{"id":45058,"date":"2018-07-20T08:34:34","date_gmt":"2018-07-20T06:34:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45058"},"modified":"2018-07-20T08:34:34","modified_gmt":"2018-07-20T06:34:34","slug":"hinweise-des-tages-3165","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45058","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45058#h01\">Hohe Mieten: Wenn der Mindestlohn nicht zum Leben reicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45058#h02\">Rund jeder sechste kann sich keine Urlaubsreise leisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45058#h03\">Wohlstand in Deutschland wegen erh&ouml;hter Ungleichheit nur auf Niveau der 1990er Jahre &ndash; 2016 erneut leichte Verbesserung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45058#h04\">Bundesregierung macht Langzeiterwerbslose zur Lohnkonkurrenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45058#h05\">Fachkr&auml;fte in Deutschland erwartet eine Gehaltsexplosion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45058#h06\">Kurzzeitpflege kommt viel zu kurz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45058#h07\">Bamf will Dreij&auml;hrige abschieben &ndash; alleine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45058#h08\">Gefangenschaft auf der Insel, Gewalt und Chaos traumatisieren Asylsuchende auf Lesbos &ndash; Viele Kinder werden erneut traumatisiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45058#h09\">Seenotrettung ist kein Verbrechen: Mehr als 20.000 protestieren gegen t&ouml;dliche Abschottungspolitik der Bundesregierung und der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45058#h10\">Beamte mit Kapuze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45058#h11\">F&ouml;rderschulen: Kinder in der Sackgasse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45058#h12\">Studiengeb&uuml;hren: &ldquo;500 Euro je Semester sind sozial vertr&auml;glich&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45058#h13\">Fr&uuml;chtchen des Zorns, oder: Der Kampf um Aufmerksamkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45058#h14\">Streit um Demo-Teilnahme: &ldquo;Ich schenke den Herren von der CSU gern ein Grundgesetz&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hohe Mieten: Wenn der Mindestlohn nicht zum Leben reicht<\/strong><br>\nIn vielen deutschen St&auml;dten ist das Leben vor allem wegen der rasant gestiegenen Mieten enorm teuer geworden. Das zeigt nicht zuletzt das Projekt #MeineMiete der S&uuml;ddeutschen Zeitung. Besonders schwierig ist es naturgem&auml;&szlig; f&uuml;r Niedrigverdiener, ihren Lebensunterhalt in St&auml;dten wie M&uuml;nchen oder Frankfurt am Main zu bestreiten.<br>\nDeutlich wird das nun einmal mehr in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Susanne Ferschl. Die wollte vom Bundesarbeitsministerium wissen, wie hoch der Mindestlohn theoretisch sein m&uuml;sste, um mit einem Vollzeitjob in den jeweiligen St&auml;dten auf ein Einkommen oberhalb des Hartz-IV-Anspruchs zu kommen &ndash; also auf ein Gehalt, das &uuml;ber dem Regelbedarf von 416 Euro plus den anerkannten Kosten f&uuml;r Unterkunft und Heizung liegt.<br>\nDas Ergebnis: Wegen der hohen Wohnkosten reichen in 63 von 401 Kreisen und kreisfreien St&auml;dten f&uuml;r einen Single die heutigen 8,84 Euro Mindestlohn in der Stunde bei einer 37,7-Stunden-Woche nicht, um &uuml;ber diese Schwelle zu kommen. Im kommenden Jahr wird der Mindestlohn zwar auf 9,19 Euro erh&ouml;ht, das verk&uuml;ndete k&uuml;rzlich die Mindestlohnkommission von Arbeitgebern und Gewerkschaften.<br>\nStand jetzt aber w&uuml;rden diese 9,19 Euro in 27 Kreisen ebenfalls nicht reichen, um auf ein Gehalt zu kommen, bei dem kein Anspruch auf weitere Hilfen besteht. Besonders hoch m&uuml;sste der Mindestlohn f&uuml;r ein Einkommen jenseits der Grundsicherung in St&auml;dten ausfallen, in denen auch die Mieten hoch sind: In Frankfurt etwa w&auml;ren der Antwort der Bundesregierung nach 10,19 Euro notwendig, in Berlin 9,12 Euro. Besonders viele bayerische St&auml;dte und Kreise rangieren weit oben; etwa der Landkreis M&uuml;nchen mit 10,37 Euro, Ebersberg mit 10,19 Euro oder Kelheim mit 10,12 Euro. Am anderen Ende finden sich Kreise wie Freyung-Grafenau in Niederbayern, wo statistisch 7,52 Euro in der Stunde reichen f&uuml;r ein Einkommen &uuml;ber der Hartz-IV-Schwelle, oder das th&uuml;ringische Gotha mit 7,75 Euro.