{"id":44814,"date":"2018-07-08T09:00:42","date_gmt":"2018-07-08T07:00:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44814"},"modified":"2018-07-08T10:05:56","modified_gmt":"2018-07-08T08:05:56","slug":"hinweise-der-woche-69","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44814","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44814#h01\">&bdquo;Asylstreit&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44814#h02\">Edward Snowden &ndash; &ldquo;Merkels Haltung ist eine Entt&auml;uschung&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44814#h03\">USA pr&uuml;fen laut &ldquo;Washington Post&rdquo; Truppenabzug aus Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44814#h04\">GIDS: Denkfabrik der Bundeswehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44814#h05\">Warum mir das Wort &ldquo;Europa&rdquo; schon bei den Ohren herauskommt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44814#h06\">Misere Arbeitsmarkt &ndash; Studieren bis 50<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44814#h07\">Die Ohnmacht der Wettbewerbsh&uuml;ter gegen digitale Preisabsprachen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44814#h08\">Eliteforscher Michael Hartmann: &ldquo;Die soziale Ungleichheit birgt eine enorme Sprengkraft&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44814#h09\">Der soziale Kitt br&ouml;ckelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44814#h10\">Achtung, Rentenfresser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44814#h11\">Rostock nimmt Wasserversorgung in eigene Hand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44814#h12\">Die &ldquo;Einmischmaschine&rdquo; der US-Regierung r&uuml;hmt sich, in Nicaragua den Boden f&uuml;r den Aufstand zu bereiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44814#h13\">Ein roter Morgen in Amerika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44814#h14\">Nicht im eigenen Saft schmoren<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Asylstreit&ldquo;<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Geeint in die Barbarei<\/strong><br>\nDie Union hat sich &bdquo;zusammengerauft&ldquo; &ndash; der eigentliche Verlierer beim Unions-Sommertheater ist die Humanit&auml;t. Erleichtertes Aufatmen in Deutschland: Die Unionsschwestern bleiben zusammen &ndash; und Gefl&uuml;chtete werden k&uuml;nftig in Internierungslagern konzentriert. Das unertr&auml;gliche Hickhack der letzte Tage und Wochen beweist vor allem eines: Eine Clique entschlossener Akteure vermag es, der Republik durch Penetranz, Erpressung und Theaterdonner ihren Willen aufzuzwingen. Oder wollte auch Merkel schon lange den Rechtsruck? Eine &bdquo;gesamteurop&auml;ische L&ouml;sung&ldquo; jedenfalls ist gefunden: Ganz Europa tanzt jetzt nach der Melodie rechter Scharfmacher und entsorgt seinen humanen Wertekanon auf dem M&uuml;llhaufen der Geschichte. (Roland Rottenfu&szlig;er)<br>\nSchon vergessen? Ende Mai trat das neue Bayerische Polizeiaufgabengesetz in Kraft, das sch&auml;rfste Polizeigesetz seit 1945. Es enth&auml;lt unter anderem Bestimmungen &uuml;ber Pr&auml;ventivhaft, die Verwendung von Bodycams durch Polizeibeamte, den Freibrief f&uuml;r umfangreiche Bespitzelungs- und &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen sowie den fragw&uuml;rdigen Begriff der &bdquo;drohenden Gefahr&ldquo;. Zehntausende gingen deswegen am 10. Mai in M&uuml;nchen auf die Stra&szlig;e. Die bayerische Regierung unter Markus S&ouml;der blieb jedoch unbeeindruckt. Merkel und die &bdquo;Schwesterpartei&ldquo; CDU schwiegen zu dem sch&auml;ndlichen Gesetz, das einen weiteren Schritt auf dem Weg in den totalen Polizei- und Sicherheitsstaat darstellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/geeint-in-die-barbarei\">Hinter den Schlagzeilen<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie aus Erbarmen &sbquo;erb&auml;rmlich&lsquo; wurde<\/strong><br>\nJ&uuml;ngste Daten und Fakten aus dem BMI &uuml;ber Asylantragsteller belegen gerade NICHT die dramatische Situation, die der Bundesinnenminister behauptet<br>\nDer Bundesinnenminister inszenierte &uuml;ber Tage ein Drama, das den Eindruck vermitteln sollte, als st&uuml;nde die Sicherheit der Bev&ouml;lkerung auf der Kippe. Auch sei &bdquo;nicht mehr vermittelbar&ldquo;, dass Asylantr&auml;ge in Deutschland bearbeitet werden sollen, obwohl formell doch das EU-Land zust&auml;ndig ist, in dem der Antragsteller urspr&uuml;nglich registriert wurde. Es geht als um die Einhaltung des Dublin-III-Verfahrens, einer Verordnung der EU. Folgt man Seehofer, Dobrindt und Co., so handelte es sich um eine wahre Flut von Antragstellern, die so nicht l&auml;nger hingenommen werden kann. Daten und Fakten aus dem BMI und BAMF, Teile davon erst gestern ver&ouml;ffentlicht, offenbaren allerdings ein ganz anderes Bild.<br>\nDie Sicherheit und das Rechtsempfinden der Bev&ouml;lkerung sind nicht vor allem dadurch gest&ouml;rt, dass diese EU-Verordnung nicht l&uuml;ckenlos eingehalten wird. Sondern davon, dass Verkehrsminister, wie Alexander Dobrindt und sein Nachfolger Andreas Scheuer von der CSU den Autok&auml;ufer trotz des Betrugs der Hersteller einfach im Regen stehen lassen. Und an viele andere nicht eingehaltene Versprechungen (Klimaziele!), nicht umgesetzte Gesetze (Steuerhinterziehung \/ Geldw&auml;schebek&auml;mpfung) oder andere EU-Verordnungen (Nitratbelastung), die diese Regierung zu verantworten hat.