{"id":44766,"date":"2018-07-04T08:27:18","date_gmt":"2018-07-04T06:27:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44766"},"modified":"2018-07-04T08:27:18","modified_gmt":"2018-07-04T06:27:18","slug":"hinweise-des-tages-3153","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44766","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44766#h01\">Entv&ouml;lkerung als N&auml;hrboden rechter Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44766#h02\">Warum mir das Wort &ldquo;Europa&rdquo; schon bei den Ohren herauskommt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44766#h03\">Ein roter Morgen in Amerika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44766#h04\">Nicht im eigenen Saft schmoren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44766#h05\">Festhalten an &ldquo;schwarzer Null&rdquo;: Scholz will Schuldenquote kr&auml;ftig dr&uuml;cken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44766#h06\">Bundeswehr: Noch mehr Geld!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44766#h07\">Der Mindestlohn hilft dem ganzen Land<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44766#h08\">Misere Arbeitsmarkt &ndash; Studieren bis 50<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44766#h09\">Altersarmut: Sie kochen Kohlrabibl&auml;tter aus und heizen nur ein Zimmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44766#h10\">&Uuml;ber wie viele Br&uuml;cken muss man gehen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44766#h11\">Polizeigesetz in Nordrhein-Westfalen zeigt Tendenz zu Obrigkeitsstaat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44766#h12\">&bdquo;Es darf hier kein Schlussstrich sein&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44766#h13\">Die Ohnmacht der Wettbewerbsh&uuml;ter gegen digitale Preisabsprachen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44766#h14\">Civil Unrest Is Here: Violence Erupts In American Streets As Progressive Leaders Urge Their Followers To &ldquo;Rise Up&rdquo; And Prepare For A &ldquo;Summer Of Rage&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44766#h15\">Wer &ldquo;Transitzentren&rdquo; sagt, sagt auch &ldquo;Asyltourismus&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Entv&ouml;lkerung als N&auml;hrboden rechter Politik<\/strong><br>\nWar die hohe Zahl der Fl&uuml;chtlinge, die 2015 nach Europa und damit auch nach Deutschland kamen, tats&auml;chliche die Ursache f&uuml;r das Erstarken der AfD? Daf&uuml;r spricht zun&auml;chst einmal die Tatsache, dass zeitgleich mit der verst&auml;rkten Ankunft von B&uuml;rgerkriegsfl&uuml;chtlingen aus dem Mittleren Osten die Zahl der W&auml;hlerinnen und W&auml;hler der AfD deutlich zugenommen hat.<br>\n(&hellip;) Der bulgarische Politologe Ivan Krastev hat in einem Interview mit dem Wiener Standard vom 9. April 2018 anl&auml;sslich der Wahlen in Ungarn am Tag davor die bereits in seinem Essay &bdquo;Europad&auml;mmerung&ldquo; entwickelte These wiederholt, dass nicht die Zuwanderung, sondern die Abwanderung vor allem junger Menschen den N&auml;hrboden f&uuml;r rechte Populisten bilde. Auch f&uuml;r Deutschland gelte das, betonte Krastev: &bdquo;Es gab in Deutschland eine Studie, die gezeigt hat, dass in Ostdeutschland, wenn die Auswanderung in einer Region sehr hoch war, dies ein viel besserer Prognosefaktor f&uuml;r den Erfolg der AfD bei Wahlen war, als wenn man auf Einwanderung geachtet hat&ldquo;, so Krastev in dem Interview.<br>\n(&hellip;) aus l&auml;ndlichen Gebieten&hellip;hat die Abwanderung in den letzten zwei Jahrzehnten zu Verwaltungsreformen gef&uuml;hrt in deren Folge die staatliche Pr&auml;senz &ndash; einschlie&szlig;lich des staatlichen Machtmonopols in Form der Polizei &ndash; in der Fl&auml;che massiv ausged&uuml;nnt wurde. Die Wege zu &Auml;mtern wurden l&auml;nger, da in kleineren St&auml;dten kaum noch &ouml;ffentliche Verwaltungen vertreten sind. Auch der &ouml;ffentliche Nahverkehr wurde ausged&uuml;nnt. Die Versorgung mit zentralen Dienstleistungen, wie Arztpraxen, Post und Sparkassen sowie die Versorgung mit G&uuml;tern des t&auml;glichen Bedarfs ist in kleinen Gemeinden nur mehr begrenzt gew&auml;hrleistet. Nicht zuletzt sind im l&auml;ndlichen Raum die Erwerbsarbeitspl&auml;tze d&uuml;nn ges&auml;t.<br>\n(&hellip;) In diese zuvor schon schwierige Situation hinein sind 2015 die Fl&uuml;chtlinge gekommen. Es gibt Stimmen vor Ort, die sagen, dass nicht die Ankunft der Fl&uuml;chtlinge der Grund f&uuml;r die Proteste und das Erstarken der AfD war, sondern dass die Fl&uuml;chtlinge nur den Ansto&szlig; dazu gegeben haben. Und zwar deshalb, weil trotz jahrelanger Behauptung von politischer Seite, es sei kein Geld da f&uuml;r den Erhalt &ouml;ffentlicher Infrastruktur, pl&ouml;tzlich ausreichend Geld vorhanden war, um die ankommenden Fl&uuml;chtlinge zu versorgen&hellip;Au&szlig;erdem standen die ankommenden Fl&uuml;chtlinge sofort im Mittelpunkt der medialen Berichterstattung. W&auml;hrend die Erfahrung der ortsans&auml;ssigen B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, immer mehr in Vergessenheit zu geraten und keine Bedeutung mehr f&uuml;r &bdquo;die Politik&ldquo; zu haben, nie die Aufmerksamkeit der Medien auf sich gezogen hat.