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/mindestlohn-miete-lebenshaltungskosten-1.4059717\">S&uuml;ddeutsche<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/ein-mindestlohn-in-hoehe-von-884-euro-reicht-fuer-viele-nicht-zum-leben\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu: Wer nicht bremst, verliert<\/strong><br>\nDie SPD gibt in einer der zentralen sozialen Fragen klein bei. Wieder einmal. Dabei h&auml;tte hier sogar Symbolpolitik geholfen<br>\nEine Erkenntnis geht um unter Sozialdemokraten: Mieten sind die soziale Frage unserer Zeit. So hat es Andrea Nahles konstatiert, ebenso Katharina Barley. Das war im vergangenen Mai. Zwei Monate sp&auml;ter, im Juli 2018, zeigt sich, wie die SPD &bdquo;die soziale Frage der Zeit&ldquo; anzugehen gedenkt: mit &ndash; inzwischen zu einer Art Markenzeichen gewordener &ndash; sozialpolitischer Anspruchslosigkeit. Denn letztlich ist der Kampf gegen steigende Mieten genau das: eine sozialpolitische Aufgabe.<br>\nVergangene Woche hat Justizministerin Barley den &uuml;berarbeiteten Referentenentwurf zur Erg&auml;nzung der Mietpreisbremse vorgelegt. Die vorherige, erste Fassung hatte zwar einige Versch&auml;rfungen vorgesehen, die dringend notwendige Bremse hatte das Justizministerium aber schon damals nicht gefunden. Die nun ver&ouml;ffentlichte Fassung ist im Vergleich dazu ein R&uuml;ckschritt. Lukas Siebenkotten, Bundesdirektor des Deutschen Mieterbundes (DMB), erkl&auml;rte dann auch: &bdquo;Der jetzt vorgelegte Gesetzentwurf zu einem Mietrechtsanpassungsgesetz ist entt&auml;uschend und bleibt deutlich hinter unseren Forderungen und den Erwartungen von mehr als 40 Millionen Mieterinnen und Mietern zur&uuml;ck.&ldquo; Es handele sich allenfalls um einen &bdquo;Papiertiger&ldquo; &ndash; eine Charakterisierung, mit der die Mietpreisbremse inzwischen fast schon gewohnheitsm&auml;&szlig;ig beschrieben wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/bennyk\/wer-nicht-bremst-verliert\">der Freitag<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: GBW-Verkauf: &ldquo;Was mit den Mietern ist, das ist ihm doch wurscht&rdquo;<\/strong><br>\nEin Untersuchungsausschuss im Bayerischen Landtag soll derzeit kl&auml;ren, ob die Staatsregierung wirklich keine andere Wahl hatte, als die Wohnungen der staatlichen GBW zu privatisieren. Die Mieter der GBW sind entt&auml;uscht &ndash; auch, weil jetzt teure Sanierungen anstehen, die vielen &uuml;berfl&uuml;ssig scheinen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/gbw-verkauf-soeder-mieter-1.4058436\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wieder zeigt sich, dass das neoliberale Dogma, dass privatwirtschaftlich angeblich alles besser sei als in &ouml;ffentlicher Hand, ein L&uuml;genm&auml;rchen ist, bei dem es nur darum geht, &ouml;ffentliches Eigentum der privaten Profitgenerierung zu &uuml;berantworten. Der Titel beschreibt es treffend, f&uuml;r private Investoren z&auml;hlt nur die Rendite, sonst nichts. W&auml;hrend die &ouml;ffentliche Hand den Interessen der B&uuml;rger verpflichtet ist (sein sollte) und ebenso der demokratischen Kontrolle unterliegt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Rund jeder sechste kann sich keine Urlaubsreise leisten<\/strong><br>\nDas Europ&auml;ische Statistikamt Eurostat ver&ouml;ffentlicht regelm&auml;&szlig;ig Daten, die im Rahmen einer j&auml;hrlichen Befragung zur so genannten materiellen Deprivation (Entbehrung) erhoben werden. Dabei wird auch danach gefragt, ob man es sich leisten kann, einmal j&auml;hrlich einen Urlaub woanders als zu Hause zu verbringen (&ldquo;Inability to afford paying for one week annual holiday away from home&rdquo;). Daraus geht hervor (PDF), dass 16 Prozent der Menschen in Deutschland es sich im Jahr 2017 nicht leisten konnten, eine Woche Urlaub woanders als zu Hause zu verbringen. Bei Alleinstehenden war f&uuml;r 24,7 Prozent und bei Alleinerziehenden sogar f&uuml;r 32,6 Prozent kein Urlaub m&ouml;glich. Dies hat Sabine Zimmermann, Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE und Vorsitzende des Bundestagsausschusses f&uuml;r Familie, Senioren, Frauen und Jugend, ausgewertet.