{"id":44832,"date":"2018-07-06T16:14:54","date_gmt":"2018-07-06T14:14:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44832"},"modified":"2018-07-06T16:14:54","modified_gmt":"2018-07-06T14:14:54","slug":"hinweise-des-tages-ii-352","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44832","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44832#h01\">Nur noch Scheinl&ouml;sungen &ndash; Sind &ldquo;die Populisten&rdquo; schuld?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44832#h02\">Fluchtursachen &ndash; F&uuml;r einen Paradigmenwechsel in der Entwicklungspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44832#h03\">Befristete Besch&auml;ftigung erreicht neuen H&ouml;chststand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44832#h04\">Schuldenbremse &amp; Fiskalpakt: Finanzpolitische Hintergr&uuml;nde von Privatisierung und &Ouml;PP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44832#h05\">Verkauf von vier Millionen Lebensversicherungen: Der langsame Zerfall der privaten Altersvorsorge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44832#h06\">Drei Jahre Oxi: Wie die Hoffnung in Europa begraben wurde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44832#h07\">Rheinmetall bahnt Gesch&auml;fte mit Aserbaidschan an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44832#h08\">Die Schlacht um Al Hudaydah (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44832#h09\">Katastrophale Zust&auml;nde: Was in deutschen Kinderheimen falsch l&auml;uft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44832#h10\">Bischofferode &ndash; Das Treuhand-Trauma<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44832#h11\">Mount Everest, ein lebensgef&auml;hrliches Disneyland?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44832#h12\">WM 2018 und Adidas &ndash; Der Lohn reicht kaum zum &Uuml;berleben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44832#h13\">Kritik an &Ouml;zil nach dem WM-Aus: Oliver Bierhoff verh&auml;lt sich unanst&auml;ndig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44832#h14\">Klopp Talk: &ldquo;I Will Never Vote for the Right&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44832#h15\">Aufzeichner des Unsagbaren &ndash; Nachruf auf Claude Lanzmann<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nur noch Scheinl&ouml;sungen &ndash; Sind &ldquo;die Populisten&rdquo; schuld?<\/strong><br>\nAm Donnerstag haben sich auch noch die &ldquo;Transitzentren&rdquo; an der bayerisch-&ouml;sterreichischen Grenze in Wohlgefallen aufgel&ouml;st. Dabei hatte die EU-Kommission doch schon in vorauseilendem Gehorsam gr&uuml;nes Licht gegeben&hellip;<br>\nDas zeigt: Auf die EU-Beh&ouml;rde, die als H&uuml;terin der Vertr&auml;ge fungieren soll, ist kein Verlass mehr. Aber auch der Union in Berlin kann man nicht mehr trauen. Merkel und Seehofer schieben sich schon wieder gegenseitig den Schwarzen Peter zu. All das nun auf die Nationalisten und Populisten zu schieben, wie es etwa die &ldquo;S&uuml;ddeutsche&rdquo; tut, ist arg vereinfacht. Genauso gut k&ouml;nnte man sagen, dass unsere Eliten durchdrehen, weil sie ihre Macht gef&auml;hrdet sehen. Merkel, Juncker &amp; Co. klammern sich an ihre Posten und verb&uuml;nden sich mit jedem, der ihnen (scheinbar) hilft &ndash; ob der nun Seehofer, Kurz oder Orban hei&szlig;t. Doch Probleme l&ouml;sen, das tun sie schon lange nicht mehr&hellip;<br>\n&hellip;&uuml;brigens auch nicht bei anderen Themen. Bei der Reform der W&auml;hrungsunion, dem Brexit und dem Verh&auml;ltnis zu Russland gab es bei und seit dem EU-Gipfel keinerlei Fortschritte &ndash; auch hier nur Scheinl&ouml;sungen!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/nur-noch-scheinloesungen\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p><strong>dazu: CDU und CSU Seehofer droht mit Neuauflage des Asylstreits<\/strong><br>\nMit Ach und Krach hat die Union den Asylstreit beigelegt. Wie lange h&auml;lt der Frieden? Im SPIEGEL droht CSU-Chef Seehofer: Besteht der Kompromiss den Praxistest nicht, ginge es &ldquo;wieder von vorne los&rdquo;.