{"id":44990,"date":"2018-07-17T08:16:57","date_gmt":"2018-07-17T06:16:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44990"},"modified":"2018-07-17T08:16:57","modified_gmt":"2018-07-17T06:16:57","slug":"hinweise-des-tages-3162","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44990","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44990#h01\">Gipfeltreffen in Helsinki<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44990#h02\">Precht versus Butterwegge &ndash; Ein besseres Leben f&uuml;r alle oder das Ende des Sozialstaats?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44990#h03\">Nach Jakob Augstein jetzt auch Rainer Hank: Sozialstaat ist voll Nazi<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44990#h04\">Milliarden f&uuml;rs Mitreden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44990#h05\">Schlimmste Steuertrickser erhalten Millionen-Beraterhonorare der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44990#h06\">Von Trumps Kritik an Europa und der Nato profitiert nun eine bestimmte Branche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44990#h07\">Deutschlands Mietmarkt ist kaputt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44990#h08\">Kapitulation vor der Masse an Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44990#h09\">Qu&auml;lbarer Leib<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44990#h10\">Post will Brieftr&auml;ger offenbar vom Vorruhestand ausschlie&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44990#h11\">K&uuml;nftiger Pr&auml;sident k&uuml;rzt sich das Gehalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44990#h12\">Chinas Sozialkreditsystem. Eine Hinterfragung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44990#h13\">Die Gef&auml;hrdung der Menschenw&uuml;rde &ndash; warum man f&uuml;r das &ldquo;Pro&amp;Contra&rdquo; zu privater Seenotrettung in der &ldquo;Zeit&rdquo; dankbar sein sollte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44990#h14\">Digitalpolitik &ndash; Trump poltert, China investiert, Europa schl&auml;ft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44990#h15\">Breitscheidplatz: Wie lief der Anschlag genau ab?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44990#h16\">Mit Drogenpolitik wird Sozial- und Migrationspolitik gemacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44990#h17\">Was hat der fiese Weizen nur gegen Schwedens Kronprinzessin?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44990#h18\">Gealterter Idealismus: Zur Kritik von 1968 aus heutiger Zeitlage<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gipfeltreffen in Helsinki<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>US-Reaktionen auf Helsinki &ndash; &ldquo;Vor einem Tyrannen selbst erniedrigt&rdquo;<\/strong><br>\nNach dem Treffen zwischen US-Pr&auml;sident Trump und Kremlchef Putin f&auml;llt die Bewertung in den USA weitgehend negativ aus. Demokraten wie Republikaner kritisierten Trumps Auftritt. Der US-Pr&auml;sident verteidigte sich.<br>\nDie &Auml;u&szlig;erungen von US-Pr&auml;sident Donald Trump bei der Pressekonferenz mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin haben in Washington partei&uuml;bergreifend emp&ouml;rte Reaktionen ausgel&ouml;st. Die oppositionellen Demokraten bezeichneten den Auftritt Trumps als &ldquo;besch&auml;mend&rdquo;. In der gesamten Geschichte der USA habe noch nie ein Pr&auml;sident einen &ldquo;Widersacher&rdquo; derart unterst&uuml;tzt, wie dies Trump jetzt getan habe, erkl&auml;rte der Chef der Demokraten im Senat, Chuck Schumer. &ldquo;Er stellt sich selber &uuml;ber das Land.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/putin-trump-119.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Dieser Beitrag grenzt an Volksverhetzung.<\/em><\/p>\n<p><em>Die NachDenkSeiten werden im Laufe des Tages noch eine ausf&uuml;hrliche kommentierte Presseschau zu diesem Thema ver&ouml;ffentlichen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ein &ldquo;sehr konstruktiver Tag&rdquo; und &ldquo;Schritte in eine bessere Zukunft&rdquo;<\/strong><br>\nDonald Trump und Wladimir Putin sprechen in Helsinki &uuml;ber Abr&uuml;stung, Korea, den Iran, Syrien, die Ukraine und das russisch-amerikanische Verh&auml;ltnis<br>\nDas finnische Helsinki gilt seit den Zeiten des Kalten Krieges als neutrales Terrain zwischen Washington und Moskau, auch wenn es geografisch der einen Hauptstadt viel n&auml;her ist als der anderen. Hier fanden von den 1970er bis in die 1990er Jahre die OSZE-Vorl&auml;uferkonferenzen &uuml;ber Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) statt, an denen sich auch die USA beteiligten. Das d&uuml;rfte einer der Gr&uuml;nde sein, warum Donald Trump Helsinki neben der mit einer &auml;hnlichen Tradition behafteten &ouml;sterreichischen Hauptstadt Wien f&uuml;r sein erstes Treffen mit Wladimir Putin ins Auge fasste und schlie&szlig;lich ausw&auml;hlte: Mit dieser Erinnerung an den Kalten Krieg signalisiert er seinen W&auml;hlern und der Welt&ouml;ffentlichkeit gleichzeitig Distanz und Ann&auml;herung zu Russland.