{"id":4490,"date":"2010-02-01T09:24:23","date_gmt":"2010-02-01T08:24:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4490"},"modified":"2010-02-01T09:24:24","modified_gmt":"2010-02-01T08:24:24","slug":"hinweise-des-tages-1070","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4490","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Steuerbetrugsaff&auml;re; Sozialschmarotzer; die Gro&szlig;en werden gr&ouml;&szlig;er; Lehman-Abfindungen; ein Risiko-Bankenvorstand packt aus; von der Leyen: sanft reden, hart zupacken; Euro-Zone: h&ouml;chste Arbeitslosigkeit; kein Auskommen mit dem Einkommen; Kopfpauschale macht Schweizer ungl&uuml;cklich; PPP: Profit ohne Risiko; Regierung schafft Stellen, bei sich; NRW-FDP flattert; linker Thinktank; Stigma Armut; Raketen gegen den Iran; Zeitzeugen; Bayern sparen am Mensaessen; Demonstrationsfreiheit; Zu guter Letzt: Poeme. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Schweizer Steuerbetrugs-Aff&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Wer sind die Sozialschmarotzer?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">USA: Neue Risiken durch Rettungspaket<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Ex-Lehman-Banker bekommen Milliarden-Boni<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Banker Steinmetz packt aus: &rdquo;Freiheit bedeutet, in Ketten zu tanzen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Der Willk&uuml;r werden T&uuml;r und Tor ge&ouml;ffnet: Von der Leyen will Sanktionen f&uuml;r ALG-II-Bezieher versch&auml;rfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Eurozone: Arbeitslosigkeit bei zehn Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Nochmals: Mindestlohn bei Postdienstleister<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Die Schweizer sind mit ihrer Kopfpauschale kreuzungl&uuml;cklich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Noch ein Fall f&uuml;r R&ouml;sler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Werner R&uuml;gemer: Profit ohne Risiko<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Ein bisschen Standrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Regierung schafft 1000 neue Stellen &ndash; in der neuen Regierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">R&ouml;ttgen baut um<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">FDP-Vize w&uuml;tet gegen Hotel-Steuergeschenke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Linker Thinktank: &bdquo;Solidarische Moderne&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Der lebenslange Makel der arm Geborenen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">US-Regierung baut Raketen-Abwehrsysteme gegen Iran in Golfregion aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Kanada: Allein raus aus Afghanistan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Kolumbien: Bis zu 2000 Leichen in Massengrab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Chronist des Widerstands: Ein Nachruf auf den Historiker Howard Zinn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Zeitzeugen: Ursula Engelen-Kefer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Studieren in Bayern wird vermutlich teurer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Demonstrationsfreiheit!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Zu guter Letzt: Poeme<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann <a href=\"?p=4490&amp;email=1\">weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Schweizer Steuerbetrugs-Aff&auml;re<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Heribert Prantl: Keine verbotenen Fr&uuml;chte, sondern Beweismittel<\/strong><br>\nAus deutscher Sicht macht die Schweiz ihre Gesch&auml;fte mit Steuergeldern, die dem deutschen Staat geh&ouml;ren. Die Schweizer Banken sind Hehler des fl&uuml;chtigen Geldes. Sie bunkern quasi Diebesgut, nutzen das Geld, mit dem in Deutschland Stra&szlig;en, Schulen und Gef&auml;ngnisse gebaut werden m&uuml;ssten &hellip;<br>\nMan figuriert selbst als Hehler des verschobenen Geldes, bezeichnet aber die Aufkl&auml;rungsversuche dessen, der zu seinem Geld kommen will, als Hehlerei. Das ist nicht sehr ernst zu nehmen &hellip;<br>\nEs handelt sich um eine Art Strafvereitelung &ndash; und um ein bewusstes und ein gewolltes Zusammenwirken der schweizerischen Banken und des schweizerischen Staates mit deutschen Straft&auml;tern. Der Vorteil, also die Beute, wird geteilt &hellip;<br>\nErstaunlich ist freilich, dass vor allem diejenigen Politiker, die sonst keine Bedenken gegen gekaufte Kronzeugen, gegen V-Leute und sonstige heikle Ermittlungsmethoden haben, vor dem Ankauf von gestohlenen Bankdaten warnen. Das weckt den Verdacht, dass die sonst probaten unfeinen Methoden dann nicht angewendet werden sollen, wenn es gegen die feinere Gesellschaft geht &hellip;<br>\nEs gibt kein Verwertungsverbot f&uuml;r solche Daten. Wenn aufgrund dieser Daten bei Hausdurchsuchungen Beweise gefunden oder die Steuerhinterzieher (wie damals Postchef Klaus Zumwinkel) Gest&auml;ndnisse ablegen, handelt es sich nicht um ungenie&szlig;bare Fr&uuml;chte vom verbotenen Baum, sondern um verwertbare Beweismittel. So wird der Schweizer Markt f&uuml;r Steuerhinterziehung (und damit auch f&uuml;r den Diebstahl und Verkauf von einschl&auml;gigen Daten) ausgetrocknet &hellip;<br>\nMan kann das Geld, das der Staat f&uuml;r die Bankdaten bezahlt, als eine Belohnung betrachten. Belohnungen &ldquo;f&uuml;r sachdienliche Hinweise&rdquo;, juristisch handelt es sich um eine &ldquo;Auslobung&rdquo;, sind seit jeher ein anerkanntes Mittel der Aufkl&auml;rung von Straftaten. Oft versuchen auch die Opfer, also die Bestohlenen, mit einer Belohnung ihr Hab und Gut wieder zu erhalten. Der Bestohlene bei der Steuerhinterziehung ist der Staat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,tt2m1\/finanzen\/558\/501809\/text\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Darf ein Rechtstaat auf Indizien zur&uuml;ckgreifen, die ggf. durch ein kriminelles Delikt erlangt worden sind und f&uuml;r die er bezahlt, um damit massenhafte kriminelle Delikte aufzukl&auml;ren? Bei einer vergleichbaren Situation hat der Geheimdienst f&uuml;r Indizien schon einmal viel mehr bezahlt, und es sind spektakul&auml;re Steuerhinterziehungsdelikte an Tageslicht gekommen und einige (teils prominente) T&auml;ter (u.a. Zumwinkel) ihrem Richter zugef&uuml;hrt worden.