{"id":4482,"date":"2010-01-28T09:12:53","date_gmt":"2010-01-28T08:12:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4482"},"modified":"2010-01-28T11:37:17","modified_gmt":"2010-01-28T10:37:17","slug":"hinweise-des-tages-1068","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4482","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Afghanistan-Einsatz; Merkel bereitet uns auf den Iran-Konflikt vor; Angst essen Verstand auf; Auf nach Davos; Jahreswirtschaftsbericht; Pleite-P&auml;rchen auf Weltreise; Zusatzbeitr&auml;ge: Gutverdiener entlastet; Bedingungen f&uuml;r Kurzarbeit verbesssern; Hartz-IV-Ferienjobber sollen Geld behalten d&uuml;rfen; das FDP-Sparbuch ist vergessen; Strippenzieher frustrieren Obama; keine Klage gegen Rating-Agenturen; mehr Geld f&uuml;r die Hochschulen; nach Lafontaine; Fritz Eckenga: ne Viertelstunde dar&uuml;ber nachdenken. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Afghanistan: EKD warnt vor &ldquo;Weiter so<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Der Aussteigerplan w&auml;re derzeit wirkungslos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Merkel bereitet Deutschland auf Iran-Konflikt vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Heiner Flassbeck: Die Lehren aus der Krise: Angst essen Verstand auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Auf nach Davos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Jahreswirtschaftsbericht&nbsp;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Peter Bofinger: Pleite-P&auml;rchen auf Weltreise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Zusatzbeitr&auml;ge: Gutverdiener entlastet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">SPD: Bedingungen f&uuml;r Kurzarbeit verbessern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">SPD: Hartz-IV-Ferienjobber sollen mehr Geld behalten d&uuml;rfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Was wurde aus dem FDP-Sparbuch?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Sieg der Strippenzieher frustriert Obama<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">US-Gericht weist Klage gegen Rating-Agenturen zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Experten: Mehr Geld f&uuml;r die Lehre an Hochschulen notwendig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Oskar Lafontaine: Ich habe keine Angst vor dem Tod<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Ein Leben nach Lafontaine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Zu guter Letzt: Fritz Eckenga: Ne Viertelstunde dar&uuml;ber nachdenken<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4482&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Afghanistan: EKD warnt vor &ldquo;Weiter so<\/strong><br>\nAcht Jahre nach Beginn des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) Kurskorrekturen verlangt. Ein blo&szlig;es &ldquo;Weiter so&rdquo; w&uuml;rde dem milit&auml;rischen Einsatz die friedensethische Legitimation entziehen, warnen EKD-Spitzenrepr&auml;sentanten in einem Kirchenwort zu Afghanistan, das am Montag in Hannover ver&ouml;ffentlicht wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2230854_Afghanistan-EKD-warnt-vor-Weiter-so.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Plan w&auml;re quasi wirkungslos<\/strong><br>\nFrau Kufi,Au&szlig;enminister Westerwelle unterst&uuml;tzt die Idee eines Programms f&uuml;r Taliban-Aussteiger. Ist das richtig?<br>\n&ldquo;Der Plan kommt zu einem v&ouml;llig falschen Zeitpunkt und w&auml;re quasi wirkungslos. Pr&auml;sident Hamid Karsai hat ihn nur entwickelt, weil er gerade an Unterst&uuml;tzung verliert und unter Zeitdruck steht. Au&szlig;erdem ist es eine Idee, um finanzielle Mittel ins Land zu holen. &hellip;&nbsp; Ich bezeichne nur diejenigen als Taliban, die eben gerade nicht moderat sind, sondern eine klare Ideologie vertreten, die zentralen Werten unserer Verfassung widerspricht, etwa den Menschenrechten. Sie sind eine feste Gruppe, ihr Anf&uuml;hrer hei&szlig;t Mullah Omar und sie haben Verbindungen zum Terrornetzwerk Al Qaida. Alle anderen bezeichne ich nicht als ideologische Taliban, sondern als Aufst&auml;ndische. Legen sie ihre Waffen weg, k&ouml;nnen sie sich jederzeit am Friedensprozess beteiligen. Dasselbe gilt f&uuml;r Mitl&auml;ufer.