<br>\nWie erb&auml;rmlich ist eine Politik, die aufgrund der aufgebauschten L&auml;cherlichkeit von 24.000 Asylantr&auml;gen im Jahr, die formell in einem anderen Land zu bearbeiten sind, bis heute anhaltend das Platzen der Regierungskoalition in Kauf nimmt, die dringend notwendige Sacharbeit der Regierung auf vielen Gebieten behindert und das Asylecht auf europ&auml;ischer Ebene immer weiter beschneidet? Und dabei unterst&uuml;tzt wird von so genannten Leitmedien, deren Dauerschleife an Werbung f&uuml;r die Politik von Dobrindt, Seehofer und Co. daf&uuml;r sorgt, dass hunderte von Toten im Mittelmeer allein in den letzten Tagen und Menschen, die von Algerien aus zum Sterben in die W&uuml;ste getrieben wurden, anscheinend nur noch als Kollateralfolge dieser &bdquo;notwendigen&ldquo; Erbarmungslosigkeit angesehen werden?!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/cives.de\/wie-aus-erbarmen-erbaermlich-wurde-7912\">Cives<\/a><\/li>\n<li><strong>Wer &ldquo;Transitzentren&rdquo; sagt, sagt auch &ldquo;Asyltourismus&rdquo;<\/strong><br>\nDer Begriff &ldquo;Transitzentren&rdquo; ist ein Euphemismus, der seine wahre Bedeutung verschleiert &ndash; und Fl&uuml;chtlinge in die N&auml;he von Pauschalurlaubern r&uuml;ckt.<br>\nWo Sprache ist, da ist quasi immer auch Subtext. Vor allem dort, wo Sprache politisch wird. Zur Analyse dieser Subtexte hat sich in der Forschung in den vergangenen Jahren das Konzept des Framings etabliert. Framing meint einen Assoziations- und damit Deutungsrahmen f&uuml;r Begriffe: Wer zum Beispiel &ldquo;Zitrone&rdquo; h&ouml;rt, denkt vermutlich an &ldquo;sauer&rdquo; oder &ldquo;gelb&rdquo;. Das l&auml;sst sich politisch instrumentalisieren. Frames definieren n&auml;mlich oft ein Problem &ndash; und liefern, wenigstens implizit, auch gleich die passende L&ouml;sung. Bei einem Begriff wie &ldquo;Fl&uuml;chtlingsstrom&rdquo; sieht man vor dem geistigen Auge beispielsweise vermutlich gro&szlig;e Menschenmassen heranrauschen. Eine Naturgewalt und darin ein Bedrohungsszenario. Was die vermeintliche L&ouml;sung nahelegt: Abschottung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/framing-check-transitzentren-wer-transitzentren-sagt-sagt-auch-auch-asyltourismus-1.4038702\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Edward Snowden &ndash; &ldquo;Merkels Haltung ist eine Entt&auml;uschung&rdquo;<\/strong><br>\nEr habe sich &ldquo;damit abgefunden&rdquo;, sagte Snowden, &ldquo;dass ich mein ganzes Leben lang die Konsequenzen daf&uuml;r tragen werde, der &Ouml;ffentlichkeit gesagt zu haben, was ich wei&szlig;&rdquo;. Lieber w&uuml;rde er in einem europ&auml;ischen Land leben, in Deutschland etwa.<br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel kritisierte Snowden daf&uuml;r, ihm kein Asyl zu gew&auml;hren: Ihre &ldquo;Haltung ist eine Entt&auml;uschung&rdquo;. Wenn ein russischer Whistleblower &ldquo;bei Frau Merkel anklopfen w&uuml;rde&rdquo;, w&uuml;rde die Kanzlerin &ldquo;ihn adoptieren&rdquo;. Aber wenn ein US-Whistleblower vor Merkels Haust&uuml;r auftaucht, &ldquo;ist diese Frage nicht beantwortet.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/edward-snowden-im-interview-merkels-haltung-ist-eine-enttaeuschung-1.4034633\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Tobias Riegel:<\/strong> Edward Snowden macht in diesem Interview einmal mehr deutlich, wie sehr die Kanzlerin in Menschenrechtsfragen mit zweierlei Ma&szlig; misst.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>USA pr&uuml;fen laut &ldquo;Washington Post&rdquo; Truppenabzug aus Deutschland<\/strong><br>\nDas US-Verteidigungsministerium pr&uuml;ft einem Bericht der Washington Post zufolge einen Abzug der in Deutschland stationierten US-Soldaten. Zu den erwogenen Optionen geh&ouml;re die R&uuml;ckkehr eines Gro&szlig;teils der etwa 35 000 in Deutschland stationierten Soldaten in die USA oder die Verlegung des gesamten oder eines Teils des Kontingents nach Polen, meldet die Zeitung.<br>\nDem Bericht zufolge hatte US-Pr&auml;sident Donald Trump die Idee eines Truppenabzugs zuvor bei einem Treffen mit Milit&auml;rberatern und Vertretern des Wei&szlig;en Hauses aufgebracht. Trump sei &ldquo;best&uuml;rzt&rdquo; dar&uuml;ber gewesen, wie gro&szlig; die Pr&auml;senz des US-Milit&auml;rs in Deutschland sei und habe dar&uuml;ber geklagt, dass Berlin zu wenig zur eigenen Sicherheitslage beitrage.<br>\nDie europ&auml;ischen Nato-Mitglieder seien beunruhigt &uuml;ber den Vorgang und versuchten zu kl&auml;ren, ob Trump es ernst meine oder die Drohung mit einer Truppen-Neustrukturierung eine Verhandlungstaktik vor dem anstehenden Nato-Gipfel am 11. und 12. Juli sei. Das Verh&auml;ltnis Trumps zu Bundeskanzlerin Angela Merkel ist angespannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/streitkraefte-usa-pruefen-laut-washington-post-truppenabzug-aus-deutschland-1.4035379\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Eine solche vern&uuml;nftige Idee h&auml;tte ich von Pr&auml;sident Trump nicht erwartet.<\/em><\/p>\n<p><em>Hoffentlich beinhaltet die Abzugsidee auch die Drohnensteuerung, die US-Spionageaktivit&auml;ten &uuml;ber ihre St&uuml;tzpunkte und der Lagerung der Atomsprengk&ouml;pfe in Deutschland.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Pardoxerweise wird diese &ndash; nicht sehr wahrscheinliche &ndash; Meldung nicht als Gl&uuml;cksfall, sondern als Drohung vermarktet. Geradeso als st&uuml;nde eine russische Invasion bevor, wenn die USA ihre Truppen abziehen w&uuml;rden.