<br>\nWir kennen im deutschen Strafprozessrecht nicht, wie in den USA, die &bdquo;Frucht-vom-verbotenen-Baum&ldquo;-Doktrin, wonach rechtswidrig erlangte Beweismittel nicht verwertet werden d&uuml;rfen. Der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft Konrad Freiberg wies zu Recht darauf hin, dass die Verwertung illegal erlangter Beweismittel durchaus zu &uuml;blichen Ermittlungsmethoden geh&ouml;ren.<br>\nAnders als in den USA, wo man mit dieser Doktrin kriminelle Methoden der Polizei oder von Ankl&auml;gern eind&auml;mmen m&ouml;chte, ist bei uns schlicht eine Abw&auml;gung vorzunehmen, wie schwer einerseits der Rechtsbruch zur Erlangung des Beweismittels und wie schwer andererseits das staatliche Interesse an einer effektiven Strafverfolgung wiegt. Das ist sicherlich eine Bewertungsfrage, aber wenn jetzt &ndash; anders als fr&uuml;her &ndash; von CDU und FDP ganz allgemein rechtstaatliche Bedenken erhoben werden, so ist das angesichts der schon eingef&uuml;hrten rechtsstaatlich h&ouml;chst bedenklichen &Uuml;berwachungsmethoden zur angeblichen &bdquo;Terrorbek&auml;mpfung&ldquo;, die sogar in Grundrechte eingreifen, merkw&uuml;rdig. Es passt in das Bild dieser Regierung, die sich zunehmend als Handlangerin verm&ouml;gender Klientel outet. Was ist ein einziger Diebstahl von Daten, die hunderte von kriminellen Akten der Steuerhinterziehung in dreistelliger Millionenh&ouml;he aufkl&auml;ren helfen k&ouml;nnten?<br>\nNat&uuml;rlich jaulen nun die Verfechter des Steuergeheimnisses auf, aber wo ist ihre Emp&ouml;rung, wenn es um viel sensiblere Daten, wie beim Gesundheitschip oder bei der Erfassung von Arbeitnehmerdaten bei ELENA, geht?<br>\nBesonders scheinheilig verhalten sich Schweizer Offizielle, sie brauchten doch nur darauf dr&auml;ngen, dass die in den Safes der Banken lagernden und dem deutschen Fiskus hinterzogenen Gelder den zust&auml;ndigen deutschen Ermittlungsbeh&ouml;rden bekannt gegeben w&uuml;rden, und es w&uuml;rde keine Hehlerware zur Aufkl&auml;rung von Straftaten herangezogen werden m&uuml;ssen.<br>\nSiehe dazu auch <a href=\"?p=3108\">Steuerflucht als Kavaliersdelikt<\/a> und <a href=\"?p=3070\">Steuerhinterziehung &ndash; ein Spiegelbild gesellschaftlicher Verh&auml;ltnisse<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> So skrupul&ouml;s und sensibel h&auml;tte man sich die Reaktionen von zu Guttenberg (CSU), Michael Fuchs (CDU), Otto Fricke (FDP) oder wie sie sonst alle hei&szlig;en bei den Auslassungen von Koch zu den ALG-II-Beziehern gew&uuml;nscht. Auch ich habe ein Unbehagen bei solchen Datentransfers, nur habe ich meine Zweifel bez&uuml;glich der Reinheit der Motive der politischen Gegenrede &ndash; solange z.B. in Hessen erfolgreiche Steuerfahnder weggemobbt werden. In einem kritischen Leserbrief zu einer Anmerkung wurde die Frage aufgeworfen, inwieweit der Staat Steuerhinterziehung publikumswirksam nutzt, um letztlich an immer mehr Daten der B&uuml;rger heranzukommen. In der Tat kann man sich vorstellen, dass eine solche Praxis irgendwann nicht mehr Terroristen oder Steuerhinterzieher, sondern unter anderen politischen Bedingungen z.B. den politischen Gegner in das Visier nimmt. Auf jeden Fall sollte der Vorschlag von Astrid H&ouml;lscher in der FR in Betracht gezogen werden: &ldquo;Im &Uuml;brigen wirkt ja schon das blo&szlig;e Ger&uuml;cht. Sollen die Politiker ruhig streiten, was sich mit dem Schweizer Datensatz anfangen lie&szlig;e. Je l&auml;nger die Debatte w&auml;hrt, je unklarer der Kreis m&ouml;glicher Verd&auml;chtiger bleibt, desto mehr Selbstanzeigen nerv&ouml;ser Steuerbetr&uuml;ger werden eingehen. Zum Wohl der Solidargemeinschaft.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2253892&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/&amp;em_ivw=fr_poltop\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Gef&auml;hrdete Steuerfl&uuml;chtlinge<\/strong><br>\nDeutsche Staatsb&uuml;rgerInnen haben auf Konten im Ausland rund 485 Milliarden Euro deponiert. Zum gr&ouml;&szlig;ten Teil nicht versteuertes Geld. Das deutsche Gemeinwesen wird so um Milliarden dringend ben&ouml;tigter Einnahmen betrogen. Wichtigste Steuerfluchtoase der Deutschen ist die Schweiz: Von insgesamt 220 Milliarden Euro ausl&auml;ndischem Privatverm&ouml;gen auf Schweizer Banken stammen 175 Milliarden aus Deutschland. Nat&uuml;rlich w&auml;re es rechtlich sauberer, k&ouml;nnte Bundesfinanzminister Sch&auml;uble Daten deutscher Steuerfl&uuml;chtlinge &uuml;ber ein geregeltes, zwischenstaatliches Verfahren erhalten, statt sie von einem Datenh&auml;ndler kaufen zu m&uuml;ssen. Doch ebendieses geregelte Verfahren verweigert die Schweiz seit Jahren beharrlich. Die Regierung in Bern deckt und unterst&uuml;tzt die UBS und andere eidgen&ouml;ssische Geldinstitute, die zum Steuerbetrug verhelfen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F02%2F01%2Fa0054&amp;cHash=f566cc21c4\">TAZ<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/100201_geldanlagen_im_ausland.jpg\" alt=\"Geldanlagen im Ausland\" title=\"\"><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/video\/video646376.html\">Tagesschau<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wer sind die Sozialschmarotzer?<\/strong><br>\nWelcher Schluss l&auml;sst sich dann ziehen, wenn man allein die konservativere Sch&auml;tzung zur Steuerhinterziehung nimmt und sie mit der &ndash; ganz sicher &uuml;berzeichneten &ndash; Kalkulation der Sch&auml;den durch ALG-II-Betr&uuml;ger vergleicht? M&ouml;glicherweise doch der, dass es Missbrauch offenbar in allen Bev&ouml;lkerungsschichten gibt, aber der Missbrauch der viel beschworenen &ldquo;Leistungstr&auml;ger&rdquo; die Gemeinschaft finanziell deutlich teurer zu stehen kommt als der der Bezieher der sozialen Grundsicherung.