{"id":4505,"date":"2010-02-08T10:11:44","date_gmt":"2010-02-08T09:11:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4505"},"modified":"2010-02-08T10:11:45","modified_gmt":"2010-02-08T09:11:45","slug":"hinweise-des-tages-1075","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4505","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Steuerhinterziehung; Banken vor Zerschlagung sicher; Schieflage der HSH Nordbank war Regierungen bekannt; Bargeld und Einlagen privater Haushalte gestiegen; Hartz-Debatte; Bsirske zu Lohnerh&ouml;hungen; R&ouml;ttgen klingelt bei den Gr&uuml;nen; ohne Staatskohle keine Kernkraft; Bankdatenaustausch; R&uuml;stungsexporte; R&uuml;ttgers rebelliert mal wieder; Kampagne gegen die Linke; Kriegsdrohungen gegen den Iran; Bildung; Matthias Beltz: Parmesan und Partisan, wo sind sie geblieben? (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Steuerhinterziehung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Banken in Deutschland von Zerschlagung sicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Wie Lobbyisten zur Krise beigetragen haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">L&auml;nder waren &uuml;ber Schieflage der HSH Nordbank informiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Goldman Sachs half Griechenland bei Schuldenkosmetik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Bargeld und Einlagen der privaten Haushalte deutlich gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Anteil der Besch&auml;ftigten an der Bev&ouml;lkerung ist mittlerweile im Osten so hoch wie im Westen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Hartz- Debatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Verdi-Chef Frank Bsirske: &ldquo;Aus Lohn-Fehlern lernen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Klingeling, Herr R&ouml;ttgen ist da<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Kraftwerksplanung: Von wegen Renaissance der Atomkraft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Regierungsstudie kritisiert Kostenexplosion bei Privatkassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Bankdatenaustausch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Sicherheit, R&uuml;stung und Entwicklung in Empf&auml;ngerl&auml;ndern deutscher R&uuml;stungsexporte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">R&uuml;ttgers rebelliert gegen schwarz-gelbe Steuerpl&auml;ne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Gr&uuml;ne in NRW: Keinesfalls Jamaika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Linkspartei: &ldquo;Alles nichts!&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Kriegsdrohungen gegen den Iran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Kriege, die verloren werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Heinrich Hannover: Nie wieder Krieg?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Mehr Aufsteiger im Schulsystem NRW?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Trotz der Bologna-Reform bleiben viele Hochschulen in Sachsen beim Diplom<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Unsichtbare Kultusminister beim Bildungsgipfel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Ulrich Beck: Die Wiederkehr des Sozialdarwinismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Matthias Beltz: Partisan und Parmesan, wo sind sie geblieben?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4505&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Steuerhinterziehung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Spur des hei&szlig;en Geldes <\/strong><br>\nEin mutma&szlig;licher Fall von Steuerhinterziehung bringt das Schweizer Bankensystem weiter in Verruf. Eine Tochter der Privatbank Julius B&auml;r soll Vorschriften missachtet &ndash; und so einen Steuerbetrug in Millionenh&ouml;he gedeckt haben.<br>\nErstmals haben die Fahnder etwas gegen eine Schweizer Bank in der Hand. Sie glauben, so belegen zu k&ouml;nnen, dass sich das Institut der Beihilfe zur Steuerhinterziehung schuldig gemacht haben k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/geld\/steuerfahndung-die-spur-des-heissen-geldes-1541156.html\">stern.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Viele Deutsche plagt das schlechte Gewissen<\/strong><br>\nChristopher Steckel, Partner von KPMG, hilft deutschen Kunden dabei, ihr Schwarzgeld zu legalisieren. Was f&uuml;r Deutsche sind das, warum haben sie das Geld hinterzogen und was machen sie mit dem Geld, wenn sie sich angezeigt haben?<br>\n&ldquo;Wir helfen deutschen Kunden von Schweizer Banken, ihr bis lang unversteuertes Geld in Deutschland anzumelden, die geschuldeten Steuern zu bezahlen und ihre Gelder so zu legalisieren. Wir sind eine Gruppe von 20 Leuten, die sich seit Jahren ausschlie&szlig;lich damit befasst und wohl die gr&ouml;&szlig;te dieser Art in der Schweiz. &hellip; Allein seit letztem Freitag haben sich knapp Hundert deutsche Kunden bei uns gemeldet und erkl&auml;rt, dass sie sich selbst anzeigen m&ouml;chten. Allerdings plagt viele Deutsche schon sehr lange das schlechte Gewissen. Wir haben das verst&auml;rkt gesehen in den Jahren 2004 und 2005 bei der deutschen Steueramnestie. Nachdem diese angek&uuml;ndigt worden war, waren bei allen Bankern und Rechtsanw&auml;lten, die sich mit diesem Thema befassen, die Warter&auml;ume voll. Das Gleiche sahen wir wieder nach der Liechtensteiner-Aff&auml;re von vor zwei Jahren &ndash; das Niveau ist seither hoch geblieben, seit dem letzten Freitag aber geradezu explodiert. &hellip; Aber ich w&uuml;rde die Behauptung wagen, dass es mehr versteuerte deutsche Kundengelder in der Schweiz gibt als nicht versteuerte.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/die_haelfte_der_deutschen_1.4800584.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In der Tat ist die Behauptung gewagt, dass es mehr versteuerte deutsche Kundengelder in der Schweiz gebe als nicht versteuerte. Interne Untersuchungen der Credit Suisse verweisen darauf, dass die meisten deutschen Kunden der Bank ihr angelegtes Geld vor dem Fiskus verstecken wollten.<\/em><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/42\/502278\/text\/print.html\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Banken in Deutschland von Zerschlagung sicher<\/strong><br>\nJosef Ackermann kann sich beruhigt zur&uuml;cklehnen. W&auml;hrend US-Pr&auml;sident Barack Obama notfalls Banken aufspalten will, um das Finanzsystem zu stabilisieren, kann der Deutsche-Bank-Chef hierzulande auf die Unterst&uuml;tzung von CDU, FDP und SPD bauen. Das Investmentgesch&auml;ft bleibt Teil der Deutschen Bank.