{"id":44728,"date":"2018-07-02T08:09:29","date_gmt":"2018-07-02T06:09:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44728"},"modified":"2018-07-02T08:09:29","modified_gmt":"2018-07-02T06:09:29","slug":"hinweise-des-tages-3151","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44728","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44728#h01\">USA pr&uuml;fen laut &ldquo;Washington Post&rdquo; Truppenabzug aus Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44728#h02\">Es l&auml;uft mal wieder f&uuml;r Merkel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44728#h03\">EU-Gipfel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44728#h04\">Die blinden Flecken im linken Migrationsdiskurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44728#h05\">Deutschland schwimmt im Geld &ndash; und verschl&auml;ft seine Zukunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44728#h06\">Spahn will Pflegekr&auml;fte aus Albanien und dem Kosovo anwerben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44728#h07\">Sozialverb&auml;nde &uuml;ber &Auml;nderungen am Gute-Kita-Gesetz ver&auml;rgert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44728#h08\">IG Metall setzt ihre Rentenkampagne fort &ndash; Gutes Beispiel in Emden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44728#h09\">Schafft die Pflegeversicherung ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44728#h10\">Rostock nimmt Wasserversorgung in eigene Hand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44728#h11\">Rainer Br&uuml;derle will Tarifl&ouml;hne in der Altenpflege verhindern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44728#h12\">AfD: Deutscher F&uuml;hrungsanspruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44728#h13\">GIDS: Denkfabrik der Bundeswehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44728#h14\">Ex-Innenminister bezeichnet Anti-AfD-Demonstranten als &bdquo;Linksfaschisten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44728#h15\">Hackerbeh&ouml;rde ZITiS: Wichtige Leitungspositionen besetzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44728#h16\">Edward Snowden: &ldquo;Merkels Haltung ist eine Entt&auml;uschung&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44728#h17\">AfD-Chef Meuthen will gesetzliche Rente abschaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44728#h18\">Auf die DSGVO folgt die EPVO<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>USA pr&uuml;fen laut &ldquo;Washington Post&rdquo; Truppenabzug aus Deutschland<\/strong><br>\nDas US-Verteidigungsministerium pr&uuml;ft einem Bericht der Washington Post zufolge einen Abzug der in Deutschland stationierten US-Soldaten. Zu den erwogenen Optionen geh&ouml;re die R&uuml;ckkehr eines Gro&szlig;teils der etwa 35 000 in Deutschland stationierten Soldaten in die USA oder die Verlegung des gesamten oder eines Teils des Kontingents nach Polen, meldet die Zeitung.<br>\nDem Bericht zufolge hatte US-Pr&auml;sident Donald Trump die Idee eines Truppenabzugs zuvor bei einem Treffen mit Milit&auml;rberatern und Vertretern des Wei&szlig;en Hauses aufgebracht. Trump sei &ldquo;best&uuml;rzt&rdquo; dar&uuml;ber gewesen, wie gro&szlig; die Pr&auml;senz des US-Milit&auml;rs in Deutschland sei und habe dar&uuml;ber geklagt, dass Berlin zu wenig zur eigenen Sicherheitslage beitrage.<br>\nDie europ&auml;ischen Nato-Mitglieder seien beunruhigt &uuml;ber den Vorgang und versuchten zu kl&auml;ren, ob Trump es ernst meine oder die Drohung mit einer Truppen-Neustrukturierung eine Verhandlungstaktik vor dem anstehenden Nato-Gipfel am 11. und 12. Juli sei. Das Verh&auml;ltnis Trumps zu Bundeskanzlerin Angela Merkel ist angespannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/streitkraefte-usa-pruefen-laut-washington-post-truppenabzug-aus-deutschland-1.4035379\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Eine solche vern&uuml;nftige Idee h&auml;tte ich von Pr&auml;sident Trump nicht erwartet.<\/em><\/p>\n<p><em>Hoffentlich beinhaltet die Abzugsidee auch die Drohnensteuerung, die US-Spionageaktivit&auml;ten &uuml;ber ihre St&uuml;tzpunkte und der Lagerung der Atomsprengk&ouml;pfe in Deutschland.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Pardoxerweise wird diese &ndash; nicht sehr wahrscheinliche &ndash; Meldung nicht als Gl&uuml;cksfall, sondern als Drohung vermarktet. Geradeso als st&uuml;nde eine russische Invasion bevor, wenn die USA ihre Truppen abziehen w&uuml;rden. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Welche Bedeutung US-Truppen in Deutschland haben<\/strong><br>\nDer Washington Post zufolge pr&uuml;ft das Pentagon intern den Abzug eines Gro&szlig;teils der insgesamt 35 000 in Deutschland stationierten US-Soldaten. Auch wenn die Spitze des Ministeriums nicht damit befasst sei, werde &uuml;ber mehrere Optionen nachgedacht: Die Streitkr&auml;fte k&ouml;nnten komplett in die USA zur&uuml;ck kehren oder nach Polen verlegt werden. (&hellip;)<br>\nTrotzdem ist Deutschland bisher ein strategisch wichtiger Ort zur Stationierung von US-Soldaten, besonders um gegen&uuml;ber Russland St&auml;rke zu zeigen und B&uuml;ndnispartnern wie Polen Sicherheit zu geben. Im Krieg gegen Irak und Afghanistan dienten die St&uuml;tzpunkte vor allem f&uuml;r den Transport von Soldaten und Kriegsger&auml;t. (&hellip;)<br>\nDie Milit&auml;rbasen in Deutschland &uuml;bernehmen aus US-Sicht strategisch wichtige Aufgaben. In Landstuhl bei Ramstein steht das gr&ouml;&szlig;te US-Lazarett au&szlig;erhalb Amerikas. Hier werden im Auslandseinsatz verwundete Soldaten von den besten &Auml;rzten versorgt (Eine Reportage zum Thema finden sie hier). In Stuttgart befindet sich wiederum das Hauptquartier von Africom, das auf Krisenbew&auml;ltigung in den L&auml;ndern Afrikas spezialisiert ist.