{"id":4475,"date":"2010-01-25T09:26:40","date_gmt":"2010-01-25T08:26:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4475"},"modified":"2010-01-25T09:26:40","modified_gmt":"2010-01-25T08:26:40","slug":"hinweise-des-tages-1065","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4475","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Banken in Bayern und anderswo; Hartz IV; die Umtriebe der FDP; PKV; Hype um Schweinegrippe; Pharmapr&uuml;fer Sawicki muss gehen; ungleiche Chancen beim Schul&uuml;bergang; Spekulationen um Lafontaine; Afghanistan.(KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Nach Milliardenpleite: Landesbank-Debakel kommt Bayern teuer zu stehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Jean-Paul Fitoussi, Joseph Stiglitz: The Ways Out of the Crisis and the Building of a More Cohesive World<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">EU-Kommission sieht W&auml;hrungsunion gef&auml;hrdet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Die deutsche Wirtschaftspolitik: ein Problem f&uuml;r Europa?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Harald Schumann: &ldquo;Der stille Staatsstreich&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Ermittlungen gegen Porsche und Maple Bank versch&auml;rft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Immer neue Probleme mit Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">K&uuml;ndigung: Die fiesen Tricks der Arbeitgeber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Die M&ouml;venpick, Privatversicherung-, Rabatt und &Auml;mterpatronage-Partei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Parteispenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Privatversicherungen: Sparen, bis der Arzt nicht mehr kommt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Hype um Schweinegrippe: &ldquo;Die Industrie hat es beeinflusst&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Pharmapr&uuml;fer Sawicki muss gehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">&Uuml;bergang von der Schule in einen Beruf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Ungleiche Chancen beim Schul&uuml;bergang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Spekulationen um Oskar Lafontaine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Afghanistan<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4475&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nach Milliardenpleite: Landesbank-Debakel kommt Bayern teuer zu stehen<\/strong><br>\nBittere Pille: 810 Millionen Euro neue Schulden will die bayerische Regierung aufnehmen, denn das Debakel der BayernLB wird den Haushalt st&auml;rker belasten als gedacht. Neuverschuldung allein reicht aber nicht &ndash; ein harter Sparkurs kommt auf den Freistaat zu. Das Nachsehen haben die Kommunen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,673720,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers J.A.:<\/strong> Die Kommunen und die &ouml;ffentlichen Angestellten und Beamten sollen das Desaster ausbaden, die Verursacher und die Profiteure bleiben unbehelligt, wie gehabt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Jean-Paul Fitoussi, Joseph Stiglitz: The Ways Out of the Crisis and the Building of a More Cohesive World<\/strong><br>\nThis year the G&rsquo;s are meeting at a critical moment in history, at least economic and social history. They will confront the gravest economic and social crisis in almost 80 years. To paraphrase Keynes, the destiny of the world is in the hands of the members of the G&rsquo;s. They could act in such a way that would allow us to get out of this situation, creating a future where growth is more sustainable, friendlier to the environment, and where its fruits would be distributed in a more equitable way, both within and among countries. Otherwise, they will bear an enormous responsibility before history, that of not having done the duty which has been<br>\ndelegated to them by their people, despite having been in exceptional circumstances that gave them much more room for manoeuvre than they would have had in &lsquo;normal&rsquo; times.<br>\nThat is why a group of &lsquo;experts&rsquo;, with no commitments other that of being citizens of the world, decided to meet to reflect on what could be done, hoping that from their reflection some useful recommendations to the powerful of this world would emerge. This group, which christened itself the Shadow GN, has been constituted under the leadership of Joseph Stiglitz and Jean-Paul Fitoussi, thanks to a partnership between Luiss and Columbia University.<br>\nThe group has met twice, once in New York at Columbia University on 4-5 February 2009 and once in Rome on 6-7 May 2009.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ofce.sciences-po.fr\/pdf\/dtravail\/WP2009-17.pdf\">Obervatoir Francais des Conjunctures &Eacute;conomiques OFCE [PDF &ndash; 100 KB]<\/a>\n<p><em>Siehe auch NachDenkSeiten, 6. Oktober 2009, Hinweise des Tages Nr. 10:<\/em> <a href=\"?p=4243#h10\">Stiglitz: Von Ungleichheit zu &Uuml;berschuldung<\/a>.