{"id":4477,"date":"2010-01-26T09:20:46","date_gmt":"2010-01-26T08:20:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4477"},"modified":"2010-01-26T12:19:06","modified_gmt":"2010-01-26T11:19:06","slug":"hinweise-des-tages-1066","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4477","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Freistaat spart f&uuml;r die Bank; Sprenstoff f&uuml;r die Wall Street; endloser Albtraum; EU-Parlamentarier begehren auf; Rentenpolitik; Niedriglohn erreicht die Mitte; 1-Euro-Jobs lohnen sich &ndash; f&uuml;r die Arbeitgeber; Zusatzbeitrag, der schleichende Systemwechsel; zur&uuml;ck vor Bismarck; Aus f&uuml;r das Postamt; Spendensumpf; Betteln lernen; IG Metall will kuscheln; Machtspielchen nach Oskar; Befriedung in Afghanistan; Spekulanten setzen auf Griechenland; Natursch&uuml;tzer k&uuml;ren Skandalkonzerne; das Ganze mal wieder in Neues aus der Anstalt. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Freistaat bereitet sich auf Millionenschulden vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Sprengmeister der Wall Street<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Gefangen in der Endlosschleife eines Albtraums<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Kriminalit&auml;tsexperte Wolfgang Hetzer: &ldquo;Das ist die Logik der Mafia&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">EU-Parlamentarier drohen mit Boykott der Kommissionswahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Rentenpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Niedrigverdienende sind schon in der Mitte der Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Hartz IV wirkt. Die Frage ist, bei wem?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Kopfpauschale als Zusatzbeitrag <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Peter Sawicki &ndash; Opfer auf dem Altar der Klientelpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Zur&uuml;ck vor Bismarck: Konterreform der Sozialversicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Bedr&auml;ngte Beamte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Das endg&uuml;ltige Aus f&uuml;r das Postamt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Kohlenmonoxid-Pipeline<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Spendensumpf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Jetzt hei&szlig;t es betteln lernen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Eine Vorausschau auf das Jahr 2010 aus dem Jahr 2003 von Heiner Flassbeck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Die IG Metall will kuscheln statt k&auml;mpfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Machtspielchen nach Oskar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Privatschul-Boom ger&auml;t ins Stocken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Befriedung in Afghanistan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">China muss die Notbremse ziehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Griechen lassen M&auml;rkte aufatmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Natursch&uuml;tzer k&uuml;ren die gr&ouml;&szlig;ten Skandalkonzerne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Mercedes: Kennzeichen D<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h26\">TV-Tip: Neues aus der Anstalt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4477&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Freistaat bereitet sich auf Millionenschulden vor<\/strong><br>\nDas Milliardendebakel der BayernLB wird den bayerischen Staatshaushalt weit st&auml;rker belasten als bisher bekannt. Die Regierung plant nun einen harten Sparkurs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/860\/501119\/text\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Sparen f&uuml;r die Bank, das hei&szlig;t konkret: Abkassieren bei den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sprengmeister der Wall Street<\/strong><br>\nSp&auml;te Genugtuung: Jahrzehntelang wurde der ehemalige Fed-Chef Paul Volcker geschnitten. Er wurde verspottet, seine Ansichten bel&auml;chelt. Jetzt soll der 82-J&auml;hrige f&uuml;r US-Pr&auml;sident Obama an der Wall Street aufr&auml;umen. Er hat nichts zu verlieren.<br>\nPr&auml;sident Barack Obama will das Wall-Street-System in seiner jetzigen Form sprengen. Und Volcker ist sein Sprengmeister. Seit fast einem Jahr fordert Volcker eine Reform, die einer Wiederbelebung des Glass-Steagall-Acts aus den 30er-Jahren gleichk&auml;me. Damals, in der Gro&szlig;en Depression, hatte Pr&auml;sident Franklin D. Roosevelt die Trennung von Gesch&auml;fts- und Investmentbanken angeordnet.<br>\nAuch Volckers Idealvorstellung ist die Zerschlagung des Bankensystems. Sein Plan: auf der einen Seite streng regulierte Gesch&auml;ftsbanken, die Kredite vergeben. Auf der anderen Investmentbanken, die auf eigene Faust spekulieren d&uuml;rfen, aber keine Sparanlagen verwalten &ndash; und bei einer Schieflage ihrem Schicksal &uuml;berlassen werden. Obamas Plan, Banken den Eigenhandel zu verbieten, geht in diese Richtung: Die Wetten auf Zinsen, W&auml;hrungen, Rohstoffe oder Aktien sind eine wesentliche Einkommensquelle f&uuml;r alle Gro&szlig;banken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:agenda-sprengmeister-der-wall-street\/50064979.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gefangen in der Endlosschleife eines Albtraums<\/strong><br>\nDie heftigen Reaktionen auf Barack Obamas Vorhaben, die Banken an die Kette zu legen, entspringen einer unheilbringenden Quelle, in der die eigentlichen Ursachen der Krise fortlaufend reproduziert werden.<br>\nInnerhalb der politischen und wirtschaftlichen Strukturen wei&szlig; man nicht wirklich mit der Krise umzugehen. Man laboriert an den Symptomen und setzt auf das Prinzip Hoffnung. Es wird erwartet, die Wirtschaft w&uuml;rde sich schon wieder erholen und man k&ouml;nne die Krise &bdquo;aussitzen&ldquo;. Dass aber gerade die Strategie des Aussitzens letztendlich in eine Katastrophe f&uuml;hren wird, erkl&auml;rt sich, wenn man rational den Fakten und Zusammenh&auml;ngen folgt.<br>\nIm Prinzip sind alle Faktoren, die zur Krise gef&uuml;hrt haben, bekannt und lassen sich anhand einiger Stichpunkte einfach skizzieren. Es begann scheinbar harmlos im Jahr 1971, als die Golddeckung des amerikanischen Dollars aufgegeben wurde. In der Folge kam es zu einer systematischen Ausweitung der Geldmenge, was wiederum zu einer gewaltigen Expansion der Finanzindustrie f&uuml;hrte.<br>\nParallel dazu entwickelten die Wirtschaftswissenschaften Theorien und &ouml;konomische Modelle, die sich fast ausschlie&szlig;lich auf die Finanzm&auml;rkte konzentrierten. Durch die Medien wurden die expandierenden Finanzm&auml;rkte im Laufe der Jahre dann in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Wahrnehmung ger&uuml;ckt, wobei der Rest des wirtschaftlichen Geschehens faktisch ausgeblendet wurde.