<br>\nSie beklagt, dass eine Urlaubsreise f&uuml;r viele Menschen ein unerf&uuml;llbarer Luxus sei: &ldquo;Besonders in der Ferienzeit ist es f&uuml;r Kinder nat&uuml;rlich bitter, wenn sie gerne verreisen w&uuml;rden, es aber nicht geht. Nicht verreisen zu k&ouml;nnen, ist auch Ausdruck von Armut, die endlich wirksam bek&auml;mpft werden muss. Die Bundesregierung hat hier auf der ganzen Linie versagt. Wir brauchen endlich den Politikwechsel.&ldquo;<br>\nSabine Zimmermann benennt, was getan werden muss:<br>\n&bdquo;Die Menschen brauchen wieder mehr Geld in der Tasche: L&ouml;hne, von denen man leben kann und Sozialleistungen, die vor Armut sch&uuml;tzen. Der Mindestlohn muss rauf auf 12 Euro die Stunde, systematische Niedriglohnbesch&auml;ftigung in Form der Leiharbeit abgeschafft werden und die M&ouml;glichkeit der sachgrundlosen Befristung ist zu streichen. Altersarmut muss endlich der Kampf angesagt werden, durch eine Erh&ouml;hung des Rentenniveaus auf 53 Prozent und die Einf&uuml;hrung einer solidarischen Mindestrente. Und Kinder d&uuml;rfen nicht mehr l&auml;nger Armutsrisiko sein. Ein Konzept gegen Kinderarmut ist &uuml;berf&auml;llig. Soziale Leistungen m&uuml;ssen Armut verhindern und gesellschaftliche Teilhabe erm&ouml;glichen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/rund-jeder-sechste-kann-sich-keine-urlaubsreise-leisten\/\">DIE LINKE im Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu: Jeder sechste kann es sich nicht leisten, in den Urlaub zu fahren. <\/strong><br>\nGerade Familien mit geringem Einkommen sind auf Freizeitangebote wie Sommerb&auml;der angewiesen &ndash; die werden aber reihenweise dicht gemacht. 1.800 &ouml;ffentliche B&auml;der wurden seit 1990 geschlossen, allein im letzten Jahr waren es 175, darunter 62 Freib&auml;der. Inzwischen bietet fast jede vierte Grundschule keinen Schwimmunterricht mehr an, weil es kein Schwimmbad in der N&auml;he gibt. Jedes zweite Kind verl&auml;sst die Grundschule, ohne sicher schwimmen zu k&ouml;nnen. Ich finde dieses Staatsversagen unertr&auml;glich. &Ouml;ffentliche Schwimmb&auml;der d&uuml;rfen nicht weiter kaputtgespart oder privatisiert werden!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/photos\/a.220243721326366.71218.206307219386683\/2245462305471154\/?type=3&amp;theater\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wohlstand in Deutschland wegen erh&ouml;hter Ungleichheit nur auf Niveau der 1990er Jahre &ndash; 2016 erneut leichte Verbesserung<\/strong><br>\nDas deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist zwischen 1991 und 2016 real um rund 40 Prozent gewachsen. Der gesamtgesellschaftliche Wohlstand in der Bundesrepublik hat hingegen im gleichen Zeitraum lediglich um 6,4 Prozent zugenommen. Zuletzt hat sich der Wohlstand erstmals seit langem wieder im Gleichklang mit dem BIP entwickelt. 2016, so die nun vorliegenden neuesten Daten, stieg der Wohlstand um 1,4 Prozent, 2015 um 0,6 Prozent und 2014 um 2,6 Prozent. Das entspricht einer durchschnittlichen Zunahme um 1,5 Prozent seit 2013, w&auml;hrend das BIP im Mittel um 1,9 Prozent zulegte. Doch trotz dieser Beschleunigung befand sich das gesamtwirtschaftliche Wohlfahrtsniveau Ende 2016 nur auf dem gleichen Stand wie Mitte der 1990er Jahre. Das zeigt der &bdquo;Nationale Wohlfahrtsindex 2018&ldquo; (NWI 2018), den ein Wissenschaftlerteam um Prof. Dr. Hans Diefenbacher (Institut f&uuml;r Interdisziplin&auml;re Forschung (FEST) Heidelberg) im Auftrag des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung soeben aktualisiert hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/14_115027.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bundesregierung macht Langzeiterwerbslose zur Lohnkonkurrenz<\/strong><br>\nSchon seit Ende Mai liegt ein Referentenentwurf zu einem F&ouml;rderprogramm der Bundesregierung f&uuml;r Langzeiterwerbslose vor. Ein Blick hinein zeigt: Schwarz-Rot l&auml;sst alle Ma&szlig;nahmen fallen, die regul&auml;re Arbeitsm&auml;rkte vor subventionierter Lohnkonkurrenz sch&uuml;tzen. [&hellip;]<br>\nMit dem Referentenentwurf lie&szlig;en Union und SPD nun aber die Katze aus dem Sack:\n<blockquote><p>\nDie Kriterien Zus&auml;tzlichkeit, Wettbewerbsneutralit&auml;t und &ouml;ffentliches Interesse sind keine F&ouml;rdervoraussetzung.