<br>\nKonkreter Ort des Treffens war der Amtssitz des finnischen Pr&auml;sidenten Sauli Niinist&ouml;, mit dem der US-Pr&auml;sident vor dem um etwa 45 Minuten versp&auml;teten Eintreffen seines russischen Amtskollegen fr&uuml;hst&uuml;ckte und dem er auf Fragen zur Tagesordnung sagte, &ldquo;alles&rdquo; werde &ldquo;gut&rdquo;. Tats&auml;chlich gab es keine feste Tagesordnung, sondern lediglich eine grobe Teilung in zwei H&auml;lften: In ein zweieinhalbst&uuml;ndiges fr&uuml;hes Nachmittagsgespr&auml;ch zwischen den beiden Pr&auml;sidenten, bei dem lediglich Dolmetschern und Protokollanten anwesend waren, und in darauf folgende Unterhaltungen unter Einbeziehung der beiden Delegationen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Ein-sehr-konstruktiver-Tag-und-Schritte-in-eine-bessere-Zukunft-4111378.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Precht versus Butterwegge &ndash; Ein besseres Leben f&uuml;r alle oder das Ende des Sozialstaats?<\/strong><br>\nRichard David Precht und Christoph Butterwegge im Gespr&auml;ch mit Simone MillerWenn Maschinen immer mehr Arbeit &uuml;bernehmen, brauchen wir ein bedingungsloses Grundeinkommen, meint der Philosoph Richard David Precht. Der Politologe Christoph Butterwegge h&auml;lt das f&uuml;r falsch: Ein Grundeinkommen h&ouml;hle den Sozialstaat aus.<br>\nFinanzbeamte, Bankangestellte, Call-Center-Mitarbeiter &ndash; schon bald werden die meisten von ihnen voraussichtlich nicht mehr gebraucht, und Computer erledigen ihre Aufgaben. Von diesem Szenario ist der Philosoph Richard David Precht &uuml;berzeugt. Er sieht die Industriestaaten an der Schwelle zu einem &ldquo;zweiten Maschinenzeitalter&rdquo;. Die Digitalisierung bringe einen tiefgreifenden Wandel der Arbeitswelt mit sich:<br>\n&ldquo;Ich glaube, dass wir in eine Zeit kommen, in der ein Teil jener Berufe, die man algorithmisieren kann, tats&auml;chlich algorithmisiert wird, und zwar &uuml;berall dort, wo Menschen nicht dezidiert Wert darauf legen, mit Menschen zu tun zu haben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/precht-versus-butterwegge-ein-besseres-leben-fuer-alle-oder.2162.de.html?dram:article_id=422870\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Prechts &Auml;u&szlig;erungen sind wirklich erschreckend. Man fragt sich unweigerlich, womit er eigentlichen den Ruf eines kritischen Vordenkers verdient hat. Seine Aussagen zum Grundeinkommen schwanken jedenfalls zwischen Banalit&auml;ten, Dummheiten und ungeschminktem Sozialrassismus. Dazu passt diese Passage aus dem Gespr&auml;ch, die im &bdquo;philosophie Magazin&ldquo; abgedruckt wurde &hellip;<\/em><\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180717-hdt-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180717-hdt-01-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Nach Jakob Augstein jetzt auch Rainer Hank: Sozialstaat ist voll Nazi<\/strong><br>\nMit einem noch perfideren Text als dem von Spiegel-Kolumnist Jakob Augstein hat der Wirtschafts-Ressortleiter der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung offengelegt, worum es beim allgemeinen Populismus-Bashing geht: Um Diskreditierung und Abbau des Sozialstaats. (&hellip;) Nur sechs Tage nach Augstein kommt die FAS mit einem Aufmacher des Wirtschaftsteils von Ressortleiter Rainer Hank unter dem Titel &bdquo;Nationalsozial&ldquo;, in dem dieser das Gleiche von sich gibt, nicht ganz so offen, aber daf&uuml;r wortreicher und voller infamer Verleumdungen und perfider Verdrehungen. Vorbild sind wieder die USA: &bdquo;Man kann offene Grenzen haben oder einen &uuml;ppigen Wohlfahrtsstaat, aber keinesfalls beides zusammen, das war dem Chicagoer &Ouml;konomen Milton Friedman schon 1978 bewusst. Amerika hat sich f&uuml;r viel Einwanderung entschieden, nimmt daf&uuml;r aber weniger Sozialstaat in Kauf.&ldquo;<br>\nSo schreibt Hank in der f&uuml;nften und letzten Spalte seines Textes. Er &uuml;bernimmt damit klar die Einsch&auml;tzung, dass offene Grenzen f&uuml;r alle mit einem Abbau des Sozialstaats einhergehen m&uuml;ssen. Vorher hat er vier Spalten lang durch selektive Auswahl von Aussagen einzelner Politiker die AfD zur &bdquo;Partei der sozialen Gerechtigkeit&ldquo; stilisiert, die das nur offiziell noch nicht sei, aber faktisch eigentlich schon. Damit treibt er die &uuml;blich gewordene Masche auf die Spitze, alle in der Bev&ouml;lkerung weithin vertretenen Positionen und W&uuml;nsche, die von der gro&szlig;en schwarz-rot-gr&uuml;nen Koalition nicht (mehr) angemessen vertreten werden, als AfD-nah und damit unanst&auml;ndig zu brandmarken. Das trifft jetzt also auch schon den Sozialstaat zur G&auml;nze. Er ist AfD-Position und damit B&auml;h. Das ist wenigstens konsequent.<br>\nBescheidene Forderungen wie die Stabilisierung des Standard-Rentenniveaus bei 50 Prozent, weit unter dem &ouml;sterreichischen Niveau, werden ebenso als Populismus abqualifiziert, wie die Kritik an der Riester-Rente, mit der sich erwiesener Ma&szlig;en nur die Finanzbranche staatlich subventioniert die Taschen vollgemacht hat. Diese Kritik ist nicht nur populistisch, sie ist sogar populistisch-antikapitalistisch, ebenso wie Forderungen nach Begrenzung der Leiharbeit und R&uuml;ckdrehen der Hartz-Gesetze, die man auch von jedem aufrechten Sozialdemokraten h&ouml;ren kann. Was an Zust&auml;nden antikapitalistisch sein soll, mit denen der bundesdeutsche Kapitalismus jahrzehntelang hervorragend gefahren ist, versucht der Chef-Wirtschaftsexperte der einflussreichen Zeitung nicht einmal ansatzweise zu erkl&auml;ren.