{"id":4503,"date":"2010-02-05T16:46:40","date_gmt":"2010-02-05T15:46:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4503"},"modified":"2010-02-05T16:46:54","modified_gmt":"2010-02-05T15:46:54","slug":"hinweise-des-tages-2-123","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4503","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>Unter anderem zu folgenden Themen: Reiche Deutsche Bank; Banken als Hedge-Fonds; Banker vor den Richter; Deutschland ein Geldw&auml;sche-Paradies; Klage gegen Schuldenbremse; Kommunen bankrott; das Rezept der Pharmaprofiteure; Griechische Trag&ouml;die; 90 Jahre Betriebsr&auml;te; BAf&ouml;G-Bericht. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Klamme Kunden machen Deutsche Bank reich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Dem Staat reicht&rsquo;s<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">&bdquo;Banken haben wie Hedge-Fonds gehandelt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">F&uuml;r die Banker wird es eng<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Geldw&auml;sche-Paradies: OECD-Pr&uuml;fbericht kritisiert Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Die Bankenkanzlerin und ihr &bdquo;Hehlerstaat&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">M&uuml;nchau &ndash; Das Steuerzahler-Paradox<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Klage gegen Schuldenbremse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Br&uuml;derle betraut offenbar externe Berater mit Steuerreform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">DGB-Vize Buntenbach: Die Rente mit 67 muss vom Tisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">13 Millionen Riester-Renten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Bankrott deutscher Kommunen: Rezession der Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">ARD DeutschlandTrend Februar 2010: Mehrheit der Deutschen fordert von den Gewerkschaften mehr Zur&uuml;ckhaltung beim Tarifstreit im &ouml;ffentlichen Dienst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Pharmakritiker Sawicki: Das Rezept der Profiteure<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Omert&agrave; in Zossen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Sozis nun wieder gegen Sozialticket in NRW<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Neuseeland: Schafe plus Fremde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Trotzige Schweden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Griechische Trag&ouml;die<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Afghanistan, auf Dollars gebettet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">90 Jahre Betriebsr&auml;te<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">SPD-Fraktion fragt nach Wachstumstheorien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">BAf&ouml;G: Achtzehnter Bericht zur &Uuml;berpr&uuml;fung der Bedarfss&auml;tze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Rezension: An ihrer Sprache sollt ihr sie erkennen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Zu guter Letzt: Schwarz-Gelb statt Schwarzgeld<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4503&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Klamme Kunden machen Deutsche Bank reich<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank hat die Krise nicht nur weit hinter sich gelassen &ndash; mittlerweile profitiert sie m&auml;chtig von ihr: Vor allem die Anleiheflut klammer Staaten und Firmen bescherte dem Institut satte Ertr&auml;ge.<br>\nMit den Anleihen beschaffen sich die Schuldner Geld auf Kapitalmarkt &ndash; darunter eben auch Regierungen, die zur Finanzierung ihrer Notprogramme entsprechende Papiere herausgaben. Kreditinstitute wie die Deutsche Bank sind dann bei der Ausgabe und Platzierung solcher Anleihen behilflich. Es gilt eben das alte Monopoly-Prinzip: Am Ende gewinnt immer die Bank.<br>\nDer neue Supergewinn wird getragen von einem dicken Plus im Investmentbanking. Wie gehabt scheffelten vor allem die Spezialisten in London Geld. In dem vergleichsweise riskanten Kerngesch&auml;ft erzielte das Institut im vergangenen Jahr mit 3,5 Milliarden Euro rund zwei Drittel des gesamten Vorsteuergewinns. Alle anderen Sparten waren zwar auch profitabel, schrieben aber keine Milliardengewinne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/942\/502180\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Dem Staat reicht&rsquo;s<\/strong><br>\nDie Deutschbanker haben im vergangenen Jahr Milliarden verdient, vor allem im Gesch&auml;ft mit Aktien, Anleihen und Derivaten. Im Investmentbanking also, so wie es Josef Ackermann vorhergesehen hatte.&nbsp;<br>\nDoch genau deswegen hat Ackermann immer noch ein Problem.<br>\nSchlie&szlig;lich hat der Staat Milliarden in die Bankenrettung investiert, stellt die Zentralbank den Instituten das Geld quasi zum Nulltarif zur Verf&uuml;gung. Hohe Gewinne gelten da nicht als Resultat unternehmerischer Spitzenleistung, sondern als Ausdruck einer Selbstbereicherung auf Kosten der Allgemeinheit. So entwickelt die Finanzkrise ihre ganz eigene Dialektik: Je mehr Geld das Kreditgewerbe verdient, desto st&auml;rker w&auml;chst die Wut auf die Bankenbosse. Und desto lauter werden die Rufe nach strengeren Regeln.<br>\nMit einem enormen Einsatz hintertrieb das Kreditgewerbe die Regulierungspl&auml;ne. &raquo;Immer wenn eine neue Ma&szlig;nahme vorgeschlagen wird, versuchen die Banken, sie dadurch zu verhindern, dass sie auf m&ouml;gliche Nachteile hinweisen&laquo;, sagt der &Ouml;konom Adam Posen, externes Mitglied im Rat der Bank of England. &raquo;Die Strategie der Branche besteht darin, zu attackieren, aber keine eigenen Vorschl&auml;ge zu machen.&laquo;<br>\nBei einem Geheimtreffen von Bankern und Finanzaufsehern in der Basler Bank f&uuml;r Internationalen Zahlungsausgleich am 9. Januar dieses Jahres kam es deshalb zum Schlagabtausch. &raquo;Unser Eindruck war: Die haben &uuml;berhaupt nichts gelernt&laquo;, sagt einer der beteiligten Bankenkontrolleure.