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Damit ist klar: Die Bundesregierung macht Langzeiterwerbslose zur Lohnkonkurrenz f&uuml;r regul&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse. Das gilt umso mehr, als von Tarifbindung im Gesetzentwurf nicht die Rede ist. Und selbst die Sozialversicherungspflicht soll es f&uuml;r die Gruppe der Gef&ouml;rderten mit mehr als sechs Jahren Erwerbslosigkeit nur eingeschr&auml;nkt geben &ndash; f&uuml;r sie (und ihre Arbeitgeber) entf&auml;llt die Versicherungspflicht in der Arbeitslosenversicherung. Damit ist faktisch ein fataler gro&szlig;er Schritt hin zur F&ouml;rderung von Lohnkonkurrenz gemacht.<br>\nDie erwartbaren Auswirkungen dessen seien nachfolgend an zwei Beispielen erl&auml;utert. Im &ouml;ffentlichen Dienst, etwa in der kommunalen Gr&uuml;npflege oder Geb&auml;udereinigung, k&ouml;nnen die Kommunen tarifliche, regul&auml;re Stellen durch gef&ouml;rderte Langzeiterwerbslose ersetzen. Die St&auml;dte und Gemeinden erhalten dann &ndash; anders als bisher &ndash; einen nennenswerten Teil der Lohnkosten vom Bund ersetzt. Die bisher Besch&auml;ftigten haben das Nachsehen, sie werden arbeitslos. (In einer gem&auml;&szlig;igten Variante werden &raquo;nur&laquo; freiwerdende Stellen nicht mehr regul&auml;r, sondern durch Langzeiterwerbslose besetzt.) Nach Auslaufen der F&ouml;rderung kann die gef&ouml;rderte Person durch eine andere ersetzt werden &ndash; ein Dreht&uuml;reffekt stellt sich ein.<br>\nIn der Privatwirtschaft funktioniert das Beschriebene genauso, hier kann sich dar&uuml;ber hinaus sogar ein g&auml;nzlich neues Gesch&auml;ftsmodell etablieren:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/2232%20\">Blickpunkt WiSo<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: DGB: &ldquo;Tariflohn muss die Grundlage sein&rdquo;<\/strong><br>\nMit einem Milliardenprogramm will die Bundesregierung Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt integrieren. Annelie Buntenbach vom Deutschen Gewerkschaftsbund sagte im Dlf, sie sei grunds&auml;tzlich froh &uuml;ber die Initiative. Fatal f&auml;nde sie jedoch, dass Betriebe f&uuml;r gef&ouml;rderte Personen nur den Mindestlohn erstattet bekommen sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/programm-gegen-langzeitarbeitslosigkeit-dgb-tariflohn-muss.694.de.html?dram:article_id=423284\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Fachkr&auml;fte in Deutschland erwartet eine Gehaltsexplosion<\/strong><br>\nAuf Deutschlands Arbeitnehmer kommt eine regelrechte Gehaltsschwemme zu. Bis zum Jahr 2030 k&ouml;nnte das Pro-Kopf-Einkommen f&uuml;r Fachkr&auml;fte um umgerechnet 13.800 Euro im Jahr steigen. [&hellip;]<br>\nSchon jetzt bekommt Europas gr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft den Engpass bei Kandidaten mit bestimmten, besonders gefragten Kenntnissen zu sp&uuml;ren. [&hellip;]<br>\nDass Fachkr&auml;fte in der Bundesrepublik herrlichen Zeiten entgegengehen, resultiert aus der besonderen Kombination von schwacher Demografie und starker Wirtschaft. In keiner anderen gro&szlig;en Volkswirtschaft der westlichen Hemisph&auml;re werden die Gehaltssteigerungen so kr&auml;ftig ausfallen wie im alternden Deutschland, erwarten die Auguren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/karriere\/article179616342\/Lohnexplosion-Fachkraefte-vor-goldenen-Zeiten.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Gehaltsexplosion und Geldschwemme, so so. Da scheinen die Auguren offenbar &uuml;bersehen zu haben, dass diejenigen, die dringend nach Fachkr&auml;ften suchen, wie das Handwerk zum Beispiel, schon eine Mindestausbildungsverg&uuml;tung <a href=\"https:\/\/www.zdh.de\/presse\/interviews\/kleine-und-mittlere-betriebe-koennten-ihr-engagement-in-der-ausbildung-aufgeben\/\">kategorisch ablehnen<\/a>, weil sie das bisherige System f&uuml;r bew&auml;hrt und praxistauglich halten, dann aber trotzdem weiter dar&uuml;ber klagen, dass es zu wenige geeignete Bewerber und zu viele Ausbildungsabbrecher gibt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kurzzeitpflege kommt viel zu kurz<\/strong><br>\nWenn