<br>\nNebenher wird noch die angek&uuml;ndigte linke Sammlungsbewegung um Sahra Wagenknecht  im Schnellverfahren mit Nazi-Wurzeln versehen, weil sie die von Hank bevorzugte Wahl der USA ablehnt, und lieber den Sozialstaat bewahren als die Grenzen f&uuml;r alle &ouml;ffnen wolle:<br>\n&bdquo;Ihre Wurzeln hat sie in Deutschland im sogenannten Tat-Kreis der drei&szlig;iger Jahre und beim linken Fl&uuml;gel der NSDAP, die sich das Ziel eines deutschen Sozialismus auf die Fahnen geschrieben haben.&ldquo;<br>\nVoll Nazi also. Es ist schon ungew&ouml;hnlich, dass sich damit der FAS-Ressortleiter implizit der grotesk &uuml;bersteigerten Kritik der Linksterroristen und ihrer Unterst&uuml;tzer aus fr&uuml;heren Zeiten anschlie&szlig;t, wonach die Bundesrepublik ein im Kern faschistischer Staat war. Denn sie hat ja bis vor kurzem im allgemeinen Konsens die Grenzen gesch&uuml;tzt und den Sozialstaat verteidigt. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/995-hank-sozialnazis\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wer jetzt immer noch glaubt die Forderung nach offenen Grenzen sei &ldquo;human&rdquo; und nicht neoliberal, dem kann man nicht mehr helfen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Milliarden f&uuml;rs Mitreden<\/strong><br>\nDie Koch-Br&uuml;der nutzen ihr Verm&ouml;gen, um die radikale freie Marktwirtschaft in den USA zu verankern. Selbst in die Supreme-Court-Besetzung mischen sie sich ein.<br>\nDiese Personalentscheidung wird das politische und gesellschaftliche Leben in den USA auf Jahrzehnte bestimmen: US-Pr&auml;sident Donald Trump will nach dem R&uuml;cktritt von Anthony Kennedy am Montagabend einen neuen Richter f&uuml;r den Supreme Court nominieren. Zwar muss Trumps Kandidat durch den Senat best&auml;tigt werden und der Kampf um die Neubesetzung kann noch Wochen oder Monate dauern. Doch wer auch immer Kennedys Platz einnimmt, er wird bei den Mehrheitsentscheidungen der neun Richterinnen und Richter das Z&uuml;nglein an der Waage sein.<br>\nDie Besetzung ist f&uuml;r die Koch-Br&uuml;der eine gro&szlig;e Chance. Die milliardenschweren Erben eines &Ouml;l- und Chemiekonglomerats versuchen seit Jahrzehnten, ihre Ideologie einer radikalen freien Marktwirtschaft durchzusetzen. Den Staat wollen sie m&ouml;glichst kleinhalten. Dazu haben sie mit ihren Milliarden ein Netz von Dutzenden Organisationen, Thinktanks und Wahlhilfevereinen aufgebaut und finanziert. So weitreichend ist dieses Netz, dass in Washington vom Kochtopus die Rede ist. Diesen Einfluss k&ouml;nnen die Kochs nun einsetzen, um einen Richter ins Amt zu hieven, der ihren Vorstellungen entspricht.<br>\nWeitreichendere Folgen hat die Opposition von Koch gesponserter Organisationen auch auf Investitionen im &ouml;ffentlichen Nahverkehr. Nashville, bekannt als Hauptstadt der Countrymusik, plante etwa den Bau einer mehr als 40 Kilometer langen innerst&auml;dtischen Tramverbindung, au&szlig;erdem Schnellbuslinien und einen fast drei Kilometer langen Tunnel. Mit 5,4 Milliarden US-Dollar war es das gr&ouml;&szlig;te &ouml;ffentliche Bauprojekt in der Geschichte der 700.000-Einwohnerstadt. Finanziert werden sollte es durch die Erh&ouml;hung von Steuern, haupts&auml;chlich der lokalen Umsatzsteuer. Dennoch fanden sich viele Bef&uuml;rworter, darunter auch ortsans&auml;ssige Unternehmen, die das Projekt unterst&uuml;tzten. Es sollte die chronisch verstopften Stra&szlig;en entlasten und Vorstadtviertel besser an das Zentrum anbinden.<br>\nZun&auml;chst schien es nach Umfragen, dass die Ma&szlig;nahme beim Wahlgang problemlos eine Mehrheit bei den B&uuml;rgern finden w&uuml;rde. Doch dann gab es Widerstand. Neben einer Gruppe anonymer Gegner, die sich hinter einer Gesellschaft mit beschr&auml;nkter Haftung verbarg, kam er vor allem von Americans for Prosperity. Die Bahn sei eine reine Verschwendung von Steuern, behaupteten sie in Anzeigen. Mit 420.000 Telefonanrufen und 6.000 Hausbesuchen versuchten die AFP-Aktivisten, Nashvilles W&auml;hler von dem Projekt abzubringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2018-07\/supreme-court-koch-brueder-lobbyismus-freie-marktwirtschaft\/komplettansicht\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> So funktioniert &bdquo;marktkonforme Demokratie&ldquo;! Die Anh&auml;ufung riesiger Verm&ouml;gen in der Hand einiger weniger ist aktuell die gr&ouml;&szlig;te Gefahr f&uuml;r Demokratie und gesellschaftlichen Fortschritt auch in Deutschland. Vor dem Hintergrund des Diesel-Skandals und der faktischen Unt&auml;tigkeit der Politik kann jeder einfach recherchieren wer die Haupteigent&uuml;mer von VW sind. Man wird sehr schnell auf die Familien Porsche und Piech sto&szlig;en, die hierzulande in der Liga der Superreichen spielen. &Uuml;ber den fatalen Einfluss der Bertelsmann-Stiftung &ndash; hinter der die Familie Mohn steht &ndash; auf sozialpolitische Entscheidungen finden sich zahlreiche Beitr&auml;ge auf den NachDenkSeiten.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Neoliberalismus ist das ideologisch-politische Fundament f&uuml;r diese Entwicklung und das m&uuml;sste eines der Top-Themen in der &ouml;ffentlichen politischen Diskussion sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Schlimmste Steuertrickser erhalten Millionen-Beraterhonorare der EU<\/strong><br>\nDie &ldquo;Big Four&rdquo;, das sind die vier gro&szlig;en europ&auml;ischen Steuerberatungs-Unternehmen KPMG, Ernst &amp; Young, PricewaterhouseCoopers (PwC) und Deloitte. Bekannt sind die &ldquo;Big Four&rdquo;, weil sie Konzernen dabei helfen, bei der Steuer zu tricksen.  