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,676140,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wie Lobbyisten zur Krise beigetragen haben<\/strong><br>\nEin Forscherteam des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) hat erstmals den Lobbyismus der Finanzbranche vor dem Ausbruch der Krise systematisch untersucht. Die Ergebnisse der Studie sind brisant: Die Lobbyarbeit der Banken habe dazu beigetragen, dass die Institute &uuml;berm&auml;&szlig;ige Risiken eingehen konnten, die zur gr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftskrise seit der Gro&szlig;en Depression gef&uuml;hrt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/oekonomie\/_b=2516372,_p=30,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>L&auml;nder waren &uuml;ber Schieflage der HSH Nordbank informiert<\/strong><br>\nDie CDU-Regierungen von Hamburg und Schleswig-Holstein wussten offenbar schon 2007 genau &uuml;ber die prek&auml;re Lage der HSH Nordbank Bescheid. FDP-Mann Kubicki spricht von T&auml;uschung.<br>\nDer Hamburger SPD-Finanzexperte Peter Tschentscher kommentierte entr&uuml;stet: &bdquo;Die Unterlagen belegen, dass der Hamburger Senat vor der B&uuml;rgerschaftswahl detailliert &uuml;ber die Schieflage der Bank informiert war.&ldquo; B&uuml;rgermeister Ole von Beust (CDU) habe die W&auml;hler mutwillig hinters Licht gef&uuml;hrt. Zunehmend unter Druck ger&auml;t Hamburgs Finanzsenator und CDU-Parteichef Michael Freytag. Er sa&szlig; damals ebenfalls in dem Kontrollgremium. Noch im Oktober 2008 sagte er, die HSH sei &bdquo;im Kern gesund&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/hsh-nordbank-laender-waren-ueber-schieflage-informiert_aid_477948.html\">Focus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Goldman Sachs half Griechenland bei Schuldenkosmetik<\/strong><br>\nIm Sch&ouml;nen ihrer Haushaltszahlen waren die Griechen Meister &ndash; und offenbar hatten sie dabei Hilfe von echten Profis. Nach SPIEGEL-Informationen unterst&uuml;tzte die US-Bank Goldman Sachs den nun vor der Pleite stehenden Staat mit komplexen Finanztransaktionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-676346,00.html\">Spiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bargeld und Einlagen der privaten Haushalte deutlich gestiegen<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"475\" src=\"http:\/\/bundesbank.de\/statistik\/images\/graphs\/CEB20I_56e21d6429e2d64765535f2700eff9a3.png\" alt=\"Bargelt und Einlagen der deutschen Haushalte\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/bundesbank.de\/statistik\/statistik_zeitreihen.php?first=1&amp;open=&amp;func=row&amp;tr=CEB20I&amp;showGraph=1\">Bundesbank<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Frage ist, bei welchen Haushalten Bargeld und Einlagen gestiegen sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Anteil der Besch&auml;ftigten an der Bev&ouml;lkerung ist mittlerweile im Osten so hoch wie im Westen<\/strong><br>\nDer Anteil der sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten an der Bev&ouml;lkerung im erwerbsf&auml;higen Alter von 15 bis 64 Jahren liegt in Ost wie West bei rund 50 Prozent. Zwei Faktoren spielen dem IAB zufolge bei der Angleichung eine Rolle: Zum einen ist im Osten wie im Westen w&auml;hrend des Aufschwungs in den Jahren 2006 bis 2008 die Zahl der sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten deutlich gestiegen. Gleichzeitig ging aber in Ostdeutschland die Zahl der 15- bis 64-J&auml;hrigen deutlich zur&uuml;ck, so dass sich die Arbeitsplatzversorgung der verbliebenen ostdeutschen Bev&ouml;lkerung in starkem Umfang verbesserte. Ursachen daf&uuml;r sind sowohl der Geburtenr&uuml;ckgang in Ostdeutschland nach der Wende als auch die Abwanderung ostdeutscher Arbeitskr&auml;fte in den Westen.<br>\nBei der Arbeitslosigkeit weiterhin klares Ost-West-Gef&auml;lle<br>\nDer Unterschied zwischen den Arbeitslosenquoten verringerte sich zwar auch etwas, aber es besteht weiterhin ein klares Ost-West-Gef&auml;lle: Im Osten betr&auml;gt sie derzeit 13,5 Prozent, im Westen liegt sie bei 7,4 Prozent. &ldquo;Zu dieser Ungleichheit tragen unter anderem die Unterschiede im Erwerbsverhalten, insbesondere von Frauen, bei. So ist ihre Erwerbsbeteiligung im Osten auch 20 Jahre nach der Wende immer noch deutlich h&ouml;her als im Westen und dem h&ouml;heren Angebot stehen nach wie vor zu wenig Arbeitspl&auml;tze gegen&uuml;ber&rdquo;, schreiben die IAB-Forscherinnen Barbara Schwengler und Veronika Loibl in ihrer Studie.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news354192\">idw<\/a><br>\nQuelle 2:<a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/kurzber\/2010\/kb0110.pdf\"> Aufschwung und Krise wirken regional unterschiedlich, IAB [PDF &ndash; 2.7 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So wird aus zwei negativen Meldungen eine positive Schlagzeile. Wenn die erwerbsf&auml;hige Bev&ouml;lkerung noch mehr abwandert und die Geburtenrate noch weiter zur&uuml;ckgeht, dann steigt der Anteil der sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigten sogar noch weiter an.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Hartz- Debatte<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Arbeiten? Ja, bitte!<\/strong><br>\nFast alle Hartz-IV-Empf&auml;nger bem&uuml;hen sich ernsthaft um Arbeit. Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) in einer noch unver&ouml;ffentlichten Studie, die der Frankfurter Rundschau vorliegt. Von den Langzeitarbeitslosen unter 56 Jahre st&uuml;nden 90 Prozent f&uuml;r eine Besch&auml;ftigung zur Verf&uuml;gung.<br>\n&ldquo;Das Problem ist nicht die Arbeitsmoral&rdquo;, fassen die &Ouml;konomen ihre Hartz-IV-Bilanz zusammen. Nur bei den &Auml;lteren sinke die Bereitschaft dramatisch, offenbar weil sie keine berufliche Perspektive mehr f&uuml;r sich sehen. Von den 56-J&auml;hrigenund &Auml;lteren erkl&auml;rten 42 Prozent, keine Stelle mehr antreten zu wollen. Die Hartz-Reformen h&auml;tten anders als von der Politik erhofft nicht zu einer h&ouml;heren Arbeitsbereitschaft gef&uuml;hrt, stellt das DIW fest. Dies liege daran, dass die Motivation schon vor der Reform &ldquo;offenkundig kaum steigerungsf&auml;hig&rdquo; gewesen sei. Dies gelte insbesondere f&uuml;r die euen Bundesl&auml;nder, wo noch weniger Erwerbslose auf einen Job verzichten w&uuml;rden als im Westen. Die Daten beruhen auf Auswertungen einer repr&auml;sentativen Wiederholungsbefragung von &uuml;ber 12.000 Privathaushalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=2283380&amp;\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Wo sich Arbeit nicht mehr lohnt<\/strong><br>\nF&uuml;r viele Besch&auml;ftigte in Deutschland lohnt sich