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Fragen-des-Tages;art693,3014103?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Anscheinend werden Politiker vor Ort, wie Abgeordnete im afghanischen Parlament, zu den den Pl&auml;nen der westlichen Regierungen kaum befragt. Allein die Unterscheidung die Frau Kufi zwischen Taliban, Aufst&auml;ndischen, Mitl&auml;ufern und Ex-Taliban trifft, zeigt, wie weit wir von einer differenzierten Einsch&auml;tzung der Situation vor Ort sind. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Merkel bereitet Deutschland auf Iran-Konflikt vor<\/strong><br>\n(29)Angela Merkel pflegt das Verh&auml;ltnis zu Benjamin Netanjahu und Schimon Peres mit Hingabe. Die Kanzlerin bereitet Deutschland vor, Israel mit zu verteidigen. Die westlichen Regierungschefs sehen den Tag nahen, an dem sich Iran einem Dialog verweigern wird. Das Land will die Bombe wirklich, es hintergeht die Welt.<br>\n&hellip;bei dem Deutschland wegen seiner Geschichte zuallerletzt abseits stehen darf.<br>\nIran wird sich einem Dialog verweigern. Er will die Bombe wirklich, er treibt hektisch die Forschung voran, er hintergeht die Welt.<br>\nAngela Merkel r&uuml;ckt die Erinnerung an den Holocaust als tagesaktuelle Verpflichtung in den Vordergrund.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article5986847\/Merkel-bereitet-Deutschland-auf-Iran-Konflikt-vor.html\">Die Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck: Die Lehren aus der Krise: Angst essen Verstand auf<\/strong><br>\nDer Wirtschaftswissenschaftler will die Amerikanisierung des Finanzwesens beenden und pl&auml;diert f&uuml;r strenge Auflagen f&uuml;r Banken.<br>\nOb sie in Sachen Stabilisierung der Finanzm&auml;rkte ihr Ziel genau treffen werden, k&ouml;nnen Politiker in diesen Tagen leicht &uuml;berpr&uuml;fen. Man schlage eine Regulierung f&uuml;r den Finanzsektor vor und beobachte die M&auml;rkte: Bleiben sie vollkommen unger&uuml;hrt, verharren die Aktienkurse dort, wo sie sind, oder steigen gar, kann man auch die geplante Ma&szlig;nahme glatt vergessen und darf auf die n&auml;chste Parteispende aus dieser &ldquo;Industrie&rdquo; warten. Daran gemessen waren alle bis vor zwei Wochen vorgeschlagenen Ma&szlig;nahmen nichts anderes als wei&szlig;e Salbe.<br>\nNachdem Pr&auml;sident Barack Obama seinen neuen, auf den ehemaligen Notenbankpr&auml;sidenten Paul Volcker zur&uuml;ckgehenden, Vorschlag zur erneuten Aufteilung der Finanzwirtschaft in richtige Banken und in Zockerbuden gemacht hat, fielen die Aktien der wichtigen Institute auf breiter Front. Gratulation, Volltreffer!<br>\nWer aber erwartet hatte, dass nach diesem Treffer die Politiker in Br&uuml;ssel, Paris und Berlin sofort Gl&uuml;ckwunschtelegramme nach Washington schicken und jede Unterst&uuml;tzung bei der schnellen internationalen Umsetzung dieser Ma&szlig;nahme zusagen, sieht sein Weltbild wanken. Nichts dergleichen, aber Irritation im deutschen Finanzministerium dar&uuml;ber, dass die Amerikaner vorpreschen statt auf gemeinsam zu erarbeitende &ldquo;L&ouml;sungen&rdquo; zu setzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/wirtschaft\/article1357694\/Die-Lehren-aus-der-Krise-Angst-essen-Verstand-auf.html\">Hamburger Abendblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Auf nach Davos<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>World Leaders Pledge Strategy To End Poverty Now<\/strong><br>\nIn preparation for the 40th anniversary annual meeting of the World Economic Forum, several key world leaders have pledged to develop, by the end of this year&rsquo;s meeting, a cogent and actionable plan to end global poverty.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.we-forum.org\/en\/events\/AnnualMeeting2010\/schwab.shtml\">World Economic Forum<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Sch&ouml;ne Worte. Ob ihnen Taten folgen? Unser Optimismus ist verhalten.