<\/p>\n<p><em>Ein aktuelles Beispiel f&uuml;r das Weiter-So und die Strategie das Lohn- und Sozialabbaus als Weg aus der Krise:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>EU-Kommission sieht W&auml;hrungsunion gef&auml;hrdet<\/strong><br>\nDie EU-Kommission sorgt sich um den Fortbestand der W&auml;hrungsunion. Die unterschiedliche Wettbewerbsf&auml;higkeit der Mitgliedsl&auml;nder und die daraus folgenden Ungleichgewichte &ldquo;geben Anlass zu ernster Besorgnis f&uuml;r die Euro-Zone als Ganzes&rdquo;, hei&szlig;t es in einer Vorlage der Generaldirektion Wirtschaft und Finanzen f&uuml;r die Finanzminister der Euro-Gruppe. Die Experten des designierten finnischen W&auml;hrungskommissars Olli Rehn f&uuml;rchten, dass die unterschiedliche Entwicklung in den Mitgliedstaaten &ldquo;das Vertrauen in den Euro schw&auml;cht und den Zusammenhalt der W&auml;hrungsunion gef&auml;hrdet&rdquo;. Besondere Sorge bereitet den Br&uuml;sseler Beamten der Zustand jener L&auml;nder, die in der Vergangenheit enorme Defizite in ihren Leistungsbilanzen auft&uuml;rmten, weil sie dank niedriger Zinsen jahrelang auf Pump lebten. Jetzt leiden diese Staaten, vor allem Spanien, Griechenland und Irland, unter ausufernden Staatsdefiziten. &ldquo;Die Kombination aus nachlassender Wettbewerbsf&auml;higkeit und exzessiver Anh&auml;ufung von Staatsschulden sind in diesem Zusammenhang beunruhigend&rdquo;, hei&szlig;t es in der Expertise. Als Ausweg aus der Misere schlagen die EU-Beamten den betroffenen L&auml;ndern vor, ihre Haushalte zu sanieren und Reformen auf den Weg zu bringen. Die Lohnabschl&uuml;sse m&uuml;ssten auf die gesunkene Produktivit&auml;t und den Verlust der Wettbewerbsf&auml;higkeit R&uuml;cksicht nehmen. Im Klartext: Die Arbeitnehmer sollen sich mit geringen Tarifabschl&uuml;ssen bescheiden. &ldquo;Die Anpassungsma&szlig;nahmen werden begleitet von einem merklichen Anstieg der Arbeitslosigkeit.&rdquo; Die Kommissionsbeamten empfehlen den Defizit-L&auml;ndern eine Strategie, mit der sich Deutschland in den vergangenen Jahren aus der Wachstumsschw&auml;che befreit hat. Doch auch die Bundesregierung kommt in dem Papier nicht ohne Ermahnung davon: Deutschland und andere vergleichsweise erfolgreiche Staaten wie &Ouml;sterreich und die Niederlande m&uuml;ssten gegen die chronische Schw&auml;che ihrer Inlandsnachfrage vorgehen. Dazu empfehlen die Br&uuml;sseler Experten mehr Wettbewerb im Dienstleistungssektor, Steuerreformen und die Beseitigung von Kredith&uuml;rden. Die Kommissionsbeamten mahnen zur Eile. Je sp&auml;ter die L&auml;nder die Ma&szlig;nahmen umsetzten, desto h&ouml;her fielen die sozialen Kosten aus. Aus Sicht der Kommission haben die Euro-L&auml;nder keine Wahl: &ldquo;Die Anpassungen sind &uuml;berlebenswichtig f&uuml;r das langfristige Funktionieren der W&auml;hrungsunion.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/vorab\/0,1518,673576,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die EU-Kommission folgt einer ziemlich absurden Logik. Da hat Deutschland viele der EU-Mitglieder mit Steuer-, Sozial- und Lohndumping niederkonkurriert, nun wird den Defizit-L&auml;ndern die gleiche Strategie aufgedr&auml;ngt. Und Deutschland wird die Erh&ouml;hung der Dosis seiner bisherigen &bdquo;Schmarotzer&ldquo;-Politik empfohlen. Damit wird der Anpassungsdruck auf die schw&auml;cheren L&auml;nder weiter erh&ouml;ht und die Abw&auml;rtsspirale beschleunigt. Siehe dazu den obigen Hinweis.<\/em><\/p>\n<p><em>Zum Beleg f&uuml;r diese These auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>EU-Kommission f&uuml;rchtet Euro-Absturz<\/strong><br>\nDie EU-Kommission schl&auml;gt Alarm: Angesichts horrender Defizite bangt die Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde um den Euro &ndash; vor allem Krisenl&auml;nder wie Spanien oder Irland sollen nun auf Sparkurs gehen. Nach SPIEGEL-Informationen wird dabei auch eine bescheidene Lohnpolitik nach deutschem Vorbild empfohlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,673577,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die deutsche Wirtschaftspolitik: ein Problem f&uuml;r Europa?<\/strong><br>\nIn den Betrachtungen sollen die gegen die deutsche Lohn-, Steuer-, Haushalts- und W&auml;hrungspolitik ge&auml;u&szlig;erten Kritikpunkte aufgelistet und auf ihre Relevanz gepr&uuml;ft werden. Dabei sollen auch die Gegenargumente der Bef&uuml;rworter der deutschen Politik mit ber&uuml;cksichtigt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/wiso\/06933.pdf\">WISO direkt [PDF &ndash; 114 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Harald Schumann: &ldquo;Der stille Staatsstreich&rdquo;<\/strong><br>\nDen Bank-Oligarchen ist es weitestgehend gelungen, die Bedingungen f&uuml;r ihre eigene Rettung zu diktieren. Nicht genug, dass bis heute keiner der Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen worden sei &ndash; die Hauptverursacher der Krise seien vielmehr schon wieder die Gewinner.<br>\nDie Fehlentwicklungen in der globalen Finanzwelt habe einer kleinen Clique aus den F&uuml;hrungsetagen von rund 15 Finanzkonzernen eine Macht in die H&auml;nde gespielt, die sich jeder demokratischen Kontrolle entziehe.<br>\nEine Mitschuld an der Krise weist Schumann den Notenbanken zu. Immer wenn der Prozess aus Kapitalanlage, Renditezuwachs und erneuter Kapitalanlage ins Stocken geriet, machte die US-Notenbank das Geld billig. Die Geldmenge erh&ouml;hte sich explosionsartig &ndash; landete aber nicht bei Hinz und Kunz, sondern nur bei den Verm&ouml;gensverwaltern. Da die Anlagem&ouml;glichkeiten in der realen Wirtschaft fehlten, begann der Einstieg in die Verbriefung von Hypotheken und vieles mehr. Es entstand die Stimmung f&uuml;r eine Art organisierten Betrugs &ndash; mit Rating-Agenturen als willige Helfer.<br>\nUnd die Akteure wussten laut Schumann, was sie tun. Die drei gro&szlig;en Finanzinstitute, die die meisten der faulen Subprime-Papiere in Umlauf brachten &ndash; JP Morgan, Goldman Sachs und die Deutsche Bank &ndash; haben ab Dezember 2006 auf den Fall eben dieser Papiere gewettet, die sie zuvor ihren Kunden verkauft hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Finanzen-Harald-Schumann-Finanzkrise-Urania;art130,3007974,1\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir meinen zwar, dass weniger die Geldschwemme Hauptursache der Finanzkrise ist, sondern eher <a href=\"?p=3615\">die spekulativen Elemente und kriminelle Akte im Casino<\/a>. Dennoch k&ouml;nnen wir vielen Thesen Harald Schumanns folgen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ermittlungen gegen Porsche und Maple Bank versch&auml;rft<\/strong><br>\nDie Ermittlungen der Staatsanwaltschaften Stuttgart und Frankfurt gegen Porsche und die Maple Bank sind umfangreicher als bislang bekannt. Die Staatsanw&auml;lte haben nicht nur die Privath&auml;user der entlassenen Porsche-Manager Wendelin Wiedeking und Holger H&auml;rter durchsucht, sondern auch das Haus eines Bilanzexperten von Porsche.