ihre Arbeit nicht. Ihre Nettol&ouml;hne liegen entweder nahe an oder sogar unter ihrem Anspruch auf Sozialhilfe (Hartz IV). Auch wenn gegebenenfalls noch Kindergeld hinzukommt, wird das &ldquo;Lohnabstandsgebot&rdquo; in vielen Wirtschaftszweigen nicht eingehalten. Es besagt, dass ein Erwerbst&auml;tiger mehr bekommen soll als ein Transferempf&auml;nger. Dies geht aus umfangreichen Berechnungen hervor, die das Karl-Br&auml;uer-Institut &ndash; das Forschungsinstitut des Bundes der Steuerzahler &ndash; f&uuml;r diese Zeitung durchgef&uuml;hrt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0B44038177824280BB9F799BC91030B0\/Doc~E14C41FD68903404AA9BD78247EABABA0~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Lassen wir es einmal dahin gestellt sein, ob die Berechnungen eines Forschungsinstituts des Bundes der Steuerzahler eine verl&auml;ssliche Quelle sind. Unabh&auml;ngig ist das Br&auml;uer-Institut jedenfalls nicht. Der sog. &bdquo;Bund der Steuerzahler&ldquo;, dessen Mitglieder zu 60 bis 70 Prozent aus Unternehmen und dem gewerblichen Mittelstand kommen, ist nichts anderes als eine Lobbyorganisation, die gegen Steuern und Sozialabgaben zu Felde zieht.<br>\nInteressant an den in der FAZ aufgef&uuml;hrten Grafiken ist, dass nahezu alle Wirtschaftsbereiche, bei denen sich Arbeit angeblich nicht mehr lohne, ausschlie&szlig;lich auf den Binnenmarkt orientiert sind, d.h. eine Abwanderung in Niedriglohnl&auml;ndern faktisch unm&ouml;glich ist. Hieraus l&auml;sst sich im Umkehrschluss folgern, dass in allen diesen Wirtschaftssektoren ein angemessener Mindestlohn das sog. Lohnabstandsgebot ohne weiteres wahren w&uuml;rde.<br>\nDie FAZ tut dar&uuml;ber hinaus so, als sei das &bdquo;Lohnabstandsgebot&ldquo; ein ehernes Gesetz. Das ist eine glatte Irref&uuml;hrung. Dieses &bdquo;Gebot&ldquo; lie&szlig;e sich allenfalls aus der Regelsatzbemessung des &sect; 28 Abs. 4 SGB XII ableiten. Danach soll sich der Regelsatz an den monatlichen durchschnittlichen Nettoarbeitsentgelten unterer Lohn- und Gehaltsgruppen bemessen. Genau diese Bemessungsgrundlage steht jedoch zur &Uuml;berpr&uuml;fung beim Bundesverfassungsgericht in dieser Woche an.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Robert von Heusinger: Hartz IV-S&auml;tze senken?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/02\/06\/hartz-iv-satze-senken_1342\">Zeit Herdentrieb<\/a>\n<p><em>Dazu auch noch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Theorie vom fehlenden Arbeitsanreiz macht keinen Sinn<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weissgarnix.de\/2010\/02\/06\/theorie-vom-fehlenden-arbeitsanreiz-macht-keinen-sinn\/\">Weissgarnix<\/a><\/li>\n<li><strong>Wirtschaftsweise Wolfgang Franz: Hartz-IV-Regelsatz um 30 Prozent k&uuml;rzen<\/strong><br>\nFakt ist: Wer Arbeitslosengeld (ALG) II bezieht, gering qualifiziert ist und Kinder hat, steht einschlie&szlig;lich der Zuschl&auml;ge h&auml;ufig finanziell besser da als der Nachbar mit schlecht bezahlter Vollzeitstelle. Diese Verletzung des Lohnabstandsgebots wird noch gr&ouml;&szlig;er, falls das Bundesverfassungsgericht eine Erh&ouml;hung der Regels&auml;tze f&uuml;r Kinder durchsetzt. Der Abstand zwischen Transfer- und Arbeitseinkommen schmilzt dann weiter dahin. Was nicht hei&szlig;t, dass viele Kinder das zus&auml;tzliche Geld nicht brauchen. Nur flie&szlig;en die Mittel v&ouml;llig unkonditioniert an den Haushaltsvorstand &hellip; Im jetzigen System sind die Arbeitsanreize f&uuml;r Transferempf&auml;nger unzureichend. Denn wer sich etwas hinzuverdient, darf davon nur 20 Prozent behalten, abgesehen von einem Freibetrag von 100 Euro. Das Konzept des Sachverst&auml;ndigenrats sieht so aus: Hartz-IV-Empf&auml;nger k&ouml;nnen die H&auml;lfte eines auf dem ersten Arbeitsmarkt erzielten Hinzuverdienstes behalten, allerdings erst ab 200 Euro, um geringf&uuml;gige T&auml;tigkeiten in diesem Zusammenhang unattraktiv zu machen. Daf&uuml;r aber wird der Regelsatz generell um 30 Prozent gek&uuml;rzt. Wer sich dann nicht um Arbeit bem&uuml;ht oder angebotene Jobs ablehnt, nun gut, der muss dann eben &ndash; wie es eigentlich jetzt schon die Regelung ist &ndash; mit sehr, sehr wenig Geld auskommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik-weltwirtschaft\/hartz-iv-regelsatz-um-30-prozent-kuerzen-421381\/print\/\">WiWo<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist schon erstaunlich, dass ein &Ouml;konom &uuml;ber seine ideologische Verblendung die Grundrechenarten vergisst. Wo soll bei dieser skandal&ouml;sen Differenz zwischen Arbeitsangebot und Nachfrage Raum f&uuml;r Zuverdienste sein. 4,7 Millionen Unterbesch&auml;ftigte, die Hundertausende nicht einbezogen, die ohne die Kurzarbeiterregelung in die Arbeitslosigkeit fallen w&uuml;rden, kommen auf knapp 500.000 offenen Stellen. Vorschlag: Da Franz offensichtlich nichts gegen eine Ausweitung von schlecht bezahlter Arbeit hat, lie&szlig;en sich die halbe Million offene Stellen in 2 bis 3 Millionen Zuverdienststellen st&uuml;ckeln. Nat&uuml;rlich h&auml;tten wir dann immer noch 2 Millionen Unbesch&auml;ftigte, aber statistisch w&uuml;rde sich das sehr sch&ouml;n machen. An Zynismus ist die Forderung nicht zu &uuml;berbieten, dass die Hartz VI-Bezieher, die eigentlich jetzt schon &ldquo;mit sehr wenig Geld auskommen&rdquo; m&uuml;ssen, wenn sie keine zus&auml;tzliche Arbeit finden, mit einem Abzug von 20 Prozent zu bestrafen w&auml;ren. &ndash; Eine Land, das solche Wirtschaftsweisen hat, mu&szlig; seine Feinde nicht am Hindukusch suchen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung unser Leserin M.R.:<\/strong> Warum wird niemals erw&auml;hnt, dass die Regels&auml;tze nicht nur f&uuml;r ALG-2- Bezieher gelten, sondern auch f&uuml;r sogen. Grundsicherungs-Bezieher. Darunter sind auch viele Minirentenbezieher. Da wird dann ein Vorschlag, die S&auml;tze um 30% zu k&uuml;rzen und daf&uuml;r die Hinzuverdienstm&ouml;glichkeiten zu erh&ouml;hen, erst recht zur Lachnummer.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Verdi-Chef Frank Bsirske: &ldquo;Aus Lohn-Fehlern lernen&rdquo;<\/strong><br>\nWir orientieren uns am gesamtwirtschaftlichen Produktivit&auml;tszuwachs, den der Sachverst&auml;ndigenrat f&uuml;rs n&auml;chste Jahr auf 1,5 bis 1,6 Prozent beziffert. Hinzu kommt die Preissteigerung, die nach bisherigen Sch&auml;tzungen bei bis zu 1,2 Prozent liegen d&uuml;rfte. Damit ist der kostenneutrale Verteilungsspielraum beschrieben. Zudem werden bei unserer Lohnforderung diesmal die Zusatzbeitr&auml;ge der Krankenversicherung eine Rolle spielen.