Pflegepl&auml;tze zur Ware werden, bleiben die Bed&uuml;rftigen auf der Strecke<br>\nDer Bauboom bei Altenpflegeeinrichtungen hat in den letzten Jahren in der Regel zu einem &Uuml;berangebot an Heimpl&auml;tzen gef&uuml;hrt, so dass in den meisten Pflegeheimen Betten unbelegt blieben. Um die damit verbundenen Einnahmeverluste zu verringern, hat man die f&uuml;r die Langzeitpflege vorgesehen Betten einfach mit Kurzzeitpflege belegt. Bei diesen Kurzzeitpflege-Pl&auml;tzen handelte es sich also um sogenannte &bdquo;zuf&auml;llige&ldquo; oder &bdquo;eingestreute&ldquo; Kurzzeitpflege. Mit der zunehmenden Verknappung von Pl&auml;tzen in station&auml;ren Pflegeeinrichtungen werden die Heimtr&auml;ger ihr &bdquo;zuf&auml;lliges&ldquo; Kurzzeitpflege-Angebot zugunsten des lukrativeren Langzeitpflege-Angebotes wieder aufgeben. Schon heute ist es so, dass Pflegebed&uuml;rftige keinen Kurzzeitpflege-Platz in ihrer Stadt &ndash; geschweige denn in ihrem Wohnumfeld &ndash; finden k&ouml;nnen. Sie m&uuml;ssen dann freie Pl&auml;tze weitab von ihrem Zuhause belegen. Das verschlechtert ihre sozialen Kontakte und erh&ouml;ht den Druck, nach der Kurzzeitpflege im Heim in die Langzeitpflege zu wechseln. Das aber l&auml;uft nicht selten sowohl den Interessen der betroffenen Pflegebed&uuml;rftigen als auch dem gesetzlichen Anspruch &bdquo;Ambulant vor Station&auml;r&ldquo; zuwider.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5029\/wirtschaft_soziales\/8933\/Kurzzeitpflege-kommt-viel-zu-kurz.htm%20\">unsere zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin S.R.:<\/strong> Ein interessanter differenzierter Einblick in ein sehr aktuelles spezifisches Thema<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: 400 vacant jobs for Filipinos in Germany<\/strong><br>\nDubai: Employers in the healthcare sector in Germany are looking to hire more Filipinos, it has been announced. The Philippine Overseas Employment Administration (POEA) said that at least 400 nurses from the Philippines are now being recruited, and qualified candidates can expect to receive a minimum salary of approximately &euro;1,900 (Dh8,000) per month.<br>\nThe positions are available through Germany&rsquo;s Triple Win Project, a programme that seeks to hire suitable candidates for vacant positions in Germany on behalf of employers. According to a statement from POEA, the visa and airfare of hired applicants will be shouldered by the employer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gulfnews.com\/news\/europe\/germany\/400-vacant-jobs-for-filipinos-in-germany-1.2253243\">Gulf News<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.T.:<\/strong> Ist schon erstaunlich, wie weit entfernt jetzt schon nach Pflegekr&auml;ften gesucht wird&hellip; zu Dumpingpreisen nat&uuml;rlich. Und das Ganze wird auch noch als Lotterie verkauft.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bamf will Dreij&auml;hrige abschieben &ndash; alleine<\/strong><br>\nGeht es nach dem Willen des Bundesamtes f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge (Bamf), so soll ein in Bad Abbach lebendes dreij&auml;hriges M&auml;dchen baldm&ouml;glichst ausreisen. Zumindest erwecken die ersten drei Seiten eines Bamf-Entscheids diesen Eindruck. Per Bescheid vom 11. Juli wurde das Kind aufgefordert, &ldquo;die Bundesrepublik Deutschland innerhalb von 30 Tagen nach Bekanntgabe dieser Entscheidung zu verlassen&rdquo;.<br>\nW&auml;hrend nach Angaben &ouml;rtlicher Asylhelfer sowohl der Mutter des M&auml;dchens als auch ihrer vierj&auml;hrigen Schwester f&uuml;r ein Jahr ein Bleiberecht einger&auml;umt wurde, hie&szlig; es im Fall der Dreij&auml;hrigen: &ldquo;Sollte die Antragstellerin die Ausreisefrist nicht einhalten, wird sie nach Nigeria abgeschoben.&rdquo;<br>\nZum konkreten Fall wollte sich das Bamf &ldquo;aus datenschutzrechtlichen Gr&uuml;nden&rdquo; nicht &auml;u&szlig;ern. Indes verteidigte es in seiner Stellungnahme grunds&auml;tzlich Schreiben dieser Art, betonte aber zugleich: &ldquo;In jedem Fall gilt, dass Kinder nicht ohne ihre Eltern in ihren Herkunftsstaat zur&uuml;ckkehren m&uuml;ssen, die R&uuml;ckkehr erfolgt grunds&auml;tzlich im Familienverband.