{"id":45089,"date":"2018-07-23T08:45:27","date_gmt":"2018-07-23T06:45:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45089"},"modified":"2018-07-23T10:21:15","modified_gmt":"2018-07-23T08:21:15","slug":"auslaender-rein-das-bundesverteidigungsministerium-will-die-bundeswehr-fuer-auslaender-oeffnen-weil-ihr-die-rekruten-ausgehen-ein-kommentar-von-ingar-solty","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45089","title":{"rendered":"Ausl\u00e4nder rein! Das Bundesverteidigungsministerium will die Bundeswehr f\u00fcr Ausl\u00e4nder \u00f6ffnen, weil ihr die Rekruten ausgehen. Ein Kommentar von Ingar Solty."},"content":{"rendered":"<p>Der Bundeswehr gelingt es nicht, gen&uuml;gend freiwillige Rekruten zu bekommen. Jetzt eruiert das Bundesverteidigungsministerium erneut, ob nicht auch Ausl&auml;nder in der Bundeswehr dienen d&uuml;rfen. Dabei kann man nicht sagen, dass die Bundesregierung in den letzten Jahren und nach der Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht nicht alles unternommen h&auml;tte, gen&uuml;gend Menschen f&uuml;r die Bundeswehr zu begeistern.<br>\n<!--more--><br>\nDas Verteidigungsministerium hat (1.) in den ersten f&uuml;nf Jahren seit Aussetzung der Wehrpflicht zum 1. Juli 2011 die Ausgaben f&uuml;r Werbema&szlig;nahmen f&uuml;r die Truppe verdoppelt. Im Vergleich zur hei&szlig;en Phase des Afghanistankrieges 2008 stiegen die Ausgaben bis 2016 gar um 530 Prozent! Die Werbung f&uuml;r die Bundeswehr, die uns &uuml;berall und ununterbrochen von teuren Plakatw&auml;nden, aus teuren Hochglanzzeitschriften und auf Jobmessen in Deutschland anblickt und uns auffordert zu machen, &bdquo;was wirklich z&auml;hlt&ldquo;, tut dabei (2.) so, als sei die Bundeswehr ein ganz normaler Arbeitgeber wie jeder andere auch. Das Verteidigungsministerium verschweigt also systematisch, was der eigentliche Job von Soldaten ist: T&ouml;ten und get&ouml;tet werden. Stattdessen erwecken die Verantwortlichen den Anschein, als gingen junge Menschen zur Bundeswehr, weil man da wahre (M&auml;nner-)Freundschaft, Abenteuer, Ballerspiele mit einfachem Reset-Knopf und geile Fahrzeuge zum Dranrumschrauben bekomme. Dabei l&auml;sst (3.) das Verteidigungsministerium unter den Minderj&auml;hrigen an Schulen auch damit werben, dass Menschen ohne Abitur\/Hochschulbildung und\/oder aus verbl&uuml;hten Landschaften zwischen Ostdeutschland und Ruhrgebiet hier noch das zum Leben ausreichende Einkommen und die Jobsicherheit finden, die die Agenda 2010-Prekarisierungspolitik der rotgr&uuml;nen und nachfolgenden Bundesregierungen f&uuml;r Millionen von Menschen in diesem Land zunichte gemacht haben. Und die Regierung l&auml;sst die Bundeswehr nicht nur schon in Kitas auf Kinder los, um mit ihnen Schlauchboot zu fahren und Waffen zu zeigen, sondern sie wirbt die Minderj&auml;hrigen auch gezielt an; 2017 leistete nach Angaben der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der LINKEN bereits die Rekordzahl von 2128 Jugendlichen den Dienst an der Waffe.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] Die Bundesregierung hat dar&uuml;ber hinaus (4.) alles getan, dass man &uuml;ber die salamitaktisch vorangetriebene, neue Auslandseinsatzorientierung der Bundeswehr und &uuml;ber den Erfolg bzw. Misserfolg dieser Eins&auml;tze ebenso wenig eine &ouml;ffentliche Diskussion f&uuml;hrt wie &uuml;ber die Tatsache, was diese Eins&auml;tze f&uuml;r die einfachen Soldaten konkret bedeuten.