<br>\nVielleicht k&ouml;nne man auch zu dem Schluss kommen, dass die arbeitende Bev&ouml;lkerung mit nur geringen oder durchschnittlichen Einkommen wesentlich mehr davon h&auml;tte, wenn die Politik die Steuerhinterziehung konsequenter bek&auml;mpfen w&uuml;rde &ndash; anstatt sich auf die rund f&uuml;nf Millionen erwerbsf&auml;higen Hilfeempf&auml;nger einzuschie&szlig;en, die sich aber auch partout weigern, die knapp eine halbe Million bei der BA gemeldeten freien Stellen zu besetzen. M&ouml;glicherweise sollte der Staat einfach einmal &uuml;ber die Einstellung von zus&auml;tzlichen Steuerfahndern nachdenken. Damit w&auml;re schlie&szlig;lich gleichzeitig etwas f&uuml;r die Besch&auml;ftigung getan.<br>\nEin Problem mit der Steuerfahndung scheint &uuml;brigens besonders das von Roland Koch regierte Land Hessen zu haben&hellip;Dass sich Roland Koch nun an vorderster Front am Einpr&uuml;geln auf vermeintliche Nutznie&szlig;er der &ldquo;sozialen H&auml;ngematte&rdquo; beteiligt (&rdquo;Wir haben Menschen, die mit dem System spielen und Nischen ausnutzen&rdquo;), w&auml;hrend seine eigene Verwaltung die Verfolgung der Steuerhinterziehung wohlhabender Bev&ouml;lkerungskreise scheinbar gezielt hintertreibt &ndash; das ist allerdings an Dreistigkeit kaum mehr zu &uuml;berbieten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/01\/19\/wer-sind-die-sozialschmarotzer_1289#more-1289\">Zeit Online Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>USA: Neue Risiken durch Rettungspaket<\/strong><br>\nDer amerikanische Sondergeneralinspektor f&uuml;r das Bankenrettungspaket, Neil Barofsky, begr&uuml;ndete diese Einsch&auml;tzung in seinem Vierteljahresbericht an den Kongress damit, dass grundlegende Reformen ausgeblieben seien. Die Banken, die als &laquo;too big to fail&raquo; &ndash; zu gross, um sie untergehen zu lassen &ndash; gelten, seien durch die staatliche Rettungsaktion noch gr&ouml;&szlig;er geworden. &laquo;Ohne eine umfassende Reform fahren wir immer noch auf einer kurvenreichen Gebirgsstrasse, diesmal aber mit einem schnelleren Auto&raquo;, erkl&auml;rte Barofsky. Die mit Geld des Steuerzahlers geretteten Banken seien nicht nur gewachsen, sie h&auml;tten auch nichts gegen die Bonusmentalit&auml;t ihrer Manager unternommen. Sie seien sogar noch risikofreudiger geworden, weil sie w&uuml;ssten, dass sie der Staat im Fall eines Scheiterns eher retten w&uuml;rde, als das ganze System zusammenzubrechen lassen. &Uuml;berdies ermittle seine Kontrollbeh&ouml;rde derzeit in 77 F&auml;llen von Betrug und Steuerhinterziehung, Insider-Gesch&auml;ften und Korruption. Barofsky forderte erneut neue Schutzw&auml;lle gegen Interessenkonflikte, was das Finanzministerium umgehend mit der Begr&uuml;ndung ablehnte, die geltenden Vorschriften seien ausreichend.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/risiken_rettungspaket_1.4719238.html?printview=true\">NZZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.sigtarp.gov\/reports\/congress\/2010\/January2010_Quarterly_Report_to_Congress.pdf\">U.S. Office of the SIGTARP [PDF &ndash; 4.3 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Einsch&auml;tzung Barofskys l&auml;sst sich locker auf zwei gro&szlig;e deutsche Banken in Deutschland &uuml;bertragen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ex-Lehman-Banker bekommen Milliarden-Boni<\/strong><br>\n2500 Ex-Lehman-Mitarbeiter in Europa haben f&uuml;r die Krisenjahre 2008 und 2009 Garantieboni in H&ouml;he von zwei Milliarden Dollar kassiert. W&auml;hrend die Pleite ihrer Bank die Weltfinanzkrise ausgel&ouml;st hat, verdienten sie nach Informationen des SPIEGEL im Schnitt rund 400.000 Dollar &ndash; pro Person. Die Banker wurden im Oktober 2008 vom japanischen Finanzhaus Nomura &uuml;bernommen und mit Garantieboni zum Bleiben &uuml;berredet. Viele Garantien laufen erst im M&auml;rz dieses Jahres aus. Die meist in London ans&auml;ssigen Investmentbanker sind auch nicht von der Strafsteuer der britischen Regierung in H&ouml;he von 50 Prozent betroffen. Die Garantieboni w&uuml;rden steuerlich wie Fixgeh&auml;lter behandelt, hei&szlig;t es zur Begr&uuml;ndung. Christian Meissner, der Ex-Europachef von Lehman und jetzt Europachef von Nomura, klagt zudem beim Konkursverwalter seines alten Arbeitgebers 17,3 Millionen Dollar ein, die ihm in seinen vier Jahren bei der US-Bank zugesichert, aber noch nicht ausgezahlt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-675013,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Sind wir &uuml;berrascht? Nein, h&ouml;chstens &uuml;ber die D&auml;mlichkeit der britischen Regierung, wenn sie tats&auml;chlich Garantieboni steuerlich wie Fixgeh&auml;lter behandelt. &ndash; Eigentlich m&uuml;ssten diese Leute allm&auml;hlich Angst bekommen. Klar, es gibt keine gesetzliche Beschr&auml;nkung von Geh&auml;ltern, dennoch darf man davon ausgehen, dass f&uuml;r die Masse der Arbeitnehmer der Eindruck entsteht, dass hier ein Geldadel entsteht, der &uuml;ber dem Gesetz steht. Es fehlt nur noch ein moderner Abb&eacute; Siey&egrave;s, der auf die Frage &bdquo;Qu&rsquo; est &ndash; ce que le Tiers-Etat?&ldquo; 1789 antwortet: &bdquo;Ein Verband von Menschen, die unter gleichem Recht leben und von ein und derselben gesetzgebenden K&ouml;rperschaft vertreten werden.&ldquo; Damit wurde ein Adelsstand, der die Gleichheit vor dem Gesetz nicht anerkennt, aus der Nation ausgeschlossen: &ldquo;Der Dritte Stand umfasst alles, was zu einer Nation geh&ouml;rt, und alles, was nicht der Dritte Stand ist, kann sich nicht als Bestandteil der Nation ansehen.