<br>\nLaut Durchsuchungsbeschluss gehen die Ermittler unter anderem dem Vorwurf nach, Porsche und die Maple Bank h&auml;tten &ldquo;vors&auml;tzlich und gemeinschaftlich&rdquo; den Kurs der VW-Aktie manipuliert.<br>\nAls Beleg werden zum Beispiel die Aktienk&auml;ufe und -verk&auml;ufe am 7. Mai und am 2. Juni 2009 angef&uuml;hrt. Die Bank habe den B&ouml;rsenpreis der VW-Aktie je nach der eigenen Interessenlage erh&ouml;ht oder gedr&uuml;ckt, hei&szlig;t es im Durchsuchungsbeschluss. Ziel k&ouml;nnte es gewesen sein, dass die VW-Aktie nicht zu stark f&auml;llt, weil Porsche f&uuml;r die bereits erworbenen VW-Aktien dann au&szlig;erplanm&auml;&szlig;ige Abschreibungen h&auml;tte vornehmen m&uuml;ssen.<br>\nDas VW-Papier sollte aber auch nicht zu stark steigen, weil Porsche dann zu viel f&uuml;r weitere Aktienk&auml;ufe h&auml;tte zahlen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/vorab\/0,1518,673572,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Immer neue Probleme mit Hartz IV<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Hartz IV: Eine Million Bescheide falsch<\/strong><br>\nGeld-Zur&uuml;ck-Aktion auf b&uuml;rokratisch: Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit fordert in mehreren hunderttausend F&auml;llen Kleinbetr&auml;ge von Hartz-IV-Beziehern zur&uuml;ck.<br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit muss in mehreren hunderttausend F&auml;llen Kleinbetr&auml;ge von Hartz-IV-Beziehern zur&uuml;ckfordern. Dieser b&uuml;rokratische Aufwand entsteht durch die Erh&ouml;hung des Kindergeldes vom Januar 2010, bei der die Bundesregierung vers&auml;umt hat, das Sozialrecht anzupassen.<br>\nEltern, die Hartz-IV-Leistungen beziehen, sollen nach dem Willen der Bundesregierung nicht von der j&uuml;ngsten Kindergeld-Erh&ouml;hung profitieren. F&uuml;r sie gilt, dass die Erh&ouml;hung um zwanzig Euro pro Kind auf das Sozialgeld der Arbeitsagenturen angerechnet wird.<br>\nDas bedeutet, dass diese Eltern mehr Kindergeld bekommen, aber weniger Hartz-IV-Leistungen erhalten. Netto &auml;ndert die Kindergeld-Erh&ouml;hung an ihrem Budget also nichts.<br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit in N&uuml;rnberg best&auml;tigte das Problem. Die betroffenen Hartz IV-Familien erhalten einen R&uuml;ckforderungsbescheid, sagte eine Sprecherin am Freitag.<br>\nOb die Familien das Geld zur&uuml;ckzahlen m&uuml;ssen oder eine Verrechnung mit der n&auml;chsten Zahlung der Arbeitsagenturen erfolgt, konnte sie auf Anfrage der S&uuml;ddeutschen Zeitung nicht sagen.<br>\nEine Vorstellung von den Kosten der R&uuml;ckforderungen gab Thomas Lenz, Chef der Arge in Wuppertal, die dort f&uuml;r 45.000 Hartz-IV-Empf&auml;nger zust&auml;ndig ist.<br>\nJede R&uuml;ckforderung koste die Arge 80 Euro, der Verwaltungsaufwand belaufe sich damit insgesamt auf 144.000 Euro. Dabei gehe es bei den R&uuml;ckforderungen um kleinere Betr&auml;ge von etwa 50 Euro. &ldquo;Wir m&uuml;ssen das alles von Hand &auml;ndern&rdquo;, sagte Lenz. Er findet diesen Vorgang &ldquo;absurd&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/788\/501049\/text\/4\/print.html\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zu solchen Absurdit&auml;ten kommt es, wenn sich die Bundesregierung mit erh&ouml;htem Kindergeld und Freibetr&auml;gen br&uuml;stet und gleichzeitig die Kinder der &Auml;rmsten ausgeklammert werden sollen. Das ist nicht nur zynisch gegen&uuml;ber den Betroffenen, sondern dar&uuml;ber hinaus gesetzgeberisches Versagen.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gr&ouml;&szlig;te &bdquo;Geld-Zur&uuml;ck-Aktion&ldquo; in der Geschichte Bundesagentur<\/strong><br>\nIm Bundestagswahljahr 2009 gab es sie noch: Eine &Uuml;bergangsregelung. Bei der ersten Kindergelderh&ouml;hung nach Inkrafttreten des SGB II (Hartz IV), der Kindergelderh&ouml;hung zum 1. Januar des<br>\nBundestagswahljahres 2009, galt eine &Uuml;bergangsregelung. F&uuml;r in das Jahr 2009 hineinragende Bewilligungen aus dem Jahr 2008 galt: Keine R&uuml;ckforderung wg. der gesetzlichen Kindergelderh&ouml;hung zum 1. Januar 2009. (damals plus 10 Euro f&uuml;r die ersten beiden Kinder und plus 16 Euro f&uuml;r die weiteren Kinder)<br>\nDie Bundesregierung verweigerte f&uuml;r die Kindergelderh&ouml;hung zum 1. Januar 2010, die erst am 30. Dezember 2009 im Bundesgesetzblatt verk&uuml;ndet wurde, eine solche &Uuml;bergangsregelung.<br>\nDie Folge: Alle Bewilligungen von Leistungen zum Lebensunterhalt aus dem Jahr 2009 mit einem Bewilligungszeitraum, der in das Jahr 2010 hineinragt, m&uuml;ssen &uuml;berpr&uuml;ft und die bewilligte Leistung i.d.R. um 20 Euro pro Kind reduziert werden. Und: Da die Leistungen zum Lebensunterhalt (Arbeitslosengeld II und Sozialgeld) monatlich im Voraus &uuml;berwiesen werden bzw. werden soll, m&uuml;ssen bereits ausgezahlte (zu &bdquo;hohe&ldquo;) Leistungen f&uuml;r den Januar 2010 zur&uuml;ck gefordert werden. Sofern die &Auml;nderung der Bewilligungsbescheide nicht im Laufe des Januar 2010 erfolgt, gilt dies entsprechend f&uuml;r die Leistungen f&uuml;r den Folgemonat Februar.<br>\nDie grobe Sch&auml;tzung, dass es sich dabei um &uuml;ber eine Million SGB II-Bedarfsgemeinschaften mit anzurechnendem Kindergeld (nachtr&auml;glich zu &auml;ndernde Bescheide) handeln k&ouml;nnte, d&uuml;rfte nicht &uuml;bertrieben sein. Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit schweigt sich &uuml;ber die vermutlich gr&ouml;&szlig;te &bdquo;Geld-Zur&uuml;ck-Aktion&ldquo; in ihrer Geschichte aus.