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2010\/06\/Banken?page=1\">Die Zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Banken haben wie Hedge-Fonds gehandelt&ldquo;<\/strong><br>\nSoll man Geldh&auml;usern das Spekulieren verbieten? Manfred Weber vom Bankenverband diskutiert mit &Ouml;konom Heiner Flassbeck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/banken\/tid-17102\/streitgespraech-finanzkrise-banken-haben-wie-hedge-fonds-gehandelt_aid_476753.html\">Focus Money<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>F&uuml;r die Banker wird es eng<\/strong><br>\nNicht nur Steuerhinterzieher m&uuml;ssen Strafe f&uuml;rchten, sondern auch die Finanzberater, die ihnen dabei helfen. Das Bankgesch&auml;ft ist gef&auml;hrlich geworden.<br>\nEs l&auml;sst sich voraussagen, dass es f&uuml;r einige der Bankmanager eng werden wird. Wenn die Ermittlungen gegen die Steuerhinterzieher anlaufen, werden sicherlich auch f&uuml;r einige Manager der Bank Aktenzeichen wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung vergeben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/32\/502268\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Geldw&auml;sche-Paradies: OECD-Pr&uuml;fbericht kritisiert Deutschland <\/strong><br>\nSchwere Vorw&uuml;rfe werden der Bundesregierung wegen nachl&auml;ssiger Geldw&auml;sche-Bek&auml;mpfung gemacht!<br>\nDie internationale Finanzarbeitsgruppe FATF bei der OECD legt am 17. Februar in Abu Dhabi einen Bericht vor. Im Entwurf, der BILD vorliegt, hei&szlig;t es:\n<ul>\n<li>Deutschland sei vom US-Au&szlig;enministerium als &bdquo;gro&szlig;es Geldw&auml;sche-Land&rdquo; eingestuft worden.<\/li>\n<li>Bei 22 von 49 Pr&uuml;fkriterien falle Deutschland durch. 17-mal erhalte Deutschland die Bewertung &bdquo;teilweise gen&uuml;gend&ldquo; und 5-mal &bdquo;ungen&uuml;gend&ldquo;.<\/li>\n<li>Mehr als 100 Milliarden Euro verliere Deutschland durch Steuerhinterziehung und Steuerbetrug, listet der Bericht unter Berufung auf Ex-Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck auf.<\/li>\n<\/ul>\n<p>UND: Der Bericht prangert &bdquo;potenzielle Sicherheitsl&uuml;cken&rdquo; bei der Geldw&auml;scheabteilung des BKA an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/politik\/2010\/02\/05\/oecd\/pruefbericht-kritisiert-deutschland-wegen-geldwaesche.html\">Bild<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Bankenkanzlerin und ihr &bdquo;Hehlerstaat&ldquo;<\/strong><br>\nImmer wenn die gro&szlig;en Wirtschaftskriminellen in Bedr&auml;ngnis geraten, entdecken ansonsten kluge und, was nicht immer dasselbe ist, juristisch geschulte Menschen &ldquo;den&rdquo; Rechtsstaat. Tats&auml;chlich eignet er sich hervorragend, den Kapital-Verbrechern unter den Herrschaften der demokratiefreien Chefetagen den R&uuml;cken frei zu halten und Staatsorganen bzw. der Staatsregierung Verfassungsbruch vorzuwerfen, wenn sie sich zum Beispiel hinterzogene Steuermilliarden doch noch zu holen versuchen, die ins Ausland geschafft und in Banken gebunkert werden, die ohne die Steuerkriminellen wahrscheinlich bankrott machen w&uuml;rden. Jetzt soll sogar ein CDU-Mitglied die Bankenkanzlerin Merkel wegen der Zustimmung zum Kauf geklauter Daten angezeigt haben, obgleich dies eine Ihrer wichtigsten und besten Entscheidungen war, die sie in ihrer gesamten Amtszeit getroffen hat. &Ouml;ffentlich emp&ouml;ren sich Liberale aller politischen Lager &uuml;ber den &ldquo;Hehlerstaat&rdquo;. Wer Bankgeheimnisse klaut, ist ein Dieb. Wer k&ouml;nnte das bestreiten? Wer diese Geheimnisse kauft, ist ein Hehler, auch das ist unbestreitbar. Und wenn der Rechtsstaat sie kauft, ist er das &ndash; nach formallogischer Betrachtung &ndash; auch. Denn der klassische Rechtsstaat ist der liberale Rechtsstaat. Und der war &ndash; und wo er noch besteht &ndash; meist der bedingungslose Besch&uuml;tzer des Privateigentums, gleichg&uuml;ltig, durch welche Verbrechen es erworben und durch welche es vermehrt wurde<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/businesscrime.de\/?p=557\">Business Crime Control e.V.<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>M&uuml;nchau &ndash; Das Steuerzahler-Paradox<\/strong><br>\nDie Summen, um die es bei der CD geht, sind aus volkswirtschaftlicher Sicht trivial. Der eigentliche Effekt, den die Bundesregierung mit ihrem geplanten Datenkauf erzielen wird, besteht in der Ver&auml;ngstigung gegenw&auml;rtiger und potenzieller Steuerhinterzieher. Ich gehe davon aus, dass das Ma&szlig; der Steuerhinterziehung weit gr&ouml;&szlig;er ist als offiziell gesch&auml;tzt. Wenn das so ist, dann h&auml;tte es wichtige Konsequenzen f&uuml;r die Anreizstrukturen in unserer Volkswirtschaft. Rein &ouml;konomisch gesehen ist der Kauf der Steuer-CD dann in letzter Konsequenz eine saftige Steuererh&ouml;hung f&uuml;r Deutschlands gewerbetreibende Mittel- und Oberschicht, und zwar unabh&auml;ngig davon, wie man den Vorgang rechtlich und moralisch beurteilt. Der effektive Steuersatz der Leistungstr&auml;ger, wie die FDP diese Gruppe nennt, n&auml;hert sich immer mehr den offiziellen Steuers&auml;tzen an. Der H&ouml;chststeuersatz ist nominal 45 Prozent, was plus Soli, plus Abgaben einen effektiven Steuer- und Abgabensatz von rund 50 Prozent ausmacht. Es gibt hierzu keine verl&auml;sslichen Statistiken, aber ich w&uuml;rde sch&auml;tzen, dass der effektive Steuersatz f&uuml;r einen Leistungstr&auml;ger der alten Bundesrepublik in der Gegend von einem Drittel lag und nicht bei 50 Prozent wie heute.<br>\nDie zuk&uuml;nftige deutsche Steuerpolitik wird diese Realit&auml;ten ber&uuml;cksichtigen m&uuml;ssen. Denn wenn Steuern nicht nur nominal, sondern auch real hoch sind, wird man kaum sein Geld hierzulande investieren. F&uuml;r Unternehmer, insbesondere f&uuml;r Neugr&uuml;nder, wird Deutschland zusehends uninteressant, wenn alle tats&auml;chlich so viel Steuern zahlen, wie sie eigentlich m&uuml;ssten. Das ist &uuml;brigens keine rein deutsche Problematik. Auch die Franzosen haben schon entsprechendes Datenmaterial gekauft. Und selbst die Italiener sind angesichts ihrer Haushaltslage nicht mehr bereit, gro&szlig;fl&auml;chige Steuerhinterziehung zu tolerieren. Alle werden sich die &ouml;konomischen Konsequenzen &uuml;berlegen m&uuml;ssen. Und die wiederum sind komplex. Die Steuers&uuml;nder sind zumindest noch im Inland t&auml;tig, entrichten dort Einkommensteuer, zahlen Mehrwertsteuer und besch&auml;ftigen oft noch Mitarbeiter, die ebenfalls Steuern bezahlen. Wenn diese Leistungstr&auml;ger aus irgendeinem Grund ganz ausfallen oder sich verlagern, dann sind die Verluste daraus m&ouml;glicherweise h&ouml;her als die Einnahmen, die man durch Steuereintreib-Aktionen erzielen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:kolumne-muenchau-das-steuerzahler-paradox\/50069085.