<br>\nDiese selektive Sichtweise hatte fatale Folgen: Einerseits wurde die gr&ouml;&szlig;te Finanzblase in der Geschichte der Menschheit geschaffen und gleichzeitig die Finanzwirtschaft von der Realwirtschaft entkoppelt. Auf der anderen Seite wurde nicht erkannt, dass die Modelle der Wirtschaftswissenschaften schlicht falsch waren &ndash; was heute selbst von Nobelpreistr&auml;gern &ouml;ffentlich eingestanden wird.<br>\nNun k&ouml;nnte man vermuten, diese &bdquo;ideologische Programmierung&ldquo; w&auml;re haupts&auml;chlich in der Finanzwirtschaft zu finden. Tats&auml;chlich ist aber auch die Politik, ebenso wie das gesamte Medien- und Wirtschaftssystem, davon betroffen, zumal Volkswirte mit ihren falschen Wirtschaftsmodellen praktisch in allen Bereichen fest etabliert sind. Die Konsequenzen daraus gleichen einem Realit&auml;t gewordenen Albtraum, denn zwangsl&auml;ufig f&uuml;hrt die Fortsetzung der Arbeit mit den falschen Wirtschaftsmodellen auch in die n&auml;chste Krise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article5965624\/Gefangen-in-der-Endlosschleife-eines-Albtraums.html\">Die Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein bemerkenswert hellsichtiger Artikel des &Ouml;konomen Gerd Neumann in der wirtschaftsliberal-konservativen Welt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kriminalit&auml;tsexperte Wolfgang Hetzer: &ldquo;Das ist die Logik der Mafia&rdquo;<\/strong><br>\nBei der Finanzwelt muss man sich fragen, welches Gemeinwohlverst&auml;ndnis dahinterliegt, wenn man Geld ausgibt, das man nicht hat; Kredite aufnimmt, bei denen v&ouml;llig offen ist, ob sie jemals zur&uuml;ckgezahlt werden k&ouml;nnen oder wo Kreditw&uuml;rdigkeit durch Bilanzmanipulationen beeinflussbar ist. Die Finanzwirtschaft hat sich ihre eigenen, aus meiner Sicht, unsozialen Gesetzm&auml;&szlig;igkeiten zugelegt. Im schlimmsten Fall bilden sich auf diese Weise Strukturen organisierter Kriminalit&auml;t.<br>\nBeim vorherrschenden Charakterbild in diesem Milieu bin ich f&uuml;r eine sinnliche Erlebbarkeit durch den Verlust von Geld. Was wirklich wehtut, ist der Bereich der zivilrechtlichen Schadenersatzanspr&uuml;che. Wir reden hier von Millionen, die bei strafrechtlichen Verfahren nicht so ohne Weiteres erzielbar sind. Es muss eine Selbstverst&auml;ndlichkeit sein, dass ich f&uuml;r Fehler, die ich mache und die einen Verm&ouml;gensschaden nach sich ziehen, einstehen und haften muss. Egal, ob ich jetzt Stra&szlig;enbahnfahrer bin oder in sonst einem Beruf. Das sind Wirtschaftsbosse ab einem gewissen Niveau aber nicht mehr gew&ouml;hnt.<br>\nEs gibt strukturelle Probleme, klar, aber kein System funktioniert ohne den Menschen. Es herrscht aber eine Distanzierungskultur, die ja fast schon schizophrene Z&uuml;ge tr&auml;gt. Alles wird zum Systemvollzug, ist quasi g&ouml;ttlicher Wille. Diese Art von Dummheit, Hybris oder mangelnder Sensibilit&auml;t l&ouml;st aber sicher keine Probleme.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/kurier.at\/geldundwirtschaft\/1971865.php\">Kurier (AU)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>EU-Parlamentarier drohen mit Boykott der Kommissionswahl <\/strong><br>\nDie Turbulenzen um die Wahl der neuen EU-Kommission und den damit verbundenen Wechsel des baden-w&uuml;rttembergischen Ministerpr&auml;sidenten G&uuml;nther Oettinger (CDU) als EU-Kommissar nach Br&uuml;ssel rei&szlig;en nicht ab. Die Parlamentarier verlangten von Kommissionspr&auml;sident Jos&eacute; Manuel Barroso mehr Mitbestimmungsrechte und drohten, die Abstimmung am 9. Februar platzen zu lassen, berichteten die &ldquo;Stuttgarter Nachrichten&rdquo; vorab. Dann w&uuml;rde sich die Wahl auf den 24. oder 25. Februar verschieben.<br>\n&ldquo;Wir wollen keine Abziehbilder sein, sondern den politischen Prozess aktiv mitgestalten k&ouml;nnen&rdquo;, sagte der Chef der CDU-Landesgruppe im Europaparlament, Rainer Wieland, der Zeitung. Die Parlamentarier verlangen von Barroso die Unterschrift unter eine sogenannte interinstitutionelle Vereinbarung.<br>\nDem Blatt zufolge soll sich Barroso bei verschiedenen Regierungschefs der EU-Mitgliedsstaaten, darunter auch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), &uuml;ber die Haltung der Parlamentarier beschwert haben. &ldquo;Wir bekommen Anrufe aus den Hauptst&auml;dten, wir sollten unseren Widerstand aufgeben&rdquo;, sagte die Europaabgeordnete Inge Gr&auml;&szlig;le (CDU) den &ldquo;Stuttgarter Nachrichten&rdquo;. Es gehe jetzt aber &ldquo;um Schl&uuml;sselfragen&rdquo;, betonte Gr&auml;&szlig;le. Die Kommission sei &ldquo;ein Angsthasenverein&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.maerkischeallgemeine.de\/cms\/beitrag\/11712995\/5934832\/EU-Parlamentarier-drohen-mit-Boykott-der-Kommissionswahl-SN.html\">M&auml;rkische Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ach wie gerne w&uuml;rde man unsere EU-Parlamentarier einmal erleben, dass sie nicht nur wie die Hofhunde vor den Pr&uuml;geln jaulen, sondern ihren Herrn auch bei&szlig;en w&uuml;rden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Rentenpolitik<\/strong><br>\nEines hat die Finanz- und Wirtschaftkrise aber deutlich gezeigt:<br>\nEin beitragsfinanziertes Alterssicherungssystem ist verl&auml;sslicher und stabiler als ein kapitalgedecktes System.<br>\nAuch und erst recht in der Krise gilt: Die Rente ist sicher.<br>\nOECD-Statistiken zeigen, dass die kapitalgedeckte Altersvorsorge in 25 untersuchten L&auml;ndern vom Januar bis zum Dezember 2008 im gewichteten Durchschnitt mehr als 20 Prozent an Wert verloren hat.<br>\nIn absoluten Zahlen sind das 5,4 Billionen Dollar.<br>\nIm n&auml;chsten Jahr werden wir intensive und hoffentlich interessante rentenpolitische Diskussionen erleben.<br>\nDas hat zwei Gr&uuml;nde: \n<ol>\n<li>Die Kritik an der privaten Zusatzvorsorge, der sogenannten Riester-Rente, w&auml;chst:<br>\nSowohl grunds&auml;tzliche Kritik als auch Kritik an einzelnen Angeboten oder an der Mehrheit der Angebote. <\/li>\n<li>Der zweite Grund liegt in &sect; 154 des SGB VI, in dem es hei&szlig;t:<br>\n&bdquo;Die Bundesregierung hat den gesetzgebenden K&ouml;rperschaften vom Jahre 2010 an alle vier Jahre &uuml;ber die Entwicklung der Besch&auml;ftigung &auml;lterer Arbeitnehmer zu berichten und eine Einsch&auml;tzung dar&uuml;ber abzugeben, ob die Anhebung der Regelaltersgrenze unter Ber&uuml;cksichtigung der Entwicklung der Arbeitsmarktlage sowie der wirtschaftlichen und sozialen Situation &auml;lterer Arbeitnehmer weiterhin vertretbar erscheint und die getroffenen gesetzlichen Regelungen bestehen bleiben k&ouml;nnen. In diesem Bericht sind zur Beibehaltung eines Sicherungsniveauziels vor Steuern von 46 vom Hundert &uuml;ber das Jahr 2020 hinaus von der Bundesregierung entsprechende Ma&szlig;nahmen unter Wahrung der Beitragsstabilit&auml;t vorzuschlagen.&ldquo;\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Der Gesetzgeber hat also den Auftrag erteilt, im Jahr 2010 die Frage der Rente mit 67 auf den Pr&uuml;fstand zu stellen. Das muss unvoreingenommen geschehen, und mit einem klaren Blick &uuml;ber den Tag hinaus.<br>\nOhne diese &Uuml;berpr&uuml;fungsklausel h&auml;tte das Gesetz vermutlich keine Mehrheit im Deutschen Bundestag und im Bundesrat bekommen.