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Welche Bedeutung US-Truppen in Deutschland haben<\/strong><br>\nDer Washington Post zufolge pr&uuml;ft das Pentagon intern den Abzug eines Gro&szlig;teils der insgesamt 35 000 in Deutschland stationierten US-Soldaten. Auch wenn die Spitze des Ministeriums nicht damit befasst sei, werde &uuml;ber mehrere Optionen nachgedacht: Die Streitkr&auml;fte k&ouml;nnten komplett in die USA zur&uuml;ck kehren oder nach Polen verlegt werden. (&hellip;)<br>\nTrotzdem ist Deutschland bisher ein strategisch wichtiger Ort zur Stationierung von US-Soldaten, besonders um gegen&uuml;ber Russland St&auml;rke zu zeigen und B&uuml;ndnispartnern wie Polen Sicherheit zu geben. Im Krieg gegen Irak und Afghanistan dienten die St&uuml;tzpunkte vor allem f&uuml;r den Transport von Soldaten und Kriegsger&auml;t. (&hellip;)<br>\nDie Milit&auml;rbasen in Deutschland &uuml;bernehmen aus US-Sicht strategisch wichtige Aufgaben. In Landstuhl bei Ramstein steht das gr&ouml;&szlig;te US-Lazarett au&szlig;erhalb Amerikas. Hier werden im Auslandseinsatz verwundete Soldaten von den besten &Auml;rzten versorgt (Eine Reportage zum Thema finden sie hier). In Stuttgart befindet sich wiederum das Hauptquartier von Africom, das auf Krisenbew&auml;ltigung in den L&auml;ndern Afrikas spezialisiert ist.<br>\n&Uuml;ber die konkrete Arbeit auf den St&uuml;tzpunkten dringt nur wenig nach au&szlig;en. Die besondere Rolle Ramsteins im Drohnenkrieg der US-Regierung ist erst seit wenigen Jahren bekannt: Von der Basis aus wurden in der Vergangenheit Eins&auml;tze in Afrika, Jemen und Pakistan gesteuert. V&ouml;lkerrechtlich sind diese Angriffe umstritten, weil mutma&szlig;liche Terroristen nach unklaren Kriterien get&ouml;tet werden. Bei den Angriffen sterben auch immer wieder Zivilisten.<br>\nRamstein diente in der Vergangenheit auch als Umschlagplatz f&uuml;r Waffen, die an syrische Rebellen geliefert wurden. Daf&uuml;r h&auml;tte die USA eine Genehmigung aus Berlin gebraucht. Doch die Bundesregierung wusste angeblich von nichts. Die amerikanische Regierung bestreitet wiederum die Lieferung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/amerikanische-streitkraefte-welche-bedeutung-us-truppen-in-deutschland-haben-1.4035390\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Was will uns dieser &bdquo;SZ&ldquo;-Beitrag eigentlich genau sagen? Er zeigt &ouml;konomische Vorteile in Regionen hierzulande mit US-Truppen-Pr&auml;senz auf, die volkswirtschaftlich durchaus hinterfragt werden sollten. Zugleich wird der US-Pr&auml;sident quasi als Dummkopf dargestellt, der nicht gewu&szlig;t habe, wieviele seiner Soldaten in Deutschland &bdquo;dienen&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>Sollte Deutschland bei Herrn Trump nicht Interesse bekunden, Bundeswehr-Soldaten in den USA zu stationieren. Damit d&uuml;rfte a) seinem Prinzip &bdquo;america first&ldquo; entsprochen werden und b) die US-Wirtschaft vor Ort &ndash; analog den &bdquo;SZ&ldquo;-Angaben &ndash; ebenso profitieren, oder nicht?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>GIDS: Denkfabrik der Bundeswehr<\/strong><br>\nMorgen soll das &ldquo;German Institute for Defence and Strategic Studies&rdquo; (GIDS) offiziell eingeweiht werden. Erkl&auml;rtes Ziel der Bundeswehr ist es dabei nach Eigenangaben, dass die F&uuml;hrungsakademie der Bundeswehr k&uuml;nftig neben der &bdquo;Aus- und Weiterbildung von Offizieren nach dem Studium&ldquo; auch st&auml;rker ins politische Beratungsgesch&auml;ft einsteigen soll: &bdquo;Nicht nur Input, sondern vor allem auch Output &ndash; so lautet k&uuml;nftig der Auftrag. Auch in der politischen Beratung in Sicherheitsfragen mit strategischer Ausrichtung wird die F&uuml;hrungsakademie k&uuml;nftig eine st&auml;rkere Rolle spielen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2018\/06\/29\/gids-denkfabrik-der-bundeswehr\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Dienen die theoretischen Grundlagen nicht auch den praktischen Konfliktlagen von morgen? Soll so deutsches Kriegswissen vermittelt werden?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Warum mir das Wort &ldquo;Europa&rdquo; schon bei den Ohren herauskommt<\/strong><br>\nDas waren noch Zeiten, als &ldquo;Europa&rdquo; noch nicht zum Kampfbegriff vergoren war, der einem st&auml;ndig um die Ohren gehauen wird, mit dem man politische Gegner niedermacht und mit dem man sich selbst beweihr&auml;uchert. Ja, das waren noch Zeiten, als einem noch nicht fortw&auml;hrend Leitartikelschreiber und Politiker mit dem erhobenen Zeigefinger erkl&auml;rt haben, wie man denken, f&uuml;hlen, handeln und nat&uuml;rlich auch abstimmen und w&auml;hlen m&uuml;sse, um ein &ldquo;richtiger Europ&auml;er&rdquo; zu sein.<br>\n(&hellip;) Heute hingegen kann man schnell wie ein solcher an den Pranger gestellt werden, wenn man das Projekt der &ldquo;europ&auml;ischen Einigung&rdquo; in Frage stellt, zu dem man sich gef&auml;lligst als &bdquo;aufrechter Europ&auml;er&ldquo; zu bekennen habe. Lauter Schlagw&ouml;rter und Kampfbegriffe, die es fr&uuml;her nicht gab.