Sie machen ein Gesch&auml;ft daraus, das Geld multinationaler Konzerne vor den Steuerbeh&ouml;rden zu verstecken. Dabei agieren sie schamlos und versprechen wie PwC, dass nur jeder vierte Steuertrick als ungesetzlich eingestuft wird.<br>\nEine Studie der Organisation Corporate Europe Observatory (CEO) zeigt nun, dass ausgerechnet diese &ldquo;Big Four&rdquo; von der EU als Berater in Steuerfragen bezahlt werden. Und zwar mit Millionenbetr&auml;gen. Sie werden von den EU-Institutionen als seri&ouml;se Partner in Sachen Steuerrecht betrachtet.<br>\nSo bezahlt sie die EU-Kommission sie f&uuml;r Analysen und Studien zu Steuerfragen. W&auml;hrend die &ldquo;Big Four&rdquo; gute Gesch&auml;fte damit machen, den Konzernen beim Steuertricksen helfen, sollen sie der EU-Kommission helfen, genau das zu verhindern.<br>\nJahr f&uuml;r Jahr erhalten die &ldquo;Big Four&rdquo; von der EU-Kommission Auftr&auml;ge in Millionenh&ouml;he. Zuletzt erhielten KPMG, PwC und Deloitte Anfang 2018 eine Auftrag in der H&ouml;he von mehr als 10 Millionen Euro. Sie sollten eine Studie zum Thema &ldquo;Steuern und Z&ouml;lle&rdquo; erstellen. Worum es in dieser Studie genau geht, sagt die EU-Kommission nicht. Dabei hatten EY, PwC und Deloitte erst 2014 zum selben Thema einen Auftrag &uuml;ber 7 Millionen Euro erhalten.<br>\nInsgesamt soll die Europ&auml;ische Kommission mehr als 100 Millionen Euro f&uuml;r die Expertise der &ldquo;Big Four&rdquo; bezahlt haben &ndash; allein im Jahr 2016.<br>\nDaneben haben die &ldquo;Big Four&rdquo; Netzwerke und Organisationen etabliert, &uuml;ber die sie auf die Politik der EU Einfluss nehmen k&ouml;nnen. Auf diesem Weg beeinflussen sie die Institutionen der EU zus&auml;tzlich ideologisch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/eu-zahlt-beraterhonorare-an-grosse-steuersteuertrickser\/\">Kontraste<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Von Trumps Kritik an Europa und der Nato profitiert nun eine bestimmte Branche<\/strong><br>\nDonald Trumps Kritik an der Nato ist harsch. Kurz nach seinem Amtsantritt bezeichnete der US-Pr&auml;sident das transatlantische B&uuml;ndnis gar als &bdquo;obsolet&ldquo;. Zu einem R&uuml;ckzug der USA kam es allerdings nicht. Daf&uuml;r zu klaren Forderungen: Beim Nato-Gipfel dieser Woche bekr&auml;ftigte er eindringlich, die anderen Mitgliedstaaten m&uuml;ssten ihren Etat auf zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes erh&ouml;hen. Besonders Deutschland nahm er dabei in die Mangel.<br>\nF&uuml;r europ&auml;ische R&uuml;stungsunternehmen d&uuml;rfte Trumps Kritik an den Ausgaben der europ&auml;ischen B&uuml;ndnispartner ein willkommenes Geschenk sein. Denn durch Trumps Forderungen und den Ank&uuml;ndigungen, diesen schrittweise nachzukommen, liegen die Aktioen europ&auml;ischer R&uuml;stungsfirmen hoch in der Gunst der Anleger. Der Wert der Rheinmetall-Aktie stieg am Donnerstag um f&uuml;nf Prozent und behauptete sich am Freitag mit einem Kursplus von 0,2 Prozent. Auch der franz&ouml;sische R&uuml;stungskonzern Thales legte um 5 Prozent zu und konnte seinen Aufw&auml;rtstrend im laufenden Jahr weiter best&auml;tigen.<br>\nR&uuml;stungskonzerne rechnen mit Auftr&auml;gen in Milliardenh&ouml;he<br>\nEbenso ging es beim deutsch-franz&ouml;sischen Luftfahrt- und R&uuml;stungskonzern Airbus nach oben. Das Unternehmen, das Milit&auml;rflugzeuge wie die A400M und diverse Milit&auml;rhubschrauber herstellt, hat in diesem Jahr schon um 29 Prozent zugelegt. Die britische Firma BAE Systems nicht ganz so stark, aber immerhin um 18 Prozent. Auch in Italien waren Trumps Forderungen am Aktienmarkt zu sp&uuml;ren: Der Kurs von Leonardo stieg am Donnerstag um 4,5 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/von-trumps-kritik-an-europa-und-der-nato-profitiert-nun-eine-bestimmte-branche-2018-7\">Business Insider<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein Schelm wer bei der Medienkampagne gegen Russland an B&ouml;ses denkt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deutschlands Mietmarkt ist kaputt<\/strong><br>\nDer Wohnungsmarkt ist aus den Fugen geraten, nicht nur in Hamburg oder M&uuml;nchen. Die Immobilienpreise und Mieten sind in den vergangenen Jahren in vielen deutschen St&auml;dten in einem irrwitzigen Tempo gestiegen und haben das Wohnen zur entscheidenden sozialen Frage unserer Zeit gemacht.<br>\nAuch deswegen haben 57 000 Menschen beim SZ-Projekt #MeineMiete mitgemacht und einen umfassenden Fragebogen ausgef&uuml;llt. Die nun vorliegenden Ergebnisse sind zwar nicht repr&auml;sentativ, belegen aber dennoch, wie kaputt der Mietmarkt in Deutschland ist &ndash; und das nicht nur in Zahlen, sondern auch in Schicksalen. &Uuml;ber die standardisierten Antworten in der Umfrage hinaus haben uns fast 3000 Menschen ihre Geschichte geschickt. Zusammengenommen zeichnen diese Geschichten ein bedr&uuml;ckendes Bild des deutschen Wohnungsmarktes.