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/100123HartzIV_Kindergelderhoehung.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe e.V. BIAJ [PDF &ndash; 98 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Stimmungsmache gegen Hartz IV-Bezieher: Beschwerde &uuml;ber &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung<\/strong><br>\nDie von der Zeitung ver&ouml;ffentlichten Vergleichsrechnungen seien &ldquo;allesamt falsch und in der deutlichen Absicht manipuliert, Stimmung gegen Hartz-IV-Bezieher zu machen&rdquo;, erkl&auml;rte der Deutsche Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband. Deswegen habe er den Deutschen Presserat angerufen.<br>\nBild stellte die Einkommen von verschiedenen Arbeitnehmern mit Kindern den staatlichen Bez&uuml;gen von Langzeitarbeitslosen mit Nachwuchs gegen&uuml;ber und kam zu dem Schluss: &ldquo;F&uuml;r viele lohnt sich Arbeiten kaum noch!&rdquo; Die Zeitung habe wichtige Einkommensquellen systematisch unterschlagen, r&uuml;gte der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband. Das Wohngeld und der Kinderzuschlag seien in allen F&auml;llen ignoriert worden, obwohl sie den Arbeitnehmerfamilien zust&uuml;nden. &ldquo;Je nach der von Bild aufgef&uuml;hrten Beispielfamilie summieren sich die unterschlagenen Leistungen auf &uuml;ber 700 Euro&rdquo;, sagte der Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Verbandes, Ulrich Schneider.<br>\n&ldquo;In der aktuell aufgeheizten Debatte wird mit solchen Falschinformationen Politik gemacht&rdquo;, so Schneider. &ldquo;Bild muss deshalb eine Richtigstellung vornehmen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/stimmungsmache-gegen-hartz-iv-bezieher\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Hartz IV-Debatte: Kritik am Kritiker<\/strong><br>\nCDU-Bundesvize Roland Koch beklagt die &ldquo;Perversion des Sozialstaatsgedankens&rdquo; durch faule Hartz-IV-Empf&auml;nger &ndash; hat er Recht? Der Tagesspiegel hat Experten von vier gro&szlig;en deutschen Wirtschaftsforschungsinstituten befragt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/3010408\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Bei der Umverteilung des Volkseinkommens von unten nach oben m&ouml;chte diese Bundesregierung nat&uuml;rlich nicht hinter die Leistungen der letzten Koalitionen mit SPD-Beteiligung zur&uuml;ckfallen. Daf&uuml;r werden ihre W&auml;hler teuer bezahlen m&uuml;ssen. Roland Koch will den &Auml;rger kanalisieren und zeigt mit dem Finger auf die angeblich Schuldigen. Er wei&szlig; sehr wohl, wie substanzlos seine Spr&uuml;che sind; ihm kommt es nur auf die Wirkung an.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenigstens gibt der Direktor des Arbeitgeber-Instituts IW zu, dass der Arbeitszwang schon bisher bestand.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>K&uuml;ndigung: Die fiesen Tricks der Arbeitgeber<\/strong><br>\nDie Titel solcher Veranstaltungen sind vielsagend: &ldquo;Die K&uuml;ndigung unk&uuml;ndbarer Mitarbeiter&rdquo;, &ldquo;So beenden Sie jedes Arbeitsverh&auml;ltnis&rdquo; und &ldquo;In Zukunft ohne Betriebsrat&rdquo;. Solche Seminare erfreuen sich in letzter Zeit gro&szlig;er Beliebtheit. Vermittelt wird ein Baukasten von Strategien und Tricks, die helfen sollen, sich von &ldquo;Schlechtleistern&rdquo;, neudeutsch &ldquo;Low Performern&rdquo;, oder anderen &ldquo;schweren F&auml;llen&rdquo; zu trennen, etwa von kranken und &auml;lteren Mitarbeitern. Panorama &uuml;ber die miesen Methoden zur Aush&ouml;hlung des K&uuml;ndigungsschutzes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/panoramakuendigungsschutz104.html\">ARD Panorama (Video, 7:20 Minuten)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die M&ouml;venpick, Privatversicherung-, Rabatt und &Auml;mterpatronage-Partei<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Triumph der Lobbykratie<\/strong><br>\nDie schwarz-gelbe Regierung gibt vor, f&uuml;r ein gerechteres Gesundheitswesen zu k&auml;mpfen. Doch tats&auml;chlich verfolgt FDP-Minister R&ouml;sler eine knallharte Klientelpolitik. Gewinner sind Apotheker, &Auml;rzte und die Pharmaindustrie &ndash; Verlierer sind Millionen Kassenpatienten.<br>\nDoch nun zeigt sich, dass das Programm der FDP das Papier nicht wert ist. Ihre Forderung nach mehr Wettbewerb gilt nicht f&uuml;r die Apotheker, denen die Liberalen unliebsame Konkurrenz durch Drogerien vom Hals schaffen wollen. Sie gilt auch nicht f&uuml;r niedergelassene &Auml;rzte, die sich bei der FDP erfolgreich dar&uuml;ber beklagt haben, dass ihnen die neuen Medizinischen Versorgungszentren die Patienten wegnehmen k&ouml;nnten. Sie gilt nicht f&uuml;r die Pharmaindustrie, die mehr Geld f&uuml;r Marketing als f&uuml;r Forschung ausgibt und versucht, den Patentschutz ihrer Pr&auml;parate durch Pseudoinnovationen zu verl&auml;ngern.<br>\nUnd sie gilt schon gar nicht f&uuml;r die private Krankenversicherung, der es gelungen ist, ihren findigsten Lobbyisten an f&uuml;hrender Abteilungsleiterstelle im Gesundheitsministerium zu platzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-673543,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Privatpatienten-Partei und die FDP-Krankenkasse<\/strong><br>\nDie Bezeichnung &bdquo;M&ouml;venpick-Partei&ldquo;, die sich die FDP sich durch Entgegennahme von Parteispenden eines Hotel-Unternehmens erwarb, muss m&ouml;glicherweise &uuml;berdacht werden. Noch inniger scheint die Beziehung der Partei zur Lobby der privaten Krankenkassen und der m&auml;chtigen Pharma-Industrie zu sein. Wir schlagen deshalb die Bezeichnung &ldquo;Privatpatienten-Partei&rdquo; vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2010\/01\/die-privatpatienten-partei-und-die-fdp-krankenkasse\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><strong>Schn&auml;ppchen f&uuml;r Liberale<\/strong><br>\nNicht nur die M&ouml;venpick-Gruppe z&auml;hlt zum Freundeskreis der FDP. Haben die Liberalen mal Lust auf Urlaub, so k&ouml;nnen sie ihre Reise mit 6% Parteirabatt &uuml;ber die TUI-Tochter Berge und Mehr buchen. Auch Maritim Hotels, der Golfreisen-Spezialist Urlaubsreisen GmbH, zwei Hotelvermittlungsagenturen und ein Vermittler f&uuml;r Ferienh&auml;user und &ndash;wohnungen k&ouml;dern die FDP-Mitglieder mit Parteirabatten. Und wenn man einmal nicht wei&szlig;, wie man zum Urlaubsort gelangt, hilft der Autoverleiher Sixt weiter, der ebenfalls Sonderkonditionen f&uuml;r Liberale einr&auml;umt. Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich &ndash; sind FDP-Politiker denn keine Leistungstr&auml;ger, die vor lauter Arbeit keine Zeit f&uuml;r Urlaub haben? Ein besonderes Schmankerl bietet der private Krankenversicherer DKV seinen politischen Freunden an. Dort k&ouml;nnen FDP-Mitglieder nicht nur Beitragsnachl&auml;sse durch Gruppenkonditionen absahnen, sondern sich auch die Wartezeiten sparen, besondere Annahmekonditionen genie&szlig;en und Familienangeh&ouml;rige gleich mitversichern. Ob es daran liegt, dass die FDP den PKV-Lobbyisten Christian Weber als neuen Abteilungsleiter f&uuml;r Grundsatzfragen in das Gesundheitsministerium geholt hat? Man wei&szlig; so wenig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/1709\/schnappchen-fur-liberale\">Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<li><strong>Neue Gro&szlig;spende: FDP immer mehr unter Druck<\/strong><br>\nK&auml;ufliche Politik? Die FDP &auml;nderte laut einem Medienbericht ihre Haltung zur Solarf&ouml;rderung &ndash; kurz nachdem sie eine Spende aus der Branche erhalten hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/827\/501087\/text\/print.html\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Streit um Personalentscheidungen im Entwicklungshilfeministerium<\/strong><br>\nIn einem Schreiben vom 11. Januar kritisiert der Personalrat, dass Schl&uuml;sselpositionen im Ministerium von der Leitung &ldquo;zunehmend handverlesen extern besetzt werden&rdquo;, w&auml;hrend die Leistungsf&auml;higkeit der eigenen Mitarbeiter &ldquo;untersch&auml;tzt&rdquo; und &ldquo;Entwicklungsperspektiven f&uuml;r hoch qualifizierte BMZ-Mitarbeiter\/innen blockiert&rdquo; w&uuml;rden. Dabei sei bei nunmehr zehn externen Besetzungen in wenigen Wochen &ldquo;die Grenze erreicht&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/vorab\/0,1518,673596,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das passt ins Bild: Ein Versicherungslobbyist als Abteilungsleiter ins Gesundheitsministerium, ein Streiter gegen die Pharmalobby wird abges&auml;gt, Parteifreunde werden mit hochdotierten Post in den FDP-Ministerien versorgt. Es gibt wohl keine Partei, die derart schamlos &Auml;mterpatronage betreibt. Das diese Enttarnung schmerzt m&ouml;gen Sie daran erkennen, wie aufgeregt und aggressive Guido Westerwelle darauf reagiert.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Parteispenden<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Eine demokratische Selbstverst&auml;ndlichkeit<\/strong><br>\nDie Welt der Lobbyisten ist undurchsichtig. Ein &ouml;ffentliches Register k&ouml;nnte helfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/datenbank\/freitag\/2010\/03\/eine-demokratische-selbstverst-ndlichkeit\/print\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Parteispenden, eine &Uuml;bersicht<\/strong><br>\nAn Spenden juristischer Personen gingen nahezu 23 Millionen an die CDU, &uuml;ber 13 Millionen an die CSU, gut 9 Millionen an die FDP, knapp 8 Millionen an die SPD und 2 Millionen an die Gr&uuml;nen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.parteispenden.unklarheiten.de\/?seite=datenbank\">Transparenz, Politische Datenbank<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Privatversicherungen: Sparen, bis der Arzt nicht mehr kommt<\/strong><br>\nMiese Zeiten f&uuml;r Privatpatienten: Laut Verbrauchersch&uuml;tzern weigern sich die Versicherungen immer &ouml;fter, Rechnungen zu erstatten. Die Firmen weisen den Vorwurf zur&uuml;ck &ndash; doch die Zahl der Beschwerden steigt rasant.<br>\nDie Verbrauchersch&uuml;tzerin kritisiert dieses &ldquo;vor allem seit der Gesundheitsreform 2007 um sich greifende Verhalten&rdquo; scharf. Insbesondere Kunden &uuml;ber 40 m&uuml;ssten h&auml;ufiger als noch vor einigen Jahren damit rechnen, dass ihr Anbieter die Arztrechnung nicht vollst&auml;ndig &uuml;bernimmt &ndash; zu Unrecht wohlgemerkt. &ldquo;Manche Anbieter wollen Versicherte, die h&auml;ufig krank sind, durch st&auml;ndige Leistungsk&uuml;rzungen zwingen, in einen billigeren Tarif zu wechseln&rdquo;, sagt Mahlo. Dieser neue Tarif schlie&szlig;e dann von vornherein viele Leistungen aus.<br>\nGlaubt man Verbrauchersch&uuml;tzern, nehmen Gerichtsklagen gegen Privatversicherer rapide zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,672078,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Jetzt, wo der oberste Lobbyist der privaten Krankenkassen im Ministerium f&uuml;r sie zust&auml;ndig ist, haben sie nichts mehr zu bef&uuml;rchten und k&ouml;nnen endlich richtig sparen, um ihre Profite zu steigern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Hype um Schweinegrippe: &ldquo;Die Industrie hat es beeinflusst&rdquo;<\/strong><br>\nDer SPD-Politiker Wodarg hat im Europarat eine Anh&ouml;rung zum Hype um die Schweinegrippe erreicht. Er will wissen, warum Regierungen &uuml;berreagierten und die Pharmaindustrie Milliarden verdiente.