{"id":44792,"date":"2018-07-05T08:01:03","date_gmt":"2018-07-05T06:01:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44792"},"modified":"2018-07-05T08:01:03","modified_gmt":"2018-07-05T06:01:03","slug":"hinweise-des-tages-3154","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44792","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44792#h01\">Achtung, Rentenfresser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44792#h02\">Privatisierungen Griechenlands: R&auml;umungsverkauf bringt wenig Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44792#h03\">Wie aus Erbarmen &sbquo;erb&auml;rmlich&lsquo; wurde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44792#h04\">Der Europastreit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44792#h05\">Transitzentren, Expresszentren: Wie die Politik sich hinter W&ouml;rtern vor den W&auml;hlern versteckt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44792#h06\">Geeint in die Barbarei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44792#h07\">Was verdient man eigentlich bei Amazon?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44792#h08\">Profitgier first, Bedenken second<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44792#h09\">So viele Befristungen wie noch nie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44792#h10\">Opel-Betriebsrat: Das Management hat gelogen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44792#h11\">Das sind die reichsten Familien der Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44792#h12\">Marode &Ouml;lindustrie: China hilft Venezuela mit Milliardenkredit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44792#h13\">US defence secretary intervenes in UK military budget row<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44792#h14\">EU: 500 Mio. &euro; f&uuml;r Milit&auml;rforschung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44792#h15\">CRI-Kommentar: Wie lange werden die USA noch mit ihren &bdquo;gef&auml;lschten Nachrichten&rdquo; die Welt bel&uuml;gen? <\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Achtung, Rentenfresser<\/strong><br>\nDer US-Konzern Blackrock will Europas Pensionen privatisieren. Die EU-Kommission macht sich zur willigen Helferin<br>\nWenn Larry Fink spricht, dann h&ouml;rt die Finanzwelt aufmerksam zu. Fink ist Gr&uuml;nder und Chef des Geldkonzerns Blackrock, der 6.300 Milliarden Dollar Anlagekapital verwaltet, so viel wie kein anderes Unternehmen in der Welt. Mit diesem Geld seiner Kunden ist der Finanzriese an 17.000 Unternehmen weltweit beteiligt und Gro&szlig;aktion&auml;r bei allen Gro&szlig;konzernen in Europa und den USA. Wer mit dieser Macht im R&uuml;cken Forderungen stellt und Programme ank&uuml;ndigt, der verhei&szlig;t neue Gesch&auml;fte. [&hellip;]<br>\nDeshalb sei es n&ouml;tig, die Arbeitnehmer zum Sparen und Investieren am Aktienmarkt zu motivieren, um sie an den Kapitalgewinnen zu beteiligen. Eine gesetzliche Garantie auf das angesparte Kapital wie in Deutschland sei da aber hinderlich. Besser sei es, diese Garantie auf einen kleinen Anteil zu beschr&auml;nken, und das europaweit. &bdquo;Den europ&auml;ischen Sparern fehlen zuverl&auml;ssige Daten und die Anleitung, wie man investiert und f&uuml;r die Zukunft plant&ldquo;, mahnte Fink. Das m&uuml;sse sich &auml;ndern. [&hellip;]<br>\nNur ein halbes Jahr nach Finks Appell in Frankfurt pr&auml;sentierte in Br&uuml;ssel Valdis Dombrovskis, Vizepr&auml;sident der EU-Kommission und zust&auml;ndig f&uuml;r die Regulierung der Finanzm&auml;rkte, einen Gesetzentwurf f&uuml;r ein &bdquo;europaweites privates Altersvorsorgeprodukt&ldquo;, in der englischen Abk&uuml;rzung &bdquo;PEPP&ldquo; genannt (Pan-European Personal Pension). Kapitalgarantien sind darin nicht vorgesehen, sondern lediglich ein &bdquo;Qualit&auml;tssiegel&ldquo;, mit dem die Finanzkonzerne in allen EU-Staaten gleichzeitig ihre Fonds als Altersvorsorge vermarkten k&ouml;nnen. Also genau das, was Fink gefordert hatte &ndash; und das mit den gleichen Argumenten. Europa stehe vor einer &bdquo;nie da gewesenen demografischen Herausforderung&ldquo;, sagte Dombrovskis. Die daraus resultierende &bdquo;Rentenl&uuml;cke&ldquo; werde &bdquo;den Druck auf die &ouml;ffentlichen Finanzen&ldquo; enorm steigern, dagegen gelte es eine private Rentenvorsorge auf europ&auml;ischem Niveau zu schaffen. [&hellip;]<br>\nParallel dazu verzehnfachte der Geldriese seit 2011 die Ausgaben f&uuml;r EU-Lobbying von 150.000 auf 1,5 Millionen Euro pro Jahr. Seitdem erscheinen Blackrock-Lobbyisten auch vielfach auf den Terminlisten von EU-Kommissar und Vizepr&auml;sident Valdis Dombrovskis und seinen leitenden Beamten. Allein im Jahr 2017 traf sich der Kommissar zweimal mit Konzernvertretern. Auch Kabinettschef Jan Ceyssens und der zust&auml;ndige Generaldirektor Olivier Guersent hatten Rendezvous mit Blackrock-Beratern.