<br>\nF&uuml;r mich stehen dabei drei Fragen im Vordergrund: <\/p>\n<ol>\n<li>Wie kann der Vorwurf ausger&auml;umt werden, die Rente mit 67 sei nichts anderes als eine versteckte Rentenk&uuml;rzung? <\/li>\n<li>Was kann daf&uuml;r getan werden und was wird tats&auml;chlich daf&uuml;r getan, dass Menschen l&auml;nger arbeiten k&ouml;nnen? <\/li>\n<li>Das tats&auml;chliche Rentenalter liegt ja immer noch weit unter 65 Jahren.<br>\nWas ist notwendig und wie wird es m&ouml;glich gemacht, dass die individuelle Arbeitssituation und Arbeitsbelastung bei der Festlegung des Renteneintritts ber&uuml;cksichtigt wird?\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ich bin davon &uuml;berzeugt, dass der Vorwurf der Rentenk&uuml;rzung nur dann aus der Welt geschafft werden kann, wenn es gute Antworten auf die Fragen 2 und 3 gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.masgff.rlp.de\/?id=638\">Ministerium f&uuml;r Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen, Staatssekret&auml;r Christoph Habermann Rede bei der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz am 10. Dezember 2009 in Speyer<br>\n<\/a><br>\n<em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bei allen Zw&auml;ngen eines Amtes, so k&ouml;nnte sozialdemokratische Rentenpolitik auch vertreten werden. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Niedrigverdienende sind schon in der Mitte der Gesellschaft<\/strong><br>\nArmutsgef&auml;hrdung findet nicht mehr nur am Rande der Gesellschaft statt, sie ist mitten drinnen. Das ergibt eine Studie, die von Birgit Buchinger im Auftrag der Arbeiterkammer (AK) Salzburg erstellt wurde&hellip;Mehr als die H&auml;lfte der Besch&auml;ftigten &ndash; n&auml;mlich 52 Prozent &ndash; in Salzburg verdient weniger als 1.500 Euro brutto im Monat. Das sind 117.186 Personen, davon exakt zwei Drittel Frauen. &ldquo;Die Niedrigverdienenden sind in der Mitte der Gesellschaft und kein Randph&auml;nomen. Mehr als 40 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verdienen so wenig, dass sie keine Steuern zahlen. Geringe Einkommen verteilen sich &uuml;ber unterschiedliche Gruppen von Besch&auml;ftigten &ndash; dazu z&auml;hlen Geringf&uuml;gige und freie Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer, Praktikanten und Leiharbeiter, kurzfristige Minijobs, aber auch zunehmend Normalarbeitsverh&auml;ltnisse &ndash; und sind &uuml;berwiegend Frauensache&rdquo;, fasste Pichler zusammen. Mit dieser Entwicklung stehe man in Salzburg nicht alleine da, sondern sie sei in allen mitteleurop&auml;ischen Industriestaaten zu beobachten&hellip;<br>\n&ldquo;Die Ungleichverteilung von Einkommen, Verm&ouml;gen und gesellschaftlicher Macht w&auml;chst. Wenn die Niedrigverdienste zunehmen, fehlt der Wirtschaft die Konsumnachfrage und die Finanzierungsn&ouml;te der sozialen Sicherungssysteme wie Kranken- und Pensionsversicherung wachsen. Das Zur&uuml;ckdr&auml;ngen des Niedriglohnsektors und forcierte Bildungspolitik f&uuml;hren zu Wachstum und verhindern Armut&rdquo;, so der AK-Pr&auml;sident.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1263705901367\/Niedrigverdienende-sind-schon-in-der-Mitte-der-Gesellschaft\">derStandard.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Um diese Niedrigverdiener aus der Mitte der Gesellschaft k&uuml;mmern sich nat&uuml;rlich die angeblichen Parteien der &bdquo;Mitte&ldquo; von CDU und FDP schon nicht mehr. Sie sind ja, gemessen an ihrem Einkommen, keine Leistungstr&auml;ger, f&uuml;r die sich Leistung lohnen muss.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Hartz IV wirkt. Die Frage ist, bei wem?<\/strong><br>\nDie Apologeten der Agenda 2010 propagieren, dass Hartz IV wirkt &ndash; und das ist tats&auml;chlich der Fall.<br>\nDer Begriff &ldquo;Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentsch&auml;digung&rdquo; war von Beginn an irref&uuml;hrend. Dies war notwendig, um den negativ besetzen Begriff Zwangsarbeit zu vermeiden. Obgleich die Arbeits&rdquo;gelegenheiten&rdquo; anfangs an strikte Regeln gebunden waren, die suggerierten, dass keinesfalls regul&auml;re Arbeitspl&auml;tze gef&auml;hrdet sein w&uuml;rden, fand man auch hier einen Trick: Zwar gab es diese Regeln, doch die ohnehin schon &uuml;berlasteten Arbeitsagenturen fanden weder Zeit noch Lust, die Einhaltung dieser Regeln zu pr&uuml;fen.<br>\nVon diesen Entwicklungen profitiert neben der Kirche und der Wirtschaft auch die Politik. Die Kirche hat die Zwangsarbeiter freudig als Mitarbeiter aufgenommen, nicht zuletzt da ihr (wie auch den &ldquo;gemeinn&uuml;tzigen Unternehmen&rdquo;) durch die Mehraufwandsentsch&auml;digung bis zu 500 Euro monatlich in die Kasse gesp&uuml;lt wurden, von denen nur ein Bruchteil den &ldquo;Hartzie&rdquo; erreichte. Auch hier wurde von Regelungen gesprochen, doch diese nur sehr selten kontrolliert. Die Wirtschaft hat nicht nur (so sie manches als gemeinn&uuml;tzig deklarieren kann), g&uuml;nstige Arbeitskr&auml;fte, die dringend ben&ouml;tigt werden, da auch die bisher so preisg&uuml;nstigen Alternativen in Form von modernen Wanderarbeitern aus dem Ausland zunehmend ausfallen. Vielmehr wird bereits seit Langem die Forderung laut, die G&uuml;nstigarbeitskr&auml;fte auch im privaten Sektor einzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/31\/31940\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Neu sind diese Erkenntnisse leider alle nicht. Siehe z.B. &Uuml;ber die <a href=\"?p=240\">Umfunktionierung und Instrumentalisierung der &bdquo;Ein-Euro-Jobs&ldquo;<\/a>. Albrecht M&uuml;ller hat schon 2004 auf die <a href=\"?p=429\">Gesch&auml;fte mit Ein-Euro-Jobs<\/a> hingewiesen. Aber von all dieser Kritik wollte man seit der &bdquo;Reform&ldquo;-Euphorie nichts mehr h&ouml;ren, bis heute beherrscht uns ein fast totaler, &bdquo;kollektiver Wahn&ldquo;, dass diese Reformen &bdquo;objektiv notwendig und alternativlos&ldquo; (Schr&ouml;der) seien. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kopfpauschale als Zusatzbeitrag <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Zusatzbeitrag &ndash; Krankenversicherte sollen f&uuml;r Massenfeldversuch herhalten<\/strong><br>\nWeil Schwarz-Gelb Sparkuren im Gesundheitswesen scheut, zahlen die Versicherten drauf. Bis zu 50 Millionen B&uuml;rger m&uuml;ssen die Etatl&ouml;cher mit Zusatzbeitr&auml;gen stopfen &ndash; de facto eine kleine Kopfpauschale. Die Regierung freut sich &uuml;ber den Massentest f&uuml;r ihre Radikalreform der Krankenversicherung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,druck-673439,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Dem zum Journalisten umgeschulten <a href=\"?p=4391\">Ex-Unternehmensberater Sven B&ouml;ll <\/a>kommen nat&uuml;rlich keine weiteren Ideen, um die Einnahmeseite der gesetzlichen Krankenkassen zu verbessern, z.B. Aufnahme aller Berufst&auml;tigen, Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenzen, schwerere Bedingungen f&uuml;r den Wechsel zu privaten Krankenversicherungen.