<br>\n (&hellip;) F&uuml;r die politische Auseinandersetzung mit der AfD w&uuml;rde das ganz konkret bedeuten, nachhaltige und substantielle Investitionen in die soziale und technische Infrastruktur in den Gebieten und Stadtvierteln zu t&auml;tigen, die von Abwanderung und Vernachl&auml;ssigung gepr&auml;gt sind&hellip;.<br>\nPraktisch hei&szlig;t das: Im l&auml;ndlichen Bereich ist in jeder Stadt ein aus &ouml;ffentlichen Mitteln finanziertes soziales Rathaus einzurichten. In einem solchen Rathaus sind ein B&uuml;rgerb&uuml;ro, eine Arztpraxis, eine Sparkasse mit Automatenstelle und zumindest w&ouml;chentlichen Beratungsm&ouml;glichkeiten, n&ouml;tigenfalls eine Verkaufsstelle f&uuml;r G&uuml;ter des t&auml;glichen Bedarfs, eine Polizeistation, die auch personell besetzt ist, sowie Versammlungs-\/Veranstaltungsr&auml;ume vorzuhalten. Auch in den &ouml;ffentlichen Nahverkehr ist zu investieren, um unter Nutzung moderner Technik die Mobilit&auml;t zu bezahlbaren Preisen f&uuml;r die Nutzerinnen und Nutzer zu verbessern&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/klute\/entvoelkerung-als-naehrboden-rechter-politik-1\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A. L.:<\/strong> &hellip;Wir haben nicht nur eine Einwanderung von Menschen in unser Land. Wir haben auch eine massive Auswanderung von Menschen, die unser Land verlassen. Und wir haben aussterbende D&ouml;rfer\/St&auml;dte\/Regionen, weil es f&uuml;r viele keine Perspektive mehr gibt&hellip;. Dieser Artikel hat mir die Augen ein St&uuml;ck weit(er) ge&ouml;ffnet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Warum mir das Wort &ldquo;Europa&rdquo; schon bei den Ohren herauskommt<\/strong><br>\nDas waren noch Zeiten, als &ldquo;Europa&rdquo; noch nicht zum Kampfbegriff vergoren war, der einem st&auml;ndig um die Ohren gehauen wird, mit dem man politische Gegner niedermacht und mit dem man sich selbst beweihr&auml;uchert. Ja, das waren noch Zeiten, als einem noch nicht fortw&auml;hrend Leitartikelschreiber und Politiker mit dem erhobenen Zeigefinger erkl&auml;rt haben, wie man denken, f&uuml;hlen, handeln und nat&uuml;rlich auch abstimmen und w&auml;hlen m&uuml;sse, um ein &ldquo;richtiger Europ&auml;er&rdquo; zu sein.<br>\n(&hellip;) Heute hingegen kann man schnell wie ein solcher an den Pranger gestellt werden, wenn man das Projekt der &ldquo;europ&auml;ischen Einigung&rdquo; in Frage stellt, zu dem man sich gef&auml;lligst als &bdquo;aufrechter Europ&auml;er&ldquo; zu bekennen habe. Lauter Schlagw&ouml;rter und Kampfbegriffe, die es fr&uuml;her nicht gab.<br>\nDie Europ&auml;ische Union ist darum auch keineswegs das Gegenst&uuml;ck zum Nationalismus, als das sie sich gerne verkauft. Im Gegenteil, sie ist ein solches Gro&szlig;reich und selber Tr&auml;ger von Nationalismus. Das ist un&uuml;bersehbar. Derselbe Patriotismus, den die einzelnen L&auml;nder f&uuml;r sich so gerne einfordern, der wird auch hier st&auml;ndig eingefordert, nur in Bezug auf ein gr&ouml;&szlig;eres politisches Gebilde, das ist alles. Dieselben Gef&uuml;hle und Bindungen, die man dem Nationalismus zuordnet, werden auch hier von einem verlangt, und zwar st&auml;ndig&hellip;<br>\n(&hellip;) Ja, manchmal hat man den Eindruck, dass es sich bei der Europ&auml;ischen Union um ein politisches Gebilde handelt, das sich ideologisch &uuml;berhaupt nur mehr dadurch am Leben erhalten kann, dass es st&auml;ndig neue Feinbilder erschafft. Was w&auml;re schlie&szlig;lich Europa ohne Putin? So viel wie der Pfarrer ohne die S&uuml;nde.<br>\nJedes Mal jedoch, wenn einer auch nur leise die &uuml;berbordende Schwarzwei&szlig;malerei in den Konflikten mit Russland in Frage stellt und daf&uuml;r nat&uuml;rlich unverz&uuml;glich in aller &Ouml;ffentlichkeit als &ldquo;Putinversteher&rdquo; gebrandmarkt wird, wird ein St&uuml;ck Europa erschaffen. Denn so wie jeder richtige Nationalismus braucht auch der Europa-Nationalismus f&uuml;r sein ideologisches &Uuml;berleben nicht nur die &auml;u&szlig;eren Feinde, sondern gleichfalls die inneren&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/derstandard.at\/2000082327813\/Warum-mir-das-Wort-Europa-schon-bei-den-Ohren-herauskommt\">Der Standard<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Lesenswerte Reflexionen &uuml;ber das neoliberale Projekt Europa<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ein roter Morgen in Amerika<\/strong><br>\nDer unerwartete Wahlsieg der demokratischen Sozialistin Alexandria Ocasio-Cortez in New York zeigt, dass Bernie Sanders kein statistischer Ausrei&szlig;er war. Im Gegenteil: Sozialismus ist eine wachsende Str&ouml;mung in der US-amerikanischen Gesellschaft, die die etablierte Politik nicht mehr ignorieren kann.