[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]<\/p><p>Im Bundeswehr-&ldquo;Wei&szlig;buch&rdquo; der Bundesregierung vom Sommer 2016 wird der gr&ouml;&szlig;te und l&auml;ngste Einsatz in Afghanistan &ndash; im November\/Dezember 2001 von Gerhard Schr&ouml;der und seiner rotgr&uuml;nen Regierung beantragt und beschlossen und im B&uuml;ndnis mit George W. Bush und den USA bis zum 31. Dezember 2014 durchgef&uuml;hrt &ndash; &uuml;berhaupt nicht evaluiert. Man findet hier nicht einen einzigen Satz &uuml;ber die Opfer, Kosten oder die Auswirkungen dieses Einsatzes auf die Bundeswehr. Der Grund d&uuml;rfte sein, dass die Verantwortlichen auch wissen, dass diese Auswertung zutage f&ouml;rdern w&uuml;rde, dass die Bundeswehr eben nicht, wie es der Bev&ouml;lkerung weisgemacht wurde, zum Brunnenbauen und M&auml;dchen-in-die-Schule-Schicken in Afghanistan war, sondern dort ein zw&ouml;lfj&auml;hriger westlicher (Besatzungs-)Krieg mit mehr als 100.000 afghanischen Ziviltoten und Millionen Fl&uuml;chtlingen stattgefunden hat. Genau dies meint man aber wohl der seit Jahrzehnten kriegsgegnerisch eingestellten Bev&ouml;lkerung nicht zumuten zu k&ouml;nnen und bef&uuml;rchtet zurecht, dass dies am Ende das eigene Bestreben, noch st&auml;rker im Konzert der anderen Kriegsm&auml;chte mitzuspielen, behindern w&uuml;rde. <\/p><p>Denn trotz all der politischen Werbung f&uuml;r die Auslandseinsatzorientierung und trotz der Tatsache, dass mit Ausnahme der LINKEN alle im Bundestag vertretenen Parteien diese Orientierung f&uuml;r richtig halten, bleibt die Bev&ouml;lkerung konstant und in gro&szlig;en Mehrheiten dagegen eingestellt. Im Vorfeld der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz vom Januar 2014 schworen die Bundesregierung, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und &ndash; in einer an Amtsmissbrauch grenzenden Art und Weise &ndash; Bundespr&auml;sident Joachim Gauck zusammen mit den oft wortgleiche Artikel gegen das sogenannte &bdquo;Ohnemicheltum&ldquo; publizierenden gro&szlig;en Mainstream-Medien FAZ, ZEIT, Spiegel, S&uuml;ddeutsche, Deutschlandfunk, sogar Tagesschau etc. die Deutschen auf eine &bdquo;neue Verantwortung&ldquo; ein und wurden mit dem auf der Konferenz vorgestellten Strategiepapier &bdquo;Neue Macht &ndash; neue Verantwortung&ldquo; die Grundlagen f&uuml;r eine neue imperiale deutsche Au&szlig;enpolitik gelegt.[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]<\/p><p>Trotz dieser fast unwidersprochenen Einwirkung auf das Massenbewusstsein ergab eine vom Ausw&auml;rtigen Amt selbst in Auftrag gegebene Studie im Mai 2014, dass sich 60 Prozent der Bev&ouml;lkerung gegen &bdquo;ein gr&ouml;&szlig;eres internationales Engagement&ldquo; aussprachen und nur 13 Prozent der Bev&ouml;lkerung Milit&auml;reins&auml;tze f&uuml;r das richtige Mittel der Au&szlig;enpolitik halten.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] Diese seit Jahren anhaltende Stimmungslage wurde sp&auml;ter u.a. von ARD-Deutschlandtrend, ZDF-Politbarometer und Emnid noch einmal best&auml;tigt.[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] Und noch etwas sp&auml;ter ergab eine Umfrage f&uuml;r den &bdquo;Stern&ldquo; und RTL, dass sogar 71 Prozent der Bundesdeutschen (inklusive 80 Prozent aller Frauen und 81 Prozent aller &uuml;ber Sechzigj&auml;hrigen) Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr ablehnten.