<br>\nDie Europ&auml;ische Union ist darum auch keineswegs das Gegenst&uuml;ck zum Nationalismus, als das sie sich gerne verkauft. Im Gegenteil, sie ist ein solches Gro&szlig;reich und selber Tr&auml;ger von Nationalismus. Das ist un&uuml;bersehbar. Derselbe Patriotismus, den die einzelnen L&auml;nder f&uuml;r sich so gerne einfordern, der wird auch hier st&auml;ndig eingefordert, nur in Bezug auf ein gr&ouml;&szlig;eres politisches Gebilde, das ist alles. Dieselben Gef&uuml;hle und Bindungen, die man dem Nationalismus zuordnet, werden auch hier von einem verlangt, und zwar st&auml;ndig&hellip;<br>\n(&hellip;) Ja, manchmal hat man den Eindruck, dass es sich bei der Europ&auml;ischen Union um ein politisches Gebilde handelt, das sich ideologisch &uuml;berhaupt nur mehr dadurch am Leben erhalten kann, dass es st&auml;ndig neue Feinbilder erschafft. Was w&auml;re schlie&szlig;lich Europa ohne Putin? So viel wie der Pfarrer ohne die S&uuml;nde.<br>\nJedes Mal jedoch, wenn einer auch nur leise die &uuml;berbordende Schwarzwei&szlig;malerei in den Konflikten mit Russland in Frage stellt und daf&uuml;r nat&uuml;rlich unverz&uuml;glich in aller &Ouml;ffentlichkeit als &ldquo;Putinversteher&rdquo; gebrandmarkt wird, wird ein St&uuml;ck Europa erschaffen. Denn so wie jeder richtige Nationalismus braucht auch der Europa-Nationalismus f&uuml;r sein ideologisches &Uuml;berleben nicht nur die &auml;u&szlig;eren Feinde, sondern gleichfalls die inneren&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/derstandard.at\/2000082327813\/Warum-mir-das-Wort-Europa-schon-bei-den-Ohren-herauskommt\">Der Standard<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Lesenswerte Reflexionen &uuml;ber das neoliberale Projekt Europa <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Misere Arbeitsmarkt &ndash; Studieren bis 50<\/strong><br>\nIn Italien sind die Folgen der Wirtschaftskrise erheblicher, verh&auml;ngnisvoller und langanhaltender als in anderen L&auml;ndern<br>\nW&auml;hrend Europa w&auml;chst, stagniert Italiens Wirtschaft immer noch. Seit &uuml;ber 15 Jahren hat sich das Pro-Kopf-Einkommen nicht wesentlich ver&auml;ndert. Zwar sind die Arbeitslosenzahlen im Februar 2018 auf 10,9% zur&uuml;ckgegangen, doch die Jugendarbeitslosigkeit steigt stetig an. Sie liegt jetzt bei 32,8%. Nur Griechenland und Spanien stehen schlechter da als Italien. Laut der Gesellschaft f&uuml;r Verbraucherschutz Codacons wird es noch 10 Jahre dauern, bis Italien wieder das Besch&auml;ftigungsniveau von 2007 erreicht, als die Arbeitslosenquote 6,1% betrug und die Krise noch nicht begonnen hatte.<br>\nDie Stellenagebote sind meistens skandal&ouml;s: unterbezahlt, projektbasiert, auf wenige Monate oder sogar Wochen begrenzt. Oft antworten Tausende von Bewerbern auf eine ausgeschriebene Stelle. Besonders Akademiker verkaufen ihr Arbeitspotential meist unter Wert. Korruption, Klientel- und Vetternwirtschaft herrschen landesweit, jedoch gibt es immer noch ein starkes Nord-S&uuml;d-Gef&auml;lle; w&auml;hrend es im Norden wieder wirtschaftlichen Aufwind gibt, h&auml;lt die Konjunktur im S&uuml;den nach wie vor an.<br>\nDer Arbeitsmarkt ist von Unsicherheit und Prekarit&auml;t, aber auch von veralteten Vorstellungen gepr&auml;gt. Niemandem w&uuml;rde es hier einfallen zu protestieren, oder einen unterbezahlten Job einfach nicht anzunehmen; schon gar nicht, wenn es sich um eine &ouml;ffentliche Anstellung in der Heimatstadt handelt. Es herrscht nach wie vor der Mythos der festen, unbefristeten Anstellung, wobei es ganz gleichg&uuml;ltig ist, auf welchem Niveau und bei welcher Institution oder Firma. Besonders begehrt sind auch bei Akademikern Stellen als Postbote oder als Pf&ouml;rtner. Man hat ja dann ein Leben lang Zeit, sich zum Direktor hochzuarbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Misere-Arbeitsmarkt-Studieren-bis-50-4093853.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Warum h&ouml;rt man in den deutschen Medien so wenig von der tiefen Krise, die S&uuml;deuropa im Griff hat? Vielleicht w&uuml;rden einige unserer Mitb&uuml;rger ja dann auch die &bdquo;Erfolge&ldquo; von Angela Merkel anders bewerten und mehr Verst&auml;ndnis f&uuml;r diese und jene politische Forderung aus Italien haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Ohnmacht der Wettbewerbsh&uuml;ter gegen digitale Preisabsprachen<\/strong><br>\nDie Monopolkommission warnt vor dem wachsenden Einsatz intelligenter Computersysteme. Diese lassen sich zu verdeckten Preisabsprachen nutzen. &ndash; und stellen Kartellrechtler vor eine schier unl&ouml;sbare Aufgabe.<br>\nIn ihrem aktuellen Hauptgutachten, das Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in Berlin &uuml;bergeben wurde, warnt die Kommission vor dem Einsatz intelligenter Computersysteme, mit denen Unternehmen zum Beispiel im Online-Handel die Preise festsetzen &ndash; und sich dabei bei deren H&ouml;he absprechen. Abmachungen zwischen Menschen sind dabei nicht mehr n&ouml;tig. In den F&auml;llen, die der Monopolkommission aufgefallen sind, kommunizieren die Systeme zur Preisgestaltung selbstst&auml;ndig miteinander.<br>\nDie Kommission hat festgestellt, dass Unternehmen ihre Preise zunehmend &uuml;ber Algorithmen festsetzen w&uuml;rden, wobei immer &ouml;fter selbstlernende Systeme, also k&uuml;nstliche Intelligenzen, eingesetzt werden. Diese Algorithmen sind in der Lage, sich mit denen anderer Wettbewerber zu koordinieren, etwa um gemeinsam h&ouml;here Preise durchzusetzen &ndash; ganz ohne menschlichen Einsatz.