<br>\n<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Das Volumen des Gesundheitsfonds war doch voraussehbar so angelegt, dass es zur Deckung der Kosten nicht ausreichen w&uuml;rde. Es ging eigentlich nur darum, die parit&auml;tisch finanzierten Krankenversicherungsbeitr&auml;ge zu deckeln, dazu hatte man den urspr&uuml;nglichen Beitragssatz von 15,5 extra noch auf 14,9 Prozent gesenkt, und die vorhersehbare Unterdeckung des Fonds sollte eben &uuml;ber eine Kopfpauschale gedeckt werden.<br>\nErinnert sei an das Interview des neuen Gesundheitsministers R&ouml;sler in der <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=2187273&amp;em_loc=1231\">FR<\/a>. Er hat dort als Argument f&uuml;r seine kleinen Schritte hin zur Kopfpauschale angef&uuml;hrt, dass mit den Zusatzbeitr&auml;gen der letzten Gesundheitsreform der Grundstein f&uuml;r die Pr&auml;mie gelegt worden sei. Es gehe auch ihm nicht darum, den gesamten Krankenversicherungsanteil schlagartig zu &uuml;berf&uuml;hren, das solle schrittweise geschehen.<br>\nInteressant ist ferner die Aussage R&ouml;slers, dass die Sorge der Arbeitgeber vor steigenden &bdquo;Lohnzusatzkosten&ldquo; stets die Gesetzgeber zu Kostend&auml;mpfungsgesetzen gedr&auml;ngt h&auml;tten.<br>\nSchon jetzt sei die parit&auml;tische Finanzierung in der gesetzlichen Krankenversicherung ja aufgehoben. Die Arbeitgeber zahlten 7 Prozent und die Arbeitnehmer 7,9 Prozent, und dazu k&ouml;nnten demn&auml;chst noch die Zusatzbeitr&auml;ge kommen, die ausschlie&szlig;liche die Versicherten tragen m&uuml;ssten.<br>\n<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Krankenkassenbeitrag: Abschied von der Solidarit&auml;t<\/strong><br>\nAcht Euro im Monat, 96 im Jahr. Kommen wir damit nicht noch ganz g&uuml;nstig davon, vergleichsweise? Warum pl&ouml;tzlich diese Versch&auml;mtheit der Kassenfunktion&auml;re, wieso jetzt das politische Gezeter um Schuld und Verantwortlichkeit, weshalb die ganze Aufregung? Aus zwei Gr&uuml;nden. Erstens: Die Krankenkassen verlangen die acht Euro, bei denen es nat&uuml;rlich nicht bleiben wird, pauschal. Die alleinstehende Friseurin, die finanziell kaum &uuml;ber die Runden kommt, muss sie genauso berappen wie der pr&auml;chtig verdienende Abteilungsleiter f&uuml;r sich, seine Frau und seine vier Kinder. Bislang richteten sich die Kassenbeitr&auml;ge, zumindest bis zu einer Obergrenze, immer nach dem Einkommen. Und zweitens: Die Arbeitgeber sind raus. Sie m&uuml;ssen nicht parit&auml;tisch mitbezahlen, sie werden noch nicht mal mit dem Abbuchen der sogenannten Zusatzbeitr&auml;ge behelligt.<br>\nBeides ist, um das klar zu sagen, ein Systemwechsel. Was wir gerade erleben, ist nichts weniger als der noch ein wenig sch&uuml;chtern daherkommende Abschied vom solidarischen Prinzip. Eine Weichenstellung, die den Zug in Regionen leitet, die sich merklich frostiger anf&uuml;hlen werden. Und die, auch das ist interessant, nicht etwa von den neoliberalen Gesellen einer Klientelpartei ersonnen wurde, sondern von einer Koalition der Volksparteien, mit tatkr&auml;ftiger Hilfe der SPD. Die aufgesprungene FDP kann sich jetzt sogar den Luxus g&ouml;nnen, die Zusatzbeitr&auml;ge als Zumutung f&uuml;r Geringverdiener zu bezeichnen &ndash; obwohl sie selber ein Pauschalsystem ansteuert, das viel weiter will und die H&auml;lfte der B&uuml;rger zu Sozialausgleichsbed&uuml;rftigen machen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/Krankenkassen;art141,3012220?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wem es bis jetzt noch nicht klar war, sollte es anl&auml;sslich der Auswirkungen schwarz\/roter Gesundheitspolitik begr&uuml;&szlig;en, dass die SPD zwecks Regenerierung in die Opposition geschickt wurde. Das Standardargument, dass es ohne die SPD noch schlimmer gekommen w&auml;re, zieht nicht. Sowohl in der Gesundheitspolitik als auch beim Mindestlohn h&auml;tte sich die SPD verweigern m&uuml;ssen. Um es noch einmal klar zu sagen: die Schr&ouml;der-SPD, die Gr&uuml;nen waren doch eher nur Mitl&auml;ufer, was nat&uuml;rlich auch Einiges &uuml;ber sie aussagt, hat neoliberale Wirtschafts-und Gesellschaftspolitik hoff&auml;hig gemacht. Ohne diese schmutzige Vorarbeit w&uuml;rde auch heute eine schwarz\/gelbe Regierung nicht die aktuellen Angriffe auf die solidarische B&uuml;rgergesellschaft f&uuml;hren k&ouml;nnen, da vieles immer noch gesellschaftlich ge&auml;chtet w&auml;re. Sowohl die Schw&auml;chung der organisierten Arbeitnehmerschaft durch die F&ouml;rderung eines ausufernden Niedriglohnsektors wie auch die St&auml;rkung vor allem des Finanzkapitals, um nur zwei Aspekte zu nennen, stehen f&uuml;r eine verfehlte Wirtschaftpolitik, mit dramatischen Auswirkungen. &ndash; Leider hat sich die SPD immer noch nicht sowohl personell wie auch programmatisch vom Schr&ouml;dererbe trennen k&ouml;nnen, was es schwierig macht sie z.B. in NRW zu w&auml;hlen, obwohl Schwarz\/Gelb mehr als einen Denkzettel verdient. Also m&uuml;ssen wir uns weiterhin in Geduld &uuml;ben. Immerhin d&uuml;rfte uns jetzt klar sein, wozu Schwarz\/Gelb unter der F&uuml;hrung von Angela Merkel f&auml;hig und bereit ist. Nur h&auml;tten wir das bei einer weniger machtversessen SPD schon eher erleben d&uuml;rfen. Und Schwarz\/Gelb w&auml;re schon heute aus dem Amt gejagt. <\/em><\/p>\n<p>Statt wirklich auf Effizienz im Gesundheitssystem etwa bei den Pharmaherstellern zu achten, hat man nun auch noch den Arzneimittelkontrolleur rausgeworfen:\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Peter Sawicki &ndash; Opfer auf dem Altar der Klientelpolitik<\/strong><br>\nZuerst wurden die Hoteliers bedient, ihnen wurde die Mehrwertsteuer halbiert; den Arbeitgebern wird ein Einfrieren der Krankenkassenbeitr&auml;ge versprochen, sie werden also nicht mehr an den Steigerungen der Kosten des Gesundheitswesens beteiligt; die Zugangsbedingungen zur privaten Krankenversicherung werden erleichtert; und jetzt wird der Vertrag von Peter Sawicki, dem Gr&uuml;nder und Chef des Instituts f&uuml;r Qualit&auml;t und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen von der schwarz-gelben Regierungskoalition nicht verl&auml;ngert. Ganz unverhohlen betreibt der liberal-konservative Gesundheitsminister seine Klientelpolitik. Sawicki ist das Bauernopfer f&uuml;r die Pharmaindustrie. Er war mit seinen kritischen Stellungnahmen zur Wirksamkeit von deren Produkten, z.B. der Analoginsuline oder der Antidepressiva, der Industrie ein Dorn im Auge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vdaeae.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=344&amp;Itemid=1\">Verein demokratischer &Auml;rztinnen und &Auml;rzte e.V.<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Zur&uuml;ck vor Bismarck: Konterreform der Sozialversicherung<\/strong><br>\nTats&auml;chlich arbeiten Christlich-Konservative und Sozialdemokraten genau wie die FDP seit Jahren daran, das mehr als ein Jahrhundert alte Modell der Sozialversicherung zu unterminieren. Wer dahinter steht, ist offensichtlich. &raquo;Arbeitgeber&laquo; fordern seit langem, die Gesundheitskosten einseitig den &raquo;Arbeitnehmern&laquo; aufzub&uuml;rden.