<br>\n&Uuml;ber die konkrete Arbeit auf den St&uuml;tzpunkten dringt nur wenig nach au&szlig;en. Die besondere Rolle Ramsteins im Drohnenkrieg der US-Regierung ist erst seit wenigen Jahren bekannt: Von der Basis aus wurden in der Vergangenheit Eins&auml;tze in Afrika, Jemen und Pakistan gesteuert. V&ouml;lkerrechtlich sind diese Angriffe umstritten, weil mutma&szlig;liche Terroristen nach unklaren Kriterien get&ouml;tet werden. Bei den Angriffen sterben auch immer wieder Zivilisten.<br>\nRamstein diente in der Vergangenheit auch als Umschlagplatz f&uuml;r Waffen, die an syrische Rebellen geliefert wurden. Daf&uuml;r h&auml;tte die USA eine Genehmigung aus Berlin gebraucht. Doch die Bundesregierung wusste angeblich von nichts. Die amerikanische Regierung bestreitet wiederum die Lieferung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/amerikanische-streitkraefte-welche-bedeutung-us-truppen-in-deutschland-haben-1.4035390%20\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Was will uns dieser &bdquo;SZ&ldquo;-Beitrag eigentlich genau sagen? Er zeigt &ouml;konomische Vorteile in Regionen hierzulande mit US-Truppen-Pr&auml;senz auf, die volkswirtschaftlich durchaus hinterfragt werden sollten. Zugleich wird der US-Pr&auml;sident quasi als Dummkopf dargestellt, der nicht gewu&szlig;t habe, wieviele seiner Soldaten in Deutschland &bdquo;dienen&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>Sollte Deutschland bei Herrn Trump nicht Interesse bekunden, Bundeswehr-Soldaten in den USA zu stationieren. Damit d&uuml;rfte a) seinem Prinzip &bdquo;america first&ldquo; entsprochen werden und b) die US-Wirtschaft vor Ort &ndash; analog den &bdquo;SZ&ldquo;-Angaben &ndash; ebenso profitieren, oder nicht?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Es l&auml;uft mal wieder f&uuml;r Merkel<\/strong><br>\nSeit einigen Stunden warten Journalisten nun darauf, dass Horst Seehofer in M&uuml;nchen seinen R&uuml;cktritt erkl&auml;rt. Vielleicht tut er es, vielleicht auch nicht. Das spielt nur keine Rolle.<br>\nNoch immer merken die naiven Medien nicht, welches Schauspiel an diesem Sonntag schon wieder aufgef&uuml;hrt wird. Sie rennen wie die Bl&ouml;den los, weil einer der Schauspieler eine pers&ouml;nliche Erkl&auml;rung ank&uuml;ndigt. Dabei gen&uuml;gt es, Heiner Bremer auf n-tv zuzuh&ouml;ren. Der angebliche Politikexperte ist emp&ouml;rt &uuml;ber Seehofer, weil der offenbar ignoriere, was Angela Merkel in Br&uuml;ssel Tolles erreicht habe. Nicht weniger als eine maximale Bewegung, so Bremer fast schon huldigend. [&hellip;]<br>\nDer angebliche Showdown ist nat&uuml;rlich inszeniert, um die Medien mit ihrer Berichterstattung in eine bestimmte Richtung zu lotsen. So quatscht Frau Schausten in 20 Minuten mit der Kanzlerin wie auf Bestellung nur &uuml;ber Fl&uuml;chtlinge und den Asylstreit innerhalb der Union. Zu wichtigeren Themen wie Pflege, Rente, Armut, Mieten oder Bildung h&ouml;rt man nichts, stattdessen gef&auml;llt sich Schausten in ihren Monologen, die ebenfalls viel Lob f&uuml;r die Kanzlerin bereithalten (&ldquo;Sie haben ein Jahrzehnt das Europa mitgepr&auml;gt.&rdquo;)<br>\nJe l&auml;nger dieser angebliche Asylstreit zwischen CDU und CSU andauert, desto besser steht die Kanzlerin mal wieder da und desto mehr blamieren sich die Medien, die vom Endspiel zwischen Berlin und M&uuml;nchen phantasieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/180701es-laeuft-mal-wieder-fuer-merkel\">Taublog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>EU-Gipfel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>In deutsch: Beschl&uuml;sse der EU-Staatsschefs zur Asylpolitik<\/strong><br>\nInsgesamt 25 Punkte umfasst das Dokument mit den Beschl&uuml;ssen aus der gestrigen Sitzung des Rats der Staatsschefs der EU-Mitgliedsstaaten [1]. Davon entfallen 12 Punkte bzw. dreieinhalb Seiten auf das Thema Migration, zweieinhalb weitere Seiten sind der &sbquo;Sicherheit und Verteidigung gewidmet. Eineinhalb Seiten dem Thema &sbquo;Besch&auml;ftigung, Wachstum und Wettbewerbsf&auml;higkeit, sowie je knapp eine weitere Seite den Schwerpunkten &sbquo;Innovation und Digitales&lsquo;, sowie &sbquo;andere Themen&lsquo;.<br>\nEs lohnt sich, die Beschl&uuml;sse zur Migration in ihrer G&auml;nze selbst zu lesen, anstatt sich auf Ausz&uuml;ge in der aktuellen medialen Berichterstattung zu verlassen. Wir haben sie daher nach bestem Wissen und Gewissen hier f&uuml;r Sie &uuml;bersetzt: (&hellip;)<br>\n3.Im Hinblick auf die Zentrale Mittelmeerroute sollten die Anstrengungen weitere intensiviert werden, um Schleuser, die von Libyen oder von anderen Regionen aus operieren, zum Stillstand zu bringen. Die EU wird diesbez&uuml;glich Italien und andere Mitgliedsstaaten an der Au&szlig;engrenze weiterhin unterst&uuml;tzen. Sie wird ihre Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die (L&auml;nder der) Sahel-Zone erh&ouml;hen, f&uuml;r die libysche K&uuml;stenwache, f&uuml;r K&uuml;stengemeinden im S&uuml;den, f&uuml;r humane Empfangsbedingungen, f&uuml;r die freiwillige humanit&auml;re R&uuml;ckkehr, f&uuml;r die Zusammenarbeit mit anderen Ursprungs- und Durchgangsl&auml;ndern und f&uuml;r freiwillige Um- oder Neuansiedelungen. Alle Schiffe, die im Mittelmeer operieren, sind an die geltenden Gesetze gebunden und d&uuml;rfen die Operationen der libyschen K&uuml;stenwache nicht behindern. (&hellip;)<br>\n5.Um das Gesch&auml;ftsmodell der Schleuser endg&uuml;ltig zu unterbinden und damit den tragischen Verlust von Leben zu vermeiden, ist es n&ouml;tig, den Anreiz zunichte zu machen, sich auf eine h&ouml;chst gef&auml;hrliche Reise zu begeben (w&ouml;rtlich: einzuschiffen). Dies erfordert eine neue Herangehensweise, gest&uuml;tzt auf gemeinsame bzw. abgestimmte Aktivit&auml;ten zwischen den Mitgliedsstaaten, um diejenigen anzulanden (w&ouml;rtlich: auszuschiffen), die im Rahmen von Seenotrettungsoperationen gerettet wurden. In diesem Zusammenhang