[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>] Tats&auml;chlich war die Auslandseinsatzorientierung auch noch unter Offizieren der Bundeswehr und an den F&uuml;hrungsakademien durchaus hochgradig umstritten und ist es in geringerem Ma&szlig;e bis heute noch. So quittierten etwa 1999 w&auml;hrend des v&ouml;lkerrechtswidrigen NATO-Kriegs im Kosovo etliche Offiziere den Dienst, weil sie sagten, sie seien unter der Bedingung, die Bundeswehr sei eine reine Verteidigungsarmee, in den Dienst getreten. <\/p><p>Mittlerweile wird auf derlei Umfragen zu den Auslandseins&auml;tzen lieber verzichtet, weil ihr Ergebnis vorhersehbar ist. Stattdessen wird gelegentlich gefragt, wann die Soldaten denn aus den L&auml;ndern, wo sie stationiert sind, zur&uuml;ckkehren sollen. Indes ergab 2018 eine bundeswehroffizielle Umfrage zuletzt, dass das Ansehen der seit 2016 in gro&szlig;em Umfang aufger&uuml;steten Bundeswehr massiv gelitten hat und nur noch 53% der Bev&ouml;lkerung Vertrauen in die Bundeswehr haben, d.h. weniger Vertrauen als in Polizei, &Auml;rzte, Arbeitgeber, das Radio oder den Papst.[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>] Nun, und schlie&szlig;lich hat das Verteidigungsministerium (5.) auch alles unternommen, sich nicht der Problematik zu stellen, welche psychischen Belastungen diese Auslandseins&auml;tze f&uuml;r die Bundeswehrsoldaten mit sich bringen. Anders als etwa in den USA gibt es hierzulande so gut wie keine Debatte &uuml;ber posttraumatische Belastungsst&ouml;rungen (PTBS) unter den Soldaten, weil ja auch dies eine Debatte &uuml;ber die wirklichen Erlebnisse des T&ouml;tens und Sterben-Sehens dieser Soldaten in diesen Kriegen mit sich br&auml;chte. Und das ist eben nicht gewollt und darum werden die Soldaten mit ihren psychischen Wunden weitgehend alleingelassen &ndash; oft mit schwerwiegenden Folgen nicht nur f&uuml;r sich selbst, sondern auch f&uuml;r ihr pers&ouml;nliches Umfeld. <\/p><p>Und nun? Trotz all dieser Vorkehrungen haben all diese Ma&szlig;nahmen offenbar nicht ausgereicht: Immer noch wollen sich zu wenige Menschen verpflichten und diejenigen, die es tun, brechen in so gro&szlig;en Zahlen den Grundwehrdienst ab (rund ein Drittel der neuen Rekruten tut dies und nur jeder F&uuml;nfte verpflichtet sich nach dem freiwilligen Wehrdienst als Zeitsoldat), dass jetzt neben der &Uuml;berarbeitung der Grundausbildung (die jetzt, wie es hei&szlig;t, die Leute &bdquo;da abholen&ldquo; soll, &bdquo;wo sie sind&ldquo;, und, wie man h&ouml;rt, mehr sportlich-spielerisch auf den Krieg vorbereiten soll[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]) auch Ausl&auml;nder, denen das Gros der politischen Klasse ansonsten ja gerade nicht besonders wohlgesonnen ist, in der Bundeswehr dienen k&ouml;nnen. Diese Idee der Ausl&auml;nderrekrutierung hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen schon vor zwei Jahren in Bezug auf EU-Ausl&auml;nder ins Spiel gebracht. Ihre Hoffnungen setzten auf den &ldquo;economic draft&rdquo;, die &ldquo;&ouml;konomisch bedingte Wehrpflicht&rdquo; der Eurokrise: die 50-60 Prozent Jugendarbeitslosigkeit in Spanien oder Griechenland als Chance f&uuml;r &bdquo;uns&ldquo;! <\/p><p>Denn diesen &bdquo;economic draft&ldquo;, wie das in den USA in Bezug auf die US-Arbeiterklasse hei&szlig;t, die in der Armee den letzten Aufstiegsstrohhalm erblickt, den gab es in Deutschland ja schon l&auml;ngst. So kommt die H&auml;lfte aller Rekruten aus Ostdeutschland und in Afghanistan waren sogar fast zwei Drittel aller Soldaten &bdquo;Ossis&ldquo;. Und entsprechend warnten Michael Wolffsohn, Professor f&uuml;r Neuere Geschichte an der Bundeswehrhochschule in M&uuml;nchen, und andere Bundeswehrhochschulkr&auml;fte damals (in ziemlich beleidigendem Ton) vor einer &bdquo;Unterschichtenarmee&ldquo;; die Bundeswehr, so Wolffsohn, best&uuml;nde l&auml;ngst nicht mehr aus den &bdquo;B&uuml;rgern in Uniform&ldquo;, sondern best&uuml;nde aus den &bdquo;Prekariern in Uniform&ldquo;,[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>] w&auml;hrend die ZEIT titelte: &ldquo;Arbeitslos oder Afghanistan&rdquo;.