<br>\nDa sind die jungen Eltern, die ihr Kind in einer WG gro&szlig;ziehen, weil sie sich die Miete f&uuml;r eine eigene Wohnung nicht leisten k&ouml;nnen. Da sind die alten Ehepaare, die sich vor dem Tod des Partners auch deshalb f&uuml;rchten, weil sie die Wohnung dann nicht mehr halten und eine neue nicht bezahlen k&ouml;nnen. Da sind die alleinerziehenden M&uuml;tter, die sich das Leben kaum mehr leisten k&ouml;nnen, weil mehr als die H&auml;lfte ihres Einkommens f&uuml;r die Miete draufgeht. Und da sind die Frauen, die vom Frauenhaus zur&uuml;ck zu ihren sie pr&uuml;gelnden M&auml;nnern ziehen, weil sie keine bezahlbare Wohnung finden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/projekte.sueddeutsche.de\/artikel\/wirtschaft\/miete-wohnen-in-der-krise-e687627\/?autologin=true\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Und nun stelle man sich vor der Druck auf dem Wohnungsmarkt w&uuml;rde sich durch &ldquo;offene Grenzen&rdquo; noch weiter potenzieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kapitulation vor der Masse an Arbeit<\/strong><br>\nWegen Personalmangel m&uuml;ssten Pflegekr&auml;fte morgens entscheiden, welche Abstriche sie bei ihren Patienten machen, kritisierte die Pr&auml;sidentin der Pflege-Berufe-Kammer Schleswig-Holstein, Patrizia Drube, im Dlf. Eine bessere Personalausstattung allein reiche aber nicht aus, um Schulabg&auml;nger f&uuml;r den Pflegeberuf zu gewinnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/pflegenotstand-kapitulation-vor-der-masse-an-arbeit.769.de.html?dram:article_id=423073\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Qu&auml;lbarer Leib<\/strong><br>\nWenige Blicke in die empirische Wirklichkeit gen&uuml;gen, um zu sehen, dass Proklamationen, denen zufolge die immaterielle Produktion die materielle abl&ouml;se, von Weltfremdheit geschlagen sind. Ebenso entbehren Visionen, &Uuml;berlegungen, Hoffnungen oder Bef&uuml;rchtungen hinsichtlich einer &raquo;menschenleeren Fabrik&laquo; immer schon jeder Grundlage. Derartige Proklamationen und Visionen suggerieren das Bild einer gleichsam k&ouml;rperlosen Arbeit. Zwar werden viele Arbeitsvorg&auml;nge in Entwicklung, Konstruktion, Produktion und Distribution mittlerweile computergest&uuml;tzt und teilweise selbststeuernd erledigt. Doch sollte man sich nicht t&auml;uschen lassen: Alleine in der deutschen Automobilindustrie sind etwa 800.000 Besch&auml;ftigte &ndash; davon die H&auml;lfte in der Produktion &ndash; und weitere 300.000 Arbeiterinnen und Arbeitern in der Zulieferindustrie t&auml;tig. Auch wenn weitere Arbeitsvorg&auml;nge durch Roboter ersetzt werden &ndash; die These, die vierte industrielle Revolution bringe eine v&ouml;llig neue und v&ouml;llig ver&auml;nderte Arbeitswelt hervor, wird von seri&ouml;sen Arbeitsforschern zur&uuml;ckhaltend bis ablehnend beurteilt. Die Vermutung l&auml;sst sich nicht von der Hand weisen, dass das Industrie-4.0-Szenario normativen Vorstellungen der Manager folgt, die dabei kaum Erleichterung und Humanisierung der Arbeit im Sinn haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/336080.qu%C3%A4lbarer-leib.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Post will Brieftr&auml;ger offenbar vom Vorruhestand ausschlie&szlig;en<\/strong><br>\nDie Deutsche Post will Jobs abbauen. Manche Beamte sollen fr&uuml;her in den Ruhestand gehen k&ouml;nnen. Eine Gewerkschaft kritisiert, dass dies ausgerechnet Zustellern verwehrt bleiben soll.<br>\nBei der Deutschen Post gibt es offenbar Streit dar&uuml;ber, welche Besch&auml;ftigten am Vorruhestandsprogramm f&uuml;r Beamte teilnehmen d&uuml;rfen. Die Gewerkschaft DPVKOM kritisierte, dass Postboten nicht ab einem Alter von 55 Jahren in den Ruhestand gehen d&uuml;rften.<br>\n&ldquo;Den Zustellern soll kein solches Angebot gemacht werden&rdquo;, sagte die DPVKOM-Bundesvorsitzende Christina Dahlhaus der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;. Dabei m&uuml;ssten sie &ldquo;die schwerste k&ouml;rperliche Arbeit bei der Post machen&rdquo;. Ein Post-Sprecher wollte sich dazu nicht &auml;u&szlig;ern.<br>\nDie Post hatte im Juni angesichts eines Gewinneinbruchs im Brief- und Paketgesch&auml;ft ein Kostensenkungsprogramm angek&uuml;ndigt. Dabei will der Konzern rund 400 Millionen Euro bereitstellen, damit verbeamtete Mitarbeiter vorzeitig in den Ruhestand gehen.<br>\nDas Angebot richte sich an &ldquo;Beamte in indirekten Funktionen&rdquo;, hatte die Post mitgeteilt. Wie viele Stellen abgebaut werden, sei noch nicht abzusehen, hatte Postchef Frank Appel gesagt. Das h&auml;nge auch davon ab, aus welchen Gehaltsgruppen Beamte das Programm in Anspruch nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/deutsche-post-gewerkschaft-kritisiert-plaene-fuer-vorruhestand-a-1218530.html\">SPON<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>K&uuml;nftiger Pr&auml;sident k&uuml;rzt sich das Gehalt<\/strong><br>\nAuch weil sie sich bereichernde, korrupte Politiker satt haben, w&auml;hlten die Mexikaner den Linkspopulisten L&oacute;pez Obrador zum neuen Pr&auml;sidenten. Der macht nun mit einem ungew&ouml;hnlichen Schritt auf sich aufmerksam: Er k&uuml;rzt sich drastisch das Gehalt.<br>\nDer designierte mexikanische Pr&auml;sident will k&uuml;nftig auf einen Gro&szlig;teil seines Gehalts verzichten. Er werde ab seinem Amtsantritt im Dezember monatlich 108.000 Pesos (etwa 4890 Euro) verdienen, sagte Andr&eacute;s Manuel L&oacute;pez Obrador in Mexiko-Stadt. Das seien rund 40 Prozent des Gehalts seines Vorg&auml;ngers, Amtsinhaber Enrique Pe&ntilde;a Nieto, der rund 270.000 Pesos (etwa 12.230 Euro) pro Monat verdient habe, sagte der Linkspolitiker, der unter dem Kurznamen AMLO bekannt ist. Er habe sich das Gehalt eigentlich noch st&auml;rker k&uuml;rzen wollen.