<br>\nDas 1883 von Bismarck erlassene &raquo;Gesetz betreffend die Krankenversicherung der Arbeiter&laquo; hat das Verh&auml;ltnis zwischen Lohnabh&auml;ngigen und Unternehmern in Deutschland &uuml;ber hundert Jahre gepr&auml;gt. Die Grundidee &ndash; mit der der strategisch gewiefte Kanzler seinerzeit der aufstrebenden Sozialdemokratie das Wasser abgraben wollte &ndash; war bestechend einfach: &raquo;Arbeitgeber&laquo; und &raquo;Arbeitnehmer&laquo; teilen sich die Kosten halbe-halbe. Nicht mal die Nazis wagten sich, das System komplett zu zerst&ouml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/01-26\/038.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bedr&auml;ngte Beamte<\/strong><br>\nFreund, jetzt ist Zeit zu l&auml;rmen!&laquo; Mit Flugbl&auml;ttern unter dieser Losung deckte der Berliner Richter Carl Twesten als Abgeordneter in dem 1862 gew&auml;hlten preu&szlig;ischen Abgeordnetenhaus Manipulationen der Regierung Otto von Bismarcks bei der Besetzung von Richterstellen auf und wurde daf&uuml;r strafrechtlich verfolgt. Nach einem erregten Rededuell zwischen Twesten und Bismarck stimmte der Landtag &uuml;ber die Sanktionen ab: 283 Abgeordnete missbilligten die Ma&szlig;regelung des Richters, Bismarck konnte nur 35 Abgeordnete hinter sich bringen.<br>\nBismarck und die preu&szlig;ische Staatsregierung &uuml;berlegten, wie sie die aufm&uuml;pfigen Alt-48er in den Griff bekommen k&ouml;nnten. Sie beschlossen das, was auch Hessens Ministerpr&auml;sident Roland Koch und sein Finanzminister Karlheinz Weimar (beide CDU) f&uuml;r die Frankfurter Steuerfahndung eingefallen ist: Da machen wir eine Umstrukturierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/01-25\/007.php\">Junge Welt<\/a>\n<p>\t<em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Abgeordneten scheinen im nach wie vor obrigkeitlichen preu&szlig;ischen Abgeordnetenhaus jedenfalls ihre Kontrollpflichten ernster genommen zu haben als die Parlamentarier im hessischen Landtag. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das endg&uuml;ltige Aus f&uuml;r das Postamt<\/strong><br>\nDie Deutsche Post gibt bis 2011 auch die letzten selbst betriebenen &Auml;mter auf. Schnellstm&ouml;glich sollen bis zu 24.000 Partnerfilialen entstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/unternehmen\/2010-01\/deutsche-post-filialen-schliessung?page=all&amp;print=true\">Zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kohlenmonoxid-Pipeline<\/strong><br>\nDie umstrittene Kohlenmonoxid-Pipeline des Bayer-Konzerns muss teilweise wieder ausgegraben werden. An einigen Stellen in Duisburg bestehe der Verdacht, dass sich unter der Pipeline explosive Kriegs-Hinterlassenschaften befinden. Dies teilte die D&uuml;sseldorfer Bezirksregierung am Montag mit.<br>\nDie 67 Kilometer lange Rohrverbindung soll das hochgiftige Kohlenmonoxid zwischen den Bayer-Werken Dormagen und Krefeld-Uerdingen transportieren. Die Pl&auml;ne hatten bei den Anrainern einen Sturm der Entr&uuml;stung ausgel&ouml;st. Mehr als 100000 Menschen protestierten mit ihrer Unterschrift gegen die &bdquo;Giftgas-Pipeline&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ruhrnachrichten.de\/nachrichten\/startseite\/nachrichten\/Umstrittene-Pipeline-muss-wieder-ausgegraben-werden;art1880,797933\">Ruhr Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Spendensumpf<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li>\n<strong>Die &ldquo;lobbyistische Demokratie&rdquo; <\/strong><br>\nLobbyisten und FDP &ndash; das ist eine unstrittig sehr gesunde Liebesbeziehung. Deren j&uuml;ngstes Kapitel schlug der Gr&uuml;ne Volker Beck auf. W&auml;hrend der Haushaltsdebatte im Bundestag fragte er, ob die FDP bei der DKV, dem gr&ouml;&szlig;ten privaten Krankenversicherer in Europa, Sonderkonditionen genie&szlig;e. Birgit Homburger, FDP-Fraktionschefin, h&ouml;rte erkennbar weg. Kein Wunder: Tats&auml;chlich haben die Liberalen seit 2003 einen Gruppenvertrag mit der DKV. Liberale und deren Angeh&ouml;rige bekommen einen Rabatt von f&uuml;nf Prozent auf den normalen Tarif, au&szlig;erdem darf kein Antragsteller abgelehnt werden und Wartezeiten f&uuml;r einen Neuvertrag gibt es auch nicht. &ldquo;Es handelt sich um ein ganz normales Vorgehen der Versicherungswirtschaft&rdquo;, beschwichtigt Monika Strobrawe, Sprecherin des DKV-Eigent&uuml;mers &ldquo;Ergo&rdquo; im Gespr&auml;ch mit stern.de. Aber sie gibt auch zu: Die FDP ist die einzige Partei, die einen solchen Gruppenvertrag hat. Tja. Und so kommt eins zum anderen. Die FDP hat auf einer Brosch&uuml;re f&uuml;r die DKV geworben, die DKV ist stolz auf ihren guten Draht zu den Liberalen. Vor der Wahl haben die Liberalen get&ouml;nt, sie wollten die Privaten-Kasse (PKV) f&ouml;rdern. Nun macht der smarte Gesundheitsminister Philipp R&ouml;sler den PKV-Lobbyisten Christian Weber zum Leiter seiner Grundsatzabteilung. Zufall? Volker Beck formuliert es f&uuml;r stern.de vorsichtig: &ldquo;Es sind die Koinzidenzien, die mich besorgt machen, was da bei der Gesundheitsreform rauskommt.&rdquo; Die Partei der Besserverdienenden muss sich davor nicht f&uuml;rchten &ndash; sie ist ja bestens versichert. Sant&eacute;!<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/berlin-vertraulich-die-lobbyistische-demokratie-1538263-print.html\">Stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Die Haltung des Autors zu Manfred Pohl und zum Frankfurter Zukunftsrat (der laut Artikel der speziell gegr&uuml;ndet worden ist, um den breitfl&auml;chigen Einfluss der Lobbyisten in der Politik zu verringern) ist allerdings unverst&auml;ndlich. Der Frankfurter Zukunftsrat ist eine neoliberale Lobbyorganisation mit Einigen der &uuml;blichen Verd&auml;chtigen im Lobbyistengesch&auml;ft: Wolfgang Clement, Oswald Metzger, Friedrich Merz, Rudolf Scharping, Peter Sloterdijk.<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2008\/03\/der-frankfurter-zukunftsrat-eine-neue-altvertraute-reforminitiative\/\">LobbyControl<\/a><br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gabriel fordert juristische Schritte gegen FDP und CSU<\/strong><br>\nLaut &ldquo;Spiegel&rdquo; spendeten zudem wenige Tage nach der Bundestagswahl drei Mitglieder der Familie Quandt\/Klatten der CDU insgesamt 450.000 Euro. Noch vor der Ver&ouml;ffentlichung der Spende der BMW-Gro&szlig;aktion&auml;re h&auml;tten &ldquo;Union und FDP einen neuen Rabatt bei der Besteuerung von Jahreswagen f&uuml;r Mitarbeiter und ebenso einen weiteren Steuerrabatt f&uuml;r die Privatnutzung von Firmenwagen&rdquo; vereinbart.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/hotelier-parteispenden-gabriel-fordert-juristische-schritte-gegen-fdp-und-csu-1538207.html\">Stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zitat aus einem Antwortbrief der FDP-Bundesgesch&auml;ftsstelle: &bdquo;Mitglieder der FDP haben mit ihrem Engagement in und mit den Liberalen nicht nur den ideellen (so im Original) Nutzen, an mehr Freiheit f&uuml;r mehr Menschen mitzuarbeiten, sondern auch noch die M&ouml;glichkeit, durch uns ausgehandelte Erm&auml;&szlig;igungen einzelner Dienstleister zu nutzen&hellip; Damit nutzen die Liberalen weit verbreitete Ma&szlig;nahmen zur Mitgliederbindung. Wir freuen uns, dass Ihre Anfrage uns die Gelegenheit gibt auf diese attraktiven Tatsachen hinzuweisen.