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung O.P.:<\/strong> Advocatus diaboli, Wolfgang M&uuml;nchau,&nbsp; argumentiert streng &ouml;konomisch. Steuerhinterziehung ist verwerflich, aber wer Steuerhinterzieher konsequent verfolgt, muss die Steuern senken, sonst geht der deutsche Leistungstr&auml;ger mit seiner Produktion in das Ausland, wo die Steuers&auml;tze niedriger sind (oder wo er besser Steuern hinterziehen kann). Ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt. &ndash; M&uuml;nchau entdeckt sozusagen ein neues Verlagerungsmotiv: nicht die Arbeitskosten oder die Unternehmenssteuer, sondern die Einkommensteuer der Manager und Unternehmer der gewerbetreibende Mittel- und Oberschicht. Ich stelle mir schon vor, wie unsere mittelst&auml;ndischen Zulieferer in die Schweiz ziehen und &ldquo;just in time&rdquo; &uuml;ber die Schweizer Stra&szlig;en donnern um z.B. Auspuffrohre&nbsp; nach Wolfsburg zu VW zu liefern. Die Stra&szlig;enmaut ist dort viermal so hoch wie in Deutschland und gilt dort auf allen Stra&szlig;en und f&uuml;r alle Lkws. Nat&uuml;rlich muss man kantonal differenzieren, Z&uuml;rich mit einem Spitzensteuersatz von ca. 40 Prozent kommt nicht mehr in Frage, dann schon eher Obwalden &ndash; schon der Name klingt verf&uuml;hrerisch. Andere L&auml;nder kommen kaum mehr in Frage, da ja, worauf M&uuml;nchau auch hinweist, das alteurop&auml;ische Umfeld auch steuersensibel geworden sind. Da w&auml;ren nat&uuml;rlich noch unsere osteurop&auml;ischen Nachbarn: Slowakei (19%&nbsp; Flat Tax), Tschechien (15% Flat Tax). Nat&uuml;rlich h&auml;ngt da auch noch die Frage in der Luft, bleibt es bei der Flat Tax? Polen mit einem Spitzensteuersatz von 40 % ist leider nicht sonderlich attraktiv. Und wie ist das mit der deutschen Belegschaft, zieht die auch um? Aber vielleicht gibt es in diesen L&auml;ndern doch noch mehr qualifiziertes Personal, als bisher h&auml;nderingend gesucht? Bliebe nat&uuml;rlich China, 400. 000 Ingenieure j&auml;hrlich! Ach Herr M&uuml;nchau, ich bef&uuml;rchte, es scheitert schon daran, dass unsere &ldquo;Leistungstr&auml;ger&rdquo; doch nicht so weltoffen sind, um eben einmal Tschechisch oder chinesisch zu lernen. Trotzdem, netter Versuch, der FDP ein Argument an die Hand zu geben: wenn schon keine Steuerhinterziehung, dann wenigstens Steuersenkung. Interessant ist, dass Wolfgang M&uuml;nchau zwar die Summen auf der CD f&uuml;r trivial h&auml;lt, aber mehr oder weniger die gesamte gewerbetreibende Mittel- und Oberschicht verd&auml;chtigt, Steuern zu hinterziehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Klage gegen Schuldenbremse<\/strong><br>\nGegen die Schuldenbremse der Bundesregierung hat der Landtag von Schleswig-Holstein Klage beim Bundesverfassungsgericht eingereicht.&nbsp;Das gab Landtagspr&auml;sident Torsten Geerdts (CDU) am Donnerstag in Kiel bekannt.<br>\nLaut der Kernaussage der Klageschrift verlieren die Bundesl&auml;nder mit der Verankerung eines strikten Schuldenverbots im Grundgesetz &ldquo;einen wesentlichen Teil ihrer haushaltspolitischen Gestaltungsm&ouml;glichkeiten&rdquo;. Damit versto&szlig;e die Regelung gegen das verfassrechtlich garantierte Bundestaats- und Demokratieprinzip.<br>\nBei aller Notwendigkeit einer nachhaltigen Schuldenregelung im Interesse kommender Generationen, gehe es aus Sicht des Landtags dabei aber auch um die &ldquo;Verteidigung der L&auml;nderhoheit gegen&uuml;ber dem Bund&rdquo;, so Geerdts. Die Klage habe daher eine generelle politische Sto&szlig;richtung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/deutschland\/Klage-gegen-Schuldenbremse_aid_815925.html\">Rheinische Post<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das merken die Kieler leider zu sp&auml;t. Die L&auml;nder h&auml;tten schon lange vor der Verabschiedung der &bdquo;Schuldenbremse&ldquo; wissen m&uuml;ssen, dass sie haushaltspolitisch nichts mehr zu sagen haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Br&uuml;derle betraut offenbar externe Berater mit Steuerreform<\/strong><br>\nBundeswirtschaftsminister Rainer Br&uuml;derle (FDP) kommt einem Zeitungsbericht zufolge seinem Kabinettskollegen Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) ins Gehege. Br&uuml;derle will externe Berater beauftragen, einen umfassenden Ma&szlig;nahmenkatalog von Steuervereinfachungen zu erarbeiten, berichtet das &ldquo;Handelsblatt&rdquo; unter Berufung auf eine &ouml;ffentliche Ausschreibung des Ministeriums. Demnach sollen die Experten &uuml;ber die im Koalitionsvertrag bereits vereinbarten Steuervereinfachungen hinaus &ldquo;weitere Ma&szlig;nahmen vorschlagen&rdquo; und den Vertrag als &ldquo;nicht abschlie&szlig;end ansehen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n24.de\/news\/newsitem_5817878.html\">N24<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>DGB-Vize Buntenbach: Die Rente mit 67 muss vom Tisch<\/strong><br>\nDer gesetzliche Auftrag zur &Uuml;berpr&uuml;fung der Rente mit 67 ist sehr umfassend und bezieht sowohl die Lage auf dem Arbeitsmarkt als auch die wirtschaftliche als auch die soziale Situation &Auml;lterer ein. Mit unseren Monitoring-Berichten nehmen wir diese Rahmenbedingungen von allen<br>\nSeiten unter die Lupe. Wir werden es der Bundesregierung nicht durchgehen lassen, die Probleme klein zu reden oder nur auf den n&auml;chsten Aufschwung zu verweisen. Schon vor der Krise war die Rente mit 67 nicht zu rechtfertigen. Jetzt befinden wir uns aber in einem epochalen Einbruch der Wirtschaft, der noch lange am Arbeitsmarkt nachwirken wird. Die Fakten untermauern unsere Forderung, dass die Rente mit 67 wenigstens auf Eis gelegt werden muss. Es war ein gro&szlig;er Fehler, die Einf&uuml;hrung der Rente mit 67 zu beschlie&szlig;en, ohne dass auch nur ansatzweise Perspektiven daf&uuml;r aufgezeigt wurden, wie die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer l&auml;nger arbeiten k&ouml;nnen.