<br>\nDie K&uuml;rzung des Pr&auml;sidentenverdiensts ist Teil von AMLOs Plan, die Kosten der B&uuml;rokratie in dem lateinamerikanischen Land zu verringern. Im Wahlkampf hatte er bereits angek&uuml;ndigt, auch die Pensionen der Ex-Pr&auml;sidenten Mexikos zu mindern. Er plane zudem, in die mexikanische Verfassung aufnehmen zu lassen, dass niemand im B&uuml;rokratie-Apparat mehr als der Pr&auml;sident verdienen d&uuml;rfe. Er werde die Initiative dem Kongress vorlegen, sagte der 64-J&auml;hrige. L&oacute;pez Obrador war am 1. Juli zum neuen Pr&auml;sidenten gew&auml;hlt worden. Er hat sich den Kampf gegen die Korruption in Mexiko auf die Fahne geschrieben.<br>\nL&oacute;pez Obrador geh&ouml;rt mit seinem neuen Gehalt zu den am schlechtesten verdienenden Staatschefs der Welt. Bundeskanzlerin Angela Merkel verdient gut 300.000 Euro im Jahr, wenn man ihr Gehalt und ihre Di&auml;t als Abgeordnete des Bundestages zusammenrechnet. Das entspricht knapp 26.000 Euro pro Monat. In Deutschland und anderen L&auml;ndern gilt es als sinnvoll, Politiker gut zu bezahlen, um einerseits die gr&ouml;&szlig;ten Talente anzulocken und andererseits ihre finanzielle Unabh&auml;ngigkeit gegen&uuml;ber Spenden sicherzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Kuenftiger-Praesident-kuerzt-sich-das-Gehalt-article20530991.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der letzte Satz ist vermutlich als Scherz gedacht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Chinas Sozialkreditsystem. Eine Hinterfragung<\/strong><br>\nBis 2020 will die chinesische F&uuml;hrung landesweite, zunehmend automatisierte Digitalsysteme zur Kontrolle und gezielten Beeinflussung des sozialen Verhaltens der gesamten Bev&ouml;lkerung einf&uuml;hren, will ein fl&auml;chendeckendes Sozialkreditsystem (SKS) aufbauen, wobei der Begriff Kredit in diesem Kontext nicht prim&auml;r finanziell zu verstehen ist. Xinyong, das chinesische Wort f&uuml;r Kredit, meint nach alter konfuzianischer Lesart vielmehr das, was bei uns unter Vertrauensw&uuml;rdigkeit verstanden wird.<br>\nJeder chinesische B&uuml;rger soll demzufolge auf der Grundlage seines allt&auml;glichen Verhaltens ein individuelles, zentral verwaltetes Punktekonto erhalten, dem er durch regelkonformes Agieren Plusz&auml;hler hinzuf&uuml;gen und dessen Stand er jederzeit &uuml;ber eine Smartphone-App abrufen kann; regelwidrige Aktivit&auml;ten werden mit Abz&uuml;gen geahndet. Neben den Beh&ouml;rden sollen auch Banken und Versicherungen, Arbeitgeber, Vermieter, Einkaufsplattformen, Reiseanbieter, Airlines und andere Interessierte aus der Privatwirtschaft Zugang zu den Bewertungsergebnissen erhalten. Und genau wie bei einer Rating-Agentur haben die Betroffenen auf die Bewertungskriterien &ndash; in Medienberichten ist von insgesamt knapp 3000 die Rede, zusammengestellt von fast 100 Regierungsstellen &ndash; ebenso wenig Einfluss wie auf verh&auml;ngte Sanktionen. Beide Bereiche werden nach Vorgaben des chinesischen Machtapparates strukturiert und ausgestaltet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/das-blaettchen.de\/2018\/07\/chinas-sozialkreditsystem-eine-hinterfragung-44881.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Gef&auml;hrdung der Menschenw&uuml;rde &ndash; warum man f&uuml;r das &ldquo;Pro&amp;Contra&rdquo; zu privater Seenotrettung in der &ldquo;Zeit&rdquo; dankbar sein sollte<\/strong><br>\nOffensichtlich muss man Mariam Lau ausdr&uuml;cklich daf&uuml;r danken, dass sie im Pro und Contra der aktuellen Zeit Offensichtliches ausspricht wie die Feststellung, dass &bdquo;die (Seenot-)Retter l&auml;ngst Teil des Gesch&auml;ftsmodells der Schlepper sind&ldquo;.<br>\nUnd daf&uuml;r danken, dass sie die Motive und Begr&uuml;ndungen der Seenot-Retter kritisch hinterfragt: &bdquo;Viele Retter begr&uuml;nden ihr Handeln unter anderem damit, dass jeder Mensch das Recht habe zu fliehen, wohin er will. Weil es so ein Recht juristisch nicht gibt, begr&uuml;nden sie es moralisch. Europa stehe, so sagt es zum Beispiel Ruben Neugebauer, Sprecher der Rettungsorganisation Sea-Watch, obendrein wegen &ldquo;kolonialer und postkolonialer Ausbeutungsprozesse&rdquo; in der Schuld der Migranten. Sie holten sich also nur einen Bruchteil dessen zur&uuml;ck, was man ihnen weggenommen habe. Diese fragw&uuml;rdige Kausalkette geht nicht nur davon aus, dass die Bewohner ehemaliger Kolonien f&uuml;r nichts verantwortlich sein k&ouml;nnen &ndash; nicht mal f&uuml;r ihr eigenes Ungl&uuml;ck &ndash;, sondern sie geht auch mit einer gewaltigen Selbst&uuml;berh&ouml;hung einher: Manche Seenotretter vergleichen sich unerschrocken mit den Fluchthelfern der DDR oder gar mit jenen, die im Zweiten Weltkrieg Juden gerettet haben.&ldquo;<br>\nDenn solche Fragen und solche Kritik machen das Wesen von Journalismus aus. Journalisten haben auch die Beweggr&uuml;nde und Begr&uuml;ndungen der vermeintlich &bdquo;Guten&ldquo; zu pr&uuml;fen. Wer allerdings den Shitstorm liest, der seit Tagen &uuml;ber die Journalistin hinein bricht, kann erkennen, wie die weltweite Konterrevolution der Autorit&auml;ren im Lager der Liberalen eine Sch&uuml;tzengraben-Mentalit&auml;t ausl&ouml;st, die einem offenen Streit nicht zutr&auml;glich ist und stattdessen die Freiheit, zu fragen und hinterfragen, einer &bdquo;liberalen Selbstzensur&ldquo; unterwirft. So h&auml;lt Heribert Prantl von der S&uuml;ddeutschen der Zeit emp&ouml;rt vor, schon allein durch das Pro und Contra die Menschenw&uuml;rde zu verletzen.