<br>\nDas meiste, was man heutzutage aus den Vereinigten Staaten mitbekommt, wirkt erschreckend. Kinder werden an der mexikanischen Grenze von ihren Eltern getrennt und in umfunktionierte, leerstehende Wal-Mart-Verkaufshallen interniert; das Oberste Gericht des Landes schafft ein weiteres institutionelles Standbein der Gewerkschaften ab und ebnet damit den Weg f&uuml;r weitere Angriffe auf ihre sowieso prek&auml;ren Strukturen und wom&ouml;glich das Ende der Gewerkschaftsbewegung, wie sie bisher existierte. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, ist der Pr&auml;sident des m&auml;chtigsten Landes der Welt  kein anderer als der gescheiterte Immobilienhai Donald J. Trump &ndash; eine monstr&ouml;se Sch&ouml;pfung des sp&auml;ten US-Imperiums, ein halluzinatorischer Mussolini f&uuml;r den Mittleren Westen.<br>\nDie Lage ist, gelinde gesagt, weniger als rosig und sie wird wahrscheinlich schlimmer, ehe sie sich zum Besseren &auml;ndert. Aber wie anderswo auf der Welt f&uuml;hrt die zugespitzte gesellschaftliche Lage nicht nur zu einer Polarisierung  von rechts, sondern auch von links. Unter der Oberfl&auml;che des amerikanischen Alptraums gibt es Hoffnungsschimmer und Indizien, dass nicht nur bei den Republikanern, sondern auch bei den Demokraten die alten Spielregel nicht mehr gelten.  Schlie&szlig;lich ist es erst zwei Jahre her, dass Bernie Sanders Botschaft eines &bdquo;demokratischen Sozialismus&ldquo; Millionen begeisterte und das lang tabuisierte &bdquo;S-Wort&ldquo; zur&uuml;ck in den politischen Alltag brachte. Diese Millionen Menschen verschwanden nicht nach der Wahl, sondern sind tendenziell sogar mehr geworden. Sie bilden die Grundlage f&uuml;r ein kleines bisschen politische Hoffnung. Seit Dienstag dieser Woche hei&szlig;t diese Hoffnung Alexandria Ocasio-Cortez.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/adamag.de\/sozialismus-amerika-alexandra-ocasio-cortez-wahlsieg\">Ada<\/a>\n<p><strong>dazu: Alexandria Ocasio-Cortez&rsquo;s Transformational Vision<\/strong><br>\nAlexandria Ocasio-Cortez won because she put forward a bold, clear message of class politics. [&hellip;]<br>\nPeople responded to Ocasio-Cortez&rsquo;s clear vision of working-class politics &mdash; universal programs, decommodification of basic goods like health care and jobs, and the redistribution of wealth and power &mdash; and her bold attacks on Joe Crowley and the corporate agenda he represents. Ocasio-Cortez also provided a strong model for a class conflict-focused campaign, one that deliberately seeks out and challenges capital through popular support and mass mobilization. She was able to do this while repudiating the false dichotomy between caring about racial inequality and economic inequality, saying, &ldquo;to fail working-class Americans is to fail Latino Americans.&rdquo; Unlike the Democratic Party establishment, she explicitly tied the urgent fight against racial injustice and all forms of oppression to a working-class program and perspective.<br>\nIn order to understand Ocasio-Cortez&rsquo;s appeal and impact, we need to understand class and class politics, central to her campaign and to our broader socialist project.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jacobinmag.com\/2018\/07\/alexandria-ocasio-cortez-dsa-socialism-elections-power\">Jacobinmag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Nicht im eigenen Saft schmoren<\/strong><br>\nVon wegen Spaltung: Rudolf Dre&szlig;ler h&auml;lt die Kritik an der linken Sammlungsbewegung f&uuml;r unberechtigt<br>\nHerr Dre&szlig;ler, Sie unterst&uuml;tzen die linke Sammlungsbewegung von Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine. Warum?<br>\nDer Grund ist einfach: Meine Partei, die SPD, hat keine demokratisch legitimierte Machtperspektive mehr. Und wenn eine Partei diese Perspektive nicht mehr hat, hat sie auch keine Chance, irgendwelche Wahlen zu gewinnen. Wir hatten nach den Bundestagswahlen 2005 und 2009 jenseits von CDU\/CSU und FDP eine Mehrheit. Diese hat die SPD der Union als Geschenk auf den Scho&szlig; gelegt. Ein gro&szlig;er Fehler. Heute sind diese Mehrheiten nicht mehr erreichbar. Die SPD hat laut Umfragen eine Zustimmung von rund 18 Prozent. Und es geht eher nach unten als nach oben. Deshalb muss eine &uuml;berparteiliche Initiative den Versuch unternehmen, die verlorene Machtoption wiederzuerlangen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1092910.sammlungsbewegung-nicht-im-eigenen-saft-schmoren.