ruft der Europ&auml;ische Rat, den Rat und die Kommission dazu auf, z&uuml;gig ein Konzept f&uuml;r regionale Anlandungs-Plattformen (disembarkation platforms) zu sondieren und zwar in enger Zusammenarbeit mit relevanten Drittstaaten, wie auch mit UNHCR und IOM. In\/auf solchen Plattformen sollte die charakteristische, individuelle Situation in voller &Uuml;bereinstimmung mit internationalem Recht beurteilt werden ohne dass dadurch ein Anreiz (Pull Factor) geschaffen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/cives.de\/in-deutsch-beschluesse-der-eu-staatsschefs-zur-asylpolitik-7879%20\">Cives<\/a><\/li>\n<li><strong>Tschechien dementiert Zusage f&uuml;r R&uuml;ckf&uuml;hrungsabkommen<\/strong><br>\nNach Ungarn hat auch Polen bestritten, ein Abkommen mit Deutschland zur beschleunigten R&uuml;ckf&uuml;hrung von Fl&uuml;chtlingen geschlossen zu haben. &bdquo;Es gibt keine neuen Vereinbarungen, die Aufnahme von Asylsuchenden von EU-L&auml;ndern betreffend&ldquo;, sagte der Sprecher des polnischen Au&szlig;enministeriums, Artur Lompart, am Samstag. Zuvor hatte bereits der ungarische Regierungssprecher Zoltan Kovacs gesagt: &bdquo;So eine Vereinbarung ist nicht erreicht worden.&ldquo;<br>\nDie tschechische Regierung hat ebenfalls die Aussage zur&uuml;ckgewiesen, sie habe Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine beschleunigte R&uuml;ckf&uuml;hrung von Migranten zugesagt. &bdquo;Diese alarmierende Nachricht ist v&ouml;lliger Unsinn&ldquo;, sagte Ministerpr&auml;sident Andrej Babis am Rande eines Frankreichbesuchs am Samstag. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Deutschland ist nicht an uns herangetreten, und in diesem Augenblick w&uuml;rde ich ein solches Abkommen auch nicht unterzeichnen&ldquo;, sagte der Gr&uuml;nder der populistischen Partei ANO laut einer Mitteilung der tschechischen Regierung. &bdquo;Wir planen keine Verhandlungen. Es gibt keinen Grund zu verhandeln. Wir lehnen dies entschieden ab.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/tschechien-dementiert-zusage-fuer-rueckfuehrungsabkommen-15667695.html%20\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Die 14 L&auml;nder, die angeblich ein &bdquo;R&uuml;ckf&uuml;hrungsabkommen&ldquo; zugesagt haben, sind &ouml;ffentlich unbekannt &ndash; wie Seehofers geheimer &bdquo;Masterplan&ldquo; mit seinen 63 Punkten. Es ist einfach, diese Zusage zu machen, wenn fast nie Migranten einen Antrag auf Bleibe in diesen L&auml;ndern stellen (k&ouml;nnen) und dann nach Deutschland weiterreisen. Realistisch betroffen von den Asylantragstellern sind nur die Mittelmeerstaaten, die Nahe genug an der afrikanischen K&uuml;ste oder der T&uuml;rkei liegen &ndash; also sechs (max. acht) Staaten. Alle anderen EU-Staaten sind Durchgangsstaaten.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die blinden Flecken im linken Migrationsdiskurs<\/strong><br>\nDer unionsinterne Streit k&ouml;nnte sich versachlichen. &ldquo;Merkel bleibt Kanzlerin&rdquo;, hie&szlig; es schon in einem Deutschlandfunk-Kommentar. Gestritten wird zwischen den Unionsparteien jetzt vor allem &uuml;ber die Integration des EU-Gipfels zur Migrationsabwehr. (&hellip;)<br>\nBesonders auff&auml;llig ist die Leerstelle &ldquo;Arbeitsmigration&rdquo; in dem Aufruf &ldquo;Solidarit&auml;t statt Heimat&rdquo;. Dabei handelt es sich in der &uuml;berwiegenden Mehrheit der Migrationsf&auml;lle aus Afrika und Asien um Arbeitsmigration, wie es sie seit Jahrtausenden gibt. Auch aus Deutschland sind noch bis vor 100 Jahren Tausende Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben migriert, wie es der Filmemacher Edgar Reitz in Die andere Heimat am Beispiel des Hunsr&uuml;cks dokumentierte.<br>\nDass so wenig &uuml;ber den Aspekt der Arbeitsmigration geredet wird, liegt nat&uuml;rlich an den gesetzlichen Rahmen. Alle Migranten fallen unter das Asylrecht und nur dann haben sie &uuml;berhaupt Chancen angeh&ouml;rt zu werden. Doch damit wird sofort das Adjektiv hilflose und schutzlose Menschen verbunden.<br>\nDoch tats&auml;chlich ist auch die aktuelle Arbeitsmigration aus Afrika und Asien eine Folge sehr rationaler Entscheidungen der Migranten und ihrer Verwandten. Sie machen sich bewusst auf den oft gefahrvollen Weg und kennen meistens die Risiken. In dem Film &ldquo;Als Paul &uuml;ber das Meer kam&rdquo; wird diese rationale Risikoabw&auml;gung nicht nur bei dem Protagonisten, sondern auch anderen Migranten sehr deutlich.<br>\nEs ist also &uuml;berwiegend falsch, diese Menschen als hilfsbed&uuml;rftige Menschen, denen keine Wahl geblieben ist, zu infantilisieren. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r eine Linke hie&szlig;e das, das Thema Arbeitsmigration und gewerkschaftliche Solidarit&auml;t in den Mittelpunkt zu stellen. Zudem muss die Frage erlaubt sein, ob es denjenigen, die mit so gro&szlig;er Verve allein die Frage der Migration so sehr fokussieren, wirklich immer der betroffenen Menschen geht. Dann m&uuml;sste mindestens gleichberechtigt das Recht f&uuml;r ein w&uuml;rdiges Leben in ihren Herkunftsl&auml;ndern auf der Agenda stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-blinden-Flecken-im-linken-Migrationsdiskurs-4095335.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Deutschland schwimmt im Geld &ndash; und verschl&auml;ft seine Zukunft<\/strong><br>\nDer Bund feiert sich f&uuml;r eine schwarze Null. L&auml;nder und Gemeinden zahlen im gro&szlig;en Stil Schulden zur&uuml;ck. Dar&uuml;ber kommen wichtige Zukunftsinvestitionen zu kurz. Was Digitalisierung und E-Mobilit&auml;t angeht, ist die Entwicklung wom&ouml;glich fatal.<br>\nDeutschland scheint ein Land zu sein, das im Geld schwimmt. Zumindest lassen das die neuesten Zahlen zu den &ouml;ffentlichen Schulden vermuten. Demnach konnten nicht nur der Bund, sondern fast alle L&auml;nder und die Mehrzahl der Kommunen ihre Verbindlichkeiten deutlich zur&uuml;ckf&uuml;hren. Nachdem der Staat in den vergangenen Jahrzehnten teilweise tief in den Miesen war, herrscht inzwischen allerorten das Bem&uuml;hen, mit weniger Kredit auszukommen.