<br>\nAls besonders sch&auml;ndlich gilt den emp&ouml;rten Kritikern die Frage von Mariam Lau danach, wie die Akzeptanz f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge in den demokratischen Gesellschaften des Westens zu sichern ist. Wer die Demokratie respektiert und sch&uuml;tzen will, hat sich mit ihren Fragen auseinander zu setzen: &bdquo;Stellen wir uns f&uuml;r zwei Minuten vor, wo Europa jetzt st&uuml;nde, wenn man dem Dr&auml;ngen der Menschenrechtsorganisationen nach Legalisation aller Wanderungsbewegungen, ob Flucht oder Armutsmigration, nachgegeben h&auml;tte. Nach einem Europa ohne Grenzen. Eine Million, zwei Millionen, drei Millionen. Wie lange w&uuml;rde es wohl dauern, bis die letzte demokratische Regierung f&auml;llt?&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/meedia.de\/2018\/07\/16\/die-gefaehrdung-der-menschenwuerde-warum-man-fuer-das-procontra-zu-privater-seenotrettung-in-der-zeit-dankbar-sein-sollte\/?utm_campaign=NEWSLETTER_ABEND&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">Franz Sommerfeld auf meedia<\/a>\n<p><strong>dazu: Warum nicht &uuml;ber Seenotrettung diskutieren?<\/strong><br>\n&ldquo;Private Helfer retten Fl&uuml;chtlinge und Migranten im Mittelmeer aus Seenot. Ist das legitim? Ein Pro und Contra&rdquo; &ndash; diese Einleitung einer Debatte &uuml;ber die europ&auml;ische Fl&uuml;chtlingspolitik in der Wochenzeitung &ldquo;Die Zeit&rdquo; besch&auml;ftigt die liberalen Gem&uuml;ter der Republik. Doch reagierten sie nicht mit Argumenten, sondern mit Moral und Entsetzen.<br>\nManche waren auch schockiert und getriggert, dass mal ausformuliert wurde, was schon l&auml;ngst praktische Politik ist. Dabei waren die Debattenbeitr&auml;ge nun l&auml;ngst nicht so zugespitzt, wie es die Einleitung suggerierte. Das ist ja auch nicht verwunderlich. Es ist schlie&szlig;lich bekannt, dass die &Uuml;berschrift und die Einleitung dazu dienen, mit pointierter Zuspitzung Aufmerksamkeit zu erregen.<br>\nIm Kern formuliert die langj&auml;hrige Taz-Journalistin Mariam Lau, die schon vor einigen Jahren zur &ldquo;Zeit&rdquo; gewechselt ist, die Maxime der Politik in fast allen europ&auml;ischen Staaten. Die besagt schlie&szlig;lich, um die ganz Rechten nicht noch gr&ouml;&szlig;er werden zu lassen, m&uuml;ssen die etablierten Parteien selbst Anstrengungen in der Abwehr von Migranten unternehmen.<br>\nDaf&uuml;r steht nicht nur in Deutschland aktuell der Innenminister Seehofer, daf&uuml;r stehen auch f&uuml;hrende Politiker aller anderen im Parlament vertretenen Parteien, vielleicht mit Ausnahme der meisten in der Linksfraktion. Lau bringt dieses Credo gut auf den Punkt:<br>\n&bdquo;Italien hat all dem &uuml;ber Jahre hilflos zugesehen. In den zwei Wochen, in denen ich mal an Bord eines privaten Rettungsschiffes mitgefahren bin, hat keiner der Helfer auch nur einen Gedanken daran verschwendet, wie die sozialdemokratische Regierung von Matteo Renzi ihren B&uuml;rgern erkl&auml;ren soll, dass sie Tausende von Menschen einkleiden, beherbergen und ern&auml;hren sollen, die gekommen sind, um zu bleiben &ndash; legal, illegal, ganz egal. Wie lange sich demokratische Parteien und Institutionen halten k&ouml;nnen, wenn sie in entscheidenden Fragen machtlos wirken &ndash; das ist nun einmal nicht das Problem von Leuten, die das absolut Gute tun. Nun weht ein anderer Wind in Italien. Die Regierung Renzi ist kaputt, der stellvertretende Ministerpr&auml;sident Salvini sagt: &ldquo;Wir wollen nicht zu Europas Fl&uuml;chtlingslager werden&rdquo;, und noch immer liest man in deutschen Zeitungen, Salvini errege sich &uuml;ber ein &ldquo;Pseudo-Problem&rdquo;. Ein Spaziergang durch Rom m&uuml;sste eigentlich jeden eines Besseren belehren. Auf den Stra&szlig;en ist das Elend der Fl&uuml;chtlinge nicht zu &uuml;bersehen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Warum-nicht-ueber-Seenotrettung-diskutieren-4110471.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Digitalpolitik &ndash; Trump poltert, China investiert, Europa schl&auml;ft<\/strong>\n<ul>\n<li>Chinas Wirtschaft hat Europa l&auml;ngst weit hinter sich gelassen. Insbesondere im IT-Sektor sind europ&auml;ische Konzerne chancenlos.<\/li>\n<li>Gro&szlig;e europ&auml;ische Unternehmen investieren ihr Kapital zunehmend in China.<\/li>\n<li>Die Politik schl&auml;ft, w&auml;hrend die USA und China vorbeiziehen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Was industrielle Strategien und den internationalen Wettbewerb betrifft, gibt es keinen gr&ouml;&szlig;eren Kontrast als den zwischen Europas Resignation und Chinas eiserner Entschlossenheit. Es &uuml;berrascht nicht, dass es China &ndash; und nicht Europa &ndash; war, das vorschlug, eine wechselseitige Front gegen Trumps Handels-Tobsucht zu bilden. Mit wenig Erfolg: Selbst Washingtons Schikanen k&ouml;nnen europ&auml;ische Politiker nicht aus ihrem Schlummer rei&szlig;en &ndash; oder, wahrscheinlicher, ihrem Nickerchen am Nachmittag.<br>\nKaum eine Woche vergeht ohne eine neue alarmierende Nachricht, dass Peking es mal wieder geschafft hat, Br&uuml;ssel in einem weiteren Bereich zu &uuml;berholen. Da vereinte die staatliche China Merchants Group ihre Kr&auml;fte mit der SPF Group und Centricus &ndash; Verm&ouml;gensverwalter aus Peking und London -, um einen 15-Milliarden-Dollar-Fonds zu bilden, der mit dem 100 Milliarden Dollar schweren Vision Fund von Softbank konkurrieren soll. Der wurde gegr&uuml;ndet, um weltweit in die vielversprechendsten Technologieunternehmen zu investieren. Das geschah wenige Wochen nachdem Sequoia Capital, Amerikas beste Risikokapital-Firma, die erste Fundraising-Runde f&uuml;r ihre eigene, acht Milliarden Dollar schwere Alternative zum Vision Fund beendete.