{"id":44876,"date":"2018-07-11T08:14:50","date_gmt":"2018-07-11T06:14:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44876"},"modified":"2018-07-11T08:14:50","modified_gmt":"2018-07-11T06:14:50","slug":"hinweise-des-tages-3158","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44876","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44876#h01\">Masterplan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44876#h02\">Giftgas in Duma: OPCW widerspricht westlichen Regierungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44876#h03\">V&ouml;lkerrecht und Syrien-Krieg: Anti-IS-Koalition auf &ldquo;d&uuml;nnem Eis&rdquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44876#h04\">Steuerparadies mit Segen der EU-Kommission<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44876#h05\">Rechnungen von Sozial&auml;mtern und Jobcentern &ndash; Fl&uuml;chtlingsb&uuml;rgen sollen zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44876#h06\">Arbeitsamt statt Strand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44876#h07\">Fr&uuml;he Eingliederungsvereinbarungen und zus&auml;tzliche Aktionspl&auml;ne verhelfen den meisten Arbeitsuchenden nicht schneller zu einem Job<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44876#h08\">Private Rentenversicherung &ndash; ein Auslaufmodell<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44876#h09\">Zum Ende des NSU-Prozesses Nichts ist in Ordnung!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44876#h10\">Aktenstau in K&ouml;lner Beh&ouml;rde wird zum Risiko bei der Terrorbek&auml;mpfung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44876#h11\">Eine Nowitschok-Tote &ndash; und keine EU-Reaktion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44876#h12\">Sonnenk&ouml;nig Erdogan kr&ouml;nt sich selbst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44876#h13\">Erh&auml;rteter Verdacht auf Insiderhandel vor 9\/11<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44876#h14\">Einziges Ergebnis: Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44876#h15\">Hochschulen und die Bundeswehr: Millionen f&uuml;r die Milit&auml;rforschung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44876#h16\">Schock-Umfrage nach Asyl-Zoff: CSU st&uuml;rzt auf 38 Prozent ab<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Masterplan<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Parit&auml;tischer &uuml;bt scharfe Kritik am &ldquo;Masterplan Migration&rdquo;<\/strong><br>\nDer Parit&auml;tische kritisiert den von Bundesinnenminister Seehofer vorgestellten &bdquo;Masterplan Migration&ldquo; aufs Sch&auml;rfste. So werde ausschlie&szlig;lich von &bdquo;Migration&ldquo; und &bdquo;Migranten&ldquo; gesprochen, die in der Asylgesetzgebung verbrieften Rechte von Schutzsuchenden hingegen v&ouml;llig au&szlig;er Acht gelassen. Dar&uuml;ber hinaus kritisiert der Verband, dass unter den zentralen Begriffen der &bdquo;Steuerung&ldquo; und &bdquo;Ordnung&ldquo; de facto zahlreiche neue, restriktive Regelungen eingef&uuml;hrt w&uuml;rden, die teilweise sogar &uuml;ber die im Koalitionsvertrag vereinbarten Absichten hinausgingen, so zum Beispiel die l&auml;ngere Bezugszeit von abgesenkten Leistungen nach dem AsylbLG und dem Vorrang der Sachleistungsgew&auml;hrung. Gleichzeitig fehle die ebenfalls im Koalitionsvertrag vereinbarte Einrichtung einer unabh&auml;ngigen, also nichtstaatlichen Asylverfahrensberatung ganz.<br>\nAuch die Einrichtung von sogenannten ANKerzentren, lehnt der Parit&auml;tische klar ab.<br>\nUlrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbands: &ldquo;Begriffe wie &sbquo;ANKerzentren&lsquo; sollen uns in die Irre f&uuml;hren. Es handelt sich um nichts anderes als Lager.&rdquo; Gro&szlig;einrichtungen zur Unterbringung von Gefl&uuml;chteten m&uuml;ssten, laut dem Parit&auml;tischen, dringend vermieden und die Verteilung aus den Erstaufnahmeeinrichtungen in dezentrale Unterk&uuml;nfte so fr&uuml;h wie m&ouml;glich, sp&auml;testens nach drei Monaten erfolgen. Nur damit seien die Gew&auml;hrleistung von Integrations- und Teilhabem&ouml;glichkeiten, unabh&auml;ngig von der Bleibeperspektive, sichergestellt. Zudem kritisiert der Parit&auml;tische die Unterbringung von Schutzsuchenden in geschlossenen Lagern, weil damit die Anerkennung und Durchsetzung spezieller Unterbringungs-, Versorgungs- und Schutzbedarfe f&uuml;r besonders gef&auml;hrdete und schutzbed&uuml;rftige Fl&uuml;chtlinge verunm&ouml;glicht sei.<br>\nV&ouml;llig fehle dem Parit&auml;tischen im &bdquo;Masterplan Migration&ldquo;, die f&uuml;r das Gelingen einer &bdquo;Steuerung&ldquo; und &bdquo;Ordnung&ldquo; notwendige Bereitschaft, Schutzbed&uuml;rftige im Rahmen von humanit&auml;ren Aufnahme- oder Resettlementprogrammen im notwendigen Ma&szlig;e aufzunehmen und weitere legale Wege der Zuwanderung zu schaffen.<br>\nF&uuml;r den Parit&auml;tischen ist &uuml;berdies eine nationale oder europ&auml;ische Fl&uuml;chtlingspolitik, die im Kern vorrangig auf die Auslagerung des Fl&uuml;chtlingsschutzes abzielt und sogar in Kauf nimmt, dass notwendige Seenotrettung unterbleibt, v&ouml;llig inakzeptabel. &bdquo;Wir erleben gerade, wie hier bei uns in Deutschland und Europa Menschenrechte mit F&uuml;&szlig;en getreten und ihre Universalit&auml;t in Frage gestellt wird.&ldquo;, f&uuml;gt Schneider hinzu. &bdquo;Dies wird besonders deutlich im Umgang mit der zivilen Seenotrettung. Die Verrohung nimmt zu.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/presse\/paritaetischer-uebt-scharfe-kritik-am-masterplan-migration\/\">Der Parit&auml;tische Gesamtverband<\/a><\/li>\n<li><strong>A bis Z des Seehofer-Papiers<\/strong><br>\nDas steht im Masterplan Migration:<br>\nDieses Dokument hat die Regierung einer Zerrei&szlig;probe unterworfen. Doch was steht eigentlich drin im &ldquo;Masterplan Migration&rdquo; von Bundesinnenminister Horst Seehofer? Wir haben die wichtigsten Punkte aufgelistet&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Das-steht-im-Masterplan-Migration-article20523032.html\">ntv<\/a>\n<p><em>Der Masterplan Migration des BMI <a href=\"https:\/\/www.bmi.bund.de\/SharedDocs\/downloads\/DE\/veroeffentlichungen\/themen\/migration\/masterplan-migration.