<br>\nKeine Frage: Die Lage in vielen Kommunen ist dramatisch: Es gibt St&auml;dte, denen die Kommunalaufsicht inzwischen verbietet, auszubilden, das gilt etwa f&uuml;r Duisburg und Oberhausen. Es gibt St&auml;dte, die ihr gesamtes Personal entlassen k&ouml;nnten &ndash; und ihr Haushalt w&auml;re nach mehreren Jahren immer noch nicht konsolidiert&hellip;Diese gigantischen Probleme sind mit Lohnzur&uuml;ckhaltung nicht zu l&ouml;sen &ndash; selbst mit 50 Jahren Lohnpause nicht&hellip;<br>\nIch unterst&uuml;tze die Forderung des Deutschen St&auml;dtetags, die Grundlage der Gewerbesteuer zu verbreitern und gut verdienende Selbstst&auml;ndige, Rechtsanw&auml;lte, &Auml;rzte einzubeziehen. Bei der Besteuerung von Verm&ouml;gen, Grundbesitz und Erbschaften sind wir eine Steueroase. Wenn wir die Steuern auf EU-Durchschnitt anheben w&uuml;rden, h&auml;tten wir j&auml;hrlich 33 Milliarden Euro mehr Einnahmen. Dass die CDU-FDP-Regierung genau in die andere Richtung geht und in diesem Bereich weiter Steuern senken will, halte ich f&uuml;r abenteuerlich&hellip;<br>\nWir werden ein Paket an Forderungen schn&uuml;ren &ndash; die auch Geld kosten werden. Und unsere Tarifforderung wird sich dann wohl auf das ganze Paket beziehen. Ich gehe zum Beispiel davon aus, dass wir eine Neuregelung zur Altersteilzeit fordern werden. Der bisherige Tarifvertrag, der Zusch&uuml;sse der Arbeitgeber vorsieht, l&auml;uft Ende des Jahres aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/debatte_weitere_themen\/2122441_Verdi-Chef-Frank-Bsirske-Aus-Lohn-Fehlern-lernen.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Klingeling, Herr R&ouml;ttgen ist da<\/strong><br>\nNorbert R&ouml;ttgen sagt kernig klingende S&auml;tze. Zum Beispiel, dass die CDU ein energiepolitisches Gesamtkonzept wolle: &ldquo;Nicht, um die Kernkraft zu festigen, sondern um sie abzul&ouml;sen.&rdquo; Denn auch in der Regierung st&uuml;nden alle Zeichen auf gr&uuml;n. Er sehe sich als Minister, &ldquo;in dessen Amtszeit die Erneuerbaren Energien einen gro&szlig;en Sprung nach vorne machen.&rdquo; Faktisch ist dieses Interview eine Art Gastrede auf dem Parteitag der nordrhein-westf&auml;lischen Gr&uuml;nen, der just an diesem Samstag stattfindet. Applaus h&auml;tte R&ouml;ttgen gleichwohl nicht verdient. (&hellip;)<br>\nKlingelingeling, Herr R&ouml;ttgen ist da! Die Schlagzeile &ldquo;Wir wollen die Atomkraft abl&ouml;sen&rdquo; hat er platzieren k&ouml;nnen. Mehr auch nicht. Denn, Hand aufs Herz: Die Union braucht nicht nur W&auml;hler und eine Machtoption mit den Gr&uuml;nen, sondern auch einen gro&szlig;en Sack Geld, um den Steuersenkungsirrwitz finanzieren zu k&ouml;nnen. Ob Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble der Versuchung widerstehen kann, von den Stromkonzernen Milliarden einzuheimsen, wenn die Laufzeiten verl&auml;ngert werden? Wohl eher nicht.<br>\nApropos Gr&uuml;ne: Die nordrhein-westf&auml;lische Spitzenkandidatin Sylvia L&ouml;hrmann hat, wie der Ticker soeben meldet, eine Koalition mit der CDU nicht ausgeschlossen. Sie stellte allerdings Bedingungen. Das Schulsystem m&uuml;sse sich &auml;ndern, die Studiengeb&uuml;hren wieder abgeschafft werden. Au&szlig;erdem d&uuml;rfe die CDU nicht weiter auf Kohle und Atom setzen. Na, bitte: Dieses knarzende energiepolitische Scharnier hat der kluge Herr R&ouml;ttgen schon mal gut geschmiert. &Ouml;ffnen l&auml;sst sich das Fenster deswegen noch lange nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/laufzeitverlaengerung-fuer-atomkraftwerke-klingeling-herr-roettgen-ist-da-1541470.html\">STERN<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Norbert R&ouml;ttgen ist ein &ldquo;bew&auml;hrter&rdquo; Dampfplauderer der Union. Im Zweiergespann mit dem selbsternannten &ldquo;Arbeiterf&uuml;hrer&rdquo; J&uuml;rgen R&uuml;ttgers k&ouml;nnen sich die B&uuml;rger bis zum nordrheinwestf&auml;lischen Wahlabend im Mai noch auf einige wortakrobatische &Uuml;bungen dieser Herren gefasst machen. Im &Uuml;brigen: Im ZDF-Bericht aus Berlin hat ihn Vizekanzler Westerwelle schon als Einzelmeinung abtropfen lassen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kraftwerksplanung: Von wegen Renaissance der Atomkraft<\/strong><br>\nDie Privatisierung der Branche und die Liberalisierung des Stromwettbewerbs verhindern den Bau aufwendiger Kraftwerke, vor allem aber von Atomkraftwerken. &bdquo;Alle Modelle, bei denen ein privater Betreiber das komplette Risiko des Kernkraftprojektes &uuml;bernimmt, sind zum Scheitern verurteilt&ldquo;, verr&auml;t ein hoher Eon-Manager, der flapsig erg&auml;nzt: &bdquo;Ohne Staatskohle keine Kernkraft.&ldquo;<br>\nF&uuml;r die Atomindustrie sind die Erkenntnisse so neu nicht, weil noch nie in der Geschichte der Branche ein privates Unternehmen das komplette kommerzielle Risiko f&uuml;r Bau und Betrieb eines Atommeilers &uuml;bernommen hat. Allerdings favorisieren gerade jetzt viele Regierungen, einschlie&szlig;lich der britischen, private L&ouml;sungen, weil ihnen sp&auml;testens nach der Finanzkrise das Geld f&uuml;r Kraftwerksinvestitionen ausgegangen ist.<br>\nSo beschr&auml;nkt sich die Renaissance der Kernkraft auf L&auml;nder, in denen staatliche Betreiber oder Geldgeber das Risiko tragen. Die amerikanische Regierung hat jetzt Kreditgarantien in H&ouml;he von 54 Milliarden Dollar f&uuml;r neue Atomkraftwerke budgetiert. Allerdings sind dort erste Pl&auml;ne auf Eis gelegt worden wegen bef&uuml;rchteter Kostenexplosionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C\/Doc~EDF605B101FCD4BD8A6795A266CF92C80~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Sch&ouml;n, nun auch in der FAZ zu lesen, dass Atomkraft ohne Staatshilfe nicht auskommt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Regierungsstudie kritisiert Kostenexplosion bei Privatkassen<\/strong><br>\nEine Studie des Bundeswirtschaftsministeriums stellt dem System der Privaten Krankenversicherung ein vernichtendes Urteil aus. Nach SPIEGEL-Informationen beklagen die Experten einen mangelhaften Wettbewerb.