<br>\nAnders als die Rhetorik von Konzernchef Fink und Kommissar Dombrovskis suggeriert, bietet der PEPP-Vorschlag f&uuml;r das &bdquo;europ&auml;ische Altersvorsorgeprodukt&ldquo; denn auch keine L&ouml;sung f&uuml;r Europas demografisches Problem, sondern nur f&uuml;r die Expansionspl&auml;ne von Blackrock. Denn gerade jene Arbeitnehmer, denen wegen der K&uuml;rzungen in den staatlichen Umlagesystemen Altersarmut droht, verf&uuml;gen in der Regel nicht &uuml;ber genug Einkommen, um solche Fondsanteile zu kaufen. F&uuml;r sie w&auml;ren vielmehr Reformen nach dem Vorbild der Schweiz oder &Ouml;sterreichs sinnvoll. Dort sind anders als in Deutschland alle Einkommen beitragspflichtig, auch jene von Selbstst&auml;ndigen und F&uuml;hrungskr&auml;ften. Darum k&ouml;nnen die Rentenkassen dort auch bei niedrigen Geburtenraten ausk&ouml;mmliche Renten zahlen. Die Einnahmen wachsen mit der Wirtschaftsleistung. &bdquo;Im Kern steht bei dem Vorschlag der Kommission gar nicht die Sorge um die Einkommen der Rentner&ldquo;, kritisiert darum der linke EU-Abgeordnete Martin Schirdewan. Vielmehr gehe es der EU-Beh&ouml;rde &bdquo;um die &Ouml;ffnung eines neuen Marktes f&uuml;r die Finanzindustrie&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/achtung-rentenfresser%20\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Lutz Hausstein:<\/strong> Schon mehrfach wurde sich auf den NachDenkSeiten mit den Umtrieben von BlackRock besch&auml;ftigt. F&uuml;r einen kurzen &Uuml;berblick empfehle ich Ihnen, sich die Artikel mit dem speziellen Schlagwort &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?tag=blackrock\">BlackRock<\/a>&rdquo; noch einmal anzuschauen. Es sind nicht allzu viele und sie er&ouml;ffnen &ndash; kompakt gelesen &ndash; eine noch tieferen Einblick in diese Materie.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Das ist in der Tat ein interessanter Artikel und best&auml;tigt alle auf den Nachdenkseiten schon seit l&auml;ngerem ge&auml;u&szlig;erten Bef&uuml;rchtungen. Mit der Empfehlung im letzten wiedergegebenen Absatz liegen die Autoren allerdings ziemlich falsch. Es ist eine weitverbreitete M&auml;r, mit der &Ouml;ffnung der Rentenversicherung f&uuml;r Beamte, Selbst&auml;ndige und so weiter werde das Problem gel&ouml;st. Das ist schlicht falsch. Man kann diesen Ausbau zur B&uuml;rger Versicherung machen und er ist sicher aus verschiedenen Gr&uuml;nden auch richtig. Aber die gesetzlichen Rentenversicherungen lassen sich auch ohne diese schwer erreichbare Erweiterung wieder zu leistungsf&auml;higen Altersvorsorgesystemen machen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Studie Mehr als jeder Zweite steigt vorm Rentenalter aus<\/strong><br>\nGut die H&auml;lfte der Erwerbst&auml;tigen in Deutschland geht laut einer Studie der Techniker Krankenkasse vor dem offiziellen Rentenalter in den Ruhestand. Deshalb n&uuml;tze es wenig, das Alter &ldquo;immer weiter hochzuschrauben&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/renteneintrittsalter-mehr-als-jeder-zweite-geht-frueher-a-1216632.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Privatisierungen Griechenlands: R&auml;umungsverkauf bringt wenig Geld<\/strong><br>\nAirports, H&auml;fen, Telekommunikation: Mit dem Verkauf von Staatsbesitz wollte Griechenland 50 Milliarden Euro einnehmen. Von diesem Ziel bleibt das Land laut neuen Zahlen weit entfernt.<br>\nWie realistisch sind die Reformziele f&uuml;r Griechenland? Diese Frage d&uuml;rfte sp&auml;testens im August wieder aufkommen. Nach acht Jahren finanzieller Unterst&uuml;tzung durch seine Europartner soll das Land dann wieder auf eigenen F&uuml;&szlig;en stehen. Als Gegenleistung f&uuml;r die bis dahin empfangenen Milliardenkredite hat sich die griechische Regierung zu weitgehenden Reformen verpflichtet &ndash; darunter auch die Privatisierung von Staatsbesitz.<br>\nDoch von seinen urspr&uuml;nglichen Privatisierungszielen bleibt Griechenland weit entfernt. Das zeigt eine Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linken, die dem SPIEGEL vorliegt. F&uuml;r die Jahre 2011 bis 2017 werden darin Erl&ouml;se aus Privatisierungen von insgesamt 5,1 Milliarden Euro aufgef&uuml;hrt. Eigentlich sollte Griechenland zehnmal so viel Geld einnehmen. Ein Zielwert von 50 Milliarden Euro wurde noch 2015 als Teil des dritten Hilfsprogramms vereinbart, obwohl er schon damals als unrealistisch galt.<br>\nSeitdem mussten die Annahmen immer wieder nach unten korrigiert werden. So erwartete man zeitweise allein 2015 Einnahmen von 15 Milliarden Euro &ndash; am Ende waren es den Angaben zufolge gerade einmal 300 Millionen. [&hellip;]<br>\nEin Problem ist aber auch, dass die Privatisierungen unter Zeitdruck und in einer nach wie vor schlechten wirtschaftlichen Lage erfolgen und somit oft keine guten Preise erzielen. Das erleben auch viele B&uuml;rger, die ihre Immobilien zu Schleuderpreisen an ausl&auml;ndische Investoren verkaufen m&uuml;ssen. &ldquo;Die Privatisierung &ouml;ffentlicher Verm&ouml;genswerte in einem depressiven Umfeld ist wie R&auml;umungsverkauf&rdquo;, kritisiert Linken-Finanzpolitiker Fabio De Masi.