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=5\">hier im Original<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>SPD emp&ouml;rt &uuml;ber Seehofers Masterplan zur Migration<\/strong><br>\nH&auml;rtere Auflagen f&uuml;r Asylwerber und doch wieder &ldquo;Transitzentren&rdquo; &ndash; der deutsche Innenminister stellt endlich seinen Masterplan vor und ver&auml;rgert die SPD<br>\nDer Masterplan des deutschen Innenministers Horst Seehofer (CSU) hatte zuletzt durchaus Parallelen zum Monster von Loch Ness gehabt: Es gab viele Ger&uuml;chte um seine Existenz &ndash; aber wirklich gesehen hatte den Plan kaum jemand. Vom &ldquo;Desasterplan&rdquo; war in Berlin bereits die Rede. Doch am Dienstag war es so weit: Seehofer stellte sein Opus mit vierw&ouml;chiger Versp&auml;tung vor. Eine erste Pr&auml;sentation hatte er ja kurzfristig absagen m&uuml;ssen, weil er sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht &uuml;ber die Zur&uuml;ckweisung von Fl&uuml;chtlingen an der Grenze einig war. Es folgte ein tagelanges Gezerre, Seehofer drohte mit einem nationalen Alleingang.<br>\nDoch davon wollte er am Dienstag nichts mehr wissen, sondern lieber in die Zukunft blicken: &ldquo;Es ist wichtig, dass wir die Migrationspolitik auf saubere Grund lagen stellen.&rdquo; Au&szlig;erdem sprach er von einer &ldquo;Asylwende&rdquo;, die er einleiten wolle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/derstandard.at\/2000083218457\/SPD-empoert-ueber-Seehofers-Masterplan\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Giftgas in Duma: OPCW widerspricht westlichen Regierungen<\/strong><br>\nDer am Wochenende ver&ouml;ffentlichte OPCW-Bericht zum mutma&szlig;lichen Giftgaseinsatz im syrischen Duma straft Washington und seine Verb&uuml;ndeten L&uuml;gen. Viele Mainstreammedien griffen den Bericht auf und machten daraus die Fake News, die OPCW habe Chlorgas nachgewiesen.<br>\n(&hellip;) Doch die auf Dr&auml;ngen der syrischen und russischen Regierung mit der Untersuchung der Ereignisse beauftragte OPCW kam zu einer ganz anderen Schlussfolgerung:<br>\nWeder in den Umwelt- noch in den Blutplasmaproben mutma&szlig;licher Opfer wurden phosphororganische Nervengifte oder deren Abbauprodukte nachgewiesen.<br>\nMit anderen Worten: Paris und Washington hatten die &Ouml;ffentlichkeit zur Rechtfertigung ihrer Milit&auml;rschl&auml;ge belogen als sie davon sprachen, in Duma sei ein Nervengift wie etwa Sarin zum Einsatz gekommen.<br>\nFake News: Mainstreammedien geben OPCW-Aussagen falsch wieder<br>\nAllerdings steht weiterhin der Vorwurf im Raum, dass die syrische Armee Chlorgas eingesetzt habe. Glaubt man den Schlagzeilen vergangener Tage, dann hat die OPCW tats&auml;chlich &ldquo;Chlorgasspuren in Duma&rdquo; nachgewiesen<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180711-hdt-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\n&Auml;hnlich lauteten die Schlagzeilen in der englischsprachigen Presse. Doch wie schon im Fall des OPCW-Berichts zur Skripal-Aff&auml;re handelt es sich auch bei diesen Schlagzeilen um Fake News. W&auml;hrend diese Falschmeldung im deutschsprachigen Raum auf eine Meldung der Deutschen Presse-Agentur vom Freitagabend zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist (&ldquo;OPCW findet Spuren von Chlorgas im syrischen Duma&rdquo;), war es die Nachrichtenagentur Reuters, die die englischsprachigen Medien mit dieser Falschmeldung versorgte. Wie das Blog Moon of Alabama aufzeigt, hat Reuters die Meldung im Nachhinein stillschweigend korrigiert &ndash; als diese Fake News schon l&auml;ngst im Umlauf war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/der-nahe-osten\/72699-giftgas-in-duma-opcw-widerspricht-westen\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Tobias Riegel:<\/strong> Ausf&uuml;hrliche Darstellung des Komplexes um das syrische Duma und die Instrumentalisierung des j&uuml;ngsten OPCW-Berichts. Werden wir angesichts dieses Falles Zeugen einer m&ouml;glichen Fabrizierung eines Kriegsgrundes und einer mutma&szlig;lichen Medien-Manipulation erster G&uuml;te?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: OPCW-Bericht best&auml;tigt Zweifel an Giftgasangriff in Ostghouta<\/strong><br>\nAm vergangenen Freitag ver&ouml;ffentlichte die Organisation f&uuml;r das Verbot der Chemischen Waffen (OPCW) das lange erwartete Gutachten seiner Faktenfinder-Mission (FFM) zum Vorwurf eines Giftgasangriffs im syrischen Douma\/Ost-Ghouta, der viele Fragen aufwarf, darunter die, ob es den Angriff &uuml;berhaupt gegeben hat oder ob er inszeniert war, wie es die syrische und die russische Regierung vermuteten.<br>\n(&hellip;)<br>\n&bdquo;Spezielle vom OPCW ausgewiesene Labore f&uuml;hrten Analysen mit priorisierten Proben durch. Die Ergebnisse zeigen, dass sich keine phosphororganischen Nervengifte oder deren Zerfallsprodukte in den Proben fanden, die der Umgebung entnommen wurden, oder aus den Plasma-Proben (w&ouml;rtliche &Uuml;bersetzung von &ldquo;plasma samples&rdquo;, Anm. d. A.) der angeblichen Opfern stammen. Zusammen mit R&uuml;ckst&auml;nden von Sprengstoffen wurden verschiedene gechlorte organische Verbindungen (im Original &ldquo;various chlorinated organic chemicals&rdquo;, Anm. d.A.) in Proben von zwei Orten gefunden, wof&uuml;r eine vollst&auml;ndige Kontrollkette vorliegt. Die Arbeit des Teams, die Bedeutung dieser Ergebnisse zu ermitteln, wird fortgesetzt. (OPCW)<br>\nAn letzterem, dass irgendwie doch eine Chlorverbindung gefunden wurde, h&auml;ngten sich nun die &Uuml;berschriften derjenigen Medien auf, die aus ihrer Gegnerschaft zur syrischen Regierung kein Hehl machen und deren Berichterstattung politischen Kampagnen sehr nahekommen: &ldquo;Ermittler finden Spuren von Chlorgas&rdquo; (Bild), &rdquo; OPCW weist Spuren von Chlorgas in Duma nach&rdquo; (Spiegel) oder Chlorgas-Spuren in Duma.