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Festhalten an &ldquo;schwarzer Null&rdquo;: Scholz will Schuldenquote kr&auml;ftig dr&uuml;cken<\/strong><br>\nBundesfinanzminister Scholz will Vorg&auml;nger Sch&auml;uble bei der Haushaltsdisziplin noch &uuml;bertrumpfen &ndash; und die Schuldenquote auf das niedrigste Niveau seit 2002 senken. Und einen Streit will er beim Haushalt f&uuml;r das kommende Jahr auch noch l&ouml;sen.<br>\nBundesfinanzminister Olaf Scholz will erstmals seit 17 Jahren die deutsche Staatsverschuldung wieder unter die f&uuml;r die Stabilit&auml;t des Euro vorgesehenen Grenzen senken. Das verlautete aus Regierungskreisen zum Entwurf des Haushalts 2019. Im kommenden Jahr soll die Schuldenquote mit 58,25 Prozent wieder unter 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) fallen &ndash; das entspricht dem sogenannten Maastricht-Kriterium.<br>\n(&hellip;) Den Ausgaben von 356,8 Milliarden stehen erwartete Einnahmen von ebenfalls 356,8 Milliarden Euro gegen&uuml;ber, das h&auml;ngt vor allem mit steigenden Steuereinnahmen zusammen (&ldquo;schwarze Null&rdquo;). Im Streit um den Wehretat soll Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen mehr Geld als bisher geplant bekommen. Ihr Budget soll um knapp vier Milliarden Euro auf 42,9 Milliarden Euro steigen.<br>\n(&hellip;) In der vergangenen Woche waren in der &ldquo;Bereinigungssitzung&rdquo; des Haushaltsausschusses die letzten Details beim Haushalt 2018 geregelt worden. Wegen der langen Verhandlungen bis zur Bildung der Koalition von Union und SPD wird bisher mit einem Haushalt regiert, der nur dringend notwendige Ausgaben vorsieht. Am Donnerstag soll der Bundestag die Pl&auml;ne final beschlie&szlig;en. Bereits am Freitag will das Bundeskabinett den Entwurf von Scholz f&uuml;r 2019 beschlie&szlig;en &ndash; bis zum Herbst soll der Bundestag hier&uuml;ber beraten und ihn schlie&szlig;lich verabschieden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Scholz-will-Schuldenquote-kraeftig-druecken-article20510828.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bundeswehr: Noch mehr Geld!<\/strong><br>\nDie FAZ berichtet, Finanzminister Olaf Scholz habe eingewilligt, den R&uuml;stungshaushalt um noch einmal deutlich mehr aufzustocken, als die ohnehin bereits vorgesehenen 4 Mrd. Euro: &bdquo;Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will im Streit um den Wehretat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) deutlich mehr Geld f&uuml;r 2019 zubilligen als bisher geplant. Dem Entwurf f&uuml;r den Bundeshaushalt 2019 zufolge soll der Verteidigungsetat n&auml;chstes Jahr auf 42,9 Milliarden Euro steigen. [&hellip;] Das w&auml;re ein Plus von vier Milliarden Euro gegen&uuml;ber 2018 &ndash; und rund 675 Millionen Euro mehr als bisher f&uuml;r 2019 vorgesehen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2018\/07\/03\/bundeswehr-noch-mehr-geld\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44750#h14\">NATO: US-Brandbriefe (II)<\/a> (mit Anmerkung). Wird dieses Geld, was Herr Scholz nun f&uuml;r die R&uuml;stung ausgeben m&ouml;chte, nicht dringend in anderen Bereichen ben&ouml;tigt &ndash; z.B. Infrastrukturen, mehr Personal im &Ouml;ffentlichen Dienst und h&ouml;here Arbeitslosengeld II-Regels&auml;tze? Wem n&uuml;tzt denn eigentlich diese Erh&ouml;hung der Milit&auml;rkosten &ndash; der hiesigen Bev&ouml;lkerung oder doch eher dieser US-Regierung?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Mindestlohn hilft dem ganzen Land<\/strong><br>\nDer staatliche Mindestlohn hilft nicht nur Arbeitnehmern, die vorher Stundenl&ouml;hne von nur ein paar Euro erhielten. Er hilft durch einen Anstieg des Konsums der ganzen Volkswirtschaft. Das zeigen Berechnungen des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK), die der SZ vorliegen. Die wirtschaftliche Leistung f&auml;llt demnach &uuml;ber Jahre um bis zu 0,5 Prozent h&ouml;her aus.<br>\nDas Plus beim Konsum hat einen gro&szlig;en Wert<br>\nAnf&auml;ngliche Vorbehalte gegen den Mindestlohn haben sich als unbegr&uuml;ndet erwiesen, betont auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), die Lohnuntergrenze habe sich nicht zum Job-Killer entwickelt: &ldquo;Der Mindestlohn n&uuml;tzt vielen Menschen und schadet niemandem in Deutschland.&rdquo; Heil z&auml;hlt auf, wer vor allem profitiert: Frauen, Ostdeutsche sowie Arbeitnehmer ohne berufliche Bildung. Wer vorher weniger verdiente, f&uuml;r den bedeutet die Untergrenze eine deutliche Lohnerh&ouml;hung: im Schnitt um fast 20 Prozent. Laut IMK steigen aber auch die L&ouml;hne etwas oberhalb des Mindestlohns. Und weil Besch&auml;ftigte mit vergleichsweise niedrigem Gehalt einen gr&ouml;&szlig;eren Teil ihres Verdiensts f&uuml;r den Konsum ausgeben als Gutverdiener, wirken sich die Lohnsteigerungen stark aus: Sie erh&ouml;hen den Konsum um 0,5 bis 0,7 Prozent &ndash; und kurbeln so das Wachstum an.