<br>\nAuf die Frage, ob sie solche fire sales unter Zeitdruck und mit wenigen Bietern f&uuml;r angemessen halte, antwortete die Bundesregierung, es gehe bei den Privatisierungen neben dem Schuldenabbau auch um Markt&ouml;ffnung sowie die &ldquo;Depolitisierung und Verbesserung des Managements&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-privatisierungen-bringen-wenig-geld-ein-a-1216375.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wie aus Erbarmen &sbquo;erb&auml;rmlich&lsquo; wurde<\/strong><br>\nJ&uuml;ngste Daten und Fakten aus dem BMI &uuml;ber Asylantragsteller belegen gerade NICHT die dramatische Situation, die der Bundesinnenminister behauptet<br>\nDer Bundesinnenminister inszenierte &uuml;ber Tage ein Drama, das den Eindruck vermitteln sollte, als st&uuml;nde die Sicherheit der Bev&ouml;lkerung auf der Kippe. Auch sei &bdquo;nicht mehr vermittelbar&ldquo;, dass Asylantr&auml;ge in Deutschland bearbeitet werden sollen, obwohl formell doch das EU-Land zust&auml;ndig ist, in dem der Antragsteller urspr&uuml;nglich registriert wurde. Es geht als um die Einhaltung des Dublin-III-Verfahrens, einer Verordnung der EU. Folgt man Seehofer, Dobrindt und Co., so handelte es sich um eine wahre Flut von Antragstellern, die so nicht l&auml;nger hingenommen werden kann. Daten und Fakten aus dem BMI und BAMF, Teile davon erst gestern ver&ouml;ffentlicht, offenbaren allerdings ein ganz anderes Bild.<br>\nDie Sicherheit und das Rechtsempfinden der Bev&ouml;lkerung sind nicht vor allem dadurch gest&ouml;rt, dass diese EU-Verordnung nicht l&uuml;ckenlos eingehalten wird. Sondern davon, dass Verkehrsminister, wie Alexander Dobrindt und sein Nachfolger Andreas Scheuer von der CSU den Autok&auml;ufer trotz des Betrugs der Hersteller einfach im Regen stehen lassen. Und an viele andere nicht eingehaltene Versprechungen (Klimaziele!), nicht umgesetzte Gesetze (Steuerhinterziehung \/ Geldw&auml;schebek&auml;mpfung) oder andere EU-Verordnungen (Nitratbelastung), die diese Regierung zu verantworten hat.<br>\nWie erb&auml;rmlich ist eine Politik, die aufgrund der aufgebauschten L&auml;cherlichkeit von 24.000 Asylantr&auml;gen im Jahr, die formell in einem anderen Land zu bearbeiten sind, bis heute anhaltend das Platzen der Regierungskoalition in Kauf nimmt, die dringend notwendige Sacharbeit der Regierung auf vielen Gebieten behindert und das Asylecht auf europ&auml;ischer Ebene immer weiter beschneidet? Und dabei unterst&uuml;tzt wird von so genannten Leitmedien, deren Dauerschleife an Werbung f&uuml;r die Politik von Dobrindt, Seehofer und Co. daf&uuml;r sorgt, dass hunderte von Toten im Mittelmeer allein in den letzten Tagen und Menschen, die von Algerien aus zum Sterben in die W&uuml;ste getrieben wurden, anscheinend nur noch als Kollateralfolge dieser &bdquo;notwendigen&ldquo; Erbarmungslosigkeit angesehen werden?!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/cives.de\/wie-aus-erbarmen-erbaermlich-wurde-7912\">Cives<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der Europastreit<\/strong><br>\nDie Konflikte um die Asylpolitik ersch&uuml;ttern die EU in existentieller Weise. Die akute Brutalisierung der europ&auml;ischen Asylpolitik k&ouml;nnte das Projekt der europ&auml;ischen Einigung dauerhaft entstellen<br>\nWelchen Effekt hat der bisherige Rechtsruck in den Mitgliedsstaaten der EU? Die deutsche Regierungskrise zeigt dies in erschreckender Weise auf. Wenngleich schnell gesehen wurde, dass hinter dem &ldquo;Asylstreit&rdquo; der Unionsparteien ein innerdeutscher Kampf um Europa steht, so muss mittlerweile von einem l&auml;nder&uuml;bergreifenden &ldquo;Europastreit&rdquo; gesprochen werden, dessen m&ouml;gliche Konsequenzen noch nicht klar genug geworden sind. (&hellip;)<br>\nAuch wenn es f&uuml;r Bef&uuml;rworter einer humanen Fl&uuml;chtlingspolitik zynisch klingt: Da man aktuell an den Ufern des Mittelmeers immer mehr Schl&auml;gertrupps findet, w&auml;re w&uuml;nschenswert, die EU h&auml;tte zumindest bald die Strukturen einer soliden Festung. Eine Selbstbindung staatlicher Gewaltanwendung an geltende Gesetze und eine menschenrechtssensible Gerichtsbarkeit ist ansonsten nicht einmal denkbar.<br>\nMit der sich andeutenden Strukturlosigkeit &ndash; Dublin-III ist praktisch untauglich, aber es ist kein Ersatz gefunden &ndash; l&auml;uft die humanit&auml;r ausgerichtete Agenda, die Alternative zur brutalisierten Asylpolitik, leider ins Leere. Mit anderen Worten: Eine Festung kann ihre Tore auch &ouml;ffnen. Ein Schl&auml;gertrupp ist dagegen einfach ein Schl&auml;gertrupp.