<br>\nCSU-Chef Horst Seehofer droht der CDU mit einer Neuauflage des Asylstreits, sollte sich die Vereinbarung mit der Schwesterpartei nicht als praxistauglich erweisen. &ldquo;Es w&auml;re keine gute Strategie, darauf zu setzen, dass es keine bilateralen Vereinbarungen gibt. Dann m&uuml;ssten wir darauf zur&uuml;ckgreifen, direkt an der Grenze abzuweisen&rdquo;, sagte der Innenminister dem SPIEGEL. &ldquo;Die Sache ginge dann wieder von vorne los.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/horst-seehofer-droht-mit-neuauflage-des-asylstreits-a-1217007.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Das war zu erwarten. Der Haushalt mit roter Null und einer deutlichen Erh&ouml;hung des Wehretats ist verabschiedet. Die SPD hat sich au&szlig;erdem mit einem billigen Zugest&auml;ndnis, das ohnehin im Koalitionsvertrag steht, zufrieden gegeben. Es spricht also nichts dagegen, die offenbar <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44804#h03\">erfolgreiche Strategie<\/a> des &bdquo;Getrennt-Marschierens und Vereint-Schlagens&ldquo; weiter fortzusetzen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fluchtursachen &ndash; F&uuml;r einen Paradigmenwechsel in der Entwicklungspolitik<\/strong><br>\nDas &bdquo;Fluchtursachen &uuml;berwinden&ldquo; ist zu einem Credo der deutschen Politik geworden. Auch im sogenannten &bdquo;Masterplan Migration&ldquo; von Innenminister Seehofer taucht der Begriff auf. Um die Perspektivlosigkeit in weiten Teilen Afrikas zu &uuml;berwinden, m&uuml;ssen j&auml;hrlich mindestens 20 Millionen Arbeitspl&auml;tze neu geschaffen werden, schreibt das BMZ. Hat es die richtigen Rezepte daf&uuml;r?<br>\nDie Entwicklungspolitik ist ein herausforderndes Politikfeld. Sie darf nicht einseitig als Sozialpolitik f&uuml;r die L&auml;nder des globalen S&uuml;dens betrachtet werden. Vielmehr m&uuml;ssen Politikfelder wie beispielsweise die Handelspolitik und die globale Finanz- und Steuerarchitektur stets mitgedacht werden. Zentraler Bestandteil der deutschen Entwicklungspolitik sollte es sein, die Ursachen von ausbleibender sozialer und wirtschaftlicher Entwicklung &uuml;berwinden zu helfen. Sie sollte den Partnern im globalen S&uuml;den die politischen Handlungsspielr&auml;ume dazu geben anstatt von au&szlig;en an Symptomen herumzudoktern.<br>\nDer Afrikaplan von Entwicklungsminister M&uuml;ller &ndash; der Marshallplan mit Afrika &ndash; erkennt diese Herausforderung nach gr&ouml;&szlig;erer entwicklungspolitischer Koh&auml;renz stellenweise an. Doch der vermeintlich gro&szlig;e Wurf scheint erneut zu einem Papiertiger zu werden. Von einem Paradigmenwechsel ist die deutsche Entwicklungspolitik noch immer weit entfernt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zebralogs.wordpress.com\/2018\/07\/05\/fluchtursachen-fuer-einen-paradigmenwechsel-in-der-entwicklungspolitik\/\">Zebrablogs<\/a>\n<p><strong>dazu: &laquo;Nicht in meinen Namen!&raquo;<\/strong><br>\nFaszinierend zu beobachten, wie aufmerksam Babys auf den Gesichtsausdruck, den Tonfall, die liebevolle Zuwendung der Eltern achten und darauf reagieren. Hier sehen wir die Grundlagen f&uuml;r Empathie, also die F&auml;higkeit, sich in andere Menschen hineinzudenken und einzuf&uuml;hlen. Einf&uuml;hlsamkeit ist die wichtigste Basis f&uuml;r eine gesunde emotionale und soziale Entwicklung.<br>\nErsch&uuml;tternd dagegen zu beobachten, auf welche drastische Weise Politik und Wirtschaft darauf hinarbeiten, den Menschen diese F&auml;higkeit zu Empathie und Mitgef&uuml;hl systematisch auszutreiben&hellip;<br>\nDas ist eine neue Stufe der Eskalation der Menschenfeindlichkeit: Die Leute werden von den Propagandisten in Politik und Wirtschaft an die Empathielosigkeit, die selbstverst&auml;ndliche Brutalisierung gew&ouml;hnt. Die Sprache des Unmenschen grassiert (&bdquo;Asyltourismus&ldquo;, &bdquo;Ausschiffungsplattformen&ldquo;, &bdquo;Fiktion der Nichteinreise&ldquo;, &bdquo;Anti-Abschiebe-Industrie&ldquo;, Rettungsboote als &bdquo;Shuttle&ldquo;) im Namen der deutschen Heimat, die Fl&uuml;chtenden werden als Verbrecher behandelt. Allt&auml;glicher Rassismus und Verneinung der Gleichwertigkeit der Menschen: Wer von den ma&szlig;geblichen Politikern erinnert daran, auf Grund welcher Erfahrungen