&ldquo; Es ging Siey&egrave;s dabei nicht um ein Konzept der Staatsnation, sondern um die Infragestellung der &uuml;berkommenen Legitimation von Herrschaft. Lebt der heutige Geldadel unter gleichem Recht, vertritt unsere gesetzgebende K&ouml;rperschaft den Stand der Arbeitnehmerschaft? Nicht formaljuristisch gefragt, sondern in unserem kollektiven Gef&uuml;hl, unserem Herzen. Nun, wenn es so weitergeht, brauchen die Herrschaften sich nicht zu wundern, wenn es wieder einmal ert&ouml;nen sollte: &bdquo;Allons enfants de la Patrie \/ Le jour de gloire est arriv&eacute;! &hellip;. Aux armes, citoyens \/ Formez vos bataillons \/ Marchons, marchons! \/ Qu&rsquo;un sang impur\/ Abreuve nos sillons!&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Banker Steinmetz packt aus: &rdquo;Freiheit bedeutet, in Ketten zu tanzen&rdquo;<\/strong><br>\nEs waren Gesch&auml;fte ohne R&uuml;cksicht auf Verluste: Milliarden Euro wechselten in den Banken den Besitzer ohne jede Unterlagen, kritische Kollegen wurden mit &uuml;ppigen Bonuszahlungen ruhiggestellt &ndash; Otto Steinmetz wei&szlig;, was in der Branche schief lief.<br>\nDie Deutsche Bank verlie&szlig; er einst, weil er seine Vorstellungen von Kontrolle nicht durchsetzen konnte. Die Investmentbanker um Josef Ackermann hatten den Risikomanager ausgebremst. Er wechselte zur Dresdner Bank. Dort verspielten Investmentbanker in der Krise Milliarden. Jetzt rechnet Steinmetz mit der herrschenden Bankerkultur ab: &bdquo;&hellip; die Politiker haben die Globalisierung und Deregulierung der Finanzm&auml;rkte vorangetrieben. Mitarbeiter, Kunden und Gesellschaft standen nicht mehr gleichberechtigt neben den Interessen der Aktion&auml;re. Die Politik hat keinen Rahmen gesetzt und allein auf den freien Markt gebaut. Ich sage dagegen: Freiheit bedeutet, in Ketten zu tanzen. Dass die Finanzindustrie sich gegen Ketten wehrt, ist nat&uuml;rlich. Aber es ist die Aufgabe der Politik, diese Ketten zu schmieden und anzulegen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/406\/501660\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Willk&uuml;r werden T&uuml;r und Tor ge&ouml;ffnet: Von der Leyen will Sanktionen f&uuml;r ALG-II-Bezieher versch&auml;rfen<\/strong><br>\nNach der geplanten Neuregelung, mit der Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) die Hartz-IV-Zust&auml;ndigkeiten neu ordnen will, soll bereits derjenige bestraft werden, der die &raquo;Anbahnung&laquo; einer Arbeit oder Ma&szlig;nahme &raquo;durch sein Verhalten&laquo; verhindert.<br>\nIm Klartext: Wer im B&uuml;ro des Arbeitsvermittlers Missfallen &uuml;ber die angebotenen, meist unterbezahlten Jobs oder das zehnte Bewerbungstraining &auml;u&szlig;ert, kann sofort mit der Streichung von 30 Prozent des Regelsatzes rechnen. Bei einer Wiederholung drohen minus 60 Prozent, bei der zweiten wird die Auszahlung f&uuml;r drei Monate komplett eingestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/163987.der-willkuer-werden-tuer-und-tor-geoeffnet.html\">ND<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das kommt dabei heraus, wenn Frau von der Leiharbeit &bdquo;mal genauer hinschaut&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Eurozone: Arbeitslosigkeit bei zehn Prozent<\/strong><br>\nDie Arbeitslosenrate in der Eurozone ist im Gefolge der Wirtschaftskrise im Dezember auf 10,0 Prozent gestiegen und hat damit den h&ouml;chsten Stand seit August 1998 erreicht.<br>\nNach Sch&auml;tzung von Eurostat waren im Dezember in der EU rund 23 Millionen Menschen arbeitslos, davon 15,8 Millionen in der Eurozone.<br>\nDie Jugendarbeitslosigkeit stieg im Dezember in der Eurozone auf 21,0 Prozent und in der EU auf 21,4%. Ein Jahr zuvor hatte sie noch 17,0 Prozent bzw. 16,9 Prozent betragen. Die h&ouml;chste Jugendarbeitslosigkeit verzeichnet Spanien mit 44,5 Prozent, gefolgt von Lettland mit 43,8 Prozent.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/images.derstandard.at\/t\/12\/2010\/01\/29\/1263746029351.jpg\" alt=\"Eurozone: Arbeitslosigkeit bei zehn Prozent\" title=\"Eurozone: Arbeitslosigkeit bei zehn Prozent\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1263706264977\/Eurozone-Arbeitslosigkeit-bei-zehn-Prozent\">derStandard.at<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Nochmals: Mindestlohn bei Postdienstleister<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kaum Auskommen mit dem Einkommen<\/strong><br>\nDie Zahl der &ldquo;Aufstocker&rdquo; w&auml;chst immer weiter. Die Zahl der sogenannten &ldquo;Aufstocker&rdquo; liegt mittlerweile bei gut 1,3 Millionen Erwerbst&auml;tigen, wobei fast eine halbe Million davon Vollzeit arbeiten geht.<br>\nDer Niedriglohnsektor in Deutschland ist mittlerweile der zweitgr&ouml;&szlig;te weltweit nach den USA. Diese Ausbreitung sehen Gewerkschaften, Arbeitgeberverb&auml;nde und Arbeitsmarktexperten denkbar verschieden. W&auml;hrend f&uuml;r Gewerkschaften klar ist, dass ein gesetzlicher Mindestlohn das einzig sinnvolle Mittel gegen die weitere Ausbreitung von Niedrig- und Niedrigstl&ouml;hnen sei, sehen viele Arbeitgeber in Niedriglohnjobs eine sinnvolle Alternative zur Finanzierung von Arbeitslosigkeit.<br>\n&nbsp;F&uuml;r zahlreiche Arbeitsmarktexperten sind dagegen staatlich finanzierte Zusatzleistungen &agrave; la &ldquo;Aufstocken&rdquo; eine ungewollte Form des Lohndumpings. Denn: Betriebe setzten verst&auml;rkt Niedrigverdiener ein, um die L&ouml;hne immer weiter zu dr&uuml;cken. Arbeitgeber verlassen sich im Zweifelsfall auf den Staat als Lohnunterst&uuml;tzer, so die Bef&uuml;rchtung.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/reporter.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/21\/0,1872,8021877,00.html\">ZDF.reporter<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/958550\/Kein-Auskommen-mit-dem-Einkommen#\/beitrag\/video\/958550\/Kein-Auskommen-mit-dem-Einkommen\">ZDF.reporter, Video<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Armutsindustrie <\/strong><br>\nARD Exklusive<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=9XFFV9rb5w8\">Youtube<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6G42fU8Vsn4\">Youtube<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=MtLqFUj-nGw\">Youtube<\/a><\/li>\n<li><strong>Zeitarbeit &ndash; Lohndr&uuml;ckerei in der modernen Arbeitswelt<\/strong><br>\nRegul&auml;re Arbeitnehmer entlassen und dann zu Dumpingl&ouml;hnen als Zeitarbeiter einstellen, das machen nicht nur Unternehmen wie Schlecker. Die Politik ist emp&ouml;rt &uuml;ber den Missbrauch. Gehandelt hat die Regierung jedoch noch nicht.