&rdquo;<br>\nHierauf weise das Bamf in seinen Bescheiden auch stets explizit hin. &ldquo;Dennoch&rdquo;, so schreibt die Beh&ouml;rde, f&uuml;hre &ldquo;die &Uuml;bersendung eines negativen Bescheids an ein Kind manchmal zu der Besorgnis, das Kind w&uuml;rde ohne die Eltern ausgewiesen.&rdquo; Diese Sorge sei unbegr&uuml;ndet. Welche konkrete rechtliche Relevanz die Entscheidung nun f&uuml;r die Dreij&auml;hrige hat, lie&szlig; die Beh&ouml;rde offen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/bamf-maedchen-abschiebung-1.4059624\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gefangenschaft auf der Insel, Gewalt und Chaos traumatisieren Asylsuchende auf Lesbos &ndash; Viele Kinder werden erneut traumatisiert<\/strong><br>\nDie Lage der M&auml;nner, Frauen und Kinder im Fl&uuml;chtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos hat sich weiter verschlechtert. Immer wieder kommt es in dem v&ouml;llig &uuml;berf&uuml;llten EU-Hotspot zu Unruhen, gewaltsamen Auseinandersetzungen und sexueller Gewalt. Die Lebensbedingungen im Camp sind sehr schlecht. Dies hat gravierende Folgen f&uuml;r die psychische Gesundheit von tausenden Menschen im Lager, wie das psychologische Team von &Auml;rzte ohne Grenzen feststellt. Viele Kinder, die bereits auf der Flucht Traumatisches erlebt haben, werden in Moria erneut traumatisiert. Immer mehr Minderj&auml;hrige leiden unter Panikattacken, Selbstmordgedanken oder haben bereits Selbstmordversuche unternommen.<br>\nNach wie vor kommen kontinuierlich mehr Menschen auf Lesbos an. Im Lager Moria, das urspr&uuml;nglich f&uuml;r 3.000 Menschen ausgelegt war, sind inzwischen mehr als 8.000 Menschen untergebracht. Die vollkommen unzureichenden Lebensbedingungen im Lager stellen eine Gefahr sowohl f&uuml;r die k&ouml;rperliche als auch f&uuml;r seelische Gesundheit der Menschen dar. Das Team von &Auml;rzte ohne Grenzen in Moria hat in den vergangenen Monaten miterlebt, wie die allt&auml;gliche Gewalt in Moria immer weiter eskaliert ist. Die Mitarbeiter haben F&auml;lle von sexueller Gewalt behandelt, die sich innerhalb oder in der Umgebung des Lagers in Moria zugetragen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerzte-ohne-grenzen.de\/presse\/griechenland-lesbos-moria\">&Auml;rzte ohne Grenzen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Seenotrettung ist kein Verbrechen: Mehr als 20.000 protestieren gegen t&ouml;dliche Abschottungspolitik der Bundesregierung und der EU<\/strong><br>\nWeitere Demonstrationen angek&uuml;ndigt \/ Fluchtursachen bek&auml;mpfen, sichere Fluchtwege schaffen!<br>\nIn den letzten zwei Wochen sind bundesweit mehr als 20.000 Menschen unter dem Motto &ldquo;Seebr&uuml;cke: Schafft sichere H&auml;fen&rdquo; gegen die Abschottungspolitik der Europ&auml;ischen Union auf die Stra&szlig;e gegangen. Viele Attac-Aktive beteiligen sich an den Demos. F&uuml;r die kommenden Tage sind weitere Proteste angek&uuml;ndigt: Heute in Brandenburg an der Havel, Frankfurt am Main und Saarbr&uuml;cken, am Freitag in Bonn, Kiel und Sulzbach-Rosenberg, am Samstag in Augsburg, Bielefeld, D&uuml;sseldorf, Einbeck, Freiburg, Mannheim, Marburg, M&uuml;nster und Stuttgart sowie am Sonntag in Baden-Baden, Erfurt und M&uuml;nchen. In M&uuml;nchen werden besonders viele Teilnehmer*innen zur Gro&szlig;demonstration &ldquo;Ausgehetzt &ndash; Gemeinsam gegen die Politik der Angst&rdquo; erwartet.<br>\n&ldquo;Viele tausende Menschen wollen es nicht mehr schweigend hinnehmen, dass ihre Regierungen den Tod von Fl&uuml;chtenden mit verursachen, indem sie Hilfeleistungen kriminalisieren,&rdquo; sagt Maria Wahle vom Koordinierungskreis von Attac Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/seenotrettung-ist-kein-verbrechen-mehr-als-20000-protestieren-gegen-toedliche-abschottungspolitik-d\/\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Beamte mit Kapuze<\/strong><br>\nVorabdruck. Der Ku-Klux-Klan hat auch in Deutschland Anh&auml;nger. Darunter befanden sich Kollegen der 2007 mutma&szlig;lich vom NSU ermordeten Polizistin Mich&egrave;le Kiesewetter (&hellip;)<br>\nTimo H. war an jenem 25. April 2007 Gruppenf&uuml;hrer der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) 523 aus B&ouml;blingen, zu der auch Mich&egrave;le Kiesewetter und Martin Arnold geh&ouml;rten. H. war