<br>\nEine dem SPIEGEL vorliegende Studie attestiert den Privaten Krankenversicherungen (PKV) eklatante M&auml;ngel. Es gebe begr&uuml;ndete Zweifel, &ldquo;dass die PKV ihren Anspr&uuml;chen gerecht werde, einen besseren Schutz gegen Beitragssteigerungen zu bieten&rdquo;, hei&szlig;t es in der noch<br>\nunver&ouml;ffentlichten Expertise des Berliner Forschungsinstituts Iges und des fr&uuml;heren Wirtschaftsweisen Bert R&uuml;rup. Erstellt wurde die Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,676362,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Widerspr&uuml;chlicher k&ouml;nnen die beiden Meldungen nicht ausfallen. Die privaten Krankenversicherungen sind betr&uuml;gerischer Schrott, aber Herr R&ouml;sler, der auf die st&auml;rkere Privatisierung des Gesundheitssystems setzt, ist Klasse. Dass dem Pr&auml;sident der Bundes&auml;rztekammer die &ldquo;freiheitlichen&rdquo; Verh&auml;ltnisse z.B. in den USA&nbsp;ideal erscheinen m&ouml;gen, ist nachvollziehbar. Ist doch die amerikanische &Auml;rzteschaft mit den weltweit h&ouml;chsten Einkommen gesegnet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bankdatenaustausch<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>USA drohen EU-Parlament <\/strong><br>\nDer neue Druck bringt wieder Bewegung in die Abstimmung. Zwar hatte der zust&auml;ndige Ausschuss mit 29 zu 23 Stimmen empfohlen, das Abkommen abzulehnen &ndash; und zumeist ist f&uuml;r die Parlamentarier das Votum ihrer Fachkollegen bindend. Diesmal k&ouml;nnte es anders kommen, sagt etwa der CSU-Europa-Abgeordnete Manfred Weber: Die st&auml;rkste EU-Fraktion, die konservative EVP, deren Vizechef Weber ist, hat bei einer Probeabstimmung klar f&uuml;r den Abschluss der Vereinbarung f&uuml;r neun Monate gestimmt. Eine Pro-Stimme stammte vom Bonner CDU-Abgeordneten Axel Voss: Ohne den Deal, sagt er, bek&auml;men wir zun&auml;chst deutlich schlechteren Datenschutz. Dann gelte allein &ldquo;das magere&rdquo; Rechtshilfeabkommen mit den USA. So ist fraglich, ob die Stimmen im EU-Parlament gegen Swift &ndash; Gr&uuml;ne, fast alle Sozialisten, Liberale und Kommunisten plus mehrere deutsche und &ouml;sterreichische Konservative &ndash; ausreichen, um das Abkommen zu kippen. Zumal Weber massive Lobbyarbeit der US-Botschaft in Br&uuml;ssel beklagt. Er schlie&szlig;e nicht aus, dass viele Kollegen dadurch umkippen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2277230&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Europ&auml;er, bleibt stark!<\/strong><br>\nParlamentarier, bleibt stark! Auch wenn sie noch so dr&auml;ngen und drohen! Verlasst euch auf euren Fachausschuss, der mehrheitlich gegen das Abkommen votiert hat! Fallt ihm nicht in den R&uuml;cken! Und demontiert eure neue St&auml;rke nicht selbst &ndash; schon bei der ersten Bew&auml;hrungsprobe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2277161&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/&amp;em_ivw=fr_meinung\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der CDU-Abgeordneten Axel Voss sollte sich die <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-669753,00.html\">Analyse des BKA<\/a> besorgen: &ldquo;Die aus fachlicher Sicht zu erwartenden Erkenntnisse aus einem systematischen und umfangreichen Abgleich der Swift-Daten rechtfertigen &ndash; zumindest f&uuml;r den Bereich der Finanzierung des Terrorismus &ndash; aus hiesiger Sicht nicht den mit der Datenrecherche verbundenen erheblichen materiellen und personellen Aufwand &hellip;.. F&uuml;r den Bereich der Bek&auml;mpfung der politisch motivierten Kriminalit&auml;t besteht kein fachlicher Bedarf beziehungsweise kein operatives Interesse an der Nutzung des Swift-Datenbestandes zum Zwecke einer systematischen anlassunabh&auml;ngigen Recherche.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Sicherheit, R&uuml;stung und Entwicklung in Empf&auml;ngerl&auml;ndern deutscher R&uuml;stungsexporte<\/strong><br>\nAuf dieser Webseite stellt das BICC (Bonn International Center for Conversion)<br>\nverschiedene Grunddaten zu R&uuml;stung, Milit&auml;r, Sicherheit, Menschenrechten und Regierungsf&uuml;hrung in 170 L&auml;ndern zur Verf&uuml;gung. Die Informationen sollen eine Einsch&auml;tzung und Bewertung der deutschen R&uuml;stungsexportpolitik erleichtern und orientieren sich deshalb an den Kriterien des 1998 von der Europ&auml;ischen Unionen beschlossenen Verhaltenskodex f&uuml;r R&uuml;stungsexporte.<br>\nZum einen k&ouml;nnen auf dieser Seite ausf&uuml;hrliche L&auml;nderportraits zu 21 ausgew&auml;hlten Empf&auml;ngerl&auml;ndern deutscher R&uuml;stungsexporte au&szlig;erhalb der NATO als PDF Dokument heruntergeladen werden. Die L&auml;nderstudien wurden zuletzt im Januar 2010 aktualisiert.<br>\nZum anderen wird in einer gr&ouml;&szlig;eren Datenbank das Verh&auml;ltnis von insgesamt 170 L&auml;ndern zu sieben Bewertungskriterien, die an den EU Verhaltenskodex angelehnt sind, untersucht. Die jeweiligen L&auml;nderbewertungen werden seit 2007 zudem auch in einer interaktiven Karte dargestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bicc.de\/ruestungsexport\/\">BICC<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Widerstand aus NRW: R&uuml;ttgers rebelliert gegen schwarz-gelbe Steuerpl&auml;ne<\/strong><br>\nIm SPIEGEL r&uuml;ckt der Ministerpr&auml;sident des bev&ouml;lkerungsreichsten Bundeslandes deutlich von den Steuersenkungspl&auml;nen der schwarz-gelben Bundesregierung ab. &ldquo;Das Wohl meiner Kommunen ist mir wichtiger als Steuerentlastungen, f&uuml;r die in Wahrheit kein Geld da ist und die nicht automatisch zu mehr Arbeitspl&auml;tzen f&uuml;hren&rdquo;. Der CDU-Politiker erneuerte zugleich seine Forderung nach Einf&uuml;hrung einer B&ouml;rsenumsatzsteuer und sagte, diese m&uuml;sse zur Not auch auf nationaler Ebene durchgesetzt werden. Dem Vorhaben der Liberalen zur Einf&uuml;hrung einer einkommensunabh&auml;ngigen Gesundheitspr&auml;mie erteilte R&uuml;ttgers eine klare Absage. &ldquo;Eine Gesundheitspr&auml;mie ohne Sozialausgleich &uuml;ber das Steuersystem geht nicht. Sie w&auml;re ungerecht und w&uuml;rde viele Menschen &uuml;berfordern&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-676328,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eine schnelle Reaktion von J&uuml;rgen R&uuml;ttgers auf die schlechten Umfragewerte. Stellt sich nur die Frage, warum der gr&ouml;&szlig;te Landesverband der CDU nicht in den Koalitionsverhandlungen sein Veto eingelegt hat. Rund ein Drittel der Delegierten auf dem Bundesparteitag der CDU Deutschlands kommen aus Nordrhein-Westfalen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne in NRW: Keinesfalls Jamaika<\/strong><br>\nMit gro&szlig;er Mehrheit beschlie&szlig; ein Landesparteitag in Essen nach neunst&uuml;ndiger Debatte eine Koalitionsaussage und das Wahlprogramm. Ausgeschlossen wird ein B&uuml;ndnis mit CDU und FDP (Jamaika- Koalition) sowie eine von der Linken nur tolerierte Minderheitsregierung. In Umfragen liegen SPD, Gr&uuml;ne und Linke in NRW derzeit knapp vorn. Bei einem Ende der bisherigen schwarz-gelben D&uuml;sseldorfer Regierung ginge auch die Mehrheit f&uuml;r Union und FDP im Bundesrat verloren. Inhaltlich werben die Gr&uuml;nen, ebenso wie die SPD, f&uuml;r eine Gemeinschaftsschule bis Klasse 10 und die Abschaffung der Studiengeb&uuml;hren in NRW. &Uuml;ber das Abitur nach zw&ouml;lf oder 13 