<br>\nDen gr&ouml;&szlig;ten Beitrag zur Schuldenreduzierung haben in den zur&uuml;ckliegenden zw&ouml;lf Monaten die Bundesl&auml;nder geleistet. Im ersten Quartal 2018 standen die L&auml;nder noch mit 578 Milliarden Euro in der Kreide, vor einem Jahr waren es 603 Milliarden.<br>\nDas entsprach einer Verbesserung von 24 Milliarden Euro oder vier Prozent. Verglichen damit nimmt sich die &bdquo;schwarze Null&ldquo; des Bundes als Akt der Konsolidierung bescheiden aus. Unter dem Strich hat der Zentralstaat nur rund ein Prozent seiner Verbindlichkeiten zur&uuml;ckgef&uuml;hrt. Zuletzt nutzte der Bund noch 1232 Milliarden Euro Fremdkapital.<br>\nDer Abbau der Schulden korrespondiert mit den Rekordsteuereinnahmen in Deutschland. Allein f&uuml;r das Jahr 2018 sagen die Experten des Arbeitskreises Steuersch&auml;tzung jetzt Einnahmen von 772 Milliarden voraus, davon entfallen allein 421 Milliarden auf L&auml;nder und Gemeinden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article178271800\/Schulden-Warum-Deutschland-seine-Zukunft-verschlaeft.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wenn die konservativ-neoliberale WELT und ein radikal neoliberaler Staatsver&auml;chter wie <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karl-Heinz_Paqu%C3%A9#Weitere_Funktionen\">Karl-Heinz Paqu&eacute;<\/a> vor zu wenig Daseinsvorsorge und der Verlotterung der Infrastruktur warnen, sp&auml;testens dann m&uuml;ssen doch alle Warnlampen angehen. Stattdessen erkl&auml;ren auch die SPD mit ihrem Finanzminister Olaf Scholz die Schwarze Null zur Herzensangelegenheit &ndash; Wahnsinn. Die WELT mu&szlig; derweil noch erkl&auml;ren warum z. B. die 14.000 Euro Schulden, die das Saarland pro Bewohner ausweist und f&uuml;r die aktuell vielleicht pro Person 10 Euro im Monat Zinsen gezahlt werden m&uuml;ssen, &ldquo;erdr&uuml;ckend&rdquo; sein soll, und wie die Kommunen gleichzeitig in Rekord&uuml;bersch&uuml;ssen schwimmen und &ldquo;aus Geldmangel&rdquo; Freib&auml;der schlie&szlig;en.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Spahn will Pflegekr&auml;fte aus Albanien und dem Kosovo anwerben<\/strong><br>\nBundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will im Kampf gegen die Personalnot in der Pflege gezielt Fachkr&auml;fte in S&uuml;dosteuropa anwerben. Besonders im Kosovo und in Albanien gebe es ein hohes Potenzial an jungen Fachkr&auml;ften, sagte er der &bdquo;Bild am Sonntag&ldquo;. &bdquo;Dort ist die Pflegeausbildung h&auml;ufig besser, als wir denken.&ldquo;<br>\nEs gebe aber erhebliche Probleme bei der Visavergabe: &bdquo;Was mich verzweifeln l&auml;sst: Diese ausgebildeten Fachkr&auml;fte m&uuml;ssen oft zehn Monate auf ein Visum f&uuml;r Deutschland warten. Diese Abl&auml;ufe m&uuml;ssen wir beschleunigen.&ldquo; Auch die Anerkennung ausl&auml;ndischer Berufsabschl&uuml;sse dauere zu lange.<br>\nSpahn wies darauf hin, dass bis zu 50.000 zus&auml;tzliche Pflegekr&auml;fte ben&ouml;tigt w&uuml;rden. &bdquo;Da werden wir auch im Ausland suchen m&uuml;ssen.&ldquo; Es sei kaum mehr m&ouml;glich, in Deutschland ein Krankenhaus oder eine Pflegeeinrichtung ohne ausl&auml;ndische Pflegekr&auml;fte zu betreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article178539612\/Gesundheitsminister-Spahn-will-Pflegekraefte-aus-Albanien-und-dem-Kosovo-anwerben.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.B.:<\/strong> Gut das es Kriegs und Krisengebiete gibt. Wie in der guten alten Zeit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sozialverb&auml;nde &uuml;ber &Auml;nderungen am Gute-Kita-Gesetz ver&auml;rgert<\/strong><br>\nSozialverb&auml;nde sind ver&auml;rgert &uuml;ber &Auml;nderungen am sogenannten Gute-Kita-Gesetz von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD). Der Bund will bis 2022 insgesamt fast 5,5 Milliarden Euro f&uuml;r die Verbesserung der Kita-Qualit&auml;t an die L&auml;nder &uuml;berweisen, berichtet der &bdquo;Spiegel&ldquo; unter Berufung auf einen neuen Referentenentwurf von Mitte Juni. Urspr&uuml;nglich waren nur 3,5 Milliarden Euro bis 2021 geplant. (&hellip;)<br>\nUrspr&uuml;nglich war au&szlig;erdem angedacht, die Mittel f&uuml;r die L&auml;nder &uuml;ber ein beim Familienministerium angesiedeltes Sonderverm&ouml;gen zu verwalten. Nun sollen die Zusch&uuml;sse &uuml;ber eine Umverteilung der Mehrwertsteuereinnahmen an die Bundesl&auml;nder gehen. &bdquo;Wir sehen die gro&szlig;e Gefahr, dass die L&auml;nder die Gelder zur Haushaltssanierung missbrauchen&ldquo;, so Schneider. Das Bundesfamilienministerium teilt diese Bef&uuml;rchtung nicht. &bdquo;Das Geld des Bundes ist f&uuml;r zus&auml;tzliche Ma&szlig;nahmen zur Verbesserung der Qualit&auml;t in den Kindertageseinrichtungen. Dazu wird der Bund mit den L&auml;ndern Vertr&auml;ge &uuml;ber die Verwendung der Gelder abschlie&szlig;en&ldquo;, sagte ein Sprecher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/wirtschaft.com\/sozialverbaende-ueber-aenderungen-am-gute-kita-gesetz-veraergert\/%20\">Wirtschaft.com<\/a>\n<p><strong>Dazu: Der Parit&auml;tische zum Gute-Kita-Gesetz<\/strong><br>\nNach erster Ressortabstimmung wurde der Gesetzesentwurf f&uuml;r ein #Gute-Kita-Gesetz geh&ouml;rig gestutzt. In der aktuellen Version ist keine dauerhafte Unterst&uuml;tzung mehr vorgesehen und keine Zweckbindung der Mittel. Das Gesetz droht so zu einem L&auml;nder-Haushalts-Entlasungsgesetz zu werden. &bdquo;Wir sind entt&auml;uscht von diesem j&uuml;ngsten Entwurf. Wenn der Bund die L&auml;nder nicht dauerhaft finanziell unterst&uuml;tzt, bringt das Gesetz nichts&ldquo;, so Ulrich Schneider gegen&uuml;ber DER SPIEGEL. &bdquo;Au&szlig;erdem sieht der neue Entwurf keine Zweckbindung mehr f&uuml;r die Mittel vor. Wir sehen die gro&szlig;e Gefahr, dass die L&auml;nder die Gelder zur Haushaltssanierung missbrauchen und das Gesetz so verpufft.