[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>] <\/p><p>Neu ist allerdings, dass dieser &ldquo;economic draft&rdquo;, der die Arbeiterklasse also zum &bdquo;Kanonenfutter&ldquo; f&uuml;r Interessen macht, die &ndash; wie die milit&auml;rische Durchsetzung und Aufrechterhaltung des globalen Kapitalismus[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>] &ndash; nicht die ihren sind, wie sogar die &bdquo;Zeit&ldquo; in ihrem Artikel kritisierte, nun auch l&auml;nder&uuml;bergreifend vonstattengehen soll und nicht nur Ostdeutschland meint. Vor zwei Jahren war von der Leyens Idee noch sehr kritisch be&auml;ugt und nicht weiterverfolgt worden, weil auch einige mitregierende Sozialdemokraten kritisierten, dass man die Bundeswehr damit endg&uuml;ltig zu einer S&ouml;ldnerarmee mache. Jetzt aber kommt die Idee wieder auf den Tisch und diesmal wom&ouml;glich auch &uuml;ber das EU-Ausland hinausgehend, denn alle M&ouml;glichkeiten sollen eruiert werden. &bdquo;Alle m&ouml;glichen Optionen&ldquo;, so eine Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums gegen&uuml;ber der &bdquo;Augsburger Allgemeinen&ldquo;, w&uuml;rden &bdquo;sorgf&auml;ltig durchgepr&uuml;ft&ldquo;. Auch die SPD ist nach Berichten der Frankfurter Allgemeinen zumindest bei EU-B&uuml;rgern schon einmal gespr&auml;chsbereit, man m&uuml;sse aber den Soldaten erst die Staatsb&uuml;rgerschaft geben, bevor sie f&uuml;r Deutschland in den Krieg z&ouml;gen.[<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>] M&ouml;glich, dass man auch ungern eine Wiederholung jener Bilder aus den USA s&auml;he, die diese Art der Einb&uuml;rgerung l&auml;ngst schon vollzogen haben: Als die US-Bev&ouml;lkerung um 2006\/2007 so kriegsm&uuml;de war, dass sich immer weniger Soldaten f&uuml;r den US-Besatzungskrieg im Irak meldeten, weil eben neben bis zu einer Million irakischer Ziviltoten auch knapp 4.500 US-Soldaten ihr Leben verloren hatten und mindestens bei einem F&uuml;nftel der Veteranen PTBS diagnostiziert worden war, konnte man im US-Fernsehen Beerdigungsveranstaltungen beiwohnen, bei denen den ausl&auml;ndischen Rekruten noch nachtr&auml;glich die US-Staatsb&uuml;rgerschaft zuerkannt wurde. Zwischenzeitlich waren mehr als 30.000 der US-Besatzungssoldaten im Irak Ausl&auml;nder. <\/p><p>Die deutsche Botschaft an alle Ausl&auml;nder soll dann, wenn es nach Teilen des deutschen Au&szlig;enpolitik-Establishments geht, wohl lauten: Versuchst Du, vor den westlichen Kriegen oder den Auswirkungen der westlichen &bdquo;Frei&ldquo;-Handelspolitik im Interesse der Gro&szlig;konzerne zu fliehen und in Europa Asyl zu beantragen und versuchst Du entsprechend f&uuml;r die Stellung dieses Antrages europ&auml;ischen Boden zu betreten (denn anderswo erlauben wir es Dir nicht), lassen wir Dich auf dem Weg &uuml;bers Mittelmeer ertrinken und\/oder auf libyschen Sklavenm&auml;rkten verkaufen. Und wir arbeiten daran, Dich schon vorher zu stoppen, damit Du eher von der deutschen Bev&ouml;lkerung unbemerkt in der Sahara krepierst als w&auml;hrend der Abendbrotzeit vor unseren Fernsehbildschirmen. Und spricht Dein Land sich wiederum f&uuml;r einen anderen Weg als die verheerende Austerit&auml;tspolitik des sozialen Kahlschlags aus, um Dir zuhause eine Lebens- und Bleibeperspektive zu bieten, dann zwingen wir Dich und Dein Land in die Knie, so wie wir es 2015 mit Griechenland getan haben. Stirbst Du aber &ldquo;f&uuml;r Deutschland&rdquo; in some foreign land with brown people (like yourself maybe?), kriegst Du am Ende noch einen deutschen Pass auf Deinen Sarg gelegt &ndash; und wenn Du richtig Gl&uuml;ck hast, sogar noch kurz davor!