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/1115585\/\">Deutschlandradio (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2010\/01\/29\/dlf_20100129_1840_4cc15152.mp3\">Deutschlandradio (Audio-Podcast)<\/a><\/li>\n<li><strong>Lohndr&uuml;cker<\/strong><br>\nKlar, dass Lobbyisten wie Gerster Mindestl&ouml;hne ablehnen. Fatal ist, dass seine Auffassung weithin geteilt wird. Mindestl&ouml;hne sind des Teufels, und nur mit Lohnm&auml;&szlig;igung kann die Republik in einer globalen Wirtschaft mithalten, versuchen uns Politiker, Unternehmensvertreter und Wissenschaftler seit Jahren weiszumachen. Die Folgen dieser von der Flexibilisierung der Arbeitsm&auml;rkte begleiteten Strategie: Deutschland stieg zwar zum Exportweltmeister auf, geriet daheim aber in eine Schieflage. Der Anteil der L&ouml;hne am Volkseinkommen schrumpfte dramatisch. Real, also nach Abzug der Teuerungsrate, konnte ein abh&auml;ngig Besch&auml;ftigter zuletzt &uuml;ber kaum mehr Geld verf&uuml;gen als zehn Jahre zuvor. Daf&uuml;r nahmen die Risiken zu. 2008 hatten zwei Drittel aller Erwerbst&auml;tigen einen unbefristeten Arbeitsvertrag. 1998 waren es noch knapp 73 Prozent gewesen. Gleichzeitig stieg der Anteil der atypischen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse wie Zeit- oder Leiharbeit von 16 auf mehr als 22 Prozent. Die Zahl der &ldquo;Niedrigl&ouml;hner&rdquo; wuchs seit 1995 um fast die H&auml;lfte. Mehr Menschen sind arm oder von Armut bedroht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2254864&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/&amp;em_ivw=fr_meinung\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Lieber Florian Gerster!<\/strong><br>\nIn Japan nehmen sich Menschen das Leben, wenn Sie &ouml;ffentlich zurechtgewiesen wurden. In Deutschland treten Sie bei Anne Will auf. Das hat was mit Schamgef&uuml;hl zu tun. Einst verheizten Sie Steuergelder, heute helfen Sie Unternehmen, Menschen auszubeuten.<br>\nSozialvertr&auml;glich w&auml;re es, wenn Sie auf der Stelle keine &ouml;ffentlichen Auftritte mehr absolvieren w&uuml;rden. Und Ihr SPD-Parteibuch abgeben, Genosse Gerster!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2247152_Kolumne-Lieber-Florian-Gerster.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Lesenswert!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Schweizer sind mit ihrer Kopfpauschale kreuzungl&uuml;cklich<\/strong><br>\nSeit 13 Jahren gibt es in der Schweiz eine Kopfpauschale in der Krankenversicherung, die jeder B&uuml;rger unabh&auml;ngig vom Einkommen zahlen muss. Immer mehr Familien sind damit finanziell &uuml;berfordert. 2010 steigen die Pr&auml;mien schweizweit im Schnitt um 8,7 Prozent. Im vergangenen Jahr mussten die Kantone bereits 3,4 Milliarden Franken f&uuml;r Pr&auml;mienverbilligungsprogramme aufbringen. Als Folge h&auml;ngen in manchen der 26 Kantone bis zur H&auml;lfte der B&uuml;rger am Tropf des Staates. Die Pauschale hat den Schweizern vor allem eines gebracht: Ein Flickwerk von Gesundheitsreformen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aerztezeitung.de\/politik_gesellschaft\/gp_specials\/jahresendausgabe-2009\/article\/581470\/schweizer-ihrer-kopfpauschale-kreuzungluecklich.html\">&Auml;rztezeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.T.:<\/strong> Mir hat bisher <strong>niemand<\/strong> auch nur ann&auml;hernd plausibel erkl&auml;rt, worin denn der Vorteil liegen soll, wenn jeder einkommensunabh&auml;ngig denselben Versicherungsbeitrag leistet, um dann soziale Ungerechtigkeiten &uuml;ber Zahlungen aus dem Steueraufkommen auszugleichen.<br>\nDies halte ich f&uuml;r b&uuml;rokratische Unvernunft. Au&szlig;erdem kann ich meine Zweifel, ob dieses Versprechen sp&auml;ter eingehalten wird, nicht unterdr&uuml;cken. Bei dem augenblicklich debattierten Zuschuss von 8 &euro; pro Kopf bleiben jedenfalls alle, die wegen ihres geringen Einkommens keine Steuern zahlen, entsch&auml;digungslos auf dieser Zusatzbelastung sitzen.<br>\nWenn die uns Regierenden wenigstens ehrlich w&auml;ren! Es geht nicht um Verbesserungen oder Effizienz der Gesundheitsversorgung, sondern um die Fortsetzung des Umverteilens von unten nach oben. Irgendwo habe ich &lsquo;mal gelesen, eine geringe Salzakzise bringe der Staatskasse mehr ein als eine hohe Sektsteuer. Vor diesem Hintergrund erh&auml;lt die ganze Prozedur durchaus ihren Sinn.<br>\nAnmerkung KR: Es geht nicht um Kostend&auml;mpfung, sondern um Ideologie. Die GKV in ihrer bisherigen Form war eine Solidarversicherung, bei der Versicherte mit h&ouml;heren Einkommen die Kosten f&uuml;r andere Versicherte mit teils sehr geringen Einkommen mittrugen. Auch mit dieser automatischen Umverteilung soll nun endlich Schluss sein. Die Zeit daf&uuml;r ist gekommen, so der Eindruck derer, die hinter diesem Regierungspersonal stehen. Wer wollte sich denn dagegen wehren? Den ersten Schritt zur Abschaffung der sogenannten parit&auml;tischen Finanzierung der GKV tat schlie&szlig;lich Ulla Schmidt von der SPD &ndash; mit dem Gesundheitsfonds.<br>\nEinen gleichwertigen Ersatz durch Steuerzuwendungen wird es nicht geben m&uuml;ssen, der Haushaltskrise sei Dank. Also werden allen, die sich keine Zusatzversicherungen leisten k&ouml;nnen &ndash; und das ist die Mehrheit der Versicherten &ndash; die &auml;rztlichen Leistungen zusammengestrichen werden.<br>\nWarum h&ouml;rt man in den Medien eigentlich so wenig &uuml;ber die Erfahrungen der Schweiz mit der Kopfpauschale? Ob man um Anzeigen der PKV f&uuml;rchtet?