<\/em><\/p>\n<p><em>Etwas realistischer gesehen:<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Der Rubel mu&szlig; rollen<\/strong><br>\nGlobale Selbsthilfegruppe des Gro&szlig;kapitals &ndash; das Weltwirtschaftsforum in Davos sorgt sich seit 40 Jahren um den ungehemmten Profitflu&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/01-28\/032.php\">Junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Die Herren sind unbelehrbar<\/strong><br>\nDas private Treffen der globalen Wirtschaftselite ist f&uuml;r J&uuml;rgen Trittin Ausdruck eines institutionellen Vakuums. In der rot-gr&uuml;nen Wirtschaftspolitik r&auml;umt er Fehler ein: &rdquo; R&uuml;ckblickend erwies es sich allerdings als gro&szlig;er Fehler, die Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne beim Verkauf von Unternehmen von der Steuer zu befreien. Das wirkte wie ein Turbo f&uuml;r Spekulationen und lie&szlig; damals an den B&ouml;rsen die Sektkorken knallen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2010%2F01%2F27%2Fa0082&amp;cHash=c773d655e2\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Offensichtlich hat auch J&uuml;rgen Trittin Schwierigkeiten, das Ausma&szlig; verfehlter Wirtschaftspolitik unter Rot\/Gr&uuml;n und die eigene Mitverantwortung zu benennen. Immerhin r&auml;umt er einen nicht unwesentlichen Fehler unumwunden ein. Mir ist nicht bekannt, dass ein f&uuml;hrender SPD-Politiker sich in einem einzigen Fall dazu durchgerungen h&auml;tte. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Attac: Starke Worte Sarkozys in Davos<\/strong><br>\nDas am heutigen Mittwoch begonnene Weltwirtschaftsforum in Davos hat wichtige Themen auf der Tagesordnung. Das globalisierungskritische Netzwerk Attac &nbsp;erkennt auf der Agenda Themen, f&uuml;r die Attac lange bel&auml;chelt wurde. &ldquo;Der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Sarkozy spricht vom&nbsp; Scherbenhaufen, den die Politik in Jahrzehnte langer Liberalisierung der Finanzm&auml;rkte selbst angerichtet hat. Doch das Casino ist l&auml;ngst wieder er&ouml;ffnet. Daran wird sich nichts &auml;ndern, solange den mehr oder weniger scharfen &ouml;ffentlichen Reden von Politikern nicht endlich auch Taten folgen.&rdquo; sagte Detlev v. Larcher, Mitglied des Koordinierungskreises.<br>\nIn seiner Er&ouml;ffnungsrede sprach der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Sarkozy von der Notwendigkeit eines neuen Weltw&auml;hrungssystems, einem neuen Breton Woods und von Spekulationssteuern. Scharf kritisierte er die Banken und begr&uuml;&szlig;te die Vorschl&auml;ge Obamas zur Bankenregulierung.<br>\n&ldquo;Attac-Forderungen in Davos, wer h&auml;tte das vor zwei Jahren f&uuml;r m&ouml;glich gehalten? Doch in Davos wird nichts entschieden. Dort diskutieren diejenigen, die die Krise herbei gef&uuml;hrt haben. Von sch&ouml;nen Worten werden die Hungernden dieser Welt nicht satt und Taten, die den Worten folgen, gibt es so gut wie nicht,&rdquo; so v. Larcher.<br>\nDass mit einem echten Politikwechsel nicht zu rechnen ist, zeigt laut Attac auch die geringe Resonanz, auf die das Ansinnen von US-Pr&auml;sident Barack Obama in Europa f&auml;llt, Banken an die k&uuml;rzere Leine zu nehmen. Auch in Davos sei mit einer ernsthaften Diskussion von Obamas Vorschlag nicht zu rechnen. Stattdessen biete das WEF neoliberalen Interessenvertretern wie Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann ein Forum, &ouml;ffentlichkeitswirksam vor einer &ldquo;radikalen Einschr&auml;nkung des Bankgesch&auml;fts&rdquo; zu warnen. \n<p>Mit einer Auftaktdemonstration im brasilianischen Porto Alegre hat am Sonntag das zehnte Weltsozialforum begonnen. Im Jubil&auml;umsjahr gibt es kein zentrales Gro&szlig;ereignis, das Weltsozialforum wird sich stattdessen mit dezentralen Foren rund um den Erdball &uuml;ber das ganze Jahr erstrecken. Im Vordergrund steht dabei die gemeinsame Suche nach Alternativen zum herrschenden Wirtschafts- und Konsummuster.<br>\n&nbsp;<br>\nEbenfalls zum zehnten Mail startet am Freitag, 29. Januar, in der Schweizer Grenzstadt Basel das Gegenforum &ldquo;Das andere Davos&rdquo;, das Menschen das Wort gibt, die die sozialen und politischen Bewegungen und Prozesse von unten tragen.<br>\nQuelle: attac Koordinierungskreis (noch nicht verlinkt)<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wir, von den NachDenkSeiten gratulieren attac zum zehnj&auml;hrigen Jubil&auml;um.