<br>\n(&hellip;) &bdquo;Absprachen&ldquo; k&ouml;nnen auch durch gleiche Software passieren<br>\nIn diesen F&auml;llen m&uuml;ssen die H&auml;ndler selber gar nicht mehr aktiv eine Entscheidung zur illegalen Kooperation treffen und sich absprechen &ndash; sie m&uuml;ssen lediglich den gleichen oder zumindest einen &auml;hnlichen Algorithmus einsetzen. Das kann auch unabsichtlich geschehen; etwa wenn mehrere H&auml;ndler dieselbe Technologie beim gleichen Softwarehaus einkaufen. &bdquo;Die Entdeckung kollusiven Verhaltens aufseiten der Unternehmen durch Kartellbeh&ouml;rden ist regelm&auml;&szlig;ig schwierig&ldquo;, r&auml;umt die Kommission daher ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article178710924\/Monopolkommission-Verdacht-auf-Preisabsprachen-im-Online-Handel.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Damit wird das neoliberale M&auml;rchen der unsichtbaren Hand und der sich selbst regulierenden M&auml;rkte endg&uuml;ltig ad absurdum gef&uuml;hrt. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Eliteforscher Michael Hartmann: &ldquo;Die soziale Ungleichheit birgt eine enorme Sprengkraft&rdquo;<\/strong><br>\nDie ungleiche Verteilung des Verm&ouml;gens nagt an Deutschland. Schuld an dieser Fehlentwicklung ist die Politik, sagt der Soziologe Michael Hartmann und warnt vor einem gef&auml;hrlichen Teufelskreis aus Frust, Nichtw&auml;hlen und noch mehr Frust angesichts der Zuspitzung der Verh&auml;ltnisse.<br>\nHerr Hartmann, Sie sagen, die Politik sei schuld an der oft beklagten sozialen Ungleichheit in Deutschland. Macht man es sich nicht zu leicht, wenn man auf die da oben schimpft?<br>\nMichael Hartmann: Zu leicht macht es sich, wer auf die anonyme Globalisierung schimpft. Hauptverantwortlich f&uuml;r die enorme Spreizung zwischen Arm und Reich sind politische Entscheidungen.<br>\nWoran denken Sie?<br>\nDie Agenda 2010 hat die Armut verst&auml;rkt und einen Niedriglohnsektor geschaffen: Jeder F&uuml;nfte verdient heute maximal zehn Euro brutto. Am anderen Ende der Einkommensskala ist die Steuerbelastung f&uuml;r Topverdiener ab 1998 massiv zur&uuml;ckgefahren worden. Die gr&ouml;&szlig;ten Einkommen resultieren dabei aus Verm&ouml;gen.<br>\nDie K&ouml;rperschaftsteuer wurde gesenkt, wodurch Unternehmen h&ouml;here Gewinne machen und mehr Geld an ihre Aktion&auml;re aussch&uuml;tten k&ouml;nnen: 2002 waren das bei den DAX-Unternehmen insgesamt zehn Milliarden, 2016 schon &uuml;ber 36 Milliarden. Und die meisten Aktien sind im Besitz der oberen zehn Prozent.<br>\nDazu kommt, dass Familienunternehmen vielfach fast erbschafts- und schenkungssteuerfrei vererbt werden k&ouml;nnen, wobei 50 der 100 gr&ouml;&szlig;ten deutschen Unternehmen Familienunternehmen sind.<br>\nVerm&ouml;gen vermehrt sich also quasi von selbst, w&auml;hrend man durch regul&auml;re Arbeit in einem Leben kein nennenswertes Kapital anh&auml;ufen kann?<br>\nSo ist es. Mein Lieblingsbeispiel dazu ist BMW: Der durchschnittliche BMW-Besch&auml;ftigte verdient 90.000 Euro im Jahr. Der Vorstandschef 8,4 Millionen, also gut das 90-Fache. Susanne Klatten und Stefan Quandt, die beiden Hauptaktion&auml;re, haben 2017 eine Dividende von &uuml;ber 1,1 Milliarde Euro erhalten. Schlagzeilen machen immer die astronomischen Geh&auml;lter der Vorstandsleute. Dabei bekommen die, die gro&szlig;e Verm&ouml;gen haben, noch mal deutlich mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/web.de\/magazine\/politik\/eliteforscher-michael-hartmann-soziale-ungleichheit-birgt-enorme-sprengkraft-33031824\">Web.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der soziale Kitt br&ouml;ckelt<\/strong><br>\nIn den europ&auml;ischen Gesellschaften geht es ruppig zu. Sozialer Aufstieg ist nicht mehr selbstverst&auml;ndlich. Angst vor Abstieg f&uuml;hre zu neuen autorit&auml;ren Einstellungen, sagte der Soziologe Oliver Nachtwey im Dlf.<br>\nIn den liberalen Gesellschaften erleben wir gerade wie die Idee des Wohlfahrtsstaates unter Bedingungen von Digitalisierung, Migration, demographischem Wandel, Globalisierung Ver&auml;nderung der Arbeitswelt in die Krise kommt. Das beg&uuml;nstigt autorit&auml;re Einstellungen. Der Basler Soziologieprofessor Oliver Nachtwey sagt, &ldquo;wir erleben eine Krise des Wohlfahrtsstaates, n&auml;mlich der Idee der sozialen Integration f&uuml;r alle, die in einem Land leben&rdquo;. &ldquo;Wir erleben auch einen Verfall der politischen Kultur, der politischen Sprache&rdquo;, wenn Bayerns Ministerpr&auml;sident Markus S&ouml;der von &ldquo;Asyltouristen&rdquo; spricht. Darin liege eine rassistische Abwertung von Fl&uuml;chtlingen durch eine autorit&auml;re Geste.<br>\nOliver Nachtwey spricht in diesem Zusammenhang von &ldquo;Entzivilisierung&rdquo;, weil die Werte und Verhaltensweisen, die wir uns m&uuml;hselig in der zweiten H&auml;lfte des 20. Jahrhunderts anerzogen haben, nun erodieren. &ldquo;Da br&ouml;ckelt wirklich der Kitt&rdquo;, so Nachtwey.<br>\nAls Gr&uuml;nde nannte er die Abstiegs&auml;ngste der Menschen. Es ist nicht nur eine soziale Bedrohung. Wir sind selber Teil des Problems und m&uuml;ssten es sein. Weil wir n&auml;mlich nicht mehr in der N&auml;he unseres Wohnortes arbeiten und leben, m&uuml;ssen wir flexibel sein, zwischen Orten pendeln, Strecken zur&uuml;cklegen. Nie sind mehr Menschen gependelt &uuml;ber gro&szlig;e Strecken. Vereinsamung, mangelnde Pflege der &auml;lter werdenden Eltern, Beziehungs- und Umweltprobleme w&uuml;rden dadurch gr&ouml;&szlig;er.