<br>\nDie Wissenschaftler rechnen f&uuml;r einen Zeitraum von zehn Jahren aus: Mit Mindestlohn liegt die Wirtschaftsleistung konstant um 0,25 Prozent h&ouml;her als ohne. Der Staat nimmt entsprechend durch Steuern mehr ein. Gibt er dieses Geld f&uuml;r zus&auml;tzliche Ausgaben wieder aus, wie es seit 2015 der Fall war, ist der Effekt des Mindestlohns sogar noch gr&ouml;&szlig;er. Dann liegt das Bruttoinlandsprodukt konstant um gut ein halbes Prozent h&ouml;her&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/konjunktur-der-mindestlohn-hilft-demganzen-land-1.4036989\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> L&ouml;hne eben sind nicht nur Kosten f&uuml;r die Betriebe, sondern auch Kaufkraft f&uuml;r die Volkswirtschaft. Eigentlich ganz banal. Die neoliberale Ideologie ist aber eine ganz andere. Darum funktioniert sie ja auch nicht und produziert Massenarbeitslosigkeit. Und zwar vor Allem dadurch, dass sie die L&ouml;hne niedrig h&auml;lt und somit der Wirtschaft die Kaufkraft entzieht. Was dann wiederum durchsinkende Nachfrage zu neuen Entlassungen f&uuml;hrt. Eine Spirale nach unten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Misere Arbeitsmarkt &ndash; Studieren bis 50<\/strong><br>\nIn Italien sind die Folgen der Wirtschaftskrise erheblicher, verh&auml;ngnisvoller und langanhaltender als in anderen L&auml;ndern<br>\nW&auml;hrend Europa w&auml;chst, stagniert Italiens Wirtschaft immer noch. Seit &uuml;ber 15 Jahren hat sich das Pro-Kopf-Einkommen nicht wesentlich ver&auml;ndert. Zwar sind die Arbeitslosenzahlen im Februar 2018 auf 10,9% zur&uuml;ckgegangen, doch die Jugendarbeitslosigkeit steigt stetig an. Sie liegt jetzt bei 32,8%. Nur Griechenland und Spanien stehen schlechter da als Italien. Laut der Gesellschaft f&uuml;r Verbraucherschutz Codacons wird es noch 10 Jahre dauern, bis Italien wieder das Besch&auml;ftigungsniveau von 2007 erreicht, als die Arbeitslosenquote 6,1% betrug und die Krise noch nicht begonnen hatte.<br>\nDie Stellenagebote sind meistens skandal&ouml;s: unterbezahlt, projektbasiert, auf wenige Monate oder sogar Wochen begrenzt. Oft antworten Tausende von Bewerbern auf eine ausgeschriebene Stelle. Besonders Akademiker verkaufen ihr Arbeitspotential meist unter Wert. Korruption, Klientel- und Vetternwirtschaft herrschen landesweit, jedoch gibt es immer noch ein starkes Nord-S&uuml;d-Gef&auml;lle; w&auml;hrend es im Norden wieder wirtschaftlichen Aufwind gibt, h&auml;lt die Konjunktur im S&uuml;den nach wie vor an.<br>\nDer Arbeitsmarkt ist von Unsicherheit und Prekarit&auml;t, aber auch von veralteten Vorstellungen gepr&auml;gt. Niemandem w&uuml;rde es hier einfallen zu protestieren, oder einen unterbezahlten Job einfach nicht anzunehmen; schon gar nicht, wenn es sich um eine &ouml;ffentliche Anstellung in der Heimatstadt handelt. Es herrscht nach wie vor der Mythos der festen, unbefristeten Anstellung, wobei es ganz gleichg&uuml;ltig ist, auf welchem Niveau und bei welcher Institution oder Firma. Besonders begehrt sind auch bei Akademikern Stellen als Postbote oder als Pf&ouml;rtner. Man hat ja dann ein Leben lang Zeit, sich zum Direktor hochzuarbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Misere-Arbeitsmarkt-Studieren-bis-50-4093853.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Warum h&ouml;rt man in den deutschen Medien so wenig von der tiefen Krise, die S&uuml;deuropa im Griff hat? Vielleicht w&uuml;rden einige unserer Mitb&uuml;rger ja dann auch die &bdquo;Erfolge&ldquo; von Angela Merkel anders bewerten und mehr Verst&auml;ndnis f&uuml;r diese und jene politische Forderung aus Italien haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Altersarmut: Sie kochen Kohlrabibl&auml;tter aus und heizen nur ein Zimmer<\/strong><br>\nAltersarmut trifft oft Frauen: Sie verdienen weniger und arbeiten oft in Teilzeit. Unsere Autorin erforscht prek&auml;ren Ruhestand. Sie sagt: Die Pl&auml;ne der Groko helfen kaum.<br>\n(&hellip;) Die Armut bei Menschen ab 65 Jahren hat im Vergleich zu allen anderen Altersgruppen in Deutschland im Zeitraum von 2005 bis 2016 am st&auml;rksten zugenommen. Das zeigt eine Studie des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbandes. Fast jede sechste Person im Rentenalter sei mittlerweile von der sogenannten relativen Einkommensarmut betroffen, die sich an den mittleren Einkommen aller Haushalte orientiert&hellip;.<br>\nFrauen sind besonders durch Altersarmut gef&auml;hrdet, da sie auch ihr ganzes Berufsleben lang weniger verdienen als M&auml;nner.<br>\n(&hellip;) Wie &uuml;berleben allein wirtschaftende &auml;ltere Frauen mit ihrer geringen Erwerbsrente nun aber in teuren St&auml;dten wie M&uuml;nchen &ndash;  wo die durchschnittliche Rente kaum f&uuml;r die Anmietung einer Ein-Zimmer-Wohnung reicht?