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Jahreswirtschaftsbericht&nbsp;<\/strong><br>\nBr&uuml;derle stellte den Abgeordneten den Jahreswirtschaftsbericht mit der &rdquo;vorsichtig optimistischen&ldquo; Prognose eines Wirtschaftswachstums in H&ouml;he von 1,4 Prozent in diesem Jahr vor. Bisher war die Bundesregierung von 1,2 Prozent ausgegangen. Der Wirtschaftsminister berichtete von einer sp&uuml;rbaren Erholung der Weltwirtschaft. Die deutschen Exporte k&ouml;nnten um 5 Prozent zunehmen, w&uuml;rden aber noch nicht wieder das Niveau vor Ausbruch der Krise erreichen. Vom privaten Konsum seien keine Impulse zu erwarten. Verantwortlich daf&uuml;r sei unter anderem die Abwrackpr&auml;mie. &rdquo;Keiner kauft ein Auto zweimal&ldquo;, kritisierte Br&uuml;derle. Allerdings sei ein Anstieg der Nettol&ouml;hne durch steuerliche Entlastungen zu erwarten.<br>\nIm Jahreswirtschaftsbericht wird ein R&uuml;ckgang der Erwerbst&auml;tigenzahlen in diesem Jahr um 1 Prozent erwartet. Die Arbeitslosenquote soll auf 8,9 Prozent steigen. Die &rdquo;Horrorszenarien&ldquo; w&uuml;rden nicht eintreten. &rdquo;Mit etwas Gl&uuml;ck bleiben wir unter 4 Millionen&ldquo;, sagte Br&uuml;derle zu den Arbeitslosenzahlen. Der Minister wies aber darauf hin, dass es auch negative Effekte geben k&ouml;nne, die die Prognosen belasten k&ouml;nnten. Das w&auml;re dann der Fall, wenn es einen Einbruch des Dollar-Kurses geben sollte oder inflation&auml;re Tendenzen in den USA. Ein Anstieg der Rohstoffpreise w&uuml;rde auch ein Risiko bedeuten. Der Minister &auml;u&szlig;erte Missfallen &uuml;ber das Erscheinungsbild der Koalition. Er sei &uuml;ber die &rdquo;&ouml;ffentliche Kakophonie&ldquo;in der Steuerpolitik ver&auml;rgert.<br>\nDie SPD-Fraktion fragte nach der Umsetzung der auf dem G 20-Gipfel beschlossenen Finanztransaktionssteuer und ob Br&uuml;derle sich bei einem Scheitern der Steuer auf internationaler oder europ&auml;ischer Ebene die Einf&uuml;hrung einer nationalen B&ouml;rsenumsatzsteuer vorstellen k&ouml;nnte. Br&uuml;derle sprach sich strikt gegen eine &rdquo;singul&auml;re&ldquo; Finanztransaktionssteuer aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_01\/2010_021\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Als ob 4 Millionen Arbeitslose (und das sind nur die durch die besch&ouml;nigende Statistik erfassten) kein &bdquo;Horrorszenarium&ldquo; mehr ist. Es ist schon unglaublich, wie es offenbar gelingt, die nach wie vor dramatische Situation als Erfolg darzustellen. Der Bundesregierung ist es gelungen, den &ouml;ffentlichen Eindruck herzustellen, als habe sie keinerlei Verantwortung f&uuml;r die Finanz- und Wirtschaftskrise, als sei das alles wie ein Unwetter &uuml;ber uns hereingebrochen. Sie verk&uuml;ndet eine Zunahme der Arbeitslosigkeit, weil sie unter den &bdquo;Horrorszenarien&ldquo; (von wem eigentlich) bleiben k&ouml;nnte, als Erfolg. Und au&szlig;er den bekannten Steuersenkungen tut die Bundesregierung nichts, um gegen die steigende Arbeitslosigkeit anzuk&auml;mpfen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Peter Bofinger: Pleite-P&auml;rchen auf Weltreise<\/strong><br>\nDie Steuerstrategie der FDP macht nur Sinn, wenn man den Staat eindampfen will. Maximale Steuersenkungen zusammen mit der Schuldenbremse f&uuml;hren dazu, dass in den Folgejahren h&auml;rteste Einsparungen vorgenommen werden m&uuml;ssen. Ich f&uuml;rchte, hinterher werden wir unseren Sozialstaat nicht wiedererkennen&hellip;<br>\n(Beim Wachstumsbeschleunigungsgesetz) handelt (es) sich um einen Geldregen auf Pump f&uuml;r Unternehmen, f&uuml;r Erben, f&uuml;r die Hotels und nat&uuml;rlich auch f&uuml;r Gutverdiener, denn die Erh&ouml;hung des Kindergeldes kommt ja denjenigen, die gut verdienen, sehr viel mehr zugute als solchen mit geringen Einkommen. Um Wirtschaftswachstum geht es gar nicht. Stattdessen werden, um Verm&ouml;gende zu begl&uuml;cken, zus&auml;tzliche Schulden angeh&auml;uft.<br>\nSchauen wir uns die Steuersenkungen der letzten Jahre an, etwa die gr&ouml;&szlig;te in der Geschichte der Republik aus dem Jahr 2000: Sie hat &uuml;ber Jahre riesige L&ouml;cher in die &ouml;ffentlichen Haushalte gerissen.<br>\nDass (durch die Schuldenbremse ab 2011) enorm schmerzhafte Anpassungen anstehen, ergibt sich zum einen aus der extremen H&ouml;he der Neuverschuldung. Aber auch dadurch, dass die Bundesregierung nicht sagt, wo sie sparen will. Wenn es unproblematische Sparbereiche g&auml;be, h&auml;tte die Regierung doch l&auml;ngst ein Wort dar&uuml;ber verloren. Das zeigt, wie schwer diese Aufgabe sein wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vorwaerts.de\/artikel\/pleite-paerchen-auf-weltreise#kommentieren\">vorw&auml;rts.