<br>\nDie Brutalisierung der europ&auml;ischen Politik hat aber auch eine sozialpsychologische Dimension. Der Unterschied des aktuellen Geschehens zum dr&ouml;hnend totgeschwiegenen T&uuml;rkei-Deal und der versch&auml;mt arrangierten Zusammenarbeit mit der libyschen K&uuml;stenwache ist, dass nun ein entscheidender Aspekt aus der politischen Kultur zu weichen beginnt: die Scham. Das Bewusstsein daf&uuml;r, das die realpolitisch getroffenen Entscheidungen den Werten, auf denen die europ&auml;ische Einigung fu&szlig;t, ausgerechnet im Umgang mit den Schw&auml;chsten zuwiderlaufen und genau das als Problem erlebt wird. (&hellip;)<br>\nAm Horizont erscheint damit ein Europa, das asylpolitische Ma&szlig;nahmen verfolgt, die einerseits einer menschenrechtskonformen politischen Kultur aus Prinzip zuwiderlaufen und andererseits die voranschreitende Aush&ouml;hlung der europ&auml;ischen Institutionen als Forum transnationaler Entscheidungsfindung massiv beschleunigen. Wenn nationale Alleing&auml;nge unabh&auml;ngig von kollektiven Notsituationen &ndash; darin unterscheidet sich das Jahr 2018 von der Eurokrise 2010\/11 oder der Fl&uuml;chtlingskrise 2015\/16 &ndash; in einem Politikfeld akzeptabel werden, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis diese Strategie der mangelnden Geduld und des kurzfristigen Prestigegewinns auf andere Felder &uuml;bergreift. So d&uuml;rfte den L&auml;ndern Europas die gemeinsame Handlungsf&auml;higkeit in allen Politikfeldern eher fr&uuml;her als sp&auml;ter verloren gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Der-Europastreit-4099017.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Transitzentren, Expresszentren: Wie die Politik sich hinter W&ouml;rtern vor den W&auml;hlern versteckt<\/strong><br>\nWeil sie sich nicht einigen k&ouml;nnen, erfinden die Parteien bedeutungsleere Begriffe. So entsteht ein politisches Niemandsland.<br>\nF&uuml;r Satiriker sind es goldene Zeiten. Jan B&ouml;hmermann zum Beispiel macht sich auf Twitter &uuml;ber die Wortkonstrukte lustig, mit denen CDU, CSU und SPD versuchen, ihre unvereinbaren Positionen zusammenzutackern. Die CSU will Asylbewerber aus anderen EU-L&auml;ndern an der Grenze zur&uuml;ckweisen, die CDU will das europ&auml;ische Recht aufrechterhalten. Also erfindet man Orte der &bdquo;fiktionalen Nicht-Einreise&ldquo;. &bdquo;Transitzentren&ldquo; sollen diese Orte hei&szlig;en, aber das findet die SPD nicht gut, weil sie mal dagegen war. &bdquo;Expresszentren&ldquo; soll jetzt als Begriff im Spiel sein. Wenn es nach Jan B&ouml;hmermann ginge, hie&szlig;en sie &bdquo;Freiheitsgef&auml;ngnisse&ldquo; oder &bdquo;Gute Laune Lager&ldquo;. So weit entfernt von der Realit&auml;t ist die Satire nicht. Innenstaatssekret&auml;r Stephan Mayer (CSU) schaffte es, in der &bdquo;Bild&ldquo; zu erkl&auml;ren: &bdquo;Transitzentren sind keine Gef&auml;ngnisse. In den Zentren kann sich jeder frei bewegen, raus darf aber niemand.&ldquo; Wenn die Politik sich nicht einigen kann, greift sie zu politischen Euphemismen und Fiktionen. Das ist absurd, komisch ist es eigentlich nicht.<br>\nDer Gebrauch solcher Euphemismen ist die pure politische Schizophrenie. Wer die Notwendigkeit sieht, seine Politik in einen sprachlichen Schleier zu h&uuml;llen, kann von der Sache nicht sonderlich &uuml;berzeugt sein. Politische Euphemismen sind Distanzierung von und Werbung f&uuml;r eine Sache gleichzeitig. Sie sind der Begriff gewordene Widerspruch von Haltung und Handeln. Die Botschaft entleert sich durch diesen Widerspruch selbst. Es entsteht ein semantisches und politisches Niemandsland, in dem die W&auml;hler sich verlieren &ndash; und verlieren sollen. Wer politische Euphemismen gebraucht, versteckt sich vor den W&auml;hlern hinter W&ouml;rtern und versucht gleichzeitig, die B&uuml;rger zu manipulieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/transitzentren-expresszentren-wie-die-politik-sich-hinter-woertern-vor-den-waehlern-versteckt\/22768316.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Geeint in die Barbarei<\/strong><br>\nDie Union hat sich &bdquo;zusammengerauft&ldquo; &ndash; der eigentliche Verlierer beim Unions-Sommertheater ist die Humanit&auml;t. Erleichtertes Aufatmen in Deutschland: Die Unionsschwestern bleiben zusammen &ndash; und Gefl&uuml;chtete werden k&uuml;nftig in Internierungslagern konzentriert. Das unertr&auml;gliche Hickhack der letzte Tage und Wochen beweist vor allem eines: Eine Clique entschlossener Akteure vermag es, der Republik durch Penetranz, Erpressung und Theaterdonner ihren Willen aufzuzwingen. Oder wollte auch Merkel schon lange den Rechtsruck? Eine &bdquo;gesamteurop&auml;ische L&ouml;sung&ldquo; jedenfalls ist gefunden: Ganz Europa tanzt jetzt nach der Melodie rechter Scharfmacher und entsorgt seinen humanen Wertekanon auf dem M&uuml;llhaufen der Geschichte. (Roland Rottenfu&szlig;er)<br>\nSchon vergessen? Ende Mai trat das neue Bayerische Polizeiaufgabengesetz in Kraft, das sch&auml;rfste Polizeigesetz seit 1945. Es enth&auml;lt unter anderem Bestimmungen &uuml;ber Pr&auml;ventivhaft, die Verwendung von Bodycams durch Polizeibeamte, den Freibrief f&uuml;r umfangreiche Bespitzelungs- und &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen sowie den fragw&uuml;rdigen Begriff der &bdquo;drohenden Gefahr&ldquo;. Zehntausende gingen deswegen am 10. Mai in M&uuml;nchen auf die Stra&szlig;e. Die bayerische Regierung unter Markus S&ouml;der blieb jedoch unbeeindruckt. Merkel und die &bdquo;Schwesterpartei&ldquo; CDU schwiegen zu dem sch&auml;ndlichen Gesetz, das einen weiteren Schritt auf dem Weg in den totalen Polizei- und Sicherheitsstaat darstellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/geeint-in-die-barbarei\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Was verdient man eigentlich bei Amazon?