<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Ingar Solty<\/strong> ist Referent f&uuml;r Au&szlig;en-, Friedens- und Sicherheitspolitik am Institut f&uuml;r Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Letzte Buchver&ouml;ffentlichungen: &bdquo;Exportweltmeister in Fluchtursachen: Die neue deutsche Au&szlig;enpolitik, die Krise und linke Alternativen&ldquo; (2016), &bdquo;Schwarzbuch: Kritisches Handbuch zur Aufr&uuml;stung und Einsatzorientierung der Bundeswehr&ldquo; (Mitverfasser, 2016), &bdquo;Richtige Literatur im Falschen? Schriftsteller &ndash; Kapitalismus &ndash; Kritik&ldquo; (Mitherausgeber, gemeinsam mit Enno Stahl, 2016), &bdquo;Die USA unter Obama: Charismatische Herrschaft, soziale Bewegungen und imperiale Politik in der globalen Krise&ldquo; (2013) und &bdquo;Imperialismus&ldquo; (Mitverf., gemeinsam mit Frank Deppe und David Salomon, 2011).<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] faz.net &ndash; <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/bundeswehr-was-junge-rekruten-mit-kindersoldaten-gemein-haben-15383020.html\">Was junge Rekruten mit Kindersoldaten gemein haben<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Zur langen Vorgeschichte der Auslandseinsatzorientierung und dem salamitaktischen Vorgehen vergleiche n&auml;her Jacqueline Andres, Christine Buchholz, Mario Candeias, Erhard Crome, Claudia Haydt, Thomas Mickan, Maria Oshana, Frank Renken, Rainer Rilling, Andreas Seifert und Ingar Solty (2016): Schwarzbuch. Kritisches Handbuch zur Aufr&uuml;stung und Einsatzorientierung der Bundeswehr. Gemeinschaftspublikation der Linksfraktion im Deutschen Bundestag und der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Berlin 2016. <a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/9066\/schwarzbuch\/\">Kostenlos herunterzuladen<\/a>.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Vgl. hierzu ausf&uuml;hrlich Ingar Solty (2016): Exportweltmeister in Fluchtursachen. Die neue deutsche Au&szlig;enpolitik, die Krise und linke Alternativen. Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berlin 2016. <a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/8745\/exportweltmeister-in-fluchtursachen\/\">Kostenlos herunterzuladen<\/a>.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] spiegel.de &ndash; <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/umfrage-deutsche-lehnen-auslandseinsaetze-der-bundeswehr-ab-a-970463.html\">Deutsche lehnen st&auml;rkeres Engagement in der Welt ab<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] taz.de &ndash; <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5049593\/\">Gro&szlig;e Mehrheit gegen Ausweitung<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] neues-deutschland.de &ndash; <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/937079.prozent-gegen-deutsche-auslandseinsaetze.html\">71 Prozent gegen deutsche Auslandseins&auml;tze<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] bundeswehr-journal.de &ndash; <a href=\"http:\/\/www.bundeswehr-journal.de\/2018\/ansehen-und-vertrauen-aktuelle-bundeswehr-umfragen\/\">Ansehen