash; solange es keine unangemessene Benachteiligung gibt. (&hellip;)<br>\nDie Verbraucherzentrale Baden-W&uuml;rttemberg hatte gegen die Kreissparkasse T&uuml;bingen geklagt, weil diese in ihrem Sparplan &ldquo;VorsorgePlus&rdquo; einen zugesagten positiven Staffelzins mit dem aktuell negativen Grundzins verrechnet hatte. Die Verbrauchersch&uuml;tzer halten das f&uuml;r unrechtm&auml;&szlig;ig. Aus ihrer Sicht sind die Vertr&auml;ge so zu verstehen, dass keiner der beiden Zinsen negativ werden kann.<br>\nDie Kreissparkasse hatte sich gegen die Kritik gewehrt: Keinem Kunden w&uuml;rden tats&auml;chlich Minuszinsen in Rechnung gestellt. Die Grundverzinsung werde mit den zus&auml;tzlichen, fest vereinbarten Bonuszinsen der Banksparpl&auml;ne verrechnet. Alle Kunden der Sparkasse erhielten deshalb aktuell unter dem Strich positive Zinsen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/tuebingen-negativzinsen-fuer-riester-rentner-erlaubt-a-1215786.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Zeit f&uuml;r eine unbequeme Wahrheit<\/strong><br>\n95 Prozent der Griechenland-Kredite von 274 Milliarden Euro flossen in den Schuldendienst. An deutsche und franz&ouml;sische Banken, nicht an griechische Rentner oder Krankenschwestern. Die K&uuml;rzungsprogramme der Troika haben eine soziale und &ouml;konomische Katastrophe verursacht, w&auml;hrend der deutsche Finanzminister vom Zinsdienst profitiert hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/1994.rede-zur-griechenland-rettung-zeit-f%C3%BCr-eine-unbequeme-wahrheit.html\">Fabio De Masi<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Fabian Fritzsche: Das (vorl&auml;ufige) Ende der Globalisierung<\/strong><br>\nIn Deutschland wird oftmals noch von einem drohenden Handelskrieg zwischen den USA und der EU gesprochen, tats&auml;chlich befinden wir uns bereits mitten drin. Und &ndash; in der Kriegsrhetorik zu bleibend &ndash; es ist ein Welthandelskrieg, in dem vor allem die USA gegen die EU, China, Mexiko, Kanada, Russland und diverse weitere Staaten k&auml;mpfen, aber diese Staaten bilden auch keine gemeinsame Front. Die EU wirft China Protektionismus vor und hat &ndash; wenn auch aus politischen und nicht &ouml;konomischen Gr&uuml;nden &ndash; Sanktionen gegen Russland verh&auml;ngt und Russland seinerseits Sanktionen gegen den Westen.  Gleichzeitig kauft sich China in gro&szlig;em Stil weltweit in technologisch und\/oder &ouml;konomisch wichtigen Unternehmen ein, was zu immer lauteren Forderungen nach protektionistischen Ma&szlig;nahmen f&uuml;hrt. [&hellip;]<br>\nDie zurzeit teils schon beschlossenen, teils angedrohten Gegenma&szlig;nahmen erscheinen zwar logisch und nachvollziehbar, alleine schon um nicht gegen&uuml;ber Trump den Eindruck zu erwecken, man gebe ihm Recht. Allerdings ist unklar, was diese Gegenz&ouml;lle letztlich bewirken sollen. Oder anders gefragt: Weshalb sollen europ&auml;ische Verbraucher &uuml;ber h&ouml;here Preise f&uuml;r US-Importe daf&uuml;r bestraft werden, dass US-Verbraucher nun mehr f&uuml;r Importe aus der EU bezahlen m&uuml;ssen? Wer glaubt, die USA f&uuml;r Importz&ouml;lle bestrafen zu m&uuml;ssen &ndash; wohl in der Hoffnung, die Trump-Regierung w&uuml;rde dann irgendwann einlenken &ndash;, sollte eher &uuml;ber Exportz&ouml;lle f&uuml;r G&uuml;ter nachdenken, bei denen die US-Wirtschaft auf Importe aus Europa angewiesen ist. So k&auml;men dann zumindest nicht die