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wissen\/artikel\/1\/die-industrie-hat-es-beeinflusst\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Pharmapr&uuml;fer Sawicki muss gehen<\/strong><br>\nBundesregierung und Krankenkassen sind sich ausnahmsweise einig: Peter T. Sawicki muss seinen Posten r&auml;umen. Ausl&ouml;ser war eine Debatte &uuml;ber Dienstwagen und fehlerhafte Abrechnungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2224623&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider hat sich Peter Sawicki angreifbar gemacht &ndash; mehr durch Bl&ouml;dheit als durch Bereicherung &ndash; und mu&szlig; gehen. In Zeiten, in denen Angestellte &uuml;ber ein Br&ouml;tchen stolpern, mag das nahvollziehbar sein. Umso mehr ist das Geschwafel der FDP, dass Sawickis Entscheidungen Arbeitspl&auml;tze in der Pharmaindustrie gekostet h&auml;tten, zur&uuml;ckzuweisen. Allerdings ist Schlimmstes zu erwarten, denn die Pharmalobbyisten haben die Politik schon l&auml;ngstens im Sack. Bereits letztes Jahr forderten die Wirtschaftsminister der L&auml;nder &ndash; darunter der heutige Gesundheitsminister Philipp R&ouml;sler (FDP) &ndash; in einem Papier die Neuausrichtung des IQWiG unter Ber&uuml;cksichtigung der &ldquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit, insbesondere der heimischen pharmazeutischen Unternehmen&rdquo;. Die Presse wie auch die W&auml;hler sollten genauestens darauf achten, dass kein Lobbyist der Pharmaindustrie, sondern ein unabh&auml;ngiger und qualifizierte Kandidat f&uuml;r diesen Posten nominiert wird, der weiterhin Pillen ablehnt, die nur scheinbar neu oder gar wirkungslos sind. &ndash; Eher am&uuml;sant ist die Behauptung von Jens Spahn (CDU), dass bei solchen Spesenvergehen &ldquo;jeder Abgeordnete gehen&rdquo; m&uuml;sse, diese Forderung sollte er doch am Kollegen Wulff ausprobieren. (Das 3000 Euro-Upgrading des nieders&auml;chsischen Ministerpr&auml;sidenten d&uuml;rfte &uuml;ber den falsch abgerechneten Quittungen von Sawicki liegen) Zur Haltlosigkeit der Anschuldigungen gegen Sawicki <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/0,1518,druck-673239,00.html\">siehe hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&Uuml;bergang von der Schule in einen Beruf<\/strong><br>\nEine auf drei Jahre angelegte L&auml;ngsschnittstudie f&uuml;r regionales &Uuml;bergangsmanagement des Deutschen Jugendinstituts in Hallesoll helfen, in kurzer Zeit, aber nachhaltig durch ma&szlig;geschneiderte Diagnosetools den Weg in das Berufsleben f&uuml;r viele, insbesondere benachteiligte, Jugendliche zu ebnen. Ergebnisse:<br>\nNur ein Viertel der Jugendlichen m&uuml;ndet in der Regel unmittelbar nach Ende der Pflichtschulzeit ohne weitere Zwischenschritte in eine Ausbildung ein. In dieser Kategorie finden sich mehr Jungen als M&auml;dchen und mehr Jugendliche deutscher Herkunft als Jugendliche mit Migrationshintergrund.<br>\nJeder f&uuml;nfte Jugendliche der Stichprobe versucht, die Chancen auf einen Ausbildungsplatz ihrer\/seiner Wahl durch den Erwerb eines mittleren Bildungsabschlusses zu erh&ouml;hen. Meist waren dies Jugendliche mit besseren Schulnoten und insgesamt mehr M&auml;dchen als Jungen.<br>\nEin F&uuml;nftel der Jugendlichen hat im Durchschnitt 13 Monate w&auml;hrend des Untersuchungszeitraums in berufsvorbereitenden Lernangeboten verbracht, bevor der Einstieg in eine Ausbildung gelungen ist. Dieser Weg ist kennzeichnend f&uuml;r Jugendliche mit Migrationshintergrund und Jugendliche mit schlechten Schulnoten.<br>\nJede\/r zehnte Jugendliche verfolgte eine schulische H&ouml;herqualifizierung. Es sind eher M&auml;dchen und Jugendliche mit guten Schulnoten, die bereits bei der ersten Befragung im letzten Hauptschuljahr eine klare Pr&auml;ferenz f&uuml;r den weiteren Schulbesuch und den Erwerb h&ouml;herer allgemeinbildender Abschl&uuml;sse ge&auml;u&szlig;ert haben.<br>\nEinem Viertel der Jugendlichen ist 54 Monate nach dem Ende der Pflichtschulzeit noch immer nicht der Einstieg in eine Ausbildung gelungen. Nur selten befanden sie sich in einer (zumeist nach kurzer Zeit abgebrochenen) Ausbildung. Durchschnittlich 13,5 Monate haben sie als Ungelernte gearbeitet. Etwa genau so lange waren sie im Durchschnitt erwerbslos. Diese Jugendlichen haben im Durchschnitt 27 Monate in Schulen oder berufsvorbereitenden Lernangeboten verbracht &ndash; ohne den angestrebten Erfolg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news351923\">idw<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ungleiche Chancen beim Schul&uuml;bergang<\/strong><br>\nZehn Jahre ist es her, seit der PISA-Schock das deutsche Bildungssystem ersch&uuml;tterte. PISA zeigt nicht nur auf, dass die Leistungen deutscher Sch&uuml;ler nur Mittelma&szlig; darstellten, sondern machte auch unmissverst&auml;ndlich klar, dass der Bildungserfolg der Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler ma&szlig;geblich von ihrer sozialen Herkunft bestimmt wird. Nachfolgende PISA-Wellen sowie die gro&szlig;en Schulleistungsstudien TIMSS und IGLU lassen einen Trend zum Besseren erkennen, aber nach wie vor gilt soziale Ungleichheit im deutschen Bildungssystem als Realit&auml;t. Aber an welchen Stellen entsteht Ungleichheit und welche Faktoren beg&uuml;nstigen sie?