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/paritaet\/posts\/2185250438156744\">Der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband &ndash; Gesamtverband via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>IG Metall setzt ihre Rentenkampagne fort &ndash; Gutes Beispiel in Emden<\/strong><br>\nDer IG Metall Vorstand hat Anfang Juni beschlossen, die 2016 begonnene Rentenkampagne fortzusetzen. Basis daf&uuml;r ist der Kampagnenbeschluss vom Juli 2016. Der Fortsetzungsbeschluss ist sehr wichtig, weil die rentenpolitischen Pl&auml;ne der neuen Bundesregeierung eine Fortsetzung der Rentensenkungen bringen werden. Der Auftrag und die Zusammensetzung der neu berufenen Rentenkommission wird f&uuml;r eine weitere Schw&auml;chung der umlagefinanzierten, solidarischen Rente sorgen. H&ouml;chste Zeit zur Gegenwehr und mit klaren Forderungen und Konzepten eine Umkehr zu bewirken.<br>\nRede auf der IG Metall-Delegiertenversammlung in Emden, Juni 2018<br>\nMoin Kolleginnen und Kollegen,<br>\nmein Name ist Friedrich-Bernd Albers, Delegierter von Volkswagen, aus dem Bereich Rohbau. Ich bin ebenfalls Mitglied des Arbeitskreises &sbquo;Gut in Rente&lsquo; der Gesch&auml;ftsstelle Emden.<br>\nKolleginnen und Kollegen, &uuml;ber das Thema Rente soll es auch in meinem kleinen Vortrag gehen. (&hellip;)<br>\nPunkt 2: Einf&uuml;hrung der Grundrente<br>\n(Im letzten Koalitionsvertrag hie&szlig; dieses noch solidarische Lebensleistungsrente, die eine Aufwertung der erworbenen Entgeltpunkte in der gesetzlichen Rentenversicherung beinhaltete.)  Die Grundrente kann man in Anspruch nehmen, wenn man in der Grundsicherung landet und 35 Jahre an Beitragszeiten nachweisen kann.<br>\nDas ist schon eine recht hohe H&uuml;rde, so dass viele Menschen es nicht in Anspruch nehmen k&ouml;nnen.<br>\nDie Grundrente soll 10% &uuml;ber der regionalen Grundsicherung liegen, also bei ca. 880,00 Euro.<br>\nDie Aufstockung auf diese Summe ist aber bed&uuml;rftigkeitsabh&auml;ngig, soll hei&szlig;en, die betroffenen Personen werden wie im Hartz System eine Bed&uuml;rftigkeitspr&uuml;fung durchlaufen m&uuml;ssen.<br>\nDie Menschen m&uuml;ssen zuerst Ihre Verm&ouml;gensverh&auml;ltnisse offenbaren, und bis auf das Schonverm&ouml;gen von 5000 Euro Ihre Ersparnisse aufbrauchen.<br>\nKolleginnen und Kollegen, hier werden zwei Systeme vermischt, welche &uuml;berhaupt nichts miteinander zu tun haben, die Bed&uuml;rftigkeitspr&uuml;fung hat in der gesetzlichen Rente nichts zu suchen.<br>\nDiese geplante Grundrente &auml;hnelt eher einer Sozialhilfeleistung als einer Rente. Im Kern ist die Grundrente damit also nur eine etwas aufgebesserte Grundsicherungsleistung. (&hellip;)<br>\nKolleginnen und Kollegen, zum Abschluss meines Vortrages m&ouml;chte ich ein Zitat anbringen, welches es genau auf den Punkt bringt und sich ein Jeder in diesem Land verinnerlichen sollte. Es stammt von dem ehemaligen SPD Bundestagsabgeordneten Rudolf Dre&szlig;ler. Rudolf Dre&szlig;ler ist heute unter anderem in der &sbquo;Allianz gegen Altersarmut&lsquo; aktiv. Auf einer dieser Veranstaltungen hat er treffend und richtig gesagt:<br>\n&bdquo;Der Sozialstaat ist eine Errungenschaft, der Sozialstaat ist keine Last&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.seniorenaufstand.de\/ig-metall-setzt-ihre-rentenkampagne-fort-gutes-beispiel-in-emden\/\">Seniorenaufstand<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Schafft die Pflegeversicherung ab<\/strong><br>\nDie Pflegeversicherung ist f&uuml;r viele Probleme in Deutschlands Altenhilfe verantwortlich. Investoren sichern sich damit traumhafte Renditen.<br>\nNachmittags in einem Altenheim n&ouml;rdlich der schwedischen Gro&szlig;stadt G&ouml;teborg: Wie jeden Dienstag steht heute Musik auf dem Programm. Bewohner, die noch auf den Beinen sind, wiegen sich behutsam zu einem alten Volkslied, Rollstuhlfahrer tanzen gemeinsam mit Pflegerinnen, ein Mann spielt Gitarre. Die Stimmung ist entspannt, niemand sieht auf die Uhr, die Musik spielt so lange, wie die Beteiligten Spa&szlig; daran haben.<br>\nDie Schweden haben &ndash; anders als die Deutschen &ndash; Zeit f&uuml;r ihre alten Menschen, weil es in ihrem Land keine Pflegeversicherung gibt. Pflegekr&auml;fte sind dort Angestellte der Kommune, bezahlt aus Steuergeldern. In Deutschland sind die Verh&auml;ltnisse andere. Wobei es an dieser Stelle nicht nottut, zum x-ten Mal detailliert die menschenunw&uuml;rdigen Zust&auml;nde in Deutschlands Altenpflege zu beschreiben. Wir alle lesen st&auml;ndig dar&uuml;ber, und fast keine Woche vergeht, in der das Thema nicht in irgendeinem Polittalk diskutiert wird.<br>\nStattdessen geht es in diesem Text um die Ursache des ganzen Elends, die Pflegeversicherung. Nur wenn wir sie abschaffen, lassen sich die vielerorts menschenunw&uuml;rdigen Verh&auml;ltnisse beenden, nur dann werden Pflegekr&auml;fte auch bei uns Zeit haben f&uuml;r eine liebevolle, zugewandte Betreuung. Denn die Pflegeversicherung ist mit ihrem planwirtschaftlichen System fehlgeleiteter Zuteilung f&uuml;r fast alle Probleme in Deutschlands Altenhilfe verantwortlich. [&hellip;]<br>\nEs stellt sich die Frage, ob es Zweck einer Sozialversicherung ist, internationalen Investoren und privaten Geldanlegern traumhafte Renditen fast ohne Risiko zu bescheren, w&auml;hrend jene, zu deren Wohl die Versicherung einst erfunden wurde &ndash; die Heimbewohner &ndash; manchmal mit Einweg&shy;feuchtt&uuml;chern &shy;gewaschen und mit Kissenbez&uuml;gen abgetrocknet werden m&uuml;ssen, weil das Geld f&uuml;r Waschlappen und Handt&uuml;cher fehlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5514147\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Bei