<br>\nEine Ausnahme ist der <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/interview\/1068904\/\">Deutschlandfunk<\/a>: &bdquo;Gesundheits&ouml;konom J&uuml;rgen Wasem: In der Schweiz ist es bl&ouml;d, sich um Kranke zu k&uuml;mmern, da macht man nur Verluste. &hellip; Deutschlandradio: &hellip; ziehe ich den richtigen Schluss, dass eine Kopfpauschale dann doch nur f&uuml;r den Arbeitgeber g&uuml;nstiger kommt, aber der Staat und die Versicherten draufzahlen werden? Wasem: Nun, der Arbeitgeber wird entlastet, das ist auf jeden Fall richtig, &hellip;&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Noch ein Fall f&uuml;r R&ouml;sler<\/strong><br>\nGesundheitsminister Philipp R&ouml;sler (FDP) steht vor einem Dilemma. Die Zusatzbeitr&auml;ge der Krankenkassen sind genauso unbeliebt wie seine Idee einer Kopfpauschale mit Sozialausgleich. Dennoch muss irgendwo das Geld herkommen, das im Gesundheitsfonds fehlt. Alle Blicke richten sich nun auf den Etat und, siehe da, der zweitgr&ouml;&szlig;te Posten sind die Ausgaben f&uuml;r Arzneimittel. 30 Milliarden Euro j&auml;hrlich werden f&uuml;r Pillen und P&uuml;lverchen in Deutschland ausgegeben, Tendenz steigend. R&ouml;sler setzt nun auf Rabattvertr&auml;ge zwischen Kassen und Herstellern. W&auml;hrenddessen hat die EU-Kommission ganz andere Ideen, wie die Kosten f&uuml;r Arzneimittel gesenkt werden k&ouml;nnen. Sie will in diesem Jahr die Praktiken der Pharmahersteller selbst ins Visier nehmen. Der Verdacht von Noch- Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes, den eine Untersuchung von 2009 untermauert: M&ouml;glicherweise unlautere Absprachen zwischen den Herstellern teurer Patentmedikamente und denen g&uuml;nstiger Nachahmerprodukte treiben die Kosten f&uuml;r Arzneimittel unn&ouml;tig in die H&ouml;he.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deutschland\/Pharmaindustrie-EU-Kommission;art122,3016885?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Werner R&uuml;gemer: Profit ohne Risiko<\/strong><br>\nPublic Private Partnership: Die Pl&uuml;nderung des Staates. Die Spatzen pfeifen es von den D&auml;chern: Die Steuersenkungsman&ouml;ver der schwarz-gelben Bundesregierung richten die Finanzen der L&auml;nder und insbesondere der Kommunen zugrunde. Damit wird zugleich auch die lokale Infrastruktur &ndash; von Schulen &uuml;ber Bahngleise bis hin zu Museen und Bibliotheken &ndash; nachhaltig besch&auml;digt. Als &raquo;Ausweg&laquo; aus diesem hausgemachten Dilemma beschw&ouml;rt die Bundesregierung das Konzept der Public Private Partnership (PPP), zu Deutsch: &Ouml;ffentlich-Private Partnerschaft. Dieser vermeintliche &raquo;Ausweg&laquo; ist keineswegs neu. Mit der Begr&uuml;ndung, der verschuldete Staat m&uuml;sse zur Infrastrukturerneuerung privates Kapital mobilisieren, und Privatunternehmen k&ouml;nnten ohnehin besser wirtschaften, entwickelte bereits die Labour-Regierung Tony Blairs Ende der 90er Jahre in England das Konzept der PPP, das mittlerweile weltweit angewandt wird. Dabei zeigt sich, wie bei fr&uuml;heren Formen der Privatisierung, da&szlig; die hochfliegenden Versprechungen nicht eingehalten werden. Dennoch forcieren Regierungen, Banken und Investoren PPP mehr denn je. Auf diese Weise droht eine zweite gro&szlig;e Privatisierungswelle &ndash; mit desastr&ouml;sen Folgen. Zugleich nehmen aber auch Kritik, Widerstand und die Suche nach Alternativen zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/01-30\/028.php?print=1\">JungeWelt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ein bisschen Standrecht<\/strong><br>\nLediglich SpOn befa&szlig;t sich am Rande mit einem Plan von Vorw&auml;rtsverteidiger Guttenberg, einen weiteren Meilenstein zur Militarisierung Deutschlands zu setzen. Eine &ldquo;Milit&auml;rstaatsanwaltschaft&rdquo; h&auml;tte er gern, Leute, die &ldquo;vom Fach&rdquo; sind und wohl aus der Perspektive des Metzgers den Tierschutz betrachten. Der stille Abschied vom &ldquo;B&uuml;rger in Uniform&rdquo; und der Parlamentsarmee, die Schritt f&uuml;r Schritt zum Staat im Staate wird, kommt im Schatten der humanistischen Mission Afghanistan hervorragend voran.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/feynsinn.org\/?p=2470\">Feynsinn<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Regierung schafft 1000 neue Stellen &ndash; in der neuen Regierung<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will in ihren Ministerien und nachgeordneten Beh&ouml;rden rund tausend neue Stellen schaffen. Deshalb habe das Kabinett eine seit Jahren bestehende Sparvorschrift aufgehoben, berichtet der &ldquo;Spiegel&rdquo; in seiner morgen erscheinenden Ausgabe unter Berufung auf den Regierungsentwurf f&uuml;r den Haushalt 2010. H&auml;tten die Ministerien fr&uuml;her durchschnittlich 1,5 Prozent pro Jahr und zuletzt noch 0,6 Prozent ihrer Stellen einsparen m&uuml;ssen, so gebe es im aktuellen Haushaltsentwurf keine entsprechenden Vorgaben. &ldquo;Das animiert Minister, ihren Apparat weiter auszubauen&rdquo;, kritisierte der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Carsten Schneider. Anders als im Wahlkampf versprochen stockte Schwarz-Gelb demzufolge in zahlreichen Ministerien das Personal auf. So habe Arbeitsministerin Ursula von der Leyen eine neue Unterabteilung &ldquo;Kollektives Arbeitsrecht&rdquo; gebildet. CSU-Verkehrsminister Peter Ramsauer habe die Zahl der Unterabteilungen auf 23 und die Zahl der Referate um 9 Einheiten erh&ouml;ht. Ein Sprecher Ramsauers hingegen bezeichnete die Organisation des Ministeriums als &ldquo;logisch, modern und b&uuml;rgernah&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.firmenpresse.de\/pressinfo157730.html\">firmenpresse.