Jahren sollen die Schulkonferenzen entscheiden. In den Kindertagesst&auml;tten wird ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz f&uuml;r Kinder ab einem Jahr angestrebt. Au&szlig;erdem wollen die Gr&uuml;nen einen Sonderfonds des Landes auflegen, um arme Kommunen aus ihrer Altschuldenfalle zu befreien. Der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel bekr&auml;ftigte derweil seine Absage an eine Koalition mit der Linken in NRW und beschwor einen Wahlsieg allein mit den Gr&uuml;nen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2283328&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die SPD lernt es nie. Wieder einmal setzt sie auf die Ausgrenzung der Linkspartei, in der Hoffnung, dass ehemalige SPD-W&auml;hler zur&uuml;ckkehren. In dieser eigentlich nach Hessen so simplen wahltaktischen Frage agieren die Gr&uuml;nen kl&uuml;ger. Aber es geht nicht nur um Wahltaktik: Einmal abgesehen von der Afghanistanpolitik oder der St&auml;rkung des Finanzkapitals u.a. hat die jetzige SPD-F&uuml;hrung immer noch nicht begriffen, dass ein wesentlicher Grund f&uuml;r den Austritt von Parteimitgliedern und der Abwendung der W&auml;hlerschaft die Regelungen Hartz I-IV sind. Sie hat sich weder personell noch programmatisch davon distanziert.<br>\nSie greift hier ein Thema auf, dass inzwischen alle Parteien in ihrem Programm f&uuml;hren. Nat&uuml;rlich m&uuml;ssen die Schonverm&ouml;gen erh&ouml;ht werden. Ein Leser der NDS hat darauf hingewiesen, dass aus der geringen Zahl der wegen Verm&ouml;gen abgelehnten Antr&auml;ge nicht auf die Zahl der Betroffenen geschlossen werden kann, da viele es erst gar nicht versucht haben. Und selbst wenn es nur wenige sein sollten, verdient ein &uuml;ber Jahre erarbeitete Verm&ouml;gen geschont zu werden &ndash; nat&uuml;rlich in einem angemessenen Rahmen. Auch in der Debatte um die angemessene H&ouml;he der Hartz IV-Satzes wagt sich die SPD nicht vor. Vor allen aber im alles entscheidenden Punkt ist keine Einsicht seitens der SPD zu registrieren: Der Beitrag der Hartz- Reformen zur Ausweitung des Niedriglohnsektors.<br>\nSiehe auch: <a href=\"?p=4480\">&ldquo;Ziel der Einf&uuml;hrung von Hartz I-IV etc. ist der Aufbau des gr&ouml;&szlig;ten Niedriglohnsektors in der EU&rdquo;<\/a><br>\nDer Forderung, fast jeden Job annehmen zu m&uuml;ssen, also den Begriff der Zumutbarkeit &auml;u&szlig;erst restriktiv zu handhaben, in Verbindung mit einem Totalversagen beim F&ouml;rdern, hat zwar vor&uuml;bergehend die Besch&auml;ftigungszahlen gesch&ouml;nt, aber viele Jobs sind &auml;u&szlig;erst prek&auml;r, so dass manche sogar vom Staat aufgestockt werden m&uuml;ssen. Hartz-I hat Lohndumping &uuml;ber Leiharbeit erm&ouml;glicht, indem die grunds&auml;tzliche G&uuml;ltigkeit des Prinzips, gleiche Arbeit gleicher Lohn, aufgeweicht wurde. Jetzt arbeitet fast ein Viertel der Besch&auml;ftigten unter Lohndumping, mit entsprechenden Auswirkungen auf den privaten Konsum. Und da schwatzen heute alle von der St&auml;rkung des Binnenmarktes. Dieser von Rot\/Gr&uuml;n verantwortete Niedriglohnsektor ist nicht nur ein Skandal an sich, sonder er erh&ouml;ht auch ganz wesentlich den Druck auf bisher gutbezahlte Vollzeitjobs. Dieser Proze&szlig; wird, wenn ihm nicht Einhalt geboten wird, die Gesellschaft zerrei&szlig;en &ndash; nicht nur die SPD.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Linkspartei: &ldquo;Alles nichts!&rdquo;<\/strong><br>\nDer k&uuml;nftige Linke-Chef Klaus Ernst &uuml;ber seine Kritiker in der Partei, die Gegner in der SPD und die Feinde in der Wirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2010-02\/linkspartei-ernst?page=1\">Die Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Lesen Sie statt unserer Kritik am Stil dieses Interviews die Kommentare der Leserinnen und Leser. Z.B: Wieso werden Linke immer irgendwie als Spinner denunziert? Viel schlimmer und wesentlich gef&auml;hrlicher f&uuml;r den Normalb&uuml;rger sind da doch Personen aus dem blau-gelben Teil des Parteienspektrums. Wie w&auml;re es, wenn man sich die mal so &ldquo;unehrerbietig&rdquo; vorn&auml;hme? Vielleicht mal das &ldquo;Br&uuml;derlein fein&rdquo;? Oder das &ldquo;R&ouml;&szlig;lein&rdquo; (das der Bauer bekanntlich im M&auml;rzen einspannt &ndash; wenn jemand meine Anspielungen verstehen sollte?)? Von &ldquo;Mr. Westerwave&rdquo; ganz zu schweigen oder, auch so etwas Exotisches, wie Mdme. &ldquo;Piepser&rdquo;. Hier liegt doch insgesamt sehr viel mehr Potenzial zum politischen Blo&szlig;stellen als bei den Linken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Kriegsdrohungen gegen den Iran<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>US-Senator droht mit Krieg<\/strong><br>\nErstmals drohte am Samstagabend ein US-Spitzenpolitiker dem Iran mit Krieg. Der langj&auml;hrige demokratische und heute parteiunabh&auml;ngige Senator Joe Lieberman sagte, die Welt m&uuml;sse sich entscheiden, ob sie den Iran zum Einlenken bewegen wolle. &bdquo;Wir m&uuml;ssen uns entscheiden: Entweder f&uuml;r harte Wirtschaftssanktionen, damit die Diplomatie funktioniert, oder wir stehen vor milit&auml;rischem Eingreifen&ldquo;, sagte Lieberman.<br>\nIn diesem Zusammenhang kritisierte Lieberman auch die neue EU-Au&szlig;enbeauftragte Catherine Ashton. &bdquo;Ashtons Aussagen zum Iran sind sehr entt&auml;uschend.&ldquo; Ashton hatte zuvor in einer Rede erkl&auml;rt, sie setze noch auf Verhandlungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/ausland\/iran-us-senator-droht-mit-krieg_aid_477868.html\">focus<\/a><\/li>\n<li><strong>Barack Obama sollte den Iran bombardieren<\/strong><br>\nBarack Obamas Umfragewerte st&uuml;rzen in den Keller. Bei den Themen Arbeitslosigkeit und Gesundheitssystem ist er gescheitert, zudem hat er drei Nachwahlen verloren. Eine dramatische Geste ist n&ouml;tig, um die &ouml;ffentliche Wahrnehmung zu &auml;ndern. Er muss Befehl geben, die iranischen Atomwaffen zu zerst&ouml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/209.85.129.132\/search?q=cache:fSZ16n3l73cJ:www.welt.de\/debatte\/kolumnen\/Brennpunkt-Nahost\/article6237465\/Barack-Obama-sollte-den-Iran-bombardieren.html+welt+obama+soll+den+iran&amp;cd=1&amp;hl=de&amp;ct=clnk&amp;gl=de\">Die Welt (der Artikel wurde entfernt deshalb Google Cache)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Kriegstreiber sind schon wieder unterwegs, und Springers Welt gibt ihnen eine Plattform. Der Autor Daniel Pipes ist nicht irgendwer: Er ist Direktor des Middle East Forums und ein mit Preisen ausgezeichneter Kolumnist f&uuml;r die &ldquo;New York Post&rdquo; und die &ldquo;Jerusalem Post&rdquo;. Sein neuestes Buch &ldquo;Militant Islam Reaches America&rdquo; (Der militante Islam erreicht Amerika) ist gerade bei W.W. Norton erschienen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Kriege, die verloren werden<\/strong><br>\nWilliam R. Polk hat ein gro&szlig;es Werk &uuml;ber die Fremdherrschaft geschrieben und warum sie sich milit&auml;risch nicht verteidigen l&auml;sst.