Verbraucher in Europa f&uuml;r den Schaden auf. Kurzfristige sollte die Reaktion also am ehesten lauten, die US-Z&ouml;lle einfach zu akzeptieren und mit anderen L&auml;ndern soweit m&ouml;glich Zollsenkungen auszuhandeln, um so die Auswirkungen der US-Z&ouml;lle f&uuml;r die Unternehmen in Europa m&ouml;glichst abzufedern. Wenn die US-Regierung den Wohlstand der US-B&uuml;rger senken m&ouml;chte, ist das kein Grund f&uuml;r die europ&auml;ischen Regierungen dies nachzuahmen. Mittelfristig sollte der Wohlstand gleichm&auml;&szlig;iger verteilt werden, um so die Akzeptanz f&uuml;r die Globalisierung zu erh&ouml;hen und zudem muss die deutsche Wirtschaft endlich ihre Exportabh&auml;ngigkeit reduzieren. &Uuml;ber beide Punkte wird im aktuellen Handelskrieg allerdings gar nicht gesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2018\/06\/28\/fabian-fritzsche-das-vorlaeufige-ende-der-globalisierung\/\">WirtschaftsWunder<\/a>\n<p><strong>dazu: Vorteile und Nachteile der Globalisierung: Geschichte, Probleme, Gewinner, Verlierer<\/strong><br>\nUngez&uuml;gelte Globalisierung hat neben ihren positiven Effekten dazu beigetragen, fremdenfeindlichen Protektionismus wieder salonf&auml;hig zu machen und das Vertrauen der Bev&ouml;lkerung in ihre Regierungen zu untergraben. Handel und Auslagerungen haben in den Herkunftsl&auml;ndern zu Lohndruck und Arbeitslosigkeit gef&uuml;hrt, aber die Gewinne gesichert. Die ungleichere Einkommensverteilung sch&uuml;rt Zukunfts&auml;ngste und treibt PopulistInnen Unterst&uuml;tzerInnen zu. Globalisierung muss auf globaler wie nationaler Ebene reguliert werden, damit sie zu einem Instrument der Verbesserung der Lebensumst&auml;nde f&uuml;r m&ouml;glichst viele Menschen wird. Dabei sind soziale, &ouml;kologische und &ouml;konomische Ziele mit gleicher Intensit&auml;t zu verfolgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/vorteile-und-nachteile-der-globalisierung-geschichte-probleme-gewinner-verlierer\/\">Kontrast.at<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>US-Stahlbranche h&auml;lt Section 232 f&uuml;r verfassungswidrig<\/strong><br>\nDer amerikanische Stahlverein AIIS hat die sogenannte Section 232, auf deren Grundlage US-Pr&auml;sident Trump 25 Prozent Strafz&ouml;lle gegen importierte Stahlprodukte erhoben hatte, als verfassungswidrig bezeichnet.<br>\nIn Washington teilte der AIIS am Mittwoch mit, dass man bereits gerichtliche Schritte gegen derartige Verfassungsverst&ouml;&szlig;e eingeleitet habe. Zur Begr&uuml;ndung des Rechtsverfahrens hie&szlig; es, dass die Section 232 den US-Kongress veranlasse, gewisse gesetzgebende Rechte an den US-Pr&auml;sident zu &uuml;bergeben, was dem US-System der gegenseitigen Kontrolle und des Machtgleichgewichts zuwiderlaufe.<br>\nWeiter hie&szlig; es in der Pressemitteilung, dass der AIIS f&uuml;r Handelsliberalismus eintrete.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/3185\/2018\/06\/28\/1s280485.htm\">CRI online<\/a>\n<p><strong>dazu: China kritisiert US-Handelsprotektionismus<\/strong><br>\nChinas Handelsministeriumssprecher Gao Feng hat sich gegen den von der US-Regierung praktizierten Handelsprotektionismus ausgesprochen.<br>\nIn Beijing sagte Gao Feng am Donnerstag vor der Presse, die USA wollten seit jeher ihren Export f&uuml;r China ausbauen, um die Handelsdefizite abzubauen. Daf&uuml;r bestehe bei den Hightech-Produkten und Dienstleistungen gro&szlig;es Potential. Die geplanten Exportbeschr&auml;nkungen f&uuml;r derartige Sektoren seien daher kontraproduktiv.