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>R&ouml;ttgen baut um<\/strong><br>\nZuerst klang es nach einer S&auml;uberungswelle, was die Naturschutzverb&auml;nde &uuml;ber Personalentscheidungen aus dem Umweltministerium h&ouml;rten: Offenbar wollte der neue Ressortchef Norbert R&ouml;ttgen (CDU) unliebsame Ministerialbeamte entmachten, die einst der gr&uuml;ne Minister J&uuml;rgen Trittin eingestellt hatte. Doch inzwischen zeichnet sich ein komplexeres Bild ab:<br>\nR&ouml;ttgen baut sein Haus scheinbar grundlegend um. Umweltorganisationen und Oppositionsabgeordnete f&uuml;rchten, dass dahinter eine Abkehr vom bevorzugten Aufbau der erneuerbaren Energien steckt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2248146_Umweltministerium-Roettgen-baut-um.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>FDP-Vize w&uuml;tet gegen Hotel-Steuergeschenke<\/strong><br>\nVerbissen verteidigte die FDP ihre Steuersenkungen f&uuml;r Hoteliers &ndash; jetzt rudert der Parteivize zur&uuml;ck. Im SPIEGEL fordert Andreas Pinkwart, das Gesetz m&uuml;sse ausgesetzt werden. P&uuml;nktlich vor der NRW-Wahl beklagt er, man habe ein &ldquo;b&uuml;rokratisches Monstrum&rdquo; geschaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-675044,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Selbst bei dieser aus Not geborenen Rettungsstrategie angesichts fallender Umfragewerte in NRW schiebt der FDP-Politiker den schwarzen Peter den schwarzen Peter letztlich Wolfgang Sch&auml;uble und seinem Ministerium zu: &ldquo;Dilettantismus oder Absicht &ndash; die Umsetzung aus dem Finanzministerium hat jedenfalls ein b&uuml;rokratisches Monstrum geschaffen&rdquo;. <\/em><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>FDP und Steuern: Verd&auml;chtig sp&auml;te Einsicht<\/strong><br>\nNichts bef&ouml;rdert die politische Einsicht so effektiv wie schlechte Umfragen und herannahende Wahltermine. J&uuml;ngstes Beispiel: Andreas &ldquo;Panik&rdquo; Pinkwart, FDP und der Mehrwertsteuer- Rabatt der Hoteliers.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/FDP-Mehwertsteuer-Hoteliers;art141,3016869?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Linker Thinktank: &bdquo;Solidarische Moderne&ldquo;<\/strong><br>\nSozialdemokraten, Linke und &Ouml;kologen wollen eine Denkfabrik gr&uuml;nden, die rot-rot-gr&uuml;ne B&uuml;ndnisse mit Argumenten f&uuml;ttern soll. Zu den Gr&uuml;ndern geh&ouml;ren neben Scheer die fr&uuml;here SPD-Landeschefin Andrea Ypsilanti aus Hessen, der gr&uuml;ne Europaabgeordnete Sven Giegold, Mitgr&uuml;nder von Attac, und die linke Bundestagsabgeordnete Katja Kipping.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/485\/501738\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Der lebenslange Makel der arm Geborenen<\/strong><br>\nDas britische Gremium f&uuml;r nationale Gleichheit ist schockiert &uuml;ber die Ergebnisse einer Untersuchung der Verh&auml;ltnisse im K&ouml;nigreich, wie es sie noch nie zuvor gab.<br>\nAuf 460 Seiten k&ouml;nnen Briten seit heute nachlesen, was die Spatzen seit der Regierung Thatcher von den D&auml;chern pfeifen: dass sich die Schere zwischen den wohlhabenden und den &auml;rmeren Schichten seit den 1980er Jahren immer weiter ge&ouml;ffnet hat. Der seit l&auml;nger als einem Jahrzehnt regierenden Labour-Partei stellt der Bericht &ldquo;An Anatomy of Economic Inequality in the UK&rdquo; in diesem Zusammenhang ein denkbar schlechtes Zeugnis aus: Der politischen Vertretung der sozial schlechter Gestellten, so zumindest der klassisch-konstitutive Anspruch der Labour-Partei, ist es nicht gelungen, die Kluft zu verringern. Im Gegenteil: f&uuml;r die Jahre 2007-2008 notiert der Bericht das h&ouml;chste Ma&szlig; an Ungleichheit der Einkommen seit den fr&uuml;hen Nachkriegsjahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/146977\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>US-Regierung baut Raketen-Abwehrsysteme gegen Iran in Golfregion aus<\/strong><br>\nKriegsschiffe und Patriot-Systeme sollen die Region beruhigen, den Iran einsch&uuml;chtern und Israel von Angriffen auf den Iran abhalten.<br>\nDie US-Regierung will den Iran wegen seines Atomprogramms weiter unter Druck setzen. Pr&auml;sident Obama hatte auch in seiner Rede an die Nation mit Konsequenzen gedroht, wenn der Iran weiter Uran wiederaufbereiten will. Geplant sind neue Sanktionen, die sich gegen die Revolution&auml;ren Garden richten. Sie sollen das heimliche Atomwaffenprogramm betreiben. Die iranische F&uuml;hrung machte erneut deutlich, dass sie sich nicht von Sanktionen einsch&uuml;chtern lassen und unter allen Umst&auml;nden am angeblich friedlichen Atomprogramm festhalten will.<br>\nIm Vorfeld der Sanktionen hat das Pentagon nun nach Medienberichten Kriegsschiffe in die Region geschickt und in Katar, Kuwait, den Vereinten Arabischen Emiraten und Bahrain Patriot-Raketenabwehrsysteme installiert, &uuml;ber die Israel und Saudi-Arabien bereits verf&uuml;gen. Damit soll der Iran davon abgehalten werden, auf die Sanktionen m&ouml;glicherweise mit Raketenangriffen zu reagieren.<br>\nVermutlich will die US-Regierung mit der Aufr&uuml;stung aber auch Israel davon abhalten, die iranischen Atomanlagen eigenm&auml;chtig anzugreifen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/147001\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Kanada: Allein raus aus Afghanistan<\/strong><br>\nIst Kanada ein Vorbild? Nachdem das Land hohe Verluste zu beklagen hatte, beschloss das kanadische Parlament den Abzug aus Kandahar bis Ende 2011.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2010%2F01%2F30%2Fa0148&amp;cHash=137a4138aa\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Sollte unsere Regierung auch erst nach 139 Todesopfern unter den Soldaten reagieren?