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Jetzt hei&szlig;t es betteln lernen<\/strong><br>\nPeter Sloterdijk will staatliche F&uuml;rsorge durch private Mildt&auml;tigkeit ersetzen. Seine &raquo;Philosophie der Gabe&laquo; hat eine Debatte um die Begr&uuml;ndung des Sozialstaates ausgel&ouml;st<br>\nSelbstverst&auml;ndlichkeiten, sollte man meinen. Aber das eben war das Unheimliche an der Debatte: dass ein kleines, kaum durchdachtes Gedankenspiel eines kaum ernsthaften Philosophen noch einmal n&ouml;tig machte, alle Selbstverst&auml;ndlichkeiten der sozialen Demokratie, ja die Selbstverst&auml;ndlichkeiten des gemeinschaftssichernden modernen Staates vorzuf&uuml;hren und zu begr&uuml;nden.<br>\nUnd das ist es wohl in der Tat. Wenn Guido Westerwelles Bemerkung von der &raquo;geistig-politischen Wende&laquo; irgendetwas gemeint haben soll (was wir aber nicht beschw&ouml;ren wollen), dann kann es nur meinen: dass alles auf den Pr&uuml;fstand kommen soll, was wir f&uuml;r den gesicherten Bestand von staatlich organisierter Mitmenschlichkeit gehalten haben. Man mag diese Deutung, nach der Bankenrettung durch den Staat, das hei&szlig;t durch den Einsatz von Steuergeldern aller zur Verm&ouml;genssicherung der wenigen, f&uuml;r unplausibel, wom&ouml;glich dreist halten. Aber wenn man ein Interesse derer unterstellt, die in den letzten Jahren an der Stutzung des Sozialstaats gearbeitet haben, dass ihr Projekt jetzt nicht zum Erliegen kommt, dann w&auml;re es in der Tat plausibel, wenn sie mit verst&auml;rkter Rhetorik an die Ressentiments der Bessergestellten appellierten.<br>\nEs kennzeichnet das gesellschaftliche Klima, dass Armut nicht mehr als sozialpolitische Herausforderung gesehen wird, sondern nur als Hinweis auf die Unt&uuml;chtigkeit der Armen. Anders gesagt: Wer nicht zu den Gewinnern der globalisierten Verteilungsk&auml;mpfe geh&ouml;rt, soll offenbar wieder betteln lernen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2010\/04\/Sozialstaat\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Eine Vorausschau auf das Jahr 2010 aus dem Jahr 2003 von Heiner Flassbeck<\/strong><br>\nIn der R&uuml;ckschau auf 2003\/2004 wirkt manches absurd, weil man sich die Verh&auml;ltnisse und die geistige Disposition der meisten Akteure zu Beginn des dritten Jahrtausends heute nicht mehr vorstellen kann. Gleichwohl ist gerade jetzt eine gute Zeit f&uuml;r einen R&uuml;ckblick, weil der Anfang der ruin&ouml;sen Entwicklung an einem politischen Programm festgemacht werden kann, das paradoxerweise &bdquo;Agenda 2010&ldquo; (elegant &bdquo;zwanzigzehn&ldquo; von den damals verantwortlichen<br>\nPolitikern ausgesprochen) hie&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.memo.uni-bremen.de\/docs\/m4103.pdf\">Memo Uni Bremen, Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik 8\/2003 (!) [PDF &ndash; 61.9 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man h&auml;tte es also wissen k&ouml;nnen, wo wir 2010 angekommen sind.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die IG Metall will kuscheln statt k&auml;mpfen<\/strong><br>\nDie IG Metall legt in diesem Jahr keinen Wert auf gro&szlig;e Lohnzuw&auml;chse f&uuml;r ihre Mitglieder. Stattdessen will sie sich um die Sicherung von Arbeitspl&auml;tzen bem&uuml;hen &ndash; 700.000 stehen angeblich in der Branche auf der Kippe. Auch die Zukunft der Gewerkschaft h&auml;ngt von ihnen ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article5978770\/Die-IG-Metall-will-kuscheln-statt-kaempfen.html\">Die Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man vergleiche einmal das von Flassbeck im vorherigen Hinweis geforderte makro&ouml;konomische Denken mit dem Verhalten der IG Metall. Es ist nat&uuml;rlich betriebswirtschaftliches oder mikro&ouml;konomisches Denken, das diese Tarifrunde leitet. Nur, kann man einer Einzelgewerkschaft vorhalten, dass sie der betriebswirtschaftlichen Logik folgt und mit Lohnzur&uuml;ckhaltung Arbeitspl&auml;tze zu retten versucht. Man wird nie ausrechnen k&ouml;nnen, wie viele Arbeitspl&auml;tze damit gesichert sein werden, und selbst viele Arbeitsplatz-Sicherungsvereinbarungen sind ja &uuml;ber Nacht gek&uuml;ndigt worden. Es gab Zeiten, da wurde in den Grundsatzabteilungen der Gewerkschaften auch bei Tarifverhandlungen gesamtwirtschaftlich gedacht, doch was w&uuml;rde das gegenw&auml;rtig helfen, wenn es kaum noch jemande gibt, der solche Argumente unterst&uuml;tzen k&ouml;nnte. Das zeigt, dass die Gewerkschaften gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten v&ouml;llig in der Defensive sind: Gegen sie stehen die Argumente der Unternehmer, f&uuml;r die jede Lohnerh&ouml;hung von den Profiten abgeht. Gegen sie steht die Politik, die sich fast ausschlie&szlig;lich die Unternehmerlogik zu Eigen macht, und gegen die Einzelgewerkschaften steht die reale Angst ihrer Mitglieder um ihren Arbeitsplatz in einem ganz konkreten Einzelunternehmen. Die Tragik dabei ist, dass wenn die Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz trotz Lohnverzicht verlieren &ndash; wie wir das seit fast zwanzig Jahren Lohnstagnation ja millionenfach erleben mussten &ndash; das als Schw&auml;che der Gewerkschaften erlebt wird und ihre Kampfkraft durch weiteren Mitgliederschwund zus&auml;tzlich geschw&auml;cht wird.<br>\nDiese trostlose Spirale nach unten k&ouml;nnte nur &uuml;ber eine der Makro&ouml;konomie verpflichteten Politik entgegengesteuert werden. Aber da tun sich, wie man selbst in der Welt nachlesen kann (siehe Hinweis 3,) nur Albtr&auml;ume auf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Machtspielchen nach Oskar<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Oskars wahrer Erbe<\/strong><br>\nNoch ziert sich Sigmar Gabriel, doch der Abgang Oskar Lafontaines ist f&uuml;r den SPD-Chef eine Steilvorlage: Er kann die L&uuml;cke f&uuml;llen, die der Linke-Populist von der Saar hinterl&auml;sst. Selbst eine Fusion von Linkspartei und Sozialdemokratie ist nun m&ouml;glich &ndash; unter Gabriels F&uuml;hrung.<br>\nIn der SPD gab es bislang drei klare Grundannahmen. Nummer eins lautete: &ldquo;Die Person&rdquo; Oskar Lafontaine macht eine Zusammenarbeit mit der Linken auf Bundesebene unm&ouml;glich. Annahme Nummer zwei hie&szlig;: Oskar Lafontaines Aufstieg bei der Linken hat den Auss&ouml;hnungsprozess von westdeutschen Sozialdemokraten und ostdeutschen Postkommunisten um zehn Jahre zur&uuml;ckgeworfen. Und Annahme Nummer drei ging so: Ohne Oskar Lafontaine w&auml;re die Linke im Westen kaum existent.<br>\nSo weit, so wahr.<br>\nNun hat eine neue Zeitrechnung begonnen. Seit dem Wochenende muss die SPD anders denken. Die Grundannahmen stimmen nicht mehr. Oskar Lafontaines Abgang verschiebt nicht nur die Machttektonik in der Linken, er ver&auml;ndert auch die strategische Ausgangslage der SPD grundlegend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,673826,00.html%20\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Ressortleiter Politik und Leiter des Berliner B&uuml;ros bei SPIEGEL ONLINE, Roland Nelles, liefert ein typisches Beispiel f&uuml;r inhaltsleeres, auf reine Machtstrategie reduziertes Denken in der Berliner Journalistenszene. Es geht offenbar nur noch um taktische Spielchen, dass die SPD mit ihrem Kurswechsel auf die Schr&ouml;dersche Agenda-Politik erst den Raum f&uuml;r eine neue Partei geschaffen hat, ist dabei v&ouml;llig nebens&auml;chlich.