Menschenrechte, UN-Charta oder UN-Kinderrechtskonvention als Grundlage des Zusammenlebens der Menschheit verankert werden sollten? Sie zucken mit den Schultern: Menschen? Rechte? Es herrscht Krieg gegen die Armen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/nicht-in-meinen-namen\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Befristete Besch&auml;ftigung erreicht neuen H&ouml;chststand<\/strong><br>\nDie anhaltend gute konjunkturelle Entwicklung schl&auml;gt sich in steigender Erwerbst&auml;tigkeit und auch in der Zunahme sozialversicherungspflichtiger Besch&auml;ftigung nieder. Die Kehrseite der Medaille: Auch die atypische Besch&auml;ftigung weitet sich aus (vgl. 16.08.2017), wie am aktuellen Beispiel Berlins studiert werden kann. In diesem Zusammenhang ist besonders auff&auml;llig, dass die Zahl der befristeten Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse nicht nur nicht zur&uuml;ckgeht, sie steigt bundesweit derma&szlig;en kr&auml;ftig an, dass im Jahr 2017 ein neuer H&ouml;chststand erreicht worden ist.<br>\n&bdquo;So viele befristete Arbeitsvertr&auml;ge wie nie&ldquo;, titelte Spiegel online und berief sich dabei auf neue Zahlen des N&uuml;rnberger Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Dessen Pressemeldung zum Thema kann man entnehmen, dass im Jahr 2017 rund 3,15 Mio. Besch&auml;ftigte nur einen befristeten Arbeitsvertrag hatten. Im Vergleich zu den knapp 2,89 Millionen des Vorjahres bedeutet das ein Plus von 268.000 Personen bzw. 9,3 Prozent. Zwar steigt die Zahl der befristet Besch&auml;ftigten seit 2003 nahezu kontinuierlich an, einen so gewaltigen Sprung hat es mit 9,0 Prozent zuletzt aber im Jahr 2011 gegeben. (&hellip;)<br>\nGegen das ausufernde Befristungsunwesen will die amtierende Bundesregierung nun endlich vorgehen. Nein, die M&ouml;glichkeit, sachgrundlos zu befristen, soll nicht einfach ersatzlos gestrichen werden. Um den Missbrauch bei den Befristungen zu unterbinden, soll aber wenigstens ihr Anteil an allen Zeitvertr&auml;gen zur&uuml;ckgestutzt werden. Geplant ist, dass Arbeitgeber mit mehr als 75 Besch&auml;ftigten in Zukunft nur noch maximal 2,5 Prozent ihrer Belegschaft sachgrundlos befristen d&uuml;rfen. Zudem soll die Befristung eines Arbeitsvertrages ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes generell nur noch f&uuml;r die Dauer von 18 statt bislang von 24 Monaten zul&auml;ssig sein. Auch der elenden Praxis der Kettenbefristungen soll es ein wenig an den Kragen gehen. Laut Koalitionsvertrag soll dazu eine individuelle H&ouml;chstbefristungsdauer beim selben Arbeitgeber von f&uuml;nf Jahren eingef&uuml;hrt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.miese-jobs.de\/chroniken\/2018\/06-07-18\/\">miese Jobs<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Von den Unionsparteien d&uuml;rften solche halbherzigen Ma&szlig;nahmen zu erwarten gewesen sein. Anscheinend m&ouml;chte leider auch diese SPD-Spitze weiter Politik f&uuml;r Arbeitgeber machen. Wenn jedoch die SPD sich ernsthaft erneuern und wieder Partei der sozialen Gerechtigkeit werden m&ouml;chte, muss sie mehr liefern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Schuldenbremse &amp; Fiskalpakt: Finanzpolitische Hintergr&uuml;nde von Privatisierung und &Ouml;PP<\/strong><br>\nStaatsverschuldung gilt gemeinhin als das wirtschaftlich B&ouml;se schlechthin. Seit Jahren und Jahrzehnten stehen &raquo;schwarze Null&laquo; und Ausgabenk&uuml;rzungen daher ganz oben auf der politischen Agenda. Eine Folge dieser Politik sind Privatisierungen und &Ouml;ffentlich-Private Partnerschaften.<br>\nIm Jahr 2009 wurde mit der Einf&uuml;hrung der so genannten Schuldenbremse die wohl gravierendste finanzpolitische Verfassungs&auml;nderung der vergangenen 40 Jahre vorgenommen. Die M&ouml;glichkeit der Kreditfinanzierung staatlicher Investitionen zum Erhalt und Ausbau der &ouml;ffentlichen Infrastruktur ist seitdem Geschichte. Weder f&uuml;r den Bund noch f&uuml;r die Bundesl&auml;nder ist eine schuldenfinanzierte Investitionst&auml;tigkeit mehr m&ouml;glich. Ganz generell, so schreibt es die Schuldenbremse vor, m&uuml;ssen die &ouml;ffentlichen Haushalte ausgeglichen sein.