verantwortlich f&uuml;r die Einteilung, Ansprechpartner f&uuml;r die Vorgesetzten. Zu sechst waren sie an diesem Tag nach Heilbronn gefahren, zu viert kehrten sie am Abend zur&uuml;ck. Die beiden Sch&uuml;sse, abgefeuert auf Kiesewetter und Arnold, l&ouml;schten ein Leben aus, verletzten einen Beamten lebensgef&auml;hrlich. Das waren die direkten, schmerzlichen Folgen. Jahre sp&auml;ter sollte der Heilbronner Polizistenmord f&uuml;r H. aber weitere Konsequenzen haben. Mit dem Auffliegen des &raquo;Nationalsozialistischen Untergrunds&laquo; 2011 wurde Timo H. von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt: sein Ausflug in die Abgr&uuml;nde des rassistischen Ku-Klux-Klans. Dort schw&auml;rmten die Geheimb&uuml;ndler kurz nach der Jahrtausendwende von der &Uuml;berlegenheit der wei&szlig;en Rasse, tauchten in eine Wahnwelt ein, in der es keine &raquo;Rassenvermischung&laquo; gibt. Das gro&szlig;e Vorbild war der KKK im Ursprungsland USA, wo die Rassisten wegen der Lynchmorde an Dunkelh&auml;utigen ber&uuml;chtigt waren. Offiziell geht es aber nur um die Treue zum Christentum.<br>\nDie Aff&auml;re Ku-Klux-Klan ist zwar Teil des NSU-Komplexes, birgt f&uuml;r sich alleine aber schon reichlich politischen Sprengstoff. Nicht nur weil Polizisten, die auf die Demokratie schworen, unter wei&szlig;en Kutten mit spitzen Kapuzen mitmischten. Die Landesbeh&ouml;rden in Baden-W&uuml;rttemberg kl&auml;rten weder den Skandal auf, noch sanktionierten sie die Akteure. Die betreffenden Beamten sind noch immer im Dienst. Offiziell hat man ihnen abgenommen, dass sie nicht gewusst h&auml;tten, was wirklich hinter dem Klan steckt. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/336343.beamte-mit-kapuze.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.N.:<\/strong> Sehr lesenswerter ausf&uuml;hrlicher und gut recherchierter Beitrag der Autoren mit neuen interessanten spannenden Fakten zu einem hochbrisanten Thema mit &auml;u&szlig;erst skandal&ouml;sem Hintergrund.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>F&ouml;rderschulen: Kinder in der Sackgasse<\/strong><br>\nNenad M., der als normal intelligenter Junge auf eine F&ouml;rderschule gehen musste, ist wohl nicht allein. Vieles spricht f&uuml;r eine hohe Dunkelziffer. Ein normal intelligentes Kind, das mit dem Etikett &ldquo;geistig behindert&rdquo; auf eine F&ouml;rderschule gehen muss &ndash; was dem Sch&uuml;ler Nenad M. geschah, kommt offenbar h&auml;ufiger vor als bisher bekannt. Das l&auml;sst sich an Reaktionen auf das Urteil des Landgerichts K&ouml;ln ablesen, das dem ehemaligen Sondersch&uuml;ler am Dienstag Schadenersatz zusprach. Sein Fall sei &ldquo;besonders krass, aber definitiv kein Einzelfall&rdquo;, sagt die Anw&auml;ltin Anne Quack, die den heute 21-J&auml;hrigen vor Gericht vertrat. Als Fachanw&auml;ltin f&uuml;r Schul- und Schwerbehindertenrecht habe sie seit 2005 &ldquo;sehr, sehr viele Kinder vertreten, die den F&ouml;rderschwerpunkt wechseln oder auf eine integrative Schule gehen sollten&rdquo;. Ohne die Klage ihrer Eltern w&auml;ren diese Kinder aus der schulischen Sackgasse, in der sie steckten, nicht wieder herausgekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/foerderschulen-kinder-in-der-sackgasse-1.4061782\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Studiengeb&uuml;hren: &ldquo;500 Euro je Semester sind sozial vertr&auml;glich&rdquo;<\/strong><br>\nDer Staat verlangt Geld f&uuml;r die Kita, aber nicht f&uuml;rs Studium &ndash; das h&auml;lt der Bildungs&ouml;konom Axel Pl&uuml;nnecke f&uuml;r einen Fehler. [&hellip;]<br>\nUnd wenn die Kitas besser sind, kommt in Ihrem Modell die Studiengeb&uuml;hr?<br>\nDann werden die Kitas kostenfrei, und der private Beitrag zum Bildungssystem verlagert sich ins Studium. Sozial vertr&auml;glich nat&uuml;rlich, ich denke an 500 Euro je Semester.<br>\nWas, wenn Eltern nicht so viel haben?<br>\nOhne Kitakosten k&ouml;nnen sie leichter R&uuml;cklagen bilden. Zudem steigt das Elterneinkommen ja meist, sodass man besser sp&auml;t als fr&uuml;h etwas beitragen kann. Oder der Student zahlt die Summe eben selbst &ndash; aber erst sp&auml;ter, sobald er im Beruf genug verdient.