<br>\nDie Rente mit 67 wird f&uuml;r die meisten unerreichbar sein und deshalb zu einer reinen Rentenk&uuml;rzung, die das Fass zum &Uuml;berlaufen bringt. Gerade in der Krise brauchen wir flexible &Uuml;berg&auml;nge und Besch&auml;ftigungsbr&uuml;cken zwischen Jung und Alt. Die Rente mit 67 muss deshalb vom Tisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gutearbeit-online.de\/archiv\/beitraege\/2010\/2010_02_24_25.pdf\">Gute Arbeit [PDF &ndash; 2.4 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>13 Millionen Riester-Renten<\/strong><br>\nAm Vormittag hat das Bundessozialministerium neue Daten zur Riester-Rente ver&ouml;ffentlicht. Demnach haben allein im letzten Quartal 2009 sich 362.000 Menschen neu f&uuml;r eine einen Riester-Vertrag zur Altersvorsorge entschieden. In 2009 stieg die Zahl der Vertr&auml;ge insgesamt um gut 1,1 Millionen auf nun 13.25 Millionen. Bundessozialministerin Ursula von der Leyen zeigt sich erfreut &uuml;ber den Zuwachs: &ldquo;Die positiven Zahlen zeigen, dass die Deutschen auch in wirtschaftlich schwieriger Zeit sehr verantwortlich Vorsorge f&uuml;r ihr Alter treffen. Das ist ein gutes Signal&rdquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/Riester-Rente-ueberspringt-13-Millionen-Grenze.html?session=95946627931634d06530465667486b47\">Ihre Vorsorge<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Dieses Internetportal ist &ndash; wir hatten das Thema zuletzt schon mehrfach &ndash; eine Initiative der Regionaltr&auml;ger der Deutschen Rentenversicherung und der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See &ndash; wird also vermutlich durch Rentenversicherungsbeitr&auml;ge finanziert. Dass die Bundesarbeitsministerin sehr erfreut &uuml;ber den Zuwachs von Riester-Renten ist, l&auml;sst sich in diesem Leben wahrscheinlich nicht mehr &auml;ndern. Dass &bdquo;Ihre Vorsorge&ldquo; das so zitiert, kann nicht zum Vorwurf gemacht werden. Aber dann kommt wieder dieser Unfug, das Potential sei nicht ausgesch&ouml;pft, es gebe potentiell &uuml;ber 38 Millionen Riester-Rentner.<\/em><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"?p=4467#h11\">NachDenkSeiten, Hinweise des Tages vom 20.01.2010<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bankrott deutscher Kommunen: Rezession der Demokratie<\/strong><br>\nAls Kenner von Schuldenbergen k&uuml;ndigt der &ldquo;St&auml;dtetag&rdquo; die schwerste Finanzkrise der Kommunen in der Geschichte der Bundesrepublik an.&nbsp; Nicht erst jetzt zeichnet sich ab, dass die Krise eine der essentiellen Grundlagen der Kommunen weiterhin unterh&ouml;hlen wird: die kommunale Selbstverwaltung. Die Kommune wird zum Bittsteller. In diesem Prozess wird sich die Konkurrenz zwischen st&auml;dtischer Sozialpolitik und kommunaler Kulturpolitik weiterhin versch&auml;rfen, was wiederum weitere Strategien des flotten Outsourcings kultureller Leistungen beschleunigen wird. In Wuppertal soll das Schauspielhaus geschlossen werden, nicht nur in der Hauptstadt wurden Musikschulen und B&uuml;chereien aufgegeben. Sportanlagen verwahrlosen. Die kulturelle Daseinsversorgung wurde ebenso ausged&uuml;nnt wie am Mercedesstandort Sindelfingen, wo Schulen zusammengelegt und Abenteuerspielpl&auml;tze aufgegeben werden. In Oberhausen, einer Stadt, die bankrott ist, wird der Busfahrplan zusammengestrichen, Busse fahren nicht mehr bis 23, sondern nur noch bis 21 Uhr &ndash; mit Auswirkungen auf die Bilanzen des Theaters, der Kinos, der Kneipen. Angesichts dieser Strukturkrise ist ein weiterer Kollaps absehbar &ndash; ein Demokratie-relevanter. In dem Ma&szlig;e, in dem sich die Kommunen aus der Finanzierung kultureller Angebote verabschieden, verliert auch der Staat seine st&auml;ndigen Vertretungen, Name, Anschrift, Gestalt. Wo sonst vergegenst&auml;ndlichen sich Demokratie und Gemeinwesen wenn nicht gerade in ihren Institutionen. Jede Schlie&szlig;ung von Repr&auml;sentationsr&auml;umen des Staates d&uuml;rfte mental nicht ohne Folgen bleiben. Wo Jugendzentrum oder Schwimmbad, Stadtb&uuml;cherei oder Abenteuerspielplatz nicht mehr genutzt werden k&ouml;nnen, wird das Vertrauen in das Dienstleistungssystem Demokratie empfindlich gest&ouml;rt. Schwimmbad oder Stadtteilb&uuml;cherei, das Jugendzentrum oder der Spielplatz sind Schaupl&auml;tze nicht allein der Partizipation und der Integration, sondern Kommunikationsr&auml;ume, wom&ouml;glich gar einer unausgesprochenen Loyalit&auml;t zum Staat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2271455&amp;em_loc=89&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/kultur_und_medien\/feuilleton\/&amp;em_ivw=fr_feutop\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>ARD DeutschlandTrend Februar 2010: Mehrheit der Deutschen fordert von den Gewerkschaften mehr Zur&uuml;ckhaltung beim Tarifstreit im &ouml;ffentlichen Dienst<\/strong><br>\nEine Mehrheit der Deutschen fordert von den Gewerkschaften mehr Zur&uuml;ckhaltung beim Tarifstreit im &ouml;ffentlichen Dienst. 55 Prozent sind der Ansicht, &ldquo;die Gewerkschaften im &ouml;ffentlichen Dienst sollten mit ihren Forderungen zur&uuml;ckhaltender sein, weil dem Staat Geld fehlt&rdquo;. 42 Prozent sind hingegen der Meinung, &ldquo;die Besch&auml;ftigten des &ouml;ffentlichen Dienstes sollten ihre Forderungen durchzusetzen versuchen wie in anderen Branchen auch&rdquo;. F&uuml;r diese Umfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Dienstag bis Mittwoch dieser Woche 1.000 Bundesb&uuml;rger telefonisch befragt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.finanznachrichten.de\/nachrichten-2010-02\/16069592-ard-deutschlandtrend-februar-2010-mehrheit-der-deutschen-fordert-von-den-gewerkschaften-mehr-zurueckhaltung-beim-tarifstreit-im-oeffentlichen-dienst-007.htm\">Finanznachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Die Gehirnw&auml;sche funktioniert offensichtlich pr&auml;chtig. Es soll bei Tarifforderungen Zur&uuml;ckhaltung ge&uuml;bt werden, weil dem Staat (der seit Jahrzehnten kaputt gespart und privatisiert und reformiert wird) Geld fehlt. Welche Rolle spielt bei dem Ergebnis ein altes Rollenbild vom &Ouml;ffentlichen Dienst als Beh&ouml;rden- und Beamtenstaat? Welche Rolle spielen Klischees wie &bdquo;Der Staat muss schlanker werden &ndash; das k&ouml;nnen Privatunternehmen besser&ldquo;? Welche Rolle spielen Aspekte der Staatsfinanzen wie der Bankenrettungsschirm und die Steuersenkungen f&uuml;r Hotelbetriebe? Wir k&ouml;nnen es nicht beurteilen, da die komplette Studie derzeit noch nicht im Netz  verf&uuml;gbar ist &ndash; jedenfalls nicht bei Infratest-Dimap.