<\/strong><br>\nWer bei Amazon arbeitet, kennt den seit Jahren andauernden Streit um Tariflgeh&auml;lter. Das Unternehmen und die Gewerkschaft zoffen sich um faire L&ouml;hne. Doch was verdient man derzeit bei Amazon als Lagerarbeiter?<br>\nSeit &uuml;ber f&uuml;nf Jahren werden die Logistikzentren von Amazon immer wieder bestreikt. Es w&uuml;tet ein Streit zwischen der Gewerkschaft Verdi und Amazon um faire Bezahlung. W&auml;hrend Amazon mit zus&auml;tzlichen Leistungen lockt, winken die Gewerkschafter ab &ndash; sie fordern einen Tarifvertrag. Aber was verdienen die sogenannten Picker, die durch die Lagerflure jagen und die Bestellungen zusammen suchen, eigentlich bei Amazon?<br>\nLaut eigenen Angaben liegt der Lohn, den Amazon zahlt, am oberen Ende bei Logistikmitarbeitern. &ldquo;Der rechnerische Bruttostundenlohn liegt bei uns zwischen 10,52 Euro und 11,39 Euro&rdquo;, hei&szlig;t es dazu von Amazon. Zus&auml;tzlich gebe es Bonuszahlungen, 28 Tage bezahlten Urlaub und eine Berufsunf&auml;higkeits- und Lebensversicherung sowie eine betriebliche Altersvorsorge. Dar&uuml;ber hinaus bekommen Mitarbeiter zehn Prozent Rabatt auf ihre eigenen Eink&auml;ufe bis zu einem Bestellwert von 1000 Euro pro Jahr. Weiterbildungskosten werden zu einem Gro&szlig;teil vom Unternehmen &uuml;bernommen. &ldquo;Unseren Erfolg verdanken wir unseren Mitarbeitern, die t&auml;glich ihr Bestes geben, um die Kundenversprechen zu erf&uuml;llen. Ohne ein positives Arbeitsumfeld und das gemeinsame Miteinander w&auml;re dieser Erfolg nicht m&ouml;glich&rdquo;, l&auml;sst das Unternehmen wissen. &ldquo;Amazon ist ein bedeutender Arbeitgeber in diesen Regionen und bietet vielen Menschen berufliche Perspektiven und Entwicklungsm&ouml;glichkeiten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/job\/amazon--was-verdient-man-eigentlich-als-lagerarbeiter-bei-amazon--8150704.html\">Stern Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Profitgier first, Bedenken second<\/strong><br>\nArbeit Wenn es nach der EU geht, sollen Bus- und Fernfahrer in Zukunft bis zu 16 Stunden pro Tag auf Piste sein d&uuml;rfen. Das ist unverantwortlich [&hellip;]<br>\nFlixbus wirbt mit g&uuml;nstigen Fernbusreisen schon ab 5 Euro. Was Reisende nicht realisieren: Flixbus ist vor allem ein digitaler Reisemakler, nur die Plattform f&uuml;r die Ticketbuchung. Mittelst&auml;ndische Unternehmen f&uuml;hren die Reisen durch, die &uuml;ber Flixbus gebucht werden. Mit den neuen Entsenderichtlinien k&ouml;nnten bald Busse, die zum Beispiel von M&uuml;nchen nach Budapest fahren, von europ&auml;ischen Niedriglohnkr&auml;ften gelenkt werden. Vielleicht f&auml;hrt dann ein in Bulgarien angestellter Busfahrer bis zu 16 Stunden am Tag f&uuml;r 1,57 Euro die Stunde und verteidigt heroisch europ&auml;ische Arbeitspl&auml;tze, also osteurop&auml;ische Arbeitspl&auml;tze. Lohndumping ist das Wort daf&uuml;r, jetzt auch EU-weit erh&auml;ltlich. F&uuml;r seinen Arbeitsplatz jedenfalls braucht es nur eine Briefkastenfirma.<br>\nBis zu 16 Stunden am Tag? Richtig. Die Ruhe- und Lenkzeiten im Fernverkehr sollen n&auml;mlich ebenfalls aufgeweicht werden. Durften Bus- oder LKW-Fahrer in Deutschland &bdquo;nur&ldquo; bis zu 9 Stunden am Tag fahren und zweimal in der Woche gar 10 Stunden, sind zuk&uuml;nftig Arbeitszeiten bis zu 16 Stunden am Tag m&ouml;glich &ndash; inklusive weniger Ruhepausen. Einmal Amsterdam und zur&uuml;ck? Kein Problem, der Fahrer liegt abends wieder in seinem Bett, sofern er die Miete seines Abfahrtsortes bezahlen kann. Wahrscheinlicher ist aber, dass er nicht direkt am Busbahnhof wohnt und nach Feierabend also weiter unterwegs ist, um nach Hause zu kommen. Er liegt dann also sp&auml;ter im Bett &ndash; gesetz den Fall, er ist nicht am Lenkrad eingeschlafen oder schon auf dem Weg nach Loret de Mar. Die EU-Reformpl&auml;ne sehen n&auml;mlich auch vor, dass Fahrer demn&auml;chst 12 Tage am St&uuml;ck ohne Ruhetag unterwegs sein k&ouml;nnen. Einmal Spanien und zur&uuml;ck, warum nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/katharina-schmitz\/busfahren\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>So viele Befristungen wie noch nie<\/strong><br>\nMehr als drei Millionen Menschen in Deutschland haben nur einen Arbeitsvertrag auf Zeit, die H&auml;lfte davon ohne sachlichen Grund. Nicht selten entwickeln sich aus befristeten aber unbefristete Besch&auml;ftigungen.<br>\nImmer mehr Menschen in Deutschland sind befristetet besch&auml;ftigt. Laut einer Studie des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) stieg ihre Zahl im Jahr 2017 auf ein Rekordhoch von rund 3,15 Millionen. Das war jeder Zw&ouml;lfte aller rund 38 Millionen Besch&auml;ftigten.