<br>\nAusnahmen sind lediglich konjunkturelle Schwankungen, gravierende Notsituationen und Naturkatastrophen. Als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Notsituation kann auch eine massive Finanz- und Wirtschaftskrise gelten, wie jene in den Jahren ab 2008. Ferner erlaubt die Schuldenbremse im Rahmen des &raquo;normalen&laquo; wirtschaftlichen Konjunkturgeschehens weiterhin die Kreditfinanzierung von Ausgaben, sofern diese Schulden in konjunkturell besseren Zeiten wieder getilgt werden. Dazu wird der Haushaltssaldo in eine konjunkturelle und eine strukturelle Komponente unterteilt. Die konjunkturelle Komponente soll dabei ein Reagieren auf konjunkturelle Auf- und Abschw&uuml;nge erm&ouml;glichen: In konjunkturell schlechten Zeiten ist die Aufnahme von Schulden erlaubt, in konjunkturell guten Zeiten m&uuml;ssen diese Schulden aber zwingend wieder zur&uuml;ckgef&uuml;hrt werden. &Uuml;ber einen Konjunkturzyklus hinweg soll dies zu ausgeglichenen Haushalten f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/schuldenbremse-fiskalpakt-finanzpolitische-hintergruende-von-privatisierung-und-oepp--2110.html\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Verkauf von vier Millionen Lebensversicherungen: Der langsame Zerfall der privaten Altersvorsorge<\/strong><br>\nGenerali Deutschland verkauft Millionen Lebensversicherungsvertr&auml;ge. Die Entscheidung zeigt, wie schlecht es um die private Altersvorsorge mittlerweile steht. Verbraucher m&uuml;ssen nun noch besser aufpassen.<br>\nDer Deutschland-Chef des italienischen Versicherungskonzerns Generali hat seine ganz eigene Lesart der j&uuml;ngsten Entscheidung. &ldquo;Den Kunden wird bald klar sein, dass das die beste L&ouml;sung ist&rdquo;, sagt Giovanni Liverani. So viel Optimismus muss man erst einmal aufbringen.<br>\nDas Unternehmen hat am Donnerstag bekannt gegeben, sich weitgehend von seiner Tochter Generali Leben zu trennen &ndash; und damit von vier Millionen Lebensversicherungskunden. Ihre Vertr&auml;ge werden, sofern die Finanzaufsicht BaFin zustimmt, fast vollst&auml;ndig von dem wenig bekannten Unternehmen Viridium &uuml;bernommen, das sich auf die Abwicklung von Versicherungsbest&auml;nden spezialisiert hat. Solche sogenannten Run-off-Gesellschaften wollen &uuml;ber kluges Kostenmanagement Ertr&auml;ge generieren, die herk&ouml;mmliche Anbieter nicht erreichen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/generali-verkauft-lebensversicherungen-der-zerfall-der-privaten-altersvorsorge-a-1216920.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Titel spricht f&uuml;r sich, dennoch wird die Privatisierung der Altersvorsorge im Interesse der Finanzindustrie einfach weiter <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44792#h01\">betrieben<\/a>. Albrecht M&uuml;ller ist aktuell <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44798\">hier<\/a> darauf eingegangen.<\/em><\/p>\n<p><em>Dieses Agieren der politischen Verantwortlichen in Br&uuml;ssel und auch Berlin kann man nur als kriminell bezeichnen. Die Bed&uuml;rfnisse der B&uuml;rger spielen keine Rolle, es z&auml;hlen nur die Profite der Finanzindustrie und letztendlich die der herrschenden <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/das-sind-die-reichsten-familien-der-welt-ld.1400020?mktcid=nled&amp;mktcval=107&amp;kid=_2018-7-3\">Oligarchie<\/a>. So ein Europa braucht niemand!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Drei Jahre Oxi: Wie die Hoffnung in Europa begraben wurde<\/strong><br>\n&ldquo;In Griechenland endete damals die politische Hoffnung der Linken. Nicht als abstraktes Prinzip, sondern als konkreter strategischer Vorschlag. Die Konzeption war: Mit Unterst&uuml;tzung unabh&auml;ngiger sozialer Massenbewegungen werden linke Regierungen gew&auml;hlt. Die linken Regierungen n&uuml;tzen Widerspr&uuml;che in den Eliten und beenden in taktischen B&uuml;ndnissen mit Teilen der Sozialdemokratie die K&uuml;rzungspolitik. Sie ver&auml;ndern dabei die Europ&auml;ische Union und machen nicht nur f&uuml;r die L&auml;nder des europ&auml;ischen S&uuml;dens eine andere, zumindest keynesianische Wirtschaftspolitik und schlie&szlig;lich sogar die soziale Transformation m&ouml;glich. Doch es zeigte sich: Die Widerspr&uuml;che in den Eliten waren nicht so gro&szlig; und die meisten SozialdemokratInnen nicht an einem Ende der K&uuml;rzungspolitik interessiert. Diese Strategie ist gescheitert.