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Pharmakritiker Sawicki: Das Rezept der Profiteure<\/strong><br>\nBetr&uuml;gen, bestechen, Studien unterschlagen: Der geschasste Pharmakritiker Peter Sawicki spricht im FR-Interview &uuml;ber seine Erfahrungen mit einer m&auml;chtigen Lobby, die Gr&uuml;nde seiner Abl&ouml;sung und das Versagen der Unternehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2272955_Interview-mit-Pharmakritiker-Sawicki-Das-Rezept-der-Profiteure.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Omert&agrave; in Zossen?<\/strong><br>\nEin Klima der Angst und des Schweigens n&uuml;tzt Rechtsextremen: Was Deutschland aus dem Kampf gegen die Mafia in S&uuml;ditalien lernen kann. Beim Einsatz f&uuml;r eine demokratische Kultur in beiden L&auml;ndern fallen einem zahlreiche Parallelen zwischen bestimmten Regionen in Italien und in Deutschland ins Auge. Denn das, was in Zossen geschehen ist, zeigt, mit welchen Bedrohungen die B&uuml;rger mancher Regionen Italiens schon lange leben m&uuml;ssen &ndash; B&uuml;rger, die sich f&uuml;r ein selbstbestimmtes und angstfreies Leben in einer demokratischen Gesellschaft einsetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F02%2F04%2Fa0142&amp;cHash=95cdf07697\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Sozis nun wieder gegen Sozialticket in NRW<\/strong><br>\nDas neue Ticket soll im August auf den Markt kommen und zwischen 15 und 23 Euro kosten &ndash; je nachdem, ob die Kunden es bereits vor oder erst nach neun Uhr nutzen. Von den acht Millionen Menschen im VRR-Raum sollen nach dem Willen von CDU und Gr&uuml;nen nicht nur Bezieher von Arbeitslosengeld II oder Grundsicherung und Asylbewerber anspruchsberechtigt sein. Auch Geringverdiener, deren Einkommen zehn Prozent &uuml;ber dem Hartz-Regelsatz liegt, profitieren von dem Sozialticket: Innerhalb ihres Wohnorts k&ouml;nnen sie den &ouml;ffentlichen Nahverkehr k&uuml;nftig beliebig oft nutzen. In den St&auml;dten zwischen D&uuml;sseldorf und Dortmund kostet die einzelne Fahrt heute 2 Euro 30, ein stadtweit geltendes Viererticket bereits acht Euro. &ldquo;F&uuml;r die Mobilit&auml;t sozial Schwacher ist das Ticket ein Meilenstein&rdquo;, sagt der Chef der Gr&uuml;nen in der VRR-Verbandsversammlung, der Dortmunder Ratsherr Mario Kr&uuml;ger. &ldquo;Wir wollen die unterst&uuml;tzen, die existenzielle Probleme haben&rdquo;, erkl&auml;rt der CDU-Fraktionschef aus Duisburg, Frank Heidenreich.<br>\n&ldquo;Das Sozialticket darf die Nahverkehrsbetriebe und die Kommunen nicht belasten&rdquo;, findet etwa der Chef der stadteigenen Essener Verkehrsbetriebe, Horst Zierold &ndash; und warnt vor zus&auml;tzlichen Einnahmeverlusten von zwei bis drei Millionen Euro im Jahr. Unterst&uuml;tzt wird der Widerstand ausgerechnet von den Sozialdemokraten im VRR. Deren Chef, der Dortmunder Ernst Pr&uuml;sse, h&auml;lt das von seiner Fraktion lange geforderte Ticket pl&ouml;tzlich f&uuml;r nicht mehr finanzierbar. Die steigenden Defizite w&uuml;rden zu weiteren Lohnk&uuml;rzungen f&uuml;hren, meint der Sozialdemokrat: &ldquo;Erkl&auml;ren Sie das mal einem Busfahrer.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2010%2F02%2F05%2Fa0135&amp;cHash=b3ac7278b0\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung O.P.:<\/strong> Da herrscht anscheinend wieder einmal der &uuml;bliche Reflex, dass das, was der politische Gegner vorschl&auml;gt, grunds&auml;tzlich des Teufels ist. Auch die Linke scheint inzwischen solchen Reflexen zu gehorchen. Selbst wenn das nur Wahlkampfman&ouml;ver sind und die Reaktion Landesverkehrsminister deutet darauf hin. Warum aber nicht dem guten Mann z. B auf die beanstandeten Ausgaben des Landesrechnungshofes hinweisen? Im Jahresbericht 2009 wurden&nbsp; insgesamt 86,6 Millionen Euro und von den nachgeordneten Rechnungspr&uuml;fungs&auml;mter 130,9 Millionen Euro beanstandet. Nat&uuml;rlich h&auml;ngt da die SPD kommunal mit drin. Noch besser w&auml;re es, mit eigenen, etwas phantasievolleren Strategien aufwarten, als auf Lohnk&uuml;rzungen bei den Busfahrern hinzuweisen. Wie w&auml;re es mit einer City-Maut und dem Ausbau des &ouml;ffentlichen Nahverkehrs?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Neuseeland: Schafe plus Fremde<\/strong><br>\nSelbst Neuseeland ist der Finanzkrise betroffen. Neuseeland ist ein Zielgebiet f&uuml;r den sogenannten &ldquo;Carry Trade&rdquo;, der die Zinsdifferenz zwischen verschiedenen L&auml;ndern ausnutzt. So liegen die Leitzinsen in den USA bekanntlich bei faktisch null Prozent; in der Eurozone sind es 1,0 Prozent. Daher verschulden sich die Spekulanten in diesen W&auml;hrungen &ndash; und tauschen das Geld dann in neuseel&auml;ndische Dollar um, weil in Neuseeland die Zinsen noch immer deutlich h&ouml;her liegen. Die rege Nachfrage wertet den Dollar auf, so dass die Spekulanten nicht nur einen Zins-, sondern auch einen Kursgewinn verbuchen k&ouml;nnen. Dieses Treiben lie&szlig;e sich nur unterbinden, wenn auch die neuseel&auml;ndische Zentralbank ihren Leitzins gen null senken w&uuml;rde, doch scheidet diese Ma&szlig;nahme schon deswegen aus, weil sich Neuseeland zwar gern als &ldquo;Exportwirtschaft&rdquo; bezeichnet, faktisch jedoch vor allem ein Importland ist &ndash; und chronisch mehr ein- als ausf&uuml;hrt. Milch und Holz bringen auf dem Weltmarkt nicht genug, um all die Autos und Maschinen zu bezahlen, die ihren Weg nach Neuseeland finden. Das Land ist &uuml;berschuldet, und die internationalen Kreditgeber erwarten nat&uuml;rlich Zinsen f&uuml;r ihre Darlehen.