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/digitalpolitik-trump-poltert-china-investiert-europa-schlaeft-1.4055245\">Evgeny Morozov in der S&uuml;ddeutschen Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Breitscheidplatz: Wie lief der Anschlag genau ab?<\/strong><br>\nObwohl mehr als eineinhalb Jahre seit dem LKW-Attentat vergangen sind, kann die Bundesanwaltschaft vieles nicht beantworten &ndash; Interview mit dem Anschlagsopfer Andreas Schwartz<br>\nZw&ouml;lf Menschen sind dem Anschlag vom 19. Dezember 2016 auf dem Breitscheidplatz in Berlin zum Opfer gefallen, Dutzende wurden zum Teil schwer verletzt, noch mehr traumatisiert. Der Attent&auml;ter war mit einem Sattelschlepper abends um 20 Uhr in die Menschenmenge des Weihnachtsmarktes bei der Ged&auml;chtniskirche gefahren. Viele Menschen wurden Ohren- und Augenzeugen der Tat. Dennoch sind bis heute zahlreiche Details unklar oder umstritten. Viele Fragen sind unbeantwortet, wie die, warum der T&auml;ter scheinbar so ohne weiteres entkommen konnte.<br>\nZwei Sonderermittler und drei parlamentarische Untersuchungsaussch&uuml;sse m&uuml;hen sich bisher mit der Aufkl&auml;rung der Hintergr&uuml;nde ab. Doch sie stellen fest, dass die Fragen mehr werden und nicht weniger. Vieles erinnert bedenklich an den ebenfalls weiterhin ungekl&auml;rten NSU-Komplex. Noch immer ermittelt die Bundesanwaltschaft das Tatgeschehen. Derweil m&uuml;ssen die Parlamentarier auf die Akten warten.<br>\nDass nicht einmal feststehen soll, was genau am Anschlagstag geschehen ist, macht die Opfer nerv&ouml;s. Viele Menschen haben Wahrnehmungen gemacht &ndash; wurden sie befragt? Was f&uuml;r Zeugenaussagen gibt es? Mit welchem Inhalt? Man fragt sich das auch, weil inzwischen Aussagen bekannt wurden, die mit dem offiziell Erkl&auml;rten nicht zusammenpassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Breitscheidplatz-Wie-lief-der-Anschlag-genau-ab-4110678.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Mit Drogenpolitik wird Sozial- und Migrationspolitik gemacht<\/strong><br>\nDer Rechtswissenschaftler Jan F&auml;hrmann &uuml;ber die Regulierung von Drogen und warum zuerst Opium und Kokain verboten wurden<br>\nJan F&auml;hrmann ist Wissenschaftler und Referent an der Hochschule f&uuml;r Wirtschaft und Recht in Berlin. Neben der Polizei- und Sicherheitsforschung besch&auml;ftigt er sich auch mit Forschungen im Bet&auml;ubungsmittelstrafrecht und mit Drogenpolitik. So hat er sich bereits mit der Geschichte der Drogenpolitik, dem neuen Psychoaktive-Substanzen-Gesetz sowie mit stoffungebundenen S&uuml;chten besch&auml;ftigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Mit-Drogenpolitik-wird-Sozial-und-Migrationspolitik-gemacht-4110411.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Was hat der fiese Weizen nur gegen Schwedens Kronprinzessin?<\/strong><br>\nTauchen Sie mit uns wieder ein in die unvergleichlich aufregende Welt der Knallbl&auml;tter. Wir geben Ihnen eine Nachricht, und Sie d&uuml;rfen raten, welche Schlagzeile die deutsche Regenbogenpresse daraus gebastelt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/uebermedien.de\/29721\/was-hat-der-fiese-weizen-nur-gegen-schwedens-kronprinzessin\/\">&Uuml;bermedien<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das Lachen bleibt einem &uuml;brigens im Halse stecken, wenn man bedenkt, dass die &bdquo;Regenbogenpresse&ldquo; eine w&ouml;chentliche Auflage von fast f&uuml;nf Millionen Exemplaren hat und damit f&uuml;r Zielgruppe &Uuml;60 wohl zu den gr&ouml;&szlig;ten Meinungsmachern geh&ouml;rt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Gealterter Idealismus: Zur Kritik von 1968 aus heutiger Zeitlage<\/strong><br>\nDer Linksidealismus von 1968 war eine Kraft, die den Weltb&uuml;rger &ndash; und als Folge ein Europa f&uuml;r die ganze Welt &ndash; wollte. Dieses Konzept wird heute gerade von jener Globalisierung aufgefressen, die durch 1968 mit erschaffen wurde. Die nun erreichten Grenzen der Globalisierung machen nicht nur eine Reform westlicher Globalisierungskonzepte n&ouml;tig, sondern zeigen auch die Grenzen des 1968 konzipierten Demokratiemodells auf. Sie zeigen, dass die europ&auml;ische Linke selbst einen Wandel von militanter Verteidigerin zivilreligi&ouml;ser Werte wie Freiheit, Gleichheit und Br&uuml;derlichkeit im Jahr 1968 (J&uuml;rgen Habermas, Bassam Tibi) zu einer Laissez-faire-Linken im Jahr 2018 durchgemacht hat.<br>\nWegen &Uuml;bertreibung postmoderner und postnationaler Post-Politik hat sie eine &Ouml;ffnung kultiviert, die eine Gegenreaktion ausl&ouml;st und vom W&auml;hler abgestraft wird, wie die j&uuml;ngsten Wahlen in Deutschland, Frankreich, &Ouml;sterreich und Italien gezeigt haben. Der Niedergang der Linken stellt die Frage nach einer Revitalisierung der &ldquo;starken&rdquo;, gesellschaftsverteidigenden &ndash; und damit aktiv an Werte und Grenzen gebundenen &ndash; Ideale von 1968, ohne die die bisherige Linke weiter in einen Abstieg hineintaumeln k&ouml;nnte, der sie der Bedeutungslosigkeit preisgibt. &hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Gealterter-Idealismus-Zur-Kritik-von-1968-aus-heutiger-Zeitlage-4093851.html?wt_mc=rss.tp.beitrag.atom\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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