<br>\nDie Sozialdemokratie habe einen positiven Anteil daran, die alte Gesellschaft modernisiert zu haben. Die alten klassengesellschaftlichen Milieus waren nicht sch&ouml;n. Diese Modernisierung hat ein h&ouml;heres Ma&szlig; an Wahlfreiheit und Individualisierung hervorgebracht. Darin liege zugleich der Zwang zur Individualisierung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/oliver-nachtwey-ueber-die-unfriedlliche-demokratie-der.911.de.html?dram:article_id=421772\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Achtung, Rentenfresser<\/strong><br>\nDer US-Konzern Blackrock will Europas Pensionen privatisieren. Die EU-Kommission macht sich zur willigen Helferin<br>\nWenn Larry Fink spricht, dann h&ouml;rt die Finanzwelt aufmerksam zu. Fink ist Gr&uuml;nder und Chef des Geldkonzerns Blackrock, der 6.300 Milliarden Dollar Anlagekapital verwaltet, so viel wie kein anderes Unternehmen in der Welt. Mit diesem Geld seiner Kunden ist der Finanzriese an 17.000 Unternehmen weltweit beteiligt und Gro&szlig;aktion&auml;r bei allen Gro&szlig;konzernen in Europa und den USA. Wer mit dieser Macht im R&uuml;cken Forderungen stellt und Programme ank&uuml;ndigt, der verhei&szlig;t neue Gesch&auml;fte. [&hellip;]<br>\nDeshalb sei es n&ouml;tig, die Arbeitnehmer zum Sparen und Investieren am Aktienmarkt zu motivieren, um sie an den Kapitalgewinnen zu beteiligen. Eine gesetzliche Garantie auf das angesparte Kapital wie in Deutschland sei da aber hinderlich. Besser sei es, diese Garantie auf einen kleinen Anteil zu beschr&auml;nken, und das europaweit. &bdquo;Den europ&auml;ischen Sparern fehlen zuverl&auml;ssige Daten und die Anleitung, wie man investiert und f&uuml;r die Zukunft plant&ldquo;, mahnte Fink. Das m&uuml;sse sich &auml;ndern. [&hellip;]<br>\nNur ein halbes Jahr nach Finks Appell in Frankfurt pr&auml;sentierte in Br&uuml;ssel Valdis Dombrovskis, Vizepr&auml;sident der EU-Kommission und zust&auml;ndig f&uuml;r die Regulierung der Finanzm&auml;rkte, einen Gesetzentwurf f&uuml;r ein &bdquo;europaweites privates Altersvorsorgeprodukt&ldquo;, in der englischen Abk&uuml;rzung &bdquo;PEPP&ldquo; genannt (Pan-European Personal Pension). Kapitalgarantien sind darin nicht vorgesehen, sondern lediglich ein &bdquo;Qualit&auml;tssiegel&ldquo;, mit dem die Finanzkonzerne in allen EU-Staaten gleichzeitig ihre Fonds als Altersvorsorge vermarkten k&ouml;nnen. Also genau das, was Fink gefordert hatte &ndash; und das mit den gleichen Argumenten. Europa stehe vor einer &bdquo;nie da gewesenen demografischen Herausforderung&ldquo;, sagte Dombrovskis. Die daraus resultierende &bdquo;Rentenl&uuml;cke&ldquo; werde &bdquo;den Druck auf die &ouml;ffentlichen Finanzen&ldquo; enorm steigern, dagegen gelte es eine private Rentenvorsorge auf europ&auml;ischem Niveau zu schaffen. [&hellip;]<br>\nParallel dazu verzehnfachte der Geldriese seit 2011 die Ausgaben f&uuml;r EU-Lobbying von 150.000 auf 1,5 Millionen Euro pro Jahr. Seitdem erscheinen Blackrock-Lobbyisten auch vielfach auf den Terminlisten von EU-Kommissar und Vizepr&auml;sident Valdis Dombrovskis und seinen leitenden Beamten. Allein im Jahr 2017 traf sich der Kommissar zweimal mit Konzernvertretern. Auch Kabinettschef Jan Ceyssens und der zust&auml;ndige Generaldirektor Olivier Guersent hatten Rendezvous mit Blackrock-Beratern.<br>\nAnders als die Rhetorik von Konzernchef Fink und Kommissar Dombrovskis suggeriert, bietet der PEPP-Vorschlag f&uuml;r das &bdquo;europ&auml;ische Altersvorsorgeprodukt&ldquo; denn auch keine L&ouml;sung f&uuml;r Europas demografisches Problem, sondern nur f&uuml;r die Expansionspl&auml;ne von Blackrock. Denn gerade jene Arbeitnehmer, denen wegen der K&uuml;rzungen in den staatlichen Umlagesystemen Altersarmut droht, verf&uuml;gen in der Regel nicht &uuml;ber genug Einkommen, um solche Fondsanteile zu kaufen. F&uuml;r sie w&auml;ren vielmehr Reformen nach dem Vorbild der Schweiz oder &Ouml;sterreichs sinnvoll. Dort sind anders als in Deutschland alle Einkommen beitragspflichtig, auch jene von Selbstst&auml;ndigen und F&uuml;hrungskr&auml;ften. Darum k&ouml;nnen die Rentenkassen dort auch bei niedrigen Geburtenraten ausk&ouml;mmliche Renten zahlen. Die Einnahmen wachsen mit der Wirtschaftsleistung. &bdquo;Im Kern steht bei dem Vorschlag der Kommission gar nicht die Sorge um die Einkommen der Rentner&ldquo;, kritisiert darum der linke EU-Abgeordnete Martin Schirdewan. Vielmehr gehe es der EU-Beh&ouml;rde &bdquo;um die &Ouml;ffnung eines neuen Marktes f&uuml;r die Finanzindustrie&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/achtung-rentenfresser\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Lutz Hausstein:<\/strong> Schon mehrfach wurde sich auf den NachDenkSeiten mit den Umtrieben von BlackRock besch&auml;ftigt. F&uuml;r einen kurzen &Uuml;berblick empfehle ich Ihnen, sich die Artikel mit dem speziellen Schlagwort &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?tag=blackrock\">BlackRock<\/a>&rdquo; noch einmal anzuschauen. Es sind nicht allzu viele und sie er&ouml;ffnen &ndash; kompakt gelesen &ndash; eine noch tieferen Einblick in diese Materie.