<br>\nDas ist nun eine weitere Variante, die SPD durch eine Absage an eine Zusammenarbeit mit der Linken (wie auch immer) von einer m&ouml;glichen Machtoption in NRW abzuhalten und auch in D&uuml;sseldorf Schwarz-gelb die Macht zu sichern. F&uuml;r einen Journalisten, der durch die Axel-Springer-Schule gegangen ist, nicht weiter verwunderlich.<\/em><\/p>\n<p><strong>Aber solche Spielchen scheinen offenbar auch in der SPD Unterst&uuml;tzer zu haben:<\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>SPD und Linkspartei &ndash; Gabriel : Lafontaines R&uuml;ckzug &auml;ndert gar nichts<\/strong><br>\nF&uuml;hrende Sozialdemokraten sehen keine Chance f&uuml;r rot-rote Ann&auml;herung. Linkspartei will sich rasch neu formieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,tt5l2\/politik\/876\/501135\/text\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Wieder einmal legen &ldquo;sie&rdquo; sich &ldquo;prophylaktisch&rdquo; fest &ndash; oder haben Angst, dass jetzt in der Partei die Diskussion unter den ver&auml;nderten Bedingungen neu beginnt. Jedenfalls hatten all diejenigen recht, die sagten, dass sich unter Gabriel f&uuml;r &ldquo;neue Mehrheiten&rdquo; links von schwarz-gelb nichts &auml;ndert. Kein sch&ouml;ner Ausblick auf 2013 &ndash; die n&auml;chste Bundestagswahl &ndash; angesichts dieses immer deutlicher heraustretenden Horrors von schwarz-gelb.&nbsp;Und der &ldquo;liebe&rdquo; Gabriel will uns darauf &ldquo;festnageln&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Privatschul-Boom ger&auml;t ins Stocken<\/strong><br>\nDie erste deutsche Privatschulkette Phorms hat schnell viel gewollt. Jetzt zeigt ihr Gesch&auml;ftsmodell Schw&auml;chen. Im Management h&auml;ufen sich Probleme und auch bei der Finanzierung hakt es.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/:phorms-schulen-privatschul-boom-geraet-ins-stocken\/50063927.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Wir erinnern in diesem Zusammenhang an einen Beitrag von Jens Wernicke: <a href=\"?p=4331\">&bdquo;Auf dem Weg zur &bdquo;B&uuml;rgerschule&ldquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Befriedung in Afghanistan<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Finger am Abzug<\/strong><br>\nIn Wirklichkeit besteht zwischen dem, was die SPD jetzt ihren &raquo;Abzugskorridor&laquo; nennt, und der sogenannten &raquo;Abzugsperspektive&laquo; der schwarz-gelben Regierungskoalition kein gro&szlig;er Unterschied, auch wenn die Parteien ihren Rollen gem&auml;&szlig; munter aufeinander eindreschen, als ginge es um einen ernsthaften Dissens. Beide Seiten kennen die wenig konkrete Ank&uuml;ndigung von US-Pr&auml;sident Barack Obama, im Sommer 2011 mit dem Truppenabzug zu beginnen. Au&szlig;erdem wissen sie nat&uuml;rlich schon, was in dem noch nicht ver&ouml;ffentlichten Entwurf steht, der voraussichtlich am Donnerstag auf der internationalen Afghanistan-Konferenz in London verabschiedet wird.<br>\nLetztlich reduziert sich die &raquo;Abzugsperspektive&laquo; auf die selbstverst&auml;ndliche Aussage, da&szlig; man den Krieg &raquo;so schnell wie m&ouml;glich&laquo; beenden will &ndash; aber erst nach Erreichen aller milit&auml;rischen und politischen Ziele. Tats&auml;chlich bedeutet das einen Krieg ohne erkennbares oder voraussagbares Ende.<br>\nDie Eskalation des Krieges wird jetzt angesichts der zunehmend negativen Stimmung in allen westlichen L&auml;ndern als schnellster Weg zu seiner Beendigung verkauft. Die prinzipiell kriegswilligen Medien leisten ihren propagandistischen Beitrag, indem sie inflation&auml;r den hoffnungsvollen Begriff &raquo;neue Strategie&laquo; einsetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/01-26\/018.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Gr&uuml;nhelm-Chef Rupert Neudeck: Niebel vers&uuml;ndigt sich an Afghanen<\/strong><br>\nDie Behauptung, die Soldaten der Isaf-Truppe seien in Afghanistan, um die Bev&ouml;lkerung und die humanit&auml;ren Helfer zu sch&uuml;tzen, ist eine doppelte Chim&auml;re. Die Gr&uuml;nhelme etwa arbeiten seit 2003 in der westafghanischen Provinz Herat. Dort hat die Organisation inzwischen 31 Dorfschulen f&uuml;r je 600 Sch&uuml;ler sowie eine Entbindungs- und OP-Klinik aufgebaut. In diese Gegend, in der das italienische Isaf-Kontingent zust&auml;ndig ist, hat sich noch kein westlicher Soldat verirrt. In jedem Dorf frage ich den Schulleiter, den B&uuml;rgermeister oder den Mullah beim gemeinsamen Tee, ob sie in ihrem Dorf schon jemals einen Italiener gesehen h&auml;tten. Dann schauen mich diese Menschen ungl&auml;ubig an: Nein, sie wissen nicht mal, wer diese Leute sind. Die Pr&auml;senz von 2200 Carabinieri in der riesengro&szlig;en Kaserne am Stadtrand von Herat &ndash; der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz &ndash; l&auml;sst sich allenfalls erahnen.<br>\nWir &ldquo;Humanit&auml;ren&rdquo; wollen aber auch gar nicht von Bewaffneten gesch&uuml;tzt werden, selbst wenn das m&ouml;glich w&auml;re. Ein solches Verhalten widerspricht unserem ureigenen Auftrag. Die Genfer Rot-Kreuz-Konventionen besagen eindeutig: Humanit&auml;re m&uuml;ssen klar Distanz zu allen bewaffneten Gruppen und Milizen halten. Keine humanit&auml;re Organisation darf sich bewaffnen, sich von Bewaffneten sch&uuml;tzen lassen oder auch nur Bewaffnete in eigenen Fahrzeugen transportieren oder sie in ihre Krankenh&auml;user aufnehmen. Diese sinnvolle und bew&auml;hrte Trennung von Milit&auml;r und zivilem Einsatz ist bedroht. Und der Angriff kommt ausgerechnet vom deutschen Entwicklungshilfe-Minister. Es sieht auch f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung, mit der wir den Wiederaufbau von Schulen und Kliniken betreiben, nicht gut aus, wenn wir uns mit Soldaten, Gewehren oder gar Panzern blicken lassen. Man h&auml;lt sich besser von denen fern. Wir sind bei unserer Arbeit immer ausgewichen, wenn wir bewaffnete Soldaten in der N&auml;he wussten. Auch das Milit&auml;r &ndash; solange es denn da ist &ndash; tut sich keinen Gefallen. Es hat eine spezifisch andere Aufgabe. Entwicklungshelfer und Soldaten haben miteinander so viel gemeinsam wie Gustav mit Gasthof: gar nichts. Mit Ber&uuml;hrungsangst hat das nichts zu tun. Ich h&auml;tte mir zum Beispiel sehr gew&uuml;nscht, dass die Bundeswehr 1994 die Blauhelmtruppe verst&auml;rkt h&auml;tte, als es darum gegangen w&auml;re, in Ruanda den V&ouml;lkermord zu verhindern oder schleunigst zu beenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2229918&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Was ist schon einem &ldquo;Entwicklungsminister&rdquo; zu erwarten, der bei seiner ersten Reise, ganz der fr&uuml;here Fallschirmspringer, mit seiner alten Kommiss-Kappe vom Einzelk&auml;mpferlehrgang und einer verspiegelten Sonnenbrille durch Afrika tourte.