<br>\nAllein in den vergangenen f&uuml;nf Monaten sei das Volumen chinesischer Investitionen in den USA gegen&uuml;ber dem Vorjahreszeitraum um 92 Prozent auf 1,8 Mrd. US-Dollar zur&uuml;ckgegangen. Auch zahlreiche multinationale Konzerne seien zutiefst besorgt &uuml;ber die Stabilit&auml;t des Investitionsklimas und die wirtschaftspolitische Kontinuit&auml;t im Standort USA, so Gao Feng weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/3185\/2018\/06\/28\/1s280490.htm\">CRI online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kollateralschaden<\/strong><br>\nDie Reiseroute, die sich US-Vizepr&auml;sident Michael &raquo;Mike&laquo; Pence f&uuml;r seine diesj&auml;hrige Tournee durch den Hinterhof ausgesucht hat, spricht B&auml;nde. Nat&uuml;rlich geht es ihm nebenbei auch darum, die wegen der rassistischen Einwanderungspolitik Washingtons aufgebrachten Lateinamerikaner zu bes&auml;nftigen und ein paar f&uuml;r US-Konzerne eintr&auml;gliche Handelsabkommen zu unterzeichnen. In erster Linie ist das Ziel des Stellvertreters von Donald Trump jedoch, die noch verbliebenen Regierungen abzuservieren, die sich weiterhin dem Diktat von God&rsquo;s Own Country widersetzen. Am liebsten wolle er Venezuela, Nicaragua und Kuba &raquo;mit einem Schlag&laquo; loswerden, hatte er Anfang Mai get&ouml;nt. Doch Pence ist Realist genug, eines nach dem anderen anzugehen.<br>\nDemokratie ist f&uuml;r die US-Administration nach wie vor etwas, was man gerne anspricht, wenn man damit die eigenen Gegner attackieren kann &ndash; was man aber gerne ignoriert, wenn sich der Gespr&auml;chspartner angemessen unterw&uuml;rfig gibt. So entbl&ouml;dete sich Pence nicht, ausgerechnet in Brasilien &ndash; dessen vom Volk gew&auml;hlte Regierung durch einen institutionellen Putsch gest&uuml;rzt wurde, dessen derzeitiger Staatschef Michel Temer nicht demokratisch legitimiert ist und dessen aussichtsreichster Pr&auml;sidentschaftskandidat Luiz In&aacute;cio Lula da Silva im Gef&auml;ngnis sitzt &ndash; dem Nachbarn Venezuela Lektionen in Sachen Menschenrechte erteilen zu wollen. In Guatemala hat Pence Abgesandte aus El Salvador und Honduras zu sich zitiert. In Nicaragua kennt man diese Allianz bereits &ndash; exakt von diesen Staaten aus wurde in den 1980er Jahren der Krieg gegen die Sandinistische Revolution gef&uuml;hrt. Und ganz nebenbei hat er dankend die Einladung von Ecuadors Pr&auml;sident Len&iacute;n Moreno angenommen, der den Verrat an der von seinem Vorg&auml;nger Rafael Correa initiierten &raquo;B&uuml;rgerrevolution&laquo; vollenden will.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/335127.kollateralschaden.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Immerhin zeigt die gegenw&auml;rtige US-Administration, was und wo ihre Interesse liegen. Kann das von der deutschen Bundesregierung auch nur ansatzweise behauptet werden &ndash; sind sie nicht vielmehr Handlanger\/quasi Kolonie der USA?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ein deutscher Scharfsch&uuml;tze packt aus<\/strong><br>\n[&hellip;] Seine Mission im Kosovo tritt er laut eigenen Angaben im Auftrag eines Verteidigungsministeriums an. F&uuml;r die USA? F&uuml;r die Albaner? F&uuml;r die Deutschen? &ldquo;Genauer darf ich dar&uuml;ber bis heute keine Auskunft geben&rdquo;, sagt er. Dabei bleibt es, trotz Nachfragen. &ldquo;Ich bin kein zweiter Edward Snowden. Menschen vertrauen mir.