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gutverdiener entlastet<\/strong><br>\nDie von mehreren Krankenkassen angek&uuml;ndigten Zusatzbeitr&auml;ge benachteiligen Menschen mit geringem Einkommen und Hartz-IV-Empf&auml;nger st&auml;rker gegen&uuml;ber Gutverdienern als bisher bekannt. Das Bundesfinanzministerium best&auml;tigte der Berliner Zeitung gestern, dass die Zusatzbeitr&auml;ge genauso wie &ldquo;normale&rdquo; Kassenbeitr&auml;ge steuerlich absetzbar sind. Ein Beispiel nach eigenen Berechnungen: Ein verheirateter Arbeitnehmer mit zwei Kindern und einem Bruttoeinkommen von 60 000 Euro, der einen Zusatzbeitrag von monatlich acht Euro zahlen muss, wird durch die Absetzbarkeit monatlich um rund 2,50 Euro entlastet. Tats&auml;chlich kostet ihn der Zusatzbeitrag also nicht acht Euro, sondern nur 5,50 Euro. Ein Geringverdiener in gleichen Familienverh&auml;ltnissen mit einem Jahresbrutto von 14 000 Euro zahlt dagegen die vollen acht Euro, weil beim ihm keine Steuern f&auml;llig werden und er damit auch nichts absetzen kann. Ein Hartz-IV-Empf&auml;nger, bei dem die Arbeitsagentur keine besondere H&auml;rte anerkennt, muss ebenfalls die vollen acht Euro zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/archiv\/.bin\/dump.fcgi\/2010\/0127\/politik\/0077\/index.html\">Berlin Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>SPD: Bedingungen f&uuml;r Kurzarbeit verbessern<\/strong><br>\nDie Bundesregierung soll die Bedingungen f&uuml;r Kurzarbeit &rdquo;unverz&uuml;glich&ldquo; verbessern. Dies fordert die SPD-Fraktion in einem Antrag (17\/523). So sollte nach Meinung der SPD die maximal m&ouml;gliche Bezugsdauer f&uuml;r Kurzarbeitergeld &rdquo;auf 36 Monate verl&auml;ngert werden&ldquo;. Die Bundesregierung habe im November beschlossen, die Bezugsdauer ab 1. Januar 2010 weiter zu verl&auml;ngern, &rdquo;allerdings nur auf 18 Monate&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Antrag. Firmen, die erst ab 2010 auf das Instrument der Kurzarbeit zur&uuml;ckgreifen m&uuml;ssten, w&uuml;rden dadurch schlechter gestellt als Firmen, die bereits in 2009 Kurzarbeit in Anspruch genommen h&auml;tten.&ldquo; Zudem drohe wegen auslaufender Kurzarbeit die Entlassung zahlreicher Arbeitnehmer. Daher bed&uuml;rfe es statt einer k&uuml;rzeren Bezugsdauer in der Krise vielmehr einer Verl&auml;ngerung, hei&szlig;t es in dem Antrag.<br>\nDie SPD-Fraktion will auch die Sonderregelung f&uuml;r die &Uuml;bernahme der Sozialversicherungsbeitr&auml;ge durch die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, die Ende 2010 ausl&auml;uft, verl&auml;ngern. &rdquo;Es ist davon auszugehen, dass die Nachfrage nach Kurzarbeit abnehmen wird, wenn die Sozialversicherungsbeitr&auml;ge nicht mehr erstattet werden&ldquo;, schreiben die Parlamentarier. Gerade f&uuml;r mittlere und kleine Unternehmen verliere das Kurzarbeitergeld dann an Attraktivit&auml;t.<br>\nDar&uuml;ber hinaus sollten die Mitarbeiter in der Krise freie Zeit f&uuml;r Qualifikation nutzen, die Weiterbildungskosten sollen weiter staatliche gef&ouml;rdert werden. &rdquo;Die unter der Vorg&auml;ngerregierung getroffenen Verbesserungen im Bereich des Kurzarbeitergeldes m&uuml;ssen fortgesetzt werden&ldquo;, hei&szlig;t es weiter. &rdquo;Die Befristung der Sonderregelungen zu Kurzarbeitergeld, Qualifizierung und Arbeitslosengeld muss daher zwingend um ein weiteres Jahr bis 31. Dezember 2011 verl&auml;ngert werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_01\/2010_020\/03.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>SPD: Hartz-IV-Ferienjobber sollen mehr Geld behalten d&uuml;rfen<\/strong><br>\nEinkommen aus Ferienjobs von Jugendlichen und jungen Menschen aus Hartz-IV-Familien sollen nicht l&auml;nger auf die staatlichen Transfers angerechnet werden. Dies fordert die SPD-Fraktion in einem Antrag (17\/524) und bezieht sich auf Sch&uuml;ler, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und deren vierw&ouml;chige Zusatzverdienste.