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/OPCW-Bericht-bestaetigt-Zweifel-an-Giftgasangriff-in-Ostghouta-4106221.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>V&ouml;lkerrecht und Syrien-Krieg: Anti-IS-Koalition auf &ldquo;d&uuml;nnem Eis&rdquo;?<\/strong><br>\nDer wissenschaftliche Dienst des Bundestages hat die milit&auml;rische Pr&auml;senz der USA und Russlands in Syrien untersucht. Das Gutachten &uuml;bt Kritik am US-Einsatz &ndash; und das betrifft auch die Bundeswehr.<br>\n(&hellip;) Doch auf welcher v&ouml;lkerrechtlichen Basis sind all&lsquo; diese Akteure in Syrien? Am Beispiel unter anderem der USA und Russlands hat der wissenschaftliche Dienst des Bundestages diese Frage in einer Expertise f&uuml;r den Abgeordneten Alexander Neu von der Linkspartei untersucht. Das Ergebnis, das dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt, offenbart ein Dilemma.<br>\nIntervention auf Einladung<br>\nSo kommen die Juristen etwa zu dem Ergebnis, dass &ldquo;die russische Pr&auml;senz in Syrien in der V&ouml;lkerrechtswissenschaft als zul&auml;ssig erachtet&rdquo; werde. Denn, so die rechtliche Argumentation, die russischen Milit&auml;raktionen st&uuml;tzen sich auf die &ldquo;ausdr&uuml;ckliche Genehmigung der syrischen Regierung&rdquo;. Es handele sich daher um eine Intervention auf Einladung.<br>\nDiese Einsch&auml;tzung f&auml;llt indes kein Urteil &uuml;ber die Legitimit&auml;t des Handelns von Assad selbst&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/syrien-voelkerrecht-103.html\">Tagesschau<\/a> sowie <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/anti-is-koalition-bewegt-sich-voelkerrechtlich-auf-extrem-duennem-eis\/\">Die Linke<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44856#h04\">British Air Force Lost Special Forces Plane on Covert Syria Mission<\/a> mit einer Anmerkung von Jens Berger, der die Absurdit&auml;t der westlichen Milit&auml;rpr&auml;sens in Syrien auf den Punkt gebracht hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Steuerparadies mit Segen der EU-Kommission<\/strong><br>\nSeit 30 Jahren genehmigt die EU-Kommission extrem niedrige Steuers&auml;tze auf Madeira. Das Ziel: die Wirtschaft ankurbeln. Tats&auml;chlich profitieren internationale Gro&szlig;konzerne und Superreiche. Arbeitspl&auml;tze entstehen kaum. Und anderen L&auml;ndern entgehen Steuereinnahmen in Milliardenh&ouml;he.<br>\nDie Steuervorteile der Freihandelszone Madeira haben schon tausende Unternehmen angelockt. &Uuml;ber viele Jahre zahlten Firmen &uuml;berhaupt keine Steuern, seit 2013 liegt der Steuersatz einheitlich bei 5 Prozent. Die Niedrigsteuerpolitik soll Wachstum und Arbeitspl&auml;tze nach Madeira bringen.<br>\nArbeitspl&auml;tze? Zweifelhaft!<br>\nDoch der Plan von Portugals Regierung und der EU-Kommission geht nach BR-Recherchen nicht auf. Trotzdem erteilt Br&uuml;ssel der Freihandelszone Madeira immer wieder die Genehmigung. BR Data und BR Recherche haben das Unternehmensregister von Madeira elektronisch durchsuchbar gemacht und systematisch ausgewertet. So kommt ans Licht, wer wirklich vom System Madeira profitiert.<br>\nGro&szlig;konzerne, Superreiche, Kleptokraten<br>\nGro&szlig;konzerne hatten oder haben hier Tochterfirmen. Der US-&Ouml;lkonzern Chevron taucht in den Dokumenten auf und der italienische Konkurrent eni zum Beispiel oder der Getr&auml;nkeproduzent Pepsi sowie der russische Aluminiumgigant Rusal. Der Firmensitz ist bei allen derselbe: ein Gesch&auml;ftsgeb&auml;ude an der Hafenpromenade in Funchal.  Hier waren in den vergangenen Jahren &uuml;ber tausend Firmen gemeldet. &Uuml;ber diese Adresse verbuchten sie Milliardenums&auml;tze, zahlten aber keine oder kaum Steuern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/madeira-steuerparadies-steueroase-eu-kommission-100.html\">BR 24<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Rechnungen von Sozial&auml;mtern und Jobcentern &ndash; Fl&uuml;chtlingsb&uuml;rgen sollen zahlen<\/strong><br>\nPersonen, die f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge geb&uuml;rgt haben, erleben teilweise eine b&ouml;se &Uuml;berraschung: Sozial&auml;mter und Jobcenter wollen r&uuml;ckwirkend die Lebenshaltungskosten von Fl&uuml;chtlingen erstattet bekommen. In Bonn haben sich Betroffene zusammengeschlossen &ndash; es geht offenbar um Forderungen von bis zu 100.000 Euro.<br>\n&hellip;die Menschen, die heute gekommen sind, haben einst, vor allem in Jahren 2014, 2015 geb&uuml;rgt. F&uuml;r die Einreise von Fl&uuml;chtlingen nach Deutschland. Fast alle hier haben offizielle Schreiben vom Amt dabei, sei es vom Jobcenter oder anderen Einrichtungen. Denn: Diese fordern nun Geld zur&uuml;ck. Wie von der etwa Mitte 40-j&auml;hrigen Frau, die ihren Namen nicht im Radio h&ouml;ren will. Auch sie hat f&uuml;r sieben Personen geb&uuml;rgt, Familie, Eltern, Geschwister. Und ging &ndash; wie alle hier im Raum &ndash; davon aus, dass diese B&uuml;rgschaft mit der &Auml;nderung des Fl&uuml;chtlingsstatus erlischt:<br>\n&ldquo;Und dann kam die &Uuml;berraschung: Ich habe jetzt vor ein paar Monaten die erste Rechnung in H&ouml;he von 32.000 Euro ungef&auml;hr bekommen. Nur f&uuml;r eine Person.&rdquo;<br>\n(&hellip;)<br>\nEs geht um Menschen, die damals, im Zuge des gro&szlig;en Fl&uuml;chtlingszuzugs von 2015 legal nach Deutschland gekommen sind &ndash; vor allem aus Syrien. Au&szlig;er in Bayern hatte es daf&uuml;r in allen Bundesl&auml;ndern Aufnahmeprogramme gegeben &ndash; und in Bonn kamen laut Stadt so rund 450 Personen an. Damals, berichtet Christoph Nicolai, 70 Jahre alt, pensionierte Pfarrer und Kopf der Fl&uuml;chtlingshilfe Syrien der Bonner Johannes-Kirchengemeinde, war die Stimmungslage eine andere.