\n<p>Soziale Herkunft und Leistungsniveau der Mitsch&uuml;ler stellen Weichen f&uuml;r den Gymnasialbesuch<\/p>\n<p>Kai Maaz und Gabriel Nagy gehen in ihrem Beitrag auf die prim&auml;ren und sekund&auml;ren Effekte der sozialen Herkunft auf den &Uuml;bergang ein. Sie zeigen, dass ein nicht unerheblicher Teil der Ungleichheit bereits im Vorfeld des &Uuml;bergangs entsteht und auf Unterschiede beim Kompetenzerwerb, der Benotung und der Schulformempfehlung zur&uuml;ckgef&uuml;hrt werden kann&hellip; Es zeigte sich, dass Eltern aus sozial privilegierten Verh&auml;ltnissen ihre Kinder h&auml;ufiger auch ohne entsprechende Empfehlung aufs Gymnasium schicken als Eltern aus weniger privilegierten Verh&auml;ltnissen. Dieses Verhalten ist in allen Bundesl&auml;ndern zu beobachten, eine Verst&auml;rkung der sozialen Ungleichheit kommt aber insbesondere dort zum Tragen, wo die Schulformempfehlung des Lehrers nicht bindend ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news352499\">idw<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Spekulationen um Oskar Lafontaine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Tom Strohschneider &ldquo;Nicht ersetzbar&rdquo;<\/strong><br>\nOskar Lafontaine verl&auml;sst Bundestag und Parteivorsitz &ndash; bleibt aber eine wichtige Stimme der Linken. Die steht nun vor schwierigen Aufgaben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1003-lafontaine-linkspartei-vorsitz-programm\">der Freitag<\/a>\n<p><em>Als Beispiel, wie &uuml;ber die von Strohschneider angesprochene Mediendemokratie Einfluss genommen wird:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Machtkampf innerhalb der Partei Die Linke<\/strong><br>\nNat&uuml;rlich ist ein Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer auch nicht in dem Sinne &bdquo;nur ein Pressesprecher&ldquo;, dass er sich mit der Rolle des &bdquo;Sprachrohrs&ldquo; der Vorsitzenden begn&uuml;gt. Wobei dies im vorliegenden Fall bereits eine Verbesserung bedeuten w&uuml;rde. Nein, die im Zusammenhang mit dem Streit um den Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer eingeforderte Loyalit&auml;t bedeutet weder Duckm&auml;usertum noch Untert&auml;nigkeit, sondern aktive, k&auml;mpferische Unterst&uuml;tzung der Partei in enger Abstimmung mit den Vorsitzenden. Wer, wie der Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer, am selben Tag, an dem Oskar Lafontaine aufgrund des Drucks der Medien seine Krebserkrankung bekannt geben musste, &ouml;ffentlich ausschlie&szlig;t, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Verzicht Lafontaines auf den Fraktionsvorsitz im Bundestag und dessen Krebserkrankung g&auml;be, ist erwiesenerma&szlig;en illoyal (vgl. z.B. hier oder hier). Wer, wie der Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer, streut, der Schreibtisch des Vorsitzenden sei immer leer (Quelle), obwohl er wei&szlig;, dass der Vorsitzende im Wahlkampf f&uuml;r Kommunal-, Europa-, Bundestagswahlen und die Landtagswahl im Saarland als &bdquo;Speerspitze&ldquo; im Einsatz ist, handelt b&ouml;sartig und verantwortungslos. Wer, wie der Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer, f&uuml;r eine Spiegel-Story das Stichwort gibt, indem er sagt, er habe von Lafontaines Absichten, den Fraktionsvorsitz abzugeben, schon Anfang des Jahres gewusst, dies aber, wenn &uuml;berhaupt, nur im engsten Vertrautenkreis einmal &uuml;berlegt wurde, kann nachher nicht die verfolgte Unschuld spielen (vgl. z.B. hier, Bartsch: &ldquo;Ich bleibe dabei: Ich weise den Vorwurf der Illoyalit&auml;t zur&uuml;ck.&rdquo;&nbsp;Nachtrag: Oder noch am 23.01.2010 in der Saarbr&uuml;cker Zeitung, in der der Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer zudem feststellt: &ldquo;&Uuml;brigens: Dass ich im Mai nicht wieder f&uuml;r den Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer kandidiere, wissen meine Mitarbeiter schon seit meiner Wiederwahl vor zwei Jahren.&rdquo; Antwort der Saarbr&uuml;cker Zeitung darauf: &ldquo;So werden Legenden gestrickt.&rdquo;&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=75&amp;Itemid=2\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dieser Beitrag mag zur Ausgewogenheit der Berichterstattung &uuml;ber die Auseinandersetzungen innerhalb der F&uuml;hrung der Linkspartei beitragen. Siehe dazu auch: <a href=\"?p=4464\">Die neoliberale Strategie: Aus allen potentiellen Konkurrenten &bdquo;Realos&ldquo; machen.<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Linke nach Lafontaine<\/strong><br>\nF&uuml;r die Linkspartei ist dieser R&uuml;ckzug nat&uuml;rlich ein herber Verlust, die Wahlergebnisse werden im Westen schmaler ausfallen. Es gibt niemand, der Lafontaine das Wasser reichen kann. Egal, ob die neuen Chefs k&uuml;nftig Klaus Ernst, Petra Pau oder Gesine L&ouml;tzsch hei&szlig;en &ndash; sie k&ouml;nnen sich schon mal darauf einstellen, f&uuml;r zu leicht befunden zu werden. Klar ist aber auch: Die SPD freut sich mal wieder zu fr&uuml;h. Lafontaines R&uuml;ckzug wird das Klima zwischen den Parteien vielleicht ein bisschen aufhellen &ndash; mehr nicht. Dass nur Lafontaine der Ann&auml;herung zwischen Linkspartei und SPD im Weg stand, war schon immer eine Legende &ndash; es &uuml;bersch&auml;tzt das Pers&ouml;nliche in der Politik und untersch&auml;tzt, wie stabil die Linkspartei ist. Hannelore Kraft, SPD-Chefin in NRW, hofft jetzt auf die R&uuml;ckkehr von Exsozialdemokraten in den Scho&szlig; der SPD. Dazu wird es nicht kommen. Das Schisma ist seit der Agenda 2010 kaum &uuml;berbr&uuml;ckbar. Lafontaine hat diese Spaltung nicht erfunden.<br>\nDass SPD-Chef Gabriel mal eben im Vorbeigehen die Linkspartei in NRW pauschal zu regierungsuntauglichen Chaoten abstempelt, zeigt, wie hartn&auml;ckig die Unf&auml;higkeit der SPD ist, aus Fehlern zu lernen. Es m&uuml;sste &ndash; mit oder ohne Lafontaine &ndash; darum gehen, eine rationale Arbeitsteilung zwischen SPD und Linkspartei zu entwickeln. Die wird es erst geben, wenn sich die SPD von der Illusion l&ouml;st, dass die Linkspartei ein Intermezzo und historisches Irrlicht ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a1&amp;dig=2010%2F01%2F25%2Fa0081&amp;cHash=d01e1a93f7\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Droht jetzt rot-rot-gr&uuml;ner Swingerclub?<\/strong><br>\nDie stellvertretende SPD-Vorsitzende Hannelore Kraft&nbsp;bietet&nbsp;in der &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo; Mitgliedern der Linken einen Wechsel in die SPD an: &ldquo;Als SPD wollen wir W&auml;hler von der Linkspartei zur&uuml;ckgewinnen und unsere T&uuml;r steht auch offen f&uuml;r die R&uuml;ckkehr von Gewerkschaftlern und ehemaligen Sozialdemokraten.