<br>\nDer durchschnittliche Bedarf der Grundsicherung lag im Dezember 2015 laut dem f&uuml;nften Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung bei 785 Euro. Die Grundsicherung ist in teureren Gro&szlig;st&auml;dten zwar h&ouml;her, weil das Existenzminimum f&uuml;r jeden individuell berechnet wird. Aber sie reicht in teureren St&auml;dten bei Weitem nicht aus, um ein w&uuml;rdiges Leben zu f&uuml;hren. Der Alltag der Frauen, mit denen wir gesprochen haben, war gepr&auml;gt von &Auml;ngsten und Sorgen, die nicht mit zehn Prozent Rentenerh&ouml;hung behoben w&auml;ren. Ganz oben: aus ihrer Wohnung raus zu m&uuml;ssen, weil eine Miet- oder Nebenkostenerh&ouml;hung droht oder sie dann zu teuer ist f&uuml;r die Bezuschussung des entsprechenden Amtes. Umziehen im Alter mit beginnenden k&ouml;rperlichen Einschr&auml;nkungen? Wohin denn? Die Frauen haben ihr Netz aus &Auml;rzten, Helfern und Freunden &uuml;ber Jahre rund um die Wohnung aufgebaut, die inzwischen auch der zentrale R&uuml;ckzugsort ist. Ein Umzug aufs billigere Land w&uuml;rde sie de-integrieren, denn nur in diesem gewohnten Nahraum k&ouml;nnen sie den Alltag im h&ouml;heren Alter noch allein bew&auml;ltigen. Sozialwohnungen, zumal in einer Gro&szlig;stadt wie M&uuml;nchen, sind Mangelware.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/arbeit\/2018-01\/altersarmut-frauen-ruhestand-jobbing\/komplettansicht\">Zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&Uuml;ber wie viele Br&uuml;cken muss man gehen?<\/strong><br>\n(&hellip;) Deutschland und Europa waren und sind aus Sicht der USA ein &bdquo;Br&uuml;ckenkopf in Eurasien&ldquo;, wie das Zbigniew Brzezinski in seinem geopolitischen Manifest &bdquo;The Grand Chessboard&ldquo; nannte. Die Luftbr&uuml;cke war die Instandhaltung dieses Br&uuml;ckenkopfes. Die Aktion diente vor allem als Machtdemonstration gegen die UdSSR, so wie die Blockade eine Machtdemonstration von der UdSSR war, auch wenn die &bdquo;Rosinenbomber&ldquo; besonders f&uuml;r die Berliner viel mehr bedeuteten. Aber die Dankbarkeit der Deutschen &auml;hnelte auch dem Anhimmeln des Klassenlehrers durch den Klassenstreber und die Gro&szlig;z&uuml;gigkeit der USA dem guten Herzen eines Unternehmers, der in seiner Region eine Halfpipe f&uuml;r die Jugend finanziert.<br>\nDie augenblickliche Manifestation dieser Luftbr&uuml;cke ist die US Air Base in Ramstein, der gr&ouml;&szlig;te Milit&auml;rflughafen der USA au&szlig;erhalb Amerikas. Ramstein und die Rosinenbomber sind zwei Seiten einer Medaille, die man &bdquo;Projektion der US Luftmacht in Europa und Eurasien&ldquo; nennen kann.<br>\n1989 bleibt ein historisches Datum. Die m&uuml;hsam errichteten Fu&szlig;g&auml;ngerbr&uuml;cken der Entspannungspolitik &uuml;ber den Eisernen Vorhang waren mit einem Schlag &uuml;berfl&uuml;ssig geworden. Die Mauer wurde Geschichte. Im einstigen Ostblock herrschte eine politische Lichtgestalt, Michail Gorbatschow, dem Frieden und Freiheit wirklich viel bedeutete&hellip;<br>\nLeider bemerkten wir alle im Freudentaumel nicht, dass damals nicht der Weltfrieden ausgebrochen war, sondern die USA das Ende der Geschichte ausriefen, den totalen Endsieg. Sie hatten gewonnen. Der Westen hatte gewonnen. Der Finanzkapitalismus hatte gewonnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/tagesdosis-3-7-2018-ueber-wieviele-bruecken-muss-man-gehen\">Dirk Pohlmann auf KenFM<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Polizeigesetz in Nordrhein-Westfalen zeigt Tendenz zu Obrigkeitsstaat<\/strong><br>\nAttac ruft zu Gro&szlig;demonstration am Samstag in D&uuml;sseldorf auf<br>\nNein zum neuen Polizeigesetz NRW&ldquo; werden am Samstag in D&uuml;sseldorf Tausende Menschen sagen und f&uuml;r die Verteidigung ihrer Grund- und Freiheitsrechte auf die Stra&szlig;e gehen. Attac ruft mit zu der Gro&szlig;demonstration auf. Die Proteste finden dar&uuml;ber hinaus breite gesellschaftliche Unterst&uuml;tzung aus au&szlig;erparlamentarischen Initiativen, der Politik, Gewerkschaften sowie von Jurist*innen, Fu&szlig;ballfans und Einzelpersonen.<br>\nEntzug von hart erk&auml;mpften Freiheitsrechten<br>\n&bdquo;Die Versch&auml;rfung des Polizeigesetzes ist Teil einer reaktion&auml;ren Dynamik: Hart erk&auml;mpfte Grundrechte und b&uuml;rgerliche Freiheiten werden uns wieder genommen &ndash; in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland&ldquo;, sagt Sabine Lassauer, Attac-Vertreterin im B&uuml;ndnis &bdquo;Nein zum neuen Polizeigesetz NRW&ldquo;. &bdquo;Auch weltweit r&uuml;cken Staaten und Gesellschaften nach rechts, ziehen Mauern hoch und schrecken selbst nicht davor zur&uuml;ck, die eigenen B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger bis in den letzten Winkel ihrer Privatsph&auml;re zu kontrollieren. In D&uuml;sseldorf wollen wir diesem R&uuml;ckw&auml;rtstrend entgegenstehen &ndash; friedlich, aber entschlossen&ldquo;.