<br>\nDie Ursache f&uuml;r die nun aufkommende Unsicherheit liegt an einer Gesetzes&auml;nderung aus dem Jahr 2016: Die Gro&szlig;e Koalition versch&auml;rfte damals die Regeln f&uuml;r den Zuzug nach Deutschland: &ldquo;Eine Verpflichtungserkl&auml;rung erlischt nicht durch eine &Auml;nderung des Aufenthaltsstatus&rdquo;, hei&szlig;t es seitdem in Paragrafen 68 des Aufenthaltsgesetzes. Verpflichtungen, die vor dem 6. August 2016 eingegangen wurden, enden nach drei, die anderen nach f&uuml;nf Jahren. Im Januar 2017 wurde dies zudem vom Bundesverwaltungsgericht best&auml;tigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/rechnungen-von-sozialaemtern-und-jobcentern.1769.de.html?dram:article_id=422555\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arbeitsamt statt Strand<\/strong><br>\nTrotz Lehrermangels und Unterrichtsausfalls werden tausende Lehrer zu Beginn der Sommerferien arbeitslos. Gerade junge Lehrer sind davon betroffen. Ein fatales Signal.<br>\nSommerferien. Das ist die Zeit, in der viele in den Urlaub fahren, sich vom Stress und den Strapazen des Jahres erholen. Zumindest f&uuml;r ein paar Wochen mal nicht an Arbeit denken, ans Geld verdienen. F&uuml;r Katarina S.* hingegen ist es die Zeit der Anspannung, der Unsicherheit und der Geldknappheit.<br>\nZum dritten Mal in Folge erlebt die 36-j&auml;hrige Realschullehrerin aus Baden-W&uuml;rttemberg das jetzt schon. Das erste Mal direkt nach dem Referendariat. Da geht es allen so. Am Ende dieser zwei Jahre, nach dem zweiten Staatsexamen, werden alle entlassen und fr&uuml;hestens zum Beginn des folgenden Schuljahres wieder eingestellt. Etwa 5000 bis 6000 Referendare betrifft das in Baden-W&uuml;rttemberg jedes Jahr.<br>\nHartz IV in den Ferien<br>\nKatarina S. hat in dieser Zeit Hartz IV beantragt, weil sie anders nicht &uuml;ber die Runden gekommen w&auml;re. In den letzten beiden Schuljahren hatte sie jeweils nur befristete Vertr&auml;ge, die zum Ende des Schuljahres liefen. Da sie in den letzten Sommerferien noch keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I hatte, hat sie die Zeit mit ihren Ersparnissen &uuml;berbr&uuml;ckt. Dieses Jahr meldet sie sich f&uuml;r die sechs Wochen arbeitslos. &ldquo;Das hei&szlig;t, meine Kollegen k&ouml;nnen Urlaub machen und ich mache Termine auf dem Arbeitsamt&rdquo;, sagt sie im Gespr&auml;ch mit tagesschau.de.<br>\n(&hellip;) Lehrer als Man&ouml;vriermasse<br>\nBesonders &auml;rgerlich ist die Sommerarbeitslosigkeit, wenn Lehrer im folgenden Schuljahr an der gleichen Schule wieder eingesetzt werden. In vielen F&auml;llen d&uuml;rfte das auch vorher schon absehbar sein, meint der Pr&auml;sident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger. &ldquo;F&uuml;r die Schulverwaltungen ist es einfach die bequemere L&ouml;sung, die Leute zu entlassen und dann bei Bedarf neu einzustellen&rdquo;, sagt er zu tagesschau.de. Die Lehrer w&uuml;rden dabei als Man&ouml;vriermasse missbraucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/arbeitslose-lehrer-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Die Nachdenkseiten berichteten auch gestern &uuml;ber das Thema siehe: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44856#h14\">Mit den Ferien kommt die Entlassung<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Fr&uuml;he Eingliederungsvereinbarungen und zus&auml;tzliche Aktionspl&auml;ne verhelfen den meisten Arbeitsuchenden nicht schneller zu einem Job<\/strong><br>\nEingliederungsvereinbarungen dokumentieren die Eigenbem&uuml;hungen von Arbeitsuchenden bei der Jobsuche und die Unterst&uuml;tzungsleistungen durch die Arbeitsvermittlung. Ein Forscherteam des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), der University of Bristol und des Centre de Recherche en Economie et Statistique (CREST) hat untersucht, ob ein m&ouml;glichst fr&uuml;hzeitiger Abschluss der Eingliederungsvereinbarung die Besch&auml;ftigungschancen verbessert. Zugleich wurde mit den so genannten Aktionspl&auml;nen ein weiteres Instrument erprobt, das die Suche nach einer neuen Stelle unterst&uuml;tzen kann.<br>\nDer Abschluss von Eingliederungsvereinbarungen ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben, der Zeitpunkt des Abschlusses wurde aber im Jahr 2015 flexibilisiert. Die in einem Modellversuch in f&uuml;nf Arbeitsagenturen erprobten Aktionspl&auml;ne sind dagegen nicht gesetzlich vorgegeben. Anders als die Eingliederungsvereinbarungen werden die Aktionspl&auml;ne zudem von den Arbeitsuchenden alleine ausgef&uuml;llt. Die Aktionspl&auml;ne sollen den Arbeitsuchenden helfen, sich &uuml;ber die eigenen Ziele, St&auml;rken, m&ouml;gliche H&uuml;rden bei der Stellensuche und denkbare Alternativen Klarheit zu verschaffen.<br>\nBetrachtet man die in der Studie erfassten Arbeitsuchenden insgesamt, haben weder der Aktionsplan noch der Zeitpunkt des Abschlusses der Eingliederungsvereinbarung einen statistisch signifikanten Effekt auf die Arbeitsmarktchancen. Leicht positive Effekte weist die Kombination eines Aktionsplans mit einer fr&uuml;hen Eingliederungsvereinbarung nur bei Personen auf, die in den Vorjahren Arbeitslosengeld II bezogen oder an arbeitsmarktpolitischen Ma&szlig;nahmen teilgenommen haben, also eher zu den Arbeitsuchenden z&auml;hlen, die sich am Arbeitsmarkt nicht so leicht taten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.iab.de\/de\/informationsservice\/presse\/presseinformationen\/kb1718.aspx\">IAB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Studie k&ouml;nnen Sie <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/kurzber\/2018\/kb1718.pdf\">hier nachlesen<\/a>. Bedauerlich ist, dass der Erkenntnisgewinn so lange dauert. &Uuml;brigens: In der Regel werden Eingliederungsvereinbarungen alleine von der vermittelnden Person ausgef&uuml;llt, oder?