<br>\nDie derzeitige Anrechnung f&uuml;hre dazu, dass die Ferienjobs dadurch &rdquo;an Attraktivit&auml;t&ldquo; verl&ouml;ren, hei&szlig;t es in dem Antrag. &rdquo;Es ist auch demotivierend, wenn Klassenkameraden den vollen Lohn zur Erf&uuml;llung ihrer W&uuml;nsche behalten d&uuml;rfen, junge Menschen aus SGB II-Bedarfsgemeinschaften jedoch wesentliche Teile ihrer Eink&uuml;nfte zur Bestreitung des allgemeinen Lebensunterhaltes der Familie einsetzen m&uuml;ssten.&ldquo;, kritisiert die Fraktion.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_01\/2010_020\/04.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL: <\/strong>So richtig diese Initiative ist, wenn das jedoch die einzige Korrektur der SPD von Hartz IV sein sollte, dann kann man einen Kurswechsel vergessen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Was wurde aus dem FDP-Sparbuch?<\/strong><br>\nVor der Wahl hielt jeder FDP-Politiker das sog. FPD-Sparbuch hoch, mit 400 Antr&auml;gen der FDP auf 400 Seiten. Heute ist das alles vergessen, noch mehr: die FDP langt zu, wo sie kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/download\/0,6753,7014210,00.pdf\">Frontal21 [PDF &ndash; 49.4 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wortbruch gilt eben nur, wenn es um eine Zusammenarbeit mit der Linken geht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Sieg der Strippenzieher frustriert Obama<\/strong><br>\nDas neueste Urteil des Obersten US-Gerichtshofs wird Amerika ver&auml;ndern: K&uuml;nftig d&uuml;rfen Firmen mit unbegrenzten Geldsummen f&uuml;r oder gegen politische Kandidaten werben. Pr&auml;sident Obama wettert gegen den Triumph der Lobbyisten &ndash; die Republikaner frohlocken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,druck-674266,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>US-Gericht weist Klage gegen Rating-Agenturen zur&uuml;ck<\/strong><br>\nEin US-Gericht hat am Dienstag Klagen gegen zwei Rating-Agenturen wegen irref&uuml;hrender Bewertung von hypothekenbesicherten Wertpapieren zur&uuml;ckgewiesen. Die Kl&auml;ger hatten den Agenturen Moody&rsquo;s und Standard &amp; Poor&rsquo;s einen Interessenkonflikt vorgeworfen, weil sie diese Anlageformen nicht nur mit attraktiven Bonit&auml;tsnoten ausgestattet hatten, sondern auch miterfunden h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,674296,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Entweder spielt die Justiz mit oder sie ist ohnm&auml;chtig vor dieser Form der Kriminalit&auml;t.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Experten: Mehr Geld f&uuml;r die Lehre an Hochschulen notwendig<\/strong><br>\nDie Bilanz zur europaweiten Hochschulreform, dem sogenannten Bologna-Prozess, ist am Mittwoch Vormittag im Bildungsausschuss gemischt ausgefallen. Vier Experten machten in einem Fachgespr&auml;ch erneut deutlich, dass die Hochschulen wesentlich mehr Geld br&auml;uchten, um die Lehre zu verbessern und einen Anstieg der Studierendenzahlen zu verkraften.<br>\nAnja Gadow vom Freien Zusammenschluss von StudentInnenschaften (fzs) bem&auml;ngelte die Schwierigkeiten, die sich bei einem Hochschul- oder Studiengangwechsel erg&auml;ben. &rdquo;Die Mobilit&auml;t funktioniert auf internationaler Ebene besser als auf innerdeutscher&ldquo;, sagte Gadow. Es gebe eine solche F&uuml;lle von Studieng&auml;ngen, dass die im Bologna-Prozess anvisierte Vergleichbarkeit nicht m&ouml;glich sei. Das f&uuml;hre auch zu Problemen, wenn Studierende beispielsweise im dritten Semester in einen anderen, aber &auml;hnlich aufgebauten Studiengang wechseln wollten. Oft seien sie gezwungen, wieder &rdquo;bei Null&ldquo; anzufangen. Sie forderte einen Ausbau des BAf&ouml;Gs und eine Anhebung der Altersgrenze f&uuml;r Bezugsberechtigte. &rdquo;Stipendien helfen bei der Studienfinanzierung nur wenig&ldquo;, sagte Gadow.<br>\nDie Bilanz von Professor Jan-Hendrik Olbertz, Kultusminister in Sachsen-Anhalt und Vertreter der Kultusministerkonferenz (KMK), fiel positiver aus. &rdquo;Wir sollten uns h&uuml;ten, alles nur schlecht zu reden&ldquo;, mahnte er. Die Umstellung von Magister- und Diplomstudieng&auml;ngen auf Bachelor und Master sei f&uuml;r Deutschland ein gr&ouml;&szlig;erer Schritt gewesen als f&uuml;r die europ&auml;ischen Nachbarn, weil das System ein v&ouml;llig anderes sei. Zum Wintersemester 2009\/2010 seien fast 80 Prozent der Studieng&auml;nge umgewandelt gewesen. Ein Problem sei die Verschulung der neuen F&auml;cher. Die KMK habe &rdquo;mit gro&szlig;em Nachdruck&ldquo; die Hochschulen gebeten, die Pr&uuml;fungszyklen zu &uuml;berpr&uuml;fen, damit &rdquo;die Studenten auch einmal zur Ruhe kommen&ldquo;, sagte Olbertz.