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/studiengebuehren-interview-1.4055257\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wie im Interview festgestellt wird, nehmen nach wie vor signifikant mehr Kinder aus Akademikerfamilien ein Studium auf als aus Familien ohne entsprechenden Bildungshintergrund. Die Idee, dass daran gerade Studiengeb&uuml;hren etwas &auml;ndern, ist grotesk und zu behaupten, 500 Euro Studiengeb&uuml;hren seien &ldquo;sozial vertr&auml;glich&rdquo;, ist angesichts der Tatsache, dass inzwischen selbst Familien aus der sogenannten Mittelschicht vor dem Hintergrund des v&ouml;llig aus dem Lot geratenen Immobilienmarktes nicht wissen wie sie ihre Miete bezahlen sollen, nur zynisch.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Fr&uuml;chtchen des Zorns, oder: Der Kampf um Aufmerksamkeit<\/strong><br>\nWen interessieren Menschen, wenn man auf ein Smartphone starren und auf ihm herumwischen kann? Allenfalls als Hersteller und Mitglieder einer WhatsApp-Gruppe sind Menschen noch gefragt. Schlimm wird das Ganze, wenn auch Kinder im Kampf um die Aufmerksamkeit ihrer Eltern nicht mehr mit diversen Apparaten konkurrieren k&ouml;nnen.  Sie suchen dann andere &ndash; teils destruktive &ndash; Wege, um wieder ins Blickfeld zu kommen&hellip; (G&ouml;tz Eisenberg)<br>\nLetzten Freitag war ich vor der dr&uuml;ckenden Hitze in den botanischen Garten geflohen, wo es sich im Schatten hoher B&auml;ume gut aushalten und lesen lie&szlig;. Als ich den Garten verlie&szlig;, wurde ich von den Ger&auml;uschen einer &ouml;ffentlichen Fu&szlig;ball&uuml;bertragung auf dem Kirchenplatz angezogen. Auf einer riesigen Leinwand lief das Spiel Frankreich gegen Uruguay. Nach dem ersten Tor f&uuml;r Frankreich wandte ich mich zum Gehen und schlenderte Richtung Seltersweg.<br>\nAuf dem Marktplatz wurde ich Zeuge einer Szene, die meine Aufmerksamkeit fesselte. An der R&uuml;ckseite eines dieser h&auml;sslichen Warteh&auml;uschen am Busbahnhof ist ein &ouml;ffentliches Telefon angebracht. Ein kleiner Junge hatte den H&ouml;rer aus der Halterung gerissen und begann, sich an der Telefonschnur festzuklammern und hin und herzuschaukeln. Es war blo&szlig; eine Frage der Zeit, bis die Schnur aus der Verankerung gerissen sein w&uuml;rde. Ich &uuml;berlegte kurz, ob ich etwas sagen und einschreiten sollte, lie&szlig; es dann aber. Warum eigentlich? Aus leidvollen Erfahrungen mit Erziehungsberechtigten, die dann ihr Eigentum am Kind reklamierten und mich aufforderten, &bdquo;mich da gef&auml;lligst rauszuhalten&ldquo;.<br>\nAls ich noch dabei war, mit dem Interventionsimpuls zu k&auml;mpfen, trat die Mutter des Jungen um die Ecke des Warteh&auml;uschens. Und was tat sie? Nichts! Sie wischte auf ihrem Smartphone herum und sah dem Treiben ihres Fr&uuml;chtchens blasiert zu. Jetzt begriff ich: Das Kind hatte m&ouml;glicherweise den ganzen Aufwand nur betrieben, um die Aufmerksamkeit der Mutter f&uuml;r einen Moment vom Smartphone abzulenken und auf sich zu ziehen. Es wollte wahrgenommen werden, einmal spannender sein, als das Geschehen auf dem Display.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/fruechtchen-des-zorns-oder-der-kampf-um-aufmerksamkeit\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Streit um Demo-Teilnahme: &ldquo;Ich schenke den Herren von der CSU gern ein Grundgesetz&rdquo;<\/strong><br>\nDie CSU in M&uuml;nchen hat die staatlichen Theater derzeit auf dem Kieker. Ein Stadtrat will den Intendanten untersagen lassen, an einer Anti-Rechts-Demo teilzunehmen. Der Chef der M&uuml;nchner Kammerspiele Matthias Lilienthal wehrt sich.<br>\nDie M&uuml;nchner CSU will dem Intendanten der Kammerspiele, Matthias Lilienthal, und dem Chef des Volkstheaters, Christian St&uuml;ckl, verbieten, an der Demonstration &ldquo;#ausgehetzt&rdquo; am 22. Juli teilzunehmen. Die richtet sich unter anderem auch gegen CSU-Spitzenpolitiker. Die Begr&uuml;ndung f&uuml;r das Verbot einer Teilnahme: St&auml;dtische Eigenbetriebe seien zu parteipolitischer Neutralit&auml;t verpflichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/streit-um-demo-teilnahme-ich-schenke-den-herren-von-der-csu.1013.de.html?dram:article_id=423278\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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