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Private Rentenversicherung &ndash; ein Auslaufmodell<\/strong><br>\nDie Versicherungsbranche verliert die Lust an der privaten Rentenversicherung. Der Versicherungskonzern Generali verkauft seine Lebensversicherungssparte, weil sie eine zu geringe Rendite abwirft. Das Modell ist gescheitert. Dennoch h&auml;lt die GroKo an deren F&ouml;rderung fest. (&hellip;)<br>\nWenn sich schon die Versicherungswirtschaft aus dem Gesch&auml;ft mit der privaten Rentenversicherung zur&uuml;ckzieht, sollte man eigentlich annehmen, dass sich die Bundesregierung von deren F&ouml;rderung verabschiedet. Die als Kompensation f&uuml;r die K&uuml;rzung der gesetzlichen Rente gedachte Riester-Rente hat ihr Ziel klar verfehlt und sich als Subventionierung der h&ouml;heren Einkommensklassen entpuppt. Dennoch halten die Regierungsparteien an diesem Konzept grunds&auml;tzlich fest. Im Koalitionsvertrag hei&szlig;t es auf Seite 93:<br>\n&bdquo;Wir halten am Drei-S&auml;ulen-Modell fest und wollen in diesem Rahmen die private Altersvorsorge weiterentwickeln und gerechter gestalten. Es ist ein Dialogprozess mit der Versicherungswirtschaft anzusto&szlig;en mit dem Ziel einer z&uuml;gigen Entwicklung eines attraktiven standardisierten Riester-Produkts.&ldquo; (&hellip;)<br>\nIm Prinzip sind alle Varianten der Riester-Rente nichts weiter als Subventionen f&uuml;r die Finanzwirtschaft. Das gilt auch f&uuml;r das von neoklassischen &Ouml;konomen diskutierte Modell eines Staatsfonds. Es handelt sich um untaugliche Versuche, &uuml;ber die grunds&auml;tzliche Schw&auml;che der privaten Rentenversicherung hinwegzut&auml;uschen: die Abh&auml;ngigkeit von den Unw&auml;gbarkeiten des internationalen Finanzmarktes mit seinem irrwitzigen &Uuml;berangebot an anlagesuchendem Geld.<br>\nDie meisten B&uuml;rger sind in der gesetzlichen Sozialversicherung finanziell besser und vor allem sicherer aufgehoben, wie man sogar in der FAZ nachlesen kann. (&hellip;)<br>\nVor diesem Hintergrund ist das Festhalten der Bundesregierung an der Riester-Rente eine Verschwendung von Steuermitteln. Das daf&uuml;r aufgewendete Geld w&auml;re im Sozialbudget effektiver und zielgenauer aufgehoben. Das m&uuml;ssten eigentlich auch neoklassische &Ouml;konomen und der publizistische Mainstream allm&auml;hlich erkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/07\/private-rentenversicherung-ein-auslaufmodell\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Zum Ende des NSU-Prozesses Nichts ist in Ordnung!<\/strong><br>\nDer NSU-Prozess ist eine der gr&ouml;&szlig;ten juristischen Anstrengungen der deutschen Geschichte. Die Autorin und Regisseurin Christiane Mudra zieht Bilanz: Die Chance einer echten Aufkl&auml;rung und Aufarbeitung wurde vertan.<br>\nDer NSU-Prozess neigt sich dem Ende zu. Nach einem mehr als f&uuml;nfj&auml;hrigen Ringen um die Wahrheit h&auml;ngt bleierne M&uuml;digkeit im Saal A 101 des M&uuml;nchner Oberlandesgerichts. Auch &uuml;ber uns, die wir das Verfahren verfolgten. In den fast 440 Verhandlungstagen konnten wir in einen Abgrund blicken.<br>\nDa hie&szlig; es &ldquo;Negerfahrzeug&rdquo; in einem Polizeivermerk. Da wurde bekannt, dass sich Polizeibeamte im Ku-Klux-Klan organisiert hatten. Da logen dreist grinsende Neonazis, dass sich die Balken bogen und verh&ouml;hnten den Prozess. Da war der Verfassungssch&uuml;tzer, der sich zur Tatzeit am Kasseler NSU-Tatort befunden hatte und bei dem man sp&auml;ter Waffen und rechtsextreme Schriften fand. Mit Schwei&szlig;perlen im Stiernacken und gehetztem Blick beharrte er darauf, nichts geh&ouml;rt und nichts gesehen zu haben.<br>\nKonsequenzen hatte all das nicht.<br>\nDie Straftaten der V-Leute sind k&uuml;nftig erlaubt<br>\nViele werden sagen, mit dem bevorstehenden Urteil sei endlich alles in Ordnung, der Rechtsfriede wiederhergestellt. Nichts ist in Ordnung. Denn der Komplex NSU ist au&szlig;en vor geblieben. Die Vorg&auml;nge in den Sicherheitsbeh&ouml;rden sind nicht aufgearbeitet. Das Terrornetzwerk ist nicht ermittelt.<br>\n(&hellip;) Stattdessen wurde der Bock zum G&auml;rtner: Die Befugnisse des Bundesamts f&uuml;r Verfassungsschutz wurden erweitert, V-M&auml;nnern sind Straftaten jetzt explizit erlaubt. Das ist bitterster Zynismus und erinnert an den Patienten, der die Dosis eines unwirksamen Medikaments mit schwersten Nebenwirkungen immer weiter erh&ouml;ht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/zum-ende-des-nsu-prozesses-nichts-ist-in-ordnung.1005.de.html?dram:article_id=422387\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Aktenstau in K&ouml;lner Beh&ouml;rde wird zum Risiko bei der Terrorbek&auml;mpfung<\/strong><br>\nIn der neuen Zentrale f&uuml;r Geldw&auml;schebek&auml;mpfung liegen Tausende F&auml;lle auf Halde &ndash; darunter wom&ouml;glich auch solche mit Terrorhinweisen. Ermittler schlagen Alarm.<br>\n(&hellip;) Beim Kampf gegen die Geldw&auml;sche hakt es offenbar seit einem Jahr gewaltig. Im Mittelpunkt steht dabei die Mitte 2017 neu strukturierte FIU. Einst auf Druck der Europ&auml;ischen Union umgebaut, um die Bek&auml;mpfung effektiver und zentraler zu gestalten, &auml;chzt die K&ouml;lner Beh&ouml;rde unter dem Druck zunehmender Belastung und falscher Konzeption.<br>\n&Uuml;ber 20.000 F&auml;lle schieben die Besch&auml;ftigten laut Bundesfinanzministerium dort vor sich her. Andere Meldungen reichen sie laut Polizei oder Staatsanwaltschaft zu sp&auml;t oder schlecht bearbeitet weiter. Oder die Verdachtsmeldungen werden gleich selbst aussortiert &ndash; von Personen, hinter deren kriminalistischer Erfahrung ein Fragezeichen steht.