<br>\nDie Proteste haben bundesweite Bedeutung: In 15 der 16 deutschen Bundesl&auml;nder sind Versch&auml;rfungen der Polizeigesetze geplant oder bereits beschlossen. Sie sind angelehnt an die Versch&auml;rfung des BKA-Gesetzes im Sommer 2017. Mit dem im Mai beschlossenen Polizeiaufgabengesetz (PAG) ist Bayern sogar noch &uuml;ber das BKA-Gesetz hinausgegangen und hat neue autorit&auml;re Ma&szlig;st&auml;be gesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/polizeigesetz-in-nordrhein-westfalen-zeigt-tendenz-zu-obrigkeitsstaat\/\">Attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&bdquo;Es darf hier kein Schlussstrich sein&ldquo;<\/strong><br>\nNach mehr als f&uuml;nf Jahren NSU-Prozess sprechen heute die Angeklagten ihre Schlussworte. N&auml;chste Woche k&ouml;nnten die Urteile fallen. F&uuml;r Nebenklage-Anwalt Sebastian Scharmer kein Anlass, zufrieden zu sein: So sei die Rolle von V-M&auml;nnern und Unterst&uuml;tzern des NSU nicht ermittelt worden.<br>\nScharmer, der die Tochter des Dortmunder NSU-Opfers Mehmet Kuba&#351;&iota;k vertritt, &uuml;bt scharfe Kritik an der Bundesanwaltschaft: Diese h&auml;tte nach Mitt&auml;tern, Unterst&uuml;tzern und Beihelfern des NSU schauen m&uuml;ssen. Das behaupte sie zwar immer wieder zu tun &ndash; &ldquo;nur sehen wir seit insgesamt fast sieben Jahren nach der Selbstenttarnung des NSU relativ wenig&rdquo;. Bis heute w&uuml;rden Anw&auml;lten und Mandanten Informationen und Akteneinsicht verweigert:<br>\n&ldquo;Das ist nat&uuml;rlich ein eklatanter Widerspruch zu dem Versprechen auch von Angela Merkel damals im Jahr 2012, die gesagt hat, sie werde alles tun, um die Hinterm&auml;nner und Mitt&auml;ter zu finden und zur Verantwortung zu ziehen. Davon sieht man heute nichts mehr.&rdquo;<br>\n&ldquo;Das Netzwerk gibt es&rdquo;<br>\nSchwere Vorw&uuml;rfe erhebt der Anwalt gegen das Bundesamt und die Landes&auml;mter f&uuml;r Verfassungsschutz: Sie h&auml;tten kein Interesse an weiteren Ermittlungen, &ldquo;warum eigentlich die ganze Zeit V-Leute um diesen NSU herum&rdquo; gewesen seien &ndash; &ldquo;und trotzdem nichts unternommen wurde, um die Mordserie und die Anschl&auml;ge zu stoppen&rdquo;.<br>\nDass voraussichtlich kommende Woche Beate Zsch&auml;pe und die weiteren Angeklagten verurteilt w&uuml;rden, begr&uuml;&szlig;t Scharmer. Allerdings:<br>\n&ldquo;Das ist nur ein sehr kleiner Teil von exponierten Personen eines gr&ouml;&szlig;eren Netzwerks. Es darf &ndash; und das ist uns auch ein wichtiges Anliegen, das nochmal klar zu sagen: Es darf hier kein Schlussstrich sein unter dem NSU-Komplex als solches, denn das Netzwerk gibt es. Und das muss man ausfindig machen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/nebenklage-anwalt-zum-nsu-prozess-es-darf-hier-kein.1008.de.html?dram:article_id=421888\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Ohnmacht der Wettbewerbsh&uuml;ter gegen digitale Preisabsprachen<\/strong><br>\nDie Monopolkommission warnt vor dem wachsenden Einsatz intelligenter Computersysteme. Diese lassen sich zu verdeckten Preisabsprachen nutzen. &ndash; und stellen Kartellrechtler vor eine schier unl&ouml;sbare Aufgabe.<br>\nIn ihrem aktuellen Hauptgutachten, das Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in Berlin &uuml;bergeben wurde, warnt die Kommission vor dem Einsatz intelligenter Computersysteme, mit denen Unternehmen zum Beispiel im Online-Handel die Preise festsetzen &ndash; und sich dabei bei deren H&ouml;he absprechen. Abmachungen zwischen Menschen sind dabei nicht mehr n&ouml;tig. In den F&auml;llen, die der Monopolkommission aufgefallen sind, kommunizieren die Systeme zur Preisgestaltung selbstst&auml;ndig miteinander.<br>\nDie Kommission hat festgestellt, dass Unternehmen ihre Preise zunehmend &uuml;ber Algorithmen festsetzen w&uuml;rden, wobei immer &ouml;fter selbstlernende Systeme, also k&uuml;nstliche Intelligenzen, eingesetzt werden. Diese Algorithmen sind in der Lage, sich mit denen anderer Wettbewerber zu koordinieren, etwa um gemeinsam h&ouml;here Preise durchzusetzen &ndash; ganz ohne menschlichen Einsatz.<br>\n(&hellip;) &bdquo;Absprachen&ldquo; k&ouml;nnen auch durch gleiche Software passieren<br>\nIn diesen F&auml;llen m&uuml;ssen die H&auml;ndler selber gar nicht mehr aktiv eine Entscheidung zur illegalen Kooperation treffen und sich absprechen &ndash; sie m&uuml;ssen lediglich den gleichen oder zumindest einen &auml;hnlichen Algorithmus einsetzen. Das kann auch unabsichtlich geschehen; etwa wenn mehrere H&auml;ndler dieselbe Technologie beim gleichen Softwarehaus einkaufen. &bdquo;Die Entdeckung kollusiven Verhaltens aufseiten der Unternehmen durch Kartellbeh&ouml;rden ist regelm&auml;&szlig;ig schwierig&ldquo;, r&auml;umt die Kommission daher ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article178710924\/Monopolkommission-Verdacht-auf-Preisabsprachen-im-Online-Handel.