&rdquo;<br>\n&ldquo;Die Rechten haben, das zeigt sich seit dem Brexit, jene R&uuml;cksichtslosigkeit, jene Bereitschaft zu Br&uuml;chen, zu Regelverletzungen und zur Macht, die der Linken nicht nur in Griechenland gefehlt hat. Ein kurzer Blick auf den Umbau des &ouml;sterreichischen Staates durch Schwarz-Blau, die erpresserischen Taktiken von Salvini und Seehofer reichen, um das zu best&auml;tigen. Die Rechte ist bereit, f&uuml;r ihre politischen Ziele die Stabilit&auml;t des Status Quo aufs Spiel zu setzen. Die Linke versucht hingegen &bdquo;verantwortungsvoll&ldquo; zu sein &ndash; und stabilisiert damit ein politisches und &ouml;konomisches System, das als einzige scheinbare Opposition schlie&szlig;lich die Salvinis und Kurz hervorbringt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/mosaik-blog.at\/drei-jahre-oxi-griechenland-hoffnung-europa-scheitern-bilanz\/%20\">Mosaik Blog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers V.S.:<\/strong> Aus heutiger Sicht ist f&uuml;r mich klar, dass das Oxi-Referendum und die folgende Kapitulation ein Wendepunkt f&uuml;r Europa war. Seither werden die linken Vorschl&auml;ge zur &Uuml;berwindung des Neoliberalismus und seiner Krise nicht mehr ernst genommen. Die Rechte ist auf dem Vormarsch und kann die wachsende Unzufriedenheit in Europa in fast jedem Land f&uuml;r sich n&uuml;tzen. Leider ist eine gr&uuml;ndliche Diskussion &uuml;ber das Scheitern vor drei Jahren bisher ausgeblieben, weshalb wir auch keine Lehren daraus ziehen k&ouml;nnen. Der Beitrag von Martin Konecny, mit dem ich damals gemeinsam in der Solidarit&auml;tsinitiative &ldquo;Griechenland entscheidet&rdquo; aktiv war, ist meiner Meinung nach geeignet, eine solche Diskussion anzusto&szlig;en.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Rheinmetall bahnt Gesch&auml;fte mit Aserbaidschan an<\/strong><br>\nRheinmetall schloss eine Absichtserkl&auml;rung &uuml;ber eine Kooperation mit der Kaukasusrepublik Aserbaidschan. F&uuml;r das Land gilt ein Waffenembargo der OSZE.  Auch Ex-Minister Niebel traf den aserbaidschanischen Botschafter.<br>\nDer R&uuml;stungskonzern Rheinmetall versucht Gesch&auml;fte mit der Kaukasusrepublik Aserbaidschan anzubahnen. Nach Informationen des stern unterzeichnete der Rheinmetall-Manager John Taylor Mitte Juni gemeinsam mit dem aserbaidschanischen Minister f&uuml;r R&uuml;stungswirtschaft eine Absichtserkl&auml;rung &uuml;ber eine k&uuml;nftige &ldquo;bilaterale Kooperation&rdquo;. Die Unterzeichnung fand auf der R&uuml;stungsmesse Eurosatory bei Paris statt. Bereits Anfang April hatte der fr&uuml;here Bundesminister und heutige Rheinmetall-Cheflobbyist Dirk Niebel offenbar den aserbaidschanischen Botschafter in Berlin getroffen. Die Botschaft des Landes hatte das per Twitter verbreitet, die Nachricht dann aber rasch wieder gel&ouml;scht.<br>\nF&uuml;r Aserbaidschan wie auch f&uuml;r das Nachbarland Armenien gilt ein Waffenembargo der Organisation f&uuml;r Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Es wurde im Jahr 1992 verh&auml;ngt, als zwischen Aserbaidschan und Armenien blutige K&auml;mpfe um die Region Berg Karabach ausbrachen. Der Kriegszustand wurde nie offiziell beendet, immer wieder flackern K&auml;mpfe auf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/rheinmetall-bahnt-geschaefte-mit-aserbaidschan-an-8142486.html\">Stern Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Schlacht um Al Hudaydah (II)<\/strong><br>\nDie Vereinigten Arabischen Emirate, Aggressor im Jemen-Krieg und in der aktuellen Schlacht um Al Hudaydah, werden beim Aufbau ihrer R&uuml;stungsindustrie von deutschen Waffenschmieden unterst&uuml;tzt. So hat der D&uuml;sseldorfer Rheinmetall-Konzern den Emiraten bei der Gr&uuml;ndung einer Munitionsfabrik geholfen; die Streitkr&auml;fte des Landes, die in einem Gefechts&uuml;bungszentrum von Rheinmetall trainieren, nutzen Milit&auml;rfahrzeuge, die