der taz scheint wirklich gro&szlig;e Verwirrung zum Thema zu herrschen. Ich finde das Argument plausibel, Kranken- und Pflegeversicherung zusammenzuschlie&szlig;en, damit kein Verschiebebahnhof entsteht und die Krankenkassen finanzielle Anreize f&uuml;r bessere Versorgung haben. Aber wieso eine aus Steuern bezahlte kommunale Leistung weniger zum Mi&szlig;brauch und zum Renditedruck durch private Heime einladen soll, ist f&uuml;r mich nicht nachvollziehbar. Hinzu kommt, da&szlig; viele Kommunen finanziell auf dem letzten Loch pfeifen, also alle &ldquo;freiwilligen&rdquo; Leistungen eher einschr&auml;nken als ausweiten w&uuml;rden, und da&szlig; die hier geforderten Steuererh&ouml;hungen zu 80% von den Arbeitnehmern und Konsumenten gezahlt werden, die Pflegeversicherung aber nur zu 50% (die anderen 50% von der Arbeitgeberseite). Ein solches Durcheinander und eine solche Unkenntnis der Zahlungsfl&uuml;sse statt der einfachen und logischen Forderung, private Pflegeheime zu verbieten und nur noch staatliche oder kommunale Heime zu erlauben, sind peinlich. Aber wahrscheinlich w&auml;re der taz das Verbot von privaten Pflegeheimen zu &ldquo;planwirtschaftlich&rdquo; und &ldquo;zu viel Zwang&rdquo; &ndash; man ist schlie&szlig;lich bei den Gr&uuml;nen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rostock nimmt Wasserversorgung in eigene Hand<\/strong><br>\nIn Rostock und den 28 Umlandgemeinden verantwortet seit heute das kommunale Unternehmen Nordwasser die Wasserversorgung. Damit nehmen die Kommunen die Wasserversorgung nach 25 Jahren wieder in die eigene Hand. Bislang waren daf&uuml;r private Konzerne zust&auml;ndig &ndash; zuletzt der weltweit t&auml;tige Remondis-Konzern &uuml;ber seine Firma Eurawasser.<br>\nAlte Mitarbeiter werden &uuml;bernommen (&hellip;)<br>\nIn den kommenden Tagen werden die Mitarbeiter geschult, weil neue Technik und Computerprogramme zum Einsatz kommen. F&uuml;r die fast 260.000 Verbraucher in der Region sinkt der Wasserpreis. Trinkwasser kostet fast ein Viertel weniger als bisher &ndash; 44 Cent pro Kubikmeter. Auch Schmutzwasser wird billiger. Allerdings lagen die Preise bislang auch deutlich &uuml;ber denen vergleichbarer anderer St&auml;dte. Rostock und die Umlandgemeinden versprechen sich von der Rekommunalisierung der Wasserversorgung au&szlig;erdem Einnahmen von etwa neun Millionen Euro pro Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/mecklenburg-vorpommern\/Rostock-nimmt-Wasserversorgung-in-eigene-Hand,wasserversorgung140.html\">NDR.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann: Also:<\/strong> Es geht doch! Auch auf anderen Gebieten sollte so gedacht werden. Beispielsweise die britische Labour-Party ist da schon weiter. Weshalb sollten z.B. Wohnungen, Bahn und Post nicht ebenfalls in &ouml;ffentliche Hand r&uuml;ckgef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen? Wann kommt die Bundes-SPD-Spitze ebenfalls zu diesen Erkenntnissen und m&ouml;chte das &ndash; ggf. mit Gr&uuml;nen und Linken &ndash; realisieren?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Rainer Br&uuml;derle will Tarifl&ouml;hne in der Altenpflege verhindern<\/strong><br>\nDie Regierung dr&auml;ngt Arbeitgeber und Gewerkschaften zu fl&auml;chendeckenden Vertr&auml;gen in der Altenpflege. Doch nach SPIEGEL-Informationen macht ein bekannter Lobbyist dagegen Stimmung: Ex-Wirtschaftsminister Rainer Br&uuml;derle.<br>\nMit luftigen Versprechen wollen die privaten Arbeitgeber die fl&auml;chendeckende Einf&uuml;hrung von Tarifl&ouml;hnen in der Altenpflegebranche verhindern. In einem Brief an Politiker der Gro&szlig;en Koalition, der dem SPIEGEL vorliegt, wirbt der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) f&uuml;r ein unverbindliches Alternativmodell. (&hellip;)<br>\nDer Verband empfehle seinen Mitgliedern, in ihren Betrieben sogenannte Arbeitsvertragsrichtlinien anzuwenden, schreibt bpa-Arbeitgeberverbands-Pr&auml;sident Rainer Br&uuml;derle. Diese Mindestbedingungen, die die Arbeitgeber selbst festgelegt haben, sehen bei einer F&uuml;nf-Tage-Woche neben dem gesetzlichen Mindest-Urlaubsanspruch von 20 Tagen noch acht zus&auml;tzliche Urlaubstage vor. Von einem Recht auf Weihnachts- oder Urlaubsgeld ist darin nicht die Rede. (&hellip;)<br>\nDer Brief des bpa ist brisant, weil die Bundesregierung in der n&auml;chsten Woche offiziell die sogenannte Konzertierte Aktion Pflege starten will. Dort will sie mit Arbeitgebern und Besch&auml;ftigten nach L&ouml;sungen suchen, um den Pflegeberuf attraktiver zu machen &ndash; auch durch h&ouml;here L&ouml;hne. Den Gewerkschaften spricht bpa-Pr&auml;sident Br&uuml;derle jedoch die Legitimation ab, Tarifl&ouml;hne aushandeln zu k&ouml;nnen. &ldquo;Unsere Mitarbeiter entscheiden sich aus freien St&uuml;cken in erdr&uuml;ckender Mehrheit gegen Mitgliedschaften in Gewerkschaften. Somit fallen diese als Tarifpartner aus&rdquo;, schreibt der ehemalige FDP-Wirtschaftsminister.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/rainer-bruederle-will-tarifloehne-in-der-altenpflege-verhindern-a-1215724.