<br>\nLandeskriminal&auml;mter schlagen Alarm<br>\nDas gr&ouml;&szlig;te Problem aber scheint: Nach einer Umfrage des Handelsblatts unter den deutschen Landeskriminal&auml;mtern soll es wiederholt vorgekommen sein, dass auch Informationen zu terroristischen Hintergr&uuml;nden versp&auml;tet bei den Strafverfolgungsbeh&ouml;rden landeten. So best&auml;tigt das LKA Nordrhein-Westfalen &bdquo;Hinweise auf eine m&ouml;gliche Staatsschutz-Relevanz, die von der FIU mit mehrmonatiger Verz&ouml;gerung weitergeleitet wurden&ldquo;.<br>\nStaatsanw&auml;lte aber sind besorgt, nicht zuletzt wegen der Schwemme an Verdachtsmeldungen und der unerledigten Aktenberge. &bdquo;Ich m&ouml;chte nicht in deren Haut stecken, wenn ein Anschlag passiert und sich herausstellt, dass es klare Hinweise darauf in einer Akte gab&ldquo;, sagt ein leitender Strafverfolger aus Nordrhein-Westfalen.<br>\nZust&auml;ndig f&uuml;r die Beh&ouml;rde ist Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD). Gr&uuml;ne, Linke, selbst Teile der SPD verlangen, dass er nun eingreift. &bdquo;Ich erwarte, dass Herr Scholz das Thema zur Chefsache macht&ldquo;, sagt der Linken-Politiker Fabio de Masi. Eine erste Reaktion hat Scholz vor wenigen Tagen gezeigt. Der bisherige Chef der FIU, der Jurist Andreas Bardong, musste seinen Posten r&auml;umen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/app.handelsblatt.com\/finanzen\/banken\/zentrale-fuer-geldwaeschebekaempfung-aktenstau-in-koelner-behoerde-wird-zum-risiko-bei-der-terrorbekaempfung\/22784798.html?ticket=ST-173167-tNXSDGxT3Vx5vdEAb3ec-ap6\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Eine Nowitschok-Tote &ndash; und keine EU-Reaktion<\/strong><br>\nErinnert sich noch jemand an den Fall Skripal? Damals reagierte die EU massiv auf den russischen vermuteten Giftgas-Anschlag mit dem Nervengift Nowitschok. Dutzende russische Diplomaten wurden ausgewiesen. Nun starb eine Frau an einer weiteren Nowitschok-Vergiftung &ndash; doch die Reaktion bleibt aus.<br>\nWegen des Todes seien Mordermittlungen aufgenommen worden, erkl&auml;rte die Polizei. Die britische Premierministerin May zeigte sich nach Angaben der Tagesschau betroffen. &ldquo;Ich bin entsetzt und geschockt&rdquo;, sagte sie.<br>\nDoch weder May noch die EU-Chefs riefen die Alarmstufe Rot aus, wie im Fall Skripal. Was merkw&uuml;rdig ist &ndash; denn Skripal und seine Tochter wurden nicht t&ouml;dlich verletzt, wie nun die 44-j&auml;hrige Britin. Auch ihr 45-j&auml;hriger Partner schwebt in Lebensgefahr.<br>\nEigentlich sollte man nun eine &auml;hnliche harte Reaktion erwarten wie im Fall Skripal. Doch die Ermittler spielen den neuen, t&ouml;dlichen Fall erstaunlich routiniert herunter.<br>\nDas Paar aus Amesbury k&ouml;nne ein Fl&auml;schchen oder eine Injektionsspritze mit Resten des Gifts gefunden haben, das beim Attentat auf Skripal und seine Tochter verwendet wurde.<br>\nOkay &ndash; aber selbst, wenn dem so w&auml;re, dann w&auml;ren doch auch diesmal wieder &ldquo;die Russen&rdquo; schuld? Schlie&szlig;lich soll doch Russland hinter der Chemieattacke auf Skripal gesteckt haben.<br>\nAlso m&uuml;sste man doch erneut mit dem Finger auf Moskau zeigen &ndash; und Sanktionen ank&uuml;ndigen? Oder sind sich die Ermittler ihrer Sache pl&ouml;tzlich nicht mehr so sicher? Auch im Fall Skripal stehen ja Beweise aus.<br>\nUnd was ist eigentlich mit dem britischen Chemierwaffen-Labor in Porton Down? Es liegt &ldquo;zuf&auml;llig&rdquo; in der N&auml;he beider Tatorte &ndash; sowohl im Fall Skripal als auch jetzt wieder. K&ouml;nnte das Gift nicht auch von dort stammen?<br>\nFragen &uuml;ber Fragen. Fest steht nur, dass London und Br&uuml;ssel es nicht einmal f&uuml;r n&ouml;tig halten, an den &ldquo;Pr&auml;zedenzfall&rdquo; Skripal zu erinnern. Die gr&ouml;&szlig;te diplomatische Konfrontation seit dem Kalten Krieg &ndash; schon vergessen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/eine-nowitschok-tote-und-keine-reaktion\/?utm_campaign=Lost+in+EUrope+Update&amp;utm_content=Lost+in+EUrope+Update&amp;utm_medium=email&amp;utm_source=getresponse\">Lost in Europe<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Siehe hierzu auch den Beitrag von Jens Berger vom 4. Juli: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44774\">Ein neuer &ldquo;Zwischenfall&rdquo; k&ouml;nnte ein wenig Licht in die mysteri&ouml;se Aff&auml;re rund um den vergifteten Agenten Skripal bringen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Sonnenk&ouml;nig Erdogan kr&ouml;nt sich selbst<\/strong><br>\nPr&auml;sident Erdogan legt seinen Amtseid ab und macht die T&uuml;rkei zur Pr&auml;sidialrepublik. Vorher entl&auml;sst er fast 19.000 Sicherheitskr&auml;fte und Beamte.<br>\nWenn Recep Tayyip Erdogan an diesem Montag den Amtseid als t&uuml;rkischer Pr&auml;sident ablegt, beginnt eine neue &Auml;ra in der Geschichte der T&uuml;rkei: Die Zeremonie in Ankara besiegelt das Ende des parlamentarischen Systems und l&auml;utet die Epoche der Pr&auml;sidialrepublik ein. &bdquo;Eine neue T&uuml;rkei wird geboren&ldquo;, jubelte die regierungstreue Zeitung &ldquo;Star&rdquo;. Noch am Tag seiner Vereidigung will Erdogan sein Kabinett vorstellen, das k&uuml;nftig nur noch ihm verantwortlich ist.<br>\nDer 64-j&auml;hrige Staatschef verspricht seinen B&uuml;rgern mehr Effizienz bei der Regierungsarbeit, doch die Opposition beklagt den Beginn einer Ein-Mann-Herrschaft ohne wirksame Kontrollinstanzen. Kritiker sahen sich noch vor der Vereidigung in ihren Bef&uuml;rchtungen best&auml;tigt: Per Erlass entlie&szlig; die Regierung am Sonntag erneut fast 19.000 Soldaten, Polizisten und Beamte. Seit dem Putschversuch von 2016 sind mehr als 150.000 Menschen wegen angeblicher Unterst&uuml;tzung f&uuml;r den Umsturzversuch aus dem Staatsdienst entfernt worden.