<br>\nRund die H&auml;lfte der Jobs wurde ohne sachlichen Grund befristet, bei Neueinstellungen werden 43,5 Prozent der Vertr&auml;ge auf Zeit geschlossen. Zeitvertr&auml;ge seien ein &ldquo;relevantes Rekrutierungsinstrument, aber immer seltener ein Instrument zur Beendigung von Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen&rdquo;, hei&szlig;t es in der Studie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/befristungen-rekord-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Opel-Betriebsrat: Das Management hat gelogen<\/strong><br>\nWas wird aus R&uuml;sselsheim? Der Streit mit den neuen franz&ouml;sischen Eigent&uuml;mern um die Ingenieurswerkstatt spitzt sich zu. Auch die Bundesregierung schaut sich das &bdquo;sehr genau&ldquo; an.<br>\n4000 Arbeitspl&auml;tze stehen auf dem Spiel: Der Opel-Betriebsrat fordert Klarheit &uuml;ber die Zukunft des Entwicklungszentrums in R&uuml;sselsheim unter dem neuen Eigent&uuml;mer PSA. Die franz&ouml;sische Zeitung &bdquo;Le Monde&ldquo; hatte berichtet, dass Opel einen Teil des Zentrums an franz&ouml;sische Unternehmen verkaufen will (den franz&ouml;sischen Artikel gibt es hier).<br>\nWenn das stimmen sollte, &bdquo;w&uuml;rde dies bedeuten, das PSA und das Opel-Management sich seit l&auml;ngerem in Verkaufsgespr&auml;chen befinden und wissentlich der IG Metall und der Einigungsstelle mit dem vorsitzenden Richter die Unwahrheit gesagt haben&ldquo;, schimpfte der Chef von Opels Gesamtbetriebsrat, Wolfgang Sch&auml;fer-Klug, laut einer Mitteilung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/opel-betriebsrat-management-hat-uns-angelogen-15674038.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> So traurig es ist, wer das Agieren international operierender Gro&szlig;konzerne kennt, sollte &uuml;ber das Ausschlachten von Opel nicht &uuml;berrascht sein. Es war v&ouml;llig klar, dass mit der &Uuml;bernahme von Opel durch PSA prim&auml;r ein Konkurrent im gleichen Marktsegment eliminiert werden sollte. Das ist &ldquo;marktkonforme Demokratie&rdquo; oder auch schlicht Kapitalismus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Z&ouml;lle nahen, die Angst steigt<\/strong><br>\nPr&auml;sident Trump k&ouml;nnte mit Importz&ouml;llen auf deutsche Autos ernst machen. Das sch&uuml;tze die US-Wirtschaft, sagt er. Doch amerikanische Hersteller sehen das anders: Sie f&uuml;rchten einbrechende Abs&auml;tze und drastischen Jobabbau.<br>\nDie Vereinigten Staaten machen es ihren B&uuml;rgern leicht, beim Autokauf patriotisch zu sein. An fast allen der blankgewienerten Wagen, die auf den Parkpl&auml;tzen der H&auml;ndler am Stadtrand auf K&auml;ufer warten, klebt ein Schild. Darauf ist vermerkt, zu wie viel Prozent das Auto aus nordamerikanischen Komponenten besteht &ndash; und wie gro&szlig; der Anteil heimischer Arbeiter gerechnet in Mann\/Stunden bei der Montage war. Diese Vorschrift hat der Kongress schon 1994 mit dem American Automobile Labeling Act beschlossen. Wer gegen die Kennzeichnungspflicht verst&ouml;&szlig;t, riskiert ein Bu&szlig;geld.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/donald-trump-und-die-drohenden-autozoelle-us-hersteller-fuerchten-jobabbau-a-1216533.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Titel trifft es durchaus, &ldquo;&hellip;. die Angst steigt&rdquo;. Wie konnte man aber annehmen die deutsche &ldquo;Beggar-thy-neighbor&rdquo;-Politik k&ouml;nne ewig so weiter gehen? Gerade da, die Kritik an den deutschen Export&uuml;bersch&uuml;ssen schon l&auml;nger ge&auml;u&szlig;ert wird und nicht erst seit Trump, wie es die deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; gerne suggerieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das sind die reichsten Familien der Welt<\/strong><br>\nSie heissen Walton, Koch oder auch Kwok und stammen &uuml;berwiegend aus den USA oder Europa. Die 25 verm&ouml;gendsten Unternehmerfamilien in der &Uuml;bersicht.<br>\nDie 25 reichsten Clans der Welt sind ebenso verschwiegen wie einflussreich. Sie verf&uuml;gen insgesamt &uuml;ber ein Verm&ouml;gen von &uuml;ber 1 Billion Dollar, bekannt ist &uuml;ber viele der Unternehmerfamilien jedoch nur wenig. Ein erster Blick auf die Weltkarte zeigt: Noch immer konzentriert sich ein Grossteil des Verm&ouml;gens in Nordamerika und Europa &ndash; zumindest, wenn man das Verm&ouml;gen aus Staatseinnahmen aussen vor l&auml;sst, wie es das Nachrichtenportal Bloomberg in der Statistik der reichsten Familien getan hat. Zudem sind Unternehmer wie etwa der Facebook-Gr&uuml;nder Mark Zuckerberg nicht ber&uuml;cksichtigt, wenn es ihre Firma (noch) nicht &uuml;ber die erste Generation hinaus geschafft hat.<br>\nDie reichsten Clans Europas stammen aus der &laquo;blauen Banane&raquo;. Gemeint ist ein Landstrich von Norditalien &uuml;ber die Schweiz, Deutschland, Frankreich, Belgien und die Niederlande bis nach Grossbritannien. Es handelt sich um eine seit Jahrhunderten dichtbev&ouml;lkerte Zone im Herzen Europas, &uuml;ber die seit je die wichtigsten Handelsrouten f&uuml;hren.