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Diese Meldung gew&auml;hrt wieder Einblicke in die zutiefst asoziale Gesinnung der Neoliberalen und zeigt, dass soziale Dienstleistungen und private Profitmaximierung sich fundamental widersprechen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>AfD: Deutscher F&uuml;hrungsanspruch<\/strong><br>\nErwartungsgem&auml;&szlig; kann es der AfD mit Deutschlands milit&auml;rischem F&uuml;hrungsanspruch gar nicht schnell und weit genug gehen. Gestern r&uuml;ffelte ihr verteidigungspolitischer Sprecher, R&uuml;diger Lucasse, in der Bundestagsdebatte mit den Worten: &bdquo;Die Bundesregierung tut so, als ob die Amerikaner etwas Unsinniges, gar Unanst&auml;ndiges fordern, und hangelt sich so von Gipfel zu Gipfel. Mit solch einer Haltung kann man keine Verteidigungspolitik machen, die der st&auml;rksten Macht in Europa angemessen ist. Deutschland muss f&uuml;hren; das muss auch in der Verteidigungs- und Milit&auml;rpolitik unser Anspruch sein. Der Grund daf&uuml;r ist einfach: Wenn Deutschland nicht f&uuml;hrt, tut es ein anderer. Wir k&ouml;nnen dann entweder hinterherlaufen oder am Rand stehen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2018\/06\/29\/afd-deutscher-fuehrungsanspruch\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>GIDS: Denkfabrik der Bundeswehr<\/strong><br>\nMorgen soll das &ldquo;German Institute for Defence and Strategic Studies&rdquo; (GIDS) offiziell eingeweiht werden. Erkl&auml;rtes Ziel der Bundeswehr ist es dabei nach Eigenangaben, dass die F&uuml;hrungsakademie der Bundeswehr k&uuml;nftig neben der &bdquo;Aus- und Weiterbildung von Offizieren nach dem Studium&ldquo; auch st&auml;rker ins politische Beratungsgesch&auml;ft einsteigen soll: &bdquo;Nicht nur Input, sondern vor allem auch Output &ndash; so lautet k&uuml;nftig der Auftrag. Auch in der politischen Beratung in Sicherheitsfragen mit strategischer Ausrichtung wird die F&uuml;hrungsakademie k&uuml;nftig eine st&auml;rkere Rolle spielen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2018\/06\/29\/gids-denkfabrik-der-bundeswehr\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Dienen die theoretischen Grundlagen nicht auch den praktischen Konfliktlagen von morgen? Soll so deutsches Kriegswissen vermittelt werden?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ex-Innenminister bezeichnet Anti-AfD-Demonstranten als &bdquo;Linksfaschisten&ldquo;<\/strong><br>\nDer ehemalige Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat die Teilnehmer der Anti-AfD-Demonstrationen w&auml;hrend des Parteitags in Augsburg als &bdquo;Linksfaschisten&ldquo; bezeichnet &ndash; und wird daf&uuml;r zum Teil heftig kritisiert.<br>\nZuvor war der Augsburger CSU-Oberb&uuml;rgermeister Kurt Gribl bei der Abschlusskundgebung gegen den AfD-Bundesparteitag am Samstag mit Tomaten, Eiern und leeren Plastikflaschen beworfen worden. Bundestagsvizepr&auml;sident Friedrich schrieb auf Twitter: &bdquo;Wie konnte er glauben, dass die #Linksfaschisten Demokraten sind?&ldquo; (&hellip;)<br>\nIm Bericht der Augsburger Polizei zu dem Zwischenfall wurde darauf hingewiesen, dass es nur wenige T&auml;ter gewesen seien. Die W&uuml;rfe seien aus &bdquo;einer Gruppe Gewaltbereiter, die sich unter der ansonsten friedlichen Menge befanden&ldquo;, gekommen, erkl&auml;rte die Polizei. Es werde gegen die Unbekannten ermittelt.<br>\nGribl wurde bei der Attacke nicht getroffen. Er selbst lobte am Sonntag auf Facebook den friedlichen Protest Tausender gegen die AfD in seiner Heimatstadt. Er sprach wie die Polizei von lediglich einem &bdquo;Block, der auf Krawall geb&uuml;rstet&ldquo; gewesen sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article178569918\/Hans-Peter-Friedrich-bezeichnet-Anti-AfD-Demonstranten-als-Linksfaschisten.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ohne die anscheinend geringe Gewalt bei diesen Protesten verharmlosen zu wollen &ndash; aber: Was f&uuml;r ein Demokratieverst&auml;ndnis hat eigentlich Herr Friedrich? Scheinbar m&ouml;chte er durch den Begriff &bdquo;Linksfaschisten&ldquo; eine N&auml;he zwischen links und rechts herleiten. Was meint der ehemalige Bundesinnenminister mit dem Begriff genau?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Hackerbeh&ouml;rde ZITiS: Wichtige Leitungspositionen besetzt<\/strong><br>\nQualifiziertes IT-Personal gilt bei den Sicherheitsbeh&ouml;rden &ndash; und in der Beh&ouml;rdenlandschaft insgesamt &ndash; als absolute Mangelware. Oft k&ouml;nnen die staatlichen Einrichtungen nicht mit den Geh&auml;ltern der Wirtschaftsunternehmen mithalten. Auch ZITiS habe mit den Problemen des Arbeitsmarktes zu k&auml;mpfen, sagte uns Beh&ouml;rdenleiter Karl im Interview.<br>\nDie Folge: Bevor ZITiS selbst mit ausreichend Fachpersonal forschen und entwickeln kann, muss die Stelle wohl auf kommerzielle Produkte zur&uuml;ckgreifen. Dabei wolle man allerdings nur bei &bdquo;seri&ouml;sen Anbietern&ldquo; einkaufen, hei&szlig;t es. Und zwar bei solchen Firmen, mit &bdquo;denen die Sicherheitsbeh&ouml;rden schon seit Jahren im technischen Bereich gut zusammenarbeiten.&ldquo; (&hellip;)<br>\nGute Kontakte in die Privatwirtschaft sind daher f&uuml;r ZITiS wohl auch in den kommenden Jahren unerl&auml;sslich. Ansonsten wird die Cyberaufr&uuml;stung deutscher Sicherheitsbeh&ouml;rden kaum zu leisten sein. Da k&ouml;nnte es durchaus von Vorteil sein, wenn wichtige Positionen innerhalb der neuen Beh&ouml;rde mit Personen aus der Wirtschaft besetzt sind.<br>\nWie transparent die Einkaufstour, Produktauswahl oder Auftragsvergabe von ZITiS sein wird, ist allerdings fraglich. Schon jetzt bleiben Anfragen zu diesen Themen von Bundestagsabgeordneten, wie zuletzt von den Gr&uuml;nen oder der FDP, weitestgehend unbeantwortet. Die Regierung verweist wiederholt auf das Staatswohl, das durch eine &ouml;ffentliche Preisgabe von zu vielen Informationen gef&auml;hrdet sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/investigativ.welt.de\/2018\/06\/29\/hackerbehoerde-zitis-wichtige-leitungspositionen-besetzt\/\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Tobias Riegel:<\/strong> Der private Einfluss auf die deutsche IT-Spionage ist immens &ndash; das macht die Institution ZITiS noch weniger vertrauensw&uuml;rdig. Zudem zeigt sich hier, wie auch beim NetzDG, dass der neoliberal geschw&auml;chte Staat selbst die eigenen &bdquo;Sicherheits&ldquo;-Vorhaben nicht mehr stemmen kann.