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Damit wird das neoliberale M&auml;rchen der unsichtbaren Hand und der sich selbst regulierenden M&auml;rkte endg&uuml;ltig ad absurdum gef&uuml;hrt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Civil Unrest Is Here: Violence Erupts In American Streets As Progressive Leaders Urge Their Followers To &ldquo;Rise Up&rdquo; And Prepare For A &ldquo;Summer Of Rage&ldquo;<\/strong><br>\nOn Friday, Michael Moore went on Bill Maher&rsquo;s HBO show and suggested that the U.S. military would side with progressives in a civil war against Donald Trump.  You can watch Moore make these comments on YouTube right here.  The very next day, Antifa thugs violently clashed with pro-Trump conservatives that had gathered for a prayer rally on the streets of Portland, Oregon.  Flash-bang grenades were thrown by Antifa activists, the police confiscated &ldquo;mace, clubs, gloves with reinforced knuckles, batons, knives and handgun clips&rdquo;, and many were injured and had to be taken to the hospital.  The violence was so dramatic that some are actually calling this the first skirmish in America&rsquo;s next civil war.  Last week, a shocking poll found that 31 percent of all Americans believe that there will be a civil war in America within the next five years and that 59 percent of Americans believe that Donald Trump&rsquo;s opponents will resort to violence.  But after the events of this past weekend, we no longer have to wonder if civil unrest is coming to America.  Civil unrest is already here, and it is going to get much worse in the months ahead.<br>\nThe next several months are being billed as a &ldquo;summer of rage&rdquo;.  Progressive leaders continue to insist that they are &ldquo;the majority&rdquo; and that it is time for them to &ldquo;start acting like the majority&rdquo;.<br>\nOf course they aren&rsquo;t talking about mobilizing voters and taking the country back at the polls in November.<br>\nInstead, they are talking about more direct action.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/theeconomiccollapseblog.com\/archives\/civil-unrest-is-here-violence-erupts-in-american-streets-as-progressive-leaders-urge-their-followers-to-rise-up-and-prepare-for-a-summer-of-rage\">The Economic Collapse<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung W.M.:<\/strong> So formiert sich nun auch der Widerstand in den USA. Und er scheint eine neue, andere Dimension und Qualit&auml;t als Occupy Wall Street im Jahre 2011 anzunehmen. Mit den Occupy Wallstreet Protesten ist man leicht fertig geworden. Der US Regierung hat sie allenfalls ein m&uuml;des L&auml;cheln abgerungen. Ist jetzt Schluss mit Lustig, wird es jetzt ernst?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wer &ldquo;Transitzentren&rdquo; sagt, sagt auch &ldquo;Asyltourismus&rdquo;<\/strong><br>\nDer Begriff &ldquo;Transitzentren&rdquo; ist ein Euphemismus, der seine wahre Bedeutung verschleiert &ndash; und Fl&uuml;chtlinge in die N&auml;he von Pauschalurlaubern r&uuml;ckt.<br>\nWo Sprache ist, da ist quasi immer auch Subtext. Vor allem dort, wo Sprache politisch wird. Zur Analyse dieser Subtexte hat sich in der Forschung in den vergangenen Jahren das Konzept des Framings etabliert. Framing meint einen Assoziations- und damit Deutungsrahmen f&uuml;r Begriffe: Wer zum Beispiel &ldquo;Zitrone&rdquo; h&ouml;rt, denkt vermutlich an &ldquo;sauer&rdquo; oder &ldquo;gelb&rdquo;. Das l&auml;sst sich politisch instrumentalisieren. Frames definieren n&auml;mlich oft ein Problem &ndash; und liefern, wenigstens implizit, auch gleich die passende L&ouml;sung. Bei einem Begriff wie &ldquo;Fl&uuml;chtlingsstrom&rdquo; sieht man vor dem geistigen Auge beispielsweise vermutlich gro&szlig;e Menschenmassen heranrauschen. Eine Naturgewalt und darin ein Bedrohungsszenario. Was die vermeintliche L&ouml;sung nahelegt: Abschottung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/framing-check-transitzentren-wer-transitzentren-sagt-sagt-auch-auch-asyltourismus-1.4038702\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-44766","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44766","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=44766"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44766\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44769,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44766\/revisions\/44769"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=44766"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=44766"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=44766"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}