<br>\nSeit der Gr&uuml;ndung der Vereinigten Staaten sind amerikanische Streitkr&auml;fte mehr als zweihundertmal zu K&auml;mpfen ins Ausland geschickt worden. Allein in j&uuml;ngerer Zeit haben sie sechzehnmal versucht, einen Staat aufzubauen, einen Regimewechsel zu erreichen oder das &Uuml;berleben eines Regimes zu sichern. Doch nach einer Studie der Carnegie-Stiftung waren elf dieser Versuche &ldquo;glatte Fehlschl&auml;ge&rdquo;. Nur zwei, Deutschland und Japan, k&ouml;nnen als Erfolg gewertet werden, w&auml;hrend zwei andere, Grenada und Panama, lediglich als &ldquo;wahrscheinlich erfolgreich&rdquo; gelten. Das Handbuch von General Petraeus stellt nicht zu Unrecht fest, dass die &ldquo;politische Macht die zentrale Frage bei Aufst&auml;nden und ihrer Bek&auml;mpfung ist; jede Seite will die Menschen dazu bringen, ihre Regierungst&auml;tigkeit oder Autorit&auml;t als legitim anzuerkennen&rdquo;. Auch hier fragt Polk beinahe schon rhetorisch, ob dies ein f&uuml;r eine fremde Macht erreichbares Ziel sei. In der Geschichte hat er ein solches Beispiel vergebens gesucht: Selbst wenn die fremde Macht einen einheimischen Verb&uuml;ndeten wie im Fall Vietnam hatte, wurde dieser durch seine Verbindung mit der fremden Macht diskreditiert und jene keineswegs von den Einheimischen legitimiert. Im Gegenteil: Sowohl die Fremden wie auch ihre einheimischen Verb&uuml;ndeten werden in der Regel als Kr&auml;fte betrachtet, die einen zerst&ouml;rerischen Einfluss auf die nationalen Belange und die Kultur des jeweiligen Landes aus&uuml;ben. Selbst gutgemeinte Programme scheitern oftmals am einheimischen Nationalismus.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.evki-hilzingen.de\/theoforum_download\/Kriege%20%20die%20verloren%20werden.pdf?PHPSESSID=cd387a0ab4c377469ee36a694cd5f38a\">Evangelische Kirche<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/sz-shop.sueddeutsche.de\/mediathek\/shop\/Produktdetails\/Buch+Aufstand+William_R_Polk\/5247689.do;jsessionid=83ED7C4DD8EF1D8655016AC366046E11.hesse:9009?extraInformationShortModus=false&amp;currentExtraInformationTab=\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Heinrich Hannover: Nie wieder Krieg?<\/strong><br>\nVielleicht k&ouml;nnte das Desaster, mit dem die Kriege im Irak und in Afghanistan aller Voraussicht nach enden werden, selbst dann, wenn uns der Gegenterror vor der eigenen Haust&uuml;r erspart bleiben sollte, auch in unserem Land zum erneuten Nachdenken &uuml;ber die Kriegstr&auml;chtigkeit des kapitalistischen Systems und zum Widerstand gegen die herrschende Milit&auml;rdoktrin f&uuml;hren. Unsere Aufgabe ist es, den Widerspruch gegen den herrschenden Zeitgeist und das Nachdenken &uuml;ber die Ursachen von Kriegen und deren Abschaffung wachzuhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weltderarbeit.de\/\">Welt der Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Mehr Aufsteiger im Schulsystem NRW?<\/strong><br>\nDie Durchl&auml;ssigkeit des Schulsystems (in NRW) nimmt weiter zu. So ist der Anteil der Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler, die aus der Hauptschule zur Realschule wechseln, angestiegen . Er hat sich mit 0,51 Prozent gegen&uuml;ber 2004\/2005 (0,26 Prozent) fast verdoppelt. Ebenso liegt die Wechselquote von der Realschule zum Gymnasium mit 0,19 Prozent auf &auml;hnlich hohem Niveau wie in den drei vorangegangenen Jahren. Im Schuljahr 2004\/2005 lag die Wechselquote noch bei 0,15 Prozent. Gleichzeitig ist der Anteil der Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler, die zum Schuljahr 2009\/2010 vom Gymnasium zur Realschule oder vom Gymnasium oder der Realschule zur Hauptschule gewechselt sind, auf dem niedrigsten Stand seit Jahren. So lag die Wechselquote von der Realschule zur Hauptschule 2004\/2005 noch bei 2,55 Prozent, aktuell nur noch bei 1,92 Prozent. Kam in den Jahren 2000 bis 2005 im Mittel auf 15 Schulabsteiger nur ein &ldquo;Schulaufsteiger&rdquo;, so lag diese Quote zum Schuljahr 2008\/2009 bei 9 zu 1 und zum Schuljahr 2009\/2010 etwa bei 7 zu 1. Das ist eine Verbesserung um mehr als 55 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.schulministerium.nrw.de\/BP\/index.html\">Schulministerium NRW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zu dieser Sch&ouml;nf&auml;rberei Detlef Tr&auml;bert, der Bundesvorsitzende der Aktion Humane Schule: &bdquo;Dass aktuell jeder zweihundertste Hauptsch&uuml;ler in die Realschule aufsteigt, ist eine Ver&auml;nderung auf extrem niedrigen Niveau bei ver&auml;nderten Rahmenbedingungen &ndash; eine pure Sch&ouml;nf&auml;rberei des Schulministeriums.&ldquo; Eine weitere Tatsache sei, dass das Aufsteigen von der Realschule zum Gymnasium wegen des G8 mittlerweile praktisch unm&ouml;glich sei. Die vom Ministerium gew&uuml;nschte individuelle F&ouml;rderung k&ouml;nne nur fruchtbar wirken, wenn die Selektivit&auml;t des Schulsystems beseitigt werde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Trotz der Bologna-Reform bleiben viele Hochschulen in Sachsen beim Diplom<\/strong><br>\nDie herk&ouml;mmlichen Diplom-Studieng&auml;nge sind ein Auslaufmodell. Mit der Bologna-Reform kommt das &ldquo;Aus&rdquo; f&uuml;r den deutschen &ldquo;Diplom-Ingenieur&rdquo;. Nicht aber in Sachsen. W&auml;hrend andernorts lediglich Studienf&auml;cher mit dem Abschluss &ldquo;Staatsexamen nach altem Muster angeboten werden, ist in Sachsen das Umstellen auf Bachelor und Master gesetzlich nicht vorgeschrieben.<br>\nEs ist so, dass insbesondere in den Ingenieur- und einigen Naturwissenschaften weiterhin eine gro&szlig;e Nachfrage speziell nach diesem Abschluss besteht. Man ist vermutlich noch verunsichert: Was kann man mit dem Bachelor &uuml;berhaupt anfangen? Und da setze ich doch lieber auf das sichere Pferd des &lsquo;Diplom&rsquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/1098682\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Unsichtbare Kultusminister beim Bildungsgipfel<\/strong><br>\nBeim Milliarden-Poker von Bund und L&auml;ndern um eine bessere Finanzierung der Bildung spielt die Kultusministerkonferenz (KMK) keine sichtbare Rolle. Bei den Bildungsgipfel-Verhandlungen sind die Kultusminister offenbar im Bermudadreieck von Ministerpr&auml;sidenten, Kanzleramt und Finanzministerkonferenz v&ouml;llig verschwunden. Am 22. Januar &uuml;bernahm turnusgem&auml;&szlig; Bayerns Schulminister Ludwig Spaenle (CSU) das Amt des KMK-Pr&auml;sidenten.