eine emiratische R&uuml;stungsfirma in Kooperation mit dem D&uuml;sseldorfer Waffenproduzenten hergestellt hat. Umgekehrt hat ein emiratisch-libanesisches Unternehmen die Werft German Naval Yards Kiel &uuml;bernommen, baut Korvetten f&uuml;r Israel und bewirbt sich um den Bau des deutschen Mehrzweckkampfschiffs MKS 180. Beobachter urteilen, die Emirate nutzten den Krieg im Jemen, um die Kontrolle &uuml;ber die H&auml;fen des Landes zu erlangen und sich so eine geostrategisch bedeutende Stellung am Roten Meer zu sichern. Gegen die von emiratischen Truppen angef&uuml;hrte Schlacht um Al Hudaydah laufen Menschenrechts- und Hilfsorganisationen Sturm.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7663\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Katastrophale Zust&auml;nde: Was in deutschen Kinderheimen falsch l&auml;uft<\/strong><br>\nHeimerziehung ist nach wie vor ein lukratives Gesch&auml;ft. (&hellip;)<br>\nMeine Mutter war in den 1950er Jahren in eine Obdachlosensiedlung gezogen, lernte nach ihrer Scheidung einen neuen Mann kennen, der ihr offensichtlich n&auml;herstand als ich. Einen Mann, &uuml;ber den man offenbar ein Kind vergessen konnte.<br>\nZwar bekam ich im Heim etwas zu essen &ndash; doch alles andere trug weniger zu meiner Gesundheit bei: Keine Zuwendung, wenig Anregung, steriles Umfeld. (&hellip;)<br>\nWarum ich das schreibe? Weil sich, seit ich als Kind in einem Heim war, wenig an den Zust&auml;nden ge&auml;ndert hat und jeder wissen sollte wie es dort zu geht. (&hellip;)<br>\nEs gibt einen sehr plausiblen Grund f&uuml;r den &uuml;berproportionalen Anstieg trotz ambulanter Familienhilfe. Heimkinder sind eine sichere Einkommensquelle. Die Kosten f&uuml;r den Staat liegen im Monat bei 3000 bis 6000 Euro pro Kind und in Einzelf&auml;llen sogar h&ouml;her. Das Geld geht komplett an das Kinderheim.<br>\nWenn das Jugendamt eine Heimeinweisung anordnet, dann muss der Staat diesen Betrag f&uuml;r das Kind an das jeweilige Heim zahlen.<br>\n8,71 Milliarden Euro hat Deutschland im Jahr 2013 laut statistischem Bundesamt f&uuml;r die Fremderziehung von Kindern und Jugendlichen au&szlig;erhalb der Familie ausgegeben. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r den Bereich Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und f&uuml;r den erzieherischen Kinder- und Jugendschutz waren es lediglich 3,81 Milliarden Euro im gleichen Jahr.<br>\nS&auml;mtliche K&auml;mmerer in allen Kommunen beklagen sich inzwischen dar&uuml;ber. (&hellip;)<br>\nHeimerziehung ist immer Fremderziehung. Die Kinder und Jugendlichen leben in einer Anstalt, in der sie weder Eigentum noch entsprechende Verf&uuml;gungsgewalt &uuml;ber ihre Umwelt besitzen.<br>\nF&uuml;r die P&auml;dagogen, die sie betreuen, ist das Heim lediglich der Arbeitsplatz.<br>\nIm Wissen um den Unsinn von Heimerziehung stellt sich die Frage: K&ouml;nnte man den Familien f&uuml;r die bis zu 6000 Euro, die der Staat pro Kind und Monat an das Heim zahlt, nicht auch den Familien direkt helfen? So, dass das Kind gar nicht erst ins Heim muss?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.huffingtonpost.de\/entry\/kinderheim-zustaende-deutschland_de_5b3cb46ee4b09e4a8b290478\">Huffpost<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bischofferode &ndash; Das Treuhand-Trauma<\/strong><br>\nAm 1. Juli 1993 begannen zw&ouml;lf Kumpel vom Kalibergwerk &ldquo;Thomas M&uuml;ntzer&rdquo; einen Hungerstreik f&uuml;r den Erhalt ihres Werkes in Bischofferode.<br>\nBis heute ein Symbol f&uuml;r den Kampf gegen die Privatisierungspolitik der Treuhand.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/mediathek\/video-210646_zc-89922dc9_zs-df360c07.html\">mdr<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Wichtiges Thema.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Mount Everest, ein lebensgef&auml;hrliches Disneyland?