&ldquo; [&hellip;]<br>\nSp&auml;th ist nicht der einzige Profi aus dem Ausland, der sich der UCK anschlie&szlig;t, noch bevor die Nato am 24. M&auml;rz 1999 in den Konflikt eingreift. Australische Offiziere, berichtet er, sto&szlig;en ebenfalls fr&uuml;hzeitig zur Guerillaarmee. &ldquo;Das waren keine S&ouml;ldner&rdquo;, sagt Sp&auml;th. &ldquo;Genauso wenig wie ich.&rdquo; Laut seinen Angaben &uuml;bernehmen sie sp&auml;ter die Koordination mit der Nato in Tirana. Das deckt sich mit Angaben eines australischen Freiwilligen.<br>\nDie serbische Regierung unter Slobodan Milosevic behauptet damals: Westliche Geheimdienste unterst&uuml;tzen das militante Streben der Kosovo-Albaner nach Unabh&auml;ngigkeit. Internationale Medienberichte untermauern die Behauptung. Auch Sp&auml;th berichtet von Versuchen des deutschen Bundesnachrichtendienstes, Kalaschnikows an die UCK zu liefern. Entgegen des herrschenden Waffenembargos.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/krisen\/id_83853972\/deutscher-scharfschuetze-packt-aus-ueber-seine-kosovo-mission.html?ml-d%20\">T-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Hochinteressant. Ein weiterer Beleg daf&uuml;r, dass westliche Dienste entgegen der politischen Beteuerungen aktiv auf Seiten der UCK im Kosovokrieg mitgek&auml;mpft haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gepanzerte Fahrten durch Kabul ohne Aussteigen<\/strong><br>\nDie l&auml;ndliche Entwicklung soll den Teufelskreis von Armut, Gewalt und Fragilit&auml;t brechen, sagt ein Schweizer Entwicklungsberater.<br>\nBerichte von westlichen Zivilisten aus Afghanistan sind selten. Dominic Bl&auml;ttler, Dozent an der Hochschule f&uuml;r Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL der Berner Fachhochschule verbrachte seit 2013 jedes Jahr einige Zeit in Kabul, in Zentralafghanistan oder in der n&ouml;rdlichen Provinz Tachar an der Grenze zu Tadschikistan. Er war f&uuml;r Helvetas, Terre des hommes und die Deza in diesem Land, wo seit vierzig Jahren Kriegszustand herrscht. Infosperber hat mit ihm gesprochen.<br>\nVieles habe sich in den letzten f&uuml;nf Jahren ver&auml;ndert, meint Dominic Bl&auml;ttler. Im Zentrum der 4-Millionenstadt Kabul sei das Bild heute gepr&auml;gt von Stacheldraht, Sands&auml;cken, Maschinengewehren und meterhohen Betonw&auml;nden. Aufst&auml;ndische zielen vermehrt auf Mitarbeitende der Regierung und von Hilfsorganisationen. Daher befinden sich Hotels, Botschaften und internationale Organisationen in einer Sicherheitszone, so auch die Deza. Diese gesicherte Zone &ndash; genannt &laquo;Ring of Steel&raquo; &ndash; wird gegen aussen durch eine Postenkette der afghanischen Polizei und vom Milit&auml;r gesch&uuml;tzt. Aus Sorge vor Anschl&auml;gen und Entf&uuml;hrungen sei die Bewegungsfreiheit f&uuml;r ausl&auml;ndische Mitarbeitende stark eingeschr&auml;nkt, so Bl&auml;ttler, die Arbeitsbedingungen erschwert und das Leben in der Stadt isoliert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Afghanistan-Kabul-Gepanzerte-Fahrten-ohne-Aussteigen\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Zoll kommt im Kampf gegen Geldw&auml;sche kaum hinterher<\/strong><br>\nDie Zoll-Abteilung zur Bek&auml;mpfung von Geldw&auml;sche kommt mit unbearbeiteten F&auml;llen nicht hinterher. Grund sind unter anderem IT-Probleme.