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Das ist in der Tat ein interessanter Artikel und best&auml;tigt alle auf den Nachdenkseiten schon seit l&auml;ngerem ge&auml;u&szlig;erten Bef&uuml;rchtungen. Mit der Empfehlung im letzten wiedergegebenen Absatz liegen die Autoren allerdings ziemlich falsch. Es ist eine weitverbreitete M&auml;r, mit der &Ouml;ffnung der Rentenversicherung f&uuml;r Beamte, Selbst&auml;ndige und so weiter werde das Problem gel&ouml;st. Das ist schlicht falsch. Man kann diesen Ausbau zur B&uuml;rger Versicherung machen und er ist sicher aus verschiedenen Gr&uuml;nden auch richtig. Aber die gesetzlichen Rentenversicherungen lassen sich auch ohne diese schwer erreichbare Erweiterung wieder zu leistungsf&auml;higen Altersvorsorgesystemen machen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Rostock nimmt Wasserversorgung in eigene Hand<\/strong><br>\nIn Rostock und den 28 Umlandgemeinden verantwortet seit heute das kommunale Unternehmen Nordwasser die Wasserversorgung. Damit nehmen die Kommunen die Wasserversorgung nach 25 Jahren wieder in die eigene Hand. Bislang waren daf&uuml;r private Konzerne zust&auml;ndig &ndash; zuletzt der weltweit t&auml;tige Remondis-Konzern &uuml;ber seine Firma Eurawasser.<br>\nAlte Mitarbeiter werden &uuml;bernommen (&hellip;)<br>\nIn den kommenden Tagen werden die Mitarbeiter geschult, weil neue Technik und Computerprogramme zum Einsatz kommen. F&uuml;r die fast 260.000 Verbraucher in der Region sinkt der Wasserpreis. Trinkwasser kostet fast ein Viertel weniger als bisher &ndash; 44 Cent pro Kubikmeter. Auch Schmutzwasser wird billiger. Allerdings lagen die Preise bislang auch deutlich &uuml;ber denen vergleichbarer anderer St&auml;dte. Rostock und die Umlandgemeinden versprechen sich von der Rekommunalisierung der Wasserversorgung au&szlig;erdem Einnahmen von etwa neun Millionen Euro pro Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/mecklenburg-vorpommern\/Rostock-nimmt-Wasserversorgung-in-eigene-Hand,wasserversorgung140.html\">NDR.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann: Also:<\/strong> Es geht doch! Auch auf anderen Gebieten sollte so gedacht werden. Beispielsweise die britische Labour-Party ist da schon weiter. Weshalb sollten z.B. Wohnungen, Bahn und Post nicht ebenfalls in &ouml;ffentliche Hand r&uuml;ckgef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen? Wann kommt die Bundes-SPD-Spitze ebenfalls zu diesen Erkenntnissen und m&ouml;chte das &ndash; ggf. mit Gr&uuml;nen und Linken &ndash; realisieren?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die &ldquo;Einmischmaschine&rdquo; der US-Regierung r&uuml;hmt sich, in Nicaragua den Boden f&uuml;r den Aufstand zu bereiten<\/strong><br>\nW&auml;hrend sich nicaraguanische Studentenprotestf&uuml;hrer mit Neokonservativen in Washington treffen, br&uuml;stet sich eine Publikation, die von der US-Regierungsbeh&ouml;rde National Endowment for Democracy (NED)1finanziert wird, Millionen Dollar daf&uuml;r auszugeben, &ldquo;den Grundstein f&uuml;r einen Aufstand gegen Daniel Ortega zu legen&rdquo;.<br>\n(&hellip;) In einer weiteren eindrucksvollen Passage schloss Waddell: &ldquo;Das gegenw&auml;rtige Engagement der NED bei der F&ouml;rderung zivilgesellschaftlicher Gruppen in Nicaragua wirft Licht auf die Macht der transnationalen Finanzierung zur Beeinflussung der politischen Ergebnisse im 21. Jahrhundert.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/blog\/2018\/07\/206003\/us-regierung-nicaragua-aufstand\">Amerika 21<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Tobias Riegel:<\/strong> Und wieder spielt sich auf offener B&uuml;hne mutma&szlig;lich das bekannte Muster des versuchten Regime-Changes durch die USA ab. Das ist f&uuml;r sich genommen bereits skandal&ouml;s &ndash; in Verbindung mit den Vorw&uuml;rfen der &bdquo;Einmischung&ldquo; z.B. an Russland wird auch noch Heuchelei daraus.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Milit&auml;rische Option Trump soll mehrfach auf Invasion in Venezuela gedr&auml;ngt haben<\/strong><br>\nEin US-Milit&auml;rschlag k&ouml;nnte die Unruhen in Venezuela beenden: Diese Idee soll Donald Trump wiederholt ge&auml;u&szlig;ert haben &ndash; trotz massiver Bedenken seiner Mitarbeiter. Nun wurden Teile der Gespr&auml;che &ouml;ffentlich.<br>\nUS-Pr&auml;sident Donald Trump soll wiederholt vorgeschlagen haben, in Venezuela einzumarschieren. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP. Von seinen Beratern habe er sich nicht davon abbringen lassen. Sinngem&auml;&szlig; soll er gesagt haben: &ldquo;Why can&rsquo;t the U.S. just simply invade?&rdquo;<br>\nDie Versorgungslage in dem lateinamerikanischen Land ist prek&auml;r und bedroht die regionale Sicherheit. Der sozialistische Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro steht schon lange international in der Kritik. Die EU und die USA haben Sanktionen gegen Vertreter der venezolanischen Regierung verh&auml;ngt.<br>\nLaut AP soll Trump im August des vergangenen Jahres zum ersten Mal w&auml;hrend eines Meetings im Oval Office mit der Idee einer Invasion gespielt haben, als es um Sanktionen gegen Venezuela ging. Er habe zur Verbl&uuml;ffung aller Anwesenden die Frage gestellt, ob die USA wegen der Unruhen nicht dort einmarschieren k&ouml;nnten.<br>\nDer Bericht &uuml;ber das bisher nicht erw&auml;hnte Gespr&auml;ch soll von einem US-Beamten stammen, der mit dem Inhalt vertraut sei, schreibt AP.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/donald-trump-soll-mehrfach-auf-invasion-in-venezuela-gedraengt-haben-a-1216721.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ohne Worte! Dazu stellt sich die Frage wie lange sich der designierte Ministerpr&auml;sident Mexikos, Andr&eacute;s Manuel L&oacute;pez Obrador, der eine klar linke Politik vertritt, wohl halten wird. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ein roter Morgen in Amerika<\/strong><br>\nDer unerwartete Wahlsieg der demokratischen Sozialistin Alexandria Ocasio-Cortez in New York zeigt, dass Bernie Sanders kein statistischer Ausrei&szlig;er war. Im Gegenteil: Sozialismus ist eine wachsende Str&ouml;mung in der US-amerikanischen Gesellschaft, die die etablierte Politik nicht mehr ignorieren kann.<br>\nDas meiste, was man heutzutage aus den Vereinigten Staaten mitbekommt, wirkt erschreckend. Kinder werden an der mexikanischen Grenze von ihren Eltern getrennt und in umfunktionierte, leerstehende Wal-Mart-Verkaufshallen interniert; das Oberste Gericht des Landes schafft ein weiteres institutionelles Standbein der Gewerkschaften ab und ebnet damit den Weg f&uuml;r weitere Angriffe auf ihre sowieso prek&auml;ren Strukturen und wom&ouml;glich das Ende der Gewerkschaftsbewegung, wie sie bisher existierte. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, ist der Pr&auml;sident des m&auml;chtigsten Landes der Welt kein anderer als der gescheiterte Immobilienhai Donald J. Trump &ndash; eine monstr&ouml;se Sch&ouml;pfung des sp&auml;ten US-Imperiums, ein halluzinatorischer Mussolini f&uuml;r den Mittleren Westen.<br>\nDie Lage ist, gelinde gesagt, weniger als rosig und sie wird wahrscheinlich schlimmer, ehe sie sich zum Besseren &auml;ndert. Aber wie anderswo auf der Welt f&uuml;hrt die zugespitzte gesellschaftliche Lage nicht nur zu einer Polarisierung von rechts, sondern auch von links. Unter der Oberfl&auml;che des amerikanischen Alptraums gibt es Hoffnungsschimmer und Indizien, dass nicht nur bei den Republikanern, sondern auch bei den Demokraten die alten Spielregel nicht mehr gelten. Schlie&szlig;lich ist es erst zwei Jahre her, dass Bernie Sanders Botschaft eines &bdquo;demokratischen Sozialismus&ldquo; Millionen begeisterte und das lang tabuisierte &bdquo;S-Wort&ldquo; zur&uuml;ck in den politischen Alltag brachte. Diese Millionen Menschen verschwanden nicht nach der Wahl, sondern sind tendenziell sogar mehr geworden. Sie bilden die Grundlage f&uuml;r ein kleines bisschen politische Hoffnung. Seit Dienstag dieser Woche hei&szlig;t diese Hoffnung Alexandria Ocasio-Cortez.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/adamag.de\/sozialismus-amerika-alexandra-ocasio-cortez-wahlsieg\">Ada<\/a>\n<p><strong>dazu: Alexandria Ocasio-Cortez&rsquo;s Transformational Vision<\/strong><br>\nAlexandria Ocasio-Cortez won because she put forward a bold, clear message of class politics. [&hellip;]<br>\nPeople responded to Ocasio-Cortez&rsquo;s clear vision of working-class politics &mdash; universal programs, decommodification of basic goods like health care and jobs, and the redistribution of wealth and power &mdash; and her bold attacks on Joe Crowley and the corporate agenda he represents. Ocasio-Cortez also provided a strong model for a class conflict-focused campaign, one that deliberately seeks out and challenges capital through popular support and mass mobilization. She was able to do this while repudiating the false dichotomy between caring about racial inequality and economic inequality, saying, &ldquo;to fail working-class Americans is to fail Latino Americans.&rdquo; Unlike the Democratic Party establishment, she explicitly tied the urgent fight against racial injustice and all forms of oppression to a working-class program and perspective.<br>\nIn order to understand Ocasio-Cortez&rsquo;s appeal and impact, we need to understand class and class politics, central to her campaign and to our broader socialist project.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jacobinmag.com\/2018\/07\/alexandria-ocasio-cortez-dsa-socialism-elections-power\">Jacobinmag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Nicht im eigenen Saft schmoren<\/strong><br>\nVon wegen Spaltung: Rudolf Dre&szlig;ler h&auml;lt die Kritik an der linken Sammlungsbewegung f&uuml;r unberechtigt<br>\nHerr Dre&szlig;ler, Sie unterst&uuml;tzen die linke Sammlungsbewegung von Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine. Warum?<br>\nDer Grund ist einfach: Meine Partei, die SPD, hat keine demokratisch legitimierte Machtperspektive mehr. Und wenn eine Partei diese Perspektive nicht mehr hat, hat sie auch keine Chance, irgendwelche Wahlen zu gewinnen. Wir hatten nach den Bundestagswahlen 2005 und 2009 jenseits von CDU\/CSU und FDP eine Mehrheit. Diese hat die SPD der Union als Geschenk auf den Scho&szlig; gelegt. Ein gro&szlig;er Fehler. Heute sind diese Mehrheiten nicht mehr erreichbar. Die SPD hat laut Umfragen eine Zustimmung von rund 18 Prozent. Und es geht eher nach unten als nach oben. Deshalb muss eine &uuml;berparteiliche Initiative den Versuch unternehmen, die verlorene Machtoption wiederzuerlangen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1092910.sammlungsbewegung-nicht-im-eigenen-saft-schmoren.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44814\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-44814","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44814","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=44814"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44814\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44831,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44814\/revisions\/44831"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=44814"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=44814"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=44814"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}