<br>\nDenn innerlich murrend, aber weitgehend hilflos, m&uuml;ssen die Bildungsminister der 16 L&auml;nder wie auch Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) mit ansehen, wie die Finanzminister des Bundes und der L&auml;nder derzeit Hand in Hand die Bildungsausgaben in bislang ungeahnte H&ouml;hen treiben &ndash; statistisch zumindest.<br>\nWar beim ersten Bildungsgipfel von Kanzlerin und Ministerpr&auml;sidenten in Dresden noch von einem Mehrbedarf von &ldquo;bis zu 60 Milliarden Euro&rdquo; pro Jahr die Rede, so war beim zweiten Bildungsgipfel im Dezember in Berlin dieser Betrag bereits auf 13 Milliarden Euro geschrumpft.<br>\nIn ihrer Bildungsausgabenstatistik taucht jetzt erstmals auch ein Pensionszuschlag auf alle Lehrer- und Professorengeh&auml;lter in H&ouml;he von 42 Prozent auf. Manchem Kultusminister treibt das die Zornesr&ouml;te ins Gesicht &ndash; waren die L&auml;nder bislang intern allenfalls von 30 Prozent ausgegangen. Allein dadurch klettern auf L&auml;nderseite die Bildungsausgaben um weitere 4,8 Milliarden Euro in die H&ouml;he. Schon im Dezember waren Bund und L&auml;nder &uuml;bereingekommen, mindestens 10 Milliarden &ldquo;kalkulatorische Unterbringungskosten&rdquo; f&uuml;r Schul- und Hochschulgrundst&uuml;cke in die Bildungsstatistik einzubeziehen. &ldquo;Wenn die Finanzminister weiter so rechnen, werden wir beim dritten Bildungsgipfel am 10. Juni gar noch Geld f&uuml;r Bildung und Forschung wieder abgeben m&uuml;ssen &ndash; weil das Zehn-Prozent-Ziel schon &uuml;bererf&uuml;llt ist &ndash; wenn auch nur in der Statistik&rdquo;, sp&ouml;ttelt ein hoher Beamter aus dem Kultusministerium eines gro&szlig;en Bundeslandes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bildungsklick.de\/a\/71726\/unsichtbare-kultusminister-beim-bildungsgipfel\/\">Bildungsklick<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Ulrich Beck: Die Wiederkehr des Sozialdarwinismus<\/strong><br>\nDer Bologna-Prozess ist gescheitert. Als Ergebnis zeichnet sich eine Bildungskatastrophe ab. Was zwei Weltkriege nicht geschafft haben, k&ouml;nnte Bologna erreichen: die deutsche Universit&auml;t zu zerst&ouml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/kultur_und_medien\/feuilleton\/?em_cnt=2275514&amp;\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man muss diesen Beitrag von Ulrich Beck wirklich nicht lesen. Es ist wieder einmal eine seiner sprachlichen Pirouetten, mit der er diesmal um das Thema Bologna-Prozess wirbelt, um bei seinem Lieblingsthema &bdquo;Weltgesellschaft&ldquo; zu landen. Beck geh&ouml;rte zu den &bdquo;Chefsoziologen&ldquo; des Dritten Wegs, die mit ihrem Globalisierungsdiskurs &uuml;ber die v&ouml;llig neuen Herausforderungen, denen die nationale Wirtschafts-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik nicht mehr gewachsen sei, den Schr&ouml;derianern die pseudointellektuelle Sauce geliefert haben, mit denen sie ihren &bdquo;Modernisierungs&ldquo;-Kurs als auf der H&ouml;he der Zeit und alternativlos verbr&auml;men konnten.<br>\nBeck geh&ouml;rte also zu denjenigen, die McKinsey erst das Tor in die Hochschulen aufgesto&szlig;en haben. Typisch f&uuml;r solche Zeitgeister ist, dass sie jetzt mit ihrem Geschw&auml;tz auf der Welle aufgestauter Kritik surfen. Es ist eine Soziologie der Beliebigkeit, die sich selbst durch einen diffusen &bdquo;kosmopolitischen Blick&ldquo; ihre h&ouml;heren Weihen zu geben versucht.<br>\n&Uuml;berall, wo man konkret nachhakt, wird es falsch oder abstrus. Beck h&auml;lt Humboldt vor, er verfolgte einen &bdquo;nationalp&auml;dagogischen Zweck&ldquo;, gerade so als h&auml;tte dessen Anspruch &bdquo;Bildung durch Wissenschaft&ldquo; nicht umgekehrt geradezu einen universellen Geltungsanspruch. Zu Recht widerspricht Beck selbst der von ihm behaupteten nationalen Borniertheit Humboldts, wenn er schreibt: &bdquo; In Harvard kann man lernen: Der Humboldt`sche Bildungsbegriff ist moderner denn je.&ldquo; In seiner weltb&uuml;rgerlichen Abgehobenheit sieht er dann &ndash; ganz &auml;hnlich wie bei Sloterdijks Idee vom Barmherzigkeitsstaat, bei dem die Reichen nur noch Spenden &ndash; den Schl&uuml;ssel, Bildung sowohl staats- als auch marktfern zu organisieren, in der &bdquo;Selbstfinanzierung der Hochschulen&ldquo;, etwa durch Studiengeb&uuml;hren, Stiftungskapital, Netzwerke und Patentverkauf.<br>\nFinanzierung also im Wettbewerb um kaufkr&auml;ftige Nachfrage auf dem Ausbildungs- und Forschungsmarkt. Herr Beck hat, wohl in seiner &bdquo;Weltgesellschaft&ldquo; unter den &bdquo;kosmopolitischen Eliten&ldquo; lebend, noch nie etwas davon geh&ouml;rt, dass die &bdquo;territorial gebunden&ldquo; privaten Hochschulen in Deutschland gerade deswegen nicht auf die Beine kommen, weil es &ndash; anders als in den USA wo die Stifter des vorvorigen Jahrhunderts Milliarden gestiftet haben &ndash; hierzulande eben offenbar nur eine geringe Bereitschaft der Verm&ouml;genden gibt, Geld in die Wissenschaft zu stecken. Warum sollten sie das auch tun, wenn die staatlichen Hochschulen &ndash; trotz allem &ndash; einfach besser sind?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Matthias Beltz: Partisan und Parmesan, wo sind sie geblieben?<\/strong><br>\nPartisan und Parmesan, alles wird zerrieben&hellip;&rdquo;<br>\nDer Kabarettist Heinrich Pachl, Freund und Kollege von Matthias Beltz h&auml;lt Zwiesprache mit ihm, der dieser Tage 65 geworden sein w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/kultur_und_medien\/theater\/?em_cnt=2251695&amp;em_loc=3636\">FR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Steuerhinterziehung; Banken vor Zerschlagung sicher; Schieflage der HSH Nordbank war Regierungen bekannt; Bargeld und Einlagen privater Haushalte gestiegen; Hartz-Debatte; Bsirske zu Lohnerh&ouml;hungen; R&ouml;ttgen klingelt bei den Gr&uuml;nen; ohne Staatskohle keine Kernkraft; Bankdatenaustausch; R&uuml;stungsexporte; R&uuml;ttgers rebelliert mal wieder; Kampagne gegen die Linke; Kriegsdrohungen gegen den Iran; Bildung; Matthias Beltz: Parmesan<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4505\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4505","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4505","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4505"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4505\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4505"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4505"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4505"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}