<br>\nUm diesem Teufelskreis zu entkommen, forciert Neuseeland eine Wachstumspolitik der eigenen Art: die Einwanderung. Seit 2000 hat sich die Zahl der Neuseel&auml;nder von 3,857 auf aktuell 4,35 Millionen erh&ouml;ht. Das Kalk&uuml;l ist schlicht und wird von den heimischen Analysten gar nicht erst geleugnet: Man spekuliert auf das Geld der Migranten. Viele von ihnen haben Besitzt&uuml;mer in der Heimat verkauft, um ein neues Anwesen in Neuseeland zu erwerben. Daf&uuml;r zahlen sie gern auch Preise, die kein Neuseel&auml;nder mehr aufbringen k&ouml;nnte, wirken die Immobilien doch billig auf die Neuank&ouml;mmlinge. Neuseeland hat sich damit auf eine besondere Form des exponentiellen Wachstums eingelassen: Die Bev&ouml;lkerung muss immer schneller steigen, damit der Lebensstandard f&uuml;r alle m&ouml;glichst stabil bleibt. Es lebt also nicht nur von seinen Schafen, sondern auch von den Fremden, an die es seine P&auml;sse austeilt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F02%2F05%2Fa0014&amp;cHash=a82ae1a096\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung O.P.:<\/strong> Sch&ouml;n, dass Ulrike Herrmann an Neuseeland erinnert. Was waren das&nbsp; f&uuml;r Debatten, als Neuseeland als &sbquo;Gelobtes Land&lsquo; der Liberalisierung und Privatisierung galt. Die fr&uuml;here Ministerpr&auml;sidentin Clark (Labour Party 1999 bis 2008), die das Land von diesem Kurs wieder abbrachte, bezeichnete die Folgen als Desaster: &bdquo;Zum Beispiel die Privatisierung der Eisenbahn und auch der Fluggesellschaft. Wir mussten beide in den letzten f&uuml;nf Jahren zur&uuml;ckkaufen, sonst h&auml;tte Neuseeland weder das eine noch das andere. In der Telekommunikation wurde aus dem Staatsmonopol ein Privatmonopol, das Mitbewerbern den Zugang verwehren konnte. Wir haben gro&szlig;e M&uuml;he, das zu korrigieren. &hellip; Die privaten Energiekonzerne &hellip; haben &uuml;ber Jahre hinweg nur den Profit abgezogen und weder in Instandhaltung noch Erneuerung des Netzes investiert. &Auml;hnlich erfolglos war der Verkauf der Banken: der Postbank und auch der Bank of New Zealand. Es gibt heute keine neuseel&auml;ndische Bank von Rang mehr, die meisten sind in australischer Hand. Und weil diese Gro&szlig;banken kein Interesse am kleinen Mann haben, konnte man in manchen St&auml;dten jahrelang kein Konto mehr er&ouml;ffnen. Die Regierung musste auch da einspringen und hat in den Postfilialen eine Bank eingerichtet.&ldquo; Dass angesichts der beginnenden Finanzkrise und schlechter Konjunkturaussichten ausgerechnet der ehemalige Investmentbanker John Key (Schwerpunkt W&auml;hrungshandel) Clark dann abl&ouml;ste ist ein besonderer Witz. Einen deutlichen Politikwechsel implizierte dieser Wechsel allerdings&nbsp; nicht.<\/em><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nzzfolio.ch\/www\/d80bd71b-b264-4db4-afd0-277884b93470\/showarticle\/519837ca-e9c2-4c20-918c-31ac11ad8045.aspx\">NZZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Trotzige Schweden<\/strong><br>\nDie Schweden pfeifen auf die Vorratsdatenspeicherung und wollen kein Gesetz dazu verabschieden. Sie ignorieren sogar eine Verurteilung durch die EU. Auch aus Angst vor der Piratenpartei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/schwerpunkt-ueberwachung\/artikel\/1\/trotzige-schweden\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Griechische Trag&ouml;die<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Fricke &ndash; Ehrenrettung f&uuml;r Griechenland<\/strong><br>\nDas Geschimpfe auf die Griechen nimmt kriminell-groteske Z&uuml;ge an. Vielleicht deshalb, weil sich bei seri&ouml;ser Ursachensuche mancher Stabilit&auml;tsmahner aus Frankfurt, Br&uuml;ssel und Berlin als mitschuldig entpuppen w&uuml;rde. Zu einem negativen Saldo geh&ouml;ren auch immer zwei Seiten: zum Beispiel eine deutsche, deren Protagonisten jahrelang alles darangesetzt haben, die eigene Wirtschaft durch Reform und Verzicht wettbewerbsf&auml;higer als andere zu machen &ndash; und die sich jetzt wundern, dass die anderen nicht mehr wettbewerbsf&auml;hig sind und dann in Krisen st&uuml;rzen.&nbsp; All das enthebt griechische Politiker nicht der Verantwortung. Das ist nur ein Teil der Geschichte. Nicht allein der griechische Staat wird jetzt von jenen Finanzh&auml;ndlern mit Panikpr&auml;mien bestraft, die er &ndash; wie andere &ndash; mit viel Steuergeld gerade vor dem Absturz und steigenden Pr&auml;mien gerettet hat. Eine solche Krise l&auml;sst sich weder durch plumpe Klischees noch durch Kontrollorgien gegen griechische Regierende beheben. Dazu geh&ouml;rt mehr: eine EU-Kommission, die aufh&ouml;rt, einen angeblich tollen Steuersenkungswettlauf zu predigen, den am Ende keiner bezahlen kann; eine Notenbank, die ihren Job auch darin sieht, &uuml;berteuerte Wechselkurse zu verhindern; oder eine Bundesregierung, die aufh&ouml;rt, Moralapostel zu spielen, und stattdessen das naive Modell aufgibt, Deutschland via sinkende eigene Anspr&uuml;che auf Kosten anderer sanieren zu wollen. Und, nat&uuml;rlich, Finanzmarktjongleure, die sich einen anderen Job suchen sollten, bevor sie den Kontakt zur Wirklichkeit komplett verlieren und das n&auml;chste Land in den Ruin spekulieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:kolumne-fricke-ehrenrettung-fuer-griechenland\/50070057.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Angst vor Domino-Effekt: Griechische Trag&ouml;die wird zum weltweiten Drama<\/strong><br>\nAn den Kapitalm&auml;rkten h&auml;lt die PIIGS-Krise &ndash; die Abk&uuml;rzung steht f&uuml;r Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien &ndash; die Investoren weiterhin in Atem. Die Risikoaufschl&auml;ge bei Kreditderivaten weiteten sich aus, die B&ouml;rsen gaben deutlich nach, &ndash; und der Euro wertete gegen&uuml;ber dem Dollar ab. &ldquo;Die Angst in Europa greift um sich. Die Verschuldungsproblematik k&ouml;nnte einen Dominoeffekt nach sich ziehen&rdquo;, sagte Toshiya Yamauchi, W&auml;hrungsstratege bei Ueda Harlow in Tokio.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/anleihen-devisen\/:angst-vor-domino-effekt-griechische-tragoedie-wird-zum-weltweiten-drama\/50070247.