<br>\nDie weltweit gr&ouml;sste Brauereigruppe Anheuser-Busch InBev hat ihre Wurzeln im 14. Jahrhundert in Belgien und geh&ouml;rt heute den Familien Van Damme, de Spoelberch und de Mevius, die zusammen Europas reichste Unternehmerdynastie bilden. In den folgenden Jahrhunderten erbl&uuml;hte der Handel mit Luxusartikeln, deren Pioniere in Paris etwa die Familien Dumas und Wertheimer mit den Marken Herm&egrave;s und Chanel waren. Zur gleichen Zeit entwickelte sich in Basel die Chemieindustrie; 1896 gr&uuml;ndete Fritz Hoffmann-La Roche die heutige Roche.<br>\nDie Top 3 der weltweit reichsten Familien stammen allesamt aus den USA. Platz eins belegen die Waltons, die in der dritten Generation die Detailhandelskette Walmart besitzen. Das Imperium der Kochs erstreckt sich &uuml;ber diverse Branchen wie Energie, Chemie, Asphalt, Nahrungsmittel. Die Familie Mars wiederum ist bekannt f&uuml;r den gleichnamigen Schokoladenriegel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/das-sind-die-reichsten-familien-der-welt-ld.1400020?mktcid=nled&amp;mktcval=107&amp;kid=_2018-7-3\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Marode &Ouml;lindustrie: China hilft Venezuela mit Milliardenkredit<\/strong><br>\nMit Geld aus China will Venezuela seine desolate Erd&ouml;lf&ouml;rderung wieder anschieben. Die chinesische Entwicklungsbank gew&auml;hrt einen Kredit &uuml;ber f&uuml;nf Milliarden Dollar.<br>\nVenezuela ist wirtschaftlich am Boden, die USA und die EU haben gegen die umstrittene sozialistische Regierung Sanktionen verh&auml;ngt. Nun bekommt der venezolanische Staatschef Nicol&aacute;s Maduro Hilfe aus China. Denn die Regierung in Peking unterst&uuml;tzt Venezuelas &Ouml;lindustrie mit einem milliardenschweren Kredit. Die chinesische Entwicklungsbank gew&auml;hre dem staatlichen &Ouml;lkonzern PDVSA ein Darlehen &uuml;ber f&uuml;nf Milliarden Dollar, teilte der venezolanische Wirtschaftsminister Sim&oacute;n Zerpa mit. Mit dem Geld soll die Erd&ouml;lf&ouml;rderung im Orinoco-G&uuml;rtel angeschoben werden.<br>\nDie Erd&ouml;lproduktion in Venezuela ist von 3,5 Millionen Barrel pro Tag auf zuletzt etwa 1,5 Millionen Barrel gesunken. Korruption, Misswirtschaft und verschleppte Investitionen in Technologie und Fachwissen haben den wichtigsten Industriezweig des Landes heruntergewirtschaftet. Zuletzt hatte die Organisation erd&ouml;lexportierender L&auml;nder (Opec) sogar eine Steigerung der F&ouml;rdermenge beschlossen, um den R&uuml;ckgang unter anderem in Venezuela zu kompensieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/venezuela-milliardenkredit-aus-china-fuer-oelfoerderung-a-1216517.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hier zeigt sich wieder die D&auml;mlichkeit &ldquo;westlicher&rdquo; Politik, die gesteuert durch die US-Interessen, in Venezuela unbedingt einen Regime Change erzwingen will.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>US defence secretary intervenes in UK military budget row<\/strong><br>\nThe US defence secretary, James Mattis, has made a surprise intervention in the row over UK defence spending by warning France could replace the UK as Washington&rsquo;s closest military ally in Europe.<br>\nIn a leaked letter to the British defence secretary, Gavin Williamson, Mattis expressed concern the UK&rsquo;s military power was at risk of erosion and compared the UK unfavourably with France, which Mattis pointed out had committed to significant increases in defence spending.<br>\n&ldquo;As global actors, France and the US have concluded that now is the time to significantly increase our investment in defense. Other allies are following suit,&rdquo; he said.<br>\n&ldquo;It is in the best interest of both our nations for the UK to remain the US partner of choice.&rdquo;<br>\nThe letter was sent to Williamson on 12 June, three days after a visit by Mattis to London. Williamson would be unlikely to have leaked it without first seeking approval from his American counterpart. (&hellip;)<br>\nDonald Trump is pressing all members of Nato to spend more on defence and will make the plea in person at a Nato summit in Brussels next week.<br>\nThe UK meets the Nato target of spending 2% of GDP on defence, but Theresa May and the chancellor, Philip Hammond, are ruling out any significant increases in spite of pressure from Williamson.<br>\nFrance spends 1.7% of GDP on defence, below the Nato target, but the country&rsquo;s president, Emmanuel Macron, who is aiming to meet the goal, announced in February that billions more would be spent through to 2025.<br>\nSince Trump became president in January 2017, French diplomats and the military have been watching with interest a divergence between London and Washington on a host of issues, raising hopes that it might yet supplant the UK.