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Edward Snowden: &ldquo;Merkels Haltung ist eine Entt&auml;uschung&rdquo;<\/strong><br>\nEr habe sich &ldquo;damit abgefunden&rdquo;, sagte Snowden, &ldquo;dass ich mein ganzes Leben lang die Konsequenzen daf&uuml;r tragen werde, der &Ouml;ffentlichkeit gesagt zu haben, was ich wei&szlig;&rdquo;. Lieber w&uuml;rde er in einem europ&auml;ischen Land leben, in Deutschland etwa.<br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel kritisierte Snowden daf&uuml;r, ihm kein Asyl zu gew&auml;hren: Ihre &ldquo;Haltung ist eine Entt&auml;uschung&rdquo;. Wenn ein russischer Whistleblower &ldquo;bei Frau Merkel anklopfen w&uuml;rde&rdquo;, w&uuml;rde die Kanzlerin &ldquo;ihn adoptieren&rdquo;. Aber wenn ein US-Whistleblower vor Merkels Haust&uuml;r auftaucht, &ldquo;ist diese Frage nicht beantwortet.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/edward-snowden-im-interview-merkels-haltung-ist-eine-enttaeuschung-1.4034633\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Tobias Riegel:<\/strong> Edward Snowden macht in diesem Interview einmal mehr deutlich, wie sehr die Kanzlerin in Menschenrechtsfragen mit zweierlei Ma&szlig; misst.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>AfD-Chef Meuthen will gesetzliche Rente abschaffen<\/strong><br>\nAfD-Co-Chef Meuthen warb derweil in der Sozialpolitik f&uuml;r eine Abkehr vom &ldquo;zwangsfinanzierten Umlagesystem&rdquo; der gesetzlichen Rentenversicherung, hin zu einer &ldquo;regelhaften privaten Vorsorge&rdquo;. Gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Eigenverantwortung m&uuml;sse mit einem Umbruch im Steuersystem einhergehen. &ldquo;Luxuskonsum&rdquo; solle deutlich h&ouml;her besteuert werden &ndash; daf&uuml;r sollten Menschen Schritt f&uuml;r Schritt in eine selbstgew&auml;hlte freie Form der Altersvorsorge entlassen werden. (&hellip;)<br>\nTh&uuml;ringens AfD-Chef Bj&ouml;rn H&ouml;cke, der vor dem Parteitag ein Rentenkonzept mit steuerfinanzierten Zusatzleistungen f&uuml;r Deutsche vorgestellt hatte, sagte hingegen, die AfD m&uuml;sse &ldquo;die Partei des solidarischen Patriotismus&rdquo; sein. Kritiker in seinem Landesverband hatten H&ouml;cke kurz vor dem Parteitag vorgeworfen, die AfD Th&uuml;ringen zu einem &ldquo;linksnationalen Br&uuml;ckenkopf&rdquo; in der Partei auszubauen und die N&auml;he ehemaliger SED-Kader zu suchen. Sein Fl&uuml;gel wolle &ldquo;das demokratische System abschaffen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/parteien\/id_84031542\/afd-parteitag-afd-chef-meuthen-will-gesetzliche-rente-abschaffen.html\">T-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ob die AfD nun neoliberal die gesetzliche Rente abschaffen oder national-rassistisch eine Rente &bdquo;nur f&uuml;r Deutsche&ldquo; (Was oder\/und wer ist denn eigentlich genau deutsch? Wie soll das festgelegt werden &ndash; etwa per Ahnenausweis?) auszahlen m&ouml;chte: Beides ist unsolidarisch und &ouml;konomisch unklug, weil mit enormen Kosten verbunden und somit viel teurer als die umlagefinanzierte gesetzliche Rente.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Auf die DSGVO folgt die EPVO<\/strong><br>\nWer das Internet noch aus den 1990er-Jahren kennt, wird sein deja-vu-Erlebnis haben. Starre Banner wie sie vor der unruhigen Zeit der Pop-up-Banner und der personalisierten Werbung &uuml;blich waren, werden wieder kommen, wenn die sich derzeit in Vorbereitung befindliche ePrivacy-Verordnung (EPVO) verabschiedet wird. Die EPVO soll die alte E-Privacy-Richtlinie von 2002 sowie die Cookie-Richtlinie von 2009 ersetzen, welche den meisten Nutzern nur &uuml;ber die Cookie-Warnungen bekannt ist, die inzwischen auf fast jeder Website aufpoppen. (&hellip;)<br>\nAnders als die DSGVO ist die EPVO nur f&uuml;r Unternehmen relevant, die Kommunikationsdienstleistungen anbieten. Das beginnt beim Telefon, trifft den Internetzugang, die E-Mails sowie Chats, Messenger-Systeme, seien es reine Audio- oder Videochats. Es trifft aber auch jedes kommerzielle Medienangebot, das Tracking-Cookies einsetzt und personalisierte Onlinewerbung im Sortiment hat. Wenn man bedenkt, dass zahlreiche Online-Medien, welche den Nutzern kostenlos angeboten werden, sich &uuml;ber personalisierte Werbung finanzieren, zeigt sich die m&ouml;gliche Sprengkraft der EPVO.<br>\nMit der personalisierten Werbung erhoffen sich die Werbungtreibenden und letztlich auch die Verlage, welche solche Werbung zur Finanzierung ihres Angebots einbauen, eine h&ouml;here Trefferquote bei den angepeilten Zielgruppen und weniger Streuverluste, weil man sich am Informationsinteresse der Nutzer orientiert. Werden die M&ouml;glichkeiten zur Verfolgung des Nutzerverhaltens eingeschr&auml;nkt, kann dieses Finanzierungsmodell f&uuml;r redaktionelle Internetangebote sehr schnell ins Wanken kommen. Entweder man greift dann verst&auml;rkt auf Agenturmeldungen zur&uuml;ck, die zumindest teilweise auf nicht gekennzeichneten PR-Texten basieren oder man nutzt verst&auml;rkt Algorithmen, wie sie in englisch-sprachigen Angeboten in den Bereichen Sport- und B&ouml;senberichten schon l&auml;nger genutzt werden. (&hellip;)<br>\nWer sich daf&uuml;r entscheidet, grunds&auml;tzlich keine Tracking-Cookies zu akzeptieren, muss nicht nur die M&ouml;glichkeit haben, diese Einstellung im Browser vorzunehmen. Das Ablehnen von Tracking-Cookies muss k&uuml;nftig als Default-Einstellung im Browser vorinstalliert sein. Deutliche Schwierigkeiten mit ihrem Gesch&auml;ftsmodell d&uuml;rften k&uuml;nftig auch solche Verlage bekommen, welche das Laden ihrer Seiten unterbinden, sobald sie einen Ad-Blocker beim Nutzer feststellen. Cookies in einem Onlineshop, die dort f&uuml;r den Warenkorb genutzt werden, sind von der EPVO &uuml;brigens nicht betroffen, weil sonst der ganze Onlinehandel zum Sterben verurteilt w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Auf-die-DSGVO-folgt-die-EPVO-4093067.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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