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Man mag zwar humanit&auml;re oder karitative Hilfe f&uuml;r unpolitisch oder gar naiv halten. Aber Neudecks eigentlich uralte Erkenntnis, dass humanit&auml;re Hilfe und milit&auml;rische Gewalt zur Annahme von humanit&auml;rer Hilfe Gegens&auml;tze sind, die nicht miteinander in Einklang zu bringen sind, ist in Zeiten der Durchsetzung &bdquo;andauernder Freiheit&ldquo; (Enduring Freedom) mit Krieg in Vergessenheit geraten. Schon die R&ouml;mer hatte das Verb &bdquo;pacificari&ldquo;, das hei&szlig;t &bdquo;befrieden&ldquo;. Und &bdquo;befriedet&ldquo; wurde jedes Land, das sie in ihr r&ouml;misches Imperium einverleibt und ihrer Herrschaft unterstellt hatten. Die Barbaren waren immer diejenigen hinter den r&ouml;mischen Grenzw&auml;llen &ndash; und so ist es heute nach 2000 Jahren wieder. Trotz aller Milit&auml;rmacht ging auch das r&ouml;mische Reich unter.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Barry Eichengreen: China muss die Notbremse ziehen<\/strong><br>\nDie halbherzigen Versuche, eine &Uuml;berhitzung der chinesischen Wirtschaft zu stoppen, reichen nicht aus. Die einzige Chance, einen Kollaps zu verhindern, ist eine Neubewertung der W&auml;hrung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:ueberhitzungsgefahr-china-muss-die-notbremse-ziehen\/50065102.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Barry Eichengreen ist einer der renommiertesten Finanzwissenschaftler. Er sieht kein Ende der Krise, sondern bef&uuml;rchtet ein Double-Dip, d.h. eine zweite Abschwungphase.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Griechen lassen M&auml;rkte aufatmen<\/strong><br>\nDie starke Nachfrage der Investoren nach neuen Staatsanleihen aus Griechenland hat f&uuml;r ein Aufatmen an den Renten- und Devisenm&auml;rkten gesorgt. Der am Devisenmarkt bef&uuml;rchtete K&auml;uferstreik bei der ersten Anleiheemission Griechenlands in diesem Jahr ist damit ausgeblieben. Von der R&uuml;ckkehr des Vertrauens der Investoren profitierten am Montag auch die Staatsanleihen anderer schw&auml;cher bewerteter Euro-Zonen-L&auml;nder. So verringerten sich auch die Risikoaufschl&auml;ge irischer und italienischer Papiere im Vergleich zu zehnj&auml;hrigen deutschen Bundesanleihen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/anleihen-devisen\/:renten-und-devisen-griechen-lassen-maerkte-aufatmen\/50065468.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eigentlich sollte es ein Wirtschaftsblatt wie die Financial Times Deutschland besser wissen und nicht von der &ldquo;R&uuml;ckkehr des Vertrauens&rdquo; faseln. Ist doch nichts anderes dahinter als die Spekulation auf eine sichere Rendite, denn wer glaubt schon daran, dass sich die EU, wenn es eng wird, heraushalten kann. Das wird dann hochoffiziell &uuml;ber den IWF ablaufen, der die Bedingungen vorgeben wird, und die EU wird den gr&ouml;&szlig;ten Teil der Finanzhilfe verantworten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Natursch&uuml;tzer k&uuml;ren die gr&ouml;&szlig;ten Skandalkonzerne<\/strong><br>\nMit diesem Preis wird kein Unternehmen gerne geehrt: Kurz vor dem Wirtschaftsgipfel in Davos pr&auml;mieren Naturschutzorganisationen die gr&ouml;&szlig;ten Skandalfirmen mit dem &ldquo;Public Eye Award&rdquo;. Eine Fachjury hat daf&uuml;r aus &uuml;ber 40 Vorschl&auml;gen von NGOs die aus ihrer Sicht skandal&ouml;sesten Unternehmen f&uuml;r die diesj&auml;hrigen Shortlist ausgew&auml;hlt. F&uuml;r den &ldquo;Global Award&rdquo; nominierten die Umweltsch&uuml;tzer den indischen Stahlgiganten ArcelorMittal , der das gr&ouml;&szlig;te und zugleich dreckigste Stahlwerk S&uuml;dafrikas betreibe, die Royal Bank of Canada als Hauptfinanzier des &ldquo;&ouml;kologisch wie sozial fatalen&rdquo; &Ouml;lsandabbaus in der kanadischen Provinz Alberta und den Energieversorger GDF Suez, der die &ldquo;treibende Kraft hinter einem Gro&szlig;kraftwerk am brasilianischen Madeira-Fluss&rdquo; sei, das gigantische Umweltzerst&ouml;rungen und Massenvertreibungen der indigenen Bev&ouml;lkerung zur Folge habe. Besonderes emp&ouml;rt zeigen sich die NGOs &uuml;ber den Arzneimittelhersteller Roche , den sie wegen m&ouml;glicher Organ-Experimente in China kritisieren. Der Konzern verwende bei medizinischen Studien in China &ldquo;h&ouml;chst wahrscheinlich&rdquo; die Organe von Gefangenen, werfen Greenpeace und EvB dem Unternehmen vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,druck-671925,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Mercedes: Kennzeichen D<\/strong><br>\nDas neue Mercedes-Team um Michael Schumacher setzt auf den Faktor deutsch. Ein bisschen Nationalstolz m&uuml;sse schon erlaubt sein, angesichts des neuen deutschen Nationalteams in der Formel 1, erkl&auml;rte Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche. Es gebe schlie&szlig;lich nicht viele deutsche Weltstars, &bdquo;aber zwei von ihnen arbeiten 2010 zusammen: Michael Schumacher und Mercedes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/sport\/Formel-1-Michael-Schumacher-Mercedes;art2651,3012074?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagespiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Fehlt nur noch, da&szlig; der in das Steuerasyl Schweiz Vertriebene wieder nach Deutschland zur&uuml;ckkehrt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h26\"><\/a><strong>TV-Tip: Neues aus der Anstalt<\/strong><br>\nUrban Priol und Georg Schramm begeben sich zum 31. Mal auf ihre satirische Monatsvisite. Zur Kurztherapie werden in die Anstalt &ldquo;eingeliefert&rdquo;: Django As&uuml;l, B&uuml;lent Ceylan und Horst Evers.<br>\nDienstag, 26. Januar um 22:15 Uhr<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/anstalt.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/31\/0,1872,7122271,00.html\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Vor ca. vier Wochen &bdquo;beschwerte&ldquo; sich ein Leser, wir h&auml;tten nicht auf die Sendung hingewiesen. Das soll uns nicht noch mal passieren.<br>\n<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Freistaat spart f&uuml;r die Bank; Sprenstoff f&uuml;r die Wall Street; endloser Albtraum; EU-Parlamentarier begehren auf; Rentenpolitik; Niedriglohn erreicht die Mitte; 1-Euro-Jobs lohnen sich &ndash; f&uuml;r die Arbeitgeber; Zusatzbeitrag, der schleichende Systemwechsel; zur&uuml;ck vor Bismarck; Aus f&uuml;r das Postamt; Spendensumpf; Betteln lernen; IG Metall will kuscheln; Machtspielchen nach Oskar; Befriedung<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4477\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4477","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4477","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4477"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4477\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4477"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4477"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4477"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}