<br>\nNach den Worten von Professor Peter Strohschneider, Vorsitzender des Wissenschaftsrates, sind viele Probleme &rdquo;der jahrzehntelangen Unterfinanzierung des Hochschulwesens&ldquo; geschuldet. Er forderte mehr langfristige Stellen f&uuml;r Professoren und Tutoren, um die Qualit&auml;t der Lehre verbessern zu k&ouml;nnen. Mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr sei zus&auml;tzlich notwendig. Er sprach sich daher f&uuml;r ein gemeinsames Programm von Bund und L&auml;ndern aus. Notwendig sei auch ein Ausbau der &rdquo;r&auml;umlichen Infrastruktur&ldquo; der Hochschulen, um die Lehre zu verbessern. Neben Professuren mit einem Schwerpunkt auf Lehre, die gleichzeitig attraktive Karrierem&ouml;glichkeiten b&ouml;ten, sowie mehr Tutoren sei ein gut dotierter Preis f&uuml;r den besten Lehr-Professor w&uuml;nschenswert, sagte Strohschneider.<br>\nUnterst&uuml;tzung erhielt er von Professor Margret Wintermantel, Pr&auml;sidentin der Hochschulrektorenkonferenz. &rdquo;Der Bologna-Prozess ist die tiefgreifendste Reform seit 200 Jahren&ldquo;, sagte Wintermantel. F&uuml;r eine Bewertung sei es noch sehr fr&uuml;h. Immerhin studierten jetzt drei Viertel aller Erstsemester in Bachelor- und Masterstudieng&auml;ngen, insgesamt seien es 43 Prozent aller Studenten. Die Abbrecherquote in den Geistes- und Kulturwissenschaften sei gesunken. Die Studenten seien Umfragen zufolge positiv davon angetan, dass nun neben inhaltlichen auch &rdquo;&uuml;berfachliche&ldquo; Kompetenzen vermittelt w&uuml;rden, um auf das Berufsleben vorzubereiten. &rdquo;Wir brauchen Kompetenzzentren, um neue Formen der Lehre und von Pr&uuml;fungen zu entwickeln&ldquo;, forderte Wintermantel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_01\/2010_018\/03.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> F&uuml;r die Vorsitzende der Rektorenkonferenz ist eine Bewertung des Bologna-Prozesses noch zu fr&uuml;h. Sie malt immer noch in den sch&ouml;nten Farben. Die Hochschulrektoren sind verhaftet mit ihrem vorausgegangen Tun. Mit dieser Konferenz sind Korrekturen kaum m&ouml;glich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Oskar Lafontaine: Ich habe keine Angst vor dem Tod<\/strong><br>\nF&uuml;r Oskar Lafontaine bedeutet sein R&uuml;ckzug aus der Bundespolitik eine Z&auml;sur &ndash; politisch wie privat. Als der Noch-Vorsitzende der Linkspartei die stern-Reporter zum Exklusiv-Interview in seinem B&uuml;ro im saarl&auml;ndischen Landtag empf&auml;ngt, ist das ganze Gespr&auml;ch &uuml;ber zu sp&uuml;ren, wie sehr ihn dieser Einschnitt nach &uuml;ber 40 Jahren Politik bewegt. &ldquo;Ich habe mich mit dieser Entscheidung lange gequ&auml;lt&rdquo;, sagt Lafontaine. &ldquo;Ich bin erleichtert, dass ich sie jetzt getroffen habe. Aber ich bedaure nat&uuml;rlich, dass ich dazu gezwungen war.&rdquo; Lafontaine spricht in dem Interview erstmals offen &uuml;ber seine Krebserkrankung und den Tod. Er best&auml;tigt, dass ihm bei seiner Operation die Prostata entfernt wurde und sein allt&auml;gliches Leben dadurch beeintr&auml;chtigt sei. &ldquo;Ich kann ohne Probleme noch Reden halten oder Sitzungen durchstehen&rdquo;, sagt er. &ldquo;Aber ich muss mich jetzt um die Herstellung meiner Gesundheit k&uuml;mmern.&rdquo; Lafontaine r&auml;umt ein, dass er Anfang des vergangenen Jahres &ldquo;Probleme mit dem Herzen&rdquo; gehabt habe. Au&szlig;erdem leide er seit September an einer Virus-Infektion der Atemwege, die er bis heute nicht in den Griff bekommen habe.<br>\nGenauso sehr wie sein Gesundheitszustand besch&auml;ftigt Lafontaine die Zukunft der Linkspartei. Als ihre gr&ouml;&szlig;te Schw&auml;che bezeichnet er, &ldquo;dass sie im Westen noch nicht stabil genug ist&rdquo;. Hier sei noch Aufbauarbeit zu leisten. Der Gr&uuml;ndungsvorsitzende teilt jedoch nicht die Bef&uuml;rchtung, dass die Linke an seinem Abschied zerbrechen k&ouml;nnte. Skeptisch &auml;u&szlig;ert sich Lafontaine im stern zu einer m&ouml;glichen Fusion von SPD und Linkspartei. Er werde sie &ldquo;wohl kaum&rdquo; noch erleben. Vor ein paar Jahren hat Lafontaine noch anders gedacht. &ldquo;Aber mehr und mehr komme ich zu der &Uuml;berzeugung, dass in den westlichen Industriegesellschaften eine Partei links von der Sozialdemokratie notwendig ist.