<br>\nDie neue Abteilung beim Zoll zur Bek&auml;mpfung von Geldw&auml;sche kommt mit der Bearbeitung von Verdachtsf&auml;llen noch immer nicht hinterher. Seit dem Start der Financial Intelligence Unit (FIU) vor rund einem Jahr seien dort bis zum 31. Mai 2018 insgesamt 63.461 Meldungen eingegangen, hie&szlig; es in einer Reuters am Freitag vorliegenden Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Frage des Linken-Abgeordneten Fabio de Masi.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/financial-intelligence-unit-zoll-kommt-im-kampf-gegen-geldwaesche-kaum-hinterher\/22749424.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Tod eines Brandermittlers<\/strong><br>\nFamilie des Kriminaltechnikers, der NSU-Ermittlungen kritisierte, gab Obduktion in Auftrag<br>\nManche Todesf&auml;lle im Zusammenhang mit den NSU-Ermittlungen sind sicher Zufall. Allerdings sind es inzwischen ziemlich viele: Zum Beispiel der Neonaziausteiger Florian Heilig, der 2013 wenige Stunden vor einer geplanten Vernehmung in seinem Auto auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart verbrannte, dessen Exfreundin, die an einer Lungenembolie verstorben sein soll, sowie deren Verlobter, mutma&szlig;lich Selbstm&ouml;rder &ndash; oder der Ex-V-Mann &raquo;Corelli&laquo;, der 2014 einer unentdeckten Diabeteserkrankung erlegen sein soll.<br>\nNach all dem hat nun die Familie des international bekannten Brandermittlers und Kriminaltechnikers Frank Dieter Stolt privat eine Obduktion in Auftrag gegeben, weil der 62j&auml;hrige k&uuml;rzlich in einem Krankenhaus bei Mannheim gestorben und die Todesursache unklar ist, dies berichtete am Montag das Internetmagazin Telepolis. Von &ouml;ffentlichem Interesse sei der Fall, weil Stolt auch im Rahmen der NSU-Ermittlungen mit Untersuchungen beauftragt war. Dabei &auml;u&szlig;erte er sich &ouml;ffentlich auch kritisch zu manchen Ermittlungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/335107.tod-eines-brandermittlers.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ein roter Morgen in Amerika<\/strong><br>\nDer unerwartete Wahlsieg der demokratischen Sozialistin Alexandria Ocasio-Cortez in New York zeigt, dass Bernie Sanders kein statistischer Ausrei&szlig;er war. Im Gegenteil: Sozialismus ist eine wachsende Str&ouml;mung in der amerikanischen Gesellschaft, die die etablierte Politik nicht mehr ignorieren kann.<br>\nDas meiste, was man heutzutage aus den Vereinigten Staaten mitbekommt, wirkt erschreckend. Kinder werden an der mexikanischen Grenze von ihren Eltern getrennt und in umfunktionierte, leerstehende Wal-Mart-Verkaufshallen interniert; das Oberste Gericht des Landes schafft ein weiteres institutionelles Standbein der Gewerkschaften ab und ebnet damit den Weg f&uuml;r weitere Angriffe auf ihre sowieso prek&auml;ren Strukturen und wom&ouml;glich, das Ende der Gewerkschaftsbewegung, wie sie bisher existierte. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, ist der Pr&auml;sident des m&auml;chtigsten Landes der Welt  kein anderer als der gescheiterte Immobilienhai Donald J. Trump &ndash; eine monstr&ouml;se Sch&ouml;pfung des sp&auml;ten US-Imperiums, ein halluzinatorischer Mussolini f&uuml;r den Mittleren Westen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/adamag.de\/sozialismus-amerika-alexandra-ocasio-cortez-wahlsieg\">adamag<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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