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung O.P.:<\/strong> Wie sch&ouml;n das sich der Euro-Kurs wieder einem normalen Niveau n&auml;hert. Der ideale, mittelfristige Wechselkurs von Euro zum US-Dollar f&uuml;r Deutschland sollte eigentlich an dem Punkt liegen, an dem die Kaufkraftunterschiede zwischen Deutschland und den USA ausgeglichen werden. Aber leider wird es bei dieser Ann&auml;herung an diesen Punkt nicht bleiben. Daf&uuml;r werden W&auml;hrungsexperten wie der obige Toshiya Yamauchi von Ueda Harlow schon sorgen. Es sind goldene Zeiten f&uuml;r Finanzmarktjongleure und sie werden den Teufel tun und auf realwirtschaftliche Hintergr&uuml;nde des B&ouml;rseneinbruchs in den USA oder Europa verweisen wie z.B. die schwachen deutschen Industrieauftr&auml;ge oder die immer noch ansteigende Arbeitslosigkeit in den USA, mit entsprechenden Auswirkungen auf den Konsum. &ndash; Wie gesagt goldenen Zeiten f&uuml;r Finanzmarktjongleure, es st&uuml;nde der FTD gut an darauf hinzuweisen, dass die im obigen Artikel genannten Analysten als Spekulanten ein Eigeninteresse an der jetzigen Situation haben: unsichere M&auml;rkte sind ideale Gesch&auml;ftsvoraussetzungen. Auf Bloomberg lief die Botschaft eines solchen Experten. Jeder Erdenb&uuml;rger solle US-Staatsanleihen leerverkaufen, das sei ein Selbstl&auml;ufer. Na dann!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Afghanistan, auf Dollars gebettet<\/strong><br>\nDie Milit&auml;rhilfe steht t&auml;glich in den Schlagzeilen. Wie aber steht es um die Entwicklungshilfe? Immerhin geben j&auml;hrlich rund 70 L&auml;nder, internationale sowie Tauende von privaten Organisationen mehrere Milliarden Dollar f&uuml;r Afghanistan aus. Afghanistan erhielt von 2002 bis 2008 19,6 Milliarden Dollar an &ouml;ffentlicher Entwicklungshilfe. Das Volumen nahm dabei stetig zu. Der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) setzt das Bruttoinlandsprodukt von Afghanistan f&uuml;rs Jahr 2007 auf zehn Milliarden Dollar an. Der Anteil der Investitionen daran d&uuml;rfte sich auf maximal zwei Milliarden Dollar belaufen, gemessen am Standard vergleichbarer L&auml;nder (genaue Zahlen gibt es nicht). Maximal eine weitere Milliarde &ndash; wiederum hochgerechnet anhand des Standards vergleichbarer L&auml;nder &ndash; d&uuml;rfte Afghanistan f&uuml;r sein Milit&auml;r ausgeben. Macht zusammen drei Milliarden. Wenn man diesem Betrag die vier Milliarden Dollar Hilfe gegen&uuml;berstellt, die Afghanistan in jenem Jahr allein gem&auml;&szlig; der OECD-Statistik erhielt, so hei&szlig;t dies: Rechnerisch konnte das Land schon allein aus der bekannten &ouml;ffentlichen Entwicklungshilfe all seine Investitionen plus sein Milit&auml;r plus Teile seines Konsums bezahlen, ohne einen Cent selbst erwirtschaften zu m&uuml;ssen. Der IWF ermittelte W&auml;hrungsreserven, die im Mittel der Jahre Jahr 2007 und 2008 brutto knapp 2,8 Milliarden Dollar betrugen. F&uuml;r 2009\/2010 werden 3,3 Milliarden erwartet. Bei einem Bruttoinlandsprodukt von zehn Milliarden ist das ein au&szlig;erordentlicher &Uuml;berfluss an Kapital, f&uuml;r das die Regierung in Kabul im Inland offenbar keine Verwendung hat. Wenn die Afghanen mit ihren W&auml;hrungsreserven das machen, was viele L&auml;nder machen, so werden sie weitgehend US-Anleihen gekauft haben. Damit h&auml;tten wir den absurden Fall, dass die Weltgemeinschaft Afghanistan Milliarden schenkt, worauf es diese wiederum zu einem erheblichen Teil den USA als verzinslichen Kredit zur Verf&uuml;gung stellt.<br>\nEs ist zu vermuten, dass die Londoner Konferenz die Hilfe noch wesentlich erh&ouml;hen wird. Sie kann wegen der Unsicherheit gerade in den Regionen, wo die Not am gr&ouml;&szlig;ten ist, &uuml;berhaupt nicht eingesetzt werden. Zudem sind nur relativ wenige ausl&auml;ndische Experten bereit, im Land zu arbeiten. Eine qualifizierte Planung und Umsetzung der Projekte ist daher weitgehend unm&ouml;glich.&nbsp; Omar Zakhilwal, der Gouverneur der Zentralbank, sagte im Oktober beim IWF-Jahrestreffen: &bdquo;Derzeit werden 80 Prozent der an Afghanistan geleisteten Entwicklungshilfe au&szlig;erhalb des offiziellen Etats abgewickelt.&rdquo; Und damit verhindere sie auch, dass sich die Afghanen damit identifizierten. Es ist im Zusammenhang mit dem Land stets von der hohen Korruption die Rede. Das besonders Bedrohliche an der afghanischen Korruption aber liegt in demUmstand, dass die Entwicklungshilfe am Staat vorbei geleistet wird. Die Gelder flie&szlig;en damit weitgehend in die den Staat bedrohenden Gruppen: Taliban, Milizen, Warlords, Opium-Barone und Banditen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bonner-aufruf.eu\/index.php?seite=neues&amp;ref=143&amp;PHPSESSID=939f3f3929252b167caa35259d7cf7b6#neues_143\">www.bonner-aufruf.eu<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>90 Jahre Betriebsr&auml;te<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Als Krisenmanager bew&auml;hrt<\/strong><br>\n&bdquo;Am 4. Februar 1920 trat das Betriebsr&auml;tegesetz als Vorl&auml;ufer der heutigen Betriebsverfassung in Kraft. Seitdem gibt es &ndash; unterbrochen durch den Faschismus &ndash; demokratisch gew&auml;hlte BelegschaftsvertreterInnen in Betrieben und Aufsichtsr&auml;ten. Besonders in Krisen bew&auml;hren sich Betriebsr&auml;te als Teil der industriellen Demokratie. Demokratie im Betrieb sch&uuml;tzt die Arbeitneh-merInnen vor unternehmerischer Willk&uuml;r, sichert den Betriebsfrieden und st&auml;rkt die Leistungs- und Wettbewerbsf&auml;higkeit der Unternehmen &hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/pressemeldungen\/pmdb\/pressemeldung_single?pmid=3591\">DGB-Pressemitteilung<\/a><\/li>\n<li><strong>Geschichte der betrieblichen Mitbestimmung: 90 Jahre Betriebsr&auml;tegesetz<\/strong><br>\n&bdquo;Am 4. Februar 1920 wurde erstmals eine gew&auml;hlte Interessenvertretung der Arbeitnehmer rechtlich verankert. Das Betriebsr&auml;tegesetz forderte f&uuml;r Betriebe mit mehr als zwanzig Besch&auml;ftigten einen Betriebsrat. IG Metall-Experte Peter Donath erkl&auml;rt, warum das Gesetz so wichtig war und ist &hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.igmetall.