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/politics\/2018\/jul\/02\/us-defence-secretary-james-mattis-uk-military-spending\">The Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>EU: 500 Mio. &euro; f&uuml;r Milit&auml;rforschung?<\/strong><br>\nWie Euractiv berichtet, beschloss das EU-Parlament am 3. Juli 2018 in Stra&szlig;burg die Schaffung des European Defence Industrial Development Programme (EDIDP), mit dem die europ&auml;ische Sicherheitsindustrie gest&auml;rkt werden soll. Konkret soll es dazu dienen, &bdquo;to fund the development phase between research and production of new and upgraded defence products and technologies in the EU &ndash; from studies, to design, testing and up to certification and development phases. Projects will encompass, amongst others, further development of drones, satellite communications and cyber security.&ldquo; Insgesamt stimmten 478 Abgeordnete f&uuml;r und das EDIDP und nur 179 dagegen &ndash; 23 enthielten sich. Zusammen mit der Permanent Structured Cooperation (PESCO) (siehe IMI-Studie 2018\/02) beschleunigt das EDIDP die Militarisierungsprozesse der EU, die noch vor wenigen Jahren undenkbar schienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2018\/07\/04\/eu-500-mio-e-fuer-militaerforschung\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Von wegen &ndash; Europa ist ein Friedensprojekt. Es wird anscheinend immer mehr f&uuml;r das Milit&auml;r unternommen. Die Entscheidungstr&auml;ger der EU sollten ernsthaft &uuml;berlegen, ob sie den Friedensnobelpreis zurecht erhalten hatten und nun zur&uuml;ckgeben sollten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>CRI-Kommentar: Wie lange werden die USA noch mit ihren &bdquo;gef&auml;lschten Nachrichten&rdquo; die Welt bel&uuml;gen?<\/strong><br>\nDie chinesische Regierung hat vor kurzem eine neue Negativliste f&uuml;r ausl&auml;ndische Investitionen ver&ouml;ffentlicht. Darin werden die Beschr&auml;nkungen f&uuml;r einzelne Branchen deutlich verringert.<br>\nDie &Ouml;ffnung der Herstellungsbranche, darunter die Automobilbranche, geh&ouml;rt zu den Schwerpunkten in der neuen Liste. So werden die Beschr&auml;nkungen f&uuml;r Ausl&auml;nder auf Aktienanteile an Firmen, die Spezial-Kraftfahrzeuge und Elektro-Autos herstellen, abgeschafft. In den Jahren 2020 und 2022 wird diese Beschr&auml;nkung jeweils f&uuml;r Nutzfahrzeuge und PKWs aufgehoben. Ebenfalls ge&ouml;ffnet werden die Branchen Energie, Ressourcen, Infrastruktur, Schienenverkehr, Handel und Logistik sowie professionelle Dienstleistungen.<br>\nAber manche Leute wollen nicht sehen, dass das ausl&auml;ndische Kapital in die chinesischen M&auml;rkte flie&szlig;t. Sie wollen nur provozieren. Ein Beispiel daf&uuml;r: Es gab in der US-amerikanischen 301-Untersuchung viel Kritik, die China vorgeworfen hatte, dass China die Forderungen gemeinsamer Investitionen und Kooperationen, die Beschr&auml;nkungen f&uuml;r Aktienanteile des ausl&auml;ndischen Kapitals und die Verfahren der Administrationspr&uuml;fung und -genehmigung benutzt h&auml;tte, um die US-Unternehmen zu einem Technologietransfer zu zwingen. Es ist dadurch sogar der Begriff &bdquo;Zwingender Technologietransfer&rdquo; entstanden. Analytiker meinten, der Vorwurf der USA geh&ouml;re zu einer der &bdquo;gef&auml;lschten Nachrichten&rdquo;.<br>\nZuerst, es gibt keine Vorschriften in dem chinesischen Gesetz &uuml;ber einen &bdquo;zwingenden Technologietransfer&rdquo;. China hatte in den vergangenen 40 Jahren keine einzige Vereinbarung &uuml;ber einen zwingenden Technologietransfer unterzeichnet. Zweitens, die Vorw&uuml;rfe der USA sollen zu der Kategorie des Marktzugangs geh&ouml;ren und nicht mit einem zwingenden Technologietransfer zu tun haben. Drittens, die USA haben sogar den zwingenden Technologietransfer als einen getarnten genannt. Es ist unglaublich, dass dieser Begriff aus der US-Regierung, die selbst immer von Freiheit und Gleichberechtigung spricht, kommt. In Wirklichkeit hat die US-Regierung manchen seiner Unternehmen verboten, High-Tech-Produkte nach China zu exportieren. Dies verst&ouml;&szlig;t gegen die Handlungen und Gesetze der Marktwirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/3185\/2018\/07\/01\/1s280575.htm\">CRI online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der als Frage formulierte Vorwurf gegen die USA ist &ndash; insbesondere f&uuml;r chinesische Verh&auml;ltnisse &ndash; ungew&ouml;hnlich direkt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-44792","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44792","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=44792"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44792\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44794,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44792\/revisions\/44794"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=44792"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=44792"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=44792"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}