<br>\nDas Amt des Ministerpr&auml;sidenten wird abgeschafft<br>\n&hellip;denn dieses Amt wird abgeschafft. Befugnisse des bisherigen Premiers werden auf das Pr&auml;sidentenamt &uuml;bertragen. Als Mann an der Spitze ist Erdogan ab sofort zeremonielles Staatsoberhaupt, Regierungschef, Oberbefehlshaber der Streitkr&auml;fte und Chef der Regierungspartei AKP in Personalunion. Er kann per Dekret regieren, Richterposten vergeben und Minister ernennen und entlassen, ohne das Parlament fragen zu m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/tuerkei-vor-neuer-aera-sonnenkoenig-erdogan-kroent-sich-selbst\/22778932.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>Dazu: Wie aus dem Demokraten Erdogan ein Diktator wurde<\/strong><br>\nRecep Tayyip Erdogan trat fr&uuml;her f&uuml;r eine pluralistische, zivile Demokratie ein. Warum wandelte er sich zum t&uuml;rkischen Nationalisten und autorit&auml;ren F&uuml;hrer?<br>\n(&hellip;) Was ist mit dem Erdogan passiert, der versprach, sich Tag und Nacht f&uuml;r eine pluralistische, zivile Demokratie einzusetzen und mit allen sozialen Schichten solidarisch zu sein, nachdem er an die Macht gelangt war? Wo ist der Erdogan, der viele Veranstaltungen mit alevitischen Gemeinden organisierte, der immer wieder sagte, die sunnitische Unterdr&uuml;ckung der alevitischen Kultur m&uuml;sse abgeschafft werden?<br>\nUnd warum lie&szlig; ein Staatsmann, der einst mit PKK-Chef Abdullah &Ouml;calan am Verhandlungstisch sa&szlig; und einen kurdischen Fernsehsender gr&uuml;ndete, im Februar dieses Jahres ein Massaker an den Kurden im syrischen Ost-Ghuta begehen? Wie konnte er zu einem autorit&auml;ren Herrscher werden, der Selahattin Demirtae, den Co-Vorsitzenden der linksgerichteten, prokurdischen HDP und viele andere Abgeordnete dieser Partei in Gef&auml;ngnisse sperrte? Was verdanken wir seiner Verwandlung in einen Tyrannen, der zehn kurdische St&auml;dte auf Google Earth ausgel&ouml;scht, Tausende Menschen ermordet und Hunderttausende ins Exil geschickt hat?<br>\nWie ist er zum Despoten geworden?<br>\nWann verwandelte sich Erdogan in einen Fundamentalisten? Unterst&uuml;tzt er jetzt den IS? Wie ist er ein Despot geworden, wenn er doch mit Blick auf die letzten 150 Jahre t&uuml;rkischer Geschichte ein wichtiger und moderner Akteur war? Er hat gefordert, den eingefrorenen EU-Beitrittsprozess des Landes wiederaufzunehmen.<br>\nDie Wege Erdogans und die der westlichen L&auml;nder begannen in unterschiedliche Richtungen zu f&uuml;hren, als der B&uuml;rgerkrieg in Syrien ausbrach&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/politischer-wandel-in-der-tuerkei-wie-aus-dem-demokraten-erdoan-ein-diktator-wurde\/22782902.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Erh&auml;rteter Verdacht auf Insiderhandel vor 9\/11<\/strong><br>\nDer Verdacht ist brisant, beruht auf wissenschaftlicher Analyse und ist weit entfernt von irgendeiner Verschw&ouml;rungstheorie: In den Tagen vor dem 11. September 2001, als Terroristen mit Flugzeugen die T&uuml;rme des World Trade Centers in New York zum Einst&uuml;rzen brachten, haben Unbekannte massenweise auf stark sinkende B&ouml;rsenkurse der betroffenen Fluggesellschaften, Banken sowie der beiden am meisten betroffenen R&uuml;ckversicherungs-Konzerne gesetzt und damit mehrere Dutzend Millionen Dollar verdient.<br>\nMit einer aufw&auml;ndigen Analyse der damaligen B&ouml;rsenbewegungen haben drei Autoren in der Schweiz die Existenz von dubiosen Gesch&auml;ften in den Tagen vor 9\/11 wissenschaftlich und statistisch nachgewiesen. M&ouml;glicherweise waren Insider am Werk. Laut Marc Chesney, Finanzprofessor an der Universit&auml;t Z&uuml;rich, m&uuml;sste eine neue Untersuchung die Namen der Spekulierenden und deren Netzwerke offenlegen und den dringenden Verdacht eines verwerflichen Delikts best&auml;tigen oder entkr&auml;ften.<br>\nDen Verdacht auf Insidergesch&auml;fte von Personen, die &uuml;ber den Anschlag eingeweiht waren und ihr Vorwissen an den B&ouml;rsen ausn&uuml;tzten, hatten B&ouml;rsenbeobachter schon bald nach 9\/11 ge&auml;ussert. Dieser Verdacht wurde im Jahr 2004 vom 500 Seiten umfassenden offiziellen Untersuchungsbericht des US-Kongresses in wenigen S&auml;tzen dementiert, ohne jedoch die B&ouml;rsenbewegungen mit den Namen der Akteure offenzulegen.<br>\nDrei Kriterien f&uuml;r m&ouml;gliche Insidergesch&auml;fte<br>\nDie statistische Studie von Chesney\/Mancini\/Crameri hat drei Kriterien verwendet, um dubiose Gesch&auml;fte und m&ouml;gliche Insider-Transaktionen zu identifizieren:<br>\n1.Die Menge der gekauften Put-Options ist au&szlig;erordentlich gro&szlig;.<br>\n2.Es wird innert Tagen oder weniger Wochen ein riesiger Gewinn erzielt.<br>\n3.Die Put-Optionen sind nicht abgesichert. Insider denken, dass ihre Investition risikolos ist.<br>\nIn den Tagen vor der Zerst&ouml;rung der WTC-Towers haben gewisse Transaktionen mit Put-Optionen alle drei genannten Kritieren erf&uuml;llt. Es waren Spekulationen auf einen Kurssturz der Aktien von Fluggesellschaften und Banken, die alle vom Attentat stark betroffen sein sollten. Nur vereinzelte dieser Put-Optionen waren abgesichert. Das Aus&uuml;ben der Put-Optionen wenige Tage oder Wochen nach 9\/11 brachte den vermuteten Insidern Gewinne von insgesamt rund 30 Millionen Dollar.<br>\n(&hellip;) Verdacht f&auml;llt auf Saudis<br>\nDie rein statistische Studie kann keine Auskunft dar&uuml;ber geben, wer die allf&auml;lligen Insider sein k&ouml;nnten. Professor Marc Chesney &auml;ussert sich deshalb nicht dazu.<br>\nAls Mitwisser von 9\/11 sind bisher einzig Saudis bekannt, welche die Attent&auml;ter in den USA betreut und finanziert hatten. 