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Kolumbien: Bis zu 2000 Leichen in Massengrab<\/strong><br>\nIn Kolumbien ist mutma&szlig;lich das gr&ouml;&szlig;te Massengrab in der Geschichte Lateinamerikas entdeckt worden. Bis zu 2000 Leichen sollen in den vergangenen f&uuml;nf Jahren in dem Gebiet La Macarena, rund 200 Kilometer s&uuml;dlich der Hauptstadt Bogot&aacute;, von Milit&auml;rs verscharrt worden sein. Anwohner und Menschenrechtsorganisationen bef&uuml;rchten nun, dass es sich bei zahlreichen Opfern um unschuldige Zivilisten handelt. Die kolumbianische Armee k&auml;mpft in dem Gebiet mit gut 21.000 Soldaten gegen die linksgerichtete Guerillaorganisation FARC. In La Macarena sind nach Berichten lateinamerikanischer Medien seither immer wieder Jugendliche und Aktivisten sozialer Organisationen verschwunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.amerika21.de\/nachrichten\/inhalt\/2010\/jan\/kolu-8267383-grab\/\">amerika21.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Chronist des Widerstands: Ein Nachruf auf den Historiker Howard Zinn<\/strong><br>\nZinn war eine der bedeutendsten Personen der US-amerikanischen Linken. Er schrieb ann&auml;hernd 50 B&uuml;cher &uuml;ber die US-Au&szlig;enpolitik, die Kriege in Vietnam und Irak sowie die Geschichte des Widerstandes in den Vereinigten Staaten. Er verfasste Dramen &uuml;ber die Anarchistin Emma Goldman und Karl Marx. Sein bekanntestes Werk ist &raquo;Eine Geschichte des amerikanischen Volkes&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/01-30\/066.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Einen guten &Uuml;berblick &uuml;ber Leben und Werk von Howard Zinn sowie viele Links auf weitere Artikel bietet <a href=\"http:\/\/www.howardzinn.org\/default\/index.php\">diese Website<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Zeitzeugen: Ursula Engelen-Kefer<\/strong><br>\nSendefassung<br>\nAutor: Burchardt, Rainer<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/aod\/html\/?broadcast=684352\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Studieren in Bayern wird vermutlich teurer<\/strong><br>\nDas Studium in Bayern k&ouml;nnte bald teurer werden. Grund ist, dass staatliche Zusch&uuml;sse f&uuml;r die Studentenwerke &ndash; die Betreiber der Mensen der Universit&auml;ten &ndash; drastisch gek&uuml;rzt wurden.<br>\nRund 35 Prozent weniger gegen&uuml;ber dem bisherigen Haushaltsplan will der Freistaat Bayern 2010 f&uuml;r Studenten ausgeben und so 2,6 Millionen Euro einsparen. Im Jahr 2009 betrug der so genannte &ldquo;Mensa-Zuschlag&rdquo; noch rund 6,7 Millionen Euro. Damit wurden Studentenwohnheime finanziert, Beratungsangebote geschaffen und vor allem preiswerte Essen in den universit&auml;ren Mensen angeboten. Der Freistaat ist nach dem Bayerischen Hochschulgesetz dazu verpflichtet, die notwendigen Mittel daf&uuml;r zur Verf&uuml;gung zu stellen. Die H&ouml;he ist allerdings nicht festgelegt.<br>\nBegr&uuml;ndet wird die K&uuml;rzung mit dem angespannten Haushalt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/Home\/Nachrichten\/Bayern\/Artikel,-Studieren-in-Bayern-wird-vermutlich-teurer-_arid,2056263_regid,2_puid,2_pageid,4289.html\">Augsburger Allgemeine<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Demonstrationsfreiheit!<\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/media.de.indymedia.org\/images\/2010\/01\/272101.jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"475\" src=\"http:\/\/media.de.indymedia.org\/images\/2010\/01\/272101.jpg\" alt=\"Bundesweite Demo in Frankfurt am Main\" title=\"Demonstrationsfreiheit\"><\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.indymedia.org\/2010\/01\/272099.shtml\">indymedia.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Poeme<\/strong><br>\n<blockquote><p><strong>Utopie<\/strong><\/p>\n<p>Der Mensch soll:<\/p>\n<p>nicht hungern<br>\nsauberes Wasser trinken<br>\nein Dach &uuml;ber dem Kopf besitzen<br>\nlesen und schreiben k&ouml;nnen<br>\nseine Sprache sprechen<br>\nseinen Glauben praktizieren<br>\nsich frei bewegen<br>\nden Anderen respektieren<br>\nkeine Gewalt aus&uuml;ben<br>\ndie Sch&ouml;pfung pflegen<br>\neiner Arbeit nachgehen<br>\nnach Gl&uuml;ck streben<\/p>\n<p>Warum nur<br>\nist das utopisch<br>\nin dieser Welt? <\/p>\n<p><strong>Die Reichen<\/strong><\/p>\n<p>Die Reichen<br>\numgeben sich<br>\nmit hohen Mauern<br>\nhaben sie so viel<br>\nzu verbergen?<\/p>\n<p>&Uuml;ber Geld<br>\nreden sie nicht<br>\nes ist ihnen unangenehm<br>\nschlie&szlig;lich wissen sie<br>\nwie sie es erworben haben<\/p>\n<p>Ihre Netzwerke<br>\nsind langlebiger als Stahl<br>\nsie verbinden Generationen<br>\nund setzen sich<br>\n&uuml;ber L&auml;ndergrenzen hinweg<\/p>\n<p>Wo es Reiche gibt<br>\nmuss es auch Arme geben<br>\nsie sind ihnen l&auml;stig<br>\nf&uuml;r sie ist das eine Frage der &Auml;sthetik<br>\nArmut ist h&auml;sslich<\/p>\n<p>Zu Ostern und Weihnachten<br>\ngehen sie in die Kirche<br>\ndann erwacht ihr Sinn<br>\nf&uuml;r mildt&auml;tige Gaben<br>\ndie sie wie Luftk&uuml;sse verteilen<\/p>\n<p>Ich beneide sie nicht<br>\nallzu sinnf&auml;llig ist<br>\nwie schwer sie<br>\nan ihrer Last<br>\nzu tragen haben<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Joke Frerichs: Selbstgespr&auml;che. Gedichte und Poeme, 200 Seiten, Verlag Books on Demand. Das Buch kann direkt beim Verlag oder z.B. portofrei bei lesen.de zum Preis von 23,90 Euro bestellt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Steuerbetrugsaff&auml;re; Sozialschmarotzer; die Gro&szlig;en werden gr&ouml;&szlig;er; Lehman-Abfindungen; ein Risiko-Bankenvorstand packt aus; von der Leyen: sanft reden, hart zupacken; Euro-Zone: h&ouml;chste Arbeitslosigkeit; kein Auskommen mit dem Einkommen; Kopfpauschale macht Schweizer ungl&uuml;cklich; PPP: Profit ohne Risiko; Regierung schafft Stellen, bei sich; NRW-FDP flattert; linker Thinktank; Stigma Armut; Raketen gegen den Iran;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4490\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4490","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4490","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4490"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4490\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4490"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4490"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4490"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}