<\/strong><br>\n&ldquo;Der Expeditionstourismus hat eine Form angenommen, die nicht mehr sozial vertr&auml;glich ist&rdquo;, sagt Katharina Conradin, Pr&auml;sidentin der Internationalen Alpenschutzkommission CIPRA. Zuvor war sie Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin von Mountain Wilderness Schweiz, die Organisation setzt sich f&uuml;r umweltvertr&auml;glichen Bergsport ein. Die Expeditionen seien wie eine Invasion, die oft wenig mit der lokalen Kultur zu tun haben will, sagt die Schweizerin. Die Hierarchie sei klar: zahlende Kunden auf der einen Seite und auf der anderen Sherpas als Tr&auml;ger, die quasi alles leisten m&uuml;ssen. Au&szlig;erdem blieben ein Gro&szlig;teil der Einnahmen nicht im Land, sondern fl&ouml;ssen in die Heimatl&auml;nder der Anbieter ab. Hinzu komme die &ouml;kologische Dimension, die sich aber nicht nur auf die Abfallproblematik beschr&auml;nkt, sagt Conradin. &ldquo;Der Bergtourist ist eigentlich sehr naturinteressiert, verursacht aber gleichzeitig durch die weite Anreise Emissionen.&rdquo;<br>\nUnd am Ziel wird es nicht besser: H&ouml;chste M&uuml;llhalde der Welt wurde der Mount Everest schon genannt. Seit dem verheerenden Erdbeben in Nepal 2015 hat sich die Situation am Berg wieder verschlechtert, vor allem ab Camp zwei auf der S&uuml;dseite berichten viele von unhaltbaren Zust&auml;nden. Dort stapelten sich kaputte Zelte, leere Sauerstoffflaschen, zur&uuml;ckgelassene Ausr&uuml;stung und Verpackungen &ndash; manches davon liegt schon lange dort. Das mildere Klima in der diesj&auml;hrigen Saison hat &Uuml;berreste vergangener Jahrzehnte freigeschmolzen. Das gr&ouml;&szlig;te Problem sei aber aktuell nicht der M&uuml;ll, der nach und nach vom Berg entfernt werde, sondern die menschlichen Exkremente, sagt Peter Hillary: &ldquo;Es ist eine Schande.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/reise\/nach-der-rekordsaison-mount-everest-ein-lebensgefaehrliches-disneyland-1.4039908\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Im globalisierten Kapitalismus bleibt kein Flecken Erde verschont. Wo sich Profit generieren l&auml;sst wird dies auch realisiert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>WM 2018 und Adidas &ndash; Der Lohn reicht kaum zum &Uuml;berleben<\/strong><br>\n22 Teams stattet Adidas bei der Fu&szlig;ball-WM in Russland aus &ndash; auch die Nationalelf. Die Arbeitsbedingungen f&uuml;r die N&auml;herinnen verbessern sich zwar, aber nur langsam und auf Druck von au&szlig;en. Zu Besuch in einer Textilfabrik in Honduras<br>\nIn einer gr&uuml;n-wei&szlig; get&uuml;nchten Holzh&uuml;tte im Norden von Honduras zieren bunte Papierblumen und Schmetterlinge die W&auml;nde. Dazwischen h&auml;ngen Fotos und Malereien von Frauen bei der Arbeit: auf dem Feld, in der Produktion, an der N&auml;hmaschine. Die Hilfsorganisation &bdquo;Unabh&auml;ngiges Beobachterteam von Honduras&ldquo; (EMIH) hat hier ihren Hauptsitz &ndash; in der Stadt mit der h&ouml;chsten Kriminalit&auml;tsrate im ganzen Land. Sie &uuml;berwachen die Arbeitsstandards in den Kleiderfabriken.<br>\nAn einem Montag im Mai laden sie ein zu einer Gespr&auml;chsrunde &uuml;ber einen Giganten der Industrie, der in San Pedro Sula T-Shirts n&auml;hen l&auml;sst &ndash;  Adidas. Adidas hat die Nationalelf sowie 21 weitere Teams, die bei der WM in Russland an den Start gingen, ausgestattet. Das Herzogenauracher Unternehmen ist auch gr&ouml;&szlig;ter Sponsor des DFB: 65 Millionen Euro flie&szlig;en j&auml;hrlich. 2016 lag der Konzerngewinn bei einer Milliarde. M&ouml;glich war das durch die umfassende Auslagerung.  Weltweit hat der Konzern etwa 800 Lieferanten in mehr als 55 L&auml;ndern. Aber was hei&szlig;t das vor Ort, zum Beispiel in der Zulieferfabrik Pinehurst Manufacturing in San Pedro Sula mit mehr als 1800 Angestellten?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/wirtschaft\/WM_2018-Adidas-Nationalelf-San_Pedro_Sula-Bay_Island-Outsourcing\">Cicero<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kritik an &Ouml;zil nach dem WM-Aus: Oliver Bierhoff verh&auml;lt sich unanst&auml;ndig<\/strong><br>\nOliver Bierhoff k&auml;mpft um seinen Posten. R&uuml;cksichtslos, mit allen Mitteln und auf Kosten von Mesut &Ouml;zil. Ein Kommentar vom Chefredakteur der &ldquo;11 Freunde&rdquo;.