15 der 19 Flugzeugentf&uuml;hrer waren saudische Staatsb&uuml;rger, die vor den Terroranschl&auml;gen laut FBI und CIA Kontakte zu saudischen Amtstr&auml;gern unterhielten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Wirtschaft\/Saudiarabien-Verdacht-auf-Insiderhandel-vor-911-erhartet\">Infosperber<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> siehe dazu auch die <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44842#h17\">Hinweise des Tages vom 9. Juli<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Einziges Ergebnis: Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas<\/strong><br>\n&bdquo;Als einziges Ergebnis einer vierw&ouml;chigen Seehofer-Show steht jetzt die Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas fest. Mit der Vorstellung eines Papiers aus dem rechten Wolkenkuckucksheim ist Seehofers Ego-Trip jetzt hoffentlich beendet. Der Plan ist das W&uuml;nsch-dir-was-Programm eines Innenministers, der sich vor lauter PR-Terminen offenbar noch nicht in sein Amt eingearbeitet hat und die eigenen Kompetenzen nicht kennt. F&uuml;r seine Vorschl&auml;ge hat er weder die n&ouml;tige Unterst&uuml;tzung in Europa noch die der L&auml;nder oder der Kommunen. Nicht einmal mit dem Koalitionspartner ist der Plan offenbar abgestimmt, obwohl der Bundesinnenminister jetzt genug Zeit daf&uuml;r hatte&rdquo;, erkl&auml;rt Jan Korte, 1. Parlamentarischer Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Fraktion DIE LINKE. Korte weiter:<br>\n&bdquo;Wie vage und unn&uuml;tz Seehofers Plan ist, zeigt die Auslassung oder die lapidare Behandlung von Punkten wie der v&ouml;lligen &Uuml;berlastung der Gerichte, der Realisierung legaler Fluchtrouten oder der massiven Personalprobleme der Schulen im Umgang mit oftmals traumatisierten Kindern &ndash; um nur einige zu nennen. Dass sich Kanzlerin Merkel von so einem Bundesinnenminister in die Ecke treiben l&auml;sst, ist ein Zeichen der Schw&auml;che. Die SPD-Spitze muss jetzt bald mal entscheiden, wie lange sie dieses Treiben noch mitmacht und diese verantwortungslose Politik mittr&auml;gt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/einziges-ergebnis-vergiftung-des-gesellschaftlichen-klimas\/\">Die Linke<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Hochschulen und die Bundeswehr: Millionen f&uuml;r die Milit&auml;rforschung<\/strong><br>\nDas Verteidigungsministerium gibt Millionen f&uuml;r die Erforschung von Waffensystemen aus. Daran beteiligen sich auch &ouml;ffentliche Hochschulen &ndash; doch Details dazu soll niemand erfahren.<br>\nDas Dokument umfasst 27 Seiten, Spalten und Zeilen, klein bedruckt, Projektnummer, kurze Beschreibung, Forschungseinrichtung oder Hochschule, Bundesland. Dar&uuml;ber steht: &ldquo;Nur f&uuml;r den Dienstgebrauch&rdquo;. Also nicht f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit.<br>\nMillionen f&uuml;r die R&uuml;stungsforschung<br>\n2017 lie&szlig; das Ministerium f&uuml;r knapp 79 Millionen Euro forschen, 2016 f&uuml;r etwas mehr als 53 Millionen. &ldquo;F&uuml;r die R&uuml;stungsforschung werden ganz erhebliche Steuergelder ausgegeben&rdquo;, sagt  Nicole Gohlke, &ldquo;und ich finde es &auml;u&szlig;erst fragw&uuml;rdig, dass die Bev&ouml;lkerung und die Abgeordneten des Bundestages nicht erfahren sollen, wof&uuml;r diese Millionenbetr&auml;ge ausgegeben werden.&rdquo;<br>\n(&hellip;) &ldquo;Die Bundeswehr entwickelt vor allem Techniken und Waffen, die man bisher wirklich nur aus Science-Fiction oder James-Bond-Filmen kennt&rdquo;, beschreibt Gohlke die Projekte grob. Au&szlig;erdem ginge es um den Schutz von Daten. &ldquo;Aber daf&uuml;r sollte meines Erachtens nicht die Bundeswehr zust&auml;ndig sein, sondern eigentlich zivile Einrichtungen.&rdquo; F&uuml;r die Kriege der Zukunft r&uuml;ste sich die Bundeswehr vor allem im Bereich der Tarnung und des Auskundschaftens. &ldquo;Das Meiste hat aus meiner Sicht wenig mit Landesverteidigung zu tun&rdquo;, sagt Gohlke.<br>\nMehr Transparenz gefordert<br>\nDie Abgeordnete fordert mehr Transparenz und vor allem, dass &ouml;ffentliche Hochschulen und Universit&auml;ten keine Forschung f&uuml;r die Bundeswehr betreiben sollten. Einige dieser Einrichtungen haben sich sogar in Leitbildern oder Grunds&auml;tzen f&uuml;r die Forschung verpflichtet, nur zum Wohle des Menschen zu arbeiten. Das sind etwa die Universit&auml;ten in Kiel, Hannover, Duisburg-Essen und Erlangen-N&uuml;rnberg, wie eine Abfrage des ARD-Hauptstadtstudios ergab. Eine Formulierung, die weit interpretiert werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/forschung-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Schock-Umfrage nach Asyl-Zoff: CSU st&uuml;rzt auf 38 Prozent ab<\/strong><br>\nDrei Monate vor der bayerischen Landtagswahl k&auml;me die Partei nach einer am Montag ver&ouml;ffentlichten Forsa-Umfrage f&uuml;r RTL und n-tv derzeit auf 38 Prozent und w&auml;re damit weit von einer absoluten Mehrheit entfernt.\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180711-hdt-02.gif\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180711-hdt-02-small.gif\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/landtagswahlen-bayern\/schock-umfrage-csu-56257808.bild.html\">BILD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Diese Deutung ist sehr selektiv und durchaus manipulativ. Die SPD verliert mehr als 40% der Stimmen &ndash; und halbiert damit in den aktuellen Umfragen fast ihr letztes Ergebnis. Die CSU, die 20% verliert, deren Verluste aber in Relation nur halb so gro&szlig; sind wie die Verluste der SPD, wird hingegen als gro&szlig;e Verliererin dargestellt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-44876","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44876","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=44876"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44876\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44878,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44876\/revisions\/44878"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=44876"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=44876"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=44876"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}