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/oskar-lafontaine-ich-habe-keine-angst-vor-dem-tod-1538713-print.html\">Stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man mochte gar nicht mehr in die vielen Artikel hineinschauen, die anl&auml;sslich Lafontaines R&uuml;ckzugs aus Berlin verfasst wurden. Wieder einmal hat die mediale, politische Kultur einen neuen Tiefenrekord gesetzt. Man lese als Beispiel das <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/lafontaineportraet100.html\">Portr&auml;t der ARD (!)<\/a>.<br>\nEs ist nicht einmal das Schlimmste, was so zu lesen war. Irgendwo habe ich sogar gelesen, dass Oskar wieder hingeschmissen habe. Aber dieses so genannte Portr&auml;t ist eigentlich &auml;hnlich infam. Nat&uuml;rlich fehlt nicht die &uuml;bliche Formel vom Hinschmei&szlig;en seinerzeit 1999. Kommentar: &ldquo;Ein Paukenschlag, f&uuml;r die der Populist und charismatische Vollblutpolitiker immer gut ist.&rdquo; Zu seinen R&uuml;ckzug wegen seiner Krebserkrankung:&rdquo; Ein Paukenschlag. Mal wieder.&rdquo; Wir d&uuml;rfen dann assoziieren: &ldquo;F&uuml;r den der Populist und charismatische Vollblutpolitiker immer gut ist.&rdquo; &ndash; Das ist einfach sch&auml;bige Stimmungsmache, aber kein Portr&auml;t. Diese Art von Arikeln macht einen nicht mehr aggressiv, sondern krank. Sie nehmen einem den Glauben daran, dass in diesem Land noch ein produktiver Streit um politische Positionen m&ouml;glich ist.<br>\nWie schlecht es Oskar Lafontaine geht, sieht man daran, dass er sich noch nie so offen zu einem Langzeitprojekt bekannt hat: In dem Sterninterview sagt er zur Fusion mit der SPD, dass er diese &bdquo;wohl kaum&ldquo; erleben werde, aber: &bdquo;Wenn die Programme beider Parteien sich wirklich einmal hinreichend angen&auml;hert haben, m&uuml;ssen die dann Verantwortlichen kl&auml;ren, ob es sinnvoll ist, zwei Parteien mit dem gleichen Programm zu haben.&ldquo; Von der SPD Sigmar Gabriels allerdings &bdquo;trennt uns noch viel&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Ein Leben nach Lafontaine<\/strong><br>\nDie Linkspartei mit neuem Personal, aber die Politiker der Zukunft bleiben noch in der zweiten Reihe<br>\nMit Gesine L&ouml;tzsch und Klaus Ernst an der Spitze pr&auml;sentiert die Linkspartei den Vorschlag einer doppelt quotierten Parteispitze. Ein westdeutscher Mann und eine Frau aus dem Osten sollen die Partei k&uuml;nftig vertreten. Dass Gregor Gysi bei der Vorstellung des Personalvorschlags betonte, wie froh er &uuml;ber die schnelle Einigung gewesen sei, macht schon deutlich, unter welchem Druck die Partei zurzeit steht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/31\/31973\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Fritz Eckenga: Ne Viertelstunde dar&uuml;ber nachdenken.<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/radio\/wdr2\/westzeit\/detail.phtml?id=151942\">WDR 2<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Afghanistan-Einsatz; Merkel bereitet uns auf den Iran-Konflikt vor; Angst essen Verstand auf; Auf nach Davos; Jahreswirtschaftsbericht; Pleite-P&auml;rchen auf Weltreise; Zusatzbeitr&auml;ge: Gutverdiener entlastet; Bedingungen f&uuml;r Kurzarbeit verbesssern; Hartz-IV-Ferienjobber sollen Geld behalten d&uuml;rfen; das FDP-Sparbuch ist vergessen; Strippenzieher frustrieren Obama; keine Klage gegen Rating-Agenturen; mehr Geld f&uuml;r die Hochschulen; nach Lafontaine;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4482\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4482","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4482","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4482"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4482\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4482"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4482"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4482"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}