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-0A456501-D5D5DAA8\/internet\/style.xsl\/view_3341.htm\">IG Metall<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>SPD-Fraktion fragt nach Wachstumstheorien<\/strong><br>\nNach dem &ouml;konometrischen Modell der Bundesregierung, mit dem sich die Auswirkungen von Steuerrechts&auml;nderungen auf Wachstum, Besch&auml;ftigung und Steuereinnahmen sch&auml;tzen lassen, erkundigt sich die SPD-Fraktion in einer Gro&szlig;en Anfrage (17\/568). Die Bundesregierung soll auch die Modellrechnung f&uuml;r die in Aussicht genommene Steuerreform darlegen und angeben, welche Ergebnisse diese Rechnung hinsichtlich des Wachstums, der Besch&auml;ftigung und zus&auml;tzlicher Steuereinnahmen habe. Falls noch keine Modellrechnungen durchgef&uuml;hrt worden seien, erwarten die Abgeordneten Angaben zur Auffassung der Regierung, Steuersenkungen w&uuml;rden das Wachstum bef&ouml;rdern.<br>\nDie SPD-Fraktion fragt au&szlig;erdem nach Beispielen f&uuml;r ausgepr&auml;gte Wachstumsphasen im Ausland, die durch Steuersenkungen ausgel&ouml;st worden seien. Im Vorwort zur Gro&szlig;en Anfrage kritisiert die SPD-Fraktion die Bundesregierung, weil sie ihre Argumentation, Steuersenkungen f&uuml;hrten zu mehr Wachstum, nicht auf belastbare Erkenntnisse aus &ouml;konomischen Theorien beziehungsweise &ouml;konometrischen Modellanalysen st&uuml;tzen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_02\/2010_030\/02.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Auf die Antwort der Bundesregierung darf man gespannt sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Achtzehnter Bericht zur &Uuml;berpr&uuml;fung der Bedarfss&auml;tze, Freibetr&auml;ge sowie Vomhunderts&auml;tze und H&ouml;chstbetr&auml;ge zum Ausbildungsf&ouml;rderungsgesetz<\/strong><br>\nDer Berichtszeitraum umfasst die Jahre 2006 bis 2008 und ber&uuml;cksichtigt die in diesem Zeitraum erfolgten Entwicklungen sowie die statistischen Daten bis einschlie&szlig;lich des Jahres 2008, soweit diese zum Zeitpunkt der Berichterstellung vorlagen. Ferner sind &Auml;nderungen der Gesetze und Rechtsverordnungen seit dem letzten Bericht ber&uuml;cksichtigt.<br>\nLaut Unterrichtung wird die Studienanf&auml;ngerquote von 370.000 im Jahr 2003 auf voraussichtlich 488.000 im Jahr 2011 ansteigen. Die Anzahl der gef&ouml;rderten Studenten habe sich im Vergleich zu 2007 leicht auf 333.000 im Jahr 2008 erh&ouml;ht. Damit liege die Gef&ouml;rdertenquote f&uuml;r 2008 bei 24,4 Prozent. Die Zahl der gef&ouml;rderten Sch&uuml;ler sei allerdings 2008 gegen&uuml;ber dem Vorjahr leicht gefallen. Insgesamt haben im Jahr 2008 82.137 Auszubildende einen Darlehensvertrag mit der KfW Bankengruppe abgeschlossen, hei&szlig;t es in dem Bericht. Aus den Zahlen &uuml;ber die laufenden Darlehensvertr&auml;ge schlie&szlig;t die Bundesregierung, dass Auszubildende die Darlehen prim&auml;r in Anspruch nehmen, wenn eine anderweitige Finanzierung nicht oder nur schwer m&ouml;glich ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/004\/1700485.pdf\">Deutscher Bundestag [PDF &ndash; 370 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Rezension: An ihrer Sprache sollt ihr sie erkennen&nbsp;&hellip;<\/strong><br>\nEine Rezension von Roberto de Lapuentes Buch &ldquo;Unzugeh&ouml;rig&rdquo;<br>\nUnzugeh&ouml;rig &ndash; der Titel ist Programm. Hier schreibt einer, der sich dieser Gesellschaft und ihren Normen nicht zugeh&ouml;rig f&uuml;hlt, sondern seine Heimat anderswo verortet. Auf rund 175 Seiten polemisiert der Autor sprachgewaltig gegen den t&auml;glichen Einheitsbrei, gegen das Wegsehen und die Lethargie. Der 31-j&auml;hrige Ingolst&auml;dter kennt &ldquo;seinen&rdquo; Camus, &ldquo;seinen&rdquo; Sartre und &ldquo;seinen&rdquo; Marcuse und er steigt dar&uuml;ber hinaus &ndash; hinab zu den allt&auml;glichen Problemen und Gemeinheiten. In kr&auml;ftig-derber, zuweilen schon lyrischer Prosa seziert er gnadenlos seine Umwelt und h&auml;lt ihr einen geschliffenen Spiegel vor Augen.<br>\nRoberto De Lapuente ist ein &ldquo;Emp&ouml;rer&rdquo;, ein rigoroser Moralist, einer, der sich eben nicht damit zufrieden gibt, wenn er aus der Schusslinie ist; er vertritt die Ideale, f&uuml;r die er steht, auch lautstark und findet in seinem Blog ad sinistram t&auml;glich ein zwar kritisches, aber geneigtes Publikum. Er ist ebenfalls ein &ldquo;Po&egrave;te maudit&rdquo;, wenn man denn so will, entbehrt aber doch nicht einer gesunden Selbstironie, die sich vor allem auch in seinem Schlusstext &ldquo;Die eingez&auml;unte Welt&rdquo; wiederfindet. Das Buch selbst ist gut ausgestattet, liest sich fl&uuml;ssig und leidet nicht an unn&ouml;tigen L&auml;ngen, obwohl es f&uuml;r die n&auml;chsten Ausgaben ein weiteres Korrektorat verdienen w&uuml;rde. Es ist f&uuml;r 11,- Euro beim Renneritz Verlag oder im Buchhandel zu bestellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hanniballektor.wordpress.com\/2010\/01\/30\/an-ihrer-sprache-sollt-ihr-sie-erkennen\/\">haniballektor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Schwarz-Gelb statt Schwarzgeld<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"475\" src=\"http:\/\/tomicek.de\/ftp\/100204a_f_d.jpg\" alt=\"Schwarz-Gelb statt Schwarzgeld\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/tomicek.de\/a_karikaturen\/a1_aktuellekarikaturen\/100204a\/100204a_f_k.html\">tomicek<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter anderem zu folgenden Themen: Reiche Deutsche Bank; Banken als Hedge-Fonds; Banker vor den Richter; Deutschland ein Geldw&auml;sche-Paradies; Klage gegen Schuldenbremse; Kommunen bankrott; das Rezept der Pharmaprofiteure; Griechische Trag&ouml;die; 90 Jahre Betriebsr&auml;te; BAf&ouml;G-Bericht. (WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4503","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4503","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4503"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4503\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4503"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4503"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4503"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}