<br>\nDie Hoffnung, der DFB und die Verantwortlichen der Nationalelf w&uuml;rden das desastr&ouml;se sportliche Abschneiden bei der WM in Russland nutzen, um die eigene Arbeit, die Fehler und Vers&auml;umnisse grundlegend zu analysieren und neue Strukturen zu schaffen, die die deutsche Elf zur EM 2020 wieder wettbewerbsf&auml;hig machen.<br>\nDiese Hoffnung hatte sich eigentlich schon am letzten Wochenende verfl&uuml;chtigt. Denn anstatt gemeinsam und ehrlich die Prozesse und Entscheidungen der letzten Jahre zu beleuchten und dann dar&uuml;ber zu entscheiden, in welcher personellen Konstellation die Nationalelf weiterarbeiten soll, funkte sich das DFB-Pr&auml;sidium eilends am Wochenende in einer Telefonkonferenz zusammen, sprach dem Bundestrainer Joachim L&ouml;w sein Vertrauen aus und bekniete L&ouml;w geradezu, doch bittebitte weiter Bundestrainer zu bleiben. Und als L&ouml;w dann am letzten Dienstag in der DFB-Zentrale vorstellig wurde, gab es auch keinerlei kritische Nachfragen, stattdessen verlautete es aus den Gremien, eine &ldquo;&uuml;berst&uuml;rzte und oberfl&auml;chliche Bewertung&rdquo; des Russland-Desasters ergebe keinen Sinn. &Uuml;berst&uuml;rzt und oberfl&auml;chlich L&ouml;w das Vertrauen auszusprechen, ergab offenbar sehr wohl Sinn.<br>\nAngesichts des offenbar grenzenlosen Zutrauens der DFB-Spitze in Joachim L&ouml;w muss Oliver Bierhoff klar geworden sein, dass nun er statt des Bundestrainer in den Fokus der Kritik geraten w&uuml;rde. Der Manager ist Machtmensch genug, um zu wissen, dass solche epochale sportliche Niederschl&auml;ge selten ohne personelle Ver&auml;nderungen einhergehen, und sei es nur, um der &Ouml;ffentlichkeit den eigenen Reformwillen zu demonstrieren. Und Bierhoff war bereits zuvor scharf angegangen worden, f&uuml;r das deprimierende WM-Quartier in Watutinki, diversen Marketing-Quatsch und &uuml;berhaupt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/sport\/kritik-an-oezil-nach-dem-wm-aus-oliver-bierhoff-verhaelt-sich-unanstaendig\/22775440.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Klopp Talk: &ldquo;I Will Never Vote for the Right&rdquo;<\/strong><br>\nJ&uuml;rgen Klopp has always seemed a good fit for Liverpool. Politics might have something to do with that. [&hellip;]<br>\n&ldquo;I&rsquo;m on the left, of course,&rdquo; J&uuml;rgen Klopp notes, as relayed by journalist Raphael Honigstein in his new book about the Liverpool manager. &ldquo;More left than middle. I believe in the welfare state. I&rsquo;m not privately insured. I would never vote for a party because they promised to lower the top tax rate.&rdquo; [&hellip;]<br>\n&ldquo;My political understanding is this,&rdquo; he added. &ldquo;If I am doing well, I want others to do well, too. If there&rsquo;s something I will never do in my life it is vote for the right.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/liverpooloffside.sbnation.com\/liverpool-fc-news-coverage\/2017\/11\/23\/16694130\/jurgen-klopp-politics-left-wing-shankly-socialism-never-vote-for-right%20\">SBNation<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Erfreuliche Aussagen einer Trainer-Ikone, die sich &ndash; anders als beispielsweise Jogi L&ouml;w &ndash; nicht vor den Karren der Kanzlerin spannen l&auml;sst.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Aufzeichner des Unsagbaren &ndash; Nachruf auf Claude Lanzmann<\/strong><br>\nDen Schrecknissen des 20. Jahrhunderts noch Lebenskraft abzutrotzen und ihnen dennoch nie entkommen zu k&ouml;nnen, war ein, wenn nicht das zentrale Motiv in Lanzmanns Arbeit. An seinem filmischen Hauptwerk Shoah arbeitete er mehr als ein Jahrzehnt, die H&auml;lfte der Zeit im Schneideraum. Es wurde ein Monolith der Filmgeschichte, ist die noch immer eindringlichste Aufarbeitung der industriellen Vernichtung der Juden. Er gab dem, was man zuvor mit &ldquo;Auschwitz&rdquo; und &ldquo;Holocaust&rdquo; umschrieb, einen Namen aus der Sprache der Opfer: &ldquo;Shoah&rdquo; hei&szlig;t auf Hebr&auml;isch gro&szlig;es Unheil, Katastrophe. Der mehr als neunst&uuml;ndige Film ist eine Wette gegen die eigene Unm&ouml;glichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/film\/2018-07\/claude-lanzmann-filmemacher-tot\">Die Zeit<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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