und Vertrauen: aktuelle Bundeswehr-Umfragen<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] faz.net &ndash; <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/ausbildung-bei-der-bundeswehr-so-sollen-die-soldaten-wieder-fit-werden-15697498.html\">So sollen die Soldaten wieder fit werden<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] deutschlandfunkkultur.de &ndash; <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/prekarier-in-uniform.1005.de.html?dram:article_id=159213\">&ldquo;Prekarier in Uniform&rdquo;<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] zeit.de &ndash; <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2009\/49\/S-Kanonenfutter\">Arbeitslos oder Afghanistan<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] So hei&szlig;t es auf Seite 43 der Studie &bdquo;Neue Macht &ndash; neue Verantwortung&ldquo;, die die grundlegende strategische Neuorientierung Deutschlands niederlegte: Deutschland sei &bdquo;&uuml;berdurchschnittlich globalisiert&ldquo; und profitiere &bdquo;wie kaum ein anderes Land von der Globalisierung und der friedlichen, offenen und freien Weltordnung, die sie m&ouml;glich macht&ldquo;, weshalb das &bdquo;&uuml;berragende strategische Ziel Deutschlands (&hellip;) der Erhalt und die Fortentwicklung dieser freien, friedlichen und offenen Ordnung&ldquo; sei; und aus diesem Grund solle Deutschland die Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik in der EU ausbauen, um so &bdquo;Formate f&uuml;r NATO-Operationen&ldquo; zu entwickeln, bei denen man &bdquo;weniger auf US-Hilfe angewiesen&ldquo; sei.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] faz.net &ndash; <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/bundeswehr-prueft-aufnahme-von-auslaendern-15701627.html\">Bundeswehr pr&uuml;ft Aufnahme von Ausl&auml;ndern<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundeswehr gelingt es nicht, gen&uuml;gend freiwillige Rekruten zu bekommen. Jetzt eruiert das Bundesverteidigungsministerium erneut, ob nicht auch Ausl&auml;nder in der Bundeswehr dienen d&uuml;rfen. Dabei kann man nicht sagen, dass die Bundesregierung in den letzten Jahren und nach der Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht nicht alles unternommen h&auml;tte, gen&uuml;gend Menschen f&uuml;r die Bundeswehr zu begeistern.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[188,171,85],"tags":[351,358,1055,764,2175,641,2023,2104,2394,575,1221,252,1556,626,2360,340],"class_list":["post-45089","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bundesregierung","category-militaereinsaetzekriege","category-pr","tag-afghanistan","tag-bundeswehr","tag-fluechtlinge","tag-gauck-joachim","tag-interventionspolitik","tag-irak","tag-jugendarbeitslosigkeit","tag-kriegsopfer","tag-kriegstrauma","tag-ostdeutschland","tag-perspektivlosigkeit","tag-steinmeier-frank-walter","tag-usa","tag-von-der-leyen-ursula","tag-zivile-opfer","tag-zuwanderung"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45089","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=45089"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45089\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":45099,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45089\/revisions\/45099"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=45089"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=45089"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=45089"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}