&rdquo;<br>\nDer Vize-Sprecher der &ldquo;SPD-Linken&rdquo;, Niels Annen, sieht nach der Entscheidung Lafontaines mehr M&ouml;glichkeiten einer Kooperation. &ldquo;Ob es in den n&auml;chsten Jahren eine Chance auf eine rot-rote Mehrheit geben kann, wird die Partei die Linke nun zu entscheiden haben&rdquo;, sagte Annen dem Onlineportal des &ldquo;Handelsblatts&rdquo;. Und: &ldquo;In Zukunft wird es der Partei schwerer fallen, die tiefen Gegens&auml;tze zwischen den Reformern und den Dogmatikern zu &uuml;berspielen.&rdquo; Das&nbsp;sieht der Seeheimer Kreis der &ldquo;SPD-Rechten&rdquo; sicherlich ganz genauso.<br>\nUnd dann hat sich noch die Gr&uuml;nen-Chefin Claudia Roth zu Wort gemeldet. In der &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo; stellt sie DIE LINKE vor die Wahl: &ldquo;Sie muss sich entscheiden, ob sie weiter den einfachen Weg in die polternde Fundamentalopposition gehen will oder die Chance ergreift, verantwortlich Politik zu gestalten.&rdquo; Was &ldquo;verantwortliche Politik&rdquo; ist, l&auml;sst Claudia Roth offen.<br>\nDie oben zitierten &Auml;u&szlig;erungen von SPD- und Gr&uuml;nen-Politikern offenbaren eine gro&szlig;e politische und inhaltliche Leere. Die kritiklose &Uuml;bernahme von durch linken-feindliche Medien gesetzte Kampagnenw&ouml;rter wie &ldquo;Reformern&rdquo; und &ldquo;Dogmatikern&rdquo; unterstreicht diese um sich greifende politische Geistlosigkeit.<br>\nIn dem Ma&szlig;e, indem Parteien so zu beliebigen und austauschbaren&nbsp;Partnern werden, gleicht die Politik mehr und mehr einem Swingerclub. Dank ihrer klaren Programmatik ist DIE LINKE bisher von dieser Entwicklung verschont geblieben. Es bleibt abzuwarten, ob dies&nbsp;nach dem R&uuml;ckzug Lafontaines aus dem Bundestag&nbsp;und von der Parteispitze auch weiterhin gelingt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=77&amp;Itemid=2\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Afghanistan<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wir betreiben ein Terrorzuchtprogramm<\/strong><br>\n&ldquo;F&uuml;r nichts sch&auml;me ich mich mehr als f&uuml;r unsere Beteiligung am Afghanistankrieg&rdquo;, schreibt der Publizist J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer. Er kennt das Land aus eigener Anschauung. Es gebe dort sehr wohl Alternativen zur aktuellen Kriegspolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F01%2F25%2Fa0004&amp;cHash=c3049c61e4\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Vor Konferenz in London: Regierung ringt um Afghanistanstrategie<\/strong><br>\nSchwarz-Gelb erteilt Abzugspl&auml;nen vor der internationalen Konferenz in London eine Absage, will aber mehr Polizeiausbilder nach Afghanistan schicken &ndash; und eventuell 500 zus&auml;tzliche Soldaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2228485&amp;em_loc=2091&amp;em_ref=\/top_news\/&amp;em_ivw=fr_poltop\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie war das noch einmal: &ldquo;Wenn die Afghanistan-Konferenz in London eine reine Truppenstellerkonferenz wird, fahre ich nicht hin.&rdquo; Da war Guido Westerwelle wohl etwas voreilig: Jetzt schicken wir schon Truppen hin, bevor in London der geforderte &ldquo;politische Ansatz und eine Gesamtstrategie&rdquo; beschlossen werden. Aber wir haben ja eine Strategie: Die Bundeswehr soll ihre Lager &ouml;fter verlassen (Guttenberg) und Talibanaussteiger erhalten eine Abwrack- bzw. Reintegrationspr&auml;mie (Westerwelle\/Karsai).<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Exit f&uuml;r Polizisten<\/strong><br>\nAusbildung von Sicherheitskr&auml;ften in Afghanistan ein &ldquo;Desaster&rdquo;. Kurz vor der Afghanistan-Konferenz in London hat der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) ein Positionspapier zum Einsatz von Polizisten in Afghanistan ver&ouml;ffentlicht. W&auml;hrend die Bundesregierung noch mehr deutsche Beamte zur Ausbildung afghanischer Kollegen entsenden will, &auml;u&szlig;ert der BDK starke Vorbehalte und benennt &raquo;Gr&uuml;nde des Scheiterns&laquo; der Mission. Der Verband fordert, bis zum Jahr 2016 alle Polizisten abzuziehen. Zwar wird konzediert, der Einsatz sei &raquo;sehr wichtig und notwendig&laquo;. Jedoch sei die Sicherheitslage schlechter geworden, und mit zunehmender Dauer schwinde die Zustimmung bei der zivilen afghanischen Bev&ouml;lkerung, genauso wie in Deutschland. Eines der Hauptprobleme sieht der BDK in der &raquo;allumfassenden Korruption&laquo;. Die Afghanische Nationalpolizei (ANP) genie&szlig;e nur geringes Ansehen und sei f&uuml;r &raquo;Stra&szlig;enr&auml;uber-Abzockerei&laquo; an Checkpoints bekannt. Die Grenzpolizei verdiene am Drogengesch&auml;ft mit und lasse Lastwagen voller Opium ungehindert passieren.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/01-25\/044.php?print=1\">junge Welt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bdk.de\/index.php?eID=tx_nawsecuredl&amp;u=0&amp;file=uploads\/media\/2010-01-14_Artikel-als-PDF-downloaden.pdf&amp;t=1264463726&amp;hash=b35bf5968b3178fe5bddd2aa47fa480e\">Zur Polizeiausbildung in Afghanistan Bund Deutscher Kriminalbeamter<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Banken in Bayern und anderswo; Hartz IV; die Umtriebe der FDP; PKV; Hype um Schweinegrippe; Pharmapr&uuml;fer Sawicki muss gehen; ungleiche Chancen beim Schul&uuml;bergang; Spekulationen um Lafontaine; Afghanistan.(KR\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4475","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4475","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4475"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4475\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4475"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4475"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4475"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}